SavutiThemenstarter479 Beiträge · seit 200611. Jan. 2007 · #1Hallo @ all und ein glückliches, gesundes 2007.
Ich bin gerade 24 Stunden wieder in Deutschland, aber eigentlich innerlich noch nicht angekommen. Trotzdem will ich diese Warnung schnellstmöglich los werden.
Betrifft Ortsdurchfahrt Oujio von Windhoek kommend in Richtung Etosha.
Kurz vor Ortsausfahrt ist eine 4-way-Stop-Kreuzung. Kurz danach stand die Polizei. Derem Behauptung ich hätte nicht richtig gestoppt (die Räder des Fahrzeugs müssen zu einem kompletten Stop kommen-wie bei uns 😊 ) stimmt nicht mit den Aussagen meiner Mitreisenden und mir überein, aber was tun gegen die Behauptung von zwei Herren in Uniform? Kosten N$ 300, zu zahlen bei der Polizeistation Oujio. 😈
Auf der Polizeistation fand man dann den Quittungsblock nicht😃 🤩 🤩 , worauf ich meine Geduld prüfte und meinete ich hätte Zeit und würde warten. Innerhalb von Minuten war dann ein Quittungsblock gefunden, ich durfte bezahlen und von dannen ziehen.
Ich blätterte etwas in dem Block herum und bekam den Eindruck,daß es sich ausschliesslich um ausländische Verkehrssünder handelte. Also Vorsicht.
Grüße aus München Gabi
Höflichkeit ist der Schlüssel zu den Herzen der Menschen
Höflichkeit ist auch der Schlüssel zum Wissen.
Niemand wird dann mit seinem Rat geizen.
Bazi2'721 Beiträge · seit 200611. Jan. 2007 · #2Hallo Savuti
In die gleich "Falle" sind wir im August getappt. Am gleichen Ort. Wir waren hinten nicht angeschnallt. Der Vorwurf ist ja noch ok. Das hätte für jeden 300 (also 600 N$) gekostet.
Der Witz daran war aber der: wenn wir 600 N$ zahlen müssen wir auf das Büro und es gibt eine Anzeige. Wir verlieren dann mindestens 1 Tag in Outjio. Bekommen aber einen Beleg. Wenn wir total 300 N$ zahlen (also je 150 N$) bekommen wir zwar keinen Beleg, kommen aber ohne Anzeige weg. Nun waren wir in der Zwickmühle. Ev. doch mind. 1 Tag verlieren oder nicht. Wir entschieden uns für total 300 N$. Wohin das Geld dann geflossen ist, überlasse ich Eurer Fantasie.
In der Zwischenzeit sind aber X Autos an uns vorbeigefahren, in denen die Leute nicht angeschnallt und zudem noch überfüllt waren. Bei diesen handelte es sich aber um Einheimische.
Wir wollten es zwar erst darauf ankommenlassen. Aber Aerger mit der Polizei in einem fremden Land ist auch nicht unbedingt was man in den Ferien braucht. Ich denke, mit dem rechnen die auch.
Bazi
Horse_whisperer658 Beiträge · seit 200711. Jan. 2007 · #3Tja, die Wege des Herrn sind unergründlich. Und die Wege der Namibianischen Polizei noch unwergründlicher. Aber bei 300N$ sollte man großes Aufheben machen !!
Seht es einfach als Spende.
WWwww.dt800.de221 Beiträge · seit 200611. Jan. 2007 · #4Also Ihr könnt nun zwar über mich herfallen, aber das steht ja in jedem Reiseführer.
Schon vor 20 Jahren wurden die Stoppstellen beobachtet und immer noch steht jeden Tag vor Swakop das Lasermessgerät. Wer sich nicht anschnallt, der hat bei mir verspielt. Denn er spielt unvernünftig mit seinem Leben.
Da gilt dannn auch der Spruch, keine Gleichheit im Unrecht !
In allen anderen Städten finden auch Geschwindigkeitskontrollen statt. Also damit sollte man einfach rechnen und sich an die Vorschriften halten. dann will auch in Namibia und anderen Ländern niemand etwas.
Auch in Botswana gibt es Geschwindigkeitsmessungen, genauso in Sambia und Tanzania.
... und wenn zu schnell, dann akzeptieren und bezahlen und nicht von Touristenfallen reden.
Da wird in Europa, besonders in der Schweiz weit mehr und kleinlicher kassiert.
Gruss
Roland
www.dt800.de
DADagut349 Beiträge · seit 200611. Jan. 2007 · #5@Roland:
Ich glaube, die Kritik richtet sich hier eher gegen den Umstand, dass das Geld nicht in irgendeine Staatskasse, sondern gleich in die Hosentasche der Beamten fließt.
LG
Daniel
Jens_Dietzel1'455 Beiträge · seit 200611. Jan. 2007 · #6Zum Thema:
In Österreich passiert es ähnlich (oder war zumindest vor wenigen Jahren noch so), in anderen Ländern sicherlich genauso:
Nicht am Zebrastreifen angehalten, obwohl 10m weiter jemand stand (der gar nicht rüberwollte) -> Strafe zahlen.
Geschwindigkeit wird geschätzt -> Strafe zahlen.
Tempolimit überschritten, fast immer nur bei Touris -> Strafe zahlen.
Passiert also auch anderswo.
Korruption: Möchte ich keine Vermutungen anstellen, gibt es aber auch anderswo. Eine Quittung heißt noch lange nicht, daß das Geld in die Staatskasse kommt!
Mit dem Anschnallen habe ich kein Problem, unser alter Landy hat keine Gurte, das wird aber auch immer sehr sorgfältig geprüft, aber dann lassen sie uns immer grinsend weiterfahren.
Im neuen Landy unterwegs: Wenn ich es vergesse muß ich zahlen, das ist hier auch nicht anders und richtig so.
An die Vorschriften halten bedeutet keinen Ärger. Egal bei was, die meisten haben auch ihren Sinn.
Wenn ich einheimischer Polizist (egal wo) wäre, würde ich auch lieber einen Touri in die Mangel nehmen, den ich (wahrscheinlich) nie wieder sehe, als einen Einheimischen, von dem ich irgendwann etwas brauche.
LG Jens
LG Jens
joli3'491 Beiträge · seit 200613. Jan. 2007 · #7Hallo Gabi,
Dein Beitrag hat mir keine Ruhe gelassen, weil Dein Erlebnis so gar nicht ( oder auch sehr gut) zu dem immer wieder propagierten " Null Toleranz gegen Korruption "passt. Ich verstehe sehr gut, dass man sich in einem solchen Fall nur ungerne mit der Polizei anlegt. Andererseits kann man so etwas m.E. auch nicht auf sich beruhen lassen. Da kam mir in den Sinn, dass Du Deine Erfahrungen, die ja auch noch von anderen mit ähnlichen Erlebnissen bestätigt werden, mal an die AZ weitergibst. Ich kann mir gut vorstellen, dass die über solche Erlebnisse dann auch berichten ( vielleicht damit sogar andere Betroffene aus der Deckung holen ) und auf diesem Wege eine Öffentlichkeit herstellen, die dann auch von offizieller Seite zur Kenntnis genommen wird.
Gruß Joli
YOYoshikawaGast13. Jan. 2007 · #8Naja Joli,
da spiele ich jetzt `mal den Advocatus Diaboli:
Zur Kenntnis genommen wird in Namibia in den letzten Jahren -nicht nur zum Thema Korruption!- sehr viel, nur der nächste oder gar der übernächste Schritt wird niemals getan!
In der Sache gebe ich Dir jedoch vollkommen Recht!! Derartige Beispiele zeigen in ihrer stark zunehmenden Anzahl und in ihrer Folgenlosigkeit auch den noch rechtschaffenen Amtsträgern in Namibia, dass es für den Einzelnen einträglichere Methoden gibt. Wohin das in letzter Konsequenz führt, ist in fast Ländern des Kontinents zu beobachten.
Gruß, Michael
Naukluft1'910 Beiträge · seit 200613. Jan. 2007 · #9Hallo zusammen,
so was gibts auch auf der C26 <> WDH , ein Einzelposten zig mal sind wir schon an Ihm vorbei, wenn wir von Rooiklip kommen oder wieder fahren.
Kontrolle aber immer nur Richtung auf die 26. Nach WDH, grüssen und durchwinken, immer derselbe.
Der Bursche hat Hunger und Durst, ganz allein im Parka bei 30°C, dass weiss der Owner, der kannte ihn schon sehr lange, so bekam der Posten oft schon das hinter der Hand ausgesprochene...mal wars Fleisch oder n Cooldrink und Brot! Niemand seiner Vorgesetzten dürfte es je erfahren!
Einmal war Sie mit mir in Richtung WDH unterwegs im alten Toyota... am Posten Hallo und ... er lief ums Auto und nörgelte am Ersatzrad rum... sie solle mit an den Tisch kommen der vor dem "Wartehäuschen" steht, er palawerte noch ne Weile und wollte dann Geld, nur sagte er nicht wieviel, war also klar es war für ihn.
Meine Gastgeberin fuhr ihn dann sehr forsch an "wenn sie das weiter erzählen würde wo er dann stünde..." Das half, er winkte sie mit abwertender Handbewegung weg. So kann es natürlich kein Fremder machen...
Tage später fuhren wir zusammen wieder an Ihm vorbei, er freude sich sichtlich uns zu sehen, nur diesmal hat der Owner mit dem Burschen dermassen geschimpft, dass der Posten uns bei den anderen Malen wenn wir vorbei mussten fröhlich weiterwinkte ohne aufzustehn...
... und die Moral von der Gschicht, glaube einem Posten nicht, wen Du keinen Beleg von Ihm bekommst!
allerbester Gruss, Klaus<br><br>Post geändert von: Naukluft, am: 13/01/2007 18:13
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
Jens_Dietzel1'455 Beiträge · seit 200613. Jan. 2007 · #10Sorry, da kommt es mir hoch! Auf welchem hohen Roß sitzen hier manche, sind wir nicht nur alle weiß, sondern haben auch noch eine "weiße Weste"???
EU-Abgeordnete schreiben sich für Sitzungen ein und gehen wieder, Politiker-Angehörige verlangen bei IKEA Rabatt, privates "verfliegen" von dienstlichen Bonusmeilen..........unendliche Liste!
Jeder bedient sich wo er nur kann. Geiz ist geil, mir das meiste!
Hier stellen sie es nur (meistens) geschickter an, aber am Vorwurf der Korruption, Vorteilsnahme oder änlichem ändert sich nichts. Manches fliegt auf, soll dann geändert werden. Aber passiert das hier auch?
Wer ist hier noch nie schwarzgefahren, war immer ehrlich bei der Steuererklärung.....
Wer Mist baut und erwischt wird, muß zahlen oder wird verwarnt, das ist überall so.
Da muß ich nicht nach Afrika fliegen.
Da emfinde ich die Preise von machen Lodges eher als "Touristenfalle", auch wenn man es vorher weiß, nur nicht beurteilen kann, was man für sein Geld bekommt.
Ich liebe Namibia wie es ist. Vieles kann verbessert werden, aber wo ist das nicht so. Und Korruption schafft man nicht in einem Jahr ab.
Jens
Naukluft1'910 Beiträge · seit 200613. Jan. 2007 · #11Jens_Dietzel schrieb:Sorry, da kommt es mir hoch! Auf welchem hohen Roß sitzen hier manche, sind wir nicht nur alle weiß, sondern haben auch noch eine "weiße Weste"???
.....
Jens
He Jens, komm beruhig Dich wieder, wir würden nicht nach Nam oder weiter fliegen wenn wir es nicht schön fänden.
Hier bei uns ists mit der Korruption nur nicht soooo offensichtlich, da kann ich nicht ins Rathaus und einem der Angestellten nen Brief über den Tisch schieben um nen Stempel zu bekommen.
Wir berichten hier , was für uns befremdlich erscheint... das gleiche ists mit Überfällen auf der Farm oder in der Stadt an den Ampeln... Diese Posts hatten wir ja auch schon öfters.... jaaa werden ersten Stein wirft.
Was ist mit "neuen" Besuchern die dorthin wollen, weil es überall so schön gepriesen wird und die erleben gleich sowas... So können sie vorsicht walten lassen!!!
allerbester Gruss, Klaus
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
PEpeter48355 Beiträge · seit 200613. Jan. 2007 · #12Also ich kann Jens Dietzel 100%ig zustimmen.
Bei uns ist man viel geschickter, das meiste fliegt eben nur nicht auf.
In Asien und besonderst in Südamerika habe ich aber auch schon schlimmere Abzocke erlebt.
Man sollte sich gerade als Tourist mehr als 100% an die Verkehrsregeln halten, dann passiert meistens auch nichts.
Und bei allem Ärger über solche Dinge, sollte man nicht vergessen was diese Polizisten verdienen. Da kann man den einen oder anderen Versuch auch mal verstehen...
peter
STstefan33 Beiträge · seit 200613. Jan. 2007 · #13hallo zusammen,
die aktuellen preise für nicht-anschnallen:
300dollar mit quittung
200dollar ohne quittung
wir persönlich hatten keine probleme mit der polizei(waren aber auf den hauptstrassen auch immer angeschnallt),nur im owamboland wollten sie 3mal unsere ausweise inkl. dem visuum sehen.
Jens_Dietzel1'455 Beiträge · seit 200613. Jan. 2007 · #14Naukluft schrieb:Hier bei uns ists mit der Korruption nur nicht soooo offensichtlich, da kann ich nicht ins Rathaus und einem der Angestellten nen Brief über den Tisch schieben um nen Stempel zu bekommen.
Ich bin ja schon wieder gaaaanz ruhigB)
Hast Du das mit dem Stempel schon mal versucht?? Wird (hoffentlich) nur selten funktionieren, aber ich wette, daß es auch hier schwarze Schafe gibt.
Es traut sich nur niemand.
In Afrika (und auch in Osteuropa,....) kommt man mit Bakschisch (wie schreibt man das nur?) oft weiter, weil es schon immer so war. Der Unterschied von arm und reich ist auch sehr viel größer. Würde der Zollbeamte, Ploizist,..... ein (umgerechnet) ähnliches Einkommen wie hier haben, hätte er es nicht nötig.
Was würdest Du an seiner Stelle machen? 5 hungrige Kinder zuhause, die Du trotz Deines Jobs kaum ernähren kannst, Schulgeld? Kann er sich nicht leisten. Und dann Touristen mit Fotoequipment (hab ich auch, ok) für tausende Euros, Leopardenfellstreifen am Hut, die Buchungen für Wolwedans und ähnlichen Luxus in der Tasche. Das sind viele Jahresgehälter Deines Gegenüber!
Ich würde in dem Fall auch für Dollars die Augen zudrücken.
Aber es sind nicht alles so. Ich habe es noch nie erlebt, war aber auch erst 5 mal (jedesmal 4-6 Wochen) in Namibia. Trotzdem werde ich in 2 Jahren nach Namibia auswandern, so wie auch viele Foris weiterhin nach Namibia fliegen werden, um dort eine schöne Zeit zu verbringen.
LG Jens
Naukluft1'910 Beiträge · seit 200613. Jan. 2007 · #15Jaaaa so isses, ob ich Urlaub im ehem. Yugosl. machte oder auf Korsika. da wird die Hand aufgehalten, nur einem Newbee der da hinkommt mit seinen Kiddis, der weiss gar überhaupt nicht wie im geschieht...
Was auf einigen Europäischen Autobahnen passiert ist im Grunde nix anderes... ich bin wieder ferdisch mit dem Thema...So
allerbester Gruss, Klaus<br><br>Post geändert von: Naukluft, am: 14/01/2007 00:22
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200613. Jan. 2007 · #16... man muß nicht in Afrika, Asien oder Südamerika unterwegs sein, um so etwas zu erleben. Im Oktober 2005 war das auch in Deutschland am Wiebadener Kreuz möglich ... Großaufgebot der Polizei mit 5-6 Fahrzeugen an der Abfahrt Frankfurt-Köln in Richtung Wiesbaden ...alle Fahrzeuge mit nur einem Fahrzeuginsassen (also keine unmittelbaren Zeugen) wurden angehalten, die Fahrer beschuldigt, nicht angeschnallt gewesen zu sein und den Gurt erst kurz vor dem Stopp angelegt zu haben. Man "durfte" sofort bezahlen oder aufgrund des Bescheids per Überweisung, was aber teurer wäre. Ich habe natürlich nicht bezahlt und der Bußgeldbescheid kam überraschend schnell. Nach einem Widerspruch habe ich nie mehr was davon gehört.
Vermutlich hat da der Chef einer Polizeiwache Urlaub gehabt und die Mitarbeiter in dieser Zeit versucht, ihr Gehalt aufzubessern.
Natürlich haben sich die angehaltenen Leute dann anschließend kurz unterhalten. Alle, mit denen ich gesprochen hatte (und ich selbst natürlich auch) waren angeschnallt. Die Beschuldigungen waren völlig aus der Luft gegriffen.
Wenn ihr Outjo meidet, umfahrt auch bitte großräumig das Wiesbadener Kreuz ... oder andersrum: es kann euch auch jederzeit hierzulande erwischen ...
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
lisolu886 Beiträge · seit 200713. Jan. 2007 · #17Ich glaube darüber sind wir uns alle einig, auch Hierzulande finden diese Dinge statt. Was ich mich jetzt frage ; wenn ich dann angehalten werde, weit und breit kein anderes Auto , nur wir und der/die Polizisten wie freundlich oder unfreundlich läüft es dann ab? Wenn ich nicht zahlen will, weil ich genau weiss wir waren alle angeschnallt o.ä. muss ich dann mit Aggressionen rechnen , zahlt man am Ende aus einem Angstgefühl heraus, oder bleibt es "nur" beim versauten Urlaubstag weil es Zeit kostet?
LG/lisolu
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200613. Jan. 2007 · #18Hallo lisolu,
ich habe vor allem in anderen Ländern als Namibia schon häufiger unerfreulichen Kontakt mit der Polizei gehabt. Entweder man bezahlt (das mache ich prinzipiell nicht, denn für künftige Reisende wirds dann noch schwieriger), oder man diskutiert das aus. Das kostet dann u.U. auch mal 'ne Stunde Zeit.
Man bleibt dabei stets freundlich und zeigt nie Ärger. Die Gegenseite weiß um die Situation und versucht, unterschwellig zu drohen, kann aber nicht zu offensichtlich werden. Es ist also eine Art Handeln wie auf dem Markt.
Wenn sie merken, daß sie kein Geld bekommen (und man auch wirklich nichts Verbotenes getan hat), dann lassen sie einen irgendwann gehen. Wenns etwas eskaliert, fragt man höflich nach dem Vorgesetzten oder so ...
Aggressionen habe ich auf diese Weise nie erlebt, aber es kann schon mal ein paar Nerven kosten. In Afrika haben die Menschen ja fast nichts außer Zeit ...
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200613. Jan. 2007 · #19richtig. Korruption an der untersten Ebene bekämpfen. Jeder Tourist, der zahlt sollte sich über die Konsequenzen bewusst sein. Korruption darf unter keinen Umständen salonfähig gemacht werden.
Matatu496 Beiträge · seit 200613. Jan. 2007 · #20In Nam sind es Polizisten, bei uns Manager.