Reisebericht

Familienabenteuer, Namibia & Botswana Juli 2016

von Dillinger · begonnen 27. Nov. 2016 · 21 Teile

Teil 127. Nov. 2016
Ein herzliches Hallo,

nach dem ich so viele Berichte und Ratschläge, zu unserer geplant Afrika-Reise, hier aus dem Forum hatte, möchte ich mich mit einem kleinen Reisebericht bedanken.
Unsere Reise sollte ein Familienabenteuer werden. Wir (die Eltern mit unseren beiden Söhnen 13 und 16 Jahre) buchten daher eine 3-wöchige Selbstfahrer-Tour durch Namibia und Botswana. Erstmal eine kurze Zusammenfassung unserer Reise.

Namibia und Botswana vom 15. Juli bis 07. August 2016

15.07. Frankfurt, Nachtflug mit Condor
16.07. Windhoek, Pension Tamboti
17.07. Otjiwarongo, Aloegrove Safari Lodge
18.07. Etosha, Okaukuejo Camping
19.07. Etosha, Halali Camping
20.07. Grootfontein, Tigerquelle Camping
21.07. Tsumkwe, Grashoek Camping
22.07. Tsumkwe, Baobab Camping
23/24.07. Bagani, Ngepi Camp
25/26.07. Kwando, Livingstone Camping
27.07. Kasane, Chobe River Cottages
28.07. Chobe, Ihaha Camping
29.07. Chobe, Savuti Camping
30/31.07. Moremi, Xaxanaxa Camping
01.08. Moremi, Third Bridge Camping
02.08. Maun, Discovery B&B
03.08. Dkar, Grassland Lodge Camping
04/05.08. Omitara, Okambara Elephant Lodge
06.08. Windhoek, Nachtflug Frankfurt 🙁

2015 entschieden wir uns, das erste Mal unseren Familienurlaub in Afrika zu verbringen. Also begann ich (Markus) mit der Planung und Verwirklichung unseres Traumurlaubes. Nach kurzer Suche im Internet fand ich die Seiten von Carsten Möhle und seiner Firma Bwana Tucke-Tucke. Nach wenigen Telefonaten, er fragte mich was wir wollen und ich antwortete "Richtiges Abenteuer und viele Tiere" . Einige Wochen später, bekamen wir unsere Tourbeschreibung, an der fast nichts mehr geändert wurde und freuten uns immer mehr auf den Start im Sommer 2016. Um es kurz vorweg zu nehmen, die von Carsten ausgearbeitet Tour war perfekt und besser als ich es je zu hoffen gewagt hätte. Er hat unseren Geschmack zu 200% getroffen. Einen Flug habe ich bei Condor gebucht, Impfungen wurden auf Vordermann gebracht, Reiseführer und Karten besorgt, usw. usw. usw.
Langsam verging die Zeit bis es am 15.07.2016 endlich losging.

Kinder aus der Schule holen, Gepäck verladen, Hunde bei der Oma abgeben und 3 Stunden zu früh an den Flughafen nach Frankfurt (wir wohnen 20 Minuten entfernt), aber wir wollten nun endlich los.

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Nach unserem Nachtflug, mit sehr wenig Schlaf, betraten wir in der Morgendämmerung erstmalig afrikanischen Boden. Unser gesamtes Gepäck ist gut angekommen und auch der versprochene Abholer stand bereit. Nun ging es nach Windhoek zu Bwana Tucke-Tucke, wo uns Carsten mit einem tollen Frühstück und unseren Reiseunterlagen erwartete. Hier lernten wir einen zweite 4er Truppe kennen, die uns noch einige nützliche Ratschläge (von alten Hasen an uns Frischlinge) geben konnten. Satphone (mußte sein, sonst hätte meine Frau die Reise nicht angetreten) und Potje eingepackt und Transfer von Carsten in unsere Unterkunft Pension Tamboti.
Pension Tamboti ist eine nette Stadtpension und für eine Übernachtung absolut OK. Mittags erkunden wir Windhoek zu Fuß und staunten über das doch sehr andere Leben in Namibia. Am Nachmittag machten wir mir Carsten Möhle noch eine abenteuerliche Stadtrundfahrt in seinem Oldtimer.


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Auch durch Gegenden, die sich sonst sicher keine Touristen ansehen (Katutura das Armenviertel in Windhoek) und Aussichtsberge, die nur mit seinem Fahrzeug erreichbar sind. Am Abend gab es leckeres Essen in Joe´s Beerhouse und eine ausführliche Einweisung in unsere Tour. Abends fielen wir alle extrem müde in unsere Betten.
Am Morgen wurde wir zur Autovermietung Savanna Care Hire gebracht und übernahmen schnell unser super ausgestatteten Toyota Double Cab 3.0 mit Dachzelten und allem Schnick-Schnack. Tolles Auto das uns die gesamte Reise nicht im Stich lassen sollte. Nagel neue Reifen, von denen einer bereits vor der Autovermietung einen schlappen Eindruck machte. Der Vermieter lies Ihn aufpumpen und sagte nur " Der ist Neu, die Jungs haben den nicht richtig befüllt." Ein Mitarbeiter von Bwana brachte uns noch bis zum Supermarkt und wünschte uns 3 tolle Wochen. Schnell wurden unsere Vorräte eingekauft und verstaut. Auch lernte ich die verschiedenen Tücken des afrikanischen Bezahlsysthemes. Gleich beim ersten Einkauf wurde eine meiner Kreditkarten gesperrt. Stand zumindest auf dem Display der Kasse, auch wenn Sie später noch funktionieren sollte.
Mit guter Laune und jeden Pavian am Straßenrand bestaunend, ging es mutig in den Linksverkehr nach Otjivarongo.
Teil 227. Nov. 2016
Auf unserem Weg zur Aloegrove Safari Lodge wurde uns zum ersten Mal so richtig heiß, 40km vor unserem Ziel stand die Tankanzeige auf o,oo. Meine Nachfrage an den Vermieter bei der Abfahrt kam mir in den Sinn "langt ein halber Tank bis Otjiwarongo?" seine Antwort: "Keine Problem, ganz locker, dort tankt Ihr voll." Also jeden Hügel das Auto rollen lassen, beschleunigen nur wie eine Schildkröte, beten und bitten und die ersten Häuser der Ortschaft herbeiwünschen. Puh, wir hatten es geschafft und rollten mit den aller letzten Tropfen auf die Tankstelle. Dort beide Tanks (80 und 60, also 140 Liter und es waren knapp über 140) füllen und weiter zu unserer ersten Unterkunft. Nun wesentlich entspannter mußten wir ein Tor durchfahren, dass Jurasicpark alle Ehre gemacht hätte.


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Auf dem Gelände der Farm kamen wir kaum vorwärts, jede Menge toller Tiere konnten das erste Mal in Freiheit beobachtet werden. Als Afrikaneulinge fragten wir uns allerdings, das ein oder andere Mal, "sind wir noch richtig, dürfen wir auf solchen Wegen fahren?" (im Nachhinein echt lustige Gedanken)
Der Weg führte uns einen Hügel hoch und endete vor einer super Unterkunft. Wir wurden von dem Personal mit einem Lied empfangen und brachten unsere Sachen in eine Appartement mit einem grandiosen Ausblick. Bei einer geführten Farmfahrt konnten wir Löwen, Leoparden und Geparden, leider nur in großräumigen Gehegen, beobachten.

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Zurück auf der Lodge erwartete uns unser erster richtiger afrikanischer Sonnenuntergang mit 360° Rundumblick. Mit einem kühlen Getränk und meiner Familie im Arm hatte ich erstmalig auf dieser Reise Gänsehaut und ein wenig feuchte Augen.


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Nach einem super Abendessen, einer guten Nacht und einem tollen Frühstück mußten wir uns von diesem herrlichen Ort verabschieden.


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Man erinnere sich an unseren nicht ganz gefüllten Reifen bei der Fahrzeugübergabe, dieser war nun komplett platt. Kompressor raus und aufgefüllt, der nette Besitzer der Lodge beschrieb uns noch den Weg zu einer Werkstatt und wir düsten in Richtung der nächsten Ortschaft. Für uns Afrikaneulinge nun das nächste Abenteuer, Reifenwechsel in einem afrikanischem Hinterhof.


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Aber auch dies klappte super und nach 10 Minuten war der Reifen geflickt und wir um eine Afrika-Erfahrung reicher. Weiter zu unserem nächsten Ziel, Etosha. Auch hier gab es absolute Premieren, einchecken in einen Nationalpark, große Augen machen über gigantische Listen die ausgefüllt werden sollen, suchen einer Campsite, erstmaliges Aufbauen der Dachzelte, einrichten einer Feuerstelle mit Besorgung des Brennholzes, Duschen, Toiletten, usw.
Alles halb so schwer, nach gefühlten 100 Grenzübergängen, Veterinärkontrollen und Parkeintritten lachen wir heute über all diese Gedanken.


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Abends totale fasziniert von dem beleuchtetem Wasserloch und der dort herrschenden sehr ruhigen Stimmung. Elefanten, Nashörner und Giraffen auf einer tollen aber doch sehr künstlich wirkenden Bühne. Auch die erste Nacht im Dachzelt überlebte die Familie ohne größere Zwischenfälle. Es stellte sich doch schnell heraus, das die Dachzelte in eine "Horror-Zelt (Simon der ältere Sohn und meine Wenigkeit) und ein Kuschel-Zelt (Moritz mein Jüngster und meine Frau) eingeteilt wurden. Diese Einteilung hat sich bis zum Ende des Urlaubs als richtig und sehr gut erwiesen.
Teil 327. Nov. 2016
Der zweite Tag in Etosha beginnt mit einem gutem Frühstück in der wärmenden Sonne. Die Abende und Nächte werden sehr schnell sehr kalt, aber am Morgen wenn die Sonne uns anlächelte wurde es auch schnell warm und angenehm. Wir wurden den gesamten Urlaub über nicht unbedingt die Frühpirschfahrer, erlebten aber dennoch genug. Den ganzen Tag ging es kreuz und quer durch Etoscha. Wunderbare Wildsichtungen und einzigartige Landschaft. Besonders beeindruckend fand ich den Etosha Lookout. Ein Ort, der einem die Größe dieses Parks erst bewusst macht. Ein toller Platz an dem wir unser Frühstück genossen, bis ein Touribus mit 20 Leuten ankam.

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Auch unsere zweite Unterkunft in Etoshe, Halali Camping hat uns gut gefallen. Schnell unsere Zelte aufbauen, grillen, essen und ab zum Wasserloch. Es ähnelt dem von Okaukuejo und wir hatten einen abwechslungsreichen Anblick (3 Nashörner, 21 Elefanten, 1 Hyäne und 1 Leoparden!!!). Danach schnell in unsere Zelte und die warmen Schlafsäcke, Augen zu und abschnarchen.

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Am neuen Morgen, schafften wir es tatsächlich mal um 6 Uhr auf zu brechen. Von Wasserloch zu Wasserloch ging es mit tollen Tiersichtungen. Etosha eine super Sache. Sehr trocken und staubig aber dennoch immer wieder gerne. Am Ausgang wurden wir von einer "netten Beamtin" befragt und unsere Fleischvorräte wurden eingezogen. Ob dies so OK war? Naja hoffe es hat Ihr geschmeckt.
Über das Lindequist Gate ging es nun nach Grootfontein zur Tigerquelle Guestfarm. Dort wurden wir von dem Besitzer, dem Mäusel, herzlich empfangen.

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Seine Hunde brachten uns zu unserer Campsite (wurde noch nie von Hunden, ca. 10 Min durchs Gelände geführt!!) und bewachten uns die ganze Nacht. Super Sanitäranlagen und echt schöne Campsites. Zum Abendessen wurden wir vom Mäusel bekocht. Es gab ein hammerhaftes Abendessen (Elandschnitzel mit Unmengen toller Gemüsevariationen). Die Jungs durften den Pool nutzen und wir entspannt im Garten und auf der Terrasse.


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Nach dem Frühstück wurde uns die Farm gezeigt und wir bekamen einen Einblick in das afrikanische Arbeitsleben. Es gab Oska den Eber mit seinen Damen, Rinderherden, schlafende Arbeiter in Schubkarren und Frauen die hier einiges kontrollieren.
Der Mäusel war ein netter Gastgeber und es hat uns sehr gut gefallen. Nachdem wir unseren Wassertank, Fleisch- und Gemüsevorräte aufgefüllt hatten, ging es weiter nach Tsumkwe zu einem Historic Living Village, welches von den Ju/Hoansi-San betrieben wird.

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Dort lernten wir Johannes kennen der uns sein Dorf mit Schule, Garten und den üblichen Unterkünften zeigte. Im Anschluß brachte er uns zu unserer Campsite und wir konnten eine Nacht auf einem extrem romantischen Stellplatz verbringen. Die San kümmerten sich sehr um uns und versorgten uns mit Feuerholz und einem sehr sauberen Stellplatz. Für den kommenden Tag hatten wir uns mit Johannes und seinen Leuten für einen gemeinsamen Tag verabredet.

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Teil 427. Nov. 2016
Nach dem Frühstück trafen wir Johannes und seine Freunde, nun in traditionellem Umfeld. Das Leben von früher wurde uns gezeigt und wir wurden zum Mitmachen animiert. Wir hatten erst Bedenken vor einer solchen Aufführung, änderten aber unsere Meinung von Minute zu Minute bis zur totalen Begeisterung. Es wurde getanzt, gejagt, Schmuck und Bögen gebaut, geraucht und Wasser gesucht und wir machten bei allem mit. Diese Menschen mit Ihrer Lebensfreude und Begeisterung, uns Ihre traditionellen Lebensweise zu zeigen, werde ich nie mehr vergessen.

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Nach diesem tollen Tag ging es in die Einsamkeit zum Baobab Camping. Weit ab von jeder Zivilisation wurde es langsam dunkel und wir fanden keine Campsite. Nachdem langsam Verzweiflung im Auto aufkam, tauchten am Horizont plötzlich, in der untergehenden Sonne, gewaltige Baumriesen auf. Solche Bäume mit diesen Ausmaßen, hatten wir noch nie gesehen. Schnell wurden die Zelte aufgeschlagen und das Essen zubereitet. Dies war ein magischer Ort der einem das Gefühl der absoluten Einsamkeit vermittelt hat. Sauber und ordentlich, allerdings absolut einsam und sehr einfach. Keine Sanitären Anlagen oder Wasser.

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Nach einer sehr stillen und kühlen Nacht ging es nun zu einem echten Höllenritt. Wir hatten eine über 8 Stunden lange Fahrt nach Divundu, durch Botswana vor uns. Die Strecke beinhaltete eine Ausreise aus Namibia, eine Einreise nach Botswana, eine Ausreise aus Botswana und eine Einreise nach Namibia und alles über die abenteuerlichsten Straßen die ich bisher befahren hatte. Tiefsandpassagen, Monster-Schlaglöcher, Baustellen und vieles mehr, machten die Strecke unendlich lang und die Grenzschließung bei Divundu rückte immer näher. Wir schafften die Strecke und wurden mit einer super Unterkunft im Ngepi Camp belohnt.

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Teil 528. Nov. 2016
Unser "Baumhaus" mit Terrasse über dem Kavango River war für zwei Tage unser traumhaftes Zuhause. Schlafen, duschen und leben im Freien, aus dem Bett mit dem Fernglas Elefanten, Büffel und Hippos beobachten, der Hammer. Tagsüber machten wir einen Ausflug in den Mahango Nationalpark (sehr schöner Park mit vielen Tieren) und zu den Popa Falls (naja, muß man nicht gesehen haben). Den Abend haben wir mit einigen Getränken an der Bar und einer Flasche Wein auf unserer Terrasse, bei Vollmond und Hippogegrunze ausklingen lassen. Unsere Jungs genossen Wlan und konnten testen, ob Ihre Handys noch funktionieren. 😉
Auch meine Mutter hatte bereits aus Deutschland die Damen der Rezeption aufgemischt um zu erfahren, ob die Familie heil im Camp angekommen ist. Hat am Abend an der Bar, bei uns und den Mitarbeiter, für einige Lacher gesorgt.

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Nach einer erholsamen Nacht und einem üppigen Frühstück ging es weiter zu unserer nächsten Unterkunft. Nach 3 Stunden und einer ruhigen Fahrt (eine Herde von einigen Elefanten kreuzte die Straße) erreichten wir das Livingstones Camp. Zwischendurch ein kurzer Besuch in einem Kiosk. Die Campsite war super. Wir hatten unsere eigenes Küchengebäude mit Dusche und Toilette. Alles super sauber und ordentlich. Am Ankunftstag drehten wir noch eine Runde durch den Mamili-Nationalpark, der uns jedoch wegen der extremen Trockenheit nicht so gefallen hat.

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In der Nacht wurde das Kuschelzelt von merkwürdigen, unheimlichen Geräuschen wach gehalten. Wie sich herausstellte handelte es sich um Perlhühner!!! 😄
Mittlerweile waren wir ein echt gut eingespieltes Team. Zelte aufbauen, Feuer mach, Kochen, usw. alles ging sehr schnell, weil alle mitmachten. Unseren zweiten Tag im Livingstone Camp verbrachten wir mit Pirschfahrten im Mudumu-Nationalpark. Toller Park, nur wir und tausende Elefanten. Einmal gerieten wir etwas in Bedrängnis: Tiefsandpiste, vor uns Elefanten, anhalten und schauen, Elefanten kommen näher, zurück geht nicht weil auch Elefanten, rechts und links? auch Elefanten. Also Motor aus, ruhig verhalten und die grauen Riesen bestaunen. Wir waren mittendrin in einer sehr großen Herde. Der Hammer, mit Garantie für zitternde Knie und einen sehr beschleunigten Puls.

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Nach einiger Fahrzeit durch sehr tiefen Sand gelangten wir an eine Stelle, die dem Paradies sehr ähnlich sein muß. Oberhalb einer Flussbiegung machten wir eine Pause und konnten aus unserem Wagen raus. Eine atemberaubende Stelle, mit badenden und tauchenden Elefanten, jeder Menge bunter Vögel und einer einfach mystischen Stimmung. Könnte das der Horse Shoe gewesen sein??

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Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichten wir unser Camp und krochen müde in die Dachzelte.

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Nach einem guten Frühstück in der einsamen Wildnis, ging es zurück in die Zivilisation nach Kasane.
Teil 628. Nov. 2016
Tag 12 unserer Reise ist angebrochen und wir verlassen die Wildnis und brechen nach Kasane in Botswana auf. (Das Schreiben im Präsens macht mir mehr Spass, daher wechsele ich ab nun in die Gegenwart 😊 )
Der Grenzübergang gestaltete sich leider etwas zäher, da vor uns ein Bus einreisen möchte und bei mir der Nachweis der gezahlten oder auch nicht gezahlten (ich habe bei all den Grenzformalitäten den Überblick verloren) Straßengebühr fehlt. Komisch, dass diese erst beim zweiten Einreisen nach Botswana gefordert wird. Nachdem uns noch ein Päckchen Schinken abgenommen wird und wir durch die braune Desinfektionsbrühe gelatscht sind, dürfen wir einreisen. Ein Mangel an unserer Superkarre hat sich nun doch gezeigt, bei größerem Geruckel (und wo in Afrika ruckelt es beim Fahren nicht? ) löst sich die Stromverbindung zu unserem Kühlschrank. Dieses Problem wurde jedoch von unserem technisch sehr fitten Sohn Simon schnell erkannt und behoben. Übrig blieb nur etwas matschiges, in geschmolzener Butter schwimmendes, übel riechendes Gemüse-Käse-Obstgemisch.

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Teil 728. Nov. 2016
In Kasane angekommen würde ich gerne etwas Geld aus einem Automaten beziehen. Doch auch der Dritte von uns gefundene und getestete ist außer Funktion, naja versuchen wir es halt am Abend nochmal. Schnell unsere Unterkunft, die Chobe River Cottages gesucht und das Zimmer bezogen. Nette und saubere Unterkunft für eine Nacht. Katzenwäsche und alle Mann auf die Toilette und weiter gehts zu dem gebuchten Sundowner Cruise auf dem Chobe. Dieser startet in der neben an gelegen Water Lilly Lodge und ist einer der absoluten Höhepunkte. In der Bar lernen wir unseren Bootsführer kennen und bunkern einige sehr kalte Getränke. Ab gehts auf das Bötchen und uns wird eine unvergleichliche Vielfalt an afrikanischen Tieren, zum anfassen nahe, gezeigt. Der Sonnenuntergang mit Elefanten im Hintergrund und einem kühlen Getränk in der Hand erzeugt bei mir, auch jetzt wenn ich darüber berichte, noch eine Gänsehaut.

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Und nun noch ein wenig Sonnenuntergang:


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Nach diesem super Sundowner Cruise gehen wir, mittlerweile im dunkeln, auf die suche nach einem Lokal zum Abendessen. (Geldautomaten immer noch ohne Funktion) Wir landen im Old House, einem echt schönem Restaurant. Freundlicher Service mit kaltem Bier und etwas zähem Fleisch. Meine Sorgen wegen der immer noch fehlenden Pulla sind unbegründet, da hier bezahlen mit allen Kreditkarten und sogar meiner EC-Karte kein Problem ist. Auf dem Fußweg zu unserer Unterkunft, rennen noch Unmengen Warzenschweine, mitten in der Stadt, über die absolut unbeleuchtet Straße. Das es hier nicht alle 5 Minuten kracht verwundert mich doch sehr.


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Nach diesem tollen Tag gehts ab ins richtige!!! Bett.
Am Morgen besuche ich die alt bekannten Geldautomaten und wer hätte es gedacht, sie geben Geld. Dies ist bereits aus weiter Ferne an den etwa 100 Meter langen Menschenschlangen erkennbar. Also weiter ohne Pulla. Aufstocken unser Vorräte (einschl. Unmengen an Feuerholz, da uns gesagt wurde das in den nun folgenden Parks kein Holz gekauft werden kann) für die kommenden 5 Tage. Erstaunlich was man in einem Auto so alles Unterbringen kann. Auf dem Parkplatz finde ich eine Wechselstube und bekomme die so ersehnten Pullas. Nun nur noch Getränke bunkern und es kann losgehen. Leider müssen wir noch eine 3/4 Stunde warten bis sich die Pforten zum Getränkehimmel öffnen 😠 . Schnell noch Vollgetankt und ab gehts zur legendären Chobe River Front und unserem nächsten Ziel dem Ihaha Camp.
Im Tagebuch meiner Frau steht: "Wir sehen zahlreiche Elefanten, Giraffen, Affen, Büffel, Impalas!! EIN TOTALER WAHNSINN!" und es ist echt der Hammer. Eine Strecke für Männer die nicht nur auf Asphalt fahren möchten und Tiere zum anfassen mit herrlichen Blicken auch den Chobe.
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Total begeistert erreichen wir Ihaha.
Teil 829. Nov. 2016
Am Gate müssen wir unsere Reservierungen vorzeigen, werden auf Platz 5 geschickt und gefragt wie viel Feuerholz wir gerne hätten. Einen Rat bekommen wir noch mit auf den Weg, wir sollen aufpassen, da mehrere Löwen im Camp gesehen wurden. Der Ranger hatte ein solches Grinsen im Gesicht, dass wir seinen Worten nicht recht glauben schenkten (meine Frau drohte mit Abreise). Vorweg genommen, wir haben keine Löwen gesehen unsere Freunde einen Tag nach uns sehr wohl.



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Nach dem das Abendessen zubereitet ist geben wir uns dem Sundowner hin und geniessen diesen unbeschreiblich schönen Ort.


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Morgens noch im Dunkel werde ich durch Plätschern und Grunzlaute geweckt. Zeltplane hoch und Fernglas ans Auge. Und ab jetzt nur noch staunen und schnell den Rest der Familie geweckt. Auf der anderen Flussseite alles schwarz, schwarz vor Büffel und alle wollen zu uns. Wie an einer Perlenschnur überqueren unzählige (sicher um die 2.000 und das ist keine Übertreibung) den Fluss vor unserem Standplatz. Meine Frau möchte noch alles einpacken und den Platz räumen, doch wir entscheiden uns für das Richtige und bleiben ganz still und unbeweglich in unseren Dachzelten. Die Büffel umringen unser Auto und es dauerte 2 Stunden bis wir die Zelte verlassen können. Mehr Spannung und Natur zum Anfassen nahe kann es kaum geben. Eine tolle Erfahrung für uns alle.


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Nach diesem aufregenden Start in den Tag, geht es nun weiter entlang der Chobe Riverfront. Was wir hier zu sehen bekommen, stellt jeden Tierfilm in den Schatten. Naja da gibt es schon tolle Filme, aber hier ist es wunderschön.
Uns faszinieren große Pelikanschulen beim Fischen, ein atemberaubender Kampf zweier Giraffenbullen und große Herden an Zebras. Im Nachhinein muss ich anmerken, dies war eine der absolut schönsten Tagesetappen und gründliche Leser mögen es mir verzeihen, dass ich fast jeden Tag als den Schönsten und mit Superlativen ausschmücke. (War aber auch ein echt toller Urlaub.)


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Nun mußten wir den Fluss verlassen 😊 und es geht für die kommende 3 Stunden in den Tiefsand, durch den Chobe Forest, nach Savuti. Reifendruck absenken und mit Bleifuß hinter zwei Ranger-Autos durch den Sand. Die Jungs kennen die besten Spuren und dies nutzen wir aus und hängen uns an Ihre Stoßstangen. Eine echt heiße Fahrt.

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Begrüßt werden wir im Savuti Camp von badenden Elefanten im Schlamm vor dem Eingang und dem Hauselefanten im Camp. Leider ist unser reservierter Platz nicht frei (einige nicht mehr auffindbare Säcke, haben den Platz belegt) und wir landen auf einem Notplatz. Die Nacht ist etwas unruhig, erst stört ein Generator und danach werden wir von einem Elefanten an unserem Dachzelten wachgehalten. Naja unsere Jungs schlafen den Schlaf der Gerechten und ich beobachte den Elefantenbullen zwischen unserem Tisch und dem Dachzelt, also auf ca. 1,50m.


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Tag 15 beginnen wir sehr früh und brechen ohne Frühstücke auf nach Xaxanaxa.
Teil 930. Nov. 2016
Savuti Camping finden wir nicht so prickelnd und verlassen zeitig das Camp Richtung Xaxanaxa. Unterwegs besteigen wir, als erfahrene Steiermark-Urlauber (Anmerkung: die Steiermark liegt nicht in Afrika sondern in Österreich 😗 ) den "einzigen" Berg Botswanas, auch mal ein komisches Gefühl, durch Büsche und Felsen auf einen Hügel zu klettern, ohne den Schutz des bereits an den Hinter angewachsenen Autos. Im Hinterkopf immer den Gedanken, würde ein Löwe hinter dem nächsten Felsen eher unseren Jüngsten oder doch eher den etwas fülligeren Vater nehmen? Wir kommen am Gipfelchen an ohne Schlangen, Löwen oder sonstige Tiere zu sehen 😉 . Belohnt werden wir mit einem 360° Rundblick über eine herrliche Landschaft.


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Auch den Abstieg schaffen wir problemlos und finden die im Führer angepriesenen sehr, sehr alten Felszeichnungen. Für uns sehen sie eher so aus, als hätte die jemand vor einer Woche für die Touristen neu an den Felsen gepinselt.


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Weiter geht der Weg durch eine sehr trockene und äußerst üble Strecke. Unserem Expeditionsfahrzeug und vor allem der Federung wird alles abverlangt. Nach 30 Minuten fahrt (also gar nicht so weit von unserem Hügel) finden wir endlich unsere ersten und einzigen Löwen (mal abgesehen von einem Löwen auf 200 Meter und für 10 Sekunden in Etosha) in freier Wildbahn. Ein tolles Erlebnis diese Tiere zu beobachten.


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Nach einem nun endlosen Höllenritt checken wir aus dem Chobe Park aus und erreichen über die Transitstrecke den Moremi Nationalpark. Nach Erledigung der üblichen Eintrittsformalitäten haben wir noch eine nette Pirschfahrt zu unserer Campsite Xaxanaxa Nr. XA5. Eine herrliche Campsite für die kommenden zwei Tage. Habe ich übrigens erwähnt, dass es überall Feuerholz gibt und dass, das in Massen in unserem Auto lagernde Holz unnötig mitgeschleppt wurde und mir etliche Bierdosen zerlöchert hat? Naja gab es halt am Ende unserer Reise noch ein größeres Lagerfeuer.
Nun noch schnell die Zelte aufgestellt, Feuer gemacht, lecker gegessen und ab in die Federn. Eine Befürchtung kommt langsam auf, die Rotwein und wichtiger noch die Trinkwasservorräte neigen sich doch sehr gegen Null und unser Autotankwasser müffelt sehr verdächtig. Tja, wir sind wohl doch Afrikaneulinge, obwohl wir dem Staub und Schmutz nach, aussehen als würde wir nie etwas anderes machen, als Botswana zu durchqueren.
Am Morgen starten wir nach einem gemütlichen Frühstück in der Sonne zur Pirsch.
Die Region ist auch sehr trocken und es gibt kaum Tiere. Doch als wir unsere Köpfe bereits hängenlassen, entdecken wir einen Leoparden der sich sogar noch fotografieren lässt, ehe er im Busch verschwindet.


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An einem der noch wenigen Pools erleben wir ein besonderes Naturschauspiel. Der ehemalige See ist bis auf wenige Quadratmeter ausgetrocknet und in Ihm tummeln sich hunderte, etwa 1m große Welse und ein riesiges Krokodil. Kroko öffnet das Maul, das Wasser fängt an zu kochen durch die panischen Welse und zack, ein Wels 50 cm links und 50 cm rechts des riesigen Maules und der Rest dazwischen. Da das Kroko den Wels nicht durchbeissen kann, fängt es an sich 1 oder 2 Meter aus dem Wasser zu katapultieren und den Fisch dabei vor rechts nach links zu schleudern, um Ihn zu zerreissen. Dies gelingt nach mehreren Versuchen und zwei Welsteile fliegen durch die Luft, die von wartenden Fischadlern schnell gesichert werden. Der mittlere Teil des Fisches bleibt dem Kroko. Noch oft , nach unserer Reise, bei einem Blick auf das andauernd trockene Wetter, fragen wir uns, wie es dem Uhrzeitriesen in seiner doch sehr ausgetrockneten Pfütze ergangen ist.


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Nach einer kurzen Mittagspause im Camp, starten wir zu einer erneuten Pirschfahrt zu den Paradiespools, die wir bei einer super Abendstimmung erreichen. Diese Gegend ist der absolute Hammer, traumhaft schön und besitzt etwas magisches. Tiere sehen wir kaum, was daran liegen könnte, dass sich hier Löwen rumtreiben sollen. Leider bekommen wir diese Könige nicht zu sehen.
Und nun ist es soweit, eine erste Wasserdurchfahrt steht an (man könnte auch drumherum fahren). Nach kurzer Diskussion und einer familiären Abstimmung steht es 3 (2xJungs und ich) zu 1 (meine Frau) und es geht ab ins Wasser.
Die Reifen wurden gerade mal feucht und die Durchfahrt hat unter Protest der weiblichen Mitreisenden problemlos funktioniert.


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Zurück im Camp werden wir von unseren wild winkenden Nachbar empfangen. Der Grund ist schnell erkannt, ein alter Elefantenbulle nascht Früchte unter unserem Stellplatzbaum. Wir warten ob er den Platz freiwillig räumt, was er natürlich nicht macht. Also ab ins Auto (nur ich, Familie in sicherem Abstand) und langsam auf Ihn zu. Sowas sollte man sicherlich nicht unbedingt machen aber er legte absolut kein aggressives Verhalten an den Tag. Nach etlichen hin und her und Motorgeheule wurde es Ihm doch zu doof und er trollte sich.

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Wir im letzten Licht die Zelte aufgeschlagen, gegessen und ab ins Bett. Es kam wie es kommen mußte.
Der Elefant kommt mitten in der Nacht zu seinem Obstbaum zurück und hält durch seine Atem- und Schmatzgeräusche meine Frau für einige Stunden sehr wach. Fazit, klaue niemals einem Elefanten seinen Lieblingsbaum. Am Morgen ging es los, Richtung Third Bridge.
Teil 1002. Dez. 2016
Die Fahrt nach Third Bridge Camping ist toll und macht eine Menge Spaß. Auf der Suche nach einer Wasserstelle verlässt uns unser Navi und wir folgen einem Weg der kaum zu erkennen ist und nach einer halben Stunde, sich so langsam im hohen, dürren Gras verliert. Wir haben keine Ahnung wo wir sind und wo es langt geht. Zurück ist eine schlechte Option, da sicher ein Umweg von 2 bis 3 Stunden. Also langsam durch das hohe Gras weiter in die vermutete Himmelsrichtung. Extremes aufpassen auf Termitenbauten oder andere versteckte Hindernisse im hohen Gras. Nach unendlichen 20 Minuten erscheint auf dem Navi ein Weg und wir haben unsere Orientierung zurück. Ist ein komisches Gefühl, in der Weite Botswanas die Orientierung zu verlieren. Im Gegensatz zu den meisten Gebieten die wir in Namibia, besonders auch im Etosha kennen gelernt haben, ist man in den Parks Botswanas, eher sehr einsam unterwegs. Wir sind oft Stunden auf Achse, ohne auch nur einen anderen Menschen zu treffen, ein absolut neues Gefühl, das man im Rhein-Main-Gebiet so sicher nie empfinden kann. Für mich macht dies, gerade den Reiz einer solchen Reise aus.
Ach ja, unsere Trinkwasservorräte sind erschöpft. Nun gibt es nur noch Bier und stinkendes, braunes Wasser aus den Tanks von Xaxanaxa. Kurz vor Third Bridge kommen wir noch durch ein kleines Dorf mit einem Kiosk. Leider gibt es kein Wasser, nur eine komische Pfeffer Cola, die ich noch nie gesehen habe. 4 Dosen gekauft, mit absoluter Lust geöffnet, getrunken und das Gesicht verzogen. Übles Getränk nach dem einem der gesamte Mund- und Rachenraum brennt. Habe ich erwähnt, dass es hier Brennholz in un rauen Massen gibt?

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Und dann kommt die berühmte Brücke in all Ihrer Bracht in Sicht. Im Internet 100mal gesehen und nun steht man selbst vor diesem Knüppeldamm. Drei Autos lassen uns, ganz Gentleman, den Vortritt. Wir mutig los und hoppeln über die Knüppel, um am Ende doch erstaunlich tief in das Wasser abzutauchen. Alles kein Problem, die hessischen Superhelden schaffen es locker. Bei der Aufstellung für das obligatorische Selfie, trauen sich auch die übrigen Helden über den Fluß.

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Kurz auf der Campsite angemeldet und..... Das kleine Gebäude im Hintergrund des letzten Bildes, ist ein nagelneuer Kiosk. Dies bedeutet Wasser!!!!!!!!
Wir beziehen unseren echt schönen Stellplatz Nr. 2 und machen eine Pause. Kurz nach Mittag, brechen wir zu einer Mokoro Tour nach Mboma Island auf. Der Weg ist toll, nur die letzten 800 Meter bestehen aus heftigem Tiefsand, der unserem Motor alles abverlangt.
Die Leute an der Boot-Station sind sehr nett und erzählen einiges von Ihrem doch sehr einsamen Leben in dieser Wildnis. Wir starten zu einer absolut entspannten Mokoro Tour. Unser Jüngster Moritz meint nach 10 Minuten zu mir: " Papa, dass ist der Hammer hier, ich entspanne total und kein Motor brummt." Recht hat er und wir geniessen das ruhige dahingleiten der Einbäume.

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Entspannung pur!
Zurück am Anleger, gönnen wir uns noch ein kühles Getränk und fahren langsam zurück zur Campsite.
Teil 1102. Dez. 2016
So etwa eine Stunde vor Third Bridge finden wir ein festgefahrenes Auto im extremen Tiefsand. Kuhfänger und der gesamte vordere Teil des Autos ist ziemlich demoliert und mit diversen Schnüren gesichert. Am Auto steht eine sehr verzweifelte französische Familie mit zwei Mädels im Alter unserer Jungs. Wir halten an und fragen was los ist. Die Franzosen wollten mit drei Autos zur Mboma Boots Station um von dort zu einem Zeltcamp im Delta, per Einbaum, über zu setzten. Alle drei Wagen hatten sich festgefahren und bei den Befreiungsversuchen wurde, in der Verzweiflung auch mal das Abschleppseil am Kuhfänger befestigt. So sieht das Auto nun auch aus. Zwei Wagen haben Sie nach drei Stunden flott bekommen und die sind ohne die letzte Familie zurück nach Third Bridge gefahren. Ich habe dies nicht so ganz verstanden, bin aber auch kein Franzose. Wir fragen on wir helfen können und merken, dass die Familie völlig mit den Nerven am Ende ist, Sie wollten gerade die Dachzelte für die Nacht aufbauen. Ich biete Ihnen mein Satfon an und da fliesen die Tränen der Erleichterung. Nach kurzer Besprechung hänge ich Ihr Fahrzeug an unsere Superkarre und ziehe Sie ohne größere Probleme aus dem Sand. Was unsere europäischen Nachbarn mit drei Autos mehrere Stunden gemacht haben wird sich mir nie erschliessen. Habe jedoch den Eindruck, dass der Fahrer mit der Geländesituation total überfordert ist und von Kleinigkeiten wie Luft ablassen, noch nie etwas gehört hat. Wir fahren mit den Franzosen zurück im Konvoi, da Sie extreme Angst hatten sich nochmals festzufahren. Im Camp kommt uns der Rest der französischen Truppe entgegen und hat einen Wildhüter LKW im Schlepptau. Wir werden herzlich verabschiedet und bauen schnell unser Nachtlager auf.
Am Abend besucht uns eine Hyäne am Lagerfeuer und wir sind doch sehr verwundert, welche beeindruckende Größe diese Tiere haben. Um Sie zu fotografieren bin ich leider viel zu langsam. Dafür können wir die gesamte Nacht Ihre, doch sehr eigenen Lauten, lauschen.

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Am Morgen begrüßt uns dieses sehr schöne aber unbekannte Tier.
Nach kurzem Frühstück packen wir und werden doch tatsächlich noch von einem Affen beklaut. Er hat sich hinter dem Auto angeschlichen und sich Chips und andere Naschereien aus der Heckschublade geschnappt. Trotz wilder Verfolgungsjagd, lässt er es sich bereits auf der Flucht schmecken und schmeißt uns nur die lehre Tüte zu.

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Leider bricht beim Zeltabbau, der bereits seit längerer Zeit wackelnde, Außenspiegel ab. Doch kein Problem, wir haben natürlich Panzerband dabei und können das kleine Malöhr beheben.
Third Bridge hat uns sehr gut gefallen, wir hätten längen bleiben wollen.
Die Fahrt nach Maun ist schön, aber anstrengend und wir können noch einige tolle Tiere beobachten. Elefanten 1m neben dem Fenster, bearbeitet doch sehr beeindruckend einen Baum. Unsere Jungs können sich im Autofahren üben, auch wenn der jüngste noch nicht ganz an die Pedale kommt.

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Gegen späten Nachmittag erreichen wir Maun und unsere Unterkunft Discovery B&B. Wir werden sehr herzlich empfangen und entspanne in einem grünem Paradies, zurück in der Zivilisation.

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Auch ein richtiges Bett und eine saubere Dusche lassen unsere Herzen höher schlagen.


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Teil 1205. Dez. 2016
Nun gehts weiter.
Teil 1305. Dez. 2016
Nach einem längerem Durchschnaufen in unserer grünen Insel der Erholung, und einigen kühlen Getränken, brechen wir auf zur benachbarten Okavango River Lodge, um dort unseren Abendhunger zu stillen. Nette Bar mit hübschen Blick auf den Fluß. Essen eher etwas eingeschränkt.



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Essen war OK aber......
Nach fast einer Woche der Einsamkeit und Ruhe in der Natur, kommt einem ein Tisch am Ufer des Okavango, mit Feuer und netter Beleuchtung, jedoch bei leiser Musik und Gelächter vor, als ob man in Frankfurt am Main, am Römer unter hunderten japanischer Touristen, ein Handkäse mit Musik essen würde. Grausam. Heute, ein halbes Jahr später, könnte ich mir keinen besseren Ort für ein Abendessen vorstellen. So verschieden sind die Empfindungen bei einer solchen Reise. Daher brechen wir kurz nach dem Essen zu unserem sehr beschaulichem B&B auf und genießen dort noch in Ruhe einen Absacker am Lagerfeuer. Es ist der Wahnsinn, wie einen so ein par Tage in der Natur, verändern.


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Recht früh am Morgen und sau kalt ist es auch noch, begeben wir uns zum Frühstück. Das weibliche Familienoberhaupt versucht immer noch verzweifelt, uns von dem geplantem Tagesprogrammpunkt abzubringen. Auch meine Mutter hat einiges versucht und geboten, dies zu erreichen. Leicht angesäuert wird meine Frau mit 3 (männliche) zu 1 (weiblich) überstimmt und wir brechen zu unserem Rundflug ins Delta auf. Schnell finden wir den Flughafen und unser Büro zur Ticketübergabe. Die Kreditkarte gezückt und die Nagelschere abgegeben, schon kann es losgehen. Nach kurzer Wartezeit in der "Abflughalle" werden wir auf das Rollfeld, zu unserer top modernen, sicher über 50 Jahre alten, 5-sitzigen Flugmaschine gebracht. Der Anblick dieses Oldtimers versetzt meine Frau nicht unbedingt in bessere Laune. Ein echt netter australischer !!! Pilot begrüßt uns und wir steigen ein.

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Nach einem kurzen Start, sehen wir die gewaltigen Ausmaße des Deltas von oben. Auch wenn wir bei unserem 1-stündigem Flug nur den Rand kratzen, ist die Landschaft und das Wassernetz unglaublich. Mit dem Auto hat man den Eindruck alles ist extrem trocken und staubig, aber aus der Luft kann man die gewaltigen Wasserarme und Flächen erahnen. Auch meine Frau bekommt nach einigen Minuten ein etwas entspannteres Lächeln ins Gesicht. Wir Männer sind sowieso nur am Grinsen und genießen den Flug.


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Man hat am Anfang einen Blick auf Maun und die Weitläufigkeit der Stadt, doch schnell sind alle Anzeichen von Zivilisation verschwunden und es gibt nur noch eine traumhafte Wasserlandschaft mit Inseln, Flüssen und Seen. Immer wieder können wir Elefanten, Giraffen, Hippos, Büffel und viele andere Tiere am Boden erkennen.

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Leider geht der Flug viel zu schnell zu ende und wir verabschieden uns (Gott sei Dank, (Anmerkung meiner Frau)) von unserem sehr nettem Piloten. Der Flug war klasse und wir würden ihn sicher nochmals machen, nur etwas länger. 😎

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Von Maun aus ging es zu unserer letzten Campsite, Sunnyside Camping.
Teil 1406. Dez. 2016
Nach 4 harten und langweiligen Stunden über Asphalt biegen wir in der Nähe von D´kar, nach Süden zur "Grassland Bushman Lodge" ab. Wir wollen dort nur Campen, die Zimmerpreise auf dieser herrlichen Lodge, betragen (gerade nachgeschaut) heute als "Last Minute Special" für ein Doppelzimmer US$ 805. Habe dies gerade nachgeschaut. Auf dem Weg zur Lodge muß man ca. 70km, teils sehr tiefsandige Piste und etwa 25 Farmtore öffnen und schließen.
Kurz vor dem Hauptgebäude stehen plötzlich zwei Nashörner auf wenige Meter neben unserem Auto. Begeistert beobachten wir diese faszinierenden Tiere.

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Nach dieser doch sehr anstrengenden Fahrt werden wir von der Besitzerinn der lodge sehr freundlich begrüßt und nehmen erstmal eine Erfrischung im Hauptgebäude der Lodge zu uns.

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Nach der kurzen Getränkepause brechen wir mit unserem Wagen, der eigentlich vorgesehene Geländewagen der Farm ist mit anderen Gästen noch auf dem Gelände unterwegs, mit einem sehr nettem und schüchternem San-Mitarbeiter zum gebuchten Großkatzenprojekt auf. Gemeinsam im Gehege mit Wildhunden und Löwen, können wir diese tollen Tiere noch mal ausführlich beobachten. Nach den Erlebnissen der letzten Tage, mit all den in freier Wildbahn lebenden Tieren, hat diese "Gatterschau" für mich etwas befremdliches. Auch wenn hier Löwen ein Zuhause gefunden haben, die sonst in den Farmgebieten erschossen worden wären.

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Auch der sehr putzige Wildhundnachwuchs traute sich nach einigen Minuten, unter Aufsicht der skeptischen Eltern, nahe an unseren Wagen.
Unser Guide bringt uns nach der Rundfahrt zu der etwas abgelegenen, aber hübschen und sehr gepflegten Campsite. In die Einsamkeit der Kalahari. Da wir die einzigen Gäste sind, können wir unseren Stellplatz frei wählen. Schnell facht der Guide noch ein gewaltiges Feuer unter dem Wasserbehälter an und lässt uns danach alleine.

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Teil 1506. Dez. 2016
Das Anheizen des Tanks hat nicht den gewünschten Effekt von heißem Wasser, meine Jungs fachen jedoch mit den ausgeliehenen brennenden 1 Meter langen Feuerscheiden ein ordentliches Lagerfeuer an. Wir bereiten uns auf die letzte Nacht im Dachzelt vor und beginnen mit den Vorbereitungen für unser letztes Essen am Feuer unter freiem Himmel. Hier in der Kalahari wird es doch empfindlich kälter als in den letzten Tagen. Schnell wird auch im Rücken unseres Sitzplatzes und unter den Stühlen, kleine Feuer und Gluthaufen in Position gebracht. Ein paar brennende Kohlen unter dem aller Wertesten, macht das Sitzen im Freien, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, doch wieder sehr angenehm.

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Nachdem die Letzten Bier- und Weinvorräte verbraucht sind, kuscheln wir uns ein letztes Mal in unsere Dachzelte. Es wird die eisigste Nacht unserer Reise. Am Morgen wird unser Horrorzelt (also mein Sohn Simon und ich) sehr unsanft von eiskalten Tropfen, der an der Zeltplane hängenden und in der Sonne langsam schmelzenden Eiszapfen!!! geweckt. Um nicht komplett durchnässt zu werden, müssen wir panisch unser Dachzelt verlassen und schaukeln dabei unsere Karre so umher, dass auch schnell der Rest der Familie sich aus dem "Tussizelt" schält und wir unsere Morgentoilette bei frischen Temperaturen verrichten können.

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Sobald die Sonne unsere durchgefrorenen Glieder erreicht, wird es sehr angenehm und man kann die Ärmel erneut hochkrempeln.
Dieser sehr einsame Platz vermittelte uns in dieser Nacht und wir konnten es regelrecht spüren, nochmal die Größe, Einsamkeit und Weite dieses beeindruckenden Landes.
Schnell unsere Sachen gepackt, den restlichen Proviant an unseren netten San-Guid verschenkt und ab ging es zurück, natürlich wieder durch alle Farmtore, zur Hauptstraße und Richtung Namibia.
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550km bringen wir in 6,5 Stunden hinter uns und erreichen um 15.30 Uhr unser letztes Ziel die "Okambara Elephant Lodge".

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Teil 1606. Dez. 2016
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Die Familien geführte Okambara Lodge ist ein Traum. Wir bekommen ein Turmzimmer mit gigantischen Ausmaßen und das gesamte Gebäude hat ein wenig etwas von einer Burg mit afrikanischem flair. Vor dem Gebäude wird man von Pfauen und Ziegen begrüßt. Nach einem herzlichen "Hallo" beziehen wir unser Zimmer. Mit einem kühlen Bier erforschen wir den weitläufigen Garten und die tolle Anlage mit Wasserloch, Geparden-, Leoparden- und Caracalgehege.

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Vor unserer Abreise aus Deutschland gab es einen Wehmutstropfen, wir mußten unsere beiden Hunde Baghira (eine Brandlbracke) und Thora einen (Bayrischen Gebirgsschweishund BGS) zu Hause bei meiner Mutter lassen. Hierfür nochmal vielen Dank, falls du den Bericht lesen solltest. Auf der Terrasse der Lodge begrüssen uns 3 BGS, darunter ein Welpe, der exakt unserem Eigenem zum verwechseln ähnlich sieht. Absolut unglaublich.

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Der Hauseigene Papagei ist der absolute Boss im Garten und nimmt sich was er möchte. Zumindest versucht er es.

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Meine Frau mag das bunte Federvieh nicht so gerne und versucht Ihn zu missachten.


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Teil 1706. Dez. 2016
Auf Okambara treffen wir auch noch eine Reistruppe die wir am ersten Tag im Bwanana Hauptquartier bei Carsten Möhle kennen gelernt hatten. Sie hatten uns echt gute Ratschläge gegeben uns sind zu einer anderen Tour aufgebrochen und beendeten Ihre Reise, wie wir auf Okambara. Gemeinsam nehmen wir an einem Abend-Game-Drive teil (der einzige geführte Drive unserer Reise) und kommen nochmal in den Genuss eines herrlichen Sonnenunterganges mit Sundowner Getränken und einer super Nashornsichtung. Mama Nashorn mit Jungtier, meint unsere Truppe angreifen zu müssen und verfolgt uns recht flott über einige hundert Meter. Extrem schnell können diese Riesen sein und wir sind froh, dass unser Auto noch schneller ist.

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In der großzügigen Halle der Lodge wird gemeinsam mit allen Gästen und den Eigentümern das gemeinsame Abendessen eingenommen. Bei einem großen Kaminfeuer und Kerzenschein wird ein vorzügliches und mit einheimischen, kulinarischen, Köstlichkeiten bestücktes Menü gereicht. Ein Absoluter Highlight sind das Zebragulasch und der hausgemachte Schinken.

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Bei einem Verdauungsspaziergang auf der Terrasse werden wir von zahlreichen Stachelschweinen empfangen.

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Zwei Tage entspannen wir an diesem tollen Ort und würden jeder Zeit hier nochmal verweilen. Leider gehen auch diese Tage wie im Flug vorbei und so müssen wir zu unserer letzten Etappe zurück nach Windhoek aufbrechen.

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Diese hübsche Dame öffnet uns netter Weise das Farmtor.
Zurück in Windhoek fahren wir zur Nachbesprechung zu Bwana Tucke-Tucke und treffen dort Carsten, der uns mit einem Grinsen und den Worten " Puh, alle vier sind zurück" begrüßt. Wir geizen nicht mit Lob für seine tolle Planung und Berichten von unseren Abenteuern die wir auf dieser super Reise erlebt haben.

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Herzlich verabschieden wir uns von Carsten und auch von unserer parallelen Reisegruppe und starten Richtung Innenstadt, um unseren treuen Gefährte auf 4 fetten Rädern, mit einem weinendem Auge, bei Savanna abzugeben. Die Wagen Rückgabe klappt absolut problemlos, trotz einiger Kratzer, einem abgebrochenem Spiegel und hundert Tonnen Staub im Auto. Ich würde dort jeder Zeit wieder einen Wagen mieten, es gab nichts zu bemängeln.

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Ein Mitarbeiter bringt uns zum Flugplatz und wir checken ein.
Teil 1807. Dez. 2016
Leider geht nun unser Afrika-Abenteuer langsam zu Ende und wir warten am Flughafen auf unseren Rückflug. Etwas geschafft und voll mit neuen Eindrücken, ist die Stimmung etwas bedrückt.

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Noch schnell im Duty free geschoppt, ich bekommen ein Verbot, die letzte Möglichkeit zum Biltong Einkauf zu nutzen, widersetze mich jedoch der Anordnung und erstehe 3 Päckchen. Mein Sohn bevorzugt eher süßere Teile.

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Unser Rückflug verläuft planmäßig und ohne Vorkommnisse. Bei dem ersten Leuchten der Sonne über Deutschland, beginnen wir den Landeanflug und werden am Flughafen von meiner Mutter und unseren Hunden abgeholt.

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So, unsere erste Reise nach Afrika ist zu ende und ich möchte mich bei allen bedanken, die Interesse an unserem Bericht gefunden haben und uns auf diesem Abenteuer Gesellschaft geleistet haben.

Eins möchte ich noch anmerken:

Wir waren noch nie in Afrika, wir waren noch nie Campen, wir haben noch nie einen Urlaub planen lassen. Aber es war wunderbar und wir fanden es alle super. Auch unsere Kinder sind von der Reise total begeistert, trotz der sehr langen Fahrstrecken. Mein Dank gilt Carsten Möhle, der mit seiner Truppe eine perfekte Route für uns vorgesehen hat. Ganz besonders bewundere ich meine Frau, die der ganzen Sache doch sehr skeptisch gegenüber stand, aber nun auch zu 100% vom Afrikafieber erfasst ist. Eine Situation wird mir nicht mehr aus dem Kopf gehen, unsere erste Elefantensichtung in freier Wildbahn. Wir am Straßenrand angehalten, da dutzende Elefanten links der Straße im Busch entdeckt wurden, Entfernung ca. 100 Meter. Einer der Elefanten, meinte zumindest meine Frau, stellt die Ohren und droht. Wir werden durch Silke zum sofortigen Rückzug und Weiterfahrt, wegen der Gefahr eines angreifenden Elefantenbullens aufgefordert. Er war wirklich über 80 Meter entfernt und hat nur wegen der Hitze etwas mit den Ohren gefächelt. Diese Angst hatte sich schnell erledigt und nur einen Tag später, wurden in aller Ruhe die grauen Riesen auf 5 Meter betrachtet und genossen. Auch die Angst vor Schlangen hat sich schnell gelegt. Einmal wurde mit Abreise gedroht, als sich ein längliches Teil im Busch bewegte. Gott sei dank handelte es sich nur um den Schwanz eines Waranes und wir konnten die Reise fortsetzen. An das afrikanisch Leben mußten wir uns erst gewöhnen, einkaufen in sehr überschaubaren Läden, Fleisch ohne Etiketten aus riesigen Kühltruhen kramen, keine Ahnung zu haben was man da kauft und essen wird, Getränke in kleinen Straßenkiosken kaufen, Tanken (eigentlich kein Problem, jedoch das Bezahlen immer wieder ein Abenteuer) usw. usw. usw. Ich möchte im Nachhinein nichts davon missen.

Namibia und Botswana sind geniale Länder mit echt netten Menschen und einer atemberaubenden Natur und Tierwelt. Wir haben nur an der Oberfläche gekratzt und werden sicher wieder kommen. Meine Planung für 2018 wir bald beginnen.

Ich hoffe Ihr hattet Spaß mit den 4 Schmidts aus Hessen.

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