Reisebericht

Allen Ernstens...

von Gromi · begonnen 13. Juni 2018 · 28 Teile

Teil 113. Juni 2018
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So schnell vergeht die Zeit 😮
Jetzt stehe ich wie Falschgeld in meiner Küche herum 🤪 ,
schlafe in unserer ländlichen Umgebung momentan mit Ohrenstöpsel, empfinde den Pöstler als Störenfried und bemühe mich Nachbars Katze nicht zu fotografieren 😄
Mit anderen Worten: ich versuche den Alltag wieder auf die Reihe zu kriegen.
Aber das sind die kleinsten Übel 😗
Meine ca. 3000 Fotos sollten ausgemistet und ein bisschen bearbeitet werden, ein Fotobuch und eine Diashow wird von der Familie gefordert.....
...wäre ich doch nur in NA geblieben 😣 ...
... und jetzt erwarten hier einige sowas wie einen Bericht 😮
Ich tue mein Bestes...
...allen Ernstens 😗
verspricht die Margitta
Teil 217. Juni 2018
Hier ist also die Geschichte unserer wundersamen Reise durch Afrikas Süden.
Und die begann folgendermassen:


Die Aufarbeitung unserer Afrikareise 2015 war getan, d.h. Bericht geschrieben, Fotobuch gemacht, Diashow kreiert, allen Interessierten Rede und Antwort gestanden. Mit dem Fazit, das jeder anschliessend die gleiche Frage stellte: "...und? Wann geht’s wieder nach Afrika?"
Das beschäftigte mich!
Im Herbst 2016 fing ich an, laut darüber nachzudenken.
Ernst hörte mir geduldig zu, setzte sein Pokerface auf und meinte schulterzuckend:
"na dann mach doch mal!"
Hab ich dann auch!
Mit dem Fazit unserer letzten Reise als Prämisse im Nacken, keine einfache Sache!
So wurden dann aus den budgetierten 6 Wochen halt 9 Wochen mit 34 Destinationen!
Hier noch mal unsere endgültige Route

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Mit den Buchungen für Camper und Unterkünften fühlte ich mich dann doch etwas überfordert und bat Magic Vibes um Hilfe. Die kam dann auch sehr speditiv und ausführlich.
So konnte ich mich beruhigt zurücklehnen und mich ausgiebig unserem Reisegepäck widmen.
Wen es interessiert, hier unsere zur letzteren etwas abgespeckten Sammelliste
📎 Sammelliste.pdf

(@ Christian: Aromat ist immer noch dabei! Lizenziertes schmeckt uns eben nicht. Da sind wir eidgenu(ö)ssisch!)
Und so standen wir am 20.März 2018 wieder mit Sack und Pack inklusive Famileneskorte am Zürcher Flughafen.

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Das obere Gepäckstück musste (unter lauten Protesten dessen) allerdings zurück bleiben.
Wir hatten uns dieses Mal für Qatar Airways aus finanziellen und gwundrigen Gründen entschieden.

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Würden wir nicht mehr machen. Die drei Stunden Aufenthalt in Doha mitten in der Nacht sind doch ziemlich mühsam. Das gewaltige nächtliche Lichtermeer von oben war dann aber trotzdem sehr eindrücklich, brachte uns allerdings etwas ins grübeln. Schlafen die alle im Hellen? Bei uns wird nachts die Strassenbeleuchtung ausgeschaltet.
Aber ich schweife ab!
Jetzt fange ich erst mal mit dem Tag 1an.

Es war Mittwoch der 21.März
Um 11.25 Uhr landeten wir überpünktlich in Windhoek .
wurden vom Savannah Mitarbeiter abgeholt und ins, uns bestens bekannte, "Tamboti GH" gefahren.
Hier packten wir unsere Utensilien erst mal in die mitgebrachten Ikea-Falttaschen um und deponierten unsere Koffer bis zum Ende unserer Reise in einer Abstellkammer.
Am Abend fuhren wir mit einem Taxi ins "Stellenbosch". Es war dasselbe Taxi wie vor 3 Jahren mit der entsprechend angesetzter Patina. Aber- wir wurden wiedererkannt, sicher ins Restaurant gebracht und auch wieder abgeholt!
Dort gönnten wir uns ein feines Z'Nacht

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und fielen nach unserer Rückkehr todmüde aber glücklich ins Bett.

So, mehr gibt's heute nicht!
Wie wir am nächsten Tag wie die Hühner durch Windhoek hetzten und doch noch zur Zeit auf "Harmonie" landeten, erzähle ich demnächst.
Teil 318. Juni 2018
Im Pläne machen war ich schon immer gut. Also hatte ich einen solchen auch für

Donnerstag den 22.März

gemacht und der sah folgendermassen aus:
- 7.30 Frühstück
- 8.30 Fahrer von Savanna holt uns ab
- 9.00 Autoübernahme
- 10.30 Einkaufen Merua Mall (Einkaufsliste war vorbereitet)
- 11.30 Kleinwindhoek Schlachterei bestellte Fleischwaren abholen
- 12.30 beim NWR Permit für Sesriem holen, da wir an einem Sonntag dort sind und das Büro
geschlossen ist
- 16.00 könnten wir spätestens auf Harmonie eintreffen.

Das war der Plan.
Und hier dessen Umsetzung:
Der Mitarbeiter von Savanna holte uns pünktlich, wie vereinbart am "Tamboti" ab und fuhr uns zum Savanna Center. War ja gleich um die Ecke.
Dort erledigten wir den nötigen Papierkram und unser Zuhause für die nächsten 56 Tage wurde uns präsentiert und alle Funktionen im Detail erklärt.
Das ist es

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Seines Zeichens ein Toyota Landcruser Safari Camper mit Oryx Aufbau.
Er hatte gerade mal jungfräuliche 29182 Km auf den Felgen und wies auch sonst keine nennenswerten Altersspuren auf.
Alle Pneus, auch der Ersatz, waren ordentlich profiliert

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Die SIEBEN! Scharniere an der hinteren Tür nahmen wir erfreut zur Kenntnis! Eulenmuckels sei's gedankt!
Der 90l Kühlschrank mit Tiefkühlteil war auch montiert.
Unsere bei Magic VIbes bestellte Camping-Zusatzausrüstung (die bei Savanna 1. in der Standartausrüstung fehlt und 2. recht teuer ist) stand auch schon parat.
Im Navi hatte Volker unsere Route plus Stopps für Einkauf und Tanken übertragen.. Zusätzlich hatte er uns noch eine Liste mit den wichtigsten Infos zu den einzelnen Tagen geschrieben.
Eines der wichtigsten Hilfsmittel auf unserer Reise!
10.45 war alles erledigt und wir fuhren in die Merua Hall zum einkaufen der notwendigen Grundversorgung an Lebens-und Genussmittel, sowie wichtige Zutaten für die Malariaprophylaxe.
Da ich dummerweise auf unserer Bestellliste für die Kleinwindhoek Schlachterei die Adresse vergessen hatte zu notieren, fragten wir im "Tamboti" nach dieser.
Und damit fing die Hetzerei an.
Wir fuhren zu der angegebenen Adresse in Kleinwindhoek und fanden dort ein Biltongeschäft vor. Die Verkäuferin wusste nichts von einer Schlachterei, aber ein anwesender Kunde wusste es, die Schlachterei war neu im Northern Industrial Gebiet zu finden. Ladenschluss 16.00 Uhr!
Also, dann erst mal zum NWR. War ja auf dem Weg dahin.
Im Google hatte ich die Adresse "Gathemann Building, Independence Ave" gefunden.
Nach zeitraubender Parkplatzsuch fanden wir ein kleines Büro im 4. Stock (ohne Lift!) mit einer unwissenden Mitarbeiterin, welche dann aber, nach mehrmaligen Telefongesprächen, uns mitteilte, dass das zuständige Büro an der Robert Mugabe Ave gegenüber vom NamPower zu finden ist.
Wir fanden es halbwegs versteckt in einem Parkhaus.
Da gab es einen Schalter hinter dem ein sehr konzentriert beschäftigter Mitarbeiter gerade eine Kundin bediente.
Hinter ihr wartete noch ein Mann und wir freuten uns auf eine kurze Wartezeit.
Erst lange Zeit später sahen wir den Papierstapel der Kundin, welche scheinbar die Permits für mehrere grosse Reisegruppen holte!
Das dauerte!
Iinzwischen waren nach uns noch mehr Kunden erschienen und wir verkürzten uns die Wartezeit mit Smalltalk.
Dann aber nach ca. zwei Stunden war sie fertig und ging entschuldigend lächelnd durch die Wartenden davon.
Viertel nach Vier standen wir etwas gestresst vor der verschlossenen Tür der Schlachterei, doch das Personal war noch am putzen und wir konnten erleichter unser Fleisch in Empfang nehmen.
Dann ging es subito auf die C28 in Richtung "Harmonie" wo wir Viertel nach Sechs ankamen und von einem Mitarbeiter freundlich empfangen wurden.
Er wies uns die CS 3 zu.
Sie ist sehr schön am hinteren Teil des Platzes gelegen.

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Wir richteten uns ein.
Doch nach einem leichten Imbiss und einen gehörigen Quantum Rotwein war dann Lichter löschen angesagt.

Wie wir uns dann mit dem Camperleben logistisch auseinander gesetzt haben und den Weg zur Spitzkoppe fanden,
erzähle ich euch das nächste Mal.
Teil 422. Juni 2018
Am nächsten Morgen,
ging es wie folgt weiter:
nach unserem rituellen Morgentee und einem eben solchen Müesli,

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aus der Ferne misstrauisch beobachtet von den farmeigenen Rössern und den bettelnden Häppchenjägern,

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machten wir uns an die Erkundung und Einrichtung unseres Campers.
Im "Treppenhaus" sah es aus wie in einer Markthalle.
Da musste erst mal Ordnung hinein gebracht werden.

Dazu hier eine kleine Vorgeschichte:
Weil ich doch eine relativ aufmerksame Leserin von Reiseberichten bin, hatte ich mir eine schöne Liste von Tipps und Tricks zusammen gestellt. Besonders einige von Eulenmuckels!
Unter anderem, wie man aus leeren Supermarktkartons Vorratsbehälter bastelt, welche in dem seitlichen Regal der Vorratskammer Platz hätten.
Also schauten wir uns im SuperSpar am Packtisch danach um. Vergebens! Fragten eine ahnungslose Kassiererin, welche eine noch ahnungslosere Mitarbeiterin fragte. Diese brachte aus den hinteren Refugien ein paar unbrauchbaren Joghurtverpackungen. An der Kasse stand ein Mann in typischer Safari-Freizeitbekleidung und einem bergig gefüllten Wagen auf dem obenauf ein paar leere Kartons thronten. Er hätte sie unter den Regalen gefunden.
Also liefen wir noch mal alles ab. Wer ihn kennt, weiss ja wie weiläufig so ein Superspar ist! und das in gebückter Haltung! Die anwesenden Kundschaft guckte uns dementsprechend auch etwas irritiert an.
Schliesslich fanden wir doch noch ein paar brauchbare Kartons.


Nachdem wir so alles Mögliche in diese verstaut hatten, ein gefiederter Prüfungsexperte diese Ordnung für gut befunden hatte,

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belohnten wir uns mit einem kräftigenden Zvieri und einer halben Flasche Rotwein.
welche wir später bei Boerewors und Bratkartoffeln am Lagerfeuer leerten.
Nach einem kleinen Bettmüpfeli war's dann Schlafenszeit.

Bei frischen 11° und wolkenlosen Himmel standen wir am nächsten Morgen auf, packten ein und fuhren zum Farmhaus. Es ist wunderschön gelegen mit einem liebevoll angelegten Garten. Wie wurden von der Farmerfamilie sehr herzlich begrüsst.
Da uns Savanna den Camper mit nur halb gefülltem Tank übergeben hatte und wir (aus bereits geschilderter Zeitnot) noch nicht nachgetankt hatten, fragten wir nach der nächsten Tankmöglichkeit in Richtung Spitzkoppe.
Die war in Karibib, zwar "nur" 150km über die D1953 entfernt, aber wir wussten noch nicht was unser Schmuckstück so schluckt.
Mike bot uns aus seinem Depot 10l Diesel an, was wir dankbar annahmen.
Wir beglichen unsere Schulden und machten uns gegen Elf auf den Weg.
Die D1953 entpuppte sich im ersten Drittel bis Otjimbingwe als eine ziemlich anspruchsvolle Schotterpiste. Ernst nahm es sportlich. Kam ihn als Trainingslektion für später und vielleicht noch üblere gerade recht.
Sie führte uns aber durch eine fantastische Landschaft!

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Nachdem wir in Karibib vollgetankt und unseren Vorräte mit diesem und jenem aber besonders mit Maltigen ergänzt hatten, näherten wir uns der Spitzkoppe.

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Ein imposanter Eyecatcher in der Landschaft.
Um 16.30 kamen wir an der Rezeption an und bekamen die CS "Dassie" zugewiesen.
Auf dem Weg dahin mussten wir erst mal im Slalommodus durch und um Wagenburgen kurven, dabei auf herum wusselnde Camper und Sitzgemeinschaften obacht geben. Uns schwante ruhestörendes nächtliches Ungemach. Es war ja Samstag! Und der letzte vor den SA-Herbstferien! Ogottogott!
Doch "Dassie" entpuppte sich als eine CS im hinteren Teil der Felsgruppe und auf dem Nachbarplatz war niemand erschienen.

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Jetzt gab es aber erst mal einen Gin Tonik zur Entspannung.
Beim späteren kalten Buffet und einem Windhoek Lager werweisten wir noch lange ergebnislos um das Rätsel der runden Steinbole.

Was uns in Mowani erwartete und wie die Wüstenelis so gar nicht am Versteckis spielen interessiert waren, erzähle ich das nächste Mal.
Teil 526. Juni 2018
Am Sonntag den25.03.
standen wir früh auf. Nach einem Aufwärmtee, es waren nur mal frische 16°, stiegen in unsere Wanderschuhe und machten uns auf eine Erkundungstour.
Diese gewaltigen, wie von Gigantenkindern spielerisch gestabelten oder mutwillig hingeworfenen Steinhaufen beeindruckten uns sehr.

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Den Aufstieg zum berühmten Felsbogen fanden wir nicht gerade auf Anhieb. Nach einiger Zeit des Herumirrens, wurden wir aber doch noch fündig.

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Bitte das Bild nur als Belegfoto zur Kenntnis nehmen. Im Forum gibt es davon viel die schöneren.
Zurück zur CS widmeten wir uns in aller Gemütlichkeit unserem Sonntagsfrühstück. Spiegelei, gebratener Speck und gebratene Banane, Kaffee. Dieses Ritual haben wir aus unserem berufstätigen Leben mit ins pensionäre mitgenommen. Mit irgendwas muss man ja schliesslich den Sonntag kenntlich machen, wenn man jeden Tag Sonntag hat.
Dann rüsteten wir uns zur Weiterfahrt nach Mowani.
In Uis suchten wir vergeblich das viel gerühmte "Cactus and Coffee". Wir haben sicher dreimal das Dorf um- und durchrundet, landeten schliesslich bei einem Sandwich und Toast im

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Dann rüttelten wir mit 50-60 Km/h weiter. Hätten ja theoretisch

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fahren dürfen! Doch bei diesen Strassenverhältnissen

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liessen wir es lieber bleiben.
Wir überquerten trockenen Fusses bzw. trockener Felgen den

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und den auch noch

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bewältigten die D2612

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und kamen wohlbehalten gegen 16 Uhr auf Mowani an.
Wir durften uns auf CS7 einrichten und okkupierten diese schon mal optisch

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eingekuschelt zwischen Steinbollen

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Das Küchenpersonal war auch schon am schaffen

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Also richteten wir uns ein.
Dieser verflixte kleine Spanner

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hat mich beim duschen beobachte und wartete auf die Resttropfen.
Bei einem gemütlichen GT und anschliessenden Nachtessen (weil ich aufzuschreiben vergessen hatte, wohl nicht so speziell war) genossen wir unsere unverbaute Aussicht

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Am nächsten Tag
nach dem Morgentee fuhren wir zur Twyfelfontein Lodge.
Die Führung bei den Rock Paintings mit Elisabeth

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dauerte eine Stunde und es war sehr beeindruckend über deren Entstehung zu hören. (ähm, der Felszeichnungen notabene!)
Zurück im Camp machte sich Ernst an den Abwasch, ich an die Büroarbeiten und wir uns einen kleinen Imbiss.
Dann fuhren wir wieder zur Twyfelfontein Lodge.
Wir mussten Carlos treffen um bei ihm eine Wüsteneli Tour zu buchen. Zufällig kam er uns am Lodgeeingang entgegen. Volker hatte uns aber schon angekündigt. Er musste nur noch einen Tourenwagen auftreiben, Sundownnerutensilien und noch ein paar andere Teilnehmer finden.
Das ging schnell und wir konnten voller Zuversicht abfahren.
Und es dauerte auch nicht lange und er hatte eine kleine Elifamilie aufgestöbert.

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An der Stelle bitte ich euch wegen der schlechten Bildqualität um Nachsicht. Meine Kamera und ich! Ein ewiges Missverhältnis!
Aber schaut mal zum Löffel - Stefan rein, er hat super Fotos von diesen gemacht.
Dann gab es noch einen Sundowner auf einem Hügel, umgeben von in der Ferne tosenden Gewittern.

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Sundownergesellschaft in Scherenschnittmanier.
Um 20 Uhr waren wir wieder im Camp zurück und uns stand noch die Heimfahrt an.
Wir fragten Carlos ob es möglich wäre in der Lodge etwas zu essen. Das war aber nicht möglich (for Residents only!)
Aber er würde etwas organisieren, verschwand und kam kurze Zeit später mit einem riesen Lunchpacket zurück.
Wir entlohnten ihn angemessen und fuhren zu unserem Camp, wo wir uns das reichhaltige Znacht schmecken liessen.
Gesättigt von den grossartigen Eindrücken des Tages, dem feinen Essen und einem flüssigen Bettmümpfeli machten wir die Läden dicht und die Augen zu.

Das ist der Stand der Dinge im Moment.
Was uns auf den Weg nach Khowarib so begegnete und was uns dort so erwartete, erzähle ich euch demnächst!
Teil 602. Juli 2018
Der Tag an dem uns dessen Nacht das Fürchten lernte, war
Dienstag der 27.März

doch erst mal alles schön der Reihe nach.
Mit angenehmen 22° weckte uns ein prächtiger Morgen. Frohgemutes machten wir uns auf in Richtung C39.

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Dort beschlossen wir, da es noch früh am Tag war, einen kleinen Abstecher zum Petrified Forest zu machen.

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Was es mit dem Mädchen auf sich hatte, haben wir leider nicht erfahren.
Doch die Steinernen Bäume und die noch im Ministadium befindlichen Welwits(h)ias waren recht interessant

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Auf der Weiterfahrt entdeckten wir eine kleine Elifamilie, welche in einem kleinen Waldstück am mampfen war.

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Eine Mama hatte sich mit ihrem Jüngsten etwas abgesondert, weil dieser mal musste

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Ich liebe pisselnde Elefantenkinder.
Diese Gelegenheit nutzte die Mama, für ein kleines Beautyprogramm

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und verlies als "Lady in Red" die Bühne.
Auf Palmwag fanden wir mitten im Nichts eine Tankstelle, mit vorrätigem Diesel!

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und kamen schon gegen 14.30 Uhr auf Khowarib an.
Es war 39° heiss!
Dort genehmigten wir uns erst einmal ein erfrischendes Bier an der Bar.

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Wir durften uns auf CS6 einrichten.
Es war eine Zweistöckige

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Im Obergeschoss der Abstellplatz
und im Souterrain der Ess-, Aufenthalts- und Bürobereich
und alles idyllisch am Steilufer des friedlich dahin plätschernden Hoanib gelegen

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Nach einer Dusche, dem obligatorischen GT und unserem Resteessen vom Vorabend fing es leise zu regnen an. Somit verzogen wir uns recht früh in die obere Etage zur Nachtruhe, mit der Betonung auf "Ruhe".
Das ferne Wetterleuchten und das dazugehörige leise Grollen empfanden wir nicht so störend.
Aber dann kam es heftig! Es schüttete wolkenbruchartig auf uns hernieder und es gab irgendwann keine Pause mehr zwischen Blitz und Donner. Wir standen quasi inmitten des Gewitters.
Dann stellten wir uns allen Ernstens eine sehr berechtigte Frage:
"aus welchem Material ist wohl unser Dach?", denn wir hatten in Physik aufgepasst und wussten um die Schutzfunktion des faradayschen Käfigs. Unsere Vermutung: Aluminium?!!! machte unsere Sorgen auch nicht kleiner.
So ging das über eine Stunde lang. Nach einer Weile lies der Regen nach - doch das Rauschen des Hoanib schwoll an.
Ernsten Gesicht machte seinem Namen alle Ehre. Ständig war er auf Lauschposition am Fenster.
Mit dem Morgengrauen war der Spuk vorüber. Ein erster Rundblick zeigte uns die ganze Bescherung.
Das Souterrain stand in einer riesen Wasserpfütze.
Der Hoanib war zu einem reissenden Strom mutiert

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Es war mit 27° schwül-warm.
Wir holten unsere Utensilien aus der Schlammpfütze und dislozierten auf die höher gelegene CS7.

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Dann war erst mal putzen angesagt. Alles war nass und schlammig.
Die zwei jungen Frauen vom Nachbarplatz hatten die Nacht im Fahrerhaus ihres eher kleinen Autos verbracht.
Auf dem oberen Platz war eine Töfffahrergruppe am aufräumen. Denen hatte es die Bodenzelte breit gemacht.
Am Mittag beschlossen wir mal einen Blick auf den Flussübergang zu werfen.
Dort sah es dann so aus

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Da war für mindestens heute kein rüberkommen.
Einige Wartende auf der anderen Seite hatten sich schon wohnlich eingerichtet.
Für die Kinder aus der Umgebung war es ein riesen Plausch und gute Gelegenheit ihr Sackgeld aufzufrischen

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Die SA-Töffgruppe hatte es sich am Strassenrand gemütlich gemacht.

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Es gab viel zu erzählen und zu diskutieren. Anders gesagt: Ernst war in seinem Element!
Feuermachen am Abend mit nassem Holz entpuppte sich als eine ziemliche Herausforderung. Doch mit Geduld und Holzkohle gelang es uns schliesslich ein paar feine Steaks zu braten. Dazu gab es Rüebligemüse und Rotwein.
Ein wieder einsetzender Regen trieb uns dann aber schnell ins obere Stockwerk. Dort sassen wir mit unseren Weingläsern auf dem Bettrand, liessen die Beine baumeln und hofften auf besser Wetter.
Morgen mussten wir über den Fluss, denn wir wollten nicht unseren Aufenthalt auf Camp Aussicht verkürzen.

Somit sind wir wieder einmal an den momentanen Stand der Dinge gelangt.
Ob Zeus unsere Hoffnung erfüllt und was wir später bei Marius Steiner erleben durften, erzähle ich euch das nächste Mal.
Teil 705. Juli 2018
Am Donnerstag dem 29. März

weckte uns ein freundlicher Morgen mit angenehmen 17°.
Nach einer weiteren unruhigen Nacht, in der wir die Ohren ständig am Fenster hatten, um den Rauschpegel zu kontrollieren, packten wir ein und machten uns mit leichten Bauchgribbeln auf, den Flussübergang zu inspizieren.

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Erleichterung machte sich breit
Doch Ernst hielten erst einmal an und liess (wirklich! vorsichtshalber!) einem hinter uns fahrenden Camper den Vortritt.
Naja.....
An einem kleinen Dorflädeli in Otjomatemba hielten wir an um noch Wasser, Bier und Haarshampoo zu kaufen

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und wurden dabei von der einheimischen Kundschaft mit freundlichem Interesse beobachtet.
An der Kasse stand eine junge Mutter mit einem zwängelnden Buben, welcher sich im (natürlich wie bei uns auch), neben der Kasse stehenden Regal mit Süssem bedient hatte und sie wollte oder konnte es nicht kaufen.
Das brachte natürlich Ernstens inkonsequentes Grossvaterherz zum schmelzen. Er kaufte ihm ein paar von den merkwürdig aussehenden wie in Leuchtsignalfarbe getauchten Mocken. Der Kleine war überglücklich!
Bei unserer anschliessenden Diskussion im Auto ging es dann um den Sinn oder Unsinn solcher "Geschenke".
Natürlich sind alle KInder hinter Süssem her, doch wissen wir ja nicht, wie es hier mit der Zahnhygiene gehandhabt wird und ein Zahnarzt wird auch nicht gerade um die Ecke sein. Das zahnlose Lächeln vieler Einheimischer war eine Realität.
Wir einigten uns, bei nächster Gelegenheit nur noch zuckerfreie Gummibärchen zu verschenken.
Aber ich schweife schon wieder ab!
Wir erreichten die Abfahrt zum Camp Aussicht gegen 13 Uhr.

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und wurden mit skurrilen, philosophischen und nicht immer rechtschreibungskonformen Schildern auf den richtigen Weg geleitet

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Als erstes trafen wir auf Marius im Übergewändli. er war gerade mit seinen Mitarbeitern am irgendetwas reparieren, das heisst er war am schaffen und seine Mitarbeiter schauten sitzend zu.
Er begrüsste uns sehr herzlich und verwies uns an seine Assistentin, eine nette junge Frau, welche uns erst einmal alles erklärte und auf die CS2 schickte

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Wir inspizierten unsere Umgebung

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das Hüsli, idyllisch am Berg gelegen

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bei dieser Aussicht braucht man keine Zeitung, wenn das Geschäftliche etwas länger dauern sollte.
Wir stellten uns den Nachbarn vor. Sie kamen von Solothurn und wir waren hocherfreut endlich wieder mal mit Leuten Schwiizerdütsch zu reden. Zumal ich mich im Englischen nur seeeehr rudimentär verständigen kann.
Für den Abend hatten wir uns bei Marius zu Essen angemeldet unter der Bedingung, unseren Wein selber mitzubringen.
Am gemeinsamen Esstisch wurde uns ein feines Essen (Reis mit Kudugehackten und Rüeblisalat) serviert.
Doch halb Neun war dann für uns Ende. Die zwei fast schlaflosen Nächte forderten ihren Tribut.

Freitag der 30. März

war Karfreitag und begann um Sieben bei klarem Himmel und frischen 17°.
Marius erwartete uns um neun zu einer Fahrt zu den Himbadörfern, welche er betreute.
Mit uns fuhr noch ein deutsches Ehepaar mit. Wir hatten (durch Anregung aus dem Forum) abgelegte Kinderkleider von unseren Enkeln mitgebracht, welche Marius sehr erfreut entgegen nahm. Beatrice und Wolfgang brachten Schreibutensilien. Alles war hoch willkommen. Er wird das direkt an ihm bekannte Lehrer weitergeben, die dann alles verteilen.
Auf der Hinfahrt zu den Himbas, unterrichtete Marius uns über die derzeitige Situation dieses Volksstammes.
Er wetterte (wahrscheinlich zu recht) über die Regierung, welche den Himbas das moderne Leben aufzwingt.
Im Dorf waren nur Frauen und Kinder anwesend. Laut Marius leben die Männer separat und kommen nur um das Geld, das die Frauen mit ihrem Kunsthandwerk erwerben abzuholen und für Alkohol auszugeben.
Wir sahen auch die schnell versteckten Handys und diverse andere neuzeitliche Utensilien.
Ein Volk welches den Spagat zwischen Tradition und Moderne probt.

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Alles nehmen sie aber nicht an

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Das waren "geschenkte" Toilettenhäuser, wurden aber nie benutzt, sondern als Abstellkammer umfunktioniert.
Ihre Haartrachten faszinierten mich

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Diese Kunstfrisuren kann man sicher nicht täglich erneuern.
Mir wurde gesagt, dass die Frauen mit einer Kopfstütze schlafen. Bei dieser Vorstellung knackten meine Halswirbel lautstark.
Zurück im Camp liessen wir uns im Stollen der Dioptasemine die Fledermäuse um die Ohren fliegen

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und kramten uns im Steinbruch ein paar von denen fast künstlich anmutenden Steinen als Souvenir heraus.

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Auf dem Grill machten wir uns am Abend ein feine Boerewors und Tomatensalat und zogen anschliessen mit unserer Weinflasche in Marius' "gute Stube". Am grossen Familientisch waren die anderen Gäste noch am essen.
Man rückte zusammen, wir bekamen Weingläser hingestellt und die Aufforderung kräftig zuzulangen.
Nicht so einfach mit vollen Magen.
Doch was uns da offeriert wurde, war eine kleine kulinarische Sensation.
Marius' Schwester war zu Besuch und hatte panierte Termitenpilze zubereitet. Sie ähneln unseren Wiesenchampignons, sind aber fleischiger. Sie wachsen an und um Termitenhügel. Man sollte aber nur die von der Erde essen, von denen am Hügel würde man dann das letzte Mal gegessen haben, meinte Marius schmunzelnd.
Später kam es dann noch zur grossen Fressshow der Stachelschweine. Sie standen schon vor der Terrassentür in Warteposition.

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Es wurde noch lange in illustrer Tischgesellschaft über Gott, die Welt und besonders Namibia philosophiert und diskutiert.

Am Karsamstag, den 31. März

wurden wir ganz herzlich von Marius verabschiedet.
Der Aufenthalt in Camp Aussicht ist uns als eine Begegnung der besonderen Art in Erinnerung geblieben.
In Opuwo mussten wir uns wieder einmal mit Nahrungs- und Genussmittel für die nächsten sechs Tage eindecken, denn bis Ruakana gab es keinen Shop.
Weiter ging es auf einer äusserst miserablen Schotterpiste. Unterwegs trafen wir diese Kleinfamilie an.

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Die Frau fragte nach etwas zu trinken. Wir gaben ihr eine Flasche Wasser, doch der junge Mann wollte Geld und das gab's nicht!
Je näher wir unserem Ziel Epupa Falls kamen, umso bedrohlicher sah es am Himmel aus

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da kam allen Ernstens etwas auf uns zu.
Gegen fünf kamen wir im Camp an und wurden zur CS 4 geschickt. Zur dieser musste man durch ein Tor und anschliessend durch einen schmalen knöcheltiefen Bach fahren.
Unsere CS war sehr schön direkt am flachen Ufer des Cunene gelegen.
Während unseres Nachtessens (Chili con Carne) wurden wir von einem schöner Regenbogen überspannte .

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Aber dann kam der Regen und wir mussten den Rest des Abends im Fahrerhaus verbringen.
In der Nacht wurden wir wieder einmal durch heftige Gewitter wach gehalten. Es schüttete wie aus Kübeln.
Am nächsten Morgen sah es dann so aus

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Ernstens neuer Tagesjob: Wasserstandsbeobachtungen!
Wir schauten uns auf dem Platz erst mal um und stellten fest, dass wir fest sassen!
Wir standen auf einer Insel umspült von mittlerweile sehr hoch gehenden Cunene und dessen Bachlauf.

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Einige Plätze hatte es überschwemmt und die Camper mussten umziehen.
Eine Camperin machte aus der Not eine Tugend.

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Wir standen mit den anderen Festsitzenden diskutierend am Wasser als plötzlich der Chef vom Camp vor uns stand. Sein T-Shirt war bis über der Brust nass. Er war an einer weniger! tiefen Stelle rüber gelaufen. Ein Mitarbeiter kam auch noch dazu, welcher aber trocken war. Er hatte die sogenannte "Monkey-Brücke" benutzt, welche ca. 50m weiter oben war. Über die könnten wir zum Restaurant zu kommen.
Inzwischen zeigte sich das Wetter wieder von seiner besseren Seite und wir beschlossen am Abend nach dem Essen, auf einen Schlummertrunk rüber zu gehen.
Wohlweislich nahmen wir Taschenlampen mit, leider aber keine Kamera!
So kann ich euch nur von unserem Brückenabenteuer erzählen.
Diese sogenannte Brücke entpuppte sich nämlich als extreme Herausforderung an unser artistisches Können, unsere Seefestigkeit und unsere Nervenstärke.
Da waren an nur zwei Drahtseilen in unregelmässigen Abständen runde Holzknüppel irgendwie befestigt. Einige waren angebrochen oder verfault. Als Handlauf dienten wiederum nur zwei verrostete Drahtseile.
So machten wir uns zum Affen und hangelten uns hinüber.
Nach einem gemütlichen Sundowner auf der leicht erhöhten und trocken gebliebenen Terrasse

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Bild vom nächsten Morgen (Anm. d. Red.)

absolvierten wir die Brückenüberquerung in gleicher Manier jedoch mit ein paar Promille intus wesentlich entkrampfter.

Am nächsten Morgen standen wir früh auf. Gottseidank hatte sich das Wasser überall ziemlich zurückgezogen und wir konnten gegen Acht seeehr vorsichtig durch den nur noch räderhohen Bach fahren.
Wir wurden von der Chefin zu Frühstück eingeladen und sassen noch eine Weile mit den anderen ehemaligen Verbannten, Camperlatein spinnend zusammen

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Aber dann hiess es Abmarsch. Wir hatten noch eine heikle Fahrt über die D3700 zur Cunene River Lodge zu bewältigen.

Jetzt lasse ich das erst mal so stehen.
Ob die Fahrt über D3700 wirklich so heikel war, wie oft beschrieben und was wir in der Cunene River Lodge erlebten, erzähle ich euch das nächste Mal.
Teil 808. Juli 2018
Doch vorher mussten wir ja noch zu den Fällen gucken. Im Forum wurden diese in diversen Berichten recht unterschiedlich bewertet. Von "kann man sich sparen, wenn man die Vic-Fälle kennt" bis "ein wunderschöner idyllischer Wasserfall zum Verweilen".
Hatte ich schon erwähnt, dass es regnete? Es regnete!
Wir wurden von einem tobenden Cunene begleitet.

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und hielten dann am unteren Parkplatz an. Wir waren allein. Logisch, bei DEM Wetter!
Und wir hatten keinen Schirm und an den Regenjacken keine Kapuze.

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Die allseits verteufelten Plastiksäcke! Ich war froh, ich hatte noch einen!
Um es vorweg zu nehmen, an dem Punkt beschlossen wir im nächsten Supermarkt einen Schirm zu kaufen!
Am View Point war alles verweist. Der Kiosk leer. Unter einem der überdachten Aussichtspunkte bot sich uns dann dieses gewaltige Naturschauspiel.

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Von idyllisch konnte da keine Rede sein.
Die Vicfälle damals waren dagegen ein stilles Rinnsal!
Wir standen und staunten.

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Aber wir mussten weiter. Am Kiosk war dann doch noch ein junger Mann mit verschlafenen Augen aufgetaucht, Er hatte heute nicht mit Besuchern gerechnet. Kaffee gab es natürlich keinen. Wir zahlten ihm unseren Eintritt von den unten angekündigten 40 NA$/P und machten uns auf den Weg zur Cunene River Lodge.
Nach 156km und 6 Stunden über die D3700

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sah das Auto so aus

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CS8 lag wunderschön am Ufer des mittlerweile wieder gesittet daherkommenden Cunene.
Wir richteten uns ein und gingen zu einem Vorstellungsgespräch zu unseren Nachbarn, einem europäischen Paar aus Kenia und verabredeten uns mit ihnen zum Nachtessen auf der Terrasse am Fluss.

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Bei interessanten Gesprächen und schwül-warmen Wetter verging der Abend schnell. Erst als das Personal demonstrativ die Stühle hoch stellte, war es Zeit das Feld zu räumen.

am Dienstag, den 3. April

stand Waschtag im Kalender.

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Nach getaner Arbeit machten wir uns auf, das Camp zu inspizieren.
Es war weitläufig in einer dschungelartigen Anlage zwischen Bananenbäumen und anderen Exoten angelegt.

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Die Ablution sehr sauber und die Einrichtung (noch) unversehrt.
Im Office trafen wir auf zwei herum lümmelnde Jugendliche. Der Sohn vom Chef und ein deutscher Volontär.
Wir fragten, ob sie einen willigen Mitarbeiter wüssten, welcher bereit wäre unser verschlammtes Auto zu putzen.
Sie wollten sich darum kümmern. Wir stellten das Auto auf den Platz mit dem Wasserschlauch und meldeten uns bei der Chefin für die Sundowner Bootstour am Nachmittag an.
Zurück am Platz erwattete uns Besuch

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sie waren auf Futtersuche.
Lautstark machte sich dann eine Affenherde bemerkbar, welche die Campsites nach fressbarem abklapperte
Doch bei uns gab's nichts und so zogen sie unter Protestgeschrei rasch weiter. Wisst ihr, dass die auch einen Mittelfinger haben?
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Später auf dem Weg zur Bootstour sahen wir, dass unser Auto bereits picobello sauber herumstand. Die beiden Buben waren gerade noch am aufräumen und hatten sich somit ein ordentliches Sackgeld verdient.
Zur versammelten Tourgesellschaft fanden sich auch unsere Nachbarn ein.
Chef, Sohn und Volontär fuhren uns dann durch eine einzigartige Flusslandschaft

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Die tierischen Bewohner glänzten jedoch durch Abwesenheit. Aus gutem Grund, erklärte uns der Chef. In Angola wurde von den zahlenden Trophäenjägern der Wildbestand stark dezimiert. Somit hatten die Krokodile nichts mehr zu fressen. , auch die Hippos stehen dort auf der Abschussliste. Man versuchet Krokodile wieder anzusiedeln, doch das hat wohl nicht funktioniert.
Während des Sundowners am angolanischen Flussufer gelang mir dieses Schattenselfie

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Ein spektakuläres Wolkenszenario begleitete uns auf der Rückfahrt

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Nach einem kleinen Imbiss und einer halben Flasche Rotwein war dann Schlafenszeit.

vom Mittwoch, dem 4. April
gibt es (aus Gründen müssiger Geschehnisse) nur einen Zeitraffer:
aufstehen,
Müeslifrühstück,
Kaffee,
im und ums Camp herumspazieren,

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Körperpflege (kein Bild),
relaxen,
Zvieri mit Käsebrot
GT-Sundowner,
zum Znacht: Pouletflügeli vom Grill mit Reis und Salat, Rotwein,
früh ins Bett.

Das war's. Mehr gibt's da nicht zu berichten.
Also, mache ich gleich mit

Donnerstag, 5. April

weiter.
Um Acht war Abfahrt in Richtung Etosha. Auf uns wartete eine 350km lange Fahrt. Wir hatten uns für die D3700 über Ruacana entschieden. Diese entpuppte sich als perfektes Übungsgelände zum Thema "das Differential im 4x4, dein Freund und Helfer".

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Nach zwei Stunden kamen wir in Ruacana an. Im Ortsteil Oshifo fanden wir alles, was uns noch für die vier Tage Etosha fehlte. Es gab einen Shoprite, PEP, Pic Schop, Apotheke ect.
Dann fuhren wir auf der gut ausgebauten C35 immer gerade aus

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und gerade aus

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gääähhhn

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huch! da kam doch mal Jemand!
Um 15.30 erreichten wir

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wiesen unsere Reservationen für Olifantrus und Okaukuejo vor und bezahlten unseren Obolus von 510 NA$ für 3 Tage Etosha.
Auf der Fahrt zum Camp sahen wir nur wenige Tiere. Sie hielten sich weit vom Weg entfernt auf und zeigten ein starkes Fluchtverhalten. Als wir später einmal einen Parkangestellten danach fragten, erklärte er uns, das sei ein Problem wegen der Wilderei in der Nähe zum Grenzzaun.
Von diesen

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und jenen

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wurden wir trotzdem neugierig beobachtet.
Kurz vor Olifantrus gab es noch eine Strassensperre

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bis diese ihre Meinungsverschiedenheiten handfest ausdiskutiert hatten
und das Feld endlich einträchtig räumten

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verging schon eine Weile.
Um 16.30 Uhr kamen wir im Camp an

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und durften uns auf der CS5 niederlassen

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Wir machten noch schnell einen Woistwas-Rundgang.
Es gab einen kleinen Kiosk fürs Nötigste und man konnte dort Frühstück, Dinner und Lunch-Päckli haben.
Die Ablution war gepflegt und sah sehr neu aus


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Doch dann war es Zeit für einen kleinen GT-Einstimmer und unser Nachtessen.
Es gab Lammchpos vom Grill mit Paprikagemüse und einen Restschluck Rotwein.
Um 21 Uhr kam dann das Sandmännchen und wir gingen glücklich und zufrieden schlafen.

Das ist wieder einmal der Stand der Dinge.
Wer will, kann als nächstes auf eine Runde Etosha mitkommen!
Teil 911. Juli 2018
am Freitag, dem 6. April

waren wir schon um halb Sieben auf den Beinen. Es hatte in der Nacht geregnet (what else!) und unser Panorama schmückte sich mit schönen Regenbögen (hab das komische Wort im Duden kontrolliert!)

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Auf unserer Morgentour sahen wir viele Wasserpfützen und wir ahnten schon, dass wahrscheinlich die Sichtungen mager ausfallen werden.
So war es dann auch. Aber ein paar zeigten sich uns dennoch wohlwollend

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dieser pfiff uns hinterher (meinte er mich?)
und dieser

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zeigte uns die kalte Schulter
Diese

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probten gerade den Tangoschritt
der meinte "am jungen Termitenhügel wird nicht herumgestochert!"

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und diese

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schaltete schnell den Overdrive ein und verschwand im hohen Gras.
Später am Wasserloch

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waren wir die einzigsten Lebewesen weit und breit, ausser ein paar in dichter Entengrütze herum dümpelnder Wasserschildkröten.
Wir besichtigten noch den ehemaligen Elefantenschlachtplatz

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mit Betroffenheit.
Nach einem relaxten Nachmittag und Nachtessen, riskierten wir noch mal einen Blick aus dem Ausguck, aber da war immer noch nichts los.
Also war wieder Nachtruhe angesagt.

am Samstag, den 7. April

fuhren wir um halb zehn in Richtung Okaukujeo. Es war stark bewölkt und der feine Nieselregen regte uns nicht sonderlich auf, wir waren's ja mittlerweile gewöhnt!
Uns begegnete laut meiner Tagebucheintragung und statistisch ausgedrückt:
eine Herde Kuhantilopen,

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hier drei als Stellvertretung
zu weit weg ein Elefant,
14 Giraffen

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zwei waren kamerascheu.
Unmengen Springböcke,
eine stolze Riesentrappe

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ein Schakal beim Frühstück

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ein Zebra bei der Morgengymnastik

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und ein betupftes Huhn

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In Okaukuejo

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erwartete uns das allseits bekannte Touristengewussel.
Unser Stellplatz Nummer 21 war klein, trist, ungepflegt und schattenlos.

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Wasser gab es auf dem Nachbarplatz. Der Stromanschluss funktionierte erst mal nicht und wir mussten einen Campmitarbeiter bemühen. Dieser brauchte dann schon eine ganze Weile um herauszufinden, dass die Sicherung kaputt war. Eine Neue auftreiben noch mal so lange. Nachdem er diese ausgewechselt hatte, stellten wir fest, dass die Lampe auch kaputt war. Mit deren Neubeschaffung war er dann aber völlig überfordert und wir liessen es gut sein.
Später am Wasserloch schauten wir vergebens nach durstigen Vierbeinern, doch die glänzten durch Abwesenheit.
Also genehmigten wir uns noch einen kleinen Schlummertrunk und machten uns in die Koje.

Die Nachtruhe wurde gegen Fünf am anderen Morgen durch lautstarke Betriebsamkeiten von den umliegenden Campern und dem Müllsammler beendete.

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In der Nacht hatte es wieder, na was wohl? geregnet!

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Gegen Zehn machten wir uns auf in Richtung Ausgang Namutoni.
Überall war es nass und schlammig. Aus der Ferne wurden wir von einer Oryxherde misstrauisch beobachtet
Ein Leopard zeigte sich uns gerade mal fünf Sekunden, bevor er im hohen Gras verschwand. In einer zum fotografieren untauglicher Entfernung lagerten ein paar Löwen im Busch.
Am Lookout entdeckten wir die Unendlichkeit!

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eine Landschaft wie gemalt (Rothko lässt grüssen).

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ob diese Kuhantilope das auch so sah?
Es fing wieder an zu regnen und wir rissen uns los um noch rechtzeitig ins Onguma Leadwood Camp zu kommen.
Dort durften wir uns auf "Dik Dik" niederlassen.
Zum Dinner hatten wir uns im Restaurant angemeldet. Es war mittlerweile etwas frisch geworden.
Das Menü wurde uns sehr dekorativ präsentiert.

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Nur Ernstens Fleisch war etwas zäh

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sieht man ihm doch an, oder?


am Montag, den 9. April

standen wir schon um sieben am Gate. Kauften uns ein Tagespermit und machten uns auf um den Fischer's Pan zu umrunden.
Als erstes begegnete uns eine kleine Impalaherde wo heftig geschmust

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und gestritten wurde

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ein Marabu stocherte konzentriert im Schlamm nach Essbarem

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ein einsames Gnu

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trottete missmutig am Wegesrand dahin

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offensichtlich war er mit seinem Outfit nicht so ganz zufrieden.
Die Pfanne hatten wir schnell umrundet und wir gönnten uns erst mal einen Kaffee am Namutoni Kiosk.
Danach fuhren wir zum Kalkheuwel. Dort hatten wir letztes Mal wie auf der Arche Noa Tiere gesehen.
Doch das Wasserloch gab es nicht mehr. Nur eine vor sich hin rostende Wasserpumpe zeugte noch von besseren Zeiten.
Auf dem Weg in Richtung Okerfontein sahen wir schon von Weitem eine riesen Wagenversammlung. Als wir in dritter Reihe fragten, was es denn zu sehen gäbe, hiess es, zwei schlafende Löwe. Wir wollten nicht an der Drängelei teilnehmen und fuhren weiter. Es wurde langsam Mittagszeit und die Tiere immer seltener, also fuhren wir zurück. Und siehe da, wir fanden die Löwen wieder, und wir waren ganz allein! Und, es war noch ein Dritter dazu gekommen. Sie lagen faul im hohen Gras herum, doch Geduld zahlt sich aus, sie mussten ja wieder mal die Schlafseite wechseln und ein wenig Rundschau halten

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Zurück im Camp versuchte Ernst seinem Laptop eine Internetverbindung einzureden. Doch die HiFi-Verbindung im Restaurant war mehr weder lahm. Inzwischen hatte es wieder mit, was wohl? regnen angefangen.
Wir machten uns schleunigst zurück auf unseren Platz und kamen noch rechtzeitig an, um vor einem gewaltigen Wolkenbruch ins Trockene zu kommen. Wir hatten am Nachmittag das Sonnen!!segel ausgefahren. Dieses war natürlich völlig ungeeignet für diese Wassermengen. Wir wollten uns im Waschhüsli unterstellen, doch starke Windböen trieben den Regen über das offene Dach hinein. In nullkommanichts waren wir durchnässt und der Platz stand knöcheltief unter Wasser. Nach einer Stunde, als sich das Wasser so langsam wieder verteilt hatte, sah es dann so aus

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Danach hatten wir uns erst mal einen sehr kräftiger Schluck Malt verdient. Langsam hatten wir die Nase voll vom wiederholten entschlammen und alles wieder trocken legen! Wir waren ja schliesslich in den Ferien und nicht beim freiwilligen Arbeitseinsatz. Znacht gab's aus der kalten Küche und wir gingen leicht frustriert schlafen.

Ob das mit diesem Sch....wetter so weiter geht und ob es uns auf Wildacker gefallen hat, erzähle ich euch nach Büsnau.
Teil 1029. Juli 2018
Am Dienstag, den 10. April

kitzelte uns eine aufgehende Sonne von einem unschuldig strahle blauen Himmel wach, so als wäre gestern nur ein böses Träumli gewesen. Also machten wir uns schnellstens auf den Weg nach Tsumeb.
Wir mussten uns wieder einmal mit Lebensnotwendigen eindecken und versuchen das Problem mit einer offensichtlich leeren Gasflasche zu lösen. Am "Bild it" wollten wir diese abmontieren, doch sie weigerte sich ihre Verschraubung zu lösen. Wir brauchten massiveres Werkzeug! Eine nette Dame vom Kiosk rief einen Securitas mitarbeiter zur Hilfe. Dieser wusste wie, holte relativ schnell das richtige Werkzeug, schleppte die Flasche zur Auffüllstation in den Hinterhof, wartete bis diese wieder gefüllt war, schleppte sie zurück zu unserem Auto und montierte sie wieder fachgerecht! Für diesen überdurchschnittlichen Service war dann auch ein gutes Trinkgeld fällig.
In der Apotheke, dem Bottleshop und Shoprite deckten wir uns anschliessend mit allem Notwendigen ein.
Im letzteren suchten wir sehr zeitaufwendig (wir hatten die namibische Warenpräsentationslogistik noch nicht so recht im Griff) nach diesem und jenem, unter anderem auch nach einem Schirm bzw. Knirps.
Ich stöberte einen jungen Mitarbeiter auf, welcher uns bereitwillig zu einem mit Stockschirmen vollgestopften Kübel führte. Dort tappte er voll in Ernstens Kommunikationsfalle. Nach dem beide erst einmal über längere Zeit den Begriff "Knirps" linguistisch definiert hatten und es sich herausstellte, dass es einen solchen nicht gab, smalltalkten sie ewigs weiter über Land und Leute. Da liess ich die beiden allein um mich der Nahrungsbeschaffung zu widmen. An der Kasse erwartete mich ein zufriedener Ernst mit einem Stockschirm, welcher dann auf unserer restlichen Reise als ein sperriges Teil immer irgendwie im Weg war. Wir verschenkten diesen am Ende ungebraucht an eine dankbare Abnehmerin, welche meinte, man kann ihn schliesslich auch als Sonnenschirm gebrauchen.
Doch ich schweife schon wieder ab!

So fuhren wir bald auf den nachfolgend bebilderten Strassen und Wegen in Richtung
Wildacker Game Farm

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im wahrsten Sinne des Wortes.

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Gegen 15.30 Uhr wurden wir von Rosalia auf der Wildacker Game Farm herzlich empfangen. Unsere Daten waren schon auf einem Tablet (nicht zu verwechseln mit unserem Tablett von Mutti, auf dem nicht geschrieben werden durfte!) gespeichert und wir mussten darauf unterschreiben (easy! wir waren das ja gewöhnt! Bei unserem Pöschtler müssen wir das schon lange). Die Krakeleien kann aber später sicher keiner entziffern.
Unser Bungalow Nr. 5 entpuppte sich als das komfortabelste Quartier unserer Reise.

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Ein gut abgerichteter Kampfhund sorgte für unsere Sicherheit

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Diese hatte mich sofort als Katzenmutter identifiziert und adoptiert

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die Innenausstattung war sehr behaglich,

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Nur mit dem Bodenbelag hatte ich so meine Mühe
und versuchte ihn grossräumig zu umlaufen, was nicht immer gelang.
Nach dem dritten Mal darüber stolpern kam ich mir vor wie James, nur nüchterner!
die sanitäre Einrichtung: sauber und neuwertig.

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Wir waren die einzigen Gäste und Britta, eine Volontärin aus Deutschland leistete uns bei Kaffe+Kuchen und auch an dem sehr üppigen Nachtessen Gesellschaft.
Rosalias Schwester in Stellvertretung der abwesenden Mutter, kochte für uns ein perfektes Menü.
Es gab Elendvoressen, Reis, Salat, Blumenkohl, Dessert.
Rundum satt und zufrieden gingen wir gegen zehn schlafen.

Am nächsten Tag war erst einmal aufräumen und putzen angesagt. Die Restfeuchte von Onguma und der Dreck von den Schlammschlachten mussten entfernt werden. Ein Mitarbeiter der Farm half uns freundlicher Weise dabei.
Anschliessend inspizierten wir das Gelände.
Die Farm liegt in einem sehr dekorativ gestalteten, parkähnlichen Gelände. Liebevoll mit diversen Skulpturen dekoriert.

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Die Bungalows im respektablen Abstand voneinander angeordnet.
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An den immer noch stattfindenden Grabarbeiten merkte man, dass die Gestaltung der Infrastruktur noch nicht ganz abgeschlossen war

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sieben fleissige Mitarbeiter bemühten sich über den Tag hin, einen zwanzig Meter langen, spatenbreiten und -tiefen Graben für ein dünnes Lichtkabel zu unserer Hütte auszuheben.
Am Abend fanden wir uns wieder zu dritt zum Nachtessen ein.
Es gab Gnusteaks mit viel Zwiebeln, Pilzsauce, Teigwaren, Pastinakenmus, Zitronencreme.
Ein weiterer mit vielen neuen Eindrücken gefüllter Tag ging zu Ende und wir krochen müde und dankbar in unsere Betten.

Morgen geht's zur Shametu River Lodge. Was uns dort so erwartete, erzähle ich euch das nächste Mal.
Teil 1101. Aug. 2018
und weiter geht’s. Wem es nicht zu heiss ist 😊 , bitte einsteigen. Ansonsten hat es Eisbeutel im Tiefgefrierer 🤪

Donnerstag, der 12. April

Es hatte in der Nacht wieder einmal heftig gewittert und geregnet, doch der Morgen strahlte uns freundlich lächelnd entgegen.
Zum Frühstück erwartete uns wieder ein reichhaltiges Buffet. Ernstens kultigen Speckeier wurden von der Küchenmannschaft mit grosser Freude zubereitet. Solche deftigen Esser hatte man gern.
Vorwurfvolle Blicke hingegen erntete mein Toast mit Konfi und Käse.
Britta fehlte am Tisch, denn die Farmerfamilie war von ihrer Reise zurück und sie musste sich um die Kinder kümmern. Dafür gesellte sich Chefin Karoline zu uns. Chef David musste sich nach einer kurzen Begrüssung um die Arbeitseinsätze der Mitarbeiter kümmern. Seinem düsteren Gesicht zufolge war offensichtlich währen seiner Abwesenheit nicht alles so optimal gelaufen.
Das heute Morgen endlich wieder funktionierte Wlan nutzte ich um der Familie wieder einmal ein Lebenszeichen zu whatsappen.
Das gab (für uns unverständlich) viele erleichterte Rückmeldungen und wir wurden virtuell abgeschmatzt, geknuddelt und mit guten Wünschen und Ermahnungen auf die weitere Reise geschickt.
Diese nahmen wir gegen halb Zehn in Angriff.
Auf der Weiterfahrt über die B8

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sinnierten wir darüber, warum bei Kindern schneller gefahren werden durfte als im "normalen" Bereich.

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wir sahen traditionelle Dörfer

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modernistisches Wellblech

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in Stein gemauerte Gotteshäuser

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Bauruinen

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Super Minimärkte

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ländliche Gartenbeizen

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und wurden von Nutzvieh eskortiert

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Es war bereits nach zwölf und die Schüler der umliegenden Schulen machten sich auf ihren X- Kilometer langen Heimweg, ohne Velo oder Muttis Taxi!

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In Rundu betankten wir noch das Auto, zupften 3000 NA$ aus dem ATM und kamen anschliessend
gegen fünfzehn Uhr in der

Shametu River Lodge
an.

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Als absoluter Blickfang stand dieser üppige Blütenbaum am Weg

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Wir durften uns auf CS8 einrichten

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sie ist wunderbar gelegen, schattig und perfekt eingerichtet

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das Küchenhäuschen mit Kalt- und Warmwasser

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das Waschhäuschen
links WC, rechts Du + Lavabo getrennt, frische Badetücher inklusive!
also Luxus pur!
Wir richteten uns ein, stiessen mit einem (mit mehr) Gin (als) Tonic auf unser gut gewähltes Quartier an.
Dann grillten wir uns ein paar Pouletflügeli. Dazu gab's Tomaten-Gurkensalat. Ein guter Schluck Rotwein brachte uns dann genügende Bettschwere.

Am Freitagmorgen nach Kaffee und Müesli widmeten wir uns der Hausarbeit. Anschliessend gingen wir auf Camperkundigung.
Wir fanden eine schöne Terrasse

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und ein nettes Planschbecken, in welchem allerdings nur die Bungalowmieter planschen durften.

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Im Haupthaus war man dabei, die riesige Strohdachuntersicht gegen Ungeziefer zu imprägnieren. Auf dem hohen Dachgebälk turnten die Arbeiter natürlich ohne Sicherung herum. Unsere SUVA oder die DGUV hätten den Laden sofort dicht gemacht und die Betreiber schwer gebüsst.
Es stank fürchterlich, wie früher in Omas Kleiderkasten, nach Mottenkugeln.
Die Chefin brachte einen Kaffee und erzählte uns, dass im oberen Eck eine grosse Eule wohnt, diese aber wegen der Arbeiten erst mal das Weite gesucht hatte und sie hofft, dass sie später wieder zurück kommt.

Am Empfang hatten wir eine gute Wlan-Verbindung und konnten sogar ein paar Fotos nach Hause schicken.
Im Internet informierten wir uns kurz über das allgemeine und spezielle Weltgeschehen und fanden uns dann um 16.30 mit vier anderen Gästen zu einem Sundowner-Bootstripp ein.
Zuerst ging es zu den Stromschnellen, dann brauste der Skipper über den wie ein Riesensee anmutenden Kavango.

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an den Bungalows der Lodge vorbei

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Überall wässerten Hippos, welche uns aber nur oberflächlich zur Kenntnis nahmen

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einige schliefen

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und andere fanden es zum Gähnen langweilig.

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Wir sahen wunderschöne Vögel

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Bei den Spinten ging es immer schön der Reihe nach

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Die Sonne begann sich langsam zu verabschieden und präsentierte uns mit dem dramatischen Wolkenhimmel und dem ruhigen Kavango ein fabelhaftes Schauspiel.

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Der Skipper liess uns dies allerdings abstinent bewundern. Wie sich herausstellte hatte er doch die dafür vorgesehene Kühlbox glatt vergessen.
Nun, dafür fiel der Tip auch nicht so üppig aus.
Mit einem deftigen Nachtessen (Eier, Speck und Bier) beendeten wir den Tag und gingen früh schlafen.

Unausgeschlafen standen wir am Samstagmorgen viertel vor sieben auf.
Die Einheimischen der umliegenden Dörfer befeierten das Wochenende mit lauter Discomusik. Das fanden die in der Gegend lebenden Hunde auch nicht so toll und verbellten diese stundenlang.
Bei wolkenlosen Himmel und angenehmen 25° machten wir uns auf, um den

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zu inspizieren.
Wir wussten von Forumsberichten und Tante Google, dass in diesem einmal ein ehemaliger Militärstützpunkt der Südafrikanischen Truppen gewesen war.
Das konnte man an den Hinterlassenschaften, welche seit Jahrzehnten hier verrotteten gut erkennen

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Die Wege waren teilweise sehr tiefsandig
Uns begegneten ein paar

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welche sich aber im Schweinsgalopp schnell davon machten, ein kamerascheues Kuduweibchen,
sowie schöne Vögel

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wobei wir von diesem

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heftig beschimpft wurden.
Diese warteten auf gestorbenen Ästen

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auf totes Fleisch.
Viel mehr Tiere sahen wir aber nicht, geschweige denn Büffel!
In Divundu kauften wir noch ein paar Lebensmittel und tankten Diesel nach.
Zurück im Camp grillten wir uns ein feines Kudusteak, dazu gab es Bratkartoffeln mit Zwiebelsauce.
Anschliessend tranken wir an der Bar noch 2 Gläser Rotwein (jeder), hatten dort interessante Diskussionen (vornehmlich natürlich Ernst) mit einer tschechischen Reisegruppe über Tschechien und dessen Frühlingserwachen.
Halb Neun war es aber dann an der Zeit unser Schlafmanko auszugleichen.

Leider blieb das nur ein frommer Wunsch! Bis morgens um Sieben wurden wir wieder mit lauter Discomusik und Hundegebell zugedröhnt!
Nach einem heute etwas stärkeren Kaffee und einem Müesli packten wir unsere Sachen und machten uns auf in Richtung Grenze.
Beim Mahangu Game Park gab es noch einen Zwischenstopp.
Hier hatten wir das letzte Mal sehr wenig bis gar keine Sichtungen und wollten es noch mal wissen.
Am Eingang trafen wir auf ein älteres englisches Paar in einem relativ kleinen PW. Sie waren sich nicht sicher, ob dieses parktauglich sei. Die Rezeptionistin meinte aber nach einem prüfenden Blick, das ginge schon. Wir boten ihnen an, voraus zu fahren. Doch schon nach ein paar hundert Meter sah es dann so aus

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und sie kehrten wieder um.
Das war ein weiser Entschluss, denn die Wege wurden nicht besser. Bei den meisten Schlammlöchern waren Umfahrungen gespurt, aber diese waren bereits ebenso fast unpassierbar und Ernstens fahrerisches Können wurde wieder einmal auf die Probe gestellt.
An einem grösseren Schlammloch sahen wir diesen Eli. Er hatte offensichtlich grössere Probleme. Eine grosse Wunde klaffte an seiner Seite

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An einer dieser Schlammumfahrungen mussten wir ziemlich lange warten, bis sich diese

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gemächlich verzogen hatten.
Eine Giraffe schaute tadelnd einem geschäftstüchtigen Impala zu

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und diese Säbelantilope

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liess sich geduldig die Maden weghacken.
An dieser Strassensperre ging's dann auch lange nicht mehr weiter

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weil einer dringend ein Passbild brauchte

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und schlussendlich erwischten wir doch noch ein paar Büffel

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Dann wurde es langsam Zeit, uns auf den Weg Richtung Botswana zu machen.
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Von affigen Aktionen und vampirischen Überfällen bei Drotsky's werde ich euch aber erst das nächste Mal erzählen.
Bis dahin haben wir hoffentlich wieder etwas kühlere Köpfe
Teil 1220. Aug. 2018
Zum Wochenstart will ich die Gunst des endlich wieder moderateren Sommerwetters nutzen und euch, liebe Mitfahrwillige noch ein paar Meilen Schleichgeschichte erzählen.
Wenn man sich speditiv von A nach B begeben will, heisst das ja bekanntlich "sich zügig vorwärts bewegen". oder?
Aber grau ist alle Theorie! Unsere Praxis sah in diesem Falle folgendermassen aus:
Wie geschrieben, wollten wir von Drotzky's zügig nach Maun fahren. Das Navi rechnete uns gemütliche 4 3/4 Stunden vor.

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Wir meinten, wenn die Strasse diesen Zustand beibehält, wäre (Konjunktiv!) das wohl gut zu schaffen.

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Ernst umfuhr dieses ganz elegant und wir machten uns noch keine grossen Sorgen.
Nachdem er diese kleine Blockade und Löcher auch noch souverän umschlenkert hatte

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war's dann fertig mit lustig und Eleganz!

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"Stärneföifi! Ein Emmentaler ist ja dagegen ein kompakter Klumpen!", fluchte Ernst. Wie die Löcher in diesen kommen, ist ja mehr oder weniger bekannt, aber in so eine Strasse, flach, schnurgerade ohne killenden Winterfrost und hunderten von 40-Tönnern/Tag? An zwei besonders deftigen hielten wir kurz an und ich beguckte mir das mal von Nahen.

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Da war saumässig gepfuscht worden. Die hatten höchstens 2cm Deckschicht direkt auf einen schlecht verdichteten Untergrund gepappt!
So ging es dann munter weiter. Da half kein ausweichen und rumkurven mehr, 1 bis 2 Räder sackten immer in diese Gruben! Aber plötzlich dieses

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mit Randstreifen und Mittellinie!
Doch der Komfort währte nicht lange, höchsten 12 km. Dann ging es wieder wie gehabt bis kurz vor Maun schleichend, fluchend und schlenkernd weiter.
Wir kamen um 15 Uhr nach nunmehr 6 stündiger Fahrt total zerrüttelt aber erleichtert in Maun an

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Das "Sedia Hotel" war uns schon von früher bestens bekannt und so versuchten wir es erst einmal dort. Wir durfte uns den Campingplatz selber aussuchen und so fanden wir diesen schönen Platz etwas abseits aber in kurzer Laufdistanz zum Hotel.

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wir richteten uns ein. Währen dessen kurfte ein zweites Fahrzeug auf der Suche nach einem Stellplatz herum und siehe da es war auch eines von Savanna. Nachdem sie sich in Blickdistanz platziert hatten hörten wir vertraute Laute. Ernst war natürlich sofort auf Erkundungstour. Es war ein junges schweizer Paar und es gab sofort einen regen Austausch von woher und wohin.
Im Städtli versorgten wir uns im Spar, Bottleshop und beim ATM noch mit Lebensnotwendigen und Pula.
Am Abend hatten wir uns im Hotel zum essen angemeldet. Das Essen hier hatten wir vom letzten Mal als hervorragend in Erinnerung. Doch das war über zwei Jahren her und in zwischen hatten wahrscheinlich die Köche gewechselt, jedenfalls war es nicht besonders erwähnenswert. An der Bar genehmigten wir uns noch ein feines flüssigmaltigs Bettmümpfeli (proscht Friederike) und verschwanden dann bald unter die Bettdecken.

Am anderen Morgen gesellten sich wieder diverse Adoptionswillige zu uns.

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das Hundchen kam mit seinem Zwilling, welcher aber ungeduldig zum nächsten Platz weiter schnüffelte

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und lies sich gleich mal häuslich nieder.
Gegen elf fuhren wir ins Städtli. Wir mussten für die nächsten sieben Tage unsere Vorräte aufstocken.
Im Spar sah unser Wagen optisch einem XXL Grossfamilien-Wochenendeinkauf ähnlich. Anschliessend versorgten wir uns beim Metzger nebenan mit ein paar guten Stücken Wildfleisch.
Als wir dann anschliessend so durchs Städtchen schlenderten, weckte dieses Geschäft Ernstens Interesse und er meinte, seine Haupthaare bedürften dringend eine Kürzung.

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Und schon sass er wohlpräpariert auf dem Coiffeurstuhl und ich auf dem Wartebänkli.
Nachdem er dem jungen Coiffeur seine Wünsche mitgeteilt hatte, musste dieser erst einmal für Ernsten feines, schon etwas schüttere Haar das nötige Werkzeug suchen. Begreiflich, denn für das krüselig-drahtige Kurzhaar der einheimischen Männer braucht's etwas anderes. Er fand nach längeren Suchen eine Schere, welche aber total stupf war.

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Aber er wusste sich zu helfen

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und das Resultat

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konnte sich sehen lassen. Der Preis von 100 Pula aber auch! Hierzulande kommt Mann nicht unter 30 CHF weg!
Während dem ganzen Prozedere wurde mir das Warten aber nicht langweilig. Neben mir sassen immer wieder abwechseln und kichernd die gerade beschäftigungslosen Coiffeusen und an der Tür tauchten immer mal Neugierige auf. Was sie miteinander austauschten, konnte ich aber (leider) nicht verstehen.
Dann war es Zeit unsere knurrenden Mägen zu besänftigen und wir machten uns auf zur "Marcs' Eatery". Den Tipp hatte ich mir aus dem Forum herausgepickt und wir wurden nicht enttäuscht. In einem angenehmen, Brasserie ähnlichem Ambiente, mit sehr freundlichen Chef, aufmerksamen und speditiven Mitarbeitern genoss ich einen exzellenten Roastbeefburger und Ernst sein heiss geliebtes Eier-Speck-Omelett.
Rundum zufrieden und gesättigt traten wir den Heimweg an. An der Bar tranken wir noch ein Verdauerli, hackten uns in das sehr gut funktionierende Wlan ein, berichteten der Familie das Neueste und gingen bald einmal schlafen.

In der Nacht war es etwas lärmig. Immer wieder hörten wir Flugzeuge und wurden mehrmals von Stimmen und komischen Geräuschen geweckt. als diese näher kamen, sahen wir zwei Männer welche sich in der Nähe ein Feuer gemacht hatten. Offensichtlich Securitasleute die sich immer wieder nach einem Rundgang am Feuer aufwärmten und uns das Gefühl gaben, wohlbehütet zu sein.
Der Morgen war schön und mit 17° sehr angenehm. Wir packten zusammen und begaben uns frohen Mutes in Richtung Nxai Pan.
An der Strasse versorgten wir uns erst mal mit Holz.

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Doch nach ca. 50 km war es wieder fertig mit froh!

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Dieser ohnmächtige Löcherparcours verlangte wieder unsere volle Konzentration.
Kurz nach eins waren wir am Gate,

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meldeten uns an und wurden zur CS 6 geschickt.
Den sehr tiefsandigen Weg bewältigten wir (d.h. Ernst) mit Bravour und Routine.
Um viertel vor drei kamen wir an.
Am Wasserloch vor dem Camp fand gerade ein geschäftiger Wasch-und Badetag statt

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diese berieten wer zuerst darf

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der war noch am überlegen...

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und diese spielten Huckepack

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Unsere CS war schön gross, schattig, ohne Wasser und Strom

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Die Ablution sehr sauber und elefantensicher

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Nachdem wir alles inspiziert hatten fuhren wir noch eine Runde. Doch ausser ein paar neugierigen Langhälslern

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und einem Solisten mit Sundownerhintergrund

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erspähten wir keine Tiere.
Nach einer feinen gegrillten Borewors mit grünen Salat und einem kühlen Schluck Windhoek Lager war Nachtruhe.

Der nächste Tag war
Freitag, der 20.April
wir standen früh auf und wollten es nochmal vor dem Frühstück wissen.
Doch die Sichtungsfee war uns wieder nicht wohl gesonnen.
Ausser einem Rudel Gnus, deren Chef völlig gestresst hin und her rannt um die aufmüpfigen Jungbullen in ihre Schranken zu weisen

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und einer jungen Mutter mit hungrigem Baby

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sahen wir "nur" eine fantastische Landschaft.
Wir frühstückten und machten uns gegen 11 Uhr auf den Weg Richtung Boteti.
Nach dem Phuduhudu Gate erwartete uns eine 32 km lange Tiefsandpiste
Die wunderbare Aussicht auf den Boteti entschädigte uns aber für die Mühsamkeiten

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Wir fuhren hinab zum "Fluss" und sahen sehr viele Elefanten und Giraffen

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Um 15.30 standen wir am reichlich Wasser führenden Boteti und konnten "Fährmann hol' über" rufen.
Dieser kam auch sofort angetuckert.

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Ernstens erster zaghafte Hinauffahrversuch scheiterte zwar. Doch beim zweiten beherzteren gelang ihm besser

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Unser schwergewichtiger Camper machte allerdings dem Fährimann, bzw. seiner Fähre Probleme und er musste mit handgreiflicher Unterstützung diese zum ablegen motiviere


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Dann tuckerte uns das kleine Aussenbordmotörli

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gen anderes Ufer

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Die Abfahrt gelang dann aber besser weder die Auffahrt.
Ich wusste, dass die Überfahrt 150 Pula kostet und wollte sie ganz unbürokratisch dem Fährimann in die Hand drücken. Dieser deutete mir an kurz zu warten, holte einen Quittungsblock, füllte diesen (mit Durchschlag) aus und gab mir das Original!
Das hat mich sehr beeindruckt.

Und somit wäre das wieder einmal der momentane Stand der Dinge.
Was uns im "Tiaan's Camp" erwartet und wie wir unsere Jungfernfahrt durch das CKGR erlebt haben, erzähle ich euch das nächste Mal.
Teil 1320. Sept. 2018
So, liebe Mitfahrerinnen und Mitfahrer, ich hoffe ihr habt meine kreative Verschnaufpause gut genutzt und euch auch inzwischen von möglichen fatalen Folgen eines übermässigen Alkoholgenusses erholt, eure Pausenbrote genossen und euch an dem inzwischen gemässigten Endsommertemperaturen erfreut.
Wer will, bitte einsteigen, Türen schliessen und weiter geht's folgendermassen:

Alsdann standen wir um 16 Uhr vor dem Tor zum
Tiaan's Camp

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wir taten was von uns verlangt wurde

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Natürlich erwarteten wir nicht gerade ein Empfangskomitee, aber wenigstens ein Schild welches uns zu einer Anmeldung weisen würde. Doch da gab's nix. Wir fragten einen müssig dahin schlendernden, seinem Übergewändli nach Campmitarbeiter. Dieser meinte, wir könnten uns einen Platz selber aussuchen. Da wir ja eine Reservation und schon bezahlt hatten, machten wir uns aber trotzdem auf die Suche nach der Rezeption. Wir fanden dann ein grösseres Gebäude mit einem Restaurant und hinter dessen Theke einen missmutigen Mann, welcher nach einem kurzen Blick auf einen Zettel, uns zu der CS2 schickte.

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Diese war gefühlt ein Jahr lang nicht geputzt worden und wir machten uns erst einmal an's Saubermachen.
Danach gingen wir auf Inspektionstour. Wir fanden ein ordentliches Waschhüsli

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sanitären Einrichtungen deren Design mich ein bisschen an Hundertwasser erinnerte

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zwei Duschen in denen gut eine Grossfamilie Platz hatte

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Eine praktikable Laundry

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ein Planschbecken

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und eine Aussichtsterrasse über dem Restaurant

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von der erst einmal nur etwas Nutzvieh zu erblicken war

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mit Sitzmöbeln in die man gut hinein, aber schlecht wieder heraus kam.
Am Abend grillierten wir uns ein feines Rindssteak, assen dazu einen Tomaten-Gurkensalat und beendeten den Tag bei einem Glas Rotwein.

Den nächsten Tag verbrachten wir nach einem ausgiebigen Frühstück (lt. meiner Tagebuchaufzeichnungen) mit herum chrömern.
Die Laune vom Chef (habe leider seinen Namen vergessen aufzuschreiben) hatte sich inzwischen verbessert und wir unterhielten uns mit ihm einige Zeit. Er erzählte uns, dass seine langjährige Partnerin ihn hatte sitzen lassen und er allein momentan mit allem etwas überfordert wäre.
Die Terrasse vom Restaurant hatte er schön gestaltet und sehr kreativ dekoriert das Leergut entsorgt

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Auf und von der Aussichtsterrasse gab es ausser ein paar sich in den tiefen Polstern langweilenden kanadischen Campern und grasenden Nutzvieh nichts weiter zu sehn. So vertrödelten wir den Rest des Tages am Platz mit lesen, Fotos sichern und Tagebuch schreiben.
Zum Znacht gab es Chili con Carne und Rotweinreste.

Am Sonntag, den 22. April
war 6.30 Tagwacht und wir machten uns nach einem heissen Aufwärmtee (es waren frische 12°) und einem Müesli gegen 8.40 auf den Weg zu unserer sechstägigen Tour durch das CKGR.
In
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suchten wir eine Tankstelle. Nach einiger Zeit des herumhüenerns, dreimal im Ort umkehren und endlich einen netten Einheimischen trafen, der uns den Weg wies, fanden wir sie.
Ein kleines Gebäude, eher Schuppen mit zwei Tanksäulen davor. Wir füllten unseren Tank für 400 Pula und schauten uns nach einer Zahlmöglichkeit um. Vor dem Schuppen sassen zwei Männer gemütlich auf einer Bank und bequatschten irgendetwas Wichtiges. Da wir immer noch keine Pula hatten, fragten wir, ob sie auch CC akzeptieren. Ihr "Selbstverständlich" hatten wir nicht erwartet, fragten gleichzeitig nach einem ATM im Ort, aber da gab es keinen. Der Kassierer bot uns an, unsere noch benötigten 600 Pula auf seine Rechnung zu nehmen und sie uns cash in die Hand zu geben. So waren wir wieder flüssig und die Abrechnung unserer CC später zu Hause stimmte perfekt. Sowas nennt man Dienst am Kunden auch im hintersten Winkel dieser Erde!
In einem kleinen und einzigen Tante-Emma-Lädeli kauften wir noch ein paar Kleinigkeiten ein, versorgten uns mit Wasser und Holz und machten uns gegen 10.30 Uhr auf in Richtung
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kamen an diesen
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und jenen
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Auch an solchen
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und Ernst war froh, dass er in Maun zum Coiffeur gegangen war.
Auf einer relativ gut zu fahrenden Sandpiste
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standen wir um 12 Uhr am Gate
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Alles war mit unserer Reservation in Ordnung und wir fuhren in Richtung Leopard Campsite CKSUN 01.
Kurz nach 15 Uhr erreichten wir
unsere Niederlassung

Leopard CKSUN01

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Der Platz machte einen recht verlotterten Eindruck. Die Feuerstelle war zerbrochen und die Platten um die zwei Ablutionsblocks lagen kaputt durcheinander.
Nachdem wir den Camper installiert, die Möbel aufgestellt und den Feuerplatz präpariert hatten, genehmigten wir uns erst mal ein gepflegtes kühles Bier.
Wir schauten uns um und genossen die Stille und Einsamkeit.
Später grillten wir uns ein feines T-Bone-Steak, assen Rüebli-Kartoffelgemüse und genossen einen guten Schluck Rotwein dazu.
Um 20 Uhr war dann Nachtruhe angesagt, mit der Betonung auf Ruhe. Kein Mucks störte uns.
Am anderen Morgen bei sehr frischen 9°, versuchten wir uns mit heissen Tee, dicken Trainer und der noch schwachen Sonne zu wärmen.
Dabei wurden wir beobachtet
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Dann brachen wir zu einer morgendlichen Rundfahrt auf und genossen die wärmespendende Autokabinenheizung.
Auf leicht sandigen Wiesenwege
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überraschten wir flüchtige Springbockherden
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welche ihrem Namen alle Ehre machten
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Ein einsamer Oryx schaute nur mal kurz vom grasen auf
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und eine kleine Herde Büffel hatte aber nichts mit fotografieren lassen am Hut und verschwand blitzartig.
So fuhren wir wieder zurück, frühstückten ausgiebig, besorgten diverse Hausarbeiten und relaxten bis zum Nachmittag.
Auf unserer spätnachmittäglichen Rundfahrt um den Leopard Pan begegnete uns eine Familie Erdhörnchen, die fleissig herumwühlten
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Einer präsentierte uns voller Stolz seinen schönen Sonnenschirm
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diesem Jüngling fiel das ewige herum stehen ziemlich schwer
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Ansonsten meinten wir ganz allein als menschliche Spezies im riesen Areal der Kalahari zu sein. doch zu unserer Überraschung kam uns tatsächlich ein Fahrzeug entgegen. Es war ein junges Pärchen Biologiestudenten aus München welches Studiums halber die Gegend durchstreifte.
Zurück im Camp machten wir uns einen leckeren Käse-Tomaten-Schinken-Zwiebel-Toast auf dem Gill und gingen früh unter die Decke.

Am nächsten Morgen erwarteten uns wärmere 10°, strahleblauer Himmel und ein gwunderiger einsamer Impala
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und Ernstens Lieblingsvogel
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Nach einem Aufwärmtee packten wir zusammen und fuhren kurz vor acht in Richtung Passarge Valley.
Wir entdeckten ausser diversen Sprinbock- und Impalaherden auch ein paar sehr scheue Oryxe.
dieser Langhälsler gab sich redliche Mühe seinen langen Hals in mein Breitformat zu zwängen
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Gnuherden trampelten panisch davon und Riesentrappen verschwanden schnell im hohen Gras.
Und wie es der Zufall so will, begegneten wir zum zweiten Mal in dieser menschleeren Gegend dem jungen Münchner Pärchen.
Kurz nach Mittag erreichten wir unser nächstes Domizil

Passarge Valley CS3
einen sehr grossen und schönen Platz, gepflegt und sauber.
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und es war gerade Waschtag
Die sanitären Anlagen sahen auch ganz ordentlich aus.
Im Hintergrund zu sehen
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Kleine Bemerkung zum vordergründigen Stillleben: so sah es nicht immer bei uns aus und die Flasche stand rein zufällig rum!
So sahen die Geschäftshäuser von innen aus
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wobei diese mit einem richtigen Duschkopf ausgestatt eher komfortabel war. Normal hing da eine leere Colabüchse mit durchlöchertem Boden.
Wenn man Duschen wollte, musste der hängende Eimer heruntergekurbelt, mit mitgebrachtem Wasser gefüllt und wieder hochgekurbelt werden.
Wir unterliessen diese Übung.
Das Klo
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war etwas für wagemutige, hartgesottene oder sonst nur für stehende Geschäfte zu gebrauchen.
Im Camper überraschte uns ein fast abgetauter Kühlschrank mit entsprechendem Wasserpegel. So war meine Tagesjob klar! Ernst kümmerte sich um den Abwasch.
Zum Znacht gab es Resteessen und eine ganze Flasche Rotwein (die hatten wir uns redlich verdient!)

Der Morgen am 25.April
überraschte uns mit kuscheligen 18° und einem Sonnenaufgang zum niederknien!
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wir machten uns nach dem Morgentee gegen viertel vor Acht auf die Fahrt zum Passarge Wasserloch.
Wir fuhren durch eine fantastische Gras- und Steppenlandschaft
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Auf dem Weg trafen wir auf zwei Schakale, wovon der eine es sich in einem Elefantenhaufen gemütlich gemacht hatte und der andere offensichtlich auch wollt aber nicht durfte.
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Von Weiten sahen wir schon dass wir nichts, also zumindest keine grossen Tiere sehen würden.
Dafür erwarteten uns grosse Schwärme von Vögeln, welche ständig hin und wieder weg flogen.
Besonders gefielen mir diese Rotkäppchen

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Wir beobachteten einsame Oryxe und nach Beute spähende Räuber
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Zurück am Platz stellte sich Ernst einer (im Tagebuch als "Kraftübung" notiert!) grossen Aufgabe "wie bediene ich, wenn nötig, einen Kompressor".
Ihr seht, wir waren immer noch ohne luftregulierende Massnahmen unterwegs!
Ich wollte mich nicht einmischen, doch als ich nur sein ständiges leises Fluchen aber kein Kompressorengeräusch hörte guckte ich mal hin. Meiner weiblichen Logik folgend suchte ich nach einem Schalter (logisch!), fand ihn im Inneren des Autos dort wo der Kompressor installiert war. Dann war alles gut!
Den Rest des Tages verbrachten wir mit relaxen und unsere wechselnden Besuchern zu beobachten
zum Beispiel ein Langschwänzler im Scherenschnittmodus
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diesen Eiligen
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oder diese Durstigen
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Zum Znacht gab es eine lecker Boerewors vom Grill, gegrillte Zwiebeln, Toast und Bier und um 20 Uhr befanden wir uns bereits im Schlafmodus.

Am Donnerstag, den 26.April
war es am Morgen wieder mit 9°erfrischend kalt.
Nach dem obligatorischen Morgentee und Müesli machten wir uns gegen viertel nach acht auf in Richtung

Piper Pan
auf wechselnden Fest- und Tiefsandpisten
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durchfuhren wir eine immer grüner werdende Graslandschaft.
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Es blühte teilweise üppig am Wegesrand
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und wir wurden argwöhnisch beobachtet
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Nach der CS Tau2 kam uns ein Jeep mit bewaffneten Uniformierten entgegen und sie erzählten uns, dass sie in Sachen Wilderer unterwegs waren.
Ein etwas gestresstes australisches Paar in einem Pickup begegnete uns. Sie hatten unterwegs schon zwei Mal einen Platten und somit kein Reserverad mehr und hofften so bis Ghanzi durch zu kommen. Wir waren heilfroh solch einem Ungemach bisher entkommen zu sein und unserem Vermieter dankbar um die sechs neuen Reifen.
Nach dem Phokoje Pan erwartete uns eine mühsame Schüttelpiste und ich war hauptamtlich damit beschäftigt mich einigermassen auf dem Sitz zu fixieren. An fotografieren war da nicht zu denken. So musste ich später die vielen grossen und kleinen Herden von Gnus, Springböcken, Oryxe, Kuhantilopen und viele Schakale, Erdhörnchen, Geier und Raubvögel in meinem Gedächtnis, sprich Tagebuch verewigen.

Als wir endlich um 15 Uhr auf unserer
Camp Site CKPIP01
ankamen taten uns nicht nur unsere Knochen weh, sondern auch alle Weichteile!
Der Platz war wunderschön gelegen.
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mit einer grandiosen unverbauten Aussicht
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Wir genossen diese und die wunderbar ruhige Atmosphäre in vollen Zügen.
Ein Langschwänzler zeigte sich zur Begrüssung diesmal in Farbe
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Ebenso genossen wir später unser bodenständiges Abendessen aus Bratkartoffeln, Spiegelei, Tomaten-Peperoni-Salat und knackten eine Flasche Rotwein - nach deren Genuss wir allerdings bereit um halb acht ins Bett mussten.

Am Freitag, den 27.
weckte uns wieder dieses verflixte, total rührselige und fast kitschige Morgenrot.
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Aus der Ferne gab ein Löwe einem anderen seinen Status mit viel Gebrüll durch
und eine kleine Gruppe Erdhörnchen war schon bei der Futtersuche.
Aber es war wieder s..kalt!
Bei 9°! standen wir schlotternd, uns am heissen Teetopf klammernd im ersten noch kraftlosen Sonnenlicht
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Ein kleiner schwarz Gepanzerter tat es uns gleich, allerdings ohne Teetopf.
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Um viertel vor zehn machten wir uns auf die Piste.
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durch ein üppig blühendes Buschland
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und dekorativen Gräsern
sahen allerdings kaum Tiere.
Um 13.30 Uhr erreichten wir unser letztes Domizil im CKGR.

Das Xade Camp

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doch da war niemand. Wir machten uns auf die Suche. Ein Stück weiter sahen wir eine kleine Ansammlung von Hütten und so eine Art Bungalows. Da war auch niemand. An einem Tor, welches in einen Hof mit landwirtschaftlichen Geräten und Hütten führten machten wir Halt und gingen hinein. Ein paar Leute sassen vor einer der Häuschen und assen. Na klar, es war ja Mittag. Ein jüngerer Mann begrüsste uns und wollte sofort mit uns ins Büro gehen. Wir entschuldigten uns bei ihm für die Störung und sagten ihm, er solle doch erst einmal fertig essen, wir würden derweilen so lange am Tor warten. Doch er liess sich nicht überzeugen. So fuhren wir zurück und er kam mit dem Velo hinterher geradelt.
Unsere CS CKXAD03 war schön gelegen mit einem prächtigen Schattenbaum
und dekorativer Natur Art.
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Das Waschhüsli war auch gleich in der Nähe und sauber,
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allerdings ohne Wasser. Die Solaranlage für die Pumpen hatte vor wahrscheinlich längerer Zeit eine spielwütige Elefantenherde kaputt getrampelt und es hatte sich bisanhin noch niemand bereit erklärt diese zu reparieren.
Am Abend grillierten wir ein super feines Kudu Steak. Doch das aus Ermanglung von Frischem ein k...gruusiges Büchsengemüse landete im Müll.
Die aufkommende ungemütliche Kälte trieb uns aber bald unter die waärmenden Decken und es war halb neun Nachtruhe angesagt.

Somit endete unsere (für uns) abenteuerliche Reise durch die Centralkalahari. Wir empfanden diese als keinen übermässigen Stress. Natürlich wurde hier und da Ernstens Fahrkönnen etwas strapaziert, doch er liess sich nie vom Steuerrad und aus der Ruhe bringen. Seine Meinung war: "Du fotografierst und ich fahre! basta!" Ich habe ihm nie widersprochen!

Also, liebe Mitfahrerinnen und Mitfahrer, das ist wieder einmal der momentane Stand unserer Erlebnisse.
Ob wir dann einmal später heil zum und durch den KTP kommen, würde ich euch gerne das nächste Mal erzählen.
Bis dahin geniesst den wunderbaren Herbstanfang und die damit verbundenen Feste.
empfiehlt euch die Gromi
Teil 1404. Okt. 2018
Was hilft gegen "saisonal abhängige Depression" oder kurz gesagt den Herbstblues?
Richtig! - in wunderbaren, wärmenden Erinnerungen schwelgen....


... wogegen das mit der Wärme vom
Samstag, den 28.April
erst einmal reines Wunschdenken war.
(Also, liebe Simone, nix mit Rotwein! Es sei denn du machst einen starken Glühwein daraus!)
Es war abartig kalt und wir hatten die Nacht gefroren wie die Schneider.
Der Morgen empfing uns mit an heimische Winterverhältnisse erinnernde 7°C!
Da brauchten wir schon mal je zwei Tassen Aufwärmtee! Und ein angewärmtes Müesli!
Und lärmig war es ausser dem. Der Stromgenerator für das Dorf lief ununterbrochen.
Im Waschhüsli gab es immer noch kein Wasser und so war wieder einmal Katzenwäsche aus dem Tank angesagt, denn die vom jungen Mann angebotenen, in der prallen Sonne wer weiss wie lange schon herumstehenden 5L-Wasserkanister waren uns doch etwas suspekt.
Eine durchs Camp jagende Kuduherde mit vielen Jungtieren, veranlasste mich zu einer kurzen Sprinteinlage zur Kamera, aber vergebens. Die waren effektiv zu schnell für meine klammen Finger. Den Grund für deren Panik konnten wir aber nicht ausmachen
Nach Ernsten improvisierten Abwasch packten wir zusammen und machten uns um 9 Uhr auf in Richtung Ghanzi.
Eine "normal" zerfurchte Tiefsandpiste

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machte uns zwei Stunden lang bis New Xade so gar keine Freude.
Die anschliessende Gravelroad bis Ghanzi ebenso wenig

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Um halb eins kamen wir dort an, betankten unser Gefährt, stockten im Bottlestore unsere geistigen Vorräte auf, zupften am ATM ein paar Pula, tätigten im Spar den nötigen Grosseinkauf für 6 Tage KTP und fuhren weiter zur

Tautona Lodge

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Ursprünglich hatten wir im Sinn dort zu campen, doch wir entschieden uns spontan für ein Mini Chalet inkl. Frühstück.

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Es machte seinem Namen alle Ehre. Es war so eng darin, dass ich nicht mal ein gescheites Foto der Innenausstattung machen konnte. Ausserdem stank es extrem wie in Omas Mottenkasten! Wir liessen wohlweislich vorab unsere Sachen im Auto, machten alle Fenster und die Tür auf und gingen erst mal auf Besichtigungstour.
An der Rezeption fragten wir nach einem Wäscheservice. Ja, gab es, aber es war bereits nach Fünf und wir müssten ja die Wäsche bis morgen früh zurück haben. Wir liessen unseren Wäschesack dort und die nette junge Frau versprach ihr bestes zu tun.
Im Restaurant

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spülten wir den üblen Mottenkugelgoût an der Bar mit einem kräftigen Schluck über Vierzigprozentigen hinunter!
Meldeten uns für das Dinner an, welches dann aber nicht erwähnenswert und als "so lala" in meinem Tagebuch beurteilt wurde.
Am nächsten Morgen fanden wir uns zu einem "schlecht organisierten" (lt. meiner Notizen) Frühstück ein.
An der Kaffeebar herrschte Chaos. Die Durstigen versuchten aus dem grossen Kaffeeautomat ein paar Tropfen des begehrten Heissgetränkes herauszudrücken, doch der war "out of Order". Eine Serviceangestellte versuchte mit afrikanischer Gleichmut mit EINEM Filtersystem (wie aus einschlägigen Fomikreisen bekannt ist), dem Ansturm Herr zu werden. Naja! Wir ergatterten uns je eine halbe Tasse und füllten mit Milch auf. Geht doch!
Das Buffet war auch schon auf ein Minimum von den sehr Zeitigen leer geräumt worden, so blieb uns nur noch etwas Käse und ein Konfibrot! Nun, mir war es egal, da sich mein gestriges Nachtessen geradewegs auf dem Durchmarsch befand, hatte ich sowieso keinen Appetit auf Fleischware.
An Rezeption fragten wir dann schüchtern, wie es denn so mit unserer Wäsche aussähe. Diese wäre in Arbeit und wir sollten in einer halben Stunde nochmal vorbei kommen wurde uns freundlich mitgeteilt. So trödelten wir noch ein bisschen in dem sehr schön angelegten park ähnlichen Gelände herum

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und bestaunten die mopsig getrimmten Palmen.

Zurück an der Rezeption trafen wir eine fröhliche Serviceangestellte, welch gerade unsere fix fertig gewaschene, gebügelte und säuberlich zusammen gelegte Wäsche abgeben wollte. Für diese super Dienstleistung war dann auch ein gutes Trinkgeld fällig.
Um halb Elf machten wir uns auf in Richtung Ghanzi. Dort deckten wir uns noch im PEP-Store vorsorglich mit zwei dicken Wolledecken ein. Wir wussten ja nicht wie sich die Nachttemperaturen so entwickeln würden.
Die A2 Richtung Kang präsentierte sich geradlinig, langweilig

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gesäumt von Gelbblütlern

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die Rastplätze grossflächig vermüllt

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Teil 1504. Okt. 2018
Zum Kalahari Rest Camp

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kamen wir um 14 Uhr.
Wir hatten nicht reserviert, aber es war noch Platz für uns im Bungalow 4.
Die Reihenbungalows sahen von aussen nicht sonderlich einladend aus.

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doch das Interieur entpuppte sich als äusserst geschmackvoll und gepflegt

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sogar die triste Technik war kunsthandwerklich aufgepeppt

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Nachdem wir uns eingerichtet, Fotos gesichert und unsere gestrig getragenen Kleider zum Auslüften (wir meinten, immer noch nach Mottenkugeln zu stinken) aufgehängt hatten, gesellten wir uns auf der Barterrasse zu einer anwesenden Reisegruppe auf einen Schwatz inklusive GT.
Das Abendessen nahmen wir im Restaurant ein

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Wurstdip, Gamefilet, Süsskartoffel und eine Flasche Rotwein, alles sehr lecker!

In der Nacht mussten wir die Vorhänge ziehen. Der sonnenhelle Vollmond lies uns aber trotzdem zu keinem ordentlichen Schlaf kommen.
Viertel vor Sechs trieb es uns aus der Koje. Nach duschen und rasieren (nur Ernst) sassen wir schon um Sieben am Frühstückstisch bei einem sehr feinen Omelette, Toast und ausreichend Kaffee.
Wir zahlten und machten uns auf in Richtung KTP.
In Hakunzi füllten wir noch vorsichtshalber den Diesel- und Wassertank.
Dann setzten wir unsere Fahrt auf nachfolgend dokumentierten wechselhaften Wegen fort:
mit gefährlich lebenden Nutztieren

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dort spielten wir "findet die Spur "

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hier gab es Verschnaufplateaus

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Kurz vor Eins standen wir vor dem Tor.

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Wir waren angemeldet, wiesen unsere Voucher für 2 Nächte vor und durften uns auf

CS Khiding
niederlassen.
Sie präsentierte sich wunderbar am Khiding Pan gelegen mit einer fantastischen Aussicht.
Ernstens erste Amtshandlung war nach den legendären Löwen Ausschau zu halten.

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unter argwöhnischer Beobachtung

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Dazu muss ich kurz in die Erklärungskiste greifen:
das war nämlich meine Schuld. Ich hatte ihm dummerweise von den Berichten im Forum erzählt, in denen sich ganze Rudel Löwen unter den Schattendächern bequem gemacht hatten. Wegen dem wollte er ja auch unbedingt hier her.
Aber da war weit und breit nichts dergleichen zu sehen.
Auch das von mir nachgereichte Fernglas brachte nichts. So kletterte er leicht frustriert wieder herunter und lies seinen Frust bei der Feuerholzbeschaffung an diesem unschuldigen Baum aus

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doch mit mässigem Erfolg, sodass wir den Abend ohne Feuer verbrachten, umkreis und belauert von einem anhänglichen Schakal.

Der nächste Morgen begann um Sieben. Es war leicht bewölkt, 12° und es wehte eine unangenehme Bise.
Als erstes gesellte sich wieder der Futter suchende Schakal zu uns.
Auf unserer Morgenrundfahrt sahen wir auf dem Pan, allerdings immer in weiter Ferne, Oryx-, Haertebeest- und Springbockherden.
Zurück auf dem Platz trafen wir unsere ca. 100m entfernten Nachbarn, eine Gruppe Südafrikaner mit zwei Autos.
Sie hatten auch kein Sichtungsglück an dem Morgen. Aber es waren wohl Löwen in der Nacht um uns herum geschlichen. Einer von der Truppe zeigte uns frische Spuren oberhalb unseres Platzes. Er hatte eine App auf seinem Handy, welche ein Löwengebrüll simulierte. Dies sei zwar unter Strafe verboten in der Wildnis anzuwenden, doch er würde das heute Abend mal laufen lassen um ein Männchen anzulocken. Wir müssen dann aber im Dachzelt sein.
Als wir ihnen erzählten, dass wir am nächsten Tag nach Nossob wollten, machte sie bedenkliche Gesichter. Es wäre eine happige Tagesfahrt und sie würden uns einen Zwischenhalt in Motopi empfehlen.
Da waren wir ganz schön in der Klemme.
Wir hatten morgen eine Verabredung mit Schweizer Freunden in Nossob. Hatten schon alles für eine Nacht gebucht.
Also packten wir nach einem Müesli und Kaffee ein, schrieben unseren netten Nachbarn noch einen Abschiedszettel und machten uns um halb Zwölf auf den Weg über Bosobogolo nach Nossob.

Das war eine weise Entscheidung. Wir fuhren durch eine wunderschöne von Dünen geprägte Landschaft auf leichten bis schweren Sandwegen

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Dann tauchte auch noch eine Familie Strauss auf. Papa und Mama welche ihren sechs Babys wahrscheinlich eine Lektion in "wie verhalte ich mich auf der Fahrbahn gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern" in der Praxis anschaulich erteilten.

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- immer schön auf dem Weg bleiben
- ständig nach rechts und links schauen. Auch wenn von dort nichts kommt
- alle hinten Anstehenden und schneller vorbei Wollenden ignorieren, auch wenn diese Drohgeräusche von sich
geben
- nicht vergessen stehen zu bleiben und die wunderschöne Gegend betrachten
- zwischendurch ein paar Hälmli zupfen
- auch mal absitzen, wenn einem die Beinchen weh tun
- und erst wenn Papa das Signal gibt, in seiner Richtung im Bush verschwinden
- das Ganze dürft ihr bis zu einer Stunde ausdehnen.
So war es dann auch!

Um ca.17 Uhr erreichten wir
Motopi 1
und hatten natürlich nicht gebucht. Auf dem sehr weitläufigen Platz hatte sich schon eine Gruppe Südafrikaner mit drei Autos eingerichtet.
Kein Problem, wurde uns versichert, der Platz ist gross genug.
Also installierten wir uns im gebührenden Abstand zu ihnen.

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Ach ja, meinten sie noch, das Toilettenhäuschen

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ist allerdings etwas nahe bei uns, aber da gingen sowieso nur die Frauen drauf und sie hoffen es stört uns nicht.
Nein, störte uns nicht, im Gegenteil fanden wir es höchst amüsant, dass diese nie allein aufs Hüsli gingen. Es war immer ein Vordertürsteher mit dabei.
Am nächsten Morgen machten wir uns nach Tee, Müesli und Kaffee auf die Piste.
Sie führte uns wieder durch diese fantastische Dünenlandschaft.

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Wir sahen wenige Tiere. Nur mal ein paar scheue Dik- Dik's, Oryxe und Schakale.
Wir kamen an Vergessenem vorbei

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fuhren durch weitsichtige Ebenen

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und kamen um 13 Uhr in Nossob an.

Und somit wäre das wieder einmal der Stand der Dinge im Moment.
Wie wir uns in Nossob als Safeknacker outen, ständig beobachtet, belagert und ignoriert wurden und für den GT public relation betrieben, erzähle ich euch das nächste Mal.
Teil 1601. Nov. 2018
Auf Wunsch einer einzelnen Dame, mit dieser ich eine maltige Beziehung pflege und weil die Wetterfrösche bereits von Schneefallgrenzen reden, fühle ich mich zu ablenkenden Tätigkeiten motiviert, wie z.B. Berichte schreiben.
Wem es auch nach einem wärmenden Lesestoff ist, dann bitte einsteigen, es geht weiter.


Nossob am 02. Mai
Das muss man sich mal vorstellen: da fährst du 5223 km durch Wildnis, Einöde, durch Wasser, Sand und Schotter, wirst fast von reissenden Flüssen ertränkt, von wilden Tieren belauert und kommst pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk zu einem vor zwei Monaten mit Schweizer Freunden abgemachten Treffpunkt an. Wir waren dann auch dementsprechend stolz auf uns.
Monika und Markus hatten damals mit ach und krach noch einen Bungalow ergattern können, allerdings mit zwei Schlafräumen. Sie luden uns zu einer Teilet ein, auf die wir uns noch so gerne einliessen.
Nach der menschenleeren Abgeschiedenheit in der Mabua kamen wir uns hier in dem Gewussel fast wie auf einer Appenzeller Landsgemeinde vor. Es gab einen kleinen schlecht sortierten Laden, in dem man sich auch ins Wlan einkaufen konnte. Was bei uns aber leider nicht funktionierte. An der Tankstelle füllten wir noch unser Gefährt auf und gingen uns anmelden.
Unsere Freunde waren noch nicht eingetroffen aber man gab uns schon mal den Schlüssel für Bungalow 18
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gut positioniert direkt am ausgetrockneten Flussbett mit einer grossen Terrasse
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einem grosszügigen Wohnküchenraum
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und je einem Bad
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Bald trafen auch unsere Freunde ein und es gab erst einmal viel zu erzählen. Sie waren mit einem Highlux vom gleichen Vermieter unterwegs. Wir halfen den beiden noch rasch beim einräumen und wollten unseren Anteil an der Miete gleich noch bezahlen. Wir hatten die Pula vorsorglich im Campertressor eingeschlossen, wo auch unsere ganzen Originaldokumente lagen.
Ich schnappte mir also den Schlüsselbund, die hintere Campertür war ja noch offen, und wollte den Tressor öffnen, ging aber nicht. Ich versuchte den einzigen kleinen Schlüssel unter den vielen grösseren in allen Positionen zum öffnen zu bewegen, doch es ging nichts! Langsam kam Nervosität auf. Ernst kam schauen, warum ich so lange brauchte und versuchte sich auch ergebnislos. Dann kam Markus und probierte es eine Weile ohne Erfolg. Nichts ging! Da war guter Rat teuer und wir entschieden uns zu drastischen Mitteln zu greifen, das heisst irgendwie mit dem Schraubenzieher das Schloss knacken. Das scheiterte auch.
Mittlerweile war das Schlüsselloch und der Schlüssel völlig vermurkst und unbrauchbar geworden. Das verlangte nach schwerem Geschütz! Mit Hammer und einer Art Meisel brachen die beiden Männer das Schloss regelrecht auseinander und konnten die Tür so heraus reisen.
Da kam Monika, hatte einen Schlüsselbund in der Hand und fragte, was denn das für einer sei. Der liege auf dem Küchentisch und sieht genauso aus wie unserer! Ist aber nicht unserer! Begossene Pudel würden im Gegensatz zu uns in dem Moment geradezu fröhlich aussehen!
Und die Moral von der Geschicht: verliert den Überblick niemals nicht!

Am Abend zauberte Monika aus zusammengelegten Gemüseresten einen feinen Curryeintopf und wir grillten ein paar Würstchen und etwas Fleisch dazu. Als Ergänzung gab es Gurkensalat und Rotwein.
Wir sassen noch eine Weile schwatzend am Küchentisch aber dann war, nach dem ereignisreichen Tag schnell einmal Nachtruhe angesagt.

Der nächste Morgen begann um halb sieben. Unsere Freunde hatten sich schon für eine Morgenfahrt parat gemacht. Sie blieben noch eine Nacht in Nossob. Doch wir mussten weiter.
Unser nächstes Ziel war

Rooiputs

Ein sandiger Weg führte uns immer am Fluss entlang. Uns begegnen riesige Herden Springböcke, Oryx und Kuhantilopen
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An einem Wasserloch entdeckten wir Ernstens Lieblingsräuber

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Gegen halb Fünf kommen wir in Rooiputs an, einem grossen und recht gefüllten Camp.
Uns wird die CS 02 zugewiesen.

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Sie machte einen etwas abgewohnten Eindruck. Es gab Wasser und die Abstände zwischen den Plätzen waren reichlich bemessen.
Am nächsten Morgen mussten wir wieder einmal für einen eklatanten Nichtdrangedacht-Fehler büssen.
Die beiden Schakale, welche in der Nacht um uns herum gewusselt waren, hatten ganze Arbeit geleistet. Der Inhalt (oder was nicht fressbar war) unsers draussen vergessenen Güsselsacks lag weitläufig verstreut und wir mussten erst mal aufräumen.
Auf unserer morgendlichen Fahrt in Richtung Nossob sahen wir diesen Schakal
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Teil 1701. Nov. 2018
Er lag einfach so am Wegesrand und starrte konzentriert in die Höhe. Ein zweiter etwas abseits im Busch beobachtete diesen.
Wir blieben mal vorsichthalber stehen und suchten nach dem Grund deren Interesse.
Da entdeckten wir auf dem Kamm der Sanddüne ziemlich weit weg diese beiden Damen

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Offensichtlich warteten die beiden Schakale auf Futter beschaffende Aktivitäten der Löwinnen, um sich vielleicht eine Mahlzeit abzuluchsen zu können. Doch da passierte ausser mal Stellungswechsel nichts.

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Dem nebenan hockenden dauerte das zu lange und er machte sich in die Büsche.
Dann verliessen die beiden Katzen die Bühne.
dem Schakal wurde es auch zu langweilig und er verdrückte sich bald und wir somit auch.
Am Platz zurück gab es dann ein reichhaltiges Frühstück. Wir verbrachten den Tag mit notwendigen Aktivitäten wie abwaschen, die Wohnung putzen, Körperpflege, lesen. Am Nachmittag machten wir noch eine Besichtigungsrunde zur Lodge.
Später besuchten uns diverse Piepmätze.
Einer, der noch etwas Nistmatereal brauchte

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und andere, die auf Futtersuche waren

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Am Abend gab es ein feines Entrecote vom Grill mit Restegemüse und Bier.

Der nächste Morgen erwartete uns mit kalten 8°und wir brauchten wieder einige Tassen Aufwärmtee.
Um halb Sieben machten wir uns auf in Richtung Twee Rivieren. Dort mussten wir uns die Ausreise Botswana und die Einreise Südafrika beglaubigen lassen. Unterwegs erspähten wir eine Kolonie Erdmännchen

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ein einsames Erdhörnchen

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und ein ebensolches Löwenmännchen

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In Twee Rivieren
stellte sich unser Vorhaben der Ab- und Anmeldung doch als ziemliche intellektuelle Herausforderung dar. Da gab es erst mal an einem grossen Gebäude zwei nicht gekennzeichnete Eingänge. Nach reiflichen überlegen entschieden wir uns für den linken und musste im Inneren des Gebäudes feststellen, dass beide in die gleiche riesige Halle führten. Da gab es rechts einen botswanischen und links einen südafrikanischen Schalter. Da wir ja aus Botswana gekommen waren, meinten wir uns erst einmal von dort abzumelden zu müssen. Wir waren die einzigen am Schalter. Bis uns der dortige Beamte überhaupt zur Kenntnis nehmen wollte, verging eine ganze Weile. Mürrisch und schroff verwies er uns auf die andere Seite. Dort wurden wir sehr freundlich und zuvorkommend empfangen. Im Nullkommanichts hatten wir unsere Stempel, tauschten noch ein paar freundliche Worte und verliessen diesen zwiespältigen Ort.
Nachdem wir uns im Restaurant mit einem ausgiebigen Frühstück gestärkt, im Shop noch ein bisschen eingekauft und unserem Gefährt Diesel nachgefüllt hatten, machten wir uns auf in Richtung Mata Mata.
Der Zöllner am Schlagbaum zur südafrikanischen Seite winkte uns fröhlich durch, ohne nach irgendwelchen Papieren zu fragen.

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Wir fuhren gemütlich auf dem sandigen Weg nach allen Seiten schauend, doch es zeigte sich nichts Tierisches. Aber da plötzlich stoppte uns eine lebendige Strassensperre, welche wir vor lauter in die Höhe gucken fast überfahren hätten

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Diese zuckte mit keiner Wimper und verharrte im Tiefschlaf
Nebenan im hohen Gras lagen zwei Männchen, von welchen sich der einte nur mal kurz beim Stellungswechsel zeigte

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Teil 1801. Nov. 2018
Anfangs konnten wir diese noch ganz allein beobachten, doch nach und nach kamen immer mehr Fahrzeuge. Die Löwen liessen sich aber nicht davon beeindrucken, doch uns reichte der in Drängelei ausartende Stau und wir fuhren neben dem Weg an ihnen vorbei.
An einem Miniwasserloch löschten sich in hierarchischer Reihenfolge Giraffen, Kudus, Oryx und Co. ihren Durst

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Das Kapitel KTP möchte ich nicht beenden, ohne euch noch einmal kurz auf einen kleinen Exkurs in Sachen:
"Es grünt so grün, wenn Kgalagadi's Blüten blühen"
zu schicken
- wobei ich von Botanik so gar keine Ahnung habe, doch die Vielfalt an Formen und Farben war faszinierend!
Einige von euch werden sicher dieses oder jenes Kraut mit Namen kennen.

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Ist doch schön, oder?

Am Grenzübergang Mata Mata

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füllten wir noch den Tank auf

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und erreichten kurz danach die

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Teil 1901. Nov. 2018
Wir wurden von einer sehr freundlichen und kompetent wirkenden Mitarbeiterin mit einem Willkommensdrink empfangen.
Unsere Daten waren auf einem Tablett schon angezeigt und wir krakelten unsere Unterschrift darauf. Wir waren wieder in der digitalen Welt angekommen.
Dann schauten wir uns noch kurz um und meldeten uns für den Nächsten Tag zu einer Rundfahrt an.

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Die Campingplätze lagen schön schattig hintereinander aufgereiht, in grossen Abständen zueinander am Ufer des ausgetrockneten Auob.
Sie haben alle ein eigenes Waschhüsli mit einer überdachten Terrasse. Weiss der Kuckuck warum ich kein einziges Foto vom Platz gemacht habe!
Im "Flussbett" zog eine Herde grasender Gnus vorbei

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und wir fanden es an der Zeit für einen kräftigen GT. Während dem ich diesen präparierte, ging Ernst noch rasch auf seine obligatorische Vorstellung zu Nachbars und kam (ungewöhnlich) kurz darauf mit diesen im Schlepptau zurück. Es war ein nettes schweizer Ehepaar und! Unwissende in Sachen GT! Na das konnten wir nicht so einfach durchgehen lassen. Sie bekamen auch noch ein volles Glas in die Hand gedrückt und meinten "lecker! Das müssen wir unbedingt in unsere Abendveranstaltung aufnehmen." Und somit gab wieder ein paar Mitglieder in der GT-Konsumtionsclique mehr!
Wir hatten viel Gesprächsstoff und sassen noch lange beieinander bis uns der Hunger an die jeweiligen Teller trieb. Nicht ohne gegenseitig Kontaktadressen auszutauschen. Sie wollten am nächsten Tag weiter fahren und wir hatten die Rundfahrt gebucht.

Wir standen schon um viertel nach sechs auf und wurden pünktlich um sieben von Jürgen, einem jungen deutschen Volontär abgeholt. Das Thermometer zeigte erfrischende 5° an! Da hiess es erst mal dick einpacken! Mit von der Partie war ein Mann, welcher mit seiner Familie im Haus wohnte. Doch die Fahrt war über dem Fluss erst einmal zu Ende, da irgendwas am Auto nicht stimmte. Nach langem Warten kam dann der Chef mit ein paar Mitarbeitern, trat mehrmals kräftig gegen die Hinterräder. Schon war alles gut und wir konnten endlich fahren.
Es ging durch eine sehr schöne begrünte Sanddünenlandschaft

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Doch an Tieren fehlte es im Revier. Nur eine Straussenfamilie sahen wir panikartig vom Weg flüchten. Dabei blieb ein Kleines zurück und Jürgen verpackte es vorsorglich in seinen Pullover auf dem Beifahrersitz.

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es schien ihm zu gefallen.
Während des Weitersuchens stieg er mehrmals aus und versuchte mit dem Peilgerät die hauseigenen Löwen auszumachen.
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Und es gelang ihm tatsächlich diese beiden Damen zu finden

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welche es momentan so ziemlich langweilig hatten.
Auch diesen Pascha konnte er aufspüren

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Aber das war es dann auch. Die Eltern des Straussenkükens fand er leider nicht mehr und so nahm er dieses mit zurück zur Lodge, wo er versuchen wollte es aufzupäppeln.
Am Abend hatten wir uns für das Nachtessen angemeldet. die junge Familie mit Kleinkind und ein deutsches Paar aus Thüringen ebenfalls. Im Speisesahl waren vier Tische für je zwei Personen gedeckt. Auf allseitigen Wunsch rückten wir die Tische zusammen und es ergab sich eine interessante Gesprächsrunde. Es gab Tomaten Mozzarella Salat, ein etwas zähes Elandsteak mit Gemüse und Reis und Dessert. Alles sehr fein gekocht. Wir wurden von der jungen Empfangsdame und Jürgen perfekt und speditiv betreut.
Später krochen wir zufrieden und dankbar in unsere Schlafsäcke.

Das ist wiederum der momentane Stand der Dinge.
Was es mit den Tausendjährigen so auf sich hat, wie man ein Schattenselfi macht, wir uns fast in Österreich vermuteten und warum ein Waschhüsli ein angenehmer Aufenthaltsort sein kann, erzähle ich euch das nächste Mal.
Teil 2014. Nov. 2018
Liebe Mitfahrerinnen und Mitfahrer, jetzt müsst ihr etwas zusammenrücken, denn wir haben einen neuen Passagier mit Übergepäck!....UND!! zudem noch einen, DER NAMIBIA NICHT KENNT! Jetzt heisst es: missionieren!
Ich tu mein Bestes!


Am Morgen des 07. Mai
war es wirklich saukalt. Bei 5° versuchten wir uns schlotternd mit heissen Tee in Gang zu bringen. Die anstehende Hausarbeit und das Zusammenpacken ging dann dementsprechend flott von statten.
Die C15 zeigte sich als manierliche Gravelpiste und wir frohlockten.

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Die Farbe des Belages wechselte langsam von Grau zu Rot.
Leichte Steigungen und Kurven empfanden wir als Auflockerung

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Nur kurze Zeit später auf der C17 war dann fertig mit Gemütlichkeit. Im Nachhinein meinten wir, die Strassenverwaltung sollte doch zu Beginn jeweils eine Tafel anbringen, mit dem Hinweis "Willkommen im Kalahari-Sandwellenparadies. Weiterfahrt für Benutzer mit Adrenalinkick-Intoleranz verboten!"
Wenn ihr euch mal die Kalahari in diesem Gebiet von oben anschaut, sieht man ganz deutlich, was ich damit meine. Denn die Sanddünenbänder laufen wie ein überdimensioniertes Waschbrett von S/O nach N/W und die Strasse führt quer durch. Und, da ja hierzulande die Strassen dem Gelände angepasst werden (und nicht wie bei uns umgekehrt) sieht das dann so aus

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Was nicht heisst, dass diese vor jedem der 46! Hügel steht und man nicht weiss ob sich die eventuell entgegen Kommenden an diese Empfehlung halten.

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Ja, ich habe sie gezählt! In meiner Tagebuchaufzeichnung sieht das so aus

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In Koës angekommen gab es aber noch keine Entspannung. Auf der Suche nach dem legendären "Moer Toe Coffe Shop" hühnerten wir völlig von der Rolle noch eine ganze Weile im Ort herum bis wir dann endlich fündig wurden und uns mit einem feinen Imbiss und netten Schwatz mit der Wirtin unser inneres Gleichgewicht wieder zurecht gerückt hatten.

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Im kleinen Supermarkt kauften wir noch etwas weniges ein und machten uns gewappnet für die nächste Bergundtalfahrt auf in Richtung Mesosaurus. Aber Freude kam auf, denn die C17 empfing uns wohlwollend gradlinig und flach

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das machte wieder Spass!

...und gleich geht's weiter...

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