Reisebericht

"Dankie" Namibia für 3 wundervolle Wochen

von Muffin · begonnen 17. Feb. 2016 · 46 Teile

Teil 117. Feb. 2016
Liebe Fomis,

mein Entschluss, wieder auf den afrikanischen Kontinent zu wollen reifte und ich entschied mich meine Frau zu überreden, dass wir uns doch mal nach Südafrika Namibia anschauen könnten – zumindest einen Teil -. Mit Worten kann ich es nur schwer erklären und viele lachen darüber, aber ich mochte schon seit ich Kleinkind war alles was mit Afrika nur ansatzweise zu tun hatte und konnte meinen Traum 2014 verwirklichen. Jedoch wurde aus Träumen eine Art Sehnsucht, fast Bauchweh, ich wollte einfach wieder los.

Zu meiner Verblüffung willigte sie ein, wenn ich eine schöne Route ausarbeiten würde, es finanziell ok wäre - ich hatte jedoch einiges gespart 🤪 - die für „Anfänger“ machbar wäre. Für Gruppenreisen sind wir nicht so zu haben. Ich fand hier dieses Forum, las viele Berichte, Informationen und meine Zettel häuften sich, besorgte mir Karten, Reiseführer und fing an unsere Tour zu planen. Spinnenbilder, die ich ausreichend gesehen hatte, zeigte ich ihr nicht, nur die, von denen ich wusste, dass nur ein „wow“ kam und sich so unsere Vorfreude immer mehr steigern konnte.

Im Nachhinein weiß ich, dass ich mir zu viel den Kopf zerbrach, zu viel plante, zu viel einpackte, aber hey…ist die Reiseplanung nicht irgendwie auch eine tolle Zeit??

Heraus kam nun dieser geplante Reiseverlauf:

20.01.2016 Anreise Abflug Frankfurt/Main
21.01.2016 Ankunft Windhoek / Übernahme Bushcamper ASCO / Casa Piccolo
22.01.2016 Bagatelle Kalahari Campsite
23.01.2016 Koiimasis Campsite (Tirasberge)
24.01.2016 Koiimasis Campsite (Tirasberge)
25.01.2016 Sesriem Campsite
26.01.2016 Sesriem Campsite
27.01.2016 Desert Camp Sesriem
28.01.2016 Swakopmund Meike's Guesthouse
29.01.2016 Swakopmund Meike's Guesthouse
30.01.2016 Swakopmund Meike's Guesthouse
31.01.2016 Omandumba Campsite
01.02.2016 Omandumba Campsite
02.02.2016 Camp Kipwe
03.02.2016 Camp Kipwe
04.02.2016 Dolomite Camp
05.02.2016 Okaukuejo Campsite
06.02.2016 Okaukuejo Campsite
07.02.2016 Mushara Bush Camp
08.02.2016 Mushara Bush Camp
09.02.2016 Okonjima Campsite
10.02.2016 Okonjima Plains Camp Standard Room
11.02.2016 Rückflug
12.02.2016 Ankunft Frankfurt/Main

Zwei der geplanten Aufenthalte haben nicht wie vorgesehen "geklappt", aber es gab dann tolle Alternativen, dazu aber mehr im detaillierten Reisebericht.

Ich habe schon in Namibia mit mir gehadert, ob ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Reisebericht schreiben soll, aber es oft verworfen, da es ja doch eine Route ist, die die meisten kennen, aber mich jetzt doch entschieden – auch aus Egoismus heraus -, den Urlaub nochmals erleben zu können und Euch für die vielen Infos DANKE zu sagen.

Wer mag, kann gerne mitfahren.

Liebe Grüße

Muffin
Teil 217. Feb. 2016
20.01.2016 Landsberg/Lech – Hundiversum Hanau - Wiesbaden - Frankfurt/Main Flughafen

Taschen und Koffer hatten wir bereits gepackt, Katzensitter war organisiert, also machten wir uns mit unserem Hund auf den Weg Richtung Frankfurt Flughafen. Da wir uns nicht mit Zwingerhaltung von über 3 Wochen für unseren Collie-Retriever-Mix anfreunden konnten, haben wir uns wieder entschieden Gaston im „Hundiversum“ abzugeben und von Frankfurt aus zu fliegen. Praktisch in zweiter Linie auch, da ich ursprünglich aus der Nähe von Wiesbaden stamme und wir meinen Papa kurz Hallo sagen konnten und das Auto war dort auch gut für die Urlaubsdauer abgestellt.

Endlich stiegen wir nach einem längeren Tag ca. um 18 Uhr aus dem Taxi und checkten bei Condor unsere Koffer ein. Der erste Schock: Ich hatte total vergessen, dass ich das Auto von meinem Papa umgeparkt hatte und nun dessen Autoschlüssel aus der Jackentasche zog. Kurz überlegt und wahnsinnig geärgert, aber ich gab den Schlüssel einem anderen Taxifahrer, die Adresse und € 50,- in die Hand….es klappte, jetzt konnten wir uns locker machen… und auf das Boarding warten, aber geärgert hab ich mich trotzdem, konnte mal wieder nur mir passieren, das erste Urlaubsgeld futsch 😠

Wir hatten super Sitze - zumal wir das erste Mal Premium Economy gebucht hatten – und der Flug startete pünktlich gegen 20.50 Uhr in Richtung Windhoek. Essen war trotz Premium – für meinen Geschmack – nicht besonderes, aber ich schlief zum ersten Mal im Flugzeug am Fenster und mehr Beinfreiheit ein - den Film hatte ich nur zur Hälfte geschafft - 😛 .
Teil 317. Feb. 2016
21.01.2016 Windhoek

Wir landeten ca. 1 Stunde früher als geplant am frühen Morgen in Windhoek und ich freute mich schon die Luft zu schnuppern. Es ging also zu Fuß zum Flughafengebäude, Fiebermessen und auf zur Passkontrolle/Einreise (ich hatte die Formulare schon zu Hause ausgefüllt, super Tipp!).

Weihnachten war sogar auch noch am Gepäckband 😉 :

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Danach wollte ich schnell noch Geld ziehen bzw. umtauschen (mein Papa drückte uns noch ein tolles Taschengeld zu) und da ich den Fahrer von ASCO noch nicht sehen konnte, ging ich schnurrstracks auf den ATM zu. Seitlich grinste mich dort Richard von ASCO an und meinte, wir wären bestimmt die Mädels, die er abholen solle. Ja klar, super, ich sagte, ich würde noch schnell Geld besorgen und dann könne es losgehen (wir waren seine einzigen Gäste an diesem Morgen).

Richard entschuldigte sich vielmals, dass er in kein offizielles schööönes Auto von ASCO dabei hätte, aber irgendwie wäre er in den Regen gekommen und mit seiner Kleidung und Auto hätte das nicht mehr geklappt. Richard wusste ja nicht, dass uns sowas ziemlich schnuppe ist, Hauptsache alles geht rein und wir kommen sicher an! Gemerkt hat er es dann wohl doch, denn er entspannte sich sehr und freute sich mit uns über die ersten Paviane, die auf den Zäunen saßen.

Die Fahrt zu ASCO dauerte nicht ganz eine Stunde und ich war ganz froh, dass ich nicht gleich nach dem Flug hinters Steuer musste. Da es an der Rezeption sehr voll war, wurde uns erstmal unser Bushcamper samt Ausrüstung gezeigt, ausführlich der Innenraum inspiziert und ich staunte nicht schlecht, als der Kilometerstand auf „45“ stand, „a brand new car for you“, „yes, wow…..grins!!“. Danach ging es an die Rezeption, die letzten Formulare ausfüllen, die Kreditkarte wegen Blockung der Kaution zücken und ein kleines Sicherheitsvideo haben wir uns – wie alle – auch noch angesehen, dann ging es zurück zum Camper. Ein paar Kleinigkeiten standen noch aus. Wie ist das mit der Tür? Kann diese von innen abgeschlossen werden? Na klar, „sure“… Vorführeffekt, Schloss war kaputt. Wir sollen uns doch in den Schatten setzen und noch eine rauchen, sie wären in 5 Minuten fertig. Ok, kein Problem, wir rauchten, gingen auf Toilette und schauten uns danach auf dem Parkplatz um, um unseren Camper standen 4 Mechaniker und versuchten das Problem zu lösen. Ein paar Minuten später fragten wir nach, danach hieß es, noch ca. 15 Minuten Geduld….. ok….nach weiteren 20-30 Minuten (mittlerweile 6 Mechniker) hieß es dann wir sollen noch einen Kaffee trinken, es würde noch einen Moment dauern. Naja, Kaffee war gut, aber der beschädigte Suzuki, mit dem Reisende bei Tempo 104 km/h auf Gravelroad einen Unfall hatten war nicht so schön und an die „Wall of Shame“ wollte ich nach den 3 Wochen auch nicht kommen. Ich kürze es jetzt mal ab, nach ca. 2,5 Stunden Warten 🙂 rollten wir vom Hof und fuhren zum „Casa Piccolo“.
Wir bekamen unser Zimmer checkten ein, schauten uns kurz um und fuhren gleich zum SUPER SPAR zum Einkaufen. Linksverkehr ich komme…. Naja, klar der Blinker ist auf der falschen Seite!! Es ging alles gut 🙂

Mit unserem Einkaufszettel bewaffnet betraten wir den Laden und waren etwas enttäuscht, so laut, so hektisch, die Alarmanlage ging und ging nicht aus, entspanntes Einkaufen fühlt sich definitiv anders an. Aber was soll´s, noch in den Bottle-Store und es war geschafft, zwar nicht alles, wie gewünscht, aber das Wichtigste war dabei, außerdem werden wir unterwegs nicht verhungern. Zurück zum Casa Piccolo, Einkäufe verstauen, frisch gemacht und mit dem Taxi ins „Joe’s Beerhouse“... ganz witzig gemacht.







Um ca. 21.30 Uhr lagen wir im Bett und freuten uns auf den nächsten Tag.
Teil 417. Feb. 2016
21.01.2016 Windhoek

Wir landeten ca. 1 Stunde früher als geplant am frühen Morgen in Windhoek und ich freute mich schon die Luft zu schnuppern. Es ging also zu Fuß zum Flughafengebäude, Fiebermessen und auf zur Passkontrolle/Einreise (ich hatte die Formulare schon zu Hause ausgefüllt, super Tipp!).

Weihnachten war sogar auch noch am Gepäckband 😉 :


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Danach wollte ich schnell noch Geld ziehen bzw. umtauschen (mein Papa drückte uns noch ein tolles Taschengeld zu) und da ich den Fahrer von ASCO noch nicht sehen konnte, ging ich schnurrstracks auf den ATM zu. Seitlich grinste mich Richard von ASCO an und meinte, wir wären bestimmt die Mädels, die er abholen solle. Ja klar, super, ich sagte, ich würde noch schnell Geld besorgen und dann könne es losgehen (wir waren seine einzigen Gäste an diesem Morgen).

Richard entschuldigte sich vielmals, dass er in kein offizielles schööönes Auto von ASCO dabei hätte, aber irgendwie wäre er in den Regen gekommen und mit seiner Kleidung und Auto hätte das nicht mehr geklappt. Richard wusste ja nicht, dass uns sowas ziemlich schnuppe ist, Hauptsache alles geht rein und wir kommen sicher an! Gemerkt hat er es dann wohl doch, denn er entspannte sich sehr und freute sich mit uns über die ersten Paviane, die auf den Zäunen saßen.

Die Fahrt zu ASCO dauerte nicht ganz eine Stunde und ich war ganz froh, dass ich nicht gleich nach dem Flug hinters Steuer musste. Da es an der Rezeption sehr voll war, wurde uns erstmal unser Bushcamper samt Ausrüstung gezeigt, ausführlich der Innenraum inspiziert und ich staunte nicht schlecht, als der Kilometerstand auf „45“ stand, „a brand new car for you“, „yes, wow…..grins!!“. Danach ging es an die Rezeption, die letzten Formulare ausfüllen, die Kreditkarte wegen Blockung der Kaution zücken und ein kleines Sicherheitsvideo haben wir uns – wie alle – auch noch angesehen, dann ging es zurück zum Camper. Ein paar Kleinigkeiten standen noch aus. Wie ist das mit der Tür? Kann diese von innen abgeschlossen werden? Na klar, „sure“… Vorführeffekt, Schloss war kaputt. Wir sollen uns doch in den Schatten setzen und noch eine rauchen, sie wären in 5 Minuten fertig. Ok, kein Problem, wir rauchten, gingen auf Toilette und schauten uns danach auf dem Parkplatz um, um unseren Camper standen 4 Mechaniker und versuchten das Problem zu lösen. Ein paar Minuten später fragten wir nach, danach hieß es, noch ca. 15 Minuten Geduld….. ok….nach weiteren 20-30 Minuten (mittlerweile 6 Mechniker) hieß es dann wir sollen noch einen Kaffee trinken, es würde noch einen Moment dauern. Naja, Kaffee war gut, aber der beschädigte Suzuki, mit dem Reisende bei Tempo 104 km/h auf Gravelroad einen Unfall hatten war nicht so schön und an die „Wall of Shame“ wollte ich nach den 3 Wochen auch nicht kommen. Ich kürze es jetzt mal ab, nach ca. 2,5 Stunden Warten 🙂 rollten wir vom Hof und fuhren zum „Casa Piccolo“.
Wir bekamen unser Zimmer checkten ein, schauten uns kurz um und fuhren gleich zum SUPER SPAR zum Einkaufen. Linksverkehr ich komme…. Naja, klar der Blinker ist auf der falschen Seite!! Es ging alles gut 🙂

Mit unserem Einkaufszettel bewaffnet betraten wir den Laden und waren etwas enttäuscht, so laut, so hektisch, die Alarmanlage ging und ging nicht aus, entspanntes Einkaufen fühlt sich definitiv anders an. Aber was soll´s, noch in den Bottle-Store und es war geschafft, zwar nicht alles, wie gewünscht, aber das Wichtigste war dabei, außerdem werden wir unterwegs nicht verhungern. Zurück zum Casa Piccolo, Einkäufe verstauen, frisch gemacht und mit dem Taxi ins „Joe’s Beerhouse“... ganz witzig gemacht.


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Um ca. 21.30 Uhr lagen wir im Bett und freuten uns auf den nächsten Tag.
Teil 519. Feb. 2016
22.01.2016 Windhoek – Bagatelle Kalahari Game Ranch

Wir standen um 6.30 Uhr auf, gingen zum Frühstücksraum und schmatzten leise vor uns hin, wir waren alleine im Raum und konnten das Buffet und die Ruhe genießen, wurden nur kurz nach Eiern gefragt, die wir gerne annahmen. Preis-/Leistungsverhältnis ist echt super und wir haben uns sehr wohl gefühlt.

Um ca. 8.30 Uhr starteten wir in Richtung B1 nach Rehoboth. Eigentlich hatte ich mir gewünscht, gleich über Pad zu fahren, aber da ich die Gegebenheiten nicht kannte, entschied ich mich dann doch für die B1. Kaum aus der Stadt draußen gingen meine Mundwinkel nach oben und ich strahlte – endlich Freiheit – endlich kann unser Abenteuer Namibia beginnen, tschüß Windhoek – wir sehen uns in 3 Wochen.

Natürlich ist die B1 gegenüber Pad nicht sehr spektakulär, aber ich fand es trotzdem schön. Langsam eingewöhnen, die Landschaft genießen und über die nächsten Tage nachdenken. Auf der ersten Brücke sitzen Paviane und weisen uns den Weg, toll.

In Kalkrand tankten wir und von den weiteren kalten Getränken, die ich erstand, gab ich gleich einige einem netten älteren Herren weiter, der mich nett nach etwas trinkbarem fragte.

Kurz vor Mariental bogen wir links in die C20 Richtung Strampriet ab und weiter ging es auf die D1268 Richtung Bagatelle.
Viele Tiere begegnen uns Springböcke, Gnus, Oryxe bis wir uns gegen Mittag am Eingang registrierten. Wir fahren durch den schönen roten Sand bis zur Reception, vor derer zwei jüngere Kühe grasen. Ich freu mich wie ein Kind und lasse sie an meinen Fingern schnuppern. Ein kalter Begrüßungssaft wurde uns gereicht, auf Aktivitäten hingewiesen und wir meldeten uns zum Game Drive und Abendessen an.

Danach fuhren wir zu unserer Campsite No. 2. Toll, alle Campsites liegen etwa 50-100 Meter – je nachdem - auseinander und haben alle ihr eigenes kleines Badehäuschen (eigener Schlüssel) mit Waschbecken, Toilette und Dusche, viel Platz und sehr ordentlich und sauber. Viele Tausendfüßler kreuzten unseren Weg und wir setzen uns erst und schauten ihrem Treiben zu. In den roten Sand, die Dünen und die Atmosphäre haben wir uns sofort verliebt!

Um 15.30 Uhr liefen wir vor zur Lodge, wir wollten vor dem Game-Drive noch etwas Trinken und uns ein wenig die Atmosphäre anschauen. Kurz vor 16.30 Uhr begaben wir uns auf den Parkplatz, auf dem schon in der Mitte ein Jeep stand und davor ca. 12-15 schwitzende Urlauber. Ok, wir sollen da alle reinpassen? Zwei der Wartenden hatten bereits ihre Hände an der gewünschten Sitzposition und verweilten dort ohne zu zucken…schade, Handtücher waren wohl schon aus?!! Nach einigen Augenblicken kam ein weiterer Jeep und es wurde je nach Drive aufgeteilt. Na klar, alle saßen schon bis wir freundlich fragten, wo wir denn mitfahren dürften. Im 1. Jeep waren noch 2 Plätze frei, jedoch einer ganz hinten und der andere ganz vorne beim Fahrer. Gesagt getan sprang ich hinten auf, Silvia vorne.

Nach 2 Minuten merkte ich – hatte ich vorher nicht bedacht – dass Silvia total in der Sonne saß und wahrscheinlich trotz Sonnencreme leiden wird… Ojeeee 😵
Teil 619. Feb. 2016
Nun ein paar Bilder...

Parkplatz Casa Piccolo

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Pool/Innenhof

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Teil 719. Feb. 2016
Bilder von Bagatelle


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Teil 820. Feb. 2016
Fortsetzung 22.01.2016 Bagatelle

Nach dem Game Drive und Sundowner bekommen wir einen Tisch zugewiesen. Der offene Bereich der Lodge ist in Kerzenschein gehüllt und ein paar Wandlampen leuchten. Diese werden - nachdem sehr viele Fliegen/Motten (keine Ahnung, welche Art die hatten) auf die Tische flogen und dabei die Flügel verloren, gelöscht. War eine super Idee, denn sie verzogen sich schon bald und die Flügel wischten wir einfach vom Tisch.
Schade, dass es immer wieder Menschen gibt, die sich darüber brüskieren, die sich beschweren, dass die Lampen wieder angemacht werden sollen, da sie ihr Essen im Kerzenschein nicht genügend sehen könnten. Für die Insekten konnte niemand etwas und ich fand es clever die Lampen zu löschen, gemütlicher war es im Kerzenschein ohnehin.
Ich mag einfach Menschen nicht, die sich nicht einfach an einer Atmosphäre erfreuen können, die sich über alles beschweren und sich aufführen, als wären die Angestellten nur 2. Klasse...
Zur Vorspeise gab es Tiger-Prawns und danach konnten wir vom Buffet Oryx-Frikadellen, gebratene Kartoffeln, Hühnchen-Pie, Karotten, Nudel-Avocado- oder Gurkensalat probieren. Über dem Kamin konnte man sich zusätzlich verschieden Game-Steaks aussuchen, war alles verdammt lecker, der Nachtisch bestand entweder aus Erdbeermousse oder Schokoladenküchlein mit Sahne.

Sehr satt und glücklich begrüßten wir noch den zahmen Springbock, der immer mal wieder zwischen den Tischen auftauchte und machten uns danach im Vollmond auf zurück zur Campsite zu laufen. Auf dem Weg - Stirnlampen waren sehr vorteilhaft - mussten wir auf Käfer und Tausendfüßler aufpassen, damit wir nicht drauftraten. Plötzlich blitzen im Schein der Lampe Augen auf und wir waren sehr froh, dass es nur Pferde waren, die grasten.


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Gute Nacht Bagatelle 🙂

P.S. Die längere Beschreibung des Game-Drives inklusive der etwas gewöhnungsbedürftigen Mitfahrer erspare ich mir 😗
Teil 920. Feb. 2016
23.01.2016 Bagatelle Kalahari Game Ranch - Koiimasis Ranch (Tirasberge)

Gegen 6 Uhr wache ich auf und lausche den Geräuschen 🙂 , schlüpfe aus dem Bushcamper, um den Sonnenaufgang miterleben zu können. Um uns herum stehen schon einige Springböcke im Gras, sie lassen sich von mir nicht stören, laufe den Weg Richtung Lodge und biege dann ab den Hügel hinauf.
Langsam zeigt sie sich:

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Es ist schwer in Worte zu fassen, wie schön und ruhig es um mich herum war, ich genieße einige Zeit sehr und laufe dann zurück zu Campsite, um uns einen Kaffee zu kochen.

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Mittlerweile ist auch Silvia wach und wir setzen uns mit einer Tasse Kaffee einfach in den Sand, Hunger haben wir keinen, das Buffet war sehr reichhaltig.
Besuch bekommen wir auch noch:

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Schade, langsam müssen wir zusammenpacken und uns auf den Weg in die Tirasberge machen, ist schon ein Stück zu fahren.

Der Bushcamper ist schnell wieder fahrtauglich und wir fahren noch zur Lodge, um unsere Rechnung zu begleichen, dann geht es wieder los.

Über die D1268, C20 und B1 entscheiden wir uns nochmal kurz im SUPER SPAR in Mariental reinzuschauen. Hier gefällt es uns viel mehr als in Windhoek, der Laden ist sehr sauber, klasse bestückt und es geht alles mit viel mehr Ruhe zu (mag vielleicht auch an den Sicherheitsleuten liegen). Wir packen noch einiges in der Wagen - auch falls wir auf der Strecke Kinder treffen - und fahren auf der C19 Richtung Maltahöhe - alles Asphalt -.

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Kurz in Maltahöhe noch die Reifen gecheckt, denn es sollte ab hier auf Pad gehen Richtung Helmeringhausen (C14), der Tank war noch halbvoll und sollte bis dahin reichen.

Dass wir in der Regenzeit unterwegs waren zeigte sich auf dieser Strecke. Ca. auf Abzweig Schloß Duwisib goss es ca. 20 km aus Eimern. in Helmeringhausen tankten wir und schauten uns kurz um.

Nach Helmeringhausen - C13 - kam wieder etwas die Sonne heraus, jedoch konnte man schon am Horizont die schwarzen Wolken erkennen, die uns sagten, dass wir die D707 nicht in Sonnenschein erleben werden, schade.

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Dies war/ist noch eins der schöneren Bilder, denn es zog sich wirklich sehr zu, es war ziemlich anstrengend zu fahren. Etwa nach der Hälfte hörte es wenigstens auf zu regnen, wir begegneten noch zwei Landrovern und fragten nach, ob wir helfen könnten, ein Reifen war geplatzt, aber sie waren frohen Mutes, dass sie es bald geschafft hätten (ich war echt froh, wie gut unser Bushcamper - und auch ich, Silvia hatte keinen internationalen Führerschein beantragt 😐 - bisher durchgehalten hatte).

Irgendwann war es dann doch geschafft, Einfahrt zu Koiimasis:

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Teil 1021. Feb. 2016
Fortsetzung Koiimasis

Die Farmauffahrt (ca. 18-20 km) hatte anfänglich ziemliches Wellblech, nach und nach wurde es aber etwas besser und es kam sogar noch ab und an die Sonne heraus.

Ein paar "Hürden" sind zu nehmen bis die Ranch mit Rezeption im hinteren Tal auftaucht.


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Wir parken unseren Camper und melden uns bei Anke an, wir bekommen Campsite No. 3. Schnacken noch ein wenig über die Aktivitäten und bestellen für unsere Abreise etwas Gamefleisch. Uns interessiert sehr der Nature- oder Farmdrive, zu dem sie uns erst morgen früh die Zu- oder Absage geben kann, wir sollen bitte nach dem Frühstück nochmal nachfragen.

Um die Ranch sind einige Gehege mit kleinen Straußen, Enten, Truthähnen und Hühnern. Ich komme mir ein wenig vor wie bei "unsere kleine Farm", fühle mich sofort sehr wohl. Koiimasis war der Grund unsere Reise doch noch ein wenig in den Süden zu verschieben. Wir fahren noch etwa ca. 1 km weiter zur Campsite, die im hinteren Teil der Felsen/Berge versteckt liegt (leider fehlt hier etwas die Aus- bzw. Fernsicht, aber liebevoll gestaltet mit Badehaus zum Duschen und Toiletten.

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Alle Plätze sind sehr gepflegt und haben eine tolle Lage. Wir richten uns kurz ein und bummeln noch ein wenig über den gesamten Platz. Bald darauf kommt die Familie, die sich neben uns auf Campsite No. 2 niederlässt zurück und uns ist es etwas unangenehm, immer sehr nah an ihnen vorbeilaufen zu müssen, um zur Toilette zu kommen. Campsite 1 oder 2 sind hierfür sicher besser geeignet bzw. stört amn niemanden in seiner Privatsphäre. Campsite 4 hatte eine eigene Dusche und Toilette, hätten wir eventuell auch nehmen können.

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Es zog sich wieder etwas zu und wir begannen das Abendbrot vorzubereiten (Salat und Würstchen), hier schielten immer mal wieder neugierige Blicke auf uns:

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Leider mussten wir unser Essen im Camper zu uns nehmen (das erste und letzte Mal), da es wieder ein wenig zu tröpfeln begann. Unseren Absacker konnten wir dann aber wieder unter dem Baum einnehmen und gingen dann ins Bett.
Teil 1121. Feb. 2016
24.01.2016 Koiimasis

Bin mal wieder um 6 Uhr wach und schaue nach, ob sich schon einige Klippschliefer (in Südafrika nannten wir sie immer "Dassies") blicken lassen, aber außer mir und ein paar Vögeln ist nichts zu erkennen. Irgendwie trotzdem cool, tief durchzuatmen und einfach vor sich hinzuschauen, nichts zu tun und abzuwarten, was so geschieht. 😎

Gegen 7 lässt sich dann auch Silvia blicken und wir beschließen Eier & Speck und Kaffee zum Frühstück zuzubereiten. Danach duschen wir und packen Kamera und Wasser ein, um bei Anke wegen Farmdrive nachzufragen und gleichzeitig uns dem Walking Trail anzuschauen.

Gute Nachrichten, der Farmdrive findet statt, Thomas, Ankes Sohn wird uns gegen 17.30 Uhr von der Campsite abholen. Wir lernen auch Floh, den Chef der Farm, einen kleinen propperen Jack-Russel kennen. Er begrüßt uns sehr freundlich und lässt sich sehr gerne kraulen. Anke meint nur schmunzelnd, den werdet ihr jetzt aber nicht wieder los. Kein Problem, wir lieben Hunde, wir laufen los und Floh begleitet uns wirklich.

Schon bald gesellt sich noch eine rehbraune Dogge (leider haben wir den Namen vergessen) zu uns und wir stapfen gemeinsam weiter, die Hunde wissen ja, wo es langgeht 😄
Teil 1221. Feb. 2016
Die beiden waren bezaubernd, trotteten vor oder neben uns und hinter uns her, warteten, wenn wir mal wieder ein Foto machten, sie haben super auf uns aufgepasst 😛

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Gegen Mittag waren wir - Floh natürlich auch, er machte sich noch in einer Tränke etwas frisch - wieder zurück auf unserer Campsite (die Dogge blieb unten an der Ranch). Wir chillten ein wenig vor uns hin, Floh lies die Klippschliefer nicht aus den Augen und gegen Nachmittag bereiten wir uns eine Kleinigkeit zu essen, da wir uns ausrechnen konnten, dass wir nicht vor 20 Uhr vom Farmdrive zurückkommen würden.

Etwas nach 17.30 Uhr kam Thomas mit dem Jeep und wir nahmen - samt Floh - und der Nachbarfamilie Platz. Los ging es, es wurde eine sehr informative und interessante Tour. Wir löcherten Thomas auch mit Fragen. Wir lernten einiges über das Farmleben, die Brunnen-/Wassersituation, das Gras, die Rinder und die Wildpferde. Ich ziehe noch heute den Hut, dass Thomas sich für die Ranch entschieden hat, viele seiner Klassenkameraden (er ging zusammen mit seiner Schwester auf eine Privatschule in Windhoek) blieben in der Stadt und wollen nicht mehr zurück.. Mit leuchteten Augen konnte man spüren, wie sehr er die Ranch und die Tirasberge liebt, trotz der harten Arbeit und aller Widrigkeiten, die zu stemmen sind. Wir raten jedem, falls der Drive stattfindet, daran teilzunehmen und alles aufzusaugen, die Landschaft ist atemberaubend schön!
Teil 1321. Feb. 2016
Bilder vom Farmdrive

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Leider kommen die Farben auf den Fotos nicht wirklich so heraus 😐

Der Sonnenuntergang war atemberaubend schön. Um kurz nach 20 Uhr waren wir wieder zurück, setzen uns etwas windgeschützt unter unseren Baum und Floh schlief auf meinem Schoß ein. Der Amarula war wie immer sehr lecker und da es langsam frisch wurde verzogen wir uns in unsere Betten.

Anmerkung: Floh stand natürlich etwas fragend vor dem Camper und da wir nicht wollten, dass er in der Dunkelheit alleine draußen bleiben sollte, nahmen wir ihn mit. Kaum im Camper sprang er aufs Bett und legte sich wie ein Eichhörnchen zwischen unsere Kissen, einfach nur süß, der Kleine 😉
Teil 1422. Feb. 2016
25.01.2016 Koiimasis – Sesriem

Da die heutige Etappe nicht ganz so weit ist, lassen wir uns etwas Zeit mit der Morgendusche und Frühstück. Außerdem ist es hier so schön, dass wir uns nicht wirklich aufraffen können. Leider ist es dann doch an der Zeit und wir packen Floh mit ein, um ihn bei Anke an der Rezeption abzugeben 🙁

Auf dem Parkplatz der Rezeption angekommen, läuft Floh voraus und verschwindet Richtung Futternapf. Anke übergibt uns das vakuumiertes Gamefleisch und wir zahlen alles zusammen, bedanken uns noch für die nette Betreuung und hoffen auf ein Wiedersehen.

Zweimal müssen wir Floh auf dem Weg zum Auto wieder zurückbringen, er versteht einfach nicht, dass wir nicht einen Farmdrive vor uns haben und er hier bleiben muss 🤨

Auch auf dem Weg zur D707 lassen wir uns Zeit, steigen ein paar Mal für Fotos und einfach nur zum „Schauen“ aus.

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Heute bekommen wir den restlichen Teil der D707 mit Sonne satt ab, auf den ersten ca. 10 km sehen wir einige Oryxe, die tot auf der anderen Seite des Zauns liegen und sind sehr traurig, da wir es uns nicht wirklich erklären können?!

Die Strecke ist wunderschön, auch der weitere Verlauf bis Sesriem hat seine Reize, viele Oryxe, Springböcke, unsere ersten Bergzebras und Strauße begegnen uns. Wir begegnen so gut wie keinen anderen PKWs und haben sogar Zeit ein paar Fotos beim Fahren des Campers zu schießen.

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Gegen 13 Uhr fahren wir die Tankstelle in Sesriem an und tanken auf und nehmen noch ein paar kalte Getränke – kann man nie genug davon haben - mit.

Schräg gegenüber ist das 1. "Tor" zum Parkeingang und wir werden wieder registriert und gebeten uns an der Rezeption zu melden, das Permit zu besorgen und zu zahlen.

Puuh, ganz schön heiß hier, aber wir ahnten es ja schon. Das Thermometer zeigt 42° an, na was soll‘s, mir ist ja schon vom generellen Besuch des Soussusvleis mit Camper im Januar hier im Forum abgeraten worden, "no risk, no fun".

Frohen Mutes gingen wir also zur Rezeption und bekamen Campsite No. 16 zugewiesen, kurz auf dem Plan gezeigt – sieht ja alles immer kompliziertes aus als es ist – und wurden zur Dame einen Meter weiter geschickt, um das Permit zu zahlen (effektiv finde ich das nicht gerade, aber ein paar Tage später wurde es noch lustiger… 😉 ).

Die Campsite No. 16 lag fast genau gegenüber des Pools und wir schauten uns wie erst einmal ein wenig um. Die vielen negativen Stimmen hier im Forum kann ich nicht wirklich nachvollziehen, denn ich fand alles ausreichend und sauber, vielleicht kamen wir auch mit wenig Erwartungen hier an, kann auch an der Reisezeit gelegen haben. Wir fühlten uns wohl – zumal wir einen tollen Baum mit viel Schatten hatten - und packten aus.

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Vom Pool aus beobachteten wir das große Nest und das Treiben der Webervögel, Siedelweber ?(Philetairus socius), unscheinbare kleine Vögel , die sich eindrucksvolle Chalets bauen.


Nach der Erfrischung kochen wir Kartoffeln, um uns später das Gamefleisch von Anke munden zu lassen. Bei unserer Zubereitung schauen wir immer wieder mit dem Glas in die Ferne, erfreuen uns an den kleinen Webervögeln und ab und an auch anderen – irgendwie bin ich aber immer mit Fotos zu spät dran – und beschließen, morgen einen chilligen Tag einzulegen und nicht gleich ins Vlei zu fahren. Wir haben ja 2 Tage Zeit und noch mehr Runterkommen und Alltag und Büro hinter sich zu lassen ist schon was feines.

Das Steak von Koiimasis war so was von lecker, das Beste, dass wir in Namibia gegessen haben (die anderen waren auch sehr gut). Ich esse normalerweise nicht viel Fleisch und Steaks noch weniger, aber mir läuft heute noch das Wasser im Mund zusammen, wenn ich daran denke.

Bald darauf geht die Sonne unter und wir packen den Amarula aus. Der Abend wird sehr lustig und es dauert gar nicht lange bis nur noch ein Tropfen aus der Flasche kommt. Wie konnte jetzt das passieren 😕 ?

Gute Nacht Sesriem, gute Nacht Springbock, gute Nacht Oryx, gute Nacht Katze….. !
Teil 1522. Feb. 2016
Hallo Nina,

ja wir haben uns auch gefragt, warum wir nicht mehr Fleisch mitgenommen haben...schade, war wirklich sehr sehr lecker.

Danke für den Amarual... aber hicks 🙄 , ich nippe etwas zu viel, ich vertrage so gut wie nichts 🤪

Hier noch ein paar Bilder von unserem Tag in Sesriem:

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26.01.2016 Chilltag in Sesriem

Unser Tag bestand aus Tagebuch schreiben, Pool und einfach nur geniessen, wäre jetzt nicht so spannend für Euch, alles detailliert zu erzählen.

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Ach ja, wir sind am späteren Nachmittag doch noch mal in den Park gefahren 😗

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Morgen wird es dann ein wenig mystisch 😈
Teil 1623. Feb. 2016
27.01.2017 Sesriem, Deadvlei, Desert Camp

Wir hatten uns vorgenommen ziemlich früh wegzukommen, damit wir der großen Hitze etwas aus dem Weg gehen konnten. Wir gehören jedoch nicht zu der Sorte, die immer und überall Erste sein wollen, also hatten wir den Wecker auf 4.30 Uhr gestellt. Ein großer Vorteil der Sesriem Campsite ist sicherlich auch, dass man etwa eine Stunde früher in den Park einfahren kann (es gibt 2 Tore, das erste direkt an der Straße und ein zweites ca. 500 m weiter), das erste Tor öffnet sich für die anderen erst gegen 6 Uhr.

Eigentlich sind wir kleine Morgenmuffel – obwohl auch zu Hause der Wecker um 5 Uhr geht -, aber heute ging es ganz gut, die Vorfreude bewirkt so manches 😛 Trotzdem stressen wir uns nicht und beobachten an beiden Toren schon die ersten Fahrzeuge, die sich einreihen oder das Gewusel um uns herum. Wir trietschelten noch ein wenig vor uns her bis auch wir um 5.10 Uhr das Tor passierten.

Leider halten sich die wenigsten an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h und wir werden das ein oder andere Mal überholt. Für mich wäre es die Horrorvorstellung gewesen, ein Tier zu verletzen, also fuhr ich einigermaßen brav weiter.

Vorbei an der Düne 45, die schon in leichter Dämmerung von den ersten Touris bestiegen wurde. Über den Dünen zog dichter Nebel und wir kamen ca. 1 Stunde nach Abfahrt am 4x4 Parkplatz des Deadvleis an. Da wir nicht zur Schaufel greifen wollten beschlossen wir schon auf der Fahrt dorthin, dass wir den Shuttle nehmen würden (N$ 130,- p.P.), wir wollten einfach nicht riskieren mit dem Camper steckenzubleiben, aus dem Alter bin ich raus, dass ich das für mein Ego brauche. Zumal ich heute sage, dass ich generell vor dem nächsten Namibia-Urlaub (ja ihr lest richtig, wir waren nicht das letzte Mal hier) einen Offroadkurs besuchen möchte, Spaß macht es jedenfalls sehr durch Wasser, über Steine oder Sand zu fahren. Naja unser Wechselgeld haben wir nicht wiederbekommen, da ich nur „große“ Scheine dabei hatte (hätte ich ja auch mal dran denken können 🙄 ).

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Am Parkplatz Deadvlei angekommen sind wir froh unsere Jacken mitgenommen zu haben, da es durch den dichten Nebel doch sehr frisch ist. Da wir nicht genau wissen und auch nicht sehen wo es langgeht, ziehen wir einfach mal los und entscheiden uns die Düne aufzusteigen, da im Deadvlei ja eh bestimmt noch nichts zu sehen ist. Sind wir überhaupt richtig ? Egal, tapfer kämpfen wir uns Schritt für Schritt weiter, ist schon anstrengend bzw. sind wir nichts mehr gewöhnt - unser Hund steht eher auf gemütliche Spaziergänge 😄 Etwa auf ¾ Höhe setzen wir uns auf den Dünenkamm und genießen die mystische Stimmung.

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Wow, das hat schon was, die 3 Deutschen aus dem Shuttle, die auch die Düne hochliefen haben sich dann doch schnell wieder dafür entschieden, runterzulaufen und einen anderen Weg zu suchen. Viele würden uns belächeln, aber wir saßen stolz im Sand, da wir nicht aufgegeben hatten. Die Sonne konnte oder wollte den Nebel nicht vertreiben. Bald stiegen wir trotzdem die Düne ins Deadvlei hinab. Ich bestand darauf auf die Sonne zu warten, ich war mir sicher, dass es noch klappt. Die 3 Deutschen verschwanden schon bald – es ist mir unbegreiflich, dass sie sich nur an den ersten Baum setzen, ein Foto schossen und schon ging es weiter -, bald darauf auch die beiden anderen.

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Jetzt haben wir das Deadvlei ganz alleine für uns, ein tolles und erhabenes Gefühl bei dieser Stimmung. Wir spazierten umher bis es nach ca. 30-40 Minuten soweit war, die Sonne vertrieb die Wolken. Wow, welch ein Anblick, das Vlei erwacht in schönstem Licht, einfach nur genial! Nach und nach kamen die nächsten Besucher und es wurde für Fotos schwieriger.

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Zurück auf dem 4x4 Parkplatz merken wir, dass wir fast 4 Stunden dort verbracht hatten, entschieden uns jedoch langsam wieder zurückzufahren, da wir noch in den Canyon wollten, jedoch etwas angeschlagen waren (ich knickte später noch um und Silvia hat immer mal wieder mit Rheumaschüben zu kämpfen). Hey und wir hatten noch 2 Wochen Urlaub vor uns, kein falscher Ehrgeiz. So kam es also dazu, dass wir „nur“ das Deadvlei sahen. Wir stärkten uns noch mit Semmeln vom Vortag und tranken etwas und fuhren dann langsam zurück. Wir hielten noch ein paar Mal, u.a. bei der Düne 45. In den Sesriem-Canyon liefen wir nur ein Stück rein, es war sehr heiß, aber ganz entgehen lassen wollten wir ihn uns dann doch nicht.

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Am frühen Nachmittag fuhren wir weiter zum Desert-Camp (ca. 4-5 km vom Sesriem-Campsite entfernt) und checkten ein (ich glaube wir hatten Zelt 207). Ich fand die Zelte schon im Internet witzig und sie gefielen uns auch live sehr gut. Wir öffneten zuerst ein wenig die Zeltfenster (alle mit zusätzlichen Mücken-/Insektenschutz ausgestattet), um ein wenig Durchzug zu erreichen, klappte bei 38° ganz gut.

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Als erstes – und das machten wir auf all unseren Stationen – wurde unser großer Topf mit Wasser gefüllt und in etwas Abstand für Vögel oder andere Tiere als Tränke bereitgestellt. Viele nahmen dies dankend an und wir freuten uns jedes Mal etwas zum beobachten zu haben.
Ich denke immer wieder darüber nach, wo so manche Stunde im Urlaub geblieben ist, aber zum Beispiel mit solchen Kleinigkeiten wie die Tränke mit all ihren Besuchern zu beobachten, leider hatte ich oft den Fotoapparat nicht zur Hand und kann einige Situationen nicht mit Euch teilen.
Später begießen wir den schönen Tag noch mit einem Malawi-Shandy im und am Pool und fahren ca. gegen 19 Uhr zur Soussusvlei-Lodge, dort dürfen wir Abendessen und Frühstück einnehmen, ist im Preis inbegriffen.

Der Eingang der Sossusvlei-Lodge ist sehr schön gestaltet, hier wurden einige Zeichnungen in den Kies gezirkelt. Da wir noch etwas früh dran sind, holen wir uns an der Bar noch zwei Shandys.

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Bald darauf bekommen wir unseren Tisch zugeteilt und erklärt, was uns erwartet und wo wir es finden können. Das Vorspeisen-Buffet ist überwältigend, ich probiere extra mal Dinge aus, die ich so noch nicht probiert habe (besonders schmeckt mir der Wassermelonensalat mit Pfeffer und Käse). Es ist alles sehr, sehr lecker. Zum Hauptgang kann an vier Stationen im hinteren Bereich der Terrasse ausgewählt werden. Gamefleisch vom Grill, Kürbis, Pilze, Kartoffeln dazu lecker Sauce oder etwas Asiatisches oder gar Fisch? Nicht so einfach sich zu entscheiden, wir sind eigentlich schon vor dem Nachtisch pappsatt, probieren jedoch beide noch ein kleines Törtchen von der Etagere.

Die Nacht wird sehr windig, was uns aber freut, da es ansonsten noch sehr heiß im Zelt gewesen wäre, doch so schlafen wir super.
Teil 1724. Feb. 2016
28.01.2016 Sesriem - Swakopmund

..noch ein Foto von gestern...
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Guten Morgen 😄

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Nach dem Aufstehen/Duschen geht es wieder zur Soussusvlei-Lodge zum Frühstück. Wir sind froh, dass das Frühstück etwas kleiner gehalten ist, dennoch gibt es - mal wieder Deutsche -, die sich auch hierüber beschweren. Was braucht man mehr außer Kaffee, Tee, Käse, Marmelade, Honig, Müsli, Wurst (ok „nur“ 2 Sorten – vielleicht lag es daran?) Käse, Obst, verschiedene Brotsorten etc.? Ich für meinen Teil nichts, alles gut – sehr gut, hätte mir sogar noch Eierspeisen an einem Stand auf der Terrasse holen können, hatte ich aber erst zu spät gesehen bzw. nicht benötigt. Die meisten Touristen waren wohl schon unterwegs und so konnten wir uns an den Tieren am Wasserloch und auf der Terrasse erfreuen.

Unsere erste Pause planten wir in Solitär. Im Laden duftet es nach frischen Backwaren und wir konnten einfach nicht widerstehen. Wir waren zwar ziemlich satt vom Frühstück, aber wir nahmen uns trotzdem ein Stück Apfelkuchen und 2 Semmeln mit, meine bessere Hälfte bekam noch einen frischen Kaffee.
Wir fotografierten danach noch einige Oldtimer, die auf dem Gelände verteilt im Sand stehen oder stecken, tankten auf - schenkten einem etwa 3-jährigen, der mit seinen Eltern unter einem Baum saß, ein paar Kekse (sein Strahlen war mit nichts auf der Welt zu bezahlen) - und starten unsere Weiterfahrt.

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Die Landschaft wechselte wieder und wir kamen aus dem Staunen nicht heraus, überquerten zum zweiten Mal den südlichen Wendekreis (leider nie fotografiert), fahren an der Einfahrt des Rostock Ritz vorbei und ich erinnerte mich, dass vor kurzem hier die französische Familie startete, die dann 3 Tage später im Kuiseb Canyon gefunden wurde. Wir waren gespannt, was uns erwartet bzw. wollten wir uns ansehen, an welcher Stelle es geschehen konnte, um als vermisst zu gelten. Um es vorweg zu nehmen, wir wissen bis heute nicht, wie es passieren konnte. Wir hielten mehrfach an, um uns fasziniert die einzelnen Schichten des Gesteins und die Schlucht(en) anzusehen.

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..ich liebe diese winzigen grünen Farbkleckse...

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Die letzten ca. 80-100 km (zumindest kam es mir so lange vor) nannten wir das „Nüscht“. Natürlich lebt auch hier die Wüste, aber wirklich spannend war es für mich als Fahrer nicht, eher ermüdend in der senkenden Hitze, überholende Fahrzeuge und der dazugehörige Staub machte es nicht einfacher.

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Bald tauchten die ersten Minen auf und Silvia malte sich schon aus, hierher auszuwandern und auf Diamantenjagd zu gehen… lustig, ich ersparte mir, dass es sich hier meist um Uran handelt und nicht um Diamanten, „mei Träumen ist doch sooo schee“.

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Jetzt noch durch den großen Kreisverkehr in Walvis Bay und am Meer entlang ca. für 30 Minuten bis Swakopmund. Ganz ehrlich, wir waren dann doch sehr froh vor Meike`s Guesthouse zu stehen und einchecken zu können. Wir wurden von einem lustigen Mitarbeiter (er brachte einen Spruch nach dem anderen) hereingelassen, der Camper hatte gerade noch im Hof Platz.

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Fein, sehr schön hier, bunter sehr malerisch angelegter Garten. Zwei Schritte von der Rezeption entfernt ein Kugelbrunnen, in dem sich einige Wellenastrilden (den Namen hab ich von den Eulenmuckels gestohlenn, ich hoffe es stimmt 😉 - sehr schönes Bild in ihrem Reisebericht) frisch machen.

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Jedes Zimmer hat vor der Tür eine Sitzgelegenheit mit Tisch. Wir bekamen das letzte Zimmer links von der Rezeption, ich glaube es war die Nr. 4, super nett eingerichtet, großes und sauberes Bad, sogar ein TV (unsere Handballer habe ich leider nur in den Nachrichten mitbekommen, war aber durch meinen Neffen immer - soweit WLAN vorhanden - „up to date“).
Wir machten es in unsere Ecke gemütlich, kochten einen Kaffee und teilten uns das mitgebrachte Stück Apfelkuchen aus Solitaire, für mich ok, aber ich bin jetzt auch kein Kuchenfreak 😛

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Später liefen wir noch los, um uns ein wenig in der Stadt umzuschauen und noch eine Kleinigkeit zu essen, da ich heute nicht zu spät ins Bett kommen wollte (für morgen habe ich schon von zu Hause aus die Living Desert Tour gebucht). Da Silvia „a Hoiwe“ wollt, schauten wir dann doch – ich wollte ja nicht – im Brauhaus vorbei. Ich find den Laden sehr gewöhnungsbedürftig bzw. haben mich so manche Fahnen zu grübeln gebracht, aber das Bier und der Salat waren völlig in Ordnung. Noch schnell im Shoprite ein paar Sachen eingekauft und schon waren wir zurück im Guesthouse. Unseren Amarula-Absacker nahmen wir an unserem Tisch im Garten ein. Emmi, der Jack-Russel von Klaus & Meike, lag noch ein Weilchen auf meinem Schoß und bald gingen wir ins Bett.
Teil 1824. Feb. 2016
29.01.2016 Swakopmund - Vormittag "Living Desert Tour"

Die “Living Desert Tour” hatte ich bereits letztes Jahr über das Internet gebucht. Wir bekamen per Mail die Nachricht, dass wir am 29.01.2016 um 8 Uhr direkt am Guesthouse abgeholt werden. Und Douglas war pünktlich, er klingelte bereits kurz vor 8 Uhr und wir rannten buchstäblich vom Frühstückstisch ins Zimmer und sprangen schnell noch in unsere Schuhe und stiegen zu - was ein Stress am frühen Morgen - 🤢 . Wir konnten es nicht fassen, wir bekamen eine Privattour, wir waren für heute seine einzigen Gäste…. SUPER! 🤩

An der „KAMEL FARM“ am Rande von Swakopmund biegen wir ab, der Reifendruck wird angepasst, und kurze Zeit später steigen wir aus und bekommen von Douglas einen super lehrreichen und interessanten Theorie-Teil, wie die Wüste funktioniert. Mit Bildern, die er mit seinem Schlangenhaken in den Sand malt, wird alles ziemlich logisch und wir hören und sehen fasziniert zu. Unsere Natur und Tiere sind sehr clever. Viele kleine Rädchen und Bausteine, die zueinander und ineinander passen, und somit das Leben für jeden möglich wird. Ich war total begeistert.

Mit diesem Theoriewissen ging es weiter, beim nächsten Halt zeigte uns Douglas die ersten „Tracks“, erklärte, zu welchen Tieren sie gehören und wir begannen umherzulaufen und die Spuren selbst zu identifizieren. Silvia war da richtig gut darin. Leider war aber außer Tracks nichts zu sehen.

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Im Laufe des Vormittags fanden wir folgende Kerlchen:

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Douglas grub sehr behutsam, um die Tiere aufzuspüren und ließ sie mit Bedacht wieder in ihre Umgebung zurück.

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Auch sammelte er so gut wie jeden Müll ein, der hier nicht her gehörte 😠

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Schlangen suchten wir leider vergebens, aber ein kleines Chamäleon, nein 2, haben wir dann doch noch erwischt:

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Zum Abschluss bekommen wir noch ein rasante Berg- und Talfahrt über die Dünen, die mit einer grandiosen Aussicht endet, vor uns das Meer und hinter uns die Wüste. Wir sitzen nebeneinander im Sand, niemand sagt ein Wort, wir kosten einfach nur die Stimmung aus.

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Kurz vor 13 Uhr sind wir wieder zurück im Guesthouse. Für uns war es keine Frage, ob sich die Tour gelohnt hat, es war schon toll, dass sich Douglas voll und ganz auf uns alleine konzentrieren konnte und wir ihn mit Fragen löchern konnten. Wir wünschten Douglas noch viel Spaß demnächst in Paris, da er dort seinen Sohn besuchen möchte und begrüßten Emmi, die bereits an der Eingangstür wartete.

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Teil 1925. Feb. 2016
29.01.2016 Swakopmund – Nachmittag/Abend

Der Garten ist so gemütlich, dass ich gar nicht mehr genau weiß, wie viele Fotos ich gemacht habe und wie oft und lange ich dieses kleine Kerlchen bei seinem Treiben im Garten des Guesthouses beobachtet habe, die Zeit verging und es wurde nie langweilig, ich war fasziniert und bewunderte seine Kunst, sein Balzverhalten und die Mädels, die ab und zu vorbeischauten.

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Gegen 15.45 Uhr ziehen wir los, da wir vor dem Essen im „The Tug“ noch ein paar Souvenirs erstehen wollten. Irgendwie habe ich Pech, alle Strohhüte, die ich cool fand (in Bagetelle hing die besten, aber da dachte ich noch, es wäre zu früh 😵 , waren nie in meiner Größe vorrätig, also erstand ich zumindest eine hübsche Tischdecke (die heute über unserem Paravant hängt ) und ein paar Kleinigkeiten, Silvia eine Kette.

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Um etwa 18 Uhr waren wir im „The Tug“, auch hier reservierte ich bereits per Internet von zu Hause aus einen Tisch, ich glaube, es wäre um die Uhrzeit nicht wirklich notwendig gewesen, erst später füllte sich das Restaurant. Wir bekamen einen Tisch direkt am Fenster mit schöner Aussicht auf die Jetty und das Meer, so lässt es sich aushalten.

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Viele rümpfen die Nase (wie auch Silvia), ich liebe Austern!! Zur Vorspeise musste ich unbedingt welche bestellen, zur Hauptspeise gab es leckeren Fisch für uns beide. Dazu für Silvia ein Bier, für mich einen Rosè, ich dachte, ich hätte ein Glas bestellt, schluckte dann etwas, da ich eine ganze Flasche bekam 🤪 . Jaja, lacht ihr nur, ich habe sie bei der schönen Stimmung auch ganz alleine geschafft 🤩 . Dass ich dann sehr lustig nach Hause lief, brauche ich Euch ja nicht zu erzählen 😗

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Den wunderschönen Sonnenuntergang habe ich aber noch bemerkt 😛

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Den kleinen Rausch haben wir dann aber doch noch mit einem Absacker (für mich Ginger Ale) gemütlich im Garten ausklingen lassen.

Vielleicht gebe ich aber auch noch ne Runde Fotos vom Guesthouse aus…, kam bisher etwas kurz (Lolakatze hat z.B. in ihrem Reisebericht ziemlich gute und ausführliche Fotos eingestellt, so viele habe ich leider gar nicht, also wer neugierig ist oder Bilder fehlen, schaut doch auch mal in ihren Reisebericht rein):

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Teil 2025. Feb. 2016
30.01.2016 Swakopmund – Walvis Bay „Levo Tours“

Frühstück ist eine klasse Sache im Urlaub, war mal wieder sehr lecker. Heute geht es um kurz vor 8 Uhr los, wir starten Richtung Walvis Bay, da wir bei Levo Tours die „Robben- und Delphintour“ gebucht hatten. Levo Tours liegt nicht gerade schön im Industriehafen, aber dafür wurden wir herzlich mit Namen empfangen (typisch deutsch waren wir natürlich pünktlich auf die Minute um 8.30 Uhr da – 9 Uhr sollte es losgehen). Wir könnten uns noch ein wenig umsehen, es würde dann pünktlich, sobald die andere Gruppe eingetroffen ist, losgehen.

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Die Gruppe kam, aber das Boot streikte... unsere junge Skipperin, Giselle (ich weiß nicht, ob der Name so geschrieben wird), und die nette Empfangsdame entschuldigten sich vielmals, ob wir heute Nachmittag noch etwas anderes geplant hätten, wir verneinten. Puuh, denn es würde ca. 10-15 Minuten dauern, bis sie mit dem Pick-Up ein anderes Boot holen könnten. Witzig, wie sie schauten, da wir nur grinsten und meinten, dass alles gut wäre, so was passieren könne und wir sehr relaxed wären.

Unsere „scharfsinnige Beobachtungsgabe“ 😗 bestätigte sich später, wir fuhren mit der Eignerfamilie, die sich mit Freunden auch einen schönen Samstag machen wollten.

Das Boot – diesmal funktionierte alles einwandfrei - wurde 5 Minuten nach 9 – oje, welch Verspätung 🤪 – an der Tanker Jetty mittels eines Traktors ins Wasser gesetzt und es konnte kurz darauf losgehen.

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Hey, das Boot war sogar größer als das vorherige und wir hatten alle (insgesamt waren wir 10 inkl. Skipperin) super viel Platz. Unsere Skipperin begann mit viel Humor den theoretischen Teil, den es auf einer Bootsfahrt zu wissen gibt (oder auch nicht 😄 ), von sich zu geben. Wir haben gleich sehr viel gelacht und waren uns alle von Anfang an symphatisch und darauf gab es – Giselle meinte, dass das alle Deutsche tun würde – einen Schnaps…. Aha, wir tun das also…. darauf dann noch einen!

Rasant ging es durch den Nebel los. Ja schade, da hatten wir nicht so viel Glück, die Sonne zeigte sich erst am Ende der Tour. Aber dem Spaß tat das keinen Abbruch, wir sind noch heute froh, uns für diesen Anbieter entschieden zu haben, da die anderen Boote (u.a. auch große Katamarane), die wir trafen, mindestens die doppelte Besatzung an Bord hatten. Bei uns war es richtig familiär und gemütlich!!! Es war wirklich toll, auch wenn wir leider keine Delphine zu Gesicht bekamen.

Wir kommen an einigen Schiffwracks vorbei, wobei eins mehr oder weniger nur als Toilette genutzt wird. Von Giselle gibt es interessante Infos über die Umgebung und die Tiere, bald darauf landen zwei Pelikane auf unserem Boot.

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Wir durften sie auch nach Absprache streicheln, wir wussten und ahnten nicht, dass sich ihr Kopf und Hals wie Samt anfühlen. Sehr schöne Tiere, ich hab schon sehr viele Fotos von Pelikanen in Florida geschossen, aber das war schon etwas anderes, sie saßen direkt vor mir 🤨

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...und ich glaube sie genossen die Mitfahrt 😉

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Später besuchte uns auch noch ein kleinerer Seelöwe. Klar kommen die Tier an Boot, da sie sich einen oder mehrere Fische erhoffen, aber sie wurden und werden nicht dressiert, auch Kunststückchen gibt es nicht. Allein die Anwesenheit und Nähe der Tiere hat – für mich – was Besonderes.

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Vorbei an einer Austernfarm und Ölinsel gelangen wir an die Landzunge, an der sich Hunderte von Robben niedergelassen haben. Ich könnte hier stundenlang sitzen und ihnen beim Streiten & Spielen zuschauen, Babys gibt es auch sehr viele, so was von putzig.

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Jetzt lässt sich dann doch noch die Sonne blicken und hierzu passt natürlich ein Glas Sekt, Austern und Fingerfood. Giselle stellte zwei Platten für uns bereit und öffnet die Austern frisch auf dem Boot. LECKER und so passend auf dem Boot, die leeren Schalen sollen wir einfach über die Schulter ins Meer werfen, sehr praktisch.

Da nicht alle Austern mögen habe ich das Glück – wie gestern – 6 Stück abzubekommen. Bevor ich mich schlagen lasse… 🤩

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Nach der Tour fahren wir noch in die Innenstadt zum Einkaufen, da wir u.a. Silvias Biervorrat 🤢 auffüllen wollen, da es samstags ab 14 Uhr und sonntags keinen Alkohol mehr geben soll. Noch ein wenig Holz und Kohle sowie weitere Durstlöscher kommen auch noch in den Wagen. Gefühlt sind wir die einzigen Weißen an diesem Mittag und an den Kassen und Gängen herrscht das totale Chaos, aber ich find es ja wie immer lustig und fühle mich pudelwohl 🤪

Zurück in Swakopmund beobachten wir wieder unseren kleinen gelben Freund, der unermüdlich an seinem Häuschen werkelt.

Später ziehen wir wieder los, an der Mole suchen wir uns ein Plätzchen und schauen dem bunten Treiben zu. Das Abendessen bzw. die Pizza im „22 Degrees South“ war ziemlich grottig 😈 , ich weiß nicht, wie manche in Bewertungsportalen zu Äußerungen, wie „beste Pizza Namibias etc.“ kommen, ich fand das ging gar nicht 🙄 , aber Geschmäcker sind verschieden, dafür war der Meeresfrüchtesalat zur Vorspeise ok. Ich wäre lieber ins Kücki`s gegangen, aber leider hatten wir hier eine Absage per Mail bekommen, sie hätten geschlossen. Süß war zumindest der Kellner, der mit Charme seine Schüchternheit und Defizite ausmerzte 🙂

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Die letzte Nacht in Swakopmund brach an….

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