Reisebericht

Tansania zum ersten Mal ... ein Reisebericht

von Koalandrea · begonnen 20. März 2015 · 52 Teile

Teil 120. März 2015
Liebe Fomis,

wir haben jetzt mit Eurer Hilfe schon einiges in Afrika gesehen und versuchen uns jetzt auch mal an einem Reisebericht. Uns hat das Lesen hier immer sehr geholfen und Fragen werden schnell beantwortet. Es ist sicherlich nichts Neues, was wir erlebt haben, aber vielleicht gibt es ja doch den einen oder anderen Hinweis, der jemandem hilft. Es wird ein wenig dauern, aber wer Afrika liebt, hat gelernt, geduldig zu sein 🙂

Also ... los geht es.

Am 12.12.2014 fliegen wir um 06:00 Uhr mit KLM von Berlin nach Amsterdam, von wo es mit etwas Verspätung dann nach Arusha geht. Dort landen wir gegen 22:00 Uhr. Die Einreise geht schnell - wir wissen ja dank Eurer Hilfe, was zu tun ist. Leider erwartet uns niemand, obwohl wir eine Abholung vereinbart hatten. Aber ein netter junger Mann nimmt sich unser an, ruft die Lodge an und setzt uns dann in ein Taxi.

In der Lodge (Arusha Safari Lodge) werden wir nett begrüßt und nein ... essen wollen wir nichts mehr, aber wenn es noch zwei Bier gäbe ...
Und die gibt es. So genießen wir noch ein wenig den wunderbaren Geruch hier in Afrika, bevor wir dann ins Bett fallen.

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Am nächsten Morgen genießen wir das Frühstück auf der Terrasse der Lodge. Es ist alles sehr gepflegt und sehr schön ruhig. Wir sind die einzigen Gäste 🙂

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Gegen 10:00 kommt der Autovermieter uns abholen und wir fahren zum Depot von Serengeti Select Safaris, wo wir unser Auto in Empfang nehmen.

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Wir erledigen gleich alles, was zu tun ist. Einkaufen im Nakumatt Markt, Geld holen, Telefonkarte kaufen und wir schaffen es auch noch zum Meat King. Leider haben wir nur eine Autobatterie, was bedeutet, dass es keine Kühlung gibt, wenn wir nicht fahren. Und da wir vorhaben, nicht ständig auf der Piste zu sein, planen wir um ... der Kühlschrank bleibt großenteils den Getränken vorbehalten 🙂

Den Nachmittag verbringen wir am Pool der Lodge und zum Abendessen lassen wir uns dann verwöhnen - für die nächste Zeit das letzte Mal ...

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Morgen geht es dann los ...
Teil 220. März 2015
14. Dezember 2014

Wir frühstücken ganz in Ruhe bevor wir uns auf den Weg machen. Unser Ziel heute ist das World View Camp am Lake Natron. Die Fahrt von der Lodge zum Old Moshi Road führt uns auf verworrenen Wegen vorbei an kleinen Siedlungen und riesigen Bougainvilleas. Wir sind fasziniert.

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Auf der 'Hauptstrasse' angekommen, erleben wir innerhalb weniger Kilometer ein sich enorm veränderndes Straßen- und auch Stadtbild.

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Konzentration ist angesagt und aber zugleich werden wir auch gleich mal zu Beginn unserer Reise gut 'entschleunigt'. Es braucht so seine Zeit bis wir einmal quer durch Arusha durch sind.
Als wir dann irgendwann die Stadt hinter uns lassen, geht es gut voran. Die Strasse ist in sehr guten Zustand und die Landschaft rechts und links sehr schön. Wir fahren bis Makuyuni, wo wir abbiegen nach Mto Wa Mbu. Dort tanken wir noch einmal bevor wir zum Lake Natron abbiegen.
Auf dieser Strecke gibt es nur wenig Siedlungen und die Landschaft ist sehr weitläufig. Linkerhand zieht sich die Abbruchkante des Riftes.
Teil 320. März 2015
AN ALLE - Danke, dass Ihr alle mitfahrt.

Möchte nur noch kurz das Thema Auto und Abholung in Gänze erklären. Also - wir haben bei Tanzanian Pioneers das Auto gebucht. Die Vermietung nimmt dann Serengeti Select Safaris vor. Und die haben eine Flotte an Fahrzeugen, aber eben unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Ausstattung.

Alles, was Daniel für uns gebucht hatte, war zuverlässig erledigt. Man bekommt schnell Antworten und Dinge werden sofort erledigt. Einzig hätten wir uns gewünscht, dass wir zum Thema Auto etwas mehr Info bekommen hätten. Das, was auf der Seite von Tanzanian Pioneers steht, passte nicht zu dem Auto, was wir bekamen. Wir haben auch ohne zweite Batterie und Radio überlebt 🙂 aber wir hätten, wie schon geschrieben, ein bisschen anders planen können.

Serengeti Select war auch sehr bemüht - Ladekabel und Abschleppseil wurden noch beschafft und Nathan hat sich auch alle Zeit der Welt genommen, uns alles zu zeigen.

Sollten wir noch einmal dorthin fahren, würden wir gern wieder in dieser Kombination buchen und wir können auch beide Unternehmen weiterempfehlen.

Die Abholung hat die Lodge verpennt und die haben wir selbst gebucht. Hatten uns extra noch ein paar Tage vor dem Abflug rückversichert ...
Teil 420. März 2015
So ... hier nun noch ein paar Bilder von der Strecke zwischen Mto Wa Mbu und dem Lake Natron. Auch wenn die Straße alles andere als gut zu befahren ist, waren wir begeistert von der Landschaft. Es braucht halt Zeit 🙂

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Die Siedlungen der Massai ...

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... und manchmal zeigen sie sich auch.

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Das Wetter ist sehr schön, aber es ist ziemlich windig. Hier unschwer zu erkennen.

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Wie schon beschrieben ... die Strecke führt immer entlang der Abbruchkante des Rift valleys.

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Und hier der heilige Berg der Massai 🙂

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Insgesamt werden wir auf der Strecke dreimal zur Entrichtung einer Gebühr aufgefordert. Insgesamt 70 U$ für uns beide zusammen. Aber das hatten wir ja schon im Forum erfahren und daher zahlen wir ohne zu Murren.

Gegen 17:30 Uhr haben wir es dann endlich geschafft. Das World View Camp verdient seinen Namen wirklich. Man schaut von hier direkt auf den Lake Natron. Auch die sanitären Einrichtungen sind hier sehr gut.

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Teil 521. März 2015
Schnell bauen wir das Zelt auf ...

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... um dann die Aussicht beim Abendessen und einem Savanna zu genießen.

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Es war ein anstrengender Tag und wir gehen zeitig schlafen. Das Bett ist super bequem und so schlafen wir schnell ein.

14.12.2014

Am Morgen sind wir nicht die einzigen, die den Ausblick genießen ...

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Hier hätten wir es auch noch länger ausgehalten. Einfach nur sitzen und die Aussicht genießen ... Wir gönnen uns ein Frühstück in aller Ruhe, bevor wir uns auf den Weg zur Serengeti machen.

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Die Strecke heute sind ca. 200 km unbefestigte Straße und wir müssen die Abbruchkante erklimmen. Zunächst führt uns unser Weg immer am Lake Natron entlang.

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Die Landschaft ist recht karg - aber auch das hat etwas. Der Weg ist wirklich beschwerlich und man muss schon sich gut auf das Fahren konzentrieren.

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Teil 621. März 2015
Ab Sonyo geht es dann ziemlich steil bergauf und irgendwann haben wir das Plateau auf 2100 m erreicht. Hier oben begegnen wir dann auch wieder einem Massai - motorisiert 😮

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Gegen 15:30 Uhr erreichen wir das westliche Gate der Serengeti. Die Formalitäten dauern ihre Zeit und wir zahlen für 5 Nächte inklusive Campgebühr ganz beachtliche 960 Uhr US$.

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Gleich hinter dem Eingang werden wir aber schon begrüßt ...

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Eine halbe Stunde später erreichen wir dann endlich die Lobo Campsite. Wir sind begeistert. Schön gelegen und nicht sehr groß. Wir gönnen uns erst einmal eine kleine Pause nach der anstrengenden Fahrt. Auf die Pirsch gehen wir morgen früh 🙂

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Die Fahrt über den Lake Natron hierher war wirklich schön, wenn auch anstrengend und sicherlich können wir auch froh sein, dass es trocken war.
Teil 721. März 2015
15.12.2014

Obwohl gestern noch zwei Pärchen und ein Mann jeweils mit ihren Guides das Camp mitbevölkert haben, war es ruhig. Nur am Morgen sind die Guides beim Zubereiten des Kaffees zu hören, was für uns aber hilfreich ist, denn wir wollen ja eh früh aufstehen und Tiere gucken 🙂
Gegen 06:00 fahren wir los. Die Runde ist recht weitläufig und es gibt viel zu beobachten. Verglichen mit unseren letzten Reisen durch Botswana und Namibia sind wir so beeindruckt von dem vielen Grün. Wunderschön. Langsam geht die Sonne auf und es verspricht wieder ein schöner Tag zu werden. Oft werden wir gefragt, warum wir immer wieder nach Afrika fahren - die Tieren bleiben doch die gleichen. Aber wer das nicht selbst erlebt hat, wie schön es ist, den Tieren früh beim Grasen zuzuschauen, dem kann man es auch nicht erklären. Für uns bleibt es immer wieder ein tolles Erlebnis.

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Kein Tier - aber auch schön, oder?
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Teil 821. März 2015
16.12.2014

Heute geht es nun weiter. Unsere nächste Station ist Seronera. Allein der Weg dorthin ist schon toll. Immer wieder gibt es Tiere zu sehen. Plötzlich macht mein Mann eine Vollbremsung - ich schaue ihn verwundert an - er legt den Rückwärtsgang ein und siehe da ... welch ein Glück. Eine Gepardenmama mit Anhang. Und nicht nur, dass wir sie entdeckt haben ... nein, sie kreuzen auch noch die Straße. 😛

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Teil 921. März 2015
Die Strasse nach Seronera ist super - einzig die Verkehrshindernisse muss man gewähren lassen. Aber das tun wir sehr gern 🙂

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Da wir direkt daran vorbeifahren, besuchen wir den Retima Hippo Pool. Man, ist das ein Gedränge (und ein Gestank 😐 )

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Aber sie sehen zufrieden und glücklich aus.

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In Seronera gehen wir auf die Pimbi CS - eigentlich wollten wir Dik Dik ansteuern (benachbarter Platz), aber dort ist gerade eine größere Reisegruppe untergekommen. Die sanitären Einrichtungen auf beiden Plätzen sind gut und auch Küche und der 'Fresskäfig' sind ordentlich und sauber.
Wir beeilen uns mit dem Aufbau ... es könnte sein, dass wir gleich im Zelt verschwinden 🙂

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Teil 1021. März 2015
17.12.2014

Leider ist auch unsere Campsite von einer größeren Reisegruppe entdeckt worden, aber glücklicherweise bauten die Guides die Zelte dicht an der Küche auf. Wie schon auf Lobo - klappert und plappert es früh am morgen lustig los. Wir nutzen den Weckruf wieder, klappen unser Haus ein (geht jetzt schon wieder recht schnell 🙂 ) und sind so gegen 06:00 Uhr auf der Piste.
Seronera ist ja das 'Hauptgebiet' der Serengeti und wird oft für die Kurzsafaris angesteuert. Der Norden und der Westen der Serengeti sind merklich weniger besucht. Daher ist es nicht verwunderlich, dass man hier recht häufig auf andere Fahrzeuge trifft. Dennoch bleibt es ein tolles Gebiet, was mit seiner Weite viele einsame Kilometer Strecke und viele Tiere bereithält.
Hier hält wohl jemand Ausschau ...

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Einige Touristen lassen sich auch einfliegen ...

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Wir hatten im Vorfeld überlegt, eine Ballonfahrt zu machen. Sicherlich sehr schön, aber auch sehr teuer. Da bleiben wir eben am Boden 🙂

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In der Gegend um die Simba Kopjes sehen wir sie dann ... die riesigen Herden von Gnus und Zebras. Das ist ein so toller Anblick und wir stehen lange und lauschen dem Murren.

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Teil 1121. März 2015
Die Tüpfelhyäne schaut manchmal grimmig drein ...

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... und manchmal möchte sie aber auch kuscheln.

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Herr und Frau Strauss halten sich offensichtlich noch etwas auf Distanz.

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In Seronera gibt es ein ein paar kleine Läden. Das Angebot ist nicht riesig, aber einiges gibt es schon. Und was der eine nicht hat, besorgt er beim Nachbarn für einen kleinen Aufpreis. Wir fragen nach einem bestimmten Bier, was nicht zu sehen war. "Ja", sagt der Verkäufer, "habe ich". Rennt raus und kommt nach kurzer Zeit zurück mit dem gewünschten Bier. Wir bezahlen wohlwissend, dass die Preise hier einem gewissen Monopol unterliegen. Zwei Läden weiter gibt es dann das gleiche Bier zu einem Preis ohne 'ich besorg es Euch - Aufpreis'. Aber wir finden das witzig und wollen den unternehmerischen Geist nicht unterdrücken.

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Teil 1221. März 2015
Für alle, die noch keine Erfahrungen haben, stelle ich hier mal ein paar Bilder ein von der Infrastruktur einer public Campsite, die wir als gut bezeichnen würden - aufgenommen in Lobo auf der Pimbi CS.

Die Küche - in der meistens gekocht, aber manchmal auch endlose Debatten geführt werden 🙂

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Dann der sogenannte Fresskäfig, den auch wir genutzt haben, als über uns ein heftiges Gewitter hereinbrach. Im Zelt bei Regen auf dem Autodach ist's wirklich gemütlich, aber bei Gewitter war es mir unheimlich.

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Und zum Schluss noch die sanitären Einrichtungen. Witzig war, dass nur bei den Damen ein Spiegel hing. Mein Mann hat sich dann mal eben bei den Damen rasiert.
Es wurde jeden Tag sauber gemacht und auch der Wassertank hinterm Haus wurde jeden Tag aufgefüllt.

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18.12.2014

Auch heute morgen machen wir einen Gamedrive. Die Touri - Dichte hier hat nicht nur Nachteile. Uns kommt ein Guide entgegen, der uns Lichthupe gibt. Aha - er hat etwas zu erzählen. Wir sollen doch mal ein Stück weiterfahren - da käme dann bald ein Baum, in dem ein Leopard sitzt. Schnell bedanken wir uns und brausen los.
Das Hippo am Wegesrand müssen wir natürlich auch begrüßen ... aber irgendwie schaut es nicht wirklich freundlich drein, oder?

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Ach ja ... in unserer Aufregung bemerken wir erst jetzt, dass wir zwischen ihm und seinem geliebten Fluss stehen. Also dann schnell mal aus dem Weg fahren. Und tatsächlich setzt er sofort sein Weg fort.

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Teil 1321. März 2015
Und dann endlich finden wir den Baum. Wir sind sprachlos vor Glück. Ein so schönes Tier.

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Es schaut so aus, als würde es was vorhaben. Aber was? Der Guide hatte gesagt, dass es Beute bei sich hat. Und tatsächlich. Langsam klettert es den Baum hinauf und kommt wieder runter - diesmal mit Beute.

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Wo soll ich damit hin?

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Ihr bekommt es nicht - das ist schon einmal sicher.

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Da mach ich mich doch mal aus dem Staub ...

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Und spaziere direkt vor Eurem Auto daher ... 🤩

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Was für eine tolle Begegnung. Wir sehen noch jede Menge Tiere an diesem Tag ... aber das bleibt der Höhepunkt.
Teil 1421. März 2015
19.12.2014

Heute heißt es vorerst Abschied nehmen von der Serengeti. Wir fahren über den Westkorridor zum Lake Victoria. Die Strecke führt immer am Grumeti River entlang und es ist alles sehr grün.

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Eigentlich sind es nur 160 km, aber teilweise ziemliches Waschbrett. Glücklicherweise ist die Strecke trocken. Der Himmel hängt voller Wolken und bislang hatten wir jeden Tag unser kleines Gewitter.

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Teil 1522. März 2015
Zweimal biegen wir ab zu sogenannten Viewpoints am Grumeti River. Die Tiere schauen kurz verwundert hoch und lassen sich dann aber nicht weiter stören.

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Wieder zurück auf der Hauptstrecke entdecken wir dann dieses Exemplar ...

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Die Ausreise am Ndabaka Gate im Westen der Serengeti geht schnell und wir entscheiden uns, etwas südlich davon die Speke Bay Lodge anzusteuern. Reserviert haben wir nicht, da wir uns offenhalten wollten, bei ggf. schlechtem Wetter eher die Serengeti zu verlassen. Wir sind froh zu hören, dass die Anlage kaum belegt ist und wir gern ein Zimmer für 3 Nächte haben können - immerhin geht es auf Weihnachten zu. Die kleinen Häuser sind sauber und sehr nett eingerichtet und liegen alle direkt am See.

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Die Frage, ob man Baden kann, erübrigt sich beim Anblick des Strandes.

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Teil 1622. März 2015
20.12.2014

Die Lodge bietet verschiedene Aktivitäten an und wir haben uns für heute zu einer Kanufahrt in ein nahegelegenes Fischerdorf verabredet. Um 09:00 Uhr werden wir abgeholt. Das Kanu ist recht groß ... drei Leute zum Paddeln und ein Guide. Die Tour dauert ca. 20 Minuten und lernen, dass wir in das Heimatdorf des Guides fahren. 😉

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Der Guide ist ein freundlicher kleiner Mann und sehr bemüht, all unsere Fragen zu beantworten.

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Der 'Dorfplatz' am Wasser ist gleichzeitig Marktplatz. Hier wird alles angeboten, was vorhanden ist.

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Das Dorf selbst ist sehr klein ...

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Der Guide erklärt uns, dass die Fahrräder teilweise zu kleinen Taxi's aufgewertet werden, in dem ein Sitz hinten montiert wird.

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Wir dürfen auch einen Blick in die Dorfmühle werfen ... hier wird alles gemahlen, was man mahlen kann.

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Uns beeindruckt sehr, wie der Guide den Ansturm der Kinder lenkt und wie er sie immer wieder beruhigt ... pole, pole 🙂 .

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Wir haben zwar kleine Haribo Päckchen mit, kaufen aber noch Hefte und Stifte im Dorfladen. Und die werden dann hier verteilt.

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Dieser Besuch war sehr interessant und wir hätten sicherlich das Dorf auch mit dem Auto von der Strasse aus erreicht. Aber eine so interessante Führung sollte man sich nicht entgehen lassen. Viele Fragen hatten wir und bekamen noch mehr Antworten. Wir lernten, wie so ein Dorf mit Kriminalität umgeht und wie es um das Thema Familienplanung bestellt ist.
Auf der Rückfahrt wurde dann noch ein kleines Ständchen geboten und wir bedankten uns mit einem großzügigen Trinkgeld. Besser kann man Geld nicht ausgeben.
Teil 1722. März 2015
Den Nachmittag wollten wir eigentlich auf unserer Terrasse geniessen, aber der gestaltete sich anders.

Vor unserer Abfahrt in das Fischerdorf hatten wir noch Interesse an der angebotenen Mountainbike - Tour durch die Masamba Hügel im Hinterland bekundet. Die Frage, ob wir fit wären, beantworteten wir einfach mal mit 'ja'. Hätten wir das urlaubsträge Gehirn eingeschaltet, wäre uns eventuell der Gedanke gekommen, dass wir lange nicht gefahren sind (es ist ja Winter in Deutschland), dass wir aufgrund beruflicher Belastung nicht so viel Zeit im Sportstudio vor unserer Abreise verbracht hatten und dass wir noch niemals unter solchen klimatischen Bedingungen Rad gefahren sind. Aber was soll es ... unser Motto ist immer: 'Was uns nicht umbringt, macht uns stärker'.

Als wir nach unserer Bootstour zurück in der Lodge sind, fragt uns der nette Manager, ob wir denn dann bereits wären, so gegen 13:00 Uhr zu starten. 'Ja gut ... alles klar.'

Schnell noch ein kleines Nickerchen gemacht und dann stehen wir auch schon vor den Rädern und dem Begleiter ... 🤩

Zunächst zu den Rädern: kein Schnickschnack, aber bestens gepflegt und mit einer super high-tech Schaltung. Helm auf? Ja klar - ohne wird nicht gefahren. Oh Gott, bei über 30 Grad auch noch eine Kopfbedeckung.

Und nun zum Guide: sein Name ist Jan und er ist einer der Besitzer der Lodge und lebt seit vielen Jahren hier in Tanzania. Er hat die Lodge mit aufgebaut und kennt die Gegend sehr gut. Und ... er ist sehr sportlich (was auch zu sehen ist) ... fährt gern 4 - 5 mal in der Woche die Tour durch die Hügel. Aha ... wir staunen nur und sind beeindruckt.

Also Helm auf und los geht es. Wir kämpfen ganz tapfer ... bis zum Schluss. Zwischendurch denke ich immer ... wird es uns stärker machen oder sterben wir dieses mal. Irgendwann schalte ich den Kopf aus, weil der nur noch böse Gedanken produziert. So Fragen danach, wer die Idee hatte, diese Tour zu machen und so ...

Aber am Ende - oder besser am nächsten Tag - bleibt übrig: es war eine super tolle Gelegenheit. Ja - anstrengend. Aber Jan hat uns hinterher versichert, dass er uns sehr wohl beobachtet hat und unser Leistungsprofil einschätzen konnte. Immer nach dem Motto - einer geht noch. Wir fuhren durch die Dörfer der Masamba Hügel und über Felder. Hier gibt es keine Strassen und das Fahrrad oder bestenfalls das Motorrad eignen sich als Transportmittel. Wir trafen auf Menschen, besuchten eine Familie, beobachteten Kinder beim Spiel, bekamen enorm viele Dinge erklärt über die Infrastruktur und die Menschen und das Leben hier. Auf dem Rückweg hatten wir das Glück, in einem Dorf die traditionellen afrikanischen Tänze zu beobachten. Ganz authentisch - ohne jeglichen touristischen Zusatz.

Wer immer den Weg dorthin findet ... macht die Ausflüge und grüßt das Team von uns ganz lieb.

Bilder gibt es keine ... wir hatten zwar die Kamera mit, hätten uns aber nicht wohlgefühlt, sie einzusetzen 🙂
Teil 1822. März 2015
22.12.2014

Es war mal gut, drei Tage wieder ein bisschen Luxus zu geniessen, aber heute geht es wieder zurück in die Wildnis. Wir bedanken uns beim Manager für die nette Betreuung und speziell bei Jan auch noch einmal für die interessante Fahrradtour. Bevor es zurück geht in den Nationalpark, fahren wir aber noch nach Bunda, um Vorräte aufzufüllen. Etwas abseits der Hauptstrasse gibt es einen großen Markt. Wir lassen das Auto an der Hauptstrasse stehen und verschwinden im Gewühl. Ist das ein Spaß. Und wir bekommen alles, was wir brauchen, sogar Gabel und Schöpfkelle - was beides irgendwie beim Abwaschwasser ausschütten mit entsorgt wurde.
Gegen Mittag sind wir dann zurück am Nbadaka Gate und zahlen wieder 🙂
Im Voraus haben wir zwei Nächte auf Special Campsites gebucht, was spannend wird, weil - Premiere. Die erste Nacht verbringen wir auf Kirawira 1 - ca. 70 km vom Gate entfernt und direkt am Grumeti River.

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Wie üblich, droht uns wieder das nachmittägliche Gewitter. Also heisst es, schnell aufbauen.

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Glücklicherweise regnet es nicht lang, so dass wir noch ein bisschen lesen können und dann in Ruhe den Abend ausklingen lassen.

23.12.2014

Am nächsten Morgen schaut der Himmel wieder viel besser aus. Wir frühstücken gemütlich und machen uns dann auf den Weg.

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Unser heutiges Ziel sind die Moru Kopjes und auch dort die Special Campsite #1.
Teil 1923. März 2015
Auch heute haben wir wieder Glück - es regnet nicht. Wir haben 160 km zu absolvieren und das geht bei trockener Piste wesentlich besser. Während der Fahrt kommt uns immer wieder in den Sinn, wie unser Tag heute daheim ablaufen würde und wir müssen beide schmunzeln.
Unterwegs sehen wir wieder jede Menge Tiere. Manche fordern unsere volle Konzentration und Rücksicht wie z.B. diese winzige Schildkröte 🙂

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Andere wiederum schauen gelangweilt daher ...

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Die kleinen Affen sind immer lustig anzuschauen.

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Die Giraffen sehen so toll aus vor dem satten Grün.

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Und hier wird wieder einmal gekuschelt.

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Teil 2023. März 2015
Was haben wir denn hier am Wegesrand ? ... Nö, also Verstecken gibt es nicht. Wenn man eine Mama sieht, gibt es meist auch noch die Kinder dazu. Da biegen wir doch mal ein Stück vom Hauptweg ab.

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Und richtig ... da sind sie ja - die Kleinen.

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Und geradezu kommt noch eines gelaufen ... "Hallo - ich möchte auch mit auf das Bild"

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"Na bitteschön ... aber gut genährt siehst Du nicht gerade aus". Ist ein bisschen wie in Mailand oder Paris oder Rom 😉

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