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Sicherheit Ihaha Camp
42 Antworten · 17,4k Aufrufe · gestartet 22. Juli 2017 von Alfmuc
ALAlfmucThemenstarter36 Beiträge · seit 201522. Juli 2017 · #1
Hallo,
habe gerade den Beitrag über den Überfall im South Camp/ Moremi gelesen und bin dabei auf Meldungen über Ihaha aufmerksam geworden. Ich habe beide Camps zur Buchung angefragt aber bis jetzt trotz Anruf noch keine Bestätigung erhalten. Ich bin nun auch unsicher ob ich dort überhaupt buchen soll, gibt es aktuelle Infos ob Ihaha noch unsicher ist oder hat sich die Lage dort gebessert? Gibt es alternative Camps die als sicherer gelten? Bin über jede Info dankbar.
Grüße
Roland
GIGinaChris4'984 Beiträge · seit 201622. Juli 2017 · #2
Hallo Roland,
ich kann dir von unserem Aufenthalt im Ihaha Camp, im März des heurigen Jahres berichten, dass wir uns dort keine Sekunde unsicher gefühlt hätten. Bald nachdem wir unseren Platz bezogen hatten, kam ein junger Mann in seinem Wagen vorbei und fragte, ob wir etwas brauchen würden, und ob alles in Ordnung sei. Es wäre sein Job Nachts immer wieder durchs Camp zu fahren und nach dem Rechten zu sehen; dazwischen sei er in seinem Häuschen im Camp zu finden. Nach Einbruch der Dunkelheit, und bevor wir selbst zu Bett gegangen sind, ist er noch 2x vorbeigekommen um sich zu vergewissern, dass alles ok ist. Gruß Gina
LOLolaKatze846 Beiträge · seit 201422. Juli 2017 · #3
Hallo Roland, wir waren Anfang Juni dort und es war genauso wie Gina es beschrieben hat: Ein Mann kam im AUto vorbei und fragte, ob wir Feuerhollz brauchen und dabei erklärte er uns, dass er nachts regelmässig durchfahren würde. Und das hat er dann auch gemacht. Teilweise hatten wir das Gefühl, dass er alle 30 Minuten unterwegs war. wir haben uns nicht unsicher gefühlt. Gruss Nina
ALAlfmucThemenstarter36 Beiträge · seit 201522. Juli 2017 · #4
Hallo Gina und Nina,
vielen Dank für eure Antworten. Da bin ich schon wieder etwas beruhigt zumal heute auch die Buchungsbestätigung für die Camps kam, jetzt heisst es " nur" noch 10 Monate warten. Euch ein schönes Wochenende.
Grüße aus München
Roland
SASadie1'835 Beiträge · seit 201523. Juli 2017 · #5
Uns hat es im Letzten October auch beunruhigt. Alles ging dann flott und sie haben patrouilliert. Der Wärter damals hat sich auch sehr um uns bemüht und als wir einmal wegen der Löwen spät ins Camp zurück kamen meinte er alle seien zurück aber " I'm missing the old man" mein lieber Eheman musste lachen dass er eben jetzt der "old man" sei. Ich habe unten in meinem RB beschrieben wie man sich auf Ihaha vorbereiten sollte, nimm eine whistle ( Pfeife?)mit, verstecke das meistemBargeld aber nimm etwas mit ins Zelt damit du den Dieben was abgeben könntest, im Fall... mach einen Plan mit den Nachbarn wer wem zu Hilfe kâme, Alarm im Auto setzen etc. Die Grenze ist schon sehr nahe, nur über den Fluss, und du wirst Nam. Kühe und Fischer im Mokoro sehr nahe sehen . Hoffentlich hast du einen Innenplatz erwischt und nicht Nummer 1 oder 10? Es ist ein traumhafter Ort und sage hi zu all den Löwen die dort zu Hauses sind. (Mal waren sie 1 km nahe beim Camp und manchmal laufen sie auch durchs Camp) Vorsicht wenn du zum Badehaus läufst, ich nahm immer ein Stock und die whistle mit mir so dass ich meinen Mann aufmerksam machen könnte, im Fall...
ALAlfmucThemenstarter36 Beiträge · seit 201523. Juli 2017 · #6
Hallo Sadie,
vielen Dank für die Antwort und Tipps.
Pfeife haben wir immer dabei , da gilt diese nur bei sich zu haben und nicht im Wagen zu vergessen . Wir haben Platz Nummer 8 bekommen ich hoffe das der Ok ist. Das mit dem Wachmann scheint ja dann ganz gut zu klappen was schon beruhigend ist.
Hallo, glaubt hier wirklich jemand, dass im bitteren Ernstfall ein Wachmann (welcher mit viel Glück den Mindestlohn erhält) seinen Kopf für irgend einen Touristen hinhält? Und was nützt es, wenn sich hundert Touris auf Platz xyz sicher gefühlt haben und das hier posten.... Vor einem Überfall haben sich auch die Vorgänger sicher gefühlt, bis halt der erste überfallen, beraubt, beklaut, bedroht wurde. Ich habe noch nicht gehört, dass irgend ein Wachmann in die Bresche gesprungen ist... Im Ernstfall kannst du dann trillern bis .......niemand kommt, es werden nicht einmal deine Campnachbarn den Kopf aus ihrem Zelt strecken.... Ich hab mich dort vorher auch immer sicher gefühlt - bis es die Leute getroffen hat (sh. auch Beschreibung Wachleute)....https://www.runterwegs.de/ein-alptraum-wird-wirklichkeit-schwerverletzt-bei-raubueberfall/ Gruß
Du persönlich würdest also in deinem Zelt bleiben und nichts tun wenn du merkst jemand nebenan braucht deine Hilfe?
Ich habe vertrauen darauf das es auch anders laufen kann. Man kann sich zumindest bemerkbar machen und auf irgendeine Hilfe, und wenn es nur danach ist, hoffen.
Ich freue mich darüber wenn jemand postet das alles gut war. Das ist wohl immer noch die 99% Wahrscheinlichkeit und es ist gut daran erinnert zu werden. Und Trillerpfeifen hab ich auch dabei.
Grüße
SASadie1'835 Beiträge · seit 201523. Juli 2017 · #10
Ich würde die Zyniker einfach ignorieren. Das beste ist einen Plan zu haben und einige Vormassen zu treffen. Ich hânge mir die Trillerpfeife an einer Schnur um den Hals. Wir waren in number 6, und ich glaube die Nummer 8 ist näher beim Ablutionblock, was besser für euch ist. Ist ein wenig umständlich am späten Abend mit dem Auto zu den Ablutions zu fahren, da man so ewig das Dachzelt nicht aufstellen kann. Aber du kannst dich auf alle Vierbeiner dort freuen, vor allem auf den Ihaha Pride, hoffe jedenfalls die wohnen noch dort. Die Zweibeiner.... ja nun, hoffe alles werde gut ablaufen. Hoffe du meldest dich mit einem Breicht über Ihaha hier wenn du zurück bist.
MAMaputo828 Beiträge · seit 201624. Juli 2017 · #11
Sadie schrieb:Ich würde die Zyniker einfach ignorieren. Das beste ist einen Plan zu haben und einige Vormassen zu treffen. Ich hânge mir die Trillerpfeife an einer Schnur um den Hals.
Trillerpfeife ist Unsinn...das ist genau was man nicht tun sollte.
Ich kann nur raten ruhig zu bleiben. Die Lage kann sehr schnell eskalieren. Ich kannte jemanden der sich bei einem Überall gewehrt hat und der ist jetzt tot, weil die Täter die Nerven verloren haben...Die Gewaltbereitschaft in Afrika ist sehr hoch, siehe Dombo Farm, Andi Maier... lg Maputo
Hallo Wombat, es ist ja auch legitim, das jeder aus einem Beitrag das herausliest, was für ihn "beruhigend" ist. Nur sollte man eben nicht alles ignorieren und sich die Welt so malen wie man sie gern hätte. Fakt ist aber auch, dass man im südl. Afrika doch noch relativ sicher unterwegs ist und die Wahrscheinlichkeit eines Vorfalls doch überschaubar ist. Nur der erste Raub oder Überfall auf einer Touristendestination kann auch der Beginn einer Serie dort sein, als Beispiel fällt mir das Trans Kalahari Inn (damals noch unter Leitung der ehemaligen Besitzer), die Sambezi River Lodge vor einigen Jahren oder auch das Audi Camp in Maun ein.
Du fragst nach meinem Verhalten im Falle des Falles? Hmmm, da hab ich mir mal was in einer Situation geschworen, als ich selber nachts einmal lautstark nach Hilfe gerufen habe...... meine Campnachbarn, Holländer, kamen ca. 10 Minuten nach dem Vorfall, als die verschwundenen Nachtwächter langsam wieder auftauchten und der Manager eintraf und ein Gespräch an meinem Campplatz zu hören war. Die Nachbarn hinter mir, Deutsche, 2 Autos, kamen am nächsten Morgen und fragten was denn passiert sei..... Was ich mir damals gesagt habe, kannst du dir bestimmt denken.
Übrigens ist Pfeifen lernen in vielen Situationen hilfreich - Finger, Lippen, Zunge und Luft hat man immer am Mann/Frau und vergisst die Pfeife nicht. 🙂
Gruß und allen einen tollen und vorfallfreien Urlaub. Gruß
WOwombat83 Beiträge · seit 201624. Juli 2017 · #13
Guten Morgen,
Maputo, diese pauschale Aussage ist so nicht haltbar und fast sträflich.
Etwas dabei zu haben um sich bemerkbar zu machen ist grundsätzlich mal eine sehr sehr gute Idee. Das ist ein Thema mit dem ich mich auskenne und möchte jedem empfehlen akustische Signalgeber wie zb eine Trillerpfeife dabei zu haben. In den meisten Bedrohungsszenarien ist es eine sehr gute Methode. Bitte denke gerade an die verschiedene möglichen Szenarien. Sicherlich gibt es auch, aber eher wenige, Momente dies besser nicht zu tun. Aber spätestens danach (oder besser davor) kann es lebensrettend sein.
Von der Möglichkeit nach Unfällen (Wandern) etc. ganz zu schweigen.
Wer es genauer wissen möchte kann sich an jede Polizeidienststelle wenden. Dort werden immer auch mal Kurse angeboten. Ich will realistisch sein und dazufügen, das sich die Situationen (Adrenalin etc.)nur schwer simulieren lassen aber jedes (im Vorfeld) Beschäftigen mit so einer Situation ist im Notfall hilfreich. Dies gilt auch für Szenarien im Ausland.
Grüsse
MAMaputo828 Beiträge · seit 201624. Juli 2017 · #14
wombat schrieb:Guten Morgen,
Maputo, diese pauschale Aussage ist so nicht haltbar und fast sträflich.
Wer es genauer wissen möchte kann sich an jede Polizeidienststelle wenden.
Eben..Polizeipsychologen raten gerade dass was ich geschrieben haben, ob in Zürich, Leipzig oder Johannesburg.
Ruhig bleiben, keine Gegenwehr: Gesundheit ist wichtiger als Geldverlust
WOwombat83 Beiträge · seit 201624. Juli 2017 · #15
Hallo,
😗 informiere dich einfach bei der Polizei zum Thema (signalgeber bei überfallszenarien) zur Not halt über google. Allerdings wird das der Sache nicht gerecht. Für einen ersten Überblick sollte aber genug vorhanden sein.
Ich wiederhole mich mit bestem Gewissen gerne. Nehmt eine mit, macht einen Kurs.
Grüße
FEfelix__w705 Beiträge · seit 201424. Juli 2017 · #16
Can schrieb:glaubt hier wirklich jemand, dass im bitteren Ernstfall ein Wachmann (welcher mit viel Glück den Mindestlohn erhält) seinen Kopf für irgend einen Touristen hinhält?
Wobei in Ihaha nicht einfach ein Wachmann da ist sondern das botsuanische Militär (und zumindest bei Wilderern zögern die nicht zu schiessen). Gegen Abend patrouillierten sie bei uns (1.10.16) auf der Fläche des Chobe vor dem Camp und zwei Mal flog ein Militär-Helikopter im Tieflug darüber. Und tief hiess, man sah gerade rüber ins Cockpit ... 🙄
Und in der Nacht kam mehrmals ein Auto durch. Sie hielten dann jeweils länger 50m vor unserem Platz und leuchteten ab und zu auf die Fläche des Flusses raus.
Felix
WOwombat83 Beiträge · seit 201624. Juli 2017 · #17
Jo, das ist tief. Der Kollege zählt vermutlich Heuschrecken... 😵
War letzthin jemand in Ihaha? Gibt es Neuigkeiten bezüglich Sicherheit, Patrouillen, etc.? Auf Tripadvisor jedenfalls habe ich nichts aus jüngerer Zeit gefunden und auch nicht im südafrikanischen 4x4-Forum. Ausser Hinweise darauf, dass die Infrastruktur eher in schlechtem Zustand ist.
ALAlfmucThemenstarter36 Beiträge · seit 201509. Juni 2018 · #19
Hallo, sind gerade aus Ihaha zurück und bei uns war alles ruhig und haben von keinem Vorfällen gehört. Die Mitarbeiterin am Gate meinte das es in letzter Zeit keine Vorfälle gab es gab allerdings auch keine Patrouillen oder sonstigen Maßnahmen als wir 2 Nächte vor Ort waren, der Chobe hatte auch sehr viel Wasser und die Mitarbeiterin meinte bei so hohem Wasserstand sei es ein Problem für Leute aus Namibia rüber zu kommen. Der Campingplatz hat mir gut gefallen auch waren die Mülleimer intakt in Gegensatz zu anderen Campingplätzen, allerdings sind die Sanitär lagen in einem schlechten Zustand.
Dies ist eine aktuelle Momentaufnahme und kann sich auch jeder Zeit ändern, ich hoffe das hilft dir weiter.
Grüße aus Kasane Roland
KLKleineHexe79 Beiträge · seit 201810. Juni 2018 · #20
Hallo, wir waren im Mai in Ihaha. Patrouillen gab es keine, auch keine Helikopterflüge, allerdings hat der Warden mehrmal abends im Auto bei uns vorbeigeschaut und uns auch mit Feuerholz versorgt. Die Waschhäuser waren ok, vergleichbar mit anderen Camps, aber nicht toll. (In Khwai North Gate waren sie schlechter, da gab es wegen eines falschen Anschlusses beispielsweise nur Warmwasser in den Herrenduschen, Savuti und Third Bridge waren ähnlich.) Wir haben uns nicht unsicher gefühlt und die Aussicht auf das viele Wasser im Schwemmland genossen. Ab und zu kamen auch Boote vorbei, aber alles Fischer, keine Kriminellen. Die Tiersichtungen auf dem Weg von Kasane und nach Ngoma Bridge waren einzigartig (u. a. Echse am Strand, große Elefantenherden mit Nachwuchs, Giraffen und sehr große Büffelherden ebenfalls mit Jungtieren, Löwen haben wir gehört aber leider nicht gesehen). Wir hatten im Vorfeld auch überlegt, ob wir Ihaha unbedingt ansteuern sollen wegen der Berichte, und sind im nachhinein froh, dass wir es gemacht haben. Viele Grüße von der kleinen Hexe