Diese Urlaubsreisegeschichte beginnt einige Monate vor dem Start unseres Fliegers. Im Sommer 2014 erfüllten Ramona und ich uns einen lang gehegten Traum. Na gut, eigentlich war es mein lang gehegter Traum, aber mir gelingt es meistens Ramona für meine Träume zu begeistern. 😄 So buchten wir Anfang 2014 eine Reise für den Sommer 2014 in den Westen der USA mit Schwerpunkt Yellowstone. Der Sommer und der Urlaub kamen näher und ich machte einen großen Fehler. Ich las weiter die Berichte in diesem Namibia-Forum... 😕 Und eines Abends setzte sich dann ein winzig kleines Männlein 😈 auf meine Schulter und fing an zu sticheln: Wie kannst du nur... Urlaub nicht in Afrika... keine Tiere... kein Meer zum baden...bla bla bla. Ich hätte nicht gedacht, das so ein kleiner Mann so ein großes Mundwerk haben kann. Ich hab dem Kerl lange keine Beachtung geschenkt und irgendwann war er einfach weg... Er war weg, weil er sein Ziel erreicht hatte. 3 Wochen mit dem Wo-Mo durch die Rockies und ich hab ständig während der Fahrt nach Tieren gesucht... 🤩
Es war ein wunderschöne Reise, aber die Sehnsucht nach Afrika wuchs. Und so kam es, wie es kommen musste: Wir brauchen kein neues Bad und kein neues Auto, wir brauchen Urlaub in Südafrika!
Also gut. Südafrika... 2 Wochen Kruger NP, das wäre fein. Hmm, am besten über die Feiertage, da brauch man wenig Urlaub.
Erstmal Flüge buchen. Nicht ganz was ich wollte, aber vom 28.12. bis 14.01. mit BA für runde 660 € pP ist ok.
Auto? Mal sehen, 2 Personen, 2 Koffer und eine Kühltasche mehr braucht nicht reinpassen. Kleinwagen reicht!
Unterkünfte? Wir sind ja Vorbuchermuffel, aber Anfang September kam ich auf die Idee auf der Sanparkseite die Camps zu checken. Ein paar Bushveld camps sollten es schon sein... O je, alles fully booked. 😐 Gut, dann eben Lieblingscamps dafür aber with view... Ebenfalls alles fully booked. 😐 Es hat lang gedauert, aber jetzt dämmerte es mir. Unsere 6. Afrikareise startet das erste Mal zur Hauptsaison. 😮 Na Klasse, wie kann man vergessen, das man den Jahreswechsel auch in Südafrika feiert und dort dann Sommerferien sind? 😣 Mit den paar freien Plätzen im Kruger ließ sich keine sinnvolle Route gestalten. Also wurde aus der Route eine Kombi aus Orten die wir gern ein 2. Mal sehen wollten und bisher noch nicht besuchten Parks. Und so sah sie aus:
BILD DER ROUTE GELÖSCHT
Für den ein oder anderen wahrscheinlich zu viel km. Aber Ramona und ich lieben es, im Urlaub auch mal das Land im Auto an uns vorbei ziehen zu lassen.
Bald gehts los
Teil 316. Jan. 2015
Ich bin euch ja noch eine Erklärung zum Namen des Berichts schuldig:
Kurz vor Beginn der Reise waren wir auf einer Party. Pitti war auch da. Und wir wurden zu später Stunde gefragt ob, wir ihn nicht mitnehmen könnten. Afrika ist nämlich der letzte Kontinent auf dem Pitti noch nicht war. Dieser Pitti hat sogar `ne eigene Gesichtsbuchseite. Unfassbar! Aber ich kann ja schon nicht nein sagen wenn ich nüchtern bin. Und nach dem Genuss von ein bis zwei alkoholischen Getränken schon gar nicht. Und so kam es, dass wir das erste Mal ein Plüsch...etwas mit in den Urlaub nahmen. Bitte übt Nachsicht mit mir! 😊
Teil 417. Jan. 2015
29.12. 2014 Johannesburg-Pilanesberg (208km) Unterkunft: Zelt im Mayane Resort
Nach einem recht ruppigem Flug und mit einer Stunde Verspätung landen wir um 11.15 Uhr. Zoll, Ebolascanning, Kofferempfang und Autoübernahme (Ford Figo, gemietet bei AVIS) klappen ohne Probleme. Schnell wandern noch 2 Flaschen Amarula und Bargeld in unsere Taschen und gegen 13.00 Uhr machen wir uns auf den Weg. Am Anfang spinnt unser Navi ein wenig. Es zeigt ständig an, das wir uns 50m neben der Fahrbahn bewegen 🤩 und findet so natürlich nicht die richtige Route. Ich bin schon drauf und dran, die Einstellung von „nette Frauenstimme“ auf „Mann der Karte lesen kann“ zu ändern. 🙂 😉 Ramona meint aber, ein Neustart und Speicherkarte raus-rein wären auch ne Option. Und wirklich, das funktioniert. Irgendwie führt uns das Navi dann über den Hartbeesport-Damm. Egal, ich hab heut kein Bock mehr mich zu streiten. 😗 Und die Gegend dort ist wirklich schön.
Allerdings erleben wir dort auch unseren ersten südafrikanischen Stau.
Es scheint, dass die etwas betuchteren Johannesburger dieses Gebiet zur Erholung nutzen. Gegen 16.30 Uhr erreichen wir Pilanesberg und nehmen endlich unser Zelt in Beschlag.
Gleich werden wir auch von den ersten Tieren begrüsst.
Dann geht es ins Restaurant und mit einem Amarula lassen wir den Abend ausklingen.
Heut ist Morning-Drive angesagt und so klingelt um 05.00 Uhr das Handy. Ich mag diesen Park. Erträglicher Eintrittspreis, wunderschöne Landschaft und die Chance auf viele und verschiedene Tiere. Angenehm: Trotz Hauptsaison hält sich die Anzahl der Autos in Grenzen. Wir sehen gleich zu Beginn einen Schakal, der ein Zebra ausweidet, verschiedene Antilopen, Zebras, Kudus, Gnus, einen Elefant im Gebüsch und Hippos.
Höhepunkt sind dann aber die 3 hier.
Ihr seht nichts? Dann denkt euch mal den Busch da weg. Da liegen nämlich Löwen. Ok, ich hab sie auch nicht gesehen, jemand hat sie uns gezeigt. 😗
Die müssen vor kurzem Stress gehabt haben. Der Pascha hat`ne Wunde auf der Nase und die allein liegende Dame eine auf dem Rücken. 😮
Zufrieden mit dieser Ausbeute gehen wir ins Restaurant zum Breakfast. Verabschiedet werden wir von denen hier
Dann geht’s auf nach Marakele. In Thabazimbi decken wir uns mit Fleisch und Wurst ein Und schon stehen wir vor dem Gate.
Dort kaufen wir uns eine neue Wildcard und ab geht’s in den Park. Wie gewohnt, sehen wir auf dem Weg zum Camp wenig Tiere. Aber eine Giraffe lässt sich dann doch blicken.
Das Camp selbst aber entschädigt für die meist wenigen Sichtungen. Wir sind überrascht von der Ruhe trotz Hauptsaison. Keine lärmenden Nachbarn. Einfach nur schön.
Einzig die Velvet Monkeys wollen wieder zeigen, wer in der Gegend hier das Sagen hat. Beim ersten Besuch in 2010 haben sie mir meine Kaffeetasse und Ramona das Brot aus der heißen Pfanne geklaut. Seit dem sind wir auf sie vorbereitet. Andere Besucher nicht. Unsere südafrikanischen Nachbarn verlieren gleich nach Ankunft die Schlacht um ihren kompletten Toast. Was die Ranger dagegen unternehmen sollten wir am nächsten Morgenerahnen können.
Abends grillen wir.
Teil 618. Jan. 2015
31.12.2014 Unterkunft: Tlopi Tented Camp
Mal schnell was in eigener Sache. Auf dieser Reise wurden mir meine fotografischen Grenzen aufgezeigt. 😠 Wir hatten sehr oft eine dichte Wolkendecke. Und mit dem wenigen Licht kam ich nicht klar. Als sich einige Motive dann auch noch bewegten, hätte ich die Kamera gerne ab und zu als Wurfgeschoss benutzt. 😈 Auf meiner ersten Südafrikareise 2006 war ich noch froh, wenn das Tier, dass ich gerade erblickt hatte auf dem Foto zu erkennen war. Wenn ich heute ein Tier ablichten will läuft das meistens so: Erst mal das Auto 3x vor und zurück gesetzt bis das Motiv im richtigen Winkel zur Sonne steht. Ach ja, ein bisschen Gegend soll ja auch noch mit rauf. Also Auto und Kamera noch mal feinjustiert. Dann geguckt, das kein noch so dünner Grashalm im Weg ist und warten bis das Tier in die Kamera schaut. Natürlich soll es dabei noch Cheeeeeeese rufen. Das Ergebnis befriedigt mich dann eher selten. Wenn ich sehe was so einige Forumsmitglieder hier an Fotos zeigen... Wahnsinn! Ich meine damit nicht die Motive, das ist zum Teil Glücksache. Aber die Qualität der Fotos ist oftmals einfach atemberaubend. So, genug gejammert.
Gestern haben wir beschlossen heut keinen Gamedrive zu fahren. Da alles grün und dicht bewachsen ist genießen wir lieber die Unterkunft. 😎 Irgendwie müssen die Tiere mitbekommen haben das wir in erster Linie nicht wegen Ihnen sondern wegen dem Camp im Marakele sind. Soviel Nichtachtung konnten sie wohl nicht ertragen und kamen uns besuchen. 😛 Die folgenden Aufnahmen sind alle den Tag über von der Terasse geknipst.
Um 10.00 Uhr rückt die Reinigungskolonne an. Die Vorhut bildet allerdings eine Rangerin mit einem Gewehr das sie immer wieder durchläd. Die allgegenwärtigen Monkeys zeigen sich davon kurz beeindruckt. Man kann sich wohl vorstellen, woher sie dieses Geräusch kennen…
Die Unschuld in Person
Da wir uns sicher sind den Jahreswechsel hier nicht live mitzuerleben, wird am frühen Nachmittag die für diesen Anlass besorgte Flasche Sekt geöffnet.
Nach dem Abendessen erledigen Amarula und Bier den Rest und so liegen Wir bereits um 21.00 Uhr in den Federn. Und wisst ihr was? Es war trotzdem ein schöner Jahreswechsel.
Teil 720. Jan. 2015
01.01.2015 Marakele-Kruger Olifants (589km) Unterkunft: Hut mit WC, Dusche, Kühlschrank aber ohne Küche 😠
Heut erwartet uns ein sehr langer Fahrtag. Er entstand weil ich mich einerseits zu spät um Unterkünfte gekümmert hab, aber auch die Strecke unterschätzte. 🙄 Wir werden früh wach, packen unsere Sachen, frühstücken und um 8 Uhr machen wir uns auf den Weg. Ein Kingfisher verabschiedet uns.
Unterwegs sehen wir noch ein junges Rhino, die Mutter allerdings können wir nicht entdecken. 😕
Über den Rest der Strecke gibt es wenig zu berichten. Die Distanz ist machbar(zirka10 Stunden mit Pausen), muss man aber nicht haben. In Phalaborwa kaufen wir ein paar Lebensmittel ein und dann geht es die letzten 60km durch den Kruger, wir nutzen sie als Abenddrive. Wir sehen viele Elefanten, sehr viele Impalas und eine Minitrappe.
Um 18.10 Uhr erreichen wir unser Hut in Olifants. Irgendwie ist uns verloren gegangen, dass unser Hut einen Kühlschrank hat, aber keine Küche. 😮
Also noch mal schnell in den Shop gerannt und Pappteller, Plastebesteck und 2 schöne Kaffeetassen für`s Frühstück besorgt. Zum Dinner gehen wir heut aber zu „Mugg & Beans“. Wir wurden satt…. 😐 Zurück im Hut fallen wir sofort müde ins Bett.
Teil 820. Jan. 2015
02.01.2015 Unterkunft: Olifants Camp
Heut klingelt um 04. 00 Uhr das Handy. 🤩 Es ist Morningdrive angesagt! Aber leider haben wir vergessen, dass auch den Tieren mitzuteilen. Und so ist die Ausbeute recht erbärmlich. 😠
Danach gibt es auf Grund der fehlenden Küche ein spärliches Frühstück. Anschließend holen wir noch ne Stunde Schlaf nach. Den Tag verbringen wir mit Lesen und Faulenzen.
Abends fahren wir noch mal raus aber auch da haben wir wenig Sichtungsglück.
Zurück im Camp wird gegrillt. Nun bin ich ja nicht so der Grillfan. Das Holz durchbrennen lassen, bis man was Essbares in die Glut werfen kann ist auch nicht so das Meine. Normalerweise geht mir 3x das Feuer aus, oder es brennt zu schnell durch, oder der Abstand zwischen Fleisch und Holzkohle stimmt nicht, oder, oder. Aber die Holzkohle hier ist genial. 2kg Kohle abgepackt in einer Papiertüte werden auf den Grill gestellt und angezündet.
Brennt sofort durch und nach 20min kann Fleisch oder Wurst Auf den Grill.
Hab`s 2x getestet, gelingt immer. Na ja, ist aber wohl eher was für den Grill-Spießer. Morgen gibts dann wieder mehr Bilder, Mit ansprechenden Sichtungen, und Fotos die mein mangelndes fotographisches Können erkennen lassen.
Teil 922. Jan. 2015
03.01.201 Olifants Camp-Berg en Dal(217km)
Unterkunft Berg en Dal
TEIL 1 Um 07.00 Uhr stehen wir heut auf. Der Morningdrive fällt aus, da wir den ganzen Tag im Kruger unterwegs sind um nach Berg en Dal zu kommen. Das hat sich so ergeben, weil alle anderen Camps auf der Strecke ausgebucht waren. 🙁 Egal, Tags über hatten wir immer die besten Sichtungen. 😎 Und auch diesmal sollte es so sein. 🤩
So, es ist 8 Uhr los geht’s. 500m hinter dem Campgate bekommen wir den ersten Löwen zu Gesicht. Der versteckt sich aber sehr kontraproduktiv hinter hohem Gras.
Aber auch danach gibt es immer wieder Nettes zu sehen.
Um halb 12 dann der nächste Löwe. Diesmal sehr nett zwischen ein paar Bäumen drappiert.
Und der scheint im ersten Leben Model gewesen zu sein
Aber wie alle Löwen, mit dem Bewegen hat er`s nicht so. 🙂 Irgendwann werden es ihm aber doch zu viele Touri`s und er schlägt sich in die Büsche.
Ok, gibt ja auch andere Tiere (tot oder lebendig).
Und es gibt sie doch: Ein Einhorn
Während ich so vor mir hinfahre fällt mir auf, das Ramona seit einiger Zeit nichts mehr sagt. Männer werden jetzt wissen wovon ich rede. Wenn die Frau an seiner Seite seit einer halben Stunde ruhig ist, gibt es nur 2 Gründe. Entweder hat Mann was Falsches gesagt, oder Frau geht es nicht gut. Da ich mir (wie immer) keiner Schuld bewusst war, konnte nur letzteres der Fall sein. Und dann kam zur Sprache, dass fast unser gesamtes Schmerztablettenarsenal aufgebraucht war. Und ich kann euch sagen, da haben wir immer Einiges dabei. Ramona plagte schon seit Tagen ein Weisheitszahn und die Schmerzen wurden nun immer unerträglicher trotz Einnahme mehrerer Pillen. Und genau in dem Moment hatten wir unseren ersten Stau im Kruger....
Teil 1024. Jan. 2015
TEIL 2
Nichts ging mehr. Ungefähr 25 Autos verstellten den Weg. Und dann sahen wir ihn. Ungefähr 10 cm eines Leopardenschwanzes. 🤩 Ich schwör nirgendwo auf der Strasse war mehr vom Leo zu sehen als diese 10cm. 🤨 2 ganz tolle Hechte fuhren mit ihren Kisten ins Gestrüpp 😣 und 3 Deutsche (vielleicht 22 Jahre alt) stiegen aus dem Auto und versuchten zu Fuß etwas zu entdecken. 😮 Das war ganz großer Sport! Nach cirka 10min begann ich mich durch das Autogewusel zu kämpfen und nach einer viertel Stunde waren wir durch. Trotz Hauptsaison war das aber das einzige Mal, das wir so etwas erlebten. Bilder haben wir davon nicht. Wir waren wohl zu fasziniert von dem Geschehen. 😗 In Skukuza wollten wir eine Kleinigkeit essen. Und da ging dann nichts mehr mit Ramonas Zahn. 😵 Glücklicherweise ist im Camp der einzige Arzt im ganzen Kruger. Also nix wie hin. Es war Samstagnachmittag. 1x klingeln, er kam sofort. Hat erst mal Blutdruck und Fieber gemessen, dann den Zahn angeschaut. Penecellin und Schmerzmittel verschrieben und in 5 Tagen sollten wir einen Zahnarzt aufsuchen um den Zahn zu ziehen. Na ja, so was kann einem schon mal ein wenig den Urlaub verhageln. Deshalb genug davon und weiter mit einer tollen Sichtung. 5km hinter Skukuza, endlich war es soweit.
Auf unserer 6. Afrikareise das erste mal ein vollständiger Leopard im Baum.
Eine Stunde haben wir bei ihm gestanden. Er hat sich kaum bewegt. Da kann man ja mal einen Moment die Kamera absetzen. 😗 Aber dieser Leopard war schlau. Genau in dem Moment stand er auf und legte sich einen Ast höher. Ich hab es geschafft die Szene abzulichten. Ich hab es nicht geschafft, die Kamera scharf zu stellen. 😣 Mit voller Absicht hat er uns ausgetrickst! 😈
Diese Sichtung war das genaue Gegenteil von der Leo-Schwanz Sichtung kurz zuvor. Alles lief gesittet ab. Kein Drängeln. Im Gegenteil. Das Auto vor mir fuhr extra noch`n Meter vor, damit wir bessere Sicht hatten.
Je mehr wir dann nach Süden kamen desto mehr Tiere sahen wir. Hier eine kleine Auswahl.
Um 17.00 Uhr kommen wir in Berg en Dal an.
Trotz der schönen Unterkunft und der tollen Sichtungen den ganzen Tag über will heute keine Stimmung mehr aufkommen und so geht es nach einem spärlichen Abendbrot sofort ins Bett.
Teil 1124. Jan. 2015
04.01.2015 Berg en Dal- Swasiland,Mbane (188km)
Unterkunft: Foresters Arms
Heut verlassen wir den Kruger. 🙁 Wir kommen schnell zum Grenzübergang Jeppes Reef. Und der Grenzübertritt nach Swasiland klappt wie immer problemlos.
Wir fahren eine landschaftlich schöne Strecke.
Um 12.30 Uhr sind wir bereits im Foresters Arms. Unser Zimmer ist noch nicht fertig und so schlagen wir erstmal beim wirklich hervorragendem Lunch-Buffet zu. Zum Glück für Ramona gibt es auch genug Leckereien, bei denen man Die Zähne nicht einsetzen muss. 😉 Anschließend beziehen wir unser Zimmer und relaxen bei einem guten Buch. Außerdem hat`s hier W-LAN und so melden wir uns kurz zu Hause.
Auf Grund des guten Mittagessen fällt das Dinner heut aus. Früh gehts ins Bett und wir hoffen weiter, dass Ramonas Zahn Morgen Ruhe gibt.
Teil 1224. Jan. 2015
05.01.2015 Mbane,Swasiland-Ithala(276km)
Unterkunft Thalu Bushcamp
Das Foresters Arms hat uns sehr gut gefallen. Für uns war es nur Durchgangsstation. Man kann aber durchaus auch 2 oder 3 Nächte bleiben um von hier aus Swasiland erkunden.
Weihnachtsbaum 😛
Nach einem sehr leckeren Frühstück geht es wieder Richtung Südafrika.
Am Grenzübergang Sicunusa werden wir kaum aufgehalten.
Wegfahrsperre auf afrikanisch 🤩
Wohl aber auf den anschließenden 20km bis Piet Retief. Auf der Strecke folgt Pothole auf Pothole. Höchstgeschwindigkeit 30kmh. Aber die erreicht man sehr selten. In Piet Retief füllen wir unsere Kühlboxen auf. Und auch neue noch stärkere Schmerzmittel wandern in die Reiseapotheke. Am frühen Nachmittag landen wir dann in Ithala.
Wir müssen erst noch ins Maincamp zum einchecken. Auf dem Weg dorthin sehen wir viele Tiere.
Dort bekommen wir diverse Zettelchen, aber keinen Schlüssel. 🙄 Nach weiteren 45min landen wir dann endlich im Thalu Bushcamp. Was ich bisher überhaupt nicht mitgeschnitten hatte, dieses Camp besteht aus nur einer Unterkunft. UNSERER! 😎 🙂
Genial. Ok, das Ganze bräuchte dringend mal eine Sanierung. Aber die Aussicht und die Einsamkeit sind toll.
Offene Küche
2 Schlafzimmer mit je zwei Betten
Das Duschhaus befindet sich 30m hinter dem Haupthaus
Weitere 20m dahinter das WC
Und die Aussicht ist der Hammer
Ich werf den Grill an und wir genießen die Ruhe und die Geräusche des Busches. Abends gesellt sich dann noch dieser Vogel zu uns.
Beide Nächte schläft er im Gebälk.
Teil 1330. Jan. 2015
06.01.2015 Unterkunft: Thalu Bushcamp
Das war eine ziemlich warme Nacht. Wir haben kaum ein Auge zu getan. Unsere tierischen Mitbewohner taten ein Übriges. 😠 Irgendwer hatte es auf den Thymian abgesehen. 🤩
Wenn ihr dort mal übernachten solltet bringt ein Mosquitonetz mit. Nicht nur wegen den Mücken. Es gibt dort Tiere, die nachts Unrat über den Betten abwerfen. 😣
Den Tag verbringen wir mit lesen und nichts tun.
Ich renn ein wenig rum und knipse vor mich hin.
Mein Schatz ist durch die Schmerzmittel ziemlich down und antriebslos. Wir machen uns Sorgen, weil auch nach 3 Tagen gar keine Besserung bei ihr eintritt. Am Abend beobachten wir unsere Mitbewohner und verschwinden früh in den Federn.
Sind das Bushbabys?
Es ist heut nicht ganz so warm wie gestern und so schlafen wir besser.
Teil 1430. Jan. 2015
07.01.2015 Ithala-Umfilozi(187km)
Unterkunft: Mpila Bushcamp
Nach einer morgendlichen Dusche bereiten wir uns von den noch nicht verdorbenen Lebensmitteln ein kleines Frühstück. Da der Kühlschrank im Camp mit Gas läuft, kühlt er nicht so gut und so müssen wir uns von Käse und Wurst trennen. Auch dem Toast und dem Wein sind die Wärme nicht bekommen. Gegen 9.00 Uhr verlassen wir Thalu und haben auf dem Weg zum Tor noch ein paar tolle Sichtungen. Das erste Mal sehen wir bewusst Spitzmaulnashörner, wenn auch sehr weit weg.
Auch landschaftlich hat uns der Ithala sehr gut gefallen. Wir würden gern noch mal wieder kommen. Dann aber ohne bösen Weisheitszahn.
Am Ausgang verabschiedet uns ein Dutzend Tsessebe Antilopen (Sind doch welche oder?)
Die verstecken sich aber sehr geschickt zwischen hohem Gras und allerlei Buschwerk. Dann gehts auf Richtung Hluhluwe/Imfolozi. Die Strecke führt durch mehrere kleine Dörfer, recht schön anzusehen. Größtenteils fahren wir Teerstraße. 2 Teilstrecken, eine 20km und die andere cirka 10km, führen allerdings über bösartige Gravelroad mit tiefen Schlaglöchern. Nach einem größerem Einkauf in Hlabisa treffen wir gegen 14.00 Uhr im Park ein. Und der Park verwöhnt uns wie immer mit vielen schönen Sichtungen. Das Licht spielt aber mal wieder nicht so richtig mit.
Highlight des Tages ist dann aber diese Szene hier.
Unser erster frei lebender Gepard! 🤩 Ja ich weiß, das Foto ist jetzt nicht gaaaaaanz optimal, Aber es ist unser Einziges. 😄 Es war wie so oft, bis ich meine Kamera schussbereit hatte war das Motiv entfleucht. Ich glaub, unter den Westernhelden des 19. Jahrhunderts hätte ich nicht lang überlebt. 😗
Im Mpila Camp angekommen nehmen wir erstmal einen Drink.
Anschließend haut sich Ramona auf`s Ohr und ich dreh noch `ne Runde.
Ich seh in einer Stunde zirka 30 verschiedene Rhino`s.
Höhepunkt ist er hier:
Aus Mangel an weiblichen Verehrerinnen macht er sich an einem Stein zu schaffen (Man beachte den verträumten Gesichtsausdruck).
Zum Dinner gibt es heut Nudeln mit Würstchen-Tomatensoße. Darüber nicht erfreut ist eine vorbeikommende Hyäne die dann auch nach 10 Sekunden weiterzieht. Ich finde immer wieder beeindruckend, wie eine Autotür die Größe einen Tieres beeinflusst. 😉 So eine Hyäne sieht ohne Tür doppelt so groß aus, wie mit Tür dazwischen. Mit einem Elefanten verhält es sich meiner Ansicht nach genauso. 🤪
Teil 1531. Jan. 2015
08.01.2015 Unterkunft: Mpila Bushcamp
Erster Teil
Wir wollen es heut mal wieder mit einem Morgenpirsch versuchen. Seit Gestern braucht Ramona immer weniger Schmerzmittel, von nun an können wir den Urlaub wieder mehr und mehr genießen. 🙂 Um 6.00 Uhr starten wir. Alles ist wie immer, in der ersten Stunde sehen wir nicht ein einziges Tier. 😠 Dann lassen sich aber doch ein paar blicken.
Warzenschweine entwickeln sich immer mehr zu unseren Lieblingsmotiven. Ich glaub, ihre Schönheit wird oft verkannt. 😄
Wieder begegnen uns einige Nashörner.
Um 9 sind wir dann zurück im Camp und frühstücken. Heut ist unser letzter Tag in einem Big Five Park und so beschließe ich, danach gleich wieder rauszufahren. Erst mal seh ich einige Eli`s. Ich beobachte sie `ne ganze Zeit und genieße den Anblick. Immer wieder versuche ich mir ins Bewusstsein zu rufen, dass ich nun wieder 10 Monate ohne sie auskommen muss. Gleichzeitig muss ich daran denken, wie privilegiert man doch ist, diese Tiere in "Freiheit" erleben zu dürfen.
Dann seh ich ein paar Geier kreisen und versuch so dicht wie möglich heranzukommen.
Leider ist weit und breit niemand zu sehen, der sich für die Reste des Büffel interessiert. Also fahre ich weiter in den Hluhluwe-Teil des Parks. Dort beobachte ich eine Zeit lang einen Greifvogel bei der Jagd. Ab und zu versuch ich ihn auf die Speicherkarte zu kriegen. Das gelingt mir natürlich nur mit mäßigem Erfolg. Auf dem Foto könnt ihr ihn ungefähr auf 11 Uhr entdecken.
Beim Betrachten dieses Bildes fiel mir dann aus irgend einem Grund der Baum in der Mitte auf. War da was.....?
Teil 1601. Feb. 2015
Zweiter Teil
Irgendwie waren da braune Flecken im Baum. Ein Leopard? Konnte nicht sein, es standen keine 20 Auto`s rum. 🙂
Es bewegte sich nicht. Vielleicht der Riss von einem Leo?
Ich konnte es nicht erkennen. Erst als ich ein wenig vor fuhr hatte ich bessere Sicht. Aber was ich sah konnte ich kaum glauben. Dort lagen 3 Löwen im Baum. 🤩
Immer wieder kamen Autos vorbei und fragten was da wäre. Die meisten fuhren gleich weiter, es war einfach zu weit weg. Ich hab fast 2 Stunden da gestanden. Nun ist es aber leider so, dass Löwen auf dem Baum das Gleiche machen wie Löwen unter dem Baum.... Nichts. Also beschloss ich zurück nach Mpila zu fahren und Ramona zu holen. Das waren 25km hin und 25km zurück. Und sie lagen immer noch genauso da.
Nach einer weiteren Stunde fuhren wir langsam zurück. Auch da hatten wir noch einige schöne Begegnungen.
Zurück im Camp werden wir eine Weile von denen hier beobachtet.
Am Abend kommt wieder die Hyäne vorbei und im letzten Moment gelingt mir sogar ein Foto.
Teil 1702. Feb. 2015
09.01.2015 Umfilozi-St.Lucia(74km)
Unterkunft: Marlin Lodge
Nach einem letzten selbst zubereitetem Frühstück packen wir unsere Koffer und machen uns auf den Weg nach St. Lucia. Dort kommen wir schon früh an und beschließen gleich eine Bootsfahrt für 10.00 Uhr zu buchen. 😎
2x waren wir bereits in St Lucia, bisher war dafür immer das Wetter zu blöd. Es hat sich gelohnt, allein schon wegen der Hippo`s. So nah waren wir ihnen noch nie. Der Kapitän erzählt viel Informatives über diese Tiere und auch ein Hippozahn wird herumgereicht.
Aber auch ein paar andere nette Aufnahmen gelingen.
Anschließend fahren wir in den Ski Boat Club eine Kleinigkeit essen und trinken. Es hat dort eine sehr schöne Aussicht und vom Parkplatz aus kann man direkt zum Boardwalk laufen.
Eigentlich wollten wir heut im Meer baden gehen aber nachdem wir schon vom Walk aus die hohen Wellen sehen, drehen wir um und machen uns auf den Weg zur Marlin Lodge. Über diese Unterkunft können wir leider nicht viel Positives berichten. Irgendwie fühlten wir uns dort nicht willkommen. 🙁 Ein Beispiel: Um Morgens von unserem Tisch zum Frühstücksbüfett zu kommen, müssen wir ständig an den zirka 14jährigen Sohnemann vorbei, der bei nicht geringer Lautstärke Zeichentrickfilme schaut. Auch das ganze Grundstück wirkte nicht besonders aufgeräumt. Na egal, am Abend gehen wir ins Braza essen, da ich nicht so der Fischfreak bin. Ramona bestellt aber eine Fischplatte aus dem Ocean Basket. Wir finden diese Idee, dass man in jedem Lokal aus dem jeweils Anderen bestellen kann, einfach genial. 😄 Auf dem Weg zurück zur Lodge sind wir dann froh mit dem Auto gefahren zu sein.
Teil 1803. Feb. 2015
10.01.2015 StLucia-Lake Eland Game Reserve(398km)
Unterkunft: Pipe camp
Heut haben wir 400km zu fahren. Fast durchgehend Autobahn, also gute Pad. Aufmerksam muss man als Fahrer trotzdem ständig sein. Einige südafrikanische Autofahrer haben schon ein merkwürdiges Verständnis von sicherem Fahren. Oft sehen sie viel mehr Fahrspuren als vorhanden sind. 🤩
Bei Hibberdene machen wir noch mal eine Pause am Meer.
Und dann geht's auf durch den Oribi Gorge zum Lake Eland.
Unsere heutige Unterkunft ist ein Wunsch von mir. Ich bin von Beruf Heizung und Sanitärinstallateur und hier gibt es den Pipe-Dream. Das ist ein altes Wasserleitungsrohr, in dem man übernachten kann. Keine Frage, ich musste dort eine Nacht verbringen. 😎 Und ich bin dankbar für eine Frau, die solchen Kram mitmacht.
Zu den Waschräumen muss man zirka 30m laufen. Es gibt wohl oft Besucher, die sich wundern, das in der Pipe keine Dusche ist. 😮
Um 15.00 Uhr machen wir uns auf ins Restaurant. Das hat nur bis 16.00 Uhr auf und so ziehen wir unser Dinner etwas vor. Anschließend fahren wir noch ein paar Loops.
Die Tiere sind alle sehr entspannt. Es gibt wenig Busch und so kann man gut beobachten.
Auch wenn man aus dem Auto steigt (ist überall erlaubt), zeigen die Tiere keine Scheu.
Überhaupt scheint mir der Park sehr für Familien mit Kindern aller Altersklassen geeignet zu sein. Pool, Spielplatz, Zipline, Fahrrad fahren oder Angeln lassen Kinderherzen höher schlagen. Nicht das ich lärmenden Nachwuchs im Urlaub nun unbedingt brauche... 😗
Den Abend verbringen wir bei einem Glas Wein vor unserer Röhre und genießen die Stille.
Teil 1904. Feb. 2015
11.01.2015 Lake Eland-Oribi Gorge(11km)
Unterkunft: Leopard Rock Lookout Chalet
Als wir aufwachen regnet es ganz leicht und es ist auch ein wenig kühl. Also wärmen wir uns ein wenig unter der Dusche auf und packen dann unsere Sachen zusammen. Nach einem leckeren Frühstück im Restaurant geht es auf zur Suspension bridge. Wir fahren vorbei an einer Kirche
und sehen die ersten Tiere.
Die Brücke selber bietet einige schöne Aussichtspunkte
Auf die Handwerkskunst will ich hier nicht näher eingehen 🙄
WC mit Aussicht 😁
Langsam bessert sich das Wetter und so steht unserer für heute geplanten Mutprobe nichts mehr im Weg. 🤩
Die Zipline Tour besteht aus 14 Rutschen mit einer Gesamtlänge von 4500m. Die einzelnen Slides sind zwischen 120 und 680m lang. Man erreicht Geschwindigkeiten bis 100kmh. Die Rutsche, die den Oribi quert ist 300m über dem Erdboden.
Nach einer kurzen Einweisung geht`s los
Leider haben wir keine Kamera mitgenommen und so sind die Fotos nach Abschluss unserer Tour entstanden.
Wenn ihr mal da seit, macht das. Iss echt cool, egal wie alt man ist. Wir haben 3 Damen so um die 70 Jahre erlebt die da mitgemacht haben. Und auch die waren begeistert!
Anschließend fuhren wir zu unserer nächsten Unterkunft, dem Leopard Rock. ( http://www.leopardrockc.co.za/ ) Wir waren hier schon einmal auf ein Glas Wein im Restaurant. Damals haben wir beschlossen, irgendwann einmal eine Nacht in einem der 4 Lookout Chalets zu verbringen. Normalerweise ist das nicht unsere Preisklasse. 😐
Aber diese Aussicht hier....
Und diese Liegesessel....
Und dieser Jacuzzi....
Und diese Außendusche....
Und das Zimmer....
Und die Flasche Champagner und der Cherry, den es als Zugabe gibt...
Und die Aussicht....
Echt, es war wundervoll, wir haben diese Unterkunft nur für ein kurzes Fotoshooting auf dem hauseigenen Leo- Felsen verlassen.
So, und nun kommt etwas, womit die Leser meines letzten Reiseberichts wohl nicht gerechnet haben. 😗 😗 😄 23 Vogelbilder!!! Alle von der Terrasse geschossen.
Hier wäre mir beinahe wieder ein schönes Bild von einem Ast gelungen. Wenn nicht dieser blöde Vogel ins Bild gehuscht wäre. 😠
Und dann kam er hier:
Ich weiß sogar, wie er heißt: Trompeterhornvogel Der hat uns eine halbe Stunde ne richtige Show geboten.
Den Rest des Tages genießen wir dann dieses schöne Chalet. Davon gibt es aber keine Fotos. Gute Nacht!
Teil 2006. Feb. 2015
12.01.2015 Oribi Gorge-Giants Castle (330km)
Unterkunft: Look Out Chalet
Gegen 7.30 Uhr wachen wir auf und stürmen zur Terrasse. Puh, Glück gehabt, die Aussicht ist noch da. 😛
Wir nutzen ein letztes Mal die Außendusche und bekommen danach im Restaurant ein leckeres Frühstück. Bei herrlichstem Sonnenschein geht es auf nach Giants Castle. Unterwegs werden wir in unserer Ansicht bestärkt, das man auch für 6 Wochen Urlaub in Afrika nicht mehr als einen Kleinwagen braucht. 🤩
Giants Castle empfängt uns mit sehr schönen Wolkenformationen.
Ich hatte von zu Hause aus ein Chalet mit Mountain view gebucht. Kostet nur ein paar Euro mehr und lohnt sich wirklich.
Die Chalet`s selber sind auch Klasse.
Aber die Berge sind der Hammer. Es gibt viele verschiedene Wanderwege. Von 2 Stunden langen Wegen bis zu mehrtägigen Touren ist alles dabei. Ich hab am Nachmittag eine kleine Runde gedreht, aber als die Wolkendecke immer dichter wurde bin ich zurück zum Camp.
Zum Dinner gehen wir ins Restaurant. Das Essen dort ist gut. Den Rotwein allerdings kann man vergessen. 🤢 Wir genießen einen ruhigen Abend und verschwinden bald in den Betten.