Reisebericht

Wir folgen dem "Ruf der Kalahari"

von take-off · begonnen 28. Aug. 2016 · 26 Teile

Teil 128. Aug. 2016
Hallo liebe Formis,

nun sind wir schon fast 4 Monate von unserer Reise zurück. Die Bilder sind gesichtet, das Fotobuch erstellt und die Flüge für die nächste Tour gebucht. Und eigentlich habe ich überhaupt keine Zeit und wollte auch keinen Reisebericht schreiben.
Doch habe ich durch dieses Forum so viele nette Menschen und Freunde kennengelernt, dass es schon fast schon eine "Pflicht" ist, kurz über unseren Urlaub zu berichten.


Genug der Vorworte - fangen wir an:

Zum 5. Mal folgen wir dem Ruf unseres Herzens und machen uns auf Richtung Afrika.
Die Gründe hierfür sind euch allen bekannt und müssen nicht mehr aufgezählt werden.
Vielleicht nur ein paar wenige doch:
Die Tierwelt
die Stille
die Ruhe
die Einsamkeit
die Farben
der Geruch
und in unserem Falle ein klein wenig das Abenteuer 😄

Dieses Jahr führt uns unsere Reise nach Botswana. Für uns ein Novum und wir sind gespannt.

Vor allem ICH bin gespannt. Gepannt, ob ich mir nicht zuviel Abenteuer ausgedacht hatte. Doch seit unserer letzten Reise durch das Kaokoveld, hat er sich in meinem Kopf festgesetzt - Der Ruf der Kalahari-.
Schnell hatte ich Jürgen davon überzeugt und die Reiseroute geplant.

Wer mag kann gerne mitfahren.

Start und Endpunkt ist Windhoek.

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Unsere Route:
13.04.16 Abflug
14.04.16 Windhoek Pension Tamboti
15.04.16 Red Dune Camp
16.04.16 KTP - Rooiputs
17.04.16 KTP – Nossob
18.04.16 Mabuasehube – Khiding Pan
19.04.16 Mabuasehube – Khiding Pan
20.04.16 (geplant Kang) Ghanzi
21.04.16 Grassland Camping
22.04.16 CKGR
23.04.16 CKGR
24.04.16 CKGR
25.04.16 CKGR
26.04.16 Makgadigadi
27.04.16 Makgadigadi
28.0416 Nxai Pan
29.04.16 Moremi
30.04.16 Moremi
01.05.16 Moremi
02.05.16 ungeplante Übernachtung am Wegesrand
03.05.16 Djokhoe
04.05.16 Djokhoe
05.05.16 Xain Quaz
06.05.16 Windhoek und Heimflug
07.0516 Ankunft in Deutschland

Der Flug:
Wir sind dieses Jahr mit Air Namibia geflogen. Neue Maschine und guter Service.

Das Auto:
Der Hammer!!!
Wir hatten den neuen Landcruiser V8 bei Savanna für unsere Reise gemietet.
Tankkapazität 200 l.
Das Auto war krachneu und hatte gerade mal 300 km auf dem Tacho, was nicht immer von Vorteil ist, wenn man damit durch den botswanischen Busch fährt. Doch hatten wir bei der Rückgabe keinerlei Schwierigkeiten wegen der diversen Kratzspuren im Lack.
Auf einen Steinschlag in der Windschutzscheibe haben wir Savanna unserseits aufmerksam gemacht. Rene schaute es sich an und meinte - ist ok.
Fairness auf beiden Seiten zahlt sich immer wieder aus.
Das Auto hat uns nie im Stich gelassen und diverse Schwierigkeiten bravourös gemeistert. Natürlich liegt das auch am Fahrer. 😉

Satphone
Ein absolutes MUSS bei einer solchen Reise

Gefahrene Km: 5184
Trotz der vielen mehrtägigen Stopps in den einzelnen Gebieten war dies für 23 Tage grenzwertig.
Nächstes Jahr gibt es eine Relaxtour.
Teil 228. Aug. 2016
14.04.16 - Windhoek
Um 5:20 Uhr landen wir in Windhoek.
Im Flugzeug wurde auch dieses Jahr neben den Immigrations-Papieren auch wieder ein „Ebola-Fragebogen“ ausgeteilt. Dieser wurde dann vor dem Betreten den Flughafengebäudes wieder, ohne ihn eines Blickes zu würden, eingesammelt und in eine Kiste geworfen. Dann folgen wieder die Wärmebildaufnahmen. Das heißt genau auf der Markierung stehen bleiben, Brille absetzten, Bild machen lassen und schon geht es weiter zum Zoll. Die Immigration und die Gepäckaufnahme gehen zügig vonstatten. Während Jürgen sich um das Gepäck kümmert gehe ich schon mal zum Geldwechselschalter. Der Plan war, hier am Flughafen schon Pula zu tauschen. Doch dieser Plan geht nicht auf. Keine Pula. Dann eben südafrikanische Rand, da diese als Zahlungsmittel sowohl in Namibia, Südafrika als auch in Botswana akzeptiert werden.
Der Fahrer von Savanna wartet schon und gegen 6.45 Uhr sind wir bereits bei Savanna. Der Papierkram ist schnell erledigt und dann fährt Marc auch schon unser Auto vor. Wir sind gespannt.

Wow, der Toyota Landcruiser ist brandneu. 370 km sind auf dem Tacho. Natürlich hat die Karosserie noch nicht den kleinsten Kratzer.
Da der Aufbau zu spät kam, haben die Jungs von Savanna die Nacht durchgearbeitet, um das Auto fertig zu kriegen.

Für die Warmduscher unter uns Campern sei bemerkt, dass der Landcruiser tatsächlich eine Dusche mit warmen Wasser hat. In der Wildnis eine feine Sache.
Bereits um 8.00 Uhr sind wir in der Maerua Mall, um den ersten Großeinkauf zu machen. Kurz nach 9:00 Uhr verlassen wir diese wieder. So schnell waren wir noch nie.

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Da wir die erste Nacht in Windhoek bleiben, haben wir nun alle Zeit der Welt. Zuerst fahren wir zu unserer Unterkunft Tamboti. Hier verstauen wir unsere Einkäufe und richten das Auto fürs erste ein.

Denn schlendern wir gemütlich durch Windhoek. Unser Versuch in diversen Banken noch Pula zu bekommen scheitert allerdings kläglich.
Abends treffen wir uns mit Carsten Möhle in Joe’s Beerhouse. Dort sollten wir eigentlich unsere Voucher für die diversen Nationalparks bekommen.
Teil 329. Aug. 2016
Tag 2 – 15.04.16 Von Windhoek nach Red Dune Camp

Heute geht es endlich auf Pad.
Für uns war es das erste Mal, dass wir die erste Nacht in Windhoek verbracht haben. Kann man machen nach einem Nachtflug, doch wir werden es nicht mehr tun. 100 km zur nächsten Campsite gehen immer und das Afrikafeeling, wie wir es lieben, stellt sich schneller ein.

Unser heutiges Ziel ist Red Dune Camp bei Gochas.
Wir verlassen Windhoek Richtung Süden auf der B1. Es ist schon lustig. Marc von Savanna erzählte uns, dass Windhoek momentan unter Wassermangel leide und deswegen der Brauchwassertank in unserem Auto auch nicht gefüllt wäre.
Das Gleiche wurde uns auch in der Unterkunft Tamboti erzählt, deren Pool aus den besagenten Gründen leer und abgedeckt war.
Als wir jedoch Windhoek verlassen, sehen wir, dass die Grünflächen der Stadt bewässert werden. That’s Africa.

Namibia empfängt uns mit strahlend blauem Himmel. Es ist 9:30 Uhr und es sind bereits 27°C.
Bei Kalkrand verlassen wir die B1. Wir haben genug von Teerstraßen und wollen endlich wieder Gravel unter den Rädern spüren. Wir fahren über die C21 und dann auf die C15 bis nach Red Dune Camp. Mit unserem „Super-Auto“ spüren wir die Schotterpisten überhaupt nicht.

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Bis jetzt lassen sich nur wenige Tiere blicken. Ein paar Springböcke und Familie Strauß, sonst nix. Doch es reicht um komplett in Afrika anzukommen. Tief atmen wir die afrikanische Luft ein und lassen den Stress abfallen.


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Am frühen Nachmittag erreichen wir Red Dune. Wir haben Camp 1 und erreichen es ohne Luft abzulassen. Schon hier zeigt das Auto was es kann. 😄


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Der Ausblick von hier oben ist einfach toll, obgleich das Camp selbst etwas vernachlässigt wirkt

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Den richtigen Sundowner-Platz haben wir auch gefunden und Jürgen sucht in der Umgebung nach Feueranzünder.

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Ich kümmere mich derweil um die kleinen Campsite-Bewohner.

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Der Auftakt der Reise gefällt uns sehr gut.
Wir genießen den ersten Abend unter afrikanischem Himmel und das Gefühl der Freiheit kommt langsam wieder auf.

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Gefahrene Km: 403
Teil 430. Aug. 2016
Tag 3 16.04.16 Red Dune Camp - Rooiputs

Nach einer ruhigen Nacht verlassen wir Red Dune Camp gegen 8:15 Uhr. Bis zum Eingang in den KTP liegen knappe 2 Stunden Fahrtzeit vor uns. Ein Clax also.
Kurz vor Mata Mata halten wir an und "verstauen" unser Fleisch erst mal an einem sicheren Ort. 😗
Gegen 10:00 Uhr kommen wir Mata Mata an. Für alle Formalitäten benötigen wir fast 1 Stunde. Dann noch schnell die Uhr auf südafrikanische Zeit umstellen,sprich 1 Std. vorstellen und schon kann es fast losgehen.

Doch bevor die Schranke auch für uns geöffnet wird, müssen wir noch zu einem Grenzbeamten und uns werden die obligatorischen Fragen gestellt:
"Any firewood?" - ich antworte wahrheitsgemäß und überzeugend mit "No"
"Any fire weapens?" - wieder antworte ich wahrheitsgemäß mit "No"
"Any Meat?" - wie aus der Pistole geschossen kommt von mir ein "No,no!"
Jürgen grinst und meint, dass er mir an der Nasenspitze abgelesen hätte, dass ich bei der 3. Frage nicht die Wahrheit gesagt hätte. 🤨
Egal, schließlich weiß er ja, dass die meisten Touris Fleisch mit in den Park nehmen. Nach einem kurzen weiteren Plausch öffnet er die Schranke und wir dürfen losfahren.

Als erstes halten wir an dem Shop von Mata Mata an, um Feuerholz zu kaufen! Wir hatten nämlich ehrlich keines dabei.
Da unser Wassertank noch immer leer ist, frage ich einen Ranger ob es die Möglichkeit gibt, diesen hier aufzufüllen.
Natürlich "no problem" - ach ich liebe Afrika. Er winkt uns durch ein Tor in den Hof des Shops und dort können wir wir unseren Tank auffüllen. Er staunt nicht schlecht, über die Menge Wasser, die unser Wassertank schluckt.

Dann geht es endlich zu unserem Gamedrive mit Ziel Rooiputs.
Der KTP ist dieses Jahr extrem grün.

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Doch die Tiere wollen sich nicht so wirklich zeigen. Dies liegt wahrscheinlich auch daran, dass wir nun zur Mittagszeit unterwegs sind.

Im Schatten räkeln sich 4 Geparden.

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sie solten die einzigen Großkatzen für heute bleiben.

In loser Reihenfolge sichten wir die üblichen Verdächtigen.

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Zwei Gnus messen ihre Kräfte.

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Ein Wiedehopf, sucht nach Nahrung

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und auch ein Sekretär kreuzt unseren Weg.

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Dann kreuzt eine riesige Gnuherde unseren Weg. So haben wir dies noch nie erlebt.

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Weitere Gesellen des KTP

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Gegen 17:00 Uhr checken wir in Two Rivers für Rooiputs ein.

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Leider liegen die versprochenen Voucher für den CKGR hier nicht vor. Na vielleicht morgen. Heute machen wir uns darüber mal noch keine Gedanken. Wir müssen morgen sowieso nochmal hier vorbei, um die Immigration für Botswana vorzunehmen.

Wir haben Campsite Nr. 4 in Rooiputs. Dies ist die letzte und in meinen Augen auch die schönste. Die Dusch- und Plumsklo-Einrichtung ist allerdings ein Stück entfernt.
Wir sind die einzigen Camper.

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Alles cool, alles easy - so lange es hell ist.
Bei beginnender Dunkelheit leuchte ich doch öfters mal die Umgebung ab. Ganz langsam gewöhne ich mich an das Campen ohne sicheren Zaun.

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Kurz hören wir noch das Singen der Vorführung der Lodge. Doch kehrt auch dort bald Ruhe ein und wir können die Stille und die Stimmen der afrikanischen Nacht genießen.

Gefahrene km: 281
Teil 531. Aug. 2016
Tag 4 17.04.16 Rooiputs – Nossob ...... oder heute ist nicht mein Tag!

Wir haben gut geschlafen. Ein vorsichtiger Blick aus dem Auto – alles klar keine Löwen da.

Pünktlich um 7:00 Uhr zur „Toröffnung“ verlassen wir die Campsite von Rooiputs.
Vielleicht hätten wir ja auch schon früher starten können, denn wir haben ja kein Tor. Wir fahren die Stichstraße, die zur Campsite führt, hinunter. Hier stehen schon 2 Fahrzeuge --- hm, die sind dann wohl früher los. 😐

4 junge Löwen tollen im schönen Morgenlicht durch das Gras. Sie sind noch sehr verspielt und es macht Spaß ihnen zuzuschauen.

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Nach ca. 1 Std. entfernen sie sich und wir fahren zurück nach Two Rivers, denn wir müssen ja noch die Immigration nach Botswana erledigen. Wir bekommen die Stempel in die Pässe und dürfen nun nach Botswana ausreisen.

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Eigentlich sollte hier ja auch die Bestätigung von Bigfoot liegen, für die erste und letzte Nacht in dem CKGR. Doch es liegt nichts vor. 🤩
Nun ist guter Rat teuer. Ich rufe im Büro in Windhoek an, doch es hebt niemand ab. Dann rufe ich in Hamburg an. Dort will man sich darum kümmern und zurückrufen. Dies geschieht auch sehr schnell. Den ersten Vorschlag, ich solle in Gabarone anrufen und mir die Buchungsnummer geben lassen, lehne ich ab. Dann hätte ich die Buchungen auch selbst vornehmen können. Kurze Zeit später kommt der 2. Anruf. Die Reservierungsunterlagen würden zur Grassland Lodge geschickt.
Na, hoffen wir mal das Beste.

Wir lassen uns die Laune nicht verderben und setzen unsere Fahrt Richtung Nossob fort.
Heute fahre ich zum ersten Mal unseren Boliden.

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Wir wissen ja, dass es wichtig ist, dass auch die Beifahrerin das Auto fahren kann.
Das Nossob-Tal hat in den letzten Woche mehr Regen abbekommen als da Auob Tal und das Gras steht sehr hoch. Somit sind die Sichtungen auf der Strecke auch sehr rar.
Das kommt mir sogar gelegen, da ich noch total mit diesem „riesigen“ Auto beschäftigt bin. 😮 Es läuft jedoch ganz gut. Ist ja auch nicht schwer auf dieser Strecke.
Doch dann kommt uns ein Auto entgegen. 🤩
Mein einziger Gedanke „Kommen wir aneinander vorbei?“. Jürgen beruhigt mich und sagt mir ich soll nur noch etwas mehr nach links fahren. Also bin ich vollauf damit beschäftigt gaaanz links zu fahren, damit ich das Auto nur nicht ramme. Und nun taucht vor uns auch noch die einzige große Wasserpfütze auf dieser Strecke auf. Umfahren kann ich sie ja nicht, da mir ja das Auto entgegenkommt. In meinem Kopf ist auch das Signal „bremsen“ überhaupt nicht vorhanden. Mit gleichbleibender Geschwindigkeit nähere ich mich der Wasserpfütze. Und es kommt, wie es kommen muss. Das entgegenkommende Auto und wir treffen uns genau an dieser „Wasserdurchfahrt“, durch die ich nun durchbrettere. Diese ist allerdings tiefer als ich dachte. Das schlammige Wasser spritzt meterhoch. Somit schlamme ich unser und auch das andere Auto mächtig ein. Jürgen meinte auch noch gesehen zu haben, dass diese mit offenem Fenster gefahren sind. 😮
Falls dies jemand aus dem Forum war, entschuldige ich mich hiermit in aller Form.

Doch unser Auto sieht nun endlich aus, wie ein Safari-Auto auszusehen hat. 🙂

In Nossob angekommen, gebe ich meinen „Laufzettel“ im Rangergebäude ab und wir suchen uns eine freie Campsite. Die Sichtungstafel in Nossob: Keine Katzensichtungen zwischen Nossob und Gharagab und zwischen Nossob und Twee Rivieren nur die Löwen bei Rooiputs.
Na – da haben wir ja heute Morgen mächtig Glück gehabt.

Wir richten uns auf der Campsite ein. Gegen Abend überrede ich Jürgen nochmals zu einem Abenddrive. Also rein ins Rangergebäude, Laufzettel holen und los geht’s. Wir wollen nach Norden. Doch wo ist die Ausfahrt nach Norden? Dort, wo sie vor 2 Jahren war, ist sie nicht mehr. Ich zweifele schon etwas an meinem Verstand. Um nach Norden abzubiegen, muss man nun hinter dem Rangergebäude entlang fahren. Nossob wird umgebaut und es entstehen neue „Luxus-Unterkünfte“ mit Blick auf die Hide. Irgendwie schade, dass nun auch den KTP das gleiche Schicksal ereilt wie die Etosha. Fehlt nur noch, dass Bussafaris angeboten werden.
Nach ein paar netten Sichtungen kehren wir nach Nossob zurück.
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Die Einfahrt aus „Norden“ verläuft ja nun auch hinter dem Rangergebäude entlang.
Somit kommt es mir auch überhaupt nicht in den Sinn, dort nochmals anzuhalten, um den Laufzettel abzugeben. Wir fahren zu unserer Campsite und machen es uns gemütlich.
Es ist schon dunkel, als ein Ranger vorfährt und uns nach irgendeinem „Zettel“ fragt. Ich weiß zuerst gar nicht, was er von mir will. Bis es mir schließlich dämmert. Ich entschuldige mich gefühlte tausendmal und werde richtig in den Senkel gestellt.
Dies war heute wohl nicht mein Tag. Aber ab Morgen wird alles besser.

Gefahrene Km: 238
Teil 601. Sept. 2016
Tag 5 18.04.16 Nossob – Mabuasehube (Khiding Pan)

Da T4A die Fahrtzeit mit 8,5 Std berechnet hat, verlassen wir Nossob bereits um 7:00 Uhr Richtung Norden.
Beim Abholen unseres "Laufzettels" werde ich nochmals auf mein Versäumis hingewiesen. (na, irgendwann ist ja mal auch genug. 😕 Schließlich hatte ich ja gestern schon mein Fett weggekriegt). Ich frage aber dennoch, was sie denn gemacht hätten, wenn sie uns nicht auf der Campsite gefunden hätten?! - Sie wären dann rausgefahren und hätten uns gesucht. Dann macht so ein "Laufzettel" ja auch Sinn. Allerdings hätte uns in Rooiputs niemand vermisst. 😗
Ich frage die Ranger noch nach den Road Conditions Richtung Mabuasehube, doch die kennen sie nicht, da sie diesen Weg nie fahren. 🤨

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Also machen wir uns auf den Weg. Kurz hinter Nossob biegen wir links ab auf den Boso Trail.
Die ersten km sind sehr schwierig zu fahren. Hier hat der Regen der letzten Wochen seine Spuren hinterlassen. Tief ausgewaschene Fahrspuren, hinzu kommt, dass wir gegen die noch tiefstehende Sonne fahren.
Der Weg über die erste Düne ist komplett weggespült. Die „Umgehung“ geht einfach durch das Buschland bergauf. Als wir wieder auf den eigentlichen Trail stoßen ist das Schlimmste geschafft.

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Es folgen immer mal wieder tiefsandige Passagen, doch mit unserem Auto ist das ein Klax.
Auf der Strecke Richtung Mabuasehube sehen wir fast keine Tiere.
Das Einzige was wir entdecken, sind ihre Überreste.

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Bereits nach 4,5 Std. erreichen wir die Bosabogolo Pan und 1 Std. später die Khiding Pan.

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Hier gibt es 2 Stellplätze. Wir haben Stellplatz Nr. 2.
Von hier haben wir Blick auf die Pan, allerdings ist diese doch relativ weit entfernt.

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Es gibt einen Shelter, Plumsklo und eine Duschschnecke, bei der allerdings der Eimer fehlt. Wie schön, dass wir eine Dusche mit warmen Wasser haben.
Stellplatz Nr. 1 liegt etwas tiefer und ist frei.

Wir richten uns ein wenig ein und schauen uns unsere „Mitbewohner“ an .

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Dann fahren wir noch einige Pans ab. Doch die Sichtungen sind spärlich und von Raubkatzen gibt es keine Spur.
Dunkle Wolken ziehen auf, doch noch bleibt es trocken.

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Abends entfachen wir unser Feuer und grillen lecker Oryx Steak.

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Und ich backe mein erstes Brot in diesem Urlaub.

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Afrika wir sind angekommen.

Gefahrene km: 210
Teil 702. Sept. 2016
Tag 6 – 19.04 2016 Khiding Pan

"Unsere" Cape Crow, sie bewohnt nämlich auch die Campsite, macht uns mit lauten Rufen wach.

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Aufgrund der spärlichen Sichtungen verzichten wir auf den Morningdrive.
Lieber frühstücken wir gemütlich mit frischem Brot, Eier mit Speck, Käse, Salami und Tomaten.

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Danach relaxen wir und Dagmar macht „Jagd“ auf ein paar Vögel.

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Den Stuhl, der vor dem Shelter steht, hat Jürgen im Gebüsch gefunden. Wir haben ihn für gut befunden und mitgenommen. Nun haben wir 4 Stühle. Man weiß ja nie, wann Besuch kommt. 😎

Als wir uns am Spätnachmittag zum Gamedrive aufmachen beginnt es zu regnen.
Wir fahren zur Mpayathutlva Pan. Die Pan ist rot gefärbt und auch die Campsites liegen sehr schön. Merken wir uns schon mal fürs nächste Mal. In der Pan ein paar Springböcke und Oryx. Sonst nichts Besonderes.
Die Mabuasehube Pan ist grün. Beide Pans haben ein permanentes Wasserloch.
Am Wasserloch der Mabuasehube Pan beobachten wir einen Schakal, der einen Sekretär gejagt und erlegt hat.
Leider ist er relativ weit von uns entfernt, so dienen diese Bilder mehr oder weniger der mageren Ausbeute des heutigen Tages.

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Ach ja, ein paar Gnus stehen auch noch herum.

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Es ist schon fast dunkel, als wir auf die Campsite zurückkehren. Wir entfachen unser Feuer, das ja Raubtiere abhalten soll, von denen wir jedoch noch keine gesehen haben.

Wir sitzen gemütlich in unserem Shelter und lauschen in die Stille.
Doch was war das? 🤩
Das war doch das dumpfe, einem Husten ähnlichen „muah,muah“?
Ein Löwe ! 🤩
Noch scheint er weit entfernt zu sein. Doch mit der Zeit wird das Brüllen immer lauter.
Kommt er näher? Wir leuchten die Umgebung ab – nichts - keine leutenden Augen. Doch nun sind meine Ohren auf halb acht. Und immer wieder hören wir das Brüllen.
Als es sich für mich "sehr nah" anfühlt, beschließe ich, dass ich meinen Rotwein auch gut im Dachzelt trinken kann. 😗
Glücklicherweise kann ich auch Jürgen davon überzeugen.
Hier sitzen wir nun sicher und hören noch ein paar Mal das laute Brüllen. Dann ist Ruhe.

In der Nacht zieht noch ein Gewitter auf und es wird etwas stürmisch.
Ob wir überlebt haben, erfahrt ihr im nächsten Teil.

Fazit Mabuasehube:
So richtig überzeugt hat uns diese Region nicht. Vielleicht lag es an der Jahreszeit, vielleicht auch an den doch spärlichen Sichtungen.
Für uns war es das erst Mal, dass wir diese Region des KTP besucht haben und wir haben sie als Zwischenstopp gewählt, um in die Central Kalahri zu gelangen.
Als Einstieg für das Campen in der Wildniss war es aber auf jeden Fall gut.

Gefahren km: 72
Teil 804. Sept. 2016

Tag 7 – 20.04.16 Khiding Pan – Ghanzi


Wie ihr seht, haben wir überlebt. 😄
In den frühen Morgenstunden werde ich zwar durch das Brüllen eines Löwen geweckt,, danach ist es aber wieder still.
Vorsichtig luge ich erst mal aus den Seitenfenstern des Dachzeltes, öffne vorsichtig die Tür und scanne die Umgebung ab. Keine Löwen – auch nicht unter dem Auto.
Und auch auf der campsite sind keine Spuren von Raubkatzen zu entdecken.

Wir packen zusammen, fahren nochmal diverser Wasserlöcher ab und verlassen den Park durch das East Gate.
Nun sind wir offiziel in Botswana.

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Dann fahren wir entlang des Zaunes Richtung Norden.
Wir biegen nach links ab und fahren dann an der Junction NW/Hukuntsi Richtung Hukuntsi.

Die Straßenverhältnisse sind sehr schlecht. Zwar ist die Straße breit, doch gibt es immer wieder sehr tiefsandige Passagen. Natürlich zieht unser Landy da locker durch. ( Ist eben ein Clax für ihn)

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Landschaftlich ist die Strecke schön.
Die rote Straße, die grünen Ränder und der blaue Himmel geben einen schönen Kontrast.
Hin wieder kreuzt ein Dik Dik oder ein Oryx unseren Weg.

Ein armer Sekretär läuft und fliegt abwechselnd vor unserem Auto her und findet den Ausweg nicht.

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Wir fahren über Lokwabe nach Hukuntsi.

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Hier wollen wir uns endlich mit Pula eindecken. So der Plan. Doch Fehlanzeige.
Die nächste Möglichkeit ist in Kang. Gegen 13.15 Uhr kommen wir in Kang an. Unser erster Weg führt zur Bank. Doch Wieder Fehlanzeige. Der ATM ist außer Betrieb und das Büro geschlossen. Eigentlich wollten wir hier übernachten. Doch es ist noch früh am Tag. Wir beratschlagen uns kurz und beschließen bis nach Ghanzi durchzufahren.

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Nach etwa 2 Stunden erreichen wir in Ghanzi.
Als erstes fahren wir eine Tankstelle an, da das erste Drittel Richtung Mabuasheube und die Fahrt Richtung Hukuntsi ganz schön Sprit geschluckt haben. Wir bezahlen (nach vorheriger Abklärung) in südafrikanischen Rand.
Dann versorgen wir uns endlich mit Pula und tätigen den Resteinkauf für die Central Kalahari. Einige Lebensmittel müssen aufgefüllt werden, vor allem das Trinkwasser. Nun haben wir für die 4 Tage Central Kalahari 50 l Trinkwasser und 50 l Brauchwasser an Bord.

Danach machen wir uns auf die Suche nach einer Campsite. Uns fällt das Hinweisschild der Tautona Lodge ins Auge und ich erinnere mich, darüber schon viel im Forum gelesen zu haben.
Sie haben noch freie Plätze und wir fahren durch das Lodge-Gelände zu Campsite. Außer uns sind nur noch 2 Camper da. Die Campsites und die Ablutions sind in einem guten Zustand.
Abends hören wir plötzlich Löwengebrüll und sind doch etwas irritiert.

Hier greife ich jetzt dem nächsten Tag vor.
Beim Auffüllen unseres Wassertanks frage ich den Angestellten nach dem nächtlichen Löwengebrüll und er zeigt auf ein Gehege, direkt vor dem Eingang. Dort wurden zu dem Zeitpunkt unseres Aufenthaltes 4 Löwen in einem relativ kleinen Gehege gehalten. (Für die Touristen)
Dies entspricht nun gar nicht unserem Geschmack, weswegen wir diese Location auch nicht weiterempfehlen können.

Gefahrene Km: 531
Teil 904. Sept. 2016
Tag 8 - 21.04.2016 Ghanzi – Grassland

Heute geht es nun endlich Richtung CKGR mit Zwischenübernachtung auf der Grassland Bushman Lodge.

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Grassland liegt etwa 60 km östlich von Dkar. Der Weg dorthin ist stellenweise sehr ausgewaschen und ein Fahrzeug mit hoher Bodenfeiheit ist unumgänglich. Nach öffnen und schließen von gefühlt 100 Gattern, in real sind es 16 (und ich habe mir diesmal keines in den Hacken gerammt) kommen wir nach endlos erscheinender Anfahrt in einem kleinen Paradies an.
Für die 99 km von Ghanzi bis Grassland haben wir 2,5 Std. gebraucht.

Die Lodge liegt wunderschön an einem beleuchteten Wasserloch. Wir werden herzlich, aber auch etwas verwundert empfangen. Unsere Reservierung liegt erst vor morgen vor. Doch da wir ja Camper sind, ist alles kein Problem. 🙂
Ich frage nach der Bestätigungsmail für den CKGR, die ja nach Aussage des Buchungsbüros dort liegen sollte – doch es liegt nichts vor. 😮 Jetzt sind wir etwas ratlos. Als der Besitzer von unserem Problem erfährt, setzt er sich sofort an seinen Computer und schreibt eine Mail.
Sicherheitshalber telefoniere ich mit dem Satphone nochmals das Buchungsbüro in Windhoek an.

Danach fahren wir auf unsere Campsite, die etwa 1-2 km von der Lodge entfernt liegt.
Die Stellplätze sind sehr gepflegt und es gibt 2 Ablution Blocks mit „Ausblick“.

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Wir richten uns gemütlich ein, öffnen unsere Markise, da es ab und zu ein wenig tröpfelt und werfen einen Blick in die Karte.

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Natürlich wird auch diese Campsite schon von kleinen Mitbewohnern genutzt.

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Am späten Nachmittag werden wir zu einem Gamedrive abgeholt.
Er bringt uns nun auch die Bestätigungsmail mit. Ich bin erleichtert. Doch nach einem genauen Blick auf dies Mail sehe ich, es ist die Reservierungsanfrage! 😮 Puh – ob das mal gut geht.

Grassland ist eine Auswilderungsfarm für „Problemtiere“.
Raubkatzen, die den Farmern in der Umgebung Probleme bereiten, werden eingefangen, 6-8 Wochen auf der Farm in weitläufigen Gehegen gehalten und dann wieder ausgewildert.

Als erstes fahren wir zu den Wildhunden. In diesem Gehege dürfen wir das Auto verlassen und uns zu Fuß frei bewegen.

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Der Besitzer erklärt und erzählt viel und kümmert sich gut um „seine Tiere“. Zu unserem Zeitpunkt waren etwa 30-40 Wildhunde im Gehege. Im November, so erzählt er uns, wird eine Gruppe von 15 Wildhunden an der Piper Pan ausgewildert.

Dann fahren wir in das Gehege der Löwen. Natürlich dürfen wir hier nicht aussteigen.

Ein alter Pascha „Samsun“ nähert sich unserem Auto und begrüßt uns mit einem lauten Brüllen.
Wahnsinn – alles in uns vibriert.

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Wir fahren mit dem Auto durch das Gehege und treffen auch seine Damen.

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Löwen, die älter als 8 Jahre sind, werden nicht mehr ausgewildert, da sie in der freien Natur keine Überlebenschance mehr haben. Allerdings werden diese Löwen sterilisiert, somit gibt es keine Aufzucht.

Natürlich sind diese Tiere hier in „Gefangenschaft“. Doch haben wir den Eindruck, dass gut für sie gesorgt wird und das Auswilderungsprojekt hört sich für uns gut an.

Wir kehren zurück zu unsere Campsite.
Es ist schon dunkel, als nochmals ein Angestelter der Lodge vorbeikommt und uns ein Schreiben bringt. Diesmal ist es eine Bestätigungsmail. Allerdings feht noch immer die Besätigung für die 4. Nacht. Egal – Hauptsache wir kommen in die das CKGR rein – der Rest wird sich schon finden. 😕

Jetzt wird erst mal lecker gegessen und morgen gehts dann endlich in die Central Kalahari.

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Gefahren KM: 99

Fazit zu Grassland Lodge:
In unseren Augen absolut empfehlenswert.
Als Zwischenstopp in die Central Kalahari liegt die Lodge sehr gut.
Teil 1005. Sept. 2016
Tag 9 22.04.16 Grassland – Letiahau (CKGR)

Wir fahren gegen 7:30 Uhr los.
Und es folgen 66 km durch hohes Buschland. Die Strecke ist monoton. Einzige Abwechslung ist ein Honeybatcher, der aber schnell ins hohe Gras verschwindet.
Dann folgen als Tiefsand ausgewiesen 13 km. Alles easy zu fahren.

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Um 10:30 sind wir am Xade Gate.

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Obwohl ich übe, bekomme ich die Aussprache zur Belustigung der Ranger nicht richtig hin. Jürgen ist in dieser Hinsicht begabter als ich.
Ich bin erleichtert, dass uns der Ranger am Gate schnell durchwinkt. Wahrscheinlich versteht er die Buchungsbestätigung genau so wenig wie ich. Ich erzähle ich, dass alles bezahlt ist, was ja auch stimmt. Allerdings liegen dafür keine Bestätigungen vor.
Egal – wir sind in der Central Kalahari.
Die ersten 50 km Richtung Piper Pan sind völlig zugebuscht und ich beginne schon an meiner Idee für diesen Urlaub zu zweifeln.
Langsam lichtet sich das Buschwerk und wir können die Weite erahnen.

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Dann eröffnet sich die Piper Pan – Weite und Freiheit pur.
Genau so habe ich es mir vorgestellt.
Wir umfahren die Pan ohne großartige Sichtungen (es ist Mittag) und fahren zu unser Campsite Letiahau.

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Mittlerweile ist es 14.30 Uhr. Auf unserer Campsite steht ein Schweizer Pärchen, das im Schatten der Bäume eine Mittagsrast eingelegt hat. Wir halten noch ein kurzes Schwätzchen und tauschen Straßenzustände und Sichtungen aus. Dann fahren die beiden weiter und wir sind allein.
Einfach herrlich. 😄

Gegen 16:45 starten wir noch zu einem Abenddrive. Sichtungen haben wir keine, dafür aber einen wunderschönen Sonnenuntergang.

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Wir kehren zu unser Campsite zurück, die im Übrigen nur aus einer Feuerstelle und Stellplatz besteht.
Keine Duschschnecke, kein Plumpsklo. Aber wir haben ja unsere eigene Dusche 😗 und einen Spaten.

Abends gibt es dann noch Buschpizza.

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Es ist ruhig und so bleiben wir noch lange an unserem Feuer sitzen.

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Der erste wunderschöne Tage in der Einsamkeit der Central Kalahari geht zu Ende und morgen früh geht es weiter.
Gefahrene Km: 215
Teil 1106. Sept. 2016
Tag 10 23.04.16 Deception Valley (CKGR)

Die Nacht war ruhig und warm. Keine Löwen.

Wir packen relativ früh alles zusammen und starten Richtung Deception Valley.

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Ein Schakal begrüßt uns und fragt sich, was wir so früh schon wollen

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und Löffelhunde spielen "Verstecken" im hohen Gras

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Das Tal ist wunderschön.
In der Morgensonne kommen wir uns vor wie im Garten Eden.
Natürliche freuen auch wir uns immer wieder über Katzensichtungen, doch ist es mittlerweile unsere 5. Reise und wir erfreuen uns einfach an Landschaft und den Tieren, die sich uns zeigen.

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Auch die Erdhörnchen sind schon wach und schauen wer zu Besuch kommt.

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Und auch die Strauße recken neugierig die Hälse in die Höhe.

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Weite und Freiheit pur.

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In den weiten Ebenen des Valley stehen große Herden von Springöcken mit Jungtieren und Oryx(en).
(Wie heißt eigentlich der Plural von Oryx?)

Hier bleiben wir lange stehen. Die Tiere sind so entspannt, dass wir sogar aussteigen können, in aller Ruhe das Stativ aufbauen können und ein Bild von dieser malerischen Kulisse machen.

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In dieser Einsamkeit kommt sowieso kein anderes Auto vorbei und wir genießen dieses Schauspiel in vollen Zügen.

Dann fahren wir weiter in Richtung Sunday Pan.
Wir fahren auf eine Baumgruppe zu und denken noch, dass diese doch wie geschaffen wäre für Raubkatzen in der Mittagsruhe. Langsam umrunden wir die Baumgruppe – und tatsächlich liegt hier ein Gepard und döst vor sich hin.

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Doch irgendwie fühlt es sich von uns in seiner Siesta belästigt und zieht sich weiter in den Schatten der Bäume zurück und macht nicht den geringsten Anschein sich von dort in absehbarer Zeit wieder zu erheben.
Dann eben nicht.

Andere Bewohner zeigen sich hier kooperativer. 😄

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Wir fahren ein Stück weiter und sehen erneut eine kleine Herde Springböcke.
Nach einer Weile bemerken wir, dass die Herde langsam Richtung „unseres Geparden“ wandert.
2 Springböcke haben sich abgesondert und trotten geradewegs auf den Geparden zu.
Spannung kommt auf. Wir fahren wieder zu der Baumgruppe mit dem Geparden. Noch liegt dieser wie im Tiefschlaf im Schatten. Doch schon kurze Zeit später wird der aufmerksam. Langsam und vorsichtig richtet er sich auf und sucht sich einen geschützten Platz für seinen Angriff.

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Wir fahren erneut auf die andere Seite der Baumgruppe, um ihn besser beobachten zu können.
Ganz ruhig und doch hochaufmerksam beobachtet er die Springböcke aus seinem Versteck.
Dann startet er durch. Wow, von 0 auf 100.

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Er erwischt einen der armen Springböcke und zerrt ihn zu Boden.
So schnell wir können fahren wir hinterher. Für einen Bruchteil einer Sekunde ist er von unserem Erscheinen irritiert und hat dann leider das Nachsehen. Der Springbock entkommt.
In der Wildnis ist das Glück des Einen, das Pech des Anderen.
Ohne uns eines Blickes zu würdigen zieht er davon.

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Nach diesem Erlebnis fahren wir noch an das Wasserloch.
Hier schwirren hunderte Schmetterlinge umher und einer Spinne gefällt unser Auto.

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Der Tag war einfach nur schön und wir beschließen zu unserer Campsite im Deception Valley zu fahren. Wir haben Campsite Nr. 4 und keine Nachbarn.
Hier gibt es einen Feuerplatz, eine Dusch- und eine Kloschnecke. Der Patz ist groß und übersichtlich.

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Uns gefällt es hier. Wir verzichten auf einen Abend-Gamedrive und genießen die Ruhe und die Vögel.
In dem Baum haben Webervögel ihr Nester gebaut,

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Frankoline laufen aufgeregt hin und her,

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dann kommen die Tokos hinzu

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und zu guter Letzt eine Invasioin der Perlhühner.

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Alles natürlich mit Geräuschkulisse.
Es ist einfach nur schön und wir lieben es , auch die „Kleinigkeiten“ Afrikas entdecken und genießen zu können.

Gefahrene Km: 112
Teil 1207. Sept. 2016
Tag 11 – 24.04.16 Immer noch Deception Valley

Wir starten kurz nach Sonnenaufgang Richtung Passarge Valley.
Es ist einfach die schönste Zeit des Tages, wenn die aufgehende Sonne die Landschaft in ein sanftes, warmes Licht hüllt.

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Wir haben alle Zeit der Welt und lassen uns einfach in dieser Einsamkeit treiben.
Ein paar Giraffen stehen malerisch für uns bereit.

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Ein Leopard kreuzt unseren Weg, ist aber so schnell im Gebüsch verschwunden, dass er wegen seiner Kooperationslosigkeit auch kein Bild bekommt. 😐

Hier ein paar Impressionen des Tages.

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Teil 1308. Sept. 2016
Tag 12 – 25.04.16 Deception Valley - Motopi

Die Nacht war ruhig und außer einer Invasion von kleinen schwarzen Käfern am Abend sehr erholsam.

Heute verlassen wir Deception Valley. Uns hat es hier sehr gut gefallen. Unser Ziel ist Motopi. Nun liegt dieses ja nicht richtig gut auf unserer Route, doch haben wir sonst nichts mehr bekommen.
Wir beratschlagen uns noch kurz, es nicht anzufahren und stattdessen in Matswere nachzufragen, ob wir eine Nacht stehen können. Letztendlich entscheiden wir uns aber die Campsite anzufahren.

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Wir fahren entlang der Cutline und biegen dann in die Tau Pan ab. Hier kommt uns zum ersten Mal ein Safari Fahrzeug entgegen. Wahrscheinlich von der in der Nähe liegenden Tau Lodge. Und zum ersten Mal finden wir in dem CKGR Wege, die wir nicht fahren dürfen. „For residents only“. "Was ist das denn?",fragen wir uns.
Das Gebiet hier ist so schön und weit, da muss man doch keine Gebiete abgrenzen. Keine Ahnung warum. Vielleicht werden dort Tiere angefüttert, damit zahlende Touristen auf ihre Kosten kommen. Ist nur eine Vermutung und ich weiß nicht, ob sie stimmt. Aber mir kam das Ganze sehr „strange“ vor. Es bleibt zu hoffen, dass nicht noch mehr Lodges in diesem wundervollen Gebiet gebaut werden.

Da wir noch nicht zur Campsite wollen, fahren wir die südlich gelegenen Pfannen an.

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Wir sichten die normalen Verdächtigen und ich denke mir „Schade – keine Kalahari-Löwen in der Central Kalahri“.

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Und hier noch eine Laune der Natur. Das arme Oryx hat total falsch gewachsene Hörner.

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Mittlerweile nähern wir uns der Phokoje Pan. An einer überschaubaren Stelle mit niedrigem Gras steige ich aus dem Auto aus, vertrete mir die Beine und mache Landschaftsaufnahmen.
Ja, es ist einfach nur schön hier – für die, die die Einsamkeit lieben.

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Dann fragt Jürgen mich „ Wolltest du nicht Löwen sehen?“. Ca. 200 m entfernt hat mein Adlerauge welche unter einem Baum entdeckt.
Ich steige wieder ein und wir fahren Richtung Baum mit Löwen.

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Ich sehe noch immer keine Löwen.

Jetzt sehe ich sie auch.

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1 junger Löwe und 3 Löwinnen liegen im Schatten eines kleinen Baumes.

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Sie schmusen, putzen sich und strecken ihre vollen Bäuche in den Himmel.

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Ansonsten keine Bewegung. Typisch Löwe eben.

Nach einer Weile fahren wir ein Stück weiter.

Geier kreisen, wahrscheinlich um den nächtlichen Riss. Doch dieser scheint weit abseits zu liegen.

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Noch weiter südlich zu fahren macht für uns keinen Sinn. Deshalb fahren wieder zurück zu den Löwen.

Mittlerweise war, wegen der wandernden Sonne, Stellungswechsel angesagt.
Jetzt liegen sie richtig schön für uns.
Die Vier sehen seht entspannt und vollgefressen aus. Sie reiben sich die dicken Bäuche und fühlen sich sichtlich wohl.

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Dies hier sieht schon liebevoll und beschützend für mich aus.

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Ab und zu werfen sie uns mal einen Blick zu.

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Der Herr muss mal zur Toilette und bietet uns ein herrliches Bild in dieser endlos erscheinenden Weite.


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Nach 1 Std. oder mehr reißen wir uns von den Vieren los, zufrieden doch noch Kalahari Löwen gefunden zu haben

Doch der Weg nach Motopi ist noch weit und wir wissen ja noch nicht wirklich, ob wird dort bleiben können. Uns liegt ja keine schriftliche Buchungsbestätigung vor und somit wissen wir auch nicht, zu welcher Campsite wir sollen.

Ab der Passarge Pan ist die Anfahrt zu Motopi sehr zugebuscht und wir haben keine Tiersichtungen mehr.
Dafür aber eine blühende Kalahari.


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Motopi hat 3 Campsites, die verglichen mit unseren beiden anderen, recht klein sind.
Na dann schauen wir mal, ob eine Campsite für uns frei ist.
Als erstes fahren wir Nr. 2. Diese ist besetzt.
Versuchen wir es bei Nr 3 (Nr. 1 haben wir irgendwie nicht gefunden)
Auch diese ist besetzt. Wir wollen schon wenden, als eine Frau auf uns zukommt und fragt, ob wir diese Campsite gebucht hätten? Wir sagen mal „ja“.
Dann erzählt sie uns, dass es ihnen leid tut, dass sie noch hier sind, doch ihr Landy wäre abgebrannt, ein netter Camper hätte sie bis hierhin gezogen und nun ständen sie hier und kämen nicht weg, da sie ja kein Auto hätten und würden auf Verwandte warten.
Was ist das denn für eine Geschichte?!
In der Tat hatten sie kein Auto dabei, sondern nur den typischen südafrikanischen Trailer. Kurz bevor es dunkel wird nähert sich dann Hilfe für die 2 Frauen und ihren Sohn, in Form von 2 weiteren Südafrikanern.
Alle entschuldigen sich, das sie uns belästigen und „unsere Campsite“ besetzen und sie wollten auch nicht stören und wären leise.
Na ja, ich habe noch nie 5 Südafrikaner erlebt, die leise sind.
Für uns irgendwie schade, dass wir die letzte Nacht in der Kalahari nicht alleine verbringen können. Auf der anderen Seite sind wir aber auch froh eine Campsite zu haben.

Gefahrene km: 214
Teil 1410. Sept. 2016
Tag 13 26.04.16 - Wir verlassen die Central Kalhari

Das Ende unseres Aufenthaltes in der Central Kalahari naht.
Alle die nur deswegen eingestiegen sind, müssen nun aussteigen. 😐
Diejenigen, die an unseren weiteren Reiseerlebnissen interessiert sind, dürfen sitzen bleiben. 😄

Der letzte Tag in der Central Kalahari ist schnell erzählt:
Wir starten kurz nach 7:00Uhr und fahren entlang der oberen Cutline.
Bis Matswere sind es rund 120 km und wir benötigen dafür rund 3 Stunden.

Unterwegs sehen wir noch den ausgebrannten Landy der Südafrikaner, an deren Schilderung der Geschichte wir doch gezweifelt hatten.

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Wie dies auf dieses Strecke passieren konnte ist uns ein Rätsel, da das Gras hier nicht hoch stand.

Gegen 10.00 Uhr sind wir am Matswere Gate und checken aus.

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4 Tage Central Kalahari liegen hinter uns.

Fazit:
Was uns an dieser Region fasziniert, ja in seinen Bann gezogen hat, ist die Einzigartigkeit und Einsamkeit der Central Kalahri.
Für uns ist es ein Platz, um die Seele baumeln zu lassen.

Das Bewusstsein, kilometerweit von jeglicher menschlicher Zivilisation entfernt zu sein, nur auf sich selbst gestellt zu sein, ist unbeschreiblich.

Es waren nicht die Tiersichtungen, die hatten wir anderen Orts komprimierter, die diese Faszination ausgelöst hat.
Es war dieses „allein in und mit der Natur“ oder besser „eins mit der Natur.“

Die Nächte in der Central Kalahari werden unauslöschbar in meinen Gedanken verankert bleiben.
- Im Dunkeln am Feuer sitzen, mit dem Bewusstsein, dass uns kein Zaun von den Tieren trennt
- und dann die Stille, nur unterbrochen von den Lauten einzelner Tiere, genießen.

Das ist Freiheit pur. Angst hatte ich nie – jedoch Respekt vor der uns doch noch unbekannten Wildnis. Es war für mich erstaunlich, wie schnell ich mich an die Geräusche gewöhnt hatte und unterscheiden konnte. Natürlich gehört auch das gelegentliche Ableuchten der Umgebung dazu, um sicher zu sein keine uneingeladene Gäste zu haben. Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte, hätte ich beim Ableuchten „aufblitzende Augen“ gesehen. Regel Nr. 1 war für uns, uns in der Dunkelheit nicht vom Feuer und vom Auto zu entfernen und immer die Möglichkeit zu haben schnell ins Auto gelangen zu können.

Und ich bin mir sicher, dass wir wieder zurückkehren werden.
- „Der Ruf der Kalahari“ hat für mich/für uns, nachdem wir es erlebt haben, etwas Magisches.

Ich kann es leider nicht besser beschreiben, aber alle, die schon dort waren, werden es verstehen.

Ich muss aber auch sagen, dass wir eine sehr gute Reisezeit erwischt haben. 4 Wochen vorher sah dies noch anders aus. Bei uns waren alle Pads trocken und befahrbar. Wir haben aber auch die tief ausgefahrenen Spuren von durchdrehenden Rädern gesehen. Teilweise bestimmt 40-50 cm tief. Und wir konnten uns diese „Schlammschlachten“ gut vorstellen.
Man kann vorher gut sagen, bei solchen Bedingungen fahren wir nicht rein. Soweit man dies im vorhinein weiß, kann man oder sollte man dies tun. Doch wenn du in der Central Kalahari drinnen bist und es beginnt zu regnen oder ein Platzregen kommt runter, musst du halt reagieren. Daher auch allen Respekt an diejenigen, die in dieser Zeit dort waren.

Für uns war es ein fantastisches und tiefgreifendes Erlebnis.
Teil 1511. Sept. 2016
Immer noch
Tag 13 – 26.04.16 Teil 2 oder Hilfe - die Kreditkarte funktioniert nicht 🤩

Für alle, die noch dabei sind, geht es nun weiter.

Wir fahren Richtung Rakops, da hier ja laut Berichten im Forum , eine relativ sichere Möglichkeit des Tankens besteht.

Zuerst suchen wir nach einem ATM, werden jedoch nicht fündig. An der Tankstelle versichert man uns, dass wir mit Kreditkarte zahlen können und wenn wir möchten, auch noch einen Barbetrag erhalten können. Super!

Wir tanken voll!!
Und dann geschieht das „worst case szenario“ – die Kreditkarte funktioniert nicht!
Wir versuchen es 2x, 3x – schieben das Problem auf die schlechte Internetverbindung. Doch auch beim 5.x funktioniert es nicht. Leichte Schweißperlen sammeln sich in meinem Gesicht an. Der nächste evtl. verfügbare ATM ist 50 km entfernt.
(Und an alle , die es besser wissen: Natürlich hatten wir auch noch andere Karten dabei.
Aber: Jürgens Amexco und die Postbank Karte funktionieren nur an einem ATM und nicht in einem Kartenlesegerät - das wussten wir vorher - und ist im Normalfall auch ausreichend, um sich mit Bargeld versorgen zu können.)


Wir waren der Meinung mit 3 Karten gut aufgestellt zu sein, da wir mit jeder dieser Karten an einem ATM Geld ziehen können.

Jetzt sieht die Situation aber etwas anders aus.
Der Tank ist voll - und die Karte funktioniert nicht.
Mir wird schon wärmer, als es sowieso schon ist.
Genügend Pula haben wir in Cash nicht dabei.
Wir überlegen gemeinsam und die Betreiber sind erstaunlich entspannt.
Dann kommt die Frage nach Rand? Oh ja, das könnte die Rettung sein.
Doch reicht unser Vorrat an Rand nun auch nicht aus, um die Tankfüllung zu bezahlen. Ansonsten könnten wir noch mit Euro dienen. Doch das ist keine Option.
Wir rechnen und hin und her und können letztendlich die Tankfüllung teils in Rand teils in Pula bezahlen.
Natürlich können wir nun auch nicht, wie beabsichtigt unseren Barvorrat an Pula auffüllen.
Nun haben wir zwar die Tankfüllung bezahlt, dafür haben wir aber so gut wie kein Bargeld mehr. Doch das ist jetzt ertmal zweitrangig.

Wir setzen unsere Fahrt fort.
Unser Ziel ist Tiaans’s Camp in dem kleinen Ort Khumaga, der direkt an dem Makgadikgadi Nationalpark liegt.
Dort werden wir freundlich empfangen und können unter den noch freien Stellplätzen wählen.
Tiaan’s Camp ist sehr gepflegt, jeder Stellplatz hat ein Schattendach. Desweiteren gibt es einen kleinen Pool und für Nichtcamper gibt es Chalets.
Nachdem wir uns fürs erste eingerichtet haben, gehen wir zur Bar.
Irgendwie habe ich eine böse Vorahnung.
Ich erzähle Heike von unserem Problem und sage, dass wir unser Bier sofort mit Kreditkarte zahlen möchten.
Und wieder – die Kreditkarte funktioniert nicht.
Nun bleibt mir nur noch in Deutschland bei meiner Bank anzurufen.

Die Mitarbeiterin freut sich über meinen Anruf – "schön dass Sie anrufen, ich habe hier einen Brief für Sie liegen. Ihre Karte wurde wegen des Verdachtes auf Missbrauch gesperrt!" 🤩
Na wunderbar! Wir stehen hier mitten in der Wildnis (ist jetzt natürlich übertrieben) und die Kreditkarte ist gesperrt.
Die Bankangestellte will schauen, was zu machen ist. Eine halbe Stunde später rufe ich nochmal bei der Bank an.
Keine Chance – das Risiko der Entsperrung ist der Bank zu groß.
Die einzige Option, die sie uns geben, ist, dass wir bevor wir mit der Karte bezahlen wollen, die Hotline anrufen, damit die Karte für diese eine Aktion freigeschaltet wird.

Ist zwar umständlich, aber zumindest eine Möglichkeit.

Wir überlegen hin und her und beschließen morgen unplanmäßig nach Maun zu fahren, um Bargeld an einem ATM zu holen. Wir fühlen uns mit etwas Bargeld in der Tasche doch wohler.

Der Plan ist gemacht und wir genießen unseren Sundowner der Dachterrasse mit Blick auf den Boteti.

Und morgen gibts auch wieder Bilder.
Teil 1612. Sept. 2016
Tag 14 – 27.04.16 Makgadikgadi

Es ist kurz nach 7:00 Uhr und wir gehen mal eben schnell Geld holen.
Das heißt wir fahren schlappe 170 km „oneway“ nach Maun. Da dies ja über Teer geht, sind wir auch schnell dort.

Am ersten ATM steht eine Schlange von 20m. Nein – darauf haben wir nun wirklich keine Lust.
Fahren wir zum nächsten ATM. Dieser spuckt aber nur 700 Pula aus, wir versuchen es ein 2. Mal und die Schlange, die nun hinter uns steht, wird schon leicht ungeduldig. Wir bekommen nochmals 700 Pula. Da wir nun aber keine „einfach einzusetzende Kreditkarte“ mehr haben, wollen wir auf Nummer sicher gehen. Wir gehen zum nächsten ATM und füllen unser Barvermögen auf 3000 Pula auf. Wir sind wieder „flüssig“. 😄 Für mich ein gutes Gefühl.

Als nächstes füllen wir nun, da wir ja schon einmal in Maun sind, unsere Essens- und Getränkevorräte auf. Dann geht es wieder zurück Richtung Makgadikgadi.

Beim Checkpoint, an dem wir von Ost nach West einfach durchgewunken wurden, sieht es jetzt etwas anders aus. Es ist Checkpoint wegen Maul- und Klauenseuche, den wir nun von West nach Ost durchfahren.
Dummerweise hält Jürgen nicht an dem Stoppschild, sondern fährt gleich bis zu der Polizisten vor. Diese ist darüber überhaupt nicht amused und weist uns in barschem Ton darauf hin, dass das Stoppschild ca. 10 m weiter vorne oder hinten (kommt auf die Sichtweise des Betrachters an) sei.
Danach will sie die drivers license sehen, dreht diese in den Händen und schaut sie sich minutenlang an. Währenddessen wird unser Auto von einem Co-Kontrolleur inspiziert.
Mir war dieser Checkpoint, obwohl er auf der Karte eingezeichnet ist, nicht wirklich bewusst und somit haben wir auch nicht unser Fleisch „versteckt“.
Die beste Methode in diesem Fall – wir verstehen kein Englisch. Der Co-Kontrolleur fragt nach frischem Fleisch und dass wir das Auto öffnen sollen. Sorry – aber wir verstehen nicht richtig.
Irgendwann ist er entnervt und gibt auf, nun müssen wir nur noch über die Matten, das Auto durch das Bad und wir dürfen weiter. UND – wir haben noch unser gutes Fleisch.

Weiter geht es nun über die A3 Richtung Phuduhudu Gate.
Doch heute scheint unser Glückstag zu sein. 🙄
Kaum haben wir wieder Cash, die Vet-Kontrolle gut überstanden, werden wir jetzt wegen überhöhter Geschwindigkeit fotografiert.
„Aussteigen bitte – schaut euch eure Geschwindigkeit an – kostet 380 Pula“
Auf dieser Strecke ist die Geschwindigkeitsbegrenzung fast überall bei 80km/h. Nur ein kleines Stück hat eine Begrenzung auf 60km/h und dort sind wir 74km/h gefahren (für Jürgen echt gut! 🤪 ).

Man könnte fast denken: Wie gewonnen – so zerronnen. Wie gut, dass wir mal vorsorglich mehr Pula am ATM gezogen hatten.
Nun dürfen wir aber endlich durch das Phuduhudu Gate in den Makgadikgadi Nationalpark fahren.
Der obere Teil des Weges Richtung Hippo Pool ist sehr tiefsandig. Aber ihr wisst schon … mit unserm Auto ein Clax. 😄

Dann ereichen wir den Hippo Pool.
Überall Elefanten, die sich nach herzenslust "einsauen" - müsste eigentlich "einelefanten" heißen.

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Wir fahren noch etwas am Boteti entlang.

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Und fahren dann wieder zu den Hippo Pools zurück.

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Es ist ein ständiges Kommen und Gehen. Sie plantschen, baden und trompeten. Es ist einfach unbeschreiblich schön.

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Dazwischen Pelikane, Maribus, Nimmersatt.

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Es ist ein Schauspiel wie "Aus einem Land vor unserer Zeit"
Alles wirkt so friedlich.

Aber natürlich gibt es in den Hippo Poos auch Hippos. 😄

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Mehr als 2 Stunden stehen wir und genießen dieses Schauspiel ganz allein. Einfach herrlich.

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Das Ranger-Fahrzeug von Tiaans mit Gästen kommt dazu. Wir begrüßen uns kurz und dann wir fahren langsam weiter, um ihnen auch die Möglichkeit zu geben, dies alles alleine zu genießen. Wir haben es ja nun schon in vollen Zügen genießen dürfen.

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Auf dem Weg zurück zu Tiaans Camp haben wir noch die ein und andere Sichtung.

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Geier im Gegenlicht.

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Wir verlassen den Park nun durch das Kumaga Gate

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und durchqueren den Boteti, der nur noch wenig Wasser führt. (Die Fähre liegt am Ufer)

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Ein ereignisreicher Tag, der mit kleinen Hürden begonnen hat geht zu Ende.

Gefahrene Km: 353
Teil 1719. Sept. 2016
Tag 15 - 28.04.2016 Nxai Pan

Nach den Frühstück und einem kleinen Plausch mit Heike starten wir Richtung Nxai Pan.
Wir durchqueren noch einmal den Makgadkgadi NP Richtung Phuduhudu Gate.
Vorbei an dem noch verwaisten Badeplatz der Elefanten. Doch andere sind schon wach und begrüßen uns auf unserem Weg.

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Die Maribus erwachen langsam und verlassen ihren sicheren Schlafplatz.

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Ein einsamer Elefant kommt leise und unerwartet aus dem Dickicht und schaut mal nach, wer da so früh schon stört.

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Ansonsten verläuft die Fahrt ohne Zwischenfälle und wir sind schon gegen 9:30 Uhr am Gate zur Nxai Pan. Die Ranger amüsieren sich wieder köstlich über unsere Versuche den Namen korrekt auszusprechen. Doch werde ich langsam immer besser.
Wir hatten die Campsite Nr. 1 an den Baobabs reserviert, da wir diese bei Sonnenuntergang und im schönen Licht sehen wollten. Doch die nette Rangerin sagt uns, dass die Pan leider noch nicht befahrbar sei und sie uns auf South Camp umbuchen kann. Wir werden auf Campsite Nr. 4 gebucht.
That’s life.
Zwischen dem Eingangs-Gate und dem Abzweig zu den Baobabs führt uns unserer Weg durch Tiefsand und übelstes Wellblech. Aber ihr wisst es ja bereits --- für unser Auto ein Clax.

Auch hier empfängt uns wieder unendliche Weite und das Gefühl der Freiheit macht sich breit.

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Wir sind nun zwar zur Mittagszeit an den Baines Baobabs, dafür dürfen wir sie aber auch alleine genießen.

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Blick in die Weite.

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Wir schauen uns die Pan an und sehen frische Fahrspuren zu der gegenüberliegenden Campsite.
Vorsichtig fahren wir ein Stück hinein, überprüfen immer wieder den Untergrund und fahren zu unserer ursprünglich gebuchten Campsite. Bei Tageslicht durchaus zu fahren. Jedoch wäre es in der Dämmerung zu gefährlich.

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Wir genießen mal wieder die Einsamkeit und fahren zurück zu den Baobabs. Mittlerweile haben sich hier 3 Fahrzeuge eingefunden. Das brauchen wir nun nicht mehr und wir fahren weiter zu unserer „neuen“ Campsite.

Zwischen Baines Baobabs und South Camp erwarten uns ca. 10 km Tiefsand.

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Die Pan ist wieder einfach zu fahren.
Wir fahren zu unserer Campsite und richten uns gemütlich ein.

Dann brechen wir noch zu einem Gamedrive auf.
So richtig ergiebig ist dieser allerdings nicht.

Ein Elefant „auf der Flucht“

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Schön – die Giraffe am Wasserloch.

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Wir drehen noch eine Runde und entdecken eine Gruppe Löwen, die wie fast immer im Schatten dösen. Sie sehen sehr desinteressiert aus. Eine Löwin ist so nett und zeigt uns ihre perfekte Zahnpflege. Doch auch wenn sie scheinbar uninteressiert im Gras liegen, passt eine Löwin immer auf und scannt die Umgebung.

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Eine Zebraherde nähert sich und sofort ist die Aufmerksamkeit der Löwin entdeckt. Auch die 3 anderen sind plötzlich und wie auf Knopfdruck hellwach. Die 4 jagen das Zebra, welches sich allem Anschein nach in das nahe Buschland gerettet hat.

Wir fahren zurück zu unserer Campsite und lassen die Eindrücke auf uns wirken.
Es ist ruhig, doch bei weitem nicht die Einsamkeit, die wir aus der Central Kalahari kennen.

Und morgen geht es Richtung Moremi.

Gefahrene Km: 137
Teil 1821. Sept. 2016
Tag 16 – 29.04.16 Xakanaxa

Gegen 8:30 verlassen wir South Camp.
Vor uns liegen rund 300 langweilige Km bis in den Moremi.
Hier ist der Unterschied zwischen Namibia und Botswana wieder ganz deutlich zu spüren.
Während in Namibia der Weg das Ziel ist – ist in Botswana das Ziel das Ziel. Ok – für diejenigen die diesen Satz nicht verstehen: Es gibt unterwegs NICHTS außer Buschland.
Wir unterbrechen unsere Fahrt nur um zu tanken und den beiden einzigen Craftshops, die wir bis hierher gefunden haben, einen Besuch abzustatten. Ein paar Souvenirs müssen sein.

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Gegen 15:00 Uhr erreichen wir das Moremi Southgate.

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Ich erkundige mich explizit nach den Fahrverhältnissen zwischen Xakanaxa und Third Bridge.
„Kein Problem“, bekommen wir zu Antwort.
Auf Grund der schon fortgeschrittenen Uhrzeit nehmen wir den rechten Weg, der direkt nach Xakanaxa führt.
Unterwegs sehen wir eine kleine Herde Sable Antilopen und nach 1 Stunde haben wir unser Ziel Xakanaxa erreicht.

Wir haben Campsite Nr. 6, welche direkt an den Ablutions liegt.
Wir suchen einen geeigneten Platz für unser Auto. Doch dies ist gar nicht so einfach, da mitten auf der Campsite ein „Elefantenbaum“ mit Kratzspuren steht.

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Wir sind gerade dabei, den geeigneten Stellplatz zu suchen, als sich Besuch nähert.

Ein Elefant kommt geradewegs auf uns zu. 🤩 Mein erster Instinkt – wir gehen ins Auto.
Doch Jürgen ist anderer Meinung. Warum sollen wir uns ins Auto setzen, wir haben doch das Duschhaus als Rückzugsmöglichkeit. Und bevor wir dies ausdiskutieren können, ist der Jungbulle auch schon da.
Es ist schon ein anderes Gefühl, ob ich die Elefanten aus dem Fahrzeug heraus betrachte, oder ob ich ihnen mehr oder weniger Auge in Auge gegenüberstehe.

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Es ist ein Jungbulle und an der auslaufenden Drüse ist zu erkennen, dass er in der Musth ist.

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Wir lassen ihm seinen Raum und beobachten ihn voller Faszination. Wobei ich zugeben muss, dass ich doch sehr nervös bin und auch meine Hände beim Fotografieren leicht zittern.

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Manchmal hat er den Anschein als würde er „Verstecken“ spielen.

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An uns ist er nicht wirklich interessiert. Vielmehr ist er auf der Suche nach den leckeren Amarula-Früchten, die er genüsslich eine nach der anderen verspeist.

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Und so leise wie er gekommen ist, verschwindet er auch wieder.

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Puh --- was für ein Erlebnis.

Nun haben wir Zeit in aller Ruhe unseren Stellplatz zu suchen und die Llandschaft zu genießen.

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Gefahrene Km: 295
Teil 1927. Sept. 2016
Tag 17 - 29.04.2016 Auf dem Weg zu Third Bridge

Langsam und wunderschön beginnt der neue Tag.
Der Sonnenaufgang hat schon fast etwas Mystisches.

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Zuerst taucht die aufgehende Sonne den Himmel in ein tiefes Orange, dann erscheint sie langsam und zaghaft hinter den Bäumen und zaubert ein fantastisches Bild über den aufsteigenden Nebel.

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Nach 10 Minuten ist dieses Spektakel vorbei und zurück bleibt der Blick in die Weite.

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Ja, genau DAS lieben wir so an Afrika.
Und egal wie oft wir es auch schon gesehen haben – hiervon bekommen wir nie genug. Es hat einen ganz großen Suchtfaktor.

Unser heutiges Endziel ist Third Bridge.
Zuerst fahren wir durch das verzweigte Wegelabyrinth Richtung Paradise Pool.
Es ist gar nicht so einfach sich hier zurechtzufinden.
Der Moremi hat viele Facetten.

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Am Pardise Pool fühlen wir uns in eine längst vergessene Zeit zurückversetzt.
Alles wirkt so vorzeitlich – einfach „paradiesisch“.

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Auf unserem weiteren Weg, der uns Richtung Dead Tree Island führt, beoachten wir ein paar Äffchen bei ihren Turnübungen.
Das Junge weiß noch nicht so recht, ob es den Sprung wagen sollen.
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Die beiden anderen streiten sich etwas in den Wipfeln der Bäume.

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Weiter geht es Richtung Dead Tree Island.
Wir kommen überall gut durch – keine Wasserquerungen – so wie die Ranger es vorausgesagt hatten. Ob dies nun wirklich Dead Tree Island ist, kann ich nicht wirklich sagen (es gibt ja keine Schilder 😗 ), aber auf jeden Fall ist es schön hier.

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Dann kommen wir an eine Lichtung, wo schon ein Safari Wagen steht. Auch wir bleiben stehen und scannen die Gegend ab.

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Löwe Nr. 1 entdecken wir aber erst auf den zweiten Blick.

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Dann kommt ein zweites, wahrscheinlich über Funk herbeigerufenes Safari-Fahrzeug mit Gästen an und stellt sich fresch weg genau vor uns. Nimmt uns die komplette Sicht. 😈 Das finde ich schon mehr als dreist, was einige Driver sich erlauben. Sie fahren dem Löwen fast über die Füße, damit ihre zahlenden Kunden mit ihren kleine Pocketkameras auch gute Bilder machen können.

Wir fahren weiter. Bald darauf sehen wir Löwe Nr. 2.

Und so geht es dann auch weiter.

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Löwe Nr. 3

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Löwe Nr. 4 liegt faul im Gras.

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Löwe Nr. 5 sieht sehr abgemagert aus.

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Löwe Nr. 6 hat schon leicht schütternes Haar.

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Puh – hier möchte ich nicht verloren gehen.

Wir fahren weiter und die Landschaft wird wieder offener.


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An einem kleinen See halten wir an.

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Wie unterschiedlich hier doch die Landschaften sind. Und dies auf kleinstem Raum.

Dann machen wir uns auf Richtung Third Bridge.
Plötzlich stehen wir vor einer Wasserdurchfahrt.

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Sie scheint uns zu tief und wir suchen nach einer anderen Furt. Die, die wir finden ist uns zu unübersichtlich und wir beschließen nach Xakanaxa zurückzufahren, um „außerherum“ nach Third Bridge zu fahren.
Wir fahren also eine halbe Stunde zurück und versuchen unser Glück aufs Neue. Wir folgen erst den Richtungsschildern in Xakanaxa und folgen dann der T4Afrika Karte im Navi.
Dummerweise ist dort „kürzester Weg“ eingestellt (woran ich aber nicht gedacht hatte) und nach insgesamt 1 Std. stehen wir wieder vor dem gleichen Wasserloch. 😐
Na ja – denken wir – vielleicht ist das ja doch der richtige Weg. Und die Ranger am Eingang sagten, es wäre kein Problem – wir können von Xakanxa aus Third Bridge erreichen.
Ich nehme meinen Mut zusammen und gehe dir Furt ab, um zu testen wie tief das Wasser ist. Als ich zu ¾ durch bin und das Wasser mir bis zum Po steht, verlässt mich mein Mut und ich gehe zurück.


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DIES BITTE NICHT NACHMACHEN - NIEMALS IM MOREMI

Als ich wieder an Land bin nimmt Jürgen an Hand meiner nassen Kleidung Maß. Meine nasse Kleidung reicht bis zum Schutzblech (oder wie das heißt) vom Reifen - und wir beschließen durchzufahren.
Ich bin angespannt bis unter die Haarspitzen und gebe ausnahmsweise auch keinen Kommentar während der Fahrt ab. Das Wasser schwappt über die Motorhaube – doch unser Landy zieht ohne Probleme durch.
Wow – tolles Erlebnis und eine gehörige Portion Glück.
Es folgt noch eine Wasserdurchfahrt, die zwar mit ca. 30 cm nicht tief ist, doch die Ausfahrt ist schlammig und man sieht, dass hier schon einige gekämpft haben. Auch hier meistern Jürgen und unser Landy die Ausfahrt.

Bevor wir zur Third Bridge kommen haben wir noch eine schöne Zebra-Sichtung. Erst dachte ich, das kleine Zebra wäre tot. Doch anscheinend hat es nur geschlafen.

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Nun liegt nur noch Third Bridge mit der kleinen Wasserdurchfahrt vor uns und schon kommen wir im Camp an.

Die Ranger sind erstaunt, dass wir nicht über Fourth Bridge gekommen sind und wollen es erst gar nicht glauben. Als ich dann erzählen dass wir von Dead Tree Island kommen, schaut er uns erstaunt an, dann betrachtet er mich und die nasse Hose und fragt „Sind sie durchs Wasser gegangen?“. Als ich bejahe – legt er nach – In diesen Gewässern gibt es Hippos, Schlangen und Krokodile. NIEMALS geht man im Moremi eine Furt ab. Im Nachhinein wurde mir schon etwas mulmig angesichts dieser Leichtsinnigkeit.

Wir haben Campsite Nr. 9.
Abends machen wir noch einen kleinen Drive.
Während Jürgen und ein herbeifahrender Südafrikaner einem Pärchen helfen, die sich im Sand festgefahren haben, mache ich Bilder im Abendlicht.
Ein Wasserloch mit Hippo. 😗

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Den Rest des Abends verbringen wir gemütlich auf unserer Campsite.

Gefahrene Km: 70
Teil 2028. Sept. 2016
Tag 18 – 01.05.16 Third Bridge

Auch heute sind wir mit den ersten Sonnenstrahlen auf den Beinen.
Auf dem Weg zum Duschhäuschen entdecke ich „Katzenspuren“. Ich tippe auf einen Leoparden.
Doch weit und breit ist nichts zu sehen.

Heute werden wir per Boot etwas ins Okavango Delta fahren.
Gestern hatte uns ein junges Pärchen aus Süddeutschland angesprochen und gefragt, ob wir Lust hätten den Bootstrip mit ihnen gemeinsam zu machen. Dadurch könnten wir uns die Kosten für das Boot teilen. Das Boot kostet pro Stunde 750 Pula. Und um in die große Lagune zu kommen braucht man schon einen 3stündigen Trip.
Wir überlegen noch, ob Mokoro oder Boot. Doch die beiden sind sehr nett und so entscheiden wir uns mit den beiden zusammen den Bootstrip zu machen.

Beginn der Bootstour ist bei der Bootstation Mboma Island. Um dort hinzugelangen gibt es 2 Wege.
Auf dem Hinweg nehmen wir die östliche Strecke. Sie führt uns durch eine offene Landschaft.

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Gnus stehen im schönen Morgenlicht

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und auch eine Herde Elefanten mit Jungtieren begegnen uns auf unserem Weg.

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An der Bootsstation ist etwas Wartezeit anberaumt, da das Boot noch unterwegs ist, Gäste von einer Insel abzuholen.
Dann kann es losgehen. Durch herrliche Wasserlandschaften.
Hach … wie ist das Leben so schön.

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Die Lagune lädt fast zum Baden ein, wären da nicht die Hippos.

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Unser Bootsführer hält großen Respektabstand zu ihnen. Vor ein paar Wochen wurde ein Mokoro von einem Hippo angegriffen. Das sieht dann so aus. Glücklicherweise ist niemand zu Schaden gekommen.

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Vorbei an Seerosen und Wasservögeln vergehen die 3 ½ Stunden wie im Flug.

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Zum erten Mal sehen wir auch eine Wasserschlange, welche äußerst giftig sein sollen.

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Für den Rückweg wählen wir die westliche Route. (Wer fährt schon den gleichen Weg 2x? 🤪 )
Dieser ist stärker zugebuscht und nicht ganz so einfach zu fahren.
Hier haben wir nur wenige Sichtungen.

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Wir fahren zurück zur Campsite und relaxen.
Doch irgendetwas drängt mich und ich überrede Jürgen zu einem letzten Gamedrive im Moremi.
Wir verlassen Third Bridge Richtung Fourth Bridge.

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Gleich hinter Third Bridge sichten wir eine Herde Büffel.

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Und auch ein Hippo steht für uns bereit. Alleine dies sind schon wunderschöne Sichtungen.

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Doch es geht noch weiter.
Wir fahren über Fourth Bridge und entdecken einen Woodland Kingfisher.

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Dann vorbei an einer nicht so ganz entspannt wirkenden Elefantenherde.

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Die Impalas scheinen in der Brunft zu sein und die Herren der Schöpfung machen ganz schön Lärm.

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Wir schauen auf die Uhr. Es ist Zeit zurückzukehren. Schließlich müssen wir ja wieder an der Elefantenherde vorbei. Doch diesmal wirken sie etwas entspannter.
Und dann - an der Weggabelung zurück zu Third Bridge. Wir können unser Glück überhaupt nicht fassen. Ganz relaxt, in den letzten Sonnenstrahlung, liegt ein Leopard.
Was sind das doch für schöne Tiere. Wir haben nun zum zweiten Mal das Glück einen von ihnen zu sichten.

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Als er sich nach einer Weile langsam zurückzieht, wird es auch für uns Zeit zur Campsite zurückzukehren.

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Herrliche Abendstimmung macht sich breit.


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Kurz vor Third Bridge kommt uns ein stattlicher Elefant entgegen.
Wir bleiben stehen und wollen ihn in Ruhe an uns vorbeiziehen lassen. Vollkommen relaxt kommt er uns entgegen.

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Doch genau in Höhe des Wagens dreht er sich schlagartig um, kommt 2 Schritte auf uns zu und stellt die Ohren. Vor Schreck sitze ich Jürgen fast auf dem Schoß. 🤩
Ja, wir wissen, dass es sein Revier ist und dies hat er uns auch ganz deutlich gezeigt. Danach trottet er im schönsten Abendlicht davon.

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Kurz vor der Campsite sitzen dann auch noch diese 2 Graulärmvögel oder „Go away Bird“im Sand.

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Was war denn dies für ein Gamedrive. Er hat alles übertroffen, was wir sonst in so kurzer Zeit erlebt haben.
Wir fahren zurück zu unserer Campsite und lassen erst mal alles sacken.
Später am Abend treffen wir uns noch mit dem Pärchen, mit dem wir die Bootstour gemacht hatten.
Ihre Frage „Habt ihr auch den Leo gesehen?“ irritiert uns.
In unserer Abwesenheit hat ein Leopard unsere Campsite besucht und ist gemütlich über die durch die Camp-Anlage marschiert.
Also waren die Spuren, die ich morgens entdeckt hatte, wirklich von einem Leo.

Wir genießen unseren letzten Abend im Moremi bei leckerem Essen und einem guten Gläschen Rotwein (oder auch zwei 🤪 ).

Noch eine Anmerkung zu Third Bridge und dem Problem mit den Affen:
Dies wurde ja hier öfters beschrieben. Da wir überhaupt keine Probleme hatten, haben wir nachgefragt.
Das Problem besteht tatsächlich auf den Campsites 2-5.
Bei den Campsites 8 und 9 besteht laut Aussage der Ranger und nach unserer eigenen Erfahrung kein Problem.

Gefahrene Km: 60

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