nachdem der Flieger nun schon seit einer knappen Woche gelandet ist und wir wieder wohlbehalten in Deutschland angekommen sind, möchte ich Euch wieder etwas über unsere Reise berichten. Sie ist dieses Jahr in vielerlei Hinsicht, nennen wir es, speziell 😉 .
Die Planung der Reise entstand dieses Jahr Anfang November, an einem, die Börsianer nennen dies wohl, "Black Friday". Mit dem Gedanken an eine neue Afrikareise entschlummerte ich in die Traumwelt einer Narkose und als ich kurze Zeit später dann das Krankenhaus wieder verlassen habe, hatte sich mein lieber Mann schon um viele Dinge gekümmert. Durch die Planung hat sich die Vorfreude in diesen 3,5 Monaten täglich gesteigert.
Unser diesjähriger Plan und die erste Neuerung war, wir haben einen Buschcamper und werden uns (zum Teil) im camping versuchen. Folgende Stopps aus Bekanntem und Neuem haben wir uns ausgesucht.
13.03.17 Flug mit Condor von Frankfurt nach Windhoek 14.03.17 Ankunft in Windhoek, Autoübernahme, Einkaufen und Übernachtung in der Pension Steiner 15.03.17 Fahrt zur Bagatelle Kalahari Game Ranch, Camping 16.03.17 KTP Twee Rivieren, Camping 17.03.17 KTP Bitterpan 18.03.17 KTP Kieliekrankie 19.03.17 KTP Kalahari Tented Camp 20.03.17 Mesosaurus Fossil Camp,Keetmanshop, Camping 21.03.17 Koiimasis, Tirasberge, Camping 22.03.17 Koiimasis, Tirasberge, Camping 23.03.17 Desert Camp, Sossusvlei 24.03.17 Desert Camp, Sossusvlei 25.03.17 Meike`s Guesthouse, Swakopmund 26.03.17 Meike`s Guesthouse, Swakopmund 27.03.17 Meike`s Guesthouse, Swakopmund 28.03.17 Spitzkoppe, Camping 29.03.17 Rustig Toko Lodge, Kamanjab 30.03.17 Etosha Olifantsrus, Camping 31.03.17 Etosha Okaukejo (eigentlich Olifantsrus dazu später) 01.04.17 Etosha Halali 02.04.17 Etosha Halali 03.04.17 Pension Steiner, Windhoek 04.04.17 Rückflug mit Condor nach Frankfurt
Also wer nun Lust hat, diese Reise nochmals mit uns Revue passieren zu lassen, steigt ein!
Liebe Grüße
Lisa und Marc (die Kloppos)
Teil 211. Apr. 2017
Montag der 13.03.17. Reisestart!!! Morgens gehe ich erst noch einmal für ein paar Stunden ins Home Office, die letzten Steuererklärungen werden verschickt und dann wird gepackt. Endlich. Dieses mal haben wir uns etwas länger mit dem packen beschäftigt, da wir ja das erste mal campen. Die Schlafsäcke liegen bereit, Multitool, Kabelbinder, Stirnlampen und diverse Küchenutensilien wandern langsam in die Reisetaschen und natürlich die üblichen Dinge! Kleidung, Bücher, Ferngläser, Fotoausrüstung und und und... Die Reißverschlüsse schließen sich, jetzt noch auf die Waage, passt (also die Taschen über den Rest sprechen wir jetzt nicht 🙄 ) Mit 16 und 18 Kilo machen wir uns dann, um kurz nach 18 Uhr, auf den Weg zum Flughafen Frankfurt. Die Autofahrt zum Parkplatz läuft reibungslos und so bringt uns der Flughafentransfer pünktlich zu Terminal 1. Im Transferbus treffen wir noch 2 weitere Mitreisende, welche mit der Condor-Maschine nach Windhoek möchten. Wir unterhalten uns etwas und ich frage Sie nach Ihrer Reiseroute? Sie erklären uns ein Bekannter hätte Ihnen die Reise ausgearbeitet und sie würden Namibia und Botswana besuchen, ich zähle ein paar "Must-Haves" in Namibia auf (Sossusvlei, Swakopmund, Twyfelfontain etc), doch beide sehen und nur mit großen Augen an! Sie geben uns Ihren Reiseverlauf und es ist die klassische "Anfängertour" von Christian, von Botswana ist nichts zu sehen, gut wenn man sich mit seiner Reise vorher beschäftigt hat 🤢 🤢 🤢 Leider haben wir in diesem Urlaub immer wieder diese Erfahrung gemacht!
Der Flug verläuft unspektakulär und so betreten wir am frühen Morgen endlich wieder afrikanischen Boden und saugen die warme Luft in uns auf. Unser Abholservice ist auch schon da und so starten wir Richtung Windhoek. Die Übernahme des Bushcampers von AfriCamper erfolgt zügig und so starten wir gegen 11 Uhr erst einmal zum Fleischshopping. Wir haben uns die Klein Windhoek Schlachterei ausgesucht und es war echt spitze!!! Das Fleisch (Rinderfilet) war aller erste Sahne, die Bratwürste gekocht und roh spitze und auch die Salami 1 A, die Jungs dort waren super freundlich, wir haben uns noch eine ganze Weile nett unterhalten, bevor wir zur Pension Steiner gefahren sind.
Die Pension Steiner liegt mitten in Windhoek, das Wernhill Center grad um die Ecke und der Fruit&Veg direkt vor der Tür. Perfekt mit einem tollen Garten und netten Angestellten. Nun beginnt die erste Herausforderung den Camper nach dem Großeinkauf sinnvoll zu bestücken!!
Als auch dies geschafft ist, ruhen wir uns noch etwas aus, machen uns "Ausgehfein" ! Heute Abend wollen wir uns im Nice auf den Urlaub einstimmen. Das Lamb Shank war sehr gut und auch mein Fisch war lecker, leider gab es einen sehr lauten Soundcheck für ein bevorstehendes Event, dies war nicht ganz so schön. Todmüde fallen wir dann ins Bett!
Teil 313. Apr. 2017
Wir haben wunderbar geschlafen und stehen bald, bereit für alle Schandtaten, quietschfidel am Frühstücksbuffet. Das Frühstück lässt keine Wünsche offen und Marc kommt noch mit 2 Deutschen ins Gespräch, die Buschmannprojekte in Namibia betreuen. Sie sind jedes Jahr 2x in Namibia um die Projekte zu unterstützen und z.B. Musikinstrumente mitzubringen! Dies war wirklich sehr interessant! Wir beschließen noch kurz bei Cymont vorbei zu sehen und uns noch eine Solarlampe zu kaufen, für unsere gemütlichen Stunden beim Abendessen und einem Glas Wein oder Savannah (der Plan war super, die Umsetzung nennen wir es, schwierig 😣 ). Noch einen einen Ministop bei Fruit&Veg und dann geht es endlich los. Wir fahren durch die grüne Landschaft und sind erstaunt, wie anders dieses Jahr alles aussieht. Die B1 hatte nur wenig Verkehr und wir kommen zügig vorwärts, immer das Ziel, die Bagatelle Kalahari Game Ranch vor Augen. Kurz vor Rehoboth springt uns plötzlich eine Warnlampe des Autos an, oh nein!! Wir suchen erst einmal die "Auto-Bedienungsanleitung" heraus und stellen fest, wir können noch bis zu nächsten Werkstatt fahren. Wir steuern dann erst einmal eine Tankstelle an und Marc telefoniert mit AfriCamper. Nun stellt sich heraus, dass dieser Fehler bei diesem Auto schon öfter aufgetreten ist und aber alles okay wäre und wir weiter fahren sollen. Aha 🙄
Wir fahren bis Kalkrand und dann auf die Pad C21. Die Straße ist wirklich gut und auch die D1268 war in einem passablen Zustand. Bei der Fahrt sehen wir immer wieder große Pfützen oder kleine Seen. Das Gras ist schon sehr hoch und auch der erste Springbock begegnet uns auf dieser Fahrt.
Kurz vor halb zwei stehen wir wieder, nach 3 Jahren, am Gate der Bagatelle Kalahari Game Ranch. Wir melden uns an der Rezeption an, nehmen noch unseren ersten Rock Shandy an der Bar und machen uns dann auf den Weg zur Campsite Nr.2 Unsere erste Nacht als Camper. Wir lüften erst einmal unser Zelt und spülen mal die ganzen Utensilien (okay vielleicht bin ich etwas pingelig, aber sonst habe ich kein gutes Gefühl 😵 ). Wir räumen auch noch etliche Dinge hin und her. Dann geh ich duschen und wir lesen noch etwas.
Heute ist es schon ganz schön warm. Zum Sonnenuntergang gönnen wir uns einen Savannah und dann marschieren wir zur Lodge, denn wir hatten uns vorher zum Dinner angemeldet. Im Nachhinein hätten wir hier auch toll grillen können.
Das Essen war gut.Es gab Carpaccio, dann Fleisch oder Fisch vom Buffet und dann ein Schokoladenpudding. Was uns etwas störte war der halbe Zoo, welcher mittlerweile beim Abendessen dabei ist. Es gibt ein ziemlich zahmes Springbockweibchen, Skunky, welche das Brot von den Gästen stibitzt, falls man nicht aufpasst. Dann waren etliche Katzen um die Tische herum und auch an einen Hund kann ich mich noch erinnern. Und es wurde gefüttert bis die Bäuche rund waren, wenn ich Tier wäre würde ich wohl auch jeden Abend da mal vorbei sehen 😗 ! Wir brechen bald nach dem Essen wieder auf, denn es schwirrt auch ziemlich mit Insekten, aber wir sind ja bewaffnet mit Peaceful Sleep 😈 ! Und so krabbeln wir zum ersten mal in unser Pop Top Zelt! Gute Nacht
Teil 414. Apr. 2017
Marc hat die erste Nacht in unserem Camper gut geschlafen, ich muss mich da aber doch noch etwas eingewöhnen. Heute wollen wir eigentlich früh los, denn wir haben ein Date, ja ein richtiges "Blind Date" 😗 !!
Wir freuen uns schon riesig auf de KTP und auf Carsten und Kerstin (Casimodo&Esmeralda)! Wir haben schon in Deutschland festgestellt, dass wir gleichzeitig im KTP sind und so haben wir uns zum Kaffee am Auchterlonie Museum verabredet!Vorher haben wir uns aber noch nie zuvor gesehen, aber schon hier im Forum festgestellt, dass wir gerne in bestimmten Unterkünften Urlaub machen 😉 ! Aber kennt Ihr das Wort "eigentlich", es ist ein schlimmes Wort, denn es kommt immer andres als man vorher gedacht hat!!!!
Und so ist es wir wollten eigentlich früh los, kurz frühstücken und weg! Jetzt kommt aber schon ein Problem auf uns Neucamper zu, welches sich auch bis Urlaubsende nicht gelöst hat! Unsere Gaskocher brauchen ewig (45 Minuten) um Wasser für 2 Tassen Kaffee bzw. Tee heiß zu machen. Wir wollten uns auch noch ein Rührei machen, geplante Zeit 25 Minuten, gebrauchte Zeit 55 Minuten. Die Gaskocher haben einen riesen Abstand und das mitgebrachte Campinggeschirr besteht aus Gusspfannen, echt super 🤢 !! Beim einräumen des ganzen Zeugs fliegen auch bei jedem Öffnen der Tür so ca 5 Moskitos in den Camper, die sind auf einmal überall (und ich schwöre, wir haben die Tür nicht offen stehen lassen!!!)
So nun kann es mit einer saftigen Verspätung endlich losgehen. Wir kennen die Strecke in den KTP und die Strassen hier sind wirklich super gemacht, es waren die besten Pads im ganzen Urlaub! Wir fahren durch das grüne Auob-Tal und so nett wie es hier auch ist, leben möchten wir da wirklich nicht!
Um kurz nach 12 Uhr stehen wir an der Grenze Mata Mata, die Ausreise an sich ist kein Problem, nur macht uns ein Officer aufmerksam, dass ein Road Permit abgelaufen sei und wir es bei der Einreise wieder erneuern müssen (das Auto ist in Südafrika zugelassen). Wir sind etwas verdutzt, da wir extra den Grenzübertritt bei AfriCamper angemeldet hatten. Aber okay, die Grenzbeamten meinen wir würden das Geld eh wieder vom Vermieter bekommen 😣 ! Die Einreise in Südafrika ist ebenfalls kein Problem, nur merken wir das es wirklich heiß heute ist, darauf gibt es dann, nach dem Luft ablassen aus den Reifen, erst einmal ein Eis!
Die Dünen sind komplett grün und uns erinnert die Landschaft so ein bischen an das Allgäu! Tiere sind leider sehr wenige unterwegs, liegt wohl an der großen Mittagshitze und an den guten Verstecken! Wir tuckern so langsam durch die Landschaft und treffen auf einen alten Bekannten, direkt unterhalb eines riesigen Webervogelnests, sitzt ein Weißbürzel Singhabicht (Pale Chanting Goshawk).
An einem Wasserloch treffen wir noch auf einen Sekretär (Secretarybird), selbst dem ist zu heiß und er stillt seinen Durst und badet seine Füße im kühlen Nass.
Jetzt müssen wir aber doch Gas geben, denn wir haben die Strecke etwas unterschätzt und Carsten und Kerstin brutzeln in Auchterlonie. Wir kommen 10 Minuten zu spät, aber beide sitzen entspannt in Ihrem Auto und meinen sie hätten gerade eh noch eine Löwenpirsch von 3 Mähnenlöwen beobachtet, direkt bei Ihrem Chalet in Urikaruus 😉 ! Wir verbringen eine wirklich schöne Zeit in Auchterlonie, Kerstin hat sogar Kuchen mitgebracht und wir reden und reden und reden. Zum Schluß machen wir noch dieses, "eigentlich" schöne Foto, wenn Marc es scharf gemacht hätte (zu seiner Ehrenrettung muss ich aber sagen, er ist echt platt von der Fahrt)! Ich zeig es euch aber trotzdem 😉
Wir brechen auf nach Twee Rivieren, klappen unser Dachzelt auf und beginnen gleich den Grill zu bestücken. Heute gibt es griechischer Salat mit Würstchen, sehr lecker, eigentlich. Denn als wir essen wollen, dämmert es gerade und wir werden von 1000 kleinen olivgrünen Wanzen besetzt. Der Tisch, die T-Shirts alles voll 🤢 ! Dann kommen noch riesige Nachtfalter dazu, naja ein entspanntes Abendessen ist anders und so verkriechen wir uns ziemlich schnell im Camper! Da empfangen uns dann die Gäste von heute morgen 😈 ! Wir killen ein Mossi nach dem anderen und schlafen dann irgendwann geschafft ein, schade wir wären gerne noch länger bei unseren netten südafrikanischen Nachbarn draussen geblieben!
Teil 517. Apr. 2017
Nach einer warmen Nacht entsteigen wir, im Morgengrauen, unserem Camper. Ab ins Waschhaus und dann erst einmal Frühstück machen. Unsere netten Nachbarn haben nach 20 Minuten Miteid mit uns und bringen uns, 2 Minuten später, kochend heißes Wasser, aus einem Wasserkocher! Ich bin bis zum Ende unserer Reise neidisch auf jeden der einen Wasserkocher dabei hatte 🤢 😈 🤢 ! Wir trinke Kaffee und Tee und essen ein Brot, dann wird noch abgewaschen und nun starten wir Richtung Nossob, immer unser Tagesziel Bitterpan vor Augen! Als erstes begegnet uns diese Riesentrappe (Kori Bustard)
es ist schon jetzt wieder ziemlich heiß und wir fahren durch ein ziemlich leeres Nossob-Tal. In einem Baum entdecken wir dann doch 2 Lannerfalken (Lanner Falcon)
Was uns immer wieder zu Staunen bringt sind die riesigen Siedelwebernester
mit ihren Bewohnern.
Am Himmel tummeln sich Wölkchen mit Mauerseglern und es wird immer heißer
Wir passieren Springböcke und Oryxantilopen auch ein paar Kuhantilopen sind unterwegs.
Am Wasserloch Kij Kij hoffen wir auf Löwen, denn hier hat sich gestern morgen wohl ein Riss ereignet, leider ist das Wasserloch aber verwaist. Wir sehen ein paar fleißige Erdhörnchen
und eines unserer Highlights an diesem Tag einen Schabrakenschakal, welcher durch die Hitze wohl auch jegliche Anstrengung vermeiden wollte.
Um so weiter wir Richtung Nossob kommen, um so höher wird leider das Gras. Sichtungen sind ausgeschlossen und die Straße wird immer schlechter.. Im Hide in Nossob legen wir eine Pause ein, es ist brütend heiß und wir wollen uns nochmal mit Carsten und Kerstin treffen. Von den beiden ist aber noch nichts zu sehen und so beobachten wir das Wasserloch
und zu meiner Freude sehen wir Königswitwen (Shaft-tailed Whydah).
Carsten und Kerstin werden mal wieder durch eine spektakuläre Sichtung aufgehalten (die zwei haben die Sichtungsfee wohl gekidnappt 😠 ). Wir verbringen noch eine schöne Zeit im Hide und verabschieden uns dann etwas wehmütig von den beiden! Schön war es mit Euch 🤩 !
Wir starten unsere Reise in die Dünen und es ist eine tolle Landschaft, der rote Sand die grünen Dünen und der blaue Himmel mit den Wolken.
Nach 1,5 Stunden taucht dann Bitterpan vor uns auf. Es besteht aus 4 Units mit einer Gemeinschaftsküche und einem Gemeinschaftsgrillplatz.
Wir werden von Jerome herzlich empfangen, er ist Campmanager, und von einer etwas schrulligen Amerikanerin, welche uns verkündet, sie hätte schon 6 mal heute geduscht und nur so lässt sich die Hitze aushalten und und und. Mit uns im Camp sind auch noch 2 nette Südafrikanische Paare. Wir machen uns erst einmal einen Nudelsalat für heute Abend zum grillen, dieser wird von unserer amerikanischen Lady auch gleich beäugt. Dann erklärt Sie uns auch noch, ihre männliche Reisebegleitung sei nicht Ihr Ehemann, davon hätte Sie schon 3 und das sei genug! Aha Wir genießen einen tollen Sonnenuntergang mit Gewitterwolken!
Abends sitzen wir alle zusammen und grillen. Also die Südafrikaner und wir. Die Amerikaner haben außer Brot nichts dabei und so werden Sie dann von uns anderen eingeladen. Und das Essen und der Wein/Bier scheint Ihnen hervorragend zu schmecken 😠 😠 Nach einem Whisky gehen wir dann schlafen.
Teil 618. Apr. 2017
Unser Tag beginnt heute früh, sehr früh! Es ist 4.30 Uhr als unseren amerikanischen Nachbarn beschließen Ihre Koffer zupacken, duschen zu gehen und das Auto Start klar zu machen 🤢 . Wir stehen dann um 6 Uhr auf und kurze Zeit später verlassen uns dann die Amerikaner. Wir unterhalten uns noch nett mit den Südafrikanern und frühstücken. Die ganze Küche ist von gestern Abend noch voll von toten Insekten..... Falter, Wanzen, Motten etc! Ich spüle dann ab und Marc packt das Auto. Leider bin ich die einzige, welche sich für dreckiges Geschirr interessiert und so bewältige ich den Berg allein. Unser Fazit zu Bitterpan: Die Fahrt dorthin ist wirklich sehr schön, die Häuschen sind aber sehr klein und heiß! Aber irgendwie auch nett. Nur die "Zwangsgemeinschaft" kann mit den falschen Leuten keine große Freude sein. Wir würden aber wieder für 1 Nacht nach Bitterpan zurück kehren!
Wir nehmen die kurze Strecke zurück zur Main Road, denn unser heutiges Ziel ist Kieliekrankie. Die Fahrt verläuft wieder sehr Tier arm und so sehen wir nach ca. 1,5 Stunden unsere ersten Tiere heute, 2 Strausse.
Nun stellt sich die Frage welche Route wir fahren werden, leider hat Marc heute wieder Migräne und so steuern wir erst einmal Kamqua an, damit er sich etwas ausruhen und eine Schmerztablette nehmen kann. Wir entscheiden uns nach Twee Rivieren zu fahren um zu tanken und dann über das Nossob-Tal nach Kieliekrankie zu fahren. Kurz vor Auchterlonie geht ein Gewitterschauer über uns nieder und wir sehen 5 Geparde von einer Düne herunterlaufen, wohl um sich auch vor dem Regen zu schützen.
Noch nie haben wir Geparde in Bäumen gesehen und so kann ich euch die gaaaaaaaaaaaaaannz seltenen Baumgeparde präsentieren 🤩
Der Schauer ist vorbei und die Geparde queren das Tal. Es handelt sich um eine Mutter mit ihren 4 Jungtieren. Leider hat sich der Weißabgleich bei der Übergabe der Kamera verschoben und die Bilder sind alle ziemlich rotstichig 😵 .
Als die 5 hinter der Düne verschwunden sind setzten wir unsere Reise nach Twee Rivieren fort. Leider geht es Marc nicht so gut und jetzt wird es auch wieder ziemlich heiß! Wir müssen noch eine Weile auf den Tankwart warten, da heute Samstag ist und die Tankstelle Mittagspause hat! Daher gönnen wir uns ein Eis. Nach dem tanken fahren wir wieder ins Nossob-Tal. Viele Tiere sind in der Hitze nicht zu sehen oder liegen weit weg im Schatten.
Plötzlich sehen wir dann aber doch etwas seitlich im Schatten stehen und wir freuen uns ein Loch in den Bauch, wir haben Erdmännchen gefunden. Wir werden erst einmal begutachtet,
dann aber wohl für gut empfunden 😄 , denn ab diesem Zeitpunkt buddeln die kleinen Gesellen was das Zeug hält, sie kabbeln sich, einfach nur niedlich, aber schaut selbst!
Schweren Herzens brechen wir nach einer Weile auf. Die weitere Fahrt ist wieder sichtungsarm, auch am Wasserloch Kij Kij sind die Löwen weiterhin ausgeflogen. Dann erreichen wir gegen 16 Uhr Kieliekrankie. Das Camp liegt traumhaft auf den Dünen. Wir hatten Camp 4, ganz rechts außen.
Der Ausblick ist einfach nur atemberaubend und so machen wir es uns am Nachmittag auf der Terrasse gemütlich.
Abends sprühen wir uns erstmal mit Peaceful Sleep ein, um den Grillabend genießen zu können. Bei 38 Grad um 19 Uhr sind lange Hosen echt eine Qual!
Wir grillen Würstchen und essen Salat dazu, es war sehr lecker!!! Leider waren heute sehr viele Falter und Motten unterwegs und ab und an hörten wir dieses nette surrende Geräusch sssssssssssssssssssssssssssssssssssssss! Naja wir sind ja präpariert. Wir gehen dann doch aber zeitig ins Bett, irgendwie nicht ganz so gemütlich mit dem fliegenden Getier. Und da glaubten wir noch an eine gute Nacht 😠 !
Teil 719. Apr. 2017
Die entspannte Nacht endet ziemlich schnell, denn irgendwie jucken meine Knöchel. Erst dachte ich, mich hat wohl doch ein Mossi erwischt, aber es juckt zwischen Waden und Knöchel und irgendwie lässt es sich nicht so genau lokalisieren 😠 ! Das Ausmaß zeigt sich dann am nächsten Morgen, nein es sind nicht ein und auch nicht zwei und auch nicht drei Stiche ich habe sage und schreibe 43 Moskitostiche an meinen Füßen, alles zwischen Waden und Knöchel ist verstochen und das trotz Peaceful Sleep als Creme und Spray 😈 😈 😈 !
Das Bild habe ich 4 Tage später gemacht und zeigt (leider) nicht das ganze Ausmaß! Aber da muss ich jetzt wohl durch. Nach einem ausgiebigen Frühstück, setzten wir uns noch etwas auf die Terrasse, heute haben wir es nicht eilig, der Ausblick hier ist so schön!
Wir beobachten das Treiben in den Büschen um uns herum. Ein Mäuschen huscht immer wieder an der Terrasse vorbei
der Kapsperling (Cape Sparrow) sorgt für Frühstück
und auch das Schnurrbärtchen (Scaly-feathered Finch) sucht wohl etwas Essbares im Busch.
Was auch sehr schön anzusehen ist, sind die kleinen gelben Bälle mit Flügeln, die immer von einem Busch zum anderen hüpfen, dann verschwinden um kurze Zeit später wieder auf zu tauchen. Ich hoffe hier mit dem Gelbbauchgirlitz (Yellow Canary) richtig zu liegen.
Schweren Herzens müssen wir uns dann doch von hier verabschieden und fahren unserem nächsten Stop, dem Kalahari Tented Camp entgegen. Auf der Main Road zwischen Mata Mata und Twee Rivieren sehen wir nur an einer Stelle Bienenfresser sitzen. Der kleine Schwalbenschwanzspint (Swallow-tailed Bee-eater) segelt immer wieder in die Lüfte, bevor wir in fotografieren dürfen.
Und auch der Rotbauchwürger (Crimson-breasted Shrike) ziert sich etwas.
Der weitere Teil unseres Game Drives ist ziemlich eintönig, denn es ist mega heiß und somit ist niemand draußen, sehr verständlich 🙄 . Wir machen noch einen kurzen Stopp in Mata Mata, checken den Reifendruck und schauen im Shop vorbei! Wir treffen dort auf Nils mit Pixie, die zwei haben wir schon in Bitterpan kennengelernt und quatschen eine Weile. Das Sighting Board wird natürlich auch inspiziert, aber es gibt keinen einzigen Punkt auf der Karte. Dann machen wir uns auf ins Kalahari Tented Camp. Dort angekommen treffen wir sofort auf die schrulligen Amerikaner 😣 , aber die Zelte sind ja weit auseinander....... Wir habe einen schönen Blick ins Tal und auf das Wasserloch.
Ich pflege meine Füße etwas und dann ruhen wir uns aus. Um 16.30 Uhr starten wir nochmals in den Park, doch die Hitze lässt unsere Chancen auf Katzen auf 0% sinken. Und so bleiben wir an diesem Tag bei unseren geflügelten Freuden. Wir beobachten diesen afrikanischen Wiedehopf (African Hoopoe)
und zu guter Letzt fällt mir noch ein Gleitaar (Black-shouldered Kite) auf, welcher es sich in einem Baum gemütlich gemacht hat.
Als wir schon fast wieder im Camp sind und die Sonne am untergehen ist, läuft uns dieser Schakal über den Weg.
Nach dieser letzten Sichtung geht es endgültig ins Camp zurück und wir kochen unser Abendessen. Es gibt Nudeln und auch heute sind wir wieder nicht alleine, Falter, Motten und Wanzen besuchen uns, pünktlich zur Dämmerung. So verschwinden wir schnell im Zelt, denn es laden die Vampire zum Tanz.....................................................
Teil 824. Apr. 2017
Für mich verläuft die Nacht ruhig, die kleinen gefräßigen Blutsauger haben nämlich Marc als "Nahrungsquelle" entdeckt 😵 ! Gut die Kieli-Stiche sind ja immer noch vorhanden und so kratzen wir halt an meinem Geburtstag gemeinsam 😉 ! Noch vor dem Frühstück starten wir um 6 Uhr in den Park, in der Hoffnung doch noch ein paar Kätzchen erspähen zu können. Und tatsächlich sehen wir (leider doch ein gutes Stück weg) am Wasserloch Craig Lockhart einen Löwen auf einer Düne liegen.
Wir lassen uns über eine Stunde Zeit, doch der Herr macht nur Genickgymnastik Kopf hoch und wieder runter und noch einmal und und und! Marc erklärte mir, er hätte Monsieur zu meinem Geburtstag bestellt, gab es aber leider nur mit 1000 Mossies als Extra 😗 ! Super.
Was aber lustig zu beobachten ist sind die Zweibeiner mit Ihren fahrbaren Untersätzen, diese 2 hatten es Marc besonders angetan! Made in Germany, scheint auch in Extrembedingungen zu funktionieren, Marc tat der Porsche aber nur leid 🙄 !
Wir reißen uns los und fahren zurück ins Kalahari Tented Camp und genießen unser Frühstück, mit Blick ins Tal. Uns hat es hier gut gefallen!
Unser heutiger Weg führt uns Richtung Keetmanshop zum Mesosaurus Fossil Camp. Es sind viele Schäfchenwolken am Himmel und diese führen zu einer bezaubernden Stimmung, heiß ist es aber trotzdem.
Im Camp angekommen heißt uns Giel willkommen. Wir fahren auf den 3 Kilometer entfernten Campingplatz und wollen am Nachmittag die Farmführung machen. So machen wir es uns erst einmal im Camper, neben einem riesen Webervogelnest ,gemütlich und lesen.
Das Camp liegt wirklich sehr ruhig in einer tollen Landschaft mit viel Doloritgestein und Köcherbäumen. Der Ablutionblock ist aber sehr Basic! Um kurz vor 5 machen wir uns auf den Weg zur Führung, wir fahren durch die Schaf und Ziegenweiden, bevor wir am Köcherbaumwald ankommen. Die Landschaft mit den Bäumen und den Steinen ist wirklich etwas besonderes.
Giel erklärt mit Herzblut die Köcherbäume. Den Aufbau der Pflanzen, für was man die Aloen nutzt (z.B gegen Mossie-Stiche 😉 ) und spielt auf den Steinen Musik, dann dürfen wir auch alleine die Gegend durchstreifen.
Ich fand auch die Farben der Stämme sehr beeindruckend.
Dann geht es weiter zum Grab eines Schutztrupplers
und den Mososaurus Fossilien. Diese Funde belegen die These, dass vor Millionen Jahren es den Urkontinent Gondwana gegeben haben muss, denn genau die selben Fossilien wurden auch schon in Südamerika gefunden. Die Fossilien auf der Farm wurden von Giels Sohn entdeckt und mittlerweile waren schon viele Forscher auf der Farm um mehr von diesen Fossilien zu erfahren.
Nach der Führung fahren wir zurück, Marc macht irgendwie ein nicht so schönes Gesicht. Den Grund erfahre ich aber erst später. Wir hatten ein Braiipaket vorbestellt, doch dies wurde irgendwie vergessen und jetzt nachgereicht. es waren eingefrorene Lammsteaks am Knochen, Ziegen Boerwurst und Lammspieße. Leider alles sehr fettig und zäh. Marc macht Feuer und ich bereite Salat vor, da die Führung ja erst am späten Nachmittag war, fängt es schon an zu dämmern! Und wie soll es anders sein wir werden von Faltern bevölkert, auch mischen sich wieder Motten und Wanzen unter die Besucher und so wird es mal wieder ein sehr ungemütlicher Abend 🤢
Den Grund für Marcs nicht ganz so gute Laune, erzählt er mir jetzt auch, er hatte zuvor schon Kontakt mit den Betreibern des Camps und hatte angefragt ob es möglich sei, für mich einen Kuchen zu backen und den Aufenthalt noch etwas zu verschönern. Dies sei alles kein Problem wurde ihm versichert und auch ein Bungalow soll für uns hingerichtet werden. Davon wusste heute aber keiner mehr etwas 😐 ! Naja wir verschwinden dann schnell im Camper und genießen noch etwas von Innen den Sternenhimmel.
Teil 924. Apr. 2017
Heute morgen starten wir erst einmal mit unserem entschleunigten Frühstück, wie Ihr ja schon wisst braucht Wasser kochen 45 Minuten!! und daher lassen wir es langsam angehen. Ich beobachte das geschäftige Treiben im Webervogelnest, sie haben Nachwuchs und daher ziemlich viel zu tun!
Nach dem Frühstück fahren wir nach Keetmanshop um unsere Einkäufe aufzustocken und um zu tanken. Im Shoprite kaufen wir uns als erstes eine Alupfanne, vielleicht funktioniert die ja besser 😠 auf dem Gaskocher! Feta,Gemüse, Wasser etc... Nach einer Stunde sind wir fertig und wir machen uns auf den Weg. Der erste Teil der Fahrt auf Asphalt geht zügig von statten, aber ohne nennenswerte Highlights, daher freuen wir uns, als es ab Aus landschaftlich abwechslungsreicher wird. Die Weite ist schon sehr beeindruckend.
Die D 707 ist der Wahnsinn, wir haben durch die Wolken auch einen schönen Sonnen Schatten Mix, leider ist durch die Hitze (39 Grad) alles etwas diesig!
Die Pad ist bis zur Farmeinfahrt Koiimasis wirklich gut, danach wird es holpriger. Wir ruckeln also dem Campingplatz entgegen, nicht aber vorher noch an der Rezeption sehr leckeres eingelegtes Oryxfilet zu ergattern.
Der Campingplatz liegt herrlich zwischen den Bergen, überall sind Felsen. Es gibt eine gemauerten Braiiplatz an jedem Stellplatz, einen Wasserhahn und die Waschhäuser sind sauber, sehr gepflegt und schön!
Marc schmeißt unter genauer Beobachtung den Grill an.
Es gibt Filet mit Salat und natürlich ein Bier, für Wein ist es definitiv zu warm.
Und so können wir am Abend noch ein schönes "Alpenglühen" von unserem Platz beobachten und heute ist der erste Tag, an dem die Insekten etwas weniger auftreten.
So genehmigen wir uns einen Sundowner und gehen dann bei noch sehr warmen Temperaturen irgendwann schlafen!
Teil 1026. Apr. 2017
Der heutige Tag gibt ein ruhiger Tag. Wir hatten eigentlich vor, etwas die Gegend zu erkunden, da es aber schon früh morgens sehr heiß wird, ändern wir den Plan.
Als erstes testen wir unsere neue Alupfanne und machen Rührei und heißes Wasser! Diesmal gelingt das Ei wirklich besser und schneller, das Teewasser ist eben wie immer, Geduldsache !
Wir werden auch heute ziemlich genau beäugt, aber wir geben nichts ab 😈 !
Nach dem leckeren und ausgedehnten Frühstück, will ich die Abwaschsachen holen und Marc heißes Wasser, auf einmal gibt es einen riesen Radau! Unsere Campmitbewohner haben ein kleines Stückchen Brot auf dem Tisch entdeckt, welches ich noch nicht aufgeräumt hatte und sitzen jetzt da und streiten sich! Na super......
Wir verscheuchen die 3 dann aber und machen den Abwasch. Wir bekommen in dieser Zeit auch immer wieder Besuch von diesem Familiar Chat
und diesem Termitenschmätzer ( Ant Eating Chat), welche sich an den Krümmeln der Dassies bedienen.
Nach dem Abwasch lesen wir noch ein wenig, bevor wir uns zu einem kleinen Spaziergang über den Campingplatz (welchen wir übrigens ganz für uns alleine haben) aufraffen. Marc fragte noch ob er die Bücher aufräumen soll, da aber niemand da ist, es nicht nach Regen aussieht und auch sonst keine Bedrohung für Bücher droht, sage ich er soll sie liegen lassen 😣 .
So drehen wir eine Runde, inspizieren die anderen Campsites, machen ein paar Bilder und suchen nach Vögeln, bei 41 Grad ist aber nicht wirklich etwas los!
Als wir zurück kommen trauen wir unseren Augen nicht, die Dassies haben doch tatsächlich unsere Bücher gefressen 🙄 😈 🙄 Marcs Buch: der lange Weg zur Freiheit von Nelson Mandela hat nur leichte Fraßspuren an einer Ecke, war wohl schwere Kost 😄
Mein Buch dagegen scheint aber besser gewesen zu sein, Dassies scheinen Pfälzer Mundart Bücher wohl zu mögen 😈
So gehen wir erst einmal etwas Wäsche waschen und dann lesen wir noch einbischen. Die Kapammer (Cape Bunting) hüpft zwischen den Felsen umher.
Langsam ziehen Wolken auf und es geht ein Wind, es fühlt sich an wie ein riesen Föhn! Ein Bokmakiri (Bokmakierie) hat unser Auto als Feind entdeckt und hackt auf die Scheibe und den Spiegel ein.
Der Himmel wird immer dunkler und so erleben wir ein Gewitter, mit ein paar Regentropfen, der Donner hallt in den Bergschluchten und es ist ziemlich gespenstisch. Nach dem Gewitter klart es aber wieder auf und für den Abend haben wir uns einen Tisch in der Fest in Fels-Lodge reserviert. Diese Lodge steht auf dem gleichen Gelände wie der Campingplatz, gehört aber nicht dazu. Das Essen ist gut und der Besitzer erzählt, dass es gestern um 22.30 Uhr noch 37,5 Grad hatte, also hatten wir uns nicht getäuscht, dass es sehr heiß war. Natürlich bekommen wir zur Dämmerung auch wieder fliegenden Besuch, vor allem die großen Nachtfalter sind heute unterwegs und ab und zu auch mal ein Moskito... Wir laufen nach dem Essen wieder zum Campingplatz zurück und bewundern wieder einmal den herrlichen Sternenhimmel Afrikas. Das ist mit ein Grund immer wieder zu kommen. Gute Nacht!
Teil 1129. Apr. 2017
Auch heute morgen beim Frühstück sind die bücherfressenden "Monster" wieder da und beäugen uns die ganze Zeit! Es könnte ja sein, dass etwas runterfällt oder wir mal nicht aufpassen, aber Pustekuchen, heute macht ihr uns nichts vor mit euren Kulleraugen 😈 ! Nach dem Frühstück verstauen wir alles, denn heute brechen wir in Koiimasis die Zelte ab und fahren ins Desert Camp. Wir genießen noch einmal die schöne Landschaft an der D 707 und dann sehen wir sogar noch eine kleine Löffelhund Familie, die aber leider sehr schnell reis aus nimmt, daher nur dieses "Beweisphoto"!
Leider ist ab Koiimasis die Pad sehr schlecht und wir ruckeln uns langsam in Richtung Ziel. Wir sehen unsere ersten Zebras am Rande des Namib Naukluft NPs. Dann erreichen wir nach ca. 4 Stunden das Desert Camp. Sesriem ist wirklich groß geworden, die Shops gut gefüllt und es "wimmelt" nur so von Menschen 🙄 , gut dass das Desert Camp nicht so groß ist. Aber wunderschön gelegen! Eine unserer Lieblingsunterkünfte.
Beim einchecken merken wir es ist wieder mächtig heiß und unser Gefühl soll sich auch bestätigen.
Wir ruhen uns erst einmal etwas aus und schmökern in den noch vorhandenen Teilen der Bücher.
Dann gönnen wir uns am Pool einen Rock Shandy und surfen im Internet (ja man hat hier W-Lan 🙄 , also wenns schon mal da ist, kann man es ja nutzen 😊 )
Am Abend lassen wir uns von der Lodge etwas Salat und vor allem Grillfleisch bringen. Das Impala und das Eland ist wirklich hervorragend und reichlich. Dann besucht uns noch das "Campeigene" Oryx
und auch ein Schakal schaut kurz vorbei, doch als es bei uns nichts zu holen gibt zieht er weiter. Mittlerweile essen wir schon ziemlich früh, so dass wir in der Dämmerung schon fertig sind. Und so genießen wir die letzten Sonnenstrahlen im Camp,
an der Bar, mit einem Rock Shandy und lassen die Falter flattern, die Wanzen wanzen und die Heuschrecken fliegen. Auch sind wieder Vampire unterwegs, die Zahl ist aber erträglich!
Teil 1229. Apr. 2017
Nach einer ruhigen, erholsamen Nacht in einem "normalen" Bett, stehen wir um 5.45 Uhr auf, denn heute wollen wir in den Park und ins Deadvlei. Wir holen noch kurz unseren vorbestellten Frühstückskorb in der Sossusvlei Lodge ab und dann kann es auch schon losgehen, unser Auto wird registriert, das Permit sollen wir erst bei der Ausfahrt lösen. Leider müssen wir wieder feststellen, dass sich so gut wie niemand an die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung hält. Es wird gerast und wild überholt was das Zeug hält 🤢 ! So fallen wir weit zurück, aber dies macht uns nichts aus, denn wir sind wegen der tollen Landschaft hier und nicht um den Wettstreit "Erster im Deadvlei" zu gewinnen 😈 . Die Schatten in den Dünen am frühen Morgen ist schon etwas besonderes.
Den Aufstieg auf die Düne 45 schenken wir uns und fahren direkt weiter, denn wir erwarten wieder einen heißen Tag und so wollen wir den noch etwas kühleren Morgen nutzen. Wir stoppen kurz am 2x4 Parkplatz und fahren dann weiter. Der Sand ist stellenweise doch ziemlich tief und das ein oder andere sehr langsamfahrende (teils auch ungeeignete) Auto tauchen vor uns auf. Marc erwischt dabei einen kleinen Hügel und so neigt sich der Camper doch mächtig zur Seite 😣 , einen kurzen Herzstolperer später fahren wir dann Gott sei Dank auf 4 Rädern weiter.
Wir packen etwas Wasser ein und los geht die Wanderung ins Deadvlei. Mit diesen pilgernden Menschenmassen haben wir aber nicht gerechnet 😠 ! Viele laufen aber nur auf Big Daddy und dann geht es wieder zurück, mehr scheint der Zeitplan nicht zuzulassen!!!
So sind wir dann doch fast allein im Vlei und ich mache ein paar Bilder.
Das sind wir die Kloppos 😄
Wir machen uns dann gemütlich auf den Rückweg und hören alle Nationalitäten!
Am Parkplatz angekommen ist es jetzt 10.30 Uhr und der Planet brennt. Es wir nun wieder ein neuer Bus mit "Pauschaltouristen" angekarrt und viele ältere Leute steigen aus (Schätzung über 75Jahre), auch diese Gruppe macht sich dann ohne Wasser und bei sicher 35 Grad auf ins Deadvlei, ob die alle heil da wieder rauskommen 🙄 ???
Wir laufen noch etwas umher und machen dann erst einmal ein herrliches Frühstück mit dem toll bestückten Picknickkorbs.
Auf dem Rückweg stecken schon ein paar Autos im Sand fest, Insassen sind aber keine zu sehen. Wir fahren dann weiter, bezahlen am Gate unser Permit und stocken noch einmal die Getränke auf. Am Nachmittag liegen wir auf der faulen Haut, kühlen uns mit Rock Shandy und stecken die Füße in den Pool. Am Abend grillen wir noch einmal und dann ist dieser herrliche Tag auch schon wieder vorbei!
Teil 1330. Apr. 2017
Am heutigen Morgen gönnen wir uns ein Frühstück in der Sossusvlei Lodge, nachdem wir unsere sieben Sachen im Camper verstaut hatten. Heute weht ein heftiger Wind und so entscheiden wir uns für einen Tisch im Gebäude. Das Buffet ist reichhaltig und lecker, danach brechen wir auf um zu bezahlen. Einen Überblick haben die an der Rezeption die aber nicht, wir hätten fahren können, ohne auch nur einen Cent zu bezahlen, denn weder das Frühstück noch den Picknickkorb haben die auf dem Schirm 😮 !
So und nun geht es weiter in dem Sandsturm, die Böen sind teilweise echt heftig und die Sicht dementsprechend schlecht. Erst als wir auf der Wind abgewandten Seite sind entspannt sich Marc ein wenig! In Solitaire wollen wir uns in der Bäckerei etwas Süßes für die Fahrt gönnen! Es sieht alles sehr lecker aus und es gibt eine große Auswahl. Ich entscheide mich für Zimtschnecken und Apfelkuchen.
Kurz vor unserer Ankunft muss ein großer Reisebus mit Österreichern angekommen sein, denn die Bäckerei ist voll und es wird sich nur beschwert 🤢 ! warum es hier nur Süßes Zeug gibt, sie wollen etwas pikantes, der Busfahrer hätte gesagt hier gibt es auch deftiges (ja Sandwiches 😠 , aber das ist auch nicht das was sie wollten). Dann musste man sich auch noch anstellen, das ging zu langsam aber tatsächlich kamen sie nicht mit den Namibia Dollar und der Sprache zurecht! Ich habe dann schnell bezahlt und musste raus, sonst wäre ich geplatzt 🤢 😣 🤢 ! Und schon kam ein neuer Reisebus. Ich schieße noch kurz diese Fotos und dann nix wie weg!
Der Wind legt sich langsam und wir staunen über die teilweise sehr grünen Stellen mit gelben Blümchen! Ab und an zeigen sich Zebras und Orxye. Ganz erstaunt waren wir dann aber im Kuiseb Canyon, es fließt doch tatsächlich noch Wasser 🤩 !
Die Fahrt, ab dem Canyon, ist wie immer nicht ganz so prickelnd, sehr eintönig und die Pad voll mit Wellblech. Wie wir später noch hören werden, gibt es hier jeden Monat Roll-Overs wegen de schlechten Straßenzustand 🙄 . Wir essen unsere süßen Mitbringsel mmmmmmmmmmmmhhh! Kurz vor Walvis Bay sehen wir in der Ferne eine riesige Kolonie Flamingos in den Dünen, daher beschließen wir noch einen kurzen Abstecher nach Walvis Bay zu machen! Wir sind erstaunt über die schönen Häuser an der Promenade! Dann fahren wir in die Lagune und zur Salzgewinnungsfabrik.
Leider sind die Flamingos weit weg
und so sehen wir uns die Salzseen etwas genauer an
und brechen wir aber endgültig auf nach Swakopmund. Wir haben uns in Meike`s Guesthouse 3 Übernachtungen gegönnt! Denn Tipp hatten wir von Ruth und Uwe. Danke!! 😘 Der Empfang ist so herzlich und Meike hatte uns schon im Vorfeld viele Reservierungen gemacht! Wir fühlen uns sofort wohl! Die Zimmer sind mit viel Liebe zum Detail eingerichtet und der Garten ist einfach ein Traum. In den Enzianbäumen wimmelt es nur so von Wellenastrilde (Common Waxbill).
und Swakop zeigt sich uns zum ersten Mal von seiner schönen Seite! Es hat einen strahlend blauen Himmel, es geht ein laues Lüftchen und wir haben seit den letzten 10 Tagen erst Mal unter 38 Grad! Es waren 27, wie angenehm 😎 ! Abends gehen wir in Kückis Pub zum essen!
Teil 1407. Mai 2017
Wir haben hervorragend genächtigt und stehen um 7 Uhr beim Frühstück! Auch dieses ist einfach ein Gedicht. Es gibt Brot, Brötchen, Müsli, frische Früchte, Joghurt, verschiedene Käse und Wurstsorten und eine bombastische Auswahl an selbstgemachten Marmeladen 🤩 ! Noch dazu eine herzliche Betreuung! Um kurz vor 8 Uhr klingelt es dann auch schon und Jürgen, ein Guide von Tommy, holt uns zur "Living-Desert-Tour" ab. Diese wollten wir auf jeden Fall noch einmal machen, wenn wir Swakopmund besuchen. Neben uns ist nur noch eine ältere Dame mit an Bord, welche früher in Namibia gelebt hat! Das Wetter ist heute wieder gut, nur am frühen Morgen noch etwas frisch. Es geht direkt in den Nationalpark in die Dünen.
Jürgen ist sehr motiviert und erklärt uns unheimlich viel, über die Namib, die Flora und Fauna und die Überlebensstrategien der Bewohner. Nach kurzer Zeit zeigt er uns diese Spur eines Chamäleons.
Es braucht trotz Spur aber sicher noch 10 Minuten, bis wir den Verursacher gefunden haben. Das Chamäleon ist ganz dunkel und hat auch keinerlei Interesse an uns und an einem Frühstück.
Jürgen macht uns auch immer wieder auf die kleinen Bewohner der Wüste aufmerksam, wie zum Beispiel auf diese Ameisen.
In einem Dollerbusch gut versteckt findet Jürgen eine Sidewinder. Mit viel Respekt und Interesse hören wir Jürgens Ausführungen über diese Schlange zu.
Dann geht es immer weiter in die Dünen. Die Dünenlandschaft ist einfach nur atemberaubend.
Kurze Zeit später, entdecken wir wieder ein Chamäleon auf Brautschau.
Dieses ist auch an einem Gratis Frühstück interessiert und so können wir doch noch ein paar nette "Zungenfotos" machen. Also erst einmal das Essen begutachten
dann ganz genau anvisieren
Maul auf
Zunge raus und dann.......
kraftvoll zu beißen
Wir verabschieden uns von dem kleinen Nimmersatt und Jürgen zeigt uns noch den Eingang der Dancing White Lady. Diese Spinne baut Tunnelnetze und wartet auf Beute. Bei Tommys Touren wird sie aber nicht mehr ausgegraben, da es für die Tiere den Tod bedeuten kann, da sich das Netz nicht so schnell erneuern lässt. Wir finden es toll, dass man nicht nur auf die Touristen sondern vorallem auf die Tiere achtet!!
Wir bekommen erklärt wie sich der Dollarbusch vermehrt, Tiere durch ihn überleben (es ist Wahnsinn, wie viel Wasser in den Blättern gespeichert wird!) und wie empfindlich dieses Ökosystem ist.
Auch der Streichholzbusch gehört in dieses ausgeklügelte System.
Wir können ab und an einige gefiederten Bewohner der Wüste sichten, wie diesen Namibschmätzer (Tractrac Chat)
oder dieses UFO (Dune Lark, danke Matthias!)
Als letztes begutachten wir diese kleine Eidechse die in Windeseile ein, für Sie, riesiges Loch buddelt.
Der Weg zurück führt uns dann wieder durch die Dünen.
Diese Tour war, genau wie beim ersten Mal, ein absolutes Highlight für uns und wir können Sie nur jedem weiter empfehlen!! Doch nach 6 Stunden geht die Tour dann doch zu Ende.
Jürgen setzt uns im Zentrum bei der Mole ab und wir gönnen uns im Ocean Cellar einen Crab-Cake und einen Salat. Danach bummeln wir noch durch die Stadt, bevor wir uns etwas Ruhe bei Meike gönnen.
Am Abend haben wir uns ein weiteres "Schmankerl"reservieren lassen, einen Tisch im Tug. Meike hat uns schon Wochen vorher einen tollen Tisch direkt am Fenster reserviert. Wir wollen uns heute richtig verwöhnen und den Tag in Ruhe ausklingen lassen. Leider kommt es doch etwas anders. Der Tisch ist perfekt und wir sind die ersten 20 Minuten auch fast allein, doch dann wird der Restaurant von einer riesen Busreisegruppe "heimgesucht". Leider wird es nun ziemlich laut und rummelig, das schlimmste ist aber der Reiseleiter, er schreit die ganze Zeit Dinge durchs Restaurant, erzählt Witze, erklärt die Speisekarte und diskriminiert den farbigen Busfahrer am laufenden Band 🤢 . Uns wird es ganz anders und wir sind kurz davor den Busfahrer an unseren Tisch zu bitten, doch dann geht dieser. Wir essen nun unser wirklich hervorragendes Essen, trinken noch einen keinen Absacker und verlassen dann aber schleunigst das Restaurant. So haben wir uns den Abend leider nicht vorgestellt 😐 .
Teil 1507. Mai 2017
Heute morgen lernen wir ein belgisches Pärchen kennen, welches gestern am späten Abend eingetroffen ist. Meike hatte uns gestern schon sehr besorgt erklärt, sie warten auf dieses Paar, welches aber seit 24 Stunden vermisst sei. Die Belgier erzählten uns dann, sie hätten sich beim Brandberg verfahren und nicht mehr den Weg zurück zur Lodge gefunden. Ein Navi hatten sie nicht mit und auch nicht wirklich viel Wasser, kurz vor der Dunkelheit wurde dann auch der Sprit knapp. Mit dem Handy haben Sie dann versucht die Polizei zu alarmieren. Die Windhoeker Polizei hielt sich für nicht zuständig und legte auf, die zuständige Polizei sucht nur nach einem, wenn die Lodge Gäste vermisst meldet (nach einem Telefonat mit der Lodge meinte ein Angestellter es wird niemand vermisst) und so hat die belgische Mutter alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass nach den beiden gesucht wird. Am frühen morgen wurde Sie dann von Gästen aus der White Lady Lodge gefunden und versorgt. Also was lernen wir daraus am Besten nicht verschwinden 🤢 .
Unser heutiger Plan ist der Welwitschia Drive. Wir besorgen uns ein Permit im NWR Büro und los geht es. Die gestrige Situation im Tug beschäftigt uns aber immer noch.
Als erstes sehen wir die uralten Ochsenwagenspuren
und dann erwartet uns, für uns völlig überraschend, die herrliche Mondlandschaft. Heute ist es teils doch stärker bewölkt und hier im Inland wieder sehr heiß.
Man kann sich richtig vorstellen, wie hier Filmteams Dreharbeiten für die nächste Weltraumschlacht produzieren.
Nachdem wir uns endlich losreißen können, starten wir in den schwierigsten Abschnitt. Die nächsten 8 Kilometer ist übelstes Wellblech. Wir kommen stellenweise nur mit 10 km/h vorwärts, da es so tiefe Spurrillen in der Strasse hat. Es gibt ab und an auch schon Fahrspuren neben der Strasse, welche wir aber nicht benutzen wollen, denn wir haben ja gesehen wie lange Spuren in dieser Umgebung erhalten bleiben. Die Landschaft ist wirklich schön und überall am Gestein sieht man die schwarzen Dolerit-Spuren. Wir passieren dann das Swakop-Revier um zu den Welwitschia zu gelangen. Und dann liegt ein richtiges Feld vor uns. Die Welwitschia-Mirabilis
Weibliche und
Männliche
nach einer kurzen Weiterfahrt kommen wir zu einer der größten Welwitschias dieser Erde. Sie ist eingezäunt, um sie vor Tieren und Menschen zu schützen
Unser Stopp ist nicht all zu Lange, da der Planet erbarmungslos von oben sticht und das Thermometer sich wieder der 40 Grad Marke nähert. So machen wir uns dann auf den Rückweg. In Swakopmund wieder angekommen, gehen wir zu Fuß in die Stadt und versacken etwas im Village Cafe. Ein wunderschönes Fleckchen mitten in Swakopmund und hervorragend zum Essen. Danach schlendern wir noch etwas am Meer entlang, strecken die Füße ins eiskalte Nass und lassen den lieben Gott einen guten Mann sein.... Am letzten Abend gehen wir im Cosmopolitan essen und fallen dann, wieder versöhnt mit Swakopmund, ins Bett.
Teil 1607. Mai 2017
Heute setzen wir uns leider das letze Mal an das herrliche Frühstücksbuffet und zu Debby. Wir lassen uns ein letztes Mal die selbstgemachte Guavenmarmelade schmecken und sind jetzt schon etwas wehmütig. Bei Meike hat es uns einfach riesig gefallen. Nach einem sehr herzlichen Abschied und Grüße für Uwe und Ruth (welche ich hiermit ausrichte 😵 !!!) machen wir uns auf zum einkaufen. Wir stocken ein letztes Mal unsere Vorräte auf, finden ein tolles Bauernbrot und gehen dann tanken. nun ist es an der Zeit auf Wiedersehen zu Swakop zu sagen und unser Blick richtet sich Richtung Spitzkoppe, unser heutiges Etappenziel. Wir fahren ganz gemütlich, genießen die Landschaft und nach 2 Stunden taucht sie dann auf, die Spitzkoppe
es ist wieder heiß und es braut sich etwas zusammen. Schwarze Wolken und hohe Wolkentürme versprechen nichts Gutes. Ab und an sehen wir auch Blitze. Der Blick auf dieses Felsmassiv ist wirklich toll.
An der Rezeption angekommen, sagt man uns wir dürften uns auf dem Gelände einen Platz aussuchen und so brechen wir auf, auf der Suche nach dem "perfekten" Platz. Es tröpfelt etwas, das war es aber auch dann schon und wir tuckern über das Gelände. Ich habe im Kopf Campsite 5 sei empfehlenswert und so platzieren wir uns dort, da diese frei ist 🤩 . Wir stellen unsere Stühle auf und dann geht es auf Erkundungstour.
Die Landschaft ist wirklich herrlich, leider macht der Beleuchter schlapp.
Wir kraxeln etwas in den Felsen herum und treffen am Bogen ein Schweizer Ehepaar,
Sie klagt auch über den "Tanz der Vampire", denn ihre Beine sind komplett verstochen und angeschwollen.
Wir genießen die Zeit hier oben wirklich.
Als dann auch noch zum Sonnenuntergang ein paar Sonnenstrahlen durch die Wolken blitzen, ist alles perfekt.
Selbst in den Steinen gibt es grüne Flecken und Blümchen.
Nach unserem Abstieg machen wir uns schnell unser Abendessen, denn es fängt wieder an zu schwirren und zu surren 😣 Dann krabbeln wir in unsere Koje und hoffen auf eine ruhige Nacht, aber weit gefehlt..........
Ich, als bekennender Schisser, dachte in dieser Nacht mein letztes Stündlein hat geschlagen 🤢 . Es ist kurz vor halb zwölf in der Nacht, als ein Auto angefahren kommt und direkt neben uns parkt. Die Scheinwerfer werden ausgemacht und man hört nur noch gedämpfte Stimmen. Dann geht eine Taschenlampe an und 2 Männer steigen aus. Es wird kurz in unser Zelt geleuchtet und etwas großes geschultert....Mein Herz ist kurz vor dem Stillstand und Marc meinte ich wäre zu einer Salzsäule erstarrt. 🤢 🤢 🤢 . Die Männer krabbeln dann aber die Felsen hoch um wahrscheinlich Fotos vom Sternenhimmel und dem Felsenbogen zu machen. Die Nacht war für mich gelaufen, denn ich kenne die alte Geschichte von der Spitzkoppe und auch heute stellen sich bei mir die Nackenhaare, wenn ich an diese Situation denke. Diese Aktion fand ich äußerst rücksichtslos 😠
Teil 1708. Mai 2017
Völlig gerädert stehen wir am morgen auf 😠 ! Marc kocht erst einmal Wasser und dann wird gefrühstückt. Meine Laune wird ganz langsam wieder besser, denn die Spitzkoppe versucht sich noch einmal ins beste Sonnenaufgangslicht zu rücken.
Und der Platz ist wirklich sehr schön.
Wir räumen zusammen, denn wir haben einen ziemlichen Ritt vor uns. Unser heutiger Weg führt uns in die Toko Lodge bei Kamanjab. Wir checken aus und Marc erzählt am Office von unserem nächtlichen Besuch und fragt nach den Straßenverhältnissen. Uns wird nicht empfohlen durch das Omaruru-Flußbett zu fahren, denn der Omaruru ist vor kurzem gelaufen und es sei alles sehr tiefsandig und gestern hätte es ja auch wieder gewittert. So nehmen wir den Weg über Asphalt. Wir fahren über Karibib, Usakos, Outjo nach Kamanjab. Es gibt Abschnitte, auf denen tausende von Panzerheuschrecken auf der Straße laufen 🙄 , es knirscht nur so beim fahren 🤢 ! Ausweichen wäre aber zwecklos gewesen!! Ansonsten gestaltet sich die Fahrt ruhig, wir fahren durch grüne Landschaften, teilweise steht noch Wasser am Straßenrand und sehen den ein oder anderen Vogel. Mittags machen wir einen kurzen Stop in Outjo. Am späten Nachmittag kommen wir in der schön gestalteten Toko Lodge an. Wir gönnen uns einen Rock Shandy an der Bar und gehen etwas an den Pool. Das Wasserloch bleibt aber die ganze Zeit unseres Aufenthalts verwaist. Auch der Namensgeber der Lodge hat sich im ganzen Urlaub noch nicht blicken lassen. Wir genießen einen wirklich schönen Sonnenuntergang und gehen dann zum Abendessen.
Es gibt Oryxgulasch mit Nudeln und Salat und ein Pfirsichkuchen und dann fängt es mal wieder an zu surren, zu flattern, zu brummen und zu summen, daher geht es dann schnell ab ins Bett!
Teil 1810. Mai 2017
Ich habe gut geschlafen und stehe ziemlich ausgeruht und voller Vorfreude auf, denn heute geht es in den Etoscha Nationalpark. Marc fühlt sich aber leider nicht so wohl, die Migräne lässt grüßen. Nach dem Frühstück wird das Auto wieder bestückt und wir fahren los Richtung Galton Gate. In dieser Gegend muss es wirklich gut geregnet haben, das Gras ist hoch und saftig grün und auf dem angrenzenden Farmland entdecken wir richtige kleine Stauseen. Am Gate erledigen wir die "Einreiseformalitäten" und auch die Autokontrolle ist schnell erledigt. Wir werden nach Waffen und Drohnen gefragt und da wir dies verneinen ist der Rest auch kein Problem. Ich hatte gehofft am Gate eine Etosha-Karte kaufen zu können, diese seien aber leider aus. Und nun geht es los..........Tiere gucken...... Naja so schnell dann doch nicht, denn es sind keine da (oder gut versteckt im hohen Gras 🙄 ). Nach einer halben Stunde sehen wir dann unser erstes Tier, es ist eine von A nach B galoppierende Rappenantilope, die genau so schnell verschwunden war, wie sie aufgetaucht ist! Dann aber nach weiteren 10 Minuten sehen wir die ersten Zebras und in weiter Ferne auch Giraffen
Am ersten Wasserloch steht dann eine riesige Herde Zebras mit vielen Jungtieren, hier bleiben wir eine Weile stehen und verfolgen das muntere Treiben.
Danach sehen wir im dichten Busch einen einzelnen Elefanten, dieser ist aber auch ein ganzes Stück entfernt und so entschließen wir kein Foto zu schießen. Als nächstes entdecken wir 3 ausgewachsene Kuduböcke, welche sich auch im Posing ganz gut machen. Vielleicht trainieren sie für Etoshas-Next-Topkudu oder ähnliches 😉
In einem Abzweig entdecken wir dann nochmals Giraffen,
sie stehen in Mitten einer gelb blühenden Blumenwiese
und aus einer ausgefahrenen Fahrspur quaken doch tatsächlich kleine Frösche im Schlamm..........Alles absolut unwirklich 😊
Da es Marc nicht so gut geht, fahren wir relativ zügig nun Olifantsrus an. Wir checken ein und machen es uns gemütlich. Marc ist müde und ich lasse ihm den Camper und erkunde einmal den schönen Hide. Ich sitze hier an die 3 Stunden fast alleine, weder Menschen noch Tiere lassen sich groß blicken. In der Ferne sieht man ein einzelnes Oryx und ein Gnu. 2 Kaptäubchen und eine Namaqua-Dove stillen ihren Durst, ansonsten kann ich nur diese Tiere erkennen.
Irgendwann wandere ich dann zurück zum Camper, Marc geht es leider nicht besser sondern eher schlechter, er scheint sich einen Magen-Darm Virus eingefangen zu haben und ihm ist wahnsinnig schlecht. Ich esse dann nur etwas Brot, sprühe mich mit Peaceful Sleep ein und geh pünktlich zum Sonnenuntergang wieder zum Hide. Der Sonnenuntergang heute ist richtig schön
und es sind nun auch ein paar Mitcamper im Hide. Ein Holländer z.B. der das erste Mal in Afrika ist, erzählt mir von seinen Plänen nach dem Etosha Richtung Chobe zu fahren, dann in das Moremi Gebiet zu wollen und nach Linyanti. Ich muss recht verdutzt ausgesehen haben, denn er fragt gleich ob es da ein Problem gäbe. Naja wie man es nimmt, das Problem könnte das Wasser sein. Gott sei Dank war noch ein Mann anwesend, der auch meiner Meinung war und so haben wir einen Plan B ausgearbeitet. Ich geh dann wieder zurück zu Marc, doch ihm geht es immer noch ziemlich schlecht. Genaueres erspare ich euch jetzt, denn etwa 4 Stunden später sucht auch mich das Brechen und Sterben heim 🤢 🤢 🤢 Und glaubt mir es gibt nichts schlimmeres wie Brech-Durchfall auf einem Campingplatz.............................................................
Teil 1911. Mai 2017
Diese Nacht war mit Abstand die schlimmste Nacht in irgendeinem Urlaub. Wir zwei waren fast Non-Stopp unterwegs und oft konnte ich schon wieder umdrehen, als ich den Camper erreicht habe. 😵 Bei Marc wurde es dann nach Mitternacht langsam besser. Am frühen Morgen geht Marc dann zur Rezeption und fragt ob ein Chalet in Okaukuejo frei wäre, der Mitarbeiter reserviert uns dann ein Bungalow. Es braucht aber noch ca. 2 Stunden bis ich mir die 2,5 Stunden Fahrt zu traue. Die Strecke nach Okaukuejo soll die schönste Route in diesem Jahr in Etosha bleiben. Es ist weiterhin sehr grün. Es tummeln sich große Herden Zebras, Gnus und Springböcke auf der grünen Wiese, leider können wir dies hier nur bedingt genießen.
Wir stoppen kurz bei diesem Nashorn, welches sich auch an dem satten Grün erfreut. Bald fahren wir dann aber weiter.
Diese Gnus liegen direkt am Strassenrand, daneben liegen Springböcke in einer "Butterblumenwiese".
In Okaukejo angekommen erklären wir einer sehr netten Angestellten unser Problem. Sie bietet uns ein sehr schönes Stone-Chalet an und fragt mich sogar ob ich zum Doktor möchte. Ich winke aber ab, denn ich möchte endlich ins Bett (auf eine richtige Matratze mit normalen Temperaturen). Leider ist es nicht möglich unseren bezahlten Campingplatz auf das Chalet anrechnen zu lassen, dies ist uns dann aber egal! Wir sind beide froh einfach nur ein Bett und eine eigene Toilette zu haben! Marc geht es dann am Nachmittag wieder besser und er kann auch zum Abendessen, ich dagegen bleibe lieber noch liegen, Hunger habe ich eh nicht. Am Wasserloch sei aber eh nichts los erklärt mir Marc und so geht dann unser Tag auch zu Ende!
Teil 2012. Mai 2017
Wir haben wie Steine geschlafen und am Morgen geht es uns beiden schon wesentlich besser und so begeben wir uns um kurz nach 6 Uhr zum Frühstück, denn wir wollen ja in den Park! Wir essen eine Kleinigkeit und wollen noch kurz zum Shop, wegen unserer Etoscha-Karte, aber auch hier heißt es ausverkauft 🙄 ! Da wir die heutige Nacht ja eh in Halali verbringen wollten, machen wir uns Richtung Parkmitte auf die Pirsch. Als erstes treffen wir wieder auf Lannerfalken (Lanner Falcon)
und auch das nächste Tier soll ein Vogel sein. Wir beobachten diesen Steppenfalke (Greater Kestrel) bei der Morgenwäsche.
In unmittelbarer Nähe sitzt dieses Kaptäubchen (Namaqua Dove) in der Sonne.
Und dann kommt ........................................................nix 😣 😣 😣 ............................................................................... .................................................................................................................................................................................................................... Wir fahren jedes Wasserloch am Pfannenrand ab, doch wir sind 1 Stunde ohne jegliche Tiersichtung (nein auch kein Sprinbock, oder einer der "üblichen Bekannten" ist unterwegs. Und somit sind wir auch ziemlich früh in Halali. Wir checken schon einmal ein, den Schlüssel bekommen wir aber erst später. Wir besprechen uns dann kurz und machen uns dann auf in Richtung Namutoni und auch hier die ersten 40 Minuten...........................nix................................................. 😣
erst als diese Strauße (Common Ostrich) direkt am Pfannenrand auftauchen haben wir die tierfreie Zeit überwunden!
Über was ich mich dann nochmal richtig freue sind diese europäischen Bienenfresser (European Bee-eater), diese hatten wir noch nie zuvor gesehen und die Bienenfresser sehen einfach immer toll aus.
In Namutoni machen wir dann Mittag und treffen ein nettes Schweizer Ehepaar wieder, welches mit uns auf der Olifantsrus Campsite waren und unsere Leidensgeschichte miterlebt haben. Wir sitzen dann 1 Stunde zusammen und unterhalten uns super. Hier um Namutoni sieht man auch wieder kleine Springbockherden und Zebras. Wir verabschieden uns dann und machen uns auf den Weg zurück. Vorher steuern wir aber noch das Wasserloch Chudob an, hier treffen wir auf 3 Giraffen. Wir stoppen den Motor und schauen ihnen einfach etwas zu.
da es langsam wieder sehr heiß wird setzten wir unseren Weg nach Halali fort und es zeigt sich wieder das gleiche Bild. Die Gegend um Halali ist wie ausgestorben. Kurz vor dem Camp treffen wir dann doch noch auf 2 Nashörner.
Wir beziehen unser Chalet, gehen Abends ins Restaurant und trinken dann noch einen Whisky zur Desinfektion 😄 ! Gute Nacht.