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Gel(i)ebte Zeit - Im Dachzelt durch Afrika...
10 Antworten · 5'829 Aufrufe · gestartet 12. Juli 2016 von steenklopper
STsteenklopperThemenstarter2 Beiträge · seit 201612. Juli 2016 · #1
„Lernen Sie den Alltag von Dachzelt-Campern im südlichen Afrika kennen und kommen Sie mit in einsame Gegenden, wie eine der weltgrößten Salzpfannen in Botswana oder das Diamanten-Sperrgebiet in Namibia. Lesen Sie, wie es ist, einmal auf der anderen Seite des Tourismus zu stehen, ungewollt in eine Naturkatastrophe zu geraten oder heikle Begegnungen mit wilden Tieren zu überleben. Wie ändert sich die eigene Wahrnehmung durch solche Reiseerfahrungen? Wandelt sich dadurch vielleicht sogar der Blick auf die Heimat?“
Soweit der Klappentext meines Buches. Und nun zu mir:
Ich bin eine Gowissenschaftlerin, die seit der Wende privat und auch beruflich ein wenig in der Welt herumgekommen ist. Der afrikanische Kontinent wurde zu meinem Lieblingsreiseziel im Urlaub. Hier verbringe ich zusammen mit meinem Mann jedes Jahr mehrere Wochen individuell und fernab von Touristenhochburgen. Unsere Art des Reisens ohne große Vorplanung lässt dem Zufall genügend Raum für das Abenteuer Leben, dem wir uns auf jeder unserer Touren aufs Neue verschreiben. In Museen und geowissenschaftlichen Vereinen habe ich mehrere Vorträge über Namibia, insbesondere das Diamanten-Sperrgebiet gehalten. Auch wurden schon Aufsätze von mir zum Thema Namibia, prosaische wie geowissenschaftliche gleichermaßen, veröffentlicht.
Ich schreibe wegen meiner Freude am Erzählen und nicht wegen des Autorenhonorars. Mein Auskommen verdiene ich in meinem eigentlichen Beruf. Trotzdem muss ich ein wenig für mein Buch werben, damit andere Afrikafreunde, die sich vielleicht auch an meinen Geschichten erfreuen möchten, es finden können, z. B. auf Amazon.📎 Umschlag.pdf
PAPascalinah2'772 Beiträge · seit 200620. Juli 2016 · #2
Ich habe mir das Buch mal heruntergeladen und gelesen... Freude am Erzählen hat die Autorin... aber etwas mehr Afrikaerlebnisse hätte ich mir schon vorgestellt... sie schweift ab und labert und labert.... Dies ist mein persönlicher Eindruck zu dem Buch... bei Amazon vergebe ich höchstens 1 Stern... Andere Leser empfinden das vielleicht anders... Gruß Pascalinah
SASanne2'460 Beiträge · seit 200620. Juli 2016 · #3
Hallo Gisela,
ich denke ehrlich gesagt immer noch darüber nach, was Du damit meinst, "einmal auf der anderen Seite des Tourismus zu stehen"?? Fernab von Tourismushochburgen im südlichen Afrika zu reisen, ist ja erfreulicherweise recht einfach. 😉
Irgendwie komm ich sprachlich nicht richtig hinter Dir her - man lernt also den Alltag von Dachzelt-Campern kennen, aber in wie weit unterscheidet sich der denn von dem der Bodenzelt-Fraktion?
Ich habe jetzt nur das kostenlose Vorwort gelesen. Da schreibst Du, dass man in Namibia alles selbst organisieren muss - das stimmt so natürlich nicht, natürlich kann man sich dort auch vom Reiseleiter an die Hand nehmen lassen, wenn man das will. Das gilt für das gesamte südliche Afrika....
Viele Grüße Sanne
STsteenklopperThemenstarter2 Beiträge · seit 201620. Juli 2016 · #4
Liebe Sanne, Ich möchte Deine Fragen beantworten: 1. Ich habe vor einigen Jahren für ein paar Wochen auf einer Farm mitgearbeitet. 2. Natürlich unterscheidet sich das Camping im Bodenzelt nicht von dem im Dachzelt, was Reiseerlebnisse, -route und sicher auch das Reisegefühl betrifft. Sobald allerdings das Dachzelt aufgebaut ist, wird das Auto quasi zur Immobilie. Das hat der Bodencamper nicht. Der Buchtitel bezieht sich auch ein wenig darauf, dass wir nichts ausleihen müssen, da wir ein eigenes Auto haben. Wie wir dazu gekommen sind und was das bedeutet ist auch Thema des Buches. 3. Wir reisen seit 13 Jahren ohne jeglichen Reiseleiter, ohne Vorbuchung oder Tourenplanung und manchmal auch ein wenig "ohne Netz und Boden". Darüber schreibe ich unter anderem auch im Buch. Man muss sich nur dann alles selbst organisieren, wenn man so reisen möchte wie wir. Selbstverständlich kann man sich auch von einem Reiseleiter an die Hand nehmen lassen, wenn einem das zu heikel ist. Unsere allererste Reise war auch eine organisierte. Es grüßt Dich Gisela
BEBerg-Eule2'060 Beiträge · seit 201320. Juli 2016 · #5
Hallo Gisela,
hast du dich hier im Forum einmal umgeschaut, bevor du einen ersten Beitrag geschrieben hast?
steenklopper schrieb: 3. Wir reisen seit 13 Jahren ohne jeglichen Reiseleiter, ohne Vorbuchung oder Tourenplanung und manchmal auch ein wenig "ohne Netz und Boden". Darüber schreibe ich unter anderem auch im Buch. Man muss sich nur dann alles selbst organisieren, wenn man so reisen möchte wie wir.
Das ist unter den Fomis nichts besonderes, viele reisen so wie ihr ohne Buchungen, viele mit Dachzelt. Auch haben manche ein eigenes Auto. Hier im Forum stehen viele tolle Reiseberichte, die man kostenfrei lesen kann, und es gibt auch schon sehr viele Bücher wie deines. Hoffentlich hast du dir keine übertriebenen Hoffnungen gemacht.
Weiterhin schöne Erlebnisse!
ERErika2'338 Beiträge · seit 200720. Juli 2016 · #6
Ohje, ohje, wir reisen bereits seit 25 Jahren für jeweils mehrere Monate pro Jahr unorganisiert und ganz allein mit dem eigenen Fahrzeug und Dachzelt durch Afrika, aber es wäre mir nie in den Sinn gekommen, ein Buch darüber zu schreiben. Ich finde, dass das keine besondere Leistung ist, zumal ja wirklich sehr viele Leute so reisen, wie wir das tun.
Ich empfand es nicht mal als aussergewöhnlich, als wir 1971 mit unserem VW-Bus von Kapstadt bis in die Schweiz fuhren. Das haben sehr viele andere Leute auch gemacht. Damals wäre man bestimmt froh darüber gewesen, gewisse Infos aus Reisebüchern zu kriegen, aber heute gibt’s dafür ja jede Menge Reiseführer und das Internet.
Du schreibst „im Dachzelt durch Afrika“ erwähnst jedoch nur immer Namibia und Botswana. Wart ihr denn schon in anderen afrikanischen Ländern?
ich habe ähnliche Bücher schon - durchaus mit Genuss - gelesen, vorrangig auf Pad, wo ich keine Lust auf allzu anspruchsvolle Literatur habe und auch keinen Internetzugang, sodass ich nicht stattdessen die vielen sehr guten Reiseberichte hier im Forum lesen kann.
Ich hoffe nur, dass sich Namibianeulinge, die Dein Buch als Anregung lesen, einige Deiner "Tipps" nicht zu sehr zu Herzen nehmen, da sie brandgefährlich sind, zum Beispiel "Man kann auch ruhig mal eine Nacht am Straßenrand stehen". Hast Du noch nie von Überfällen gehört, die gerade auf solch unvorsichtige Menschen verübt werden, die dies tun. Man kann sicher mal irgendwo weit ab jeglicher Zivilisation eine Nacht stehen, aber am Straßenrand?? Du schreibst, in Namibia gebe es kaum Regeln, an die man sich halten muss und man kann sich viel freier entfalten. Beim "Wildcampen" gibt es die Regeln sehr wohl, Du hast sie nur vielleicht übersehen. Das, was Du vorschlägst, ist auch in Namibia an den meisten Orten schlicht verboten in Nationalparks, auf Kommunalland, ... da bleibt eigentlich nur noch ein Teil des Kaokovelts, wo es wirklich einsam ist.
Lagerfeuer sind auf Campingplätzen in Namibia üblich, soweit gut, aber auch in Deutschland kann ich ein kleines Feuer im heimischen Garten machen, wenn ich ein wenig Rücksicht auf meine Nachbarn nehme (Windrichtung und so). Das haben wir mit unseren Kindern zum Stockbrot backen oft praktiziert. An unseren häufigen Grillabenden in unserem Garten hat sich auch noch nie jemand gestört und auch unsere Nachbarn handhaben das genauso. Wenn allerdings unser Sohn auf dem Balkon seiner Eigentumswohnung grillen will, muss er mit Gas Vorlieb nehmen, denn in größeren Wohngebäuden mit mehreren Einheiten gibt es sowas wie eine Hausordnung. Das ist vielleicht sehr deutsch, dass vieles durch klare Vorgaben geregelt wird. Wir leben hier aber sehr dicht beeinander. Wenn Du ein Grundstück weit außerhalb eines Ortes hast, kannst Du Dich auch in Deutschland anders entfalten als in einer Wohnung.
Ansonsten kenne ich kaum ein Land, in dem man so unproblematisch ein Fahrzeug mit Campingausrüstung mieten und losfahren kann wie in Namibia, in dem es so viele Möglichkeiten gibt, ein eigenes Fahrzeug unterzustellen.
Namibia ist ein verhältnismäßig leicht zu bereisendes Land und die "Sicherungsmaßmahmen" wie Warnschilder oder Absperrungen gibt es dort durchaus. Dass am Sesriem Canyon kein Geländer ist, findest Du besonders. Ich empfehle Dir eine Reise in die Alpen, dort gibt es unzählige Canyons, dort werden sie Täler genannt und alle sind, obwohl viel tiefer als der Sesriem, ohne Geländer. Ebenso sind die Gipfel, auch die viel besuchten, nicht gesichert. Und auf Spaniens höchstem Berg, dem Teide, kann man geradewegs in den Krater fallen, wenn man hinaufgestiegen ist, keinerlei Geländer.
für mich ist es nach 18 Jahren Afrikareisen mit eigenem Auto und Dachzelt derzeit spannender, nach Österreich zu fahren als von Windhuk nach Salima.... Leider, leider.... Aber nen Buch über etwas "normales" zu schreiben ist mir auch noch nicht in den Sinn gekommen..... "Ohne Netz und Boden" bei der Aussage muss ich echt schmunzeln. Zeigt sie doch, welche verweichlichten Menschen wir sind. Schrecklich ..... Gruß
BEBernd1'182 Beiträge · seit 200622. Juli 2016 · #9
Hallo Gisela,
es wundert mich schon sehr, wie vollmundig Du Dein Buch in diesem Forum anbietest.
Du hättest Dir die Mühe machen sollen, einige vergleichbare, hier im Forum veröffentlichte Reiseberichte zu lesen. Dann hättest Du feststellen können, dass einige dieser nicht seltenen Reiseberichte durchaus weitere oder bessere Informationen liefern.
Es gibt eben in diesem Forum viele, die seit Jahren oder auch Jahrzehnten in der Weise reisen, wie Du es als Besonderes verkaufen willst. Einige davon haben schon vor langer Zeit Bücher oder Reiseberichte geschrieben. Also Deine Idee ist in der Tat nicht neu - ganz im Gegenteil.
Und der Titel Deines Buches ...??? Da schweige ich lieber.
Gruß, Bernd
CAcamperfan235 Beiträge · seit 201622. Juli 2016 · #10
Für uns mag es ja romantisch sein, dank unserer finanziellen Sicherheit Reisen unternehmen zu können und das letzte Gefühl von Freiheit auf der Pad erleben zu können (was ohne entsprechende Finanzen auch nicht geht). ...die Leute die so lebten mußten, wie Du die Schürfer beschreibst, hätten sicher gerne mit unserem "bequemen Leben" in D getauscht, statt in der Romantik der Wüste zu darben. Es ist nämlich alles andere als romantisch, heute nicht zu wissen was Du morgen auf dem Teller hast und ob Du Dir das überhaupt leisten kannst. Übrigens kannst Du als Geologin mit entsprechendem finanziellen Netz wohl auch kaum nachvollziehen, wie man im ach so verwöhnten D z.B. als alleinerziehende Mutter mit geringem Einkommen gerade so überlebt und nicht allzu viele profitiert von dem Reichtum unseres Landes. Natürlich haben wir immer noch ein soziales Netz aber auch das kann nicht alles auffangen. Der viel zitierte Mindestlohn reicht nämlich kaum aus um sich mehr als ein Auskommen auf unterstem Level zu schaffen. Übrigens finanziere ich als Altenpflegerin mit 40 h regulärer Arbeitszeit und vielen Überstunden meine Reisen mit einem zusätzlichen 400 € Job..... Absolut entsetzt hat mich das Schnodderige Schreiben über das auslaufende Benzin, das man einfach so laufen läßt und hunderte km zur nächsten Werkstatt fährt, statt es abzudichten zu versuchen. Ob man das mit einem Tape hätte abdichten können weiß ich nicht aber es hätte doch sicher eine Farm gegeben, wo man hätte um Hilfe fragen können ? Als Geologin müßtest Du doch wissen, was auslaufender Treibstoff im Boden anrichten kann ???? Oder darf das in Namibia sein ? Ist ja alles Wüste....
BEBernd1'182 Beiträge · seit 200624. Juli 2016 · #11
Hallo,
nachdem diese Story sehr kontrovers diskutiert wird, habe auch ich mir den Text des Buches heruntergeladen. Nach Seite 32 habe ich aufgegeben, weil mich das oberflächliche Gelaber mit allgemein längst bekannten Gemeinplätzen genervt hat - da bin ich ganz der Meinung von Pascalinah.
Der Titel des Buches ist grob irreführend.
Seltsam, dass die Autorin sich zu allem noch nicht geäußert hat.
Gruß, Bernd
PS: Um nicht nur zu nörgeln, stelle ich gerne fest, dass der Schreibstil der Autorin durchaus angenehm ist.