Reisebericht

Frühstück mit Löwen oder von JHB nach CPT

von chrissie · begonnen 17. Dez. 2014 · 40 Teile

Teil 117. Dez. 2014
Wieder wurde aus unserem ursprünglicher Plan, den Urlaub nicht im südlichen Afrika zu verbringen, aus diversen Gründen nichts 🤪 . Dadurch begannen wir erst im März mit der Routenüberlegung. Da wir für April/Mai Krüger gebucht hatten, sollte es für uns zum 3. Mal in den KTP gehen. Leider waren im KTP keine Wildernesscamps (bis auf das Kalahari Tented Camp) mehr frei und auch unsere Hoffnung, kurzfristig etwas zu bekommen, zerschlug sich leider. Von insgesamt neun Nächten hatten wir sechs in Twee Rivieren (natürlich teilweise auch noch mit Umzug innerhalb des Camps verbunden). Wir sahen es optimistisch, dass wir vielleicht durch gute Sichtungen „entschädigt“ würden. Um wenigstens eine kleine "Elefantendosis" abzubekommen, planten wir den Pilanesberg NP ein.
Damit ihr schon mal einen Überblick habt, was euch erwartet oder ob es sich überhaupt lohnt, meinen RB weiter zu verfolgen, hier unsere weiteren Ziele:

3 ÜN Valley View Guesthouse (Pilanesberg Game Reserve)
1 ÜN Kalahari Hide (Kuruman)
9 ÜN KTP (2 TR, 1 KTC, 2 Nossob, 4 TR)
1 ÜN The Overlook (Keimoes)
1 ÜN Blou Nartjie (Calvinia)
2 ÜN Oudrif Farm (Nähe Clanwilliams)
2 ÜN Farr Out (Paternoster)
3 ÜN Khamai Guesthouse (Somerset West)

Wer Lust hat, mit uns zu reisen, ist herzlich eingeladen
Der Flieger steht zum Einsteigen bereit…

Ich freue mich auf eure Kommentare.
Wer den Reisebericht lieber ohne Kommentare liest: oben rechts auf die Sonne klicken
Teil 218. Dez. 2014
12. September/ 13. September Flug TXL-LHR-JHB und Weiterfahrt nach Mogwase
Es ist mal wieder soweit: Afrika ruft. 😎 Wir sind heute besonders aufgeregt, denn wir haben in London nur 70 Minuten Zeit zum Umsteigen (die Mindestumsteigezeit beträgt 60 Minuten).
Zeitig sind wir am Flughafen. Wir haben uns per Online-check-in Plätze relativ weit vorne gebucht, damit wir mit bei den Ersten sind, die aus dem Flieger aussteigen können. Aber wie wir in London feststellen müssen, bringt es uns nichts: vom Flugzeug werden alle mit dem Bus zum Terminal gebracht. 😐 Nachdem wir die Sicherheitskontrolle und die Passkontrolle passiert haben, müssen wir nochmal mit der Bahn weiterfahren.

hff83f75.jpg


Es ist ziemlich hektisch, aber als wir endlich im Flieger nach JHB auf unseren Plätzen sitzen, sinkt unser Adrenalinspiegel langsam wieder. Der Sitzabstand bei BA ist gefühlt schlechter als bei Lufthansa oder Air France. Das Abendessen jedoch ist gut. Christian hat sich für Hühnchen und ich mich für das vegetarische Curry entschieden. Dazu gibt es jeweils Krautsalat, mousse au chocolat sowie ein trockenes Brötchen. Die Versorgung mit Getränken während des Fluges ist schlecht – es gibt nur zum Essen Getränke, beim Frühstück (Omelett mit Champignons und serbischen Bohnen, dazu eine Zimtschnecke und einen Joghurt) wird auch nur einmal mit Kaffee bzw. Tee rumgegangen. Bei der Landung müssen wir lachen, weil es noch Leute gibt, die bei der Landung klatschen. 🤪

Eine dreiviertel Stunde später nehmen wir unser Gepäck in Empfang. Bevor wir zu Hertz gehen, kaufen wir noch etwas Proviant für unterwegs ein, füllen unser Portemonnaie auf und lassen uns vom Bankangestellten bei der Bareinzahlung für Oudrif helfen.
Kurz vor 12:00 h kann es dann endlich in einem fast nagelneuen VW Tiguan (Kilometerstand: 49) losgehen. Wir sind nicht ganz glücklich darüber, denn so können wir eventuelle Kratzer nicht den Vormietern „unterschieben“. 😗

h8ea7c4b.jpg


Knapp 2 h benötigen wir bis zur Waterfall Mall in Rustenburg, wo wir noch mal etwas größer einkaufen. Aufgrund einer Baustelle gibt es eine Umleitung auf dem Weg zum Pilanesberg Game Reserve/ Mogwase, leider ist die Ausschilderung lückenhaft. So drehen wir ein paar Ehrenrunden und erreichen um 16:00 Uhr das Valley View Guesthouse. Auf Vorbestellung kann man abends im Guesthouse essen, was uns heute sehr entgegen kommt.

Nach dem Ausräumen des Autos lassen wir unsere Lebensgeister unter der Dusche und einem anschließenden Kaffee wieder beleben. Das Wetter ist zu schön, um den Rest des Tages nur im Zimmer zu verbringen, daher holen wir uns an der Bar etwas zu trinken und genießen es auf der Terrasse über dem Pool.

h9c37cc3.jpg


h5996c8f.jpg


Wir bedauern, dass wir das Fernglas im Zimmer gelassen haben, denn hier hätten wir die Vögel schön beobachten können. Langsam färbt sich der Himmel und die Lichter der umliegenden Häuser gehen an.

Der Tisch ist für uns draußen gedeckt. Christian hat Rumpsteak mit Reis und gemischtem Gemüse, ich Fisch gewählt. Als Vorspeise gibt es Salat, zum Nachtisch gibt es kleine (Eis-)Törtchen (Supermarktware). Schmeckt dennoch sehr gut. Als verspäteten Sundowner bestellen uns noch je einen Amarula und lassen damit den ersten Abend ausklingen.
Tageskilometer:241
Übernachtung: Valley View Guesthouse
Teil 320. Dez. 2014
14.09. Pilanesberg NP - Teil I
Der Wecker klingelt um 5:30 Uhr, wir lassen ihn ein zweites Mal klingeln, ehe wir aufstehen. Da es erst ab 07:00 h Frühstück gibt, wir aber möglichst zeitig im Pilanesberg sein wollen, haben wir gestern mit dem Hausherrn abgemacht, dass wir unser Frühstück in den Park mitnehmen. Er hatte es uns und einem anderen Pärchen großspurig angepriesen, aber als wir es in Empfang nehmen, ahnen wir schon, dass es sehr bescheiden ausfällt. Zum Glück haben wir in der Mall in Rustenburg mehr eingekauft, so dass wir heute im wahrsten Sinne des Wortes davon zehren können.
Der Eintritt im Pilanesberg kostet pro Person 65 Rand, dazu kommen 20 Rand fürs Auto, außerdem erwerben wir für 20 Rand eine Karte.
Das Empfangskomitee bilden Perlhühner und Springböcke, darauf folgen Warzenschweine. Kurz dahinter rennt ein Schakal über die Straße. (Warum ich noch keine Fotos gemacht habe, kann ich jetzt nicht mehr nachvollziehen 😐 ).
Die Landschaft des Nationalparks zieht uns sofort in den Bann:

h5471184.jpg


h2c392aa.jpg


h92ee8d6.jpg

Tilodi Damm
h8c8e57a.jpg


Hauptgrund für den Besuch des Parks waren die Elefanten, deshalb sind wir sehr überrascht, als wir Löwen sehen, denn mit ihnen haben wir nicht wirklich gerechnet. 😁

h53402f7.jpg


h89ddbd7.jpg


hc6813eb.jpg


h2788cda.jpg


Die vielen (Gamedrive -) Fahrzeuge stören uns. So extrem haben wir das zum Beispiel im Krüger noch nicht erlebt. 🙁

h970515a.jpg


Hinter dem Gebüsch scheint ein Riss zu liegen, jedoch so ungünstig, dass wir nichts Näheres erkennen können. Wir packen unser mageres Frühstück aus: zwei Toastscheiben belegt mit Käse und Speck.
Da von den Löwen keine weiteren Aktivitäten mehr zu erwarten sind, wenden wir uns den Schakalen zu:

h4f4e4da.jpg


hafd7392.jpg


Der Schakal hat ein üppigeres Frühstück als wir. 😄

Ich freue mich, als ich die ersten Elefanten entdecke.

h43bf878.jpg


ha641ba6.jpg


Von anderen werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass in der Nähe der Elefanten zwei Löwen sind. Da man diese nur durch das Fernglas erkennt, verzichte ich auf ein Foto.

Wir steuern den Fisheagle Picknickplatz an. Hier grillen viele, was Christian neidisch werden lässt.

h9cb404d.jpg


h2c4b3ba.jpg


hfafa8a3.jpg

Rotschnabelmadenhacker

Vom bird hide blicken wir aus einer anderen Perspektive auf den Mankwe Damm.

h1c43064.jpg


h77aa29f.jpg

white breasted Cormorant juvenile ?
hccbc497.jpg


white breasted Cormorant
h0357615.jpg


h7b21160.jpg


h0e8034c.jpg

Pied Kingfisher

h6e4b6e1.jpg

Wenn wir die Gruppen sehen, sind wir immer froh, dass wir individuell unterwegs sind und selbst bestimmen können, wo und wie lange wir uns aufhalten

Danach biegen wir noch in den Hippoloop ein, dessen Namensgeber sich (noch) nicht blicken lassen.

h6306e03.jpg


hbfcd0db.jpg

Gegenüber sieht man den Mankwe Hide

Dann geht es schnurstraks zum Gate, wo wir von einem Klipspringerpärchen verabschiedet werden.

h685d9a1.jpg


hb57b565.jpg


Vorher können wir aber noch zwei Giraffenbullen beobachten, wie sie mit ihren Köpfen gegen den Hals des anderen schlagen. Schade nur, dass soviel Gestrüpp im Weg ist.

h14a259c.jpg


Was es nachmittags im Park zu sehen gab, erfahrt ihr im nächsten Teil.
Teil 422. Dez. 2014
14.09. Pilanesberg NP - Nachmittag
Wir irren etwas herum, bis wir endlich das Shoppingzentrum in Mogwase finden. Nach dem Essen gönnen wir uns im Guesthouse eine kleine Siesta, testen den Pool und dann geht es auf eine weitere Pirschfahrt zum Pilanesberg NP.

Wir wählen wir den Dithabaneng Drive. Wie sich herausstellt, keine so gute Entscheidung: entweder die Tiere machen noch Siesta oder hier ist weniger (man kann auch sagen fast gar nichts 😵 ) los.

h230950a.jpg


Vom Hide am Malatse Dam entdecken wir Kormorane, Wasserböcke und Impalas (aber nicht auf dem Foto zu erkennen).

h2b5b52b.jpg


In der Nähe des Abzweiges zum Dithabameng Dam steht eine Giraffe.

h307ca91.jpg


Am Damm selbst ist bis auf ein paar Impalas in einiger Entfernung nichts zu sehen.

Erst am Ratlhoho Waterhole (Kgabo Drive) wird es interessanter: wir beobachten ausgiebig eine Giraffe beim Trinken.

hc35eafc.jpg


hc6aa3e7.jpg


h6a8b0c6.jpg


Danach laufen uns noch ein paar Kudus vor die Linse:

ha68cf8c.jpg


h52e2153.jpg


In einiger Entfernung sichten wir ein Nashorn.

h4a50e01.jpg


Christian hört Äste knacken und scannt dadurch das Gestrüpp genauer: Bingo! eine Herde Elefanten. Während wir sie beobachten, "trompeten" sie und geben Geräusche von sich, die sich anhören, als wenn etwas aus dem Magen gepumpt wird.

h3043052.jpg


h27feb9f.jpg


Beim Mankwe Hide bietet sich uns das gleiche Bild wie am Vormittag: Weißbrustkormorane, diverse Wasservögel und eine Schildkröte.

h7b2dd36.jpg


Viele Autos weisen auf eine interessante Sichtung hin, allerdings kommen wir zu spät: ein Löwenmännchen ist auf dem Rückzug. 😐
Aber wir sind ja vor allen Dingen hergekommen, um Elefanten zu sehen 😁 :

haa2a6ba.jpg


h91561c3.jpg


hc0affdc.jpg


Langsam wird es Zeit, sich auf den Rückweg zu machen, doch wir kommen nicht weit, da -leider nur in einiger Entfernung- noch eine braune Hyäne zu sehen ist. Das ist für uns das erste Mal und somit ein ganz besonderes Highlight. Leider reicht das Foto höchstens als Beweisfoto (hmm, verkleinert kann man jetzt höchstens erahen, dass das eine Hyäne sein soll 🙁 )

hd8d79fa.jpg


Es dämmert, da kommen die ersten Buschhasen raus. Ich versuche erst gar nicht, sie auf den Chip zu bannen.
Hochzufrieden verlassen wir am ersten Tag den Park.
Wir sitzen bei mehreren Absackern noch eine ganze Weile auf der Terrasse über dem Pool, später schaut Christian in die Röhre, während ich lese.
Tageskilometer: 111
Übernachtung: Valley View Guesthouse
Teil 526. Dez. 2014
15. September Teil I
Um 6:45 Uhr sind wir im Park, es sind nur 12°C, aber da die Sonne scheint, lässt es auf einen Temperaturanstieg hoffen.
Es geht gut los:

h26c89ff.jpg


h39b7701.jpg


haf4c717.jpg


h9501a41.jpg


h07032b2.jpg


Wir (wenn ich ehrlich bin, meine bessere Hälfte 😗 ) schaffen es nicht bis zum Picknickplatz, daher nehmen wir in Gesellschaft von Kudus und Zebras unser Frühstück ein. Das Frühstück fällt heute besser aus als gestern, vermutlich weil unter der Woche eine Angestellte dafür zuständig ist. Christian hat das englische Frühstück, bestehend aus Kartoffeln, zwei Spiegeleiern mit Speck, Toast sowie ein Würstchen und ich habe verschiedene Früchte wie Ananas, Melone, Maracuja, Orange und ein Croissant dazu.

h0abcbbf.jpg


h8e86e18.jpg


h96e524b.jpg


hfd45b9e.jpg


hc2de25f.jpg


h5b6e636.jpg


Eindeutig eine Elefantenweg...Ich entdecke hinter uns auch einen Elefanten, aber er steht so weit oben am Hang und ist auch noch teilweise von Büschen verdeckt, dass ich mir ein Foto spare.

Wir bleiben eine ganze Weile bei dem Nashorn stehen, in der Hoffnung, dass es näher kommt.

h904becc.jpg


Christian probiert das Nashorn zu locken, indem er die Töne imitiert, wie wir es beim gamedrive in Biyamiti von Simon mitbekommen hat, ist aber nicht wirklich erfolgreich. Dennoch kommt das Nashorn nach einer Weile näher.

h016f1b0.jpg


h4fa6dce.jpg


Christian entdeckt einen Schakal.

h26253da.jpg


Wo geht's hier zum Pilanesberg Centre? 😉
hd024779.jpg


Wir stoppen am Pilanesberg Centre. Von der Restaurantterrasse bietet sich ein schöner Blick auf ein kleines Wasserloch.

h3e7e59c.jpg


h2d269d3.jpg


h419cee4.jpg


h79963a8.jpg


Natürlich fehlen auch die Zaungäste nicht:

h3f218b9.jpg

Dark-capped Bulbul - Graubülbül

hf14ef38.jpg

Southern masked Weaver - Maskenweber

Am Tau (= Löwen) Loop sehen wir viele Giraffen und Zebras, aber leider nicht den Namensgeber.

hf22c357.jpg


Dafür haben wir einen schönen Ausblick auf den Mankwe Dam, wir erkennen Elefanten am Ufer und beim Baden.

h1d569c3.jpg


Somit ist das nächste Ziel gesetzt, schließlich muss ich noch so viel Elis wie möglich sehen, heute ist die letzte Gelegenheit dazu:

hab7a167.jpg


h27305c1.jpg


Die Mittagszeit verbringen wir im Guesthouse: Fotos speichern und am Pool faulenzen. Dort landet eine Schwalbe einen Volltreffer bei mir: sie schei..t mir tatsächlich auf Fuß und Schuh. 😈
Teil 629. Dez. 2014
15.09. Teil II
Gegen 15:00 Uhr sind wir wieder im Park. Wie schon morgens vorausgesehen, ist es angenehm warm geworden: 33°C.
Wir versuchen wieder am Hippo Loop unser Glück – mit Erfolg:

h30d12a7.jpg


h6edcb67.jpg


h07472f9.jpg


hde3c56c.jpg


Christian zählt an die 25 Elefanten. Aber auf meiner Speicherkarte finden auch noch andere Tiere Platz 😄 :

ha141837.jpg


hb7a4d92.jpg


Dann erkunden wir den kudu eNtsho drive

hca94550.jpg


h92181cb.jpg


landschaftlich wieder eine Augenweide

h4e4f594.jpg


und haben das Glück, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein – nein, keine Katzen sondern rhinos am Makorwan Damm.

h15a2998.jpg


h9dd74f4.jpg


h2fae647.jpg


Ein paar Hippos liegen auch im Wasser, aber leider ungünstig zum Fotografieren. Dafür gibt es immer wieder schöne Aussichten.

h61f5f72.jpg


Erst gegen 17:00 Uhr sehen wir das erste gamedrive- Fahrzeug. Man merkt, dass heute Montag ist: es ist wesentlich weniger los. Ein letztes Mal genieße ich noch den Anblick von Elefanten.

h2bd2430.jpg


h9a7f77d.jpg


hbd42ce4.jpg


Ein Foto vom Springbock zum Abschluss muss auch noch sein.

hb0a6054.jpg


Um 18:00 Uhr versinkt die Sonne langsam hinter den Bergen.

h27e3750.jpg


hb570866.jpg


Bis 19:10 Uhr sitzen wir auf der Terrasse über dem Pool trinken unseren verspäteten Sundowner. Später essen wir ein karges Abendmahl und lesen noch, bis uns die Augen zufallen.
Tageskilometer: 125
Übernachtung: Valley View Guesthouse
Teil 730. Dez. 2014
Dienstag, 16. September Mogwase - Kuruman
Das Frühstück ist im Vergleich zu den Vortagen gut. Christian nimmt wieder das englische Frühstück, ich nehme das Gesundheitsfrühstück, bestehend aus Joghurt, Cornflakes, Marmelade, Toast, Butter und Früchten wie Melone, Banane, Ananas und Erdbeeren. Anschließend packen wir den Rest auf dem Zimmer und begleichen unsere Rechnung.

Es ist noch nicht ganz 08:30 h, als wir zu unserer heutigen Etappe starten. Die Sonne scheint, es sind 21°C.

ha5173ca.jpg


Die Bilder vom heutigen Tag sind mit meiner kleinen Taschenkamera entstanden und daher qualitativ nicht ganz so gut, aber ich wollte euch keinen fotolosen Tag zumuten.

Bis auf einen kurzen Streckenabschnitt hinter Sun City ist die Straße sehr gut. Nach knapp 100 km erreichen wir Koster,

ha1def75.jpg


wo wir tanken und ich das Steuer bis Vryburg übernehme. Der Großteil der Strecke führt uns über flaches Farmland, wenig abwechslungsreich. Hinter Delareyville sind öfter kleine Dämme bzw. Seen zu sehen. Inzwischen sind es 34°C. Vryburg wirkt recht groß auf uns. Es gibt unzählige Geschäfte, und viele Leute sind auf der Straße.

hb9e44dc.jpg


Gegen 14:45 Uhr erreichen wir das Kalahari Hide und werden sehr freundlich von der Besitzerin empfangen. Nachdem wir das Nötigste ausgepackt habe, gönnen wir uns eine kurze Abkühlung im Pool.

h04094cb.jpg


authentische Fotos vom Inneren gibt es hier

h645aef0.jpg


Anschließend sitzen wir bei einer Tasse Kaffee und ruhen uns aus, ehe wir in die Stadt (7km) zum Einkaufen fahren, um uns etwas zum Abendessen besorgen.

h46897e4.jpg


h18c90aa.jpg


Nachdem wir gestärkt sind, lesen wir draußen bis die Sonne untergeht.

h615d5a2.jpg


Zweimal fällt der Strom aus, zum Glück nicht gerade dann, als ich unter der Dusche stehe 😮 . Sicherheitshalber arbeite ich an meinem Laptop mit Akku. Das Internet ist sehr langsam, aber gratis. Ich checke die Unterkünfte im KTP und das Wetter, beides nicht ganz so erfreulich (im KTP ist alles ausgebucht und morgen soll es noch einmal richtig heiß mit 36 ° C werden, dann kühlt es sich auf 20 ° C ab). Da es im Zimmer sehr warm ist, schalten wir die Klimaanlage an. Es scheint sehr hellhörig zu sein, wir meinen den Nachbarn schnarchen zu hören. 🤪
Tageskilometer: 529
Übernachtung: Kalahari Hide


Damit ihr uns auch noch im neuen Jahr begleitet, versuche ich euch schon mal Appetit auf unsere Sichtungen im KTP zu machen 😉 :

h8bc303d.jpg


Dies war auf dem ersten game drive, wie es dann mit den Sichtungen in den nächsten Tagen aussah, erfahrt ihr im neuen Jahr.

Ich wünsche allen einen guten Rutsch,
lG Chrissie
Teil 802. Jan. 2015
Mittwoch 17. September Kuruman - KTP (Twee Rivieren)
Da wir heute die wohl längste Wegstrecke vor uns haben, sind wir zeitig auf den Beinen und kommen gegen 07:15 h los. Auch hier gibt es morgendlichen Berufsverkehr, bis zur N 14 brauchen wir eine Viertelstunde. Ich übernehme mal wieder das Steuer.

hbf26642.jpg


Wir freuen uns, dass wir einen längeren Baustreckenabschnitt ohne Wartezeit passieren können, aber die Freude währte nur kurz, denn als wir Postmasburg erreichen, kommen uns Zweifel

h8c846fb.jpg


h77fbc4d.jpg


– richtig, wir hätten einmal rechts abbiegen müssen, um auf der N 14 zu bleiben. 😈 Es ist zwar schön, wenn man sich als „altes Ehepaar“ noch angeregt unterhalten kann 😉 , aber dieses Mal wäre es besser gewesen, wenn wir uns mehr auf das Routing konzentriert hätten. Also umgedreht und noch einmal durch die Baustelle- dieses Mal mit Wartezeit.

In Olifantshoek tanken wir, trinken einen Kaffee und Christian fährt weiter. Nachdem es bisher sehr bewölkt war und es sogar zweimal getröpfelt hat, scheint jetzt (fast) die Sonne.

Es herrscht wenig Verkehr. Rote Dünen, Webervögelnester und Weinanbau prägen das Bild vor Upington. In Upington kaufen wir beim Schlachter und in der Shopping Mall ein. Bis zum KTP, den wir um 16:00 h erreichen, fahre ich wieder.

h3d7994e.JPG


h0d6485c.jpg


Beim Einchecken fragen wir gleich nach, ob für die nächsten Tage in den wilderness camp etwas frei ist oder ob wir zumindest die nächsten beiden Nächte in unserem Bungalow bleiben können, aber es ist alles ausgebucht; wir müssen morgen den Bungalow wechseln. 🙁
Nachdem wir das Nötigste ausgepackt haben, ruhen wir uns auf unserer Terrasse aus .

h3b44794.jpg

Blick von unserem Bungalow

h5d51a90.jpg


Dann sind wir fit, für einen ersten kurzen game drive. Da wir heute schon viele Kilometer gefressen haben, beschließen wir, nur bis zum ersten Wasserloch Samevloeiing zu fahren. Wir sehen eine Oryx, einige Gnus sowie einen Raubadler.

h7d01c24.jpg


h69fe4d8.jpg

Tawny eagle - Raubadler

Wir stehen ein paar Minuten am Wasserloch und beobachten die Umgebung,

h32f1ef0.jpg


da entdeckt Christian einen Geparden (wie wir inzwischen von Matthew Schurch mitgeteilt bekommen haben, ist es Monica, zur Sichtung ca. 3,5 Jahre alt), wie er Richtung Wasserloch läuft. Da wir etwas erhöht über dem Wasserloch stehen, haben wir eine gute Sicht auf ihn.

So, jetzt kommt eine kleine Bilderflut 😗 :

h8819a2c.jpg


he1983e8.jpg


h71559e9.jpg


habb2537.jpg


ha6f172b.jpg


In der Zwischenzeit kommen weitere Autos. Als wir zu Hause die Videoaufnahmen betrachten, bemerken wir, wie sehr der Gepard von uns Besuchern irritiert wird: bei jedem startenden oder ankommenden Auto hält er inne und checkt die Umgebung. 😮

hca890a8.jpg


h0053537.jpg


h211eaf0.jpg


h3c42f9e.jpg


hafeed25.jpg


h7d6a873.jpg


Drei Minuten vor Gateschließung sind wir im Camp. Wir sind happy, hoffen aber, dass es kein schlechtes Omen ist denn:
2012 haben wir auch am ersten Tag cheetahs gesehen und dann ein paar Tage lang gar keine Katzen. 😐

Während Christian sich um das Braai kümmert, komme ich mit unseren Nachbarn - einem Kapstädter Pärchen nett ins Gespräch. Da es für sie morgen nach Hause geht, schenken sie uns ihr restliches Holz. Wir bestaunen gemeinsam die zuckenden Blitze am Nachthimmel.
Unsere weiteren Nachbarn sind erstaunlich ruhig, erst später als Christian und ich einen verspäteten Sundowner zu uns nehmen, hören wir die anderen Leute quatschen. Dann fängt es an zu tröpfeln, und der Wind verstärkt sich, so dass wir uns in unseren Bungalow zurückziehen.
Tageskilometer: 651
Übernachtung: Twee Rivieren (FA 2 Z)
Teil 905. Jan. 2015
Donnerstag 18. September KTP-Twee Rivieren
In der Nacht donnert es heftig, und wir hören die Untermieter in unserem Bungalow: Mäuse und eventuell auch Fledermäuse. 🤩
Nach einem obligatorischen Kaffee (Christian) bzw. Tee (ich) geht es kurz nach Gateöffnung auf einen ersten gamedrive. Wie es vorausgesagt wurde, hat es sich sehr abgekühlt: frische 9°C,.

h1e9ec5f.jpg


Am Wasserloch Samevloeiing hoffen wir, den Geparden von gestern Abend zu sehen, aber es sind nur ein paar Springböcke anwesend. Danach folgt eine ganze Weile lang nichts, ist den Tieren wohl auch zu kalt. 😵 Dann entdeckt Christian zwei Löffelhunde.

haac3552.jpg


h93c6d51.jpg


Am Wasserloch Leeuwdril sind neben Tauben auch Kapspatzen und Schnurrbärtchen.

ha3729c4.jpg


Im Baum sitzt ein Schwarzkopfreiher. Entdeckt ihr ihn? 😉

hbf1782b.jpg


Aber hier:

h37f4e17.jpg


Nach einer Weile nähert sich ein Schakal, er dreht aber vor dem Wasserloch um.

h1aef8e6.jpg


Wir drehen auch um und fahren zurück.

hdcc9534.jpg


h960602e.jpg


heb0b9cc.jpg

Rotbauchwürger

Wir frühstücken in Ruhe, packen unsere Sachen und legen nach Absprache mit dem Zimmermädchen unsere Kühlsachen in den Kühlschrank unseres neuen Bungalows. An der Rezeption versuchen wir unser Glück für die nächsten Nächte, aber vergeblich. 😐
Teil 1005. Jan. 2015
Wir gehen nochmal auf Gamedrive, da wir noch nicht in unsere neue Unterkunft können (was soll man sonst machen 😗 )
Wir fahren bis zum Rooiputs Wasserloch. Christian macht mich darauf aufmerksam, wie ein Falke einem anderen Falken versucht, die Maus abzujagen. Leider kann ich es nicht auf dem Speicherchip festhalten. Dafür hier ein paar andere Eindrücke von der Tour:


h06e78fc.jpg


h2f4666c.jpg


h82671f6.jpg


h690ca61.jpg


ha1b5103.jpg


h62039d1.jpg


hcbd28f7.jpg

juveniler Gabar Goshawk - liegen wir hiermit richtig?
Teil 1105. Jan. 2015
Wir setzen uns vor unserem Bungalow hin und beobachten die quirligen Fuchsmangusten im Camp. Auch an Vögeln ist einiges los, eine Akaziendrossel kommt sogar auf die Terrasse, als wir essen. Wohl inder Hoffnung, ein paar Krümel abzubekommen. Auch wenn es schwer fällt, wir bleiben hart.
Später geht es noch mal los. Mein Herz macht einen kurzen Freudenhüpfer, denn im ersten Moment meine ich, Erdmännchen gesehen zu haben, aber es sind nur Erdhörnchen. 🤪
Wir nehmen die Auob Road, aber unsere Ausbeute ist bescheiden:

h1ea23b4.jpg


hdcbd121.jpg


h5194a16.jpg


h5daedec.jpg


hbcbd99e.jpg

Milchuhu
Ob unsere Befürchtung von gestern berechtigt war? 😵

Zum Glück ist es beim Grillen nicht mehr so windig wie tagsüber. Als Beilage gibt es das erste Mal Gemüsepäckchen mit Feta (als Beilage) - lecker. NAch dem Essen bleiben wir sitzen und bestaunen den Sternhimmel. Fledermäuse fliegen immer wieder auf unsere Hauswand zu. Als wir reingehen, stellen wir fest, dass wir auch eine im Zimmer haben, leider gelingt es uns nicht, sie ins Freie zu locken.
Tageskilometer: 134
Übernachtung: Twee Rivieren (FA 3)
Teil 1210. Jan. 2015
Freitag 19.09. Twee Rivieren – Kalahari Tented Camp Teil I
Die Nacht war in Ordnung, obwohl die Fledermaus drin war. 🤩

h15299c1.jpg


Heute ist es noch kälter als gestern: nur 2,5 ° C und bei der Kälte müssen wir 10 Minuten warten, bis wir unser Permit bekommen. Keine Ahnung, warum es so lange gedauert hat. Wenigstens bin ich den Temperaturen gemäß halbwegs entsprechend mit langer Hose und Fleecejacke gekleidet, während ein paar Herren in kurzen Hosen auf das Permit warten. 🤩
Der Tag fängt dennoch gut an, und es sollte noch besser werden.

ha0814ea.jpg


hf0986d1.jpg


h00f209b.jpg


Wir beobachten Strauße, die einen Dünenhang hinunterrennen, was bei diesen Tieren trotz einer gewissen Anmut, die sie in meinen Augen ausstrahlen, lustig aussieht. Uns erschließt sich der Grund für die Eile nicht, denn anschließend bleiben sie in der Nähe der Springböcke stehen.

hea4c4ae.jpg


h2d224f9.jpg


h5228a73.jpg


Am Wasserloch Leeuwdril stillen wir den größten Hunger erst mal mit einem Apfel und kehren um, als sich nichts tut.
In einiger Entfernung sehen wir ein Auto blinken. Christian vermutet, dass er Probleme hat, ich denke, er will uns auf eine interessante Sichtung hinweisen. Und richtig, ein Gepard liegt auf dem Boden. 😁 Zwei weitere springen runter vom Baum. Sie kuscheln, putzen und strecken sich nach Katzenart.

h67123bf.jpg


h56787a2.jpg


hf2b62bc.jpg


haa7881f.jpg


h15c6e5e.jpg


hc701b05.jpg


h24449e2.jpg


Laut Matthew sind die drei eine Geschwistergruppe, die "Top Cat Gang" genannt wird (nach einem Cartoon aus den 1970ern).
Links ist Fancy, rechts Benny und Choo steht).


hf8456df.jpg


habe922d.jpg


h78d4b0b.jpg


h07fe970.jpg


h608dbb9.jpg


Wir verlieren die Geparde aus den Augen, nachdem sie die Straßenseite wechseln und zu einem Sprint auf Strauße, die sich weit entfernt am Dünenkamm aufhalten, ansetzen.

Wir sehen auf dem Rückweg zum Camp zwei Löffelhunde, aber diesmal sind sie für ein Foto schon zu weit weg.
Wir werden von anderen Besuchern auf weit entfernt am Hang liegende Löwen beim Fressen aufmerksam gemacht. Es sind vermutlich die beiden von vorhin, auch hier lohnt sich kein Foto.
Aber dieser Kumpel entkommt mir nicht 😛

h0ef9053.jpg


Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Mata Mata.
Teil 1312. Jan. 2015
Freitag 19.09. Fahrt von Twee Rivieren zum Kalahari Tented Camp
Die Fahrt erst mal recht ereignislos, selbst die üblichen Verdächtigen machen sich rar. Da wir aber heute Morgen schon so viel Glück hatten, nehmen wir es gelassen hin.

h3166291.jpg


Obwohl der Picknickplatz Auchterlonie eine schöne, da erhöhte Lage hat, gehen wir nur rasch auf Toilette, denn es ist sehr windig. Ich habe Mitleid mit einer Gruppe, die im Windschatten des Toilettenhäuschen versucht, etwas Schutz vor dem Wind zu finden. Einige sind dick angezogen mit Mütze und Schal, andere haben die Kälte unterschätzt und tragen kurzer Hose. 🤩

So langsam wird es wärmer (15 ° C - man wird bescheiden 😐 ), das merken wohl auch die Tiere:

h2b31445.jpg


h019ebee.jpg


hf61b071.jpg

Mole Snake

hd61e9a6.jpg


Auch den Picknickplatz Kamqua steuern wir nur für eine Pipipause an, essen wollen wir am Kamqua Wasserloch (natürlich im Auto 😉 ), da wir hoffen, dort wie bei unseren letzten KTP-Besuchen Hyänen zu sehen. Aber so sehr wir die Dünenkämme auch mit den Augen absuchen, außer einem Strauß und einer Oryx kommt nichts zum Vorschein. 🙁

Die Giraffe ist vor dem Kalahari Tented Campdas letzte Highlight.

h0b8fc63.jpg


h8b84bc9.jpg


Um 13:45 h erreichen wir das Camp. Nachdem wir unsere Sachen ins Zelt gebracht haben, setzen wir uns draußen auf die Terrasse und trinken einen Kaffee. Dabei beobachten wir einen Springbock und einen Strauß wie sie zum Wasserloch kommen. Auch sonst tobt das Leben: Fuchsmangusten toben herum, Mahaliweber, Rotschulterglanzstare, Rotbauchwürger sowie krakeelende Kapkrähen fliegen umher. Mein Fotoapparat liegt offensichtlich im Zelt - ich mache nicht ein einziges Foto 😣
Nach einer Weile wird es mir zu windig mit meinen nassen Haaren, und ich ziehe mich ins Zelt zum Lesen zurück . Jedoch nicht lange, dann lassen sich die „Hummeln im Hintern“ nicht mehr ignorieren (lesen kann ich auch noch später 😄 ) und außerdem kann man das Auto heizen 🙂 : also noch mal los.

Neben den üblichen Sichtungen

h8b84bc9.jpg


freuen wir uns besonders über diese:

h71cb9da.jpg

Pygmy Falcon Zwergfalken – zumindest bewusst sehen wir diese das erste Mal

hbd68846.jpg

Swallow-tailed Bee-eater Schwalbenschanzspint- immer eine Augenweide

heeb74b1.jpg

Die beiden sind so miteinander verschlungen, dass wir sie uns noch durchs Fernglas genauer betrachten
h10c2101.jpg


Als wir ins Camp zurückkehren, sind zwei Schakale am Wasserloch und Giraffen laufen im Flussbett. Da sie für die Lichtverhältnisse zu weit entfernt sind, gibt es mal wieder kein Foto davon. 😛

hc36502d.jpg


h4f16880.jpg


Christian entfacht das Grillfeuer, während ich das Gemüse schnippele. Gut, dass die Böen zum Abend etwas nachgelassen haben. Beim Essen hören wir kurz einen Schakal heulen, und die barking geckos geben ihr Konzert. Es erfreut uns immer, wenn wir die Geräusche der afrikanischen Nacht hautnah mitbekommen. Schade nur, dass es so frisch draußen ist, daher ziehen wir uns zeitig ins Zelt zurück. Allerdings ist es unter der Bettdecke auch nicht viel wärmer. Warum muss gerade heute, wo wir im Zelt übernachten, der kühlste Tag im KTP sein? 😈
Tageskilometer: 178
Übernachtung: Kalahari Tented Camp (DT2)
Teil 1414. Jan. 2015
Samstag 20. September Kalahari Tented Camp - Nossob
In der Nacht lauschen wir den Schakalen und gegen Morgen ertönt Löwengebrüll, das ist Afrikafeeling! Gerne verzichtet hätten wir dafür auf den „Kälteeinbruch“: im Zelt sind nur 7,5° C, da fällt das Aufstehen schwer. Die Außentemperatur beträgt 2 ° C. 🤩

Wir sind froh, als wir im Auto sitzen und lassen die Heizung laufen. Ich sitze ausnahmsweise vorne, denn die Vordersitze haben Sitzheizung. 😄

Der Nebel hängt über den Wegen und Sträuchern.

h78baeae.jpg


Ein männlicher Löwe liegt am Straßenrand. Leider kommen wir einen Tick zu spät. Bis wir die Kamera startklar gemacht haben, steht er auf und läuft ins Gegenlicht.

h5980c8b.jpg


Christian stellt mal wieder sein Adlerauge unter Beweis:

h9b2b8aa.jpg

Kampfadler

Auf der Fahrt entlang der Loops (Dalkeith, Veertiende und Dertiende Boorgat) begegnen uns viele Springböcke, vereinzelt auch Oryx und Gnus und Schakale.

h3af1bb0.jpg


h0be1b79.jpg


Zwischen dem 13. und 14. Bohrloch macht uns ein Pärchen auf drei Geparde auf einer Düne aufmerksam. Sie sind nur mit Fernglas gut zu erkennen.

Am Wasserloch Kamqua rauschen wir vorbei, obwohl drei Strauße und ein Springbock anwesend sind, denn Christian pressiert's. 😉
Wir frühstücken auf dem Picknickplatz Kamqua und machen uns noch einen Kaffee für unterwegs.

h42dcea0.jpg


Leider bleibt die Suche nach dem Hyänenbau gegenüber dem Kamqua Wasserloch auch heute erfolglos.

h98510d3.jpg


Wir biegen in die nördliche Dünenstraße ein, um zum Nossob Tal zu gelangen. Landschaftlich ist die Strecke reizvoll, aber trotz dreier Wasserlöcher sollte man die Erwartungshaltung, was Tiersichtungen anbelangt, zurückschrauben. Dieses Mal sind wir jedoch zufrieden, denn

sie beschert uns diese seltene Sichtung des letzten(?) Einhorn 😄
h62c37b7.jpg


Hoffentlich ist die Oryx durch das krumme Horn nicht allzu sehr beeinträchtigt 😵

Über Schlangensichtungen freuen wir uns auch immer - zumindest wenn wir im Auto sitzen. 🤪 Bei dieser wäre es wohl nicht so schlimm gewesen, denn es ist eine ungiftige Mole Snake.

h7f8812d.jpg


h41b214c.jpg


Zu unserer großen Freude spottet Christian Erdmännchen. Kaum, dass wir das Auto in die richtige (Foto-) Position gedreht haben, verschwinden sie in die Gegenrichtung. Wir warten eine Weile, aber sie tauchen nicht mehr auf. 😐

h482f6e2.jpg


h456349f.jpg


Dafür hält die Gackeltrappe einigermaßen still.

hec1749b.jpg


Am Picknickplatz Dikbardskolk ist nur ein kurzer Toilettenstopp angesagt. Das ist gut so, denn sonst hätten wir die Kapkobra nicht gesehen.

hf27d67b.jpg


hece1b81.jpg


Beim Fotografieren der Schlange erzählt uns ein anderer Besucher, dass ihm von einer Löwensichtung südlich des Wasserlochs Rooikop berichtet wurde. Wir sind skeptisch, ob wir die Löwen finden werden, denn meistens suchen wir dann vergeblich. Dieses Mal ist die Stelle nicht zu verfehlen, denn es stehen zwei Autos dort. Die Löwen liegen relativ weit von der Pad entfernt unter einem Baum, genauso wie es uns beschrieben worden ist. Sie scheinen noch irgendwas zu verzehren. Leider ist es zu weit weg, um anständige Aufnahmen zu machen.

hb786d94.jpg


Wenn wir gewusst hätten, was uns abends erwartet, wären wir leichten Herzens weiter gefahren.
Um 13:15 Uhr erreichen wir das Nossob Camp. Wir stärken uns, kaufen im Shop ein, geben unsere Wäsche dem Zimmermädchen zum Waschen und schauen, was sich am Hide tut.

he57a52e.jpg
Teil 1517. Jan. 2015
20.09. – sunset drive
Da sich am Hide nicht viel tut, ziehen wir noch mal los.
Am Wasserloch Cubitje Quap identifizieren wir Schnurrbärtchen und Kalahari- Heckensänger, daneben sind Rotbauchwürger und Gelbbauchgirlitze zu sehen.

hac2708f.jpg

Kalahari Heckensänger (Kalahari Scrub-robin)

Wahrscheinlich in der Hoffnung, die Löwen noch mal zu sehen, drehen wir um und fahren doch Richtung Süden.
Die Löwen liegen noch an ihrem Platz, aber sind immer noch nicht besser zu sehen. Ein paar Schakale lauern schon auf Beutereste. Als wir auf dem Rückweg wieder hier vorbeikommen, machen sich zwei Schakale über die Reste her. Auf dem Baum warten schon Raubvögel auf die allerletzten Reste.
Wir vertreiben ein Schakal aus seinem Schattenplatz am Rande der Piste. 😵
Dann schauen wir, was der Marie Se Gat-Loop für uns bereit hält: Strauße, Gnus, Springböcke und Gemsböcke

h8ff2fe5.jpg


Ich erspare euch das x-te Gnu etc, denn es folgt noch ein richtiges Highlight für uns:
Wieder zurück auf dem Hauptweg stehen mehrere Autos auf der Pad und blicken nach rechts. Sofort scannen wir die Umgebung. Eine Löwin läuft durchs Gras mit zwei, nein drei, nein insgesamt acht (!) Cubs sowie einer weitere Löwin. Sie wechseln auf den Weg und laufen diesen entlang. Leider ist unsere Sicht durch die anderen nicht optimal.

h948cf55.jpg



he8de4b8.jpg


Wir wollen schon weiterfahren, als wir signalisiert bekommen, noch zu warten. Welch Glück, es kommen noch zwei lioness mit sechs Cups, auch sie laufen die Straße runter zum Rooikop WL.

h7845b1d.jpg


heae46be.jpg


h2f03e74.jpg


Hier eine gute (Foto-)Position zu finden, ist schwierig. Dennoch lasse ich den Speicherchip ackern, wer weiß, wann wir wieder so ein Sichtungsglück haben. 😉

hbb133a4_2015-01-17.jpg


h6d55f2f.jpg


hcd598ab.jpg


h7f8fac1.jpg

Das obere Foto gehört zu meinen Lieblingsfotos: ich finde es absolut niedlich, wie der Kleine hoch schaut

hc38cf89.jpg


h1854a51.jpg


he7a5927.jpg


10 Minuten bevor das Gate schließt, drängelt Christian, zurückzufahren. Ich will noch einen Moment bleiben, da auch die anderen noch keine Anstalten machen, zurückzufahren. Daher gibt es etwas Knatsch, aber Christian setzt sich durch. Um 18:27 Uhr passieren wir das Gate.

h12a99b7.jpg


Nach dem Essen schauen wir am Hide vorbei. Es sind einige Gäste dort, aber nur ein Schakal. Nach einer halben Stunde geben wir dem Ruf des Bettzipfels nach.
Tageskilometer: 211
Übernachtung: Nossob (CH4)
Teil 1621. Jan. 2015
21. September Nossob
Obwohl wir erst aufstehen, als der Wecker das dritte Mal klingelt, sind wir rechtzeitig zur Gateöffnung fertig. Es sind 3°C. 😵

h63d424e.jpg


Wir verlassen das Camp in nördliche Richtung. Ein brauner Greifvogel ist unsere erste Fotoausbeute.

he1b336b.jpg

Raubadler ? 😕 -ich lerns einfach nicht 😣

Kurz darauf ein Gaukler- leider wie so oft im Gegenlicht 😗

hf92197d.jpg


Am Wasserloch Cubitje Quap sind reichlich Tauben und ein Schakal kommt kurz zum Trinken. Nachdem der Schakal das Weite gesucht hat,

hb0d562b.jpg


fahren wir weiter zum Kwang Wasserloch. Hier sind unzählige Geier, mehrere Schakale und Oryxantilopen sowie Springböcke.

hca63d83.jpg


h3e7e7ad.jpg


hd83cbea.jpg


h09ec24b.jpg


h9e27313.jpg


Die Menge der Geier ist beeindruckend: ich zähle 25 auf dem Boden und noch locker 20 in den Bäumen. Ich esse einen Apfel, Christian ist auf Zwangsdiät: mit Erschrecken stellen wir fest, dass wir das Brot vergessen haben. 🤪
Das Geierschauspiel hat auch andere Besucher angelockt. Sie hoffen sicherlich auch, dass noch ein großes Raubtier erscheint. Offensichtlich verärgern wir welche, weil wir kurz vor der Rückfahrt ein bisschen unseren Standpunkt verändern und sie dadurch anscheinend in der Fotolinie beeinträchtigen. 😗
Teil 1721. Jan. 2015
Als wir auf dem Rückweg am Wasserloch Cubitje Quap vorbeikommen, liegt ein Schakal im Schatten. Er versucht aber immer wieder, Flughühner zu fangen. Interessiert beobachten wir seine vergeblichen Versuche.

h6569baa.jpg


h09b24fd.jpg


hdf81c14.jpg


h18d9dbe.jpg


h0f7f6cc.jpg

Wieder nichts erwischt

Leider können wir nicht warten, bis er erfolgreich ist, denn wir müssen auf Toilette und Christian ist hungrig (ich weiß nicht, was schlimmer ist 😛 ). Da es noch relativ zeitig ist, machen wir nur einen kurzen Stopp im Camp und nehmen dieses Mal das Brot mit. Dann geht es nach Süden zum Wasserloch Marie se Gat. Es sinddiverse Vögel da (Schnurrbärtchen, Bulbül, Kapsperling und Siedelweber), viele Gnus, Springböcke und auch Oryx. Während wir im Auto frühstücken, beobachten wir das Treiben.

h496f4a8.jpg


h8f919ff.jpg


hc01f786.jpg


hf813cde.jpg


Nachdem wir uns satt gesehen und satt gegessen haben, geht es ohne besondere Sichtungen zurück nach Nossob.
Teil 1823. Jan. 2015
Wir verbringen die Mittagszeit mit Lesen, Fotos anschauen und natürlich stärken wir uns auch. Zwischendurch
gehen wir zum Hide, wo zwei Springböcke zum Wasserloch kommen.

hd13d95a.jpg


h499e6a0.jpg


Nachdem wir genug Siesta gemacht haben, geht es auf für einen weiteren Gamedrive Richtung Norden. Der Himmel sieht gelblich grau aus, ob das vielleicht der für morgen angekündigte Regen ist?
Wir fahren bis zum Bedinkt Wasserloch, sehen aber hauptsächlich Gnus, Oryx und Springböcke.

h737964a.jpg


he12c08d.jpg


h38c9dc8.jpg


hcc9365b.jpg


Etwas Abwechslung bieten uns die Agame und die Erdhörnchen. Letzteren sehen wir eine Weile bei ihrem regen Treiben zu.

ha55a8e6.jpg


h305eaeb.jpg


Als wir zurück ins Camp kommen, holen wir unser vorbestelltes Brot ab. Ich helfe Christian noch beim Fertigen der Gemüsepäckchen, dann überlasse ich ihm den Grill. Ich versuche mein Glück noch mal am Hide. Für Sonnenuntergangfotos bin ich zu spät, aber ich habe kaum Zeit, es zu bedauern, denn kurz darauf kommt eine braune Hyäne zum Wasserloch. Ich bin total happy, schade nur, dass Christian nicht dabei ist.
Die Fotos taugen zwar nur als Beweisfoto, aber damit ihr mir auch glaubt 😉

h1ae610a.jpg


ha8d755a.jpg


Christian ist nicht allzu enttäuscht, als ich ihm von der Sichtung erzähle. Wir lassen uns das Essen schmecken und gehen anschließend gemeinsam zum Hide. Im Gegensatz zu vorhin ist dieser sehr gut besucht. Gänsehautfeeling stellt sich ein, als ein Schakal einen Löffelhund angreift. Ob er ihn erwischt hat, bekommen wir nicht mit, da sie außer unsere Sichtweite gerannt sind. 🤨
Als eine Gruppe vom Sunsetdrive zurückkehrt, heißt es, dass Löwen auf dem Weg zum Wasserloch sind. Wir warten über eine halbe Stunde, aber vergeblich. Als wir in unseren Bungalow zurückkommen, wuseln einige Insekten über die Arbeitsflächen in der Küche. Christian tippt auf Kakerlaken, da sie schnell verschwinden, als das Licht angeknipst wird. 🤢
Wir schaffen es gerade noch, während der Generator läuft und somit das Licht brennt, duschen zu gehen.
Tageskilometer: 144
Übernachtung: Nossob (CH4)
Teil 1928. Jan. 2015
Montag 22. September Nossob – Twee Rivieren
Heute müssen wir leider Nossob verlassen. Nachdem wir den größten Teil der Sachen gepackt haben, gehen wir mit Kaffee und Tee zum Hide vor.

he8e7d42.jpg


Eine kleine Eule ist die Ausbeute, es gibt jedoch kein Foto von ihr.

h4223b7e.jpg


Wir fahren ein letztes Mal nach Norden. Die Sonne steht als rote Kugel am Himmel, wird jedoch teilweise von Wolken verdeckt. Dennoch sind es schon knapp 20 ° C.

hc289b8e.jpg


Wir fahren bis zum Wasserloch Kwang, haben aber keine nennenswerten Sichtungen:

hcd6962c.jpg


h3ba1221.jpg


hd7962f3.jpg


Aufgrund dessen, dass auf dem Rückweg mehrere Autos zusammenstehen, schärfen wir unsere Sinne. Christian entdeckt dann auch das Objekt der Begierde: drei Geparde: vermutlich zwei cubs und die Mutter. Ich mache ein paar Beweisfotos, aber sind sie weit weg. Nur mit dem Fernglas lassen sie sich halbwegs beobachten.

headc8fe.jpg


Dennoch hebt diese Sichtung unsere Laune merklich. 😁

Beim Aufschieben des Tores sehe ich, dass am Hide zwei Kuhantilopen sind. Da diese sich bisher rar gemacht haben, will ich sie mir "schnappen". Bis ich jedoch am Hide bin, drehen sie mir schon den Rücken zu. 😵

h741ab96.jpg
Teil 2028. Jan. 2015
Dann wird gefrühstückt ,

ha3dda06.jpg

Fällt auch wirklich kein Krümel ab?

abgewaschen und alles alles im Auto verstaut. Auf nach Twee Rivieren!
Es ist wieder etwas windiger geworden, und die Sonne kommt nicht so recht vor, aber es sind dennoch 22° C (und es wird sich noch auf gut 35 ° C erwärmen 😎 ). Wir bekommen auf der Fahrt das übliche Programm geboten. Oryxe, Springböcke, Schakale, Gnus und Strauße:

hcea8e82.jpg


hbc5967a.jpg


h894ae83.jpg


h39b0859.jpg


hbc8ba12.jpg


h86ab19c.jpg


Eine im KTP nicht ganz so häufige Sichtung sind Kudus, die sich in der Nähe des Cheleka Wasserlochs aufhalten.

h8006129.jpg


Wir beobachten eine ganze Weile die Gnus, wie sie sich im Sand wälzen. Es sieht aus, als ob sie dabei ihren Spaß haben:

h5627bcb.jpg


h5949922.jpg


hb005bfb.jpg


Auch beim Weißbürzelsinghabicht bleiben wir stehen, aber er tut uns nicht den Gefallen und verspeist die Maus.

h9c6ecda.jpg


Da die Bilder heute überwiegend trist aussehen, kommt hier noch ein Farbklecks:

he9dc89c.jpg

Schwalbenschwanzspint

Am Picknickplatz Melkvlei gehen wir auf Toilette und machen uns einen Kaffee zum Mitnehmen. Hier werden wir zwei Tage später ein- für uns- unvergessliches Erlebnis haben.

hd58357a.jpg


Das ist aber nett, wie der Raubadler sich in Positur stellt.

hdd5ee15.jpg


h0376f71.jpg


Nicht weit vom Wasserloch Rooiputs liegt ein schläfriges Löwenmännchen unter einem Baum.

h5cfb098.jpg


hc277ff3.jpg


h08bbe45.jpg


h5ce2de0.jpg


Bevor wir selbst vom Schlaf übermannt werden, fahren wir lieber weiter.

h9d9ccce.jpg

Die Kuhantilopen mögen mich nicht, ich erwische sie meist von hinten.

Gegen 15:00 h checken wir in Twee Rivieren ein. Wir suchen uns einen Schattenplatz und essen eine Kleinigkeit. Frisch gestärkt, sehnen wir uns nach einer Abkühlung im Pool. Wir haben das richtige Timing, kaum zurück, verzieht sich die Sonne, und es sieht nach Gewitter aus.
Dennoch hält es uns nicht davon ab, später noch einmal auf game drive zu gehen. In der Ferne grummelt es schon. Am Wasserloch Samevloeiing wütet ein kleiner Sandsturm, und es fängt an zu regnen. Dazu blitzt es ab und zu, und es donnert gewaltig. Der Regen verstärkt sich schnell, lässt jedoch auch bald wieder nach.

h97c4906.jpg


he272908.jpg


hb764139.jpg


Es ist schon interessant, die Stimmung in der Sicherheit des Autos zu erleben. Auch wenn sich keine Tiere blicken lassen, hat es sich dennoch gelohnt, raus zu fahren.

Da wir Bedenken haben, ob es trocken bleibt, lassen wir den Grill heute aus. Es gibt Nudeln, die wir draußen verspeisen könnn. Lange hält es uns jedoch nicht mehr, der Bettzipfel lockt zu stark.
Tageskilometer: 227
Übernachtung: Twee Rivieren (FA 3)

Zur Diskussion mit allen 194 Beiträgen