Dieser Reisebericht soll vor allem eine Hilfe für alle Erstlingstäter sein; es ist nicht die ganz typische Route mit Etosha etc., sondern viel Land, Leere, das große Nichts .... - die anderen kennen wahrscheinlich schon unsere Strecke und Unterkünfte; vielleicht haben auch sie dennoch Spaß an unseren Bildern und genießen die Erinnerungen 🙂 Es war unsere dritte Reise ins südliche Afrika, wieder einmal zu Dritt, d.h. unsere mittlerweile 19jährige Tochter fuhr noch einmal mit-obwohl es ihr gegenüber ihren Freunden immer etwas peinlich ist. Aber sie ist wirklich ein super "Spotter" - sieht ALLES am Straßenrand und wir befürchten, dass wir bei unserer nächsten Reise, die sie nun nicht mehr mitfahren möchte - rein gar nichts zu sehen bekommen 🤢 Wir werden sie schon allein aus diesem Grund sehr vermissen 🤨 (Ok, ich gebe zu, als Mama fehlen mir da mit Sicherheit auch unsere Gespräche, Auseinandersetzungen etc. - aber so muss es eben sein 😐 )
1 Jahr Planung lag hinter uns; zum ersten Mal komplett allein und ohne die Hilfe eines Reisebüros! 14 Tage vorm Start habe ich noch mal alle Unterkünfte angeschrieben (deutsche Gründlichkeit 😉 ), ob mit unserer Buchung alles ok sei - alle Antworten waren positiv. Nun sollte es endlich losgehen.
5.9.15: Früh morgens Fahrt von Krefeld nach FFM mit dem eigenen PKW; auf die Bahn wollten wir uns nicht verlassen/ein Flieger von Düsseldorf nach FFM gab es um diese Uhrzeit nicht/ und Dauerparken direkt am Terminal war wirklich gar nicht so teuer wie wir anfangs gedacht haben (online vorgebucht für knapp 120,-€). Mein Mann hatte auch keinerlei Einwände gegen das frühe Autofahren bzw. gegen das Zurückfahren nach einem Nachtflug - meine Einwände fanden kein Gehör, so dass wir dies das endgültig buchten: Wir hatten genug Zeit eingeplant, kamen an einem Samstagmorgen ohne Stau durch und waren eigentlich viel zu früh da. Nach mind. fünfmaligen Switchen der Flugzeiten durch Condor (gell Bele? 🙂 ) startete unser Flieger schlussendlich pünktlich um 10:40 Uhr von FFM nach Windhoek. Ursprünglich war der Flug für 8:30 Uhr vorgesehen gewesen - das hätte uns auch eindeutig besser gefallen - so war unsere Ankunft erst für 19:45 Uhr in Windhoek geplant; also sollten wir wohl ziemlich spät in unserer ersten Lodge ankommen. Aber egal - Namibia, Hauptsache wir kommen!
Wie der Flug mit Condor war? Es war ein Flug; nicht mehr und nicht weniger (wir hatten aber auch wirklich gar nichts dazugebucht). Handgepäck 6 kg (wurde nicht kontrolliert / gut für uns wegen der Fotoausrüstung) - Koffer 20 kg frei (wurde streng kontrolliert); Sitzplätze ok, Essen ok (ein netter Zeitvertreib); 1 Film gab’s kostenlos - dazu noch einen Trickfilm und einen Teil einer Fernsehserie; alkoholfreie Getränke wurden häufiger angeboten; Personal freundlich
Wir würden noch einmal mit Condor fliegen zumal der Flug ca. 500,-€/Pers. günstiger war als mit Air Namibia.
Hier unsere Stationen (in Klammern Entfernung in km und berechnete Zeit):
Zebra River Lodge (260 km 4,5 h) 20.9. – 22.9.15 GPS-Koord.: S24.529711 E16.300685
Ankunft am Flughafen wie immer; Ebola-Zettel, die wir im Flieger gewissenhaft ausfüllen mussten, wurden vor Betreten der Halle eingesammelt (ohne einen Blick draufzuwerfen, der Stapel war schon riesig, ich bin mir sicher, sie landeten alle direkt im Müll) und es galt eine Thermographie-Untersuchung zu bestehen. Dann Schlange stehen und die Einreisedokumente bereit halten. Auch wie immer hatten sie einige „Neulinge“ nicht komplett ausgefüllt und es gab strafende Blicke und Zeitverzögerungen. Ein Ehepaar vor uns wollte gar zu Zweit (!) vor die Beamtin treten! Na, das geht ja nun gar nicht und nach einiger Diskussion von wegen „wir sind aber doch verheiratet“ trat der einsichtigere Ehemann wieder hinter die rote Linie. Obwohl ich eigentlich kein Neuling bin, hatte ich doch auch einen eklatanten Fehler gemacht: Hatte ich doch wirklich die Passnummer vom Ende der Passport-Seite genommen (sie hat ein paar Stellen mehr) und nicht die, die oben rechts steht! Oh je, unter den böse rollenden Augen der Beamtin wurde ich erst mal einen halben Meter kleiner und entschuldigte mich nach der Zurechtweisung kleinlaut. Nach einem „tse, tse“ und irgendwas Genuscheltem bekam ich dann aber doch höchst offiziell meinen Stempel und durfte nach Namibia einreisen!!!
Der Rest verlief unspektakulär, eben noch zum ATM und dann war ich als „Reiseplanerin“ ja doch gespannt, ob uns ein Fahrer von Ondekaremba abholen würde!
Wahnsinn - er stand wirklich da und wartete auf uns und auf 2 andere Pärchen (lieben Gruß an „Fledermaus“). Beim Einsteigen in das stockdunkle Auto fragte meine Tochter (und ich auch im Geheimen), wie es z. Zt. mit Schlangen aussehen würde. Antwort: Vor Oktober gibt es keine Schlangen.... Sehr gut, wir waren sehr beruhigt, denn leider kennen wir uns mit diesen Reptilien so gar nicht aus und haben einen Heidenrespekt vor ihnen! Obwohl mittlerweile wirklich sehr spät, gab es in der Lodge noch ein 3-Gänge Abendessen für uns alle; da wir die Geste sehr lieb fanden, aßen wir es - hungrig waren wir eigentlich nicht mehr nach dem Condor-Abendessen. Anschließend schliefen wir tief und fest, ohne noch auf die Geräusche der afrikanischen Nacht lauschen zu können.
Teil 209. Okt. 2015
Am nächsten Morgen frühstückten wir in aller Ruhe - unsere Tochter probiert Mielie Pap, schob den Teller aber mit angeekeltem Gesicht von sich - und ich muss auch zugeben, dass mir dieser süßlich, mais-sige Geschmack nicht wirklich mundete.
Nun wird’s aber wieder spannend! Als „Reiseleiterin“ und voll Verantwortliche fieberte ich der Abholung um 9:00 Uhr durch Caprivi Car Hire entgegen; ich hatte mir doch oft zu Hause den Kopf zerbrochen, was tun wir, wenn nicht; oder zu spät etc. pp.?
- und - es klappte!!!!!!; Um 8:58 Uhr stand das Abholfahrzeug bereit, um uns in die City von Windhoek zu fahren! SUPER meine Planung und der ganze Zeitaufwand war wirklich nicht umsonst!
Angekommen an einem Sonntagmorgen bei:..
Autovermietung Caprivi Car Hire 6.9. - 22.9.15 P.O.Box 1837 Sam Nujoma Drive 135 Windhoek, Namibia Tel: +264 61 256323 Handy: +264 81 1293355 Email:Info@caorivicarhire.com www.caprivicarhire.com
...mussten wir erst mal warten. Es gab 2 Kunden vor uns und noch ein Paar, das sein Auto zurückgeben wollte - die Armen! Sie hatten ihren Urlaub schon hinter sich! Unser gebuchter Suzuki Grand Vitara SUV stand zur unserer Inspektion bereit: Sah eigentlich ganz gut aus, nur die Frontreifen gefielen meinem Mann so gar nicht: das Profil war ok, aber sie zeigten immense Verschleißanzeichen durch die Gravelroads. Ich fotografierte, was das Zeug hielt - jeder Steinschlag, Schramme etc. wurde auf meiner kleinen Panasonic festgehalten. Aber weiterhin hieß es WARTEN! (zur Nebenbei - Info: mein Mann hat viel Erfahrung mit Durchquerung von Wüsten in Nordafrika mittels Auto bzw. Motorrad, wenn’s auch schon 30 Jahre her ist- ich habe keine - wollte nur losfahren)
Teil 310. Okt. 2015
@Nette, @Lil, @Paula
Wir freuen uns, dass Ihr uns begleiten wollt 😁
Geht jetzt aber erst mal mit einem Einschub weiter:
Habe nun endlich von meinem Mann die „richtigen“, das heißt seine Fotos 😛 bekommen. Er hat sich gestern Abend noch beeilt, sie fertig zu bearbeiten und in jpg`s umzuwandeln. Zur Erklärung für die, die uns noch nicht kennen: Wir reisen immer mit SEHR viel Handgepäck, denn mein Mann ist begeisterter Hobbyfotograf. Vor allem die gefiederten Freunde haben es ihm angetan. Ich knipse dann zusätzlich noch mit meiner kleinen Panasonic im sogenannten „intelligenten Automatikmodus“, was mir persönlich so gefällt. Genau diese Bilder habt ihr gestern zu sehen bekommen. Ab heute wird die Foto-Qualität nun eindeutig besser und bevor es weiter nach Bagatelle geht, schiebe jetzt noch schnell ein paar Fotos von Ondekaremba nach - übrigens wirklich eine schöne Möglichkeit seine erste oder letzte Nacht in Namibia zu verbringen!
Teil 410. Okt. 2015
So nun weiter auf der C21. 😛
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass wir wie immer ohne Navi o. ä. unterwegs waren, daher schreibe ich mir vorab zu Hause die Wegbeschreibungen immer sehr genau auf. An Kartenmaterial benutzten wir „Namibia Reise Know How 1:1,2 Mill. 2010“, „Namibia Tracks4Africa 1:1,1 Mill 2013/2014“, die sich meiner Meinung nach super ergänzen, sowie für den KTP „The Shell Tourist Map.
Die Abbiegung auf die D1268 fanden wir ohne Probleme, die Landschaft wurde immer schöner - kein Auto begegnete uns - wir waren ganz allein auf diesem wunderschönen Planeten 🤪
Aber - was lag da auf der „Straße“??? Wir hatten zwar recht lange in Windhoek gebraucht, aber doch nicht bis Oktober!
Wir wendeten, hielten Abstand; „Lebte das nette Tierchen noch???“ Weit und breit kein langer Ast; mit unserem ausgezogenen Einbein-(ca. 1,5m) Stativ stupsten wir es vorsichtig an- es sah wirklich noch intakt aus, keine Verletzungen etc. - aber reagiert hat es auf unsere laienhaften Annäherungsversuche auch nicht. 🤢 Schlussendlich beschlossen wir, nach viel Stupserei, dass die Schlange tot sei und wir ungefährdet ein paar Bilder machen könnten.
(Später in Bagatelle zeigten wir unsere Fotos einem Guide zur Bestimmung: Er meinte ganz spontan und mit einem breiten Grinsen „Speikobra“! Ich habe allerdings im Web kein Exemplar gefunden, dass unserer ähnlich sieht, so dass ich seine Bestimmung doch etwas anzweifle. Vielleicht wollte er uns nur ein bisschen Angst im Nachhinein machen. Falls es wirklich eine gewesen seien sollte und sie noch gelebt hätte, so wären unserer „Annäherungsversuche“ mit dem Stativ wirklich ziemlich dumm gewesen! Vielleicht kann ja einer von Euch das nette Tierchen genauer bestimmen?)
Teil 510. Okt. 2015
In Bagatelle angekommen wurden wir freundlich mit Mangosaft begrüßt (das ist auf den Lodges ja immer so toll, dass die Mitarbeiter schon mit dem Tablett in der Hand bereit stehen, wenn man gerade erst aus dem Auto steigt - aber bei der weit sichtbaren Staubwolke, die man verursacht, eigentlich wieder auch kein Wunder)
Unser Gepäck wurde umgeladen, da man unserem Auto nicht zutraute, durch den Tiefsand bis zu unserer Unterkunft zu gelangen. Ich hatte es nämlich wirklich geschafft, eines von den Dune-Chalets zu ergattern!!!!!!!
Und wie erwartet, waren sie wirklich ein Traum:
Der Blick in die Kalahari war fantastisch.
Aber für alle, die kein Dune-Chalet bekommen konnten/können: Uns hat auch die Lage der Stroh-Chalets sehr gut gefallen, v.a. die, die Richtung Geparden-Gehege liegen. Vor allem ist es weitaus bequemer und schneller, sein Zimmer vom Haupthaus aus zu erreichen, falls man mal was vergessen haben sollte. Jedesmal die Düne hochzukraxeln war schon ganz schön anstrengend und irgendwie neigen wir dazu, wichtige Dinge im Zimmer zu vergessen. Auf diesem Bild könnt Ihr die Anordnung der Dune- und Strohchalets vielleicht erkennen.
Links auf der roten Dünne die Dune-Chalets; unten im Tal die Stroh-Chalets - besonders schön die beiden im vorderen Bereich, da sie freien Blick ins Gelände haben!
Teil 610. Okt. 2015
Bagatelle 7.9.15: Den Nachmittag verbrachten wir mit Relaxen und Staunen. Neben gaaaanz vielen Springböcken ...
erfreuten wir uns vor allem an einer „Vierstreifengrasmaus“ (????) - Familie, die direkt unterhalb unserer Terrasse in einem Busch ihr Zuhause gefunden hatte. 🙂
Anschließend erkundeten wir noch das Lodgegelände - der Pool war sehr schön, aber bitterkalt! 🤨
Im hinteren Bereich gab es Nutzvieh und ......
!!!!!!! ERDMÄNNCHEN !!!! 😁 🤪 😛 🙂
Dass man diese Tiere einfach niedlich finden muss, das muss ich ja eigentlich in diesem Forum nicht mehr erwähnen - aber diese waren wirklich zuuuuu niedlich! 😄 Ein handaufgezogenes Erdmännchen-Weibchen wurde uns von der Seniorchefin mit ganz viel Freude und Liebe präsentiert - nur so konnten diese tollen Fotos entstehen:
Natürlich versuchten wir uns auch mit dem allseits bekannten, bzw. mit der allseits bekannten Springbockdame „Skarkie“ anzufreunden:
Unsere Tochter erfuhr am nächsten Tag durch die Tochter des Hauses, dass sie als Flaschenkind auf die Farm kam. (Einschub: Wir haben auf den letzten Reisen immer wieder festgestellt, dass es unserer Tochter sehr viel leicht fällt, mit Guides, „Töchtern des Hauses“ oder sonst wie Einheimischen in Kontakt zu treten (auch in Europa) - wir versuchen immer, eine persönliche Ebene zu finden, aber werden nie so „warm“ wie sie mit den Einheimischen. Ich glaube, dass unsere Tochter aufgrund ihres Alters als mehr „ebenbürdig“ angesehen wird und nicht als zahlende Touristin und die Scheu einfach abfällt. Besser kann ich das leider nicht beschreiben.) Skarkie wurde nie eingesperrt und kann immer zu ihren Artgenossen in die Kalahari. Von Zeit zur Zeit verschwindet sie daher auch für einige Wochen und kommt meist mit ihrem, in der Zeit zur Welt gebrachten, Nachwuchs zurück - daher gibt es mittlerweile ziemlich viele, halb zahme Springböcke rund um Bagatelle - auch ihre Kinder haben die größte Scheu vor dem Menschen verloren.
Nach dem Sonnenuntergang
genossen wir ein vorzügliches Dinner: Buffet mit verschiedenen Beilagen und frisch gegrilltes Fleisch (u. a. Hühnchen - habe niemals so leckeres Hühnchen gegessen - bei uns ist es immer drög) am Kamin; suuuper lecker!
Anschließend hatten wir einen Night-Drive gebucht; der Guide „Pedro“ kam zu uns an den Tisch und verabredete mit uns, um kurz vor 21:00 Uhr loszufahren. Wir waren die einzigen Teilnehmer (pro Pers. 250,- NAM)!
Wirklich tolle Sichtungen folgen gleich...
Teil 710. Okt. 2015
Der Drive war super toll! Pedro ganz nett und gesprächig! Er erklärte uns an einer Pan auch den Sternenhimmel inkl. „Kreuz des Südens“ - so dass wir nun wirklich immer wieder nach Hause finden könnten! An dieser Stelle noch mal einen ganz lieben Dank an ihn!!!
(Kronenducker?)
(Springhase)
(Ginsterkatze)
(Ufos 😉 )
(meine Lieblinge mit typischem Gesichtsausdruck - Ufo-Gnus 😄 )
(Löffelhund)
(Erdwolf)
Außerdem hatte er den Ehrgeiz, uns in der Dunkelheit zu fotografieren. Mit Stativ und super tollen Canon-Kamera meines Mannes kam er aber nicht ganz so gut zurecht (habe ich vollstes Verständnis für):
Wie gut, dass ich meine kleine Panasonic mit ihrer „intelligenten Automatik“ dabei hatte:
War wirklich ein prima Ausflug, können wir jedem nur empfehlen! PS: KALT - es war richtig kalt, Decken gab´s keine - also WARM anziehen!!!!!
Teil 811. Okt. 2015
Ziemlich durchgefroren, müde und glücklich schliefen wir in dieser Nacht den Schlaf der Gerechten - es war für uns unsere erste richtige Nacht in diesem Urlaub - alles lag noch vor uns - was kann es schöneres geben? 😛 Am nächsten Morgen genossen wir das Frühstücksbuffet - es gab alles, was das Herz begehrte; nicht unbedingt zur selben Zeit; mal war der Kaffee alle; die warmen Eier kamen, als wir eigentlich schon fertig waren... aber was soll´s - that´s Africa 😄 Wir haben es genossen!
Auf unserem Tagesplan stand nun der Einkauf für die nächsten 4 Tage (Selbstverpflegung im KTP) in Mariental an; eine Einkaufsliste hatten wir bereits vorab geschrieben (sagte ich schon mal: ich LIEBE! dieses Forum!-selbst solche Listen gibt´s dort!) und die möchte ich Euch nun auch nicht vorenthalten:
Wie Ihr seht, hatten wir gründlich geplant - an erster Stelle stand die von mir heiß begehrte „Gemütlichkeits-Tischdecke“ für schöne Grillabende (Fotos von Euren hatte ich zur Genüge bewundert); da wir nicht aus dem Süden Deutschlands kommen, sollte es mit Sicherheit keine blau-weiße sein ( 🤪 ) - mir schwebte eher ein afrikanisches Design vor (meinem Mann schwebte gar nichts vor; er fand dieses Objekt meiner Begierde sowieso ABSOLUT überflüssig! 🤨 ) Der Sparmarkt in Mariental war gut sortiert, Gemüse (frisch) gab es reichlich und wir fanden eigentlich alles, was so auf unserer Liste stand - NUR Tischdecken gab es nicht! 🤢 Und auch mit den Hülsenfrüchten für den Kamera-Bohnensack hatten wir so unsere Probleme. Letztes Jahr in S-Afrika gab es überall große Säcke mit Mais für wenig Geld; etwas Adäquates fanden wir hier nicht. So mussten wir uns zwischen Reis und Nudeln entscheiden - der Reis war billiger, also kauften wir 10 kg davon. Leider stellte sich im Laufe der Reise heraus, das Reis „sch...ße“ ist (O-Ton mein Mann), weil man gewichtsmäßig viel zu viel benötigt, um den Sack voll zu kriegen. So ließ sich der Sack mit einer Hand kaum noch bewegen. Falls jemand dieses Problem in Namibia nachvollziehen kann, gern her mit Tipps, was man am besten kaufen kann (Nudeln??)! 🙄 Das Ersatzglas für Petroleumlampen (auch dieser Tipp hier aus dem Forum; DANKE an den Spender - Eulenmuckels????) gab es für ein Mini-Geld und es hat uns zusammen mit einer dicken Kerze wirklich tolle Dienste geleistet. - Wenigstens ein Gemütlichkeitsfaktor 😘 !!! An und für sich waren wir aber zufrieden mit unseren Einkäufen - und sollten auch im KTP nicht verhungern. Fleisch hatten wir nicht gekauft; da hatte ich eine Extra-Einkaufsliste (klar mit Hilfe des Forums) für den morgigen Fahrtag zusammengestellt (Bitte lacht nicht!):
EINKAUFEN AUF DEM WEG ZUM KTP
1.) Farm Tranendaal bzw. Red Dune Camp, super Fleisch, kann man sogar per email bestellen. Contact Marieta or Pieter Liebenberg... Tel: +264 (63) 250 164 Cellphone: +264 81 275 6164 e-mail: reddunecamp@iway.na GPS: 25º 07' 48.4" S / 18º 56' 57.1" 57.1" E
2.) Kalahari Farmstall on the C15 Road, 14 km from the Mata-Mata Phone: 00264(63)693115 Email: info@kalaharifarmstall.com Address: S25.67358 E19.89552
3.) Farmstall Sitzas (Manus) an der C15 in Koes 200 m vor Mata Mata; sehr gutes Oryx; Tel: +264 63 25 2019 Öffnungszeiten: 8:30-12:30 und 15:00-16:30 Farm Stall 200m from Mata Mata border post, in Namibia. Selling fresh meat, biltong and droewors as well as groceries, curios and refreshments
Teil 911. Okt. 2015
(Warnung: Viele Bilder! 😕 😕 😕 )
Zurück auf Bagatelle beschlossen wir, noch eine kleine Wanderung auf dem Farmgelände zu unternehmen. Unsere Tochter hatte einen Ausritt am späten Nachmittag gebucht; aber bis dahin war noch mächtig viel Zeit.
Zuerst trafen wir wieder einmal Skarkie:
, die sich genüsslich über die ausgesprochen gepflegten und bewässerten Pflanzen des Poolbereichs hermachte: 😉
begutachteten schon einmal die Pferdchen
und bestaunten die BLÜHENDE Kalahari
Neben einer Manguste sahen wir zur Freude meines Mannes gaaanz viele Vögelchen:
Und plötzlich wurden es immer mehr „Vögelchen“ - eigentlich mehr „Vögel“ und um genau zu sein: der Himmel wimmelte von „Geiern“!!! Zuerst kamen Ohrengeier, denen folgten Weißrückengeier.
Wir bestiegen die nächste Düne, um zu sehen, wohin das „Himmelfahrtskommando“ hin wollte: Am Hang der nächsten Düne lag ein toter Springbock und die „hübscheren Piepmätze mit gutem Herz“ hüpften aufgeregt um den Kadaver.
Uns wunderte es aber sehr, dass sie das Tier nicht aufrissen, sondern nach einiger Zeit den Fressplatz wieder verließen - eine Erklärung der Lodge-Tochter am selben Abend, auf Nachfrage unserer Tochter hin, war, dass der Springbock eventuell durch einen Schlangenbiss (die gibt´s aber doch erst ab Oktober?!?!) zu Tode gekommen sei und dann gehen die Geier nicht an den Kadaver.
Nachdem wir den Geiern den Rücken zugedreht und uns auf den Rückweg gemacht hatten, sahen wir im roten Sand der Kalahari ziemlich viele und deutliche Schlangenspuren - NEIN - es waren keine kleinen Fußabdrücke daneben sichtbar - also keine Echsen-Schwanzspuren, sondern eindeutig Schlangen! Verdammt - wir hatten doch erst September!!! Die nächsten Schritte und eigentlich den kompletten Rückweg gingen wir sehr bedachtsam und vorsichtig. Irgendwie war ich froh, als wir wieder heil im Chalet angekommen waren!
Die restlich Zeit verbrachten wir mit Faulenzen und Lesen. Bald war es schon Zeit für den Ausritt unserer Tochter. Zusammen mit der Tochter des Hauses, die in Kapstadt studierte und z. Zt. ihre Semesterferien auf der Lodge verbrachte, sowie einem Guide ritten die Drei los.
Kaum waren sie weg, fragte uns „Angela“ (???), die Hausherrin, ob wir nicht später mit zum Sundowner kommen möchten, sie würde uns einladen - die Reiter würden ebenfalls dort eintrudeln und wir könnten unsere Tochter dort begrüßen.
Die Geste fanden wir sehr nett und sagten zu. Der Sundowner war nicht so nach unserem Geschmack; zu viele Leute und zu professionell (Tisch aufgebaut, 3 Guides...) Aber der Anblick auf unsere Tochter hoch zu Ross in der Kalahari im Licht der untergehenden Sonne - Elternstolz und Elternglück pur 😛 🤪 😗 !
Übrigens erzählte unsere Tochter später ganz aufgeregt, dass das Pferd des Guides an der Spitze plötzlich gescheut hätte - da lag doch wirklich eine Puffotter mitten auf dem Weg - aha: Schlangen gibt´s erst ab O..... Kluges Pferdchen!!!!
Teil 1011. Okt. 2015
Einschub: Falls Ihr Euch über meinen Fleiß und die Geschwindigkeit wundert 😉 : Ich versuche noch bis Mittwoch, soweit wie möglich mit dem RB vorwärtszukommen-denn dann muss ich mich leider einer Schulter-OP unterziehen und der nette Herr Chirurg meinte, dass die Schulter dann erst mal „stillgelegt“ wird, heißt „Schonung“. Da ich nicht weiß, wie´s dann mit dem Tippen aussieht, beeile ich mich etwas (obwohl er ja nur Schulter und nicht Hand gesagt hat 🤩 😐 😗 ). Also, falls es Euch zu schnell geht? Keine Panik, ab Mittwoch habt Ihr Zeit, alles in Ruhe „nachzuarbeiten“ 🤪
Nach dem wieder sehr leckeren Dinner, beschloss mein Mann, den Night Drive noch einmal mitzumachen. Wir beiden Frauen freuten uns dagegen auf Bett und Buch. Es fand sich noch ein sehr nettes deutsches Ehepaar, dass sich ihm anschließen wollte, so dass der Drive zustande kam. Der Guide war dieses Mal ein anderer (Name?); wohl ebenso interessiert und informativ wie Pedro.
nun aber 😛 African Wildcat
noch mal ein Löffelhund
Kapfuchs
tja, und diese Schönheit zeigte eindeutig, dass sie nicht fotografiert werden wollte 🤨
Teil 1111. Okt. 2015
8.9.15 Unser letztes Frühstück auf Bagatelle
Fazit Bagatelle: Wir würden jederzeit wiederkommen - sehr nettes Ambiente, professionell, aber dennoch persönlich; Essen sehr lecker; Dune-Chalets traumhaft (obwohl ich mir aus den genannten Gründen beim nächsten Mal wahrscheinlich ein Stroh-Chalet aussuchen würde; allerdings, wer zum ersten Mal kommt oder auf Hochzeitsreise o.ä. ist, dann Dune-Chalet!)
Nette Nebengeschichte, die auch das Besondere der Lodge zeigt: Beim Zusammenpacken passierte mir noch ein Missgeschick: meine (Plastik)-Sonnenbrille fiel mir runter und zerbrach an einer Stelle, so dass das „Glas“ herausfiel 🤢 . Man konnte sie allerdings wieder zusammenbauen und sie hielt auch - solange man ganz, ganz vorsichtig mit ihr umging. Sonnenbrillen sind nun so eigentlich gar nicht mein Ding, meist schiebe ich sie nur auf die Stirn, damit die Haare nicht im Weg sind - auf den Augen habe ich sie eigentlich nie, außer? - AUßER: im Urlaub und dann ganz besonders in Namibia, v.a., wenn man den ganzen Tag angestrengt nach Tieren Ausschau hält, was wir ja nun die nächsten 4 Tage im KTP machen wollten! 😐 Mein Mann stöhnte: „Nicht schon wieder“, 😈 denn es gibt kaum einen Urlaub, in dem ich nicht auf der Suche nach einer Sonnenbrille war - entweder hatte ich erst gar keine mitgenommen oder (was eigentlich häufiger geschah) fielen sie mir irgendwann runter und zerbrachen. So hat sich im Laufe unserer Urlaube doch zu Hause ein schönes Sammelsurium an Brillen angesammelt - sollte ich sie vielleicht mal, je nach Herkunftsland, mit kleinen Flaggen bestücken 🙂 ? Aber das Stichwort war eindeutig „Zuhause!“. Ja, wer nimmt denn schon mehre Sonnenbrillen mit 😮 ? Und das bei Condor mit 6kg Handgepäck?? 😊 Ok, ich war ganz frohen Mutes, im kleinen Shop an der Rezeption ein Ersatzstück zu bekommen. Aber, FEHLANZEIGE! 😣 Um es kurz zu machen - keine 5 Minuten später hatte ich Angela und ihrem gesamten (weiblichen) Team mein corpus delicti zeigen müssen, es wurde diskutiert, was das Zeug hielt - mein Einwand, dass wir ja noch durch Stampriet und Gochas kämen, da würde es doch bestimmt Sonnenbrillen geben (insgeheim hoffte ich ja auch noch auf eine Tischdecke 😗 ), erzeugte nur besorgniserregendes Stirnrunzeln. Aber schnell wurde eine „afrikanische“ Lösung gefunden: Superglue! 😛 Alle suchten verzweifelt in allen Schubladen der Rezeption und des anliegenden Büros; Superglue war nicht aufzufinden. 🙁 Aber auch das erschütterte hier keinen - Angelas Mama hätte bestimmt noch welchen! (Mir war der ganze Aufwand mittlerweile doch etwas peinlich; wie gesagt Stampriet, Gochas und auch Mata Mata lagen ja mit ihren Einkaufsmöglichkeiten ( 😉 ) noch vor uns) Mama wurde gerufen und losgeschickt: Gefühlte 2 Stunden später stand sie freudestrahlend vor mir: Superglue hätte sie nicht gefunden, aber dafür Dentalglue - das benutze sie immer für ihre Zähne; würde sicherlich auch helfen 🤨 ????? 😐 !!!!! 🙄 ??? Oooooo-key- ich bin kein unhöflicher Mensch und nach so viel Hilfsbereitschaft blieb mir auch nichts anderes übrig, als das (schon benutzte!) Klebefläschchen aufzuschrauben und meine Brille damit zu reparieren. Über mein ablaufendes Kopfkino muss ich doch eigentlich nichts mehr erzählen, ODER??!!?? 🙄 🤪 😊 😏 😵 Aber soll ich Euch was sagen?: Die Brille hat gehalten!!! Bis zur Zebra River Lodge - da ist sie mir doch wirklich hingefallen und zerbrochen, und ich habe sie (nicht ohne an die Mama von Bagatelle zu denken) entsorgt 😉 ! PS: Ein Neue habe ich auf unserem ganzen Weg erst wieder in Keetmanshoop kaufen können; Stampriet und Gochas: gab´s da überhaupt Läden 😕 ?? Bzw. wo waren diese Orte 😗 ??? Und auch in Mata Mata bin ich nicht fündig geworden. Die Keetmanshooper Brille liegt jetzt hier Zuhause - soll ich mal eine kleine Namibia Flagge draufkleben? 😄
Teil 1212. Okt. 2015
Vorsicht: Wenig Bilder, viel Text! 😄
Über die C20 und C15 ging es in Richtung KTP - Unterkunft für 2 Nächte Family Desert Tent KTC (8.-10.9.) Unterkunft Urikaruus 2 Cabins (10.-12.9.)
Unterwegs wollten wir noch unsere Grillvorräte für die nächsten 4 Tage Selbstversorger einkaufen. Hinter Gochas begegnete uns keine Menschenseele mehr, obwohl wir durch Farmgelände fuhren und auch ab und an Farmhäuser in verschiedener Größe und Zustand entdecken konnten.
Es war heiß und staubig. Dass wir doch nicht allein auf dieser Welt sind, zeigten uns ab und zu putzige Erdhörnchenkolonien und Dassie-Familien.
Auf Farm Tranendaal machten wir Pause und wurden nett vom Hausherrn mit Cola bewirtet. Eingeschweißtes, TK-Fleisch gab es auch, allerdings nur Oryx. 🤢 Ok, 1 Portion gekauft - für die restlichen 3 Tage würden wir also im Farmstall Sitzas bei Mata Mata einkaufen.
Kurz vor Mata Mata gab es ein Hinweisschild „Farmstall“, welches nach links zeigte. Ok, dann sollten wir diesem wohl mal folgen. Stimmte zwar alles irgendwie nicht mit meiner so toll ausgeklügelten Route überein, aber was soll´s, auch ein Reiseleitermeister kann sich ja mal irren. 🙄 Wir parkten gerade hinter dem Haus, als eine junge Farbige schüchtern zu uns kam und nach unseren Wünschen fragte. Mit Fleisch könnte sie uns leider nicht helfen - der Laden sei geschlossen, aber einen Campground könnte sie uns anbieten. 😵 Mmh, so hatten wir uns das ja nun nicht gedacht - eine Unterkunft hatten wir im KTP; nur ausreichend zu essen, daran mangelte es uns jetzt. 🤢
Was blieb uns anderes übrig; vllt. gab es in Mata Mata ja etwas oder zur Not in Twee Rivieren - außerdem? ... Galt der KTP nicht als überaus wildreich?? Springbock, Oryx, Kudu... 🤩 ???? Mein Mann hatte sowieso schon beschlossen, er sei der geborene Großwildjäger, nachdem er gestern erfolgreich 2 Mücken gekillt hätte. 😘
Also weiter zum Gate. Ziemlich direkt bei Mata Mata stand doch tatsächlich ein Schild, das nach rechts wies: „Farmstall Sitzas“!!! Ah so ist das, der erste Farmstall war gar nicht der richtige Farmstall gewesen 🤩 ! Meine Reiseleiterin-Ehre war wieder hergestellt! 😄 Also los, Fleisch einkaufen!!! Freudig betraten wir den kleinen Laden: Eine mürrische Alte hinter der Kasse bekam kaum die Zähne auseinander - egal, da waren Tiefkühltruhen 🙂 !!!! Zwei Stück!!!! Aber, oh weh - da war ja fast nichts drin. 😣 Und das, was wir fanden, war ausschließlich Lamm (wir mögen Lamm, aber jeden Tag??) und leider war es mit ordentlich Eis bedeckt - wie oft das wohl schon angetaut gewesen war? Wie sieht´s denn in Namibia mit Einhaltung der Kühlkette aus??? 😵 🙄 😈 Ach so nebenbei - Tischdecken gab´s auch keine 😕 Wir deckten uns also für die übrigen 3 Tage mit Lammfleisch ein, bezahlten und verließen Namibia: Die Grenzformalitäten liefen EIGENTLICH harmlos ab. 🙂 Mein Mann suchte nur noch etwas verzweifelt seinen Reisepass im „gut aufgeräumten“ Auto, unsere Tochter und ich betraten schon einmal das Grenzhäuschen durch die Tür „Einreise“ (schließlich wollten wir ja in den KTP). Ein uniformierter Beamter kam direkt auf uns zu und komplimentierte uns wieder hinaus - WARUM??? - dies war das namibianische Grenzhäuschen und wir mussten durch die Tür „Ausreise“ gehen, ach sooo - 😗 dass wir aber durch beide Türen in den selben Raum gelangten, war a) nicht so wichtig? b) hatte er nicht bemerkt? c) wir hatten das Prinzip nicht verstanden? Sucht Euch eine Antwort aus - sind wahrscheinlich alle richtig! 😄 🤪 😗
Es galt ein paar Formulare auszufüllen (als Tipp für alle - fotografiert Euch das Autokennzeichen ab oder schreibt´s Euch auf die Hand; es ist schon sehr mühselig immer wieder nach draußen zu rennen (versteht sich durch die richtigen Türen 😄 ), weil man es mal wieder nicht weiß, es sei denn man hat die Tochter mit jungen Beinen dabei)
Die Schranke ging auf und wir durften in südafrikanische Grenzhäuschen; wieder Formulare; wieder Autokennzeichen und Park-Eintritt bezahlen für die ganzen Tage (KK war ohne weiteres möglich - 3168,-R für uns Drei)
(Schön finde ich immer die Frage, nach dem Geld, welches wir im Land lassen möchten: mit Unterkunft (die ich ja schon vorab bezahlt habe)?, woher soll ich wissen, wie oft ich tanke, esse, Guides bezahle etc., u.v. ob ich eine Tischdecke finde? 😗 )
Anschließend kümmerte sich mein Mann ums Tanken und die Bereifung, meine Tochter und ich gingen in den kleinen Laden - Shoppen 😉
Wir suchten: Holz, Tischdecke, Fleisch, Sonnenbrille, Streichhölzer (hatte doch tatsächlich in Mariental statt Streichhölzer noch mal Grillanzünder gekauft)
Und gingen heraus mit: Holz, Streichhölzer, Keksen, Salzgebäck (weil man ja so viele Elektrolyte beim Schwitzen verbraucht) 😁 😉 😄
Teil 1313. Okt. 2015
Ankunft KTC:
Die paar Kilometer von Mata Mata zum KTC waren schnell erledigt; das „Einchecken“ erfolgte in einer kleinen Holzhütte am Anfang des Camps - dass man dies hier ganz allein durchführen darf, ist leicht befremdlich 🤨 : es liegt eine Liste aus, aus der zu entnehmen ist, welches Zelt für wen ist. Nachdem wir endlich kapiert hatten, dass kein Mensch uns hier begrüßen würde und wir nicht noch länger warten müssten (hatte doch etwas gedauert 😉 ), suchten wir nach dem Schlüssel für die no 11 - fanden keinen - und begaben uns erst mal zum Zelt. Schnell war uns klar, warum wir keinen Schlüssel gefunden hatten - wofür denn Schlüssel, wenn es keine Schlösser gab 😄 🤪 😉 !
Unser Family Desert Tent bestand aus einem Küchen- und einem Schlaf/Badzelt. Verbunden war das Ganze durch die Holzterrasse. Es gab 4 Betten und ausreichend Geschirr für 4 Personen.
Leider gab es lediglich 2 Terrassenstühle und auch die Tischgröße war selbst für nur 3 Pers. viel zu klein. Stuhl war ja nicht so´n Problem, haben wir eben einen aus dem Küchenzelt genommen, aber der Tisch, da könnte man auf gar keinen Fall zu Dritt essen. Der Küchenzelt-Tisch war auch keine Alternative, den konnte man beim besten Willen nicht hinaustragen, der fiel schon in sich zusammen, wenn man ihn nur schräg anschaute. 😕 - Da mein Mann ein Profi im Improvisieren ist 😛 , schleppte er kurzer Hand (s 😘 )einen Nachttisch nach draußen und stellte ihn neben den Terrassentisch. Selbst die Höhe passte einigermaßen, so dass die Lösung prima war (mit Tischdecke wäre das Gestückel gar nicht aufgefallen 🤪 !). Lediglich ziemlich eng war es dadurch in dem Terrasen-Eckchen geworden 🤢 .
Nachdem wir unseren Krempel verstaut hatten, das Lamm in den Tiefkühler gelegt hatten (Oryx war durch die lange Fahrt schon angetaut - daher musste es als erstes gegessen werden - sollte bedeuten 3 Tage hintereinander Lamm... 🤢 ), stellten wir ganz schnell fest, dass es keinen Kaffefilter gab 🙄 Wir hatten extra ein paar Filtertüten aus Deutschland mitgebracht, in Mariental Kaffeepulver gekauft (das war sogar ziemlich teuer gewesen) und jetzt??? KEIN FILTER weder aus Porzellan noch aus Plastik 🤨 Da es sowieso Zeit für unseren ersten Gamedrive wurde, würden die paar Kilometer bis zum Shop in Mata Mata ja nur ein ganz unwesentlicher Umweg bedeuten.
Die nette Frau dort erkannte uns direkt wieder (war ja auch gerade mal ´ne Stunde her 🙂 ), Kaffeefilter gab es keine 😐 , dafür kauften wir direkt noch einen Sack Holzkohle - die Grillschale war recht tief und hatte einen großen Abstand zum Rost, da würde unser einer Sack bestimmt nicht für 4 Tage ausreichen - löslichen Kaffee zu kaufen, kam für uns nicht in Frage; ganz ekelig 🤢 ; völlig ungenießbar 🤢 und wofür besaßen wir denn schon Filtertüten und Kaffee 😗 ? Mein Improvisationsprofi wollte sich etwas überlegen 🤩 !
Teil 1413. Okt. 2015
ABER JETZT ENDLICH GAMEDRIVE!
KTP: Park der Geparden, Löwen, Leoparden - wir kommen 😄 🤪 🤩
Voller Erwartungen zogen wir los. Hinter jeder Kurve oder nach jedem Huckel erwarteten wir eine Löwenfamilie mit spielenden Babys direkt auf der Pad 🤩 . Jeden Baum suchten wir nach Eulen ab 🤩 , kein Webernest, das nicht nach Kobras untersucht wurde (klar, nur mit den Augen) 🤩 und kein Stein auf dem Weg, der nicht für eine Schildkröte gehalten wurde 🤩 - Ihr seht, wir hatten unsere Hausaufgaben gemacht und so ziemlich jeden RB hier im Forum über den KTP gelesen! ABER: N I CH T S 🤢 😈 🤢 😈 Allmählich kamen wir zu der Überzeugung, dass Ihr Eure tollen Sichtungen im Grzimeck gemacht und dort abfotografiert habt. (Müsst uns nur noch die Seitenzahl verraten! 😉 ) 😈
Klar sahen wir schwarze Felsen mit Hörnern (Gnus), schwarze schwebende Felsen (Strauße), Oryxe, Springböcke, Erdhörnchen ( 😘 😘 😘 😘 ) und ein paar Piepmätze - aber so wirklich KTP-like war das alles nicht. Noch nicht mal eine Giraffe... 🙁
Allmählich wurde das Licht schwächer und wir fuhren, ehrlich gesagt etwas enttäuscht, zurück. Der Sonnenuntergang war allerdings traumhaft!!! Im KTC wartete ja noch unser allererstes Selbermach-Braai-Erlebnis auf uns! Außerdem musste das Kaffee-Problem dringend gelöst werden!
Zuerst möchte ich Euch aber dennoch die Ausbeute unseres ersten Gamedrive im KTP nicht vorenthalten - leider nicht spektakulär; aber vielleicht trotzdem schön????
Wahlbergadler?????
Balztanz der Strauße; wer ist die Schönste im ganzen Land 😉 :
der begehrte Junggeselle:
die Verliererin:
Teil 1516. Okt. 2015
OP gut überstanden und schreiben klappt mit rechts 🙂 Es kann also weiter gehen - wenn auch erst mal nur mit viel Text 😕
Zurück „Zuhause“ setzten wir unsere Kartoffeln auf, um sie ein wenig vorzugaren - dabei versuchten wir den Sonnenuntergang zu genießen - aber irgendwie schaffte ich es nicht, beides unter einen Hut zu bekommen: Wasser/Kartoffeln mussten beaufsichtigt werden, Tisch gedeckt, Salat gemacht: Mir war ganz, ganz schnell klar, dass Selbstversorgung und Sundowner-genießen nicht so ganz zusammen passen - jedenfalls nicht für mich! 🙁 Schlussendlich lagen die in Alufolie gewickelten Kartoffeln in der Holzkohle und der Rest war auch vorbereitet - nur den Sonnenuntergang hatte ich irgendwie verpasst. 🤢 Plötzlich klapperte unsere „Haustür“: Wer oder was war das? Wir leuchteten mit Stirnlampe und Taschenlampen: Ein Guide (Name?) stand freudestrahlend vor uns und fragte, ob bei uns alles ok sei - jaaaa, war es (nur wo waren die Katzen???). Etwas irritiert beobachtete er meinen Mann, der mit seinem „Leatherman“ (braucht Ihr noch ein schönes Spielzeug für Eure Männer zu Weihnachten? Kann ich nur empfehlen! 😄 ) aus 2 leeren Bierdosen versuchte, einen Kaffeefilter zu basteln. Noch war nicht so wirklich eine Ähnlichkeit zu entdecken und ich hatte mehr Angst um die Finger meines Heimwerkers - die nächste Klinik war doch sehr weit weg 😊 . Mich brachte der beunruhigte Blick aber auf die Idee, dem Herrn unser Kaffee- bzw. Nicht-Kaffee-Problem zu schildern. Nachdem ich ihm einen Kaffeefilter mit englischen Brocken und schlussendlich mit Händen und Füße beschrieben hatte, schüttelte er betrübt den Kopf: So etwas gäbe sie hier nicht. 😵 Dann ging ein Strahlen über sein Gesicht 🤩 - er hätte noch eine, wenn auf gebrauchte, Kaffeemaschine zum Pressen im Guide-Haus; die könnte er uns leihen! Man, war der Mann ein Schatz! 😘 🤪 😘 Er entschwand in die Dunkelheit, kam wenig später mit dem Prachtstück von italienischer Kaffeemaschine sogar in OVP zurück - ich hätte ihn knutschen können! 😘 😘 😘
(Ich glaube aber doch, dass mein Mann etwas (wenn auch nur ein kleines bisschen) enttäuscht war, seine mühevolle Arbeit nicht beenden zu müssen, um uns zu beweisen, wie toll er - nur mit einem Leatherman und 2 Bierdosen bewaffnet - einen echten Kaffeefilter zaubern könnte. 😛 Aber wie man weiß, der Wille zählt und wir waren trotzdem Stolz auf ihn 😘 ). Inzwischen war es wirklich Zeit, auch das Fleisch auf den Grill zu legen, die Kartoffeln wurden in ihrer Folie schon immer kleiner. Das Essen schmeckte anschließend: NA JA - es gab sicherlich Steigerung nach oben! 😐 Zudem wurde es wirklich richtig kalt. Wir hatten schon unsere Thermounterwäsche (dem Forum sei Dank - immer mollig und wiegt fast nix 🙂 ) angezogen, darüber noch einige Schichten an Klamotten. Unser anschließendes Lagerfeuer -wofür hatten wir denn sonst Holz gekauft- brannte nur spärlich 😕 . Irgendwie musste das Zeug Feuchtigkeit gezogen haben, denn gequalmt hat es hervorragend 😗 - also 21.00 Uhr - Bettzeit! 🤨 Die „Abendtoilette“ fiel sehr spärlich aus und wir waren froh, endlich ins (warme) Bett zu kriechen. 🙂 Die Nacht war unspektakulär - außer, 🤢 ja außer dass ich noch nie in meinem Leben so gefroren hatte, trotz TU!!!!!!! 😣 Ich wurde sogar wach vor Kälte. Leider konnte ich auch nicht meinen Mann als Wärmflasche missbrauchen, da die Betten durch das breite Kopfteil nicht direkt nebeneinander standen; die Gefahr auf dem Boden zu landen war einfach zu groß. Also schlotterte ich mich so durch die Nacht bis endlich die Sonne aufging. Auch der Rest meiner Familie erwachte pünktlich mit Sonnenaufgang, steifgefroren vor Kälte wurde auch die Morgentoilette auf ein Minimum reduziert; an duschen war gar nicht zu denken. 😏 Erst als wir mehrere Schichten übereinander gezogen hatten, nahmen wir eine große Holztruhe im Raum wahr, in der - der reine Wahnsinn! - mehrere richtig dicke, flauschige, super warme Wolldecken lagen - Juhuu, die nächste Nacht würde besser werden! 🙂 😄 😁
Teil 1617. Okt. 2015
Nach einem warmen Frühstück waren wir soweit aufgetaut, dass wir erneut zu einer Katzen-Sichtungsfahrt bereit waren. 😁
Da wir gestern bereits fast unser ganzes Feuerholz verbrannt hatten, mussten wir nur kurz noch mal in Mata Mata vorbeifahren, um neues Holz zu kaufen. 🙄 Die Strecke war uns ja mittlerweile mehr als bekannt und auch die Dame dort begrüßte uns bereits wie alte Bekannte. Feuerholz eingeladen, direkt auch noch einen Sack Holzkohle und los ging`s: Katzen des KTP, wir kommen! 🤪
Was sahen wir? Steine mit Hörnern, schwebende Steine, Oryxe, Springböcke, Springböcke, Oryxe, schwebende Steine, Steine mit Hörnern.......... 🤨
Plötzlich meinte unsere Tochter: „Können wir zurück? Ich habe Bauchschmerzen, ich muss auf´s Klo - dringend!“ Ok, Gamedrive abgebrochen und so schnell wie möglich zurück! Irgendetwas an unserem ersten eigenen Braai hatte sie scheinbar nicht vertragen! 🤢 Sie selbst war sehr niedergeschmettert, dass sie uns unsere Sichtungen verderben würde. Ca. um 10:00 Uhr waren wir wieder im KTC. Eigentlich war es schön hier, so ruhig! Alle anderen schienen unterwegs zu sein, um tolle Tiersichtungen zu haben. Wir hatten das Camp und das Wasserloch ganz für uns allein! 🙂 Und was schlich da um unsere Terrasse rum?
Und plötzlich sahen wir dieses tolle Schauspiel - einfach gigantisch! Es gab ja doch Tiere im KTP 🤩 :
Die ruhige Zeit nutzte ich, um die Kartoffeln für heute Abend bereits vorzukochen; vielleicht wäre unser Braai dann etwas entspannter. Unsere Tochter wollte gar nicht mehr los fahren, vor lauter Angst, dass sie vielleicht doch bald wieder eine Toilette benötigte - wollte uns aber auch nicht den Tag verderben und lieber allein hier bleiben. Da wir aber im Allgemeinen der Meinung sind „alle für einen und einer für alle“, kam das gar nicht in Frage. Nun muss ich erklärend hinzusagen, dass ich gegen jede Form von „Durchfall-Stopfmittel“ (außer Kohletabletten, da die doch wenigstens noch „Schadstoffe“ resorbieren) bin; denn ich denke: Was raus will und nicht reingehört, sollte raus kommen und nicht zwangsweise drin bleiben müssen. Daher hatten wir, neben gaaaanz vielen Kohletabletten nur 4 Imodium-Tbl., und das auch nur weil mein Mann drauf bestanden hat, in unserer Reisapotheke. Dieses mal war es ein Glück, dass er sich durchgesetzt hatte, denn der KTP mit Durchfall ohne Klo ging ja so gar nicht 🤢 - also 1 geschluckt und noch ein bisschen gewartet - Wirkung war super und wir konnten nachmittags alle 3 wieder auf Sichtungstour gehen.
mal eine andere Ansicht - so ganz ohne Hals 😄
Nach einem Stopp an einem Rastplatz (wo war die Umzäunung???)
konnten wir noch diese kämpfenden Bullen beobachten - wie in Zeitlupe schlugen sie immer wieder ihre Köpfe gegeneinander.
Tja, und die gab es auch alle noch (jetzt müsst Ihr ganz tapfer sein und eine Menge Bilder überstehen!)
Teil 1717. Okt. 2015
Bevor es weitergeht würde ich Euch bitten, mir bei der Bestimmung einiger bereits gezeigter Bilder zu helfen - bin mir sicher, Ihr könnt das 😛 Auch, wenn bisher nix dazu von Euch kam 😉 Raubadler
Ground Agama
Brants' Pfeifratte - war eine ganze Kolonie, die in Erd- bzw. Sandhöhlen wohnten
Teil 1817. Okt. 2015
@ Tanja, Claudia und BMW Vielen lieben Dank für Eure Bestimmungen!! 😘
Jetzt geht´s erst mal weiter mit dem KTC: Auf dem Rückweg zum Camp schlug das Wetter um. Es sah tatsächlich nach Gewitter und Regen aus; uns wurde es ein wenig mulmig, denn bei Starkregen auf diesen Sandpisten zu fahren, da legten wir nicht wirklich Wert drauf. Dafür sah der Himmel toll aus, mal etwas anderes als immer nur Blau:
Der Himmel hielt aber nicht, was er versprach - kein Regen, die Wolkenfront zog weiter Richtung Botswana und wir konnten unseren 2. Braai (Lamm das Erste) im KTC „genießen“: Auch diesmal hieß es: Das Essen schmeckte: NA JA - es gab sicherlich Steigerung nach oben! 😐 Die Nacht war wieder s...kalt, aber wir hatten ja unsere Wolldecken 😛 !
10.9.15 Abschied KTC - Aufbruch Urikaruus Auf dieses Camp hatten wir uns ganz besonders gefreut, hatten wir doch wirklich dort 2 Häuschen für 2 Nächte ergattern können 😄 🤪 😄 Daher packten wir recht früh unsere 7 Sachen zusammen, stellten den Nachttisch wieder auf seinen Platz und brachten die Kaffeemaschine zurück zum Guidehaus. Der nette Herr fragte uns, wohin wir nun fahren würden und als er hörte Urikaruus (er sprach es irgendwie wie „Urikariessia“ aus - hatte mit unseren verzweifelten Aussprach-Bemühungen so gar keine Ähnlichkeit), bot er uns spontan an, die Maschine doch mitzunehmen und sie ihm in 2 Tagen auf dem Rückweg vorbeizubringen - hatte ich schon erwähnt, dass ich ihn hätte knutschen können?? 😘
Da wir ja schon lange nicht mehr in Mata Mata waren (nicht, dass die Dame uns dort schon vermissen würde 😵 ), fuhren wir noch schnell tanken und kauften im Shop Alufolie und Kartoffeln - damit waren wir in Mariental zu sparsam gewesen (als Tipp: Kauft lieber direkt die 20m Rolle Alufolie und nicht wie wir die 5m - man braucht doch recht viel davon).
Auf dem Weg nach Urikaruus fielen uns 2 große, kreisende Vögel am wieder strahlendblauen Himmel auf. Was war das? Kreisten wie Geier, hatten eine enorme Ähnlichkeit mit Weißstörchen, nur der Hals war irgendwie zu kurz geraten.
Mensch, klar! Sekretäre!!! Die kannten wir zwar, aber wir hatten sie noch nie fliegend gesehen. Wir beobachteten sie bis zu ihrer Landung, um sicher zu sein, dass wir uns nicht geirrt hatten.
Teil 1917. Okt. 2015
Bei unserer Ankunft in Urikaruus wurden wir von Jacques begrüßt und eingewiesen. Wir hatten die rechten beiden Häuschen (denke Nummer 3 und 4). Ganz genau begutachteten wir die Eingangsstufen (v.a. die unterste Stufe) nach Puffottern, die Küche nach Mäusen, das Bad nach Schlangen und die Decken nach Fledermäusen - NIX - die Luft war rein! 😛 Um auf Nummer sicher zu gehen, fragten wir auch noch Jacques - natürlich ganz nebenbei - , wie es denn so mit Schlangen aussehe: Also er hätte dieses Frühjahr noch gar keine gesehen; vor Oktober muss man nicht mit ihnen rechnen. 😐 Aaaaaaah soooooo 🤪 🙄 🤪 Schlüssel bekamen wir auch ausgehändigt - es sollte sich später herausstellen, dass sie nur zum Teil passten.
Beruhigend fand ich, dass die Unterkünfte auch untereinander mit Holzstegen verbunden sind. Das war mir vorher nicht so ganz klar gewesen und ich konnte es auch auf den Bilder im Forum nie so genau erkennen. Ich hatte mir schon Gedanken gemacht, wie unsere Tochter abends im Dunkeln nach dem Braai sicher in ihr Häuschen gelangen sollte ohne den „Sicherheitsbereich“ verlassen zu müssen. Meine Bedenken waren, wie Ihr noch sehen werdet, nicht ganz unberechtigt. 😗
Nach dem Verstauen unseres Krempels zogen wir los. Es war unser dritter Tag im KTP und allmählich wäre es mal Zeit für Löwen, Geparden, Leoparden, Eulen, Schildkröten - habe ich noch was vergessen? Ah ja, Hyänen v.a. natürlich die Braune wäre auch ganz nett (man darf ja wohl noch träumen) 🙂
Muss ich mich wiederholen????? Steine mit Hörnern, schwebende Steine, Oryxe..... Das volle Programm 🤢 Jedes stehende Auto (bzw. natürlich die Insassen - soooo verzweifelt waren wir dann doch noch nicht) quatschten wir mittlerweile in unserer Verzweiflung an - nichts, es war wie verhext! 😈
Wir beschlossen, Auchterlonie anzusteuern, um uns dort ein wenig die Füße zu vertreten. Das Museum gefiel uns sehr gut; unvorstellbar dort zu leben, schon gar nicht vor über 100 Jahren. In „Ingrids-Welt“ gibt es einen schönen Artikel über die geschichtlichen Hintergründe von Auchterlonie (http://www.ingrids-welt.de/reise/sa/html/ktp_auchterlonie.htm) - ich hoffe, ich darf das hier verlinken!
Auch hier gab es weit und breit keine Katzen - allerdings waren wir dieses Mal ganz froh darum, denn der komplette Rastplatz inkl. Toilettenhäuschen und großzügigem Museumsgelände waren nicht eingezäunt. (Ab und zu umschauen kann also nicht schaden). Einzig ziemlich dreiste Raben versuchten ihren Anteil am Picknick der menschlichen Gäste zu erbeuten.
Nach diesem geschichtlichen Exkurs waren wir es irgendwie leid, nach Tieren Ausschau zu halten, die es hier eh nicht gab bzw. die beschlossen hatten, auf keinen Fall von uns gesichtet zu werden (Wahrscheinlich lagen sie alle einträchtig nebeneinander hinter irgendeiner Düne und lachten sich halb tot über uns - manchmal war es mir doch wirklich, als ob ich lautes tierisches Gelächter vernommen hätte) 😈 🤢 😈 Wir wollten zurück nach Urikaruus und einfach ein bisschen den Rest-Nachmittag auf der Terrasse genießen und die Seele baumeln lassen.
Wieder stand ein einsames Auto am Rand der Pad; eindeutig ließ sich ein Fotoapparat hinter der Windschutzscheibe erkennen - schnell schauten wir in die anvisierte Richtung - also wir sahen da nix außer Sandpiste. 🙁 Scheibe runterkurbeln und mein Mann fragte: „What do you see?“ Der schwarze Fahrer wollte sich halb kringelig lachen 🤨 Oh Gott, in diesem Moment bemerkten auch wir, was uns im Übereifer zuerst verborgen geblieben war:
Das war kein Tourist auf Safari, sondern eine GESCHWINDIGKEITSMESSUNG 😮 Boden tu dich auf 😊 😊 😊 😊 😊 😊 😊
Halb lachend, halb weinend fuhren wir weiter. 🤪 🤪 🤪 Und dann... ENDLICH... diesmal war es wirklich eine Sichtung, die weit oben auf unserer Wunschliste gestanden hatte!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!:
2 Blassuhus
mein Lieblingsbild:
Der Tag war gerettet 😄
Nun freuten wir uns auf unseren 3. Braai (Lamm das Zweite); was soll ich sagen:
Das Essen schmeckte: NA JA - es gab sicherlich Steigerung nach oben!
Dieses Mal erschwerten uns zusätzlich diverse Falter, z. T. mit Monster-Anhängseln das Essen - sie waren überall; im Salat, auf dem Fleisch, im Rotwein etc. Entspanntes Essen war was anderes. Beim Vorbereiten beobachteten wir noch meine Lieblingstiere (allerdings habe ich mehrere davon)
Teil 2018. Okt. 2015
Hallo, Ihr Lieben! Danke, für die netten Worte - ja, meiner Schulter geht's ganz gut. Die 3 Löcher, die der Chirurg da unbedingt reinmachen wollte, sind etwas blau, gut, dass ich nicht sehen kann, wie´s innendrin aussieht 😉 Ansonsten heißt es "schonen", dann tut´s auch kaum weh. Meine Familie hilft, wo sie kann - nur irgendwie kann sie wohl nicht bügeln; Wäsche stapelt sich-ich beneide Guggu, die hat ihre schon fertig 🙂
Aber jetzt weiter im Text:
Nach dem doch recht hektischen Abräumen der Essensreste - in der Hoffnung, dass die kleinen Monster sich dann verzögen - genossen wir noch den wahnsinnigen Sternenhimmel Afrikas. Wir testeten unser in Bagatelle erstandenes Wissen, fanden ohne weiteres das Kreuz des Südens und behaupteten nun auch zu wissen, wo Süden sei. Sollten wir also doch mal in der Kalahari verloren gehen, könnten wir jetzt wenigstens geradewegs nach Süden laufen - zumindest nachts und bei klarem Himmel - über den Sinn davon muss ich mir allerdings noch Gedanken machen 😐 .
Mein Mann testete seine neue App (Tipp vom Guide aus Bagatelle), mit der man ganz toll Sternenbilder und auch einzelne Sterne bestimmen kann: „google sky map“ - eine schöne kostenlose App, die außer GPS nichts benötigt. Immer wieder schauten wir zum beleuchteten Wasserloch; wir sahen Eulen
und Fledermäuse; leider waren sie zu unstet, um sie zu fotografieren. Dieser Kapfuchs schlich vorsichtig um unser Häuschen herum
Die Geräusche der Nacht waren unheimlich: das Heulen der Schakale aus verschiedenen Richtungen steigerte sich bis zum synchronem Finale, bevor es abrupt abbrach - danach Totenstille; bis das Ganze wieder von vorne losging.
Und dann plötzlich war sie da - ich dachte zuerst es sei ein Bär; aber Bären in Afrika???? Eine Tüpfelhyäne schlenderte vom Wasserloch direkt auf unsere Unterkunft zu. Und sie war sooooo riesig 🤨 - eben wie ein Bär! Es war nicht unsere erste Hyäne, aber bisher haben wir sie nur in einiger Entfernung aus dem Auto heraus gesehen, da sahen sie immer normal groß aus. Diese schlich aber nun direkt um unsere Terrasse herum und schnüffelte lautstark an den Pfosten. Mit etwas Recken hätte man sie anfassen können! Wir rückten alle ein wenig vom Geländer ab - es wäre für sie wahrscheinlich eine Leichtigkeit gewesen, sich auf die Hinterbeine zu stellen, einen Fuß von uns durchs Geländer zu ergreifen und mal heftig zu ziehen. Das würde kein Hüftgelenk aushalten! 🤢 Viele Menschen finden Hyänen ja abstoßend und hässlich. Ich fand sie bisher auch nicht besonders attraktiv, diese hier war aber wunderschön - aus der Nähe dah man, dass der Kopf wohlproportioniert und ihr Fell richtig weich und kuschelig war. Sie schlich um unser Häuschen herum und verschwand sogar unter der Terrasse (dort wurden die Mülltonnen gelagert, allerdings sicher abgesperrt). Es schien, dass sie sehr hungrig war - buddelte nach Mäusen und verspeiste wohl einige Insekten als Abendbrot. Das war ein karges Mahl. Unsere erste ängstliche Reaktion wurde sehr schnell durch Mitleid mit dem - so schien es uns - ausgehungertem Tier ersetzt.
Sie trieb sich noch recht lange in der Nähe unseres Häuschen herum. Verschwand mal in der Dunkelheit, um wenig später plötzlich und wie aus dem Nichts heraus wieder vor unserer Terrasse zu stehen. Versteht Ihr jetzt, dass ich froh war, dass die Häuschen auch untereinander mit Holzstegen verbunden waren 😗 ? Ich hätte wirklich keinen Fuß mehr außerhalb des eingezäunten Bereiches setzen wollen - abends/nachts was aus dem Auto zu holen, halte ich in Urikaruus wirklich nicht für eine gute Idee! 😕
Die Nacht war sehr unruhig - irgendwann wurde ich von einem Schakal geweckt. Sein Geheul klang anders als sonst, es wurde schriller und schriller bis es sich wie menschliche Todesschreie anhörte. Dann... 🙄 totenstill - da hatte die Natur wohl ihren Lauf genommen 🤢 (Jacques fragte uns am nächsten Morgen, ob wir den Schakal auch gehört hätten; er tippte auf Hyäne oder Leopard - in solchen Momenten wird mir immer ganz bewusst, dass wir nicht in einem Zoo sind 😐 ) An Einschlafen war trotzdem nicht zu denken. Irgendjemand oder irgendetwas kletterte auf unserem Dach 😕 /in der Zwischendecke 😕 😕 /in unserem Zimmer????? 😵 😵 😵 😵 😵 Taschenlampe an: nix zu sehen 🤨 ! Es musste aber etwas größeres sein, kein kleines Mäuschen, so laut wie das war 😮 . Mit der Taschenlampe in der Hand schlief ich dann doch irgendwann ein. 😣
11.9.15: Frühstück: Es gab Spiegeleier und Toast. Endlich mal kein verbranntes Pfannentoast, denn in Urikaruus gibt es extra Toaster für den Gasherd 🤩 (Ich hätte dieses Gestell zwar niemals als einen solchen erkannt, aber wie gut, dass mein Göttergatte so welterfahren war. 😄 Also als Tipp: ganz unten in einer Küchenschublade liegt ein Gestell, dass man auseinanderklappen kann - ich dachte, es wäre zum Grillen von ganzen Hühnchen da - so ähnlich wie diese Dinger sieht es aus. DAS IST EIN TOASTER 🤪 🤪 🤪 )
Und beim Frühstück dieses große Kino:
der Zug der Urzeittiere
mit Kälbern 😁
aber irgendwie lag eine gewisse Unstimmigkeit im Busch - und jetzt genießt nur die Bilder von dieser geballten Kraft und Wendigkeit 😛 (ok, ich mag Gnus 😗 )
irgendwann beruhigte sich die Herde dann doch und konnte, nur unterbrochen von kleinen Zickereien, das tun, was sie ja eigentlich vorgehabt hatte: Ihren Durst stillen 😉