Reisebericht Südafrika Nordost und Tuli Block Smoke is fire but clouds are no rain
Unsere Route :
Nach zwei Wasserschäden zu Hause und den schockierenden Nachrichten um die Dombo Farm kann ich mich nun doch dazu aufraffen, einen Reisebericht zu schreiben. Unsere sechzehnte Reise führte uns auf bekannten Wegen durch den Krüger Park über Mapungubwe, Mashatu, Leshiba nach Shiluvari. Die Reise war fast komplett auf Tierbeobachtungen ausgelegt. Und so ergab es sich, dass wir trotz Löschens im Urlaub mit knapp 6000 Bildern zurück gekommen sind.
Der landschaftliche Kontrast zu unserer letzten Reise im März durch Botswana und den Caprivi war enorm. Im März war alles üppig grün, während nun eine ganz üble Trockenheit herrschte. Vorab darf ich schon einmal verraten, dass wir wieder eine super Tour hatten und zu einer für uns neuen Erkenntnis gekommen sind…… aber dazu später mehr.
Diesmal will ich von der üblichen ausführlichen Schilderung des gesamten Tagesablaufes abweichen und eher die Routen, die Highlights und die Unterkünfte beschreiben. Mal schauen, wie das klappt !
Und ganz unkonventionell zeige ich voller Ungeduld ein Bild unserer liebsten Vogelsichtung . Am Pool in Leshiba besuchte uns unser Star des Urlaubes : Der African Pygmy Kingfisher
Viele Grüße Casimodo
Teil 215. Jan. 2017
21.10.2016 und 22.10.2016 Flug von Frankfurt über Johannesburg nach Hoedspruit mit SAA und Airlink
Endlich geht es los ! Nach zwei Wasserschäden in unserer Wohnung sind wir so was von urlaubsreif, dass ich es kaum beschreiben kann.
Mit dem Taxi geht es an den nahen Airport, wo wir uns nach dem Einchecken mit Franzicke und ihre Ranger treffen wollen. Die sitzen so ganz zufällig in der gleichen Maschine. Ich lege ganz großen Wert darauf, dass wir zuerst gebucht haben 😉 Die Sitzplatzreservierung in der Reihe hinter den beiden haben wir dann hinterher gebucht. Kleine Rache, um die schwäbischen Stalker zu ärgern 😉
Leider hatten die beiden erheblichen Ärger mit der Bahn, so dass die Zeit bei Käfers etwas begrenzt ist. Wie schön ist es, die beiden zu treffen. Wir hatten das schon einmal zu sechst mit Jaffles und Allesverloren. Die beiden fehlen heute leider.
Bei wie immer netten Gesprächen vergeht die Zeit im Nu und letztendlich sitzen wir Recht pünktlich hinter den beiden. Sie haben XXL Sitze gebucht. Ich muss betonen, dass sie sich weltmännisch verhalten haben und sie uns nicht ob der Beinfreiheit die Nase lang gemacht haben.
So sieht es vor uns aus :
Die Stewardess erkennt unseren Erholungsbedarf und versorgt uns mit 4 kleinen Flaschen Rotwein.
Der Flug verläuft normal. Wir mögen die SA A 340 wegen der Zweierreihen am Fenster, aber so langsam kommen die Flieger in die Jahre. Egal, die Nacht geht rum.
Am Gate in Johannesburg heisst es dann schn von den Franzickes Abschied nehmen. Ein ganz blödes Gefühl, denn gerne hätten wir wie im letzten Jahr noch zusammen in Vergelegen, Serendipity oder sonstwo gesessen.
Aber wir werden vom bestellten Meet and Greet Service jäh getrennt. Für 88 US$ bringt uns eine nette junge Dame auf den Wegen, die sonst nur Crews benutzen, in 45 Minuten zum Inland Gate. Das ist uns sicherer. So trinken wir vor dem Weiterflug noch einen Kaffee und Frühstücken.
Der Flug nach Hoedspruit ist auch wieder pünktlich und so landen wir um die Mittagszeit auf dem gemütlichen Airport von Hoedspruit.
Beim Anflug erkennen wir schon, dass es im Gegensatz zum März diesen Jahres sehr trocken ist.
Der Abholer von Motswari steht auch schon da und voller Erwartung steigen wir in den Minibus, der uns nach Timbavati bringt.
Teil 318. Jan. 2017
22.10.2017 Los geht’s in Motswari
Unser netter Abholer bringt uns mit einem Minibus vom gemütlichen Flughafen Hoedspruit nach Motswari. Dort werden wir herzlich empfangen. Die Lodge selbst macht auf uns einen netten Eindruck. Das Chalet selbst ist Ok, uns fehlt aber etwas das Out of Africa Gefühl. Es ist übrigens ganz schön warm und das Land braucht Regen.
Nach einem kleinen Nap geht’s (noch etwas zerknautscht) zum sehr leckeren Essen und dann ins Safari Auto.
Leider sind wir nicht wie gewünscht bei Chad Cockin gelandet. Unser Ranger Dennis ist aber ebenfalls ein ganz smarter Typ. Zusammen mit einem südafrikanischen und einem kanadischen Paar geht es ab in die staubtrockene Landschaft.
Wie herrlich ist es, wieder hier zu sein ! Safari ! Ruhe ! Alltag weit weg ! Wasserschäden weit weg !
An einem Staudamm sehen wir die ersten Tiere.
Dennis ist ein ganz angenehmer Typ, der viele interessante Geschichten zu erzählen hat und seine Begeisterung für die Natur ist ansteckend.
Bei der Weiterfahrt freuen wir uns über eine Erstsichtung, den Wahlbergs Eagle.
Kurz hinterher gleich die zweite. Die African Scops Owl ist nur leider müde und hat die Augen zu.
Die Tierdichte nimmt langsam zu.
Am nächsten Damm durchqueren 2 Elefanten das Wasser.
Einige Meter weiter treffen wir auf diese Kuh und ihr Junges.
Und dann ist schon Sundownerzeit etwas oberhalb des Dammes. Timbavati beschert uns einen stimmungsvollen Sonnenuntergang zusammen mit 2 Gin Tonic. Herrlich !
Bei der anschließenden Weiterfahrt dürfen wir dann das erste absolute Highlight erleben. Bei völliger Dunkelheit treffen wir in einem Trockenflussbett auf ein prächtiges Leoparden-Männchen. Es liegt zuerst ca. 10 Meter von uns weg im Sand.
Nach einiger Zeit steht der Leo auf und läuft an uns vorbei zu einem Baum. Dort hängt der fast völlig aufgefressene Kadaver eines Wasserbockes. Dennis erklärt, dass der Leo sich das leckerste bis zum Schluss aufgehoben habe. Das Gehirn !
Keine 10 Meter vor uns springt der leo auf den Baum, zerrt den Kadaver in Position und fängt an, den Schädel zuerst zu rupfen und dann zu knacken.
Wir sind komplett aus dem Häußchen ! Ein unfassbar intensives Erlebnis. Aber auch echt gruselig !
Wir machen über 300 Bilder und einige Filme. Am Ende schlabbert Mr. Leo genüsslich etwas Hirn, währen unter ihm inzwischen einige Hyänen um den Baum herumlaufen.
Nach ca. einer halben Stunde verlassen wir das Geschehen und sind alle völligst euphorisiert ! Was ein Beginn !
Beim Dinner sitzen wir alleine an einem gemütlichen Tisch und genießen das sehr gute Essen und leckeren Wein.
Dann geht es sehr müde ins Bett. Um 04:30 Uhr ist Wecken angesagt. Ist das Urlaub ? Mannmann…..
Teil 419. Jan. 2017
23.10.2016 Motswari Vormittag – Der Casimodo wird fuffzisch
Die ganzen Jahre habe ich mich gefragt : Was ist der perfekte Tag für den eigenen 50ten Geburtstag ? Ok, Afrika war irgendwie naheliegend. Was nicht naheliegend war…… um 04:30 !!!... klopft es an der Tür :“Goooood morniiiiing!!!“ Der Weckdienst hat auch noch gute Laune ?!?! Ok, wir wollten es so.
Zuerst ist Kaffee nötig. Ich wiederhole es nochmal : es ist nun 05:00 Uhr und Urlaub ! Dennis unser Ranger ist wie immer gut drauf und fährt los.
Nach einigen Kilometern stoppt er. Von rechts kommt ein richtig brummiger, alter Elefantenbulle auf uns zu.
Er macht einen vorsichtigen Bogen um uns und fängt an, an einer Baumwurzel herum zu graben.
Er ist wirklich ein ganz besonders sanfter und schüchterner Riese. Bestimmt 20 Minuten beobachten wir ihn bei seiner filigranen Arbeit. Unglaublich, wie er 10 Meter von uns entfernt die Wurzeln freilegt, abreißt und verspeisst.
Er hat einen Sender. Laut Dennis ist er der am längsten per Radio verfolgte Elefant in Afrika. Wir mögen ihn sehr. Ein so friedlicher Riese…. Sehr beeindruckend.
Dann geht es weiter durchs beängstigend trockene Timbavati.
Oberhalb eines Sees trinken wir Kaffee und sind sehr froh, in Afrika sein zu dürfen. Den anderen in unserem Auto geht das auch so.
Der weitere Gamedrive ist entspannend, aber nicht so mit Highlights bestückt.
Dennis erklärt uns viele kleine Dinge. Er hat eine ganz besonders positive und ausgeglichene Art und liebt seinen Job.
Zwischendurch haben Elefanten eine Straßensperre errichtet.
Aber egal. Uns geht es gut. Noch immer sind wir beide angespannt von dem Ärger zu Hause. Aber das sollte sich dann schnell legen.
In der Lodge gibt es sehr leckeres Frühstück. Die Warthogs laufen einem fast über die Füße.
Und die Mangusten auch.
Könnt Ihr uns bitte bei der Bestimmung helfen ? Mit Raubvögeln habe ich es nicht so 😉
Dann ist erst mal Siesta angesagt. In der Hütte treffen wir auf eine ganz, ganz nette Überraschung. Auf dem Tisch steht eine Flasche haute Cabriere Sekt und ein sehr persönlicher Brief mit einigen sehr persönlichen Worten des Bavarian George und seine Georgine liegen auf dem Tisch. Ich freue mich so sehr, dass einige Tränchen fällig sind 😉
Müde fallen wir ins Bett….. Danke nochmal Ihr lieben Bayern Schorsches
Teil 522. Jan. 2017
23.10.2016 Motswari Nachmittagsgamedrive
So, jetzt sind wir schon besser ausgeschlafen.
Nach opulentem Lunch geht es wieder zu HENRY ins Gamedriveauto. Unterwegs kommt uns Chad Cocking mit seiner Truppe entgegen.
Zuerst geht es ewig an der Cutline zum Krüger entlang, ohne das wir irgendetwas ausser vertrockneter Landschaft sehen.
Dann biegen wir ab und stehen vor einer Büffelherde.
Etwas weiter kreisen einige Geier. Henry und Patrick gehen in den Busch, um die Ursache zu finden. Ein von Löwen gerissener Büffel liegt unsichtbar für uns im Busch.
Etwas später treffen wir auf eine kleine Elefantenherde.
Trotz fehlender Highlights ist die Stimmung von uns allen gut.
Wir genießen die Natur und freuen uns mit einem Gin Tonic über den schönen Sonnenuntergang.
Beim Nightdrive treffen wir auf eine Versammlung von Elefantenbullen. Es ist stockdunkel und überall um uns herum kracht es. Sehr spannend !
Bei der Weiterfahrt treffen wir auf zwei pennende Löwenmännchen. Sie haben nicht die Idee, für irgendwelche Action zu sorgen und gammeln beide nur herum.
Zurück in der Lodge gehen wir zum Abendessen in die stimmungsvolle Lapa. Heute sitzen die Insassen unseres Autos an einem Tisch. Da heute irgendwie niemand (obwohl sie es wussten) auf meinen Geburtstag eingegangen ist oder mir gratuliert hat, habe ich auch keine Lust, einen auszugeben. Da stört uns aber nicht so sehr.
Was uns mehr stört : Der Kanadier textet uns alle so von seinen Reisen in die Welt voll, dass ausser ihm niemand zu Wort kommt. Ich vereinbare mit Kerstin, dass wir meinen Geburtstagsabend kurzer Hand nach Leshiba verlegen und dort mit dem Sekt auf die Schorschens anstoßen werden. Zudem habe ich noch etwas Angst, dass ich in eine Tanzaktion verwickelt werde. Und tatsächlich tanzt die Belegschaft einen Geburtstagstanz und überreicht einen tollen Kuchen
Uff der schmeckt gut und ich durfte sitzen bleiben.
Den Kuchen teilen wir uns natürlich mit den anderen und gehen dann ins Bett.
Letzte Nacht hat es doch tatsächlich etwas geregnet. Laut Henry war das gar nichts. Gar nicht so wehmütig setzen wir uns nach dem Kaffee ins Auto zu Andy und seiner Frau.
Die Stimmung ist etwas düster.
Zuerst sichten wir diesen schönen lebenden Wasserbock.
Henry erzählt von der großen Flut vor ein paar Jahren, bei der dieser Damm brach.
Es bleibt ruhig. An diesem Tümpel liegt ein Croc und die Webervögel gehen ihren Geschäften nach.
Es herrscht eine friedliche Stimmung, die sich auf uns überträgt.
So langsam zweifeln wir an der Aussage, dass die Ground Hornbills oft im Kochtopf der Einheimischen landen und sie vom Aussterben bedroht sind. Und ich muss immer noch an den Bayern Schorsch Bericht von vor ein paar Jahren denken, als er sie als grauselige Vögel bezeichnete. Inzwischen ist er ein weiser Mann geworden und findet Ground Hornbills bestimmt auch schön, gelle Claus 😉
Beim letzten Kaffeestopp bricht dann der Himmel auf und es wird wieder sehr heiß.
Zwei Zebras verabschieden uns in Timbavati.
Im Camp sitzt ein junger Woodpecker vor unserem Haus.
Wir frühstücken kurz und nehmen dann den Bustransfer zum Airport nach Hoedspruit. Wir unterhalten uns 1 ½ Stunden mit Andy, dem Südafrikaner. Er und seine Frau wohnen in Green Point. Er erzählt uns interessante Sachen aus dem Hotelbusiness und wir tauschen Reiselatein aus. Wir versprechen ihm, ein paar Bilder zuschicken. Eine sehr nette Begegnung. Der weitere Weg wird uns nach der Mietwagenübernahme in den Krüger nach Tamboti führen. Wir freuen uns total auf die Ruhe und den ungeregelten Tagesablauf in der Selbstversorgung. Der Alltag in der Private Game Lodge ist schon sehr durch getaktet.
Teil 829. Jan. 2017
25.10.2016 Mietwagenübernahme am Flughafen Hoedspruit / Fahrt nach Tamboti
Wir verabschieden uns von den beiden Kapstädtern und entern das Mini Büro von Budget/Avis. Reserviert haben wir einen Fortuner mit Automatik und Allrad. Bekommen tun wir einen solchen ohne Allrad. Wir bemerken das erst später. Da wir aber eh allerhöchstens in Mapungubwe einen solchen nutzen könnten, macht uns das nichts. Unser Cross Boarder Permit für Mashatu bekommen wir auch.
Unser Auto begeistert uns. Er ist fast neu und mit allem Pi Pa Po ausgestattet. Klimaautomatik, gutes Soundsystem, Rückfahrkamera, Leder, zwei Anschlüsse für Zigarettenanzünder und USB. Und der Bolide hat sehr gute Ablagemöglichkeiten für unser Fotoequipment.
Zufrieden fahren wir nach Hoedspruit zum Einkaufen.
Der Superspar ist schnell gefunden. Er ist nicht ganz so gut ausgestattet, wie der in Malelane oder Upington. Dank Arbeitsteilung bekommen wir aber alle wichtigen Sachen und nebenan im Bottleshop auch einige Kaltgetränke (geheimer Art und Menge) 😉
Auf der anderen Seite der Landstraße finden wir dann auch das hochgelobte Bosveld Slaghuis. Dort kaufen wir Boerewors, Rinderfilet, Käsegriller und Kudusteak. Volle Erwartung machen wir uns bei Temperaturen jenseits der 30 Grad in Richtung Krüger auf. In unserem ersten Camp Tamboti haben wir uns das letzte Mal sauwohl gefühlt.
Und so stehen wir gegen 15:00 Uhr gut gelaunt am Orpen Gate, checken ein und kaufen im Shop noch Feuerholz ein.
Tamboti selbst ist von Orpen aus nur noch ein Katzensprung. Kerstin hat tatsächlich die Nr. 40 ergattert.
Die liegt als letztes Chalet an der rechten Campecke. Die Lage ist wirklich toll.
Wir haben diesmal leider gar keine Fotos von innen gemacht. In Tamboti geniesst man einfach nur die Ruhe.
Die auf Holzpodesten gebauten Zelte liegen alle wie an der Schnur aufgereiht an einem (derzeit) Trockenfluss. Über uns rauschen die Blätter eines großen Baumes.
Was soll ich sagen…. Wir sind happy und genießen schweigend die Ruhe. Nebenbei laufen die Vorbereitungen für das Abendessen. Es gibt Rinderfilet und einige Beilagen.
Die Tiere sind zurückhaltend.
Heute Abend wird es Gewissheit! Die Selbstversorgung und Ruhe ist uns lieber, als der durchgetaktete Luxus im Private Game Reserve.
Gegen Ende in Mashatu sollten wir über diese Aussage noch einmal nachdenken…… Ihr dürft gespannt sein !
Der Abend vergeht im Nu. Wir hassen immer den Moment, an dem einen viel zu früh die Müdigkeit übermannt. Viel lieber würden wir endlos den Geräuschen der Natur lauschen und in den Sternenhimmel blicken. Gute Nacht Afrika !
Teil 931. Jan. 2017
26.10.2016 Von Tamboti nach Biyamiti erster Teil
Wie immer bin ich vor Kerstin wach, spüle, koche Kaffee und…….. ich mache das in Afrika sehr gerne. Es macht mir Null Komma Nix aus. Danach setzt ich mich mit der Tasse Kaffee hin, genieße die Ruhe und lösche einige der dreihundert Leopardenbilder. Dann quert so nebenbei ein Elefant das Trockenflussbett.
Meine Esmeralda benötigt die Kaffeetasse Nr. 1, um ins Leben zurückzufinden 😉
Dann nehmen wir schweren Herzens Abschied von Tamboti. Dieses ist und bleibt eines unserer Lieblingscamps. Einfach wegen der Lage und der Ruhe. Unsere heutige Tour führt nach Süden in Richtung Biyamiti.
Nach ca. 5 Kilometern treffen wir auf zwei Hyänen, die mitten auf der Straße am Asphalt herumschlecken.
Sie lassen sich nicht stören. Wir nähern uns ganz langsam und halten direkt neben ihnen.
Sie sind noch etwas jünger und total unbekümmert.
Nach einigen Minuten fahren wir weiter. Dann stehen zig Autos am linken Straßenrand rum. Ok, wir schauen wie allen anderen nach links und sehen….. Nichts ! Einige Minuten später können wir etwas aufrücken und bekommen erklärt : „ theres a leppard under the bush“ Aha, under the bush also ! A leppard. Dann entdeckt ihn Kerstin. Er ist sehr verdeckt und hat wohl ein Warthog gerissen.
Allerdings verzieht er sich nach einigen Minuten hinter das Gebüsch und ist unsichtbar. Wir freuen uns und bemerken, dass der Krüger sofort wieder „geliefert“ hat. Dann biegen wir in Richtung Süden auf eine Nebenstrecke ab. Es ist wahnsinnig trocken und es gibt unterwegs nur wenige Tiere.
Am Muzandzezi Picnic Spot herrscht allseits gemütliche Stimmung.
Dann geht’s weiter durch den staubtrockenen Park.
Entlang des Sweni River (nicht wirklich ein River) ist es wenigstens etwas grüner und das wissen auch die Tiere.
Nach dem Leo am Anfang und den Büffeln eben gerade treffen wir hier auf Elefanten und ein Nashorn.
Als wir dann diese Löwen sehen, haben wir die Big 5 so nebenbei an einem Tag gesehen.
Na, da darf die Laune doch einmal gut sein, oder ? 😉
Teil 1003. Feb. 2017
26.10.2016 Von Tamboti nach Biyamiti zweiter Teil
Schließlich erreichen wir die Main Road nach Süden in Richtung Skukuza. Hier wird es wieder reicher an Tieren.
Unterwegs war es teilweise trostlos trocken.
Doch nun begegnen wir immer mehr Tieren.
Elefanten hat es hier auch genug.
Dann erreichen wir endlich unser Zwischenziel, den Lake Panic Bird Hide. Er ist wie immer gut besucht, aber wir ergattern einen guten Platz ganz rechts außen.
Die Stimmung ist friedlich. Es passiert einiges, aber nichts ganz spektakuläres.
Dieses Thick Knee hat zwei ganz kleine Küken, die ganz schwer zu sehen sind.
Leider haben wir nicht ganz so viel Zeit, denn bis Biyamiti ist es noch ein Stück. Unterwegs halten wir noch an einer ganz besonders schönen Pavian Sichtung.
Wir haben hier unzählige tolle Bilder gemacht. Ich versuche mich auf einige zu beschränken.
Und wie es immer so ist. Wenn man nur mal so Strecke machen will……
Dann läuft einem alles mögliche über den Weg.
Am Biyamiti Weir sichten wir ganz kurz eine Nashorn Mama und ihr Baby.
Auf der anderen Seite steht noch ein Rhino….
Und die Three banded Plovers haben Spaß 😉
Den hier habe ich noch nicht bestimmt.
Die in diesem Auto sitzenden sehr netten Südafrikaner sagen : „ Please follow us. We show you the lions!“ Ok, machen wir. Zwei KM weiter liegen die beiden hier….. und bleiben liegen.
So, aber jetzt Huschhusch nach Biyamiti….. an dieser Giant Eagle Owl vorbei.
Hier bekommen wir den gewünschten Bungalow (Nummer liefere ich später). Biyamiti gefällt uns saugut.
Beim Grillen erzählt uns der völlig begeisterte Amerikaner von nebenan, dass heute am Wasserloch derart viel los gewesen sei, dass sie gar nicht rausgefahren wären. Wildhunde, drei Leoparden, Elefanten, Rhinos….. Na mal schauen, Ihr dürft gespannt sein, ob wir auch so viel Glück hatten…. Ach ja hatten wir !
Teil 1104. Feb. 2017
27.10.2016 Biyamiti
Ich werde sehr früh wach, koche Kaffee, gehe nach draußen und genieße das Gezwitschere der Vögel und die Wärme. Ok, mal runter gehen zum Zaun….. Ich setze mich auf die Bank und bin sehr zufrieden. Kurz später kommt von nebenan ein Südafrikaner und meint „Thre's a leppard at the waterhole!“. Boaah ! Ich renne zu Kerstin, stelle Ihr den Mug mit Kaffee hin, rufe „Schnell, ein Leo am Wasserloch“ und zische am Zaun entlang los.
Und da liegt er, der Leppard. Nicht ganz so nah…. Aber was für ein Erlebnis !
Etliche Leute sitzen zum Teil im Unterhemd auf den Bänken, alle Lächeln, fast alle haben eine Kaffeetasse und ihre Fotos.
Nach einiger Zeit steht der Leo auf und trottet den Hang entlang in den Busch.
Ich gehe am Zaun entlang zurück in Richtung unseres Chalets und sehe irgend etwas im Tal auf mich zu Rennen! Neee ! Ich kreische „a pack of wild dogs !!!!!!!“ Ein unfassbarer Augenblick. Die Hunde sind vielleicht 30 Meter weg, trinken und tollen am gegenüberliegenden Hang herum. Direkt unterhalb unserer Hütte.
Die ganzen Schaulustigen haben sich sofort in Bewegung gesetzt und genießen das lebhafte Treiben.
Die Südafrikaner von nebenan sind zwei besonders sympathische. Ja, gestern wäre das auch alles schon so gewesen.
Wir beginnen eine lebhafte interessante Unterhaltung und schauen nebenbei den Dogs zu.
Über uns flattert ein Scarlet-chested Sunbird herum.
Dann passiert aus dem Nichts etwas wirklich Unglaubliches ! Durchs Tal kommt eine große Hyäne auf die Wild Dogs zu gerannt. Die Hunde bemerken sie, stehen auf, formieren sich und rennen gemeinsam auf die Hyäne zu.
Leider verdeckt steigt die Geräuschkulisse kurz an. Ein Jaulen und Hyänengekreisch ohne gleichen. Dann zieht sich die Hyäne zurück und die Dogs legen sich wieder hin. Spannung pur liegt in der Luft.
5 Minuten später kommt die Hyäne zurück. Diesmal rennt sie sehr entschlossen genau auf die Hunde zu.
Direkt vor unseren Augen kommt es zu einem kurzen, lautstarken Kampf. Die Geräuschkulisse lässt uns das Blut in den Adern gefrieren.
Alles geht blitzschnell. Am Rande einer für uns uneinsichtbaren Vertiefung beißen mehrere Wildhunde auf die Hyäne ein. Dann kommt es in dem Loch wohl zu einem lautstarken, kurzen Kampf und plötzlich ist dann Ruhe.
So nebenbei fotografiere ich noch diesen schönen Orange breasted Bush Shrike.
Die Hunde verteilen sich um das Loch und halten Wache! Unfassbar ! Unglaublich !
Alle Bewohner von Biyamiti samt Staff stehen am Zaun entlang und überlegen, warum und was da gerade passiert ist. Der Ranger vermutet, dass die Hyänen dort Junge versteckt haben.
Völlig geflasht, tief zufrieden und hungrig nehmen wir am Frühstückstisch Platz und sind wieder sehr froh, hier in Afrika sein zu dürfen.
Teil 1205. Feb. 2017
27.10.2016 Biyamiti Nachmittag
Nach dem Frühstück legen wir uns noch etwas aufs Ohr. Danach geht es in die Büsche auf Vogelpirsch. Wir lieben die Ruhe die tagsüber in den Bushcamps herrscht. Nachdem das Reinigungspersonal durch ist, die Abreisenden weg sind und die Ankommenden noch nicht da sind, ist es herrlich ruhig. Auch die Vögel wissen das. Und so erwische ich direkt vor unserer Hütte den Bennet’s Woodpecker
einen Puffback
Elefanten am Wasserloch
die dann direkt vor unserer Hütte am Zaun nach grün suchen. Sie sind direkt am Zaun, genauso wie wir.
Etwas vorsichtig sind wir schon, aber die Eles sind das wohl gewohnt.
Gegen 14:30 Uhr fahren wir los in den Park. Los geht es nach Südosten in Richtung Parkgrenze, dann nach Süden mit Ziel Gardenia Hide.
Unterwegs sehen wir Elefanten und den ersten Bateleur.
Kurze Zeit später den zweiten.
Im Garadenia Hide ist nichts los, denn es ist kein Wasser mehr da. Also weiter ! Unterwegs sehen wir nur ein paar Elefanten und diese Rhinos.
Das Hauptziel in der Biyamiti Gegend ist stets das Biyamiti Weir. Hier ist eigentlich immer etwas los. Gespannt nähern wir uns. Nashörner mit Büffeln Im Hintergrund ! Schön
Blacksmith Plovers
Und dann kommt am Fluss entlang eine Elefantenherde in Richtung Wasser. In Erwartung an das frische Wasser erhöhen sie das Tempo. Wie schön !
Dann passiert etwas, was mich sofort aus der Ruhe bringt. Auf die Elefanten konzentriert sehe ich im Vordergrund ganz kurz etwas katzenähnliches durchs Flussbett laufen. Ganz kurz. Ein Löwe ? Wir sehen es nicht mehr.
Also beobachten wir die Elefanten.
Die bleiben nicht so lange und ziehen weiter.
Mir geht das von eben nicht aus dem Kopf. Mit den Teles und dem Fernglas suchen wir die Felsen ab…….. Und entdecken ihn hier ! Das ist unser erster ganz allein gesichteter Leopard. Ohne fremde Hilfe ! Wohlgemerkt im Urlaub Nr. 16 !!! Leider haben wir Deppen beide Kameras nicht richtig eingestellt Der Leopard schleicht gerade die Felsen hoch….
Auf denen vielleicht 20 Meter entfernt ein Kudubock steht. Die beiden bemerken sich gegenseitig und frieren in ihren Bewegungen ein ! Der ist zu groß für den Leo. Dann entfernt sich das Kudu in Mini Trippelschritten super langsam rückwärts und sprintet dann weg. Was eine Spannung ! Wir können es nicht fassen.
Dann wendet sich der Leo ab und schaut nach links zu einer nahen Büffelherde herunter.
Ok, auch zu groß ! Die Büffel bemerken ihn und flüchten einige Meter den Hang hinauf.
Dann merken auch sie .“Ok, nur ein Leo“ und kommen zurück. Dann verschwindet der Leopard.
Völlig geflasht sehen wir nach unserer Rückfahrt in Biyamiti nochmal Nashörner. Die Wildhunde waren übrigens den ganzen Tag am Camp.
In euphorisch, zufriedener Stimmung bereiten wir den Grillabend vor und sind endgültig sicher, hier so was von am richtigen Platz zu sein ! Nebenan sind nur leider zwei sich laut unterhaltende Deutsche, die uns mit lautem Gerede auf die Nerven gehen. Doch irgendwann gehen sie ins Bett und es kehrt wieder Ruhe ein.
Teil 1310. Feb. 2017
28.10.2016 Von Biyamiti nach Lower Sabie
Ich bin wieder früh wach, koche Kaffee und begebe mich auf Vogelpirsch. Black-Collared Barbet
Brown-Hooded Kingfisher
Natal Spurfowl
Ein herrlicher, warmer Morgen. Ach ja, die Wilddogs sind natürlich auch noch da. Schnell schreiben, bevor ich es vergesse 😉
Am Himmel segelt ein Geier vorbei
Dann heißt es Frühstücken und kurz vor zehn heißt es Abschied nehmen von diesem wundervollen Platz.
Auf der Ausfahrt in Richtung Biyamiti Weir ist einiges los
Am Weir auch.
Natürlich ! Wir wollen Strecke nach Lower Sabie machen. Wenn wir zügig fahren möchten, packen die Parks meistens ihre volle Artenvielfalt aus.
Heute hat es besonders viele Elefanten.
Dann kommen wir an eine gigantische Ansammlung von Autos, die ins Trockenflussbett starren. Nach etwas Warten zeigt uns eine Deutsche Löwen, die dort herumliegen. Sie sind für uns schlecht zu sehen. Nach etwas Warten verbessert sich unsere Position leicht.
Was dann passiert, ist schon etwas sensationell. Plötzlich nähert sich eine Elefantenherde, bemerkt die Löwen und verjagt sie. Sie formieren sich, trompeten laut und laufen mit gesenktem Kopf und aufgestellten Ohren auf die Löwen zu. Die flüchten nicht gerne, aber sofort.
Dann bricht um uns die Hektik aus. Ein guter Teil der Autos und besonders die Gamedrive Autos rangieren hektisch herum und man muss echt aufpassen.
Wir bleiben stehen und haben keinen Bock auf Hetzjagd. Und das ist keine schlechte Idee. Von vorne kommt dieser stattliche Löwe genau auf uns zu.
OK, ich meine er kommt wirklich, wirklich auf uns zu !
Vier, fünf Meter vor meinem Fenster dreht er ab und verschwindet majestätisch im Busch. Um uns herum ist inzwischen eine Art Auto Bürgerkrieg ausgebrochen.
Wir fahren einige Meter weiter aus dem Gewusel heraus und bleiben kopfschüttelnd neben einigen weiteren Fahrzeugen stehen. Ich checke die Bilder bis Kerstin langezogen sagt : Schschschau mal aus Deinem Fenster !
Drei Meter neben mir steht ein weiteres Löwenmännchen, dass durch die Rangiererei sichtbar genervt ist und unsicher nach seinen Kumpels Ausschau hält. Das passiert, während ich zackig das Fenster schließe.
Wenn das so weiter geht, kommen wir niemals in Lower Sabie an…..
Teil 1412. Feb. 2017
28.10.2016 Fahrt von Biyamiti nach Lower Sabie Teil 2
Mal schauen, was nach der Löwenhatz jetzt noch so alles kommt ! Zuerst einmal müssen wir einige Kilometer später wieder einmal (natürlich gerne) warten.
Auf diesem Bild könnt Ihr wieder einmal erkennen wie trocken es im Park ist. Dem Glanzstar ist es auch heiß.
Dafür ist überall da, wo Wasser ist einiges los.
Schließlich erreichen wir gegen 13:45 Uhr Lower Sabie.
Von der Brücke aus fotografiere ich diesen übel verletzten Fisch
Pied Kingfisher
African Spoonbill
African Jacana
An der Uferböschung fressen einige Elefanten vom wenigen grün.
Einige Meter um die Ecke finden wir am Sunset Dam diese White Faced Ducks
Dann checken wir zum dritten Mal in Lower Sabie ein. Die Safari View Tents sind genau unser Ding. Kerstin hat diesmal die Nr. 17 reserviert. Aber zuerst besuchen wir das Restaurant mit dem so netten Blick auf den Fluss, den wir diesmal gar nicht fotografiert haben.
Stellvertretend muss das Bild dieses Elefanten herhalten, der am anderen Ufer vorbei läuft.
Gut gesättigt erreichen wir unser Tent und sind happy. Ein toller Blick auf den Fluss.
Zusätzlich werden wir von diesem Spectacled Weaver begrüßt, der die Gegend nach einem idealen Platz für sein neues Nest absucht (erfahren wir am nächsten Tag).
Wir genießen die herrliche Ruhe und relaxen ein wenig.
Gegen 17:00 Uhr geht es aber noch mal ganz kurz in den Park. Zuerst zur Brücke.
Über diesen Giant Kingfisher freuen wir uns besonders.
Ein Heron geht seinen Geschäften nach…
Am Sunset Dam ist heute gar nichts los.
Und ein Stück weiter hat eine Giraffe wohl kein Glück gehabt. Sie sieht bereits unlecker aus. Die Crocs sind da natürlich anderer Meinung 😉
Pünktlich zur Gate-Time kommen wir zurück und verbringen einen feucht, gemütlichen, mopsigen, relaxten und legendären Grill-Abend mit Blick auf den Fluß.
Teil 1512. Feb. 2017
29.10.2016 Lower Sabie ganzer Tag Teil 1
Wie immer werde ich vor dem Wecker wach, koche Kaffee und setze mich nichtstuend auf die Terrasse. Heute Morgen ist es bedeckt und die Temperatur ist angenehm.
Im blühenden Baum nebenan dauert es bis sieben Uhr, bis ich den ersten der zig herumfiegenden White-bellied Sundbirds erwische.
Inzwischen ist Kerstin auch wach und es gibt ein gemütliches Frühstück mit diesem Blick.
Die View Tents sind so schön gelegen, dass wir uns zwingen müssen, unsere Kadaver ins Auto zu hieven. Kurz nach acht sitzen wir bei aufbrechendem Himmel dann doch im Fortuner. Um die Ecke an der Brücke sind die gleichen Vertreter wie gestern unterwegs.
Also schauen wir mal, was sich hinter der Autoansammlung 500 Meter vom Camp entfernt verbirgt !
Aha Löwen ! Nicht ganz so gut zu sehen und die Straße ist dicht !
Die Löwen wechseln gerade die Position.
Nach einem kurzen Fotostop fahren wir gleich weiter zum Sunset Dam, keinen Kilometer entfernt.
Etliche Autos stehen da und beobachten das Treiben. Nach 10 Minuten wird eine gute Position an einem Busch frei, die ist nun uns ! Nach fünf Minuten meint Kerstin: „Da direkt neben mir flattert ein Raubvogel oder so im Busch herum ! Fahr mal ein Stück rückwärts!“ Als ich gerade dem Motor starten will, flippt meine Frau aus, meint ich solle mich nicht bewegen und ballert die Fotos nur so raus“.
„Schatz,was ist das denn?!?!?“ Antwort:“ Ein Diiiiiderics Cuckoo!“ Jetzt raste ich auch aus. Vorhin hatten wir darüber gesprochen, was wir uns für eine Sichtung wünschen würden. Genau den hatte ich mir gewünscht. Ein irre schönes Vieh und natürlich eine Erstsichtung.
Nach drei, vier Minuten ist er aber wieder weg. Im Wasser sind die Pied Kingfishers sehr erfolgreich.
Und überhaupt ist allerhand los am Sunset Dam. Etliche Giraffen und Impalas trinken.
Und ein knuffiger Three-banded Plover macht einen Strandspaziergang.
Etwas weiter haben die Geier die tote Giraffe entdeckt.
Und wie immer hat es auch viele Elefanten in der Gegend.
Und so erreichen wir gegen 10:30 Uhr wieder unser Zelt. Jetzt ist Schlafen angesagt und Bilder sichten.
Teil 1614. Feb. 2017
29.10.2016 Lower Sabie Teil 2
Nachdem wir ausgiebigst geruht haben, setzen wir uns um 15:30 Uhr ins klimatisierte Auto, um eine Runde durch den Park zu drehen. Die Klimaanlage ist an solchen Tagen eine gute Erfindung, oder ?
Unterwegs gibt es immer wieder etwas zu sehen.
In einem Baum sehen wir eine schönen Brown Snake Eagle.
Wir beschließen, am Sunset Dam Stellung zu beziehen. Ein Southern Masked Weaver ist mit Nestbau beschäftigt.
Neben unserem Auto knabbert ein Impala am Busch herum.
Ein kleines Stork, Night Heron, Impala-Stilleben.
Der Black-Crowned Night-Heron hat es uns besonders angetan. Ist er nicht ein schmucker Bursche ?
Schließlich taucht am anderen Ufer ein Spitzmaul Nashorn auf. User erstes im Krüger.
Dann wird es Zeit zur Rückkehr.
Zufrieden bereiten wir unser Braii vor.
Am dunklen Nachthimmel braut sich ein beeindruckendes Gewitter zusammen. Bei dem Himmelsspektakel sind wir uns sicher, dass der Park heute Nacht guten Regen abbekommt. Doch weit gefehlt. Wir genießen ein unheimlich schönes Schauspiel. Es ist stockdunkel. Wenn die Blitze den vor uns liegenden Fluss erleuchten, sehen wir die Hippos schemenhaft auf den Sandbänken stehen.
Es donnert und blitzt wie verrückt, aber außer einigen einzelnen Tropfen fällt keinerlei Regen. So etwas haben wir auch noch nicht erlebt !
Einige Gläser Wein später übermannt uns leider die Müdigkeit. An diesen Abend werden wir noch öfters zurückdenken !
Teil 1718. Feb. 2017
30.10.2016 Lower Sabie letzter Morgen
Bei bedecktem Himmel genießen wir den letzten Morgen im schönen View Tent. Mit lekker Kaffee erfreuen wir uns an all den kleinen Geschehnissen um uns herum. Zuerst eine African Green Pigeon.
Dann durchquert eine Gruppe Wasserböcke den Fluss. Dieses Foto mögen wir sehr.
Ein Marico Sunbird.
White-throated Robin Chat
Und dann läuft unser kleiner Star des Morgens durch unseren Vorgarten. Die kleine Schildi frisst schmatzend direkt an unserem Eingang
Und der Southern Masked Weaver von gestern vollzieht gerade den ersten Spatenstich fürs neue Haus.
Und dann erwische ich nach ausgiebiger Pirsch endlich einen der hoch oben im Baum kreischenden Brown-headed Parrots. Das war gar nicht so leicht !
Doch dann heißt es Abschied nehmen von Lower Sabie. Schön war es hier wieder.
Teil 1819. Feb. 2017
30.10.2016 Fahrt von Lower Sabie nach Olifants
Nach dem Frühstück brechen wir auf zu unserer Fahrt nach Norden. Wir wollen auf der Hauptroute bleiben und einfach mal schauen, was so passiert.
Von der toten Giraffe wird wohl bald nichts mehr übrig sein.
Baboons hat es hier in der Gegend wie immer in Massen.
Dann kommen wir an eine riesen Autoansammlung. Bestimmt 10 Autos stehen kreuz und quer vor einem Baum. Angeblich soll dort ein Leo liegen. Nach ca. 10 Minuten föhrt vor uns ein Auto weg und wir ergattern die Pole Position. Ok, viel sehen tut man nicht, denn der Leo pennt.
Kerstin meint : „Wir warten!!!“ Pffff. Na gut ! Und dann steht der Leo tatsächlich kurz auf, wendet sich, schaut kurz und pennt dann weiter.
Wir sind (mal wieder) euphorisiert und setzen unsere Fahrt fort.
Ca. 20 Minuten später erreichen wir eine weitere, noch viel größere Autoansammlung. Ein Reisebus und zig Gamedrive-Fahrzeuge sind auch dabei.
Wir schauen uns an und sind uns einig. Kein Bock, zu viele! Ich fahre rechts ran, um abzuwarten. Bis Kerstin ruft „ dadadada, rechts unten!!!“ Ein Gepard kommt unterhalb von uns durchs Trockenflussbett gelaufen und setzt sich kurz hin. Wir haben die Pole Position Um uns herum bricht eine hektische Jagd um weitere gute Positionen aus. Uns egal !
Wir schiessen unzählige Bilder vom sehr schlanken Geparden. Schließlich steht er auf und läuft direkt an uns vorbei auf die Straße.
Kopfschüttelnd verlassen wir die ca. 20 Fahrzeuge und fahren weiter durch den trockenen Park.
Es ist wieder sehr heiß.
Nach einem Fahrerwechsel schlafe ich direkt ein, bis Kerstin kurz von der Hauptpad abbiegt, um ein nahes Wasserloch anzusteuern.
Dort liegt tatsächlich ein nicht ganz so gut zu sehendes Löwenrudel und pennt. Das bedeutet, dass wir schon wieder so ganz nebenbei die Big 5 hatten.
Dann machen wir uns weiter, denn leider haben wir nur eine Nacht Olifants gebucht und wollen den tollen Blick wenigstens etwas genießen können.
Kurz vor Olifants gibt es einen kurzen Stopp an einem unserer Lieblingsplätze.
Gegen 15:20 Uhr erreichen wir dann Olifants und beziehen unseren gebuchten View Bungalow Nr. 12.
Vom Ausblick her ist Olifants nicht zu toppen
Teil 1925. Feb. 2017
30.10.2017 Olifants Abend
Auf der Terrasse sitzend genießen wir den herrlichen Ausblick auf den Olifants River.
Er hat noch Wasser. Dieser Fernblick hat etwas besonders beruhigendes. Wir lieben ihn. Genauso wie diesen Greyheaded Bush Shrike:
Bei Nachbars hat es sich eine Gruppe Baboons gemütlich gemacht.
Nachdem einige Schränke geöffnet wurden und die zum Trocknen aufgehängte Wäsche auf dem Boden verteilt wurde, zieht die Gruppe weiter.
Um 17:00 Uhr brechen wir nochmal kurz auf, um auf der Brücke unseren Sundowner zu nehmen.
In „kleine Antilopen-Bestimmen“ sind wir immer noch nicht gut !
Es ist sehr heiß und nur wenige Tiere sind zu sichten.
Wir fahren auf die Brücke zum Balule Camp. Die Lichtstimmung ist sehr schön und hier unten wächst wenigstens etwas grünes Gras.
Dann erreichen wir die Brücke am Olifants und packen unser Savannah aus.
Beim letzten Mal liefen direkt unter der Brücke die Elefanten herum. Diesmal zwar leider nicht, aber es immer wieder schön hier.
Doch leider sind wir spät und müssen wegen der Gate-Time zurück zum Camp.
Hier landen die üblichen Leckereien auf dem Grill.
Wir sitzen auf der Mauer und genießen die Ruhe und das leise Rauschen des Olifants River.
Teil 2025. Feb. 2017
31.10.2016 Olifants nach Shimuwini
Wir lassen den Morgen ganz gemütlich angehen. An den Wechseltagen lassen wir den Morgen-Gamedrive stets ausfallen und fahren erst so gegen 10:00 Uhr los.
Nach dem Aufstehen beobachten wir einige Vögel, wie diesen Red-winged Starling.
Nebenbei gibt es Frühstück mit Blick auf die Hippos unten im Fluss.
Dann starten wir in den trockenen Park.
Nach einem kurzen Stopp am nahen Aussichtspunkt machen wir uns auf den Weg nach Norden.
Diesmal fahren wir die Teerpad bis zur Abzweigung zum Letaba River.
Dort treffen wir auf Geier, die an einer toten Antilope fressen.
Die Blumen sind ein willkommener Eye-Candy.
Oben in einem Baum ärgert ein Drongo den rechts sitzenden Tawny Eagle. Der ist sehr böse, denn er wird immer wieder attackiert. Der stolze Vogel ist zwar viel stärker, aber lange nicht so wendig. Man kann die dunkle Gewitterwolke über seinem Kopf fast schon sehen 😉
Hier unten gibt es einige kleine, zugewachsene Loops. Am Fluss freuen sich die Tiere über das Grün.
Wir finden eine junge Familie White-Helmet Shrikes.
So gegen viertel nach zwölf erreichen wir Letaba, wo wir im M&B’s Mittagspause machen.
Man hat hier einen schönen Blick über den Fluss.
Die Arrowmarked Babblers hüpfen mit ihrem Typischen Geräuschen um uns herum.
Ein Adler betreibt Gefiederpflege
Und diesem Böckchen ist es in der Mittagshitze zu heiß.
Auf dem weiteren Weg nach Shimuwini ist der Park wieder erschütternd trocken.
Außer einigen Elefanten sehen wir fast nichts.
Wie es wohl in Shimuwini ist ? Auch so trocken ?
Jaffles hatte uns in dieses uns noch unbekannte Camp fast hingezwungen……. Einige Kilometer vor dem Camp erreichen wir tatsächlich eine Wasserfläche.
Und als wir bei um die 40 Grad unseren Bungalow beziehen, sind wir sofort restlos begeistert ! Claudi, Danke Dir ! Shimuwini ist nun eines unserer neuen Lieblingscamps. Der Bungalow ist geräumig und einfach. Aber die Chalets liegen wie an der Perlenschnur aufgereiht unter großen Bäumen und haben alle Blick auf den etwas unterhalb liegenden Stausee.