Bitte um Hilfe bei Routenplanung Malawi-Zambia

21 Antworten · 8'008 Aufrufe · gestartet 16. Nov. 2017 von Agnes47
Bilder klein
Antworten
Themenstarter46 Beiträge · seit 201616. Nov. 2017 · #1
Hallo liebe Foris,
haben nochmal umdisponiert und unser nächstes Ziel soll Malawi mit kurzem Abstecher nach Zambia werden.
Reisezeit /-art: August/September für 4 Wochen mit 4x4 + Dachzelt.

Habe nun mal mit den gängigen Reiseführern (Hupe und Bradt) meine erste Grobplnung verfasst und würde euch gerne um Tipps, Erfahrungen, Verbesserungsvorschläge, aber auch Ergänzungen bitten.
Wo kann ich am besten das Auto mieten? Auch heirbei wäre ich um Vorschläge sehr dankbar. 😁

Tag 1: Ankunft Lilongwe: Mabuya Camp
Tag 2/3: Nkhotakota WR: Bua River Lodge
Tag 4/5: Chintheche: Makuzi Beach Lodge
Tag 6/7: Nyika NP: Campingplatz (gehört der zum Chelinda Camp??)
Tag 8/9: Chitimba: Hakuna Matata oder Chitimba Camp??
Tag 10: Fahrt zum South Luangwe-Np; an einem Tag scheint mir das zu weit; Zwischenstopp wo?
evtl. Viphya Forest Reserve -> Übernachtung z.B. Luwawa Forest Lodge oder Kasito II Resthouse?
Tag 11/12/13: South Luangwe-Np; Wildlife Camp oder Croc Valley oder Track und Trail River Camp?? Bitte um Erfahrungswerte 😁
Tag 14/15: Zikomo Safari Camp; macht das Sinn?
Tag 16/17: Fahrt zurück CapMaclear; Übernachtung??
Tag 18/19: Liwonde NP: Mvuu Camp oder Liwonde Safari Camp??
Tag 20: Zomba, KuChawe Trout Farm Campsite
Tag 21/22: Mulanje: Kara o’mula Country Lodge, hab da nicht so viel gefunden...
Tag 23/24: Majete, Community Campsite (im Park) oder Ng’ona Lodge außerhalb??
Tag 25/26/27: Puffer
Tag 28: Lilongwe Rückflug

Ich habe noch paar Puffertage zu vergeben, könnte mir diese aber auch am Ende irgendwo zum Relaxen am See vorstellen bzw. falls ein Spot im Süden uns so gut gefallen hat, dort einfach nochmal zu verbleiben.

Noch paar allgemeine Fragen:
Brauche ich die Gelbfieberimpfung? Darüber liest man sehr unterschiedliche Sachen. Offiziell vorgeschreiben ist sie meines Erachtens nicht, wird aber doch an der Grenze manchmal verlangt??

Ist es sinnvoll, US-$ mitzunehmen?

Muss ich die Camp vorreservieren? Den Eintritt zahle ich immer am Gate?

Ich danke euch schon mal allen für eure Hilfe und vielen Dank, dass es dieses Forum gibt! 😘

Viele Grüße
Agnes
7'296 Beiträge · seit 200616. Nov. 2017 · #2
Hallo Agnes,
hier mal ein paar Anmerkungen ...

Mabuya Camp in Lilongwe fand ich prima. Angenehme Leute, gute Stimmung und ruhige Lage.
In Nkhotakota hat mir der Markt gut gefallen.
Cape MacLear und Monkey Bay fand ich recht touristisch. Mir hat Senga Bay besser gefallen. Ich war dort in der Unterkunft/Campingplatz Cool Runnings, von wo aus auch Bootstouren mit Schnorchelmöglichkeit beim Litard Island angeboten wurden.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
2'240 Beiträge · seit 201116. Nov. 2017 · #3
Hallo Agnes,
ich würde am Anfang der Reise mind. 1 ganzen Tag in Lilongwe verbringen - die Stadt ist nett und das Einkaufen super.
Mein Lieblingsshop: https://www.facebook.com/foodloversmarketmalawi/ (Peoples)
Bevor ihr in den South Luangwa fährt würd ich nochmals 1 Nacht in Lilongwe machen und nochmals lecker einkaufen - Chipata bietet nie soviel Auswahl wie Lilongwe. Vorallem das Fleisch ist nix in Chipata. Die Strecke Lilongwe-Wildlife Camp ist locker in einem Tag (mit Einkaufen) machbar. Chipata ist nicht mein Lieblingsort und lohnt keine Übernachtung.
Die Bua Campsite hat geschlossen. Mabuya ist o.k. - ein wenig laut ansonsten Backpacker-Vibe.
Der schönste Ort in Malawi ist Lukwe - Livingstonia, da würd ich unbedingt hin.
http://www.themushroomfarmmalawi.com/accommodation.html
http://www.lukwe.com/
Cape McClear ist touristisch - der See ist nett, gebadet haben wir nicht, wir wollten keine B-Tabletten schlucken.
Das Meer, die Strände in Kenya und Tanzania haben uns besser gefallen, von daher hat uns der See nicht allzu arg gereizt. Uns gefällt das Wildlife Camp im SLNP - das ist auch der einzige Ort, wo ich bei Deiner Reise vorbuchen würde. Vielleicht bekommst Du einen der schönsten Riverview Stellplätze - wir waren fast eine Woche da und ich hätte (wie immer) länger bleiben können.
Bez. Gelbfieber: Du kannst nach dem Ausweis gefragt werden - wir haben die Impfung vor 3 Jahren gemacht..es lebt sich nachher freier. USD kannst Du mitnehmen - ansonsten würd ich halt lokale Währung aus der ATM holen.
Viel Spass u. Gruss M.
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
zuletzt bearbeitet 16. Nov. 2017
Themenstarter46 Beiträge · seit 201620. Nov. 2017 · #4
Vielen, vielen Dank für eure Antworten "Marimari" und "BikeAfrica" 🙂

Ich hätte mir zwar noch paar konkretere Antworten/Meinungen auf meine Tourplanung gewünscht, doch mir ist klar, dass es nicht soooo viele Malawi-Kenner gibt (im Gegensatz zu SA-, Namibia- oder Botswana-Profis).

@ Marimari: deine Unterkunfttipps habe ich mir angeschaut und da werden wir sicher das ein oder andere besuchen.
Gelbfieberimpfung werden wir dann auch machen.
Ja, das mit dem Baden im Malawi-See ist so eine Sache. 😮 Wir wollen eigentlich schon rein und haben auch gelesen, dass die Gefahr nur regional hoch liegt.
Danke nochmals!

@ BikeAfrica: die Märkte werden wir bestimmt besuchen (ich finde das auch immer sehr schön).
Das mit Senga Bay werden wir uns noch überlegen, v.a. die Bootstour. Merci!

Leider haben wir nun unser nächstes Problemchen: die Mietwagenanbieter sind in Malawi sehr begrenzt und verlangen mehr oder weniger das doppelte wie in Zambia.
Bei 4 Wochen ist das natürlich ein ganz schöner Batzen, ob ich 100 oder 200 € /Tag bezahle. 😠

Die Flüge nach Lilongwe und Lusaka jedoch sind etwa ähnlich teuer, so dass wir uns nun überlegen, statt nach Lilongwe nach Lusaka zu fliegen, dann evtl. noch den Lower Zambesi-NP mitnehmen und am Ende halt von Lilongwe in zwei Tage zurück nach Lusaka fahren. Bisher habe ich immer zuerst den Flug gebucht und dann das Auto, doch dieses Mal dachte ich mir, die Angebote muss ich parallel checken. Das nenne ich Bauchgefühl! 🤩

Vielleicht schaltet sich ja doch noch jemand in diese Unterhaltung ein?!?

Viele Grüße
Agnes
1'003 Beiträge · seit 200820. Nov. 2017 · #5
Liebe Agnes,
ich glaube, auch mit EUR 100 am Tag wirst Du in Zambia nicht fündig werden. Zumindest, sei vorsichtig. Die einzigen wirklich zuverlässigen Vermieter für ausgestattete Autos sind offensichtlich in Zambia Hemingways in Livingstone. Da kommst Du aber mit dem Preis bei weitem nicht hin. Das ist selbst in der Nebensaison beträchtlich mehr. Wenn Du magst, schau in unseren RB vom Februar 2015 (Click). Da bekommst Du eine Idee.
Eine Überlegung wäre auch an/ab WDH zu fahren oder sich die Autos von zB Bushlore liefern zu lassen oder eben an/ab JNB. Dann natürlich mit der entsprechenden Extrazeit. LUN wird von den Emirates gut bedient. LIV von SAA via JNB. Das wäre auch denkbar.
Wir fanden damals Malawi nicht so prikelnd - im Vergleich mit Zambia.

Gruss
Christian
1'004 Beiträge · seit 200821. Nov. 2017 · #6
Tag 11/12/13: South Luangwe-Np; Wildlife Camp oder Croc Valley oder Track und Trail River Camp?? Bitte um Erfahrungswerte 😁
Tag 14/15: Zikomo Safari Camp; macht das Sinn?

Hallo Agnes,
Wir waren dieses Jahr Aug/ Sep in Sambia. Uns hat Croc Valley am besten gefallen, dann Track and Trail, dann erst Wildlife.
Wildlife und Croc Valley haben beide Camp sites am Fluss. Croc Valley ist aber wie Track und Trail viel näher am Parkeingang und Ort. Fanden wir praktischer und Wildlife war auch voller. Track und Trail ist leider nicht am Fluss, aber auf einer schönen Wiese und die Waschhäuschen sind auch gut. Es gab auf allen 3 Campingplätzen genügend Platz, ich würde da nicht mehr vorbuchen. In allen 3 Camps laufen auch Elefanten und andere Tiere durchs Camp. Sehr spannend. 🤩 Restaurant und Swimmingpool kann man auch als Camper benutzen.

Nach Zikomo führt man ca 45 min, das lohnt sich aber schon, da der Park da ganz anders ist. Es ist meines Wissens der einzige Campingplatz dort oben mit glaube ich 7 Plätzen, die würde ich schon eher vorbuchen, oder davor anrufen. Arg schön fanden wir den Platz nicht. Der Campingplatz war voll und das fanden wir dann etwas zu eng. Der erste und der letzte Platz sind die Schönsten.
Hoffe das hilft Dir
Viele Grüße
Doro

Uns hat Sambia sehr gut gefallen, aber es war recht teuer. Andere Camper meinten in Malawi sei alles viel günstiger und auch sehr schön. Deshalb haben wir auch schon überlegt das zu verbinden. Autovermieter wurde uns auch nur Hemingways in Livingstone empfohlen. Ich würde mir evtl einen Wagen von Bushlore kommen lassen.
83 Beiträge · seit 201621. Nov. 2017 · #7
Hallo Agnes,

zu Malawi kann ich dir leider nichts sagen. Aber etwas zum South Luangwa. Wir waren letztes Jahr im Februar eine Woche im Wildlife Camp einquartiert. Bis auf einen Tag, an dem wir Overlander Besuch hatten, waren wir die einzigen auf der Campsite. Ist halt auch Nebensaison. In der Hauptsaison kann ich mir gut vorstellen dass es etwas voller und hektischer dort wird.
Stellplätze direkt am Fluss, einfach traumhaft. Pool mit Blick auf den Fluss und gerne mal Schlangen und Echsenbesuch 😉
Nachts im Camp hatten wir u.a. Besuch von Löwen, Elefanten und einem Leo der sich ein Impala gerissen hatte.
Den etwas „längeren“ Anfahrtsweg zum SLNP im Gegensatz zu Track & Trail und Croc Valley empfanden wir jetzt nicht als störend. Auf dem Weg sahen wir immer schon genug Tiere obwohl wir noch gar nicht im NP waren.
Die Morning und Night Drives (inklusive Getränke und Popcorn beim Sundowner) vom Camp fanden wir auch toll und super als Erholung nach den langen Fahrtagen.

Den Vorschlag von Windhoek aus nach Sambia zu fahren kann ich dir nicht empfehlen. Wir hatten das gemacht und waren eine Woche unterwegs bis zum South Luangwa, eine Woche da und eine Woche wieder Rückfahrt mit teilweise richtig langen Fahrtagen (z.B Kafue - Chipata).

Trotzdem ist Sambia so traumhaft schön und wollen auf jeden Fall nochmal hin.

LG
Jessy


E4677CEF-46E0-4213-A341-C21A75761560.jpeg
2015 - Süd-Namibia 2016 - Sambia 2017 - Botswana 2018 - Nord-Namibia
444 Beiträge · seit 201122. Nov. 2017 · #8
Hallo Agnes,
in Lusaka gibt es auf alle Fälle noch einen zweiten zuverlässigen 4x4 Autovermieter:
"Limo Car Hire" (Hans Sportel). Er hat auch ein paar 4x4 Fahrzeuge mit Dachzelt usw.
Gruß NamiBilly
334 Beiträge · seit 200822. Nov. 2017 · #9
Hallo Agnes,

Malawi ist traumhaft schön und eine Kombi Sambia und Malawi ist easy zu machen und bietet sich alleine aus der Verfügbarkeit von Leihwagen an.
Ich würde allerdings die Tour umdrehen und wenn möglich den Norden Malawis an den Schluss der Reise stellen. Cape Maclear und Senga Bay sind sehr trubelige Orte mit sehr vielen Menschen. Das ist sehr interessant, aber zum baden unseres Erachtens nicht so geeignet. Und vor allem Achtung: Am Wochenende ist da die Hölle los - Partymeile pur! Am Strand stehen riesige Boxen-Türme und da wird die Nacht zum Tag gemacht. Wenn man Ruhe sucht ist man hier fehl am Platz.
Traumhaft schön ist dagegen zum einen Livingstonia, wie bereits von Marimari geschrieben, und dann Chintheche mit Sunga Moyo. Da kann man sich am weißen Strand ohne viel Trubel richtig erholen und baden gehen.
Wenn man sich was besonderes leisten möchte sind 2-3 Nächte auf Mumbo oder Domwe Island das absolute Highlight!

Im Liwonde NP haben wir in der Mvuu Lodge gecampt und waren voll zufrieden. Man konnte alle Einrichtungen der Lodge wie Pool, Essen oder Bootstour mit nutzen und war sichtlich willkommen.

Im SLNP sind wir auch absolute Fans des Wildlife Camp. Man sitzt in erster Reihe am Fluss und kann direkt von der Campsite die Elefanten, Flusspferde, Crocs, Gazellen etc. beobachten und hat auch noch einen Pool im Camp. Allerdings muss man dazu sagen, dass die Overlander das Camp auch als Zwischenstation anfahren und manchmal kann es schon voll werden.

Bargeldversorgung hat in Sambia und Malawi eigentlich immer gut geklappt, aber als backup hätte ich auch immer USD dabei.

Viel Spaß
Bärbel
Themenstarter46 Beiträge · seit 201622. Nov. 2017 · #10
Erstmal vielen, vielen Dank für eure Beiträge 🙂 🙂 🙂
Ich freue mich immer ganz dolle, wenn man hier so wertvolle Tipps aus eigener Erfahrungen bekommt.

Von Windhoek oder Johannesburg nach Malawi/Zambia zu fahren ist mir definitiv zu weit, zumal wir vor zwei Jahren schon die Strecke Windhoek-VicFalls gefahren sind (und das in 4 Wochen). Und die Ecke um Johannesburg kennen wir auch schon. Aber dein Reisebreicht Christian war sehr ausführlich und man konnte einen guten Einblick bekommen. (da hast du dir wirklich viel Arbeit gemacht!). DANKE

@namiBilly: Limo car hire hatte ich bereits angefragt, doch er hat kein Auto mit 2 Dachzelten, sondern nur welche mit einem.
Da kommt eh wieder die Frage auf, ob es generell besser wäre, eher ein Auto mit Bodenzelt zu mieten statt Dachzelt??? 😕 Da gehen die Meinungen/Erfahrungen ja auch auseinander....

@Reisemaus: Nach meiner Recherche ist Zambia in der Tat um einiges teurer als Malawi, v.a. was die Eintrittspreise in die NP angeht. Dafür muss aber der SLNP auch SEHR schön sein. Danke auch für deine Meinung zu Zikomo.

Hat denn jemand Erfahrung mit dem Autovermieter Nature Trekking (deutscher Anbieter) bzw. Safari Rental AVIS??? Machen auf mich zumindest einen recht seriösen Eindruck.

Somit bis auf Weiteres und liebe Grüße
Agnes 😘
2'240 Beiträge · seit 201122. Nov. 2017 · #11
Agnes47 schrieb:

Hat denn jemand Erfahrung .... Safari Rental AVIS??? Machen auf mich zumindest einen recht seriösen Eindruck.

Somit bis auf Weiteres und liebe Grüße
Agnes 😘
Hallo Google u. Namibia Forum hilft schnell weiter:
https://www.google.ch/search?source=hp&ei=QdEVWo7QMIzTUZqllYgE&q=avis+safari+rental+namibia+forum&oq=avis+safari+rental+namibia+forum&gs_l=psy-ab.3..33i160k1.1322.9724.0.10261.32.23.0.9.9.0.208.2005.2j13j1.16.0....0...1c.1.64.psy-ab..7.25.2153...0j0i131k1j0i22i30k1j0i22i10i30k1j33i21k1.0.9jIRbeY7WMA

Auch wir hatten schon einen Avis schau mal unter Reiseberichte Camping im Moremi
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/290724-camping-moremi-chobe.html?limitstart=0
Die Autos sind super - kann ich nur empfehlen..
Gruss M.
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
zuletzt bearbeitet 22. Nov. 2017
546 Beiträge · seit 201812. Jan. 2018 · #12
Hallo Agnes,
ich bin seit kurzem auf dem Forum, weil wir im April nach Bortswana wollen - von Malawi aus, wo wir seit Mai 2015 in Blantyre leben.
Wenn Ich Deine Route und Fragen sehe, fällt mir ganz viel ein, was ich Dir gerne sagen würde. Das krieg ich so schnell nicht hin. Ich versuch mal, einige Dinge kurz zu erwähnen und melde mich evtl. später nochmal:

Camping am See:
GANZ KLARER Favorit ist Sunga Moyo in Chinteche - das ist paar kilometer neben dem von Dir genannten Makuzi Beach.
Besitzer: sie ist Deutsche, er Südafrikaner.
Wir waren erst jetzt zwischen Weihnachten und Neujahr wieder dort. Beliebter Ort für AfrikaSelbstfahrer! Idyllisch schön, ruhig, wenige Leute, bisher sicher.
Ich bin in Kenya aufgewachsen, haben später mal in TZ gelebt, bin also eigentlich ziemlich "spoiled" was schöne Orte angeht. Und habe anfangs in Malwi gedacht: mit meinem Anspruch (schöne Natur, und bitte nicht zu viele Leute/Touristen...) finde ich hier sicher nichts schönes..... Und bin dann gleich am Anfang unserer Malawi-Zeit auf Sunga Moyo gestoßen! Einer der wenigen Orte, die wir lieben in diesem Land!!!!!

Der andere ist, wie von anderen erwähnt, das Lukwe Eco Camp bei Livingstonia! Unbedingt hinfahren!!!!
Urig, Wunderbare Aussicht auf den 800 m tiefer liegenden See. Busch-Toiletten mit Blick! 😄
Außerdem preiswert.
Und zwar wirklich bitte das Lukwe, und NICHT die Mushroomfarm (die soll auch schön sein, aber nicht so schön wie Lukwe!)

Schwimmen im Malawi-See: ein eigenes Thema.
Das hier ist unsere PERSÖNLICHE Meinung - Tropeninstutite würden dem evtl. nicht zustimmen, aber das ist wie mit Reisewarnungen von auswärtigen Ämtern und dem, was man persönlich draus macht.....
Wir schwimmen IMMER im See (haben 4 Kinder). O.k. wir sind beide Ärzte - aber das macht uns auch nicht immun....!
Die Orte im See, wo es am unwahrscheinlichsten ist mit Bilharziose scheinen die Inseln und CHINTECHE zu sein. Die meisten Bilharziose-Fälle kommen vom Süden - Cape Mc Lear usw....!!!
3 Monate danach Praziquantel schlucken - tut nicht weh!
Wir haben auch früher in Matema/TZ (nördlicher Zipfel vom See) immer gebadet.
Ich lege meine Hand dafür jedoch nicht ins Feuer - und bitte mach mich nachher nicht für eine Bilharziose verantwortlich. Eine Arztfamilie die vor 2 Jaren nach D zurück gegangen sind, schrieben JETZT, dass sie bei ihrem 10Jährigen JETZT unerwartet eine Bilharziose therapiert haben. Allerdings waren die meist bei Cape Mc Lear. Und die Therapie scheint aber unproblematisch gewesen zu sein.
Stella von Sunga Moyo sagt, dass sie das Wasser bei ihrer Campsite immer mal testen lassen und es bisher immer negativ war.
Wir wagen es weiterhin, zu baden - aber das ist bitte keine international medizinisch abgesegnete Meinung!

So, und jetzt muss ich leider erst mal Kinder von der Schule abholen.
Melde mich zu anderen Theman/Orten später nochmal!
Antje
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
546 Beiträge · seit 201812. Jan. 2018 · #13
Hey - wie uncool - ich habe soeben eine Stunde lange Dir anhand Deines Routenvorschlags meine Eindrücke dazu geschildert und wollte es eben abschicken - da hat mich das Internet verlassen und jetzt ist alles weg! Weg, nix mehr zu finden! 😠
Also, sorry, ich brauch jetzt erst mal nen Kaffe, und versuche es später oder morgen nochmal. Werde das wohl mal in Word schreiben und dann reinkopieren, damit ich zwischenspeichern kann....
Antje
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
546 Beiträge · seit 201812. Jan. 2018 · #14
Sorry, mein Internet ver--- mich gerade.... weiß nicht, ob das jetzt doppelt kommt, dann bite entschuldige....
Antje
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
zuletzt bearbeitet 12. Jan. 2018
546 Beiträge · seit 201812. Jan. 2018 · #15
Hallo Agnes,
nun also noch ein Versuch!
Ich geh mal entlang Deiner Route, und mache evtl. andere Vorschläge hinterher.

Lilongwe:
Da kann ich leider nichts zu sagen, da wir dort immer bei Freunden übernachten.

Nkhotakota Park:
Bua River ist in der Tat inzwischen geschlossen. Wir wollten letzte Ostern mal dort hin. Aber da gab es im Park GAR KEINE camping Möglichkeiten. Also haben wir uns das geschenkt. Es wurden ja Elefanten vom Liwonde in den Nkhotakota umgesiedelt, und die waren da noch recht neu, und da wollten sie erst sehen, wie sich das alles entwickelt. Und manches war im Wiederaufbau. Nun habe ich aktuell von Stella(Besitzerin von Sunga Moyo in Chinteche) erfahren, dass Bua GANZ geschlossen wurde, weil die Elefanten jetzt dort die Lodge und das Camp überfielen und alles unsicher machten! Es gäbe jetzt wohl nur noch Tongole Wilderness, aber da wohl auch eine camping Möglichkeit. Allerdings sagte Stella, dass es dort Schlafkrankheit gäbe… Sie gehört nicht zu den Panikmachern – ist selber durch halb Afrika gefahren und hat lange in SüdAfrika gelebt. Ich kann das nicht einordnen. Finde es nur seltsam, da Tongole schon noch ein ziemliches Touristenziel ist.

Chinteche:
Eindeutige Empfehlung: Sunga Moyo. Das ist wenige Kilometer von dem von Dir genannten Makuzi beach entfernt. Besitzer: sie Deutsche, er Südafrikaner.
Idyllisch schöne Natur, still, sauber und bisher sicher. Hier campen viele, die so wie Ihr privat mit dem Auto durch Afrika reisen. Das Restaurant bietet zwar in der Regel nur Frühstück. Gekocht wird nur, wenn Stella selber da ist (meist über den Jahreswechsel und in den großen Freien, je nachdem wer von den alten „Veteranen“ gerade da ist. Viele haben bei ihnen in Lilongwe ihr Auto untergestellt). Aber camper brauchen ja in der Regel kein Restaurant. Zum Zelten muss man nicht buchen. Da ist immer genug Platz. Wer Chalets mieten will, muss allerdings buchen.

Auf dem Wege von LLW nach Chinteche: falls Ihr da noch eine Nacht einbauen wollt (ist aber von der Strecke nicht nötig): Nkhotakota Pottery lodge (camping) oder sehr schön ist auch Ngala Beach Lodge (südafrikanische Besitzer). Dort dürfen camper auch den Pool mit benutzen. In der Regenzeit allerdings kann man da nicht in den See, da bedingt durch eine nahe Flußmündung dort Hippos und Crocs sind! Das dürfte im August/September aber nicht der Fall sein. Für ein paar Tage aber finde ich Sunga Moyo immer noch viel schöner!
Wer allerdings Bar-Night-Life will muß nach NkataBay gehen!!!

Nyika Plateau:
Da waren wir noch nie. Da kann Dir der Hupe Reiseführer mehr sagen als ich.

Von dort allerdings könntet Ihr nach Livingstonia ins bereits erwähnte LUKWE ECO Camp. Der zweite wunderschöne Ort in Malawi! Uriges Camp, sauber, gigantische Sicht runter auf den 800m tiefer gelegenen See. Busch-Toiletten mit Aussicht! 🤩
Ich würde 2 Nächte dort bleiben. Einen Tag kann man füllen mit ein bisschen Mission besichtigen bzw. auf den Kirchturm sich führen lassen, von dem man einen tolle Aussicht rundum hat. Dann zu den Manchewe Falls – mit 80 m die höchsten Wasserfälle Malawis. Das ist gut zum Beine vertreten. Aber die Wasserfälle haben uns etwas enttäuscht. Da sie in mehreren Kaskaden durch den dicht bewachsenen Wald fallen, sieht man immer nur recht wenig von ihnen. Man kann direkt unter ihnen sitzen in Höhlen, wo sich früher wohl Leute vor den Sklavenhändlern versteckt haben. Also, nicht gigantisch, aber nett. Laßt Euch bloß von den Führern, die dann plötzlich auftauchen, nicht zu große Summen abschwätzen! Es gibt ums Camp noch einige FußTrails. Gerne erklärt auch der Gärtner von LUKWE in seinem Eco Garden. Es ist einfach ein schöner Ort.
Wir sind immer von hinten durch die Berge hoch gefahren. Abzweig von der Hauptstraße in „Phwezi“nehmen (es sei denn, Ihr wollt die ganze Strecke ab Rumphi Rough Rd fahren). Runter dann die „Gorode-Road“ nach Chitimba am See. Die mit den 20 steilen Haarnadelkurven. Die kann man auch als AfrikaErfahrener getrost als „sehr schlecht“ bezeichnen. Also wirklich für die 15 km 1 h 15 min. einrechnen! Aber abstürzen tut man nicht (wie mich einige vorher kirre gemacht haben). In paar Kurven mußte ich unsere große Kiste (Toyota Landcruise79) rangieren, das ging aber immer ganz gut.

In Chitimba braucht Ihr dann eigentlich keine Übernachtung, wenn Ihr gerade vom Lukwe kommt.

Richtung Lilongwe und weiter nach South Luangwa/Zambia:
Vorschlag: Abstecher nach Vwaza Marsh. Unsere deutschen Nachbarn waren da neulich und sehr begeistert. Da kann man aber nur in dem einen Camp übernachten ( das steht glaub ich auch im Hupe), und dort auch nur in den kleinen (preiswerten) Hütten. Der Koch kocht einem wohl, was man selber mitbringt. Das aber MUSS man vorher buchen!

Ansonsten:
Ja, z.B. Luwawa Forest. Wir haben da mal in der vollen Regenzeit Platz im Dorm bekommen – das war unsere Rettung. Zelt aufbauen an jenem Abend wäre nix geworden!!!! Viele finden es dort sehr schön – ich mochte es nicht so. Waldig und alles roch so muffelig. Vielleicht aber lag das an der Regenzeit. Meinem Mann gefiel, dass es so etwas untypisch ist. Nicht klassisch touristy, so ein bisschen eigen und persönlich.
Kasito waren mal Freunde, sagten es ist nicht umwerfend, aber für ne Nacht auf Durchreise o.k.

Von LLW kann man in einem Tag zu South Luangwa kommen. Die Straße ist bis kurz vor dem Park geteert. Wir waren Ostern 2016 dort und an den Vic Falls. Wunderschöne Reise!!!!
Wir waren im Wildlife Safari Camp, das war sehr schön. Wir mussten nicht vor buchen, aber ich würde man anfragen. Die hatten sehr freundlich auf email geantwortet.

Zikomo Safari Camp habe ich jetzt nicht auf dem Schirm, wo das ist.

Cape Mc Lear:
Also ich weiß nicht, ob man sich das antun muß. V.a. weil Ihr alle doch schon durch Afrika gefahren seid, und schöne Orte, sicher auch an Ozeanen, kennt.
Dann wirklich lieber noch auf eine Insel – Likoma Island, oder die anderen kleinen da im Süden. „Blue Zebra Island Lodge“ bei Senga Bay scheint auch sehr schön zu sein. Domwe ist glaube ich die, wo man auch campen kann. Immer noch teuer, aber machbar, wenn man keine teuren Lodges will. Da hab ich aber keine persönlichen Erfahrungswerte, da das für uns als 6-köpfige Familie alles bisher zu teuer war.

Alternativ Vorschlag auf dem Rückweg von Zambia über LLW nach Zomba:
2 Nächte im KUTI Wildlife Reservat bei Salima (wenn man von LLW kommt direkt an der Straße geht es links ab, kurz vor Salima). Das ist so unser kleines Juwel, wenn wir gen Norden mal kürzere Fahrtage wollen. Es steht auch im Hupe drin. Nichts gigantisches, aber einfach anders, da es dort keine Elefanten und keine großen Katzen gibt, kann man den kleinen Park zu Fuß oder mit dort gemietete Fahrrädern erkunden. Neben Zebras, Nyalas und dem „üblichen Kleinkrams“ gibt es dort eine recht große Herde Säbelantilopen. Am kleinen See/Sumpf steht ein „sunset deck“, wo man in der schönen Abendstimmung die Tiere beobachten kann. Die Campingplätze sind sauber und schön, Duschen haben meist heißes Wasser.
Es wurde/wird gerade viel ausgebaut, Neues Restaurant, neue Hütten usw. Schön gemacht, aber meiner Meinung überzogen – ich weiß nicht, wo die Gäste herkommen sollen. Dafür bietet es einfach dann doch wiederum zu wenig…. Als Zwischenstop aber unbedingt zu empfehlen.

Liwonde:
Ja, der lohnt sich schon. Aber wir haben das mit nur 1 Übernachtung von Blantyre aus gemacht. Abends ins Safari Camp. Am Morgen in den Park und hoch zu Mvuu Lodge. Dann zurück und noch paar kleine Wege abgeklappert, das war aber nicht prickelnd. Viel mehr Wege gibt es da eh nicht. Es sei denn Ihr macht von Mvuu aus eine Bootstour.
Für das, was Malawi an Wildlife zu bieten hat, ist der Liwonde schön. Aber erwartet nicht zu viel. Malawi kann mit vielen anderen Ländern Afrikas was Wildlife betrifft nicht mithalten!!!!
Safari Camp und Bushman’s Baobab stehen fast nebeneinander. Wir haben uns beide angeschaut, uns gefällt Safari besser. Hatten als Familie ein ganzes Dorm für uns. Schöner Hochsitz, von wo aus man die Elefanten beobachten kann (wenn sie gerade dort sind….). Bekamen dort sogar unaufgefordert morgens Kaffee serviert – kostenlos! Sonst wird ja alles abkassiert….. Selbst für eine Thermaoskanne voll kochendes Wasser musste ich woanders schon bezahlen. Essen gibt es, wenn man möchte, dort auch im kleinen Restaurant.

Zomba:
Ja, Kuchawe ist bekannt und wohl schön (wobei von der Trout Farm nix mehr übrig ist). Allerdings waren wir da noch nie, da wir in Zomba immer bei Freunden sind und dann gemeinsam nur einen halben Tag aufs Plateau gehen. Dort kann man sich unterschiedlich lange mit Wandern austoben.

Mulanje:
DAS ist schon nochmal etwas Besonderes, was Malawi außer dem See zu bieten hat. Für Hiker sehr schön! Klingt aber so, als wollt Ihr nicht AUF den Berg. Dafür sollte man sonst schon 2 Nächte auf den Hütten einplanen. Aber es ist sehr steil, der Anstieg hoch, egal von wo aus. Mulanje Mountain Club bietet auch auf ihrer website hier gute Informationen. Dazu schreibe ich aber nicht mehr, da es nicht Euer Ziel zu sein scheint.
Kara O Mula: Hm…. Wir sind da mal durch spaziert, und wurden von allen blöd angeglotzt. Weiß nicht, ob das der Ort der Malawischen Elite ist, die keine Weißen sehen wollen, oder ob wir empfindlich waren – wir fühlten uns gar nicht willkommen. Man kann dort aber schön durch die Teeplantagen wandern.
Sonst, wenn man nicht AUF den Berg will, aber doch ein bisschen davon sehen: Likhubula Falls. Da kann man zumindest in preiswerten Zimmern unten am Berg schlafen. Ansonsten ist mir nicht recht klar, was ihr vom Mulanje wollt, wenn nicht besteigen. Aus meiner Sicht lohnt sich das dann kaum.
Dann lieber nur nach Satemwa Tea Estates bei Thyolo. Auch schön zum Wandern. Man kann im Huntington House ein schönes Mittagessen haben. Wäre ein Tagesausflug von Blantyre aus. Oder Ihr fahrt von Zomba zum Mulanje, und von dort über Satemwa nach Blantyre.

Majete:
Ja, der lohnts ich auch. Wir haben vor, am kommenden Montag mal wieder einen Tagesausflug dort hin zu machen.
Ngona Lodge ist wirklich sehr schön. Wir gehen dann am Spätnachmittag nach einer Parkrundfahrt meist dort hin. Kinder noch in den Pool, wir starren in die Stromschnellen, bei denen angeblich Livingstone erstmals sein Schiff auseinander nehmen musste und über Land tragen. Manchmal liegt da auch ein Croc rum („Ngona“ heißt Krokodil auf Chichewa). Essen echt leckere Wiener Schnitzel (die Besitzerin ist Österreicherin!). Die allerdings sind recht teuer, wie alles dort. Auch fürs campen verlangt sie mehr als die meisten Plätze in Malawi (üblich 10 Dollar adult, 5 Dollar under 12. Sie will 15 oder 20 Dollar pro jede Peron). Schön und liebevoll gestaltet ist der Ort aber allemal!
Alternative wäre campen am Parkeingang. Das ist alles neu gemacht und sieht sehr schön aus. Wir wollen diesmal gucken, ob die Kinder da noch in den Pool können, und wir evtl. nur einen Kaffee trinken. Ich kann mir ja mal den Campingplatz angucken und dann berichten!
Allerdings: im Majete gibt es 2 aggressive Elefantenkühe. Mein Mann hatte da mal mit den Kindern ein unschönes Erlebnis, als eine aus weiter Entfernung sofort voll auf sie zugerast kam. Er war völlig irritiert – wir waren schon viele Male viel, viel näher an Elefanten dran. Ein Kalb war auch nicht in der Nähe. Man hört immer wieder von solchen Dingern dort. Das Parkmanagment versucht, sie in den Griff zu bekommen, ohne sie erschießen zu müssen. Deshalb begleitet mich im Majete immer so ein bisschen ein ungutes Gefühl, zumal es auch ein sehr bewachsener Park ist, und man nicht weiß, was hinter dem Busch um die nächste Kurve ist….

Zu Deiner Route: klar kann man das immer noch so oder anders herum machen…. Da gebe ich jetzt erst mal meinen Senf nicht dazu, hab schon (zu?) viel gesagt.

Eine kleine Nebenbemerkung zu Malawi:
Malawi ist kein Wildlife Land. Es ist dicht bevölkert, und auf der Strecke zwischen Blantyre und Lilongwe (ca. 350 km) kann man eigentlich keinen Ort finden, wo man mal ungestört pinkeln könnte. 😵 🙄
Wer andere Nationalparks ins Kenya oder Tanzania oder auch im südlichen Afrika gesehen hat, wird hier enttäuscht. Das sollte man einfach wissen. Malawi bietet an Naturerlebnissen sicherlich den See, und den Mulanje. All das andere drum herum ist sicherlich „nett“, und damit würde ich es auch füllen, wenn man hier kommt. Wenn Ihr es mit dem South Luangwa ergänzt, ist das sicher eine gute Idee, denn der hat wirklich einiges zu bieten.

Auto mieten können wir leider nichts sagen, da wir ja unser eignes Auto haben.

So, jetzt verdau das erst mal, und dann melde ich mich eher auf weitere konkrete Fragen nochmal, falls erwünscht. Ich hoffe, es hilft auf jeden Fall ein bisschen!
Herzliche Grüße aus Blantyre,
Antje
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
546 Beiträge · seit 201816. Jan. 2018 · #16
Update zum Majete:
also wir waren gestern den Tag über dort. Es war mal wieder ein echt "ergiebiger" und wunderschöner Tag, obwohl es jetzt der Regenzeit NOCH bewachsener ist. Ich mag das dichte Gestrüpp immer noch nicht, aber durch den Shire Fluss hat der Park wirklich einiges zu bieten:
Allerlei Gazellen und AntilopenKrams - Nyalas, Implas ohne Ende (mit vielen Jungtieren), Wasserböcke, Kudus, diesmal auch 2 Eland. Und Warzenschweine, Warzenschweine, von Mini bis Riesen!
Die Löwen haben wir allerdings noch nie gesehen dort.
HIppos in rauhen Mengen im Fluss - und diesmal nicht nur im Fluss! In der größten Mittagshitze um ca. 1:30, wir fahren in einiger Entfernung vom Fluss weg auf der Strasse - da seh ich rechts was Graues durch die Büsche rennen. Für einen Elefant zu klein. Also denke ich, der Farbe nach am ehesten wieder Wasserbock? UNd kurz danach rennt ein Hippo vor uns über die Strasse!
Etwas später am Shire sage ich: "hier haben wir doch auch schon Krokodile gesehen, oder?" und suche das ufernahe Wasser ab - schon sehe ich eine "gezackte Schnur" schwimmen. Dann zeigen sich auch Maul und Augen!
Elefanten diesmal keine Herde, sondern nur 3 mal Einzelgänger.
Ein paar "verloren wirkende" Zebras, und wieder Warzenschweine, Nyalas, Impalas usw. Und die Hippos bieten, wenn man sich die Zeit nimmt, sie eine Weile zu beobachten, auch immer wieder eine kleine Show im Fluss!
Es war sehr schön - und wenn man schon nach Malawi kommt, lohnt sich dieser Park auf jeden Fall!

Zur Frage der Campsites: Ngona Lodge oder Parkeingang::
Ngona LOdge kennen wir ja schon und war uns diesmal auch fürs Essen zu teuer, also haben wir uns das neue Restaurant am Parkeingang angeschaut - und wegen Euch auch extra noch die campsite.
Fazit:
Schön gemacht. Beides - aber es sind getrennte Einrichtungen! Essen halb so teuer wie in der Ngona Lodge - aber auch halb so viel und nur halb so lecker. Außerdem (wie oft in Malawi) gibt es die Hälfte der Sachen auf der Speisekarte nicht: oh no, we have no chicken. Salad? No, sorry, no lettuce. Egg and Bacon Sandwich? No, we have no bacon.... And no, no sprite, only Coke....
Also, für uns halb so schlimm. WIr sind satt geworden und haben deutlich weniger ausgegeben als in der Ngona Lodge. Wir konnten auch noch in den Pool, bevor wir zurück nach Blantyre fuhren.
Campsite:
Schön und neu, gute facilities. Normale Preise (10 Dollar Adult, 5 Dollar under 12).
Das ist wirklich alles o.k.
Allerdings: Ngona Lodge ist schon um ein vielfaches schöner, und wenn man dort campt (was teurer ist) darf man auch den pool benutzen und sitzt nicht nur im dichten Busch, sondern hat schöne Aussicht auf die STromschnellen im Shire.
Wenn Ihr nicht sooo auf das Geld schauen msst - zu zweit und vielleicht nur für 2 Nächte, würde ich Ngona bevorzugen.
Aber es ist auch ganz nah am Parkeingang und ihr könnt EUch Ngona auf jeden Fall erst angucken, da es außerhalb vom Park ist (evtl. spart man sich dann einen PArkeintritt, weil man nicht IM Park übernachtet). 5 Fahrminuten vom Gate entfernt.
Ich hoffe, das hilft!
VIele Grüße, Antje
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
Themenstarter46 Beiträge · seit 201620. Jan. 2018 · #17
Liebe Antje,
erstmal vielen, vielen Dank für deine ausführlichen Tipps und Informationen. 🙂
Da brauche ich erstmal ein bischen Zeit, um das alles zu sortieren.
V.a. der Vorschlag den Norden am Schluss zu machen, finde ich sehr gut, denn auch wir genießen v.a. die unendliche Ruhe und Natur.

Werde mich sicherlich noch mal bei dir melden, wenn noch die ein oder andere Frage auftaucht.

Bzgl. Billharziose: klar muss da jeder selber das Risiko abschätzen und dementsprechend Vorsichtsmaßnahmen erwägen, doch ist es immer gut, auch mal die Meinungen/Erfahrungen von Leuten zu hören, die sich länger in diesen Gebieten aufhalten.
(s. dazu auch die unendlich vielen und langen Threads zum Thema Malaria, wo es genauso wenig die allein richtige Empfehlung/Regel gibt).
Somit auch hierfür ganz klar ein Danke für deine PERSÖNLICHE Meinung 😎 .

Viele Grüße
Agnes
1'335 Beiträge · seit 200620. Jan. 2018 · #18
Alles, was Antje geschrieben hat, unterstütze ich.

Wir waren im letzten August in Zambia und Malawi.

Wegen Bilharziose und Cape McLear:
Wir habe auch schon viel gesehen in Afrika, fanden es aber doch als eines unserer Highlights dort geschnorchelt zu haben.
Das ist für uns gaaanz toll gewesen.
Wir sind wegen des Rummels auch nur 2 Nächte dort geblieben. Das reicht, lohnt sich aus meiner Sicht schon ich empfehle das auch meiner Familie und Freunden.

Es gab wohl mehrere Untersuchungen zu Bilharziose im Süden des Malawi Sees. Wir waren sowohl im Norden als auch im Süden schwimmen (das wollten wir uns nicht nehmen lassen!) und habe uns vor der Tabeletteneinnahme (die ich in Lilongwe gekauft hatte) beim Arzt oder Reisemediziner testen lassen. Beide negativ, sowohl Blasen- als auch Darmbilharziose.
0
1'335 Beiträge · seit 200620. Jan. 2018 · #19
Zur Bilharziose:

Ich kann die Panik, die wir vor allem in Reisegruppen vor Ort erlebt haben, nicht nachvollziehen!

Alle fahren begeistert nach Afrika und habe keine Angst vor Malaria, die durchaus tödlich sein kann - auch für uns. Eine cerebrale Malaria ist gar kein Spaß!

Bilharziose ist eine Erkrankung, die nicht tödlich ist. Ja, sie ist jetzt auch nicht angenehm, ich gebe es zu.

Aber man sollte die beiden Krankheiten mal in Relation sehen.

Ich denke, dass wir schon so oft Malaria gehört haben und wir die Erfahrung haben, eine mögliche Infektion angewehrt zu haben. Wir haben also gelernt: Malaria tut uns nix.
Angst haben wir vor der unbekannten Gefahr: Bilharziose! Da haben wir keine Erfahrungen, wir wissen nicht, ob wir "drumrum" kommen.
Daher sei gesagt:
Wir sind nicht erkrankt!

Möge das ein wenig den Schrecken der Bilharziose nehmen und den Genuss mehren Malawi mit allen Sinnen und Elementen zu erleben!
0
1'335 Beiträge · seit 200620. Jan. 2018 · #20
Sorry, Post war nötig, weil Seitenumbruch meine letzte Nachricht verschluckt hat!
0
zuletzt bearbeitet 20. Jan. 2018