Von Lodge zu Lodge ums Okavango Delta - Mai 2016

Reisebericht 103 Antworten · 30,0k Aufrufe · gestartet 12. Juni 2016 von AndreasG2523
Themenstarter938 Beiträge · seit 201312. Juni 2016 · #21
12. Mai 2016: Auf zur Grasland Bushman Lodge
Da wir eine sehr lange Fahrt vor uns hatten, sind wir kurz vor 8 Uhr aufgebrochen. Mit dem versprochenen Lunchpaket wurde es doch nichts, "Nobody told me", also mussten Kekse genügen.

Odekaremba liegt sehr günstig am Flughafen, und wenn man eh nach Botswana will, gibt’s fast nichts Besseres.

Nach gut 2 1/2 Stunden standen wir im Grenzbüro in Buitepos zur Ausreise und wiederholten die Prozedur dann für die Einreise nach Botswana. Obwohl nichts los war, dauerte die Angelegenheit eine gute Dreiviertelstunde. Es waren 140 Pula Straßenbenutzungsgebühr fällig, und das kann dauern….

Unser Reisebüro möchte nicht, dass wir uns verfahren, darum haben sie mit Grasland ausgemacht, dass wir an der Hauptstraße abgeholt werden und unser Auto unten stehen lassen. Da hat aber Ursel hier im Forum geschrieben, das wäre unnötig, man könne gut hochfahren. Wir haben dann wie vereinbart in der Lodge angerufen, wann wir etwa am Abzweig zur Sandpiste 60 km vor der Lodge sein würden. Da sich auch nach dem Luftrauslassen der Reifen immer noch kein Abholer zeigte, fuhren wir los Richtung Lodge und einem Transferpunkt. Nach ca. 7km fiel uns auf, dass die zwei Kilometer zum Transferpunkt schon vorbei sein müssten. Den haben wir also erfolgreich verpasst. Genauso wie die dort wartenden Abholer 😐

Somit durften wir die komplette Strecke mit dem Hilux hochfahren. Es gab nur etwa 32 Farmtore, aber nach ca. 1,5h Stunden war die Farm zu sehen und das Navi hat uns sauber vor die Feuerstelle geführt. Es sollte sich als Glücksfall herausstellen, dass wir bis zur Farm gefahren sind.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit trafen wir ein, es kamen nach uns aber noch 2 weitere deutsche Gäste, Ursel und picoreist hier aus dem Forum. Somit waren also doch ganze 4 Gäste anwesend, weswegen wir mit den Lodgebesitzern und dem Hausverwalter-Pärchen aus Südafrika, das u. A. für die Unterhaltung und die Aktivitäten zuständig ist, zum Abendessen in der Lapa an einem grossen Tisch sassen mit Blick auf die riesige beleuchtete Wasserstelle.

Zuvor gab es noch eine kurze Rundfahrt, um eine braune Hyäne zu sehen (10m hinter unserem Haus 😉 ) und einen Leoparden, der sich gern in der Nähe der Lodge aufhält, aber letzterer hielt sich gut versteckt.

Zum Abschluss sassen wir am Feuer mit Blick auf die Wasserstelle, bis uns die Augen wegen GinTonic in Weizengläsern zufielen. Ein wunderbares Fleckchen Erde im off.

Bilder gabs bis hier hin keine. Darum noch ein kleines Zeitraffer Video der Morgenstimmung (leider klappt es nicht, das Video direkt hier einzubinden, das geht wohl nur von Hostingseiten, nicht von meiner eigenen.... darum nur ein externer Link)
Grasland Morgenstimmung
Aktueller Reisebericht September/Oktober 2018: Wüste, Wind und der KTP Reiseberichte von uns
zuletzt bearbeitet 13. Juni 2016
85 Beiträge · seit 201513. Juni 2016 · #23
Hallo Andreas,

ich habe die Abfahrt verpasst 😮 Ich quetsch mich noch in eine Ecke, bin sehr gespannt auf diese Tour 😎

LG
Kerstin
Liebe Grüße Kerstin
zuletzt bearbeitet 13. Juni 2016
269 Beiträge · seit 201613. Juni 2016 · #24
Hallo Katja, hallo Andreas,

da komme ich gerne mit und hoffe einiges von meiner Tour 2011 wieder zu erkennen.

viele Grüße
Lothar
Alle Reiseberichte auf meiner Homepage: https://fldegen.jimdo.com/
2 Beiträge · seit 201613. Juni 2016 · #25
Der Reisebericht lässt sich schon mal sehr gut an, Freue mich auf mehr.
Themenstarter938 Beiträge · seit 201313. Juni 2016 · #26
Hallo Konni, Kerstin, Lothar und Afinoros,

schön dass ihr dazugestiegen seit, es geht auch bald, dann mit Bildern, weiter. Der nächste Tag ist so gut wie fertig.

LG
Andreas
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Themenstarter938 Beiträge · seit 201313. Juni 2016 · #27
13. Mai 2016 Grasland Bushmen Lodge

In der Nacht habe ich versucht Sterne zu Fotografieren. Da es Leoparden, eine Braune Hyäne und noch manch anders im Busch gab, war trotz sehr hellem Mond der Mut bald zu Ende und die Ausbeute an Fotos recht gering.

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Der Nachtschlaf wurde durch Löwen etwas unterbrochen. Willi de Graaff versorgt nämlich auf seiner Farm Löwen, die sonst von Farmern erschossen worden wären. Also so etwas wie AfriCat in Namibia, nur alles privat. Die Löwen, die auf Auswilderung in Nationalparks warten, sind in mehreren Gehegen untergebracht. Je nach dem wer sich mit wem verträgt. In einem Gehege, ca. 30m hinter unserem Bungalow Nr. 2 war eine 5-köpfige Gruppe, die nicht ganz ruhig durch die Nacht geht. Das Kopfende des Bettes ist natürlich an der Wand, die dem Gehege am nächsten ist, die Löwen sind also praktisch am Ohr.

Um 5:30 Uhr klingelt der Wecker, es sollen ja schöne Morgenbilder und ein Zeitraffer geschossen werden. Der Zeitraffer ist im vorherigen Beitrag verlinkt.

Sattelschrecke ist aber am kühlen Morgen noch sehr langsam
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Parkplatz Room No. 2
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Unser Häuschen vom Zugangsweg her
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Wasserloch am Morgen
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Nach einem gemütlichen Frühstück ging es zum Gamedrive bzw. einer Farmrundfahrt. Die Giraffen waren mit 7 an der Zahl die ersten Tiere, die wir zu Gesicht bekamen.

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Es folgten Zebras und einige Vögel. Insgesamt eine nette Rundfahrt ohne echte Höhepunkte. Die kamen zum Schluss.

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Ant Eating Chat
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Wir fuhren zu dem Gehege von Sirka, einer 3 1/2 jährigen Löwin, die von ihrer Mutter verstossen und von Hand aufgezogen worden ist. Valentin ist der Bezugspunkt für die Löwin, die zwar nicht mehr ausgewildert werden kann, für die man aber ein 2000 ha grosses Gehege plant. Sirka begrüsst Valentin, indem sie ihn auf den Hinterpfoten stehend umarmt, umschmeisst und ihm dann die Kappe vom Kopf streicht. Beide liegen dann auf dem Boden und Sirka bekommt ihre Bauchstreicheleinheiten. Wie liebevoll die Löwin mit Valentin umgeht, ist unfassbar. Es sieht ein wenig aus wie wenn ein Hund sich freut, aber 300kg Löwe oder 40kg Hund sind schon deutlich verschieden. Seht selbst:

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Yellow Billed Hornbill - sucht was am Fensterrahmen unserer Hütte
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Shikra
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Fork Tailed Drongo
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Am späten Nachmittag fuhren wir zu den Bushmen, machten einen kleinen Naturewalk mit ihnen und ließen uns zeigen, welche Pflanzen für sie wichtig sind. Wir durften auch einige Sachen kosten, zum Teil roh, zum Teil auf dem traditionell entzündeten Feuer, alles mit Sand 😉.

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Es war sehr interessant und zeigt wieder einmal, dass sich die Menschen mit einfachsten Mitteln am Leben erhalten können. Wir haben das längst verlernt. Der Sonnenuntergang ist zu Fuß in der Savanne nochmal imposanter.

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Wieder in der Hütte, die unser Zimmer war, angekommen, klopft es und eine Angestellte kam mit einem Stapel Wäsche. Der Waschservice. Große Verwunderung bei uns, hatten wir doch gar nichts weggegeben. Aber die gebrauchte Wäsche des Vortages war achtlos in einer Ecke gelegen und das Personal nahm dies zum Anlass sie zu waschen. Das Ganze auch noch im Preis inbegriffen. Was für ein Service!

Am Wasserloch tat sich viel nach dem Abendessen, Rinos, Gnus, Eland- und Orix Antilopen sowie Zebras waren vertreten. Traditionell mit Savannah Dry und Gin Tonic klang der Abend am Lagerfeuer mit Geschichten von Löwen und anderen Farmerlebnissen aus.

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zuletzt bearbeitet 13. Juni 2016
8'701 Beiträge · seit 201013. Juni 2016 · #28
AndreasG2523 schrieb:
Was das ist, weiss ich nicht, ist aber am kühlen Morgen noch sehr langsam
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Ev. ein European Honey Buzzard?
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Hallo Andreas,

wunderschöne Fotos schon wieder 🤩 !

Das Krabbeltier oben ist eine Sattelschrecke - unsere Hauptsichtung 2011 🤢 Werd ich nie mehr vergessen..... 😗

Bei dem Greifvogel tippe ich eher auf einen Shikra.

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
1'412 Beiträge · seit 201313. Juni 2016 · #29
AndreasG2523 schrieb:
Was das ist, weiss ich nicht, ist aber am kühlen Morgen noch sehr langsam
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Hallo Andreas,

dieses Viech müsste eine Sattelschrecke sein.

Schöner Bericht, schöne Fotos 🙂 . Ich kriege Fernweh ...

Edit: Bele war 'nen Tick schneller ... 😉
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 13. Juni 2016
Themenstarter938 Beiträge · seit 201313. Juni 2016 · #30
Champagner schrieb:

Das Krabbeltier oben ist eine Sattelschrecke - unsere Hauptsichtung 2011 🤢 Werd ich nie mehr vergessen..... 😗

Bei dem Greifvogel tippe ich eher auf einen Shikra.
Hallo Bele,

Danke, nach Blick in den Sasol kann ich Dir zustimmen, müsste ein Shikra sein. Ich ändere das!
Und die lustigen Sattelschrecken waren auch weit verbreitet. Man musste schon aufpassen, dass man keine tritt 😗

LG
Andreas
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1'737 Beiträge · seit 201013. Juni 2016 · #31
Hallo Andreas
Willi de Graaff versorgt nämlich auf seiner Farm Löwen, die sonst von Farmern erschossen worden wären. Also so etwas wie AfriCat in Namibia, nur alles privat. Die Löwen, die auf Auswilderung in Nationalparks warten, sind in mehreren Gehegen untergebracht.
Darf ich fragen, ob Zahlen genannt wurden, wie viele der Löwen und Wildhunde in den letzten Jahren tatsächlich ausgewildert wurden? Wir waren 2006 auf Grassland, allerdings Camping. Was ich da gesehen habe, verglichen mit heutigem Wissen, denke ich, dass es dort nie zur Auswilderung von Raubtieren kommt. Als wir da waren, gab es Jungtiere. Wer das zulässt, kann - so meine Meinung - nicht an Auswilderung interessiert sein. Ich würde mich jedoch gern eines besseren belehren lassen.

Vielleicht hast Du ja konkrete Infos.

Auch wir waren auf einem Bushwalk mit den San. Es sind alles Farmarbeiter, denn am Abend haben wir die Männer bei der Fütterung der Löwen und Wildhunde wieder gesehen. Wenn ich dann noch die hohe Mauer um Ihre Unterkünfte gesehen habe - Abschirmung von den Lodge-Gästen - habe ich Probleme. Ich würde heute nie wieder da hin fahren wollen.

Valentin ist Harnas im seinen Anfängen. Der zahlende Volunteer ermöglicht seinen Traum von Afrika.

Bitte verstehe mich nicht falsch. Doch man lernt mit der Zeit, gewisse Dinge zu hinterfragen.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Themenstarter938 Beiträge · seit 201313. Juni 2016 · #32
Botswanadreams schrieb:Hallo Andreas
Darf ich fragen, ob Zahlen genannt wurden, wie viele der Löwen und Wildhunde in den letzten Jahren tatsächlich ausgewildert wurden?
Klar darfst Du das. Es waren vor zwei Jahren wohl über 30 Löwen da, jetzt sind es noch 18. Es dauert ca. 2 Jahre bis eine Auswilderung genehmigt wird. Willi wollte in der Woche nach unserem Besuch wieder zum zuständigen Minister fahren, um die nächsten Auswilderungen anzugehen. Die Zahl der Wildhunde kann ich nicht sagen, aber es wurden welche an Stellen ausgesetzt, an den es keine natürliche Population mehr gab. Natürlich ist das alles sehr klein, es ist schliesslich ein Privateier und keine Institution. Und Willi erschien mir durchaus ernsthaft in seinem Bemühen, seinen Teil zum Erhalt dieser schönen Tiere beizutragen.
Botswanadreams schrieb:
Wir waren 2006 auf Grassland, allerdings Camping. Was ich da gesehen habe, verglichen mit heutigem Wissen, denke ich, dass es dort nie zur Auswilderung von Raubtieren kommt. Als wir da waren, gab es Jungtiere. Wer das zulässt, kann - so meine Meinung - nicht an Auswilderung interessiert sein. Ich würde mich jedoch gern eines besseren belehren lassen.
Belehren kann ich Dich sicher nicht, ich bin kein Experte. Ich kann nur meine Meinung dazu sagen. Die Tiere werden sofort gefangen, wenn sie auf Farmen auftauchen. Sollte da eine trächtige Löwin dabei sein, wird sie die Jungen sicher in Gefangenschaft bekommen. Wenn eine Löwin mit Jungtieren auf einer Farm auftaucht, werden alle gefangen. Wenn man versucht, die Tiere in Rudel zu integrieren, kann es schon mal zu Nachwuchs kommen, da die Tiere ja nicht sterilisiert werden, weil sie wieder raus in die Wildnis sollen. Ich kann also nicht zwingend einen Zusammenhang zwischen Jungtieren und nicht auswildern sehen.
Botswanadreams schrieb:
Auch wir waren auf einem Bushwalk mit den San. Es sind alles Farmarbeiter, denn am Abend haben wir die Männer bei der Fütterung der Löwen und Wildhunde wieder gesehen. Wenn ich dann noch die hohe Mauer um Ihre Unterkünfte gesehen habe - Abschirmung von den Lodge-Gästen - habe ich Probleme. Ich würde heute nie wieder da hin fahren wollen.
Dass die Angestellten abgeschirmt/abseits von den Gästen wohnen, ist eigentlich überall, wo ich bisher in Botswana oder Namibia war, der Fall. Eine hohe Mauer kann auch Schutz vor Wildtieren sein, in fast allen Dörfer, die ich in Botswana gesehen habe, gab es 2-3m hohe Zäune um die Häuser. Ich habe auf Grasland allerdings die Unterkünfte nicht gesehen. Dass die San, die ja nun wirklich keine Lobby haben, auf der Farm arbeiten um zu leben, halte ich erstmal nicht für schlecht. Der Umgang der Weissen mit den San war auf jeden Fall von Respekt geprägt.
Botswanadreams schrieb:
Valentin ist Harnas im seinen Anfängen. Der zahlende Volunteer ermöglicht seinen Traum von Afrika.
Dazu kann ich absolut nichts sagen, da ich das Geschäftsmodell weder hinterfragt noch mir erklären lassen habe. Ich habe verstanden, es sei eine wissenschaftliche Arbeit. Ob das stimmt, habe ich nicht überprüft. Wie sie finanziert wird, weiss ich nicht. Ich habe nur gesehen, dass die Löwin ihn liebt und fand das faszinierend.

LG
Andreas
Aktueller Reisebericht September/Oktober 2018: Wüste, Wind und der KTP Reiseberichte von uns
zuletzt bearbeitet 14. Juni 2016
Themenstarter938 Beiträge · seit 201314. Juni 2016 · #33
loeffel schrieb:
Schöner Bericht, schöne Fotos 🙂 . Ich kriege Fernweh ...
Das ist doch der Sinn von Reiseberichten 🤪
Oder sollte er das Fernweh stillen 😣
LG
Andreas
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Themenstarter938 Beiträge · seit 201316. Juni 2016 · #34
14. Mai 2016 Fahrt zur Leroo La Tau Lodge

Der Tag begann mit einem frühen Frühstück, dann ging es zur Fütterung der Löwen und der Wildhunde. Die ist eigentlich für Samstag vorgesehen, und heute ist Freitag, aber da wir so gute Gäste sind, wird die Fütterung für uns vorgezogen.
Die Löwen machen ein Theater, dass es einem Angst und Bange werden kann. Zum Glück ist der Zaun massiv.

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Wackeliges Video mit Ton

Die Wildhunde haben so wenig Interesse an den Menschen, dass wir in das Gehege durften. Interessant ist, dass die Wildhundgesellschaft absolut matriarchalisch ist. Der höchste Rüde steht unter der Hündin mit dem niedrigsten Rang. Die Hunde quietschen mehr als dass sie bellen, und es ist ein absolutes Gewusel. Aber nicht ein Tier interessiert sich für uns, nur für die mitgebrachten Teile.

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Um 8 Uhr dann Abfahrt zusammen mit Ursel und Pico aus Pforzheim.
Ursprünglich wollten wir ja die 60km zurück auf die A3 und dann zum Boteti. In den Gesprächen mit Willi de Graaff kam dann raus, dass es viel schöner sei und viel weniger Tore „hinten“ rum gibt. Er hat uns dann noch ein Netz vor den Kühler geschenkt, damit die Grassamen den Kühler nicht verstopfen. Damit war klar, wir fahren erst nach Osten, bis wir auf die Grenze zum Central Kalahari Game Reserve treffen, dann nach Norden bis zum Tsau Gate und von dort nach Westen zur A3. Es sollte 3,5h dauern, sagten uns die Experten der Lodge….

Gemeinsam fuhren wir los. Es ging ca. 45 km durch Grassavanne.

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Die Wegspur war teilweise kaum sichtbar. Dank der GPS-Daten von Tracks for Afrika (T4A) wussten wir aber immer genau wie es weitergehen sollte. Eine herrliche Offroadtour. Es gab ein paar Erdhörnchen und Riesentrappen, aber hauptsächlich Gras.

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Dann ging es noch ca. 60km schnurgerade an der Grenze des CKGR (Nationalpark) entlang. Hier konnten wir dann Elefanten, Schakale, Oryx, Springbock und Strauss sehen. Auch kleinere Vertreter wie Ground Squirrel (Erdhörnchen) und diverse Vögel waren zu sehen.

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Da Links sind Elefanten!
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Am Tsau Gate bogen die beiden dann nach rechts ab ins Central Kalahari Game Reserve.

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Wir hatten nochmal 40km Sandpiste nach links und dann noch etliche Kilometer Asphalt vor uns bis Maun und zur Lodge.

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In Maun wollten wir Tanken und Bargeld aus dem Automaten holen. Eigentlich nichts berichtenswertes. Ausser man ist in Afrika. An der Shell am Ortseingang stand zwar gross "Diesel" auf dem Schild, aber es gab nur den freundlich Hinweis es doch in der Stadt zu versuchen. An der Tankstelle mit Diesel gab es dann einen Geldautomaten. Da er keine Quittung drucken konnte, hat er gleich gar kein Geld ausgespuckt. Dafür habe ich hier gesehen, dass wir in Deutschland noch recht weit hinten sind, was Bargeldabheben anbelangt. Eine junge Einheimische, hat ganz ohne Karte, nur mit dem Smartphone, Bargeld vom Automaten bekommen. Ich mit meinem Stück Plastik dagegen nichts. Also den nächsten Automaten suchen. Dort musste erst eine Ziege vertrieben werden, dann gab es endlich Bargeld.

Nach zwei weiteren Veterinär Kontrollstellen, inkl. Schuhdesinfektion, haben wir dann die Abzweigung zur Lodge erreicht. Nochmal 7 km Sand, und wir wurden freundlichst, mit warmen nassen Tüchern zum Erfrischen vom Team in Leroo La Tau empfangen.

Wir sind die Exoten, denn ausser uns sind alle eingeflogen.

Gleich nach der Ankunft wurde uns die Anlage vorgestellt und die Regeln erklärt. 6 Uhr Wecken, 6:30 Uhr Frühstück, 7 Uhr Abfahrt zum Morgen Game Drive. 11 Uhr zurück, 11:30 Uhr leichtes Mittagessen. Siesta bis 15 Uhr, dann Kaffee und Kuchen, 16 Uhr Abfahrt Abend Game Drive. 18:30 Rückehr, 19:30 Uhr Abendessen. Wer wie wir zwei ganze Tage da ist, darf am zweiten Tag eine Ganzstagestour machen. Wollen wir, und nach dem Essen bitte noch einen Nacht Game Drive. Volles Programm sozusagen.

Der Abend wurde mit einem Bushdinner gekrönt. Auch ein Erlebnis, das es so daheim selten gibt.

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zuletzt bearbeitet 16. Juni 2016
655 Beiträge · seit 201416. Juni 2016 · #35
Guten Morgen!!!

Mensch, jetzt hab' ich doch glatt die Abfahrt verpasst... bin mal schnell hinterhergelaufen und quetsch mich irgendwo bei euch noch dazwischen. Bitte nicht rausschmeißen 😗 ...

Jetzt kann's auch gleich weitergehen, bin ja nun dabei 😎 😄

Auf jeden Fall: Geniale Fotos!!! Bin gespannt, was ihr noch schönes erlebt habt...

LG!
LG, Sarah 2015: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285830-plattlaendler-zum-ersten-mal-auf-pad-in-namibia.html 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/288966-i-bless-the-rains-down-in-africa-namibia-2016.html
Themenstarter938 Beiträge · seit 201316. Juni 2016 · #36
Jaspar061103 schrieb:
Mensch, jetzt hab' ich doch glatt die Abfahrt verpasst... bin mal schnell hinterhergelaufen und quetsch mich irgendwo bei euch noch dazwischen. Bitte nicht rausschmeißen 😗 ...
Also jetzt aber, wie wenn ich jemand rausschmeissen könnte 🤪
Nein ganz im Gegenteil, Herzlich willkommen im Offroadschaukelschiff 😎
Jaspar061103 schrieb:
Jetzt kann's auch gleich weitergehen, bin ja nun dabei 😎 😄
No ned hudla! - Für Nichtschwaben - Langsam machen
Alter Mann ist doch kein D-Zug....
Jaspar061103 schrieb:
Auf jeden Fall: Geniale Fotos!!! Bin gespannt, was ihr noch schönes erlebt habt...
Danke!
Ab jetzt wird es deutlich Tierreicher und immer genialer (falls das überhaupt noch geht nach 200km Sandpiste im auf der Hinterachse zu leichten Hilux) 🤩
LG
Andreas
Aktueller Reisebericht September/Oktober 2018: Wüste, Wind und der KTP Reiseberichte von uns
zuletzt bearbeitet 16. Juni 2016
Themenstarter938 Beiträge · seit 201317. Juni 2016 · #37
15. Mai 2016 Leroo La Tau

Leroo La Tau, gesprochen Liruu latoo. Zumindest in der Lodge, anderswo klingt es dann wieder wie man es schreibt?!? In Botswana sehen viele Wörter aus, als ob man sie leicht Ausprechen kann. Und dann klingen sie von Einheimischen ganz anders.

Nach einem ausgezeichneten Frühstück ging es pünktlich um 7:00 Uhr los. Leider ging in der Orga etwas schief und die zwei Autos waren einmal mit zwei Leuten und einmal mit 6, bei jeweils 6 Sitzplätzen, belegt. Wir waren leider im 6er Auto. Der Guide Ollie war sehr gut, aber die anderen zwei Paare haben sich fürchterlich aufgeregt, dass das andere Auto so leer war. Aber alle Beschwerden bei Ollie wurden elegant an das Management delegiert.

Nun konnte man sich auf das Schauspiel Geier vs. Schakal konzentrieren. Es lagen noch ein paar Knochen eines Impalamännchens herum, das wohl bei Revierkämpfen vom Konkurrenten getötet worden war. Ein kleiner frecher Schakal hat alle Geier weggejagt.

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Frech kommt weiter:
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Wenig später konnten wir ein Löwenpaar beim Liebesspiel beobachten. Die beiden kamen bis auf 4m zum posen ans Auto, drehten dann wieder ab.

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Eine riesige Gruppe Marabus war sehr beeindruckend. Sonst sieht man immer nur einen oder zwei auf einmal. Wenn sie landen sieht es fast so aus, als ob sie ein Fallschirm wären. So langsam schweben sie herab.

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Weiter ging es zum Hippo Pool, in dem sich mehrere Dickhäuter und einige Vögel aufhielten.

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African Jacana
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Egyptian Goose
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Blacksmith Lapwing - Waffenkibitz
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Yellow Billed Stork
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Pause machten wir im Flussbett

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Die üblichen Verdächtigen, Impala, Zebra, Giraffe, Elefant waren natürlich auch reichlich vorhanden. Der Boteti River ist auch mit sehr wenig Wasser ein Paradies für Tiere.

Zurück in der Lodge gab es ein nettes kleines Lunch auf dem Rasen. Nachmittags ging es zum nächsten Game Drive mit Sundowner am schon erwähnten Hippo Pool. Die wunderschöne Ebene war angefüllt mit hunderten Gnus, Impalas, Zebras, Giraffen, Kudus und Elefanten, die zum Wasser und wieder hinaufzogen ins höhergelegene Gelände.

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Nach dem sehr guten Dinner ging es gleich wieder los zum Night Game Drive.
Den haben wir uns nicht nehmen lassen. Er war zwar kurz, aber trotz weniger Tiersichtungen sehr beeindruckend. Schließlich gab es hier die erste große Eule, wenn auch nur als Scherenschnitt zu sehen. Der Sternenhimmel war wie eigentlich jede Nacht überwältigend.

Great ...owl - klar zu erkennen 😉
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Marabus im Schlafbaum
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zuletzt bearbeitet 17. Juni 2016
Themenstarter938 Beiträge · seit 201317. Juni 2016 · #38
Immer noch 15. Mai 2016

Mehr Bilder vom Vormittag (waren vorher nicht willig hier zu erscheinen.....)
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Marabu, Lappet-Faced Vulture (recht selten und sehr groß), und White-backed Vulture
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zuletzt bearbeitet 17. Juni 2016
487 Beiträge · seit 201218. Juni 2016 · #39
Botswanadreams schrieb:Hallo Andreas
Willi de Graaff versorgt nämlich auf seiner Farm Löwen, die sonst von Farmern erschossen worden wären. Also so etwas wie AfriCat in Namibia, nur alles privat. Die Löwen, die auf Auswilderung in Nationalparks warten, sind in mehreren Gehegen untergebracht.
Darf ich fragen, ob Zahlen genannt wurden, wie viele der Löwen und Wildhunde in den letzten Jahren tatsächlich ausgewildert wurden? Wir waren 2006 auf Grassland, allerdings Camping. Was ich da gesehen habe, verglichen mit heutigem Wissen, denke ich, dass es dort nie zur Auswilderung von Raubtieren kommt. Als wir da waren, gab es Jungtiere. Wer das zulässt, kann - so meine Meinung - nicht an Auswilderung interessiert sein. Ich würde mich jedoch gern eines besseren belehren lassen.

Vielleicht hast Du ja konkrete Infos.

Hier ein schönes Auswilderungsprojekt, unterstützt von Willi de Graaf:
Auch der Genpool der Wildhunde ist nicht uninteressant, allerdings sind sie zu sehr an die Löwen in der Nachbarschaft gewöhnt.
Auf der SAVE Wildlife Seite könnt ihr für Wildhundprojekte spenden, das Geld wird auf kurzem Wege direkt verwendet.
www.save-wildlife.org www.sptr.de
1'737 Beiträge · seit 201018. Juni 2016 · #40
Hallo Bernd

Hast Du denn die richtige Seite von SAVE verlinkt. Ich lese da
SAVE Wildlife Conservation Fund Deutschland und das Wildlife Department Botswana haben im Mai dieses Jahres 400 Streifengnus und 100 Eland Antilopen in die Freiheit des Central Kalahari Game Reserve (CKGR) Nationalparks in Botswana ausgewildert. ...
SAVE initiierte das gemeinschaftliche Großprojekt und kaufte die Tiere der nahe der Central Kalahari gelegenen Grassland Safari Lodge ab, um sie im CKGR freizulassen.
...

Da reden wir aber nicht vom selben Thema?

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
zuletzt bearbeitet 18. Juni 2016