Einleitung Nach unserer ersten Selbstfahrerreise in den Süden Namibias, ging es endlich wieder los! Geplant war die Reise schon länger - um so größer war die Vorfreude.
Da wir letztes Jahr im März im KTP leider kein Leopardenglück hatten, hofften wir den Safarigott insbesondere durch Erweiterung der Getränkekarte um Gin-Tonic gnädig zu stimmen. 😈
Durch den Wechsel der Reisezeit hin in den afrikanischen Frühling wollten wir diesmal den von uns noch unbereisten Norden Namibias und Teile von Botswana erkunden. Besonders angetan haben es uns die Berichte über Chobe und Moremi.
Nach Studium der Lodgepreise in Botswana, entschieden wir uns doch mal das bisher unbekannte Dachzelt auszuprobieren 😗
Da wir aber keinerlei (bzw. nur nicht unbedingt positive) Camping-Erfahrung hatten, haben wir bewusst die Hälfte der Zeit in Lodges und die andere Hälfte auf Campingplätzen verbracht.
Ohne Eure Berichte und Tipps hätten wir uns die Route sicher nicht zugetraut und deshalb schreiben wir auch wieder einen Reisebericht der vielleicht dem ein oder anderen weiterhilft oder zumindest die Wartezeit auf den nächsten Urlaub etwas verkürzt.
Reiseroute Hier unsere Route in der Kurzform: 10.09.2015: Flug mit SAA von München via Johannesburg nach Windhoek 11.09.2015: Villa Violet in Windhoek (Zimmer) 12.09.2015: Sophienhof Lodge (Camp Site) 13.09.2015: Dolomite Camp im Etosha NP (Zimmer) 14.09.2015: Dolomite Camp im Etosha NP (Zimmer) 15.09.2015: Halali im Etosha NP (Zimmer) 16.09.2015: Roys Rest Camp (Camp Site) 17.09.2015: Nunda River Lodge (Camp Site) 18.09.2015: Nunda River Lodge (Camp Site) 19.09.2015: Nambwa Camp (Camp Site) 20.09.2015: Chobe River Cottages in Kasane (Zimmer) 21.09.2015: Chobe River Cottages in Kasane (Zimmer) 22.09.2015: Chobe River Cottages in Kasane (Zimmer) 23.09.2015: Savuti im Chobe NP (Camp Site) 24.09.2015: Savuti im Chobe NP (Camp Site) 25.09.2015: Xakanaxa im Moremi Game Reserve (Camp Site) 26.09.2015: Xakanaxa im Moremi Game Reserve (Camp Site) 27.09.2015: Third Bridge im Moremi Game Reserve (Camp Site) 28.09.2015: Thamalakane River Lodge in Maun (Zimmer) 29.09.2015: Okambara Elephant Lodge (Zimmer) 30.09.2015: Okambara Elephant Lodge (Zimmer) 01.10.2015: Okambara Elephant Lodge (Zimmer) 02.10.2015: Rückflug mit SAA via Johannesburg nach München
Hier eine kleine Übersichtskarte
Hier noch ein kleiner Gruß aus dem Savuti Marsh
Falls Ihr Lust habt, würde es uns freuen wenn Ihr uns bei unserer weiteren Reise begleitet.
Liebe Grüße Melanie & Robert
Teil 205. Okt. 2015
Tag 1, 10.09.2015 - Hinflug Grade noch so unter dem Gewichtslimit von South African ging es mit unserem Gepäck per Auto nach München. Endlich geht's los - die Vorfreude war wirklich immens. Im Gegensatz zum ersten Tripp hielt sich die Nervosität auch in Grenzen. Wir waren natürlich schon gespannt wie wir uns mit dem Campen tun würden - aber was solls, zur Not gibt es immer Alternativen.
Nach Gepäckabgabe gab es am Flughafen die traditionellen Weißwürste und ein schönes Weizen. Dann gings schon los mit dem Boarding. Wir finden South African wirklich super - auf der Strecke von München nach JoBurg ist das Setup mit 2-4-2 einfach super wenn man zu zweit unterwegs ist. Essen ist echt OK, Sitzabstand auch. Was will man mehr.
In Johannesburg kamen wir überpünktlich an und hatten 2 Stunden Zeit - zuerst geht es da dort durch den Transit mit Passkontrolle und dann nochmal durch einen Security-Check. Danach hatten wir noch Zeit für einen Kaffee und wollten noch ein Fläschchen Gin kaufen. Als wir den Duty Free Shop betraten fiel mir ein, dass ich mal wo gelesen habe, dass das nicht funktioniert. Naja - probieren können wir es ja. An der Kasse wurde ich dann nach meinem Diplomatenpass gefragt. Den hatte ich doch glatt zu Hause vergessen 😗
Also: Wenn Gin, dann schon in Deutschland ... innerhalb der SADC funktioniert das nur mit entsprechendem Pass. Das Zeug wäre im Duty Free schon wesentlich günstiger als in Namibia ...
Dann gings schon weiter - die letzten 2 Stunden Richtung Windhoek ...
Teil 305. Okt. 2015
Tag 2, 11.09.2015 - Windhoek, Villa Violet Endlich wieder Namibia - wir landeten pünktlich am Flughafen in Windhoek, beeilten uns mit dem Ausfüllen der Einreiseformulare und waren als einer der ersten durch den Zoll. Beim Bankomat am Flughafen gab es wieder Rand - perfekt, die brauchten wir für den Grenzübertritt nach Botswana.
Autoübernahme Nach kurzem Warten erschien auch schon unser Fahrer von Savanna und brachte und zur Autovermietung. Dort angekommen wurde zuerst der Papierkram erledigt und dann bekamen wir eine Einweisung in unseren Offroad-Hilux mit Dachzelt und Campingausrüstung (Wagengruppe GLDS-1)- Wagennummer 103 mit ca. 71.000 Kilometer am Buckel. Es war ein 3.0er Hilux mit sehr guten Offroad Reifen, etwas höher mit Seilwinde und Schnorchel. Kompressor, Engel Fridge mit Zweitbatterie und zwei Ersatzreifen sowie die gesamte Campingausrüstung gab es auch. Zusätzlich haben wir zu einem sehr vernünftigen Preis Axt, Sandmatten, Schaufel, Polster und eine Jerry Can gemietet. Wolfgang hat das Auto in seinem Reisebericht mit dem Titel "Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour" sehr gut beschrieben - inkl. Bilder. Hoffe der Hinweis ist für Wolfgang OK!
Überraschenderweise hatte das Auto eine Automatik - bestellt / bezahlt hatten wir manuelle Schaltung. Ich war sehr froh - meine Erfahrung mit Sandpisten hielt sich eher in Grenzen und war mehr theoretischer Natur 😗. So kann ich zumindest keine Fehler beim Schalten machen und die Schuld auf die Automatik schieben 🙂
Fazit Auto: Wir waren sehr zufrieden - Ausrüstungsmäßig ist alles was man braucht dabei. Das Dachzelt misst 120cm in der Breite - das geht auch problemlos. Die Matratze ist natürlich nicht sonderlich dick, aber man hält es aus. Alles in allem würden wir den Wagen sofort wieder nehmen - bis auf ein Thema das wir erst bemerkt haben, als es zu spät war. Dazu aber später mehr 😈
Die Autoübergabe erfolgte ausführlich, sehr nett und war richtig lustig - nur das Dachzelt wurde nicht wirklich erklärt (trotz Nachfrage). Ist aber im Nachhinein auch klar - es gibt nicht wirklich was zu erklären 🤩
Jedenfalls eine klare Empfehlung für das Auto und Savanna - bezahlt haben wir vorab mit Kreditkarte.
Villa Violet und Einkaufen Dann ging es weiter zur Villa Violet - mit Garmin GPS und Tracks4Afrika kein Problem 🙂 Nach einer entspannenden Dusche und einem Kaffee ging es weiter zum Superspar zum Einkaufen. Das ganze ist nach dem Flug einfach schon anstrengend und zehrt an den Nerven. Die vorbereitete Einkaufsliste wurde abgearbeitet und besonders im Bottle Shop hat mich die Abrechnung etwas überrascht. Wir waren auch die einzigen mit Einkaufswagen im Bottleshop 😈
Nach dem Einkauf war es schon fast 18:00 Uhr und wir fuhren gleich direkt weiter zu Joes Beerhouse. Wir mögen es - ist einfach witzig und es gibt kaltes Bier und gutes Essen. Danach war es nur mehr ein Katzensprung zurück in die Villa Violet und wir gingen nach einem Gute-Nacht-Bier müde und voller Vorfreude auf die nächsten Tage ins Bett.
Fazit Villa Violet: Sehr schönes Bed and Breakfast mit freundlichen Besitzern und Angestellten und wirklich hervorragendem Frühstück. Nächstes Jahr wieder. Preis: N$ 700 pro Person (inkl. Frühstück).
Hier noch ein paar Eindrücke aus der Villa Violet - das Zimmer haben wir leider nicht fotografiert.
Teil 406. Okt. 2015
Tag 3, 12.09.2015 - Outjo, Sophienhof Lodge Heute heißt es früh aufstehen - schließlich sind wir in Afrika, da macht das ja Spass 🙂 Zuerst räumten wir ein wenig im Auto herum und dann ging es weiter zum Frühstück. Das war wirklich hervorragend - alles selbst gemacht, ein Gedicht. Danach noch kurz das Dachzelt ausprobiert und die letzten Dinge im Auto umgeräumt.
Da wir gestern doch einige Kleinigkeiten beim Spar vergessen hatten (trotz Liste ...), fuhren wir nochmal hin.Gepäck ließen wir einstweilen in der Villa Violet. Ich denke ich würde das beim nächsten Mal aber nicht mehr machen - es war viel Los beim Spar und ich kann mir nicht vorstellen, dass Dir dort jemand das Canopy aufbricht.
Nachdem wir das Gepäck wieder abgeholt haben ging es noch zur Tankstelle und zum Bankomaten und dann brachen wir auf. Wir hatten doch einige Kilometer vor uns.
Wir waren richtig froh als wir aus Windhoek raus waren - ich weiß nicht, in der Stadt fühle ich mich nie zu 100% wohl. .
Als wir dann das erste mal über 100 km/h mit dem Hilux fuhren ging es los. Ein lautes unangenehmes Pfeifen. Ich drehe mich zur Beifahrerin und Frage: "Hab ich einen Tinitus, oder hörst Du das auch?".
Das Geräusch war auch am Beifahrersitz zu hören. Sobald wir mit etwas über 100 unterwegs waren, wurde es unangenehm. Beim nächsten Parkplatz stehen geblieben und mal ein wenig geschaut bzw. die Schienen vom Dachzelt zugeklept. Hat nicht wirklich was geholfen.
Im Nachhinein wissen wir: Je weniger im Dachzelt drinnen (Polster, Schlafsack, Decke, ...) ist und je genauer man es "zusammenpackt", desto schneller kann man ohne Pfeifen fahren. Am Ende in der Reise konnten wir sogar die erlaubten 120 km/h fahren - da hatten wir alles entfernt (Polster, Schlafsack, Decke, ...).
Jetzt meine Frage an die Runde - ist das normal? Auf Teer sind so 120 km/h schon ganz hilfreich ...
Naja - was solls, auf der Strecke haben wir mal eine kurze Pause eingelegt und verdrückten ein Sandwich - ansonsten sind wir praktisch durchgefahren und kamen relativ früh bei der Sophienhof Lodge an. Hatte ich mir anders vorgestellt - doch sehr groß.
Am Gelände war gerade ein Riesen-Fest mit großem Zelt im Gange. Uns wurde aber gesagt, dass das Fest gegen 16:00 Uhr vorbei wäre - wir waren eigentlich ganz froh, wir wollten etwas Ruhe 😗
Danach genossen wir die ersten beiden Stunden am Campingplatz, kochten das erste Mal Kaffee, probierten unser Equipment aus und bauten das Dachzelt das erste mal richtig auf.
Danach nahmen wir am Game Drive teil und waren netterweise auch die einzigen Gäste. Zuerst ging es zur Strauß- und Gepardenfütterung. Die Straußfütterung war wirklich ein Erlebnis - weil man (für uns überraschend), die Strauße selbst füttern konnte:
Auch die Geparden wurden gefüttert - ist auch immer wieder mal interessant, aber natürlich tun einem diese Tiere eingesperrt irgendwie besonders leid. Auch wenn es sich um "Problemgeparden" von Farmen in der Umgebung handelt, die sonst wahrscheinlich einfach abgeknallt worden wären.
Dann startet die ausgiebige Rundfahrt über die Farm - schön hier.
Nach dem Game Drive entzündeten wir das Feuer und grillten uns das in Windhoek erstandene Rindfleisch (leider kein Game beim Spar). Als dann auch der Abwasch erledigt war, genossen wir noch ein paar Minuten und ein Bierchen am Wasserloch und dann ging es die erste Nacht ins Dachzelt.
Fazit Sophienhof Lodge: Nette Campsite mit viel Gras und schöner Umgebung. Strom und Wasser (mit Spüle) direkt auf der Site, Abolutions sauber und OK. Als Zwischenstopp auf jeden Fall in Ordnung. Preis Campsite: N$ 150 pro Person
Teil 509. Okt. 2015
Tag 4, 13.09.2015 - Dolomite Camp, Etosha Die erste Nacht im Dachzelt haben wir gut überstanden - war eigentlich super. Etwas kalt zum Schluss, aber sonst recht angenehm. Mit Sonnenaufgang stehen wir mit dem Hahn der Sophienhoflodge auf. Nach Kaffee und Frühstück packen wir gemütlich zusammen und bezahlen die Campsite.
Beim Bezahlen liefen uns ein paar Tokos über den Weg:
Jetzt geht es das erste Mal in den Etosha - wir fahren also Richtung Galton Gate. Die Erwartungen sind zurück geschraubt - haben sehr oft gelesen, dass Etosha einfach überlaufen ist. Mal sehen wie es wird - auch auf das Dolomite Camp sind wir sehr gespannt.
Die Fahrt Richtung Etosha ist eher langweilig - nur hin und wieder kommen wir zu einer Straßensperre 🙂
Gegen 11:00 Uhr sind wir am Gate und bezahlen die Parkgebühr für die nächsten Tage - die Freude ist groß, der erste Self Game Drive startet 😃
Zuerst sehen wir nicht viel, die Strecke ist eher eintönig und fast tierlos. Am ersten Wasserloch (Renostervlei) bleibt uns die Spucke weg - da steht ja gleich mal einges herum. Giraffen, Zebras, Oryx, Strauß, Warzenschwein, ...
Leider ist es sehr windig und dadurch auch wirklich staubig. Je weiter wir in den Park fahren, desto mehr legt sich aber der Wind.
Am nächsten Wasserloch sehen wir dann gleich eine Gruppe Elefanten - letztes Jahr im Süden hatten wir ja kein Elefantenglück. Wunderbar diesen Tieren zuzusehen. Wir waren entzückt - Rund um die Wasserlöcher tat sich wirklich sehr viel. Dazwischen war nicht viel los - aber das macht ja nichts.
Gegen 14:00 kamen wir in Dolomite an - gleichzeitig mit 3 anderen Autos. Unser Gepäck haben wir auf das Golfkart gepackt, sind dann aber zu Fuß hochgelaufen, weil wir sonst warten hätten müssen. Nach dem freundlichen CheckIn bezogen wir unser Chalet mit der Nummer 1. Also gleich das erste nach Restaurant / Pool. Die Aussicht ist wirklich toll - die Zimmer sind sehr schön. Es ist aber doch einiges kaputt - stört nicht wirklich und es hat an nichts gefehlt, liebevolle gepflegt wird die Lodge aber definitiv nicht.
Heute ist es wirklich sehr heiß und wir genießen ein kaltes Getränk am Pool im Schatten, bevor wir zum abendlichen Game Drive aufbrechen.
Am Wasserloch gleich bei der Lodge hatten wir gleich wieder Elefanten - danach "das übliche". Einfach wunderschön das Licht am Abend - teilweise lassen uns die Tiere ganz nah heran.
Zurück in der Lodge sehen wir bei einem Windhoek Lager von der Terasse aus in der Ebene ein Nashorn Richtung Wasserloch laufen. Schade - das haben wir verpasst.
Später geht es zum Abendessen - heute gab es etwas, was ein Kudu-Steak sein sollte. Wir sind wirklich nicht besonders anspruchsvoll, aber ein so zähes Fleisch habe ich noch nie in meinem Leben gegessen. Fast die Hälfte bleibt am Teller zurück - alles andere war aber schwer in Ordnung. Morgen also kein Game ...
Nach dem Genuß der letzen beiden Tonic Water im Dolimite Camp (OK, etwas Gin war auch dabei) gingen wir ins Bett. Hoffentlich kommt morgen eine neue Lieferung Tonic Water ... 😗
Teil 620. Okt. 2015
Tag 5, 14.09.2015 - Dolomite Camp, Etosha In der Nacht war es im Zimmer sehr heiß - wir wachen kurz vor Sonnenaufgang auf, nun ist die Temperatur angenehm. Draußen fährt gerade das erste mal der Golfwagen vorbei. Beim Zähneputzen hören wir auf einmal ein lautes Brüllen - das war ein Löwe.
Wir beschleunigen unsere Tätigkeiten ganz automatisch - der muss unten beim Wasserloch sein. Wir packen unser Zeug zusammen, gehen kurz frühstücken und brechen dann gleich auf. Vielleicht haben wir heute Glück und sehen vielleicht Katzen - wer weiß, vielleicht auch den so gewünschten Leo.
Am Wasserloch angekommen gab es nichts besonderes - kein Löwe weit und breit. Da waren wir wohl zu langsam. Es ist aber auch ohne Katzen traumhaft - das Licht am Morgen ist einfach toll!
Teilweise werden wir ganz schön angemeckert 🤩 :
Mittag wollen wir in Olifantsrus (neue Campsite) verbringen - dort angekommen stehen wir vor einer Baustelle und sehen keinen anderen Gäste. Wir öffenen das Tor selbst, da kommt uns jemand entgegen und erklärt es wären 30 N$ pro Person Eintritt zu zahlen.
Da es wenig Alternativen gibt und wir schon hungrig werden bezahlen wir den Eintritt. Im Nachhinein voll in Ordnung - der Hide ist wirklich wunderschön und man kann eine tolle Pause machen.
Am Hide kommt man den Tieren wirklich sehr nah:
Danach geht es wieder zurück Richtung Dolomite - an allen Wasserlöchern ist was los.
Bei Dolimite sehen wir auch wieder Elefanten - die veranstalten sogar eine kleine Straßensperre:
Gegen 15:30 sind wir zurück im Zimmer und ruhen uns ein wenig aus - heute Abend wollen wir nicht mehr weiter herumfahren. Wir haben vor uns ans Dolomite Wasserloch und dort zu warten.
Um 17:00 sind wir am Wasserloch und genießen die Stimmung bei einem Bier.
Als wir gegen 18:30 schon fast aufbrechen wollen, sehen wir in der Ferne zwei Nashörner kommen. Wir warten so lange wie möglich, die beiden sind aber sehr schüchtern.
Wir sind extrem happy diese tollen Tiere so nah erleben zu dürfen. Der Mutter hat man offenbar zum Schutz das Horn entfernt.
Dann müssen wir leider zurück zum Camp, machen uns frisch und entscheiden uns beim Dinner diesmal gegen Game und für Rindfleisch. Das ist wirklich ganz passabel und auch der Tonic-Vorrat war wieder aufgefrischt!
Uns fällt auf, dass einige andere Gäste (unterschiedlicher Nationalitäten) das Personal wirklich von oben herab bzw. äußerst unfreundlich behandeln. Wir finden das sehr schade und die Stimmung ist teilweise richtig unangenehm. Deshalb sind wir irgendwie ganz froh hier wegzukommen und freuen uns schon wieder auf unser Dachzelt.
Müde kommen wir zurück ins wieder sehr warme Zimmer und gehen bald ins Bett. Schließlich sollten wir ja die gewünschten Katzen zumindest noch zu hören bekommen 🙂
Gegen 2 Uhr wachen wir auf - zuerst Melanie, etwas später ich. Wir hören ganz in der nähe Löwengebrüll. Wirklich sehr laut - und sehr sehr furchteinflößend. Es kommt uns so vor als würden die Löwen rund um unser Zelt schleichen.
Das geht 2-3 Stunden so und wir schlafen in dieser Zeit wenig bis gar nichts. Irgendwann schlafen wir dann ein - ich frage mich die ganze Zeit: Was wenn das im Dachzelt passiert ... auf was haben wir uns da eingelassen. Jetzt freuen wir uns nicht mehr so richtig aufs Dachzelt 😣
Fazit Dolomite Camp: Tolle Lage, Tolle Aussicht und viele Tiere in der Umgebung. Wohl etwas einsamer als der Ostteil des Etosha. Lodge eigentlich traumhaft, etwas abgewohnt und Personal je nach Stimmung von sehr freundlich bis eher unfreundlich. Essen von grausam bis gut. Andere Gäste bei uns wirklich teilweise zum fremdschämen. Eher unpraktisch ist die "weite" Entfernung zwischen Auto und Zimmer. Auf den Golfwagen zu warten war uns immer zu blöd - wir sind zu Fuss gegangen (außer Nachts).
Wenn man weiß worauf man sich einlässt, keine zu hohen Ansprüche hat sehr gut. Preis/Leistungsverhältnis ist sicher nicht das beste. Preis: € 83 pro Person (inkl. Frühstück).
Teil 721. Okt. 2015
Tag 6, 15.09.2015 - Halali Camp, Etosha Nach der unruhigen Nacht stehen wir wieder recht bald auf und packen unser Zeug zusammen. Nach gemütlichem Frühstück checken wir aus und gehen zum Auto.
Heute ist unser letzter ganzer Tag im Etosha - wir haben eine sehr lange Strecke, nämlich bis Halali vor uns. Nach einem Stoßgebet zum Safarigott brechen wir auf - bitte bitte zeig uns heute ein paar Kätzchen.
Am ersten Wasserloch ist nicht viel los - wir sehen einen neugierigen Schakal der uns etwas näher kommt:
Beim nächsten Wasserloch steht ein Auto. Von weitem sehe ich etwas zwischen Wasserloch und Auto liegen. Und dann bin ich mir sicher - Löwen. Da ist es das wieder das Wahnsinnsgefühl - einfach unglaublich schön. Danke lieber Safarigott.
Es handelt sich um einen jungen Löwen und zwei Löwendamen - es wird gedöst und hin und wieder ein Stückchen bewegt.
Damit steht fest: Etosha ist super! 😗 Nachdem wir das ganze ausgiebig genossen haben und uns sicher sind, dass die Löwen keine Jagd veranstalten werden (es sind viele Tiere rundherum unterwegs), reissen wir uns los und fahren weiter Richtung Halali.
Trunken vor Glück fahren wir weiter bis von der Beifahrerseite ein lautes STOOOOPPPPP ertönt. Na was läuft denn da von links genau auf uns zu - natürlich ein wunderschönes Löwenpärchen:
Die beiden queren langsam die Straße und verschwinden dann hinter einigen Büschen und höherem Gras. Damit steht fest: Etosha ist absolut genial! 🤩
Wir fahren weiter und passieren Olifantsrus, danach ist nicht mehr besonders viel los. Von einem entgegenkommenden Fahrzeug hören wir von Löwen am nächsten Wasserloch ... 🙂 Dort angekommen brauchen wir einige Minuten bis wir die Löwen entdecken - diese liegen sehr weit entfernt unter einem Baum bei einem Riss und fressen. Selbst mit Fernglas nur sehr schwer zu sehen - deshalb gibt es nichtmal ein Beweisfoto.
Wir brechen also schnell auf - je näher wir Richtung Okaukuejo kommen, desto düsterer wird es. Offenbar wird in dieser Gegend sehr viel Sand aufgewirbelt, die Stimmung ist eher deprimierend - Tiere sind in der nähe der Wasserlöcher aber garantiert.
In Okaukuejo legen wir wieder eine Pause ein (Mittag haben wir zuvor an einem Picknickplatz gemacht). Ist ganz nett hier - und der "Sandsturm" ist auch vorüber. Das Wasserloch ist toll - sowas kannten wir bisher nicht. Hoffentlich ist das in Halali ähnlich.
Nach der Pause geht es weiter - wir wollen über Olifantsbad weiter Richtung Halali. Die Gegend hier ist wirklich nett - und was soll ich sagen, in Olifantsbad ist der Name Programm:
Es sind ca. 20 Tiere am Wasserloch - wir bleiben sehr lange (teilweise auch unfreiwillig - bei so vielen Elefanten ist die Straße oft gesperrt) und kochen uns dann am nebenan liegenden Picknickplatz Kaffee.
Die Gegend hier gefällt uns sehr gut und ist auch sehr Tierreich:
In Halali angekommen checken wir ein, ruhen uns kurz aus und brechen dann zum Wasserloch auf. Dort sind gleich ein paar Elefanten und auch ein Schakal- gefällt uns gut.
Danach gehen wir essen (man wird satt, aber man ist ja nicht wegen dem Essen da) und dann gleich nochmal zum Wasserloch. Ist wirklich toll hier - viele Leute aber absolut still. Wir bekommen noch ein Nashorn und eine Hyäne zu Gesicht:
Erst spät können wir uns vom Wasserloch losreissen und gehen zurück in unser Bush Chalet. Nach einer entspannenden Dusche fallen wir nach einem wirklich tollen Tag müde ins Bett.
Fazit Halali: Empfehlenswert. Das Wasserloch ist in Okaukuejo sicher noch bequemer zu erreichen, ist aber auch in Halali toll. Die Bush Chalets sind voll in Ordnung - und das Essen macht wie erwähnt satt. Ruhig ist es hier natürlich nicht, aber das war ja klar.
Preis: € 71 pro Person (inkl. Frühstück).
Teil 822. Okt. 2015
Tag 7, 16.09.2015 - Roys Restcamp Heute stehen wir mal etwas später auf und gehen ganz gemütlich Frühstücken. Nach dem Checkout (für den Schlüssel braucht man übrigens 500 N$ Kaution in bar, die wir uns dann natürlich wieder abholen) brechen wir auf. Die heutige Route führt uns über Namutoni raus aus dem Park.
In Tsumeb oder Grootfontein wollen wir dann Tanken und für die nächsten Tage einkaufen. Unser heutiges Tagesziel ist das Roys Restcamp - die nächsten vier Tage wird gecamped 😛
Zuerst fahren wir zum Etosha Lookout - hier hat man einen tollen Überblick über die Pan:
Die Landschaft ist hier weniger bewachsen als in den anderen Teilen des Parks die wir bisher gesehen haben - ist aber irgendwie logisch. Dann taucht eine einzelne Hyäne entlang der Straße auf - wir können diesem schönen Tier lange Folgen und genießen die tolle Morgenstimmung:
Hinter dem nächsten Wasserloch sehen wir dann ein Rhino:
Natürlich sind sonst auch alle "üblichen" Tiere unterwegs:
Und dann begegnen wir zwei Elefanten die einen kurzen Konflikt austragen:
Kurz vor Namutoni sehen wir insgesamt noch 4 Nashörner - zwei sehr weit weg und zwei etwas näher, unglaublich was hier los ist!
Im Camp angekommen vertreten wir uns kurz die Beine und schlendern etwas herum - ist ganz nett hier:
Dann machen wir uns Richtung Gate auf - das wars also mit Etosha. Am Gate angekommen werden wir recht gründlich kontrolliert - wir haben natürlich gar nichts mit und müssen dann noch unsere Schuhe im Wasserbad desinfizieren. Beim ersten Picknickplatz nach dem Gate machen wir Mittagspause mit Kaffee.
Am Lake Otjikoto kurz vor Tsumeb machen wir einen Zwischenstopp und gehen eine größere Runde. Ist nett, aber muss auch nicht unbedingt sein.
In Tsumeb gehen wir in einer sehr sehr neu wirkenden Shopping Mall einkaufen. Die Fotoausrüstung ist dabei am Mann - der Rest bleibt natürlich im Auto. Wir heben auch Bargeld ab und gehen tanken.
Als wir alles erledigt haben und uns für die nächsten Tage mit frischem Gemüse, etwas Fleisch usw. eingedeckt hatten, geht es weiter auf der Asphaltpad - vorbei an Grootfontein bis zu Roys Restcamp.
Dort angekommen können wir uns einen Platz aussuchen - es ist richtig gemütlich hier und auch immer etwas los. Zuerst beobachten wir viele Rotschnabelfrankoline:
Dann kommen unsere Campnachbarn - zwei Südafrikanische Päärchen mit 3 kleinen Hunden und einem eigenen "Butler" der alles aufbaut, kocht, ... - sowas war mir neu 🤩
Es gibt einen netten Rundweg den wir gehen.
Am Wasserloch warten dann zwei Elanantilopen:
Zurück am Platz machen wir uns an die Vorbereitungen fürs Abendessen und genießen die tolle Umgebung mit viel Wild das sehr nahe kommt.
Nach dem Essen gönnen wir uns noch ein Tonic-Water mit einem Schüsschen Gin (zwecks der Mückenabwehr 😗) und kriechen dann zufrieden in unser Dachzelt.
Fazit Roys Restcamp: Netter Campingplatz mit Strom, Wasser, brauchbaren Abolutions und allem was man braucht in wildreicher Umgebung. Preis: N$ 95
Teil 923. Okt. 2015
Tag 8, 17.09.2015 - Nunda River Lodge Nach einer entspannten Nacht im Zelt frühstücken wir gemütlich. Dabei bekommen wir Besuch von einem Hasen:
Es ist doch etwas sehr frisch geworden in der Nacht - der Schlafsack hat nicht gereicht. Wir hatten eigentlich vor in Windhoek Decken zu kaufen, dachten aber das sei nicht notwendig. Wir planen also für heute einen Zwischenstopp in Ruundu ein - dort gibt es einen Cymot.
Bevor wir fahren machen wir noch ein paar Bilder vom Campingplatz (das erste Foto zeigt den Hide):
Nachdem wir alles zusammengepackt haben, brechen wir auf. Ab in den Caprivi zu unserem heutigen Tagesziel - der Nunda River Lodge.
Nach relative kurzer Fahrt passieren wir den Vet-Zaun, und sind im richtigen Afrika. Habe das schon öfter in Reiseführer bzw. Reiseberichten gelesen und mir gedacht: na das kann ja nicht plötzlich so anders sein. Doch kann es 😗
In Ruundu angekommen, fahren wir zum Cymot. Leider gibt es dort keine Decken und wir werden zu einem anderen Geschäft geschickt. Dort erstehe ich zwei recht günstige Decken und wir versorgen uns noch mit ein paar Lebensmitteln bevor wir weiterfahren.
Da wir nirgendwo Game bekommen haben, hatte ich noch die Idee zur Mobolo Lodge zu schauen - wir hatten in Reiseberichten gelesen, dass es dort immer gutes Game gibt.
Auf der Lodge werden wir sehr freundlich begrüßt und wir konnten auch problemlos Game kaufen. Auch ein Rundgang am wunderschönen Lodge-Gelände (mit Insel + Hängebrücke) konnten wir machen:
Relativ bald kommen wir bei der Nunda River Lodge an und dürfen unseren Platz mit der Nummer #1 beziehen (am Foto links die Lodge und rechts davon unser Auto mit Dachzelt):
Der Platz ist super, direkt am Fluss und man hat alles was man braucht. Die Campinggäste dürfen auch sämtliche Lodgeeinrichtungen benutzen, das ist echt super. Wir buchen gleich eine River Cruise für den Abend und relaxen ein weniger auf der Campsite.
Ungefähr 100 Meter von der Campsite entfernt sind auch Hippos im Wasser. Hoffentlich kommen uns die nicht besuchen ...:
Die River Cruise ist einfach traumhaft. Zuerst geht es Richtung Popa Falls und dann wieder an der Lodge vorbei die andere Flussrichtung entlang. Zu sehen gibt es sehr viele Vögel (inkl. wunderbarer Erklärungen unseres tollen Guides) und natürlich Hippos. Ein kleines (unfotogenes) Krokodil sehen wir auch. Die Cruise kann man nur jedem empfehlen!
Boot:
Popa Falls (vom Boot und von einer Sandinsel wo wir etwas herumspazieren):
Fischer
Hippos
African Darter
Vogelwelt
Und zum Abschluss der Sunset mit Hippo
Nach Sonnenuntergang kommen wir zurück zum Campingplatz, machen Feuer und bereiten alles für die Nacht und das Abendessen vor. Immer wieder leuchten wir Richtung Fluss - der einzige Besucher ist aber ein Hund der uns anbettelt 🙂
Wir essen gemütlich - es gibt noch die letzten reste Rindfleisch - und gehen nach einem stärkenden Gin-Tonic todmüde ins Bett.
Geschlafen wird aber zuerst mal nicht - kurz bevor wir einschlafen, besucht uns das erste Hippo. Wir sind wieder extrem aufgeregt und haben das Gefühl als würde das Hippo direkt neben dem Auto grasen. Nach einiger Zeit hören wir das Hippo wieder ins Wasser gehen.
Wir schlafen dann bald ein - in der Nacht werden wir aber immer wieder wach, das Gras bei uns am Platz scheint besonders schmackhaft zu sein 🤩
Teil 1024. Okt. 2015
Tag 9, 18.09.2015 - Nunda River Lodge Mit dem Sonnenaufgang klettern wir vorsichtig aus dem Dachzelt - nach eingehender Prüfung der Umgebung auf Hippos steigen wir herunter. Wir haben das Gefühl als würde uns Afrika langsam in die Wildnis einführen. Zuerst ein paar Löwen vor dem Zimmer, jetzt Hippos - mal sehen was da noch alles kommt 😗
Zuerst wird mal Kaffee gekocht:
Und natürlich schön gefrühstückt. Es ist wunderbar hier. Auch beim Campen stellt sich schön langsam Routine ein - deshalb kommen wir auch recht zeitig weg und brechen Richtung Mahango Game Reserve. Wir fahren durch Bagani - hier ist ganz schön was los auf der Straße. Beim Gate bezahlen wir den Eintritt und bekommen eine Karte - bestimmte Straßen im Park soll man wegen Tiefsand nicht fahren. Wir haben das auch gelassen - das erste richtige Sandabenteuer wartet morgen auf uns ...
Viel los ist nicht - die Gegend ist aber sehr schön und man ist fast alleine unterwegs. Zuerst begegnet uns ein Büffel mit blinden Passagieren:
Dann sehen wir einen Affen der am Ausguck sitzt:
Im Park darf man an zwei Stellen aussteigen - die erste Rast legen wir am großen Baobab Rast ein.
Als wir weiterfahren treffen wir eine Gruppe namibianischer Studenten und sehen von weitem eine Rappenantilope:
Nach einem kleinen Snack am zweiten Rastplatz fahren wir vom Fluss weg auf die andere Seite des Parks - dort gibt es ein Wasserloch.
Auf der Fahrt dort hin fahren wir durch relativ tiefen Sand (kommt uns zumindest zu dem Zeitpunkt so vor 😗) und kommen nur langsam voran. Na wehe am Wasserloch tut sich nichts! Am Wasserloch kommen wir dann gleichzeitig mit einer Elefantengruppe an - wir beobachten die Dickhäuter beim Baden und Eincremen mit Sand und Schlamm.
Außerdem kommen auch ein paar Pferdeantilopen vorbei (Danke Bele 😁):
Nachdem wir das Schauspiel ausgiebig genossen haben, fahren wir zurück zur Nunda River Lodge. Dort kommen wir am frühen Nachmittag an und Essen zuerst etwas. Es ist heute sehr heiß und wir sind ziemlich erledigt. Wir entscheiden uns dazu den Rest des Tages am Pool zu verbringen.
Am frühen Abend sind wir wieder auf der Campsite mit Hippo-Blick:
Am anderen Flussufer wird - mit Erfolg - gefischt:
Danach genießen wir den Sonnenuntergang und grillen die erste Hälfte das gestern in der Mobola Lodge erstandenen Game. Zum Einschlafen gibt es wie immer einen Gin-Tonic 😈
Kaum sind wir im Dachzelt verschwunden, kommen unsere Rasenmäher aus dem Wasser - wir haben uns daran aber schon gewöhnt und wachen nur hin und wieder auf.
Fazit Nunda River Lodge: Die Campsite ist super - die Plätze am Fluss sind natürlich ein Traum. Wir hatten Platz #1, direkt daneben wäre noch ein Platz gewesen, der wurde aber nicht vergegben. Wenn dieser besetzt gewesen wäre, hätte man wenig Privatspähre. Ist er nicht besetzt, sieht man sonst keine anderen Camper (außer man besucht die Toilette). Sehr angenehm war, dass man auch den Pool und die Bar benutzen darf. Die Bootsfahrt war sowieso Klasse. Also - eine klare Empfehlung, natürlich aber nicht so ruhig wie folgenden Campingplätze.
Preis: N$ 120 pro Person pro Nacht
Teil 1125. Okt. 2015
Tag 10, 19.09.2015 - Nambwa Lodge Wie immer zum Sonnenaufgang begleitet von lautem Vogelgezwitscher stehen wir auf, machen uns Frühstück und verlassen schon kurz vor 07:00 Uhr die Nunda River Lodge. Unser Tagesziel ist die Campsite bei der relativ neuen Nambwa Lodge - auf uns wartet heute das erste richtige Sandabenteuer.
Zuerst wollen wir aber noch in die Buffalo Core Area des Mahango Parks - wurde uns von mehrern Leuten in der Nambwa Lodge empfohlen, also nichts wie hin! Die Fahrt dauert nicht besonders lange und die Buffalo Core Area liegt in unserer Richtung. Als wir von der B8 auf die Nebenstraße Richtung Park biegen und ca. 300 Meter fahren sehen wir etwas auf der Straße laufen.
Als wir näher kommen, begreife ich, dass wir gerade das erste mal in unserem Safarileben afrikanische Wildhunde beobachten dürfen. Auf die hatten wir natürlich heuer gehofft, aber eher in Botswana. Dankeschön lieber Safarigott. Es scheint die Opfergaben lohnen sich tatsächlich.
Die Wildhunde laufen gemälich der Straße entlang und wir verfolgen das Schauspiel - nach relativ kurzer Zeit biegt das Rudel aber von der Straße ab und verschwindet im Dickicht.
Wir fahren also weiter und kommen nach kurzer Zeit zum Gate - leider ist niemand da, also warten wir etwas. Nach einiger Zeit rufen wir und siehe da, nach ca. 10 Minuten werden wir tatsächlich entdeckt, dürfen Eintritt zahlen und bekommen eine Karte.
Los gehts also - die Wege hier sind noch etwas abenteuerlicher als gestern, aber für unseren Hilux kein Problem. Die Gegend macht Ihrem Namen auch alle Ehre:
Es gibt aber auch Elefanten - in diesem Fall "müssen" (es gibt ja schlimmeres 😃) wir lange warten bis die Gruppe die Straße freigibt:
Uns gefällt dieser Teil des Parks eigentlich fast besser als gestern - und er ist noch einsamer:
Kurz vor Mittag verlassen wir den Park und machen uns auf den noch relativ langen Weg bis Nambwa.
Als wir von der B8 Richtung Nambwa abfahren passieren wir wieder ein Gate und erledigen die Formalitäten. Gleich hinter dem Gate beginnt die Tiefsandpiste (diesmal ist es wirklich eine 😄). Die Nervosität steigt - bis auf 5 km im Sossusvlei haben wir keinerlei Erfahrung. Aber wir sind vorbereitet - wir wissen wie es theoretisch funktionieren sollte. Und wir haben Schaufel und Sandmatte - was soll schon groß passieren.
Also - raus aus dem Auto und runter mit den Reifen auf 1,6 bar. Dank des mitgebrachten Manometers (der am Kompressor im Auto war übrigens kaputt ...) alles kein Problem. Und dann gehts los. Gleich mal die Untersetzung rein - das ist ja gaaaaanz tiefer Sand. Für den Hilux alles kein Problem. Also langsam ausrollen und Untersetzung raus - natürlich auch dann kein Problem.
Die Nervosität ist trotzdem noch immer groß und als wir die erste Gruppe von gefühlten hundert Elefanten (wahrsch. waren es 40 - trotzdem beeindruckend) passieren, traue ich mich nicht mal anzuhalten.
Den ersten Stopp legen wir erst nach einigen Kilometern ein - Impalas, Paviane und Zebramangusten vergnügen sich im Schatten unter einem Baum.
Später sehen wir dutzende Geier bei einem schön älteren Riss:
Die Gegend ist wunderbar und die Fahrt verläuft Problemlos - die Hilux gräbt sich einfach durch. Und mit Navigationssystem ist die Anfahrt zur Lodge auf den vielen kleinen Pisten auch überhaupt kein Problem. Dort angekommen erkennen wir gleich mal einen Unterschied zur Nunda River Lodge - Campsite und Lodge sind strikt getrennt. Die Lage ist aber wirklich traumhaft - campen wieder direkt am Fluss und sehr schöne Waschhäuschen.
Wir ruhen uns etwas aus - heute wollen wir natürlich noch zum Horseshoe. Ich versuche wieder mal ein paar Vögel zu fotografieren.
Später fahren wir dann zum Horseshoe - nun macht sich das Navi wirklich bezahlt, es gibt unzählige Wege und keine Schilder. Mit Navi aber ein Kinderspiel. Das Fahren im Tiefsand ist mittlerweile nicht mehr so aufregend - mit dem Auto und dem richtigen Reifendruck ist das (bisher) wirklich kein Problem und ich werde von Kilometer zu Kilometer sicherer. Am Horseshoe angekommen fahren wir dem Fluss entlang und Parken oben am Lookout. Da sich noch nichts tut fahren wir noch eine kleine Runde hinter dem Horseshoe und sehen Paviane die Riesenkrach schlagen.
Als wir zurück zum Lookout kommen, ist gerade die erste Gruppe Elefanten am Weg zum Fluss. Wunderbar - zufällig haben sich zwei Windhoek Lager nach vorne verirrt, die werden nun geleert. Bei der Gruppe ist ein verletzter Elefant dabei - er hat einen kaputten Fuß und ist viel langsamer als die anderen in der Gruppe. Beim Verlassen des Flusses wartet die Gruppe aber immer wieder auf den Nachzügler. Ein tolles und natürlich trotdzem trauriges Erlebnis.
Immer wieder kommen neue Elefantengruppen zum Fluss - auf allen Seiten. Hier einige Bilder der wohl fotogensten Gruppe:
Da es schon spät geworden ist, machen wir uns langsam auf den Rückweg. Wir müssen aber immer wieder warten weil Elefanten den Weg kreuzen oder zu Nahe am Weg stehen. Es ist wirklich unglaublich wieviele Elefanten hier unterwegs sind - so etwas haben wir bisher noch nie gesehen und sind total glücklich.
Hier noch zwei unserer Straßensperren:
Sehr zufrieden kommen wir zurück zur Campsite und beginnen mit den Vorbereitungen fürs Essen / die Nacht bevor es ganz Dunkel wird:
Nach dem Essen (heute gibt es Game-Eintopf - es wird zum ersten Mal nicht gegrillt) kümmern wir uns zunächst mal um die tägliche Opfergabe für den Safarigott. Ich leuchte immer wieder mit der Taschenlampe in den Fluss - als ich zwei Leuchtende Augen sehe (Krokodil oder Hippo) wird mir schon etwas flau im Magen 🙂
Als das Lagerfeuer abgebrannt und wir unsere Holzvorräte verbraucht hatten, gingen wir ins Dachzelt. Die Nacht verläuft normal - wir hören Hippos und sehen Antilopen die direkt neben dem Auto das spärlich wachsende Gras fressen.
Fazit Nambwa Lodge Campsite: Wunderbar. Klar, jetzt ist eine Lodge im in der Nähe, die früher nicht da war. Aber die Campsite ist ein Traum und wir haben uns von der Lodge nie gestört gefühlt. Einmal ist ein Auto durchgefahren - das wars aber schon wieder. Generatorlärm gab es überhaupt nicht. Ich würde dort sofort wieder hin!
Preis: N$ 175 pro Person pro Nacht
Teil 1225. Okt. 2015
Tag 10, 19.09.2015 - GoPro Video Horseshoe Hallo Leute,
damit man einen etwas besseren Eindruck der Pistenverhältnisse und der Landschaft bekommt, hier ein Video welches wir mit unserer GoPro aufgenommen haben. https://youtu.be/xoT44q0SC1k
Achtung: Am besten Qualität auf HD stellen - hochgeladen wurde jedenfalls in HD Qualität.
Im Prinzip ist es die Strecke entlang des Horseshoe bis zum Lookout - leider noch ohne Elefanten - bei der Rückfahrt war dann der Akku alle 🙂
Lg Robert
Teil 1325. Okt. 2015
Tag 11, 20.09.2015 - Chobe River Cottages Nach einer sehr warmen (wofür haben wir eigentlich diese Decken gekauft???) aber angenehmen Nacht steigen wir aus dem Dachzelt und genießen die Ruhe und den schönen Campingplatz.
Heute geht es weiter nach Kasane - wir sind schon sehr gespannt auf die Chobe River Front und Botswana.
Die Sandpiste zurück zur B8 ist kein Problem mehr - immer wieder treffen wir auf Elefanten und beim Gate wird der Reifendruck mit dem Kompressor wieder aus Asphaltniveau gebracht.
In Katima Mulilo tanken wir und fahren dann gleich weiter Richtung Grenze. Dort angekommen wartet eine lange Schlange auf uns - hier ist viel los.
Als wir an der Reihe sind werden wir freundlich begrüßt und bemerken, dass der Kugelschreiber der Beamtin nicht mehr funktioniert. Ich gebe Ihr unseren und sage Sie können Ihn dann gleich behalten. Ab diesem Zeitpunkt ist die Einreise schnell erledigt 😉
Die Beamtin geht mit dem Kugelschreiber sogar herum und zeigt Ihn den Kollegen - meine Ex-Firma macht nun auch Werbung in Ngoma Bridge 😉
Die Gebühr fürs Auto bezahlen wir mit den am Flughafen in Windhoek abgehobenen Rand - in N$ hätte man meines Wissens nicht bezahlen können und Pula hatten wir ja noch nicht.
Dann folgt die Kontrolle der Kühlbox - wir zeigen alles her. Salami, Milch, Tomaten ... Fleisch haben wir keines mit. Die Salami ist kein Problem, UHT-Milch auch nicht - nur die Tomaten, das geht nicht. Es handelt sich um ca. 10 Kirschtomaten und ich schaue den Grenzbeamten fragend an. Er fragt uns dann: esst Ihr die Tomaten heute noch - natürlich! Na dann, machen wir mal eine Ausnahme! Wir können also alles mitnehmen, packen alle Schuche in das Desinfektionsbad und fahren weiter.
Wir nehmen die Transitroute nach Kasane - auf der langweiligen Strecke passiert nicht viel. In Kasane ziehen wir dann am Bankomat Pula und gehen ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Dann suchen wir die Chobe River Cottages und checken dort ein - leider ist die Rezeption unbesetzt, wir bekommen aber unseren Zimmerschlüssel von einem Zimmermädchen und ruhen uns mal ein wenig aus.
Etwas später gehen wir zur Rezeption und buchen eine River Cruise auf einem kleinen Boot für heute Abend. Da wir nicht kochen wollen, versuchen auch einen Tisch im Old House zu reservieren - leider hebt niemand ab. Wir vereinbaren, dass wir nach der River Cruise nochmal bei der Rezeption vorbeikommen.
Wir müssen uns nämlich sputen, es geht um 15:00 Uhr los. Also schnell alles zusammenpacken und die paar Schritte zur Ablegestelle laufen. Dort treffen wir Sherry - unseren Guide. Wir fahren in einem 10-Mann Boot und freuen uns schon wie bekloppt.
Es ist viel los am Chobe - unglaublich wieviele Botte hier unterwegs sind - teilweise mit sehr sehr vielen Leuten drauf. Gut das wir ein kleines haben - Achtung - jetzt kommt die Bilderflut!
Kameraboot
Und weiter gehts
Fish Eagle ganz Nahe - mein Traum
Elefanten an Land
Und Elefanten beim Schwimmen
Unglaublich wieviele Tiere hier unterwegs sind
Während der ganzen Fahrt beobachte ich immer wieder das Ufer und da vor allem die Bäume. Im Etosha haben wir ja alle Leoparden verpasst - hier haben wir auf verschiedensten Sichtungsboards Leopardensichtungen gesehen. Hier muss es jetzt klappen - vielleicht ja sogar vom Boot aus 😗
Leider wird daraus nichts - wir genießen dafür aber den Sonnenuntergang am Fluss
Dann ist der Traum leider vorbei und wir gehen zurück zu den Cottages. An der Rezeption erfahren wir, dass es keinen Tisch mehr im Old House gibt. Uns wird aber das "The Hunter" gleich neben dem Spar im Einkaufszentrum empfohlen. Dahin könnten wir auch zu Fuss gehen.
Alles klar - für den nächsten Tag noch schnell den Ausflug zu den Victoria Falls gebucht, im Zimmer umgezogen und frisch gemacht und los gehts. Ein Spaziergang im Dunklen in Kasane - ist ja nichts dabei. Mulmig ist uns zwar schon etwas - aber es ist wirklich nichts dabei.
Lebendig treffen wir im Hunters ein - und sind die einzigen Gäste. Wir bleiben trotzdem - das Personal ist überfreundlich. Während im Fernsehen die Rugby WM läuft und ich mich als absolut unwissender beim Kellner oute, trinken wir Windhoek Draft und Essen Burger. Schmeckt ausgezeichnet und ist vom Preis her sehr in Ordnung. Satt gehen wir zurück in die Cottages und trinken dort auf der Terasse noch einen Gin-Tonic.
Teil 1426. Okt. 2015
Tag 12, 21.09.2015 - Chobe River Cottages Heute also der Ausflug zu den Victoria Falls - auf das haben wir uns irrsinnig gefreut und hatten riesige Erwartungen ...
Nach dem Frühstück werden wir um 07:30 abegholt - im Auto sitzen schon unseree 4 Reisekameraden für den heutigen Tag. Sprachlich trennt uns nur eine relativ kleine Barierre - die mitreisenden sind aus Deutschland 😉 In irgendeinem Büro in Kasane holen wir die Einreiseformulare für Zimbabwe ab und füllen diese auf der Weiterfahrt zur Grenze aus.
Dort angekommen betreten wir den botswanischen Teil der Grenze und erledigen die Formalitäten. Der Fahrer hat vorher auf Englisch zu uns gesagt: Die Einreiseformulare für Zimbabwe brauchen wir da noch nicht (eigentlich irgendwie logisch ...).
Wir sind zuerst dran und relativ schnell fertig - dann die 4 mitreisenden. Geht auch schnell - die Tochter der Familie sieht eine "Urne" (für Bewertung / Feedback der Grenzbeamten) und wirft die 4 Einreiseformulare dort rein 🤩
Gottseidank war das nur eine Pappschachtel und relativ einfach zu öffnen, trotzdem war die Aufregung und dann auch das Gelächter relativ groß 🙂 Die Einreiseformulare konnten also einfach gerettet werden und das Eis war gebrochen 🙂
Weiter nach Zimbabwe wo wir von einem anderen Fahrer abgeholt wurden. Die Grenzbeamten waren eher unfreundlich und desinteressiert. Da vor uns niemand anderer war, ging das Ganze aber trotzdem sehr schnell. Also weiter Richtung Victoria Falls. Die Fahrt ist eher langweilig - nur ein paar Giraffen laufen einmal über die Straße.
Gegen 09:00 kommen wir bei den Falls an, bezahlen den Eintritt und besuchen zuerst den Herrn Livingstone.
Dann gehen wir die Falls entlang
Der Weg durch den Dschungel ist sehr interessant - wahnsinn was hier alles wächst. Auch einige Tiere mit sehr kurzer Fluchtdistanz sind unterwegs.
Schön langsam wird es voller hier und bei den Lookouts hat man zum Teil wenig Platz. Obwohl wir in der "Trockenzeit" unterwegs sind und eher wenig Wasser über die Falls fließt, wird man durch die Gischt teilweise ziemlich nass.
Dann erreichen wir die Victoria Falls Bridge:
Gemütlich gehen wir wieder zurück und treffen nach ca. zwei Stunden wieder auf unsere Mitreisenden. Wir entschließen uns zu einem Besucht der Brücke und queren mit einem Transitschein die Grenze (unser Fahrer organisiert das, denke das ist aber auch alleine kein Problem ...).
Auf der Brücke sind viele Leute unterwegs - es ist zwar relativ heiß, aber trotzdem genießen wir den kleinen Spaziergang.
Außerdem beobachten wir auch einen mutigen Bungee Jumper
Dann wird es schön langsam Zeit für etwas zu Essen. Den Mitreisenden wurde gestern von der Rezeptionistin das Chicken Inn empfohlen - also nichts wie hin. Dort angekommen sind wir etwas enttäuscht - ist ein Fast Food laden. Wir bestellen uns eine Pizza im Pizza Inn gleich daneben. Naja - wir haben was gegessen.
Nach dem Essen machen wir uns dann wieder auf den Rückweg nach Kasane wo wir am späteren Nachmittag ankommen.
Diesen nutzen wir dann noch zum Wäsche waschen und gehen am Abend wieder zu Fuss ins Old House Essen. Davon waren wir nicht besonders angetan - ich hatte ein reltiv verbratenes T-Bone Steak und auch die Rippchen meiner besseren Hälfte waren nicht unbedingt empfehlenswert.
Fazit Victoria Falls: Ich glaube die Erwartungen waren zu groß. Es war toll, aber ein zweites Mal würd ich jetzt nicht hinfahren. Das gilt nicht für so ziemlich alle anderen Plätze die wir auf dieser Reise besucht haben 🙂
Teil 1528. Okt. 2015
Tag 13, 22.09.2015 - Chobe River Cottages Gegen 5 Uhr läutet unser Wecker - heute machen wir unseren ersten Game Drive an der Chobe Riverfront. Jetzt muss es ja dann schön langsam was mit dem Leoparden werden. Um ganz sicher zu gehen buchen wir auch einen Game Drive und fahren nicht selbst.
Eigentlich wollten wir unbedingt selbst fahren - wir sind uns aber bis zum Schluss nicht sicher ob wir um 06:00 Uhr dann wirklich in den Park dürfen. Und die beste Zeit wollten wir auf jeden Fall im Park verbringen.
Wir trinken Kaffee und sind "nerövs" - wehe wir bekommen keine Randplätze. Hoffentlich ist das Auto nicht voll ... als Selbstfahrer ist man da ja schon eher verwöhnt 😗
Um 05:45 werden wir vor den Chobe River Cottages abgeholt - wir grinsen uns gleich mal an, das Auto ist (abgesehen vom Fahrer) leer. Also gleich in die erste Reihe - freie Platzwahl 🤩
Der Guide begrüßt uns ganz freundlich und sagt wir fahren jetzt gleich los zum Gate, damit wir möglichst die ersten sind. Wir schauen Ihn fragen an - "Don't we pick up someone else?". Er antwortet: Nein, ihr seit heute die einzigen. Sozusagen ein privater Game Drive.
Na bitte - perfetto! Beim Gate sind wir tatsächlich die ersten und fahren in den Park. Der Guide fragt uns was wir sehen möchten - gleichzeitig antworten wir Leopard. Er lächelt uns an und meint er wird sein bestes tun. Im Nachsatz sage ich dann: Lions would also be ok, but maybe the Leopard first, then the Lions 😗 Noch ein Stoßgebet an den Safarigott und los gehts. Das so ziemlich erste Sighting ist ein Elefantenkadaver - um diese Jahreszeit grassiert offenbar eine Elefantenseuche. Das ist eines der Opfer.
Auch Paviane und Kudus sind unterwegs
Dann höre ich neben mir ein lautes "Stop!". Da laufen zwei Honeybadger 🙂
Leider sind die beiden nur ganz kurz zu sehen und sehr schnell unterwegs. Die Fotos sind leider nicht so toll - wir werden jedoch sehr laut angefaucht 🙂 Da dies unser erstes Honeybadger Sighting ist, sind wir schon mal hochzufrieden. Jetzt bitte weiter zum Leo 😉
Wir treffen auf eine größe Büffelherde:
Und wieder auf sehr süße Paviane
Und dann kommen wir zu den Löwen - hier ist gestern ein Elefant verendet (Seuchenopfer) und bereitet einem Löwenrudel ein Festmahl. Die Löwen waren gestern Abend schon hier und wurden deshalb zielstrebig von unserem Guide angefahren.
Die Löwen fressen etwas abseits der Straße - die Stelle ist schwer einsehbar. Dann bewegt sich eine Löwendame aber direkt vor uns über die Straße:
Na bitte, der Tag ist also gerettet. Honeybadger und Löwen!
Die Hälfte der Zeit ist um und wir fahren wieder zurück Richtung Gate. Wunderschön hier am Fluss.
Wir treffen noch auf Elefanten und Büffel:
Und zum Abschluss noch auf zwei Hyänen, die sogar noch etwas aktiv sind:
Dann kommen wir wieder beim Sedudu Gate an und besprechen was wir am Nachmittag machen.
Der Guide sagt er hätte auch am Nachmittag Zeit und wir wären um denselben Preis wieder alleine unterwegs. Deshalb entschließen wir uns wieder geführt zu fahren und nicht selbst.
Zurück in den Cottages legen wir uns noch zwei Stunden hin und verbringen dann den Rest der Zeit bis zum Game Drive mit Einkaufen und der Vorbereitung auf die nächsten Tage. Jetzt geht es ja dann schließlich los ins Richtige Abenteuer. Neben Lebensmitteln kaufen wir uns noch eine Öllampe, 5 Packungen Feuerholz und wir lassen beim Baumarkt unsere Gasflaschen auffüllen.
Gegen 15:00 werden wir wieder abgeholt und machen uns wieder auf Leopardensuche 🙂 Diesmal starten wir gleich direkt an der Riverfront:
Unglaublich was hier los ist - überall sieht man Tiere:
Auch den schönen Lilac-Breasted Roller sehen wir wieder und uns gelingen einige brauchbare Schnappschüsse
Dann näheren wir uns auch dem Ende dieses Game Drives - die Löwen sehen wir auch nochmal, aber es wird nur geschlafen. Die Sonne geht schön langsam unter und die Hippos sind schon beim Grasen.
Wir genießen den Sonnenuntergang am Fluss:
Dann sind wir wieder am Gate - also kein Leopard. Jetzt bleibt uns noch Savuti und Moremi. Glücklich aber auch irgendwie etwas enttäuscht fahren wir zurück nach Kasane. Wir packen die letzten Sache zusammen und gehen dann wieder ins The Hunter essen. Hier ist wirklich alles gut und günstig.
Danach noch einen Abschieds-Gin-Tonic auf der Terasse der Cottages und dann geht's ab ins Bett. Morgen beginnt unser Abenteuer in Savuti!
Fazit Chobe River Front - vom Wasser: Genial! Sehr viele Boote, aber man muss das einfach gesehen haben. Die Menge an Tieren ist wirklich unglaublich - und schwimmende Elefanten scheinen quasi garantiert.
Fazit Chobe River Front - vom Land: Absolut Genial! Natürlich ist einiges los - wir fanden das aber gar nicht so schlimm. Der Privat-Game-Drive war natürlich ein hit - auch Selbstfahren wäre wahrscheinlich kein Problem gewesen (Reifendruck muss natürlich runter).
Fazit Chobe River Cottages: Sehr gut. Sauber und relativ neu (zum Teil trotzdem schon etwas abgewohnt). Absolut alles was man braucht und freundliches Personal.
Preis: BWP 495 pro Nacht pro Person
Teil 1629. Okt. 2015
Tag 14, 23.09.2015 - Savuti Campsite Wir nähern uns dem Höhepunkt des Urlaubs - heute geht's in den Chobe NP nach Savuti. Ich bin sehr nervös - jetzt geht es wirklich mal in den Tiefsand und vor Moremi habe ich sowieso Respekt. Aber wird schon irgendwie gehen.
Wir checken aus, packen alles in unser Auto und verlassen Kasane. Wir fahren über die Transit-Strecke durch den Chobe. Unterwegs sind einige Elefanten auf der Teerstraße unterwegs:
Vor der Grenze biegen wir Richtung Kachikau ab. Neben der Straße sind immer wieder Dörfer und man muss relativ vorsichtig fahren.
Kurz vor Kachikau bleiben wir kurz stehen. Ich will mir ein Cola aus dem Kühlschrank holen - dabei bemerke ich, dass der Kühlschrank nicht läuft. Wir haben alles in den River Cottages eingekühlt gehabt und am Morgen in den Kühlschrank geräumt. Die letzten Tage haben wir ihn nicht eingeschaltet - erst gestern spät abends zum Vorkühlen. Wir haben eine Batterieanzeige für die zweite Batterie - die steht auf absolut rot (=leer). Mist - bisher hat das problemlos funktioniert, wobei wir halt immer viel gefahren sind und am Campingplatz immer Strom hatten. Das haben wir aber die nächsten Tage nicht 🙁 Dort wo wir jetzt stehen habe ich kein Netz - also weiter bis nach Kachikau, vielleicht hat man bei Savanna eine Idee. Ich möchte ehrlich gesagt jetzt nochmal ungern nach Kasane zurück fahren.
In Kachikau haben wir Empfang - bei Savanna meint der Mechaniker wir sollen einfach viel fahren - die Batterie sollte sich schon wieder erholen. Und ansonsten müssen wir die Batterie tauschen. Das ginge in Kasane mit Sicherheit. Also was tun - jetzt sind wir knapp 100 km gefahren. Wenn wir jetzt zurückfahren wird es ein seeeehr langer Tag. Also - Kühlschrank mal abgeschaltet und weitergefahren. Oh mann ...
Kurz darauf endet die Asphaltstraße - also wieder runter mit den Reifen auf 1,6 bar und rein in den Tiefsand. Der Sand ist tief und man wird ziemlich durchgeschüttelt - aber es geht. Mit unserem tollen Gefährt ist es kein Problem. Wir sind jetzt im Chobe Forest Reserve und fahren Richtung Chobe NP. Die Fahrt ist sehr anstrengend - aber man kommt durch. Teilweise wird man wirklich extrem durchgeschüttelt.
Dann kommen wir am Gate an, melden uns an und machen etwas Pause. Der Kühlschrank läuft mittlerweile wieder und die Batterie ist nicht mehr auf rot. Gottseidank.
Den ersten Teil hätten wir also mal geschafft - schon geht es weiter Richtung Savuti. Kurz darauf stehen wir vor dem ersten Elefanten 🙂
Ansonsten sehen wir nicht sehr viel - es sind wenig Tiere unterwegs und wie wir schon gewusst haben, ist es sehr trocken. Etwas später treffen wir dann auf einen Steckengebliebenen Hilux - es helfen aber schon zwei weitere Fahrzeuge. Wir bleiben kurz stehen und Fragen ob wir helfen können - als das verneint wird, setzen wir unsere Fahrt fort.
Und dann sind wir in Savuti - wir passieren die Brücke über den trockenen Channel und checken an der Campsite ein. Wir haben Site #2 und chillen erst mal ein wenig - es ist extrem heiß. Unser Thermometer zeigt 42 Grad an.
Wir nehmen einen kleinen Imbiss zu uns und bekommen Besuch von einem Toko
Heute ist unser erster Abend in der richtigen Wildnis. Wir wollen also sehr zeitig auf der Campsite sein und noch vor Sonnenuntergang Duschen, alles aufbauen und auch relativ bald Essen. Mittlerweile ist der Kühlschrank wieder aus und die Batterie auf leer. Na super 🙁 Auf der Campsite gibt es einen Shop - der hat aber zu. Also gibt es auch kein Eis. Wir müssen offenbar unser Bier warm trinken und unser Fleisch seeeehr schnell verbrauchen. Heute wird gleich mal gegrillt ... 😗
Deswegen fahren wir nur auf einen kurzen Game Drive - natürlich zum Leopard Rock. Leider relativ unergiebig. Etwas Wild und bei den Wasserlöchern sehr sehr viele Elefanten. Aber leider keine Katzen.
Wir sind also schon sehr bald wieder zurück auf der Campsite und wollen Duschen gehen. Wir lernen zwei Päärchen aus Bayern kennen die aus dem Moremi kommen. Wir verquatschen uns etwas und als wir endlich Duschen gehen wollen, kommt ein Bediensteter und sagt uns er müsste für 30 Minuten das Wasser abstellen. Na super - also quatschen wir weiter. Dann lernen wir noch ein Päärchen aus Kapstadt kennen - die beiden geben uns ein paar Löwentipps.
Ungefähr 45 Minuten später ist das Wasser wieder da und als wir zurück bei der Campsite sind geht die Sonne gerade unter. Naja - so war das nicht geplant 🙂 Also schnell das Lagerfeuer anmachen (Zelt war schon aufgebaut) und das Essen vorbereiten. Wir essen ohne "Störung" und fühlen uns eigentlich immer wohler. Die Gegend wird trotzdem immer wieder mit Taschenlampen abgeleuchtet.
Als wir gerade abwaschen hören wir hinter uns ein rascheln - ich drehe mich um und leuchte mit der Taschenlampe in die Richtung. Und dann gleich wieder weg - da steht ein Elefant und frisst genüsslich vom Baum hinter unserer Campsite 😃 Wir (zumindest ich) sind mal nervös und räumen langsam alles ins Auto. Wir sind jederzeit bereit ins Auto zu verschwinden. Der Eli lässt sich aber nicht stören, frisst gemächlich weiter und zieht dann weiter quer über den Campingplatz.
Nach diesem Abenteuer danken wir dem Safarigott wie üblich mit einem (diesmal warmen) Gin-Tonic und klettern recht bald ins Dachzelt - ganz wohl ist uns einfach noch nicht. Die Nacht verläuft sehr ruhig, wir schlafen gut und freuen uns auf den morgigen Tag!
Teil 1731. Okt. 2015
Tag 15, 24.09.2015 - Savuti Campsite Wir stehen mit den ersten Sonnenstrahlen auf und beeilen uns mit dem Zusammenpacken. Den Kaffee trinken wir im Auto - Frühstück gibt es erst später. Um 6:20 geht es los - die Freude ist riesig.
Hier ein paar Eindrücke in Form eines GoPro-Videos - sehr viel zu sehen ist nicht, man bekommt aber einen Eindruck von der Gegend und den Pistenverhältnissen. Im zweiten Teil sieht man eine Fahrt in den ausgetrockneten Channel: https://youtu.be/aNLZv0tmQvo
Zuerst fahren wir Richtung Harvey's Pan, also der nördlich gelegenen Wasserlöcher. Viel ist nicht los. Wir entdecken nichts besonderes und treffen auf das sehr nette gestern kennengelernte Päärchen aus Kapstadt. Die beiden erzählen von einer Hyänensichtung und meinen sie würden runter zum Marsh fahren. Wir drehen noch eine Runde und entscheiden dann auch in diese Richtung zu fahren.
In der nähe des Leopard Rocks fahren wir durch den trockenen Channel - unvorstellbar, dass hier Wasser fließt ...
Viel los ist noch immer nicht - die meisten Sichtungen leben nicht mehr.
Je näher wir dem Marsh kommen, desto mehr ist los - jetzt treffen wir immer öfter auf Wild und auf vereinzelte Elefantenbullen.
Kurze Zeit später treffen wir das Päärchen aus Kapstadt wieder. Die beiden haben recht frische Löwenspuren entdeckt und versuchen Ihnen zu folgen. Wir fahren eine Zeit lang hinter her - geben dann aber bald auf.
Dann sehen wir ein paar Autos herumstehen - hinter einem Busch liegt ein Rudel Wildhunde im Schatten 😃
Na bitte! Hat sich doch ausgezahlt. Wir bleiben lange stehen und schauen dann mal auf die Uhr. Es ist mittlerweile schon 9 und wir machen uns wieder Richtung Campsite auf.
Dort angekommen steigen wir aus und wollen uns etwas zum Frühstück machen, als die beiden aus Kapstadt angefahren kommen. Sie erzählen uns von Löwen am Harvey's Pan. Wir bedanken uns hundert Mal und springen gleich wieder ins Auto. Brot und Nutella kommen mit in die Fahrerkabine und es geht los - das Wasserloch ist nur einen Sprung von der Campsite entfernt.
Die Löwen sind angeblich einfach zu finden, da eine Filmcrew aufnahmen macht. Wir finden das Filmcrew Auto - dieses steht abseits der Straße, da dürfen wir nicht hin. Langsam fahren wir weiter - wir sehen keine Löwen und werden verzweifelt. Also umdrehen und nochmal vorbei - wieder nichts! Das Filmcrew-Auto startet und fährt ein Stück auf uns zu und zeigt uns die Löwen. Oh Mann - wie peinlich. Obwohl wir es gewusst haben, sind wir dran vorbei gefahren ... 🙁
Wir sehen zwei Weibchen - die beiden liegen aber wirklich auch sehr weit weg versteckt unter einem Busch:
Wir bleiben stehen, frühstücken und warten - viel tut sich nicht. Als es wirklich heiß wird fahren wir zurück zur Campsite und stoßen noch auf einige Pferedeantilopen:
Die heiße Mittagszeit verbringen wir gemütlich auf der Campsite im Schatten:
Hier ein paar Detailaufnahmen von Wasser und Grillplatz:
Der Kühlschrank funktioniert fast überhaupt nicht - wir haben 15-20 Grad. Gottseidank haben wir sowieso für 3 Tage einfache Gerichte (Spaghetti, ...) geplant und kein frisches Fleisch. Wir ändern unseren Speiseplan also so um, dass wir zuerst das nicht haltbare essen. Kalte Getränke gibts jedenfalls keine 🙁 Außerdem bemerken wir, dass wir offenbar einen blinden Passagier haben. Eine Maus macht sich im Auto an die Lebensmittel ran. Also wird alles Maussicher verpackt. Das alles kann unsere Stimmung aber nicht trüben - es ist einfach toll hier!
Wir gehen noch duschen und brechen gegen 15:30 wieder auf - wir wollen heute Abend nur eine kleine Runde drehen. Vielleicht sehen wir die Löwen ja nochmal - also auf zu Harvey's Pan. Dort stehen gleich 3 Autos und wir suchen uns einen passablen Platz - die Löwen sind noch da. Und diesmal auch aktiver - unsere Abendbeschäftigung ist also klar. Wir stehen hier einfach rum und warten.
Und was soll ich sagen - es lohnt sich. Die Löwen sind wesentlich aktiver als am Morgen - einfach schön.
Eine Löwendame hat eine Wunde am Fuss.
Trotzdem wird gekuschelt.
Man positioniert sich immer wieder um - es ist richtig was los.
Nach etwas mehr als zwei Stunden wird es Zeit zum zurückfahren. Am Wasserloch gleich bei Savuti sind wieder sehr viele Elefanten.
Auf der Campsite genießen wir den tollen Sonnenuntergang und machen unser Abendessen (Würstelgulasch).
Heute also Wildhunde und Löwen - einfach toll. Den Leoparden verschieben wir dann auf den Moremi - dort muss es ja dann wohl klappen. Bitte lieber Safarigott! 😗
Nach dem obligatorischen Gin-Tonic lauschen wir noch lange dem Elefantengebrüll am sehr nahen Wasserloch und ziehen uns dann ins Dachzelt zurück.
Fazit Savuti: Für unsere Verhältnisse sehr wild und auch noch einsam - einfach toll 🙂 Die Campsite bietet alles was man braucht - es ist halt wirklich überall sehr tiefsandig. Wir würden trotzdem sofort wieder herfahren. Der Preis der Campsite ist natürlich extrem hoch, dafür ist man halt an einem ganz speziellen Ort.
Preis: US$ 50 pro Person pro Nacht
Teil 1801. Nov. 2015
Tag 16, 25.09.2015 - Xaxanaka Campsite Wir stehen mit dem Sonnenaufgang auf und genießen die ruhige Athmosphäre und die noch kühlen Temperaturen. Heute haben wir eine recht lange Strecke vor uns und wir wollen gemütlich Frühstücken. Geplant war Müsli - beim ersten Bissen bemerken wir aber, dass die Milch sauer geworden ist. Statt Müsli gibt es also Nutella und Marmeladenbrote. Der Kühlschrank funktioniert einfach nicht wirklich. Eine Portion Fleisch haben wir noch - hoffentlich können wir die heute Abend noch essen.
Nach dem Frühstück packen wir alles zusammen und brechen langsam Richtung Moremi und unserem heutigen Tagesziel Xaxanaka auf. Die Fahrt ist natürlich zugleich ein Game Drive - als wir am Marsh ankommen, sehen wir fünf Game Drive Autos herumstehen. Wir stellen uns dazu und entdecken nach einiger Zeit sehr weit weg ein paar Löwen bei einem Riss.
Die Löwen sind wirklich sehr weit weg und man sieht selbst mit dem Fernglas nicht viel. Wir bleiben also nicht lange und fahren weiter durch die wunderschöne Gegend. Wir entscheiden uns für die Marsh Road - hier ist wenig Sand, dafür muss man teilweise sehr sehr langsam fahren und es ist ziemlich holprig.
Die Fahrt ist anstrengend, es gibt eher wenig zu sehen und wir kommen nur langsam voran. Naja - das gehört eben auch dazu. Wer weiß - hinter jeder Kurve kann ein Leopard auf uns warten. Und schon lege ich eine Vollbremsung hin - direkt neben der Straße liegt eine Löwendame im Schatten eines kleinen Busches. Unglaublich - und sie ist nicht alleine 🤩
Der kleine Kerl ist etwas von uns verschreckt und versteckt sich dann hinter der Mama.
Die Neugierde überwiegt aber schnell wieder.
Und dann kommt der Durst - der kleine versucht zu trinken, Mama will aber nicht wirklich.
Und dann ist dieser zauberhafte Moment leider wieder vorbei und die beiden verschwinden im hohen Gras.
Wir hatten die beiden ca. 15 Minuten ganz für uns allein - wirklich traumhaft. Hier noch ein gaaanz kurzes Video der beiden mit unserer Fotokamera aufgenommen: https://www.youtube.com/watch?v=CXNF0Y2UW74
Nach diesem Erlebnis macht das Autofahren überhaupt nix mehr 🙂 Sehr weit haben wir auch nicht mehr zum Gate beim Chobe NP. Der Gegenverkehr wird jetzt wieder häufiger und hin und wieder quatschen wir ein wenig mit den Leuten. Wir lernen eine Familie aus Deutschland kennen - die 4 warnen uns vor dem Moremi und erzählen uns eine "Horrorgeschichte" über ein im Schlamm steckengebliebenes Päärchen, dass dann direkt vor Ort übernachten musste.
Na super - zumindest meine Stimmung ist wieder am Tiefpunkt und die Nervosität steigt. Von anderen Reisenden wissen wir, dass wir kurz vor dem North Gate unser erstes River Crossing vor uns haben ... mir wird übel.
Dann passieren wir das Gate des Chobe und fahren über eine schlechte Schotterpiste Richtung North Gate. Wenig später erreichen wir den Fluss.
Es ist drücken heiß - die in Savuti getroffenen Bayern haben uns erzählt es gibt mehrere Stellen wo man den Fluss überqueren kann. Sie haben die zweite genommen und dabei jeweils die vorderen Nummerntafeln verloren. Die Südafrikaner aus Kapstadt haben uns erzählt unbedingt die dritte und letzte sollen wir nehmen, die ist überhaupt nicht tief.
Also sehen wir uns mal etwas um. Die ersten beiden sehen aus wir richtige Flussdurchfahrten - man sieht aber Reifenspuren. Vielleicht sollten wir einfach warten bis jemand kommt.
Die dritte Stelle sieht aber wirklich ... einfach aus. Das muss doch zu machen sein - aber wir haben so viele Horrorgeschichten gehört, dass wir trotzdem Angst haben. Also stochern wir mal ein wenig drin rum 😗
Zu Fuss ist die Stelle das absolut trocken passierbar. Also wagen wir es - die bessere Hälfte macht Fotos und ich fahre mit eingeschalteter GoPro todesmutig über die Stelle.
Und es klappt problemlos - obwohl ich fahre viel zu schnell fahre, aus Angst ich bleibe stecken. Im nachhinein einfach lächerlich - auf der anderen Seite, lieber vorsichtig sein. Und irgendwie muss man ja Erfahrung sammeln. 😣
Wie immer versuchen wir gleich bei der Begrüßung ganz freundlich zu sein - und werden wieder mal belohnt. Der (unfreundliche) Herr neben uns wird ebenso unfreundlich bedient und beraten. Er fragt nach dem besten Weg und bekommt eine halbminütige Erklärung. Wir fragen das gleiche und werden ganz genau und fast fünf minütig beraten. Wir sollten unbedingt zu den Hippo Pools fahren und es gäbe eine tiefe Flussquerung - die aber mit kleinem Umweg umfahren werden kann. Die Querung ist zwar machbar, aber man empfiehlt uns die Umfahrung - wir hatten heute eh schon genug Abenteur.
Der Blick auf die Sichtungstafel macht uns auch Hoffnung - es wimmelt nur so vor Leoparden. Vielleicht ist ja heute unser Glückstag 😗
Wie vorgeschlagen fahren wir zu den Hippo Pools - die Landschaft ist wieder ganz anders. Weniger Sand und mehr Bäume. Gefällt uns sehr gut hier!
Bei den Pools kann man aussteigen und eine Aussichtsplattform erklimmen - wunderbar hier. Wir sehen uns um, steigen aus dem Auto und erklimmen die Plattform.
Direkt vor der Plattform liegt ein Krokodil und es sind auch viele Antilopen unterwegs:-)
Dann fahren wir weiter bis Xaxanaka - hier ist mehr Wild unterwegs als in Savuti, wir machen aber keine wirklich erwähnenswerten Sichtungen. In Xaxanaka angekommen checken wir ein und fahren gleich mal auf unsere Campsite. Direkt neben dem Fluss - wunderschön hier. Paviane sind keine zu sehen - scheint also recht angenehm zu sein. Wir machen etwas Pause und dann kann uns hier nichts mehr halten. Wir gehen auf Leopardensuche!
Gestern wurden bei den Paradise Pools Leoparden gesichtet - also nichts wie hin. Direkt bei der Campsite stehen ein paar Zebras neben der Straße - wir lieben diese Tiere!
Bei den Paradise Pools ist viel los - sehr viele Game Drive Autos. Wir grüßen immer ganz freundlich - vielleicht bekommen wir ja mal einen Tipp! Die Reaktionen auf uns sind aber eher verhalten. Man mag halt Selbstfahrer nicht so wirklich. Die Landschaft ist wunderbar - es ist aber nicht viel los.
Wir kommen zu einem langen River Crossing und bleiben davor stehen.
Ich denke mir - das muss doch machbar sein. Aber sollen wir das wirklich riskieren? Dann kommen ein paar Game Drive Autos von der "Insel" auf uns zu:
Wir trauen uns aber nicht und fahren aufgrund der fortgeschrittenen Zeit langsam wieder zurück zur Campsite. Heute also kein Leopard - zwei Tage haben wir ja noch!
Auf der Campsite angekommen werden wir von den mittlerweile eingetroffenen Nachbarn namentlich begrüßt - auf österreichisch 🙂 Das Päärchen aus Wien hat beim Einchecken gesehen, dass wir Landsleute sind. Wir bauen alles auf und wollen uns Fleisch grillen. Das riecht aber gar nicht mehr gut - wir entsorgen es zur Sicherheit. Es gibt also nur mehr eine kleine Wurst - ansonsten esssen wir heute viel Kürbis und Kartoffel.
Nach dem Abwasch laden wir die Nachbarn zu uns auf einen Gin Tonic ein. Wir merken, dass die beiden kein Lagerfeuer haben. Sie erzählen, dass sie heute von Maun hergefahren sind und im Sand stecken geblieben sind. Nachdem sie herausgezogen worden sind, haben sie den Reifendruck reduziert. An Feuerholz haben Sie nicht gedacht und als Taschenlampen dienten die Handys. Morgen würden Sie wieder zurück nach Maun fahren. Die beiden sind froh, dass sie bei uns am Feuer sitzen. Ihnen war schon etwas mulmig zu Mute bei Ihnen auf der Site "im Dunklen"".
Wir genießen jedenfalls das kalte Bier, dass die beiden mitbringen und unseren Gin Tonic. Dabei unterhalten wir uns nett - die beiden haben heute einen Leoparden gesehen. Die Gegend rund herum wird immer wieder abgeleuchtet und plötzlich hören wir hinter uns etwas. Wir leuchten hin - da gehen doch tatsächlich zwei Hippos seelenruhig 40 Meter hinter uns vorbei. Uns stockt der Atem und wir ziehen uns Richtung Auto zurück. Die Hippos sind aber an uns überhaupt nicht interessiert und gehen langsam weiter.
Zur Beruhigung gibt es dann noch einen Gin-Tonic. Weil wir fast direkt an den Waschhäuschen stehen, gehen wir ausnahmsweise nochmal Zähneputzen und klettern dann ins Dachzelt.
Teil 1902. Nov. 2015
Tag 17, 26.09.2015 - Xaxanaka Campsite Wir stehen wieder mit der Sonne auf und beeilen uns dann alles zusammenzupacken. Gestern Abend hat man anscheinend bei den Paradise Pools wieder einen Leoparden gesichtet (laut Tafel) - wir leider nicht. Also nichts wie hin!
Die Gegend bei den Paradise Pools ist wirklich wildromantisch. Das übliche (was natürlich Spitze ist) treffen wir schon am Weg dort hin:
Immer wieder trifft man auf den wunderschönen Fish Eagle:
Schlussendlich stehen wir wieder vor dem selben River Crossing wie gestern.
Dann kommen aber zwei Selbstfahrer und fahren durch - die beiden merken, dass wir uns nicht so wirklich trauen und einer der beiden wartet auf der anderes Seite und winkt uns. Also nichts wie los - wir haben gesehen wo wir fahren müssen, da kann nix passieren. Rein mit der Untersetzung und los gehts.
Das ganze klappt problemlos und macht richtig Spass! Wir drehen eine Runde auf der Insel - es ist aber nicht wirklich etwas zu sehen. Der Blick aufs Wasser ist aber toll - gestern war der Leopard laut einem Guide mit dem wir kurz quatschen auf dieser Insel.
Nach kurzer Zeit fahren wir wieder auf dem gleichen Weg zurück. Hier ein Video der Durchfahrt - am Video sieht das überhaupt nicht tief aus, das Wasser kam aber kurz bis zur Motorhaube: https://youtu.be/ECaZcgkJEok
Auf der Rückfahrt von den Paradise Pools werden wir aufgehalten - gefühlt sind es 50 Elefanten die vor uns die Straße queren:
Wir fahren nun etwas Richtung Third Bridge - unglaublich schön hier.
In einer etwas abgelegenen Gegend treffen wir auf einen stehenden Game Drive Wagen - die Hoffnung steigt natürlich ins unermessliche. Vielleicht sehen die einen Leoparden. Als wir näher kommen sehen wir, dass die Leute im Auto in unterschiedliche Richtungen schauen. Offenbar keine Sichtung.
Wir bleiben stehen und ich grüße den Fahrer und frage wie es so geht. Er meint, nicht so gut und erzählt von einer Panne. Der Motor springt nicht mehr an - offenbar die Batterie. Ich soll Ihn abschleppen und dadurch Starterhilfe geben - na da machen wir natürlich gerne mit. Ich setzte mich vor ihn, wir befestigen das Abschleppseil und los gehts. Sein Motor springt sofort an und er ist happy - und natürlich unglaublich freundlich. Wir quatschen ein wenig und er fragt mir was er nun im Gegenzug für uns tun könne. Ich sage: Naja - ein Leopard wär super 🙂 Er lacht und bemüht sich wirklich, gibt uns ein paar Tipps - aber er hat natürlich auch gerade keinen eingesteckt. War jedenfalls eine witzige Situation - leider gibt es keine Bilder von der Aktion.
Wir fahren weiter und machen kurze Zeit später an einem Hippo Pool Pause (die Stelle hat uns der Fahrer emfpohlen) und Essen Müsli. Aber im Wagen - draußen wollten wir nicht zu lange bleiben bei dem Ausblick:
Hier beim Wasser ist viel los:
Irgendwann haben wir genug und fahren zurück Richtung Campsite - dort angekommen reservieren wir für den Nachmittag bei der Bootsanlegestelle eine Boat Cruise. Dann machen wir ausgiebig Mittag.
Und dann startet die Boat Cruise - es ist noch hundert mal schöner als wir uns das vorgestellt haben. Wir haben das Boot für uns alleine und genießen die schöne Zeit einfach.
Nach Sonnenuntergang kehren wir zurück auf die Campsite und machen uns etwas zu Essen. Wir sitzen noch lange am Lagerfeuer und genießen die Geräuschkulisse. Morgen ist unser letzter ganzer Tag im Moremi - mehr oder weniger die letzte Leopardenchance. Wir schicken noch einige Stoßgebete zum Safarigott. Dann klettern wir ins Dachzelt und sehen eine Hyäne beim Mistkübel herumschnüffeln. Dann schlafen wir aber bald ein.
Gegen 01:00 Uhr werde ich wach - ich höre ein Knacksen. Ich drehe mich um und schaue durch das Moskitonetz nach draußen - am Baum hinter uns frisst gerade ein Elefant. Ich wecke sofort meine bessere Hälfte und wir beobachten das Schauspiel voller Respekt. Unglaublich wie nah der Elefant bei uns ist. Nach einigen Minuten zieht er langsam weiter und wir schlafen wieder ein.
Fazit Xaxanaka: Top. Die Campsites sind etwas näher beieinander wie in Savuti und etwas kleiner (zumindest unsere), aber dafür waren wir direkt an der Lagune mit Blick darauf. Die Gegend ist einfach genial - wir würden sofort wieder hin. Preislich gilt natürlich dasselbe wie Savuti - aber diesbezüglich weiß man ja schon vorher auf was man sich einlässt.
Preis: US$ 50 pro Person pro Nacht.
Teil 2002. Nov. 2015
Tag 18, 27.09.2015 - Third Bridge Campsite Aufgestanden wird wie immer - die Fahrt zur Third Bridge Campsite ist heute nicht weit. Wir nutzen die Fahrt dorthin also als Game Drive und brechen gegen 06:30 auf. Wir fahren wieder zu den Paradise Pools und hoffen dort natürlich wieder auf einen Leoparden. Irgendwie ist das schon etwas lähmend - wir halten eigentlich nur mehr nach einem Ausschau. Komisch wie man sich da selbst unter Druck setzt - und trotz der fantastischen Umgebung irgendwie unzufrieden ist.
Bei den Paradise Pools ist nicht viel los - nur die beiden Kerle erwischen wir ganz gut:
Nach einer kleinen Runde drehen wir um und fahren langsam weiter Richtung Third Bridge. Wir drehen ausgiebige Runden und treffen auf (selten gesehene) Gnus und sehen wieder einige Fish Eagles bzw. Maribus:
Wir als absolute Vogel-Unexperten sind trotzdem immer wieder von den kleinen Kerlchen begeistert.
Und dann sind wir schon an der Fourth Bridge:
Gegen 09:30 Uhr kommen wir bei Third Bridge an und "beziehen" unsere Campsite:
Wir drehen eine kleine Runde zu Fuss auf der Campsite und gehen zu den Abolutions. Außerdem schauen wir uns auch Campsite #1 ein (wir haben die #4). Wir stellen beide fest, dass die #1 echt cool gelegen ist - die dürfte aber aufgrund der Größe eher an größere Gruppen vergeben werden.
Dann sehen wir in den Himmel und bemerken, dass viele Geier unterwegs sind und über einer Stelle kreisen. Außerdem entdecken wir im hohen Gras etwas weiter entfernt 4 Game Drive Autos. Da scheint was los zu sein! Also zurück zur Campsite und rein ins Auto - eigentlich wollten wir was essen, also packen wir zumindest ein paar Kekse mit ein!
Wir wissen nicht wie wir auf die andere Seite der kleinen Lagune kommen - schätzen aber wir müssen zuerst mal über die Brücke. Vor der Brücke kommt uns ein Auto entgegen. Wir fragen ob Sie etwas besonders gesehen hätten - das wird verneint. Nach der Brücke fahren wir links einen Weg rein. Dieser wird immer schlechter - immer wieder geht es auf der linken Seite durchs Wasser - rechts bleibt man aber trocken. Die Geier kommen aber immer näher und wir werden immer angespannter.
Bei den Geiern angekommen ist gar nichts los. Keine Autos zu sehen - kein Riss. Komisch, da wir aber keine Autos sehen, fahren wir trotzdem weiter. Nach einigen Minuten sehen wir die Autos abseits der Straße stehen. Es dürften ca. 20 Meter sein - normal ist das nicht erlaubt und wir finden das auch gut so.
Da stehen 5 Autos - 3 davon "offizielle Game Drive" Autos - also da trauen wir uns jetzt auch rein. Also ausnahmsweise die Straße verlassen.
Wir näheren uns langsam und sehen überhaupt nix. Offenbar hat man nur von einer ganz bestimmten Stelle einen guten Blick - in einem Game Drive Auto werden nämlich Fotos gemacht.
Alle starren auf einen alten umgefallenen und verwachsenen Baumstamm. Ein anderes Auto flüstert uns zu: It's a Leopard. You can only see it from over there.
IT'S A LEOPARD! 🤩 🤩 🤩 Wir sehen ihn zwar nicht - aber was solls 😗
Wir sind einfach mal happy - und warten ab. Wir haben Zeit. Wenn notwendig den ganzen Tag.
Dann verschwindet das erste Game Drive Auto und wir bekommen einen etwas besseren Platz. Langer Rede kurzer Sinn - so sah das dann in etwa aus:
Dann bewegt er sich auf einmal - wir sehen fast nichts. Als ein weiteres Auto wegfährt, wechseln wir den Platz. Dabei erzählt uns jemand: Der Leopard hat ein Impala gerissen und es unter dem Baumstamm versteckt. Ein Leopard mit Riss 🤩
Nach dem Wechsel der Position, sehen wir Ihn sogar kurz beim Fressen:
Der Leopard geht alle paar Minuten fressen und kehrt dann wieder zurück zu seinem Schattenliegeplatz. Ein paar Fotos gelingen uns noch:
Dann sind wir nur mehr zwei Autos und wir denken uns jetzt geben wir dem Leoparden etwas mehr Raum. Wir fahren ein Stück zurück - das zweite Auto macht dasselbe und wir kommen ins Gespräch.
Es ist eine nette Familie aus der Schweiz die mit einem coolen Landy unterwegs sind. Wir verquatschen uns total und irgendwann sehen wir (aus der Ferne) wie der Leopard den Baumstamm verlässt und nach weiter hinten davongeht.
Mist - jetzt haben wir ihn verpasst. Naja - wir quatschen weiter und fahren dann irgendwann gemeinsam zurück auf die Campsite.
Dort machen wir Pause - die Familie muss dann weiter Richtung Xaxanaka und wir machen uns ein leichtes Mittagessen.
Wir sind total happy - wir haben endlich unseren Leo. Alles ist irgendwie total entspannt - der ganze "wir müssen einen Leo sehen"-Druck ist weg. Nur schade das wir den Leo nicht besser fotografieren konnten - aber man kann nicht alles haben.
Die Campsite ist ein traum und wir relaxen richtig schön.
Am frühen Nachmittag sehen wir uns die Route für den Abend-Game-Drive an - wir haben gehört, dass zwischen Fourth und Third Bridge im Moment am meisten los ist. Als wir wieder aufbrechen entscheiden wir uns nochmal zur Leopardenstelle zurückzufahren. Wir glauben zwar, dass der Leo nicht mehr dort ist und seinen Riss mitgenommen hat - aber wer weiß.
Wir fahren also wieder den beschwerlichen Weg und kommen wenig später an. Wieder verlassen wir den Weg und rollen langsam auf den Baumstamm zu. Plötzlich schreit meine Beifahrerin: Stopp! Ich bleibe stehen und blicke vom Baumstamm nach links - gefühlte 5 Meter (wahrscheinlich sind es 10) liegt der Leo auf einer relativ freihen Fläche im Schatten.
Der Leo bemerkt offenbar, dass er uns den Rücken zudreht und sagt sich: So können die doch nie ordentliche Fotos machen! Deshalb dreht er noch eine kleine Runde 😗
Und dreht sich dann zu uns:
Wir sind einfach nur ferti (im positiven Sinn). Beim Shop in Third Bridge haben wir uns ein kaltes Bier gekauft. Das öffnen wir jetzt - und genießen es.
Nach ungefähr 20 Minuten bekommt der Leo offenbar wieder Hunger und verschwindet wieder im Baumstamm. Zum Abschied zwinkert er uns nochmal zu:
Und da soll nochmal einer sagen es gibt keinen Safarigott. Wir lassen den Leo in Ruhe und fahren weiter - dieses Erlebnis werden wir mit Sicherheit nie mehr vergessen.
Wir fahren also weiter Richtung Fourth Bridge und stoßen noch auf einen einzelnen Elefantenbullen der uns sehr Nahe kommt:
Dann sehen wir ein steckengebliebenes Auto auf einer "parallelen Route". Ein zweites Auto ist schon dabei - wir fahren aber trotzdem hin.
Als ich aussteige versucht gerade das nicht steckengebliebene Fahrzeug das steckengebliebende im Rückwärtsgang bergauf rauszuziehen.
Ich grüße freundlich auf Englisch und bekomme nicht gleich eine Antwort - ich frage ob ich helfen soll (mittlerweile fühl ich mich mit unserem Hilux hier sehr sicher - auch im Tiefsand). Zuerst wird das verneint und man versucht es nochmal bergauf im Rückwärtsgang. Ich sage, dass ich außen herum fahren könnte (neben der Straße im tiefen Sand) und von vorne abschleppen könnte. Ich hätte einen 3.0er Motor der das packen sollte.
Die beiden stimmen zu, ich fahre problemlos vorbei und setze mich vor den steckengebliebenen Wagen. Dann bemerken wir, dass wir auch Deutsch reden können - es handelt sich um drei Franzosen aus dem Elsass die in zwei Fahrzeugen unterwegs sind. Jedenfalls ziehen wir das Auto problemlos raus - der Hilux ist echt ein Hit:
Dann fährt der zweite Wagen nach und bleibt ebenfalls stecken - an der selben Stelle wie der erste Wagen. Man hört "Oh mon dieu! Oh mon dieu!" der mitreisenden Frau 🙂 Na gut - dann ziehen wir halt den auch noch raus. Klappt wieder problemlos - ich frage dann ob sie den Reifendruck reduziert haben. Das wird verneint - ich hole meinen Manometer und schlage vor den Reifendruck auf 1,7 zu reduzieren. Das mache ich bei einem der beiden Autos und gebe den Manometer dann weiter.
Nach einer herzlichen Verabschiedung fahren wir noch die recht Tiefsandige Passage vor und dann trennen sich unsere Wege endgültig. Die drei wollen heute noch bis Xaxanaka fahren - in etwas mehr als einer Stunde ist das Gate zu. Das wird spannend!
Wir fahren also weiter - eine Runde neben den Hippo Pools wo viel los ist und wir sogar zwei große Krokodile sehen.
Und dann wird es auch für uns Zeit umzudrehen. Wir fahren auf der "Hauptstaße" Richtung Third Bridge.
Kurz vor Third Bridge hat der Safarigott nochmal etwas für uns vorbereitet. Ein Rudel Wildhunde wird gerade als wir ankommen so richtig schön aktiv. Wir genießen das Schauspiel.
Sorry es gibt noch mehr Bilder 🙂
Dann wird es Zeit zurück zum Camp zu fahren. Ein grandioser Tag neigt sich dem Ende, wir bauen das letzte Mal in diesem Urlaub das Zelt auf und kochen unser Abendessen. Wir hatten heute keinen Pavianbesuch (obwohl man hier wirklich eindringlich gewarnt wird) - jetzt warten wir auf die Hyäne.
Die kommt uns besuchen als wir gerade mit dem Essen fertig sind - sie schleicht einmal ums Lagerfeuer, sieht das es nichts gibt und läuft weiter zur nächsten Campsite 🙂 Tolles Erlebnis! Mit kaltem Bier aus dem Shop und etwas Gin Tonic beenden wir dann unseren letzten Tag in der Wildnis.
In der Nacht werden wir zweimal wach - einmal besucht uns ein Elefant und beim zweiten Mal eine Giraffe die unsere Campsite als Toilette benutzt. Giraffen haben offenbar eine grooooße Blase 🙂
Fazit Third Bridge: Mein absoluter Favorit - jetzt nicht wegen dem Leo, sondern wegen der Umgebung und dem Tierreichtum. Wir hatten hier die meisten Besucher und es ist einfach schön hier. Toll wäre eine Campsite etwas näher bei den Abolutions - aber man kann nicht alles haben. Für den Preis gilt dasselbe wie überall anders ...