Reisebericht

13 Jahre Erwartungshaltung

von sphinx · begonnen 19. Juli 2016 · 32 Teile

Teil 119. Juli 2016
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oder oh wie schön ist Namibia !

13 Jahre liegt unsere 1. Namibiareise zurück. Solange träumte ich wieder durch die Namibdünen zu laufen
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und endlich das Namib Rand Reserve zu sehen.
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Ich träumte von einer Ballonfahrt über die Dünen,
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von den weißen Straßen in Etosha
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und einem Aug in Aug Rendezvous mit dieser Schönheit.
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Letzten April war es soweit. Wie keine andere Reise habe ich, dank der vielen Reiseberichte, Kommentare und Antworten auf meine Fragen in diesem Forum, diese vorbereitet. Und wir hatten drei wunderschöne Wochen, trotz Hitzewelle und teilweise wolkenverhangenen Sossusvlei.
Jetzt versuche ich mich an meinem ersten, ausführlicheren Reisebericht und hoffe es finden sich Mitfahrer, auch wenn wir eine klassische Namibiaroute gefahren sind. Ich würde mich freuen bei einigen von Euch Erinnerungen aufleben zu lassen, ein wenig Vorfreude auf die nächste Reise zu schüren und diejenigen in der Planungsphase vielleicht bei ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen. Da es mir selber schwer gefallen ist vorab Informationen über Wanderungen zu finden, habe ich einige Karten auf den Farmen fotografiert und werde diese in den jeweiligen Abschnitt einfügen.
So sah unsere Tour aus.
1N Naankuse Lodge (Nähe Flughafen Windhoek)
1N Bagatelle Lodge (Nähe Mariental)
1N Mesosaurus Camp (östl. Keetmanshop)
1N Gunsbewys (D707)
1N Koiimasis (D707)
3N Wolvedans Dune Camp (Namib Nature Reserve)
1N Sossus Dune Lodge (Sesriem)
1N Namib Desert Lodge (an der C19 nördlich Sesriem)
1N Tsondab Valley (an der C19 nördlich Sesriem)
2N Lagoon Lodge (Walvis Bay)
2N Wüstenquell Red Rock Mountain Chalet
1N Porcupine Camp (Kamanjab)
1N Dolomite Camp (Etosha NP)
1N Okaukuejo Camp (Etosha NP)
2N Onkoshi Camp (Etosha NP)
1N Naankuse Lodge (Nähe Flughafen Windhoek)
Teil 220. Juli 2016
Etwas unorthodox beginne ich mit den letzten Tagen in Etosha, dass verschafft mir etwas Luft, da ich ab Koiimasis die Bilder noch nicht aussortiert habe.

Tag 17 Zebratag

Wir frühstücken nur kurz, besorgen uns in Kamanjab Bier und lernen Juanita von der Falkenberg Garage kennen. Sie fertigt afrikanische Motive aus Metall an und ich habe mich im Porcupine Camp in ein Stachelschwein verliebt. Leider gibt es keins vorrätig, aber ich hoffe ich bekomme es auf irgendeinem Weg. Dann fahren wir endlich in den Etosha Park. Ich freue ich mich schon seit Wochen riesig. Wir wussten im April sind die Tierbeobachtungen meist schwieriger, aber in dieser Reisezeit hatten wir auch die Chance etwas Grün zu sehen. Am meisten wünschte ich mir nahe Löwen mit Mähne (unsere Löwenmännchen letztes Jahr waren Milchbubis-trotzdem schön oder weit entfernt).
Auf der Teerstraße erreichen wir vor neun das Tor. Unser Auto wird kurz inspiziert, wir müssen den Eintritt cash bezahlen und sind im Park. Giraffen und Bergzebras begrüßen uns.
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Am ersten Wasserloch Renostervlei stehen Elande, Oryx, Impalas, Springböke, Gnus, Berg- und Schattenzebras, Giraffen, Strauße, später kommen Warzenschweine und Kudus dazu. Weit weg im Schatten eines Baumes liegen unsere ersten 3 Löwen. Ein schöner Auftakt.
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Einer suhlt sich und dann wird freundschaftlich die Schlammpackung geteilt.
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für die Birder 😉
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Mir gefällt die Landschaft ausgesprochen gut und sehen sogar ein paar Blümchen.
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Zu Rateldraf ziehen gerade viele Zebras.

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Irgendwie ist mir noch nie vorher aufgefallen, wie lustig Zebras ihre Ohren verdrehen.
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Gegen Mittag checken wir im Camp ein.
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Das Dolomite Camp ist genauso wie das Sossus Dune Camp für eine Nacht etwas umständlich. Das Auto bleibt unten am Hügel stehen und man wird mit einer Mischung aus Golfcart und Quad, das furchtbar laut ist, sowohl den steilen Hang zur Rezeption, als auch innerhalb des Camps gefahren. Und da die Wege bei der Wärme lang sind, sind wir froh, dass unser Gepäck transportiert wird. Wir haben das drittletzte Zelt mit Blick in den Westen.

Den Nachmittag verbringen wir am schönen Klippan-Wasserloch.

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Unsere ersten roten Elefanten in Etosha.

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Teil 320. Juli 2016
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Gegen halb sechs sind wir wieder in der Lodge und sehen vom Balkon die glutrote Sonne untergehen.
Teil 420. Juli 2016
Tag 18: Rhinos und Löwen
Viertel vor sechs hören wir Löwen aus der Richtung vom Wasserloch. Dummerweise haben wir nicht am Abend vorher den Shuttle bestellt. So dauert es bis unser Gepäck abgeholt wird und wir zum Auto gefahren werden. Wir hätten es mal lieber gleich selber geschleppt. Ich nutze die Zeit unsere Thermoskanne mit Kaffee zu füllen und nehme neben zwei Toastbroten etwas Müsli und Joghurt mit. Gefrühstückt wird heute an irgendeinem Wasserloch. Viertel nach sechs stehen wir am Dolomite Wasserloch, dort finden wir zwar keine Löwen, aber unser erstes Spitzmaul in diesem Urlaub. Es kommt gerade ans Wasserloch und verschwindet bereits nach 10 Minuten wieder im Gebüsch.
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Wir fahren die Wasserlöcher von gestern ab und ich freue mich über die Blümchen und die Vegetation. Tiere sind eher Mangelware.

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Auch Renostervlei liegt ziemlich verlassen da. Eine Gnuherde und einige Oryx weiden. Von den gestrigen Löwen keine Spur. Ein junges Pärchen erzählt uns von Honeymoonern bei Jakkalswater. Mit 60kmh düsen wir dorthin und kommen etwa 5 Minuten zu spät. Die zwei trollen sich bereits in den nächsten Schatten und nach den Gesichtern der Gäste in einem NWR Safariwagen zu urteilen, haben sie sich gerade noch einmal vergnügt. Schade. Immerhin unser erstes Löwenmännchen mit Mähne. Und das Oryx hat bei soviel blinder Liebe nichts zu befürchten 😛 😄
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Je weiter wir in den Osten kommen, desto weniger Tiere sehen wir. Dann 5 Autos! Da muss etwas sein. Es sind Löwen an einem Gnuriss. Zunächst haben wir eine denkbar ungeeignete Position. Wir sehen immer mal wieder einen Löwenkopf.

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Später fahren zwei Autos weiter und wir entdecken ein Löwenpärchen relativ nahe am Straßenrand. Blöd nur, dass sich Pascha gerade auf zum Gnu macht und uns sein allerwertes Hinterteil entgegen streckt. Jetzt bleiben wir einfach mal stehen. Mit uns nur noch ein weiteres Auto. Die anderen haben genug gesehen- wir NICHT! Ab und zu sieht Pascha Löwe vom Gnu auf. Auf einmal fängt er an unruhig zu werden. Irgendetwas passt ihm nicht. Plötzlich packt er das Gnu und zerrt es in den Schatten. Seine Nachkommen sind davon überhaupt nicht begeistert. Sie wollen nicht vom leckeren Fressen lassen. Von Mithilfe keine Spur, vielmehr lassen sich einige einfach mitschleifen.

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Bis zum Okaukuejo Camp passiert nicht mehr viel, es werden nur deutlich mehr Autos.
Die Standardzimmer im Camp überraschen mich sehr positiv. Es gibt zwar keine Möglichkeit draußen zu sitzen, aber wir werden den Abend sowieso am Wasserloch verbringen. Das Zimmer hat ein schönes großes Bett und eine Couchecke und ist mit Kühlschrank und Kaffeebar ausgestattet. Letztere nutze ich sofort, während mein Mann ein halbstündiges Mittagsschläfchen hält.
Teil 520. Juli 2016
Die Nachmittagsfahrt nach Gemsbokvlake und Olifantsbad ist nicht sehr ergiebig. Also versuchen wir es noch in Okondeka.
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In Okondeka liegen drei furchtbar faule Löwen. Die sind vollgefressen, die müssten doch Durst haben? Wir warten eine ganze Stunde. Die Löwin dreht sich einmal von links nach rechts.

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Das vordere Männchen ist etwas kooperativer, aber Action ist etwas anderes.
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Das Tor wird heute um 5:40 geschlossen. Für 20 km brauchen wir 20 Minuten + 7 Minuten Puffer, es könnte uns ja etwas aufhalten. Die Löwen sind so ruhig, wir glauben nicht mehr, dass hier etwas passiert. Man könnte ja vielleicht mal in diesen mächtigen Bauch pieken? Kaum denke ich diese Missetat ernten wir diesen Blick.
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Aber gleich wird wieder entspannt. 5:10 fahren wir los. Wir sind bereits knappe 10 min unterwegs, als uns ein Auto entgegen kommt. Keine paar hundert Meter ein 2. Wagen. Ich frage meinen Gatten irritiert „Stimmt 5:40 wirklich? Vielleicht haben wir uns ja geirrt und wir haben noch ein wenig Zeit?“ Nein, er ist der Meinung wir haben die Uhrzeit richtig abgespeichert und da ja noch etwas Besonders des Weges kommen könnte, wird nicht mehr für Schakale, Gnuherden oder schöne Sonnenuntergänge gehalten.
Teil 620. Juli 2016
Das Besondere kommt in Form eines dritten Autos, das uns aufhält. Ob wir ein Auto mit platten Reifen gesehen hätten. „Ja, einen blauen Polo, platter Reifen vorne links,allerdings heute Mittag kurz hinter Grünewald“. Die Straße nach Okondeka sind wir heute Mittag gar nicht gefahren, wir können uns also nicht irren. Wir schauen in ungläubige Gesichter. Sie wollen unbedingt ihre Strecke abfahren, das sind ca 30 km. Wollen die bei Dunkelheit den Reifen wechseln?
Es ist jetzt bereits 17:32, ich habe die Pause wenigsten genutzt um den Sonnenuntergang zu fotografieren.
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Pünktlich erreichen wir Okaukuejo. Hinter uns wird das Tor geschlossen. Eine halbe Stunde später hören wir eine Hupe-will da noch jemand ins Camp? Ca 10 Minuten später ein erneutes Hupen. Was passiert eigentlich in Etosha, wenn man zu spät kommt? Jedem kann es passieren, dass man wegen einer tollen Sichtung aufgehalten wird oder Elefanten einem den Weg versperren, aber ohne Grund viel zu spät in die falsche Richtung zu fahren, dafür habe ich kein Verständnis.
Da wir so schnell wie möglich ans Wasserloch wollen, gibt es Couscous von Travellunch und viertel nach sechs sind wir mit Stativ und Bier in Dosen am berühmten Wasserloch. Dort stehen zwei schlafende Elefanten. Prima für Testfotos.

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Während zwei Giraffen und ein Schakal trinken, höre ich hinter mir im Baum ein Geräusch. Ich entdecke diesen kleinen Nager.

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Dann kommt das erste Nashorn aus den Büschen, eine Mutter mit Nachwuchs folgt und dann es geht Schlag auf Schlag. Schließlich stehen 7 Nashörner am Wasserloch. Sicherlich kein Rekord für Etosha, aber für uns sehr aufregend.

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Insgesamt sahen wir mindestens 8 Nashörner, vielleicht sogar 9. Um 10 Uhr liegt das Wasserloch ausgestorben da. Wir warten noch ein Weilchen und gehen dann aufs Zimmer.

Das wars erst einmal.
Viele Grüße
Elisabeth
Teil 721. Juli 2016
Tag 19: Löwen die Zweite
Ein neuer Tag, neues Glück? Um 6 kann mein Mann den Schlüssel zurückgeben, den wir gegen Kaution bekommen haben. Um sechs gibt es auch Frühstück und so packe ich Toastbrot, 2 leckere Muffins und etwas Müsli ein. Als wir kurz nach sechs beim Zimmer zurück sind, setzt sich gerade die Autoschlange vor dem Tor in Bewegung. Unser Auto ist bereits gepackt und wir fahren ebenfalls los. Irgendwie sind wir viel langsamer als die anderen. Erst bei Nebrownii treffen wir auf ca 10 Fahrzeuge, die eine Hyäne beobachten.

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So einen Auflauf brauchen wir nicht und fahren weiter. Die meisten der Fahrzeuge biegen bei der nächsten Kreuzung in den Süden ab. Zwei Fahrzeuge überholen uns mit deutlich höherer Geschwindigkeit. Ich denke mir noch, dann müssen wir ja nur bis zum nächsten Stau fahren, aber irgendwie sehen wir diese Wägen nicht mehr. Dafür läuft ein junger Löwe nahe der Straße hin und her und beschnuppert die Büsche.

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Ein paar Minuten haben wir ihn für uns, dann kommen ein paar Autos und wir fahren weiter.

Heute Abend geht es mit echten Paschas weiter. Es werden Euch hoffentlich nicht zuviele Löwenbilder.

Viele Grüße
Elisabeth
Teil 821. Juli 2016
Einige Km später fragt mich mein Mann „Sind das Kuhantilopen?“ Was immer er auch gesehen hat, die Tiere die ich sehe und mir „komisch“ vorkommen, entpuppen sich mit Hilfe des Fernglases als drei sehr, sehr weit entfernte Paschalöwen, die auf uns zu laufen. Minutenlang warten wir. Da die Löwen schräg in Richtung Straße laufen, fahren wir langsam weiter. Ich erwarte jeder Zeit einen Verkehrsstau. Aber wir haben das Glück, der dritte Löwe trennt sich von seinen Kumpels und läuft schon früher direkt auf die Straße zu. Er muss uns die ganzen Autos abgefangen haben. Denn nur ein weiteres Auto wird bei unserer Doppelpaschasichtung dabei sein und das ist gut, weil die Löwen, als sie in nächster Nähe der Straße sind, hin und her laufen und wir ziemlich rangieren müssen.

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fast sehen wir noch eine Löwenjagd auf eine Hyäne, diese verkrümelt sich aber schnell genug.

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Teil 921. Juli 2016
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Na Brüderchen!

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Schließlich überqueren die zwei prächtigen Löwen die Straße und verschwinden in den Büschen. Sicherlich werden sie ein Wasserloch ansteuern, aber welches? Die eingezeichneten Wasserlöcher liegen alle weit entfernt und es kämen mehrere in Betracht. So sehen wir keine Chance sie beim Trinken zu sehen.
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Teil 1023. Juli 2016
Die Jungtiere einer Schakalfamilie sind fast nur im direkten Vergleich als Nachwuchs zu erkennen. Leider haben wir sie nicht erwischt als alle fünf gleichzeitig auf der Straße waren.

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Bei Homib kommt gerade bei unserer Ankunft ein Breitmaulnashorn zum Wasser. Es erschrickt als ein weiterer Wagen kommt. Der Fahrer stellt leider den Motor nicht ab. Das Nashorn drückt sich noch längere Zeit in den Büschen herum, verschwindet dann aber endgültig. Es kehrt auch nicht wieder zurück, nachdem die anderen abgefahren sind. Wir beobachten noch eine Weile ein paar Vögel und hoffen vergeblich auf die Rückkehr des Rhinos. Schließlich geben wir auf.

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Am Nachmittag versuche ich vorallem Zebras, Springböcke und Impalas zu fotografieren. Die Tiere erscheinen mir so viel scheuer als im Krüger, KTP, Botswana, South Luangwe und Co. Liegt das an unserem roten Wagen?

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Teil 1123. Juli 2016
Erst unschuldig schauen
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und dann….. Springböcke scheuchen macht Spaß!
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und noch ein Zebrafoto
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Wie sehr hatte ich mir gewünscht Witwenvögel zu sehen, am Besten in einem Schwarm. Leider schaffe ich nur noch die Kamera hochzureißen und abzudrücken. Beobachten können wir die Vögel noch eine ganze Weile durchs Fernglas.

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und die üblichen Verdächtigen

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Teil 1224. Juli 2016
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Wir fahren den DikDik Drive ab und sehen, wie bei unserer ersten Reise, wieder genau eines dieser Tiere.
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Für den Weg nach Onkoshi brauchen wir tatsächlich fast eine Stunde. Das Camp ist kaum belegt (mit uns 8 Leute) und die Zelte enttäuschen mich etwas. Ich weiß allerdings nicht richtig warum, vielleicht bin ich einfach nur müde.
Ausblick vom Zelt.
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Eine Mückenplage treibt uns früh in das superkuschelige Bett.
Teil 1325. Juli 2016
Tag 20: Giraffenballett
Heute Nacht hatte es abgekühlt. Ich ziehe mir das erste Mal seit langem ein Flies an. Frühstück gibt es ab sechs, wenn das am Abend vorher bestellt wurde. Haben wir leider nicht gewusst. Die Angestellten würden sofort angefangen Kaffee und Frühstück zuzubereiten, aber wir wollen nicht warten. NUR - der frühe Vogel fängt nicht immer den Wurm! Wir entdecken zwei Leopardenspuren große Tatzen-kleine Tatzen, die dazugehörigen Tiere werden andere Gäste einige Stunden später an Klein Okevi sehen. Für uns wird es ein völlig unaufgeregter und trotzdem schöner Vormittag.

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Nachmittags beobachteten wir bei Kleinnamutoni zwei kämpfende Giraffen. Da sie sich nicht richtig hauen, denken wir, ist es eher eine Übung als ein echter Kampf. Über 10 Minuten können wir sie beobachten. Wie eine Ballettchoreographie sieht es aus. Das erste Mal, dass wir dieses Schauspiel sehen und ich bin hin und weg.

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Bei YouTube ansehen ↗



Am Adoni-Wasserloch genießen wir die Abendstimmung.

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Wir sind ganz alleine dort unterwegs und durchs Fernglas können wir noch einmal zwei Löwen (Nr. 24 + 25) beobachten- ein schöner Abschluss. Wieder vertreibt mich eine Mückenplage vom Balkon und ich verstecke mich hinter die Mückennetze des Bettes. Dort sehen wir unsere Giraffenmovies an und schreiben endlich Postkarten. Das Frühstück haben wir diesmal für sechs Uhr bestellt! Man lernt dazu.
Teil 1401. Aug. 2016
Tag 21: Abschied von Etosha und letzte Pad
Heute liegt eine längere Fahrstrecke vor uns. Trotzdem wollen wir so lang wie möglich im Park bleiben. Wir fahren noch einmal zum Adoniwasserloch. Die Oryx- und Gnuherde von gestern Abend hat die Straßenseite gewechselt und wir sehen noch einmal 3 Schakale.
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Weit entfernt entdecken wir drei Hyänen und mehrere Geier. Auch Elefanten, Giraffen und Antilopen „verabschieden“ sich. Und wir versuchen noch einmal Vögel zu fotografieren.
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Ich nehme es schwer, weil ich das Gefühl habe, Etosha vielleicht zum letzten Mal gesehen zu haben. Aber man soll ja nie nie sagen.
In Okahandja biegen wir auf die D2102 ab und dürfen noch auf die Pad. Teilweise sieht die Landschaft recht interessant auf, aber zum Fotografieren bin ich zu faul. In der Nähe der Naankuse Lodge wird der Himmel immer dunkler und wir sehen die ersten Blitze. Kaum sind wir in unserem Zimmer, fängt es an zu schütten. So nutzen wir die Zeit unser Gepäck zu ordnen und aus 6 Taschen und 3 Rucksäcken wieder 3 Taschen und zwei Rucksäcke zu packen. Nach dem Regen setzen wir uns raus und sind etwas traurig morgen Heimzufliegen und sauglücklich über die vielen tollen Erlebnisse. Das Abendessen ist heute deutlich besser und unseren letzten Amarula trinken wir auf der Terrasse.

Tag 22: wer springt am höchsten?
Wir nutzen den Morgen um die Caracals zu besuchen und natürlich beim Springen zu fotografieren. Alex ist halb zahm und sehr verschmust, fährt aber auch plötzlich ihre Krallen aus, um am Rücken meines Mannes hochzuklettern. Zum Glück trägt er eine Softshell Jacke. Roller ist der Einzige der springen kann und das natürlich auch nur für ein Stückchen Fleisch zeigt.
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Und dann heißt es endgültig Abschied nehmen und auf den nächsten Afrikaurlaub hinfiebern.

Und jetzt geht es mit Tag 1 weiter.
Teil 1502. Aug. 2016
Tag 1: endlich wieder in Namibia

Ein ruhiger, pünktlicher Flug bringt uns nach JNB, so reichen uns die knapp 2 Stunden Umsteigezeit locker um noch zu frühstücken und mitsamt Gepäck erreichen wir Windhoek. Wir besorgen uns eine SimKarte am Flughafen, holen unseren Duster bei Europcar ab und decken uns bei der Puma Tankstelle 2km vom Flughafen entfernt mit Wasser ein. Nach kurzer Fahrt erreichen wir die Naankuse Lodge. Die Sonne scheint, über uns ein blitzblauer Himmel und wir sehen die ersten Klippschliefer und Agamen herumflitzen.
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Die Unterkunft -kapholländisch neu interpretiert- gefällt mir sehr gut. Ein guter Platz zum Ankommen. Hätten wir allerdings gewusst, dass uns die Umsteigezeit in JNB so locker ausreichen und auch das Gepäck mit uns ankommen würde, wären wir heute bereits ein Stückchen weiter in den Süden gefahren. Aber wer schon einmal 44h Verspätung aufholen musste, um wieder in seine Tour zu kommen, kann mich vielleicht verstehen. Seitdem buche ich entweder nicht mehr vor oder ich habe mindestens einen Puffertag.
Das mitgebuchte Abendessen ist leider nur o.k. Mit einem Rotwein sitzen wir abends noch auf der Terrasse unseres Häuschens und können endlich wieder die Sterne der Südhalbkugel sehen.

2. Tag: Cat Walk
Schon als Kind wünschte ich mir einen Gepard zu streicheln. Seit Grzimeks Fernsehauftritten mit seiner zahmen Cheetah gehören Geparde zu meinen Lieblingskatzen. Als ich dann las, dass man auf der Naankuse Lodge mit Geparden spazieren gehen kann, konnte ich einfach der Versuchung nicht wiederstehen. Wir haben zumindest den Eindruck, dass es den Tieren dort gut geht. Da es Waisenkinder sind, die nicht mehr ausgewildert werden können, warum nicht damit Geld verdienen. Ich habe allerdings immer Angst, dass vielleicht Geparden geschossen werden, um an die Jungtiere heranzukommen und ich muss einfach hoffen, dass es bei dieser Nonprofit Organisation nicht der Fall ist.
Kikki ist nicht besonders begierig aufs Laufen. Kaum aus dem Wagen herausgesprungen, legt sie sich erst einmal in den Schatten und beobachtet die Umgebung. Ihr Schwanz wippt auf und ab. Irgendwann bequemt sie sich aber doch und läuft uns voraus. Sie ist der Boss und bestimmt wohin es geht. Liegt sie, können wir sie streicheln. Zwischendurch kommt sie auch gezielt auf einen von uns zu und holt sich Streicheleinheiten ab - eine verschmuste Katze.
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Danach fahren wir via Schotterpiste zur Bagatelle Lodge. Schon auf dem Weg dorthin fällt das viele Gras auf, so kennen wir Namibia noch nicht.
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Dank Lottas Mann und seinem Erdwolfbild bzw. Dank Lotta, die den Bericht Schlangen gibt es erst im Oktober schrieb, wich ich von meinem ursprünglichen Plan ab, die Suricate Lodge zu buchen, und bereute es nicht.
Die Dune Chalets mit dem Blick in die Dünen sind super schön. In der Lodge gibt es am Nachmittag Kaffee und leckeren Schokoladentart. Vor dem Abendessen fahren wir die Zufahrt der Lodge ab, aber die Springböcke stehen immer noch im Gegenlicht oder rennen so plötzlich über die Straße, dass keine guten Fotos gelingen.
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Das Abendessen findet in der Boma statt. Vor- und Nachspeise werden serviert, den Hauptgang u.a. exzellentes Kudu frisch vom Grill holen wir uns am Buffet. Natürlich passe ich nicht auf und der zahme Springbock klaut mir das Brötchen vom Teller. Ich denke, er ist diese Art der Nahrung gewöhnt und beschließe kein schlechtes Gewissen zu haben. Mit kugelrunden Bäuchen vom leckeren Essen sitzen wir anschließend in der Lobby und warten auf die Nachtfahrt.
Mit dabei ist ein junges französisches Pärchen. Ihre extreme Freude über jedes Tier ist ansteckend. Ich bin ja eigentlich nur hier 😉 um unsere Liste abzuarbeiten. Kapfuchs und Erdwolf stehen heute auf dieser shopping list. Unser Guide „erledigt“ diesen Auftrag allerdings in den ersten 15 Minuten. Upps- da kam ja gar keine Spannung auf.
Leider ist die Kamera beim ersten Kapfuchs, der uns direkt vom Straßenrand aus ansieht, noch in den Tiefen des Rucksackes verstaut. 😈 Außerdem muss ich unsere Erstsichtung auch erst mit dem Fernglas betrachten. Hätte ich das wirklich müssen? Ein Bild wäre auch nicht zu verachten gewesen. Naja vom Zweiten gelingt immerhin ein Beweisfoto.
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Und unser Erdwolfjunges ist eh die Schau. Es lässt uns genug Zeit zum Schauen und Fotografieren.
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Die Nachtfahrt durch die Dünen ist wunderschön. Wir sehen viele Antilopen und Giraffen und eben auch drei Kapfüchse, einen Erdwolf und zwei Genets. Ich bedaure nicht genug Zeit für eine Morgenausfahrt zu haben. Das hohe Gras mit den roten Dünen gefällt mir zu gut. Nach fast drei Stunden sind wir kurz vor elf Uhr zurück. Unser Guide ist ganz enttäuscht, er hat versucht ein Erdferkel zu entdecken und wenn das Gras nicht so hoch gewesen wäre, wären wir solange herumgefahren bis wir eins gefunden hätten-sagt er. Ich hoffe unsere Dankesworte und die Höhe des Trinkgeldes überzeugt ihn, dass wir die Fahrt richtig toll fanden und nichts vermisst haben.
Wir trinken noch einen Rotwein vor unserem Chalet mit Blick auf ein Wasserloch, an dem nichts los ist und fallen müde in ein supergemütliches Bett.
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3.Tag: Köcherbäume bis zum Abwinken?
Das Chalet hat einen Wasserkocher (ein Kühlschrank ist auch vorhanden) und so kann ich auf dem kleinen Balkon auf den Sonnenaufgang wartend meinen ersten Kaffee trinken.
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Anschließend laufe ich ein wenig in den Dünen herum.
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In Mariental holen wir Geld und decken uns im Spar und im angeschlossenen Bottle Shop ein.
Beim Quivertree Forest Camp, Gariganus Farm besorgen wir uns das Permit für den Giant Playground für den nächsten Tag. Wir ernten großes Unverständnis, irgendwie ist es nicht üblich das Permit im Voraus zu kaufen. Ein Grund wird uns aber nicht genannt und irgendwann, nach längerem Hin und Her, bekommen wir den Zettel mit morgigem Datum.
Kaum erreichen wir das Mesosaurus Office, saust Hendrik auf seinem Motorrad samt Sohnemann heran. Wir fühlen uns auf Anhieb sehr wohl, auch oder vielleicht gerade weil das Camp sehr einfach ist.
Leider war mein Email an Gil nicht angekommen und ich hatte versäumt noch einmal zu schreiben. Ich wusste dass die Internetverbindung oft sehr schlecht ist. (Ich hatte es nicht einmal geschafft die Unterkunft direkt zu buchen. Nach zwei Emails und zwei Wochen ohne Antwort hatte ich das Mesosaurus Camp über eine Agentur gebucht.)
Gil wird zwar die Mesosaurustour mit uns machen, allerdings kommt er erst kurz nach vier und so sind wir etwas zu spät beim Köcherbaumwald. Kurz vor dem „Parkplatz“ fahren wir an wunderschönen Granitformationen vorbei, die in der untergehenden Sonne dunkelrot glühen. Da wir sowieso Mühe haben Gil zu folgen, bleibt hier keine Zeit für ein Foto. Gil lässt noch die singenden Steine erklingen und fährt zurück. Wir haben keine 5 Minuten Zeit das goldene Licht auf den Köcherbäumen einzufangen. Aber wir dürfen in dieser herrlichen Landschaft bleiben, solange wir wollen und laufen herum bis es ganz dunkel ist.

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Bevor der Mond ganz untergegangen ist und wir Sternfotos aufnehmen könnten, treibt uns der Hunger ins Camp zurück. Wir haben das Glück die einzigen Gäste zu sein, kochen uns ein paar Nudeln (jede Einheit hat eine kleine Kochgelegenheit), trinken einen passablen Wein und sehen bis spät in die Nacht in den fantastischen Sternenhimmel.
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4.Tag: die D707 wartet
Wir dürfen noch einmal zum Köcherbaumwald (etwa 5km vom Farmerhaus entfernt). Gil und Hendrik haben uns das Tor offen gelassen.
Sorry Bele jetzt kommen weitere Köcherbaumbilder, ich mag die wirklich schrecklich gerne und wünsche mir, sie auch noch einmal blühend zu sehen. Das ist einfach ein Farbrausch – knatschgelbe Blüten mit dunkelblauem Himmel.
Naja-heute noch einmal nicht blühende, dafür mit schönen Grasbüscheln dazwischen.
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Ich will mich so gar nicht von dieser Gegend trennen, aber wir haben am Nachmittag eine Verabredung mit Frau Gräbner auf Gunsbewys. So packen wir unser Auto, bekommen noch ein Frühstück, halten ein Schwätzchen mit Gil (Gil und Hendrik sind einfach furchtbar sympathisch) und fahren los. Die kleine Runde beim Giant Playground lohnt sich trotz Zeitknappheit. Dieses Gebiet erinnert mich, wie kein anderes an aufeinandergestapelte und wieder umgeworfene Bauklötze.
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An der Traumgegend bei Aus fahren wir wieder vorbei (aber vielleicht gibt es ja irgendwann eine 3. Namibiareise).
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Teil 1804. Aug. 2016
Da wir erst um drei Uhr in Gunsbewys ankommen wollen (Mittagspause= Farmers Koma) und wir gut durchgekommen sind, haben wir Zeit für einen Abstecher zur Tiras Farm. Auf unserer 1. Reise hatten wir dort übernachtet und machten damals einen wunderschönen Spaziergang entlang der Granitfelsen. Nach einigen Fotostopps, trotz miserablen Licht,
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(bereits auf der 707)
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erreichen wir pünktlich Gunsbewys. Wir haben das Guesthouse mit Küche gebucht. Es ist zwar einfach, aber mir gefällt es sehr gut und wir haben viel Platz, fast einen Ballsaal. Eine halbe Stunde später fahren wir schon zum Dünen-Sundowner in den nördlichen Teil des Farmgeländes.
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Während ich dieses herumrasende „Krabbeltier“ fotografiere,
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ist Frau Gräbner samt Slowly (der Hündin) und meinem Mann in den Dünen verschwunden. Ich komme kaum hinterhergehechelt, will aber das Fotografieren auch nicht lassen
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und erreiche mit hängender Zunge die Dünenspitze.
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Slowly und ich japsen um die Wette. Dort oben schmeckt das Bier besonders gut. Und während der Wind uns, unsere Rucksäcke, das Stativ und auch die Kamera mit Sand langsam aber beständig zuweht, geht die Sonne unter und wir erleben die zartesten Rosa- und Violett-Töne.
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Die Düne hinunter zu laufen geht schnell, im Nu sind wir beim Wagen und fahren zurück. Wieder sitzen wir lange draußen. Wer will bei diesem Sternenhimmel schlafen gehen? Mit der Taschenlampe suche ich noch nach Skorpionen - leider ohne Erfolg. Wenn ich das richtig interpretiert habe, kann man auch auf einem Holzgestell unter freiem Himmel schlafen. Leider habe ich das erst am nächsten Tag gesehen.
Teil 1905. Aug. 2016
5. Tag: es wird richtig heiß
Während mein Mann noch genüsslich im Bett döst, sitze ich, mit meinem obligaten Kaffee, vor dem Haus. Kurz nach Sonnenaufgang fahren wir mit dem Auto ca 2km in Richtung der Dünen hinter dem Farmerhaus. Von dort queren wir den ersten Dünenkamm und auf dem zweiten gibt es Kaffee und Kekse. Uns könnte es nicht besser gehen.
Blick von den Dünen
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Anschließend war eine erneute Tour mit Frau Gräbner geplant. Da sie sehr viel Schreibkram zu erledigen hat, fragt sie uns ob wir auch alleine losziehen. Sie gibt uns Skizzen und Aufzeichnungen mit und damit erkunden wir ihr Farmgelände östlich der 707. Auf dieser Seite liegen Granitfelsen
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und man findet Relikte, inklusive Zeichnungen von Buschmännern.
Heute ist es noch heißer. Bereits in den Dünen haben wir geschwitzt. Kurz nach zehn brennt die Sonne so gnadenlos, dass wir umkehren, auch wenn wir noch nicht alles gesehen haben. Wir lesen die interessanten Informationstafeln im Office und halten einen Plausch mit Frau Gräbner. Es geht auch um Wolwedans und zwei Tage später weiß ich ihre Kommentare einzuordnen.
Ich wünsche mir sehr, dass wir bei unserer nächsten Namibiareise Frau Gräbner wieder auf ihrer Farm sehen. Ihre Liebe zur Natur und der Wunsch nicht alles zu kommerzialisieren beeindruckt mich tief und alleine durch die Dünen zu laufen, ist auch nicht überall möglich. Natürlich hätten wir auch Frühstück und Abendessen dort bekommen.

Bis nach Koiimasis ist es ein Katzensprung. Wir kommen gegen 2 Uhr an. Die Anlage sprengt alle meine Erwartungen. Der Baustil ist superb und detailreich liebevoll. Wir können Chalet Nr. 2 sofort beziehen.
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Anstatt aber herumzulaufen und die Lodge samt Gelände zu erkunden, fallen wir bei dieser Hitze in einen komatösen Schlaf. (Mehrere Einheimische sagen uns, dass diese Temperaturen für April ungewöhnlich sind) Um halb vier versuche ich mit kaltem Kaffee unsere Sinne wiederzubeleben. An der Rezeption erhalten wir eine Karte mit den Wanderwegen und einer Skizze (nicht maßstabsgetreu und leider nicht aufgenommen) zum Köcherbaumwald. An dieser Stelle herzlichen Dank an Dieter (pleuro) der mich auf diesen Wald aufmerksam machte und mir auch eine Wanderung sehr plastisch beschrieb.

Die Fahrt zu den Köcherbäumen ist wunderschön.
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Ich bin hin und weg von den Granitformationen, den Sandverwehungen, den verhutzelten Bäumen und den Bergen. Die Köcherbäume stehen an einem Hang,
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der übersäht mit bunten Steinen ist.
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Wir haben leider viel zu wenig Zeit. Wir rennen fast den Hügel hoch. Während ich noch durch das Gelände stapfe,
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geht mein Mann langsam zurück und genießt einfach die grandiose Landschaft.

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Zurück fahren wir an den nun rotglühenden Granitfelsen vorbei
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(die sahen wirklich so aus)

zum „Parkplatz“ des kleinen Sundownerhügels. Ursprünglich wollten wir den großen Hügel hinauflaufen (nur Roland fährt wohl auf diesen mit seinem Auto), aber dazu war unsere Mittagspause viel zu lang. Die Sonne geht heute unspektakulär (5:40 Uhr) unter,
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aber das Felsplateau auf dem wir herumlaufen gefällt mir sehr.
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Es ist bereits dunkel als wir wieder in der Lodge ankommen und den ganzen Nachmittag haben wir keine Menschenseele gesehen.
Vor unserem Chalet sitzend, schaffen wir es tatsächlich die Bilder der letzten Tage auf unseren Laptop zu ziehen und einige zu löschen. Die Vertretung von Roland warnt uns vor Schlangen, die ungewöhnlicherweise noch immer sehr aktiv sein. Ungiftige mag ich-wir sehen gar keine!
Der Wein schmeckt, obwohl er etliche Grade zu warm ist und der Sternenhimmel ist wie immer gigantisch.
Teil 2006. Aug. 2016
6. Tag: Erwartungen werden nicht immer erfüllt

Bereits um sechs Uhr laufen wir los. (Die Wanderwege 1-3 beginnen hintern Pool, eine Wegbeschreibung gibt es an der Rezeption).
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Über Nacht hat es kaum abgekühlt. Zum Glück liegt der Hang lange im Schatten.
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Nach einer guten halben Stunde erreichen wir die Weggabelung. Während ich gerne den Namib View Trail weitergehen möchte, streikt mein Mann. (Ursprünglich war einmal die Felsentaltour geplant) Also laufen wir den Plateau Walk weiter. Keine 15 Minuten später, inzwischen fotografieren/ laufen wir in der Sonne,
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bin ich ihm wirklich dankbar. Beim Hinunterlaufen! pausieren wir zum Abkühlen im Schatten. Nach 1,5 Stunden und einem Verbrauch von 1,5l Wasser sind wir wieder zurück. Ein bisschen anders hatte ich mir das bei der Planung vorgestellt. puh

Vor unserem Chalet hüpft dieses Vögelchen auf Nahrungssuche herum.
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Unser Frühstück ist auch unglaublich lecker. Eigentlich frühstücke ich wenig, aber hier wird alles ratzeputz aufgegessen. An eines der hübschen Metalltiere, die an der Rezeption stehen, kann ich nicht vorbei und es wandert in unser Gepäck.

Abschied von Koiimasis.
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Die Berge von Kanaan sind traumhaft. Lange hatte ich bei der Planung zwischen Gunsbewys und Kanaan geschwankt. Letztendlich habe ich mich für die einfache Unterkunft entschieden und bin sehr froh darüber. Mit Frau Gräbner war der Sundowner einfach ein tolles Erlebnis und Kanaan kann ich vermutlich auch noch in ein paar Jahren besuchen.
Kanaan oder irgendwo auf der 707
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Während wir auf der gesamten 707 nur zwei Autos gesehen haben, beginnt auf der C27 die rush hour. Viele machen Mittagspause in BetaBeta. Die Kolonne setzt sich fast zeitgleich in Bewegung und da wir sehr langsam fahren, sind kurze Zeit später alle an uns vorbei und wir haben wieder unsere Ruhe.
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Wir fahren am Family Hideout und an der Startstelle vom Tok Tokkie Trail vorbei (aus Zeitgründen passte leider beides nicht in diesen Urlaub). Wir sehen Bergzebras, viele Oryx, Strauße und biegen zu den nördlichen Wolwedans Camps ab.
Oryx mit Feenkreis
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Empfangskomitee
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und sind gerade noch in gefühlter Einsamkeit, plötzlich am „quirligen“ Headquarter der Lodge.

Gleich vorneweg, es wurde letztendlich ein sehr schöner Aufenthalt im Namib Rand Reserve.
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Jetzt kommt der schwierigste Teil meines Reiseberichts (kein Wunder das ich versucht habe das hinauszuschieben) Die folgenden Zeilen musste ich mir scheinbar von der Seele schreiben und habe diese, nach längerem Überlegen, im Bericht gelassen.
Manchmal ist es vielleicht besser zu wissen, dass hier nicht immer alle Träume/Erwartungen sofort erfüllt werden. Auf alle Fälle drücke ich jedem von Euch die Daumen das auf Wolwedans zu finden, was er sich erträumt.
Bitte Alle die nichts Negatives über Wolwedans lesen wollen, die nächsten Absätze überspringen und erst beim Sundowner wieder einsteigen. (Was ich sehr gut verstehen könnte)

Unser Traum ist möglichst viel von diesem Gebiet zu sehen. Die Realität, die uns der Guide zunächst anbietet, sieht wie folgt aus: 3 Sundowner, 2 x Morgenfahrt 8-12 Uhr. Erst schaue ich nur ganz entsetzt und kann das nicht so recht glauben. Es klingt nicht nach einen Scherz zur Auflockerung. Für so ein Programm hätte ich nicht drei Nächte gebucht. Wird man nicht eigentlich nach seinen Wünschen gefragt? Stockend sage ich „Ich hätte da gelesen, es gäbe Ganztagesausflüge in den Süden und in den Norden mit tollen Felsen-Picknicksites“. Wir schauen in ein seeeehhhhr langes Gesicht. Mir schwant, das war kein Scherz, nein wir haben ein Problem. Mein Mann erkennt, dass ich gleich sehr emotional werde und greift ein. Normalerweise hat er damit Erfolg, heute aber nicht und die Diskussion wird vom Guide vertagt.
Während wir unser leckeres Mittagessen verspeisen, versucht man unsere Buchung zu finden. In Gedanken plane ich schon wo wir die drei Nächte alternativ verbringen könnten und bin fast enttäuscht, als herausgefunden wird, dass wir unter dem Vornamen der Safari Wilderness Agentin gebucht sind. Der Blick von Zelt 3 im Dune Camp
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versöhnt mich erst einmal. Was für eine Landschaft - zum Niederknien schön, deshalb sind wir hier. Ich hole mir einen Kaffee, lege mich auf den Liegestuhl und bin immer noch vom Ausblick überwältigt. Zum Herumlaufen ist mir leider viel zu heiß und so sehe ich einfach den vor uns äsenden Oryx zu.
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Als es zum Sundowner geht, greife ich das Thema Programm der nächsten zwei Tage wieder auf. Schnell ist klar, wir sollen uns einfach mal entspannen, eine Massage buchen und das Standardprogramm hinnehmen. O.K. nicht mit mir. Jetzt befinde ich mich eindeutig außerhalb meiner Komfortzone und werde früher abreisen oder im Notfall das bis zum Manager eskalieren. Ich schlage vor, es könnte uns ja IRGENDJEMAND z.B. N..., der uns zum Camp gebracht hat, herumfahren. Die Guides haben ja viel Menschenkenntnis und ihm schwant jetzt wohl, dass er bei mir nicht durchkommt. Er geht ans Funkgerät (ich verstehe nur etwas von Lunch und 2. Guide) und dann lässt er uns schmorren. Die Fahrt zum Sundownerplätzchen ist soooo schön.
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Nachdem er ein Bierchen getrunken hat, rückt er heraus „was wir davon halten würden, morgen früh um halb sechs loszufahren und am Tag drauf die Ganztagestour in den Süden allerdings von 8-16Uhr“. Ich bin verblüfft und s..glücklich, damit habe ich gar nicht mehr gerechnet und strahle ihn an. Er lacht zum Glück zurück und brummelt irgendwas von „man müsste sich ja erst kennenlernen, um dann auf die Gäste eingehen zu können“. Wenn er das so sieht, soll mir das recht sein. Ich will nur noch, dass wir alle so schnell wie möglich diesen sehr ruppigen Start vergessen und wunderschöne Stunden vor uns liegen. Bis heute ist mir nicht klar, ob zu wenig Guides zur Verfügung standen oder unser Guide nur zu faul für einen Ganztagesausflug war. Oder es einen 3. Grund gab.
Glücklich genießen wir den Sonnenuntergang.
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Beim Abendessen loben die anderen Gäste den tollen Service, die tolle Logistik, das tolle Essen. Keiner erwähnt die Landschaft. Weil das selbstverständlich ist? Der Abend wird allerdings sehr interessant als das Gespräch auf weltübergreifende politische Themen kommt wie Trump und die weltweite Menschenmigrationen. Hier sitzen α-Tiere aus Australien, USA, Holland, Reunion und die Diskussion ist faszinierend. Ja die Gespräche sind spannend, nur ich fühle mich bei den Reichen und Schönen etwas fehl am Platz und würde am liebsten die nächsten Abendessen aussparen. Das Fünfgänge Menü ist aber so exquisit, dass ich diesen Plan sehr schnell wieder verwerfe.
Später kuscheln wir sehr lange auf einem der Liegestühle vor unserem Zelt und wie könnte es anders sein, betrachten den Sternenhimmel. Oh wie schön ist Namibia!

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