Raub in Swakopmund

32 Antworten · 10,3k Aufrufe · gestartet 22. Juni 2016 von Christian-S.
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Themenstarter216 Beiträge · seit 200922. Juni 2016 · #1
Am vergangenen Mittwoch wurde wohl am fruehen Abend eine norwegische Diplomatin in Swakopmund ueberfallen und verletzt, als sie mit einer weiteren Person vom Tug Richtung Tiger Reef lief. Sie trug Kopfverletzungen davon und Ihre Handtasche mit Geld wurde gestohlen.
(http://www.republikein.com.na/nuus/diplomaat-op-swakop-aangeval/)

Ich laufe hier in Swakopmund immer recht sorglos durch die Gegend, aber man muss sich wohl vergegenwaertigen, dass die Dinge sich moeglicherweise gerade aendern.

Viele Gruesse,
Christian
zuletzt bearbeitet 22. Juni 2016
454 Beiträge · seit 200622. Juni 2016 · #3
tja solange in nambia moerder , vergewaltiger und kinderschaender fur 500N$ auf bail rauskommen, kann ihnen ja nichts passieren und deshalb wird das land den bach runtergehen, wie viele afrikanische staaten. und die regierung macht sich nur die taschen voll und gibt geld fuer neue parlamente aus....
bestes beispiel auch der fall von hans moeller....die werden auch wieder auf bail rauskommen, waren sie ja vorher auch. nur wenn man die falsche hautfarbe hat, dann bleibt man drinnen....immer wieder das gleiche und daran wird sich auch nichts aendern....
und die frau beim tug wird nicht die letzte gewesen sein in diesem jahr die als touri ueberfallen wird!!
16,9k Beiträge · seit 201222. Juni 2016 · #4
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zuletzt bearbeitet 16. März 2018
33,1k Beiträge · seit 200622. Juni 2016 · #5
Hi Logi,
Wo die Kernkompetenzen der Polizei so liegen, lässt sich heute wieder prima hier nachlesen:
eine der Kernkompetenzen. Man muss der Polizei - bei dem ganzen Unsinn den diese natürlich macht - aber auch zu Gute halten, dass sie im Fall von Hans-Jörg Möller binnen Stunden drei Tatbeteiligte gefasst haben. Das passiert, so erstaunlich ich das auch finde, bei Mordfällen fast immer. Da scheinen also auch willige und gute Polizisten am Werk zu sein.
Das das Gerichtssystem diese womöglich dann irgendwann freilässt, ist natürlich ne andere Geschichte.

Hi Christian,
Ich laufe hier in Swakopmund immer recht sorglos durch die Gegend,
ich auch... und das mache ich auch weiterhin!

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 22. Juni 2016
68 Beiträge · seit 201622. Juni 2016 · #6
Ich habe auch davon gehört und bin schockiert. Bin selber noch letzte Woche Montag mit meiner Freundin dort gewesen und auch vom Jetty zum Tiger reef gelaufen. Absolut sicher und nicht nötig ein Taxi zu nehmen, versicherte man uns mehrfach..
Themenstarter216 Beiträge · seit 200922. Juni 2016 · #7
Christian, Du hast Recht. Die Kriminalpolizei arbeitet in der Regel recht effizient und setzt Verdaechtige erstaunlich schnell fest. In meinen Augen liegt in der Justiz einiges im Argen. Prozesse werden ewig verschleppt und es passieren skandaloese Pannen bei der Gewaehrung von Kaution.

Und ja, ich werde natuerlich auch weiter in Swakopmund ohne Geleitschutz durch die Gegend laufen. Ich lebe in der Innenstadt und bin froh, dass ich ueberall hinlaufen kann und das Auto nur selten brauche.

Viele Gruesse,
Christian
33,1k Beiträge · seit 200622. Juni 2016 · #8
Offizielles zum Thema.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian

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Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
454 Beiträge · seit 200622. Juni 2016 · #9
tja aber leider ist diese pressemitteilung einfach nur wieder eine politische floskel, denn aendern wird sich rein gar nichts, wenn die verantwortlichen in den ministerien etc nicht darauf draengen, dass diese bail regelungen anders gehandhabt werden. denn gerade die schweren uebergriffe werden in der regel von denjenigen veruebt, die wegen der gleichen oder aehnlichen delikte schon auf bail draussen sind und das nicht nur einmal. und solange sich da nichts aedert wird es von monat zu monat schlimmer. und es werden bei weitem nicht alle faelle angezeigt, da es durch solche erfahrungen in der vergangenheit eben als sinnlos erachtet wird stundenlang bei der polizei einen fall anzuzeigen, bei dem der verdaechtige - wenn er denn geschnappt wird - am naechsten tag wieder auf freiem fuss ist. solange die regierung das thema nicht ernst nimmt sondern sich um ihre eigene bereicherung kuemmert wird sich da nichts aendern...
2'664 Beiträge · seit 201222. Juni 2016 · #10
Vor ca. 15 Jahren wurde meine Mutter bei den Toiletten an der Jetty überfallen durch zwei jüngere Ovambos.
Sie bedrohten sie mit einem Messer.
Als sie dann die zwei auslachte und in ihrer eigenen Sprache wegen des Messers schmähte,
dachten sie die Alte sei verrückt und türmten.
Die haben vor nichts mehr Angst als vor Verrückten.

Mit dieser lustigen Episode will ich nur sagen, daß jene, die meinen die Überfälle in Swakopmund seien etwas Neues, nicht wissen, wovon sie reden. Das Drama Überfälle hat aber wirklich erst nach Unabhängigkeitswerdung von Namibia begonnen. Und es wird in Brutalität immer schlimmer. Wie auch bei Möller, wurde vor wenigen Jahren unserer Dorfschreiner mitten im kleinen Karibib von solch abartigen Monstern überfallen und bestialisch zu Tode gequält. Man kann sich nirgendwo darauf verlassen, daß dieses Ungeziefer in Menschengestalt nicht doch auftaucht.

Schuld daran ist ein völlig inkompetentes rassistisches Rechtssystem, das Mörder immer wieder freiläßt wie im Fall Möller. Diese idiotischen Magistrate sind ganz einfach zu dumm, zu begreifen, daß sie sich als Helfer der Mörder betätigen. Aber solche Leute haben oftmals genauso wenig Gewissen wie die Raubmörder selbst. Sie sind Mittäter.
zuletzt bearbeitet 22. Juni 2016
131 Beiträge · seit 201522. Juni 2016 · #11
Christian-S. schrieb:Christian, Du hast Recht. Die Kriminalpolizei arbeitet in der Regel recht effizient und setzt Verdaechtige erstaunlich schnell fest. In meinen Augen liegt in der Justiz einiges im Argen. Prozesse werden ewig verschleppt ....
Dieser Satz könnte im übrigen genauso in Deutschland stehen, da zutreffend!
2'844 Beiträge · seit 201122. Juni 2016 · #12
Hallo Christian,
habe eben hier den erwähnten Namen Hans-Jörg Möller gelesen und dann gesucht, da ich bisher noch gar nichts darüber gelesen habe - und bin erschüttert!
http://www.hitradio.com.na/nachrichten/20-juni-2016-nachrichten-am-morgen
Gibt es mehr Infos!?
Unfassbar, wie schrecklich.
Traurige Grüße
Strelitzie
16,9k Beiträge · seit 201222. Juni 2016 · #13
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zuletzt bearbeitet 16. März 2018
2'664 Beiträge · seit 201222. Juni 2016 · #14
travelNAMIBIA schrieb:Offizielles zum Thema.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian

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Ach ist das Schreiben niedlich. Das Gesocks wird auch gerade dieses schöne Schreiben mit buntem Wappen und Stempel lesen!
Und wenn der Polizist, der vor dem Haus des Herrn Shifeta mal gerade weg k....n ist, brechen sie auch bei ihm ein, wie verschiedentlich gehabt bei diesen "Würdenträgern". 😄
16,9k Beiträge · seit 201223. Juni 2016 · #15
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zuletzt bearbeitet 16. März 2018
454 Beiträge · seit 200623. Juni 2016 · #16
hier gibt es einen link indem man eine petition gegen freilassug auf bail zeichnen kann:
http://www.ipetitions.com/petition/no-bail-4-murderers
ich denke aber im grossen und ganzen wird sich nichts aendern, erst wenn die ersten sich wehren und solche selbst ueber den haufen schiessen oder nachbarschaftswachen kurzen prozess mit denen machen...
2'664 Beiträge · seit 201223. Juni 2016 · #17
Das wird nicht passieren, weil die Justiz total rassistisch ist, und zum Anderen, daß die Justiz in Namibia, wie in Deutschland, mehr um das Wohlergehen von Mördern und sonstigen Verbrechern besorgt ist als um das Wohlergehen der Opfer.
zuletzt bearbeitet 23. Juni 2016
172 Beiträge · seit 200725. Juni 2016 · #18
Das Thema Gewalt in Namibia ist ernst und beunruhigt ws. viele hier.
(rechtskonforme) Bürgerwehren werden übrigens auch in D gerade öffentlich diskutiert.
Lynchjustiz ist meines Erachtens jedenfalls abzulehnen. Ich kann solche Äusserungen zwar aus der emotionalen Betroffenheit heraus nachvollziehen, allerdings würde man damit die falsche Richtung ( nämlich zu noch mehr Unrecht ) einschlagen.
Es ist lächerlich, wenn Innenpolitik sich auf Ministerialebene in Friede-Freude-Eierkuchen-Appellen erschöpft.
Was von diesen Petitionen, die jetzt im weltumspannenden Netz allenthalben auftauchen zu halten ist, weiss ich auch nicht so recht.
Aber ich schliesse mich der Auffasssung an, dass diese o.g. Kautions-Politik völlig unangemesssen im Zusammenhang mit Kapitalverbrechen ist. Insofern bietet uns, als Forum, die oben verlinkte Petition immerhin die Möglichkeit unsere Besorgnisse als Touristen einmal gebündelt und konkretisiert ins Bewusstsein von "verantwortlichen Kreisen" zu bringen.
Das ist wenig genug, aber immer noch besser als seinen Frust und seine Ängste wahlweise mit Verbalgewalt oder Verdrängung zu kompensieren.
Beste Gruesse Piet "Alles ist gut! Solange du wild bist!"
7'296 Beiträge · seit 200625. Juni 2016 · #19
crockydile schrieb:Das Thema Gewalt in Namibia ist ernst und beunruhigt ws. viele hier.
(rechtskonforme) Bürgerwehren werden übrigens auch in D gerade öffentlich diskutiert.
Lynchjustiz ist meines Erachtens jedenfalls abzulehnen. Ich kann solche Äusserungen zwar aus der emotionalen Betroffenheit heraus nachvollziehen, allerdings würde man damit die falsche Richtung ( nämlich zu noch mehr Unrecht ) einschlagen.

... das sehe ich auch so.
Man braucht auch keine schärferen Gesetze.
Es müssten nur die bestehenden auch mal angewendet werden.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
33,1k Beiträge · seit 200625. Juni 2016 · #20
Hi Wolfgang,
Es müssten nur die bestehenden auch mal angewendet werden.
die bestehenden werden angewendet, sie sind nur nicht eben für die "Lage" angemessen. Aber wenn einer verurteilt wird in diesem Landes, z.B. wegen Mordes, gibt es nur noch sehr sehr selten weniger als 35 Jahre Gefängnis - und das sind anders als zB. in Deutschland "echte" 35 Jahre.

Man müsste schlichtweg die Gesetze zum Thema Kaution anpassen, z.B. Mordverdacht keine Kaution (egal was für ein lieber Mensch man sein ganzes Leben lang war, ob es keine Fluchtgefahr gibt etc)

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!