Sicherheitstipps Südafrika

28 Antworten · 8'179 Aufrufe · gestartet 25. Okt. 2017 von GinaChris
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Themenstarter4'984 Beiträge · seit 201631. Okt. 2017 · #2
Wichtig, bitte lesen!
Im 4x4-Forum berichtet ein Mitglied von einem Raubüberfall, welcher durch einen besonders fiesen Trick gelungen ist.
GsD nur materieller Verlust; der Überfallene blieb unverletzt.
Gruß Gina

Beware, I got robbed
Hi all,

I want to share my experience with you all. Maybe it will help that none of you got caught out as well. Last week I stopped across a butchery in one of Pretoria's suburbs to purchase biltong. I was in the shop no longer than three of four minutes. I walked back to my Ranger and as I unlocked the Ranger with the remote and opened the driver door a man stretched out his arm from behind me and pressed the button/switch on the inside of the driver door that unlocks the other doors. I turned around and asked him what he wants not realizing immediately that my Ranger is now completely unlocked. He started to argue with me about something that I cannot even remember. I pushed the guy away and told him to get lost although I used much stronger language. Because I did not want to turn my back on him I back peddled and got into my Ranger with my back first. Then it happened. A voice on the passenger seat told me to shut up, not look at him and to look at the dashboard. From the corner of my eye I could see my worst fear has come true. He pointed a gun at me. I kept quiet as told but a million escape plans ran through my head. Anyway, he proceeded to search the cubbyhole and found nothing of value. He then took all the small change in the little space between the two seats, about R 50 - R 100. Then he opened the box between the seats where there was R 9 000-00 and took all the money and then got out my Ranger without saying another word. I started the Ranger and drove off for about 50 yards and got out. Both guys were nowhere to be seen. They simply vanished. I don't even know the color of the clothes of the guy inside my Ranger. All of this probably happened in less than a minute.

What I want to warn everyone about is the following: When you approach your vehicle make sure no one follows you. I never saw the guy who walked behind me until I opened the door - when it was too late. The other guy was waiting on the other side of my Ranger. I also never saw him due to the aluminium canopy. Also make sure there is nobody on the other side of the vehicle, walk around it. Allow no one near your vehicle before getting in. It was clear to me that these guys knew what they were doing, probably caught out many other people as well. And it was also clear they knew the inside of a Ranger very, very well. They did their homework.

I was furious about the lost money but coming to think of it, the money could have saved my life because the guy could have had plans to hijack me and my Ranger but when he saw the money decided to take the money and run. It was sheer co-incidence that I had that much money in my Ranger. I will never know what could have happened, but it was scary. I got caught out with my pants down because I was not vigilant enough. Let it not happen to you.

Regards

Johann
http://www.4x4community.co.za/forum/showthread.php/286327-Beware-I-got-robbed
828 Beiträge · seit 201631. Okt. 2017 · #3
Mein Gefühl sagt mir, dass Überfälle und Diebstahl in RSA stark zunehmen, nicht nur bei Touristen. Es sind auch immer mehr Profis unterwegs, die gut organisiert sind und oft auch irgendwo ihre Spitzel haben.

Erhöhte Aufmerksamkeit ist sicher nicht falsch, immer das Umfeld im Auge behalten, aber oft geht es sehr schnell und man ist in einer kniffligen Situation. An Rotlichtern immer eine halbe Wagenlänge Abstand halten, gerade in Johannesburg, damit man ggf noch davonfahren kann.

Sonst bedingungslos kooperieren. Ein Menschenleben zählt nicht allzu viel und bei einigen Schwarzen in RSA ist der Hass auf Weisse sehr gross...

lg Maputo
zuletzt bearbeitet 31. Okt. 2017
Gast31. Okt. 2017 · #4
Maputo schrieb:Mein Gefühl sagt mir, dass Überfälle und Diebstahl in RSA stark zunehmen, nicht nur bei Touristen. Es sind auch immer mehr Profis unterwegs, die gut organisiert sind und oft auch irgendwo ihre Spitzel haben.
Könnte sein, dass sich einige Regionen von SA wieder dorthin entwickeln, wo sie vor 10 bis 15 Jahren waren.
Das und die enthaltenen links geben eine Situationsbeschreibung und Verhaltensempfehlungen.
http://www.wheels24.co.za/News/Guides_and_Lists/1-car-hijacked-every-32-minutes-in-sa-20170517
http://www.wheels24.co.za/News/Guides_and_Lists/hijacking-car-theft-in-sa-5-things-you-should-about-vehicle-crime-20170314
n. b. die hauptsächlich betroffenen Regionen.
....und um gleich die Alarmisten vorwegzunehmen: Überall wo ihr euch wohl gefühlt habt, war das im (in eurem) Hintergrund immer vorhanden, Ihr habt es nur nicht gewusst und wart nicht betroffen. Ein Bekannter hat mir früher immer den midrand crime report geschickt, alles da oben Thematisierte ist business as usual.
zuletzt bearbeitet 01. Nov. 2017
828 Beiträge · seit 201601. Nov. 2017 · #6
leser schrieb:
....und um gleich die Alarmisten vorwegzunehmen: Überall wo ihr euch wohl gefühlt habt, war das im (in eurem) Hintergrund immer vorhanden, Ihr habt es nur nicht gewusst und ward nicht betroffen. Ein Bekannter hat mir früher immer den midrand crime report geschickt, alles da oben Thematisierte ist business as usual.
Hallo Leser

Danke für die Links. Die Zahlen für Car Hijacking in RSA sind schon beängstigend, besonders in Jo'burg. Im Auto kann man sich noch relativ gut vom Acker machen, wenn man die Situation schnell erkennt.

Wie Du treffend schreibst, wird der normale Tourist von all dem nicht viel mitbekommen, was hinter den Kulissen so alles abgeht. Er war ja 2-3 mal schon dort, alles war positiv, die Leute immer freundlich, also kann es nicht so schlimm sein mit der Kriminalität...

lg Maputo
2'844 Beiträge · seit 201101. Nov. 2017 · #7
"Wie Du treffend schreibst, wird der normale Tourist von all dem nicht viel mitbekommen, was hinter den Kulissen so alles abgeht. Er war ja 2-3 mal schon dort, alles war positiv, die Leute immer freundlich, also kann es nicht so schlimm sein mit der Kriminalität..."

Moin,
da ich gerade dabei bin, mir eine Runde für KZN zu basteln, muss ich mir das doch einreden - sonst fahre ich nie wieder nach SA!
Dann darf ich aber auch nicht nach Barcelona, Las Vegas, jetzt NY .... also: was tun?
Finde das alles sehr erschreckend und ganz sicher macht es nicht nur mich nachdenklich!

Viele Grüße - und an die Wiederholungsfeiertaghabenden 🤨 einen schönen Tag,
Strelitzie
zuletzt bearbeitet 01. Nov. 2017
1'003 Beiträge · seit 200801. Nov. 2017 · #8
Hi,
also die Vergleiche sind da mE nicht angebracht. Man muss das schon in der Relation betrachten.

GP: 12,27 Mio Einwohner, 26.646 auto thefts
WC: 5,8 Mio Einwohner, 8378 auto thefts
NYC: 8,5 Mio Einwohner, 6369 auto thefts - auf die Schnelle habe ich jetzt die Hi-jacking Quote nicht rausbekommen, aber es ist davon auszugehen, dass die weit niedriger als 35% ist (GP)

(https://projects.newsday.com/databases/long-island/new-york-city-crime-rate/)

Insofern ist das in RSA schon beträchtlich wahrscheinlicher.

Gruss
Christian
zuletzt bearbeitet 01. Nov. 2017
2'844 Beiträge · seit 201101. Nov. 2017 · #9
Guten Morgen Fordfahrer,
für mich ist das kein Vergleich - es soll auch nicht relativierend sein!
Ich bin einfach extrem verunsichert - allerdings inzwischen around the world!
Und Wahrscheinlichkeitsrechnungen mag ich vor der Planung eines Urlaubs nicht aufstellen - dann muss ich nämlich umdenken.

Ich habe mich auch schon gefragt, ob der Boykott etwas bringen würde - ich glaube nicht!

VG Strelitzie
105 Beiträge · seit 201601. Nov. 2017 · #10
auf die Schnelle habe ich jetzt die Hi-jacking Quote nicht rausbekommen
900b21c90cfe433eb8fa3d4966b49d3b.jpg


Gruß
Pingo
1'003 Beiträge · seit 200801. Nov. 2017 · #11
Hi,
danke, aber für RSA stand die ja im Artikel. Ich meinte die in New York. Zumal in New York gehen die Zahlen stetig zurück und hier steigen sie.
Gruss
Christian

ME ist auch eins der Hauptproblem die Herumhängerei von sehr vielen Leuten an allen möglichen Plätzen - loitering ist mE eine gute Möglichkeit, Sachen auszuspionieren. Wie schon geschrieben, Das könnte man relativ einfach realisieren, indem man kritische Bereiche abriegelt und strikt kontrolliert. Ein super Beispiel sind für mich auch immer die afrikanischen Grenzen, wo ich als Normalo tonnenweise Gatepasses und Zeugs brauche aber gleichzeitig dutzende von Leuten rumhängen, die keine offiziellen Funktionen begleiten oder die Grenze queren wollen, also Betrüger, Diebe und ähnliches Gesindel ... . Aus mir nicht ersichtlichen Gründen wird das aber überall tolleriert.
828 Beiträge · seit 201601. Nov. 2017 · #12
Strelitzie schrieb:

Moin,
da ich gerade dabei bin, mir eine Runde für KZN zu basteln, muss ich mir das doch einreden - sonst fahre ich nie wieder nach SA!
Dann darf ich aber auch nicht nach Barcelona, Las Vegas, jetzt NY .... also: was tun?
Finde das alles sehr erschreckend und ganz sicher macht es nicht nur mich nachdenklich!

Viele Grüße - und an die Wiederholungsfeiertaghabenden 🤨 einen schönen Tag,
Strelitzie
Hallo Strelitzie

Panik ist fehl am Platz und man sollte sich nicht verrückt machen lassen.

Aber ich finde es schon gut, wenn Touristen wissen was sie erwarten könnte. Die Wahrscheinlichkeit, dass es gerade mich trifft ist immer noch sehr gering, aber eben doch einiges höher als an anderen Orten dieser Welt.

Ich hatte in meinen 25 Jahren in denen ich Afrika bereise noch nie grössere Probleme, ausser "Bagatellen" wie Diebstahl und Kreditkartenbetrug.

Wenn ich mit dem Auto durch Zürich, Paris oder Rom fahre mache ich mir nicht sonderlich Gedanken, dass ein paar Typen mit Waffen aussteigen und mir das Auto klauen wollen. In Johannesburg, Durban oder Kapstadt mache ich mir schon eher Sorgen und bin dementsprechend halt viel Vorsichtiger. That's it 🙂

lg Maputo
Gast01. Nov. 2017 · #13
Hallo,

Man sieht die ganzen Meldungen zur Kriminalität rund um den Flughäfen, zu Carjacking und mehr. Das fühlt sich dann zunehmend wie eine Reise in ein "Kriegsgebiet" und wenig nach Urlaub an. Dann versucht man irgendwie zu beurteilen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, das es einen trifft.

Die Zahl der durch Diebstahl und Hijacking insgesamt entwendeten Fahrzeuge in Südafrika ist wohl seit Jahren recht konstant. Das Verhältnis ändert sich aber. Diebstahl von Fahrzeugen nimmt kontinuierlich ab und Hijacking von Fahrzeugen nimmt seit 5 Jahren um ca. 12-15% pro Jahr zu und hat jetzt wieder die alten Höchststände von 2008/09 erreicht. Der Hintergrund ist wohl, dass moderne Autos ohne Schlüssel kaum noch wegzubewegen sind und einfacher Diebstahl (Zündschloß kurzschließen - wie im Fernsehen gern gezeigt) immer weniger funktioniert. Will man ein modernes Auto erbeuten, muss man es dem Fahrer am besten samt Schlüssel abnehmen.

Wenn man ganz schnell ein paar Zahlen zusammen sucht: Südafrika hat wohl ca. 12 Mio. Fahrzeuge im Bestand. 16.717 wurden im letzten Statistikjahr per Car-Hijacking erbeutet. Nun sind unter den 12 Mio. Fahrzeugen viele alte Autos, die sicher niemand per Car-Hijacking klauen will. Ca. 550.000 bis 600.000 Autos werden in Südafrika jedes Jahr verkauft. 1,7 Mio. Autos dürften deshalb max. 3 Jahre alt sein und auf diese dürften die Car-Hijacking-Fälle primär entfallen. Die Wahrscheinlichkeit läge dann grob bei 1:100 pro Jahr. Als Tourist wird man in der Regel mit einem max. 3 Jahre alten Mietwagen unterwegs sein und in diese Gruppe fallen. Nun sind die Statistiken auf das Jahr gerechnet. Wenn man im Schnitt 2,5 Wochen unterwegs ist, ergäbe sich bei dieser Berechnung ganz grob eine Wahrscheinlichkeit von 1:2000, das man als Tourist Opfer von Car-Hijacking wird. Das ist natürlich wirklich nur eine grobe Annäherung, denn in der Praxis spielen noch viel mehr Parameter eine Rolle, die hier alle nicht berücksichtigt sind.

Beste Grüße

Guido
Gast01. Nov. 2017 · #14
Hi, jetzt zitiere ich mich selber 😗
leser schrieb:Überall wo ihr euch wohl gefühlt habt, war das im (in eurem) Hintergrund immer vorhanden, Ihr habt es nur nicht gewusst.... alles da oben Thematisierte ist business as usual.
…und nochmals, es hat sich (noch) nichts Gravierendes verändert, es war immer da, aber Touristen sind damit selten konfrontiert, weil sie sich nur kurzzeitig und selten in Risikosituationen aufhalten. Aber es ist wichtig zu wissen, dass es das gibt, daher die Info zu Vorfällen, und wie man sich verhalten sollte, (GinaChris, Maputo….). Was man von den Verhaltensregeln im Ernstfall umsetzen kann, ist eine andere Geschichte, weil man das jahrelange „Training“ der Südafrikaner im Trockenkurs einfach nicht so schnell erlernen kann.
Ein car/hijacking- Vorfall an Touristen wird in Medien und Foren blitzartig weltweit publik gemacht. Gemessen an der Häufigkeit dieser Vorfälle (siehe verlinkte Statistiken) sind die Vorfälle an Touristen mE. eine verschwindende Größe. Ich habe mich auch oft gefragt, ob nicht das heute übliche Tracking über die black box dabei eine positive Schutzfunktion erfüllt, das müssten aber die Spezialisten beantworten. Die Kriminellen sind oft hochprofessionell organisiert und durchaus in der Lage Mietautos (mit erhöhtem Verfolgungsrisiko) zu erkennen. Meistens sind die Verbrecher ja hinter dem Auto her, das andere Raubgut ist nur Draufgabe.

Die Südafrikaner mit denen ich über die Jahre Kontakt gehalten habe, sagen mir immer, dass es vor 10 bis 20 Jahren schlimmer war*) (ob das so bleibt, wird sich zeigen). Sie gehen aber auch sehr unterschiedlich mit diesen Lebensumständen um. Die Einen kriegen einen Herzinfarkt wenn ich zum Begleichen der Rechnung Geldscheine aus der Hosentasche ziehe, würden nie Geld ziehen wo ich das mache, fahren NIE nach Einbruch der Dunkelheit, gehen im öffentlichen Raum NIE zu Fuß, außer in großen Malls, mit überdachtem Parkplatz und vielen Wachleuten. Andere gehen in das kleine shopping centre in ihrem Viertel, zu Fuß ins Pub und spät nachts nach Hause….aber Allen ist gemeinsam, dass sie selber, oder Familienangehörige oder Freunde schon überfallen wurden oder nahe dran waren.
Und vor Allem: DAS Südafrika gibt es nicht, genauso wenig wie andere DASs. Es gibt das oben beschriebene SA in Ballungsräumen und es gibt ländliche Gebiete mit Häusern ohne Mauern und Stacheldraht, sogar ohne Fenstergitter, mit den Gartenmöbeln auf der offenen stoep etc…..
Also, entspannt euch und genießt die Reise.
*) PS: Vor 9 Jahren war ich 4 Wochen an der Namaqualandküste und -hinterland und habe in einfachen B&Bs abseits des internationalen Tourismus übernachtet. Praktische alle Wirtsleute waren, unabhängig vom Alter, "Kriminalitätsflüchtlinge" aus dem Großraum Pretoria/Johannesburg.
zuletzt bearbeitet 01. Nov. 2017
403 Beiträge · seit 200601. Nov. 2017 · #15
Situationen wie sie Leser beschreibt, haben wir auch so in Graff-Reinert 2003 erlebt. Wir waren für paar Tage bei Freunden. Auch sie versuchten uns händeringend davon abzuhalten, dass wir abends zu fuss zum Essen gehen wollten. Obwohl sie auch nicht ums Haus eingemauert waren, hatten sie kein Verständnis für unser Vorhaben.
Als wir später in Durban unterwegs waren, lief uns ein älterer Mann nach & machte uns aufmerksam, dass wir die Uhr nicht am Handgelenk tragen sollten.

In Südafrika prallen nach wie vor Welten aufeinander. Zwar herrschen seit dem Ende der Apartheid Demokratie & gesetzliche Gleichheit. Von wirtschaftlicher Ausgewogenheit & sozialer Gerechtigkeit kann jedoch noch lange keine Rede sein
Auch fast 20 Jahre nach dem Ende der Apartheid bleibt das Land gespalten. Statt der Hautfarbe trennt die extrem ungleiche Einkommensverteilung das Land.
Trotz der beachtlichen Entwicklungen in den vergangenen Jahren bestehen weiterhin grosse soziale Unterschiede. Für einen grossen Teil der Bevölkerung verbessern sich die Lebensumstände nur langsam & die Arbeitslosigkeit ist hoch. Dies sind unter anderem Ursachen für die hohe Kriminalitätsrate, lokal begrenzte Streiks mit teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen sorgen für örtliche soziale Unruhen.
Gewaltkriminalität ist verbreitet & in den grossen Städten besonders hoch (Johannesburg, Kapstadt, Durban & Pretoria). Die Kriminellen sind häufig bewaffnet, gut organisiert & gehen oft brutal vor: Raubüberfälle, Diebstahl von Autos unter Androhung oder Anwendung von Gewalt.
Trotzdem denke ich durch gute Vorbereitung & vernünftiges, Risiko minimierendes Verhalten lässt sich die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat in Südafrika zu werden, deutlich reduzieren. Doch sollte man die Gefahrenlage nicht unterschätzen.

Wir waren schon des Öfteren & längere Zeiten im südlichen Teil Afrika unterwegs, hatten nie nennenswerte Probleme, ausser in Nata ein Überfall.

All das ändert nichts an meiner positiven Einstellung diesem Land gegenüber.

Gruss Margrit
16,9k Beiträge · seit 201202. Nov. 2017 · #16
Ticktack schrieb:Es sind hunderte von Famern gegen die Farmermorde auf die Straße gegangen.
Währenddessen gab es 3 neue Farmer Killings....

https://www.timeslive.co.za/news/south-africa/2017-10-31-black-monday--in-the-killing-fields/
Darüber gibt es heute in der AZ auch einen langen Artikel:

Bewaffnet zur Kirche: Die Freiheit auf dem Land ist vorbei

Seit Monaten schlief Bokkie Potgieter nur noch mit dem Gewehr im Anschlag. Wenn die Sonne am frühen Abend hinter seinen Gemüsebeeten nahe des Ortes Vryheid in der südafrikanischen Provinz KwaZulu Natal versank, bereitete sich der 70-Jährige auf die einsame Nachtwache vor. Wie so viele andere Farmer in der Kap-Republik verschanzte sich Potgieter bei Einbruch der Dämmerung im Farmhaus, um erst am Morgen wieder herauszukommen....

...Geholfen hat ihm seine Vorsicht dennoch nicht: Ausgerechnet am „schwarzen Montag“, dem Tag, an dem zu Wochenbeginn tausende Südafrikaner landesweit zusammenkamen, um gegen die vielen Morde auf den Farmen des Landes zu protestieren und der Ermordeten zu gedenken, wurde Potgieter von einem Mann getötet, der den Pritschenwagen des Farmers stehlen wollte. Der Killer selbst wurde wenig später von Arbeitern auf einer Nachbarfarm erschlagen, nachdem er zuvor auf der Flucht mit dem gestohlenen Auto verunglückt war.

Auslöser der Proteste am Montag war jedoch der Mord an dem 47-jährigen Winzer Joubert Conradie, der vergangene Woche auf seiner Farm nahe des Weinortes Stellenbosch erschossen worden war. Dies hatte wiederum den Farmer Chris Loubser zu einer flammenden Protestaktion auf Facebook animiert. „Ich war über das Ausmaß der Reaktion auf meinen Aufruf total überrascht, aber natürlich auch erfreut“, sagte Loubser. Zumal die Farmmorde seit 25 Jahren unvermindert anhalten - und die Regierung hartnäckig schweigt. ...


LG
Logi
828 Beiträge · seit 201602. Nov. 2017 · #17
Das ist ein anderes tristes Kapitel. Als Farmer in RSA gehört man zu einer Hochrisiko Gruppe.

Pro Jahr werden momentan etwa 50-60 Farmer oder auch deren Kinder und Frauen ermordet. Wer Lust und starke Nerven hat kann einmal in Google etwas suchen und sich Bilder anschauen. Zum Teil sind es bestialische Morde.

Früher waren es jeweils um die 140 Farmer die ermordet wurden.

Lg Maputo
Themenstarter4'984 Beiträge · seit 201602. Nov. 2017 · #18
Für mehr Sicherheit ist seit kurzer Zeit ein "Rapid Response App" in Südafrika verfügbar.
Für Touristen mit 30 Tagen Gültigkeit um U$ 20 in Android und Apple stores erhältlich.
Bringt rasche Hilfe bei Überfällen und auch medizinischen Notfällen.
Quelle: http://www.tourismupdate.co.za/article/127036/6388/Emergency-app-to-protect-SA-tourists-from-crime
youtube Video dazu: https://www.youtube.com/watch?v=g2SAH6iwuvY
Gruß Gina
352 Beiträge · seit 201602. Nov. 2017 · #19
Sieht in der Werbung ja schön aus, aber wenn man weiss wie das dort eigentlich läuft......
Gast02. Nov. 2017 · #20
Hallo,
GinaChris schrieb:Für mehr Sicherheit ist seit kurzer Zeit ein "Rapid Response App" in Südafrika verfügbar.
Eigentlich möchte man ja als Tourist gar nicht überfallen werden. Wenn mit der App nach dem Überfall schnell eine bewaffnete Eskorte kommt, ist das nur semi-hilfreich. Da mich alles Technische interessiert, habe ich sie aber mal schnell installiert. Keine Ahnung, warum so eine App fast 60 MB groß sein muss und sie läuft auf meinem Smartphone (Android 7.1.2) schlicht nicht. Sehe ca. 10 Sekunden einen Startscreen und dann ein paar bunte umherwabernde Flächen. Ich kann da nichts machen: Kein Menü. Außer einem Share-Button null Buttons, null Funktion. Ich weiß nicht, ob der App Rechte fehlen (nutze LineageOS) oder sie grundsätzlich nur funktioniert, wenn man in Südafrika ist, aber dann sollte es mindestens eine Fehlermeldung geben. Gibt es aber nicht.

Scheint völliger Schrott zu sein. Der Inhaber "Dean Cherry" schreibt auf TourismUpdate in einem Kommentar: "The app also has a NFC (Near Field Commynicator Function) that can be activated when alerted by the smartphone user, which will enable the control room to track the vehicle real time, while despatching tactical response units to intercept the vehicle that has sent out the alert. ". So wie er das beschreibt, ist es purer Buzzword-Nonsens. NFC ist ein auf RFID basierender Funk mit 10-20cm Reichweite (Deswegen der Name Near Field Communication). Wie man mit einem Funk mit 10-20cm Reichweite ein Fahrzeug trackt, ist das technologische Geheimnis von "911 Rapid Response".

Beste Grüße

Guido

Nachtrag: Mit einer 3 Jahren alten App-Beschreibung für die "neue" App, erklärt sich die integrierte NFC-Funktion. Wenn man in seiner Wohnung oder seinem Auto RFID-Tags hinklebt, dann kann man im Notfall das Smartphone daran halten und es wird durch den RFID-Tag in der App ein Alarm ausgelöst. Das emuliert also einen Panikbutton. Das Tracking erfolgt dann über die gängigen Technologien: GPS/WLAN/Mobilfunknetz
https://barcode.com/201408203412/award-winning-emergency-alert-app-rapid-response-launched-with-pamoja-cloud-service.html
zuletzt bearbeitet 02. Nov. 2017