An unserem letzten Tag in Lüderitz unternahmen wir einen Ausflug nach Kolmanskop, und zwar auf verschiedene Weisen: während Anna sich ganz zivilisiert eine Genehmigung gekauft hat und mit den Israelis aus unserem Guesthouse mitgefahren ist, entschieden uns Anton und ich für eine Wanderung entlang der Eisenbahngleisen. Wichtig zu wissen ist, dass es in den Dünen bei Lüderitz/Kolmanskop ab Mittag SEHR windig wird, und das wussten wir leider nicht. So sind wir ungefähr fünf Stunden gelaufen, gegen Sand und Wind. Meine Kamera funktionierte nach dem Spaziergang natürlich wieder nicht...
In der Nähe von Kolmanskop, als wir oben entlang der Gleise wanderten, hielten unten irgendwelche Wachbeamten an. Es fand zwischen uns folgender Dialog statt: B: Was macht ihr hier? Wir: Wir machen einen Spaziergang. B: Aber das hier ist Sperrgebiet, da dürft ihr euch nicht aufhalten. Wir: Entschuldigung, das wussten wir nicht, war nirgendwo ausgeschildert. Wir sind schon auf dem Weg zurück. B: Aber das hier ist Sperrgebiet. Wo habt ihr gelaufen, immer entlang der Eisenbahngleise? Wir: ja, naja, vielleicht ein paar hundert Meter nach links oder nach rechts... B: Und von wo seid ihr losgegangen? Wir: Von Lüderitz B: Warum seid ihr so lange gelaufen? Wir: Weil wir so lange laufen wollten! Die Beamten wirkten sehr verwirrt, sie stiegen aus dem Auto und kamen zu uns hoch, wir sind aber weiter Richtung Autobahn gelaufen. Was den armen Beamten passiert ist, wissen wir nicht. Vielleicht haben wir sie aus dem Zeit- und Raum-Kontinuum gerissen. Hoffe, die haben es überlebt.
Kolmanskop Anna ist mit hunderten von Bildern aus Kolmanskop zurückgekommen. Ich hatte zwar nicht so viele visuelle Eindrücke, aber ein schönes Sandpeeling bekommen 🙂 Am nächsten Tag werden wir Richtung Aussenkehr aufbrechen...