Das würde mich schon interessieren wie man in Namibia als EU-Bürger Steuern vermeiden kann. Bahamas ist nicht auf der Liste, obwohl das eine eindeutige Steueroase ist.
Namibia auf Black List der EU Steueroasen
Hi lahnsteiner,
Viele Grüße
Christian
Das würde mich schon interessieren wie man in Namibia als EU-Bürger Steuern vermeiden kann. Bahamas ist nicht auf der Liste, obwohl das eine eindeutige Steueroase ist.Fragen über Fragen 😉 Also ich muss immer viele Infos ans Finanzamt in Deutschland zu Einnahmen hier in Namibia schicken etc. Zudem gibt es ja ein Doppelbesteuerungsabkommen, wo festgelegt ist welche Infos wie laufen. Das bezieht sich zwar nur auf Deutschland-Namibia, aber soooo schlecht kann der Informationsfluss nicht sein.
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Hallo allerseits,
Die offizielle Begründung der EU:
Namibia is not a Member of the Global Forum on Transparency and Exchange of Information for Tax Purposes, has not signed and ratified the OECD Multilateral Convention on Mutual Administrative Assistance as amended, does not apply the BEPS minimum standards and did not commit to addressing these issues by 31 December 2019. Furthermore, Namibia has harmful preferential tax regimes and did not commit to amending or abolishing them by 31 December 2018.
Offen bleibt, ob Namibias Regierung zu inkompetent ist, diese Dinge zu regeln oder ob Namibias Regierung diese Dinge nicht regeln will.
Namibia verliert dadurch zukünftig Finanzierungen durch die Europäische Investitionsbank und weitere Förderungen durch die EU. Für alles bisher Vereinbarte dürfte aber Bestandsschutz gelten. Der zuständige EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Moscovici fordert außerdem harte Sanktionen gegen die Länder auf der Blacklist. Das kann Namibia schwer treffen. Sollten sich die einzelnen EU-Länder dem Vorgehen der EU-Kommission anschließen und ihrerseits auch bilaterale Förderungen und Finanzierungen einstellen, dann geht Namibia viel Geld verloren.
Viele Grüße
Ulf
Die offizielle Begründung der EU:
Namibia is not a Member of the Global Forum on Transparency and Exchange of Information for Tax Purposes, has not signed and ratified the OECD Multilateral Convention on Mutual Administrative Assistance as amended, does not apply the BEPS minimum standards and did not commit to addressing these issues by 31 December 2019. Furthermore, Namibia has harmful preferential tax regimes and did not commit to amending or abolishing them by 31 December 2018.
Offen bleibt, ob Namibias Regierung zu inkompetent ist, diese Dinge zu regeln oder ob Namibias Regierung diese Dinge nicht regeln will.
Namibia verliert dadurch zukünftig Finanzierungen durch die Europäische Investitionsbank und weitere Förderungen durch die EU. Für alles bisher Vereinbarte dürfte aber Bestandsschutz gelten. Der zuständige EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Moscovici fordert außerdem harte Sanktionen gegen die Länder auf der Blacklist. Das kann Namibia schwer treffen. Sollten sich die einzelnen EU-Länder dem Vorgehen der EU-Kommission anschließen und ihrerseits auch bilaterale Förderungen und Finanzierungen einstellen, dann geht Namibia viel Geld verloren.
Viele Grüße
Ulf
Hi Ulf,
Viele Grüße
Christian
Namibia is not a Member of the Global Forum on Transparency and Exchange of Information for Tax Purposes, has not signed and ratified the OECD Multilateral Convention on Mutual Administrative Assistance as amended, does not apply the BEPS minimum standards and did not commit to addressing these issues by 31 December 2019.das verstehe ich alles (also inhaltlich, weiß aber auch nicht warum Namibia es nicht machen will/kann). Übrigens haben haben zig Staaten das "OECD-Ding" nicht ratifiziert und sind kein Mitglied (http://www.oecd.org/ctp/exchange-of-tax-information/convention-on-mutual-administrative-assistance-in-tax-matters.htm).
Namibia has harmful preferential tax regimes and did not commit to amending or abolishing them by 31 December 2018.aber dieses? Für wen sind denn Teile des namibischen Steuersystems denn "harmful"? Für die EU?
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Hallo Christian,
mit namibischen Steuergesetzen kenne ich mich nicht aus. Die EU wird den Vorwurf nicht erfunden haben. Die EU wird alle Länder beurteilt haben. Wer formal nicht ausreichend kooperiert, landet auf der Blacklist, auch wenn es keine Praxisrelevanz gibt, also EU-Staaten durch das Land in der Praxis bisher keine Steuerverluste erleiden. Bei BEPS geht es darum, das Multinationals wie Apple, Amazon, Google nicht mehr die Gewinne in Niedrigsteuerländern anfallen lassen können. Da erschließt sich auch kein Zusammenhang zu Namibia.
Viele Grüße
Ulf
mit namibischen Steuergesetzen kenne ich mich nicht aus. Die EU wird den Vorwurf nicht erfunden haben. Die EU wird alle Länder beurteilt haben. Wer formal nicht ausreichend kooperiert, landet auf der Blacklist, auch wenn es keine Praxisrelevanz gibt, also EU-Staaten durch das Land in der Praxis bisher keine Steuerverluste erleiden. Bei BEPS geht es darum, das Multinationals wie Apple, Amazon, Google nicht mehr die Gewinne in Niedrigsteuerländern anfallen lassen können. Da erschließt sich auch kein Zusammenhang zu Namibia.
Viele Grüße
Ulf
Hi Ulf,
Der namibische Finanzminister hat dazu Stellung bezogen und ein Fristproblem eingestanden (https://www.az.com.na/nachrichten/namibia-ist-keine-steueroase2017-12-07/). die EU-Botschafterin in Namibia wird es am Mittag tun. Die Wahrheit wird also wieder irgendwo in der Mitte liegen 🙂
Viele Grüße
Christian
Bei BEPS geht es darum, das Multinationals wie Apple, Amazon, Google nicht mehr die Gewinne in Niedrigsteuerländern anfallen lassen können.na, dann gehört aber EU-Mitglied Irland gaaaanz oben auf die Liste.
Der namibische Finanzminister hat dazu Stellung bezogen und ein Fristproblem eingestanden (https://www.az.com.na/nachrichten/namibia-ist-keine-steueroase2017-12-07/). die EU-Botschafterin in Namibia wird es am Mittag tun. Die Wahrheit wird also wieder irgendwo in der Mitte liegen 🙂
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Update zum Thema:
"Die Europäische Union sieht in Namibia keinesfalls eine Oase für Steuerflüchtlinge. Internationale Medien hätten eine Erklärung der EU missverstanden, stellte die EU-Delegation in Namibia gestern in einer Pressemitteilung klar, die keinen Briefkopf trägt. Die namibische Regierung habe lediglich auf gestellte Fragen nicht geantwortet und sei daher auf die Liste von 17 Staaten gesetzt worden, die als nicht kooperativ angesehen werden. Sanktionen gebe es zurzeit nicht. Auch habe Namibia bis Dezember 2018 und Juni 2019 Zeit, die Vorgaben der EU im Kampf gegen die Steuerflucht zu erfüllen. Laut Mitteilung gab es bereits am Mittwoch ein sehr positives Treffen mit Vertretern der namibischen Regierung, in der die EU-Delegation ihre technische Unterstützung anbot - für den Prozess, Namibia von der Liste der nicht kooperativen Staaten zu streichen." (Quelle. Hitradio Namibia, 8. Dezember 2017.)
"Die Europäische Union sieht in Namibia keinesfalls eine Oase für Steuerflüchtlinge. Internationale Medien hätten eine Erklärung der EU missverstanden, stellte die EU-Delegation in Namibia gestern in einer Pressemitteilung klar, die keinen Briefkopf trägt. Die namibische Regierung habe lediglich auf gestellte Fragen nicht geantwortet und sei daher auf die Liste von 17 Staaten gesetzt worden, die als nicht kooperativ angesehen werden. Sanktionen gebe es zurzeit nicht. Auch habe Namibia bis Dezember 2018 und Juni 2019 Zeit, die Vorgaben der EU im Kampf gegen die Steuerflucht zu erfüllen. Laut Mitteilung gab es bereits am Mittwoch ein sehr positives Treffen mit Vertretern der namibischen Regierung, in der die EU-Delegation ihre technische Unterstützung anbot - für den Prozess, Namibia von der Liste der nicht kooperativen Staaten zu streichen." (Quelle. Hitradio Namibia, 8. Dezember 2017.)
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Hallo,
irgendwie könnte man diesen Beitrag auch unter die Rubrik "wenn mir (als Land) langweilig wird...setzten....
Mal abgesehen von dem "bösen" Namibia, dass keine Antwort gibt 😄 😘 ,eine Steueroase zu sein, muss ja nicht = kriminell, negativ gestellt werden.
Wie UAE auf diese Liste kommt, frage mich auch...dass sie Oel haben und keine Steuern zahlen, sehe ich als eher Wirtschaftsförderung an...(ob es nun den anderen (EU) passt oder nicht, ist eine andere Frage 😁 ). Aber sehr wahrscheinlich haben sie auch den Fragebogen nicht ausgefüllt, weil sie gerade an der Generalversammlung von Emirates Airlines waren 😉
Gruss M.
irgendwie könnte man diesen Beitrag auch unter die Rubrik "wenn mir (als Land) langweilig wird...setzten....
Mal abgesehen von dem "bösen" Namibia, dass keine Antwort gibt 😄 😘 ,eine Steueroase zu sein, muss ja nicht = kriminell, negativ gestellt werden.
Wie UAE auf diese Liste kommt, frage mich auch...dass sie Oel haben und keine Steuern zahlen, sehe ich als eher Wirtschaftsförderung an...(ob es nun den anderen (EU) passt oder nicht, ist eine andere Frage 😁 ). Aber sehr wahrscheinlich haben sie auch den Fragebogen nicht ausgefüllt, weil sie gerade an der Generalversammlung von Emirates Airlines waren 😉
Gruss M.
Nächste Reiseziele:
ab Mai 2025:Zentralasien
https://www.polarsteps.com/marimariontour
https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
Hallo Christian,
Was ein Hitradio Namibia meldet, hat keine Relevanz. Offizieller Standpunkt der EU ist das, was die EU dazu offiziell vermeldet. Namibia steht auf der Blacklist. Es gibt bereits konkrete Sanktionen.
"First, following Commission proposals the EU list is now linked to EU funding in the context of the European Fund for Sustainable Development (EFSD), the European Fund for Strategic Investment (EFSI) and the External Lending Mandate (ELM). Funds from these instruments cannot be channelled through entities in listed countries. "
http://europa.eu/rapid/press-release_IP-17-5121_en.htm
Das es wie von Moscovici gefordert weitere Sanktionen gibt, glaube ich aber auch nicht. Mit Südkorea und den Emiraten erzielt die EU einen großen Handelsüberschuß. Die haben also lange Hebel in der Hand, um der EU weh zu tun.
Viele Grüße
Ulf
Was ein Hitradio Namibia meldet, hat keine Relevanz. Offizieller Standpunkt der EU ist das, was die EU dazu offiziell vermeldet. Namibia steht auf der Blacklist. Es gibt bereits konkrete Sanktionen.
"First, following Commission proposals the EU list is now linked to EU funding in the context of the European Fund for Sustainable Development (EFSD), the European Fund for Strategic Investment (EFSI) and the External Lending Mandate (ELM). Funds from these instruments cannot be channelled through entities in listed countries. "
http://europa.eu/rapid/press-release_IP-17-5121_en.htm
Das es wie von Moscovici gefordert weitere Sanktionen gibt, glaube ich aber auch nicht. Mit Südkorea und den Emiraten erzielt die EU einen großen Handelsüberschuß. Die haben also lange Hebel in der Hand, um der EU weh zu tun.
Viele Grüße
Ulf
Hallo MariMari,
von allen 17 Ländern auf der Blacklist ist Namibia der größte Übeltäter. Da sieht die EU meisten Verstöße hinsichtlich Bekämpfung von Steuervermeidung. Namibia wird mit 4 Vorwürfen konfrontiert. Bei den Emiraten gibt es nur einen Vorwurf "The United Arab Emirates does not apply the BEPS minimum standards and did not commit to addressing these issues by 31 December 2018. "
https://en.wikipedia.org/wiki/Base_erosion_and_profit_shifting
Viele Grüße
Ulf
von allen 17 Ländern auf der Blacklist ist Namibia der größte Übeltäter. Da sieht die EU meisten Verstöße hinsichtlich Bekämpfung von Steuervermeidung. Namibia wird mit 4 Vorwürfen konfrontiert. Bei den Emiraten gibt es nur einen Vorwurf "The United Arab Emirates does not apply the BEPS minimum standards and did not commit to addressing these issues by 31 December 2018. "
https://en.wikipedia.org/wiki/Base_erosion_and_profit_shifting
Viele Grüße
Ulf
Hallo Ulf
Kannst Du heute u.a. auch in der AZ (https://www.az.com.na/nachrichten/eu-namibia-keine-steueroase2017-12-08/), Economist (https://economist.com.na/31230/special-focus/eu-delegation-to-extend-its-development-assistance-to-address-tax-good-governance-deficiencies-identified/) etc nachlesen. Es wurde zudem von keiner Seite bestritten, dass Namibia auf der Liste steht. Lesen hilft 🙂
Viele Grüße
Christian
Was ein Hitradio Namibia meldet, hat keine Relevanz. Offizieller Standpunkt der EU ist das, was die EU dazu offiziell vermeldet.richtig, darauf bezieht sich ja die Meldung, auf das was die EU-Vertretung in Namibia offiziell vermeldet hat. Das ist der Sinn von Medien. Man berichtet, was vermeldet wird.
Kannst Du heute u.a. auch in der AZ (https://www.az.com.na/nachrichten/eu-namibia-keine-steueroase2017-12-08/), Economist (https://economist.com.na/31230/special-focus/eu-delegation-to-extend-its-development-assistance-to-address-tax-good-governance-deficiencies-identified/) etc nachlesen. Es wurde zudem von keiner Seite bestritten, dass Namibia auf der Liste steht. Lesen hilft 🙂
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Hi,
diese Liste kann man getrost "in die Tonne stopfen". Nach dem, was ich dazu gelesen habe, sind die Kriterien für die Schwarze Liste so formuliert worden, dass weder Irland (s.o) noch die Niederlande oder Luxemburg und andere schwarzen Schafe, die aber Wirtschaftsbeziehungen zu EU Staaten pflegen, aufgenommen werden mussten.
Wütende Grüße bezogen auf die Sache,
herzliche Grüße an die Fomis
Ute
diese Liste kann man getrost "in die Tonne stopfen". Nach dem, was ich dazu gelesen habe, sind die Kriterien für die Schwarze Liste so formuliert worden, dass weder Irland (s.o) noch die Niederlande oder Luxemburg und andere schwarzen Schafe, die aber Wirtschaftsbeziehungen zu EU Staaten pflegen, aufgenommen werden mussten.
Wütende Grüße bezogen auf die Sache,
herzliche Grüße an die Fomis
Ute
Hallo Ute,
wo hast Du gelesen, das Kriterien zugunsten Irland, Niederlande und Luxemburg angepassten wurden? Es wurde vorsätzlich kein einziges EU-Mitgliedsland untersucht und bewertet und deshalb hat die EU auch keine Kriterien pro EU-Staaten formuliert.
Why weren't EU Member States assessed for this list?
The EU list is a tool to deal with external threats to Member States' tax bases. ..
http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-17-5122_en.htm
Viele Grüße
Ulf
wo hast Du gelesen, das Kriterien zugunsten Irland, Niederlande und Luxemburg angepassten wurden? Es wurde vorsätzlich kein einziges EU-Mitgliedsland untersucht und bewertet und deshalb hat die EU auch keine Kriterien pro EU-Staaten formuliert.
Why weren't EU Member States assessed for this list?
The EU list is a tool to deal with external threats to Member States' tax bases. ..
http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-17-5122_en.htm
Viele Grüße
Ulf
UDi schrieb:Hi,Hi Ute,
diese Liste kann man getrost "in die Tonne stopfen". Nach dem, was ich dazu gelesen habe, sind die Kriterien für die Schwarze Liste so formuliert worden, dass weder Irland (s.o) noch die Niederlande oder Luxemburg und andere schwarzen Schafe, die aber Wirtschaftsbeziehungen zu EU Staaten pflegen, aufgenommen werden mussten.
Wütende Grüße bezogen auf die Sache,
herzliche Grüße an die Fomis
Ute
es geht bei der Liste aber um Staaten außerhalb der EU, da musste man gar nichts umformulieren, um einzelne EU-Staaten zu schützen 😉
Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Zum Thema:
http://www.dw.com/de/ungl%C3%BCcklich-unbegr%C3%BCndet-und-parteiisch/a-41710121
(das erklärt indirekt auch warum Länder wie die VAE drauf stehen... die haben viele Freihandelszonen...)
Viele Grüße
Christian
http://www.dw.com/de/ungl%C3%BCcklich-unbegr%C3%BCndet-und-parteiisch/a-41710121
(das erklärt indirekt auch warum Länder wie die VAE drauf stehen... die haben viele Freihandelszonen...)
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Guten Abend zusammen,
gestern stand in der AZ, dass Calle Schlettwein die Welt nicht mehr versteht. Sein Erstaunen war bereits vor einigen Wochen groß, als Moodies und Fitch Namibia das Prädikat "Schrott" für die Kreditwürdigkeit verliehen hat. Beide Ratingagenturen erklärten, dass die Beurteilung stabil sei , also kurz bis mittelfristig auch Schrott bleibt. Letzteres (stabil) hat Schlettwein wohl beeindruckt und postiv hervorgehoben "die Situation auf Schrottniveau sei stabil".
Auch jetzt ist seine Verwunderung groß, wenn Namibia durch einen Platz auf der Black List abgestraft wird.
Ich gehe nicht davon aus, dass Namibia Steuersündern Unterschlupf gewährt noch Steuerhinterziehung/Steuerflucht fördert. Namibia ist für Investoren nicht attraktiv, nicht zuletzt wegen der bürokratischen Hürden, Arbeits-und Aufenhaltsregelungen aber auch wegen der hohen Inflationsrate, verbunden mit starken Währungsrisiken/Schwankungen.
Namibia hat aber offensichtlich Erklärungsfristen und Nachfristen erfolglos verstreichen lassen. Letztlich bleibt dann nichts anderes übrig -wenn man nicht warten will- bis mit afrikanischer Hochgeschwindigkeit auch der letzte Staat in die Pötte kommt.
Die eigentlich Frage , "warum" lässt die zuständige Stelle, nämlich Calle's Ministerium, die Frist verstreichen ohne die notwendigen Erklärungen abzugeben, wird erst garnicht von Schlettwein diskutiert. Die Übeltäter sind diejenigen, die auf der Einhaltung der Frist bestehen.
Wann werden endlich unfähige Mitarbeiter in der Finanzbhörde ausgebildet oder ersetzt, dafür ist der Finanzminister auch zuständig?
Bevor sich Calle Schlettwein aufregt, sollte er einfach in seinem Finanzminsiterium für Ordnung sorgen, mangelnde Arbeitsmotivation und geringe Qualifikation werden im Verbund von internationalen Regelungen nicht als Entschuldigungsgrund anerkannt und das ist richtig so.
Wer Namibia kennt weiß, dass jetzt - von Anfang Dezember bis Ende Januar- in den Ministerien alle Flöten schweigen. Wer einmal mit dem namibischen Finanzamt zu tun hatte, wird bestätigen dass man einen langen Atem und Nerven wie Drahtseile braucht um mit den Sachbearbeitern dort klar zu kommen. Ich habe Anfang 2011 in Namibia für 4 Monate gearbeitet und es gelingt mir bis heute nicht, -trotz mehrfacher Vorsprache - trotz Einschaltung eines Steuerberaters- mich von der Liste der Steuerpflichtigen in Namibia löschen zu lassen, obwohl ich seit Mai 2011 wieder in D meinen gewöhnlichen Aufenthalt habe.
Wer Afrika auch nur halbwegs kennt weiß, welche Folgen das für den einzelnen Bürger hat, angefangen von der Androhung von Bußgeldern, über Mahnkosten, Zinsen und einem halbjährlichen Steuerbescheid: Einkommen = 0, Einkommensteuer = 0.
Ein Wust von Papierkram und keine zuständigen Partner im Finanzamt. Mit sturer Beharrlichkeit und Sinnlosigkeit wird der bürokratische Unsinn durchgezogen, komme was da wolle.
Minister Schlettwein sollte sich in den 2 Monaten Weihnachtsferien einmal um Ursachenforschung für den Platz auf der black list kümmern.
Wünsche allen eine schöne Vorweihnachtszeit,
viele Grüße
Peter
gestern stand in der AZ, dass Calle Schlettwein die Welt nicht mehr versteht. Sein Erstaunen war bereits vor einigen Wochen groß, als Moodies und Fitch Namibia das Prädikat "Schrott" für die Kreditwürdigkeit verliehen hat. Beide Ratingagenturen erklärten, dass die Beurteilung stabil sei , also kurz bis mittelfristig auch Schrott bleibt. Letzteres (stabil) hat Schlettwein wohl beeindruckt und postiv hervorgehoben "die Situation auf Schrottniveau sei stabil".
Auch jetzt ist seine Verwunderung groß, wenn Namibia durch einen Platz auf der Black List abgestraft wird.
Ich gehe nicht davon aus, dass Namibia Steuersündern Unterschlupf gewährt noch Steuerhinterziehung/Steuerflucht fördert. Namibia ist für Investoren nicht attraktiv, nicht zuletzt wegen der bürokratischen Hürden, Arbeits-und Aufenhaltsregelungen aber auch wegen der hohen Inflationsrate, verbunden mit starken Währungsrisiken/Schwankungen.
Namibia hat aber offensichtlich Erklärungsfristen und Nachfristen erfolglos verstreichen lassen. Letztlich bleibt dann nichts anderes übrig -wenn man nicht warten will- bis mit afrikanischer Hochgeschwindigkeit auch der letzte Staat in die Pötte kommt.
Die eigentlich Frage , "warum" lässt die zuständige Stelle, nämlich Calle's Ministerium, die Frist verstreichen ohne die notwendigen Erklärungen abzugeben, wird erst garnicht von Schlettwein diskutiert. Die Übeltäter sind diejenigen, die auf der Einhaltung der Frist bestehen.
Wann werden endlich unfähige Mitarbeiter in der Finanzbhörde ausgebildet oder ersetzt, dafür ist der Finanzminister auch zuständig?
Bevor sich Calle Schlettwein aufregt, sollte er einfach in seinem Finanzminsiterium für Ordnung sorgen, mangelnde Arbeitsmotivation und geringe Qualifikation werden im Verbund von internationalen Regelungen nicht als Entschuldigungsgrund anerkannt und das ist richtig so.
Wer Namibia kennt weiß, dass jetzt - von Anfang Dezember bis Ende Januar- in den Ministerien alle Flöten schweigen. Wer einmal mit dem namibischen Finanzamt zu tun hatte, wird bestätigen dass man einen langen Atem und Nerven wie Drahtseile braucht um mit den Sachbearbeitern dort klar zu kommen. Ich habe Anfang 2011 in Namibia für 4 Monate gearbeitet und es gelingt mir bis heute nicht, -trotz mehrfacher Vorsprache - trotz Einschaltung eines Steuerberaters- mich von der Liste der Steuerpflichtigen in Namibia löschen zu lassen, obwohl ich seit Mai 2011 wieder in D meinen gewöhnlichen Aufenthalt habe.
Wer Afrika auch nur halbwegs kennt weiß, welche Folgen das für den einzelnen Bürger hat, angefangen von der Androhung von Bußgeldern, über Mahnkosten, Zinsen und einem halbjährlichen Steuerbescheid: Einkommen = 0, Einkommensteuer = 0.
Ein Wust von Papierkram und keine zuständigen Partner im Finanzamt. Mit sturer Beharrlichkeit und Sinnlosigkeit wird der bürokratische Unsinn durchgezogen, komme was da wolle.
Minister Schlettwein sollte sich in den 2 Monaten Weihnachtsferien einmal um Ursachenforschung für den Platz auf der black list kümmern.
Wünsche allen eine schöne Vorweihnachtszeit,
viele Grüße
Peter
Hallo Sanne, hallo Ulf,
ja, ich hätte mich differenzierter ausdrücken müssen. Aber lest mal zu diesem Thema der Steueroasen "Zeit online" und "Focus Money online" vom 5.12.17. Die Information über die "Abstimmung" der Kriterien habe ich in einem Radiobeitrag gehört.
Schönes Wochenende
Ute
ja, ich hätte mich differenzierter ausdrücken müssen. Aber lest mal zu diesem Thema der Steueroasen "Zeit online" und "Focus Money online" vom 5.12.17. Die Information über die "Abstimmung" der Kriterien habe ich in einem Radiobeitrag gehört.
Schönes Wochenende
Ute
Innerhalb von 6 Wochen nach Verkündung der Blacklist, waren 8 der 17 gelisteten Länder anscheinend in der Lage, der EU hinreichende Zusagen zu machen und sollen nun von der Liste gestrichen werden. Namibia war dazu nicht in der Lage und gehört weiter zu den nun nur noch 9 Ländern auf der Blacklist.
Viele Grüße
Ulf
Viele Grüße
Ulf
Hi Ulf,
Danke für die Info. Eine offizielle Medienanfrage beim Finanzministerium läuft, damit wir alle erfahren, was/wer nun wieder geschlafen hat. Interessant finde ich aber auch folgende Aussagen wie:
Viele Grüße
Christian
Danke für die Info. Eine offizielle Medienanfrage beim Finanzministerium läuft, damit wir alle erfahren, was/wer nun wieder geschlafen hat. Interessant finde ich aber auch folgende Aussagen wie:
Kritik dagegen gab es aus dem Europaparlament. "Die schwarze Liste von Steueroasen war von Anfang an ziemlich unglaubwürdig, jetzt ist sie regelrecht lächerlich. Wenn der Rat mit Panama eine der weltweit führenden Steueroasen begnadigen will, setzt das ein schlichtweg fatales Zeichen"Scheint alles nicht so ganz durchdacht gewesen zu sein 😉
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Zum Thema aktuell:
http://www.nbc.na/news/namibia-remains-eu-tax-haven-blacklist.16528
Viele Grüße
Christian
http://www.nbc.na/news/namibia-remains-eu-tax-haven-blacklist.16528
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!