Reisebericht

Auf den Spuren der Elefanten - NAM/ZIM/BOT 2015

von Sorimuc · begonnen 18. Okt. 2015 · 25 Teile

Teil 118. Okt. 2015
Hallo liebe Afrikaverrückte,

mein Mann und ich haben im August/ September dieses Jahres erneut Namibia bereist – dieses Mal haben wir uns auf den Nordosten und somit die Sambesi-Region in Verbindung mit den Victoria-Fällen und Botswana konzentriert. Wir haben uns für diese Reise 3,5 Wochen Zeit genommen und haben insgesamt 3127 Kilometer hinter uns gebracht, und das Forum war mir bei der Planung von Route und Unterkünften wieder eine sehr große Hilfe.

Die Buchungen habe ich – abgesehen von den Flügen, die wir diesmal tatsächlich erst nach dem Mietwagen und den Unterkünften gebucht hatten – in die kundigen Hände von Ute und Volker von Magic Vibes gelegt. Wir haben alle unsere Wunschunterkünfte sowie unser Wunschfahrzeug bekommen (naja, wir waren mit 13 Monaten Vorlauf auch sehr früh dran) und wurden von den beiden während der gesamten Zeit hervorragend betreut.

Wir sind wieder mit South African Airways von München via Johannesburg geflogen – da wir keine 15 Minuten vom Münchner Flughafen entfernt wohnen, wäre alles andere unsinnig gewesen, auch wenn uns ein Direktflug natürlich lieber gewesen wäre. Zu meiner großen Freude fliegt Condor aber ab Sommer 2016 wieder direkt nach Windhoek 🤩

Wir haben uns dieses Mal für den Bush Camper von Savanna entschieden, und im Vergleich zum normalen Hilux mit Dachzelt, den wir vor zwei Jahren hatten, war das purer Luxus. Das Zelt war in wenigen Sekunden aufgeklappt und fast genauso schnell wieder eingepackt, die Schlafsäcke konnten währenddessen im Zelt verbleiben, und die Matratze war ausreichend dick. Der Aufbau selbst war mit dem vielen Stauraum und den unterschiedlichen Fächern sehr gut durchdacht – man konnte alle persönlichen Dinge gut unterbringen und musste nicht „aus dem Koffer“ leben. Die Fächer für die Küchenutensilien und das Fahrzeugzubehör waren von außen erreichbar, ohne dass man extra ins Fahrzeuginnere klettern musste. Als kleiner Bonus war an unserem Fahrzeug noch eine Markise an der Seite angebracht – lange haben wir versucht, das Ausklappen zu vermeiden, da wir dachten, es wäre sicher wahnsinnig kompliziert. Als wir es dann in Savuti das erste Mal ausprobiert haben, waren wir begeistert, denn das System war genauso einfach zu handhaben wie beim Zelt. Einziges Manko am Fahrzeug war der unprofessionell eingebaute Kühlschrank, der mit Expandern hinter dem Fahrersitz festgezurrt war. Durch das Rütteln auf Schotter- oder Tiefsandpisten ist dieser ständig verrutscht, der Stecker hat sich gelöst und die Kühlung ist entsprechend öfter ausgefallen. Ob die Konstruktion bei einem Unfall gehalten hätte, wage ich zu bezweifeln, und ein durch die Fahrerkabine fliegender Kühlschrank wäre sicher für alle Beteiligten unschön gewesen 😕 – wir haben das bei der Rückgabe aber gemeldet und uns wurde zugesichert, mit am Boden festgeschraubten Schienen oder ähnlichem Abhilfe zu schaffen.

Wie ihr nun sicher bereits bemerkt habt, waren wir hauptsächlich als Camper unterwegs, die ein oder andere feste Unterkunft wollten wir uns aber nicht nehmen lassen – somit wurde es wieder ein schöner Mix aus Camping und Lodgeübernachtungen. Hier als kleiner Ausblick unsere Route:

19.08.2015 Abflug
20.08.2015 Hotel Heinitzburg/ Windhoek
21.-23.08.2015 Waterberg Plateau Campsite
23.08.2015 Hakusembe River Lodge Campsite
24.-26.08.2015 Nunda River Lodge Campsite
26.-28.08.2015 Mavunje Campsite
28.-31.08.2015 Kubu Lodge/ Kasane
31.08.-02.09.2015 Savuti Campsite
02.09.2015 Khwai North Gate Campsite
03.09.2015 Third Bridge Campsite
04.09.2015 Southgate Campsite
05.-09.09.2015 Dombo Farm
09.-11.09.2015 Kalahari Bush Breaks
11.09.2015 Hotel Heinitzburg
12.09.2015 Rückflug

So, sobald ich die Fotos sortiert habe, gibt es auch bereits die ersten beiden Tage. Ich freue mich darauf, mit euch gemeinsam unsere Reise noch einmal erleben zu dürfen und hoffe, dass sich ein paar nette Mitfahrer finden 😄

Liebe Grüße
Sonja
Teil 218. Okt. 2015
19./20.08.2015

Endlich war es wieder so weit: Über ein Jahr lang hatten wir uns auf diesen Urlaub gefreut, ich habe die Route geplant, in Teilen verworfen und neu geplant, Lodges und Unterkünfte verglichen und ausgesucht und mir in vielen Tagträumen ausgemalt, was wir alles Tolles erleben würden. Seit unserer ersten Namibia-Reise 2013 hat mich die Sehnsucht nach Afrika nie so wirklich los gelassen. Und heute ging es endlich wieder los, zurück nach Namibia 🤪

Meine Schwester fuhr uns vollbepackt zum Flughafen – sie hatte während der kommenden Wochen die verantwortungsvolle Aufgabe, sich um unseren Kater Mogli zu kümmern (der uns am Ende des Urlaubs aber sicher trotzdem mit Liebesentzug und Nichtbeachtung strafen wird – wie können wir es wagen, so lange weg zu bleiben?!? 😄 ). Nachdem wir unser Gepäck beim Check-In los geworden waren, saßen wir noch ein wenig im Airbräu und genehmigten uns ein kühles Bierchen, bevor wir noch im Duty-Free die Gin-Versorgung der nächsten Wochen sicherstellten. Dann wurde auch schon zum Boarding gerufen, und pünktlich um 21:05 Uhr startete unser Flug nach Johannesburg, der alles in allem recht ereignislos vorüber ging. Leider fiel das Entertainmentprogramm an Board während des gesamten Fluges aus, was meinen lieben Gatten offenbar ziemlich ärgerte und ihn am Ende sein Nackenhörnchen kostete – die kleinen, weißen Kügelchen waren hinterher überall zu finden, sogar in meiner Hose 😈

In Johannesburg dann ein kurzer Schock: unser Weiterflug nach Windhoek war nicht auf der Abflugtafel aufgeführt! Das hat natürlich nicht nur uns betroffen, und schon bald war das richtige Gate in Erfahrung gebracht. Weitere zwei Stunden später hatten wir wieder namibischen Boden unter den Füßen, und dank der vorausgefüllten Immigration-Formulare standen wir bereits nach 30 Minuten bei unserem Fahrer, der uns nach Windhoek zur Heinitzburg brachte. Bereits auf der Fahrt sahen wir erste Paviane am Straßenrand und die Wiedersehensfreude war groß 😎 Auf der Heinitzburg haben wir 2013 die letzten beiden Nächte verbracht und es hatte uns hier so gut gefallen, dass wir sie auch dieses Mal wieder in unsere Route mit eingebaut hatten.


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Auf der Terrasse mit dem herrlichen Blick über die Stadt stießen wir mit Sekt und Savanna (natürlich nicht gleichzeitig!) auf den Start unseres wohlverdienten Urlaubs an. Den Nachmittag verbrachten wir lesend und dösend am Pool – so ein Nachtflug schlaucht doch ganz schön. Wir stärkten uns mit dem leckeren Apfelstrudel, und auch Leo, die Burgkatze, war zu unserer Freude noch hier und stattete uns gleich einen Besuch ab.


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Abends ließen wir uns ein wie erwartet hervorragendes Dinner im hoteleigenen Restaurant „Leo’s at the Castle“ schmecken – mit Oryx und Springbock gab es unser erstes Game für diesen Urlaub. Dabei konnten wir die grandiose Aussicht über die glitzernden Lichter der Stadt genießen.
Teil 319. Okt. 2015
21.08.2015

Nach einer herrlich langen und erholsamen Nacht in den äußerst bequemen Betten gab es ein leckeres Frühstück auf der Terrasse, das wirklich keine Wünsche offen ließ. Sowohl das Essen als auch der hervorragende Service waren mit ein Grund, warum wir hier unbedingt wieder hin wollten.

Um 09:00 Uhr holte uns wie vereinbart ein Fahrer von Savanna ab und brachte uns zur Autovermietung. Die Formalitäten sowie die Einweisung waren rasch erledigt, und dann ging es mit unserem Bush Camper los zum Einkaufen: Lebensmittel bei SPAR, Alkohol im Bottle-Store, MTC-Guthaben für die Prepaidkarte, Weingläser und Tassen bei PEP und natürlich Fleisch zum Grillen bei Trans Kalahari Meat and Biltong Supply. Etwas enttäuscht waren wir, weil es aktuell kein Game gab, und so „mussten“ wir uns mit Rindfleisch und Boerewors zufrieden geben 😐 Dann noch schnell unser Gepäck auf der Heinitzburg abgeholt und endlich raus aus der Stadt, gen Norden.

Die B1 war seit unserem letzten Besuch trotz Baustelle nicht interessanter geworden, doch bald tauchten neben der Straße die ersten Warzenschweine auf, und schließlich erreichten wir die Abzweigung zum Waterberg. Kurz darauf wurden wir von einer netten Dame begrüßt und zu unserer Campsite Nr. 1 der Plateau Lodge geführt. Die Plätze sind sehr schön und geräumig, mit kleiner Boma, Sitzgelegenheit, Grill- und Feuerstelle, wenn auch relativ nah beieinander gelegen.

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Die nächsten zwei Stunden verbrachten wir damit, unsere Koffer auszupacken und unsere Habseligkeiten in den vielen Fächern des Fahrzeugs zu verstauen. Für diejenigen, die es interessiert - so sieht es im Dachzelt des Bush Campers aus:

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Als Belohnung genehmigten wir uns anschließend einen Gin-Tonic, bevor es dann endlich Zeit fürs Braai wurde. Zu leckerem Sirloin Steak gab es gegrilltes Gemüse und Tomatensalat.

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Da in Namibia aktuell noch Winterzeit herrschte und die Sonne bereits um 17:38 Uhr unterging, war es kurz darauf auch schon stockdunkel. Die Dusche fiel entsprechend kurz aus, da es etwas windig und damit recht kühl wurde. Wir konnten es selbst kaum glauben, aber wir lagen bereits um 19:20 Uhr in unseren Schlafsäcken und waren bereits kurz danach im Land der Träume 🙄
Teil 421. Okt. 2015
22.08.2015

Die Nacht in unserem Bushcamper war recht angenehm – auf jeden Fall um Welten besser als vor zwei Jahren im Dachzelt mit den Matratzen, die so dünn waren wie Gartenstuhlauflagen. Leider verschlimmerten sich jedoch Marcs Schulterschmerzen, mit denen er als Ballsportler zu Hause schon seit einiger Zeit zu kämpfen hatte.


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Pünktlich zum Sonnenaufgang waren wir wach und frühstückten Müsli, Kaffee und Brot. Gegen acht Uhr starteten wir zu einer der Wanderungen, die auf der Karte der Lodge eingezeichnet war – dem Dassie Trail. Über rotes Gestein und Sand ging es zunächst am Rande des Plateaus entlang, und immer wieder boten sich schöne Blicke auf den Waterberg und die Ebene.


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Das bin übrigens ich 😄


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Überall tolle Motive, und so knipste ich fröhlich drauf los. Dann plötzlich – was ist das? Meine fast neue Kamera ließ sich plötzlich nicht mehr einschalten! 😵 Nach einigem Rumprobieren brachte Marc sie zwar wieder zum Laufen, sie schaltete sich aber immer wieder von selbst aus. Ich bekam schon leichte Schnappatmung – welch furchtbarer Gedanke, dass bereits am zweiten Tag die Kamera schlapp macht… 😠 Irgendwann hatten wir den Batteriegriff in Verdacht, ja, insgeheim hoffte ich sogar, dass das Problem so leicht zu beheben wäre. Ich musste mich aber gedulden, bis wir wieder am Auto waren, da ich die Batteriefachabdeckung nicht dabei hatte.

Während wir unterwegs waren, begegneten uns auch die ersten Tiere: hinter einer Kurve stießen wir auf zwei überraschte Kudus, die mitten auf dem Weg Blätter von den Büschen zupften und dann schnell das Weite suchten; Klippschliefer saßen träge auf den Felsen in der Sonne und Paviane jagten unter uns dahin. Wir erweiterten die Tour noch um den Spaziergang zur Quelle und kehrten auf ein kühles Getränk in der Waterberg Wilderness Lodge ein. Wir waren gefühlt die einzigen Gäste, und als wir zahlen wollten, dauerte es ewig, bis wir jemanden gefunden hatten, der unser Geld haben wollte 😐


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Der Rückweg über den Andersson Trail zog sich ganz schön, und ich hegte den Verdacht, dass die Kilometerangaben für die Trails etwas geschönt sind 😈 Mittlerweile war es zwölf Uhr mittags und dementsprechend sehr heiß. An der Rezeption machten wir einen kurzen Stopp, um eine Nachricht nach Hause zu schicken, aber das WLAN funktionierte gerade nicht.

So sahen meine Füße nach der Wanderung aus - trotz geschlossenen Schuhen und Socken! 🤩


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Kurze Zeit später waren wir dann am Pool zu finden, wo wir uns die einzigen beiden Liegen schnappten und den Nachmittag mit lesen verbrachten – wir hatten unser Pensum für heute schon erfüllt.


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An der Campsite-Rezeption holten wir noch Oryx und Kudu fürs Braai, bevor wir direkt duschen gingen (wir wollten die Zeit nutzen, solange es noch hell und warm war). Bei Gin Tonic als Sundowner, leckerem Fleisch und einem schmackhaften südafrikanischen Weißwein saßen wir noch lange am Lagerfeuer – bis etwa 20:30 Uhr 😄


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Teil 524. Okt. 2015
Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, es sind noch ein paar an Bord - die Reise geht weiter! 😄

23.08.2015

Wieder weckte uns gegen 06:30 Uhr ein schöner Sonnenaufgang. Wir bereiteten ein schnelles Frühstück und packten zusammen, denn wir wollten zeitig los, die heutige Strecke ist weit. Zum Glück ging das mit dem Bushcamper echt fix.

Zunächst ging es zweieinhalb Stunden auf Pad durch trockene, recht eintönige Landschaft, bis wir die B8 und kurz darauf Grootfontein erreichten, wo wir tankten und unsere Vorräte bei Pick’n’Pay auffüllten. Dann fuhren wir weiter gen Norden Richtung Rundu. Bei Roy’s Restcamp wollten wir eine Pause einlegen und eine Kleinigkeit zu Mittag essen, doch obwohl weit und breit keine anderen Gäste in Sicht waren, wurden wir abgewiesen – wir hätten doch bitte vorbestellen sollen. Tja, wer nicht will… 😐 Also gab es nur ein kühles Getränk und Cracker mit Käse aus unserem Vorrat. Zumindest konnten wir aber noch das WLAN nutzen und haben liebe Grüße an die Daheimgebliebenen geschickt.

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Einige Zeit später passierten wir den Vet-Fence. Da wir von Süd nach Nord unterwegs waren, wurde aber lediglich Marcs Führerschein kontrolliert, bevor wir direkt durch gewunken wurden. Unser Tagesziel war die Campsite der Hakusembe River Lodge, und je weiter nördlich wir kamen, umso mehr veränderte sich die Umgebung. Die Landschaft öffnete sich, die allgegenwärtigen Farmzäune wichen kleinen Hütten, Siedlungen und Verkaufsständen. Die meisten Menschen sind gut gekleidet, schließlich ist heute Sonntag – mein persönliches Highlight war ein älterer Herr mit Weste und Plastron, beides in neonorange 🤩 Andauernd liefen Ziegen und Rinder auf und über die Straße, und einmal mussten wir für einen Waran anhalten, der es sich mitten auf der Fahrbahn gemütlich gemacht hatte.

An der Lodge wurden wir mit kühlem Eistee freundlich begrüßt, bevor wir unsere Campsite Nr. 2 bezogen. Die Plätze liegen direkt am Okavango, sehen kann man den Fluss aufgrund des dichten Bewuchses am Ufer jedoch leider nicht. Jeder Stellplatz hat ein eigenes, abschließbares Toilettenhäuschen.

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Ein kurzer Kaffee, und schon ging es los zu unserem Sundowner Boat Cruise. Mit an Bord waren eine schwäbische Familie sowie drei Ornithologen, mit denen wir uns nett unterhalten haben. Es gab Snacks und Champagner, wir sahen diverse Vögel, zwei kleine Krokodile und einen wunderschönen Sonnenuntergang.

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Zurück an der Campsite führten wir der Familie auf dem Nachbarplatz noch unseren Bushcamper vor, der für sichtliche Begeisterung sorgte. Dann kümmerten wir uns ums Abendessen – es gab heute gegrilltes Lamm mit Röstzwiebeln, Kürbissen und Süßkartoffeln, dazu einen Tomatensalat und wieder einen leckeren Weißwein. Nach dem Essen spielten wir noch einige Runden Kniffel, trotzdem lagen wir wieder um halb zehn in den Federn 😊
Teil 627. Okt. 2015
24.08.2015

Heute haben wir keinen Zeitdruck und können uns beim Frühstücken und Packen lange Zeit lassen. Marc versucht sich an Pfannkuchen, die leider etwas misslingen und eher wie angebranntes Rührei aussehen 🤢 Macht nichts, schmeckt trotzdem ganz gut, und eigentlich kann er auch gar nix dafür – der Boden der Pfanne ist leicht nach oben gewölbt, wodurch das Fett sich seitlich am Rand sammelt und der Teig in der Mitte anbrennt 😵

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An der Lodge zahlen wir unsere Rechnung und sitzen noch kurz auf der Terrasse, um das WLAN dort zu nutzen. Marc ruft kurz bei Savanna an, denn im Auto leuchtet seit gestern eine Warnlampe, die wir trotz Handbuch nicht identifizieren können. Laut dem Mechaniker ist lediglich der Sensor verschmutzt, wir sollen die Lampe ignorieren. Zwei weitere Probleme fallen uns auf: der Kühlschrank, der sich hinter dem Fahrersitz befindet, ist schlecht mit Expandern fixiert und rutscht während der Fahrt auf Schotterpisten hin und her; außerdem hat das Stromkabel einen Wackelkontakt, wir müssen ständig überprüfen, ob der Kühlschrank noch seinen Dienst tut. Beides wird sich bis zum Ende der Reise nicht ändern, wir werden es jedoch beim Fahrzeugvermieter reklamieren.

Dann geht es weiter in den Ost-Caprivi zur Nunda River Lodge. Die Fahrt ist wenig interessant, aber wir vertreiben uns die Zeit mit einem Eberhofer-Krimi als Hörbuch. Was uns während des gesamten Aufenthalts in der Sambesi-Region zum Nachdenken bringt und teilweise richtig bedrückt, ist die Tatsache, dass die Menschen hier in Hütten direkt an der Straße hausen, teilweise unter ärmlichsten Bedingungen – dann biegt man rechts oder links ab und ein paar Meter weiter erreicht man eine der Luxus-Lodges 😊 Die Schere zwischen Arm und Reich wird hier besonders deutlich, und man kann nur hoffen, dass die Bevölkerung tatsächlich mehr vom Tourismus profitiert, als sie es ohne ihn tun würde.

An unserem Ziel angekommen, stellen wir erst mal die Uhren eine Stunde vor. Die Lodge liegt sehr schön am Okavango, und auch unsere Campsite Nr. 3 befindet sich direkt am Flussufer, davor plantschen Nilpferde im Wasser (wir hoffen, dass sie dort auch bleiben 🤪 ). Das einzige, was das Bild etwas stört, ist die südafrikanische Wagenburg, die auf dem Platz nebenan aufgebaut und für diesen eigentlich viel zu groß ist. Entsprechend wurde direkt noch ein Teil von unserer Site inklusive Strom und Mülleimer in Beschlag genommen. Mal abwarten, wie laut das abends wird…

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Wir relaxen ein wenig am sehr ansprechenden Pool und genießen die Sonne. Am späten Nachmittag haben wir einen Boat Cruise gebucht, und pünktlich um 16:30 Uhr finden wir uns auf der Terrasse ein. Es sind schon einige Teilnehmer vor Ort – die Gruppe scheint also größer zu sein, und ich versuche gleich mal, den besten Platz zum Fotografieren auszumachen. Dann kommt unser Guide Timo und winkt Marc und mich zu sich – wir betreten als erste das große Boot und stellen fest, dass dahinter noch ein kleineres Boot für nur zwei Personen festgemacht ist. Wir bekommen tatsächlich einen Private Cruise! 🤩 Die anderen Wartenden gehören wohl alle zu einer Reisegruppe, die man uns nicht „zumuten“ wollte, und so werden wir separat gefahren 😉

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Zuerst kommen wir zu der Gruppe Hippos, die direkt vor unserem Campingplatz im Wasser liegt – unsere ersten Nilpferde, juhu! 🤪 Kurz darauf erreichen wir die Popa Falls – landschaftlich sehr schön, aber jetzt nicht soooooo spektakulär. Dann schippern wir weiter den Fluss entlang, sehen viele Vögel, Krokodile, noch mehr Nilpferde und genießen mit zwei Savanna den Sonnenuntergang. Nach eineinhalb Stunden sind wir wieder zurück – das war wirklich eine tolle Fahrt.

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Auf der Terrasse genehmigen wir uns noch einen Aperitif, denn wir haben heute auch das Dinner in der Lodge gebucht: Bohnensuppe als Vorspeise, Game Stir Fry und zum Abschluss einen süßen Obstkuchen. Heute ist es auch „schon“ halb zehn, als wir erschöpft ins Dachzelt steigen.
Teil 729. Okt. 2015
25.08.2015

Wir standen an diesem Tag mit dem Sonnenaufgang auf, kochten Kaffee und füllten ihn in eine Thermoskanne, so dass wir uns schnell auf den Weg in den Mahango Nationalpark machen konnten. Die südafrikanische Wagenburg war abends zwar ruhig gewesen, dafür war sie bereits ab fünf Uhr geschirrklappernd und Autotüren schlagend auf den Beinen, und noch vor uns mit Sack und Pack verschwunden 😠

Am Gate entrichteten wir unseren Eintritt, und bereits wenige Meter dahinter entdeckten wir eine Gruppe von vier Giraffen im schönsten Morgenlicht. Auch Impalas und Warzenschweine waren zuhauf unterwegs – wie habe ich das doch vermisst 😁

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Einige Meter neben dem Weg lag ein Nilpferd im Gebüsch, welches sich jedoch sofort aus dem Staub machte, als wir näher heran fuhren. Am Ufer des Kavango stellten wir das Auto ab und frühstückten erst mal gemütlich mit Blick auf die Flusslandschaft, wo eine kleine Herde Büffel umher streifte. Diese Ruhe dort und die friedliche Atmosphäre ließen uns langsam richtig ankommen.

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Anschließend ging die Runde weiter zum großen Baobab, wir erspähten süße Meerkatzen, Kudus und Gnus.

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Marc wollte noch die 20 Kilometer lange 4x4 Strecke zum Wasserloch Thingwerengwere fahren, die sich als schmale Tiefsandpiste mit dichtem Bewuchs rechts und links des Weges erwies – ganz schön abenteuerlich, aber es hat sich gelohnt! Gerade, als wir dort eintrafen, kamen zwei große Kuduherden zum Trinken ans Wasser, die eine kleine Gruppe Säbelantilopen ablösten.

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Eines meiner Lieblingsbilder 😎

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Auch wir fuhren nach einiger Zeit zurück Richtung Parktor und sahen unterwegs noch die ersten Zebras in diesem Urlaub 🤩 Zurück an unserer Campsite gab es einen kleinen Snack, den Nachmittag verbrachten wir lesend, dösend und badend am Pool.

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Den Sonnenuntergang wiederum konnten wir hervorragend direkt von unserer Campsite aus beobachten, während wir eine Runde nach der anderen kniffelten und ungefähr ebenso viele Gin Tonics dazu tranken 😗 Als es dunkel wurde, grillten wir unsere superleckere, würzige Boerewors mit Süßkartoffeln und spielten noch einige Zeit weiter. Etwas angeheitert kletterten wir gegen zehn Uhr ins Dachzelt 😄

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Teil 831. Okt. 2015
Hallo Lil,

willkommen auf unserer Reise 😄 Ich muss auch zugeben, dass ich den Reisebericht zum Teil deswegen schreibe, um meine eigenen Erinnerungen nochmal wach zu rufen 😎 So erlebt man den Urlaub quasi ein zweites Mal...

So, jetzt geht's auch schon weiter, heute mit etwas weniger Fotos:

26.08.2015

Heute dösten wir ein wenig länger, wir hatten nicht viel vor. Im morgendlichen Sonnenschein frühstückten wir mit Blick auf den Okavango, spülten das schmutzige Geschirr und beluden unser Fahrzeug. Dann checkten wir noch kurz unsere Mails und verabschiedeten uns von Nunda. Eine sehr schöne Lodge mit tollen Campsites (zumindest die am Ufer), hier haben wir uns richtig wohl gefühlt.

Weiter ging es auf der B8 gen Osten, aber bereits kurz hinter Divundu machten wir einen Abstecher in den Buffalo Nationalpark. Eine freundliche und motivierte Mitarbeiterin (*Ironiemodus aus* 😗 ) kassierte den Eintritt, und schon kurz hinter dem Gate empfing uns eine Elefantenherde, die vor uns die Straße überquerte.

In einem kurzen Einschub möchte ich an dieser Stelle den Titel meines Reiseberichts erklären. Dies sollten die ersten von unglaublich vielen Elefanten auf dieser Reise werden – das Highlight war definitiv eine über 200 Tiere zählende Herde. Wenn wir auf manchen Ausfahrten sonst auch kaum andere Tiere sahen – ein oder zwei Elefanten waren immer dabei. Ich fand das wunderbar, ich liebe Elefanten, von Marc kam am Ende meist nur noch ein leicht genervtes „Muss ich jetzt schon wieder anhalten?“ 🤩 Aber hier waren wir ja noch am Anfang, dies waren unsere ersten auf dieser Reise und wir blieben einige Zeit stehen und beobachteten die Familie der Dickhäuter.

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Danach ging es runter zum Flussufer und immer am selbigen entlang durch die wunderschöne, grüne und fruchtbare Landschaft. Wir sahen einige Vögel, Antilopen und Büffel.

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Gegen 13:00 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Kongola, zur Mavunje Campsite von Dan. Dank Navi war die Einfahrt schnell gefunden, und nach dreimaligem Hupen, wie auf dem Schild geschrieben stand, kam eine Mitarbeitern, die leider kaum Englisch sprach. Sie sagte mehrmals „Campsite 4“ und wies in die Richtung, aus der wir gekommen waren. Seltsam, dort war gar keine Campsite angeschrieben gewesen… 😵 Wir fragten, ob wir Dan sprechen könnten, was sie jedoch nicht verstand. Irgendwann drehten wir leicht genervt um und fuhren zurück – es gab auf der ganzen Zufahrt nur eine Abzweigung, dort wollten wir unser Glück versuchen. Und siehe da, irgendwann standen wir vor einem Platz mitten im Busch. Wir waren etwas enttäuscht, da dieser nicht wie erwartet am Flussufer lag, sondern umgeben war von dichtem, undurchdringlichem Gestrüpp. Aber gut, wir hatten ja für den nächsten Tag eine ganztägige Bootstour gebucht, da würden wir noch genug Wasser zu sehen bekommen. Gleichzeitig war uns etwas mulmig, weil wir keinerlei Orientierung hatten und weit und breit niemand zu sehen war 😐 Wie durch Zauberhand tauchte jedoch plötzlich wieder die Mitarbeiterin auf und feuerte den Donkey an. Die Ausstattung der Campsite ließ keine Wünsche offen, und wir machten es uns mit einer Tasse Kaffee gemütlich.

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Als es langsam dunkel wurde, waren wir mehr und mehr verunsichert, ob wir heute noch Infos zu unserer Bootstour bekommen würden. Zumindest die Startzeit wäre ja ganz schön zu wissen, also wählte ich die Telefonnummer, die auf dem Schild an der Einfahrt angegeben war. Die Verbindung war schlecht und das Englisch des Mitarbeiters wiederum nicht sonderlich gut, nach einigem Hin und Her hatten wir aber Dan am Telefon, der uns versprach, „in a few minutes“ vorbei zu kommen. Aus den paar Minuten wurde nach typisch englischer Manier eine Stunde 😈 Als er dann da war, informierte er uns, dass die Tour um 10:15 Uhr starten würde, und dass nachts Elefanten, Hippos und seit zwei Wochen auch ein junger Leopard in der Gegend seien – außerdem tobten Buschbrände in der Gegend, was wir schon fast vermutet hatten, da das Prasseln des Feuers doch über einige Entfernung hinweg zu hören war. Sehr beruhigend, das alles… 🙄

Anschließend gab es das Grillpaket, das wir in Nunda noch mitgenommen hatten, mit Lamm-, Rind- und Schweinefleisch sowie Boerewors. Vor dem Schlafengehen wollten wir noch kurz duschen, also ausziehen und ab unter die Brause – doch aus dem Hahn kam nichts! 😮 Das Wasser war alle, und zwar nicht nur das warme, sondern wirklich alles. Dabei hatte Dan bei seiner Stippvisite extra noch nachgeschaut, ob Wasser da war. Na gut, also Katzenwäsche am Wassertank unseres Autos, und direkt ab in die Federn, umgeben lediglich von Hippogegrunze und anderen Lauten des Buschs, die wir nicht immer identifizieren konnten. Schon etwas spooky, auch wenn der angekündigte nächtliche Tierbesuch ausblieb.
Teil 902. Nov. 2015
Achtung, Elefanten-Bilderflut 😊 🤪

27.08.2015

Kurz nach dem Aufstehen kamen schon William und die zwei Mädls vorbei, um den Donkey anzuheizen und nach dem Rechten zu sehen. Dank der Pumpe, die eilig herbei geschafft wurde, hatten wir auch schnell wieder Wasser. Wir frühstückten gemütlich und machten uns dann auf den Weg vor zum Fluss. Das Boot stand schon bereit und wurde noch fix beladen, dann konnte es auch schon los gehen.

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Mit von der Partie waren neben Dan selbst noch Anette und Rainer aus Windhoek sowie Olivier, ein Tourguide aus Kasane. Die Vier kannten sich anscheinend schon länger und waren bereits mehrfach zusammen unterwegs gewesen. Wir hatten also sogar vier fachkundige Einheimische dabei, die viel über das Leben in Namibia, den Naturschutz und die Tierwelt im Allgemeinen zu berichten hatten.

Der Wasserstand des Mashi River war in diesem Jahr so niedrig, dass wir während der Zufahrt zum Hauptkanal zweimal aussteigen und ein Stück zu Fuß weiter laufen mussten, während Dan mit Rainer und Olivier das Boot durchs niedrige Wasser zog. Was für eine Knochenarbeit, vor allem, da wir abends ja auch wieder zurück mussten 😵 Dan meinte, wenn sich an der Situation nichts änderte, würden sie zukünftig das Boot im Hauptkanal lassen und die Gäste mit dem Auto dorthin fahren müssen.

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Dann ging es los, immer weiter durch die vielen verzweigten Kanäle und Seitenarme des Flusses. Ich war bereits nach fünf Minuten vollkommen orientierungslos, aber Dan kennt das Gebiet wie seine Westentasche. Ständig wies er uns auf große und kleine Tiere hin, und von den Vögeln kannte er meist sogar die deutsche Bezeichnung (wobei ich sie trotzdem direkt wieder vergessen habe 😊 ). Nilpferde erahnte er meist schon, bevor sie überhaupt auftauchten.

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Mittags landeten wir an einer Insel an und bauten unter einem Leberwurstbaum ein Picknick auf – natürlich hatten wir uns vorher vergewissert, dass keine der schweren Früchte mehr am Baum hingen. Dazu gab es Wein und Mandarinen aus Anettes und Rainers Garten – lecker!

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Dan plauderte ein wenig aus dem Nähkästchen über die Eigenarten von Gästen aus verschiedenen Ländern und meinte, deutsche Gäste würden sich am öftesten beschweren über Sachen, die er nicht ändern könnte, wie zum Beispiel Elefantenhinterlassenschaften am Boden in der Nähe des Picknickplatzes. Das Ganze käme dann in Form von langen E-Mails mit ausführlicher Beschreibung inklusive Bebilderung 🤩 Wir witzelten, da hätten wir ja auch schon einen Punkt für unsere Beschwerdeliste: das fehlende Wasser am Vorabend. Das war ihm auch sichtlich unangenehm und er versprach uns für den heutigen Abend eine lange und heiße Dusche. Das sollte noch zum Running Gag werden… 😉

Nach dem Lunch ging es weiter durch die tolle Landschaft und die vielfältige Tierwelt.

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Am späten Nachmittag bei bestem Fotolicht sichteten wir eine riesige Elefantenherde, die sich gerade anschickte, den Fluss zu durchqueren. Dann schätzte sie auf 150-200 Tiere. Er manövrierte das Boot geschickt hin und her, bis wir am Ende mitten zwischen den Tieren waren. Ein Gänsehauterlebnis, wie wir da ganz still zwischen den zum Greifen nahen Riesen dahin dümpelten.

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Nach scheinbar ewig langer Zeit hatten die Elis sich schließlich verzogen, und wir legten für den Sundowner auf einer schönen Insel an.

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Erst bei Dunkelheit kehrten wir zurück und wurden von Dan noch zu unserer Campsite gefahren. Er wünschte uns noch viel Spaß beim Duschen, und wir machten uns an die Zubereitung unseres Abendessens. Die Wartezeit vertrieben wir uns mit einer Runde Kniffel, als wir plötzlich ein lautes Knacken hörten, das wir aber zunächst nicht identifizieren konnten. Etwa eine Minute später gab es ein lautes Getöse und Gekrache, das uns fast zu Tode erschreckte: der Wassertank, der ja seit dem Morgen voll gefüllt war, hatte durch das Gewicht sein Gerüst zum Einsturz gebracht und ca. 1000 Liter Wasser ergossen sich über den Boden 🙄 Zum Glück stand die Konstruktion etwas abseits, das hätte böse ausgehen können, wäre jemand in der Nähe gewesen.

Wir riefen Dan an und informierten ihn – er dachte tatsächlich, wir würden ihn veräppeln und kam direkt mit Olivier angefahren, um entsetzt festzustellen, dass dem nicht so war 😣 Er entschuldigte sich mehrfach und bot uns an, dass wir gerne vorne bei ihm duschen könnten, was wir aber dankend ablehnten. Zum einen war das Fleisch gerade fertig, zum anderen hatten wir noch genug Wasser im Tank des Autos. Nach dem Essen und einer erneuten Katzenwäsche kletterten wir nach diesem ereignisreichen Tag ins Bett.
Teil 1004. Nov. 2015
28.08.2015

Kurz nachdem wir gefrühstückt hatten, kam Dan wieder angefahren, um den Schaden bei Tageslicht zu begutachten und nachzuschauen, was repariert werden musste.

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Dummerweise musste er einen neuen Wassertank besorgen, dieser war jedoch nur in Katima Mulilo erhältlich und sollte erst am Folgetag eintreffen 🙄 Unsere Campsite war aber bereits am gleichen Abend wieder gebucht, was ihm ordentlich Kopfzerbrechen bereitete 😵 Wir wünschten ihm alles Gute, verabschiedeten uns von allen und machten uns auf den Weg nach Kasane.

In Katima Mulilo tankten wir und stockten unsere Alkoholvorräte bei Pick’n’Pay auf. Dann mussten auch wir uns der langwierigen Prozedur des Grenzübertritts stellen. Nach gefühlten 1000 Eintragungen in Registrierungslisten, mehreren Bädern in Desinfektionslösung und der Zahlung verschiedener Gebühren durften wir letztendlich tatsächlich nach Botswana einreisen.
Bereits auf der Transitstrecke durch den Chobe bis Kasane sahen wir eine kleine Herde Elefanten, Strauße und Marabus.

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Nach Ankunft in der Kubu Lodge führte uns unser erster Weg – richtig, unter die Dusche 🤩 Welch herrliches Gefühl, wieder richtig sauber zu sein. Unser kleines Chalet lag direkt in unterster Reihe am Flussufer und war sehr ansprechend eingerichtet. Den Nachmittag verbrachten wir mit Lesen, Fotografieren und Reisetagebuch schreiben am Pool. Dieser war leider etwas enttäuschend, da er offenbar schon länger nicht mehr gereinigt worden war. In der Anlage tummelten sich zahme Antilopen, Warzenschweine und viele Vögel.

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Das Abendessen wurde auf der schön eingedeckten Terrasse serviert, der Service war sehr gut und auch der Wein mundete uns hervorragend. Zur Vorspeise gab es ein Kräutersoufflée oder wahlweise eine Karotten-Orangen-Suppe, zum Hauptgang Pounded Beef mit Maisgries und Bohnengemüse, als Nachtisch Cheesecake und Apple Crumble. Satt und zufrieden fielen wir danach in die äußerst bequemen Betten. Vor allem Marc mit seiner mittlerweile arg schmerzenden Schulter freute sich über die gut gepolsterten Matratzen und konnte endlich mal wieder richtig gut schlafen.
Teil 1105. Nov. 2015
29.08.2015

Heute mussten wir früh raus, da uns bereits um 07:30 Uhr unser Fahrer zu den Victoria Falls in Zimbabwe abholen sollte. In einem Kleinbus wurden wir zur Grenze gebracht, wo uns Noah, unser Fahrer, durch das Prozedere lotste: Ausreise aus Botswana, Einreise nach Zimbabwe, Gebühren fürs Visum entrichten. Wir waren eine bunt gemischte Truppe: neben uns waren eine französisches und ein spanisches Pärchen dabei, zwei tschechische Jungs und eine Holländerin, sowie eine Bekannte von Noah.

Bereits um 09:00 Uhr standen wir vor dem Victoria Falls National Park. Auf die Frage, wann wir denn zurück fahren möchten, antwortete die Holländerin, sie wolle unbedingt so lange wie möglich im Park bleiben. Noah bot schließlich 17:00 Uhr als spätest mögliche Zeit an, da die Grenze um 20:00 Uhr schließt und er kein Risiko eingehen wollte. Wir anderen stimmten notgedrungen zu, wussten wir ja nicht so genau, was uns erwarten würde 😵

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Zunächst liefen wir sämtliche Aussichtspunkte an den Fällen ab.

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Trotz Niedrigwasser war die schiere Dimension der Wasserfälle beeindruckend, und das ein oder andere Mal wurden wir sogar leicht von der Gischt befeuchtet. Bei 35°C war das aber ganz angenehm 😎

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An einem gemütlichen Platz im Schatten picknickten wir mit den Resten unseres Frühstückspakets und trafen dort auf eine südafrikanische Familie, die wir heute Morgen und auch bereits am Vortag jeweils an der Grenze getroffen hatten. Auf die Frage, was sie heute noch vorhätten, antworteten sie: „Going back to Chobe for game-drive“. Marc fragte mich leicht verwirrt „Which Toby?!?“ 😄

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Nun war es also mittags und wir hatten den gesamten Park bereits einmal abgelaufen. Wir hatten ja zumindest für den Nachmittag noch unseren Helikopter-Rundflug geplant, aber was die Holländerin noch so lange bei den Fällen machen wollte, blieb uns ein Rätsel. Wir genehmigten uns noch zwei Savanna, bevor Noah uns zum Shearwater Office in der Stadt fuhr, wo wir zu unserem „Flight of Angels“ erwartet wurden.

Nach einer kurzen Einweisung am Flugfeld ging es auch schon los: zu viert stiegen wir in den Hubschrauber und starteten Richtung Vic Falls.

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Der Pilot flog mehrere Schleifen über den Fällen, und von keinem anderen Ort aus sieht man so eindrucksvoll, wie die Wassermassen des Zambezi sich in die Tiefe stürzen und in der schmalen Schlucht verschwinden, die sich dahinter im Zickzack durch die Landschaft windet.

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Ein wirklich lohnenswertes Erlebnis, wenn auch mit 150 USD pro Person kein Schnäppchen. Nach dem Flug konnte man optional ein Video und/ oder Fotos auf CD kaufen (was ich auch tat 😗 ).

Zurück am Shearwater Office tauchte kurze Zeit später Noah auf und brachte uns zu einer kleine Bar, da wir mittlerweile recht hungrig und durstig waren. Dort trafen wir auf die Franzosen und Tschechen, tranken ein paar Savanna und tauschten lustige Reisegeschichten aus. Gegen 17:00 Uhr hatte Noah auch den Rest der Truppe eingesammelt, und auch das Geheimnis der Holländerin wurde gelüftet: sie hatte einen Bungee-Sprung von der Brücke über den Zambezi gewagt. Letztendlich hatten wir uns ja auch alle gut amüsiert, und so machten wir uns auf den Rückweg.

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Die Grenzformalitäten waren rasch erledigt, ein Besuch der Public Toilet dort ist aber nicht empfehlenswert… 🤢 Zurück in der Lodge machten wir uns frisch und nahmen dann wieder das Dinner auf der Terrasse ein: frittierte Garnelen wurden gefolgt von Rindersteak und Pannacotta bzw. Malva Pudding. Sehr lecker! Wir schickten noch kurz Grüße nach Hause, bevor sich auch dieser Tag dem Ende zuneigte.
Teil 1209. Nov. 2015
30.08.2015

Heute schliefen wir mal aus – gegen 08:15 Uhr waren wir beim Frühstück, schienen aber trotzdem mit die ersten Gäste zu sein, da die meisten anderen Tische noch unbenutzt waren. Anschließend fuhren wir nach Kasane, um bei Spar die Vorräte für die kommenden fünf Tage in den Nationalparks aufzufüllen. Ein Kilo Rinderfilet kostet hier knapp 10 Euro – unglaublich 🤩

Gegenüber an der Shell-Tankstelle machten wir unseren Tank nochmal voll und wollten unsere letzten US-Dollar loswerden. Laut der Kassiererin wären 173 Pula umgerechnet 28 US-Dollar, wir hatten aber nur noch 21 Dollar, mal abgesehen davon, dass der Kurs echt bescheiden war 🤨 Die Kassiererin rechnete folgendes: 28-21=7. Wir zahlten also noch 7 Pula on top, alles klar… 🙄

Bis zum Nachmittag lagen wir faul am Pool und relaxten, bevor wir um 15:00 Uhr zum abendlichen Boat Cruise an der Chobe Riverfront abgeholt wurden. Insgesamt waren so viele Teilnehmer angemeldet, dass wir zwei Boote füllten.

Der Tierreichtum der Chobe Riverfront war beeindruckend, zugleich stieg aber natürlich auch Touristenaufkommen. Man musste wirklich aufpassen, dass man nicht auf jedem Foto ein Boot im Hintergrund hatte 😗 Auf Sedudu Island tummelten sich große Herden Elefanten und Büffel, und die verschiedensten Vogelarten waren überall zu sehen.

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Krokodile lagen an den Ufern, Nilpferde dümpelten im Wasser vor sich hin, das Savanna war gut gekühlt, was will man mehr? 😎 Die Tiere ließen sich von uns auch nicht stören, überall kam man ganz nahe heran. Wie Marc so schön sagte: „Das ist ja hier der reinste Zoo!“

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Bilderrätsel: Finde das Tier 😄
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Highlight am Ende war neben dem traumhaften Sonnenuntergang die Wasserdurchquerung zweier Elefantenbullen (eine außergewöhnliche Spezies mit fünf Beinen 🤪 ). Eine sehr schöne Bootsfahrt, zwar etwas touristisch, aber trotzdem ein absolutes Muss!

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Später beim Abendessen wartete eine Überraschung auf uns: unser Tisch war heute nicht im Restaurant, sondern ganz romantisch in der Boma gedeckt, abseits von den anderen Gästen, mit Lagerfeuer und Blüten auf dem Tisch.

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Laut Sharon, der Managerin, sollten wir die Kubu Lodge in bester Erinnerung behalten – das ist überhaupt kein Problem, hätten wir sowieso getan 😘 Das Essen war wieder sehr schmackhaft: Butternut-Suppe vor Beef-Curry und als Dessert Profiteroles und einen Pekannuss-Kuchen. Wir saßen noch lange mit einem leckeren Wein zusammen und ließen die vergangenen Tage Revue passieren, bevor es zum letzten Mal in die bequemen Betten ging.
Teil 1311. Nov. 2015
Hallo zusammen,

es freut mich, dass ich bei einigen positive Erinnerungen an eigene vergangene Reise wecken konnte - und natürlich freuen mich auch eure Kommentare und die Danke-Drücker! 😘 Das motiviert den Reiseberichtschreiber immer sehr - darum geht's jetzt auch direkt weiter mit dem

31.08.2015

Noch vor dem Frühstück packten wir zusammen, wir hatten heute eine lange Strecke vor uns. Ein netter Mitarbeiter der Lodge füllte unseren Wassertank wieder auf und ein paar Bündel Feuerholz wanderten noch ins Auto, dann ging es los zur Riverfront.
Und so viele Tiere sich dort am Vorabend getummelt hatten, so wenige schienen heute Morgen unterwegs zu sein 😕 Bis Serondela sahen wir nur Paviane, ein paar Erdhörnchen und Vögel.

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Kurz danach passierten wir dann aber eine unglaublich große Büffelherde, die rechts und links der Straße dahin zog. Über Minuten hinweg wurden es immer mehr, und selbst bei der Weiterfahrt trafen wir immer wieder Tiere, die in die gleiche Richtung wanderten. Auch ein paar Giraffen und Zebras ließen sich noch blicken, ansonsten blieb unsere Ausbeute bis kurz vor Savuti mager.

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Bei Kachikau ließen wir etwas Luft aus den Reifen, um für die teilweise recht tiefsandigen Passagen gerüstet zu sein – Marc meisterte diese allerdings problemlos. Die öde Strecke wurde mal wieder von den Geschichten um Franz Eberhofer versüßt, bis sich kurz vor Savuti die Landschaft etwas öffnete und einige Elefanten, Zebras und Antilopen umher zogen.

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Gegen 15:00 Uhr, bei 38°C, bezogen wir unsere Campsite „Paradise“ – sie ist zwar ein Stück von den Ablutions entfernt, hat aber eine schöne Lage am leider trockenen Savuti Channel. Wir richteten uns gemütlich ein und hatten uns gerade in den Schatten eines Baumes verzogen, als es hinter uns im Gebüsch knackt – ein einzelner Elefantenbulle hatte sich genau unseren Baum zum Fressen ausgesucht 🤩 Wir brachten schnell etwas Abstand zwischen uns und das Tier, das aus der Nähe betrachtet noch größer wirkte, und beobachteten, wie es sich langsam zur Nachbarcampsite vorfraß. Das fing ja schon mal gut an!

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Während wir eine Runde kniffelten, schauten wir dem regen Treiben der Fuchsmangusten, Tokos und Perlhühner zu, Antilopen springen vorbei – hier muss man eigentlich gar nicht mehr wegfahren! Wir drehten auch nur noch eine kurze Runde um den Leopard Rock, die allerdings nicht sehr ergiebig war.

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Darf ich vorstellen: Herr Toko, der uns hier einige Stunden Gesellschaft leistete... 🤪
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Kurz bevor es dunkel wurde, duschten wir, bereiteten alles für die Nacht vor und kümmerten uns um das Abendessen. Es gab Boerewors mit gegrilltem Fetagemüse und dazu einen guten Weißwein. Wirklich in der Wildnis fühlte man sich hier aber nicht – ständig fuhren Autos zum Ablution-Block und wieder zurück, und unsere Nachbarn waren auch nicht wirklich weit entfernt.
Nach einer weiteren Kniffelrunde ging es hoch ins Dachzelt. Nachts bekamen wir Besuch von zwei Hyänen, die nach Essensresten suchend unsere Campsite überquerten – nachdem aber nichts zu finden war, sind sie schnell wieder verschwunden.
Teil 1413. Nov. 2015
01.09.2015

Ich hatte in dieser Nacht gut geschlafen – fast etwas zu gut, denn als wir nach dem Frühstück zu einem morgendlichen Game-Drive aufbrachen, war es bereits halb neun 😐 Die Ausbeute war wieder eher mickrig: Am Leopard Rock begegneten uns ein paar Giraffen, Kudus und Impalas sowie Tsessebe-Antilopen, bei der Marabou-Pan fanden wir eine kleine Elefantenherde, bei der sich schon einige Lodge-Fahrzeuge befanden. Auch der Rückweg übers Rhino Vlei ergab keine weiteren nennenswerten Sichtungen – irgendwie hatten wir uns Savuti spektakulärer vorgestellt 😊

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Mittags waren wir zurück im Camp, machten Brotzeit und vertrieben uns den frühen Nachmittag im Schatten der Markise unseres Bush Campers mit lesen, spielen und schreiben. Die Markise ist übrigens eine tolle Konstruktion, in weniger als einer Minute aufgebaut und genauso schnell wieder eingeklappt.

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Beim nachmittäglichen Game-Drive änderten wir dann unsere Taktik: Wir hielten uns hauptsächlich im trockenen Flussbett des Savuti Channel auf und starrten jedes Tier, das uns begegnete, so lange an, bis es sich genötigt sah, irgendwas zu tun 🤪 So sahen wir eine Impala-Herde, in der sich nach einiger Zeit zwei Böcke einen Kampf lieferten, und zwei Warzenschweine, die anfingen sich im Schlamm zu suhlen. Bei zwei Giraffen war die Taktik aber leider erfolglos – sie standen einfach nur da und starrten in die Ferne… Auf welche Sichtung die wohl warteten? 😗

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Laut der Sichtungstafel am Gate waren wir aber nicht die Einzigen, die heute Pech hatten – keine einzige Löwen- oder Leopardensichtung wurde gemeldet, und die angeblichen Wild Dogs am Bushman Painting Hill konnten wir trotz mehrfacher Umrundung partout nicht finden. Also zurück ins Camp zum Duschen und für den Sundowner. Savuti schien uns nicht wohlgesonnen zu sein, aber vielleicht würden wir ja morgen früh noch ein paar Tiere sehen...
Teil 1515. Nov. 2015
02.09.2015 – Der Glückstag

Heute standen wir wieder mit dem Sonnenaufgang auf. Die Nacht war spannend gewesen: eine komplette Büffelherde zog über unsere Campsite, und offenbar war auch ein Rudel Löwen in der Nähe, welches einen der Büffel verletzt hatte, aber nicht erlegen konnte. Unsere südafrikanischen Nachbarn hatten die Löwen an einem Wasserloch in der Nähe beobachtet, – klar, die hatten am Vorabend ja auch noch zwei Leoparden mit Baby bei der Marabou-Pan gesehen 😠 – also nichts wie hin. Doch so viele Schleifen wir in dem Gebiet auch drehten, mehr als eine Herde Gnus und Elefanten konnten wir nicht entdecken. Die Löwen waren wohl im uneinsichtigen Busch verschwunden 🙁

Zu allem Unglück zerbrach beim Einpacken auch noch eines unserer zwei Weingläser, die wir extra in Windhoek gekauft hatten, um nicht aus den Alu-Campingbechern trinken zu müssen. Die Ranger in Savuti empfahlen uns, für den Weg nach Süden die Sandridge Road zu wählen, da die Marsh Road aktuell in sehr schlechtem Zustand sei und man kaum vorankäme. Eine recht langweilige Strecke ohne nennenswerte Tiersichtungen, erst hinter dem Mababe Gate trafen wir auf Elefanten, Giraffen, Strauße und Zebras.

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Kurz darauf erreichten wir den Khwai und die breite Transit-Straße endete plötzlich im Wasser, an dieser Stelle auch eindeutig zu breit und tief, um zu queren. Also fuhren wir weiter, ein Stückchen links am Fluss entlang. Die nächste Möglichkeit sah vielversprechender aus, recht schmal und es führten auch schon frische Fahrspuren hinein und auf der anderen Seite wieder hinaus. Und nun unterlief uns der älteste aller Anfängerfehler: Ohne vorher einmal durchzuwaten und diese laienhafte Einschätzung zu bestätigen, fuhren wir los 🙄

Nach wenigen Metern befand sich eine Stufe im Flussbett, das Auto sackte ein gutes Stück nach vorne ab und wir steckten fest, das Auto wollte sich weder vor noch zurück bewegen. Sofort begann sich der Fußraum mit Wasser zu füllen. Vor meinem inneren Auge sah ich uns schon am Ufer sitzen, das Auto abgesoffen, ohne Papiere, Gepäck etc. Kurz gesagt: Panik! 🤢 Zum Glück reagierte mein wie immer logisch denkender Mann besonnener, drückte mir den Rucksack mit Papieren, Kamera und sonstigen Wertsachen in die Hand und schickte mich zurück ans Ufer. Das Wasser reicht bis über den Bauchnabel, und ich wollte gar nicht daran denken, was da in der Tiefe so alles um mich rum schwamm…

Marc durchwatete nun doch den Fluss und wir stellten fest, dass wir bereits am tiefsten Punkt angelangt waren. Also Untersetzung rein und sachte vorwärts – zum Glück lief der Motor noch, und durch den Rüssel war unser Luftfilter nicht vollgelaufen. Und nun fing der Tag an, unser Glückstag zu werden – es gelang nämlich tatsächlich, der Bush Camper erreichte unbeschadet das andere Ufer 🤩 Aus allen Türen ergoss sich das Wasser nach draußen, doch nach einem kurzen Wagencheck stellten wir fest, dass abgesehen vom feuchten Fußraum und den nassen Vordersitzen alles in Ordnung war.

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So kamen wir kurz darauf nass bis zum Bauchnabel mit tropfendem Auto am North Gate an und wurden mit den Worten begrüßt: „Ah, you crossed the river!“ Äh ja, offensichtlich… 😗 Wir hätten wohl besser die dritte Durchfahrt wählen sollen, die wäre angeblich flacher gewesen. Hinterher ist man immer schlauer…

Auf unserer Campsite MK3 direkt am Fluss angekommen, wurde erst mal alles getrocknet, und wir gönnten uns einen Nachmittagssnack im Schatten. Das zweite Weinglas hatte die holprige Anfahrt über die Sandridge Road und unsere Wasserdurchfahrt leider auch nicht überstanden, Wein gab es zukünftig somit aus den Kaffeetassen 🙄 Kurz darauf kam ein einzelner Elefant am Ufer des Flusses und somit direkt an unserer Campsite vorbei. Wir beobachteten ihn wachsam, er nahm aber keinerlei Notiz von uns.

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Gegen 16:00 Uhr brachen wir zum nachmittäglichen Game-Drive auf und was soll man sagen: wir waren im Paradies! 😄 Weite Grassavanne am Ufer des Khwai schmeichelte dem Auge, und mittendrin große Herden Elefanten, Zebras, Impalas und Wasserböcke.

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Marc nahm im Augenwinkel eine Bewegung wahr, und ein Blick ins Fernglas bestätigte seine Vermutung: ein Löwe schlich am Waldrand umher. Wie hatte er den nur gesehen? 😐 Also nichts wie hin.

Ein Fahrzeug der Khwai Lodge folgte uns und wir zeigten dem Guide die Stelle, an der die Löwin mittlerweile im hohen Gras lag – er wäre doch glatt vorbei gefahren und hätte womöglich noch unsere Sichtung vertrieben 😮

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Ein zweiter Löwe versteckte sich etwas entfernt im Wald. Der Guide gab uns im Gegenzug den Tipp, dass unter einem Baum in der Nähe ein Rudel Wildhunde liegen würde. Da die Löwen keine Anstalten machten, sich zu bewegen, fuhren wir nach einiger Zeit dort hin und siehe da – da lag das ganze Rudel faul im Schatten, keine 10 Meter von uns entfernt.

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Wir beobachteten sie eine ganze Weile, bis wir feststellten, dass „unsere“ Löwin direkt auf uns zukam.

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Und auch am Wald tat sich was: nicht nur ein Löwe, sondern weitere zwei Löwinnen lagen nun direkt am Weg und beobachteten aufmerksam, wie sich ihr Kumpel langsam an die Wildhunde anschlich.

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Erst als diese die Jagd eröffnete, setzten sie sich ebenfalls in Bewegung. Beute haben sie jedoch keine gemacht, die Wild Dogs waren einfach zu schnell. Am Ende lagen sie zu Viert im Schatten des Baumes, wo vorher die Hunde gelegen hatten.

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Wir drehten noch eine kleine Runde, kehrten dann aber aufgrund der fortgeschrittenen Zeit an die Campsite zurück und kümmerten uns um Lagerfeuer, Sundowner und das Fleisch (Rind, leider sehr zäh). Ein paar Meter weiter plantschte den ganzen Abend ein Hippo lautstark im Fluss, und Paviane sprangen in den Bäumen umher und veranstalteten einen Riesen-Radau.

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Irgendwann nachts wurde einer von Marcs Flip-Flops geklaut, die er draußen hatte stehen lassen, und ward nie mehr gefunden. Aber gut, für einen Tag hatten wir ja wirklich genug Glück gehabt… 😎
Teil 1618. Nov. 2015
03.09.2015

Nach dem Frühstück, während ich im Waschhaus war, wies unsere Platznachbarin Marc darauf hin, dass ein Pavian in seinem Rücken etwas Rotes aus dem seitlichen Küchenfach geklaut hätte 🤩 Nach gemeinsamer Sichtung und einigem Überlegen fiel der Groschen: unsere rote Kaffeedose war weg! 😠 Marc ging auf die Suche und kam tatsächlich nach kurzer Zeit mit der Dose inklusive Inhalt zurück – war wohl nicht ganz der Geschmack der Paviane 😎

Wir drehten noch eine kleine Runde am Ort des Geschehens von gestern Abend, konnten aber weder die Löwen noch die Wildhunde entdecken, also machten wir uns auf den Weg nach Third Bridge. Eine wirklich schöne Ecke waren die Dombo Hippo Pools, wo man von einem kleinen Hide aus den Nilpferden beim Plantschen zugucken konnte. Dort trafen wir eine deutsche Familie, mit der wir später gemeinsam eine Wasserdurchfahrt meistern – natürlich nicht ohne vorheriges Prüfen der Wassertiefe über die gesamte Breite und auf beiden Spurrillen 😎

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Die neue Fourth Bridge war gesperrt, man konnte nur die alte nutzen, und auch die Third Bridge sah schlimmer aus, als sie tatsächlich war. Unsere wunderschöne Campsite Nr. 1 lag am Rand direkt am Fluss und in der Nähe der Ablutions. Hier gönnten wir uns erstmal eine Pause und relaxten den Nachmittag über.

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Später wollten wir die Runde um die Halbinsel Mboma Island fahren, laut Reiseführer sollte es hier viele Raubkatzen geben. Um es kurz zu machen: Außer ein paar Giraffen und einem einsamen Elefant sahen wir quasi nichts, landschaftlich war es aber wirklich toll dort.

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So kehrten wir kurz vorm Sonnenuntergang zurück ins Camp und grillten an diesem Abend ein leckeres Rinderfilet mit Gemüse, dazu gab’s den letzten Gin Tonic (1 Liter Gin auf 2,5 Wochen, Halleluja! 🙄 ) und einen guten Sauvignon Blanc. Auch der Sternenhimmel war in dieser Nacht grandios, und wir saßen noch recht lange draußen und staunten über dieses unvergleichliche Spektakel.
Teil 1720. Nov. 2015
04.09.2015

Heute Morgen war es bewölkt, windig und ziemlich frisch, daher haben wir das Frühstück stehend am Auto eingenommen. Bevor wir uns auf den Weg zum Southgate machten, fuhren wir noch zwei Wasserlöcher auf Mboma Island an, außer Giraffen, drei scheuen Impalas und vielen Vögeln war dort aber wenig los.

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Wieder zurück auf der Hauptpad entdeckten wir eine Hyäne, die eine Zeit lang neben uns her lief,

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und auch ein Schakal war in der Nähe unterwegs. Ein französisches Pärchen fuhr neben uns und fragte, in welche Richtung es zur Second Bridge ginge – wir zeigten es ihnen und fuhren vorne weg. Kurz nach der First Bridge bogen wir links ab, wir wollten noch einen Abstecher zur Hidden Lagoon machen. Die Franzosen folgten uns weiterhin, seltsam… 😕

Nach einiger Zeit hielten wir an, um eine Pause einzulegen und die Landschaft zu genießen, als sie wiederum neben uns anhielten und fragten, wo wir denn jetzt wären. Sie hatten kein Navi und auch keine gute Karte und dachten, wir wollten auch direkt ans Southgate fahren, weshalb sie sich an uns dran gehängt hatten – gute Vorbereitung ist doch alles. Es ist schon verwunderlich, wie schlecht ausgerüstet manche Leute los fahren 🙄

Wir klärten den Irrtum auf und führten die beiden zurück zur Main Road. Auf dem Weg dorthin entdeckte ich zu meiner großen Freude einen Löffelhund, der aber leider schnell im Gebüsch verschwand. Außerdem entdeckten wir Zebras, Gnus, Giraffen und Strauße.

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Mittags erreichten wir das Southgate und bezogen Campsite MQ3 – naja, Charme hatte es hier keinen, aber für eine Nacht war es ok 😏 Die Zwergmangusten, die unseren Mülleimer plünderten, waren dagegen sehr unterhaltsam,

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und Marc kochte uns lecker Rührei. Bevor wir zur Dombo Farm kommen, mussten ja noch alle verderblichen Vorräte aufgebraucht werden, denn heute sollte vorerst (und am Ende auch tatsächlich) die letzte Camping-Nacht sein. Marc freute sich schon auf ein richtiges Bett, er konnte nachts wegen der Schulterschmerzen mittlerweile kaum noch schlafen.

Nachmittags brachen wir auf in die Region der Black Pools, die noch relativ neu erschlossen ist und landschaftlich wieder wunderschön. Wir sahen Giraffen, Zebras, große Antilopen- und drei Elefantenherden auf unserem Weg durch diese wasserreiche Gegend, und genossen das goldene Licht er untergehenden Sonne.

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Später grillten wir das restliche Rinderfilet und tranken dazu Weißwein. Die Campsite am Southgate war so wenig anheimelnd, dass ich nicht mal ein Foto gemacht habe 😣 Nachts stöberten Hyänen durchs Camp und machten einen Höllenlärm.
Teil 1821. Nov. 2015
Schon geht es weiter - heute erreichen wir endlich die Dombo Farm, auf die wir schon sehr gespannt waren...

05.09.2015

Heute wurden wir frühzeitig von der italienischen Safari-Gruppe nebenan geweckt, die sich noch im Dunkeln lautstark für ihren Morning Game-Drive fertig machte. Kurz danach kam die Angestellte von Kwalate und säuberte unsere Feuerstelle – klar, das musste unbedingt noch vor Sonnenaufgang erledigt werden 😈

Wir verließen somit früh die warmen Schlafsäcke, ließen uns aber Zeit beim Frühstücken, Umpacken und Reifen mit Luft befüllen. Gegen 09:00 Uhr machten wir uns auf den zunächst holprigen Weg nach Maun, wo wir noch Geld holten und dann direkt weiter fuhren zur Dombo Farm. Schon auf dem Weg zur Farm, der fast 30 Kilometer immer geradeaus führt, trafen wir Uli, der gerade in Motopi Wasser für die Wasserstellen und Rinderköpfe für die Leoparden geholt hatte. Das Ohr des einen Kuhkopfes schlackerte über dem Rand der Ladefläche im Fahrtwind 🙄

Kurz darauf erwartete uns Heike am Farmhaus und begrüßte uns sehr herzlich. Wir plauderten den ganzen Nachmittag angeregt auf der Veranda und waren schon jetzt beeindruckt von diesem kleinen Paradies, das die beiden hier geschaffen haben. Alles ist mit unglaublicher Liebe zum Detail gemacht und man spürt das Herzblut, das in diesem Projekt steckt.

Anschließend bezogen wir unseren toll eingerichteten Bungalow und gönnten uns eine erfrischende Dusche.

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Vor dem Abendessen begleiteten wir Uli noch zu den zwei Karakals Sophie und Timmy, die gefüttert wurden – welch herrliche Tiere mit diesen süßen Pinseln an den Ohren 😘

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Auf dem Rückweg hielt Uli plötzlich inne: Am Wasserloch hatte sich eine Leopardin eingefunden, die erst trank und sich anschließend an dem Rinderkopf zu schaffen machte, der an einem Baum in der Nähe angebracht war 🤩

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Nach ihr kam im Laufe des Abends noch ein weiteres Leopardenpärchen zum Wasserloch, während wir uns auf der Veranda Heikes leckere Impala-Spieße schmecken ließen. Mit einem kühlen Wein und guten Gesprächen ließen wir den Abend ausklingen.
Teil 1923. Nov. 2015
06.09.2015

Heute Morgen mussten wir früh raus: Wir hatten mit Uli einen Ausflug in den Nxai Pans Nationalpark geplant, und die Anfahrt dorthin war recht weit. Bereits um 06:00 Uhr hatte Heike ein leckeres Frühstück gezaubert. Marc hatte in der letzten Nacht endlich wieder schmerzfrei durchgeschlafen, und so starteten wir um halb sieben ausgeruht und voller Spannung zu unserer Tour.
Die Strecke vom Gate in den Park sind ca. 35 Kilometer übelste Tiefsandpiste, und wir waren froh, einmal nicht selbst fahren zu müssen. Mit Uli als Guide wurde es aber auch nicht langweilig, wir löcherten ihn mit Fragen zu Tieren, dem Farmleben, der Geschichte Botswanas und vielem mehr.

Der Nxai Pans Nationalpark erinnerte uns landschaftlich ein wenig an Etosha: große freie Flächen, die sehr gut überblickt werden können, durchsetzt mit einzelnen Baumgruppen. Es gibt auch ein permanentes Wasserloch, an dem wir direkt einige Kudus und je eine große Herde Impalas und Gnus beobachten konnten. Auch Springböcke sahen wir das erste Mal auf dieser Reise, und einige Schakale und Riesentrappen waren ebenfalls unterwegs.

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Mittags picknickten wir auf der Campsite des Parks, und Uli und Marc halfen dabei, ein Rangerfahrzeug (das einzige für den ganzen Park 😮 ) mit Starthilfe wieder zum Laufen zu bringen. Während wir im Schatten unseren leckeren Mittagsimbiss genossen, zogen mehrere Elefanten in direkter Nähe vorbei.

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Den ganzen Tag begegneten uns im Park vielleicht drei oder vier andere Fahrzeuge, es war kaum was los. Zurück am Wasserloch befanden sich dort bereits drei Elefantenbullen, die erst ihren Durst löschten und sich anschließend eine Dusche gönnten – dabei hätte ich ewig zuschauen können 🤪 Eine kleine Kuduherde und ein Strauß schauten ebenfalls vorbei.

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Wir fuhren ein Stück und begegneten einem Sekretärvogel, weiteren Impalas und Riesentrappen sowie einer Giraffe. Ulis Steckenpferd sind die Tiere, und zu jedem wusste er Merkmale und Besonderheiten zu erläutern, wie ein wandelndes Lexikon.

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Am späten Nachmittag machten wir uns auf den langen Rückweg und erreichten erst bei Dunkelheit das Farmgelände. Auf dem Zufahrtsweg lief eine braune Hyäne vor uns über die Straße, sie war jedoch so schnell wieder in der Dunkelheit verschwunden, dass ich die Kamera noch nicht mal in die Hand genommen hatte 😐

Heike wartete bereits mit einem leckeren Oryx Stir Fry auf uns, und die beiden erzählten uns von den Schwierigkeiten, mit denen sie auf der Farm regelmäßig zu kämpfen hatten: von Buschfeuern über zerstörerische Elefanten bis hin zum Problem, fähige und zuverlässige Mitarbeiter zu bekommen. Währenddessen kamen zwei Leoparden zum Trinken an die Wasserstelle, und wieder spannte sich ein traumhafter klarer Sternenhimmel über uns. So endete ein weiterer schöner, aufregender und hochinteressanter Tag in Botswana.
Teil 2025. Nov. 2015
Heute gibt's wieder viele Fotos... 😎

07.09.2015

Auch an diesem Tag waren wir wieder mit Uli unterwegs, diesmal im Makgadikgadi Nationalpark. Auf dem Weg dorthin erzählte uns Uli über zukünftige Projekte auf der Farm, die er und Heike demnächst in Angriff nehmen möchten – den beiden wird auf jeden Fall nie langweilig 😛 Uli prophezeite uns außerdem, dass in diesem Park noch weniger los sein würde als gestern, und tatsächlich sagen wir den ganzen Tag keine anderen Touristen. Lediglich drei Studenten, die das Verhalten von Elefanten untersuchten, waren außer uns im Park unterwegs.

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Wir überlegten, wie es sein kann, dass solch ein schöner und tierreicher Park trotz Hauptsaison so wenig Zulauf hat 😐 Was sofort auffiel, waren die Rinderherden, die von der einheimischen Bevölkerung verbotenerweise in den Park getrieben werden, und sie sich nun überall an den Ufern des Boteti aufhielten.

Wir beobachteten eine Gruppe Elefanten, die im Wasser spielte,

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und große Zebra- und Gnuherden, das Ganze in wunderbar grüner Landschaft am Flussufer. Dazwischen Kudus, die hier überhaupt nicht scheu zu sein schienen, sowie Impalas und unglaublich viele unterschiedliche Vögel.

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Mittags picknickten wir an einem herrlichen Aussichtspunkt. Das Wetter war heute etwas durchwachsen, am Horizont ballten sich dunkle Wolken und ein paar vereinzelte Regentropfen fielen.

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Wir fuhren weiter am Fluss entlang, entdeckten einen Waran und weitere Vögel, bis schließlich eine riesige Zebraherde zum Trinken ans Ufer kam. Gleichzeitig kam die Sonne hinter den Wolken hervor und tauchte die Szene in herrliches Licht.

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Am späten Nachmittag beobachteten wir noch sieben Elefanten beim Baden – sie gebärdeten sich wie kleine Kinder, jagten sich und tauchten sich gegenseitig unter.

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Ein Elefantenbulle drehte sich plötzlich um und kam direkt auf uns zu, Marc hätte nur die Hand ausstrecken müssen und hätte ihn berühren können 🤩 Uns war etwas mulmig zumute, gleichzeitig waren wir aber beeindruckt, wie mächtig diese Tiere sind. Mit angehaltenem Atem warteten wir ab, bis der Bulle vorbeispaziert war, ohne uns weiter zu beachten.

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Zurück auf der Farm gab es heute Eland-Steaks, am Wasserloch tummelten sich drei Stachelschweine. Da es uns hier sehr gut gefiel und Marc endlich wieder ohne Schmerzen schlafen konnte, beschlossen wir, noch eine Nacht länger zu bleiben und statt in El Fari einen Zwischenstopp einzulegen, direkt zum Kalahari Bush Breaks durchzufahren. Heike hatte noch genügend Vorräte, also kein Problem 😁 Wir freuten uns auf einen gemütlichen Tag und fielen müde in die Federn.

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