Reisebericht KTP 2017 "Green Kalahari oder alles uff de Gass"
Ich kann es nicht abwarten 😉 Obwohl ich mich noch mit dem Ende des Reiseberichtes unserer letzten Reise und den Auswirkungen unseres Umzuges beschäftige, muss ich hier den Anfang machen. Es geht nicht anders, denn die Reise war sehr, sehr schön. Ein paar Kätzchen und etliche wunderbare Forumsmitglieder sind auch dabei.
Im Februar 2017 führte es uns endlich wieder in den Kgagalagadi Transfrontier Park. Diesmal starteten wir in Windhoek.
Die Idee zur Reise kam kurz vor Öffnung der Online-Buchungsseite spontan. In der üblichen Nachtaktion wurde uns stark abweichend von unseren Wünschen eine ziemlich rumpelige Kombi von Wilderness Camps zusammengestellt. Allerdings mit (!!!!) ich wiederhole neun Nächten Urikaruus. Dann brach die EDV von SAN Parks erst einmal für drei Tage zusammen und Kerstin war kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Letztendlich gelang ihr in einer spannenden Telefonaktion dann doch noch eine schöne Campkombi. Leider zuerst ohne Grootkolk. Das bekamen wir dann Dank Hobis Notifier nur noch für eine Nacht.
Da unser Budget diesmal etwas beschränkt war, folgten wir der Empfehlung von Jaffles für die Autovermietung African Tracks. Ein Hilux mit Kühlschrank und Boxen. Vorab. Das war eine gute und günstige Empfehlung. Der Wagen hatte zwar den kleinen Diesel, war aber echt zuverlässig. Die Übergabe war ausführlich und sehr nett.
Ich habe noch keine Bilder bearbeitet, deswegen wird es noch etwas dauern. Allerdings ist der Bericht im Urlaub schon geschrieben worden.
Viele Grüße Casimodo ..... im Reisebericht-Stress
Teil 225. Apr. 2017
Namibia KTP 10.03.2017 bis 29.03.2017
10.03.2017 Flug und 11.03.2017 Ankunft in Windhoek
Diesmal haben wir Condor gebucht und stecken ordentlich gestresst mitten in unserem Wohnungsumzug. Umso mehr freuen wir uns, erstmals einen Condor Flieger nach Windhoek besteigen zu dürfen. Hinzu haben wir Premium Economy Class gebucht und sind gespannt.
Am Gate ruft es auf einmal von rechts ! Wir schauen verduzt und freuen uns ein Loch in den großen Bauch. Vor uns stehen die Take Off's und neben ihnen die uns bisher unbekannte Iris (Gnuhu). Was für eine tolle Überraschung. Wir unterhalten uns bis zum Check-In.
Der Flug ist sehr angenehm. Die Beinfreiheit und der Service exzellent. Wir haben 150 Euro Aufpreis pro Person und Strecke bezahlt. Das ist gut investiertes Geld !
Im Landeanflug können wir schon erkennen, wie grün namibia dieses Mal sein wird.
Da wir nach der Landung vor den Economy Leuten aussteigen dürfen, können wir in Windhoek leider nicht einmal mehr Tschüss sagen. Keine Schlange beim Zoll und unsere Priority Koffer sind schnell da, der Abholer von African Tracks auch. Nachdem ich noch schnell eine MTC Karte gekauft habe, geht es schon los in Richtung Windhoek.
Dort gibt es eine ausführliche Mietwagenübergabe. Der Hilux ist für den günstigen Mietpreis OK. Und so fahren wir fluchs zum Embassy Bottle Shop. Dort treffen wir auch auf Samantha, mit der wir vorher netten Maulverkehr hatten. Der enge, unscheinbare Embassy Bottle Shop ist ein Schlaraffenland für Weintrinker.
Wir sprechen auch die unglaublich geduldige und sympathische Samantha an. Mit ihr hatten wir regen E.Mail Kontakt. Sie freut sich auch !
Die Auswahl an südafrikanischen Weinen ist unfassbar groß und so verabschieden wir uns mit 14 Flaschen bestem Wein, Bier, Wasser, Tonic Water, Cola etc.
In der Heinitzburg angekommen, werden wir von dem etwas arrogant wirkenden Eigentümer empfangen. Er habe unseren Fleischlieferanten des Klein-Windhoek Schlachthauses gerade wieder weg geschickt. Von unserer Mail wusste er nichts! Ah, dann doch. Wir hätten missverständlich geschrieben..... Egal ! Der gerade wieder abfahren wollende Bote kann zurückgeholt werden und wir erhalten eine beeindruckende Menge tiefgefrorenes Oryx, Springbock, Eland und Rind plus etliche Würste und Salami.
Da die Zimmer noch nicht bezugsfertig sind, starten wir zum Großshopping in die nahe Maerua Mall. Es ist die Hölle los und wir bekommen gerade so einen Hilux tauglichen Parkplatz. Der Checkers ist riesig und leider etwas unübersichtlich. Wir bekommen fast alles Nötige und reisen etwas gestresst zurück in die Heinitzburg.
Teil 313. Mai 2017
11.03.2017 Windhoek Heinitzburg Nachmittag und Abend
Nach einem leckeren Lunch mit Blick auf Windhoek
fallen wir müde ins Bett und etwas Schlaf finden. Den Rest des Nachmittags verbringen wir am Pool.
Dort ist wenig los. Von der Terrasse her schallt die angekündigte, chillige Live-Musik herüber. Wir beobachten einige Vögel und genießen die abendliche Stimmung.
Gegen Sieben nehmen wir dann voller Erwartung Platz im noblen Restaurant Leos at the Castle.
Bei einer Flasche Iona Sauvignon Blanc genießen wir das leckere Mehrgang-Menü und den herrlichen Blick auf Windhoek.
Ein schöner erster Tag und das Pflichtprogramm ist fast erledigt. Wir gehen ins Bett. Unser Zimmer ist übrigens sagen wir mal OK. Begeisterung kommt keine auf, dazu ist das Hotel zu sachlich eingerichtet. Der Manager war jetzt auch nicht so unser Geschmack. Die Heinitzburg war in 2002 unsere allerallererste Unterkunft in Afrika. Inzwischen mögen wir ländlichere Gegenden. Allerdings liegt die Heinitzburg zentral und ruhig und der Blick und das Essen sind Spitze. Auch die Hotelanalge ist sehr schön. ABer wir sind froh, dass wir morgen in Richtung Kalahari fahren !
Teil 414. Mai 2017
12.03.2017 Fahrt von Windhoek zur Teufelskrallen Lodge in Kalkrand
Gegen 8 nehmen wir bei sonnigem aber kühlem Wetter Platz auf der Terrasse und frühstücken ausgiebig.
Vor unserem Zimmer sitzt aber erst einmal eine Specled Pigeon.
Nettwerweise ermöglichen uns die netten Bedienungen dieses Foto !
Danach lassen wir das Gepäck an der Rezeption und fahren noch einmal in die Merua Mall. Kerstin findet noch zwei Oberteile. Danach geht es in ein Gemüsegeschäft und nochmal kurz in den Checkers.
Uff, das wäre geschafft. In der Heinitzburg holen wir unsere Sachen ab und starten erwartungsfroh auf die ca. 200 KM lange Strecke in Richtung Kalkrand.
Die ist zuerst landschaftlich sehr reizvoll.
Später ist es dann eintöniger. Aber es ist grün. So grün, wie wir Namibia noch niemals vorher gesehen haben.
Am frühen Nachmittag erreichen wir die Teufelskrallen Lodge und werden an der Rezeption sehr nett empfangen. Unser Fleisch dürfen wir über Nacht in die Gefrierbox legen und bekommen den Schlüssel für Zelt Nr. 6.
Teil 514. Mai 2017
Ich gebe Gas und will endlich wieder in den KTP 😉 12.03.2017 Nachmittag und Abend in der Teufelskrallen Lodge
Zur Lodge sind es dann noch ca. 4 Kilometer.
Sie liegt sehr schön auf einer Kalaharidüne.
Die Einrichtung ist rustikal und trifft genau unseren Geschmack !
Die relativ Nahe vorbeigehende Pad stört uns bei dem wenigen Verkehr überhaupt nicht (naja sagen wir mal, wenn man darauf vorbereitet ist)..... und das Bild ist stark gezoomt !
Wir genießen die Ruhe, sortieren unser Zeug und ruhen uns bis zum Abendessen etwas aus.
Und die Kalahri ist grün ! Sehr grün !
Sogar ein paar Warthogs und Springböcke laufen herum (letztere ohne Fotobeweis).
Der junge Deutsche am anderen Ende s´des Camps lässt seine Quadcopter laut brummend umherfliegen. Ich wünschte mir kurz eine Pump Gun ! Da ich keine habe, trinken wir ein Bierchen !
Dann geht so langsam die Sonne unter und taucht die Kalahari in ein goldenes Licht !
Die Stimmung ist wunderschön und das Fotografieren macht Spaß !
Als wir gerade zum Dinner losfahren möchten, geht hinter dem Chalet der Mond auf ! Er ist heute spektakulär groß. Was für ein stimmungsvoller Abend.
Die Fahrt zur Rezeption ist kurz
Das Dinner wird am Pool der Rezeption serviert. Das Oryx schmeckt gut.
Wir lernen nun das in diesem Urlaub mit am meisten gesichtete Tier kennen. Den Totenkopffalter.
Diese hier sind schon seltener
Wir haben keine Ahnung von dieser Art Tier. Aber eines ist sicher. Der Totenkopffalter ist dem Alkoholgenuss nicht abgeneigt. Er mag besonders Rotwein.
Als wir dann an dieser Nightjar vorbei
zurück zu unserem Chalet fahren wundern wir uns über das Auto, was dort parkt.
Wir nähern uns langsam. Das Auto fährt weg und ich parke an der Einfahrt. Etwas mulmig ist uns schon, denn wir sind hier ganz alleine. Dann steigt ein farbiger aus und rennt zu uns.
Grinsend fängte er an zu Reden wie ein Wasserfall. Er hängt durchs offene Fenster halb in unserem Auto. Er ist rotzbesoffen. Man habe hier nach dem Rechten geschaut. Irgendwann gibt er dann auf und fährt mit seiner Begleitung in die Dunkelheit zurück. Komische Aktion ! So ganz wohl ist uns bei der Sache nicht gewesen. Den Rest des Abends genießen wir bei einem Bierchen auf der Terrasse und gehen dann müde ins bequeme Bett.
Teil 619. Mai 2017
13.03.2017 Teufelskrallen Lodge über Marienthal nach Kalahari Tented Camp
Nachdem wir gegen 4 beide wach waren, schlafen wir doch bis halb acht. Der Blick in die Weite der Kalahari lässt uns nur schwer los. Gegen halb neun sitzen wir dann etwas später als geplant beim Frühstück
und machen uns gegen viertel nach neun ab auf die Pad zum KTP. An einem Container an der Landstraße kaufen wir noch Eis für die Kühltaschen. 380 Kilometer Strecke sind zu bewältigen. Sie führen uns bis Mariental auf Teer
und den Rest dann auf bestem Schotter in Richtung Grenzübergang Mata Mata.
Nach einiger Zeit wird die
Landschaft abwechslungsreicher. Rote Dünen mit satt grünem Gras. Die Pad ist super und dem Grund dafür begegnen wir !
Dann geht es durchs Auas Tal an vielen Farmen vorbei weiter.
Gegen halb drei passieren wir die Grenze von Namibia und checken mit immer größer werdendem Bürokratismus in den Park ein. Ein grimmig schauender Polizist begleitet uns zum Wagen. Nein, wir haben kein Feuerholz, aber ja, wir haben etwas Obst und Gemüse. Was wir denn 12 Tage lang essen würden, wenn er uns die frischen Sachen weg nähme ? Wir müssten hungern ! OK, wir sollten weiter fahren ! Und wieder dazu gelernt ! Das versteckte Fleisch hätten wir gar nicht verstecken müssen. Das ist hier erlaubt. Obst und Frischewaren dagegen nicht. OK ! Das wäre ein Argument dafür, das nächste Mal wieder von Upington aus in den Park zu fahren.
An der Tanke laufen 50 Liter Diesel in den DoubleTank. Kerstin kauft im Shop noch Feuerholz und etwas Kleinkram.
Voller Erwartung fahren wir in den Park ! Endlich wieder in unserem geliebten KTP ! Und er ist so was von grün ! Sternschnubi meinte vorher schon per Whats App, dass wir einen Rasenmäher mitbringen sollten. Zum dritten Mal beziehen wir das Honeymoon Chalet Nr.1 und organisieren unsere Sachen.
Ein Familiar Chat ist ganz schön familiär und hat Jagderfolg
Auch ein Schakal schaut mal nach dem Rechten!
Nach einer Tasse Kaffee besuchen wir die Sternschnubis in Chalet Nr. 3 ! Was eine Freude, die beiden wieder zu sehen ! Leider haben wir nur dieses blöde Foto 😵
Kennengelernt haben wir uns in 2015 natürlich im KTP ! Ist doch klar ! Wir unterhalten uns 1 ½ Stunden bestens und fahren dann noch einmal getrennt voneinander in den Park. Am Abend wollen wir Grillen. Logo, oder ? 😎
Teil 719. Mai 2017
13.03.2017 Kalahari Tented Camp Nachmittagsdrive und Abend
Gleich hinter der Campausfahrt liegt ein männlicher Löwe im Schatten und regt sich nicht.
Also weiterfahren. Springböcke, Oryxe, eine Giraffe, Gnus, etliche Schakale.
Wir genießen die herrliche Abendstimmung und fahren bis Craig Lockhard.
Auf dem Rückweg begegnen wir noch 2 Bat Eared Foxes.
Durch den Staub der vor uns fahrenden Autos entsteht das charakteristische KTP-Abendlicht auf der Pad.
Wir lieben es. Kurz vorm Gate halten wir noch ganz alleine beim Löwen, der in abendlicher Stimmung immer wieder in den Himmel schaut !
Leider haben wir keine Zeit mehr. Er liegt in einer stimmungsvollen, aber schwer zu fotografierende Gegenlichtstimmung.
Mist Gatetime ! Wir verlassen den schönen Platz und beginnen mit den Vorbereitungen für das gemeinsame Braii mit den Sternschnubis.
Bei loderndem Lagerfeuer verbringen wir einen unkomplizierten, sehr netten Abend mit den beiden. Allerlei Afrikalatein wird ausgetauscht. Tanja hat leckeres Braii-Brot vorbereitet.
Dazu gibt es mit Zucchini, Knobi, Zwiebeln und Mais gefüllte Gemsquash (extremst lekker). Zwischendurch erfüllen Schakale das Auob Tal mit Ihren Rufen. Unser Elandfilet ist klasse und die von Uwe gegrillten Brote himmlisch. Obwohl wir uns im Flüsterton unterhalten, dürften die Nachbarn nicht ganz so glücklich gewesen sein ! Für Afrika sehr spät verabschieden sich die beiden gegen halb zwölf zu ihrem Zelt. In Nossob wiederholen wir das gerne :-))
Teil 822. Mai 2017
14.03.2017 Kalahari Tented Camp Morning Drive
Trotz des harten gestrigen Abends stehen die zwei afrikaverrückten beim Weckerklingeln auf und starten kurz nach Gatetime um 06:40 Uhr zum Morgen-Gamedrive. Die Thermoskanne Kaffee gibt uns Kraft und Hoffnung ! Die Morgenstimmung ist wieder einmal ein Traum !
Die üblichen Verdächtigen genießen das üppig Grün und die aufgehende Sonne.
Ok, das ist der Mond und nicht die Sonne. Man muss hier ja aufpassen 😉
Die Katzen liegen vermutlich irgendwo vollgefressen im Suppenkoma und zeigen sich nicht. Bis auf dieses eine Löwenmännchen jedenfalls, welches ca. 5 KM vom Camp entfernt auf einem Dünenkamm liegt.
Giraffe
Im Gegensatz zu unserem letzten KTP Besuch zeigen sich diesmal allerdings mal wieder ganz verstärkt Raubvögel. Und dann auch noch in große Artenvielfalt. Gabar Goshawk (?)
Gabar Goshawk (?) beim Frühstück (irgendwas mit einem nackten Schwanz)
Und hier lernen wir, dass zwei Raubvogelspezies auf einem Baum gar nicht gehen. Raubvogel groß zeigt Raubvogel nicht ganz so groß mal gleich, dass das sein Baum ist. --> ohne Fotobeweis
Und es fällt uns auf, dass sehr viele Schakale unterwegs sind.
Dann freuen wir uns über ein Red-necked Falcon Päärchen. Die haben wir im KTP noch nicht gesichtet.
Sekretäre schon eher.
Gabar Goshawks auch.
Aber einen Gymnogene haben wir auch bisher nur in Sango gesehen. Das Federvieh sorgt wieder einmal dafür, dass wir sehr, sehr zufrieden sind !
Aber auch die kleinen gefiederten Freunde bieten uns eine willkommene Abwechslung.
Gleich drei Lilac-breasted Rollers !
Ein Rock Kestrel, wie wir finden eine Schönheit !
Sehr weit weg fressen zwei Tawny Eagles an einem toten Kälbchen unbekannter Art.
Ein Bateleur.
Und ein paar Eindrücke von unterwegs:
So langsam wird es heiß.
Und die Sternschnubis begegnen uns unterwegs. Der gestrige Abend hat keinerlei Spuren in ihren Gesichtern hinterlassen. Respekt 😉
Müde und zufrieden kommen wir zurück ins KTP, wo wir uns erst mal auf die faule Haut legen.
Teil 925. Mai 2017
14.03.2017 Kalahari Tented Camp Nachmittag und Abend
Gegen zwei werde ich dann doch mal wieder wach. Diesmal schreibe ich im Urlaub wieder Reisebericht. Dann sind die Erinnerungen frischer und zu Hause muss ich mich immer dazu zwingen.
Wie immer ist es einfach toll, einfach so im Camp zu sitzen und das Kleintierleben, die Ruhe und den beruhigenden Blick in die Landschaft zu genießen.
Die Wilderness Camps sind einfach unser Ding ! Während am Wasserloch einige Strausse zu Besuch sind, gibt es bei uns ein spätes Frühstück.
Gegen 16:30 Uhr zieht es uns aber dann doch wieder in den Park. An einem Gemeinschaftssiedler Nest beobachten wir zum zigsten Mal das wahnsinnige Treiben der so lustig zwitschernden kleinen Gesellen.
Bee-Eater
Einige Raubvögel von heute Morgen sitzen auch wieder auf ihren Stammplätzen.
Und diese kleine Raupe hat etwas Mühe, den Padrand hochzukommen.
In der Nähe des Wasserloches grasen friedlich Gnus, Springböcke und Oryxes.
Ein African Hoopoe.
Riesentrappen hat es diesmal unzählige.
Am Wasserloch fotografieren wir etliche kleinere Vögel.
Und kurz vor dem Camp noch diesen schönen
Inzwischen hat sich der Himmel zugezogen und als wir mit den Vorbereitungen für das Braii beginnen und einen lekker Gin Tonic schlürfen, zucken am Horizont die Blitze über den tiefschwarzen Himmel.
Gut, dass es heute „nur“ Boerewors gibt. Noch ist es windstill.
Und so besucht uns heute Abend Massen an Ungeziefer. Am Rande des Grillfeuers liegen unzählige Falter, die einfach so ins Feuer flogen. An der Wand zum Küchenhaus fressen sich die Hausgeckos die Bäuche voll und kapitulieren nach einer halben Stunde.
Besser wird das Ganze erst, als wir die Lichtsituation ändern und ein starker Wind aufkommt. Es tröpfelt sogar auch ein wenig. Und so können wir unsere Wurst, den Salat und die Flasche Chocolate Block dann doch noch ganz in Ruhe genießen.
Mal schauen, wie sich das mit dem Ungeziefer weiter entwickelt.
Teil 1028. Mai 2017
15.03.2017 Kalahari Tented Camp nach Urikaruus
Während Kerstin noch schläft, genieße ich bei einer Tasse Kaffee die schöne Morgenstimmung und die Ruhe. Naja, eigentlich ist es gar nicht ruhig. Die Vögel schreien schon fast !
Der Himmel färbt sich langsam rötlich und ich bin sehr, sehr zufrieden. Das goldene Licht erfüllt Stück für Stück das Tal.
Am Wasserloch entdecke ich mit dem Fernglas zwei Abdims Storks und wecke dann Kerstin.
An den Umzugstagen machen wir meist keinen klassischen Morgengamedrive, sondern frühstücken in Ruhe.
Dann packen wir unsere sieben Sachen und brechen in Richtung Mata Mata auf, wo wir noch einmal Getränke und Feuerholz auffrischen.
Auf dem Campingplatz üben sich die Südafrikaner mal wieder in Materialschlacht !
Ganz gemütlich machen wir uns auf in Richtung Urikaruus und widmen uns zuerst einmal den kleinen Dingen.
Da die spektakulären Katzensichtungen ausbleiben, widmen wir uns den alltäglicheren Sichtungen
und dem inzwischen sehr lieb gewonnenen Federvieh.
Crimson-breasted Shrike
Könnt Ihr mir hier bitte helfen ?
An dem Kälbchen, an dem gestern die beiden Tawny Eagles gefressen haben, vergnügen sich nun die Geier.
Immer wieder bleiben wir stehen und nehmen uns Zeit für das alltägliche Geschehen.
Dazu gehören auch die Social Weaver Nester.
Großen Springbockherden begegnen wir immer wieder.
Die Vögel kommen zum Trinken
Das wissen auch die Raubvögel, die immer wieder wie Pfeile in die Vogelschwärme zischen. Hier musste eine Amadine ihr Leben lassen...
Genauso wie Gabar Goshawks.
Aber ist dieser hier überhaupt einer ?
und Pale Chanting Goshawks.
Teil 1129. Mai 2017
15.03.2017 Ankunft in Urikaruus und Abendgamedrive
In Urikaruus können wir nach zwei Jahren endlich mal wieder Eric begrüßen. Er ist einfach ein klasse Typ und schwätzt eben auch mal gerne. Was Claudi und Thomas machen und Barbara, fragt er uns.
Er gibt uns die Nr. 2. Sofort fühlen wir uns wie zu Hause.
Die Chalets sind aufgehübscht worden und haben Gott sei Dank ihren einfachen Charakter behalten.
Wir machen es uns zuerst gemütlich und schauen, was passiert.
Die Stimmung ist schon abendlich schön, als wir diesen Sekretär sichten.
Hier hat es jetzt auch Giraffen.
Das Erdhörnchen sieht so was von knuffig aus 😘
Die Gnus bereiten sich auf die kommende Nacht vor.
Swallow-tailed Bee-Eater
Schakale streifen durchs Gold glänzende Gras. Eine wunderschöne Stimmung.
Die Springböcke geniessen die letzten warmen Sonnestrahlen.
Dann geht’s zurück zum Braai.
Springbock Loin selbst eingelegt wandert auf den Grill.
Dazu einen Malbec. Das Fleisch ist einfach der Hammer ! Der Wein auch. Und so klingt der Tag unter einem Bilderbuch Sternenhimmel leider schon wieder aus. Die Heimat ist gaaaanz weit weg,,,, Ganz nah ist diese Tüpfelhyäne, die uns kurz besucht. Und ganz kurz zeigt sich ein Gepard, der aber nur durchs Tal zieht.
Teil 1229. Mai 2017
Kerstin hatte gerade eine gute Idee als ich sagte: "Ab jetzt geht es erst richtig los!"
ENDE DER AUFWÄRMPHASE ! 😉 😉 😉
Teil 1330. Mai 2017
16.03.2017 Ganzer Tag Urikaruus - ein sehr ereignisreicher Tag !
Ok, nach der Katzenflaute wollen wir es heute wissen. Wir stehen pünktlich auf und machen uns mit frisch gebrautem Kaffee auf zum Morgendrive. Am Wasserloch war es ruhig. Als Kerstin gerade die Küchentür schließt erstarrt sie und sagt .“ Dadada !!! Löwen !!!“ Er schlendert direkt an unserer Terrasse vorbei. Ok, von hinten erwischen wir das Männchen gerade noch.
Ich schau nach links und entdecke ein zweites Männchen und dann auch noch ein drittes.
Der eine Löwe hat ein blindes Auge. Er wird uns in diesemUrlaub noch öfters begegnen und er wird uns lange in Erinnerung bleiben !
Sie schlendern in Reihe und etwas Abstand an uns vorbei und machen unseren Tag schon jetzt zu einem gelungenen. Ach was erzähle ich da ? Wir sind total aus dem Häusschen ! Die Löwen gingen keine 5 Meter von uns entfernt am Holzbalkon vorbei 😎 😎 😎
Die drei Könige ignorieren das Wasserloch und gehen durchs Tal.
Wir jumpen ins Auto und können die drei noch die Böschung hoch laufen sehen. Ach wie schön.
Wir biegen nach links auf die Pad. Im Tal grast eine große Springbockherde. Sie sollte später noch eine Rolle spielen !
Zwei bildschöne Böckchen
Etwas weiter sitzt diese Fuchsmanguste im schönsten Licht.
Sie leuchtet uns richtig an !
Wieder kurze Zeit später stellen wir uns für ca. 20 Minuten mitten in eine Springbock und Gnuherde.
Die Tiere grasen ganz friedlich direkt um uns herum.
An der Einfahrt zum Dertienden Boorgat sitzt dieser Black Shouldered Kite.
DIese Bilder sind bisher unsere besten von diesem schönen Vogel !
Am Wasserloch trinken wir unseren Kaffee und beobachten weiter Vögel.
Unzählige Tauben, Amadinen und Sparrows haben Durst. Und wie immer sind sie in akuter Lebensgefahr. Und nach ca. einer halben Stunde fliegen die Federn. Den Moment des Kills im Flug haben wir nicht erwischt, aber den Moment, als der Lanner Falke seine Beute zu Boden bringt.
Und den zweiten Falken, ein Zufallspic, entdecken wir erst beim Fotos Aussortieren.
Über diese Bilder sind wir sehr glücklich. Auf der anderen Seite tut uns die hünsche Taube aber auch wieder Leid !
Es ist schon phaszinierend, wie sich der große Busch neben dem Wasserloch nach jedem Falkenangriff wieder langsam füllt und das ganze Schauspiel von vorne beginnt. Die kleinen, hübschen Vögelchen haben keine andere Wahl, als sich beim Trinken in Lebensgefahr zu begeben.
Der black-shouldered Kite sitzt auch noch da
Auf der Rückfahrt ins Camp treffen wir noch nette Erdhörnchen.
Teil 1401. Juni 2017
16.03.2017 Urikaruus - Mittag Löwenjagd
Im Camp steigen wir aus und erzählen wir Eric von den Löwen. Er grinst uns an, deutet nach links und meint die liegen da hinten im Schatten direkt neben dem Honeymoon Chalet. Oha, das sind so ca. 50 Meter Entfernung. Eric hat es gerade ausgesprochen, als das eine Männchen seinen Kopf hebt und sichtbar wird.
Eric grinst und meint „see you!“. Wir gehen ins Auto und machen den kürzesten Gamedrive aller Zeiten. Er führt uns in die Zufahrt zum Honeymoon Chalet. Die drei Könige sind müde.
Wir fahren zurück zum Chalet, Frühstücken und beobachten eine große Springbockherde, die ans Wasserloch zieht. Irgendwann kommt dann unser mit High Tech ausgerüsteter, unsympathischer südafrikanischer Nachbar und klopft. Er fragt mich, ob ich von den Löwen wisse. Ja, weiß ich. Ob ich auch wüßte, dass wir uns eben gerade unterhalten hätten und damit einen Löwenkill verhindert hätten. Ich brauche einen Moment, um den Sinn des Gespräches zu erkennen. Ich bin etwas baff, denn wir haben eigentlich so gut wie gar nicht geredet und die Tiere am Wasserloch interessiert das sowieso nicht. Der Typ scheint extrem schwierig zu sein.....
Eine halbe Stunde später rennt die Springbockherde plötzlich panisch durchs Tal, nach links an uns vorbei.
Von der Seite werden sie von zwei Löwenmännchen angegriffen, die aber zu langsam sind.
Die Herde teilt sich panisch.
Und das direkt vor unseren Augen. Sensationell.
Die erfolglosen Löwen ziehen sich wieder in den Schatten zurück und die versprengte Springbockherde bleibt ratlos zurück.
So langsam bekommen wir ein Problem. Denn um 15:30 Uhr sind wir in Auchterlonie mit den Kloppos verabredet. Wir müssten los und hier liegt eine unglaubliche Spannung in der Luft !
Zu allem Überfluss kommt gerade noch eine Gnuherde an. Vier Spähtruppgnus erkennen die Löwen und stehen Warnruf-Schnaubend im Tal.
Der Rest der Herde hält Abstand. Eine spannende Situation. Wir trauen uns kaum, ins Auto zu steigen und den empfindlichen Nachbarn erneut zu erzürnen. Irgendwann machen wir es doch. Die Tiere zucken bei unserer Abfahrt nicht mal mit der Wimper. So schnell es erlaubt ist, fahren wir nach Auchterlonie. Die Kloppos haben wir noch nicht persönlich kennenlernen dürfen. Und so freuen wir uns auf die Begegnungen mit ihnen, da wir ihre Reiseberichte immer verschlingen und so in etwa die gleichen Reisetypen zu sein scheinen.
Teil 1504. Juni 2017
16.03.2017 Urikaruus Abendgamedrive
So schnell es erlaubt ist, fahren wir nach Auchterlonie. Gaaanz kurz bremsen wir für diesen Jackal Buzzard.
und für zwei weit entfernte Giraffen..
Die Kloppos haben wir noch nicht persönlich kennenlernen dürfen. Und so freuen wir uns auf die Begegnungen mit ihnen, da wir ihre Reiseberichte immer verschlingen und so in etwa die gleichen Reisetypen zu sein scheinen. Wir stehen in Auchterlonie und scannen das Tal nach Autos ab. Das hier fährt vorbei. Ah, ist ja auch der Grader !
Und tatsächlich begrüßen wir uns kurz nach halb Marc und Lisa. Sie sind die ganze Strecke von Bagatelle hierher gekommen und etwas gestresst. Bei einer Tasse Kaffee lernen wir uns kennen und es ist mal wieder eine sehr nette Begegnung mit bisher nur virtuell Bekannten mitten im KTP. Wir unterhalten uns super gut! Eine sehr, sehr nette Begegnung !
Doch da die beiden noch nach Twee Rivieren müssen, heißt es bald schon wieder Abschied nehmen. Übermorgen werden wir uns noch mal kurz in Nossob treffen können.
Wir fahren zurück nach Urikaruus. Unterwegs gibt es nur wenige Stopps. Aber der erste hat es in sich und erfreut uns ungemein.
Die Erdmännchen standen oben auf dem Dünenkamm, sonst hätte ich sie niemals entdeckt ! Neben uns hält ein Overlander. Der Fahrer ist etwas genervt von seinen Fahrgästen, aber er sitzt ja in einer abgetrennten Kabine. Er fragt mich, was wir denn beobachten würden. "Merekats!" Er freut sich, denn sie haben noch nichts besonderes sichten können. Er ruft hinter: "There are Merecats!" Von hinten kommt die auch für uns hörbare Frage: "How big are they ? Like humans ?" Der Fahrer sackt mich hoffnungslos anschauend über seinem Lenkrad zusammen und schüttelt hoffnungslos den Kopf. Er lächelt uns dann wieder zu. Inzwischen haben seine Fahrgäste die possierlichen Tierchen entdeckt und es kommt Leben in den Koffer.
Wir verabschieden uns und fotogtafieren diesen Vogel, den ich bisher noch nicht identifiziert habe. Ihr dürft gerne 😉
Und im Camp erfahren wir von Eric, dass wir (Gott sei Dank) nichts verpasst haben. Die Löwen liegen jetzt irgendwo oberhalb. Und so bereiten wir uns aufs abendliche Grillen vor.
Der weitere Weg ist begleitet von kleinen Begegnungen in schönr Abendstimmung. Was für ein Tag ! KTP, DU bist wunderbar !
Nach Einbruch der Dunkelheit kommt ein großer Vogel, vermutlich eine Eule ans Wasserloch. Kerstin leuchtet ganz kurz mit unserer großen Lampe, achtet aber darauf, den Vogel nicht direkt anzuleuchten. Von zwei Hütten weiter brüllt ein Bure herüber „Lights out !“ Was ist denn hier los ? Viele Südafrikaner leuchten dauernd mit ihren Taschenlampen herum. Das hier verhagelt uns schon etwas die Laune. Links der südafrikanische Schweiger, rechts der Taschenlampenhasser.
Egal. Das Essen schmeckt wieder vorzüglich, der Sternenhimmel ist perfekt und der Schoppen schmeckt. Leider hat es heute wieder sehr viele Insekten. Man muss aufpassen,was man isst und trinkt. Ansonsten bleibt der Abend ereignislos und irgendwann gehen wir ins gemütliche Bett. Abends kühlt es angenehm ab. Leider brüllen die Löwen nicht wie erhofft.
Teil 1605. Juni 2017
17.03.2017 Urikaruus nach Nossob
Heute heißt es Abreise nach Nossob und gemütliches Frühstück.
Obwohl es am Wasserloch still ist, genießen wir die Ruhe im Camp und die Leckereien schmecken wieder mal besonders gut.
Am Wasserloch ist Namaqua Sandgrouse Time.
Bisher hatten uns die Crimson-breasted Shrikes mit ihrem Herumgehüpfe derart entnervt (gutes Foto unmöglich), dass wir einen Fotoboykott ausgesprochen hatten. Hier werden wir mit den hübschen Burschen versöhnt.
Der Abschied von Eric ist nicht ganz so schwer, denn wir kommen ja am Ende unseres KTP Aufenthaltes nochmal für drei Nächte hierher. Als wir gerade unsere sieben Sachen gepackt haben, sprechen uns zwei sehr nette Deutsche mit einem Hilux Dachcamper an. Es ist Calamari und sein Kumpel. Wir verquatschen uns natürlich mit allerlei Afrikalatein.
Sie sind gerade vom Gamedrive zurück und haben zwei KM hinter Montrose fünf Cheetahs gesehen. Ok, Montrose bedeutet einen Umweg nach Nossob, den wir für die Katzen aber gerne in Kauf nehmen.
Und tatsächlich finden wir die Mutter mit vier Subadults wie beschrieben unter einem Baum.
Drei white Cars machen uns die Suche einfacher. Wir müssen da immer an unseren Guide Sammie aus dem Delta denken. Ich fragte ihn immer :“ what are you watching for ?“ Und er antwortete immer breit grinsend: „for the white car !“. Jetzt grinsen wir, denn das ist echt eine schöne Sichtung, die wir den beiden Forianern verdanken. Vielleicht lesen sie ja mit ! Danke Jungs !
Dann beschließen wir die Lower Dune Road anstatt der kürzeren Upper Road zu nehmen und verschätzen uns ordentlich.
Eigentlich sind wir gegen 12:30 Uhr mit den Kloppos im Nossob Hide verabredet. Das können wir so nicht schaffen. Also halten wir uns knapp ans Tempolimit und braten abwechselnd bis Nossob durch. zu sehen ist eh nicht viel, weil das Gras sehr hoch steht und die Pad sowieso tiefergelegt ist.
Die einzige Tierdoku von diesem Streckenabschnitt ist dieser stark vergrösserte Brown Snake-Eagle
Gegen 13:45 Uhr treffen wir dort auf Lisa und Marc, die Gott sei Dank auch erst später als gedacht dort ankamen. Sie dürfen ab 14:00 Uhr durchs Gate nach Bitterpan. Nach regen Gesprächen brechen sie aber erst gegen halb drei auf. Nebenbei hüpfen am Wasserloch die Witwen herum wie die Spatzen in Deutschland.
Wir wünschen uns gegenseitig eine gute Reise und werden sicher mal wieder voneinander hören. Nach einem Shopbesuch bekommen wir die 10b zugeteilt mit direktem Baustellenblick. Naja...... Romantisch ist etwas anderes.
Die Riverfrontchalets werden aber scheinbar echt schön. Wir packen aus und treffen auf dem Campingplatz auf die Sternschnubis. Bei einem Bierchen und Savannah machen wir es uns gemütlich und begutachten nebenbei den Bushlore Bushcamper. Ein cooles Teil. Im September werden wir so das dann endlich auch mal testen.
Teil 1707. Juni 2017
17.03.2017 Nossob Abend
Am frühen Abend machen wir dann noch einmal eine Runde auf den Loop nach Marie se Gat.
Die Landschaft ist hier wunderschön und etliche Tiere sind am Grasen.
Raubvögel hat es auch wieder eine Menge. Immer wieder Tawnie, Pale Chanting, Gabar und Lanner Falke.... und andere Vögel
African Hoopoe
Unterwegs treffen wir ein älteres Pärchen, die Blumen fotografieren und total begeistert wirken. Blumen hat es hier auch eine Menge !
Am Wasserloch Marie se Gat stehen etliche Autos.
Eine sehr große Springbockherde nähert sich gerade.
Nach einiger Zeit fahren wir zurück zum Camp. Auf der Wellblechpiste bewundern wir das aufziehende Gewitter.
Im Camp treffen wir uns dann auf dem Sternschnubi Campground mitten auf dem Platz. Die Südafrikaner rund um uns herum sind uns vom Equipment her überlegen.
Vom Unterhaltungswert des Abends haben sie aber keine Chance gegen uns vier essende, trinkende und Babbelnde Deutschforianer. Ein superschöner Abend mit etwas Alkohol.
Als ich Tanjas Salat probiere frage ich :“Ist da sowas wie Fenchel oder Anis drin?“ „Nee, nur ordinäres Salatdressing,“ Erst später, als Tanja und Kerstin jeweils Käfer mitgegessen haben, kommt mir der böse Gedanke, dass das auch bei mir ein ungewolltes Käfer- oder Wanzendressing war!“ Bääh !! Die Lehre des Abends für uns ist die, dass zukünftig während der Grünsaison nur bei Tageslicht gegrillt wird..... Es hat wieder Massen an Faltern und leider auch Stechmücken.
Irgendwann wird es auf dem Campground ruhiger und auch wir packen unsere Sachen zusammen. Wir verabschieden uns herzlich. Sternschnubis und Casimodo/Esmeralda und der KTP. Das passt einfach gut zusammen ! Macht es gut ihr Franken, bis bald !
Wir gehen ins Bett. Die Nacht wird trotz abgestelltem Strom erträglich.
Teil 1807. Juni 2017
18.03.2017 Nossob nach Grootkolk
Um halb sieben stehen wir auf und machen uns mit gepackten Sachen auf in Richtung Norden. Das Gras steht überall sehr hoch.
Black-chested Snake Eagle
Am ersten Wasserloch beobachten wir Vögel.
Auch hier ist es so, dass sich die Vögelchen vor Angst vor den allgegenwärtigen Raubvögeln erst in Massen nervös auf einem Baum sammeln und dann in Gruppen hektisch ans Wasserloch fliegen.
Diesen Vogel habe ich nicht bestimmt bekommen
Hier muss es ordentlich geregnet haben. Ein herrliches Blütenmeer erfreut uns.
Etwas weiter kommt gerade eine Gnuherde zum Trinken. Das Gras steht hier sehr hoch. Eine friedliche Sichtung.
Im Hintergrund wälzt sich ein Einzelgnu im Sand und verursacht Staubwolken.
Das Sozialverhalten dieser Herdentiere ist sehr interessant. Das Leitgnu stupst die einzelnen Herdentiere immer in die gewollte Richtung und fordert so die trägen Tiere zum Weitergehen oder Platzmachen auf.
Wie an den Wasserlöchern gewohnt, rauscht auch hier regelmäßig der ortsansässige Lanner Falke durch die panisch auseinander fliegenden Tauben und anderen Vögel.
Wer auch auf die kleinen Dinge achtet und nicht nur nach Katzen sucht, für den ist der KTP unserer Meinung nach ein Traumpark.
Wie hoch das Gras steht, kann man hier schön sehen.
Unterwegs nach Norden beobachten wir noch einen Pale Chanting vs. Gabar Streit. Gabar zeigt dem Pale Chantig, was er von ihm hält und verjagt ihn.
David gegen Goliath
Dann kommt unser Highlight des Tages. In der einsamen Gegend stehen drei Autos beieinander. Rechts am Padrand liegt ein männlicher Löwe.
Im Gebüsch links kann man einen weiteren erahnen. Nach einigen Bildern kommt von hinter dem Busch das unverkennbare Brüllen von Löwen, die sich paaren. Gott sei Dank erkennt der Hilux Fahrer vor uns die Situation nicht und rückt nicht in die Lücke auf, die sich nach der Abfahrt des mittleren Autos vor uns ergibt. Wir warten eine angemessene Zeit und fahren dann an ihm vorbei.
Er wollte den Platz neben dem männlichen Tier wohl nicht aufgeben (kleiner Fehler 😉 ). Und so sehen wir hinter dem Busch, dass dort ein mating Couple liegt. Wir warten die gewohnte Viertelstunde und werden nicht enttäuscht.
Direkt vor uns paaren sich die beiden mit lautem Gebrülle.
Das ist immer wieder ein beeindruckendes Schauspiel.
Danach sieht es immer so aus, als hätte es keinen Spaß gemacht 😉
Und sie ist schlecht drauf und will ersteinmal ihre Ruhe !
Da hinten der Kühlschrank auf Vollast läuft und unser Auto nur eine Batterie hat, machen wir uns nach dem einen Akt weiter nach Grootkolk.
Auch hier oben sind die Red-headed Finches überall anzutreffen.
Dann halten wir in Liejersdraai zum obligatorischen Frühstücks-Stop an. Hier ist unser Lieblings-Rastplatz im KTP. Aber er ist dieses Mal ganz schön voll. Ich frage zwei südafrikanische Päärchen, ob der Tisch bei ihnen noch frei wäre. „For 20 Rand Yes 😉!“ Ok Danke. Aus Clanwilliam sind die vier fürs Wochenende hier und auf dem Weg nach Gharagab gibt’s aus einer Eisenpfanne riesige Ladungen Zweibeln, Speck und Eier.
Sie laden uns ein, aber wir sind schon satt. Bei uns gibt’s die in Nossob bestellten Roosterkoek's, die belegt echt köstlich schmecken. Danke den Sternschnubis für den Tipp ! Das merken wir uns. Wie immer hat es hier reichlich Social Weavers und Mäuse.
Die haben alle null Berührungsängste.
Dann ist es nicht mehr weit nach Grootkolk. Die Südafrikaner winken uns zum Abschied !
Teil 1908. Juni 2017
18.03.2017 Grootkolk Abends
Bisher hatten wir immer die Nr. 2, aber diesmal ist es die Nr. 3. Der kurz angebundene Ranger zeigt uns nur kurz den Weg. Kerstin entdeckt sofort diese knuffige Manguste und schießt Fotos.
Grootkolk ist schon schön. Die Südafrikaner nebenan sind endlich wieder zwei ganz nette.
In Uri, das war schon echt komisch. Wir haben ja bisher selten schlechte Erfahrungen mit den Südafrikanern gemacht. Sogar ganz im Gegenteil.
Schnell haben wir uns und die Vogeltränken installiert.
Beim lauten Gezwitscher der Social Weaver genießen wir den Nachmittag und die Stille in der Natur.
So sieht es aus, wenn ich Reisebericht schreibe :
Die Wilderness Camps im KTP sind einfach eine Kategorie für sich. Wir saugen die Stimmungen in uns herein und genießen das Leben.
So ganz nebenbei fotografiert Kerstin die Widow Finches. Zehn Stück hüpfen zur gleichen Zeit auf unserem Baum herum.
Die Zeit vergeht leider schnell und wie immer, wenn wir in Grootkolk sind, zieht ein Gewitter um uns herum auf.
Lanni fängt nach zig erfolglosen Versuchen doch noch sein Dinner...
Und Kleinzeugs hat es auch:
Und wie fast immer tröpfelt es nur ein wenig, der Regen kommt wo anders runter. Aber die Lichtstimmungen sind einfach umwerfend.
Wir setzen uns mit den Stühlen direkt an den Grill und lauschen den Geräuschen der Natur.
Das eingelegte Fleisch und die gute Flasche Rotwein bieten den Rahmen für einen wunderschönen Abend unter Sternen.
Kurz zeigt sich eine Braune Hyäne am Wasserloch. Dann geht es zufrieden ins Bett. Heute Nacht kühlt es ganz ordentlich ab.
Teil 2009. Juni 2017
19.03.2017 Grootkolk nach Kieliekrankie
Am Morgen steht eine Herde Red Hardebeest am Wasserloch.
Wir brechen mit gepackten Sachen für einen kurzen Drive in Richtung Norden auf. Die Landschaft ist atemberaubend.
Wir sehen kein weiteres Fahrzeug.
Unglaublich viele Löwenspuren führen zu einem Wasserloch. Die Verursacher finden wir nicht. Also müssen die Hardebeester fürs Foto herhalten.
Dann drehen wir um und machen uns auf die lange Fahrt nach Kielie. 248 KM Pad sind zu bewältigen.
Nach einigen Kilometern am Wasserloch.... ruft Kerstin Dadadadada !
Wow, ein Gepard direkt vor uns. Dann „Rechtsrechts!“ Ok, noch zwei,
nein drei halbwüchsige ! Während Mutti sich vor uns auf der Pad kurz in den Schatten legt, kommen die drei kurzen hinterher.
Wir schön ! Hier oben hatten wir das gar nicht auf der Rolle.
Nach kurzer Rast stehen die vier auf und laufen sich immer wieder umdrehend vor uns her.
Nach einigen hundert Metern biegen sie nach links ins hohe Gras ab,
bleiben kurz direkt neben uns in Augenhöhe stehen
und sind bald unsichtbar.
Wir klatschen uns ab und singen ein Lied der Begeisterung.
15 Kilometer weiter kommt uns in einer lang gezogenen Kurve ein Auto entgegen, wechselt auf unsere Spur und kommt dann scheinbar ins schleudern ! Wir bekommen eine riesigen Schreck ! Ich habe inzwischen den Rückwärtsgang drin, bis neben uns der Uwe und Tanja = Sternschnubis stehen. Die Wiedersehensfreude ist riesig groß !
Ich Depp habe die beiden nicht erkannt und er hat uns einen gewaltigen Schrecken eingejagt. Das er sich darüber freut, sei ihm gegönnt. Tanja Sternschnubi sitz kopfschüttelnd daneben.
Wir unterhalten uns kurz. Die beiden sind auf dem Weg zum Kaa Gate. Dann heißt es leider endgültig Abschied nehmen. Winkend trennen sich hier unsere Wege. Wir halten natürlich nochmal in Liejersdraai.
Hier noch einige Impressionen von der Strecke.
In Nossob geht’s kurz in den Shop und Tanken.
Der Rest ist dann nur noch Formsache.
In Killie begrüßt uns der superfreundliche Jaques.
Er ist wirklich ein ganz netter. Wir beziehen Nr. 3 und fühlen uns sofort wieder wohl. Der Fernblick über die Kalaharidünen ist einzigartig und hier kann man richtig Urlaub machen.
Heute geht es nicht mehr raus. Wir ruhen uns aus und verbringen einen wieder sehr schönen Abend mit Elandloin und lauter leckeren Sachen.
Einige Sternschnuppen werden gesichtet und unter dem Kreuz des Südens werden die beiden Afrikaurlauber wieder müde ! Die Porschefahrer nebenan nerven kurz etwas, weil sie ungedämpft reden und für zwei Steaks einen unglaublichen Berg Holz vernichten !