@http://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/286186-zambia-has-returned-to-hunting-leopards-lions.html
Hallo Swakop 1952, ein Diskurs mit dir wird leicht zum Dilemma. Einerseits möchte man gerne antworten, andererseits weiß man nicht, ob das deiner Gesundheit zumutbar ist. Du bist nämlich in Nullkommanix auf 180 und dein Stress kommt schon fast physisch spürbar über die Datenleitung rüber. Aber sei‘s drum, ich schreibe dir doch noch was, vielleicht ist eine zusätzliche blaue Pille verträglich, also:
Was du da ständig in Verkündigungsmanier hinaus plärrst, wie z.B:
„Das liegt auf gleicher Ebene, wie den Entwicklungshelfern strengstens untersagt ist, darüber zu berichten, daß ein Großteil der Entwicklungshilfeprojekte nach ein paar Jahren im Nichts verschwunden und Milliarden an Steuergeldern verschwendet worden sind……“
weiß (abgesehen davon, dass es mit dem Thema nichts zu tun hat) jeder durchschnittlich Gebildete seit Jahren, darauf hat ja Matthias auch schon hingewiesen. Ich will aber dazu auch ein paar Zahlen nachreichen um das in eine Perspektive zu setzen.
Die „Entwicklungshilfeleistungen“ im weitesten Sinn der OECD-Staaten an Afrika liegen so in der Größenordnung von 50 bis 55 Milliarden U$ pro Jahr. 30 bis 50 % davon sind in der Deklaration grenzfällig und/oder kreative Buchhaltung, bleiben ca. 30 bis 40 Milliarden U$ netto für mittlerweile 54 Staaten, nicht gerade die Welt. Das sind etwa 2 bis 3 Jahre Soli, die ja auch in 20 Jahren dort nicht überall die Wiesen zum Blühen gebracht haben.
Obwohl viel Geld durch Unprofessionellität bis Korruption verloren ging und geht, glaube ich persönlich nicht, dass die Entwicklungshilfe sinnlos ist, Erfolge sind durchaus vorhanden. Hier im Forum war z. B. schon öfters von professionellen medizinischen Behandlungen afrikanischer Ärzte zu lesen, ohne die die Reise leicht hätte schiefgehen können ….. bis zu den von den Touristen so geschätzten Teerstraßen und Nationalparks. Und abgesehen von ideellen Motiven einzelner Akteure und Organisationen, ist doch die bilaterale Hilfe teilweise nichts anderes wie der Stammkundenrabat im Supermarkt oder bei der Fluglinie. Es geht um Kundenbindung und Umwegsrentabilität.
Aber das ist sowieso schon fast Schnee von gestern, denn während die Europäer noch (mit gutem Grund) die Projektanträge prüfen, Businesspläne erstellen, teure Dienstreisen vor Ort machen etc., ist das Projekt von den Chinesen längst realisiert. Hier entstehen Bindungen, die so schnell nicht weggehen werden.
Grüße
Hallo Swakop 1952, ein Diskurs mit dir wird leicht zum Dilemma. Einerseits möchte man gerne antworten, andererseits weiß man nicht, ob das deiner Gesundheit zumutbar ist. Du bist nämlich in Nullkommanix auf 180 und dein Stress kommt schon fast physisch spürbar über die Datenleitung rüber. Aber sei‘s drum, ich schreibe dir doch noch was, vielleicht ist eine zusätzliche blaue Pille verträglich, also:
Was du da ständig in Verkündigungsmanier hinaus plärrst, wie z.B:
„Das liegt auf gleicher Ebene, wie den Entwicklungshelfern strengstens untersagt ist, darüber zu berichten, daß ein Großteil der Entwicklungshilfeprojekte nach ein paar Jahren im Nichts verschwunden und Milliarden an Steuergeldern verschwendet worden sind……“
weiß (abgesehen davon, dass es mit dem Thema nichts zu tun hat) jeder durchschnittlich Gebildete seit Jahren, darauf hat ja Matthias auch schon hingewiesen. Ich will aber dazu auch ein paar Zahlen nachreichen um das in eine Perspektive zu setzen.
Die „Entwicklungshilfeleistungen“ im weitesten Sinn der OECD-Staaten an Afrika liegen so in der Größenordnung von 50 bis 55 Milliarden U$ pro Jahr. 30 bis 50 % davon sind in der Deklaration grenzfällig und/oder kreative Buchhaltung, bleiben ca. 30 bis 40 Milliarden U$ netto für mittlerweile 54 Staaten, nicht gerade die Welt. Das sind etwa 2 bis 3 Jahre Soli, die ja auch in 20 Jahren dort nicht überall die Wiesen zum Blühen gebracht haben.
Obwohl viel Geld durch Unprofessionellität bis Korruption verloren ging und geht, glaube ich persönlich nicht, dass die Entwicklungshilfe sinnlos ist, Erfolge sind durchaus vorhanden. Hier im Forum war z. B. schon öfters von professionellen medizinischen Behandlungen afrikanischer Ärzte zu lesen, ohne die die Reise leicht hätte schiefgehen können ….. bis zu den von den Touristen so geschätzten Teerstraßen und Nationalparks. Und abgesehen von ideellen Motiven einzelner Akteure und Organisationen, ist doch die bilaterale Hilfe teilweise nichts anderes wie der Stammkundenrabat im Supermarkt oder bei der Fluglinie. Es geht um Kundenbindung und Umwegsrentabilität.
Aber das ist sowieso schon fast Schnee von gestern, denn während die Europäer noch (mit gutem Grund) die Projektanträge prüfen, Businesspläne erstellen, teure Dienstreisen vor Ort machen etc., ist das Projekt von den Chinesen längst realisiert. Hier entstehen Bindungen, die so schnell nicht weggehen werden.
Grüße