Hallo liebe Fomis, nach langem Planen und Informationen hier aus diesem tollen Forum habe ich endlich die Zeit gefunden unseren 1.Trip durch Namibia hier zu posten. Geholfen haben mir die vielen tollen Reiseberichte aus diesem Forum und Volker und Ute aus Swakopmund. Allen sei Dank! Vorab: Wir haben die Fotos mit einer Kompaktkamera geschossen: Canon Powershot SX710HS. Ich bitte daher um Nachsicht bei der Qualität.
Wir kommen pünktlich mit dem Flixbus um 14:15 am Frankfurter Flughafen an. Einchecken bei Air Namibia um 18:30. Alles wird genau geprüft. Läuft aber alles problemlos ab. Abflug planmäßig um 20:15. Die Bordverpflegung ist gut. Warmes Abendessen und Getränke gibt es kostenlos und mehrfach. Nach ruhigem Nachtflug landen wir pünktlich um 6:00 in Windhoek auf dem internationalen Flughafen Hosea Kutako.
Teil 207. Mai 2017
Montag, 19.09.2016 - Immanuel Wilderness Lodge
Die Mietwagenfirma ASCO Carhire wartet bereits mit einem Fahrer in der Ankunftshalle. Da wir mit 3 anderen Paaren zu ASCO Carhire fahren, müssen wir noch auf diese warten. Wir nutzen die Zeit und sind die ersten am Wechselschalter und wechseln hier zum günstigsten Kurs während der ganzen Reise. Wir kaufen noch eine Telefonkarte und zwischenzeitlich hat der Fahrer alle Gäste beisammen und wir fahren ca. 30 Minuten zur Mietwagenfirma in Windhoek. Nach einer langen Prozedur bei ASCO Carhire mit Erklärungen des Wagens sowie der Haftpflichtversicherung wird klar, dass ich mit meinem alten Führerschein aus Deutschland gar nicht in Namibia fahren darf. Bernd hatte sich auf mein Bestreben den internationalen Führerschein besorgt. Nun darf er die ganze Reise alleine fahren. Wir fahren einen Suzuki Grand Vitara 4x4 Automatik. Auf dem Dach befindet sich ein 2. Reservereifen. Während unserer ganzen Reise durch Namibia haben wir keinen 2. Wagen mit einem Reifen auf dem Dach gesehen. Unser Wagen hat also einen großen Wiedererkennungswert. Das ist nicht zu verachten, denn geschätzte 95% der Autos in Namibia sind weiß. Das Auto hat bei Beginn der Reise einen Kilometerstand von 103.379 km. Das finde ich für einen Benziner und die Straßensituation Namibias ganz schön viel. Auf einen Hinweis, dass der Funkschlüssel nicht richtig funktioniert, kommt die lapidare Antwort: „zweimal drücken!“ Das funktioniert auch ein paar Mal. Nach dem ersten Aussteigen funktioniert es jedoch gar nicht mehr. Das heißt ab sofort die beiden 20kg-Koffer über die Rückbank hieven. Rein und raus, denn die Heckklappe hat keinen mechanischen Öffner und die Beifahrertür immer von innen öffnen. Ganz schön lästig.
Teil 307. Mai 2017
Das Linksfahren stellt sich in Windhoek erstmals sehr gewöhnungsbedürftig heraus und mehr als einmal kommen wir in brenzlige Situationen. Nach vergeblichen Suchen des MET (Umweltministerium) zum Kaufen des Permits für den geplanten Welwitchia- und Monddrive bei Swakopmund fahren wir zum Pick´n´Pay einkaufen. Danach die B1 zur Immanuel Wilderness Lodge. Da genau an der Abfahrt zur Lodge eine riesige Baustelle ist, kurven wir lange hin und her um eine Ersatzzufahrt zu finden. Das Navi will uns natürlich immer durch die Baustelle führen. Nach ca. 30 Minuten sind wir dann endlich auf einer Route, die uns zur Lodge führt und wir kommen um 11:30 an. Das Zimmer in einem Doppelchalet ist sehr schön mit einer kleinen Terrasse.
Tagesprogramm: Ausruhen, am Pool liegen und über die Lodge wandern. Hier laufen Springböcke Perlhühner, große Schildkröten und anderes Getier rum.
Teil 407. Mai 2017
Teil 508. Mai 2017
Nach einem guten und großen Frühstück mit Kuduschinken, Zebrasalami und Oryxwurst fahren wir um 8:30 los. Nach 40 Minuten machen wir eine Zwischenstation an einer Tankstelle und gehen über einen Craftmarkt gegenüber und kaufen kleine Holztiere. 2 Stunden Weiterfahrt auf einer endlosen geraden B1 bis Okonjima Plains Camp. Rechts und links an der B1 sehen wir Warzenschweine, Affen und 1 Oryx mit nur einem Horn. Das Gate zur Okonjima AfriCat erinnert an Jurassic Park nur etwas kleiner. Mit mehreren Stromkabeln oben gesichert. Wir fahren ca. 20 km Schotterpiste durch den Danger Room, Raubtiere wie Leopard und Gepard leben hier wild und selbständig und sehen Kudus, Giraffen, Oryxe, Graulärmvögel, Zebras. Wir kommen um 12:30 an. Gefahrene KM: 267
Teil 608. Mai 2017
Teil 708. Mai 2017
Danach gehen wir zurück zum Wagen, fahren zu einem gemütlichen Platz unter einem Kameldornbaum und nehmen unseren Sundowner zu uns. Auf der Rückfahrt sehen wir noch eine Hyäne. Abendessen um 20 Uhr mit Gemüsemix, Eland-Stroganoff und Reis.
Wir haben den Morning Leopard-Drive gebucht. Das heißt um 6 Uhr aufstehen, zum Treff um 6:15 mit dem Guide Jerry und den anderen Gästen. Wir unterhalten uns ein wenig auf Englisch. Um 7 Uhr ist Abfahrt. Wir fahren durch den großen Park und sehen Oryxe, Springböcke, Steinböcke, DikDik, Warzenschweine, Gnus und mehr. Wir suchen ca. 2 h mit Hilfe des Funkgerätes nach einem Leoparden und kreisen ihn immer mehr durch abenteuerliche Fahrten in unwegsamem Gelände ein. Allein wir sehen ihn nicht. Mehrmals fahren wir an ihm vorbei.
Dann plötzlich ein Ruf: da ist er. Rechts im Gestrüpp fast verborgen liegt der 18 Jahre alte Conciergo. Er ist hier der Chef aller Leoparden. Von uns lässt er sich kaum stören. Geht ein wenig seines Weges, legt sich hin, steht wieder auf und geht wieder ein Stück. Dann legt er sich halb verborgen in hohes Gras. Ist aber neugierig und lugt fast unsichtbar nach uns.
Wir beobachten ihn über ½ Stunde machen viele Fotos und fahren dann glücklich durch diese schöne Sichtung wieder zurück.
Nachmittags ist relaxen am Swimmingpool angesagt und um 19 Uhr gibt’s Dinner. Diesmal überbackenes Gemüse, Oryxsteak mit Kartoffelgratin, Eis mit Pfannkuchen gefüllt mit Heidelbeeren. Den netten Kerl (Gelbsschnabeltokko) haben wir auch entdeckt.
Teil 908. Mai 2017
Donnerstag, 22.09.2016 - Waterberg Plateau Lodge
Nach dem Frühstück brechen wir um 9:45 auf. An der Abbiegung von der C22 in die D2512 Gravelpad meint meine bessere Hälfte 1/4 Tankfüllung reicht nicht mehr für ca. 100 km. Mein Einwand: „Das reicht dicke“ wird beiseite gewischt und nun gut: fahren wir ca. 30 km zum Tanken nach Okarara und wieder 30km zurück! 🤩 Wir kommen um 12:45 an. Die Lodge ist toll gelegen. Mitten im Waterberg mit tollen Felsformationen und jedes Chalet hat einen eigenen kleinen Pool. Die Räume sind sehr schön und sehr sauber. Gefahrene KM: 169 mit Umweg von 60 KM zum Tanken
Teil 1008. Mai 2017
Für den Nachmittag haben wir einen Drive durch den Waterberg-Nationalpark gebucht. Wir hoffen Nashörner zu sehen. Um 15 Uhr gibt’s Kaffee und Kuchen und um 16 Uhr fahren wir mit 3 anderen Paaren los. Wir sehen Oryxe, DikDik, Giraffen, Impalas, Springböcke, Kudus und auf einer weiten Savanne Gnus, Wildpferde, Strauße und Nashörner.
Wir fahren ca. 1 Stunde durch die Dornbuschsavanne und halten an. Nun geht es zu Fuß weiter. Nach einer halben Stunde zwischen Dornbüschen hindurch sehen wir plötzlich 2 große Nashörner vor uns. Laut unseren beiden Guides sind es 2 Weibchen und diese wären nicht aggressiv. Wir sollten ihnen aber nicht zu nahe kommen und nicht den Weg versperren. Die beiden grasen den Boden ab und lassen sich von uns nicht stören. Wir begleiten sie ein wenig beim Fressen und machen viele Fotos. Dann lassen wir sie in Ruhe und gehen wieder zurück. Dabei ziehe ich mir einen tiefen Kratzer mit einem Dorn an der Schläfe.
Als wir im Restaurant ankommen, bekommen wir den letzten Tisch. Sind aber verwundert, da noch nicht alle, die mit zum Drive waren, da sind. Dann klärt es sich auf. Camper haben einen Tisch besetzt und wollen etwas bestellen. Leider geht das nicht. Die Tische sind nur für Lodge-Besucher und genau abgezählt. Die Camper müssen den Platz räumen. Sie diskutieren und stehen dann mürrisch auf und gehen. Zum Dinner genießen wir: Vorspeise: Spinatsuppe, Hauptgericht: gefülltes Oryxsteak, Brokkoli, Kartoffeln, Rotkohlsalat Nachtisch: Käsekuchen
Teil 1109. Mai 2017
Freitag, 23.09.16 - Onguma Bush Camp
Nach leckerem Frühstück brechen wir um 8:45 auf. Wir machen in Tsumeb Stop. Tsumep ist eine schöne Stadt. Man wird bei Stadteinfahrt mit einer Palmenallee willkommen geheißen. Wir tanken, kaufen im Spar ein und fahren weiter. Um 14 Uhr sind wir im Onguma Bush Camp, das vor dem Etosha Gate liegt. Wir beziehen unser hübsches Häuschen, das direkt am Pool liegt. Den nutzen wir natürlich sofort den ganzen Nachmittag. Die Anlage liegt an einem großen eigenen Wasserloch, das viele Tiere anzieht. Man kann den ganzen Tag vom Pool aus die Tiere beobachten. Uns hat diese Lodge am besten gefallen. Gefahrene KM: 298 Dinner: Butternutsuppe, Oryxsteak, Babykartoffeln, Gemsquash, Blumenkohl mit Käsesauce Pudding mit Himbeersauce
Teil 1209. Mai 2017
Samstag, 24.09.2016 - Tagesfahrt durch den Osten des Etosha Parks
Um 10 Uhr Einfahrt in den Osten des Etosha-Parks über den „Von-Lindequit-Gate. Wir kaufen unsere Permits: 2 x 85 NAD (5,50 €). Wir fahren zum Namutomi, ein ehemaliges Fort der Deutschen. Danach steuern das Chudop-Wasserloch an und sehen jede Menge Impalas, Zebras, eine Giraffenmutter mit Kalb, Kudus, Springböcke und einen Elefanten.
Um 12 Uhr erreichen wir Kalkheuwel. Dort bleiben wir 45 Minuten, da es viele Tiere zu bewundern gibt. Ca. 40 Elefanten mit Nachwuchs, viele Impalas, Kudus und Zebras.
Am Wasserloch Ngobib um ca. 13 Uhr wundern wir uns: keine Tiere. Dann sehen wir den Grund: 2 schlafende Löwen! Ein Paar. Unsere ersten!! Sie schlafen und bewegen sich kaum, sind wohl vollgefressen.
Nach dieser Sichtung fahren wir zurück zur Onguma-Lodge und genießen den Nachmittag am Pool. Abends wieder leckeres Dinner direkt am Wasserloch. Wir hatten uns den Tisch am Morgen reserviert.
Teil 1309. Mai 2017
Sonntag, 25.9.2016 – Pirschfahrt nach Okaukuejo
Abfahrt nach leckerem Frühstück um 9:15. Beim Packen unseres Autos fällt mir eine Frau auf High Heels auf. Ich sage: “ wie passend, auf High Heels durch den Busch“. 😄 Wir schütteln den Kopf und lachen. Wir fahren von Osten bis in den Westen quer durch den ganzen Park und haben am Ende 655 km gefahren, da wir fast jedes Wasserloch ansteuerten. Erstes Loch wie gestern: Kalkheuwel. Heute keine Elefanten, aber Impalas, Zebras, Kudus , 2 Warzenschweine und einen Tokko im Baum.
In Ockerfontein kommen 3 Elefanten nacheinander langsam ans Loch. Es ist sehr windig und staubig.
Goas: eine Herde Springböcke, Impalas, Giraffen und Kudus. Auf der Weiterfahrt begegnen uns Strauße, Gnus und Giraffen.
Um 13:45 erreichen wir das Resort Halali und müssen wieder tanken. Danach setzen wir uns ins Restaurant und trinken Wasser. Ein Besuch des Wasserlochs ist natürlich obligatorisch. Wir sehen viele Zebras.
Uns gefallen die Unterkünfte nicht so. Wir würden hier nichts buchen. Weiterfahrt nach Rietfontein. Hier sehen wir Springböcke, 5 Giraffen, die sehr langsam zum Wasserloch kommen, Zebras und ein Nashorn zuerst sehr versteckt im Wasser liegend.
In Aus sehen wir keine Tiere. Hoffen deswegen Löwen zu sehen, können aber keine entdecken.
Wir fahren dann weiter nach Olifantsbad. Durch eine weiße Landschaft, verursacht durch Salz und viel Wind. Wir sehen auf der Fahrt eine Kuhantilope im „Schnee“.
In Olifantsbad sehen wir Löwen Nr. 3 und 4! Wieder ein Paar. Kuhantilopen stehen weit entfernt im Gebüsch auf der anderen Seite des Wasserlochs und trauen sich nicht zu trinken. Nur ein Schakal kümmert sich nicht um die Löwen.
In Gemsbokvlakte sehen wir nur 1 Schakal und 2 Springböcke. Weiterfahrt zu unserer nächsten Unterkunft Okaukuejo und wie beziehen unser Chalet direkt am Wasserloch. Das gefällt uns sehr gut. Aber der Wasserkocher nebst Teebeutel und Kaffee kann an keine Steckdose angeschlossen werden. Sie fehlt einfach. Es gibt im Zimmer nur 2 Steckdosen für die Nachttischlampen. Um den Fön anzuschließen muss ich eine dieser Steckdose benutzen. Das Dinner gibt’s für 230 NAD (14,50€) als Buffet und ist gut. Aber die Räumlichkeiten sind sehr lieblos eingerichtet. Staatlich eben. Das Wasserloch jedoch ist eine Wucht. Genau deswegen haben wir diese Unterkunft gebucht. Es ist die ganze Nacht beleuchtet. Man könnte also die ganze Nacht Tiere beobachten. Wir sehen viele Elefanten mit Nachwuchs. Warzenschweine und diverse Antilopen. Die Elefantenherde ist aufgeregt. Bald ist klar warum: Es schleicht sich ein Leopard an. Ich kann ihn sehen, wie er in der Dunkelheit zum Wasserloch kommt und ca. 5 Minuten seinen Durst stillt. Dann geht er wieder. Leider ist das Foto nichts geworden. Die Elefantenherde geht auch bald in eine dunkle Ecke in der Nähe des Wasserlochs. Man sieht sie nicht mehr aber man hört sie noch lange lärmen. Sie wollen wohl den Leoparden warnen.
Ein paar gefiederte Gesellen konnten wir im Resort auch noch ablichten.
Teil 1411. Mai 2017
Montag, 26.09.2016 – Richtung Dolomite Camp
Nach dem Frühstück tanken wir nochmal und fahren um 9:30 weiter und haben vor alle Wasserlöcher anzufahren. Heute ist es bedeckt und es sieht nach Regen aus. Wir würden es Namibia ja sehr gönnen. Es hat teilweise seit 5 Jahren nicht geregnet. Nach einer kleinen Falschfahrt sehen wir an dem ausgetrockneten Wasserloch Leeubron einen Schakal. Er ist scheu und verschwindet alsbald.
Nächstes Wasserloch Ozonjuzji m`Bari bietet Giraffenherde, Springböcke, Gnus, Oryxe, Strauße, Giraffenkuh mit Kalb, Zebras und viele Vogelschwärme. Hier sieht es aus wie im Paradies. Sehr viele Tiere, alle friedlich miteinander.
In der Ferne kämpfen 2 Oryxbullen und wirbeln viel Staub auf.
Die nächsten Wasserlöcher sind nicht stark besucht. An manchen sind gar keine Tiere. Bei Tobieroen sind Oryxe, Strauße und eine Herde Kuhantilopen versammelt. Auf der Strecke dahin sehen wir Gnus, Springböcke, Strauße.
Beim Wasserloch Olifantsrus gibt es eine Campinganlage, die sehr schön ist. Am Wasserloch ist ein Turm aufgebaut, in dem man auch bei Regen fotografieren kann. Wir gehen auf den Turm und plötzlich fängt es tatsächlich an zu regnen. Ganze 15 Minuten, dann ist es wieder vorbei. Viel zu wenig! Es tummeln sich Zebras und Gnus im Wasserloch. Die Zebras sichtlich mit Vergnügen und sie haben viel Spaß.
Am Wasserloch Nomab befinden sich nur 3 Geier.
Auf unserer weiteren Fahrt laufen ständig Tiere, vor allem Zebras über die Straße. Wir müssen daher sehr aufpassen.
Um 14:30 erreichen wir unser letztes Domizil im Etosha: Das Dolomit Camp ist eindrucksvoll an einen Berghang gebaut. Die Chalets sind luxuriöse Zelte mit massivem Holzboden und mit Gras gedeckten Dächern. Lediglich die Wände bestehen aus festem Zeltstoff. Gefahren KM: 180
Wir werden am Parkplatz von einem Golfbuggy abgeholt. Es bringt uns mitsamt Koffer zu unserem Chalet Nr. 14. Wir hätten gerne Nr. 13 gehabt, denn von diesem sieht man direkt aufs Wasserloch. Wir setzen uns auf unserem kleinen Balkon und können entfernt aufs Wasserloch schauen. Leider nicht so nah. Aber bald sehen wir am Chalet Nr. 13, das unser direkter Nachbar ist, viele Affen turnen. Nun bin ich froh doch nicht die Nr. 13 bekommen zu haben, denn die Affen haben alles verwüstet und mit Kot verunreinigt. Wir können tolle Fotos vom Wasserloch machen, die Nachbarn sehen wir nicht. Von fern sehen wir eine Elefantenherde auf das Wasserloch zusteuen.
Teil 1513. Mai 2017
Später gesellen sich noch Kuhantilopen, ein Oryxbulle, Giraffen, Zebras und Elandantilopen dazu. Wir beobachten das Treiben mehr als 1 Stunde, dann zieht sich die Elefantenherde wieder in den Busch zurück. Wir beschließen nun den Swimmingpool zu nutzen und den restlichen Nachmittag zu relaxen.
Teil 1613. Mai 2017
Dienstag, 27.09.2016 – Richtung Vingerklip
Am nächsten Morgen gibt’s eine große Überraschung. mein Gatte geht auf den Balkon um einen Blick in die Savanne zu werfen. Er kommt fluchend zurück! Der Balkon ist voller Affenkot und natürlich ist er barfuß rein getreten. 🤪 Alles ist schmutzig und umgeworfen. Die Fensterscheibe hat einen Sprung. Wir hatten die Nacht Affenbesuch. 🤩 Er erzählt, dass in der Nacht ein großes Gepolter auf dem Dach und auf dem Balkon gehört hat. Wir packen schleunigst unsere Sachen und lassen uns vom Golfbuggy zum Frühstück fahren. Dort lernen wir Luxemburger kennen, die heute auch aufbrechen aber in die andere Richtung fahren. Wir haben Glück und müssen nicht lange auf den Golfbuggy warten. Er bringt uns nach dem Frühstück um 9:00 zum Wagen und wir fahren das 1. Wasserloch Klippan an: dort sehen wir Zebras, Kuhantilopen und Oryxe. Auf dem Rückweg sehen wir einen Wagen an der Straßenseite stehen. Als wir näher kommen, winken die Insassen wie wild. Wir halten an und erkennen die Luxemburger von heute Morgen wieder. Sie rufen ganz aufgeregt: da liegen Löwen. Und tatsächlich: keine 20 m von der Straße entfernt liegen 2 wunderschöne Paschas im Gebüsch und dösen. Unsere Löwensichtung Nr. 5 und 6. Nachdem wir im Krüger Nationalpark vor 3 Jahren keinen einzigen gesehen haben, sind wir nun richtig happy. Wir stellen den Wagen so, dass man gut fotografieren kann. Die beiden sind aber wohl vollgefressen und satt, denn sie bewegen sich kaum. Wir machen etwas Lärm: klatschen in die Hände, schlagen die Tür zu, rufen. Nix! Nicht mal ein Ohr wackelt als keine 50 m entfernt ein dicker Oryx vorbeimarschiert. Mein Gatte meint, ich solle sie mal steicheln, dann würden sie mit Sicherheit wach werden. 🤩 (Scherzkeks!!!) Etwas später gelingen dann doch noch schöne Fotos, nachdem einer etwas genervt in unsere Richtung schaut.
Danach fahren wir zum Galton Gate, bezahlen unser Permit für die letzten 2 Tage und verlassen den Etosha um 11:20. Auf dem Weg zu Gate sehen wir Strauße, Kudus und eine Rappenantilope.
Wir verzichten auf den Besuch eines Himbadorfes, tanken in Kamanjab und kommen um 15 Uhr an der Vingerklip Lodge über dem Tal der Ugab-Terassen an. Wir beziehen unser hübsches Chalet. Gefahrene KM: 283
Gegen 19 Uhr gehen wir zum Dinner, das als Barbecue serviert wird. Wir nehmen es im Eagle`s Nest zu uns. Dafür müssen wir einen steilen Weg und eine sehr wackelige große Metalltreppe überwinden. Das ist nichts für Leute mit Höhenangst. Aber es lohnt sich. Der Ausblick ist phänomenal. Vor allem der Sonnenuntergang.
Demit ihr seht, mit wem ihr reist.
Teil 1716. Mai 2017
Mittwoch, 28.09.2016 – Erongogebirge
Nach dem Frühstück starten wir um 8:45. Gravel wechselt mit roter Sandpiste. Die Strecke ist sehr interessant. Nach einiger Zeit sehen wir in der Ferne Rauch aufsteigen. Als wir näher kommen entpuppt sich das als ein Buschbrand. Mein erster Gedanke: Feuerwehr anrufen. Aber wir sind über 100 km vom nächsten Ort entfernt und ob die eine Feuerwehr haben? Also ist das wohl sinnlos. Wir hoffen der Brand findet bald keine Nahrung mehr.
Wir tanken in Omaruru. Danach wird die Straße schlecht. Viel Wellblech. Auf dem Weg zur Hohensteinlodge besuchen wir noch das San Living Museum. Das lebende Museum gibt den Besuchern einen interessanten Einblick in die uralte Jäger- und Sammlerkultur und die ursprüngliche Lebensweise der San (Buschmänner). Wir machen mit 2 San eine Buschwanderung zu den Felsmalereien der San und uns werden die uralten Techniken des Feuermachens und des Jagens gezeigt. Einer spricht die San Sprache (Klicklaute) und einer übersetzt ins Englische. Die Tour dauert ca. 1,5 Stunden.
Wir kommen um16:30 an der Hohensteinlodge an. Wir beziehen unser Chalet und entspannen am Swimmingpool.
Am Abend leckeres Dinner: Spinatquiche, Oryxsteak, Gemsquash, Farmkartoffeln, Tiramisu
Teil 1816. Mai 2017
Donnerstag, 29.09.2016 – Tagesausflug im Erongo Gebirge zur Farm Ameib
Heute wollen wir zur Farm Ameib fahren um dort “Bull´s Party“ zu besuchen. Wir starten nach dem Frühstück um 8:30. Die Fahrt dauert ½ Stunde. Wir entschließen uns die Wanderung zu machen und nicht mit dem Auto zu fahren, bezahlen das Permit an der Rezeption und besorgen uns einen Plan. Wir fahren mit dem Wagen zum Startparkplatz und marschieren los. Die Wegstrecke ist mit Pfeilen und Punkten gekennzeichnet. Nach einiger Zeit finden wir plötzlich keine Pfeile und Punkte mehr. Wir irren umher, um die Wegzeichnung zu suchen. Wir klettern Felsformationen hinauf und wieder hinunter. Zwischenzeitlich haben wir Giraffen entdeckt. Ein Paar mit Zwillingen. Bis wir endlich nach 2 Stunden wieder Punkte entdecken. Diese führen uns erneut Felsen hinauf und auf der anderen Seite wieder hinunter, aber nicht zu Bull´s Party. Auf dem Weg kommen uns 2 junge Frauen entgegen. Mit ihnen diskutieren wir über den Weg. Nun sind wir sicher, dass wir auf einem Weg zur Hauptstraße sind. Erneut treffen wir 3 Leute. Mit ihnen gehen wir den restlichen Weg bis zu deren Parkplatz. Aber statt uns bis zu unserem Parkplatz mitzunehmen, fahren sie einfach davon. Wir müssen aber nur noch 15 Minuten bis zu unserem Wagen gehen. Entnervt beschließen wir den Weg zu "Bull´s Party" mit dem Auto zu fahren.
Danach fahren wir zurück zur Farm und trinken nach dieser anstrengenden Tour am Pool etwas und entdecken eine namibische Felsenagame.
Auf dem Rückweg tanken wir in Usakos und sind um 15 Uhr zurück auf der Lodge. Nachmittags relaxen am Pool und abends leckeres Dinner: Gebackener Ziegenkäse auf Eisbergsalat, Paniertes Hühnerfilet mit Möhren, Zucchini und Kartoffeln, Pudding
Abfahrt um 8:30. Wir fahren bald auf der B2 Richtung Süden. Unterwegs machen wir um 11 Uhr an der Guanikontes-Quelle Rast und trinken Tee. Hier laufen viele Ziegen und ein wunderschöner Pfau umher.
An der Kreuzung B2/D1991 biegen wir links ab und fahren durch die berühmte Mondlandschaft und den Welwitchia-Drive, für den man das eingangs erwähnte Permit braucht. Die Landschaften sind atemberaubend. Man wähnt sich auf einem anderen Planeten oder eben auf dem Mond. Hier könnte man den nächsten Star-Wars-Film drehen. 😄
Die Welwitschie wächst endemisch in der Wüste Namib im südlichen Afrika. Sie wurde 1859 von dem Österreicher Friedrich Welwitch entdeckt. Obwohl sie mehrere Hundert Jahre alt wird, besitzt sie nur ein einziges Blattpaar. Diese sind jedoch zerrissen, so dass man meint, es seien viele Blätter.
Das älteste Exemplar soll über 500 Jahre alt sein und ist durch einen hohen Zaun geschützt. Man kann auf einer Treppe nach oben auf eine Empore steigen und die Pflanze fotografieren.
Wir kommen um 13:45 in Swakopmund an - ohne eine Kontrolle. Glück gehabt! Auf der Jetty gönnen wir uns einen Wein und genießen nach den sehr trockenen Landschaften die See.
Danach fahren wir zu unserer Unterkunft: das Beach Hotel. Ich hatte Sea-View gebucht. Als wir das Zimmer beziehen sind wir enttäuscht. Man kann das Meer nur an einem kleinen Punkt zwischen den gegenüberliegenden Gebäuden sehen. Dafür sehen wir den Parkplatz unten genau! 🤩 Wir sind im 2. Stockwerk, das Meer sieht man jedoch erst ab dem 3. Stock deutlich.
Danach machen wir einen Stadtbummel. Uns gefällt das Städtchen sehr. Alles sieht sehr gepflegt und sauber aus. Die Gebäude sind im Top-Zustand.
Für 20 Uhr haben wir im TUG, ein bekanntes Fischrestaurant auf der Jetty, einen Tisch mit Seeblick reserviert. Volker und Ute wollen uns um 19 Uhr im Beachhotel abholen. Gegen 19 Uhr entsteht Stress. Bernd hat durch mehrfache Falscheingabe den Zimmersafe gesperrt. Also noch schnell den Hotelmanager informieren und den Safe entsperren. Ein Glück, dass Volker und Ute sich verspäten. Wir machen eine kleine Stadtrundfahrt und um 20 Uhr gehen wir ins TUG. Natürlich ist sofort kein Tisch frei. Wir müssen ca. 20 Minuten warten. Das tun wir in einer kleinen dafür vorgesehenen Bar. Dann heißt es: kommen Sie bitte. Wir sind verwundert, der Tisch steht mitten im Raum. Umgeben von vielen Essgerüchen. Auf meinen Einwand: „We have booked seaview“, ist plötzlich ein wunderschön gelegener Tisch an der Glasfront frei. Wir können den Wellenschlag durch 2 zur Ecke gesetzte Fensterscheiben sehen. Zufrieden bestellen wir Kingfish, gegart in Alufolie und eine Flasche südafrikanischen Chenin Blanc. Es schmeckt hervorragend. Nach dem Essen gehen wir zu Fuß zum Hotel und gleich ins Bett, da wir morgen früh den Wagen für die Reparatur des Schlüssels abgeben müssen und einen langen Tag vor uns haben.
Teil 2020. Mai 2017
Samstag, 1.10.2016 – Walvis Bay, Combo Tour
Wir frühstücken heute schon um 7 Uhr. Volker holt uns um 7:45 ab und er fährt mit uns zur Werkstatt. Dort geben wir den Suzuki ab. Danach fährt er uns nach Walvis Bay zur Waterfront und zum Einchecken der Tour. Wir vereinbaren, dass wir ihn zwischen 16 und 17 Uhr anrufen, wenn wir von unserer Tour zurück sind. Die Katamarantour beginnt um 9 Uhr. Uns begrüßen gleich mehrere Pelikane.
Einer ist besonders zutraulich und möchte gefüttert werden. Mehrmals fliegt er davon und kommt wieder um sich Fische abzuholen. Auch ein Seelöwe springt an Bord und wird mit Fischen gefüttert. Auch ich darf ihm einen Fisch geben. Wir fahren vorbei an alten rostenden Schiffen, an einer Austernzucht, an einem Bohrturm, der nicht mehr bohrt, aber nach Öl stinkt, bis zu einer Landzunge, auf der sich eine Robbenkolonie und Kormorane tummeln.
Wir sehen auch Delphine.
Gegen Mittag gibt es ein leckeres Lunch mit Sekt, Austern und anderen Kleinigkeiten:
Dann geht’s zurück. Diese beiden Pelikanmädchen sind ca. 7 Monate alt und sehr zutraulich. Sie wurden als Küken vorm Ertrinken gerettet.
Für Nachmittag ist die Wüstenralley in Sandwich Habour gebucht. Es geht mit einem Landrover an Lagunen voller Flamingos vorbei, vorbei an einer Salzfabrik bis in die Dünen von Sandwich Habour.
Die Wüstenralley ist supergeil. Es geht rauf und runter, wie auf einer Achterbahn. Da ich als Beifahrer vorne sitze, habe ich viel Spaß. Zum Abschluss gibt es wieder Austern und kleine Häppchen. Heute haben wir eine Riesenportion Eiweiß bekommen.
Den Abend beschließen wir in einem Zelt, direkt bei unserem Hotel. Es sind viele Besucher da. Man kann sich hinter Glas setzen, um vor dem Wind geschützt zu sein. Es gibt eine kleine aber feine Karte.