Reisebericht

Eine Reise wird zum Alptraum

von Erika · begonnen 16. März 2015 · 44 Teile

Teil 116. März 2015
Diesen Reisebericht widme ich meinem Toni zur Erinnerung an eine Reise, die für uns beide zum Alptraum wurde.

Mein letzterjähriger Reisebericht “Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania” war noch lange nicht vollendet, als sich bei uns bereits dunkle Wolken am Himmel anbahnten. Einerseits bereitete mir das Weiterschreiben des Berichtes grosse Mühe, da mein Kopf ganz woanders war, andererseits wurde ich durch eure zahlreichen teils unglaublich witzigen Kommentare von unseren Problemen abgelenkt.

Mein Mann Toni wurde nämlich seit Mitte 2014 von grossen Rückenproblemen geplagt. Aufenthalte in zwei verschiedenen Kliniken, Spezialtherapien, alle möglichen Medikamente, Kortisonspritzen usw. bewirkten keine durchschlagenden Erfolge. Die Schmerzen blieben und konnten nur mit sehr starken Medikamenten einigermaßen gelindert werden. Die Ärzte waren irgendwann ratlos und der Dezember, welcher eigentlich jeweils unser Abreisetermin nach Afrika wäre, rückte immer näher. Es war zum Verzweifeln.

Ganz unerträglich wurde es für uns, als ab Mitte September hinter unserem Haus eine riesige Baugrube ausgehoben wurde. Jeden Morgen um sieben Uhr wurden wir brutal aus dem Schlaf gerissen, weil unser Haus erzitterte, das Geschirr im Küchenschrank klapperte und die Bilder an den Wänden bebten 😈 .
Nein, wir wollten nach Afrika, der Rücken konnte uns mal, wir wollten endlich weg von dem unbeschreiblichen Baulärm und dem immer unfreundlicher werdenden Wetter.

Tonis Hausarzt meinte eines Tages so Ende November, dass es nun eigentlich keine grosse Rolle mehr spiele, wo Toni seine Schmerzen ertragen müsse, die Medikamente könne er nämlich auch in Afrika schlucken und zudem würde sich das warme Klima eventuell positiv auf seinen Rücken auswirken.

So, das war der Startschuss für unseren Urlaub. 🤩

Schnell die Flugtickets besorgen und ein paar Sachen erledigen. Afrika, wir kommen! 🙂


Fortsetzung folgt............
Teil 217. März 2015
Flug nach Arusha, 12. Dezember 2014
Glücklicherweise hat Toni heute Morgen dank einer leichten Überdosis an Medikamenten keine Rückenschmerzen. Die Koffer sind gepackt und da wir ja pro Person 46 kg mitnehmen dürfen, müssen wir dieselben daheim gar nicht erst wiegen. Den grössten Platz im Gepäck beansprucht eine voluminöse Kartonschachtel voller Medikamente, denen ein ärztliches Begleitschreiben in englischer Sprache beigelegt ist, damit bei einer Kontrolle am Zoll niemand auf die Idee kommen könnte, dass wir in Afrika eine Apotheke zu eröffnen gedenken. 😵

Tonis Schwester bringt uns nach Zürich-Kloten zum Flughafen und um 12 Uhr hebt der Airbus 321-200 der Turkish Airlines mit einer halben Stunde Verspätung in Richtung Istanbul ab. Der Flieger mit den schönen schwarz/roten, sehr bequemen Ledersitzen ist recht neu und das Mittagessen schmeckt prima.

Nach einer Flugzeit vom 2,5 Stunden landen wir in Istanbul. Der Flughafen mit den zahlreichen Restaurants und Geschäften ist ganz angenehm und überschaubar. Für Raucher wie mich 😊 gibt’s oben auf dem Dach eine Art Käfig und obwohl es stark regnet und windet und das Thermometer nur neun Grad anzeigt, halten sich hier erstaunlich viele Leute auf. Die 2,5 Stunden Zwischenstopp vergehen wie im Flug und Tonis Rücken hält sich erstaunlich gut.

Um 18 Uhr Ortszeit startet die Boeing 737-900 in Richtung Kilimanjaro Airport, Arusha. Auch dieses Flugzeug ist sehr neu. Die Ledersitze sind bequem und die Beinfreiheit lässt nichts zu wünschen übrig. Das Essen ist wiederum mehr als in Ordnung und alles wäre bestens, wenn nicht drei Reihen hinter uns ein kleines Mädchen pausenlos in allen erdenklichen Tönen schreien würde. Als es dann nach mehreren Stunden endlich Ruhe gibt, weil es vom Vater rumgetragen wird, fangen die beiden besäuselten Schweizer hinter uns lautstark zu lallen an 😈 . Ich schick ihnen ein paar böse Blicke, aber anstatt Ruhe zu geben, prosten sie mir zu und laden mich zu einem Whisky ein.


Arusha, Tansania, 13. Dezember 2014
Irgendwann ist der Flug überstanden. Begleitet von ohrenbetäubendem Kindergeheul landen wir um 01.45 Uhr nach 7 Std. Flugzeit auf dem Kilimanjaro Airport. Tonis Rücken hat das lange Sitzen erstaunlich gut vertragen, was ja eigentlich die Hauptsache ist.

Nach genau 20 Minuten seit der Landung haben wir bereits unser Visum für Tansania im Pass und unser Gepäck auf dem Wägelchen. Die Ebola-Kontrolle ist noch unbesetzt, oder vielleicht ist noch niemand da, weil der Flieger ja aus Europa kommt. Draussen erwartet uns eine laue Sommernacht. Wir sind endlich in Afrika angekommen. 🙂

Unser Taxifahrer steht schon da und fährt uns bei sehr wenig Verkehr durchs noch schlafende Arusha zu unseren Gastgebern. Der Nachtwächter öffnet das Farmtor, und der Taxifahrer setzt uns vor unserer Unterkunft ab. Vor dem Gästehäuschen steht bereits unser Fahrzeug. Welch eine Freude! Wir lieben unseren zuverlässigen Freund sehr, denn schließlich haben wir ihm seit 1991 so manche unvergessliche Reise durch zahlreiche afrikanische Länder zu verdanken. Mittlerweile hat er bereits über 654’000 km auf dem Tacho und er läuft und läuft und läuft……….. und säuft.
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An unserer Schlafzimmertür hängt ein netter Willkommensgruss. Schön, dass wir das Zimmer links von der Küche beziehen dürfen, welches weiter weg vom Hühnerhof liegt, denn der Gockel hat uns die letzten Male jeweils ab morgens um drei mit seinem pausenlosen blöden und einfältigen Kükerikü geweckt. 🤢

Schnell das Gepäck in die Wohnung gestellt und vor dem Schlafengehen - es ist bereits morgens um vier - mit einem kühlen Bier draußen auf der Veranda auf den Beginn unserer Ferien angestossen. Ist doch bis jetzt alles super gelaufen.
Wir sind total glücklich. 🙂

Gut erholt stehen wir um 9 Uhr auf. Es scheint so, als ob der alte Gockel ausgewechselt worden ist, denn der neue ist erstens Spätaufsteher und zweitens hat er belegte Stimmbänder, das heisst, er hat eine sehr gedämpfte, fast schon angenehme Stimme. Oder es ist doch noch der Alte und hat vielleicht nur ne Stimmbandentzündung…. oder Ebola…? 😎

Da wir von daheim unseren gesamten Kühlschrankinhalt mitgenommen haben, fällt das Frühstück ziemlich üppig aus.

Irgendwann im Laufe des Morgens werden wir von unseren netten Gastgebern herzlich begrüsst. Da wir uns ja ein paar Monate nicht gesehen haben, gibt’s viel zu erzählen.
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Den Rest des Tages verbringen wir mit Umpacken und Sachen sortieren. Unsere Koffer und Taschen bleiben ja hier und auch die Kleider und Schuhe, welche wir erst wieder für den Rückflug brauchen. Wir nehmen’s sehr ruhig und machen immer wieder mal ne Pause. Zwischendurch regnet es kurz, aber sonst ist es sehr angenehm bei 28 Grad.
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Allerlei Federvieh

Da wir heute nicht einkaufen waren, schmeissen wir am Abend nur eine Fertig-Rösti in die Pfanne. Dann sitzen wir noch ne ganze Weile auf der Veranda und geniessen es einfach, in Afrika zu sein.
Teil 317. März 2015
Arusha, 14. Dezember 2014

Nach fast zwölf Stunden Schönheitsschlaf stehen wir voller Tatendrang auf.

Zuerst fahren wir nach dem Frühstück in die Stadt zum Nakumatt Shopping Areal (ehemals Shoprite). Wir benötigen Geld, eine Telefonkarte, Lebensmittel und was sonst noch dazu gehört. Den ATM der Barclays Bank setzen wir nach drei erfolglosen Versuchen geradewegs außer Gefecht. 😐
Auch bei der zweiten Bank klappts nicht. Erst beim dritten ATM ist es dann möglich, pro Mal 400’000 TS per EC zu ziehen.

Dann besorgen wir in einem kleinen Laden ein Airtel-Telefonkärtli. Die Verkäuferin, welche unsäglich streng riecht 🙄 , wischt andauernd ihre triefende Nase mit der Hand ab und klimpert dann mit ihren Popel-Fingern auf meinen Handy rum, wääää. 🤢

Nachdem wir uns im relativ gut bestückten Nakumatt mit Lebensmitteln und was sonst noch dazu gehört 😉 eingedeckt haben, gehen wir eins trinken, tanken Benzin und fahren wieder zurück zu unserer Unterkunft.

Am Nachmittag ersetzt Toni an unserem Fahrzeug die alten, brüchigen Türdichtungen. An einem über dreissigjährigen Auto muss schon ab und zu mal was erneuert werden.
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Unsere Unterkunft in Arusha

Zum Abendessen grillen wir Hühnerschenkel, dazu gibt’s einen Gurken/Tomatensalat…. und natürlich ein/zwei Gläschen Wein.
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Ein bewusstloser Nachtfalter leistet uns Gesellschaft

Um halb zehn gehen wir in die Heia.


Arusha, 15. Dezember 2014

Wir pennten wieder wie die Murmeltiere. Nachts fällt die Temperatur jeweils auf ca. 20 Grad. Zum Schlafen ist das sehr angenehm.
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Toni fährt nach dem Frühstück nebenan zur farmeigenen Werkstatt. Wir hatten von daheim Gummiklötze mitgebracht, welche unter die hinteren Federn montiert werden. Der Wagen steht so hinten etwas höher, als bisher und die Stossdämpfer bzw. Federn werden geschont.
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Alle wollen helfen, alle quatschen dazwischen. Man muss viel improvisieren, da die einfachsten Werkzeuge wie Wagenheber usw. unauffindbar sind. Irgendwo sind die Sachen schon, aber wo…. 😵
Zum Schluss wird der Wagen noch auf die Grube gefahren und geschmiert. Toni macht das am liebsten selbst, da er genau weiss, wo die Schmiernippel sind. Natürlich ist auch keine brauchbare Fettpresse vorhanden, aber wir haben ja selbst eine. Unser Gastgeber kann es fast nicht fassen, dass da alles irgendwo verlegt wurde, denn das Zeugs ist scheints in mehrfacher Ausführung vorhanden.
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Die Gemeinschaftsküche im Gästehäuschen
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Veranda

Am späten Nachmittag räumen wir ein wenig die Gemeinschaftsküche auf, da mitten in der Nacht noch Gäste aus der Schweiz erwartet werden.

Heute gibt’s bei uns Buschmann-Fondue (Fondue Bourguignon aus dem Potje) mit Reis und Zutaten. Leider ist das Rindsfilet vom Nakumatt aber etwas zäh. Das nächste Mal holen wir das Fleisch bei Meat King.

Toni ist am Abend hundemüde, da er ja stundenlang in gebückter Haltung gearbeitet hat.

Bis bald..............
Teil 418. März 2015
Arusha, 16. Dezember 2014
Nachts schleichen sich unsere neuen Mitbewohner so lautlos wie möglich in ihr Schlafzimmer. Beim Aufstehen sind wir ebenfalls ganz leise, da sie bestimmt müde sind und nach dem langen Flug ausschlafen möchten.

Während wir auf der Veranda frühstücken, lernen wir die beiden sympathischen Leute kennen. Sie möchten in Etappen zurück in die Schweiz fahren, wissen aber noch nicht genau, welche Route sie nehmen sollen, bzw. können.
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Der nicht sehr afrikanisch aussehende Nakumatt-Nikolaus

Am Nachmittag fahren wir nochmals zur Stadt und treffen auf dem Nakumatt-Parkplatz einen alten Bekannten mit zwei Begleitern. Die drei bereiten sich als Tour Guides auf eine mehrwöchige Selbstfahrer-Gruppenreise nach Kapstadt vor. Die Teilnehmer werden in ein paar Tagen von Europa nach Dar Es Salaam fliegen, ihre zuvor verschifften Fahrzeuge aus dem Hafen holen und ihre grosse Abenteuerreise und Expedition beginnen. Das Ganze kostet ein halbes Vermögen, aber es ist wahrscheinlich für viele Teilnehmer die einzige Möglichkeit, wohlbehütet einen lang gehegten Traum zu verwirklichen. Sogar eine Automechanikerin ist mit von der Partie.

Dieser Shoppingcenter-Parkplatz hat’s schon echt in sich. Man trifft immer mal wieder ganz unverhofft auf interessante Leute. Zum Beispiel wurden wir dort schon von Corinne Hofmann (The white Massai) wegen unseren Schweizer Nummernschildern angesprochen (brustaufpluster 😁 ), das heisst, eigentlich hab ich erst nachdem ich gegoogelt hatte festgestellt, wer die Frau überhaupt war 😊 .
Dann machten wir dort letztes Jahr Bekanntschaft mit den lieben Fomis helliulli und nun kommt noch unser Bekannter als Expeditionsleiter daher.

Ausserdem plauderten wir vor ein paar Jahren mal mit einem deutschen Missionar auf diesem Parkplatz, als mir ein Junge ganz unverschämt an den Hals griff und mir meine Halskette zu entreissen versuchte, worauf ich ihm eine Ohrfeige verpasse (nochmals brustaufpluster 😄 ), was dem Missionar fast die Sprache verschlug und dem Jüngling glühende Fersen verlieh. Und wisst ihr was? Ich hab genau gespürt, dass der Missionar mit dem Knaben mehr Mitleid hatte, als mit mir, die ich doch fast Opfer eines Entreissdiebstahls geworden wäre. 🤢 Aber bevor ihr mich nun wegen der Ohrfeige ausschimpft, muss ich zu meiner Verteidigung erwähnen, dass sich damals meine Hand ganz unbeabsichtigt und reflexartig einfach selbständig gemacht hat. 😗
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Bilder von Arusha

Nach einer Portion SchniPo in einem Gartenrestaurant fahren wir durch den üblichen chaotischen Stossverkehr zu unserer Unterkunft zurück und verquasseln den Rest des Tages mit unseren Mitbewohnern.
Teil 519. März 2015
Arusha - Lake Chala, 17. Dezember 2014
Eigentlich hält uns nun in Arusha nichts mehr. Wir sind soweit, dass wir uns auf unsere Reise begeben können. Der Wagen ist relativ schnell gepackt und der Kühlschrank eingeräumt. Die sechs Paar Schweins-Rauchwürste, die wir wie jedes Jahr von einem befreundeten Metzger als Wegzehrung bekommen (er hat immer Schiss, dass wir in Afrika verhungern 😄 ), werden aus dem Vakuum genommen und zum Trocknen an einer Schnur im Fahrzeuginneren aufgehängt. Sie verströmen einen angenehmen Duft, wir können es kaum erwarten, bis sie etwas angetrocknet und essreif sind. Es ist doch toll, wie sich unsere Freunde um uns sorgen. 😘

Bis wir uns endlich von all den lieben Leuten losreissen können, wird es 11 Uhr. Bei Meat King kaufen wir ganz schönes Fleisch, welches man uns vakuumiert und sonst noch einige Delikatessen. Der Verkehr durch Arusha ist wie immer äußerst stockend. Es wird links und rechts überholt. Dazwischen schlängeln sich die Motorradfahrer todesmutig durch jede Lücke. Nimmt uns schon wunder, wie die ihren Führerschein kriegen. Wahrscheinlich haben sie, nachdem sie den Unterschied zwischen Kupplung, Gas und Bremse kennen, die Prüfung bereits bestanden 😄 . Von Verkehrsregeln hat hier niemand eine Ahnung. Auch Geschwindigkeitstafeln werden nicht beachtet, da helfen nur die zahlreichen Huppels, die einem fast das Fahrzeug zusammen schlagen, wenn man zu schnell drüber fährt.

Irgendwo zwischen Arusha und Moshi werden wir an zwei der zahlreichen Polizeikontrollstellen angehalten. Der erste Beamte fragt Toni, ob er einen Führerschein besitze, aber sehen möchte er ihn nicht.
An der zweiten Kontrollstelle ist der Beamte schon etwas klebriger. Er möchte unbedingt ein Geschenk oder Geld, da er seit heute Morgen hier stehe und noch nichts gegessen habe. Wir bleiben hart und sagen ihm, dass wir weder ein Geschenk noch Geld für ihn haben 😠 . Dann erspäht er, wahrscheinlich angelockt durch den angenehmen Duft, unsere aufgehängten Rauchwürstli 😐 . Was denn das sei, das sei doch bestimmt was zum Essen. Toni erwidert während er sich mit angewiderter Miene die Nase zuhält, ob er denn nicht rieche, wie die bereits stinken 😵 . Ausserdem seien sie aus Schweinefleisch und grunzt dabei wie eine glückliche Muttersau 😄 . Der Polizist meint darauf, dass er sowas auf gar keinen Fall essen würde und lässt uns weiterfahren 😛 .

Da wir möglichst keine grossen Tagesetappen fahren wollen, entschliessen wir uns, heute bis zum Lake Chala nahe der kenianischen Grenze zu fahren.
Diesen lauschigen Platz an dem geheimnisvollen, tiefen See mit Aussicht auf den Kilimanjaro mögen wir sehr.
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Zufahrt zum Lake Chala

Kurz vor dem kenianischen Zoll biegen wir links auf eine relativ gut ausgebaute Erdpiste ab, welche zum See führt. Kurz vor dem Ziel werden wir durch einen Schlagbaum zum Anhalten gezwungen. Irgendwann kommt ein junger Mann mit einem Heft in der Hand daher gelatscht, derweil sein Kollege ein Stück weit entfernt lässig auf der Motorhaube eines neuen Landcruisers liegt. Da der Jüngling kein Wort Englisch spricht und wir kein Kiswahili, ist die Verständigung etwas kompliziert. Es wird aber schnell klar, dass es um Geld geht. Er blättert in seinem Heft und zeigt auf 100 U$ für irgendwelche Ballon- und Flugzeug-Landegebühren 😕 . Das kommt natürlich überhaupt nicht in Frage. Nun wird es immer teurer, denn er zeigt nun auf 1’000 U$ 🙁 und dann sogar auf 1’500 U$ 🤩 . Das beweist uns, dass der Knabe weder lesen, noch schreiben kann und überhaupt keinen Bezug zu Zahlen hat. Sein auf der Motorhaube liegender Kollege winkt uns zu sich, aber das übersehen wir geflissentlich. Soll der gefälligst seinen Arsch heben und zu uns kommen, wenn er was will 😈 . Was ist denn das für ne Art? Wir machen dem jungen Mann per Zeichensprache klar, dass wir nun zur Lodge fahren und dort das Finanzielle abklären werden. Er protestiert zwar während wir elegant den Schlagbaum umfahren, aber so kommen wir ja nicht weiter.

Es gibt bei der Lodge nun nebst einigen anderen baulichen Veränderungen sogar eine Rezeption, welche aber verschlossen ist und als Garage für ein Fahrrad dient 🙂 . Also laufen wir zum neuen, hoch über dem See auf Stelzen gebauten Restaurant.
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Aussicht vom Restaurant auf den Lake Chala.

Es dauert nicht lange, bis auch die beiden Beamten mit dem Landcruiser eintreffen um zu kontrollieren, ob nun alles mit rechten Dingen zu und her geht.
Der Barmann oder Manager, oder was immer er jetzt ist kann sich noch gut an uns erinnern und begrüsst uns wie alte Bekannte.
Unter den aufmerksamen Blicken der Kontrolleure erklärt er uns, wie sich neuerdings der Preis zusammensetzt:

Fahrzeug: 5 U$
Abgabe für die Regierung: 25 U$ pro Person = 50 U$
Camping: 10 U$ pro Person = 20 U$ (ursprünglicher Preis)
Das macht für zwei Personen 75 U$ pro Tag.

Das ist ja für einen Campingplatz wirklich happig. Morgen fahren wir gleich wieder weiter. Schade, denn wir wären gerne ein paar Tage geblieben, aber nicht zu diesem Preis.
Der Barmann erzählt uns, dass er nur noch solche unangenehmen Diskussionen mit Touristen führe und viele Safariunternehmen gar nicht mehr kämen, da es ihnen zu teuer geworden sei.
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Der Campingplatz beim Lake Chala

Leider zeigt sich der Kili momentan nicht, aber wir geben ihm noch für morgen früh eine Chance.

Nachdem Toni das Dachzelt aufgebaut hat, stellen wir fest, dass wir vergassen, ein neues Spannbettlaken mitzunehmen. Kein Problem, wir helfen uns mit ein paar Badetüchern, die wir über die Matratze legen. Endlich wieder im Dachzelt schlafen!
Der Urlaub hat nun richtig begonnen. 😎 🤪

Nach dem Nachtessen sitzen wir noch lange draußen und da wir die einzigen Gäste sind, geniessen wir die absolute Ruhe.
Und was für uns ganz wichtig ist: Seit wir in Afrika sind, haben sich Tonis Rückenprobleme stark vermindert.

Gefahrene Kilometer: 155
Teil 622. März 2015
Lake Chala, Tansania - Voi, Kenia, 18. Dezemeber 2014
Wir haben wunderbar geschlafen in unserem Dachzelt und wie wir‘s uns erhofft hatten, steht heute Morgen der Kilimanjaro da. Er ist zwar etwas wolkenumhüllt, aber man sieht ihn doch recht deutlich.
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Links der Kilimanjaro und rechts der etwas näher zu uns stehende 5‘148 m hohe Mawenzi

Mit dem Kili als Kulisse und dem gemütlichen Frühstück fängt der Tag für uns optimal an. Aber so schön der Platz beim Lake Chala auch ist, wir packen zusammen und ziehen weiter.

Die Lodge ist wie ausgestorben. Wir fragen uns, ob der ursprüngliche Besitzer überhaupt noch da ist, oder ob nun alles dem Staat gehört. Es wurde ja in letzter Zeit für neue Zelt-Bungalows und den Restaurant-Neubau echt viel Geld investiert. Aber eigentlich schade finden wir, dass nun der See seine Jungfräulichkeit ein wenig verloren hat, zumal ja leider bereits zwei andere Lodge-Ruinen das Ufer zieren.

Wahrscheinlich hatte man ursprünglich mal grosse Pläne mit diesem See, da ja sogar eine Stromleitung bis hier her gezogen wurde.
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Flammenbaum in voller Blüte

Um neun Uhr sind wir abreisefertig. Der Weg zurück zur Hauptstrasse ist schnell zurückgelegt. Einige wenige Kilometer später erreichen wir bei Taveta den kleinen Grenzübergang zwischen Tansania und Kenia.

Wie bei der Einreise, werden wir wieder fotografiert und auch Fingerabdrücke werden genommen. Dann wird der Ausreisestempel in den Pass gedrückt. Da unser Fahrzeug während neun Monaten in Tansania stand, sind für diese Zeit pro Monat 20 U$ Strassengebühr = 180 U$ fällig. Wirklich bescheiden ist das nicht, zumal man ja in Tansania andauernd auf Nebenstrecken zusätzlich zur Kasse gebeten wird. Dann wird zum Schluss unser Carnet ausgestempelt.

Als Erstes müssen wir auf der kenianischen Seite zur Ebola-Kontrolle. Der zuständige Beamte winkt uns freundlich zu sich. Hinter seinem Rücken prangert ein grosses Plakat, auf welchem mehrere „Ebola-Verhinderungs-Regeln“ abgebildet sind. Unter Anderem steht da ganz klar, dass man niemandem die Hände schütteln soll. Und genau das tut der Mann nun 🙄 ! Er kommt auf uns zu und gibt uns die Hand! Dann plaudert er ein wenig und rät uns, das Plakat mit den Verhaltensregeln gut zu studieren.
Und jetzt kommts: Nun streift er sich ein Paar Wegwerf-Handschuhe über, reicht uns zwei Fragebogen, welche wir ausfüllen müssen, nimmt die ausgefüllten Zettel entgegen, zieht danach die Handschuhe wieder aus, schmeisst sie in einen Abfallbehälter und schüttelt uns anschliessend zum Abschied wieder die Hand. 🤩 🤩 🤩
Afrikanische Logik?

Auch am kenianischen Zoll werden Fingerabdrücke genommen und Fotos gemacht. An der Wand hängt ein Flimmerkasten, wo gerade eine politische Sendung übertragen wird. Die Gemüter Parlamentarier scheinen sehr erhitzt zu sein, einer nach dem anderen steht auf und hält eine leidenschaftliche Rede, was mit viel Applaus und anerkennenden Zwischenrufen quittiert wird. Dann steht wieder einer auf, aber der kommt gar nicht richtig zu Wort, denn nun fangen die anderen Parlamentarier ganz laut zu singen an, sodass der arme Kerl nach einer Weile ganz frustriert seine Rede abbrechen muss, worauf dann auch der Gesang verstummt. Nun spielen sich einige echt tumultartigen Szenen ab, sodass wir fast damit rechnen dürfen, dass die sich noch verklopfen 😁 . Eigentlich hätten wir diese spannende Sendung gerne noch länger verfolgt, aber in der Zwischenzeit haben wir unser Visum im Pass und wir müssen ja heute noch nach Voi. Vier Kilometer später wird noch das Carnet abgestempelt und dann sind wir nach 1 ¼ Stunden durch.
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Piste nach Voi

Nun folgt eine sehr raue Schotterstrasse. Die Chinesen sind aber am Bauen und irgendwann wird diese Strasse ebenfalls geteert sein, was natürlich heisst, dass dann sehr viel mehr Verkehr aufkommen wird.
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Die Gegend wird nun immer einsamer und unbewohnter. Bald können wir die ersten Tiere erblicken. Es sind Dromedare, die gemütlich der Strasse entlang ziehen.
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Später entdecken wir neben den Bahngeleisen eine ca. vierzigköpfige Elefantenherde. Auch springen hin und wieder verschiedene Huftiere verschreckt durch den Busch.

Ca. 20 Km vor Voi fängt die Teerstrasse an. Plötzlich nimmt auch der Verkehr wieder zu. In Voi tanken wir Benzin und ziehen an einem ATM Kenyan Shillings. Nach einer Stadtrundfahrt begeben wir uns zum Campingplatz der schön ruhig gelegenen Red Elephant Lodge. In der Lodge sind derzeit keine Gäste. Die nächsten werden erst über die Feiertage erwartet. Zum Duschen wird uns ein Häuschen zu Verfügung gestellt und wir dürfen ein Elektrokabel zu unserem Fahrzeug ziehen.

Nachdem wir das Dachzelt aufgebaut und geduscht haben, bereiten wir unser Nachtessen zu. Man hatte uns auch angeboten, für uns zu kochen, aber dann hätten die ja extra für uns die Küche aufmachen müssen, was wir nicht wollten.

Toni ist irgendwie total geschafft und froh, dass er bald ins Bett steigen kann.

Gefahrene Kilometer: 149
Teil 724. März 2015
Voi - Kikambala (nördlich Mombasa), 19. Dezember 2014
Heute Morgen sieht unser Fahrzeug etwas seltsam aus. Es ist mit einer klebrigen, honigartigen Masse überzogen und mit tausenden kleinen Blättchen übersäht, die man kaum abwischen kann.

Den Tag müssen wir sehr süferli* beginnen, da Tonis Rücken zu rebellieren beginnt, als er ein paar Dinge fürs Frühstück aus dem Wagen holt. Und jetzt erinnert er sich auch daran, dass er gestern Abend vergessen hat, seine Medizin zu schlucken.

Wir frühstücken ausgiebig, schwatzen mit dem unterbeschäftigten Personal rum und machen dann unser Fahrzeug abreisefertig. Um 11 Uhr starten wir zu unserem nächstem Reiseziel.

Die Strasse von Voi nach Mombasa ist schmal und voller Schlaglöcher, aber das kratzt die wenigsten Einheimischen. Die brettern bei dem irren Verkehr, wie wenn ihnen der Teufel im Nacken sitzen würde 😠 . Da es nach Mombasa laufend abwärts geht, haben auch die Lastwagen ein ziemliches Tempo drauf. Es macht auch hier den Anschein, als ob Sicherheitslinien und Verkehrstafeln nur zu Zierde vorhanden wären. Die Chinesen bauen ja jetzt zwischen Mombasa und Nairobi eine neue Bahnlinie, sodass die Hoffnung besteht, dass nach Fertigstellung ein Grossteil der Transporte von der Strasse auf die Schienen verlegt wird.

Ca. 20 km vor Mombasa geht’s dann wegen Verkehrsverstopfung nur noch im Schritttempo weiter. Oh Mann, ist das mühsam. Dabei fahren wir ja nicht mal bis ins Stadtzentrum. Und dann dieser Staub und Abgasgestank, mein Hals kratzt und die Augen brennen. Es wird nun merklich schwüler und wärmer.
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Während wir im Schneckentempo dahin kriechen, knipse ich ein paar Bilder. Nach vier Stunden Fahrzeit ab Voi sind wir endlich auf der anderen Stadtseite angelangt, wo es etwas flüssiger vorwärts geht.
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An der schrägen Stange hängt die Telefonnummer von einem Mganga, einem Heiler.
Ob ich da wohl mal mit Toni vorbei soll? 😁
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Und dann durchqueren wir das Möbelschreiner-Viertel.
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Auswahl an Grabsteinen für die allerletzte Safari………. 😉
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Gemischtwarenhändler
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Shoppingcenter mit integriertem Kindergarten
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….und schlussendlich eine Kleiderboutique nach der anderen.

In einem riesigen, supermodernen Shoppingcenter besorgen wir uns eine Safaricom-Telefonkarte, kaufen im Nakumatt nebst einigen Delikatessen ein Spannbettlaken für unsere Dachzelt-Matratze, essen in einem der zahlreichen Restaurants eine Kleinigkeit und schlendern sonst noch ein wenig rum. Die Kontrollen sind bereits bei der Einfahrt zu diesem Komplex echt streng und auch an den Eingängen zu den Geschäften kommt man erst durch, wenn der Detektor nicht quietscht.

Bis wir endlich unser heutiges Ziel, die Edelweiss Lodge in Kikambala erreichen, ist es bereits 18 Uhr. Unsere Gastgeber Hedi und Ulli erwarten uns schon, da wir unser Kommen zuvor angekündigt hatten. Die Begrüssung ist sehr herzlich. Wir waren ja bereits vor einem Jahr mal für einige Tage hier, allerdings haben wir damals gecampt. Diesmal beziehen wir jedoch eines der schönen, sehr geräumigen Bungalows.

Da es echt heiß und schwül ist, kühlen wir uns im glasklaren, lauwarmen Pool ein wenig ab und setzen uns dann auf unsere Veranda, wo wir genüsslich unseren obligatorischen Sundowner schlürfen. Kochen müssen wir nicht mehr unbedingt, da wir ja bereits am späteren Nachmittag eine Kleinigkeit gegessen haben.
So, hier werden wir nun solange bleiben, bis es uns verleidet ist.

*vorsichtig

Gefahrene Kilometer: 191
Teil 826. März 2015
Edelweiss Lodge, Kikambala, 20. Dezember 2014 bis 2. Januar 2015

20. Dezember 2014

Kaum waren wir letzte Nacht im Bett, beschallte uns die Disco nebenan bis in die frühen Morgenstunden. 😐
Abgesehen von diversen Unterbrüchen brachten wir‘s aber trotzdem fertig, hin und wieder zu schlafen.

Das grosse parkähnliche Anwesen von Hedi und Ulli ist wunderschön. Die beiden haben sich hier ein richtiges Paradies geschaffen. Für Gäste gibt es drei geräumige Bungalows und einen schönen, schattigen Campingplatz unter Baobabs mit sauberen Duschen und Toiletten.

Nähere Infos findet man hier:

http://www.edelweiss-kikambala.de/
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Im linken Häuschen wohnen wir 🙂
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Normalerweise legen wir keinen Wert auf einen Pool, meistens ist uns das Wasser zu kalt, aber dieser ist ein richtiges Bijou und angenehm warm. Hier sind die Tagestemperaturen ca. bei 30 Grad, nachts kühlt es nur unwesentlich ab, weshalb auch das Wasser etwa diese Temperatur hat.
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Unser Schlafzimmer
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Wohnzimmer
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Küche

Unser 2-stöckiges Bungalow Nr. 1 ist eine vollwertige Wohnung und mit allem ausgestattet, was man benötigt. Es besteht aus einem Schlafzimmer, Wohnzimmer, Esszimmer, Dusche/WC und einer gut ausgestatteten Küche. Im oberen Stockwerk befindet sich noch ein zusätzlicher Schlafraum. Aber wichtigster Aufenthaltsort ist für uns tagsüber die Veranda mit Blick auf den Pool und Garten.
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Das Haupthaus. Hier wohnen Hedi und Ulli
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Wir trödeln ein wenig rum, quasseln mit unseren Gasgebern, geniessen den Pool und freuen uns einfach, hier an diesem schönen Ort zu sein. Toni öffnet dann noch das Dachzelt, um zu prüfen, ob das neu gekaufte Bettlaken passt. Nein, es passt überhaupt nicht, da viel zu kurz 😵 . Jetzt hat mein Mann wieder ne Aufgabe. Er wird morgen im Dorf einen Schneider suchen, der ein Stück Stoff dazwischensetzen soll.

Der Tag vergeht wie im Flug und schon ist es wieder Zeit für den obligatorischen Sundowner.

Kosten Bungalow pro Woche: 210.- Euro
Teil 928. März 2015
21. Dezember 2014

Heute ist Sonntag. Um 5.50 Uhr plärrt bereits nebenan der Muezzin und zwei andere hört man ein Stück weiter entfernt.
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Ich spazier ein wenig im Garten rum und schleiche die Vögel an, aber da die mich vermutlich für eine Vogelscheuche halten, fliegen sie meistens weg. 🤢
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Agame
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Rechts unser Bungalow von hinten
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Wüstenrose
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Auf dem Grundstück hinter der Lodge tönt es seit den frühen Morgenstunden nach Teufelsaustreibung und Voodoozauber. Eigentlich beginnt alles ganz gesittet. Es wird gesungen und im Rhythmus geklatscht und getrommelt. Im Laufe des Tages kommen immer mehr Leute dazu, darunter viele Kinder. Das Ganze schaukelt sich mit der Zeit dermaßen auf, dass es immer lauter, hysterischer und fast beängstigend wird. Man schmeisst sich auf den Boden, steht wieder auf, die Stimmen überschlagen sich und die Vorbeterin tönt in ihrer Ekstase etwa so, wie wenn ein Huhn einen langsamen, qualvollen Tod erleidet. Ihr wisst schon, mit der stumpfen Rasierklinge…. 😣

Dazwischen hört man aus einer Kirche schöne Trommelklänge und religiöse Lieder, wobei sich eine Dame mit ihrem kunstvollen und inbrünstigen Tremolo ganz besonders hervortut.

Das Ganze zieht sich bis zum späten Nachmittag hin. Ausgenommen vom Ruf des Muezzins ist‘s dann für den Rest des Sonntags relativ ruhig.
Teil 1029. März 2015
22. Dezember 2014

Heute ist unser Fahrzeug dran. Der Gute muss nämlich dringend entrostet werden. Die Männer hatten schon vor einem Jahr besprochen, dass die Arbeit hier in Ullis gut ausgerüsteter Werkstatt gemacht wird.
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Ulli und Toni bei der Arbeit. 😁

Es wird eine Weile an einem Kotflügel rumgeschliffen aber dann haben sie den Bettel hingeschmissen und sind mit dem Bettlaken zum Schneider gegangen um mit diesem dessen Verlängerung zu besprechen und den passenden Stoff auszusuchen.

Ich stiefle derweil auf der Suche nach geeigneten Fotomotiven im Garten rum.
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Stamm eines Baobabs
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Ebenfalls der Stamm eines Baobabs
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Dann sind die Männer noch „eins“ trinken gegangen und nun sind sie nach mehreren Stunden Abwesenheit so ziemlich besäuselt wieder eingetrudelt 🙄 .
Hedi schimpft ein wenig mit Ulli, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich einfach nur froh darüber bin, dass es Toni so gut geht und schließlich ist es ja sein Kopf, der eventuell brummt und nicht meiner. 😛
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Toni grillt gerne in der Unterhose 🙂 🙂 🙂
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Unsere Veranda
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Motte oder Nachtfalter oder so….
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Ein willkommener Mitbewohner

Wir grillen 800 Gramm Lamm Chops, dazu kochen wir einen Topf voll Reis und essen alles auf.
Teil 1131. März 2015
23. Dezember 2014

Nach dem Frühstück auf unserer gemütlichen Veranda kommt Hedis Haus-Masseuse Sophia zu Besuch. Sie knetet erst Hedi durch und dann unsere Nachbarin aus Nr. 2, welche wegen des kalten Wetters aus dem Berner Oberland geflohen ist und hier für ein paar Wochen überwintert.

Dann legt sich auch Toni auf die Massageliege und wird von Sophia eine ganze Stunde lang mit Olivenöl beträufelt und nach Strich und Faden durchgeknetet.
Die Frau verlangt dafür 4.- U$. Sie muss vier Kinder durchfüttern, hat keinen Mann und das ist ihr einziges Einkommen. Wenn keine Touristen hier sind, was manchmal wochenlang der Fall ist, muss sie echt schmal durch.
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Toni glänzt wie eine in Olivenöl eingelegte Sardine. 🤩

Scheinbar hat ihm die Behandlung sehr gut getan, denn er ist nun voller Tatendrang und hilft Ulli gleich wieder bei den Schleifarbeiten an unserem Auto.

In den Pool geht er heute ausnahmsweise nicht, aber er spaziert später in dem öligen Zustand zum Schneider um das Bettlaken abzuholen, welches nun ein schönes, rosarotes Zwischenstück bekommen hat.
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Sieht doch gut aus, oder? 🙂
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Dann fährt der Mann, obwohl immer noch ölig, mit Ulli weg, um Grundierfarbe für unser Fahrzeug zu besorgen.
Das Olivenöl soll halt so lange wie möglich einwirken, mein er. 🙂

Nachdem er sich endlich geduscht hat, geht‘s mittels Sundowner zum gemütlichen Teil über.

Zum Abendessen gibt‘s bei uns Wurst/Käsesalat mit Tomatensalat. Auch wenn ich‘s nicht immer explizit erwähne - ein Fläschchen Wein gehört natürlich auch jeweils mit dazu.
Teil 1231. März 2015
24. Dezember 2015

Da das Grundstück von Hedi und Ulli sehr gross ist, können sie die ganzen Arbeiten inkl. Gästebetrieb und Gartenpflege natürlich nicht alleine bewältigen. Sie beschäftigen deshalb vier Männer, die schon sehr lange bei ihnen tätig sind. Und auch seit der Tourismus in Kenia zusammen gebrochen ist, und es eigentlich nicht mehr so viel zu tun gäbe, werden sie „durchgefüttert“, denn es sind ausgesprochen ehrliche, zuverlässige und fleissige Menschen.

Verdienen tun sie nicht sehr viel, aber sie werden jeden Mittag von Hedi bekocht und bekommen auch sonst ab und zu einige Lebensmittel für ihre Familie mit auf den Weg. Hedi hat für sie ein besonderes Sparsystem eingeführt. Vom ihnen zustehenden Lohn dürfen sie je nach ihren Möglichkeiten einen gewissen Betrag stehen lassen und das „Sparkapital“, das sich im Laufe des Jahres auf ihrem Konto angesammelt hat, wird dann von Hedi verdoppelt und an Weihnachten ausbezahlt.
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Ein kühles Tusker gefällig?

Heute ist Weihnachten. Gearbeitet wird deshalb nur bis am Mittag. Dann wird der grosse Grill hervorgeholt und mit Ziegenfleisch, Hähnchenstücken und Rinderfilet bestückt. Zusammen mit dem Personal wird nun gegessen und Weihnachten gefeiert. Die Jungs sind unglaublich hungrig und verschlingen nebst anderen Zutaten 5 kg Ziegenfleisch 😮 (inkl. Knochen gerechnet). Aber das Gewicht sagt eigentlich nicht viel aus. Wir haben mal in Namibia von einem Farmer ca. 1,5 kg Ziege gekriegt, wovon 1.45 kg Knochen waren und ca. 50 Gramm Fleisch oder besser gesagt Sehnen. Er gab es uns damals großzügig mit auf den Weg und betonte noch, dass das sein liebstes Fleisch sei. 😈
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Heute wird mal das Personal bedient. 🙂

Nach dem Essen werden die Geschenke verteilt. Jeder Angestellte bekommt nebst einer Tüte voller Lebensmittel ein Hemd, eine massgeschneiderte Hose und ein Paar schöne, von der Berner Oberländerin gesponserte Schuhe. Dann wird das im Laufe des Jahres ersparte, von Hedi verwaltete Geld ausbezahlt. Die Freude der Jungs ist riesig, nur der Älteste ist ein wenig bedrückt.
Das Geld werde ihm daheim eh grad wieder abgenommen, meint er traurig. 🙁
Teil 1331. März 2015
25. Dezember 2014

In Kenia scheint man eine andere Vorstellung von Weihnachten zu haben. Und da es ja ein Feiertag ist, nimmt man das hier sehr wörtlich. Die Disco nebenan dröhnt nachts wieder mal voll Rohr 😈 . Irgendwann stehe ich auf und steckte mir Stöpsel in die Ohren. Toni hat sich bereits daran gewöhnt und findet es nicht ganz so schlimm. Ich glaube, ihm gefällt es sogar, wenn sein Brustkasten vom Bass vibriert 😣 . Zudem hat er neuerdings eh Mühe beim Schlafen, da er wieder - wie daheim übrigens auch - ein taubes Gefühl in der linken Gesässhälfte und ein unangenehmes Kribbeln im Bein verspürt. Er meint aber, dass er damit leben könne und für ihn viel wichtiger sei, dass er keine Rückenschmerzen habe.

Unser Fahrzeug steht immer noch in Ullis Werkstatt, aber Toni möchte heute unbedingt nach Mtwapa fahren und im Tuskys Supermarket einkaufen gehen. So stellen wir uns vors Lodgetor und warten auf ein geeignetes Transportmittel. Bald darauf gesellt sich ein Dromedar zu uns 😮 , welches beim Nachbarn ausgebüxt ist. Der ist nämlich nicht nur Moschee-Besitzer, sondern auch Kamel- und Hundezüchter.

Es dauert gar nicht lange, bis ein Bodaboda-Fahrer anhält und uns zu Aufsteigen auffordert. Nein, ich möchte nicht Motorrad fahren und schon gar nicht zu Dritt 🤢 . Er meint, dass wir ja mit zwei Bodabodas fahren könnten. Toni sagt ja, aber ich sag nein 😠 . Ich warte lieber, bis ein Tuk-Tuk kommt, aber der Bodaboda-Fahrer meint, dass auf dieser Nebenstrasse nur Bodabodas verkehren und keine Tuk-Tuks. Zunächst bleib ich mal standhaft 😠 , aber nachdem der Bodaboda-Fahrer drei Mal mit einem triumphierenden Grinsen an uns vorbeigefahren ist und immer noch kein Tuk-Tuk weit und breit zu sehen ist, willige ich mit dem grössten Widerwillen ein 😐 . Ich stell mich schon beim Aufsteigen echt dämlich an und dann zwängt sich Toni noch hinter mich 😐 . Nachdem ich dem Bodaboda-Fahrer eindringlich eingeschärft habe, dass er sehr vorsichtig fahren müsse, fahren wir ab. Damit Toni genügend Platz hat, docke ich beim Fahrer so gut es geht an 😘 , aber Toni fängt bald an zu jammern, dass ihm der Hintern weh tue 😵 . Sein Allerwertester hat nicht genug Platz auf dem Sattel und die Hälfte davon hängt auf dem harten Gepäckträger 🤩 . Ist mir echt egal, der soll mal endlich ein bisschen abnehmen. Sein Bauch fühlt sich aber sehr angenehm wie ein weiches Kissen an 😎 . So ganz entspannen kann ich mich nicht. Das merke ich aber erst, als der Fahrer andauernd auf seine Schulter schaut anstatt auf die Strasse. Meine Hand hat sich nämlich - ohne dass ich‘s wollte - in seine Jacke gekrallt 😊 . Sieben Kilometer zu dritt auf einem Motorradsattel können echt lang sein und so sind wir dann erleichtert, als wir endlich beim Supermarket ankommen und absteigen können. Der Fahrer fragt, ob er uns wieder zurückbringen soll, aber das wollen wir nun wirklich nicht. 🤨

Nachdem alles eingekauft ist stellen wir uns an die Strasse und bald darauf hält ein Tuk-Tuk an. Diese kleinen dreiräderigen Fahrzeuge sind schon genial. Sie werden überall als Waren- und Menschentransporter eingesetzt. In Tansania sind vorwiegend indische Fabrikate im Einsatz und in Kenia sind es italienische Piaggio. So fahren wir ganz entspannt mit so einem Tuk-Tuk wieder zurück zur Edelweiss Lodge. Unser Fahrer möchte in Zukunft unser Privatchauffeur sein und schreibt seine Telefonnummer mangels Papier auf meinen Arm.

Nein, Fotos gibt‘s von der Shoppingtour nicht 😠 . Wir zu dritt auf dem Bodaboda, das wäre ja wieder mal ein gefundenes Fressen für einige von euch gewesen 😈 . Wer lässt sich schon gerne verspotten 😠 .
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Regelmässiger Besuch der zutraulichen Agamen.

Den Rest des Tages verbringen wir auf der Veranda, schauen den zutraulichen Agamen zu und kühlen uns im schönen Pool ab.
Teil 1401. Apr. 2015
26. Dezember 2014

Jetzt hab ich kapiert, weshalb in Kenias Discos ab und zu eine Bombe explodiert 😈 . Das sind nämlich gar keine Terroristen, sondern gequälte und verzweifelte Nachbarn, die wegen des Lärms einfach eines Tages durchdrehen 😈 . Letzte Nacht wäre auch ich nicht abgeneigt gewesen, wenn ich zufällig so ein Ding in der Hand gehabt hätte 🤢 . Es fängt jeweils abends um 22 Uhr ganz gesittet mit „Malaika“ und „Jambo Bwana“ an und artet dann aber im Laufe der Nacht in völlige Chaotenmusik aus. Erst morgens um 5 Uhr - beim ersten Ruf des Muezzins - wird Feierabend gemacht.

Beim Nachbarn ist heute in der Moschee Hochbetrieb. Es macht den Anschein, als ob ganze Schulklassen am Muezzin-Ruf üben sind 🙁 . Einer nach dem anderen quäkt immer das selbe Gebet durchs Mikrofon und manch einer tönt mit seinem Stimmbruch einfach nur grauenvoll 😕 😠 .

Am Nachmittag kommt wieder die Hausmassöse Sophia ins Haus. Ich hab mich nach den ganzen Schwärmereien der Anderen auch dazu entschlossen, mich ihren öligen Händen anzuvertrauen.

Sie macht ihren Job wirklich gut und kraftvoll. Für die Rückenmassage steigt sie sogar zu mir auf die Liege und nimmt mich zwischen die Beine 🤩 , um mich besser kneten zu können Nur die Reihenfolge erstaunt mich etwas 😵 . Erst kommt die Hinterseite dran, dann die Vorderseite, dann die Füsse inkl. jede einzelne Zehe 🤪 und zum Schluss schmiert sie sich nochmals ordentlich viel Olivenöl in die Hände und bearbeitet damit mein Gesicht und die Haare 😊 🙄 .
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In Hedis Garten leben fünf Schildkröten. Vor einiger Zeit waren es viel mehr, aber dann hat der Blitz eingeschlagen und alle kleinen Schildkrötchen plus die jungen Kaninchen und den betagten Graupapagei im Käfig auf einen Schlag dahingerafft 🤨 .

Die hätten eigentlich besser an jenem Tag des Nachbars Gockel in den Käfig gesperrt. 😛
Teil 1502. Apr. 2015
27. Dezember 2014 bis 2. Januar 2015

Bevor morgen die Reise endlich weiter geht, fasse ich die restlichen Tage, die wir bei Hedi und Ulli in der Edelweiss Lodge verbracht haben, zusammen.

Nachdem unser Fahrzeug auf einer Seite entrostet war - die andere Seite kommt nächstes Mal dran - unternahmen wir ein paar kleinere Ausflüge in die nähere Umgebung. Die Kamera blieb jedoch meistens im Bungalow.

Serena Lodge bei Mombasa:
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Die meisten Gäste sind Einheimische, die hier die Feiertage verbringen
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Bungalows der Serena Lodge mit Meersicht
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Ein Tusker gegen den Durst 😎

Sehr viele Hotels sind geschlossen. Ein paar Mal schlenderten wir durch einst sicher schöne und nun stillgelegte, halb vergammelte Hotelanlagen und fragten uns, ob denn das alles je wieder mal hergerichtet und mit Touristen gefüllt wird. Es herrscht eine sehr deprimierte Stimmung an der Küste und jeder hofft, dass es eines Tages wieder aufwärts geht mit dem Tourismus.

Ja, der Discolärm neben der Edelweiss Lodge war manchmal schon sehr unangenehm.

Hedi und Ulli haben uns aber nachträglich mitgeteilt, dass nach den Feiertagen wirklich Ruhe war. Sie vermuten sogar, dass irgendwann die Polizei eingegriffen hat, denn es kann ja nicht sein, dass sich gerade Familien mit Kindern diesen Krach auf die Dauer gefallen lassen.
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Ausblick von unserem Bungalow
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Unsere elefantöse Verandabeleuchtung
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Käsefondue im Potje an Silvester

Ein Aufenthalt in der Edelweiss Lodge eignet sich hervorragend für Leute, die für relativ wenig Geld eine Weile dem europäischen Winter entfliehen möchten. Ein Fahrzeug benötigt man nicht unbedingt, da man sich jederzeit von den Tuk-Tuk-Fahrern in der Gegend rumkutschieren lassen kann. Die kosten nicht viel und es macht richtig Spass mit ihnen. Ganz Sportliche 😄 - wie wir es sind 😎 - fahren natürlich auch mal Bodaboda.

Toni nimmt immer brav seine Medikamente und er ist sehr glücklich und dankbar darüber, dass er praktisch keine Rückenschmerzen mehr hat. Einzig das nächtliche Kribbeln im Bein und das taube Gefühl im Gesäss stört ihn und lässt ihn manchmal kaum schlafen.

Kosten pro Bungalow: 30.-- Euro pro Tag

Morgen geht’s dann weiter nach Mida Creek……
Teil 1603. Apr. 2015
Edelweiss Lodge, Kikambala - Mida Creek, 3. Januar 2015
Nach zwei Wochen Erholungsurlaub und etwas am Auto rumbasteln geht heute unsere Reise weiter. Wir möchten - wie vor einem Jahr - nochmals über Malindi in den Tsavo Ost Nationalpark fahren.

Wir packen gemütlich zusammen und bis wir uns endlich von unseren lieben Gastgebern losreissen können ist es bereits 11 Uhr. Macht nichts, wir haben keine lange Strecke vor uns.

Zunächst ist die schmale Teerstrasse nach Norden ziemlich mit Schlaglöchern durchsetzt, wird dann jedoch später viel besser und auch breiter.
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Ein paar Strassenszenen von unterwegs

Im Touristenort Kilifi machen wir eine Stadtrundfahrt. Das Kaff ist überhaupt nicht einladend und ziemlich schmutzig. Es gibt unzählige Souvenirstände und null Touristen.

Je weiter man nach Norden fährt, desto üppiger wird die Vegetation. Erfreulicherweise nimmt auch der Verkehr ab. Hier sind ganze Landstriche unter Naturschutz gestellt worden.

Um 13 Uhr erreichen wir bereits unser Tagesziel, den Mida Creek Campingplatz. Wir laufen zur Bar, welche auf Stelzen gebaut ist und von wo man eine schöne Aussicht auf das Naturschutzgebiet hat. Dort melden wir uns an und trinken noch was Kühles.
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Herrliche Seerosen im kleinen Teich neben der Bar.

Dann wird das Dachzelt aufgeklappt und unser gemütliches Innenhöfchen mitten im schattigen Busch eingerichtet.
Toni gefällt mir heute überhaupt nicht. Er ist schweigsam und lustlos und nachdem er alles eingerichtet hat, holt er das Feldbett hervor, legt sich drauf und schläft sofort ein.
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Camp in Mida Creek
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Unser schattiges Innenhöfchen

Ich stiefle ein wenig im Gelände rum. Es gäbe eigentlich sogar Wanderwege, die teilweise über Stege führen, aber allein hab ich keine Lust 😐 .
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Cashewnuss
Dieses Foto hab ich vor einem Jahr aufgenommen. Cashewbäume gibt es ja vielerorts, aber ich möchte mal unbedingt sehen, wie so eine Nuss im ungeschälten Zustand aussieht. Wir schleichen also um den Baum, um eine schöne, fotogene Nuss zu suchen, als sofort die Besitzerin daher kommt um argwöhnisch jeden unserer Handgriffe zu beobachten 😠 . Nein, wir haben keine Nuss geklaut, sondern nur fotografiert 😗 .
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Auch sehr einfache Bungalows können gemietet werden
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„Aufenthaltsraum“ für Lodgegäste
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Ausblick vom Campingplatz

Mida Creek wird von der dortigen Community betrieben. Die Leute machen das sehr gut und freuen sich wirklich über jeden Gast. Duschen und Toiletten sind übrigens sauber und echt gross und schön.

Und auch dieses ca. 10 cm lange Ungeheuer möchte ich euch nicht vorenthalten. Wir haben es vor einem Jahr hier neben unserem Fahrzeug entdeckt.
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Unser Spezialist, der Biologe hat es damals wie folgt bestimmt:
Hallo Erika,
das ist die Raupe des Großen Weinschwärmers Hippotion celerio (Vine Hawk Moth). Natürlich ist die Aufnahme von vorne.
Es war nämlich auch die Frage aufgeworfen worden, ob es sich bei dem „Gesicht“ vielleicht auch um das Hinterteil handeln könnte 🤩 . Bleibt aber immer noch die Frage offen, was ein Weinschwärmer in einer Gegend sucht, wo gar keine Reben wachsen.

Heute gehen wir relativ früh ins Bett. Hier ist‘s wirklich sehr ruhig und friedlich. Keine Disco, kein Muezzin, keine anderen Gäste, nur Vogelgezwitscher und das leichte Rauschen der Blätter im Wind.


Camping Mida Creek: 3.-- U$ pro Person

Gefahrene Kilometer: 79
Teil 1708. Apr. 2015
Mida Creek - Malindi, 4. Januar 2015
Die Nacht in Mida Creek war so ungewohnt still, dass wir nicht mal sehr gut geschlafen haben. Ausserdem musste Toni plötzlich ab morgens um drei andauernd notfallmässig zur Toilette. Leiter hoch, Leiter runter…. 🤢 das ist schon sehr unangenehm, ganz besonders, wenn‘s eilt 😐 .

Toni ist dann nach dem Aufstehen auch sehr schlapp. Jeder Handgriff fällt ihm schwer, sodass es 10.30 Uhr wird, bis wir uns auf den Weg nach Malindi machen können.
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Die Luft in Malindi ist voller Abgase und Rauch von brennendem Müll 🙁
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In Malindi suchen wir zuerst den Nakumatt auf, um unsere Vorräte aufzufüllen. Da Malindi ja Hochburg der Italiener ist, kriegt man hier wunderbare Spezialitäten in grosser Auswahl. Allerdings zu recht hohen Preisen. Wie überall in Kenia, ist auch hier das ganze Shopping-Areal eingezäunt und gleicht einem Hochsicherheits-Trakt. Bei der Einfahrt wird die Unterseite der Fahrzeuge mit Spiegeln abgesucht und am Eingang zu den Geschäften werden alle Personen mittels Detektoren überprüft.
Das Westgate-Attentat in Nairobi ist halt noch lange nicht in Vergessenheit geraten 🙁 .

Dann fahren wir zum Marine Center um Safari-Karten für den Tsavo Ost und West NP zu besorgen, denn am nächsten Parkeingang, dem Sala-Gate ist eine Bezahlung nicht möglich.

Hier die Preise für diejenigen, die‘s interessiert:
Eintritt pro Tag/Person: 75.-- U$
Public Campsite pro Tag/Person: 20.-- U$
Fahrzeug (2-Sitzer) pro Tag: 350 KS = 3.50 U$

Das Gute an den Karten ist, dass man sich nicht auf ein Datum festlegen muss und auch eine Reservierung der Campingplätze nicht nötig ist. Auf den Karten ist einfach ein ausreichender Betrag draufgeladen, den man irgendwann einlösen kann.
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Die Italiener sollen auch wissen, was sich gehört 😛 .
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Nachdem die Karten gekauft sind, schauen wir uns noch ein wenig am öffentlichen Strand um. Direkt dahinter wäre noch der sehr einfache Campingplatz des Marine Nationalparks, allerdings ohne direkte Meersicht. Der kommt aber für uns überhaupt nicht in Frage, da man hier nebst hohen Campingpreisen auch noch täglich Nationalparkgebühren bezahlen müsste 😏 . Für das Geld könnte man in einer schönen Lodge übernachten.

Anschliessend fahren wir zu einer Pizzeria, die wir letztes Jahr schon ausprobiert hatten. Hier werden wir von der Besitzerin gleich wiedererkannt. Das ist schon sehr erstaunlich. Die Pizzas schmecken sehr lecker, aber Toni der Vielesser, der sonst meistens meine Resten auch noch verputzt, hat plötzlich überhaupt keinen Hunger und lässt über die Hälfte stehen.

Seit der beliebte Silversand leider durch Ferienwohnungen überbaut worden ist, gibt‘s für uns Camper in Malindi eigentlich nur noch die einfache, aber saubere Moonlight Lodge und Campsite. Wir fahren durchs Tor und schon kommt der Koch winkend daher gerannt 🙂 . Er kennt uns noch (oder besser gesagt unser Auto) von letzten Jahr und schüttelt uns mit seinen unglaublich schmierig-öligen Pranken 🤢 überschwänglich die Hände. Zum Duschen (warm!) kriegen wir ein Bungalow. Wir müssen bei der Gelegenheit gleich den Ölfilm von unseren Händen abwaschen 😄 .
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Fahrt durch‘s Villenviertel mit den schönen Gärten zur Moonlight Lodge
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Einfache, aber saubere Mietbungalows
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…und Mietzelte
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Der Campingplatz, und gleich nebenan das Bungalow, wo wir uns duschen können.

Wir sind trotz Hochsaison die einzigen Gäste. Der nette Koch mit den öligen Händen beklagt sich traurig, dass hier schon lange niemand mehr übernachtet habe.

Gut, dass wir hier den Rest des Tages im Schatten eines Baumes verbringen können, denn es ist unsäglich heiß und schwül und Toni ist total erschöpft.

Camping Moonlight Lodge: 6.- U$ pro Person inkl. Strom

Gefahrene Kilometer: 45
Teil 1809. Apr. 2015
Moonlight Lodge - Scorpio Villas, Malindi, 5. Januar 2015
Ich möchte ja jetzt nicht alle Details schildern, aber letzte Nacht war für Toni absolut versch….. 🤢 Leiter runter, Leiter hoch und zwar pausenlos… 😊 und auch nach dem Aufstehen verbringt er die meiste Zeit auf der Toilette 😣 .

Wir kommen zum Schluss, dass wir hier nicht bleiben können, sondern eine feste Unterkunft benötigen. Nach kurzer Recherche im Reiseführer und Internet entscheiden wir uns, mal die Scorpio Villas anzugucken.

Das Zusammenpacken fällt Toni sehr schwer, aber ich helfe ihm, so gut es geht. Die anstrengende Nacht hat ihn stark mitgenommen.

Bis zu den Scorpio Villas ist es nicht weit. Freie Bungalows - alle mit Ventilator und Klimaanlage ausgestattet - gibt‘s zur Genüge, sodass wir uns einfach eines aussuchen können. Nr. 11 gefällt uns prima, da es nahe am Pool und auch nicht weit weg vom Restaurant liegt. Einziger Minuspunkt ist, dass wir mit unserem Fahrzeug nicht vor‘s Bungalow fahren, sondern vor der Anlage in einem gedeckten Unterstand parkieren müssen. Aber was soll‘s, der Parkplatz ist gut bewacht, wir möchten nun nicht mehr lange rumsuchen und das Personal hilft uns ja gerne beim Gepäck tragen.

Die unter italienischem Management stehende, weitläufige Anlage ist mit ihren vielen schattenspendenden Palmen, Blumensträuchern und vier einladenden Pools sehr ansprechend. Am besten gefällt uns aber unsere Veranda auf der ein grosses Bett 🙂 und eine bequeme Sitzgruppe steht.
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unser Bungalow
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Toni legt sich, nachdem unser Gepäck im Zimmer verstaut ist, sofort hin und schläft auch gleich ein. Das heisst, ab und zu muss er wieder aufstehen 🙁 , aber wenigstens muss er nicht mehr die Dachzeltleiter hoch und runter.
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Und weils nun gut zum Thema passt, hier ein Bild von der Toilette…
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....und eins von der Dusche.

Am Abend essen wir ne Kleinigkeit auf der Veranda. Toni schaut noch kurz ZDF bevor ihm die Augen wieder zufallen, und ich surfe ein wenig im Internet.

Bungalow Scorpio Villas: 40 U$ pro Person inkl. Frühstück und WLAN

Gefahrene Kilometer: 4
Teil 1912. Apr. 2015
Scorpio Villas, Malindi, 6 Januar 2015
Was ist nur mit meinem armen Mann los? Nebst dem Problem, dass er andauernd auf den Topf muss, hat er nun zu allem Überfluss auch noch hohes Fieber gekriegt. Sein Rücken tue ihm überhaupt nicht weh, er fühle sich einfach allgemein unglaublich kraftlos und müde, klagt er.

Da wir ja für Notfälle Antibiotika dabei haben, such ich die Packung mal raus. Ja, das ist genau das richtige Medikament gegen Darminfektionen mit heftigem Durchfall. Zwei Tage lang je zwei Tabletten nehmen und dann sollte das Problem behoben sein. Wir beginnen sofort mit der Kur. Da Toni ja eh keine Rückenschmerzen mehr hat, und der taube Hintern und das Kribbeln im Bein bereits zur Nebensache geworden sind, setzt er die anderen Medis mal ab, da wir nicht wissen, ob sich diese viele Chemie miteinander verträgt.

Leider geht gleich nach dem Frühstück die Rennerei wieder los, aber wenigstens sinkt die Körpertemperatur im Laufe des Tages auf den Normalstand.
Wir überlegen, ob die Antibiotika überhaupt ihre volle Wirkung entfalten konnte, oder ob sie bereits wieder in der Toilette gelandet ist. 🙄
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Der fast menschenleere Privatstrand von Scorpio Villas

Wir bleiben den ganzen Tag auf dem Lodgelände, kühlen uns im Pool ab und spazieren ein wenig rum.

Am späten Nachmittag nimmt Toni die zweite Antibiotika ein. Er begleitet mich zwar zu Nachessen, nimmt aber außer einer Banane nichts zu sich. Ich begnüge mich mit einem Teller Spaghetti und einigen Früchten, denn die angebotenen Sachen am Buffet sehen allesamt irgendwie nicht sehr einladend aus.

Den Rest des Abends verbringen wir wegen der Nähe zur Toilette 🤨 wieder auf der schönen Veranda und geniessen die laue Sommernacht.
Teil 2013. Apr. 2015
Scorpio Villas, Malindi, 7. Januar 2015
Die Antibiotika fangen offensichtlich bereits an zu wirken, denn letzte Nacht konnte Toni mehr oder weniger durchschlafen 🙂 . Dass er sich immer noch sehr kraftlos fühlt, schreiben wir dem hohen Flüssigkeitsverlust der vergangenen Tage zu.

Als wir mal kurz zu unserem Fahrzeug gehen um was zu holen, kommt der Tuk-Tuk-Fahrer, der permanent vor dem Hotel auf Fahrgäste wartet und natürlich längst die Schweizer Nummernschilder an unserem Auto entdeckt hat, mit geschäftiger Miene auf uns zu und verkündet ohne Punkt und Komma:
„Jojo hoi wie goht‘s Chuchichäschtli hopp Sankt Galle söll ämol cho“. 😮 😮 😮
(Jaja, hallo wie geht‘s, Küchenschränklein, hopp Sankt Gallen, soll mal kommen) 🤩 🤩 🤩
Höflich wie wir sind, antworten wir ihm auf Schweizerdeutsch, aber er versteht leider kein Wort. 😄

Am Nachmittag hat der liebe Mann bereits wieder Lust auf Kaffe und Kuchen. Auch den Pool, der sich ja direkt vor unserem Bungalow befindet, geniesst er sehr (ich übrigens auch). 🙂
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Einer von den vier Pools
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Tonis Bett auf der schattigen Veranda 😎
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Im Hintergrund unser Bungalow 🙂
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…und weil‘s so schön ist, hier nochmals unser Bungalow 😁

Also wenn in nächster Zeit der Auspuff 😊 immer noch dicht ist, können wir ja an eine baldige Weiterreise denken. Obwohl ich ehrlich sagen muss, dass ich‘s hier schon wegen dem genialen Bett auf der Veranda noch eine ganze Weile aushalten würde. Auch der Zimmerservice ist perfekt und die Betten im schön und großzügig eingerichteten Bungalow sind super bequem.
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Die sehr gepflegte Hotelanlage mit vielen schattenspendenden Palmen

Das Buffet am Abend ist allerdings überhaupt nichts Besonderes 🙁 . Die Zutaten sehen komisch aus und das Fleisch ist zäh und trocken 😠 . Eigentlich sind nur die Früchte lecker. Hier müsste mal dringend der Koch ausgewechselt werden. Gut, dass wir nur Zimmer mit Frühstück gebucht haben. Hier werden wir nicht mehr essen, zumal es ja in der Stadt viele sehr gute Restaurants gibt.

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