Reisebericht

Begegnungen - In den Norden von Namibia

von LolaKatze · begonnen 21. Juni 2016 · 29 Teile

Teil 121. Juni 2016
Letztes Jahr waren wir das erste Mal in Namibia und es hat uns so gut gefallen, dass wir uns auch dieses Jahr für Namibia entschieden haben.

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Während wir im letzten Jahr mehr oder weniger die klassische Einsteigertour gemacht haben, sollte es dieses Jahr in den Norden gehen. Lange haben wir darüber nachgegrübelt, ob wir uns das Kaokoveld zutrauen oder nicht. Wir haben unzählige Reiseberichte gelesen und je nach Bericht das Kaokoveld eingeplant und wieder verworfen und wieder eingeplant und wieder verworfen…..
Letztendlich haben wir uns gegen das Kaokoveld entschieden. Zum einen haben wir keinen Reisepartner gehabt, zum anderen denken wir, dass der Bushcamper von ASCO auch nicht hundertprozentig kaokoveld-tauglich ist und wir hatten – und haben – viel Respekt vor dieser Gegend. 🤪

Aber: Das nächste Mal soll es unbedingt dorthin gehen. 😗
Die Planung haben wir dieses Mal fast ausschliesslich mit Informationen aus dem Namibia-Forum und den Reiseberichten gemacht. Danke mal wieder an alle Foris – ihr seid spitze. 🤩

Und: Wir haben – wie immer – alle Unterkünfte vorgebucht. Das war nicht immer nötig, doch einige Campgrounds waren durchaus ausgebucht. So hatten wir auf jeden Fall immer unsere Wunschunterkunft und konnten dann vor Ort immer noch entscheiden, ob wir von unserem „Plan“ abweichen wollen oder nicht.

Hier unsere Tourdaten:
14. Mai 2016: Flug nach Windhoek
15. Mai 2016: Windhoek
16. Mai 2016: Übernahme Bushcamper bei ASCO
17.Mai 2016: Blutkuppe - Campground
18.Mai 2016: Wüstenquell - Campground
19. Mai 2016: Wüstenquell - Campground
20. Mai 2016: Brandberg – White Lady Lodge – Campground
21. Mai 2016: Brandberg – White Lady Lodge – Campground
22. Mai 2016: Twyfelfontein – Mowani Campground
23. Mai 2016: Twyfelfontein – Mowani Campground
24. Mai 2016: Palmwag Lodge Campground
25. Mai 2016: Palmwag Lodge Campground
26. Mai 2016: Purros Community Campsite
27. Mai 2016: Fort Sesfontein Lodge
28. Mai 2016: Camp Aussicht Campground
29. Mai 2016: Camp Aussicht Campground
30. Mai 2016: Epupa Falls Lodge Campgound
31. Mai 2016: Kunene Lodge Campground
01. Juni 2016: Kunene Lodge Campground
02. Juni 2016: Ongula Homestead Village Campground
03. Juni 2016: Onguma Leadwood Campground
04. Juni 2016: Onguma Leadwood Campground
05. Juni 2016: Okonjima Campground
06. Juni 2016: Okonjima Campground
07. Juni 2016: Dusternbrook Campground
08. Juni 2016: Rückflug nach Frankfurt

Und warum Begegnungen?. Ganz einfach: Wir hatten unterwegs so viele Begegnungen: mit netten Menschen und mit grossen und kleinen, zum Teil aber auch mit unliebsamen Tieren, dass wir schnell zu diesem Titel gekommen sind.
So, jetzt geht es aber endlich los!
Teil 221. Juni 2016
14. Mai 2016: Flug von Frankfurt nach Windhoek


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Bereits am Freitag abend waren die Koffer und Taschen gepackt, gewogen und für gut befunden worden. Wir haben einen kleinen Abschiedsdrink genommen – zur Einstimmung auf den Sundowner sozusagen und natürlich zur Malariaprophylaxe - und dann noch einen letzten Blick ins Forum geworfen: Oh Schreck 🤩 : 5 Piloten haben sich krankgemeldet und Air Namibia musste sich eine Maschine von HiFly leasen. Was heisst das für uns? Sind wir betroffen? Gibt es Änderungen? 😐

Nach einiger Recherchiererei war uns dann klar, dass wir mit der „richtigen“ Air Namibia Maschine fliegen werden. Ja, da waren wir schon etwas erleichtert. 😁

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Und unterwegs haben wir dann auch ein paar Betroffene getroffen: Die Meinungen zu der Maschine waren unterschiedlich – so wie ja auch hier im Forum. Aber was wir nicht so richtig realisiert haben: Am Freitag war Unwetter in Frankfurt und Umgebung, so dass es zu Flugausfällen und Verspätungen kam – und die HiFly-Maschine war davon auch betroffen.

Aber unser Flug ist am Samstag pünktlich um 20:10 Uhr in Frankfurt gestartet.

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Teil 323. Juni 2016
15. Mai 2016: Ankunft in Windhoek

Wir sind pünktlich um 5:30 in Windhoek gelandet. Der Fahrer von ASCO war auch schon da und wir mussten nur noch auf eine Gruppe Schweizer warten. Die Zeit haben wir genutzt, um ein paar Namibische Dollar einzutauschen.
Mir war die Warteschlange am ATM in der Flughafenhalle zu lang, so dass ich zur Wechselstube gegangen bin. Da war nur eine Person vor mir. Da muss ich nicht lange warten, dachte ich 😵 .Doch die Damen in der Wechselstube haben so umständlich gearbeitet und so lange gebraucht, um alle Formulare auszufüllen, dass ich dort länger warten musste wie am Bankautomaten. Tja, so kanns gehen.
Tipp: Draussen, vor dem Flughafengebäude gibt es seit neuestem einen ganz neuen ATM und zwar nicht von der Bank of Windhoek (die mag unsere Karten eh nicht), sondern von der FNB-Bank. Und davor war es ganz leer – weil dieser Automat wohl noch nicht so bekannt ist.
Die Gruppe Schweizer – „Kollegen“, die zusammen einen Trip nach Botswana machen - ist dann irgendwann aufgetaucht, musste aber noch unbedingt eine Zigaretten rauchen, Geld holen und nochmals eine Zigarette rauchen. Genug Zeit, um ein bisschen zu plaudern. Doch dann konnte es endlich losgehen.
Wir konnten unseren Camper erst am Montag übernehmen, deshalb ging es erst einmal in die Pension Steiner. Dort hat man uns schon erwartet, und wir konnten sogar schon unser Zimmer beziehen. Frühstück gab es auch schon. Supi!

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So gestärkt konnte es dann auch gleich losgehen ins Wernhill Center: Sim-Karte kaufen im MTC-Shop, eine Kleinigkeit zum Essen und Trinken holen, die ersten Souvenirs entdecken und das alles ganz entspannt, es ist ja schliesslich Sonntag. Letztes Jahr waren wir noch nicht so relaxed: wussten wir doch gar nicht, was da alles auf uns zukommt, wie alles funktioniert, was wir beachten müssen. Tja, da können wir dieses Jahr nur drüber lächeln.
Doch auch dieses Jahr haben wir das Crafts Center nicht gefunden. Gibt es das überhaupt noch?
Dort - im Crafts Café - wollten wir eigentlich eine Kleinigkeit zu mittag essen. Aber egal: Dann gehen wir halt ins Hilton. Auf der Dachterrasse soll man einen schönen Blick auf Windhoek haben. Und was soll ich euch sagen: Der Blick ist wirklich fantastisch – wenn man sich mal die vielen Baustellen wegdenkt.

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Wir geniessen auf jeden Fall die Aussicht, die nette Atmosphäre, trinken einen – eher zwei - vorgezogenen Sundowner, essen einen kleinen(?) Snack und sind dann so müde und so faul und es ist so heiss, dass der angedachte Stadtrundgang leider ausfallen muss. Hansi ist da gar nicht so traurig.

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Zum Glück ist es nicht weit bis zur Pension, wo wir den nachmittag am Pool verbringen und die ersten Mückenstiche abbekommen. Ja, dieses Jahr haben sie uns – nein eher mich - wieder geplagt – jede Menge Stiche habe ich von diesen unangenehmen Begegnungen mit diesen Plagegeistern davongetragen.


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Pünktlich um 18 Uhr holt uns Gunther - unser Taxifahrer - ab und fährt uns zu Joe´s Beerhouse. Bezahlt wird hier bei der Abholung. Das nenn ich mal Vertrauen.

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Wir schaffen die riesen Mengen an Fleisch leider nicht ganz und sind eigentlich auch viel zu müde, um den Abend hier so richtig zu geniessen.

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Also lassen wir uns den Rest einpacken, lassen Gunter rufen und dann fallen wir glücklich aber hundemüde ins Bett. Morgen können wir endlich den Camper übernehmen.
Teil 423. Juni 2016
Montag, 16. Mai 2016 Pfingstmontag, der in Namibia aber kein Feiertag ist

Nach einem ausgiebigen Frühstück müssen wir uns beeilen, weil der Fahrer von ASCO schon auf uns wartet. Heute können wir endlich den Camper übernehmen. Während wir letztes Mal doch recht lange bei der Übernahme gebraucht haben, geht dieses Mal alles recht schnell. Ach, ihr seid Wiederholer? Bitte hier und hier und hier unterschreiben, Video braucht ihr ja nicht, den Camper kennt ihr ja auch. Alles klar. Dankeschön und Tschüss!

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Und da ist er - unser Camper - der uns auch dieses Jahr ein treuer und zuverlässiger Begleiter war. 😎

Das Auto an sich ist noch nicht einmal ein Jahr alt, hatte gerade mal 16.000 Kilometer auf dem Buckel, aber doch schon die ein oder andere Delle. Der Aufbau dagegen ist schon etwas älter, vor allem das Netz im Dach hat sich überall gelöst, der Moskito-Einsatz an den Fenstern war löchrig und die Schlüssel haben nicht zum Schloss vom Schrank gepasst - das haben wir aber erst später gemerkt. Zurückfahren wollten wir deshalb aber nicht. Und: dieses Mal gab es etwas Probleme mit dem Konverter. Die Batterie war recht schwach, so dass sich der Konverter schon sehr früh abgeschaltet hat und wir unsere Akkus nicht immer komplett aufladen konnten. Letztes Jahr lief der Konverter teilweise problemlos die ganze Nacht durch. Aber wir hatten dennoch nie Probleme genügend Strom/Akkus zu haben.

Aber Moment mal: Die vorderen Reifen waren zwar nicht abgefahren, aber auch nicht mehr ganz so gut, so dass wir das bei ASCO gleich angesprochen haben. Hm, was machen wir nun? Vorschlag: Wir tauschen die hinteren (ganz neu) mit den vorderen Reifen. Ok, das ist in Ordnung, das passt. Dann müssen wir halt ein bisschen warten.

Im Wartebereich sass ein Schweizer Ehepaar, das wir gestern bereits in der Pension gesehen haben. Und natürlich kommt man ins Gespräch: Sie waren jetzt länger in Botswana unterwegs und haben auch sonst sehr viel Reiseerfahrung, vor allem in Australien. Das trifft sich gut. Einer unserer nächsten Urlaubsziele? Sie haben dann so viel und so nett über Australien erzählt, dass die Zeit wie im Fluge davongerast ist und wir haben sehr viele wertvolle Tipps und Anregungen von ihnen bekommen. Also, vielen Dank dafür.

Und wir haben natürlich unsere „Überraschungskiste“ von Elsa geholt: Sie war ja letztes Jahr mit dem Camper in Botswana unterwegs und hat uns ein paar nützliche Dinge überlassen. Darüber haben wir uns sehr gefreut. Merci vielmals! 😘

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Und dann konnte es endlich richtig losgehen: Erst einmal zu Biltong&Bites, um dort leckeres Biltong für unterwegs zu kaufen. Und dieses Mal haben wir die Metzgerei Trans Kalahari Meat & Biltong Supplies auch sofort gefunden (eigentlich ganz einfach: gleich neben dem Restaurant Sardinia, beim Hidas-Center). Aber, was ist das? Da hängt ein Schild! Closed! Warum? We are hunting…… 😈 Schade, wir haben uns so auf leckeres Game-Fleisch gefreut.
Also weiter zum Superspar in der Maerura Mall. Da wir nicht wussten, wann wir das nächste Mal wieder so richtig zum Einkaufen kommen, haben wir die Einkaufswägen so richtig voll gepackt: Lebensmittel, Wasser und natürlich Wein, Bier und Savanna Dry!
Soooooo lange war unser Einkaufszettel.

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Dann noch schnell in den Cymot und die letzten fehlenden Campingsachen holen. Geschafft!
Jetzt muss nur noch der Camper eingeräumt werden…… Bitte alle Mitreisende etwas zusammenrücken und beim einpacken helfen - danke - so geht das doch viel schneller. 😄
Zum Auswärtsessen haben wir keine Lust mehr gehabt: Also gab es die Reste von gestern mit Biltong und Brot. Dazu natürlich einen guten Wein. Festessen!

Pension Steiner: Da waren wir ja bereits im letzten Jahr. Und auch dieses Jahr haben wir uns hier sehr wohl gefühlt. Die Zimmer sind einfach, zweckmässig und sauber. Die Pension sowie die Parkplätze sind bewacht und eingezäunt. Man fühlt sich also wirklich sicher und wie in einer kleinen Oase. Im schönen schattigen Garten gibt es einen Pool mit Liegen. Also genau das Richtige, um sich von der Hektik in Windhoek zu erholen. Zur Independence-Avenue mit dem Wernhill Center sind es keine fünf Minuten zu Fuss, das Fruits & Vegg ist gleich gegenüber und auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten (Christuskirche, Tintenpalast, Alte Fester) sind zu Fuss zu erreichen. An der Rezeption kümmert man sich gerne um alle Anliegen, die man als Touri so hat.
Teil 523. Juni 2016
Dienstag, 17. Mai 2016: Zur Blutkuppe

Endlich geht´s auf Pad, also haltet euch alle fest.
Wir verlassen Windhoek auf der C28 und nach 10 Minuten sind wir fast alleine unterwegs. Unser Ziel ist der Namib-Naukluft Park, genauer die Blutkuppe. Das Permit für den Namib Naukluft Park hat uns freundlicherweise ASCO schon im Voraus besorgt.

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Die Strecke ist super – tolle Landschaft und die ersten Tiersichtungen. So viele Tierbegegnungen am ersten Tag hatten wir letztes Jahr nicht.

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Der Boshua Pass ist super zu fahren. Die einzig steile Passage ist ausgebaut. Die Aussicht phänomenal.

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Dann die Abfahrt in Richtung Tinka – das ist unsere.

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Gleich am ersten Tag Offroad-Passagen – da war Hansi natürlich happy! Ein bisschen Tiefsand, ein paar felsige Passagen, ein paar "steilere" Stellen - nichts dramatisches, aber Offroad!

Und eine einfach tolle weite Landschaft.

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Doch auch die beste Piste geht irgendwann zu Ende und dann blieb nur noch die „Tiefsandpassage“ übrig zu den Campgrounds 8-15 an der Blutkuppe. (Die Plätze 1-7 liegen an der Piste, die auch ohne Allrad befahren werden kann).

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Wir entscheiden uns für die Nummer 10, und die hat uns ausgesprochen gut gefallen.

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Alles aussteigen bitte – und schon ist alles ausgepackt und wir können unser erstes „Ach, jetzt kann der Urlaub aber beginnen“-Bierchen geniessen. Prost.

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So ein schöner Campground und so abgelegen. Ganz nach unserem Geschmack. Ob wir hier ganz alleine sind? Hm, ich glaube schon. Nein, nicht ganz: wir haben Wanderer gesehen, die waren – wie wir später mitbekommen haben - auf dem Nachbarcampground.

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Der rund abgeschliffene Granit-Inselberg der Blutkuppe verdankt seinem Namen der roten Äderung im Gestein, die besonders bei Sonnenuntergang tatsächlich an Blut erinnert - so wie hier auf dem Bild.

Unser erstes Lagerfeuer, unser erster Sternenhimmel und so viele Steine. Hach, ist das schön hier.

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Blutkuppe Campground: Rund um die Blutkuppe gibt es 15 Campgrounds. Die Plätze 1-7 sind auch ohne Allrad anzufahren, um zu den Plätzen 8-15 zu fahren, geht es durch Tiefsand – da ist also Allrad nötig.
Es gibt eine Sitzgruppe, einen Feuerring und Mülltonnen für die Mülltrennung - ja, hier wird tatsächlich der Müll getrennt – aber das war es dann auch schon. Für die Anfahrt ist ein Permit nötig, das es in Windhoek, in Swakopmund oder im Sesriem Camp gibt.

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Teil 625. Juni 2016
Mittwoch, 18. Mai 2016: Zur Oase Goanikontes und weiter nach Wüstenquell

Eigentlich wollten wir den Sonnenaufgang von oben bewundern, aber irgendwie waren wir dann doch zu faul, uns soooo früh aus dem Camper zu quälen. Dafür konnten wir die beiden Wanderer von gestern auf der Blutkuppe bewundern. Die sind aber motiviert 🤩
Wir haben dann lieber ausgiebig gefrühstückt, Vögel beobachtet und noch etwas im Camper aufgeräumt.

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Während wir noch am Frühstücken sind, sind die motivierten Wanderer bereits winkend an uns vorbeigefahren. Ach, wir hatten also doch Nachbarn 😛 .

Und schliesslich kommen auch wir endlich los - Bis zur C28 hat Hansi noch etwas Spass 😄

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Dann kommt der Abzweig zum Welwitschia-Drive – den kennen wir ja schon. Ein Halt zum Fotografieren wurde mir letztendlich doch gnädigerweise gewährt. Ich finde, die roten Wanzen sehen immer so nett aus in den "vertrockneten" Welwitschias.

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Die Etappe heute ist eher kurz, deshalb machen wir einen Abstecher zur Oase Goanikontes. Letztes Jahr hat uns die Mondlandschaft so fasziniert, da wollten wir jetzt nochmals hin. Die Fahrt in die Mondlandschaft hinein ist richtig schön – irgendwie gewaltig, aber viel zu kurz.

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Und dann sind wir da. Eine richtige Oase inmitten von Niemandsland. Und ein schöner Ort, um eine Kleinigkeit zu essen.

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Wir halten noch kurz an einem Viewpoint an, um die Aussicht zu geniessen....

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....und dann geht es etwa noch 1,5 Stunden weiter nach Wüstenquell. Unterwegs wechselt die Landschaft ständig, man muss unzählige Gatter öffnen und schliessen – das ist natürlich immer mein Job 🤪

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Die Begrüssung ist herzlich: Man hat uns schon erwartet. Wir sind wirklich die letzten Gäste, die noch den den Campground nutzen dürfen.Die Campgrounds wurden Ende 2015 endgültig aufgegeben, weil sie nicht so richtig ins Konzept passten. Die Chalets sind rentabler. Aber alle Reservierungen, die bereits vorlagen wurden noch bedient. Da haben wir aber Glück gehabt.

Ja, solche Campgrounds, die in den Fels hineingebaut sind mit vielen vielen Kullersteinen drumgerum gefallen uns sehr gut. Echt schade, dass er aufgegeben wird. Schnell wird wieder mal alles ausgepackt, der Platz erkundet und ein bisschen gechillt.

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dann ist es auch schon wieder Zeit für den Sundowner.

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Wir beenden den Tag mit einem leckeren Steak auf dem Grill und einem grossen Lagerfeuer. Jetzt sind wir angekommen.

Oase Goanikontes:: Liegt mitten in der Mondlandschaft und hier gibt es auch einen Campground. Das was wir vom Campground gesehen haben, sieht aber nicht so toll aus: Ein einfacher Platz, auf dem sich die Camper einrichten können. Ein kleiner Abstecher, um eine Kleinigkeit zu trinken oder etwas zu essen, lohnt sich aber auf jeden Fall. Es gibt noch einen kleinen "Zoo" mit Pfau, Kudus, Ziegen und andere Tiere und am nahe gelegenen Fluss kann man anscheinend auch baden. Ideal eigentlich für Familien mit Kids und viel Freifläche.
Teil 726. Juni 2016
Donnerstag, 19. Mai 2016: Sundowner Fahrt auf Wüstenquell

Heute ist ausschlafen angesagt – aber mich zieht es einfach zum Sonnenaufgang nach draussen.

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Und ich bekomme schon wieder ein schlechtes Gewissen: Das ist sicherlich toll, so früh morgens schon auf dem Hügel den Sonnenaufgang zu bewundern 😗

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Heute ist nochmals Faulenzen angesagt: wir vertreiben uns die Zeit mit Fotografieren, Vögel und Echsen beobachten, Tagebuch schreiben, Bilder sichern und mit lesen.

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Aber es geht ein richtig heftiger Wind. Ständig rennen wir allen möglichen Dingen hinterher – das hält fit 😊

Und dann ist es auch schon Zeit für die Sundowner Fahrt. Wir werden pünktlich abgeholt: mit im Auto sitzen Susanne und Uwe vom Namibia-Forum, zu erkennen an der "Namibia-Forum-Mütze". „Alte“ Bekannte, wie wir erfahren, denn die beiden waren an der Blutkuppe unsere Nachbarn und es war Uwe, den ich heute früh fotografiert habe. Sie haben uns schon viel früher erkannt: Woran? An unserem Camper natürlich 😄 Wir haben uns jede Menge zu erzählen gehabt, und in Mowani – in drei Tagen also - werden sich unsere Wege nochmals kreuzen und wir haben uns gleich für den Sundowner verabredet. Sie wollen dort im Anschluss weiter ins Konzessionsgebiet fahren, ob wir Lust hätten? Hm, das würde uns auch reizen – mal schauen 🤩

Wir machen eine kleine Rundfahrt durch das Farmgelände, bekommen die besonderen Felsformationen erklärt, schauen uns die Felsmalereien an und beobachten ein paar Tiere unterwegs - alles ganz relaxed.

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Und dann geht´s zum Sundowner - zum Adlerfelsen.

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Auch diesen Abend beenden wir dann wieder mit einem schönen grossen Lagerfeuer.

Am nachmittag hat der Wind etwas nachgelassen, doch in der Nacht pfeift es so richtig heftig um unseren Camper herum – hm, haben wir vorhin alles "windsicher" verstaut? . Natürlich nicht. Also heisst es aufstehen und die wichtigsten Dinge „sichern“. Den Rest suchen wir dann morgen früh zusammen. Gute Nacht. 😄

Wüstenquell: Der Campground wird ja nun in Zukunft leider nicht mehr vermietet. Doch auch die Chalets - es gibt auch Selbstversorgerchalets - sind traumhaft schön in den Felsen hineingebaut und die Atmosphäre hier auf Wüstenquell ist schon etwas Besonderes. Es gibt ein paar ausgeschilderte Wanderwege, es werden Gamedrives und Wanderungen angeboten oder man kann es sich einfach am Pool gutgehen lassen. Also genau die richtige Unterkunft um relaxed in den Urlaub zu starten oder die Ferien ausklingen zu lassen.
Teil 826. Juni 2016
Freitag, 20. Mai 2016: Weiter geht´s zum Brandberg

Heute haben wir schon viel mehr Routine: Wir frühstücken, räumen alles zusammen und verabschieden uns mit diesen Erinnerungsfotos von diesem schönen Campground.

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Wir müssen noch bezahlen und treffen auf der Terrasse nochmals Susanne und Uwe, von denen wir uns nun endgültig verabschieden. Aber wir sehen uns ja bald wieder. 😄

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Unser Guide hat uns gestern den Tipp gegeben, nicht in Usakos, sondern in Karibib einkaufen zu gehen. Also folgen wir den ersten 50 km der D1914 und biegen dann in die D192 nach Karibib ab.

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Ich weiss nicht, wie viele Gates ich öffnen musste – aber schön war die Pad, ganz nach unserem Geschmack. Für die 90km bis Karibib brauchen wir dennoch 3 Stunden.

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Was ist aber das? Ach, ich erinnere mich, da habe ich was drüber gelesen – der Marmor von Karibib! Der Marmor ist international bekannt und wurde weltweit geliefert. Hauptabnehmer waren Deutschland, Italien, China, Japan, Südafrika, Spanien und Argentinien.

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Der Tipp mit dem Supermarkt in Karibib war super: Wir haben hier wirklich alles bekommen, was wir noch gebraucht haben – und noch viel mehr 🤩 . Sogar Buttermilch! Hier haben wir dann auch gleich noch unsere Bier- und Weinvorräte aufgefüllt und Bargeld geholt. Alles ganz entspannt.

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Getankt haben wir in der Shell-Tankstelle in Usakos. Und dort wir sind neugierig geworden, wo all die Autos hinfahren und was sich hinter „Namib Wüste Farmstall“ verbirgt: Was soll ich sagen: Das ist ein sehr nettes Restaurant, wo wir dann spontan zu mittag gegessen haben. Hm, lecker. Zu dem Restaurant gibt es auch einen Campingplatz – oder gehört das Restaurant eher zum Campingplatz? – und einen Pool. Hier hat es uns wirklich sehr gut gefallen.
Und da jeder, der in den Laden gegangen ist, mit mindestens einer Tüte Biltong wieder herausgekommen ist, haben wir uns natürlich auch gleich eine ganze Tüte gekauft. Da hätten wir mal mehr einpacken sollen. Also unbedingt dort anhalten für einen Zwischenstopp.

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Und dann ging es weiter. Die Spitzkoppe lassen wir dieses Jahr links liegen – da sind wir ja letztes Jahr schon gewesen, obwohl ich dort auf dem Campground gerne mal übernachtet hätte - aber das hat einfach nicht mehr reingepasst 🙄

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Gegen 16 Uhr sind wir dann endlich am Brandberg und dann kam auch endlich die Abzweigung zur Brandberg White Lady Lodge.

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Die Zufahrt ist etwas ruppig, aber irgendwann geht jede Pad zu Ende. Auch hier sind wir wieder sehr freundlich empfangen worden. Die Lodge ist sehr schön angelegt, hat einen schönen Pool, einen üppigen Garten und einen eigenen Sundowner-Aussichtspunkt. Das hat uns sehr gut gefallen. Schade, wir sind auf dem Campground – und auch der hat uns gut gefallen. Hier war kaum was los und wir haben uns ganz spontan für den Platz 1 gleich an der Einfahrt entschieden.

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Schnell packen wir alles aus, erkunden die Gegend und dann wird es so langsam auch schon wieder Zeit für den Sundowner - was für eine tolle "Erfindung" .

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Mit frisch aufgefüllten Vorräten macht das Grillen gleich doppelt Spass 😄

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Heute ist Vollmond – irgendwie gruselig.

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Teil 927. Juni 2016
Samstag, 21. Mai 2016: Auf geht´s zur White Lady

Wir beeilen uns heute früh etwas: wir wollen zur White Lady wandern und je früher wir loskommen, desto weniger heiss ist es.
Wir haben ja ganz bewusst im namibianischen Winter gebucht, da wir es nicht so mit der Hitze haben. Und nun ist es seit Wochen im Norden einfach nur heiss – zu heiss für die Jahreszeit und zu heiss für uns (wir sind ab 25 Grad bewegungsunfähig – und es hat tagsüber 30 Grad und mehr).

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Gegen 7:30 Uhr sind wir bereits am „Buchungsbüro“ und treffen dort Heiner, der mit Schulfreunden unterwegs ist. Jedes Pärchen fährt einen anderen Camper und so stehen hier nun etwa 5 unterschiedliche Modelle auf dem Parkplatz: ein Camper Marke Eigenbau von Heiner, ein ganz normaler Camper mit Dachzelt, ein Discoverer von Bobo Campers, der Bushcamper von Savanna und unser Camper von ASCO. Da muss natürlich sofort jeder Camper erstmal begutachtet werden, von innen und von aussen – „Camperbörse am Brandberg“ und so kommt man natürlich auch schnell ins Gespräch.

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Dieser Gruppe haben wir uns dann auch angeschlossen, um zur White Lady zu wandern. Na ja, wandern ist vielleicht etwas übertrieben – für den Auf- und Abstieg braucht man etwa je 1 Stunde. Aber unser Guide hat genau das richtige Tempo gefunden, hat uns auch mal im Schatten ausruhen lassen – ja, selbst um diese Uhrzeit war es schon sehr warm – und uns unterwegs auf die Schäden hingewiesen, die die Elefantenherde hinterlassen hat, die sich hier letzten Herbst rum herumgetrieben hat.

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Manche mögen sich erinnern: Da war das Gebiet um die White Lady so lange gesperrt, bis die Elefanten mit dem Heli vertrieben worden sind. Elis bei der White Lady

Der Aufstieg ist kurzweilig und einfach zu meistern, vor allem wenn man so eine nette Reisebegleitung hat.

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Sie kommen jetzt vom Kunene und sind nun mehr oder weniger schon auf dem Rückweg. Sie sind die D3700 von Kunene nach Epupa in etwa 6 Stunden gefahren! Äh, DIE D3700, von der hier im Forum wirklich fast alle abraten und dann auch noch mit dem Bobo-Camper? Ja, die Pad wäre jetzt von alten Landminen geräumt worden und wird gerade gerichtet. Lediglich ein kleines Stück sei noch nicht fertig und etwas holprig. Aha, wir können es nicht so richtig glauben, aber trotzdem überlege ich, ob wir das auch fahren können!?! Ein Teilnehmer der Gruppe scheint meine Gedanken lesen zu können, nimmt mich zur Seite und meint: Da wäre noch ein ganz schön kniffeliges Stück dazwischen, und ohne die Unterstützung und die Erfahrung von Heiner hätte er sich das wohl nicht getraut. Tja, was nun? Fahren oder nicht, die Strecke steht ja in einigen Tagen auch auf unserem Programm. Mal abwarten, wir treffen sicherlich noch andere Camper, die uns etwas mehr darüber erzählen können.

Unterwegs gibt es dann nicht nur die Landschaft und die tolle Steinformationen zu bestaunen, sondern auch jede Menge Echsen und Klippschliefer.

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Und dann ist auch schon unser Ziel in Sicht.

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Wir bewundern die „White Lady“, unser Guide erzählt uns alles, was wir dazu wissen müssen und dann geht es auch wieder zurück. Und nun wird es so langsam richtig heiss.

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Wir dachten ja, der Brandberg hätte seinen Namen von der schönen glutroten Farbe im Sonnenauf- und Sonnenuntergang - ähnlich wie die Blutkuppe. Aber das stimmt gar nicht. Der Name kommt vom tiefschwarz glänzenden Gestein, das wie lackiert aussieht und als "Wüstenlack" bezeichnet wird. Dadurch sieht der Berg aus als hätte es hier gebrannt - Brandberg halt.

Wir verabschieden uns von unseren Wanderbekanntschaften und wünschen uns noch gegenseitig eine schöne Weiterfahrt und alles Gute.

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Im schön klimatisierten Camper fahren wir nun zurück zum Campground, wo wir dem Schatten hinterherlaufen und unsere ersten Versuche im „Birden“ unternehmen – es ist gar nicht so einfach, vernünftige Vogelbilder zu machen – Respekt an all die anderen Birder, deren Bilder wir immer wieder bewundern - ständig rennen oder fliegen die Vögel weg oder verstecken sich im Unterholz. Das Bestimmen geht dann mit unserem neu erworbenen Vogelbestimmungsbuch ganz einfach und macht richtig Spass. Wir beginnen hier also mal mit den "Standardvögeln" (wenn wir uns vertan haben - bitte melden 😗 ).

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Kapturteltaube

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Waffenkibitz

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Natürlich der Gelbschnabeltako

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der Rotschnabelfrankolin - die veranstalten immer einen Höllenlärm

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Graulärmvogel (Turako) - die können auch ganz schön lärmen 😁

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Diese Ziege hat ihre Herde verloren und sucht diese nun ganz verzweifelt und lautstark…..

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Und die Jungs hier haben gerade „Eselkarrenfahrschule“ – die Jungs sind willig und fähig, nur der Esel will nicht immer so….

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Und dann ist es auch schon Zeit für den Sundowner, das Lagerfeuer und den Sternenhimmel. Ja, so lieben wir den Urlaub.

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White Lady Lodge Campground: Der Platz ist weitläufig, hat mehrere saubere Sanitärhäuschen und schöne schattige Plätze. Uns hat es hier sehr gut gefallen. Selbst wenn es voller ist, sind die nächsten Camper so weit entfernt, dass man sich nicht auf dem Schoss sitzt.

Für eine Tour zur White Lady geht man zum „Buchungsbüro“ (ist von etwa 7.30 Uhr bis gegen 16 Uhr geöffnet), zahlt seinen Obulus (ich glaube das waren 80N$/Person) und dann bekommt man einen Guide zugewiesen. Dort bekommt man auch kalte Getränke.
Teil 1028. Juni 2016
Sonntag, 22. Mai 2016: Es geht weiter nach Twyfelfontein zum Campground des Mowani Mountain Camps

Heute haben wir keine weite Fahrstrecke vor uns, also können wir uns Zeit lassen. Trotzdem kommen wir obwohl wir ganz schön rumtrödeln schon kurz nach 8 Uhr los.

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Unterwegs verabschiedet uns diese Giraffenfamilie – tierische Begegnungen, die wir hier so gar nicht erwartet hätten.

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Die C35 schlängelt sich nun durch eine tolle Landschaft. Diese Farben…..

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Dann biegt man nach Westen auf die D2612 nach Twyvelfontein ab. Schön zu fahren. Wir sind mal wieder fast alleine unterwegs.

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Wir haben noch nie die Tiere gesehen, vor denen auf den Schildern „gewarnt“ wird – das wird wohl nur eine reine Vorsichtsmassnahme sein. Oder doch nicht?

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Hier gibt es auch das ein oder andere Dorf - na ja, wohl eher eine lose Ansammlung von Blechhütten 😗

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aber auch einen Kindergarten

Und wir begegnen einer grossen Pavianfamilie.

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Mist, schon wieder bin ich zu langsam für ein schönes Pavianbild. Das ganze Trockenflussbett ist voll mit Pavianen.

Es ist jetzt gerade mal 11 Uhr als wir am Schild zum Mowani Mountain Camp ankommen, viel zu früh, um schon auf den Campground zu fahren. Also fahren wir gleich weiter in Richtung Twyvelfontein, um ein bisschen die Gegend zu erkunden.

Genau am Abzweig der D3254 von der D2612 nach Twyvelfontein ist das Living Museum der Damara – gut zu wissen. Da haben wir jetzt aber keine Lust dazu, da steht ein grosser Bus rum.

Die Twyfelfontein Country Lodge macht uns neugierig und wir machen zuerst einen kleinen Abstecher dorthin. Ein Schild weist darauf hin, dass hier diverse Game Drives öffentlich angeboten werden – interessant. Schön sieht die Lodge aus – toll in die Landschaft, die Steine, integriert.

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Ein Stück weiter warten die Guides auf Kundschaft, die zu den Felsgravuren von Twyvelfontein wandern wollen. Nachmittags soll das Licht am besten sein, aber dann ist es halt auch wieder zu heiss. Nein, das machen wir lieber früh am morgen.

Wir wollen nun doch lieber erst einmal zum Campground fahren. An der Schranke fragen wir gleich nach, wie es aussieht, ob wir an dem Elephant Drive vom Mowani Camp teilnehmen können. Das war ja eigentlich der Hauptgrund, weshalb wir hierhergefahren sind und natürlich der Campground, der so hochgelobt wird. Widerwillig lässt man uns - nach Rücksprache mit der Rezeption - zur Lodge weiterfahren, damit wir uns dort danach erkundigen können. Jedoch nicht ohne uns darauf hinzuweisen, dass wir dort zwar gerne Getränke kaufen können, aber wir dürften sie nicht an der Bar verzehren. Also, wenn wir dort nicht erwünscht sind, wollen wir dort auch nichts trinken 🙄 . Wir haben zum Glück ja immer unsere eigene Bar dabei: immer gut bestückt und wir haben immer nette Gesellschaft 🤩

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An der Rezeption teilt man uns dann freundlich aber desinteressiert mit, dass sie heute abend jemand zu uns schicken würden, der uns Bescheid gibt, ob wir mitfahren können oder nicht. Aha! Danke für die Auskunft 😗

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Wir bekommen die Campsite Nr. 2 mit den zwei schönen grossen Steinen. Aber: es ist unerträglich heiss und – noch viel schlimmer – hier hat es die furchtbaren lästigen kleinen Fliegen. Die tun einem eigentlich nichts, aber sie fliegen scharenweise um einen herum und krabbeln einfach überall hin. Eine Begegnung der lästigen Art.

Aber dann hat Hansi eine sehr gute Idee, wozu man das Moskitonetz von Elsa noch benutzen könnte.

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So lässt es sich hier halbwegs aushalten. Zumindest so lange bis wir eine Kleinigkeit gegessen haben.

Und dann ergreifen wir aber die Flucht und fahren nochmal in Richtung Twyfelfontein: Zum einen ist es im Auto schön kühl und zum anderen sind wir hier sicher vor den lästigen Mücken.

Während dem Essen haben wir uns aber auch Gedanken gemacht, wie Plan B oder sogar Plan C für morgen aussehen könnte, wenn wir die Tour hier nicht mitmachen können. Und im Moment haben wir da nicht wirklich grosse Hoffnungen.
Wir haben uns daran erinnert, dass die Touren an der Twyfelfontein Country Lodge „öffentlich“ waren. Und das wollen wir nun etwas genauer wissen. Leider sind wir etwa 10 Minuten zu spät dran, sonst hätten wir an der heutigen Tour teilnehmen können. Aber morgen können wir gerne an der Tour teilnehmen. Abfahrt ist um 15.30 Uhr. Wir sollen einfach etwas früher da sein. Ob wir uns anmelden können? Klar, sie kann sich einfach mal notieren, dass wir Interesse haben, aber nötig wäre das nicht. Und wir fragen auch gleich nach, ob es noch freie Zimmer gibt – Ja, auch das kein Problem. So, somit wäre Plan B in trockenen Tüchern. Wenn wir also nicht an der Mowani-Tour teilnehmen können, dann schauen wir uns gleich morgen früh die Zeichnungen an, verbringen den Tag hier in der Country Lodge, machen den Game Drive mit (es geht auf jeden Fall zu den Elefanten, dann schaut man sich noch etwas die Landschaft an und zum Schluss gibt es einen Sundowner) und damit wir nicht im Dunkeln in der Gegend rumfahren müssen, gönnen wir uns dann die Übernachtung hier in der Lodge. Supi! Der morgige Tag wäre also auf jeden Fall gerettet.

Wir fahren noch zu den Organ Pipes – na ja, das muss man jetzt nicht wirklich gesehen haben

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Und auch beim Burning Mountain hält sich unsere Begeisterung in Grenzen.

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Schliesslich fahren wir zurück zu unserem Campground. Natürlich nicht ohne vorher nochmals nachzufragen, ob wir nun morgen mitfahren dürfen oder nicht. Irgendwie nervt uns das ganz schön, so auf Mowanis Gnade angewiesen zu sein 😠 . Und wir wissen es immer noch nicht. 😵

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Die Mücken nerven immer noch, doch wir freuen uns auf den Sundowner und den Abend mit Susanne und Uwe und laufen frohgelaunt in Richtung Campground Nummer 7 los. Und wir könnten uns durchaus vorstellen, dass hier Plan C seinen Lauf nehmen könnte – mit den beiden zusammen ins Palmwag Konzessionsgebiet zu fahren. Doch irgendwas ist komisch: Der Camper sah doch ganz anders aus und die Personen im Auto, die vor den Mücken dorthin geflüchtet sind, sind auch nicht Uwe und Susanne. Wir bekommen liebe Grüsse ausgerichtet – danke dafür – die beiden sind früher wieder losgefahren, die Mücken haben genervt. Wie gut wir das verstehen können. Schade eigentlich.

Also trinken wir unseren Sundowner alleine und sobald die Sonne untergegangen ist, verschwinden auch die Fliegen. Juchu!

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Wir geniessen den Abend bei einem schönen Lagerfeuer, Hansi macht ein paar erste Sternenbilder und wir richten schon mal alles her, damit wir morgen früh gleich zu den Felszeichungen losfahren können. Es ist nun schon nach 19 Uhr und es hat sich noch immer niemand vom Mowani Camp gemeldet.

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Dann auf einmal fährt ein Jeep vor und der TourGuide gibt uns Bescheid, dass wir morgen früh mitfahren können. Abfahrt um 6.30 Uhr. Damit hat er uns total überrumpelt. Aber was soll´s – wir sind ja flexibel. Also wieder zurück auf Los und alles für den Game Drive zusammenpacken 😄
Teil 1102. Juli 2016
Montag, 23. Mai 2016 – Elephant Drive

Abfahrt um 6:30 Uhr ist schon ganz früh – aber was macht man nicht alles für so einen Elephant Drive – hoffentlich sehen wir überhaupt Elefanten 😵 .

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Gleich am Anfang treffen wir auf ein paar Springböcke im Sonnennaufgang.

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Und dann geht es zum Aba Huab River weiter ....

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... wo wir auf unseren ersten Wüsteneleanten teffen – ganz nah. Oh wie wir uns freuen 🙂

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Dann fahren wir weiter und treffen auf? Ja, auf was wohl?

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Esel 😄 .

Aber auf einmal sehen wir im Flussbett weitere Elefanten.

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Viel interessanter ist aber eine Elefanten Familie mit einem ganz jungen Eli, der sich gleich mal bei seiner Mutter versteckt.

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Doch dann wird das Kleine mutiger, rennt los und will es den Grossen nachmachen.

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Aber irgendwie ist der Baumstumpf dann doch noch etwas zu gross für den Kleinen 🤩

Egal, dann vertreiben wir doch einfach mal die Touris hier von unserem Platz, die nerven doch eh nur 😈

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Uff, das war aber anstrengend. Jetzt geh ich mal besser wieder zu Muttern zurück.

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Da ist die "Verpflegung" eh viel besser 😗 Keine so stacheligen, trockenen Sträucher 😣

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Wir sitzen alle ganz still im Jeep und trauen uns anfangs kaum zu reden. Doch unser Guide fährt immer noch näher ran, dreht nochmals, damit wir die Elis auch gut fotografieren können und wir geniessen es einfach, diesen Tieren so nah zu sein. Das sind dann wirklich tollen Begegnungen hier in Namibia 😎 .

Und das einzige, was zu hören ist, ist das Knacken der Äste, wenn diese vom Baum gerissen werden sowie die Kau- und Schluckgeräusche. Sonst sind diese Riesen nicht zu hören.

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Doch hinter uns ist noch eine Herde….

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… und dort läuft eine Elefantendame mit ihrem Kleinen auf die andere Seite....

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.... und drüben auf der anderen Seite des Flussbettes stehen auch noch ein paar Dickhäuter rum. Wow – wir können unser Glück kaum fassen.

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Dann fangen diese beiden Jungbullen eine kleine Rauferei an 😮

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Ganz wohl ist uns nicht, doch unser Guide kennt da nichts – er fährt den beiden hinterher, damit wir ja eine gute Sicht haben.

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Dann haben sie aber keine Lust mehr...

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... und sie verschwinden im Gestrüpp.

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Wir fahren auf die andere Seite des Flussbettes und treffen auf eine weitere Elefantenherde. Die muss natürlich auch nochmals ausgiebig bewundert und bestaunt werden. Und ganz klar, es müssen auch Fotos geschossen werden 😄

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Irgendwann drängt unser Guide dann aber doch darauf, endlich weiterzufahren. Es gibt ja noch so viel anderes zu sehen heute 😗 .

Weiter geht es im Flussbett...

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... und dann geht nichts mehr – wir stecken fest. Alles aussteigen, vielleicht hilft es ja, wenn der Jeep weniger Ballast hat.

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Nach einigen Anläufen schafft es unser Guide, frei zu kommen und wir können weiterfahren.

Wir sehen noch ein paar Paviane bevor es weiter in Richtung „Gebirge“ geht.

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Es geht nun wirklich über Stock und Stein, die Landschaft ist atemberaubend, aber Tiere sehen wir keine mehr.

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Nachdem wir alle gut durchgeschüttelt sind, halten wir für ein zweites Frühstück an.

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Aber: Wo ist meine kleine Kameratasche mit den ganzen Reserveakkus? Mist! 🤢 Mir wurde unterwegs zu warm und da habe ich meine Jacke ausgezogen. Und dabei muss es passiert sein – ich habe vergessen, das Täschchen wieder umzuhängen und durch die holprige Fahrt durch das Gebirge muss sie wohl aus dem Jeep gefallen sein. Das ist jetzt aber echt ärgerlich 😊 . Die Kamera selber ist zum Glück noch da, aber ohne Reserveakkus fotografieren? Schwierig.
Unser Guide meint, wir fahren dann halt dieselbe Strecke wieder zurück – mit etwas Glück würden wir die Tasche vielleicht wieder finden. Das ist aber wirklich lieb, 😁 aber trotzdem ärgerlich 😊 .
Und dann kommt er plötzlich mit einem Täschchen auf mich zu, das wie meines aussieht: Juhu 🤩 - es ist meines 🤪 . Der zweite Safariwagen hat die Tasche ein paar Kilometer von hier entfernt unterwegs gesehen und aufgehoben. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen – so viel Glück auf einmal. Unvorstellbar.

Wir fahren weiter durch diese unheimlich schöne Gegend....

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... und haben noch einen tollen Blick auf den Burning Mountain.

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So sieht er dann doch etwas besser aus wie gestern abend.

Kurz vor dem Camp dann noch diese Straussenfamilie mit drei Kleinsträussen - ohhhh sind die niedlich.

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Und diese "Was auch immer für" Trappen.

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Gegen 12 Uhr kommen wir wieder an unserem Campground an.

Ich fahre noch mit zur Lodge, um die Tour zu bezahlen und geniesse auf dem Rückweg die vielen schönen "Kullersteine" 😎

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Hansi flüchtet vor Hitze und Mücken in den Camper, während ich mir meinen Mückenschutz überziehe. Zwischendurch muss ich aber einfach diese tollen Echsen bewundern. Die halten wenigstens still und sind einfacher zu fotografieren wie Vögel 😗

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Äh, das ist natürlich ein Gecko 🙄

Zum Kochen gebe ich gerne Hansi meinen Mückenschutz ab....

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...und dann warten wir geduldig auf den Sonnenuntergang bis wir von diesen Fliegen erlöst werden.

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Wir haben keine Lust, morgen früh wieder mitten in der Nacht aufzustehen, nur um zu den Zeichnungen zu wandern und so beschliessen wir, dass wir auf die Felszeichnungen auch verzichten können.
Das ist doch die Gelegenheit, um noch etwas Holz ins Feuer zu legen und noch ein Gläschen Wein zu trinken – Good night.

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Mowani Mountain Camp – Campground: Die Campgrounds liegen wunderschön zwischen den Felsen mit Blick ins Tal. Jeder Platz hat eine Küchenzeile, eine eigene Toilette und Dusche. Manche Plätze haben sogar ein Sonnendach, das hatten wir so nicht. Uns hat uns hier schon sehr gut gefallen. Lästig sind aber auf jeden Fall die vielen Mücken. Die sind nicht zum Aushalten.
Viele gehen glaube ich auch auf diesen Campground, in der Hoffnung an Elephant Drive – der sich wirklich gelohnt hat – teilnehmen zu können. Ich denke aber, dass die nachmittags Tour der Country Lodge eine gute Alternative dazu ist und dass das Mowani Camp einfach überbewertet wird. Camper sind dort wirklich überhaupt nicht erwünscht und werden entsprechend behandelt. Schade eigentlich. Unterwegs haben wir viele andere Lodges erlebt, die sich mit den Campern sehr gut „arrangiert“ haben und wo man sich auch – oder gerade als Camper - sehr sehr wohl fühlt.

Und hier noch ein paar "Closchüsselbilder" vom Campground:

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Teil 1202. Juli 2016
Dienstag, 24. Mai 2016 – Part I: Living Museum der Damara

Wir geniessen noch einmal das Frühstück hier an diesem schönen Platz – noch sind die Mücken nicht aufgetaucht – und packen dann so langsam unsere sieben Sachen zusammen. Und das heisst dann auch wieder: Vögel beobachten 🤩

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Wir sind früh dran, bis nach Palmwag ist es nicht weit und so halten wir doch noch am Living Museum der Damara an.

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Wir sind etwas skeptisch, was solche Besuche angeht. Letztes Jahr haben wir ja schon so ein Living Museum der San besucht. Klar, das war schon sehr interessant zu sehen, wie die San lange Zeit gelebt haben. Wir sind uns aber auch immer bei den Vorführungen ziemlich „blöde“ vorgekommen, vor allem gegen Schluss zu, wenn man für uns getanzt und gesungen hat.
Aber wir wagen einen neuen Besuch und werden sehr freundlich und liebevoll von dieser Dame in bestem Englisch begrüsst.

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Sie ist jetzt unsere Guide und führt uns durch das Dorf. Gerne dürfen wir fotografieren und wir sollen sie alles fragen, was uns in den Kopf kommt. Da fühlen wir uns sofort wohl. Währenddessen sind noch andere Gruppen angekommen, die nun ebenfalls herumgeführt werden - Das ist hier echt gut organisiert und man fühlt sich hier wirklich wohl.

Zuerst werden wir im "Dorf" herumgeführt....

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.... dann zeigt man uns die "Waffen" und was man damit noch so alles machen kann 🤪

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Dieses Teil kann man als eine Art Messer oder als Pfeife verwenden oder man kann sich damit aber auch hervorragend am Rücken kratzen 😄 . Ein echtes Multifunktionsteil also 🤩

Hier erklärt uns unsere Guide, wie Bier gemacht wird.

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Nein danke, wir probieren mal lieber nicht 😕

Schliesslich geht es zur „Medizinfrau“, ganz wichtig im Leben der Damara.

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Das hätten wir mal die letzten Tage wissen müssen: Elefantendung gegen Mücken 😈

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Und dieses Kraut kann man auch zum Zähneputzen verwenden.

Auch ich werde gleich mal mit der roten Farbe eingeschmiert - damit ich keinen Sonnenbrand bekomme.

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Leider vergesse ich das irgendwann und laufe den ganzen Tag so rum 🤪 Haha....

Uns wird gezeigt, wie aus den Fellen der gejagten Tiere die schönen "Kleider" der Damara gemacht werden.

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Das ist mal ganz viel Arbeit.... und auch dafür kann man das "Multifunktionstool" benutzen - wie fortschrittlich 😗

Natürlich sitzen auch hier die Frauen zusammen und stellen den tollen Schmuck her, den man hier überall angeboten bekommt 😗
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Am besten hat uns aber das Spiel gefallen, das die Damara wohl stundenlang spielen können. Wir haben die Spielregeln zwar nicht ganz verstanden, aber die beiden Damara, die uns das Spiel vorführen, wollen gar nicht mehr aufhören, und es kommen immer mehr Damara dazu und es wird heftig über den nächsten Spielzug diskutiert....

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Das Feuermachen - natürlich Männersage 🤩 - wird uns auch gezeigt.

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Geschafft 🤩

Und ganz zum Schluss wird natürlich auch hier getanzt und gesungen. Doch es macht wirklich Spass der Darbietung zuzuschauen, man hat anscheinend wirklich Spass daran.

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Und bevor wir das tolle Dorf wieder verlassen noch ein paar weitere Eindrücke.

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Der Besuch hier hat uns ausgesprochen gut gefallen. Unsere „Gastgeberin“ war richtig gut drauf, hat gut Englisch gesprochen und ihr war es dann auch wichtig, dass wir etwas von ihrem alten Leben mitbekommen. Und sie hatte jede Menge Spass - wir auch 🤩
Am Ausgang ist dann natürlich noch ein kleiner Crafts Shop, an dem wir aber gerne das ein oder andere Schmuckstück und Mitbringsel gekauft haben.

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Jetzt sind wir natürlich froh, dass wir hier noch angehalten haben. Das war auch eines der wirklich aussergewöhnlich beeindruckenden Begegnungen hier in Namibia 😎

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So, mehr schaffe ich vor dem Fussballspiel nicht mehr, ich hoffe, die Mädels sind nun "glücklich" 🤩

Living Museum der Damara:: Etwa 8 km von Twyfeltontein (an der Ecke D 3214 und D 2612 ausgeschildert), liegt das 2010 eröffnete Living-Museum der Damara, das in Zusammenarbeit mit der Living Culture Foundation Namibia entwickelt und aufgebaut wurde. Hier kann man viel über das Leben der Damara vor der Kolonialisierung erfahren. Wie sah ihre traditionelle Kleidung aus? Was aßen sie? Welchen Schmuck trugen sie? Das Museum hat täglich geöffnet. Der Link zum Schaudorf. Der Eintritt hat 80 N$/pro Person gekostet, glaube ich.

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Teil 1303. Juli 2016
Dienstag, 24. Mai 2016 –Part II: Offroad in Palmwag

Gegen 10 Uhr verlassen wir das Schaudorf der Damara um einige Armreifen reicher 😗

Wir folgen nun der C39 in Richtung Westen. Nach einigen Kilometern sieht man im Nordwesten eine Gebirgskette als Silhouette auftauchen, die Gipfel sind unterschiedlich geformt.

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Die Strecke ist die schlimmste Wellblechpiste, die wir hier je gefahren sind. Und es nimmt einfach kein Ende. Irgendwann halten wir einfach an, weil wir uns von dem Durchgerüttel „erholen“ müssen. Erst die letzten paar Kilometer werden etwas besser.

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Nach nur 1,5 Stunden – also bereits um 11.30 Uhr – erreichen wir dann den gut gesicherten Veterinärzaun. Wir dürfen passieren, da wir ja von Süden nach Norden reisen. Und gleich dahinter ist dann die Tankstelle der Palmwag Lodge, an der auch wir nochmals tanken. Man weiss ja nie, wo es die nächste Tankmöglichkeit gibt.

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Die Himbamädels rennen schon mal los, um rechtzeitig mit uns am Verkaufsstand zu sein. Geschäftstüchtig sind sie ja schon: Schliesslich wechseln drei Armreifen die Besitzerin 🤩 .

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Nun ist es nicht mehr weit bis zur Palmwag Lodge. Hier haben wir bereits vor langer Zeit einen Campground für zwei Nächte vorgebucht. Das war auch gut so - das Camp war voll.

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An der Rezeption werden wir freundlich empfangen und wir haben den Campground Nummer 4. Super. Und wir sind auch für den morgigen Game Drive eingeplant. Abfahrt ist um 7 Uhr. Na ja, wenigstens nicht mitten in der Nacht.

Der Platz gefällt uns sehr gut. Direkt am Trockenflussbett mit einer schönen überdachten Veranda, einem schönen grossen Spülplatz und einen Grill gibt es natürlich auch. Toilette und Duschen sind gemeinsam zu benutzen und sauber – das Sanitärhäuschen ist ziemlich neu.

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Und es gibt Strom: während wir letztes Jahr überhaupt keine Probleme hatten, mit dem Inverter unsere elektrischen Geräte zu laden und deshalb den Camper auch nie an Strom anschliessen mussten, ist die Batterie für den Inverter dieses Jahr einfach schwach. Wir müssen zwar nicht viel aufladen und haben auch noch keine Probleme bekommen, aber man weiss ja nie. Also nutzen wir die Gelegenheit und schliessen den Camper an und laden die nächsten zwei Tage alles was wir dabei haben – auf Vorrat sozusagen.

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Wir haben noch nicht einmal richtig ausgepackt, da sind schon unsere Platznachbarn aus Viersen da und stellen sich vor. Die beiden sind ein ganzes Jahr lang mit ihrem eigenen Camper, den sie während dem letzten Jahr selber ausgebaut haben, unterwegs. Über Namibia, Simbabwe, Botswana soll es bis nach Tansania und Kenia gehen. Sie sind jetzt also erst am Anfang. Und sie haben Interesse an unserem Camper. Wir sind aber viel mehr an ihrem Gefährt - Marke Eigenbau - interessiert. Einfach super. Da kann man neidisch werden.
Ich mahne etwas zur Eile, weil wir noch eine Kleinigkeit essen wollen und danach ist geplant, noch ein bisschen in der Day Use Area herumzufahren. Aber kaum haben wir uns von den Nachbarn aus Viersen verabschiedet, steht schon das nächste Pärchen da und interessiert sich ebenfalls für den Camper. Sie kommen aus dem Ruhrpott und sind schon eine ganze Weile unterwegs fast schon auf dem Heimweg.
Sie waren bei den Epupa Falls, in Sesfontein – wo sie keinen Diesel mehr bekommen haben – sind auch etwas ins Kaokofeld gefahren und nun verbringen sie hier zwei Tage. Wie sie genau zurückfahren, wissen sie noch nicht so genau. Wir nennen sie der Einfachheit halber einfach die Ruhrpöttler - sorry, wir können uns einfach keine Namen merken, auch wenn wir uns gerne an die beiden zurückerinnern.
Letztendlich kommen wir doch noch dazu, etwas zu essen und dann fahren wir los. Zurück auf die Hauptstrasse und dann geht es recht bald links ab in Richtung „Palmwag Day Use Area“. Am Gate entrichten wir unseren Eintritt in Höhe von 200 N$/Tag und fahren los. Wir sind etwas angespannt, weil wir nicht so ganz wissen, was uns hier erwartet. Aber das legt sich bald: die Piste ist eher gut zu fahren, es geht halt nur langsam voran und Allrad ist schon von Vorteil. Unser Navi kennt sogar die einzelnen Pads, die auch gut ausgeschildert sind. Die Landschaft ist einfach umwerfend, nur leider sehen wir so gut wie keine Tiere. Schade. Aber wie gesagt: Dafür ist die Landschaft um so schöner. Und Hansi ist natürlich im Siebten Himmel –Offroad! 🤩

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An diesem kleinen Canyon halten wir auch an, er führt sogar noch etwas Wasser. Somit ist es hier etwas grün - ganz ungewöhnlich.

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Wir halten immer wieder an, um die Landschaft zu geniessen und Bilder zu machen und fahren die ganzen Viewpoints an.

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Und trotzdem sind wir bereits um 15:30 Uhr wieder am Gate. Der Wächter dort fragt, ob wir beim Aub- Canyon die Löwen gesehen hätten? Löwen? Im Aub Canyon? Ja, vier Stück würden dort liegen – in Richtung Osten. Der Jeep, der gerade rausgefahren ist, hätte das berichtet und auch schon die Touris davor. Wie weit ist das? Wie lange brauchen wir dahin? Reicht uns das noch? Ja, das können wir schaffen. Wir bedanken uns für die Info, drehen um und machen uns auf den Weg zum Aub Canyon. Unterwegs sehen wir – für dieses Gebiet – recht viele Tiere, aber Hansi ist im „Fahrmodus“, das heisst: Für die „ganz normalen Tiere“ wird nicht angehalten. 😠 😠 😠
Wir erreichen den Canyon, ohne auch nur einen Löwen gesehen zu haben, so sehr wir uns auch angestrengt haben. Am Viewpoint selber trauen wir uns aber nicht auszusteigen – was, wenn die Löwen wirklich hier sind? Ja, wir sind schon ganz schöne Feiglinge! 😈

Wir fahren noch ein Stück weiter, halten angestrengt nach den Löwen Ausschau – wo ist denn nun Osten? – können aber nichts entdecken. Und wir müssen uns so langsam auch auf den Rückweg machen, es wird immer später. Das Licht ist super und uns laufen nun jede Menge Tiere über den Weg. Aber keine Löwen und Hansi ist nun wieder im „Fahrmodus“ 😠

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Aber einmal hält er – nur für mich – an, damit ich ein paar Bilder machen kann 😘

Schade, dass wir die Löwen nicht gesichtet haben, aber der Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Wir kommen gerade noch rechtzeitig zum Sundowner im Camp an.

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Da es nun schon dunkel ist und wir noch alles für morgen früh vorbereiten müssen, verzichten wir aufs Grillen, sondern machen uns lediglich Nudeln mit Tomatesauce - Lecker. Aber aufs Lagerfeuer verzichten wir nicht. Nachbars sind auch wieder da und es wird noch etwas geklönt – über Urlaub im Allgemeinen und Namibia und Afrika im Besonderen.

Und wir machen uns lustig über die vielen „Beware of Elephants“ Hinweise, den Elephant Hike und die Warnungen, alleine ins Flussbett zu gehen. Ha, ha, der letzte Elefant ist wahrscheinlich vor 40 Jahren hier vorbeigekommen oder so. Ha ha!

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Wir „drohen“ noch an, dass wir früh rausmüssen – sie auch – das passt ja und dann verabschieden wir uns. Good night! 😘

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Teil 1403. Juli 2016
Mittwoch, 25. Mai 2016 (Afrikatag) – Game Drive auf Palmwag oder: wo sind die Elefanten?

Pünktlich um 7 Uhr wartet Marvin, unser Guide – wir konnten uns doch tatsächlich mal einen Namen merken 😗 - an der Rezeption auf uns. Wir sind die einzigen Gäste – somit wird das also ein Private Game Drive 🤪 . Super. Gebucht haben wir die ganztägige Damara Wildlife Tour.
Die Tour führt in die Konzessions Area hinein, durch die tolle Landschaft, weit weg von den normalen Touristenrouten. Unterwegs kann man die vielfältigen Wildtiere beobachten, wie etwa Zebras, Kudus, Oryxe, Springböcke, Strausse, Schakale und auch Hyänen. Mit viel Glück kann man auch ein schwarzes Nashorn, Wüstenelefanten oder Wüstenlöwen sehen. Wer Lust hat, kann in einem der natürlichen Pools hier ein Bad nehmen. Unterwegs wird dann zu mittag gegessen und am nachmittag geht es dann zurück zur Lodge. So die Beschreibung.

Auf diese Tour haben wir uns ganz besonders gefreut und so sind wir wirklich gespannt, was wir heute alles zu sehen bekommen. Haben wir so viel Glück wie beim letzten Game Drive? Werden wir heute die Löwen sehen?

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Wir fahren in die Day Use Area hinein. Anfangs sind es dieselben Wege und Viewpoints, die wir gestern schon gefahren sind.

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Aber Marvin hält immer wieder an, um nach Tieren Ausschau zu halten....

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.... und er entdeckt auch Elefanten- und Löwenspuren. Die sind allerdings alle schon etwas älter. Ausser der tollen Landschaft, sehen wir am Anfang eher wenige Tiere. Wir geniessen es einfach, im Safari-Jeep in der Gegend herumzufahren – vor allem Hansi, der sich sonst ja eher auf das Fahren konzentrieren muss. Obwohl er ja schon gerne selber fahren würde 😗

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Hier sind wir nochmals an dem kleinen Canyon mit Wasserloch, an dem wir gestern schon waren. Ob wir hier baden wollen? Besser nicht 🤪

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Marvin „leidet“ viel mehr darunter, dass wir bis jetzt keine grossen Tiersichtungen haben und hält immer wieder an, um Ausschau zu halten.

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Dann fährt er tiefer in das Gebiet hinein, zeigt uns diverse Wasserlöcher und dort können wir dann auch ein paar Strausse, Springböcke, Giraffen und Oryxe entdecken. Und sogar ein Schakal läuft uns vor die Linse 😎

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Aber die Elefanten und Löwen sind nicht aufzufinden 😵 .

Wir fahren noch weiter hinein in das Konzessionsgebiet - die Landschaft wird immer wilder, die Pad auch. Nun sehen wir immer mehr Tiere - wir freuen uns darüber 🤩 - Marvin würde uns gerne mehr zeigen 😐

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Schliesslich kommen wir auch zum Aub Canyon. Wir dürfen aussteigen – gestern nachmittag haben wir uns das ja nicht getraut. Es ist wirklich schön hier.

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Marvin erzählt uns, dass er gestern mittag, dort auf der gegenüberliegenden Seite, einen Löwen gesichtet hat. Von den vier Löwen, die sich am nachmittag hier herumgetrieben haben, hat er nichts gehört.

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Und hier ist dann auch der Platz für unser Mittagessen: Schnell sind Tisch und Stühle ausgepackt, eine Tischdecke und Servietten hat Marvin auch dabei und so ist der Tisch rasch gedeckt. Ein Festmahl inmitten des Niemandslandes. Hm lecker.

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Wir packen zusammen und fahren dann weiter. Unterwegs begegnen wir den beiden aus dem Ruhrpott, die schon den ganzen Tag im Konzessionsgebiet herumfahren und total begeistert sind. Können wir verstehen.

Nun wird es richtig ruppig - dicke Steinbrocken bilden nun den Untergrund. Wir sehen wieder Giraffen, Bergzebras und die Spuren von einem Nashorn, doch auch diese Spur ist schon ein paar Tage alt 😵 .

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Marvin gibt wirklich alles, er möchte uns unbedingt wenigstens ein „grosses“ Tier zeigen. Wir sind aber auch so ganz glücklich und haben den Tag in vollen Zügen bisher genossen 😎 .
Und dann fährt er uns ganz enttäuscht zurück zum Camp. Wir sind gerade am Aussteigen, dann erhält er die Nachricht, dass ein Elefant in der Nähe sei. Wenigstens den möchte er uns präsentieren. Also steigen wir wieder ein und fahren ans Ende des Campgrounds, wo dann tatsächlich ein Elefant im Flussbett steht. Da fahren wir den ganzen Tag in der Gegend rum und dann steht er hier herum, gleich um die Ecke, einfach so 😈 .

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Uff, erleichtert – konnte er uns doch wenigstens einen Eli präsentieren. Wie wir später erfahren ist das Sebastian – ein recht alter Wüstenelefant, der sich hier wohl öfter aufhält. Für so viel Einsatz gab es noch ein extra Trinkgeld für Marvin, für den der Tag dann doch noch gut geendet hat 🤪

Zurück am Campground kommt dann plötzlich von den Nachbarn der Zuruf: „Viersen ruft Stuttgart – Elefant im Anmarsch“. 🤩

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Und da marschiert Sebastian doch tatsächlich durch das Trockenflussbett, fast schon in greifbarer Nähe. „Beware of Elephants“ hat hier also schon seine Berechtigung.

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Wir chillen noch etwas am Campground – schaut mal, was für einen schönen Baum wir gleich neben dem Camper haben 😉

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Heute abend haben wir Essen dazugebucht, deshalb machen wir uns schon einmal auf den Weg in Richtung Bar...

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... es ist Zeit für einen Sundowner.

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Wir treffen wieder die beiden aus dem Ruhrpott und erzählen uns gegenseitig, was wir den ganzen Tag so gesehen und erlebt haben. Wir geniessen das Gespräch mit den beiden und dann fällt der Strom aus 😮 – aber hier ist man das wohl gewohnt und die Kerzen sind schnell herausgeholt. Ohne Strom wird das wohl auch nichts mit dem Essen, also wird schnell noch ein weiterer Sundowner bestellt und weiter erzählt und gequatscht. Ein schöner Abend, eine wirklich nette Begegnung. 😁
Schliesslich gibt es wieder Strom und wir gehen ins Restaurant zum Essen.
Das Essen schmeckt uns, der Wein ist gut und gerade als wir beim Nachtisch sind, werden wir auf die Terrasse gebeten – dort im Gebüsch steht ein Elefant - Sebastian. Eine schöne Überraschung 🤩 .

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Beschwingt gehen wir zurück zum Campground und trinken noch ein Gläschen Wein. Plötzlich werden wir durch zwei Gestalten aufgeschreckt, die um unseren Camper herumschleichen. Hallo? Psst! Hä? Dort! Was ist dort? Äh dort steht doch tatsächlich ein Elefant, etwa 1 Meter vom Camper entfernt und nascht an den Ästen des Baumes – ja, DES Baumes neben unserem Camper.

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Schluck! Was machen wir nun? Und wo ist die Kamera? Wir stehen nun zusammen mit den beiden um den Camper herum und beobachten das Treiben. Sebastian hat wohl genug gegessen und macht sich auf den Rückweg. Zuerst durch den Platz von den Nachbarn aus Viersen – ja, denen geht es gut – und dann bleibt er auf dem Platz der beiden aus dem Ruhrpott stehen. Wir flüstern in Richtung Dachzelt und fragen, ob alles in Ordnung ist? Ja, schon- sie können halt leider gerade nicht herunterkommen und die Kamera ist vorne im Auto 😵
Und dann verzieht sich Sebastian in Richtung Flussbett und geniesst die Äste, die es dort gibt.

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Nun ist der ganze Platz zusammengekommen, jeder hat seine Kamera gefunden und gemeinsam wird dann noch gefilmt und gequatscht, bis auch der letzte genug von Sebastian gesehen hat.

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Was für eine nächtliche Begegnung 🤩 -was für ein Abschluss von einem schönen, aber fast tiersichtungslosen Game Drive Tag. 😗

Palmwag Lodge Campground
: Uns hat es hier sehr sehr gut gefallen. Auf dem Campground und auch auf der Lodge herrscht so eine ganz spezielle Atmosphäre. Hier trifft man sich, bevor man ins Kaokofeld oder sonstwohin fährt, hier erholt man sich von den „Strapazen“ der Tour, hier kann man tanken und die Neuigkeiten austauschen, die man für die weitere Reise braucht. Camper sind auch am Pool, der Bar, im Restaurant und bei den Game Drives herzlich willkommen. Die Plätze 1 und 2 sind nicht so schön, aber die anderen Plätze liegen alle am Trockenflussbett und man hat genügend Platz für sich selber. Es gibt Strom, Licht und einen Braiiplatz, eine schöne überdachte Veranda sowie ein neues und sauberes Sanitärhäuschen.
Teil 1504. Juli 2016
Donnerstag, 26. Mai 2016 – Planänderung: es geht nach Purros

Irgendwie steckt uns der nächtliche Elefanten-Besuch doch noch in den Knochen - der war ja wirklich ganz nah und wir konnten ja nicht wirklich wissen, dass er hier schon fast zum Inventar gehört 😗

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Das sind die Reste vom Baum, der Sebastian so gut geschmeckt hat.

Heute früh ist rumtrödeln angesagt, weil es nicht arg weit ist bis nach Sesfontein. Die nächsten zwei Tage werden wir im Sesfontein Fort übernachten und morgen an der Huanib Tour teilnehmen, so ist es bis jetzt geplant.

Wir beobachten mal wieder Vögel - unsere neue Lieblingsbeschäftigung, falls ich das noch nicht erwähnt habe - und wenn hier schon so viele Vögel bei uns vorbeischauen, dann muss man einfach zugreifen - äh fotografieren – oder es zumindest versuchen 🤪 .
Zuerst kommen die üblichen „Verdächtigen“, doch wir lieben sie…

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… dann gibt es aber noch den Cabanisweber….

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…. Einen Schildraben….

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..eine Akaziendrossel …

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… und das könnte (nach langer Diskussion) eine junge Rauchschwalbe sein - oder wahrscheinlich doch nicht 😵 Natürlich nicht So sieht doch keine Schwalbe aus - Dank Beles Vogel-Kenntnissen weiss ich nun, dass es ein juveniler Bare-cheeked Babbler ist, ein Nacktwangendrossling - Dankeschön fürs Helfen 😘

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Und dann bekommen wir wieder Besuch von Sebastian, der im Flussbett spazierengeht 🤩 ...

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... und ist wirklich zum Greifen nahe.

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Aber irgendwann ist es halt auch nichts Besonderes mehr, einen Elefanten als Haustier im „Vorgarten“ zu haben und wir versuchen, ihn zu ignorieren. Ist aber gar nich so einfach 😎

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Und dann hat er genug von unseren Sträuchern und drollt sich von dannen 😄

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Tschüss Sebstian, schön, dass wir Dir begegnet sind 😈

Wir räumen jetzt dann auch unsere sieben Sachen zusammen und verlassen dieses tolle Camp. Ja, hier kann man es gut aushalten, hier wird einem nie langweilig.

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Wir tanken nochmals, da wir nicht wissen, ob und wann es in Sesfontein wieder Diesel gibt und fahren dann los. Eigentlich wollte ich Hansi eine Freude machen und über die Day Use Area fahren, aber da haben wir ja schon die letzten zwei Tage verbracht. Also werden wir von Sesfontein aus einfach auf der D3707 ein Stück in Richtung Purros fahren und dann rechtzeitig wieder umkehren – just for fun 🤪 .

Bis Sesfontein sind es nur etwa 100 Kilometer. Hier ein paar Eindrücke von unterwegs:

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Ja, glücklich ist, wer nicht zu Fuss gehen muss 🤩

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Gegen 11 Uhr sind wir dann bereits in Sesfontein - die Zufahrt ist etwas speziell, aber, wir sind hier schon richtig 🤩 :

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Wir werden freundlich begrüsst, man hat uns bereits erwartet. Zum Glück frage ich noch nach der Huanib Tour. Ja, die können wir gerne machen. Allerdings müssten wir für vier!!! Personen bezahlen, da es keine weiteren Anmeldungen gibt. Ähm, schluck, nein 😮 . Das wären fast 4.000 N$ 😐 . Das ist uns dann doch etwas viel 😈 .
Aber was sollen wir dann gen ganzen Tag hier in Sesfontein machen? Ganz nach Purros fahren und wieder zurück? Da ist guter Rat teuer 😵
Aber wir haben eine Idee: Warum heute nicht ganz nach Purros fahren, dort übernachten und morgen dann zurückkommen, um hier zu übernachten. That´s it! 🤩
Wir stornieren die heutige Übernachtung und fahren gleich weiter. An der "Tankstelle" - eigentlich ja nur zwei Zapfsäulen - fragen wir vorsichtshalber mal nach Diesel – ja der Tankwagen ist gestern gekommen. Super, wir haben ja heute früh getankt, das reicht bis morgen.
Dann kaufen wir noch schnell ein paar Getränke im Bottleshop....

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... und dann kann es losgehen. Purros, wir kommen 🤪 .

Die Landschaft wechselt ständig ab, auch die Farben ändern sich ständig. Die Fahrt ist echt kurzweilig.

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Anfangs war die Pad noch ganz gut, wird dann aber immer holpriger und geht letztendlich in eine üble Wellblechpiste über. Die Piste ist so schlecht, dass es schon zwei oder drei Parallelspuren gibt.

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Trotzdem macht es Hansi jede Menge Spass hier zu fahren.

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Der letzte Rest ist Tiefsand. Alles ganz nach Hansis Geschmack 🤩 .

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Und dann endlich das erste Schild zum Campground:

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Für die knapp 100 km haben wir etwa 4 Stunden gebraucht – mit Fotopausen - so dass wir gegen 16 Uhr den Campground der Community erreichen.

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Wir bekommen Platz 2 zugewiesen, schön im Schatten mit einem Abolution Block, Dusche und Toilette. Wow, das hätten wir hier nicht erwartet. Wir sind jetzt beide froh, dass wir in Sesfontein so schnell reagiert haben und weitergefahren sind. Wir fühlen uns hier sofort sehr sehr wohl.

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Die Jungs vom Camp kommen zur verabredeten Zeit vorbei, um den Donkie anzuheizen und Feuerholz vorbeizubringen - Toller Service - hier im Niemandsland 😎

Bald ist es auch wieder mal Zeit für den Sundowner 😗

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Und wer braucht schon ein Vier-Gänge-Menü in einem Fort, wenn Hansi „Tomaten-Zwiebel-Fetakäse“-Päckchen mit Kartoffeln und Kürbis in der Folie macht 🤩 . Eben – niemand. Durch das Gerüttel der letzten Tage ist ein Weinschlauch leicht „durchgescheuert“, auf jeden Fall muss der Rest getrunken werden – No problem, das schaffen wir heute abend locker 😗 . Was für ein toller Campground und dazu gehört natürlich auch ein tolles Lagerfeuer.

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Purros Community Campground: Ja, was soll ich sagen: Ein toller Campground, mitten in der Natur am Ufer des Hoarusib und hier kommen sicherlich auch hin und wieder Elefanten vorbei.... Entsprechende Anzeichen waren zumindest zu sehen 🤩 . Es hat wirklich alles was ein Campground braucht: Dusche, Toilette, Feuerring und Abolution Block - fertig ist der Luxuscampground.
Teil 1605. Juli 2016
Freitag, 27. Mai 2016 – Fort Sesfontein – Luxus pur

Bereits zum Sonnenaufgang bin ich wieder wach und: es gibt kein Wasser 😮 ! Das ist aber seltsam, gestern abend ging doch noch alles !?! Naja, wir haben zum Glück noch genügendend im Wassertank.
Wir frühstücken ausgiebig – das gehört für uns im Urlaub einfach mit dazu – und gegen 7 Uhr kommen die Jungs vom Campground. Kurz darauf wird es kurz laut und ich habe eine Idee: Ja, wir haben wieder Wasser. Dann haben die also die Pumpe oder was auch immer angeworfen.

Hier hat es besonders viele und besonders freche Vögel - das muss einfach sein 🤩

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Hansi freut sich natürlich wieder auf die Rückfahrt 🤪 .

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Aber zuerst geht es mal durch die „Vororte“ von Purros…

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… dann gibt es wieder Tiefsand…

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Wir geniessen die Landschaft, aber verfluchen die Wellblechpiste – die braucht kein Mensch.

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Bereits gegen 13 Uhr kommen wir in Sesfontein an.

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Wir tanken gleich – sicher ist sicher - lassen uns einen Makkalani-Schlüsselanhänger – Nummer ich weiss nicht wie viel – aufschwätzen und fahren dann weiter ins Fort.

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Man kennt uns ja bereits 😛 und wir können gleich in unser Zimmer gehen. Boh, das ist aber schön hier 🤩 So richtig im Kolonialstil und mit Klimaanlage!

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Wir nutzen die Gelegenheit, um mal wieder unsere sämtlichen elektrischen Geräte aufzuladen...

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Das hat Hansi für unsere Urlaube „gebastelt“. Die Steckerleiste mit einem PC-Standardanschluss hat er im Internet gekauft. Im Urlaubsland kauft man dann in einem PC-Laden einen ortsüblichen Stecker für den PC (oder bestellt das schon daheim). Nun kann man die beiden Teile zusammenstecken und hat so immer die passende Steckerleiste dabei und muss sich keinen Kopf um die Adapter machen.

.... und ausgiebigst Körperpflege zu betreiben.

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Während Hansi Augenpflege betreibt, lege ich mich an den Pool, wo ich sofort wieder verstochen werde - Nerv. Aber sonst ist es sehr sehr schön hier.

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Sesfontein war ja wirklich mal ein Fort und somit geht eine Mauer rund um das Gebäude mit einem Aussichtsturm.

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Die Zimmer sind in den alten Stallungen untergebracht und im Innern des Forts hat es Palmen, viel grün, einen Brunnen und auch den Pool.

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Das erinnert an eine Art Klostergarten und man hat eher den Eindruck in einer Art Oase zu sein. Das ganze ist wirklich sehr schön gemacht. Man fühlt sich hier sofort wohl. Im Garten verstreut gibt es Sitzgelegenheiten.

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Irgendwann gehe ich ins Zimmer zurück und dann sitzen wir da und wissen nicht so wirklich, was wir mit uns anfangen sollen 😵 . „Eingesperrt“ in so einem schönen Zimmer, aber ohne Balkon und ohne die Möglichkeit, Vögel/Natur zu beobachten. Kennt ihr dieses Gefühl?
Da hilft nur eins: ganz schnell raus in den Garten und schon einmal mit dem Sundowner anfangen 🤩 .

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Um 19 Uhr gibt es Abendessen – die Tische draussen sind schon gedeckt.

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Es gibt ein Vier-Gänge-Menü. Das wird ja überall ziemlich angepriesen und jetzt sind wir mal gespannt, ob das Essen hält, was es verspricht.

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Ja, nicht zu viel versprochen, lecker 😄

Das Essen hier ist wirklich richtig richtig gut, aber die Wartezeit zwischen den Gängen ist schon recht lang – da haben wir doch glatt eine zweite Flasche Wein gebraucht 😗
Am Nebentisch sass ein etwas älteres deutsches Paar, das schon seit zig Jahren nach Namibia kommt und diese Gegend wohl wie ihre Westentasche kennen. Sie erzählen dann einiges über Land und Leute hier während dem Essen und so vergeht der Abend wie im Fluge.
So zwischendurch ist es schon mal angenehm, in so einem Ambiente zu übernachten und sich verwöhnen zu lassen. Wir finden es zwar immer noch schade, dass die Tour nicht stattgefunden hat, aber der Ausflug nach Purros hat uns dafür voll entschädigt.
Diesen Abend wanken wir zurück in unser Bett 😈

Fort Sesfontein: Das alte deutsche Fort wurde 1896 zur Eindämmung der Rinderpest, der Wilderei und des Waffenschmuggels erreichtet und mit 25 Mann besetzt. 1914 zogen die Schutztruppler weg und überliessen das Fort und den kleinen Friedhof mit drei Gräbern sich selbst, die gepflanzten Dattelpalmen wurden von den Einheimischen ausgegraben und anderswo eingesetzt. Erst zu Beginn der 90er Jahre erhielt ein privater Investor die Genehmigung das Fort zu restaurieren und als Lodge zu nutzen. Die Palmen wurden zurückgekauft und wieder beim Fort gepflanzt. Die Einheimischen im Maurern und Tischlern unterwiesen, so dass Arbeitskräfte für die Restaurierung nicht von auswärts kommen mussten, und auch das Servicepersonal stammt aus dem Dorf, die Gäste wohnen in den ehemaligen Stallungen des Forts.
Uns hat das Ambiente sehr gut gefallen, die Zimmer sind im Kolonialstil gehalten, haben Klimaanlage und sind sauber. Das Vier-Gänge Menü ist wirklich gut. Mit 1400,-- N$/Person nicht die günstigste Unterkunft, aber für uns haben Preis-/Leistung gestimmt. Man gönnt sich ja sonst nichts 😄
Teil 1707. Juli 2016
Samstag, 28. Mai 2016 – Camp Aussicht – oder was für ein Gegensatz

Auch heute können wir uns Zeit lassen, bis zum Camp Aussicht ist es nicht weit.
Ich drehe morgens noch eine kleine Runde im Garten und geniesse die Ruhe.

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Wir lassen uns beim Frühstück verwöhnen, packen so langsam zusammen und fahren dann los.

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Wie hier schon oft berichtet wurde, ist der Joubert Pass wieder befahrbar - frisch geteert 😊

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Überhaupt ist die Pad hier um einiges angenehmer zu fahren wie die Wellblechpiste bis Palmwag. Angeblich durch EU-Gelder finanziert – meint Marius unser heutiger Gastgeber.

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Bald sind wir am Schild, dass uns anzeigt, dass es hier nach rechts zu Camp Aussicht abgeht. Für die Südauffahrt, muss man wissen, wo es abgeht - wir wussten es nicht.

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Dafür kamen wir in den Genuss dieser Sprüche. Tom hat uns ja in seinem Bericht schon gezeigt, welch schöne Sinnsprüche sich Marius auf der Abfahrt einfallen lassen hat, aber: auch die Auffahrt ist nicht ganz „sinnfrei“.

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Die Pad ist holprig und schlängelt sich den Berg hoch, ist aber immer gut zu fahren.

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Kurz nach 11 Uhr sind wir dann oben. Marius empfängt uns gleich sehr herzlich, so dass wir uns hier sofort sehr wohl und willkommen fühlen.

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Wir können uns eine Campsite aussuchen – wir entscheiden uns für die fünf, ganz oben 🤩 ....

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.... und gegen 16 Uhr können wir gerne vorbeikommen, um die Mine zu besichtigen. Au ja, das hört sich gut an. Dann also bis heute nachmittag.

Über das Camp ist ja schon viel geschrieben worden, aber es übertrifft unsere Erwartungen dann doch. Jede Campsite ist sehr grosszügig angelegt und hat Blick über die Weite der Landschaft – nicht umsonst heisst das hier Camp Aussicht.

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Es gibt ein überdachtes Sonnendach, ein Duschhäuschen mit einer Eimerdusche und ein Plumsclo mit Aussicht. Ach ja, der Feuerring darf natürlich auch nicht fehlen.

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Das Wasser wird während der Regenzeit in riesen Tanks gesammelt und gefiltert und reicht – wenn man sparsam ist – dann für das ganze restliche Jahr. Respekt. Auch wir haben hier – und für die Zukunft – etwas mehr wie sonst darauf geachtet, kein Wasser zu verschwenden.

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Das ist so richtig ein nachmittag zum Faulenzen: Wäsche waschen, Fotos sichern, Camper aufräumen und das immer grösser werdende Loch im Dach des Campers flicken.

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Nein, wir haben keine Angst, dass es reinregnen könnte, aber wir wollen auf keinen Fall Viecher im Camper haben - und am wenigsten die achtbeinigen. 😗

Und natürlich auch Vögel zu beobachten – die gibt es hier in allen Grössen und Farben. Toll. (na ja, ein bisschen haben wir nachgeholfen 😈 ).

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Es gibt aber auch noch andere Tiere zu beobachten:

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Wir gehen noch auf den Aussichtspunkt hoch – da hat Marius extra eine Plattform gebaut, damit man eine noch bessere Aussicht hat – aber für mich ist das nichts: Ich bin nicht schwindelfrei und habe Höhenangst. Mir reicht die Aussicht von hier unten.

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Schau mal, wir haben gar nicht gemerkt, dass da noch jemand gekommen ist - Da sind Panthers 🤩 .

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Dann wird es auch schon Zeit, bei Marius vorbeizugehen. Unterwegs treffen wir noch die anderen Camper, also Panthers, und wir setzen uns dann auf die schöne Terrasse:

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Marius zeigt uns dann die Steine aus der Dioptasmine und den Schmuck, den er daraus macht.

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Der Dioptas wird auch Kupfersmaragd genannt und ist eigentlich nur für Sammler interessant.

Die Mine ist ein Standbein von ihm, die Gästezimmer und der Campground ein zweites. Und wir klären auch recht schnell, dass Marius nicht aus der Schweiz kommt! (Irgendwo kursiert dieses „Gerücht“ und er hat sich schon gewundert, weshalb wir ihn mit einem Grüezi begrüsst haben). Wenn dann hat er holländische Wurzeln.
Panthers erzählen von ihrer bisherigen Tour , auch Marius hat jede Menge zu erzählen und wir als Namibia-„Neulinge“ hören gespannt zu. Das macht alles Lust auf mehr – mehr Namibia, mehr Offroad, mehr Kaokoveld. Die Zeit vergeht wie im Fluge und so wird es nichts mehr mit der Minenbesichtigung. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag 🤪 .

Schliesslich verabschieden wir uns von Marius und laufen mit Panthers zusammen zurück zum Campground. Sie erzählen von ihrem Malheur im Hoarusib, ihrer verzweifelten Suche nach einer Werkstatt in Opuwo und zeigen uns ihren Bushcamper. Ja, der gefällt uns schon sehr sehr gut. Ich glaube, das nächste Mal – aha, das nächste Mal 😗 😈 😗 – werden wir wohl so einen Camper nehmen (müssen). Nicht ganz so komfortabel, aber ein Tick mehr geländegängig.
Es wird spät, bis wir endlich bei uns ankommen, aber nicht zu spät, um noch den Sonnenuntergang zu bewundern und uns vor dem Kochen noch einen Sundowner zu gönnen.

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Es gibt Tomaten-Feta Päckchen – arg viel mehr gibt unser Kühlschrank nicht mehr her - und ein schönes Lagerfeuer danach - mir ist es das erste Mal kalt am Abend in diesem Urlaub 😵 .

Und hier packt Hansi auch mal wieder seine Kamera aus für ein paar Sternenbilder.

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Teil 1809. Juli 2016
Sonntag, 29. Mai 2016 – "Moro" – Besuch bei den Himbas

Hier oben auf etwa 1600 m Höhe ist es recht kalt – das erste Mal, dass ich morgens warme Wollsocken brauche. Und die Sonne braucht bis 8 Uhr, bis sie über dem Berg ist und es etwas wärmer wird. Das wird ein "eisiges" Frühstück, sind wir gar nicht gewohnt 🤪

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Um kurz nach 8 Uhr machen wir uns auf den Weg zu Marius. Bei Panthers ist noch alles ganz ruhig – schade, wir hätten uns gerne kurz verabschiedet.
Marius wartet schon auf uns – heute geht es mit ihm zusammen zu den Himbas.
Wir können es uns so gar nicht vorstellen, einfach in ein Himbadorf zu gehen und dann dort herumzulaufen und zu fotografieren. Deshalb haben wir uns für den Ausflug zusammen mit Marius entschieden. Er kennt die Himbas hier sehr gut, betreut und besucht sie schon seit Jahr(zehnt)en und er spricht auch ihre Sprache - fliessend.
Zuerst geht es in das Dorf, das auch schon die Mustangs besucht haben. Wegen einer Beerdigung sind nur wenige Frauen mit ihren Kindern im Dorf. Die Kids freuen sich sehr über unseren Besuch. Sie springen an uns hoch, rennen um uns herum und lachen jedes Mal, wenn wir ihnen wieder ein Bild von ihnen zeigen.

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Zusammen mit Marius fällt die anfängliche Zurückhaltung auf beiden Seiten bald weg und wir bewegen uns recht unbeschwert im Dorf.
Marius weist uns immer wieder auf Dinge hin:
So sehen Kinderhände und –füsse hier aus, die wahrscheinlich noch nie Wasser gesehen haben.

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Ihr habt sicherlich unterwegs auch schon einmal ganz junge Himbas mit ihren Lendenschurzen gesehen, die stolz an der Strasse entlanggehen. In diesem Dorf tragen die Kinder aber alte abgetragene Kleider, Lumpen, und es kümmert sich niemand drum, ob sie nun kaputt sind oder nicht.

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Die Kinder laufen hier weitgehend "unbeaufsichtigt" frei herum, sitzen auf dem schmutzigen Boden - wo auch sonst? - und spielen im Dreck (so sieht das aus unseren europäischcen Augen zumindest aus).

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Die Frisuren bezeugen den sozialen Stand eines Gemeinschaftsmitglieds: Mädchen tragen ihr Haar in zwei zur Stirn gerichteten Zöpfen...

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.... doch sobald sie in die Pubertät kommen und zu den Frauen gehören, werden ihre Haare mit Erde zu vielen kleinen Zöpfen geflochten und mit Leder und Perlen geschmückt....

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.... und wenn man kein Leder und keine Perlen hat, dann tut es auch Abfall: Schleifen aus alten Plastiktüten.

Diese Frauen sind verheiratet: sie tragen kleine Fellhauben auf dem Kopf, die sie stolz wie eine Krone tragen.

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Diese Frau klagt Marius ihr Leid, weil sie niemanden mehr hat, der ihr beim Ziegenhüten hilft – ihre Kinder sind noch zu klein dafür. Bisher hatte sie ein Mädchen aus dem Nachbardorf, das ihr geholfen hat, aber die kann jetzt nicht mehr. Marius will schauen, ob er ihr jemanden findet.

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So geht Marius von Hütte zu Hütte, spricht mit den Frauen, kümmert sich um die Kinder, während wir von den Kindern „herumgeführt“ werden.

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Natürlich darf auch der Besuch bei der Medizinfrau nicht fehlen und ich bekomme wieder mal „Kriegsbemalung“:

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Und zum Schluss werden die Decken ausgebreitet und weitere Armreifen wechseln die Besitzerin.

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Gerne hätten diese Frauen noch für uns getanzt und gesungen. Aber wir haben dankend abgelehnt - das wäre uns peinlich gewesen.

Aber eines muss ich unbedingt noch machen und darüber freuen sich die Frauen dann auch wirklich: Wie fühlen sich diese Haare an?

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Marius verteilt noch Maismehl und andere Dinge, worüber sich die Himbafrauen wirklich freuen und dann fahren wir weiter, zum nächsten Dorf.

Bei den Himbas wohnt Jede Familie in einem Dorf, dem sogenannten Kral, der von einem Zaun umgeben ist. In einem Kreis sind die Rundhütten der Frauen des Chiefs – in der Regel haben die Männer mehrere Frauen – angeordnet. Jede Frau hat eine eigene Hütte, die meist aus gesammelten Kuhdung und Ästen besteht, in der sie mit ihren Kindern lebt. Das Oberhaupt der Familie verbringt die Nächte abwechselnd in den Hütten seiner Frauen. In der Regel verstehen sich die verschiedenen Frauen gut untereinander.

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Unsere Ankunft spricht sich schnell herum und die gleich kommen die ganzen Kids angerannt.

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In diesem Dorf hat es jede Menge Frauen, aber Männer Fehlanzeige 😗 . Bei den Himbas herrscht Frauenüberschuss 🤩 .

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Frisuren, Kleidung und Schmuck spielen in der Kultur der Himba eine sehr wichtige Rolle. Besonders die weiblichen Angehörigen dieses Volkes verbringen morgens mehrere Stunden mit dem „Schminken" und Schmücken ihres Körpers.

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Morgens stehen sie Stunden vor den Männern auf, um ihren gesamten Körper über einer Art Weihrauch zu parfümieren. Zur Intimpflege setzen sie sich über den Rauch. Gebadet wird hier nicht. Die Himbafrauen reiben ihre Körper von Kopf bis Fuß mit einer Mischung aus rotem, pulverisiertem Eisenoxid, Butterfett, Kräutern und dem Harz des Omuzumba-Strauches ein. Dieses Verfahren dient in einem der trockensten Gebiete der Welt, wo Wasser eine Kostbarkeit ist, der Reinigung des Körpers und dem Schutz vor Krankheiten, ist darüber hinaus aber auch als eine Art „Ganzkörper-Make up" zu verstehen, ein unverzichtbares Ausdrucksmittel für ihr Schönheitsideal, ohne das sie sich nicht in der Öffentlichkeit zeigen. Das Gleiche gilt für den üppigen Schmuck. Die sehr auffälligen Stücke sorgen dafür, dass die eigentliche Nacktheit bei all der Pracht kaum noch wahrgenommen wird.

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Auch auf Schmuck wird viel Wert gelegt. Armbänder, große Muscheln und Halsringe verzieren die Körper der stolzen Frauen. Ein weiteres Schönheitsideal ist eine Zahnlücke in der Mitte der unteren Zahnreihe - doch das macht nicht mehr jede Frau.

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Auch hier können wir überall herumlaufen, mit den Frauen und Kindern "reden" und Bilder machen, so viel wir wollen. Das machen wir natürlich gerne:

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In diesem Dorf lebt auch eine Hererofrau mit ihren Kindern:

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und auch hier weiss man mit den alten Klamotten nicht immer was anzufangen. Hauptsache irgendwas an - da wird der Pullover auch mal zur Hose und die Schuhe dürfen gerne etwass grösser sein.

Am Ende unseres "Rundgangs" werden auch hier die Decken ausgebreitet - und ich erwerbe noch ein paar Armreifen - ja, da habe ich jetzt schon eine ganze Menge davon - und Hansi auch 😈

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Als Marius zum Schluss ein Fell auspackt, mit dem die Himbafrauen ihre Röcke herstellen, hören wir einen richtigen Freudensschrei, eher ein freudiges Quicken 🤩 . Auch in dieser entlegenen Region freuen sich die Frauen über ein neues Kleidungsstück 😎

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Diese Frau hat wohl das Herz eines Mannes erobert - warum? War die Jagd auf das andere Geschlecht erfolgreich, erhält die Dame von ihrem Auserwählten einen bestickten Gürtel, der nun täglich über dem Lederschurz getragen wird, so dass er für jeden sichtbar ist. Dieser Gürtel drückt die Gefühle des Mannes zu seiner Partnerin aus: Je üppiger er mit Metallperlen, Schlüsseln, Ketten, einfachen Grafischen Mustern oder sogar alten Patronenhülsen (oft Überbleibsel aus dem Angolakrieg) verziert ist, desto verliebter der Mann - wie schön 🤪 .

Dann verabschieden wir uns von diesem Dorf und fahren weiter. Marius hat uns hier aber auch nocheinmal auf eine grosse "Problematik" der Himbas hingewiesen 😐

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Bisher hat man die Himbas fast unbehelligt ihr traditionelles Leben führen lassen. Aber durch die Schulpflicht in Namibia lernen die Kinder Englisch, muss westliche Kleidung getragen werden und die Kids passen sich ihren Schulkameraden an. Sie sehen das „moderne Leben“ im Fernsehen, das für sie eigentlich unerreichbar weit weg ist, das für sie aber nun begehrenswert erscheint, es werden Wünsche und Bedürfnisse geweckt, die sie bisher gar nicht kannten. Und dafür wird Geld gebraucht – mit Ziegen und Kühen kann man sich nun mal kein Smartphone und auch keinen IPad kaufen.
Viele der jungen Menschen haben sich bereits in Teilen dem westlichen Lebensstil angepasst und verlieren immer mehr den Kontakt zu den alten Werten. Alkoholismus und Bettelei breiten sich aus.

Marius fährt mit uns noch etwas in der Gegend herum, erzählt uns alles mögliche über Land und Leute, die Flora, die Tiere und überhaupt..... Wir fühlen uns zusammen mit ihm rundum wohl – weil er einfach so toll erzählen kann und obwohl er das ja immer wieder erzählt, merkt man ihm einfach an, wie ihm das alles am Herzen liegt 😎

Doch irgendwann ist diese Tour zu Ende und wir fahren zurück nach Camp Aussicht.

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Uff, der Ausflug zu den Himbas hat uns schon sehr nachdenklich gemacht: Wie einfach sie dort leben, unter welchen „Bedingungen“ (aus europäischer Sicht) dort Kinder aufwachsen und mit wie wenig man doch glücklich sein kann – zumindest hatten sie den Eindruck bei uns hinterlassen. Wie gut geht es uns doch, dass wir uns solche Reisen „leisten“ können, mit was für lächerlichen „Problemen“ wir uns manchmal rumschlagen und wie unglücklich und unzufrieden doch viele Menschen hier sind, obwohl wir eigentlich alles haben – zumindest materiell.

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Und wir lernen noch etwas: Was meint ihr? Wie viele handelsübliche Eimer Wasser benötigt man zum Duschen? 1 Eimer? 2 Eimer? Mehr?

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Schaut selber: Erst bin ich dran - als ich fertig bin, ist noch jede Menge Wasser übrig. Also reicht es auch noch für Hansi, der es auch nicht schafft, alles Wasser zu verbrauchen! Wow. 😛 Damit wir das Wasser nicht unnütz wegschütten, verwende ich es noch zum Spülen.
Somit reicht ein Drittel Eimer Wasser für eine Dusche! Schafft ihr das auch bei euch zuhause? Wir nicht 😗
.
Den restlichen nachmittag geniessen wir einfach diese traumhafte Stille und die tolle Aussicht.

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Was uns nun schon den ganzen nachmittag beschäftigt: Was machen wir mit der Malaria-Prophylaxe? Heute abend müssten wir damit beginnen. Unterwegs haben wir ja nun jede Menge Leute getroffen, die oben am Kunene waren: Die einen haben die Prophylaxe vertragen, die anderen nicht 🙄 . Einstimmig hat uns aber jeder erzählt, dass es praktisch keine Mücken gäbe im Moment. 😵
Wir haben uns an Lillytrotters Antwort auf diese Frage erinnert: „Zu welchen Uhrzeiten sind die Moskitos am aktivsten?“
Ihr Antwort: „6:35-7:15 - dann eine kurze Pause - 7:25-9:30.
Und wieder 16:52-17:40 - kurze Pause 17:59-20:15 (quasi direkt mit der Tagesschau)“.
😈
Aber auch an Gerd´s Ratschlag: „Im Winter nimmt er eigentlich keine Mittel, weil es dann der Malaria-Fliege zu kalt und sie deshalb nicht aktiv ist. Erst wenn die Temperaturen in der Dämmerung und/oder Nacht über 20 Grad liegen, werden die Fliegen aktiv.“
Also Lillytrotters Zeiten, an die kann man sich halten 🤩 . Aber abends ist es im Moment schon noch recht warm. Hm? Und dann beschliessen wir: Wir lassen es bleiben. Wir werden uns abends und morgens gut „einpacken“, von oben bis unten mit Peaceful Sleep einreiben und einsprayen, den Camper ebenfalls gut aussprühen und genügend flüssige Malariaprophylaxe zu uns nehmen. Wir riskieren es. Punkt! (Das muss aber wirklich jeder für sich ganz alleine entscheiden, ob er das Risiko, von einer Malaria infizierten Mücke gestochen wird oder nicht, auf sich nimmt).

Und dann machen wir uns auf den Weg zur Mine - ja, da wollten wir ja gestern schon hin, dann sind wir aber bei Marius und den Panthers hängengeblieben 😗 .
Hier geht es rein - boh, das ist aber dunkel 😵

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Und überall hängen hunderte von Fledermäusen😃 . Sie werden durch uns aufgeschreckt und fliegen in grossen Schwärmen um uns herum - irgendwie "gruselig".

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Und wie das stinkt 🤩

Wir entdecken aber auch eine Dioptase-Ader - wie toll das aussieht

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Dann sind wir aber froh, als wir hier wieder rauskommen - frische Luft

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Es wird auch bald Zeit fürs Abendessen bei Marius und Lotti: da freuen wir uns richtig drauf. Erst sitzen wir bei einem Glas Wein auf der Terrasse, geniessen den Sonnenuntergang und lassen die heutigen Erlebnisse bei den Himbas nochmals Revue passieren.

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Dann bittet Lotti zu Tisch. Wow, der biegt sich ja förmlich.

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Es gibt Wiener Schnitzel – das beste Wiener Schnitzel, das wir je hatten – mit einem selbstangebauten Tomatensalat – the best salad ever -, einer echt leckeren Pilzsauce und Kürbisgemüse. Marius und Lotti sind einfach die perfekten Gastgeber, man fühlt sich hier einfach wohl, willkommen und schon fast eher wie bei guten Freunden.
Und dann bekommen wir Besuch:

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Drei Stachelschweine - die hier zur Familie gehören - wollen zu ihren vorbereiteten Näpfen, sie haben Hunger. Erst war uns etwas komisch zumute – stechen die? Beissen die? Sind die gefährlich? Nein, alles gut. Nur streicheln sollte man die nicht unbedingt.
Und da wir – und die beiden sicherlich auch – morgen früh raus müssen, verabschieden wir uns von den beiden. Dankeschön für diesen wunderschönen Abend 🤩

Heute gibt es noch nicht einmal ein Lagerfeuer – wir sind so müde und so vollgegegessen, dass wir gleich in unseren Camper fallen. Gute Nacht, das war ein wirklich langer und erlebnisreicher Tag.

Camp Aussicht: Ohne Worte – Bilder sagen mehr wie tausend Worte. Ja, das war hier definitiv ein Higlight.
Teil 1910. Juli 2016
Montag 30. Mai 2016 – Einkaufen in Opuwo und weiter zu den Epupa Falls

Heute ist der Tag zweigeteilt: Zuerst müssen wir in Opuwo einkaufen gehen und dann fahren wir weiter nach Epupa.

Aber zuerst einmal verabschieden wir uns von Lotti und Marius unseren Gastgebern – was für eine tolle und nachhaltige Begegnung. Wir fahren hier gegen 8:30 Uhr los.

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Unterwegs kommen wir an einigen sehr alten und sehr witzigen Baobabs vorbei 🤩

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Dann (gegen 10 Uhr) sehen wir die ersten Hütten von Opuwo – das ist Afrika – so haben wir uns Afrika vorgestellt 🤩 .

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Vor Opuwo haben wir etwas „Angst“: Im Forum haben wir oft gelesen, dass das Einkaufen hier sehr unangenehm sein soll, dass man sofort von Menschen umringt wird, die alles Mögliche verkaufen wollen und dass man oft bedrängt wird. Auch Marius hat uns vor Opuwo „gewarnt“. Ok. Wir müssen einkaufen und tanken gehen und wir brauchen Geld. So führt kein Weg an Opuwo vorbei – also: Augen zu, Knöpfchen runter und durch 😈 .

Was uns - neben den vielen Wellblechhütten - auffällt: hier gibt es Bürgersteige – und die werden sogar benutzt.

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Zuerst zum OK-Supermarkt (ein Spar Markt ist in Planung). Wir haben vorher schon besprochen, dass ich alleine einkaufen gehe und Hansi sich im Camper „verbarrikadiert“ 😗 .
Als ich aus dem Auto aussteige, befürchte ich schon, dass alle umstehenden Personen auf mich zugerannt kommen. Und was ist? Nichts! Ich kann ganz lässig und unbedrängt den kurzen Weg zum Supermarkt laufen. Im Supermarkt selber, dann die nächste Überraschung. Das ist aber mal richtig relaxed und hier gibt es ja wirklich alles was man braucht. Nur kein Coke Zero 😵 , ausverkauft! Dafür aber richtig tolles frisches Fleisch – spottbillig. Ich kaufe einige Steaks und lasse sie mir einschweissen – die nächsten Tage sind gerettet.
Mal schauen, was Hansi macht. Ups, wo ist er denn? Im Camper ist niemand. Dann entdecke ich ihn auf dem kleinen Markt. Er schlendert über den Platz und macht Fotos - ganz alleine.

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Wir laden unsere Lebensmittel ein und nun kommen doch ein oder zwei Himbafrauen zu uns, die uns Armreifen anbieten. Wir lehnen dankend ab. Als wir ihnen aber stattdessen Wasser und Mehl in die Hand drücken, sind sie überglücklich.

Einkaufen also problemlos überstanden. Dann los zum Bankautomaten – die Schlange ist ziemlich lange, aber es gibt zwei oder sogar drei Automaten, so dass es recht schnell geht. Also reihe ich mich in die Schlange ein und kann problemlos und ohne nur einmal belästigt zu werden, Geld holen.

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Also Bargeld haben wir jetzt auch wieder. Hansi will nun auch sein Einkaufserlebnis haben. Gesagt, getan und schon ist er weg. Also schnappe nun ich mir die Kamera und schaue mir das bunte Treiben hier in Ruhe an. So habe ich mir Afrika vorgestellt. Bunt, lebhaft, laut. That´s africa.

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Auch Hansi kommt ganz beschwingt zurück. Nun geht es weiter zum Tanken. Auch hier ist es voll, Menschen stehen einfach nur rum, warten auf irgendeinen Lift nach sonstwohin oder gehen einkaufen.
Während Hansi tankt versuche ich mein „Coke Zero-Glück“ in dem kleinen „Supermarket“ an der Tankstelle. Aber auch hier gibt es alles, nur keine Cola.
Als ich zurückkomme ist Hansi schon wieder im Gespräch mit Jemanden – Franzosen, die sich natürlich für unseren Camper interessieren 🤪 .
Wir fahren weiter, sehen einen kleinen Shop an der Seite und versuchen es dort nochmals: und hier bekomme ich die letzten paar Flaschen Coke Zero. Das scheint hier wirklich sehr begehrt zu sein.

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Fürs Einkaufen, Tanken und Geld holen haben wir knapp zwei Stunden gebraucht. Nun kann es aber endlich weitergehen.

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Wir verlassen Opuwo - was wir jetzt überhaupt nicht schlimm fanden, im Gegenteil - und fahren weiter auf der C43 Richtung Epupa.

Die Fahrt zieht sich, die Pad ist soweit ok und unterwegs halten wir immer wieder mal an, um Wasser, Meismehl und Sweeties zu verteilen oder einfach um ein paar Bilder zu machen. Die Landschaft, die Berge, die Farben - einfach toll. 😎

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Und dann gegen 15 Uhr sehen wir endlich die Palmen von Epupa. Nachdem wir die letzten Stunden wieder durch eher karges Land gefahren sind, ist das so richtig ungewohnt für das Auge.

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Gebucht haben wir in der Epupa Falls Lodge, das 1. Camp, wenn man ankommt, und zwar den Campground – riverside (Nr.8) natürlich 🤩 . Schnell alles ausgepackt, ein Willkommensbierchen dazu – Unter Palmen im Schatten sitzen, hinter uns das Rauschen der Fälle - Perfekt.

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Und ich mache mich auf den Weg zu einer kleinen Campgroundrunde - Wie schön es hier ist.

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Wir lieben so „lebendige“ Campingplätze, wo ein Kommen und Gehen ist, wo so ein bestimmter Flair herrscht. Kurz nach der Ankunft geht jemand herum und stellt die Touren vor, die es hier gibt: Walk zu den Falls – wer braucht das denn? [Ironie]– Birding Touren – hm, das wäre mal interessant – und natürlich eine HimbaTour – die hatten wir ja erst gestern. Wir lehnen dankend ab.
Dann kommt „Big Mama“ vorbei und bietet Feuerholz an – oh ja, das brauchen wir – und auch Laundry-Dienste. Hm, das hätten wir mal wissen müssen. Aber dafür ist es jetzt leider zu spät, wir fahren ja morgen früh schon wieder weiter.

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Gegen später machen wir uns dann auf den Weg zu den Epupa Falls. Im Prinzip folgt man immer dem Zaun und dann ist man auch schon da. Wir entdecken immer neue schöne Spots für den Wasserfall und freuen uns, dass wir uns doch noch entschieden haben, herzukommen (Epupa war lange Zeit unser Streichkandidat 🙄 )

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Pünktlich zum Sundowner sind wir wieder auf unserem Platz - ist das nicht schön hier? Im Hintergrund diese tolle atemberaubende Landschaft, alles wird überdeckt vom Tosen der Fälle und dann auch noch der Sonnenuntergang….

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Wir werfen den Grill an – heute gibt es endlich wieder mal so ein richtig tolles T-Bone Steak (obwohl wir so langsam kein Fleisch mehr sehen können) und danach ein endlos langes Lagerfeuer.
Und: Obwohl das Camp am Wasser liegt, hatten wir keine (sichtbaren) Mücken.

Das erste Mal fragt Hansi: Warum sind wir hier nur eine Nacht 🙁 ? Hm, morgen geht es nach Kunene, wo wir zwei Nächte bleiben und dort soll noch viel besser sein. Hoffentlich meint Hansi nur – schluck 😈 !

Epupa Falls Camp: Das ist das erste Camp, wenn man nach Epupa reinfährt. Gleich daneben ist die Omarunga Lodge und danach kommt das Epupa Camp. Der Campingplatz ist relativ gross, der Abstand zu den Nachbarn ausreichend – aber in Sicht- und Hörweite – und die Plätze am Wasser natürlich die schönsten. Die anderen Plätze hätten uns nicht so gut gefallen. Die Sanitäranlagen sind sauber und funktionstüchtig. Es gibt eine Bar und ein Restaurant, das auch für die Camper zur Verfügung steht. Alles in Allem ein wirklich schönes Camp.

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Teil 2013. Juli 2016
Dienstag 31. Mai 2016 – Weiter zur Kunene Lodge

Schade, dass wir hier nicht noch eine Nacht länger bleiben können. Hier hat es uns wirklich sehr gut gefallen.

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Und wir müssen wieder eine Entscheidung treffen: Wagen wir es, die D3700 nach Kunene zu nehmen oder fahren wir lieber aussen herum. Seit wir die Gruppe von Heiner getroffen haben, konnte uns niemand mehr etwas über diese Strecke sagen. Die Aussagen hier im Camp dazu fanden wir auch nicht so wirklich aussagekräftig. No risk – no fun. Wir fahren aussenherum 😗

Vorher machen wir aber noch einen Abstecher zum Epupa Falls Viewpoint: Ein gut sichtbares Schild weisst darauf hin. Auf halber Höhe dann der Hinweis, dass das 20 N$ kosten würde !?! Na ja, das können wir uns gerade noch leisten 😈 .
Hier haben ein paar findige Himbas eine Bar mit Aussichtsstühlen hergerichtet.
Von hier oben haben wir dann einen phantastischer Blick auf die Fälle – und von hier oben sieht man, dass wir gestern vom Campground aus nur einen ganz kleinen Ausschnitt gesehen haben – die Fälle sind viel grösser wie wir gedacht haben. Hätten wir doch mal den Hike zu den Falls gebucht. Aber gemäss Topobär soll sich das dann wohl doch nicht lohnen

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Und hier natürlich die Bar, die Ruth besonders gut gefallen dürfte.

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Kurz bevor wir wieder gehen, kommt dann Johannes daher, um den Eintritt zu kassieren – ganz schön „ausgeschlafen“ die Jungs hier: ein handschriftliches Stück Papier mit fein säuberlich geschriebenen Daten ist unser Beleg.
Nun geht es auf der C43 wieder ein ganz schönes Stück zurück bis zum Abzweig zur Kunene Lodge. Hier ein paar "Impressionen"
von unterwegs. Aber heute waren wir beide irgendwie im "Fahrmodus" 😵

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Es ist gerade mal 12 Uhr als die ersten Palmen und viel grün den Kunene und die zugehörige Lodge ankündigen.

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Wir checken ein, bekommen die Nummer 10 zugewiesen und werden vor den Meerkatzen gewarnt. Unser Lager ist schnell hergerichtet und wir fühlen uns hier sofort wohl. Wir haben wieder eine Riversite, aber der Blick ist leider etwas zugewachsen. Und was fehlt ist das Rauschen der Fälle – die Stille hier ist noch etwas ungewohnt.

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Das ganze Camp ist grün, überall Bäume, Palmen, Pflanzen und man hat genügend Wasser um auch alles zu bewässern. Man fühlt sich hier wirklich wie in einer Oase, eher in einem kleinen Dschungel.

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Hier gefällt es uns, auch Hansi. Uff, Glück gehabt. Gibt es was schlimmeres, als dass der Fahrer und Koch sich nicht wohlfühlt? Eben 😈 .
Der nachmittag ist kurzweilig. Wir haben südafrikanische Nachbarn: ein junges Paar – sie kann etwas deutsch – mit einem aufgeweckten vierjährigen Kid. Das Mädel hat sehr gute Augen und noch bessere Ohren. Sie weisst uns bald auf den grossen Waran hin, der sich im Gebüsch aufhält.

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Dann plötzlich zeigt sie nach oben – eine Meerkatze beobachtet uns schon seit einiger Zeit. Sie warnt uns vor diesen diebischen Tieren und erzählt, was die gestern schon alles angerichtet haben 🤩

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Und dann zeigt wieder ins Gebüsch – da liegt noch ein Waran – nicht so gross wie der erste, den wir gesehen haben, aber immerhin.

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Dann geht sie leider mit ihren Eltern an den Pool und wir sind auf uns alleine gestellt 😊

Dann beobachten wir halt mal wieder Vögel…

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…. Und dann kommt noch ein Waran „herangeschlichen“ – wieder ein Prachtexemplar.

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Doch während wir hier so friedlich dasitzen haben sich im Hintergrund die Meerkatzen formiert:
Einer passt auf…

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…. die anderen gehen auf Diebeszug.

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Das war der Mülleimer der Nachbarn – die an den Pool gegangen sind.

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Schnell weg, ich war´s nicht 🤪

Früh übt sich, was ein Meister werden will - aber unsere Kiste bekommen der Kleine leider (noch) nicht auf. 😈

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Egal, dann probieren wir es halt hier - das sieht gut aus - Wo fangen wir da am besten an?

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So werden wir den ganzen nachmittag auf Trab gehalten. Gaaaaanz unscheinbar im Baum sitzen.....

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.... dann auf Verstärkung warten....

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.... total unbeteiligt dasitzen und den richtigen Moment abwarten....

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.... eine Meerkatze zum "Schmieresitzen"....

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... und Attacke 🤪

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Noch haben wir alle im Blick und brauchen unsere Zwille noch nicht zum Einsatz bringen. Die sind einfach zu süüüüüs 😘

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Zum Sundower gehen wir zur Bar und geniessen diese tolle Aussicht.

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Unsere Nachbarn haben ein kleines Boot auf dem Kunene für sich und den Sundowner entdeckt und haben uns dann eingeladen mit ihnen zusammen DIESEN Sonnenuntergang mitzuerleben. Wow! Dankeschön dafür 😘

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Der abend endet dann mit einem leckeren Rib Eye Steak auf dem Grill und einem tollen Lagerfeuer.

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