Was mach ich hier? 🤩 Ich schreibe, irgendwas... Warum? Langeweile wohl... Ich muss nämlich noch warten bis zur nächsten Afrika- Reise, über ein halbes Jahr. Dafür bin ich mit meiner Frau dann 3 Monate im südl. Afrika. 😛 3 Monate waren ihre Idee. Ach was bin ich stolz auf sie. 😘 Und da dacht ich mir, ich vertreib mir die Zeit bis dahin mit `nem Thread im Forum. Nicht böse sein. Wen es nicht interessiert, schnell wieder weg klicken. Ist ganz einfach und tut nicht weh. 😗
Was will ich hier schreiben? Meine Gedanken, im Vorfeld eventuell auftretende Probleme und Fragen. Wenn wir dann endlich unterwegs sind kleine Momentaufnahmen und Tipps. Und ein wenig Blödsinn darf natürlich auch nicht fehlen. Damit werd ich auch gleich beginnen. 😉 Es wird also kein "normaler" Reisebericht.
Mein Afrika für Zwischendurch
Manchmal kommt es mir vor als leben einige User hier nur für ihren Urlaub in Afrika und der Rest des Jahres (Arbeit, unser Wetter, Auto fahren in Deutschland u.s.w.) ist ihnen ein Graus. Dabei lebt man doch die meiste Zeit des Jahres hier. Unser Rezept dagegen: Wir haben uns zu Haus eine Art "Afrika für zwischendurch" geschaffen.
Die Eingangspforte in unsere Welt.
Über allem weht Sie.
Für unseren Enkel gibt es ein Spielhaus, farblich angelehnt an die Badehäuschen am Kap.
Unser Häuschen dagegen ziert eine Giraffe.
In unserem Zaun am Ende des Grundstücks ist sogar ein Baobab integriert.
Dort ist aber auch erkennbar, das ich früher einmal Nordamerikafan war.
Unser Lieblingsplatz, hier lässt es sich prima träumen.
Man kann am Feuer entspannen,
auch wenn es leider sehr spät dunkel wird.
Für`s Birding hab ich eine Wohlfühloase geschaffen.
Und die wird auch genutzt.
Sind mal keine Vögel da, beruhigt das Beobachten von Fischen ungemein.
Selbst gefährliche Fleischfresser hab ich schon gesichtet.
Erstmals versuchen wir uns jetzt im Weinanbau. Ob er mit Kapwein zu vergleichen ist, werden wir in ein zwei Monaten sehen.
Auch andere Blümchen gibt es zu bestaunen.
Tja, und so wird uns die Zeit bis zum nächsten Urlaub nicht lang.
LG Silvio
Teil 218. Aug. 2017
6 Monate, eine Woche und 4 Tage
Hallo in die Runde, was ist der Plan für diese Reise? Tja, es ist ein sehr begrenzter... 😗 Wer meine bisherigen Berichte gelesen hat der weiß, dass ich für das südafrikanische Örtchen Graskop schwärme. Auf vielen Reisen bauten wir es in unsere Route ein. Schon lange träum ich davon dort einmal mehr als die üblichen 3 Nächte zu verbringen. Und so werden wir diesmal vom 1. März bis zum 3.April dort verweilen. Wir haben für diesen Zeitraum ein Häuschen ohne TV und ohne Internet(dafür aber mit 3 Schlafzimmer 🤩 ) gemietet.
Warum? Wir hoffen dadurch etwas mehr den afrikanischen Alltag mitzubekommen, Leute kennen zu lernen, nette Gespräche und das alles ohne "Touri-Zeitdruck". Mir gefällt es, wie zum Beispiel Fomi BikeAfrica die Welt entdeckt. Aber ich muss gestehen, dass ich erstens zu bequem und zweitens zu ängstlich für so was bin. Außerdem bin ich auch keiner, der sofort mit Fremden ins Gespräch kommt. 😊 Durch den Aufenthalt von einem Monat ergeben sich vielleicht trotzdem neue Chancen, auch wenn sich meine Hoffnung darauf in Grenzen hält....
Danach haben wir bis zum 28. Mai einen 4x4Camper gebucht. Route? Wird vorher nicht gemacht. 😎 Darum wird es auch keine vorgebuchten Unterkünfte geben. Da wir erst einmal in Namibia waren, übrigens mit einem Camper ohne 4x4,
wollen wir in diese Richtung starten und uns dann treiben lassen.
LG Silvio
Teil 324. Aug. 2017
6 Monate und 5 Tage
Hallo Fomi`s, heute komme ich mal mit der ersten Frage um die Ecke. Ich bin selbstständig und bei der KK freiwillig gesetzlich versichert. Nun ist meine Idee, die Krankenversicherung für die Zeit meiner Reise, immerhin ja 3 Monatsbeiträge, auf Eis zu legen. Schließlich brauch ich für die Zeit sowieso eine Private Auslandskrankenversicherung und werde diese Zeit auch im Ausland verbringen. Ein Anruf bei der KK brachte diese Auskunft: Ich müsste meine Versicherung kündigen, dazu auch einen Nachweis über die private Auslands-KV erbringen und nach der Reise eine neue freiwillig gesetzl. KV abschließen. 😠 Der Nachteil wäre, dass ich keinen Anspruch mehr auf Krankentagegeld hätte. Sprich das ginge nicht mehr zu versichern in der gesetzl. KV. Die Versicherung ruhen zu lassen geht wohl nicht. 😣
Hat von euch irgend jemand mit so etwas Erfahrung? Ich hab versucht mich im Netz zu belesen. Aber mit diesem Bürokratendeutsch komm ich nicht klar. Ich bin doch nur ein kleiner Handwerker. 🤪 Meine Befürchtung ist ganz einfach das ich danach nicht mehr in die gesetzliche KV zurück komme. Das war nämlich die erste Auskunft der KK vor 3 Monaten.
Für Tipps und Ratschläge bin ich dankbar. LG Silvio
Teil 428. Feb. 2018
Hallo liebe Forumsgemeinde Jaaaaaaa, es ist geschafft!!!!! 🤪 Morgen ist es soweit, es geht für 3 Monate in den Süden. Nachdem wir in den letzten Wochen noch mal ein wenig zittern mussten ob das mit der Reise klappt (mich hatte ein geheimnisvoller hinterhältiger Virus erwischt 😈 ) kann es jetzt losgehen. Der Plan war ja, dieses Mal keinen Plan zu machen. In den vergangenen 3 Wochen hatte ich aber zu viel Zeit... 😗 Nun gibt es also doch eine grobe Route und auch schon ein paar gebuchte Unterkünfte an den Hot-Spots.:
Route erstellt mit Basecamp und T4A
Ich werd dieses Mal keinen normalen Reisebericht schreiben, mehr eine Art Live-Bericht. Da können dann die Daheimgebliebenen mit lesen. Aber auch ihr seit wieder herzlich eingeladen und Kommentare und Tipps sind willkommen. Morgen 18:50 Uhr geht der Flug mit Swiss Air und so Gott will landen wir Freitag gegen halb 11 in Johannesburg. Also dann, viel Spaß beim Lesen
LG Silvio
Teil 503. März 2018
02.03.2018
Hallo, So, wir sind angekommen und ich schreibe euch diese Zeilen aus “meinem” wunderschönen GRASKOP. Geflogen sind wir mit Swiss Air und der nette Herr am Gepäckschalter hat gleich mal ungläubig das Ticket studiert und gefragt ob das Rückreisedatum ein Tippfehler ist. In JNB am Europcar-Schalter dann der nächste Schmunzler: Leider hätten sie keinen von uns gebuchten Fiesta mehr 🤩 da und müssten uns stattdessen einen Corolla geben. Na, da sagen wir doch nicht nein. Für den nächsten Lacher hab ich dann selbst gesorgt: Wir fahren die ersten Meter und da fällt mir auf, dass die Tankanzeige auf 0 steht. Na Klasse! 😈 Aus Angst, auf der Rollbahn zu landen hab ich mich nicht getraut zu wenden, aber da hab ich auch schon eine Tankstelle gesehen. Also nichts wie hin und einmal voll bitte. Der Tankwart hält die Zapfpistole in meinen Corolla… Nach 10 sec fragt er full, full? Ich sag, ja klar voll. Er gestikuliert mit der Pistole aber immer weiter und weigert sich sie wieder in den Tank zu stecken…. Nach zirka 30 weiteren Sekunden und 20 weiteren Full, Full-Rufen dämmert es mir. Der Tank ist voll. 😮 20 Rand wechseln den Besitzer und ich ärgere mich über eine kaputte Tankanzeige. Wir fahren los und ich beobachte wie der Zeiger sich langsam nach oben quält. Gerade als ich mich darüber freuen will verharrt er in der Mitte der Anzeige. 🤩 Aber okay, damit kann ich leben. Und jetzt kommt`s: Nach einer halben Stunde Fahrt fällt mein linkes Auge auf eine weitere kleine Anzeige und die hat ein Zapfsäulensymbol. Und der Zeiger steht auf voll. Häää??? Da hab ich Genie die ganze Zeit vorher auf die Motortemperaturanzeige geschaut. 😣 Das macht mir erstmal nach! 😗
Um 17:30Uhr waren wir dann endlich am Ziel. Unser Haus MANNA in Graskop. Das ist ein etwas in die Jahre gekommenes, aber sauberes und praktisch eingerichtetes Haus. Vermietet wird es von einem sehr netten älteren Ehepaar das gleich nebenan wohnt. Wir haben die Koffer abgestellt und uns dann noch n Bier und nen Wein auf der Terrasse gegönnt. Bei 22 Grad und Sonnenschein. Um halb 8 war dann der Tag für uns zu Ende. Sorry, ich hab noch nicht mal ein Foto vom ersten Tag. LG Silvio
Teil 604. März 2018
03.03.18
Heut ging es erstmal zum Einkauf nach Hazyview. Da sind alle großen Discounter zu Hause, Und die Auswahl ist riesig. Mitten beim schönsten einkaufen geht auf einmal das Licht aus und es ist stockfinster. 😐 Gab einen schönen Schreck, aber nach 10 Sekunden war der Strom wieder da. Nur leider konnte man von da an nur noch Cash bezahlen. Also Einkaufswagen und Ramona geparkt und ATM gesucht. Aber auch die gibt es reichlich. Die großen Banken haben jeweils gleich 5 vor der Tür. Leider wollten aber auch zirka 50 Leute Geld abheben. Als ich dann endlich Geld hatte und wir uns noch mal eine Viertel Stunde an der Kasse angestellt hatten konnte man natürlich wieder mit VISA bezahlen. So dauerte unser Großeinkauf alles in allem 3 Stunden. Aber wisst ihr, dass schöne an der Geschichte ist, wir waren trotzdem ganz entspannt, hatten wir doch an diesem Tag weiter nichts vor. 🙂 Auf früheren Reisen hätte ich wegen Zeitmangel viele, viele Schweißperlen auf der Stirn gehabt. Und hier noch Bilder unserer Unterkunft:
Und wie so oft auf unseren Reisen hab ich schon wieder einen neuen Freund:
Teil 704. März 2018
04.03.2018
Heute ist unser Hochzeitstag, und da haben wir besseres zu tun, als Geschichten im Forum zu erzählen. 😉 😄 😄 😄 😄
Teil 807. März 2018
05.03.2018
So, ich halt`s nicht länger aus. Heute geht’s in den Kruger! 🤪 Aber erstmal wird gefrühstückt, bei 21 Grad morgens um halb 8. 🙂 Dann geht es los. Wir sind inzwischen tiefenentspannt, Geldbörse und Kamera, mehr brauchen wir nicht. Nach 45 min stehen wir am Phabeni-Gate und wollen die WILDCARD kaufen. Namen, Passnummer und Autokennzeichen ins Formular eintragen und los geht`s. Aber welche Passnummer? Die aus den Pässen, die in unserem Haus in Graskop liegen??? Also eine Tageskarte kaufen oder umdrehen… 😕 Aber dann macht uns das Mädel an der Rezeption den Vorschlag das wir den Betrag für die Tageskarte in bar hinterlegen und wenn wir morgen die WILDCARD kaufen, bekommen wir den Betrag wieder zurück. Das nenn ich mal Dienst am Kunden! 😘 Der Nachteil ist natürlich, dass wir morgen gleich noch mal in den Kruger müssen… 🤩 Gesehen haben wir Eli`s, Giraffen, verschiedene Antilopen und anderes Getier. Es ist so schön, wieder hier zu sein. 😎
Teil 907. März 2018
06.03.2018
Heute also derselbe Ablauf wie gestern. 😛 Draußen Frühstück bei herrlichstem Sonnenschein (nein, ich will euch nicht neidisch machen). 😗 Und danach wieder Tiere gucken. Am Gate bekommen wir wirklich unser Geld zurück. Alle Angestellten wissen, das wir die doofen Touris ohne Pässe sind, lächeln uns zu und zeigen Daumen hoch. Herrlich! Nach einer großen Runde im Park essen wir in Pretoriuskop. Dort hat sich Wimpy`s breit gemacht. Keine kulinarische Köstlichkeit!
Der Eli auf den nächsten beiden Fotos war recht neugierig. Er kam ans Auto und steckte seinen Rüssel kurz durch die offene Scheibe. Wir erstarrten kurz und konnten so leider kein Bild machen.
Zurück in Graskop freuen wir uns wieder über die Temperaturen. Unten im Kruger hatten wir an die 34 Grad. Hier oben sind es mittags 28 Grad gewesen und am späten Nachmittag haben wir im Schatten 22 Grad. In der Nacht kühlt es dann auf angenehme 16 Grad ab. Hier noch ein Landschaftsbild aus Graskop:
Teil 1007. März 2018
07.03.2018
Zum Frühstück gibt es heute Chamäleon.
Ansonsten haben wir heute den lieben Gott den Tag gestohlen, oder wie die Kids heute sagen, gechillt. Ich habe da einen neuen Lieblingsplatz.
Von da aus kann man prima Vögel beobachten. Die meisten sind zu schnell für mich, aber hier eine kleine Auswahl.
Und dann gibt es da noch den Ibis, von mir liebevoll Schreihals genannt.
Habt ihr gewusst, dass die einen Schlafplatz haben, an den sie jeden Abend zurückkehren? In unserem Fall hier ist das leider ein Baum vor dem Schlafzimmerfenster. 3 Stück machen es sich da immer bequem. Abends egal, sie gehen vor uns zu Bett. Aber leider haben sie morgens vor uns ausgeschlafen und dann geht das Getröte los.
Teil 1108. März 2018
08.03.2018
Nach dem Frühstück packen wir Geldbörse, Getränke, Kamera und ja, auch unsere Pässe ins Auto und fahren nach Pilgrims Rest. Ich find diesen Ort inzwischen ziemlich doof, aber Ramona möchte da gern hin und am int. Frauentag kann man seiner Liebsten ja keinen Wunsch abschlagen. Mir sind diese Autowäscher dort ein Graus und so wird das Auto etwas abseits der Touri-Ströme oben am hist. Friedhof geparkt. Natürlich nutzen wir das gleich und suchen uns schon mal eine geeignete Stelle aus.
Anschließend gehen wir ne Runde durch den Ort und trinken dann auf der Terrasse des Royal Hotel einen Rotwein.
Dabei fällt mir folgendes Schild auf.
Früher war das ja so, dass man sein Auto irgendwo im Ort parkte und wenn man wieder kam war die Kiste mit dreckigem Wasser und altem Lappen schmutzig gewaschen. Dann wollten die Jungs dafür gut Kohle haben und wurden recht lästig wenn man nicht bezahlte. Jetzt scheint die Ortsverwaltung diese Schilder aufgestellt zu haben, damit man etwas vorgewarnt ist. Wir haben auch kaum noch Autoverschmutzwäscher gesehen. Aber gleich am Ortseingang treiben die Jungs immer noch ihr Unwesen. Dort steht das Schild nämlich so:
Das ahnungslose Opfer parkt sein Auto dort und wenn er zurück kommt ist das Schild umgedreht und die Jungs reden solange auf sie ein, bis sie glauben, sie hätten das Schild übersehen. Noch ein Wort zu Pilgrims Rest. Uns ist aufgefallen, dass sehr wenige Touristen unterwegs waren. Wahrscheinlich hat sich rumgesprochen, das dieser Ort inzwischen der blanke Touri-Nepp ist. Kann aber auch sein, das vormittags um 10 einfach noch nichts los ist. Zurück gefahren sind wir dann eine landschaftlich schöne Gravel-Road am Blyde River entlang.
Dann statteten wir noch dem Bush-Kitchen (Nähe Bourke`s Luck Potholes) einen Besuch ab. Das ist ein nettes Open Air Restaurant.
Auf dem nächsten Bild seht ihr einen experimentierfreudigen Graskop, der sich an einem Bier mit leichter Marula-Note versucht, dass in Sabie gebraut wird.
Kann man trinken, muss man aber nicht.
Zurück in Graskop wurde dann erstmal mit dem Enkelkind gevideowhatsappt.
Und zum Abschluss des heutigen Tages hätte ich da noch eine Bachstelze 🤪 für alle Vogelliebhaber.
Teil 1210. März 2018
09.03. 2018
Als wir heute aufgewacht sind war das hier eine einzige Nebelsuppe. Keine 10m konnte man sehen. Außerdem sagte der Wetterdienst 16 Grad und Regen voraus. 😮 Was macht man an so einem Tag? Man fährt einfach 40min mit dem Auto und ist im Low Field. Sonnenschein, 30 Grad und Tiere gucken. Gibt es schöneres? 😛
Teil 1310. März 2018
10.03.18
Das Wetter hat sich gebessert und so genießen wir unser Frühstück im Freien. Danach begrüßt uns unser Vermieter Chris und setzt sich zu einem Small Talk zu uns. Ich frage ein wenig nach dem Leben hier und es entwickelt sich ein „gutes Gespräch“. Chris ist 65 und lebt seit Anfang der 80er in Graskop. Er arbeitet als Lehrer an einer Privatschule. Die meisten Schüler sind schwarz. Chris ist im positivsten Sinne mit ganzem Herzen Südafrikaner. Er setzt sich sehr für das Zusammenleben ein, und das wird hier nicht nur positiv gesehen. Ein Beispiel: Die Kinder kommen hier von weit her zur Schule. 4-12jährige verlassen morgens um 4 Uhr das Haus und begeben sich per Anhalter auf den gefährlichen Schulweg, um rechtzeitig um 7 Uhr dort anzukommen. Chris und Jackie wollten das ändern und nahmen bis zu 10 Kinder die Woche über bei sich auf, kostenlos! Sie wohnen unweit der Schule und so hatten die Kinder nur einen kurzen Fußweg. Es kamen Weiße zu ihm die sagten: Das gehört sich nicht… Es kamen Schwarze zu ihm die sagten: Willst du aus unseren Kindern Weiße machen?... Chris sagt: Man kann verschiedene Kulturen nicht zu Einer machen, aber man muss dafür sorgen, dass sie sich akzeptieren… Er hat inzwischen einige weiße Freunde weniger, aber einige schwarze Freunde dazu gewonnen. Und dann erzählt er noch von Korruption, Kindesentführung um ihre Organe zu verscherbeln, das die schwarzen Kinder zu oft von ihren Opas und Omas erzogen werden, weil die Eltern weit weg arbeiten. Und er hat die Hoffnung, dass unter dem neuen Präsidenten einiges (für alle) besser werden kann. Man muss ihm nur Zeit geben. Dann bedankt er sich für das nette Gespräch und lässt mich mit meinen vielen verschiedenen Gedanken allein. Ich beschließe ein wenig wandern zu gehen, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Ramona versucht sich derweil am Brot backen (das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen).
Die Sonne kam heut bis zum Mittag kaum raus, schlecht für die nun folgenden Bilder von meiner Wanderung, gut für mich, die Temperatur war angenehm.
Am Ziel hab ich noch ein Selfie gemacht, allerdings mit ohne Silvio!
Teil 1412. März 2018
11.03.2018 Ein Faulenzertag. Es gibt wenig zu berichten. Hier ein Foto von dem Platz, an welchem ich die Beiträge für`s Forum hochlade.
Und dann hätte ich da noch 3 Vogelfotos, aufgenommen mit unserer neuen NIKON P900. Die Kamera ist ein Weihnachtsgeschenk, ein doppeltes sogar. Die Hälfte hab ich Ramona geschenkt, die andere Hälfte sie mir.
Ich find, die macht Klasse Bilder. Meine alte EOS 550D kommt kaum noch zum Einsatz.
12.03.2018
Das Wetter soll heut nicht so doll werden. Nach dem Frühstück beschließe ich darum, wandern zu gehen. Der Forest Falls Hiking Trail ist das Ziel. Er beginnt zirka 15km südlich von Graskop. Der Anfang des Trails ist ausgeschildert und dann geht es immer entlang eines Bachlaufes.
Irgendwann wechseln sich weiße und gelbe Fussspurschildchen ab.
Ich deute das so, dass es hier wohl mehrere Trails gibt. Nach zirka 4km Umherirren gebe ich auf und kehre um. Eigentlich müssten die Fälle flussabwärts sein, der Weg führte aber immer aufwärts. Zurück am Startpunkt setze ich mich mit einem Bier ans Ufer und frage in Gedanken das Wasser, ob es von den Forest Falls kommt oder erst hin will. Es antwortet nicht…
Na dann geh ich halt nach Hause, mein Schuhwerk war sowieso nicht das Richtige!
Auf dem Rückweg kam ich an den Maria Shires Falls vorbei. Da hab ich ein wenig drin rumgeplanscht und schon war die Welt wieder in Ordnung.
Teil 1515. März 2018
13. - 15. 03.2018
Mein Schatz hat mir zu meinem heutigen B-Day mal schnell 2 Nächte Satara geschenkt. 😎 Na dann nichts wie hin. Ich lass zu den 3 Tagen einfach mal die Bilder sprechen. Denn was macht man im Kruger? Tiere und Landschaften gucken. Ach ja, und die 35 Grad im Schatten genießen. 😛
Der erste Tag
Der Zweite
Das der niedliche Kerl ein Nesträuber ist wusste ich auch nicht.
Und die Rückfahrt heute Morgen. Da gab es ein wenig Stress mit einem Eli, der unheimlich schlecht geschlafen haben muss. Schon auf großer Entfernung gab er jedem Auto zu verstehen, dass ein Stück Asphalt von 30m Länge ihm gehört. Ne halbe Stunde hat er die Strasse nach Orpen blockiert.
Zwischendurch hat er sich wie ein bockiges Kind neben die Strasse geworfen. So was haben wir noch nicht gesehen. Auch am Tag zuvor hat uns kurz vor der Löwensichtung ein Eli mit lautem Töröö 100m die Gravel-Road lang gescheucht. Und kurz vor Orpen kam noch mal ein Gang Halbstarker mit einem Affenzahn über die Straße gepeest. So viele nervöse Elefanten haben wir im KNP noch nicht erlebt.
Und hier noch meine Lieblingssichtung. 😗
Teil 1617. März 2018
16.03.2018
Der Plan war heute eigentlich den Graskop Gorge zu besuchen und mit dem recht neuen Graskop Lift abwärts zu fahren. Der war aber leider defekt und 2 Arbeiter schraubten daran herum. Wir sollen Morgen wiederkommen, da soll er wieder funktionieren. Hmm, ich glaub wir warten da noch 2-3 Tage länger… 😕 Ermuntert durch den Reisebericht von Yanjep starten wir dann einen zweiten Versuch zu den Forest Falls. Wir gehen denselben Weg, den ich vor ein paar Tagen probierte, nur dieses Mal lass ich mich nicht von den Schildern verwirren.
Als sich der Weg gabelt, zähle ich „Eene meene muh und raus bist du“ und wir nehmen den anderen Weg. Auf dem nächsten Foto sieht man, was für erfahrene Wanderer hier unterwegs sind. 🙂 Auch schwierigste Passagen werden ohne mit der Wimper zu zucken gemeistert.
Hier werden die Schritte dann schneller, wir haben sie gefunden.
Und sie sind wirklich schön. Wir sind allein und klettern ein wenig herum.
Baden iss nicht, auf der Oberfläche des Wassers schwimmen hunderte Käfer herum. Ein Savanna später treten wir den Rückweg an. Ich natürlich wieder in Sandalen. Die trage ich auch in D von März bis November. Irgendwie hatte ich in Erinnerung, dass es hier in den Bergen keine Schlangen gibt. Das ist falsch!! Zirka einen Meter vor mir schlängelt plötzlich Eine davon. 🤩 Sie war knallgrün und zirka 60 cm lang. Ich war kurz zur Salzsäule erstarrt und deshalb nicht in der Lage, sie abzulichten. Wer weiß, was das für Eine gewesen sein könnte, darf sich gerne melden. Und ja ich weiß, wieder einmal war ich leichtsinnig. 😊 Anschließend sind wir ins „God's Window Rest Restaurant“ essen gewesen. Das war sehr nett. Es gibt dort afrikanische Spezialitäten. Vor dem Essen kommt der Kellner mit einer Zinkschüssel mit warmem Wasser und man kann sich die Hände waschen.
Damit ist dieser Tag dann auch schon erzählt, denn als wir im Auto saßen begann es zu regnen und hörte die nächsten 20 Stunden nicht mehr auf.
Bis Morgen!
Teil 1718. März 2018
17.03.2018
Ein Drinnenkuscheltag. Die Quecksilbersäule erreicht nur mit Mühe die 18 Gradmarke und es regnet immer wieder. Gestern haben wir im Spar einen Rinderbraten erstanden. Den sollte es heut zu Mittag geben. Wir wollen unsere Gastgeber irgendwann zu einem typisch deutschen Essen einladen und da möchte Ramona vorher probieren, ob man das so hinkriegt wie zu Hause. Beim Auspacken heute entpuppte sich der Braten aber als Zunge, 🤩 noch dazu von einem in die Jahre gekommenem Rind (wer Englisch kann, ist klar im Vorteil 😗 ). Also schnell im Netz nach nem Rezept gesucht und danach zubereitet. Am Ende war es sogar recht lekker!
18.03.2018
Hurra, beim Aufstehen scheint die Sonne! Also drehen wir nach dem Frühstück eine kleine Runde zu den Lisbon Falls. Dort wandern wir ein wenig und genießen die Herbstsonne.
Anschließend fuhren wir wieder in die Potluck Boskombuis (früher Bush kitchen) auf ein Bier/Wein.
Auf dem Rückweg ging es dann an einem Sägewerk vorbei. Da musste dieses Foto sein, denn vor langer Zeit hab ich mal auf einem Sägewerk in meinem Heimatort gearbeitet.
Zum Abschluss gibt es heut wieder mal ein paar Vogelbildchen.
Wenn ihr genau hinseht erkennt ihr, dass der Sunbird euch seine Zunge zeigt.
Teil 1819. März 2018
19.03.2018
Wir starten heut nach dem Frühstück einen zweiten Versuch, mit dem Graskop Gorge Lift zu fahren… Und scheitern wieder, er ist noch immer defekt. Zum Glück haben wir Badesachen eingepackt und so geht es Richtung Mac Mac Pools, einen unserer Lieblingsplätze. Am Wochenende steppt hier der Bär, die Local`s kommen zum Baden, Grillen, Party feiern. Aber unter der Woche ist man oft allein.
Und sogar Tiere gibt es hier.
Anschließend geht es auf einen Wein und einen Mittagssnack zurück zum Graskop Gorge.
Als wir vor 3 Jahren das letzte Mal hier waren haben wir Wein und rosa(!!!) Shooter an einer aus ein paar Stämmen und Brettern zusammen genagelten Hütte getrunken, mit bestem Blick auf die Graskop Falls. Und wir hatten mit dem Typen hinter der Theke viel Spass.
Neben dem Lift hat man jetzt auch einen kleinen Komplex mit Shops, Cafe und Restaurant gebaut. Mit ganz toll moderner Leimholzdachkonstruktion.
Prima Aluminium-Hocker und Plastetische gibt es auch.
Und der Ausblick auf die Falls wurde mir beim essen vom Lifthaus verbaut.
Da hat man ein Stück Afrika-Flair einfach getötet… Das einzig Gute ist, dass die Locals vor den teuren Geschäften weiterhin ihre Stände haben dürfen. Ich kann inzwischen gut verstehen, das einige Fomis, die das Land schon vor über 30 Jahren bereisten, den alten Zeiten nachtrauern. Wir sind erst seit 10 Jahren im Land unterwegs, aber auch uns fallen ein paar Sachen auf, die sich verändert haben.
So, genug geschwafelt. Die Piepmatzfotos heute sind nicht doll, die Biester wollten einfach nicht still halten
Teil 1921. März 2018
20.03.2018
Hallo zusammen, Gestern hatte ich noch ein Erfolgserlebnis. Ein Fomi, der nur noch lose® im Forum mitlese®n tut, bat mich ja letztens hier um einen Gefallen. Ich war recht pessimistisch, ob ich da mit meinen eher rudimentären Englischkenntnissen weiterhelfen kann. Aber hey, ich konnte, wenn auch eher zufällig. Ich hab mich gefreut wie Bolle! 😎
Damit ihr nicht denkt, wir haben hier immer das tollste Wetter, hier mal ein Bild von heute Morgen 7 Uhr.
Aber es steht Einkaufen auf der To Do-Liste und da ist das Wetter zweitrangig. Neben Lebensmitteln erwarben wir noch ein paar Sachen, die für Touris eher untypisch sind. 😗
Den Rest des Tages wird gefaulenzt.
Teil 2021. März 2018
21.03.2018
Tja, wo fang ich an? Vielleicht so: Vor ein paar Tagen wurden wir von unserem Vermieter eingeladen, ein wenig das wahre Afrika, wie er es nannte, zu erleben. Und so fuhren wir heute morgen nach Hazyview und trafen uns dort mit zirka 30 Südafrikanern (Mitglieder einer dortigen Kirche), auch deren Kinder waren dabei. Jeder hatte ein paar Sachen mitgebracht, von selbstgebackenem Kuchen, Konserven, Kleidung, Wasserflaschen bis zu Malheften, Stiften, Bällen und auch ein paar Süßigkeiten. Alles wurde in einem Transporter verstaut und dann ging es nach Bushbuckridge in eine Townhall. Dort erklärte uns Chris alles. Ein Verein betreut dort um die 300 Kinder jeden Alters. 70% haben keine Eltern, werden von Verwandten oder älteren Geschwistern groß gezogen. Der Rest hat Eltern, die schwer krank, alkoholsüchtig oder einfach nur mittellos sind. Der Staat unterstützt den Verein so: Für 70 Kinder mit jeweils 800 Rand pro Monat. Die… ich nenne sie mal Streetworker erhalten 1000 Rand im Monat. Alles andere, was der Verein zur Verfügung hat sind Sachspenden. Chris sagt, von 1000 Rand im Monat kann auch hier niemand mehr leben, auch wenn wir in Europa verbreitet andere Vorstellungen haben. Diese Leute machen das, weil sie ein gutes Herz haben, nicht wegen der Geldbörse. Der Verein betreut nicht etwa in festen Häusern. Nein, die Kids werden nach der Schule in schlechteren Carports (also 4 Pfähle und ein Dach drauf) betreut. Dort werden die Hausaufgaben erledigt, ihnen werden Spielsachen zur Verfügung gestellt und ihnen wird laut Chris der richtige Lebensweg aufgezeigt, um nicht auf die schiefe Bahn zu geraten. Die Kirchenmitglieder, mit denen wir heute da sind, unterstützen den Verein, in dem sie 3 bis 4 Feste im Jahr ausrichten und zu diesem Anlass viele Sachspenden mitbringen.
Als wir ankommen warten die Kids schon. Sie haben ihre besten Sachen an, denn auch für sie ist es ein besonderer Tag. Zu Beginn bekommen sie eine Banane und eine Flasche Wasser. Dann füllt sich die Stadthalle und eine Kirchenband aus Hazyview spielt Songs und singt mit den Kindern, unterbrochen von Gebeten, in denen den Kiddys Selbstvertrauen beigebracht wird. Menschen, egal ob groß oder klein, die auf der Straße anhalten, werden gebeten mit zu feiern. Viele machen davon Gebrauch. Es herrscht eine wundervolle Atmosphäre.
Anschließend bereiten die Hazyviewer Hotdogs zu, auch der mitgebrachte Kuchen findet reißend Absatz. Schön, in so viele strahlende Kinderaugen zu schauen. Schön, Menschen kennen zu lernen, welche den Kindern dieses Strahlen ermöglichen, wenigstens für ein paar Stunden. Wie gut geht es doch unseren Kindern!