Südafrika Januar 2018 / Rund ums Kap oder spektakulär unspektakulär
Zum 50. Geburtstag von Kerstin wollte sie sich mal etwas anderes aussuchen. Vietnam, Kambodscha oder….. vielleicht dann doch mal nach Afrika ! Also gut, Ihr Wunsch war mir Befehl und fügte mich als braver Ehemann meinem bitteren Schicksal. Der Reiseberichttitel entspricht Kerstins Wunsch nach einer ganz relaxten Runde ohne Besichtigungsdruck und zu langen Fahrstrecken. Eine schöne Runde hat sie wieder einmal zusammengestellt, auch zu 100 % nach meinem Geschmack. Etwas Weingegend, endlich mal Robben Island und zurück an die West Coast und vor allem zu den Kaptölpeln nach Lamberts Bay. Dort waren wir in 2007 (nicht zu glauben) während unserer zweiten Südafrikareise. Inzwischen sind einige Urlaube hinzugekommen. Und natürlich gibt es keinen Reisebericht mehr, in dem die geschätzten Franzickes nicht vorkommen Und von dieser Reise möchte ich diesmal berichten. Bisher wurde noch kein einziges Bild nachbearbeitet und ich setze mich mit dem Anfang des Berichtes mal etwas selbst unter Druck.
Unsere Route :
Viele Grüße Casimodo… hoffnungslos Afrikaverrückt und froh darüber
Teil 218. März 2018
12.01.2018 Flug Frankfurt nach Joburg äh Kapstadt mit Lufthansa
Da Lufthansa im deutschen Winterflugplan den Direktflug nach Kapstadt anbietet und die Strecke zu dieser Zeit mit einem A340-300 geflogen wird, haben wir uns für diese bequeme Möglichkeit entschieden. Mit im Flieger sitzt eine Kollegin von Kerstin. Irgendwie treffen wir fast jedesmal irgendjemanden.
Voller Vorfreude nehmen wir in der Zweier-Außenreihe Platz. Das lieben wir so an den A340 und A330. Man hat zwei Plätze für sich. Seitdem Lufthansa auf die Bestuhlung mit den dünnen Lehnen umgestiegen ist und endlich Bordentertainment in jedem Sitz hat, kann man es ganz gut aushalten.
Nach einigen Stunden Schlaf geht die Zeit irgendwie rum und der Landeanflug startet mit einem echten Highlight. Bei klarer Sicht drehen wir eine große Ehrenrunde ums Kap, ein richtiger Rundflug.
Begeistert knipse ich mit dem Handy zahlreiche Bilder, am liebsten hätte ich sie alle gezeigt.
Nach der Landung
und dem Zoll mit akzeptabler Wartezeit warten wir eine gute Stunde auf unseren Mietwagen bei AVIS. Später stellen wir fest, dass wir eine Stunde zu früh da waren und die Wartezeit vermutlich mit unseren falschen Angaben zu tun hatte.
Bei strahlendem Sonnenschein lotst uns das Navi in das nicht allzu weit entfernte Constantia Stables.
Es hat sensationelle Tripadvisor-Bewertungen. Ohne Navi hätte ich das niemals gefunden und es war schon so schwer genug. Constantia Stables zeigt sich uns gleich als kleines Paradies. Trotz der Wasserknappheit ist hier alles tropisch grün.
Die schon etwas betagte Eigentümerin Lola begrüßt uns herzlich. Mit ihrem Mann bildete sie Jahrzehnte ein tolles Team. Leider ist er vor einem guten Jahr gestorben.
Das Haus ist sehr stilvoll und gemütlich eingerichtet.
Lola weißt uns eindrücklich auf die Wasserknappheit hin. Nach dem Pipi sollen wir gar nicht spülen und höchstens 2 Minuten duschen. Daran halten wir uns während des ganzen Urlaubes streng.
Wir beziehen unser Hayloft unter dem Dach und legen uns erst mal hin.
Überall werden Gärten großzügig mit Grundwasser bewässert. Rationiert ist ja nur das Leitungswasser. Unser Zimmer ist ganz gemütlich, aber auch etwas in die Jahre gekommen. Wir fühlen uns wohl und schlafen gleich ein. Gleich am ersten Abend erwartet uns das erste kulinarische Highlight. Und was für eins.
Dass wir dieses Mal selbst vier Monate vorher keinen Tisch im La Colombe ergattern konnten, sollte nicht zum Nachteil sein. Kerstin hatte Glück und so fahren wir zum nicht weit entfernten Chefs Warehouse auf dem Weingut Beau Constantia. Es ist ein recht neues Restaurant, das sich in den Rankings gerade steil nach oben arbeitet.
Der Parkwächter begrüßt uns fröhlich, in einem Busch sitzt gleich die erste Vogel-Neusichtung. Das Foto des Cape Sugarbird lasse ich wegen der Quali weg, später hatten wir ihn nochmal.
Die Location ist echt cool und nicht zu overstyled.
Auf der Terrasse trinken wir in allerbester Stimmung einen Sekt und freuen uns an unserem gerade so schönen Leben.
Geordert haben wir die Tapas for two. Für dieses Gourmet-Erlebnis werden gerade mal 700 Rand für uns beide fällig. Und dafür bekommen wir eine Geschmacksexplosion nach der anderen geliefert. Es fängt beim Brot an und dann sind wir einfach nur noch begeistert.
Super angerichtet,
köstlicher Sauvignon Blanc des Hauses, Kerstin isst sogar Thunfisch, netter Service, schöne Sonnenuntergangs-Stimmung.
Dieser Abend ist perfekt. Unfassbar, welch unterschiedliche Geschmäcker und Gänge wir erleben !
und wir sind uns einig, dass uns das hier noch besser gefallen hat, als der Top-bewertete Gourmet-Tempel La Colombe.
Glücklich fahren wir zurück und schlafen tief und fest ein……. Beide mit einem breiten und sehr zufriedenen Grinsen im Gesicht….
Teil 323. März 2018
13.01.2018 Kapstadt Robben Island und Dinner mit Franzickes
Nach einer erholsamen Nacht und einer Katzendusche frühstücken wir gemeinsam mit einigen anderen Gästen. Unsere Gastgeberin Lola ist supernett und redet uns mit „Darling“ an.
Heute steht die schon über das Internet reservierte Tour nach Robben Island an.
Rund um den Tafelberg herum geht es zur V&A Waterfront.
Dort stöbern wir durch einige Shops und genießen draußen die Sonne.
Dann geht es nach kurzer Wartezeit vorbei an den faulen Robben auf das Schiff.
Vom Oberdeck aus genießen wir das traumhafte Panorama.
Wir hatten gar nicht so auf dem Plan, dass die Schifffahrt auch schön sein könnte.
Und wie ! Ein superschöner Anblick.
Casimodo und Esmeralda sind glücklich !
Robben Island liegt in einer geheimnisvollen Nebelbank.
Nach der Ankunft werden wir in einen Reisebus verfrachtet und zu dem wenige hundert Meter weiter wartenden Guide gefahren.
Er stellt sich uns als ehemaliger Insasse vor. 1 ½ Jahre hat er hier auf der Insel verbracht. Wir wollten unbedingt von einem ehemaligen Gefangenen geführt werden und sind froh.
Als pervers empfinden wir das vollkommene Traum-Panorama von Kapstadt und dem Tafelberg. Wie elend muss das für die Häftlinge gewesen sein.
Im Innenhof berichtet der Guide lebhaft von dem Tagesablauf.
Dann sehen wir die kleine Zelle Mandelas.
Leider spricht unser Guide schnell und etwas verwaschen, so dass er nicht immer gut zu verstehen ist.
Solch ein Ort verbreitet natürlich düstere Gedanken, aber wir finden : Hier muss man als Südafrika-Liebhaber gewesen sein ! Und dieses Bild hat uns besonders beeindruckt :
Nach einer guten Zeit geht es zum Bus,
der uns vorbei an allerlei alten Gebäuden zu einem kleinen Restaurant fährt.
Wir bleiben draußen und vertreiben uns die Zeit.
Sogar der erste Black Oystercatcher der Reise wird gesichtet.
Die Touris selbst sind auch ein schönes Fotomotiv.
Wir versuchen mitzuhalten
Auf dem Rückweg passieren wir den Steinbruch und weitere alte Gebäude.
Dann geht es zurück aufs Schiff. An der Hafenausfahrt sitzt eine Unzahl von Cormoranen.
Und Unterwegs zeigt sich sogar ein sehr unerwarteter Wal,
ein Seehund
und auch noch Delfine !
Nach einer Stunde verlassen wir zufrieden das Schiff, schlendern noch etwas herum,
essen Tintenfisch und dann geht es schon zurück ins Stables.
Die Wasserknappheit ist hier übrigens überall ein Thema.
Nach einer kleinen Siesta holt uns das bestellte Taxi ab und bringt uns nach Downtown.
Wir freuen uns sehr auf das Treffen mit Franzicke und ihrem Ranger. Sie sind länger in Kapstadt und haben einen Tisch im Kloof-Street-House bestellt. Und das gefällt uns ausgesprochen gut. Kurz nach uns steigt Ingrid aus dem Auto und die Freude über ein Wiedersehen ist groß. Zu dritten Mal treffen wir uns nun schon in Afrika plus ein gemeinsamer Flug nach Joburg. Schon verrückt, oder ?
An einem ausgesprochen angenehmen und lauen Abend vergeht die Zeit im Nu.
Zu Babbeln haben wir immer etwas und so ganz nebenbei rinnt das ein oder andere gute Schlückchen unsere Kehle hinunter.
Das Essen ist auch noch gut.
Dann heißt es Abschied nehmen und der fällt null schwer ! Denn übermorgen an Kerstins Geburtstag sehen wir uns wieder und zwar in Paternoster ! Die beiden werden sich extra ins Auto dorthin setzen und wir freuen uns ! Aber jetzt ruft die Heia und so fährt uns die gleiche nette Taxifahrerin wie auf dem Hinweg zurück ins Stables. Es war ein sehr schöner Tag ! Gute Nacht Capetown.
Teil 430. März 2018
15.01.2018 Constantia Stables nach Paternoster Oystercatchers Haven
Beim gemütlichen Frühstück sitzen wir zusammen mit einem Deutschen Rentner und einem englischen Paar, das nach Wilderness ausgewandert ist.
Heute ist kein großes Programm angesagt. Es geht über Blouwbergstrand nach Paternoster. In Paternoster waren wir vor unserer Reiseberichtzeit schon einige Male. Aber dazu später mehr.
Wir verabschieden uns von Lola und dem schönen Stables.
Die Fahrt nach Blouwbergstrand geht quer durch Kapstadt und ist unspektakulär. In Blouwbergstrand treffen wir uns mit Christoph.
Er ist der Inhaber des kleinen südafrikanischen Weinladens in unserem Nachbarort. Wir dürften schon einige Euro Umsatz bei ihm gemacht haben ! Unser Treffpunkt ist vor solch einem typischen Wohnkomplex. Nach einer herzlichen Begrüßung begleitet er uns zu seinem kleinen Haus.
Es ist ganz schnuckelig, aber es wartet auch noch einige Arbeit auf ihn.
Besonders cool ist der alte Jeep in der Garage.
Er ist tatsächlich fahrbereit, aber der Rost hat ihm schon ganz schön zugesetzt. Nach einem Rundgang steigen wir in seinen Landy und machen eine kleine Rundfahrt durch Blouwbergstrand. Christoph kauft übrigens Wasserkanister als Vorrat.... Man weiß ja nie.
Bei unseren vergangenen Besuchen haben wir die schönsten Stellen gar nicht gesehen !
Bei einer Tasse Kaffee beobachten wir die Surfer und das tolle Panorama des Tafelberges.
Chrstoph ist selbst begeisterter Windsurfer und er liebt Südafrika.
Leider haben wir nicht allzu viel Zeit und müssen uns bald schon wieder verabschieden.
Die weitere Fahrt nach Paternoster vergeht im Nu.
Ich habe es schon gesagt. Erst im vierten Anlauf klappte eine Buchung im Oystercatchers Haven. Ob es wirklich so toll ist ?
Die Auffahrt sieht erst einmal unspektakulär aus. Eine sehr nette Angestellte begrüßt uns und bringt uns in den ersten Stock in unser gebuchtes Zimmer Nr. 3. Und es ist ein echtes Woooow-Zimmer !
Superschön eingerichtet und der Blick vom Balkon aus ist sagen wir mal sausaugeil.
Wir bringen schnell unsere Sachen hoch, machen uns frisch, erkunden das Haus
und spazieren am einsamen Strand entlang.
Es ist unglaublich schön hier und wir wissen wieder, warum wir Paternoster so gerne mögen.
Gegen 18:30 Uhr nehmen wir auf unserem Balkon Platz und lauschen dem Meeresrauschen.
Seufz !
Nur schwer können wir uns trennen, aber der Tisch im Gaijtje ist reserviert.
Leider sind wir genau an den Tagen in Paternoster, an denen das Noisy Oyster geschlossen hat.
Das Gaijtje stellt sich allerdingst als ein gleichwertiger Ersatz heraus. Es liegt am Meer.
Gut, dass wir bereits von Deutschland aus gebucht haben.
Es ist fully booked. Wir verbringen einen schönen Abend bei ausgezeichnetem Essen.
Als Hauptgang essen wir beide Scampis Cajun Art.
Nach einem Moment auf dem Balkon legen wir uns ins kuschelige Bett. Morgen ist Kerstins runder Geburtstag !
Teil 506. Apr. 2018
16.01.2018 Paternoster / Ausflug in den West Cast NP am Kerstins 50tem
Heute wird Kerstin 50. Mit Meeresrauschen bei Sonnenschein aufzuwachen im Oystercatchers Haven ist jetzt nicht der allerschlechteste Beginn ! Bei Frühstück sind wir beide noch etwas zerknittert, deswegen gibts nur Bilder vom allerköstlichsten breakfast im B&B.
Wir sind ganz alleine da und genießen den herrlichen Meerblick.
Unser heutiges Ziel, der Westcoast National Park mit der Langebaan Lagoon versetzt uns in Vorfreude. Vor vielen Jahren waren wir zur Blumenblüte dort und sind gespannt, wie es uns ohne Wildblumen gefallen wird.
Im Ort sichten wir diesen Rock Kestrel mit frischer Beute.
Voller Vorfreude fahren wir in Richtung Langebaan. Es geht vorbei an großen Minen
bis wir im Ort Langebaan kurz am Strand halten.
Die Sonne tut uns gut ! Es eght ein Stück weiter bis zu einer Kuppe, von der aus wir den ersten Blick auf die türkisblaue Lagune haben. Langsam schlägt unsere Stimmung in Begeisterung um.
Kurz nach dem NP-Gate besuchen wir einen Bird-Hide.
Wir sind alleine.
Wasservögel zu bestimmen, ist mal etwas anderes. Und wie ich finde ähnlich mühsam, wie Raubvögel.
OK, Flamingos bekomme ich noch hin.
African Black Oystercatchers auch.
Eurasian Curlew ? (Erstsichtung)
Whimbrel ? (Erstsichtung)
Irgendwelche Schwärme an bisher unbestimmten Terns fliegen auch noch herum und überhaupt ist es hier so richtig friedlich und einsam.
Nach kurzer Fahrt halten wir schon an einem Aussichtspunkt. Die Gegend ist spektakulär.
Wir saugen die intensiven Sommerfarben in uns auf und knipsen wieder mal zu viele Bilder.
An einigen Straussen und Blüten vorbei geht es weiter in Richtung Tsaarbank Picnic Site.
Das Schiffswrack von damals ist weg und die Blumen natürlich auch.
Der Platz hat trotzdem nichts von seiner Magie verloren. Die Wellen brechen laut tosend an den Felsen. Faszinierend !
Wir schlendern etwas herum.
Es ist einfach schön hier, ohne dass es ein herausragendes Highlight gibt.
Genau das mögen wir inzwischen so.
Hartlaubs Gull
Black Oystercatcher (wir mögen sie so sehr)
Blümchen
Dann heißt es leider schon wieder Abschied nehmen.
Schließlich haben wir heute Abend ein sehr nettes Date und vorher wollen wir noch ein Glas auf unserem tollen Balkon nehmen…..
Teil 608. Apr. 2018
16.01.2018 Nachmittag und Abend in Paternoster / Dinner mit Franzickes
Nach einer unspektakulären Fahrt halten wir kurz vor Paternoster
an einem kleinen Tümpel, der tatsächlich noch Wasser hat und Wasservögel. Unter anderem läuft eine Spur-winged Goose herum
und auf dem Telegrafenmast direkt neben uns schaut ein Rock-Kestrel misstrauisch auf uns herab.
Bei herrlichstem Geburtstagswetter machen wir es uns ein letztes Mal auf dem Traum-Balkon gemütlich. Hier zu sitzen ist einfach ein echtes Highlight.
Leider gehen aber auch die zwei Nächte wieder schnell vorbei. Hier hätten wir es noch länger ausgehalten……. Wenn der Preis nicht so ambitioniert wäre !
Aber jetzt freuen wir uns auf unser gemeinsames Dinner mit Ingrid und Helmut. Die beiden sind extra von Kapstadt aus für eine Nacht hier her gekommen. Das ist echt eine super Aktion ! Sie wohnen im Strandloper, wo wir uns auch einen Tisch zum Dinner reserviert haben. Gerne hätte Kerstin ihren Geburtstag in der Noisy Oyster gefeiert. Das hatte aber gerade an den beiden Tagen unseres Besuches in Paternoster geschlossen.
Und so fahren wir frohen Mutes in das auf der anderen Seite des Ortes gelegene Strandloper. Es ist etwas größer, macht aber einen sympathischen Eindruck. Freudestrahlend treten uns Ingrid und Helmut entgegen. Bei einem Glas Sekt und regen Gesprächen packt Kerstin eine unerwartetes Geschenk der beiden aus. Sie haben genau ihren Geschmack getroffen und meine Frau ist immer noch ganz begeistert.
Leider gibt es von dem Abend nur ein einziges Bild. Und zwar dieses :
Zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon das eine oder andere Glas Wein intus. Helmut hatte kurz vorher gesagt, dass er auf Bilder beim Essen immer den Mund offen hätte…… Hat er ! Und da das das einzige Bild ist, habe ich die beiden gar nicht gefragt, ob ich es hier einstellen darf ! Ist doch OK, oder ?
Ach ja. Neben lebhaften Gesprächen, leckerem Alkohol (ich steckte sogar Guttenberg in die falsche Partei……. peinlich, peinlich……. war bestimmt alkoholbedingt 😉 ) gibt es auch hervorragendes Essen. Leider vergeht die Zeit viel zu schnell und so heißt es zum letzten Mal in diesem Urlaub Abschied von den Franzickes nehmen, die uns einen so schönen Abend in Paternoster beschert haben.
Bei Meeresrauschen ruft dann schnell der Schlaf.
Auf morgen sind wir sehr gespannt. Denn es geht zu einer kleinen Neuentdeckung, dem Grootvlei Guesthouse in der Nähe von Lamberts Bay. Und ich würde nicht ganz ausschließen, dass nach meinem Bericht einige da hin wollen. So viel kann ich verraten : SO etwas hatten wir noch nicht.
Teil 712. Apr. 2018
17.01.2018 Strandspaziergang in Paternoster und Fahrt nach Grootvlei/Lambertsbay
Leider heißt es heute das letzte Mal Aufstehen im Oystercatchers Haven. Leider sind im kleinen Frühstücksraum alle schönen Fensterplätze belegt. Ok, dann machen wir eben einen kleinen Strandspaziergang.
Als wir zurück kommen, verlassen gerade fast alle den Frühstücksraum. Und so genießen wir die tollen Smoothies und das traumhafte Panorama.
Da die Strecke in Richtung Lamberts Bay nicht so weit ist, werden die Sachen ins Auto gepackt und der Strand in die andere Richtung erkundet.
Es ist einfach so traumhaft schön hier. Und ganz wenig los.
Auf dem Meer befindet sich eine Dunstwand, die langsam Näher kommt. Wir schlendern gemütlich am Strand entlang, sind allerbester Laune und erfreuen uns des Lebens !
Dieses kleine Vieh haben wir noch niemals gesehen. Was ist das ?
Überall rennen diese kleinen putzigen Vögel herum.
White-fronted Plover ?
Dann heißt es langsam Umkehren. Die Nebelwand hat nun das Ufer erreicht und schafft eine einzigartige Stimmung.
Die Sonne kommt noch durch, aber es ist ziemlich dunstig.
Kurz vor der Lodge unterhalten wir uns mit einem total begeisterten Deutschen Ehepaar. Sie waren schon viel in der Welt unterwegs und am Ende dieser ersten Reise nach Südafrika. Selten haben wir so begeisterte Menschen getroffen. Wir empfehlen ihnen dieses Forum, denn sie wollen wiederkommen.
Dann verabschieden wir uns von unserer netten Gastgeberin
und verlassen an diesem Black-shouldered Kite vorbeifahrend Paternoster.
Nach wenigen Kilometern steht ein Auto halb auf der leeren Straße. Der Parkt aber komisch. Wir werden langsamer, passieren den Parkenden und erkennen…… die Franzickes ! Was für eine schöne Überraschung ! Also schnell ein Foto machen und etwas gequatscht.
Im nächsten Ort heißt es dann an der Tankstelle aber endgültig Abschied nehmen !
Die Weiterfahrt nach Norden gestaltet sich entspannt. Es geht immer am Rande der Nebelwand entlang.
Irgendwann gibt es eine Pause in einem kleinen Padstal.
Immer wieder sitzen Raubvögel auf den Masten, hier ein Jackal Buzzard.
Die letzten Kilometer Landstraße nach Lamberts Bay sind inzwischen geteert.
Schade, früher war das Schotter.
Voller Erwartung klingeln wir am mondänen Zugang zur Grootvlei Lodge. Unser Chalet liegt am Strand, wesentlich mehr wissen wir nicht. Was uns da wohl erwartet ? Der Knaller !
Teil 813. Apr. 2018
17.01.2018 Grootvlei Guestfarm
Auf dem Weg nach Norden biegen wir nach rechts in die Einfahrt zu einem mondänen Farmhaus ab. Der nette Farmer ist wohl gerade beim Abendessen, übergibt uns einen Schlüsselbund, erklärt uns einige Details und erwähnt, dass wir die einzigen Gäste sind. Wir könnten alle Einrichtungen benutzen. Aha ! Ich habe eigentlich überhaupt kein Bild von dem, was uns gleich erwartet.
Etwas angespannt öffne wir das elektrische Tor auf der anderen Seite der Landstraße….. und fahren in die Nebelsuppe herein. Grootvlei ist eine sehr beliebte Hochzeitslocation. Wir sollen das Honeymoon Zimmer beziehen. Und das ist nur ein kleiner Teil unseres Zuhauses für zwei Nächte.
Anfänglich sind wir von der riesigen Unterkunft etwas überfordert. Eine riesige Gemeinschaftsküche gibt es. Unser Zimmer ist sehr, sehr gemütlich eingerichtet und das Meer rauscht.
Es ist vielleicht 50 Meter entfernt und momentan kaum zu sehen.
Wir sind völlig alleine und das sollte sich in den nächsten zwei Tagen nicht ändern. Im dichten Nebel erkunden wir den absolut einsamen Strand. Kerstin sammelt Seeigelpanzer.
Eine irre Stimmung herrscht hier. Fast etwas gruselig….
Eigentlich wollten wir im nahen Muisboskerm essen gehen. Aber erstens hat es zu und zweitens wollen wir die Zeit in dieser außergewöhnlichen Unterkunft abwohnen.
Also schwingen wir uns ins Auto und fahren die wenigen Kilometer nach Lamberts Bay. Dort versorgen wir uns im Supermarkt mit Brot, Käse und Wurst, fahren eine kleine Runde durchs Ort und dann wieder zurück.
Es sollte der Beginn eines der schönsten Abende sein, die wir in unserem Leben bisher hatten. Unser Käse- und Wurstbrot schmeckt auch köstlich.
Denn nachdem wir zurück sind und eine Flasche Wein geköpft haben, zieht sich die Nebelwand langsam aufs Meer zurück.
Es entwickelt sich eine supergalaktischphantastische Stimmung.
Ganz langsam können wir erfassen, welche phänomenale Lage unser neues Heim hat.
Bis zum Horizont werden wir zwei Tage lang keinen einzigen Menschen sehen.
Die kleine Kapelle ist so gebaut, dass die Hochzeitsgäste das Brautpaar mit dem Meer im Hintergrund sehen. Bei schönem Wetter muss eine Hochzeit in dieser Location ein Tränenschocker sein.
Mit dem Weinglas in der Hand laufen wir kreuz und quer am Strand entlang und teilen uns gegenseitig unsere Begeisterung mit.
Und dann geht die Sonne in der auf dem Meer stehenden Nebelwand unter. Kitschig schön.
Unbekümmert kommen zwei Böckchen und etwas Federvieh vorbei.
Leider lässt sich die Zeit nicht einfrieren. Damit wir selbst nicht einfrieren, heize ich den Bollerofen an und wir ziehen in die zwei bequemen Ledersessel mit Meerblick um.
Ein perfekter Platz….. bis uns die Müdigkeit ins bequeme Himmelbett treibt.
Trotz aller tollen Erlebnisse gibt es auch einen Wermutstropfen. Nach dem Toilettengang in der Nacht liege ich etwas wach und das Gedankenkarussell dreht sich. Die ganzen Überfälle am Kap. Wir sind ganz alleine. Lamberts Bay einige Kilometer entfernt…….. Logisch gedacht muss man sich diese Gedanken hier vielleicht nicht machen….. aber das ist der Nachteil wenn man all die Nachrichten mitbekommt. Es sollte mir noch öfters so gehen. Vielleicht sind diese Gedanken etwas unpopulär, aber sie gehörten im Hintergrund zu dieser Reise dazu.
Teil 921. Apr. 2018
18.01.2018 Morgen in Grootvlei
Heute Morgen soll es zur Kaptölpel-Kolonie gehen….. eigentlich. Aber es ist so nebelig, da hat das erst einmal keinen Zweck. Mit einer Tasse Kaffee in der Hand beobachten wir die Vogeltränke.
Die Artenvielfalt ist nicht soooo groß, aber wir hören das Meer rauschen und genießen die Zeit.
African Stonechat
Malachite Sunbird
Zum Frühstücken fahren wir ins Farmhaus, oder soll ich sagen Farmpalast ? Das Gebäude ist sehr repräsentativ.
Es gibt einen künstlichen Bachlauf,
einen See, viel Grün und sogar einige Springböcke.
Das Frühstück ist gut.
Wir beobachten eine gute Zeit Vögel und kommen mit dem echt netten Eigentümer ins Gespräch. Auch er fängt an, über Kleinkriminalität in Lamberts Bay zu sprechen. Letztens sei ein Tourist beim Spazierengehen durch die Straßen beraubt worden. Ansonsten sei es hier aber friedlich.
Sehr interessant sind seine Erklärungen über die Grundwassersituation. Der Nachbar hat es mit dem Bewässern übertrieben. Er pumpte zu viel Grundwasser. Das hatte zur Folge, dass salziges Meerwasser nachgesickert ist und das Grundwasser nun unbrauchbar sei. Bei ihm sei noch alles in Ordnung, aber man müsse vorsichtig sein.
Überall fliegen schwer zu fotografierende Vögel herum.
Fiscal Flycatcher
Noch ein Malachite (die gibt es hier wie Spatzen)
Common Waxbills
Bisher unbestimmt
Es ist bisher ein unspektakulärer, aber sehr relaxter Tag. Genau so wollten wir diese Reise verbringen. Ohne mit Sehenswürdigkeiten vollgepacktes Timetable. Wir kehren in unsere Burg am Meer zurück.
Im Gebüsch fliegt eine Karoo Prinia herum.
Der Nebel ist etwas schwächer geworden und beschließen, nun zur Tölpelkolonie aufzubrechen.
Das vielgelobte Restaurant Muisboskerm hat leider wieder zu. Also gibt es heute Abend wieder eine kaltes Abendrot mit Rotwein !
Die Kaptölpelkolonie kommt nachher im nächsten Teil hinterher.
Teil 1022. Apr. 2018
18.01.2018 Lamberts Bay Kaptölpelkolonie und letzter Abend Grootvlei
Wir stellen unser Auto am Hafen ab und erinnern uns an unseren letzten Besuch vor vielen Jahren.
Die Stimmung ist in diesem Jahr ganz anders.
Mystisch verhüllen die Nebelschwaden den Hafen.
Wir sind die einzigen Touris hier. Überall sitzen und fliegen Seevögel herum. Wir lieben es sofort wieder.
Das Licht ist natürlich zur Vogelfotografie nicht ganz so toll.
White-breasted und Cape Cormorants brüten und veranstalten einen ordentlichen Lärm.
Und dann sehen wir das erste Mal Terns aus der Nähe. Wunderschöne Geschöpfe, aber wie ich finde schwer zu bestimmen.
Common Tern (?)
Swift Tern (?)
Das Visitors Center ist ziemlich runtergeritten. Das Pinguingehege ist leer, aber einige interessante Schautafeln gibt es doch.
Draußen ist Kelp Gull Gebiet.
Ca. drei Meter von uns entfernt füttert eine Mama ihr ganz junges Küken.
Das kleine scheint noch nicht soo lange auf der Welt zu sein.
Links hören und sehen wir bereits die Kaptölpel. Und was soll ich sagen. Wir empfinden diese Ballung an Lärm, elegantem Flug, heftigem Geruch, Streit und liebevollem Umgang als überwältigend.
Von der kleinen Beobachtungsstation aus schießen wir insgesamt so an die 800 Fotos. Ich versuche mich an Flug- und Landungsbildern, während Kerstin die kleinen Begebenheiten festhält.
So elegant diese wunderschönen und nicht gerade kleinen Vögel fliegen, so unelegant landen sie.
Direkt zwischen uns und der Kolonie liegt die Start und Landebahn.
Aber auch mitten in der Menge wird gelandet. Und so sind die eng aneinander sitzenden Vögel stets wachsam, dass ihnen nicht ein Kollege auf dem Kopf landet.
Während des Landevorgangs werden die landenden nicht gerade herzlich empfangen.
Ganz anders bei diesen beiden. Sehr liebevoll spielen diese zwei Tölpel mit einem Ring.
Durch den Nebel ist das Fotografieren echt schwer. Aber auf der anderen Seite ist es dadurch nicht zu heiß und es herrscht wie schon gesagt eine ganz mystische Stimmung.
Knappe zwei Stunden verbringen wir in der Kaptölpelkolonie und verlassen sie mit dieser einzigartigen, begeisterten Stimmung, wegen der wir Afrika so lieben.
Gerade jetzt verzieht sich der Nebel und die Sonne kommt durch.
Und das ist in Grootvlei genauso.
Sofort entern wir den Strand.
Bei Sonne ist es hier noch einmal so toll.
Kein einziger Mensch ist bis zum Horizont zu sehen.
Das Meer rauscht und wir sind völlig geflasht.
Leider vergeht die Zeit viel zu schnell.
Bei Käse- und Salamibrot beobachten wir, wie die Sonne im Meer versinkt.
Der Rotwein schmeckt sowohl draußen, als dann später am brennenden Kaminofen hervorragend.
Die Nacht ist ruhig und wird nur durch einige düstere Gedanken gestört.
Egal ! Morgen geht es weiter nach Papkuilsfontein, wo wir vor vielen Jahren schon einmal waren. Damals blühten die Blumen, nun herrscht eine schlimme Dürre……
Teil 1122. Apr. 2018
19.01.2018 von Grootvlei nach Papkuilsfontein
Heute ist kein Nebel zu sehen. Wir machen packen unsere Sachen, bleiben noch etwas sitzen, trinken Kaffee und beobachten Vögel. Diesen Sunbird habe ich noch nicht bestimmt.
Dann geht es wieder rüber zum Frühstück und anschließender Vogelbeobachtung.
Es fällt nun doch etwas schwer, von hier Abschied zu nehmen.
Beim Gedanken an unsere nächste Unterkunft wird es aber wieder leichter. Papkuilsfontein in der Nähe von Nieuwoudville ist unser Ziel. Dort waren wir 2009 zur Blumenblüte schon einmal für eine Nacht. All die Jahre wollten wir zurück kehren.
Und so starten wir nach Norden das letzte Mal am wieder geschlossenen Muisbosskerm vorbei.
Heute ist es so richtig heiß. Eigentlich wollen wir einen Schlenker an der Küste entlang fahren. Nach den ersten hundert Metern Pad ändern wir unseren Plan und kehren auf die Tar-Road zurück.
Bei Clanwilliam erreichen wir die gut ausgebaute N7. Im Clanwilliam Dam ist noch etwas Wasser, aber wirklich wenig.
In Richtung Vanrhynsdorp.
Wie wohl der Pass dort heißt ? Na klaro, der Vanrhyns Pass !
Die uns von der letzten Reise noch in Erinnerung gebliebene Aussicht ist atemberaubend.
Auf dem Hochplateau geht es weiter. Auf den Telegrafenmasten sitzen unzählige Raubvögel. Immer wieder fliegen sie nach dem Anhalten weg. Aber Gott sei Dank nicht alle. Bei diesem hier bin ich mir überhaupt nicht sicher, wer er ist.
Unser Navi führt uns an Nieuwoudville vorbei zu einer nicht vorhandenen Abzweigung. OK ! Also wieder 15 KM zurück und dort links abbiegen.
Hinter der kleinen Stadt beginnt Gravel. An einigen Farmen vorbei geht es noch etliche Kilometer bis zu unserem Zielpunkt.
Dort werden wir von der außerordentlich netten Farmerin empfangen und fahren voller Spannung und Vorfreude zu unserem Rondekral. Nach der großen Dürre wächst steht kein Grashalm mehr. Die Schafe müssen gefüttert werden und sind so unrentabel.
Rondekral ist ein ganz knuffiges, kleines Haus so ganz nach unserem Geschmack.
Seit 2009 ist ein Pool hinzugekommen.
Strom gibt es Gott sei Dank immer noch keinen. Haustürschlüssel auch nicht.
Sofort sind wir wieder verliebt. Und hier bleiben die nächtlichen Sorgen auch fern. Logisch erklären kann ich das nicht.
Wir machen es uns bequem, nutzen den Pool und erfreuen uns des Lebens.
Wie krass der Unterschied von Blumenblüte 2009 zu Januar 2018 ist, zeigt dieser Vergleich:
Kerstin entdeckt hinter dem Haus einen Platz, an dem die Vögel von einer undichten Wasserleitung profitieren.
Hier ist es wieder so richtig schön einsam, ganz nach unserem Geschmack.
Gegen Abend kommt das bestellte Abendessen. Natürlich geschmorte Lammkeule nach Hausmannsart mit allerlei köstlichen Beilagen. Es schmeckt ganz hervorragend.
Bei einem guten Glas wird es Dunkel und es entwickelt sich ein herrlicher Sternenhimmel. Im Haus ist es immer noch ziemlich warm. Dank Durchzug bessert sich das aber und wir schlafen schnell und zufrieden ein.
Letztens hat mir eine Kollegin dieses Zitat von Nietzsche zukommen lassen :
In der Natur fühlen wir uns so wohl, weil sie kein Urteil über uns hat
wie wahr…….
Teil 1226. Apr. 2018
20.01.2018 ganzer Tag Papkuilsfontein / Rondekraaal
Am heutigen Tag haben wir keine besonderen Pläne. Mit einer Tasse Kaffee vergammeln wir die Zeit bis zum Frühstück. Es ist so herrlich ruhig. Ab und zu erscheint mal ein Vogel. Als dieser Bokmakierie direkt auf unserem Dach sitzt, steht Kerstin gerade auf.
Dann geht es zum Frühstück, wo wir uns sehr gut mit der Farmerin und einem sehr netten Paar aus den Niederlanden unterhalten. Die Niederländer sind wie so oft sehr offen. Sie sind auch Wiederholungstäter und haben keine Vorausbuchungen. Wir verabreden uns für den späten Nachmittag auf ein Glas Wein und kehren ins Chalet zurück.
Gegen 15:00 Uhr und in der größten Hitze fahren wir zum Wasserfall los.
Beim letzten Besuch blühten überall Blumen, nun gibt es eher Sukkulenten.
Auch der Wasserfall ist derzeit keiner mehr.
Das Thermometer zeigt deutlich mehr als 30 Grad an.
Es ist schon unglaublich, welche Naturschönheit sich hier auf der Farm befindet. Und wir sind ganz alleine.
Auf dem Rückweg laufen uns die Schafe entgegen.
Meine Pirschversuche im nahen kleine Wald sind nicht sehr erfolgreich. Ein European Bee-eater aus großer Entfernung.
Ok. An der tropfenden Wasserleitung ist der Erfolg garantiert !
Dann kommen Ruud und seine Frau auf ein Glas Wien vorbei. Wir unterhalten uns prächtig und tauschen Reiselatein aus. Und die beiden haben einiges zu erzählen.
Ruud erfüllte sich zum Rentenbeginn einen Lebenstraum. Mit dem neu erworbenen Landcruiser tourten sie von Amsterdam aus in drei Monaten nach Peking. Wir nehmen Abschied und genießen die Abendstimmung.
Das dürfte ein Mountain Wheatear sein
Dann kommt auch schon das Abendessen. Wieder sehr,sehr lecker und viel zu viel.
Die Sonne geht unter
und der Sternenhimmel tut sich über uns auf. Herrlich ! Papkuilsfontein lieben wir sehr und würden es gerne noch einmal zur Blumenblüte besuchen.
Teil 1328. Apr. 2018
21.01.2018 Von Papkuilsfontein nach Rivers End Accomodation / Romansrivier
Ein letztes Mal genießen wir die Morgenstimmung in Papkuilsfontein. Gerne wären wir noch eine Nacht länger geblieben. Hier fühlen wir uns zu 100% wohl. Also heißt es schweren Herzens Abschied nehmen, Sachen packen und zum Frühstück fahren.
Wieder stehen die Blue Cranes auf der Weide.
In einem Buch neben dem Weg wimmelt es von Mousebirds, für die wir stellvertretend diesen zeigen :
Im Frühstücksraum sitzen wieder Ruud und seine Frau. Wir reden ewig mit ihnen und auch mit der Farmerin. Eine sehr nette, ungezwungene Stimmung.
Ich gehe noch auf Vogeljagd, aber in den hohen Bäumen und Büschen sind sie schwer zu erwischen.
Dann geht es kurz zurück zum Haus
und dann weiter auf die Pad in Richtung Botterkloof Pass.
Die Strecke gefällt uns genauso gut, wie vor vielen Jahren. Auf den Telegrafenmasten sitzen viele Raubvögel, meist Jackal Buzzards.
Wir lieben die Weite der Karoo. Ganz alleine geht es durch die ausgetrocknete Landschaft, bis wir den Botterkloof Pass erreichen.
Unten im Tal gibt es noch Wasser und eine Menge Farmflächen.
Etwas später passieren wir das Grab des Englishman
Und dann wird die Landschaft richtig spektakulär !
Kurz vor Clanwilliam verwandelt sich die Landschaft in einen mit kantigen Felsen verzierten Traum.
Wir wissen nicht, wieso wir nicht angehalten haben. Keine Ahnung ! Und wirklich aussagekräftige Bilder sind auch nicht entstanden !
Vorbei am Clanwilliam Dam geht es nach Süden in die Kornkammer Südafrikas (oder besser gesagt eine der vielen Kornkammern).
Über Wellington und über den Baine’s Kloof Pass erreichen wir Rivers End. Es liegt gleich linker Hand am Ende des Passes l Ein elektrisches Tor öffnet sich uns durch einen vorher mitgeteilten telefonischen Code. Einige Farmarbeiter kommen uns entgegen, einer schleudert uns viel zu schnell auf einem Quad entgegen. Um ein Haar wäre er in uns reingeschleudert. Der Schlüssel unseres Hauses Jan Albert soll im Chalet sein.
Es liegt an einem kleinen aufgestauten Fluss in Mitten von Rebflächen.
Leider sind die Bäume, die im Internet noch zu sehen waren alle gefällt worden. Unser Haus ist das erste von mehreren Häusern. Sie liegen mit ordentlichem Abstand alle am Fluss.
Etliche Kinder beäugen uns neugierig und laufen weiter. Irgendwie haben wir uns das hier etwas uriger vorgestellt. Schwer zu beschreiben, denn das Panorama ist wirklich toll.
Na schauen wir mal über eine große Holzveranda nach innen. In einem großen Raum liegt die Küche
und das Wohnzimmer.
Schön eingerichtet und gut ausgestattet. Das gefällt uns gut. Die beiden Schlafzimmer sind zweckmäßig eingerichtet.
Ein Schild weißt uns darauf hin, dass man keine Gegenstände in der Nähe von offenen, vergitterten Fenstern liegen lassen soll, beim Verlassen des Hauses stets die Alarmanlage aktivieren soll und Nachts die getrennte Alarmanlage der Veranda anmachen soll. Aha !
Wir richten uns ein, sichten eine Karoo Prinia
African Stone-Chat
Mr. Oder Mrs. Unbestimmt
Common Fiscal
und vertreten uns am Wasser entlang die Beine.
Die anderen Häuser sind nicht belegt. Die Stämme der gefällten Bäume liegen noch da. Ein Jammer!
Dann kehren wir auf die Terasse zurück und genießen den Ausblick bei einem Glas Wein.
Vögel hat es auch. Sogar eine Erstsichtung, ein Little Bittern,
Und einen Cape Robin-Chat.
Leider wird die schöne Sonnenuntergangsstimmung
von einem immer wieder laufenden Generator an einem Container auf der anderen Fluss-Seite gestört. Das Brummen ist echt nervig.
Später erfahren wir, dass dort die auf der Farm geernteten Blaubeeren gekühlt werden. Das Geräusch sollte uns den ganzen Aufenthalt über begleiten !
Zum Abendessen gibt es Wurst und Brot. Bis auf das Gebrumme ist es ein schöner, warmer Abend.
Wie empfohlen aktivieren wir vor dem Schlafen Gehen die Alarmanlage. Blödes Gefühl und das Gedankenspiel ist auch wieder zurück…… Leider…….
Teil 1429. Apr. 2018
22.01.2018 Ganzer Tag Rivers End und Ausflug nach Tulbagh
Wir lassen es gemütlich angehen. Während ein Grey Heron sein Frühstück sucht, genießen wir den Morgen und die ansteigenden Temperaturen. So viel unterschiedliche Vogelarten sind nicht da. Aber es passiert immer etwas in der Umgebung.
Nach einem entspannten Vormittag brechen wir zu einer kleinen Weintour auf.
Unser erstes Ziel soll das nahe Waverly Hills sein, deren Blend wir von zu Hause kennen. Die Landschaft ist schön. Weniger schön ist, dass das Weingut heute geschlossen hat.
Also umdrehen und an diesem Farmstall vorbei (an einem anderen stoppen wir kurz) weiter nach Tulbagh.
Und das sollte keine falsche Entscheidung gewesen sein.
Tulbagh kennen wir ja schon. Trotzdem fahren und laufen wir gemütlich durch die schöne Nebenstraße mit den kapholländischen Häusern.
Traditionell machen wir ein Granatapfel-Bild.
Es ist herrlich unhektisch hier.
Etwas außerhalb gibt es einen weiteren Stopp auf dem Weingut Rijks.
Die haben eigentlich sehr spezielle und nicht ganz günstige Weine. Aber das Restaurant hat einen herrlichen Ausblick und das Personal ist bei unserem Besuch außergewöhnlich herzlich.
Unsere Bedienung strahlt die ganze Zeit und zwar nicht aufgesetzt !
Wir übrigens auch.
Und so trinken wir ein so außergewöhnlich gutes Glas Rijks Pinotage Reserve. Er schmeckt so gut, dass eine Flasche geordert wird und (noch) in unserer Küche steht. Die Hamburger sind auch sehr lecker und wie so üblich hier unten auch ein Augenschmaus.
Das war mal wieder eine schöne Erfahrung.
Beim Bezahlen fragen wir den Manager nach einer Empfehlung für einen weiteren Weingutbesuch. Ganz klare Antwort : „Saronsberg“, das hatten wir eh auf dem Schirm.
Unterwegs ist die Lese in vollem Gang.
Überhaupt ist es ein schöner Tag mit angenehmen Temperaturen.
Und da sind sie wieder. Die Blue Cranes.
Eigentlich sollten sie Teil unseres Reisebericht-Titels werden, so oft haben wir sie diesmal gesehen.
Touristen sind hier übrigens gerade nur wenige unterwegs. Schon die Einfahrt nach Saronsberg ist vielversprechend.
Das Weingut selbst ist vollgestopft mit ganz außergewöhnlich sehenswerter Kunst.
Meine Esmeralda läuft euphorisiert im Zickzack durch die Gegend und knipst in beängstigender Geschwindigkeit Photos.
Natürlich wird auch noch ein Wein probiert und der Ausblick (ganz allleine) genossen.
In Tulbagh ein Must-do, das Weingut Saronsberg.
Dann brechen wir zur Rückfahrt auf, die uns wieder an Bergketten und landwirtschaftlich genutzten Flächen vorbei
zu unserem brummenden Generator führt.
Die Vogelwelt lenkt uns ab.
Cape Wagtail
Common Fiscal
Lesser Swamp-Warbler Erstsichtung (ist er das ? Ich glaube schon)
Und noch einige andere.
Bei einem Glas sau guten Lanzerac Shiraz verbringen wir den lauen Abend genau so wie gestern und gehen irgendwann ins Bett.
Teil 1501. Mai 2018
23.01.2018 von Rivers End nach Snyderskloof in der Karoo
Nach dem Aufstehen genießen wir noch in Ruhe den Platz am Wasser. An den Generator haben wir uns nicht gewöhnt. Wir unterhalten uns darüber, warum es uns hier nicht so gut gefällt. Das mit dem Kühlcontainer ist vermutlich nicht immer so. Die Umgebung ist eigentlich sehr schön. Aber wir mögen es einsamer…. Und sind inzwischen vielleicht auch etwas verwöhnt….
Heute wollen wir an der Rezeption frühstücken. Die weiße Angestellte ist im Gegensatz zur farbigen Köchin nicht sehr freundlich. Wir stören sie bei Smart-Phone-Daddeln. Egal. Das Frühstück ist ganz OK.
Am Ende lenkt Kerstin die Weiße ab, so dass ich der Köchin ein gutes Trinkgeld mit einem Augenzwinkern heimlich übergeben kann. Sie versteht, zwinkert zurück und steckt das Geld schnell ein. Wir kehren noch kurz zum Chalet zurück und sichten eine Common Moorhen und irgendeinen juvenilen Fischfresser.
Dann ist die Zeit zum Aufbruch in die Karoo gekommen. Den ersten Teil der Strecke gehen wir gemütlich an und fahren etwas Zigzag durchs Weingebiet.
Vorbei an einigen Jackal Buzzards und dem Weingut Du Toitskloof
erreichen wir über Rasonville das quirlige Städtchen Worcester.
Dann wird es Gott sei Dank einsamer.
Durch endlose Rebflächen und vorbei an ärmlichen Townships
genießen wir das Zusammenspiel von blauem Himmel Wolken, Wein und Bergen.
Die Dämme sind fast alle so gut wie leer.
In Matjiesfontein schauen wir kurz nach einem Lebensmittelshop, den es in dem kleinen Museums-Hotel-Dorf aber nicht gibt.
Also bleibt uns nichts anderes übrig, als die 30 KM nach Laingsburg zu fahren
und dann wieder zurück zu kommen. Hoffentlich gibt es dort etwas !
Und Gott sei Dank finden wir einen Shop in unserer mittleren Lieblingsgröße und können uns mit Köstlichkeiten fürs Self-Catering eindecken.
Erleichtert und gespannt auf Snyderskloof kehren wir nach Matjiesfontein zurück und biegen dort auf eine kleine Pad nach Nordwesten ab.
Nach 16KM öffnet Kerstin diese Pforte.
Drei Farmen sollen wir überqueren und die Spannungskurve steigt weiter an. Herrliche, menschenleere Weite um uns herum. Das lieben wir !
Die Pad ist mit dem SUV gut zu fahren.
Auf dem Farmgelände von Snyderskloof treffen wir auf die Männer der zwei Familien, die die kleine Farm bewirtschaften. Sie sprechen leider nur Afrikaans, sind aber sehr freundlich und strahlen uns an. Unser Haus liegt etwas bergauf ca. 1 ½ Kilometer weiter.
Es ist ein kleiner Traum, das Snyderskloof. Ein Traum abseits von booking.com und tripadvisor.
Aber mehr im nächsten Teil….
Teil 1601. Mai 2018
23.01.2018 von Rivers End nach Snyderskloof in der Karoo
So jetzt sind wir da. Die Lage des Chalets ist schon einmal sehr, sehr schön !
Im Übrigen haben wir erst kurz vor Ankunft auf dem Handy gelesen, dass wir den Kontakt zur Eigentümerin in Kapstadt hätten aufnehmen sollen, damit sie uns einen Code für ein (nicht geschlossenes Schloss) durchgeben kann und uns noch einige Infos gibt. Sie hatte uns bereits einige Mails in ein Postfach geschickt, dass ich im Urlaub nicht im Blick habe. Unglaublich freundlich und bemüht war sie. Enjoy the stars in the Karoo !
Hinter dem kleinen Steinhaus dreht sich ganz leise und beruhigend quietschen eines dieser Climax-Windräder. Links und rechts neben dem Haus einige schattenspendende Bäume und Büsche, in denen der Wind rauscht.
Die unverschlossene Holztür öffnet Kerstin ganz gespannt und…… es sts 100% nach unserem Geschmack. Piccobello sauber (Piccobello nach dem bekannten Forumsmitglied benannt )…. Und so viele kleine liebevolle Details.
Strom gibt es keinen, den brauchen wir auch nicht. Eine knuffige kleine Küche mit allem, was man braucht.
Zwei Schlafzimmer.
Ein kleines Wohnzimmer mit Blick und die Hauptsache....
Ein sehr schöner, überdachter Balkon mit tollem Fernblick in das Nichts der Karoo,
einer Hängematte und noch eine Hängematte im Baum nebenan. Wir sind begeistert ! Total begeistert !
Einen kleinen Pool hat es auch noch.
Wir installieren uns und genießen schwärmend den perfekten Blick.
Familiar Chat
In der Abendstimmung erkennen wir sogar einige Springböcke am Hang.
Dann färbt sich der Himmel leicht rot und bei einer lekker Boerewors und Kaltgetränken geniessen wir den Abend
und anschließend den klaren Sternenhimmel ! 10 Meter neben dem Grill sitzt plötzlich ein furchtloser Hase.
Er wird bis morgens dort sitzen bleiben und knabbert an den trockenen Gräsern herum.
Leider werden wir irgendwann doch müde und beenden diesen perfekten Abend schweren Herzens. In dieser Nacht und der folgenden bleiben die unguten Gedanken fern. Muss auch nicht logisch sein, ist aber so !
Teil 1703. Mai 2018
24.01.2018 ganzer Tag Urlaub und Genießen in Snyderskloof
Der heutige, sonnige Tag verläuft genau so, wie wir es uns für diesen Urlaub vorgenommen haben. Nämlich zu 100 Prozent spektakulär unspektakulär. Während Kerstin ausschläft, koche ich Kaffee und sauge den Fernblick und die Ruhe in mich auf. Nebenbei landen immer mal Vögel in meinem Blickfeld.
Bokmakierie
Speckled Mousebird
Southern Double-collared Sunbird
Karoo Chat
Cape Robin Chat
Maus
Irgendwelche Böcke ???
Es geht etwas Wind und ich kann mich nur Wiederholen. Herrlich, wunderbar, traumhaft usw.
In der Hängematte liegend hören wir die Blätter über uns rauschen.
Am späten Nachmittag erklettern wir den Hügel hinter dem Haus.
Dort geht es ganz schön steil hoch, aber es lohnt sich !
Oben angekommen zischt etwas vor mir weg. Ein Walzenspinne ! Schon wieder !
Ich finde die Dinger ziemlich grudelig, weil sie in einem Höllentempo hektisch durch die Gegend rennen. Das erste Mal hatte ich solch ein Ding im Klo in Senyati zu Gesicht bekommen. Das Bild hier ist sehr, sehr stark vergrößert und mit zittriger Hand geschossen.
Von oben aus können wir das Farmhaus erkennen, ansonsten nur viel Gegend !
Dann geht der schöne Tag langsam bei Rinderfilet, Chocolate Block und Sternenhimmel zu Ende.
So macht das Leben Spaß ! Sehr zufrieden gehen wir ins Bett….. und sind gespannt auf die nächste Unterkunft in der Nähe von Stanford….
Teil 1809. Mai 2018
25.01.2018 Morgen in Snyderskloof und Fahrt nach Stanford über Matjiesfontein
Wir genießen noch den letzten Morgen, Frühstücken,
packen unsere Sachen und sind echt wehmütig. Snyderskloof ist so ganz nach unserem Geschmack. Wir müssen übrigens keine Anzahlung machen und das Geld bei Abreise in Bar auf den Tisch legen.
Gemütlich fahren wir an den winkenden Farmarbeitern vorbei durch die Karoo.
Kerstin trägt hintereinander zwei kleine Schildkröten von der Pad.
Das Schaf (oder Ziege?) geht von selbst.
Kann mir jemand sagen, welcher Vogel das ist ? Ich bin bisher gescheitert…
Direkt hinterher eine Erstsichtung, der Karoo Korhaan
der in der Karoo herumläuft, wo sonst ?
Und natürlich wieder Blue Cranes.
Nach kurzer Fahrt erreichen wir das Hotel- und Museumsdorf Matjiesfontein.
Hier ist es am späten Morgen sehr geruhsam.
Im Bahnhof gibt es ein Museum mit allerlei alten Gegenständen.
Kerstin geht in das Hotel hinein,
ich schaue nach dem alten Feuerwehrauto
und natürlich nach Vögeln… White-backed Mousebird
Karoo Trush (?)
Speckled Pigeon
Für einen Zwischenstopp ist es hier ganz schön, übernachten müsste ich jetzt nicht.
Wie immer ist die Autofahrerei hier unten so etwas von easy. In Deutschland habe ich schon lange keine Lust mehr auf die Autobahn.
In Richtung Montagu fahrend
erreichen wir den Burgerspass, wo sich uns ein toller Ausblick auf die hier beginnende Wein- und Obstregion bietet.
Die Strecke über Montagu stellt sich als landschaftliches Highlight heraus.
Auf dem Weingut Bon Courage machen wir eine Pause.
Ganz nett hier, aber kein besonderes Highlight.
Die Weinlese ist gerade in vollem Gang.
Teil 1910. Mai 2018
24.01.2018 Weiterfahrt von Bon Courage zur White Water Farm Stanford
So, jetzt geht es aber weiter in Richtung unseres Zieles in der Nähe von Stanford.
Die Strecke führt zuerst weiter durch endlose Rebflächen, die dann irgendwann in endlose Landswirtschaftsflächen übergehen.
Die typischen Baustellen hat es natürlich auch.
Schließlich erreichen wir die White Water Farm. Sie liegt außerhalb von Stanford am Fuß einer Bergkette. Der erst Eindruck ist sehr schön. Zwischen einigen Pferdegattern liegt unser Gatehouse Cottage direkt neben einem Eselsgehege.
Die Eigentümer sind ein schwules Päärchen, die wie meist sehr freundlich und offen sind.
Das Cottage ist innen ein Traum und man merkt, dass der eine Eigentümer Innenarchitekt ist. Das Kingsize Bett ohne Ritze würde auch unserem Bavarian George gut zu Gesichte stehen.
Sehr stilvoll und vor allem überhaupt nicht eng.
Mir fehlt etwas das Grün drumherum,
aber die knuffigen Esel machen das wieder wett.
Zudem ist der Ausblick auch nicht schlecht und wir sind sehr zufrieden.
Zum Dinner hat Kerstin ein Booking im nahen Manor House Restaurant gemacht. Auf dem Weg dorthin geht die Sonne gerade stimmungsvoll unter.
Es ist eigentlich fully booked,
für die White Water Farm Gäste (wir) hat man aber extra einen Tisch in der Bibliotheksecke möglich gemacht.
Und was soll ich sagen ? Das Dinner ist Spitzenklasse. So gut, dass ich sogar das Fotografieren vergessen habe.
Der Shiraz Grenache von Creations ist ebenfalls ausgezeichnet
und im Verlaufe des Abends werden wir sogar ohne Nachfrage auf einen nun freigewordenen Platz in der ersten Reihe der Terrasse gebeten.
Ein perfekter Abend geht bei einem letzten Glas Wein in unserem Chalet zu Ende !
Teil 2011. Mai 2018
26.01.2018 White Water Farm / Tagesausflug Hermanus und Hemel en Aarde Valley
Nach einer Nacht im superbequemen Riesenbett genießen wir das Frühstück.
Alle sind sehr nett und wir nehmen uns Zeit. Wahlweise kann man Enteneier zum Frühstück essen.
Dann geht es zurück zum Chalet und gleich weiter in Richtung Stanford.
Dort bummeln wir einmal die Hauptstraße hoch und runter.
Ein netter, ruhiger Ort.
Auf dem Sportplatz findet so eine Art Bundesjugendspiele statt.
Auf der Weiterfahrt nach Hermanus halten wir noch an der Lagune.
Common Fiscal
African Sacred Ibis
Red Knobbed Coot
In Hermanus erkunden wir per Auto die Vororte und Stichstraßen zum Meer.
Richtig nett wohnen die Menschen hier.
Leider ist der Himmel heute grau.
Ganz in Ruhe laufen wir immer wieder etwas herum und fahren dann weiter.
Es macht richtig Spaß !
Im Ort gehen wir etwas Souvenir Shopping. Und es bleibt dabei, in Hermanus wollen wir gar nicht wohnen. Es ist uns einfach zu touristisch.
Durch einen Vorort führt uns das Navi ins Hemel en Aarde Valley.
Dort steuern wir zuerst das Weingut Hamilton Russell an.
Das Restaurant hat leider gerade dicht gemacht. Also weiterfahren nach Creation.
Schon die Einfahrt ist vielversprechend.
Und als wir im Restaurant auch ohne Reservierung von einer supernetten Bedienung jeweils eine Wurst und Käseplatte mit korrespondierenden Weinen serviert bekommen, sind wir begeistert !
Eine coole Location mit herzlicher Atmosphäre, köstlichem und toll präsentierten Essen und phantastischer Aussicht.
Alle Gäste wirken ausgesprochen glücklich und relaxed.
Ein paar Impressionen vom Restaurant und einem besonders peniblen Kellner.
Um die Ecke steht ein Flaschenabfüll-Laster, mit dessen Eigentümer wir zusammen mit einem sympathischen Paar aus England ins Gespräch kommen.
Er erzählt unaufgefordert von der unerträglich gewordenen Kriminalität und viele interessante Fakten vom Weinbusiness.
Letztendlich schenkt er uns noch eine Flasche Delaire Graff und wir verabschieden uns.
Durchs Hinterland fahren wir über Bergsig
zurück nach White Water, ruhen uns etwas aus und besuchen dann das gebuchte Restaurant auf Blue Gum direkt neben unserer Unterkunft.
Dort gönnen wir uns eine Flasche Hannibal (naja) und essen ein gutes Drei-Gang-Menue.