BObotsiThemenstarter20 Beiträge · seit 200623. Apr. 2017 · #1
Hey wir sind Anfang Juni für 3 Nächte auf der Grootberg Lodge. Lohnt es sich dort die Tour nach Wüstenelefanten mit zu machen? Ist recht teuer. Oder fährt man lieber selber ins Palmwag Konzessionsgebiet ( wir haben ein 4x4 Mietauto und Erfahrungen im Offroad fahren). Oder gibt es eine günstigere Alternative in der Umgebung auf der Suche nach Wüstenelefanten? Danke.
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200823. Apr. 2017 · #2
Hallo botsi,
im Palmwagkonzessionsgebiet sieht man relativ oft Wüstenelefanten und zwar nach meiner Erfahrung am besten in der Palmwag Lodge von der Terrasse aus. Abends und nachts kommen sie auch gerne mal an den Pool auf dem Campingplatz. Problem:Palmwag ist keine Lodge, auf die man als Tagesgast gehen kann. Kein Personal da. Das Palmwag Konzessionsgebiet ist traumhaft schön, aber ich rate von einer Erkundigung des Konzessionsgebietes auf eigene Faust ab, auch wenn Ihr Offroad-Erfahrungen habt. Die Fahrt erfordert viel zu viel Konzentration und dann siehst Du die Tiere nicht. Und es gibt eine Menge mehr als Wüstenelefanten.
Persönlich einfacher finde ich eine Fahrt in den Hoanib bei Sesfontein. Vom Grootberg gut eine Stunde Fahrt. In Sesfontein kann man sich einen Guide "mieten", der den Fluss kennt und der so ungefähr weiß/wissen sollte, wo die Wüstenelefanten gerade sind. Allerdings ist das wiederum eine Frage, wie lange es dort noch regnet und wie aufgeweicht der Untergrund noch ist, wenn Ihr da seid.
Übrigens, ich finde Rhino Trekking viel interessanter, wenn das von der Grootberg Lodge noch angeboten wird. Das wird übrigens auch auf Palmwag angeboten und wenn Ihr Euch am Ankunftstag dort erkundigt - Entfernung zur Grootberg Lodge ca. 30 km - dann besteht vielleicht die Möglichkeit eine solche Tagestour mitzumachen, auch wenn Ihr keine Gäste auf Palmwag seid.
Hallo, wir haben im Januar beides von der Grootberg Lodge aus gemacht, Rhino und Elephant Tracking. Beide Touren fand ich lohnend. Auf den Touren haben wir neben Giraffen und den weiteren üblichen Verdächtigen mehrere Rhinos gesehen und eine ganze Herde Elefanten.
Hallo Gerd, ich war letzen Mai auf der Palmwag Lodge als Tagesgast. Einfach rein, etwas getrunken und wieder gegangen. Da hatte niemand etwas dagegen.
Gruß WErner
Burschi4'140 Beiträge · seit 200923. Apr. 2017 · #5
Hallo Botsi, ich habe das Elefant-Tracking der Grootberg Lodge im letzten Jahr gemacht. Wir waren 6 Stunden unterwegs und haben für 6 Minuten 6 Elefanten gesehen. Es gab jede Menge Spuren, aber die Eles haben sich erst nach 5 Stunden blicken lassen. Dann standen sie noch dazu im relativ dichten Busch. Ich fand das Gelände für die Tour nicht so ideal und die Tour relativ teuer. Die Lodge war sehr schön, aber die Touren dort würde ich ncht mehr machen. Gruß: Burschi
also zu den Touren von Grootberg Lodge aus kann ich dir leider nichts sagen.
Aber wir haben eine solche Elephant-Tracking-Tour vom Mowani Mountain Camp aus gemacht und wir waren sehr begeistert.
Wir waren ca. 5 h unterwegs. Nach ca. 1,5 Stunden Fahrt sind wir das erste Mal auf Elefanten getroffen. Aus einem puren Reflex heraus habe ich meine Kamera hoch genommen und "wie wild drauf los geschossen". Ich hatte dir Befürchtung, dass die Fahrt gleich wieder weiter geht. Aber dem war nicht so. Tatsächlich sind wir ca. 1 h bei den Elefanten geblieben. Die Tiere sind um unser Fahrzeug herum gegangen und haben sich ganz frei bewegt. Das war ein wahnsinniges Erlebnis sie so nach und frei beobachten zu können.
Nach ca. 1 h ging es dann weiter zu einerm "Rastplatz" und auf dem Rückweg waren wir nochmals ca. 30 Minuten bei den Elefanten.
Du hörst es bestimmt raus. Wir sind begeistert von der Tour und würden es jederzeit wieder machen. Das investierte Geld war es in unseren Augen auf jeden Fall wert.
Dass wir auf dem Rückweg noch auf ein Rudel Wüstenlöwen getroffen sind, hat dem ganzen Tag natürlich noch die Krone aufgesetzt.
Ich hänge dir mal ein paar Bilder als "Entscheidungshilfe" mit an.
Burschi schrieb:Hallo Botsi, ich habe das Elefant-Tracking der Grootberg Lodge im letzten Jahr gemacht. Wir waren 6 Stunden unterwegs und haben für 6 Minuten 6 Elefanten gesehen. Es gab jede Menge Spuren, aber die Eles haben sich erst nach 5 Stunden blicken lassen. Dann standen sie noch dazu im relativ dichten Busch. Ich fand das Gelände für die Tour nicht so ideal und die Tour relativ teuer. Die Lodge war sehr schön, aber die Touren dort würde ich ncht mehr machen. Gruß: Burschi
Auch wir waren im Dezember in der Grootberg Lodge und ich kann die Erfahrungen von Burschi zu 100 % bestätigen. Alle Touren empfanden wir als völlig überteuert.
Wir hörten von anderen Gästen, dass sie sogar 8 Stunden unterwegs waren.
Hallo Botsi, Wir waren letzten September in der Grootberg Lodge. Wir hatten bei unserem Elefantentracking schon nach 2h unsere Sichtung. Die Tiere waren auch lange Zeit in unserer Nähe und sind dann langsam an uns vorbei gegangen. Wir hatten anschließend die Gelegenheit die lokale Schule zu besuchen. Was uns ganz andere Einblicke in das namibische Leben gebracht hat. Was ich aber sagen möchte, ja die Touren sind teuer. Aber wir sind in keinem Zoo. Mal hat man Glück mal hat man Pech. Dieses Risiko hast du bei allen Touren nicht nur am Grootberg. Hier unterstützt du die lokale Community was auch nicht ganz unwichtig ist. Viel Spaß bei euer Tour und viele Sichtungen. LG Renate
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BObotsiThemenstarter20 Beiträge · seit 200625. Apr. 2017 · #9
Hey Allen vielen Dank für Ihre Beiträge.
Was ich mich aber auch Frage, sind das auch wirklich immer echte Wüstenelefanten? Nur weil der Führer es sagt. Die Wüstenelefanten sind ja nach neuesten Erkenntnissen eine Unterrasse und haben gewisse Merkmale die sie vom normalen Steppenelefant unterscheidet. Zu dem laufen in den Gebieten auch normale Elefanten zum Teil rum. Der Bestand der echten Wüstenelefanten in Namibia soll ja so zwischen 300-400 liegen.
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201325. Apr. 2017 · #10
Hallo Botsi,
egal ob die Tour billig oder teuer ist, ob sie lang oder kurz ist - du hast nie eine Garantie auf Sichtungsglück.
Wir haben selbst das beste Beispiel erlebt am "berühmten" Wasserloch von Okaukuejo im Etosha NP: Bei unserer ersten Reise schlugen wir uns dort die Nacht um die Ohren und sahen nur einen einzelnen Schakal. Auf einer anderen Reise erlebten wir dort innerhalb kürzester Zeit eine Herde Elefanten, etliche Nashörner sowie die üblichen Verdächtigen in Mengen.
Das Elephant Tracking erlebten wir 2015 von der Khowarib Lodge aus. Wenn man es ganz genau nehmen möchte, war es nicht sehr erfolgreich, denn von Nahem sahen wir nur einen Elefanten, konnten aber beobachten, wie er sehr geschickt das Steilufer hinaufstieg, was wir sehr interessant fanden. Dann gab es noch einige Elefanten in so großer Entfernung, dass man sie auf den Fotos nur erahnen kann. Unser Fahrer setzte seinen ganzen Ehrgeiz daran, uns noch einige Löwen zu zeigen, aber außer Spuren war nichts.
Manche/r würde nun sagen, die Fahrt war ihr Geld nicht wert, das fanden wir jedoch nicht. Ob ich nun einen Wüstenelefanten sehe oder einen "normalen" im Etosha, ist mir egal. Es gab zudem eine Menge anderer Tiere zu beobachten, die genauso interessant waren. Aber das schönste war die Fahrt an sich, die wunderbare Landschaft, Wege und Abzweigungen, die man sicher allein nicht gefahren wäre ... und dazu das interessante Gespräch mit dem Fahrer.
Man darf die Erwartungen nicht zu hoch stecken, muss sich auf die Fahrt entspannt einlassen, das genießen, was einem geboten wird, und nicht enttäuscht sein über das, was man nicht gesehen hat - wie im richtigen Leben. 😉 Wir würden so eine Fahrt - ob sie sich nun Elephant oder Rhino Tracking nennt - jederzeit wieder unternehmen wollen.
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Andre008794 Beiträge · seit 201325. Apr. 2017 · #11
Hallo zusammen,
ich kann mich Burschi auch nur anschließen, wir waren beim Rhino Tracking. War recht teuer und sehr chaotisch organisiert. Zwei Tracker ohne Funkgeräte sind ausgeschwärmt und wir verbrachten die Zeit wartend in der Hitze. Am Ende haben wir nur noch die Tracker gesucht… Die gestellten Wasserreserven wurden knapp. Rhinos gab es übrigens keine.
Dann lieber die schöne Lodge und die tolle Aussicht genießen.
Für Wüstenelfanten kann ich das Hoanib Tal empfehlen. Hatten dort immer mehrere Herden gesehen.
Beste Grüße
Andre
Achim G.294 Beiträge · seit 200725. Apr. 2017 · #12
Hallo zusammen,
auch ich kann mich Burschi anschließen. Wir waren (2015) lange unterwegs und hatten 3 Mitarbeiter, die sich sicher Mühe gegeben haben... Kurz vor Schluss haben wir dann im stark bewachsenen Gelände ein paar Elefanten für ein paar Minuten gesehen. Zuvor sind wir aber min. 4 Std. (planlos?, so kam es mir vor...) durch die Gegend kutschiert worden. Das es teuer war, wussten wir vorher, aber noch einmal...nö. Hingegen kann die die angebotenen Touren von Camp Kipwe / Mowani sehr empfehlen.
Vorsicht Achim, auch die Elefantentouren von Mowani/Camp Kipwe können auf stundenlanges "planloses" Rumfahren 'rauslaufen! Selbst erlebt und außer Spuren nichts gesehen. Dabei wurden sogar lokale Bauern gegen ein paar Scheinchen angeheuert, die behaupteten zu wissen, wo die Elefanten sind.
Hat alles nichts genutzt. Und das ist gut so! Egal ob Mowani oder Grootberg: wenn wir mal bei "garantierten Sichtungen" sind, dann ist der letzte Rest des "Naturfeelings" vollends die Spülung 'runter.
Dann fliegen wir alle nur noch nach Namibia zur "Kätzchenfütterung" von Jagdaufzuchtstationen und zum Elefantenreiten. Oder auch nicht! Denn dann kann ich ja auch in den Zoo gehen.
Wir planen gerade den nächsten Namibia-Trip. Hoffen, daß er annähernd so erfüllend wird, wie das letzte Mal. Wüstenelefanten hatten wir zwar nicht, aber wir gehen auch nicht zum Abhaken von Tierlisten hin. Wenn etwas "garantiert" ist, ist es doch langweilig!
Warum gehen die Leute zum Fußball? Weil man nicht weiß wie's ausgeht...
Achim G.294 Beiträge · seit 200725. Apr. 2017 · #14
Vorsicht "Randfontain", ich habe lediglich meine eigenen Erfahrungen niedergeschrieben. Mit keinem Wort habe ich behauptet, dass die Mowanitouren / Camp Kipwetouren immer tolle oder "garantierte" Sichtungen hervorbringen.
Teuer war's, das stimmt. Aber ich fand beide Touren der Grootberg Lodge durchaus erlebnisreich und positiv. Wir waren jeweils nur zu viert unterwegs und die Leute waren sehr bemüht. Auf der Rhino-Tour wurde noch eine Stunde drangehängt, was und eine dritte Sichtung ermöglicht hat. DIe Tiere in "freier Wildbahn" und einer Gegend, wo wir selbst nie hätten hinfahren können, waren es mir wert. Auch ohne Sichtungen, die denke ich immer etwas Glücksache sind, wären wir wahrscheinlich etwas anttäuscht, aber nicht unzufrieden gewesen.
Trophäenloser Weltenbummler
Ria2005244 Beiträge · seit 201525. Apr. 2017 · #16
botsi schrieb:Hey Allen vielen Dank für Ihre Beiträge.
Was ich mich aber auch Frage, sind das auch wirklich immer echte Wüstenelefanten? Nur weil der Führer es sagt. Die Wüstenelefanten sind ja nach neuesten Erkenntnissen eine Unterrasse und haben gewisse Merkmale die sie vom normalen Steppenelefant unterscheidet. Zu dem laufen in den Gebieten auch normale Elefanten zum Teil rum. Der Bestand der echten Wüstenelefanten in Namibia soll ja so zwischen 300-400 liegen.
Hi, das würde mich auch interessieren... 😗 LG, Ria
Hallo, wir sind kommende Woche für 2 Nächte in Grootberg - allerdings sind wir mit Kindern (8 und 12) unterwegs. Eigentlich hatten wir schon vor, eine geführte Tour von Grootberg aus zu den Wüstenelefanten zu machen, jetzt schrecken mich aber die Berichte doch etwas ab. Gibt es in der Nähe ein geeigneteres Gebiet, wo solche Touren stattfinden und nicht 6h lang gehen? Ich möchte allerdings nicht den VetFence überqueren (wir sind am Anfang der Tour und wollen nicht unsere Fleischvorräte opfern müssen) - also nicht nach Palmwag. Danke für eure Hilfe, Gruss, Bernd.
botsi schrieb:Hey Allen vielen Dank für Ihre Beiträge.
Was ich mich aber auch Frage, sind das auch wirklich immer echte Wüstenelefanten? Nur weil der Führer es sagt. Die Wüstenelefanten sind ja nach neuesten Erkenntnissen eine Unterrasse und haben gewisse Merkmale die sie vom normalen Steppenelefant unterscheidet. Zu dem laufen in den Gebieten auch normale Elefanten zum Teil rum. Der Bestand der echten Wüstenelefanten in Namibia soll ja so zwischen 300-400 liegen.
Hallo Botsi!
Koenntest du da bitte eine Quelle angeben, in der diese neuesten Erkenntnisse einer Unterart bestaetigt werden?
das würde mich auch interessieren. Es sind meinem Kenntnisstand nach "normale" Elefanten, die sich eben über Generationen an die noch härteren Bedingungen des Damarlandes/Kaokoveldes angepasst haben. Andere Elefanten gibt es in der Gegend, außer wenn mal welche aus Etosha durch den "Zaun" kommen, eigentlich nicht.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
botsi schrieb:Der Bestand der echten Wüstenelefanten in Namibia soll ja so zwischen 300-400 liegen.
Meines Wissen sind die Wüstenelefanten nach wie vor biologisch nicht als Unterart definiert. Der Bestand dürfte eher bei 70-200 liegen. In der Hoanib-/Hoarusib-Gegend sollen es nur noch 30-35 sein. http://desertelephantconservation.org/NewsAndReports.html
Häufig werden alle Elefanten in der Kunene-Region mit "Wüstenelefanten" gleich gesetzt. Die Kuneneregion geht aber bis östlich von Outjo. Darüber hinaus ist das Ministerium ganz offensichtlich nicht daran interessiert, belastbare Zahlen zu Elefantenpopulationen im Land zu erhalten. Möglicherweise ist es einfacher, Trophäenquoten zu rechtfertigen, wenn man frei ausgewürfelten Zahlen zur Population an internationale Institutionen meldet. Das Problem ist auch, dass das zuständige Ministerium für Umwelt und Tourismus den Wüstenelefanten in keiner Weise einen besonderen Status einräumt und sie in einen Topf mit allen anderen Elefanten im Land wirft (z.B. in Etosha, Khaudum, Caprivi). Wenn da ein Elefantenbulle als Trophäe geschossen werden darf, dann ist das für das MET nicht einer von nur 2-3 Bullen in der Ecke, sondern einer von tausenden Elefanten im ganzen Land. Letzteres erscheint dann völlig unkritisch.