Wir sind jetzt schon seit 2 Wochen von unserer dritten Namibia-Reise zurück. Dieses mal beschränkten wir uns auf den Süden Namibia's und dem Oryx-Park 😉 Wir waren 3 Wochen unterwegs. Für einen ausführlichen Reisebericht habe ich leider keine Zeit. Aber ich möchte euch dennoch ein paar Infos und Bilder zu den jeweiligen Unterkünften und der Gegend nicht vorenthalten.
Unsere Reiseroute und Unterkünfte:
Flug nach Winhoek mit Qatar Airline Krumkuk Gästefarm Lapa Lange Lodge 7 Nächte KTP ( KTC, Twee Rivieren, Urikaruus, Nossob) Torgos Lodge Messosaurus Camp 3 x Canyon Lodge 3x Aus Eagles Nest 2x Koiimasis Desert Quiver Camp Auas Safari Lodge Rückflug
Flug: Qatar Airways von München nach Windhoek über Doha. Nach Doha mit einem A350. Super Beinfreiheit in der Economy Klasse. Es gab sogar Fußstützen. Sehr netter Service. Ständig wurde einem Getränke gereicht. Essen war sehr gut. Wir hatten ein extra Menü bestellt. Aufenthalt in Doha ging auch schnell vorbei. Weiterflug mit einem A320 (?). Zwar etwas enger, aber auch noch ok. Auch während der Nacht wurden immer wieder Getränke gereicht.
LG Uli
Teil 225. Juni 2017
Auto: Wir hatten bei Avis einen Toyota Fortuner Automatik gemietet, mit einem zweiten Reservereifen. Autoübergabe am Flughafen ging erstaunlich schnell. Es wurde uns alles erklärt und alle vorhandenen Beschädigungen in eine Liste eingetragen. Für den Grenzübertritt nach Südafrika verlangt Avis allerdings 1600 N$. Am Schalter wusste allerdings keiner so genau, ob man das für den KTP nun braucht. 2 Mitarbeiter kannten den Park gar nicht. Reservereifen haben wir in den 3 Wochen Gott sei Dank nicht gebraucht. Wir sind rund 3800 km gefahren.
Teil 325. Juni 2017
Einkaufen: Wir waren in der The Groove Mall in Windhoek. Geparkt haben wir in der Tiefgarage gleich am Eingang. Sicherheit war kein Problem. Wir hatten alles im Kofferraum verstaut und es lag nichts sichtbar auf den Sitzen. Wertsachen, wie Ausweis und Geld haben wir mitgenommen. Den großen Kamerarucksack lies ich allerdings im Auto. Wir haben uns dort auch eine Kühlbox und 2 Transportboxen gekauft. Wir haben ja schon teilweise die ganzen Lebensmittel für 7 Tage KTP eingekauft.
Krumhuk Gästefarm: Diese Gästefarm hab ich zufällig in einem Reisebericht entdeckt. Wir hatten etwas südlich von Windhoek gesucht. Es ist eine einfache Farm aber sehr nett, seht gutes Abendessen. Das Chalet hatte sogar einen Kühlschrank, wo wir unsere gekauften Sachen gleich kühlen konnten.
Im Vorfeld haben wir schon einige Lebensmittel bestellt, die wir in den KTP mitnehmen wollten. VakuumiertesFleisch (Oryx und Rind), Joghurt, Frischkäse, Quark, Marmelade, Gemüse (Paprika und Karotten) und dann noch ein ganz leckeres selbstgebackenes Brot. Alle Lebensmittel sind aus eigener Herstellung, die sie auch am Markt in Windhoek verkaufen.
Fazit: Die Gästefarm können wir uneingeschränkt empfehlen. 🙂 🙂 🙂
Teil 425. Juni 2017
Weiterfahrt Richtung Mariental zur Lapa Lange Game Lodge Schöne größzügig angelegte Lodge mit einem großen Wasserloch. Zimmer war zwar etwas klein, aber für eine Nacht völlig ausreichend. Es gibt auch noch größere Chalets auf dem Gelände. Beim Abendessen konnte man zwischen 2 Gerichten auswählen. Bei der Ankunft wurden wir gefragt, ob wir Vegetarier sind oder irgendwelche Allergien hätten. Es wird ein Game Drive angeboten. Den fanden wir aber mit ca. 500N$ etwas zu teuer. Wir entschieden uns dann für die Geparden Tour (ca. 250 N$)
Im Inneren der Lodge:
Zu unserer Überraschung gab es 2 Rhinos am Wasserloch. Mit diesen hatten wir bei dieser Reise gar nicht gerechnet.
Teil 530. Juni 2017
Fortsetzung:
Gepardentour: Die Lapa Lange Game Lodge bietet sowohl einen Game Drive, wie auch eine Gepardentour an. Da uns der Game Drive (~500N$) zu teuer war, entschieden wir uns für die Gepardentour (~200N$). Mit dem Guide gingen wir zu Fuß zu dem Gepardengehege. Dort leben die 3 Geparden Merlot, Shiraz und Chicka. Wir durften sie streicheln (sie haben ein ganz tiefes Schnurren) und viele Fotos machen 😄 😄
Die Meinungen über zahme Geparden gehen ja auseinander. Wir fanden es ganz nett.
Abendessen: Auswahl zwischen 2 Hauptgerichten. Das Essen war sehr lecker.
Fazit Lapa Lange Game Loge: Sehr schöne Lodge mit großzügigem Gelände und tollen Wasserloch (See). Der Pool wird gerade vergrößert. Die Chalets machen auch einen guten Eindruck und liegen ganz nahe am Wasserloch. Die Zimmer sind klein, für eine Nacht aber absolut ausreichend. Sogar ein kleiner Kühlschrank ist vorhanden. Jederzeit gerne wieder.
Teil 630. Juni 2017
Weiterfahrt zum Oryx-Park (KTP): Warum Oryx-Park? Es gibt Oryx, Oryx, Oryx und nochmals Oryx. 😄 😄 Für die Strecke von der Lapa Lange Lodge bis Mata Mata brauchten wir bei gemütlichem Fahren 5 Stunden.
Grenzformalitäten: Waren schnell erledigt. Wir wurden weder nach Feuerholz noch nach Lebensmittel (Fleisch) gefragt. Zuerst muss man das Ausreiseformular (Namibia) ausfüllen und abgeben, dann muss man auf die Südafrikanische Seite und die ganzen SanPark Reservierungen und WildCard vorlegen. Dort wird alles erfasst und in den "Laufzettel" eingetragen und es gibt noch einen Stempel in den Pass. Für die ganze Prozedur haben wir vielleicht 30 Minuten gebraucht. Feuerholz und Kohle kann man im Shop bei Mata Mata kaufen.
Kalahari Tented Camp (KTC): Für die erste Nacht hatten wir das Honeymoon Chalet Nr. 1, für die anderen beiden Nächte Chalet Nr. 11. Küche befindet sich in einem extra Raum. Von der Terrasse hat man einen schönen Blick.
Und hier noch einige Bilder vom nachmittags Game Drive. Am Abend sahen wir noch am Dünenkamm eineige Löwen liegen. die Entfernung war allerdings sehr weit. 😮
Die Nächte waren sehr kalt. Es war um 3 °C. Gut, dass ich noch meine dünne Daunenjacke eingepackt hatte, die konnte man morgens gut gebrauchen.
Teil 730. Juni 2017
KTC, Chalet Nr. 11:
Mit Blick auf das Wasserloch
Glanzstare hatten wir oft zu Besuch
Oryx soweit das Auge reicht...
Sekretäre gab's auch sehr viele.
Teil 801. Juli 2017
Hier noch ein Bild des Pools beim KTC:
Die Highlightbilder des 2. Tages KTC:
Oryx mit gebogenen Hörnern: 😄 😄
Müde Giraffe:
Straußenfamilie:
Blick vom Chalet Nr. 11 auf das Wasserloch:
Teil 901. Juli 2017
Fazit Kalahari Tented Camp (KTC): Dieses Camp hat uns sehr gut gefallen. Am Anfang dachten wir, dass vielleicht 3 Tage zu lang wären. Aber die Zeit ging sehr schnell vorbei. Beide Chalet, sowohl das Honeymoon Tent, wie auch Chalet Nr. 11 waren super. Von Chalet 11 hat man den besseren Blick auf das Wasserloch. Die Ranger waren sehr nett. Erkundigten sich am Abend immer ob alles in Ordnung ist und kamen am nächsten Morgen sogar um uns auf die Löwen aufmerksam zu machen, die ganz nahe des Camps auf der Düne lagen.
Weiterfahrt nach Twee Rivieren zur nächsten Übernachtung. Am Morgen gab's noch Löwen auf den Dünen. Leider aber wieder sehr weit weg.
Auf dem Weg nach Twee Rivieren entstanden noch diese Aufnahmen:
Mal wieder Oryxe. Jetzt wisst ihr warum das für mich der Oryx-Park ist 😄 😄
Noch ein paar Vögel:
Teil 1001. Juli 2017
Riesentrappen können auch fliegen:
Teil 1102. Juli 2017
Twee Rivieren
Shop: gut ausgestatteter Shop auch mit frischem Obst (u.a. Äpfel, Organgen, Pflaumen) und Gemüse (u.a. Salat und Tomaten). Die Fleischauswahl (tiefgefroren) war auch sehr gut. Das Eland extrem lecker. Es gibt Feuerholz und Grillkohle zu kaufen und auch alles wichtige für den Campingbedarf.
Pool: sehr nett angelegter Pool. Leider war es bei uns zu kalt und windig um sich dort länger aufzuhalten.
Chalet Nr. 3: Doppelhäuschen mit einfacher Einrichtung. Natürlich nicht zu vergleichen mit den Wildernesscamps, aber für eine Nacht war's in Ordnung. Waschbecken befindet sich im Zimmer. Toilette und Dusche sind extra. Leider hab ich kein scharfes Bild mit den Betten. Viele Erdhörnchen und Mangusten. Der Grill steht etwas vom Haus weg.
Morning Game Drive: Wir hatten uns hierfür entschieden, da ich noch ein Guthaben von einer stornierten Nacht hatte. Wir starteten um 6:30 Uhr und kamen um 10:00 Uhr wieder zurück. Kosten ~260 Rand. Der Game Drive war total klasse, da wir vor allem viel erklärt bekommen haben und der Ranger genau wusste in welchem Baum z. B. die Greifvögel ihr Nest haben. Ansonsten fährt man natürlich die gleiche Strecke wie mit dem Auto auch. Man darf etwas früher in den Park. Nachteil ist natürlich, dass man nicht so lange stehen bleiben kann, wenn man was interessantes sieht. Wir mussten leider wieder zurück, als wir die Geparden am Wasserloch sahen, denn der Ranger hatte die Zeit eh schon überzogen.
Und hier noch ein paar Fotos des Morning Game Drives:
Und gleich gibt's noch Geparden 🙂 🙂
Teil 1202. Juli 2017
So, und hier die Gepardenmutter mit ihren 4 Kindern. Sie waren gerade auf der Jagd. Der Ranger erzählte uns, dass sie sehr, sehr hungrig aussehen würden.
Jetzt müsst ihr "leider" viele Geparden-Bilder anschauen. Kann mich nicht entscheiden, welches ich weglassen soll.
Teil 1307. Juli 2017
Fazit Twee Rivieren: Natürlich nicht ganz so schön, wie die Wilderness Camps, aber das Zwischenstation fanden wir es ganz ok. Gut sortierter Shop.
Fahrt nach Urikaruus über Kij Kij. Es gab noch viel Orxye zu sehen.
Die "Verbindung" zwischen den beiden Flusstälern war eine sehr rüttelige Angelegenheit. Auf diesen 30 km sahen wir lediglich ein paar Strauße, sonst nichts.
Urikarrus Wilderness Camp: Sehr schöne Hütten. Schlafzimmer und Bad im oberen Bereich mit kleiner Terrasse, Die Küche mit schöner Terrasse darunter. Super Blick in das Tal mit Wasserloch. Wir hatten 2 Tage ergattert. 🙂 🙂
Teil 1407. Juli 2017
Am nächsten Tag fuhren wir die andere Straße ins Nossob-Tal, bis zum Wasserloch Jan se draai. Die "Verbindungsstraße" (ca. 60 km) war leider wieder sehr tierarm. Nur ein paar Strauße gab es zu sehen.
Bilder des zweiten Tages Urikaruus.
In der Nähe des Wasserloches Kameelsleep gab es eine große Löwengruppe. Allerdings sehr, sehr weit weg.
Noch ein paar Strauße beim Vogeltanz:
Die Orxy dürfen natürlich nicht fehlen:
Am Picknickplatz bei Dikbaaerdskolk gibt es ganz viele Streifenmäuse.
Teil 1507. Juli 2017
Raubvögel gibt es auch ganz viele im KTP.
Am Abend gab es noch einen Caracal am Wasserloch. Wir konnten ihn von der Terrasse aus beobachten.
Zuerst schlich er sich vorsichtig an.
Dann überlegte er sich es nochmal und dreht um
Hmmm, oder doch lieber zum Wasserloch
Wasserloch in Sicht
Und dann ging er wieder...
Wir hatten noch einen schönen Sonnenuntergang
Teil 1609. Juli 2017
Fahrt nach Nossob:
Da wir die Tage zuvor bei den "Verbindungsstraßen" zwischen den beiden Flusstäler so gut wie keine Tieren gesehen hatten, beschlossen wir über Twee Rivieren zu fahren. Dann konnten wir auch noch Tanken und eine Kleinigkeit Einkaufen. Die Idee stellte sich als goldwert heraus.
Hier die Fotos von der Fahrt nach Nossob:
Und? Könnt ihr was erkennen?
2 Löwen, mal wieder weit weg. 😠
Teil 1709. Juli 2017
Dann sahen wir in der Nähe von Twee Rivieren unsere 5 Freunde wieder 🙂 Ob sie wohl mittlerweile erfolgreich waren? Hungrig sahen sie immer noch aus.
Der Nachwuchs hatte noch Durst
Sie hatten es vielleicht auf diese Springböcke abgesehen.
Wir verfolgte sie eine Weile, dann verschwanden sie hinter dem Hügel. Wir blieben noch 30 Minuten stehen, hofften auf einen Kill, aber es passierte nichts mehr. Und wir mussten auch Richtung Nossob weiterfahren. Die weitere Strecke war mal wieder sehr tierarm.
Teil 1810. Juli 2017
Hatte doch glatt das Fazit zu Urikaruus vergessen: Tolles Wilderness Camp mit guten Aufteilung (Schlafzimmer oben, Küche extra unterhalb), kleiner Balkon sogar vor dem Schlafzimmer. Große Terrasse mit tollem Blick auf das Wasserloch. Erik, der Ranger ist auch sehr, sehr nett. Gute Lage im KTP, da es fast genau in der Mitte des Auob-Tals liegt. Leider immer schwer zu bekommen.
Teil 1910. Juli 2017
Nossob: Wir hatten eine 4-Bett Unterkunft gebucht. Zimmer lag in der Mitte eines Komplexes. Aussicht auf den Parkplatz bzw. zu den Campern. Bad etwas heruntergekommen. Hier hat es uns überhaupt nicht gefallen und ich war froh, dass ich eine weitere Nacht schon im Vorfeld storniert hatte. Lohnt sich meines Erachtens nur als Zwischenstation, wenn man vorhat noch nach Grootkolk oder Gharagab zu fahren bzw. zu übernachten.
Bis auf ein paar Oryx und Raubvögel sahen wir auf der Rückfahrt bis Urikaruus fast keine Tiere.
Ab Urikaruus Richtung Mata Mata wurde es dann wieder etwas tierreicher.
Teil 2014. Juli 2017
Ausreise KTP:
Die Ausreise war auf südafrikanischer Seite schnell erledigt. Auf namibischer Seite bekommt man ein neues Visum. Die Dame zickte etwas mit dem Visum und wollte immer das genaue Flugdatum wissen. Wir wollten aber aus Sicherheitsgrüden ein etwas längeres Visum haben, Letztendlich hat es dann auch funktioniert. Wir wurden bei der Einreise nach Namibia auch wieder weder nach Feuerholz, noch nach Lebensmitteln gefragt.
Fazit KTP:
Hhmmm.... Weiß jetzt gar nicht so genau wie ich das jetzt beschreiben soll. So ganz hat uns der Park noch nicht überzeugt und eigentlich waren wir eher etwas enttäuscht. Landschaftlich fanden wir ihn eher langweilig. Jetzt werden die meisten sagen: Wow, ihr hattet doch tolle Sichtungen. Ja, schon, aber die Fotos sind die Highlights aus 7 Tagen. Wir sind oft km gefahren und haben kein einziges Tier gesichtet. Vor allem die Verbindungsstraßen zwischen den beiden Flusstälern waren sehr, sehr tierarm. Die Löwen waren immer sehr weit weg, Leoparden haben wir gar nicht gesehen und die Hyänen war auch ganz weit weg. Einzig mit den Geparden hatten wir Glück und auch Raubvögel und Oryx sahen wir viele.
Waren wir vielleicht zur falschen Jahreszeit im KTP? oder hatten wir einfach nur etwas Pech? Aber vielleicht könnt ihr mir mal berichten was die Faszination KTP ausmacht. Für uns hat sich das eben noch nicht erschlossen und eigentlich haben mir dann doch die Elefanten gefehlt.
Vielleicht bin ich mittlerweile auch etwas verwöhnt von den Nationalparks in Uganda. Was allerdings wirklich klasse war, waren die beiden Wilderness Camps KTC und Urikaruus.
Weiß nicht genau, ob wir den KTP nochmal besuchen werden, zudem ich das Buchen ein Jahr im vorrausr mega nervig finde. Aber nur so hat man meistens eine Chance auf die Wilderness Camps.