Plowing through Deep SandEin neuer Tag bricht an – wir erleben ihn bei herrlichem Morgenrot mitten im Busch. Kann es etwas Schöneres geben?
Und es ist mein großer Tag 🤩! Es ist nämlich Tiefsand- und somit Mädelstag! Zumindest was ein Fahrzeug betrifft.
Ab heute beschließen wir nämlich, dass sich die beiden Touriautos in Jungs und Mädels aufteilen. Da die beiden anderen Mädels heute kein Autofahren möchten –habe ich gerne das Vergnügen 🙂!
Wir Mädels bekommen den komfortableren Ranger zugesprochen. Die Männer möchten gerne beweisen, dass sie die Herausforderung auch mit dem Schalter hinbekommen 😛.
Wir verabschieden uns von dem französischen Paar – unsere Wege werden sich heute trennen – was wir heute noch nicht wissen: wir werden sie nochmals wiedersehen, da auch sie von Unregelmäßigkeiten nicht verschont bleiben. Dazu aber in einem viel späteren Kapitelchen.
Es geht erst nochmal kurz zum Khwai runter um nach dem Löwen schauen, den wir in dieser Nacht mehrmals gehört haben. Außer Spuren ist von ihm ist allerdings nichts zu sehen.
Zunächst begrüßen uns Waterbucks und Hippos zur frühen Morgenstund.
Ein hübscher “Rollercoaster” darf natürlich auch nicht fehlen.
Ich tippe auf Tawny Eagle 😕 ?? – Fotos leider sehr suboptimal - mich interessiert aber die Bestimmung 😘
Zur Abwechslung mal was “Gehörntes” 😎.
Kurz vor dem Mababe-Gate machen wir eine kurze Rast für ein zweites Frühstück und eine Pipipause.
Dann geht es in den Park, wo wir bald von einem einsamen Schakal begrüßt werden.
Vermutlich wieder ein Bateleur im Flug.
Diese Schönheiten könnten möglicherweise Booted Eagle sein 😕 😊?!
Danke Bele 😘 Es sind wohl "Moulting" 😣 Tawny Eagle 😛
Und nochmal die Antilope mit mehreren Namen Leierantilope / Halbmondantilope / Tsessebe / Topi 😉
Unser Weg führt uns durch weite offene Marschlandschaft
Giraffen sind immer gerne gesehen 🙂
Foto: GeraldFoto: GeraldKori Bustard
Foto: GeraldEin wenig blauer Himmel mit vielen dekorativen Wölkchen 🤪
Und wieder Löwenspuren - Für die Hessen unter der werten Leserschaft - so langsam werden die Männer ungeduldig und fragen gefühlt jede Stunde
“Ei wo iss dann der Leew?” Übersetzung für Nichthessen:
„Wo ist denn nur der Löwe?“Foto: GeraldHier in der Gegend sichten wir Mädels eine Schlange, die sich über die Straße schlängelt – sonst hätten wir sie nie entdeckt – aber so einen schlängelnden Stock auf der Pad übersieht man dann doch weniger 😛
Und schwupps ist sie wieder verschwunden....
Dank maddys Bestimmungshilfe wissen wir nun auch, dass es sich um eine Olive Whip bzw. Olive Grass Snake handelt.
Wir beobachten sie aus sicherer Entfernung bei geschlossenem Autofenster. Mein weiß ja nie, ob man es vielleicht mit einer giftspuckenden Spezies zu tun hat 😗.
Diese Giraffe im dichten Buschwerk frisst gerade ziemlich press an der Straße, als wir auf ihrer Höhe anrollen 🤩. Wir erschrecken uns mindestens genau wie sie – sie macht einen mächtigen Satz in den Busch 🤩.
Die Marsh Road durch die Mababe Depression zieht sich ziemlich endlos ohne nennenswerte Sichtungen 🙁.
Ein schöner Lichtblick mal wieder ein “Rollercoaster” 🙂
Nun biegen wir von der eigentlichen Strecke etwas ab, um unseren Picknickplatz in der Marabou Pan für unser Lunch anzusteuern.
Adrian war im Mai dieses Jahrs exakt an dieser Stelle und es waren unglaublich viele Tiere hier. Denn hier gibt es ein Wasserloch – und zwar das einzige für etliche Kilometer – aber heute leider totale Fehlanzeige 🤨.
Außer ein paar Elis treibt sich hier mal gar nix rum. Und die Männer jaulen wieder:
“Ei wo iss dann der Leew?Nach einem ausgiebigen Lunch treffen wir wenigstens noch ein bisschen Federvieh.
Ostrich an Eli
Northern Black Korhaan
Foto: GeraldEs geht vorbei an einem stattlichen Baobab – ich mag diese Bäume sehr 😘
Foto: GeraldRed-crested Korhaan
Foto: GeraldKori Bustard – diese Spezies scheint hier überproportional häufig vertreten zu sein 🤪
Foto: GeraldGrey Go-away-bird
Nochmal Kori Bustard
Wir erreichen das Gebiet von Savute und passieren Leopard und Sable Hill.
Einige von Euch haben im Vorfeld ja gefragt, warum wir im legendären Savute nicht campieren. Hier mal die Erklärung – aus Sicht von Adrian:
Von 1853 bis 1957, also über hundert Jahre lang, war der Savute-Fluss gänzlich ausgetrocknet. Auf wunderliche Weise füllte sich der Kanal dann im Jahre 1957 wieder. Von 1982 bis 2009 ist auf Grund von plattentektonischen Verschiebungen der Kanal erneut komplett ausgetrocknet. Daraufhin legte man ein Bohrloch an und baute Brunnen - auch für die Tiere entlang des Flusses und der Savuti-Marsch. Auch im Jahre 2008 ist wohl kurzzeitig wieder mal Wasser geflossen. Es ist aber nach wie vor ein Rätsel wann und warum der Fluss Wasser führt oder nicht – vieles scheint unterirdisch zu verlaufen. Aktuell gibt es wohl alle Hände voll zu tun, die wasserspendenden Bohrlöcher und Brunnen in Gang zu halten – einige von den Wasserquellen, die einst die Tiere angezogen haben, sind derzeit wohl nicht intakt.Adrian hat die Gegend bei seinen letzten Besuchen als wenig „ergiebig“ erlebt und daher auch keine Übernachtung für uns eingeplant.
Wir fahren nun über die Brücke des ausgetrockneten Savute und biegen kurze Zeit später links auf die nun 40 KM folgende Tiefsandstrecke ab. Auf dem Weg können wir die ziemlich trostlos aussehenden, wohl aber sehr teuren Stelzenlodges am trockenen Flussufer und die ebenso wenig einladend wirkende Campsite sehen. Um die einstige Legende Savute weiter lebendig zu halten, sind wohl größere Kraftanstrengungen nötig und sind für die dort ansässigen Lodges wohl aber überlebensnotwendig.
Ich bin gespannt, ob Ihr hierzu andere Meinungen/Erfahrungen habt 😕?
So und ab hier fräsen wir uns nun 40 KM im „High Range“ vorwärts.
Es muss sehr vorausschauend gefahren werden, denn es herrscht auf der einspurigen Fahrspur für PKW auch ab und an mal Gegenverkehr. Die von unserer Fahrtrichtung gesehen rechte Spur ist eine LKW-Spur und da sollte man tunlichst nicht hineingeraten!
Wenn dann mal Gegenverkehr kommt heißt es rechtzeitig eine geeignete Stelle auf der Böschung links oder rechts zu finden und hochzufahren. Es gilt hier die Regel, dass das besser motorisierte Fahrzeug Platz macht – ich entscheide aber oft schon sehr frühzeitig selbst Platz zu machen – egal was für einen Motor das entgegenkommende Fahrzeug hat – das sieht man sowie nicht unbedingt auf die Entfernung 🙄.
Wir Mädels haben auf jeden Fall auf dieser Fahrt sehr viel Spaß 😎!
Foto: FraukeAnbei mal der wilde Zusammenschnitt von ein paar – leider nicht wirklich guten – Handyvideos und die Frontscheibe hätten wir auch mal putzen können 😄 😣
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Am Wetterkarma muss übrigens immer noch gearbeitet werden 😈 😈.
Fest steht, dass wir Mädels sehr zügig vorankommen und häufiger mal länger auf den Rest warten müssen. Das Mädelsauto - heute „Safari 1“ also die „Tete“ – in der Mitte die Jungs mit dem Schalter „Safari 2“ und Adrian und Rentia halten hinten die Position, falls es vorne zu Problemen kommen sollte.
Und die gibt es in der Tat 🤢!
Während der Wartephasen bestaunen wir den doch recht tierlosen Busch oder nutzten diese für ungestörte Pipipausen 😛.
An einer ziemlich engen Stelle begegnet uns ein Ehepaar in einem ziemlich alten offenen Landcruiser. Wir plaudern nett und erfahren, dass die beiden in der Gegend leben und gerade Einkäufe erledigen – was für ein Traum – oder doch Albtraum 😐?! Sie wollen noch abwarten, bis der Rest unseres Konvois passiert, da es hier auf diesem Abschnitt kaum Ausweichmöglichkeiten gibt. Auf jeden Fall war es ein netter Plausch – ich glaube in der Einsamkeit ist man froh für jeden zwischenmenschlichen Kontakt 😗
Es dauert wirklich seeehr lange, bis wir endlich die Lichter von Safari 2 sehen. Und die Männer schimpfen wie die Rohrspatzen 😣. Über Funk war doch alles ruhig?!
Ihr erinnert Euch – wir haben den Wagen vorgestern bei der Überraschungsübergabe im Camp nicht genau gecheckt – besser gesagt, war das in der Dämmerung nur bedingt möglich 😗.
Nun stellt sich heraus, dass auf diesem Fahrzeug 4!
In Worten: Vier! unterschiedliche Räder montiert sind 🤢. 3 davon Slicks und der linke Pneu komplett neu (nämlich das ehemalige Ersatzrad) 🤢.
Dadurch haben die Jungs natürlich massiv Probleme im Tiefsand, da der Wagen ständig aus der Spur läuft und dazu auch noch NULL Grip hat. Sprich, sie sind einmal steckengeblieben 😣. Und nicht nur das – sie mussten auch noch den Luftfilter ausklopfen, der völlig verdreckt war 😮! Und wir haben davon nix mitbekommen 😐.
Und da wären wir bei
Unregelmäßigkeit Nr. 5!
Mr. Avis wird von Adrian noch richtig einen auf den Deckel bekommen und eines steht in diesem Moment fest, diese war für Adrian die erste und letzte Buchung über Avis. Für uns übrigens ganz sicher auch 😠! Aber was hätten wir für eine Wahl gehabt 😐? Mitten im Busch die Übernahme des Wagens verweigern 🙄?
Alles Lamentieren hilft aber nix – wir haben noch ein gutes Stück Weg vor uns und der Wagen läuft ja trotzdem irgendwie.
Dieser Streckenabschnitt fordert selbst für multitaskingfähige Menschen vollste Aufmerksamkeit!
Und hier haben wir es schon fast geschafft – was für eine schöne Aussicht nach Stunden im dicksten Mopane-Busch 🙂 .
Bald erste Hinweise auf unser heutiges Ziel.
Im Camp angekommen erledigt Adrian noch kurz die Anmeldeformalitäten im Office. Hier herrscht reges Treiben – es scheinen aktuell feste Unterkünfte gebaut zu werden.
Wir fahren noch ein ganzes Stückchen weiter und richten uns auf Campsite Nr. 1 gemütlich ein. Diese Campsite ist extrem schwierig zu bekommen und muss rechtzeitig vorgebucht werden. Insgesamt gibt es glaube ich nur 3 Campsites. UND es gibt diesmal keine „Doppelbuchung“ 😛.
Ein klitzekleiner Wehrmutstropfen: Es gibt nur kaltes Wasser 😣 😣 – und das auch nicht immer und wenn dann nur spärlich 🙄. Das ist wohl auch seit Mai schon so 😮. Also installieren wir direkt wieder die liebgewordene „Busch-Dusch“ – man muss sich halt nur zu helfen wissen bzw. das richtige Equipment dabeihaben 😉.
Ach und von noch eine kleinen Unregelmäßigkeit ist zu berichten. Wir entdecken in dem ausgetauschten Camper mit den vier unterschiedlichen Rädern leider noch einen Defekt. Der Kühlschrank funktioniert nicht mehr 😣 – irgendwie ist der Saft weg und die Batterie blinkt verdächtig – also alles umladen 🤢. Glücklicherweise haben wir noch ein paar alternative Kühlmöglichkeiten. Für Alleinreisende wäre das der Supergau – also sind wir bei
Unregelmäßigkeit Nr. 6 angelangt! Falls Ihr eine Reservierung bei Avis habt – hier ein gutgemeinter Rat: Doublecheck!!
Aber wir lassen uns ja so schnell nicht aus der Fassung bringen 😛
Ist das nicht herrlich? Direkt am Fluss Linyanti mit Blick auf einen Hippopool und gegenüber der Caprivi/Namibia!
Kleine Korrektur: Im Unterlauf wird der Fluss zunächst Kwando/Cuando, dann Linyanti und zuletzt Chobe genannt – hat also drei Namen.
Hier erläutert uns Adrian nochmal den Lauf des Savute-Flusses früher und heute.
Foto: FraukeUnsere Nachbarn auf Campsite Nr. 2 sind heute nicht sehr gesprächig – aber das wird sich morgen ändern. Gell CHU 😁
Wir bekommen aber noch Besuch. Dieser kleine schwanzlose Crested Barbet hat in den nächsten Tagen eine Dauerkarte bei uns. Wie er wohl sein Schwänzchen verloren hat 😮?
Foto: GeraldEin schöneres Plätzchen für einen Sundowner kann man sich kaum vorstellen 🙂
Vor uns die untergehende Sonne inklusive Froschkonzert und schmatzenden Hippos.
Zum Abendessen zaubert Rentia heute extremst leckere Boerewors mit Maccaroni and cheese. Der Nachtisch ist mir leider entfallen – ich glaube es war Melone.
Als Betthupferl besuchen uns noch 2 Elefanten – ein lebendiger Roadblock für unsere Männer – denen die beiden den Weg von den Ablutions zurück zum Camp versperren 😄.
Wie fast jeden Abend fallen wir alsbald müde in unsere Zeltbetten und träumen von Löwen, Leoparden und Hyänen.
Und zum Abschluss wie immer unsere gefahrene Route:
https://www.komoot.de/tour/21079611/embedMorgen wird ein mega-gechillter Tag! Wir bewegen uns keinen Meter vom Fleck und schauen mal wer uns so besuchen wird 😎