Reisebericht

Ohrnyx und Elend oder: Welches Tier ist das?

von Nadja+Marco · begonnen 19. Okt. 2014 · 29 Teile

Teil 119. Okt. 2014
Vorwort:

Liebe Fomis,

heute morgen sind wir glücklich und zufrieden mit unendlich vielen neuen und unglaublichen Eindrücken in Frankfurt gelandet. Nun möchten wir euch natürlich unsere Reise nicht vorenthalten und uns vorab schon einmal bei euch für die vielen Tipps und Erfahrungsberichte bedanken! Vielleicht können wir ja durch unseren Bericht auch einen kleinen Beitrag leisten, bei Einigen die Vorfreude wachsen zu lassen und bei Anderen Erinnerungen zu wecken… 😉


Zunächst einmal stelle ich euch unsere Route vor:

- 2.10. Hinflug mit Air Namibia
- 2 Übernachtungen in der Kalahari Anib Lodge
- 2 Übernachtungen im Sossuvlei Desert Camp
- EIGENTLICH 3 Übernachtungen in Swakopmund
- Eine kleine Änderung, die zu einer nicht erträumten Überraschung führt…
- 1 Übernachtung in der Damara Mopane Lodge, Khorixas
- 2 Übernachtungen im Dolomite Camp, Etosha
- 1 Übernachtung im Etosha Safari Camp, Etosha
- 1 Übernachtung in Namutoni, Etosha
- 2 Übernachtungen in der Frans Indongo Lodge, Otjiwarongo
- 1 Übernachtung in der Immanuel Wilderness Lodge, Windhoek
- 18.10. Rückflug nach Frankfurt mit Air Namibia

Was euch erwartet:
Ihr könnt gespannt sein auf unglaubliche Sichtungen, erfüllte Träume, Erlebnisse, die wir nicht einmal zu erträumen wagten, graue Dünen, Regen und Sonne, neuartige Tierbezeichnungen, so ein unglaubliches Glück, dass wir es selbst nicht fassen können, Wüste und Servicewüste und eine scheinbar verliebte Sichtungsfee… 🤩

Steigt schon einmal ein und seid dabei! Aber richtet es euch nicht zu gemütlich im Auto ein… Es wird ziemlich schnell getauscht 😉 😗


Wir würden uns über viele Mitreisende freuen. Auf der Rückbank haben als stille Mitleser bestimmt Mama und Oma schon Platz genommen 😉 Aber keine Angst, die beißen nicht!

Und nun geht es ans Fotos sortieren…

Liebste Grüße von Nadja und Marco
Teil 219. Okt. 2014
Hallo Nunanani 🙂 Willkommen an Bord! Ich hoffe, nun scheint die Sonne für euch. Sagt mir doch kurz, ob es geht...




Unser Anreisetag: 2.Oktober „Erstmal in Ruhe ankommen“



An unserem zweiten Hochzeitstag machen wir uns auf den Weg nach Afrika! Endlich wieder! Eineinhalb Jahre ist nun unsere Südafrikareise her, bei der wir vom Afrikafieber erwischt wurden. Nach langem Planen, Freuen, Lesen und Vorbereiten geht es nun direkt von der Arbeit zum Flughafen und endlich los! 🤩

Alles funktioniert ganz wunderbar, bis auf meine vegetarische Essensbestellung im Flieger. Doch nach kurzer Diskussion mit der eher unfreundlichen Stewardess bekomme ich ein Veggie-Menü aus der Business-Class… In richtigem Geschirr… Wow 😉


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Nach Ankunft holen wir uns bei Europcar unser Auto für die nächsten Tage ab. Doch von diesem Wagen werden wir uns noch heute trennen… Die hintere Stoßstange hängt etwas lose herunter und wirkt nicht wirklich vertrauenswürdig. Der Angestellte möchte uns gerade überzeugen, dass das Auto super sei, als der Chef vorbeikommt und einen Blick darauf wirkt. Sein Urteil: Wir könnten mit diesem Auto auf keinen Fall zwei Wochen rumfahren. Da er momentan keinen anderen Wagen frei hat, sollen wir aber erst einmal losfahren. Er käme gleich mit einem Ersatzwagen nach. Gegen 13 Uhr werde er an der Kalahari Lodge eintreffen, um unser Auto zu tauschen. Das scheint uns knapp, da wir selbst erst gegen 12 ankommen werden…

Also fahren wir mit dem Wagen los und hoffen, unterwegs nichts zu verlieren :-D

Auf der Fahrt Richtung Mariental sehen wir ein paar Paviane, Esel, Ziegen und einige von den Schwertransporten, die uns auf unserer Spur entgegenkommen und wir uns jedes Mal erschrecken und kurz am Straßenrand warten.

Die Lodge erreichen wir um 12:15 Uhr. Schon die Einfahrt ist für uns Afrika-Feeling pur! Yes! Wir sind da!


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Freundlich werden wir empfangen und herumgeführt. Wir erklären noch kurz unser „Problem“ mit dem Auto und beziehen unser Zimmer. Sobald jemand von Europcar die Lodge erreicht, werden wir informiert.

Das Häuschen:

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Da wir uns aufgrund des Autotauschs nicht ganz so weit weg bewegen möchten, verbringen wir den Tag am Pool und besuchen zwischendurch das hauseigene Wasserloch.

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Dort probieren wir die Fernauslösefunktion der Kamera aus und versuchen so, einige Erdhörnchen oder Vögel aus besonders naher Position zu fotografieren. Doch die Vögel spielen nicht mit… 😉


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Fortsetzung folgt…
Teil 320. Okt. 2014
Hallo Doris, gar kein Problem: noch sind wir ja nicht so weit gefahren. 😉 Herzlich Willkommen!!!



… am Nachmittag fragen wir von Zeit zu Zeit nach Europcar, doch bisher hat niemand etwas gehört. Als wir uns zum Abendessen fertig machen, klopft es an unserer Tür. Johannes von Europcar ist mit dem neuen Wagen da. Es ist das gleiche Modell: Toyota Corolla. Insgeheim hatten wir ja auf ein Upgrade gehofft. 😉

Es ist viel zu dunkel, um eventuelle Schäden am Auto zu sehen und dokumentieren. Durch den Kommentar „too dark to check“ auf unserem Bestätigungsschreiben haben wir nun jedoch absolut kein Risiko … ganz im Gegenteil… 😗
Nach dem Tausch gehen wir zum Abendessen unterm Sternenhimmel und beobachten das Treiben der Busgruppen. Eine Gruppe besteht aus 42 Gästen… Wir stellen fest: Es ist schon schön hier an unserem 2er Tisch… !
Zum Abendessen gibt es folgendes Menü:


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Das Veggie-Menü für mich besteht aus Gemüsequiche statt Carpaccio und gebackener Kartoffel statt Oryx.

Nach dem Essen gehen wir noch einmal zum Wasserloch und sehen Gnus, verschiedene Antilopen und ein Tier, das wir für einen Schakal halten… Morgen sollen wir jedoch belehrt werden…

Die Kamera ist schon im Rucksack und es ist mittlerweile viel zu kalt… Wir wollen ins warme Bettchen.
Für morgen früh haben wir uns einen Spaziergang auf einem der Walking Trails vorgenommen und für den Nachmittag einen Game-Drive gebucht. Schon dabei werden wir den Beginn unserer Glückssträhne erahnen können…


Fortsetzung folgt nachher… Und dann geht es auch so richtig mit Fotos los im Kapitel „Und welches Tier ist das?“
Teil 420. Okt. 2014
4. Oktober: Was für ein Tier ist das? Teil 1


Mit den ersten Sonnenstrahlen werden wir wach. Das Bett hier ist gemütlich und wir sind sehr erholt. Der künftige Tagesrhythmus wird uns nicht schwerfallen.

Wir machen uns fertig und gehen zum Frühstück. Es ist zwar nicht mehr alles da, weil kurz vorher die 42-köpfige Truppe über das Buffet hergefallen ist, aber es ist soweit in Ordnung.

Bevor es zu heiß wird, wollen wir den Walking Trail starten. Um 8:45 Uhr starten wir die Tour und entscheiden uns für die größte Runde. Nun lasse ich mal ein paar Bilder sprechen:


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Das Bild ist zwar bearbeitet, zeigt aber sehr gut, welche tolle Stimmung durch die intensiven Farben und die vielen Wolken aufkam:
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Eine Gackeltrappe:
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Um kurz nach Elf kommen wir wieder an der Lodge an. Über die Mittagsstunden begeben wir uns in den Schatten des Pools und lesen.
Ich kann den ersten Game-Drive gar nicht erwarten! Vielleicht sehen wir ja unsere ersten Zebras, Giraffen und Oryxe. Ein Riesenwunsch von uns wäre es ja, Löffelhunde zu sehen. Aber wir wissen aus unserer Südafrikaerfahrung: Wir sollten unsere Erwartungen klein halten, um „erfolglose“ Game-Drives nicht zu schwer zu nehmen. Aber toll wäre es trotzdem…
Schon zwanzig Minuten vorher begeben wir uns zum Jeep, um zwischen den 42 Menschen noch zwei ordentliche Plätze ergattern zu können. Doch die Lodge macht das ganz toll: Individualreisende kommen in extra Jeeps! Somit besteht unsere Truppe aus einem namibischen Paar auf Wochenendurlaub und zwei deutschen Paaren. Man kommt schnell ins Gespräch und freut sich, genau in diesem Jeep zu sitzen, während man die anderen Jeeps auf dem Parkplatz beobachtet…

Fortsetzung folgt...
Teil 520. Okt. 2014
… „Was ist das für ein Tier? Teil 2

😎
Endlich geht es wieder auf Game-Drive! Im offenen Jeep geht es nun mit unserem Guide durch die tolle Landschaft. Das andere deutsche Paar war im letzten Jahr auch in Südafrika unterwegs. Doch wir können das nicht glauben, da sie schon bei dem ersten Tier fragen:
„Was ist das für ein Tier?“ „Wo? Was seht ihr?“ Innerlich hoffte ich auf Löffelhunde…
„Na, dieses da!“


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Hääää? Ich dachte, die waren letztes Jahr in Südafrika!! Wie kann man denn bitte keine Gnus kennen? Wie unvorbereitet kann man in den Urlaub fahren?!

In den nächsten Erzählungen der beiden wird schnell klar: Sie wünschen sich eigentlich nur Löwen oder Leoparden. Alles andere ist Beiwerk…

Na toll! Typisch! Und wahrscheinlich haben die beiden auch noch das Glück, Katzen ohne Ende zu sehen. Und wir, die auch die kleinen Tiere schätzen, werden vielleicht doch wieder „nur“ mit diesen Vorlieb nehmen… Unfair! Ich stelle mir schon genau vor, was die beiden alles im Etosha sehen werden ohne eine Ahnung zu haben. Löwe und Leopard wird wohl erkannt… Aber der Rest?! Mit dem Begriff „Löffelhund“ können sie nichts anfangen, als ich meinen Wunsch danach äußere. Pfff… 😗

Wir genießen den Drive und sehen viele tolle Tiere:

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Und dann das hier:

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In der einzigen Sekunde, in der sich der Löffelhund umdreht und in die Kamera blickt, gibt Löffelhundbanause Nr.1 das Fernglas nach vorn und greift mir ins Bild… Daher bleibt mir nur der Ausschnitt, der qualitativ zwar nicht doll ist, aber immerhin: Wir haben Löffelhunde gesehen!!! Ich kann es nicht fassen.
Es sind insgesamt 4 Löffelhunde, die nun langsam den Hügel hinauflaufen und dann hinter der Kuppe verschwinden. Ich hätte hier ewig gucken können. Wow! Das fängt ja gut an… 🤩


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Auch der Sundowner ist toll.

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Als ich schon in den Jeep klettere, um von dort den Ausblick zu genießen, erblicke ich die Giraffen, die gerade durch die Dünenlandschaft wandern. Entschuldigt die Bilderflut. Ich kann mich nicht entscheiden:

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Dann wird es wieder unglaublich. Auf der Rückfahrt sehen wir nochmal 2 Löffelhunde! Diese beiden sind aber schnell verschwunden und es ist mittlerweile zu dunkel. Wir können es nicht fassen: Wir haben 6 Löffelhunde gesehen! Der Guide erzählt uns, dass an der Lodge fast jeden Abend ein Löffelhund zu den Lampen am Eingang geht und dort die Insekten, die vom Licht angelockt werden, frisst. DAS war dann wohl gestern der von uns entdeckte Schakal… 😄

Zurück an der Lodge gibt es Abendessen: Zwiebelsuppe, Salatbuffet, Pilze und Springbock und zum Dessert einen Schokokuchen. Mein Veggie-Menü hab ich vergessen… Ist aber egal: Ich hab Löffelhunde gesehen! Sechs! Ich wäre mit trockenem Brot immer noch happy gewesen!
Nach dem Essen laufen wir wieder kurz Richtung Wasserloch und Eingang und suchen nach dem Löffelhund. Dieser ist nicht da, aber dafür sehen wir zwei Stachelschweine am Wasserloch! Für Fotos ist es zu weit weg. Das Teleobjektiv liegt auf dem Zimmer. Ist aber nicht schlimm! Wir beobachten und genießen mal ohne Fotos. Und hey: Wir haben jetzt auch noch Stachelschweine gesehen!!! 🤪
Teil 622. Okt. 2014
5.Oktober oder "Ist das schön hier!"

Wir stehen wieder früh auf und frühstücken gegen sieben. Jaaaaa, das ist Urlaub 😄

Das hier ist übrigens das Zimmer.

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Und die Terrasse:

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Heute gehts ins Sossuvlei und es steht uns eine recht lange Fahrt bevor.
Los geht es gegen neun durch sehr faszinierende Landschaften. 😎
Dabei hören wir ein Hörbuch und genießen die Ausblicke.

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Als wir gegen 13 Uhr im Desert Camp einchecken, wird uns alles erklärt: Frühstück kann auf der naheliegenden Lodge eingenommen werden, Lunch ist dort auch möglich. Außerdem könnten wir entweder ein Braai-Paket oder einen Tisch für den Abend bestellen. Wir entscheiden uns zunächst, heute essen zu gehen und morgen zu braaien, werden unseren Tisch aber später doch wieder abbestellen.

Die Anlage hier ist einfach toll.

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So langsam wird es richtig heiß... Haben wir gestern abend noch gefroren, zerfließen wir gerade bei 36 Grad und können es kaum erwarten, uns nun für einen kurzen Lunch in der Lodge in den Schatten zu pflanzen.
Wir bedienen uns am Buffet und werden einigermaßen seltsam bedient... 😄 Servicewüste Teil 1: Die Kellnerin räumt noch volle Teller gerne schon ab und lässt leere stehen. Sehr lustig... Als wir bezahlen und das Geld in diese übliche kleine Mappe legen, interpretiert sie all das Restgeld als Trinkgeld... Ist das vielleicht in dieser Lodge normal, dass man umgerechnet über 14 € Trinkgeld gibt? 🤨 Naja, wir wollen uns nicht die Blöße geben und um das Restgeld bitten und sehen es als großzügig an 😄 Man ist ja im Urlaub 😄

Nach einem Tankstop gegenüber der Lodge fahren wir wieder zurück ins angrenzende Desert Camp. Nun sind wir so satt, dass wir den Tisch für heute abend abbestellen.

Den Nachmittag verbringen wir mal wieder am Pool und schauen einfach in die Weite 🤩 Ein Springbock zieht in der Ferne vorbei und sucht Schatten... Wie nachvollziehbar.

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Am frühen Abend verkrümeln wir uns auf unsere Terrasse, essen Kekse als Abendessen und genießen bei Appletizer den Sonnenuntergang.

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Außerdem versuchen wir uns in dem großen und fernen Ziel, einigermaßen taugliche Sternen-/Abendhimmel-Aufnahmen zu machen... 😉 gar nicht so einfach! Hier einer unserer allerersten Versuche:

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Heute gehen wir sehr früh schlafen, denn morgen geht es in die Dünen! Dann auch wieder mehr Bilder und Erzählungen 🙂
Teil 724. Okt. 2014
6. Oktober „Graue Dünen“

Um fünf Uhr schellt der Wecker und wir machen uns kurze Zeit später auf den Weg zur Lodge, wo wir frühstücken. Irgendwie gefällt uns die Atmosphäre auf der Lodge als „Besucher“ aus dem Camp nicht so richtig. Wir werden hier nicht warm und sind froh über unsere Unterkunft im Camp. Um diese Uhrzeit bekommen wir beide noch gar nicht viel runter, trinken einen Tee und starten zeitig zum Gate. Wir hatten ja schon sowohl die Geschichten über das Rennen zum Vlei gehört, als auch Berichte gelesen, die es als nicht so schlimm beschreiben. Allerdings sind wir ja im Oktober hier… Die Unterkünfte scheinen allesamt ausgebucht, vielleicht ist es dann ja überall voll?! Und was ist „voll“ in Namibia? Wie würde denn ein Namibier die Autobahn auf meinen Arbeitsweg beschreiben? 😕


In unserer grenzenlosen Vorbereitung auf die „Fülle“ stehen wir um kurz vor halb sechs als Zweiter am Gate. Ok – „voll“ ist also schon etwas anderes als wir es gewohnt sind. Und voll mag ich nicht. Aber das hier? Das ist quasi A40 um Mitternacht… voll ist anders… Wo sind denn die Massen? Kommen die noch?
Bei Toröffnung ist die Schlange natürlich ein biiiisschen länger. Ich würde sagen, vergleichbar mit einer normalen Ampelphase unserer Heimatstadt. Und im Vergleich zu dem Verkehr hier natürlich „voll“. 😗

Nach Toröffnung fahren die Autos quasi in gleichem Tempo mit gleichbleibendem Abstand zügig Richtung Vlei. Wir werden noch nicht einmal überholt. Als wir die ersten Schakale und Strauße über die Straße huschen sehen, entscheiden wir uns dennoch dazu, zunächst mal nicht stehenzubleiben, sondern schön im fließenden Verkehr mitzuschwimmen bis wir zu einer schönen Düne kommen, die sich für den Sonnenaufgang eignet.
Ganz bis zum Vlei möchten wir nicht durchfahren, da wir durch eventuelle Wartezeiten am Shuttle den Sonnenaufgang verpassen würden. Somit fahren wir eine Düne an, die wir zunächst für die Düne 45 halten, aber diese auf der Weiterfahrt ein paar Kilometer weiter entdecken. Naja: Auch diese Düne ist wunderschön, noch dazu sind wir komplett allein! Dick eingepackt gehen wir vom Parkplatz zur Düne und wandern ein Stückchen hoch. Ich gebe nach einiger Zeit auf, Marco läuft noch ein Stückchen weiter. In der Ferne sehen wir einige Wolken, die noch für einen tollen Himmel sorgen…
🤨

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Wir genießen die Ausblicke und die Ruhe und fahren nach einiger Zeit weiter. Jetzt passieren wir die Düne 45, die „voll“ ist. In ein paar Tagen wird Chris Nel uns an diese Situation erinnern: Man rennt zur Düne 45, macht Fotos und meint, die Wüste zu kennen. 😉


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Während der Fahrt zieht der Himmel immer weiter zu und wir machen die Heizung im Auto an…


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Teil 826. Okt. 2014
Fortsetzung „Graue Dünen“


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Wir fahren weiter bis zum Parkplatz, an dem wir in einen Shuttle einsteigen. Irgendwie geraten wir mitten in eine Reisegruppe, die gleich mehrere Shuttle benötigt. Durch unsere Tarnung, auch zu dieser Reisegruppe zu gehören (was vollkommen unabsichtlich geschah!) müssen wir nicht bezahlen. Da die Sonne immer noch nicht herauskommt, ziehen wir unsere Jacken dichter zu und frieren bei der windigen Fahrt zum 4x4 Parkplatz. Ganz schön kalt in der Wüste…


Wir laufen ins Vlei und sehen uns um. Die Landschaft ist toll, doch diese 100%ige Faszination kommt durch den grauen Himmel nicht auf. Trotzdem ist es total schön und die Stimmung ist durch die dicken Wolken bestimmt eine ganz besondere… Das hat man nicht alle Tage.


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Nach einiger Zeit fahren wir zurück...


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und besuchen dann am Ausgang noch den Sesriem Canyon. Auch hier gefällt es uns sehr gut! Hier scheint auch wieder die Sonne und es ist mittlerweile richtig warm geworden. Doch beim Spazieren durch den Canyon lässt es sich sehr gut aushalten.

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Auf dem Rückweg fahren wir im Shop der Tankstelle vorbei und decken uns mit einem kleinen Mittagessen ein: Wir kaufen Käse- bzw. Salamibrötchen und Apfelkuchen, was wir kurze Zeit später auf der Terrasse genießen. Denn Nachmittag verbringen wir am Pool bei einem Nickerchen. Dann wird uns das gestern bestellte Braai-Paket geliefert. Das Essen sieht toll aus und wir schmeißen schon gegen sechs den Grill an. Wir haben uns entschlossen, nicht noch einmal zum Vlei zu fahren. Auch wenn das vielleicht nicht den üblichen „To do“-Listen entspricht: Uns hat der Besuch heute morgen gereicht. Wir sind froh, auch mal das Auto stehen zu lassen, einfach die Landschaft am Zelt zu genießen und uns keinen Stress machen zu müssen. Auch hier kann man einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen und das gefällt uns besser, als jetzt noch einmal los zu müssen. Zu Essen gibt es Kudusteak und Boerewors, Nudelsalat, Krautsalat, Mais, Salat und Brot. Außerdem zum Nachtisch einen Obstteller, den wir aber nicht mehr schaffen und ihn in der Kühltasche am nächsten Tag gut gebrauchen können.

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Unser Zelt:

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Wir versuchen uns mal wieder mit der Fernauslösefunktion:

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Je dunkler es wird, desto lauter „bellen“ die Geckos um das Zelt herum. Außerdem zieht ein starker Wind auf. Der Grill ist schon aus, trotzdem ist es mir bei dem Wind nicht ganz geheuer. Alle paar Minuten schaue ich, ob alles ok ist. Wir machen uns im Zelt bettfertig, während der Wind so stark wird, dass alle Planen laut wackeln. Draußen fliegen die ersten Getränkedosen auf der Nachbarterrasse durch die Gegend und unser Löscheimer am Grill macht sich selbstständig. Schon gruselig… Ich schaue nach der Asche im Grill, die tatsächlich trotz Löschsand wieder anfacht. Marco und ich schütten vorsichtshalber noch einiges an Wasser auf die Asche. Jetzt ist wirklich alles aus und ich kann beruhigt ins Bett. Der Wind reißt immer wieder stark an den Zeltplanen und die Reißverschlüsse klimpern. Dann regnet es sogar kurz. Ich überlege, ob auch die Nachbarn ihren Grill richtig ausgemacht haben… Irgendwann schlafen wir trotzdem ein und am nächsten Morgen wird auch noch alles an seinem Platz stehen.
Teil 926. Okt. 2014
7.Oktober

Heute Morgen lassen wir es gemütlich angehen und frühstücken spät um 7:30 in der Lodge. 😄 Anschließend packen wir unseren Kram und checken aus. Hier hat es uns wirklich ausgesprochen gut gefallen! Immer wieder!
Ansonsten gibt es zum heutigen Tag gar nicht soooo viel Spektakuläres zu berichten… Um kurz vor neun fahren wir los. Natürlich machen wir den obligatorischen Stop in Solitaire.


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Die Fahrt ist meist abwechslungsreich und bietet schöne Aussichten,

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teils aber auch etwas langatmig. Zwischendurch machen wir eine Pause und essen die Reste von gestern.


In Swakopmund angekommen checken wir erst einmal im Orange House ein. Das Zimmer ist sehr großzügig:


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Danach spazieren wir durch die Stadt und gehen einen Kaffee trinken.

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Vom Strand aus sehen wir zwei Delfine, die aber schnell auch wieder weiterziehen und uns keine Chance für ein Foto geben. Wir sind sehr überrascht, so nah am Ufer Delfine zu sehen.


Wir schlendern noch durchs Städtchen und sehen viele Himba, die sich für ein wenig Geld für Fotos positionieren. Eigentlich finden wir das recht unauthentisch und nervig, trotzdem finde ich das Bild der Himba auf dem Spielplatz so interessant, dass auch ich hingehe, bezahle und ein paar Bilder mache. Mir persönlich hätten ungestellte Bilder viel besser gefallen. Die Mädels haben so toll auf dem Spielplatz gespielt – ein tolles Foto! Sobald man aber näher kommt, stellen sich alle „brav“ in eine Reihe und grinsen in die Kamera. Naja… Die Situation ist komisch, ich verzichte auf weitere Bilder. Schade…

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Am Strand schlendern wir Richtung Orange House, schreiben aus dem Garten noch ein paar Nachrichten nach Hause, duschen und fahren zum Abendessen in die „Desert Tavern“ – Eine witzige Kneipe, in der eine Menge Einheimische sitzen, Bier trinken und Schach spielen. Wir essen Pizza und genießen diese Atmosphäre hier. Irgendwann holt uns die Müdigkeit ein und wir fahren zurück ins B&B.


Ich freue mich riesig auf morgen, wenn es heißt „Es geht mit Chris Nel in die Wüste!“ 🤩
Teil 1027. Okt. 2014
8.Oktober: „Können Sie das nochmal auf Deutsch sagen???“

Um 6:45 schellt der Wecker, doch ich bin schon kurz vorher wach! Ich freu mich wirklich riesig auf den heutigen Ausflug und kann es nicht erwarten. Ich hab hier schon so viel von Chris Nel gelesen, so tolle Bilder gesehen und lustige Erlebnisse erfahren – das möchte ich auch erleben. 😏

Beim Frühstück überlegen wir uns außerdem, wie wir die nächsten Tage sonst noch so gestalten könnten. Beim Spaziergang durch die Stadt gestern haben wir uns beide im Stillen gefragt, was wir hier noch so machen sollen… Wir wollen doch eigentlich Natur, Landschaft, Einsamkeit… Nun sprechen wir es beide aus und bemerken, dass wir die gleichen Gedanken hatten. Da in Swakopmund ein Partner unseres Reisebüros ist, könnten wir ja viiiielleeeicht heute Nachmittag mal da reinspringen und fragen, ob wir eventuell einen Tag früher abreisen könnten… Mal schauen! Dieser Plan gefällt uns beiden auf jeden Fall sehr gut.


Um kurz vor Acht steht Chris vor der Tür. Wir freuen uns sehr, dass wir mit ihm persönlich fahren. Seine zwei Mitarbeiter sind mit zwei Jeeps auch dabei und so machen sich alle drei Jeeps auf den Weg in die Wüste. Mit an Bord bei uns: Ein deutsches Pärchen, das gerade aus dem Etosha kommt. Wir fragen sie natürlich aus… Ich kann es ja kaum erwarten… und hören, dass es quasi unmöglich war, auch nur eine einzige Katze aus der Nähe zu sehen. Sie haben einen Löwen gaaaanz weit weg gesehen. Sonst keine Katze… Und auch keine Löffelhunde (;-) Nein: Wir wollen nicht nur Katzen). Außerdem haben die beiden in ihren 5 Tagen 2 Elefanten gesehen. 2! In Worten ZWEI! Oh Oh… Ich frage die beiden nach ihrer „Safari-Taktik“: Nach Sichtungsbüchern oder an Wasserlöchern warten? Oder km für km fahren?
Sichtungsbuch? Was ist das…? An Wasserlöchern warten…? Warum?? Strecke machen! 🤨
Außerdem mit an Bord: Eine deutsche Familie mit zwei Kindern. Die vier hatten wir sogar auf dem Hinflug am Flughafen schon gesehen. Man sieht sich hier halt immer mal wieder.


Chris verringert den Reifendruck und es geht los. An der ersten Station steigen alle Gäste der drei Jeeps aus und Chris stellt alle vor. Ich möchte gar nicht zu viel verraten und viele von euch kennen Chris lustige Art sowieso, wichtig ist auf jeden Fall, dass in dem einen Jeep ein deutsches Paar sitzt, das GAR KEIN Englisch versteht – nichts. Chris macht die Tour aber heute auf Englisch, da ein Paar aus Indien dabei ist, das kein Deutsch versteht. Der Rest der Gäste war vermutlich deutsch. Ich finde es im Urlaub sogar toll, mein Englisch aufzufrischen. Wir sind zufrieden und haben riesig Spaß. Chris bietet natürlich an, dass das Pärchen sich melden soll, wenn sie was nicht verstehen – dann sagt er es kurz auf Deutsch – kein Problem.


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Chris erklärt uns vieles über die Wüste und ihre Bewohner, Probleme und faszinierende Dinge.

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Dabei macht er viele Witze und beschreibt alles sehr anschaulich. Er erklärt uns sein Verfahren des Fotografierens: Wichtig! Alle kommen dran, alle erhalten viel Zeit, alle können nach der Reihe ein tolles Foto machen. Dazu möchte er am Liebsten mit einer Lumix vorführen, wie man die besten Bilder der „Little Five“ macht… Wir haben Glück… Mit unserer Zweitkamera, die offensichtlich Chris Lieblingskamera ist, fotografiert Chris den ganzen Vormittag und beschert uns besondere Aufnahmen… Doch auch uns gelingen ganz schöne Aufnahmen wie ich finde... 😎

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Während des Fotografierens des Palmato-Gecko baut eines der Kinder eine Sandburg in dem „ehemaligen Zuhause“ des Geckos… Nach absolviertem Shooting kann dieser also nicht mehr dorthin zurückgesetzt werden. Da dieser Gecko riesigen Wert auf die Beschaffenheit des Sandes legt, ist es nicht einfach, ein neues Zuhause zu finden… Chris ist leicht angesäuert und teilt uns mit, dass wir nun so lange warten müssen, bis dieser Gecko ein neues Zuhause annimmt. Er versucht lange und immer wieder, einen neuen Platz für den Gecko zu finden. Doch der Gecko fängt lange Zeit einfach nicht an zu graben und rennt immer wieder hektisch weg. Chris macht uns nochmal auf den Sinn seiner in den Sand gezeichneten Grenzen aufmerksam, die wir nicht übertreten sollen. Zum einen dienen seine Grenzen der Möglichkeit, Fotos ohne Fußstapfen im Sand zu machen, zum anderen schützt es natürlich die Tiere. Irgendwann gräbt der Gecko endlich und es kann weitergehen.


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Chris nennt bei jedem Tierchen den Namen auf Englisch und Latein. Jedes Mal fragt die besagte nicht-englisch-sprechende Dame: „Kannst du das nochmal auf Deutsch sagen?“ Tja… Wie heißt Pachydactylus rangei auf Deutsch? Und Chamaeleo namaquensis? Bitis Perinqueyi? Diese Fragerei artet etwas ins Lustige aus… Nach jedem Wort wird gefragt, ob Chris das nochmal auf Deutsch sagen könne… Chris selbst sagt irgendwann, er könne ja einfach nur noch deutsch sprechen. Alle Gäste um ihn herum schauen grinsend zu Boden… Ich bin mir gar nicht sicher, ob der Witz dieser Situation jetzt so rüberkommt… Vielleicht war es auch Situationskomik. 😗

Nach der lehrreichen Fahrt geht es ziemlich abenteuerlich durch die Dünen. Die Kids in unserem Jeep haben riesig Spaß… Ich klammere mich an Marcos Sitz fest… 🤢


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Dann trifft man sich in der Abschlussrunde wieder und es geht auf asphaltierten Wegen Richtung B&B. Uns hat es ausgesprochen gut gefallen und wir würden es jederzeit wieder bei Chris buchen. Seine Leidenschaft und die Liebe zu den Dünen sind so toll – für mich ist jeder Cent bei ihm genau richtig.

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Teil 1128. Okt. 2014
Der Nachmittag:

Nachdem uns Chris wieder am Orange House abgesetzt hat, ziehen wir uns ein wenig luftiger an: Mittlerweile ist es schön warm. Wir laufen in die Stadt und besuchen die erwähnte Reiseagentur. Nachdem wir erzählt haben, was wir uns vorstellen, wird von der Dame recherchiert, ob überhaupt noch Unterkünfte frei sind. Schließlich ist ja Hochsaison.

Da wir für morgen Vormittag noch den „Dolphin cruise“ gebucht haben, können wir erst danach losfahren und wollen nicht unbedingt riesig Strecke machen. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder wir reisen einen Tag früher zur eingeplanten nächsten Station: Damara Mopane Lodge bei Khorixas und bleiben dort einen Tag länger ODER wir legen auf dem Weg dorthin eine Zwischenübernachtung am Brandberg ein. Wir finden die Idee echt gut, die Strecke zu teilen und morgen bis Uis zu fahren. Die Dame erwähnt außerdem die Möglichkeit, entweder die White Lady anzuschauen oder einen Game Drive zu den Wüstenelefanten zu unternehmen. Die Wüstenelefanten hatten wir gar nicht auf dem Schirm! Zwar hatten wir mal im Vorfeld daran gedacht; diese Idee doch schon vor längerer Zeit wieder ad acta gelegt. Wir dachten bei der Reiseplanung einfach daran, bei zwei Wochen Reisezeit nicht alles zu voll zu packen und bei geringen Sichtungschancen vielleicht bei der ersten Reise zu verzichten. Schließlich kommen wir sicher noch einmal wieder nach Namibia! Doch wenn es nun so einfach ist, doch noch den Brandberg zu besuchen… Wir entscheiden uns für diese Möglichkeit und werden somit morgen eine Zwischenübernachtung in der White Lady Lodge einschieben. In beiden Lodges sind noch Zimmer frei und es steht unserer Spontanaktion nichts entgegen! 🤩 🤩 🤩

Sehr zufrieden mit dieser Lösung gehen wir nun endlich Fish and Chips essen. Leider gibt es ja hier kein Ocean Basket mehr… Den Nachmittag verbringen wir gemütlich im Städtchen. Auf dem Rückweg zum B&B springen wir noch beim Superspar rein und holen uns Brötchen, die wir abends beim Sonnenuntergang am Strand essen.
😎

Leider sehen wir unseren Gastgeber nicht mehr, obwohl wir ihm gern von unseren neuen Plänen erzählen wollten… Wir gehen früh ins Bett und freuen uns auf morgen!

Liebste Grüße
Nadja & Marco
Teil 1228. Okt. 2014
9. Oktober: „Kannst du das nochmal auf Französisch sagen?“



Heute fahren wir nach Walvisbay zum Dolphin Cruise. Auf der Hinfahrt schaffen wir es tatsächlich, uns zu verfahren… Wir kommen trotzdem pünktlich und parken auf dem wohl teuersten Parkplatz Namibias… Makalani-Nuss-Verkäufer versuchen ihr Glück und Reisegruppen werden in Scharen abgesetzt. Eine ganz schöne Hektik hier am Hafen… Wir fahren mit unserem Skipper Walter und einer 15-köpfigen französischen Reisegruppe. Alle 15 Mitfahrer und natürlich auch ihre Taschen, Rucksäcke oder Kameras brauchen Sitzplätze auf dem Boot… So wird es für uns zunächst recht eng. Doch wie sollen wir darum bitten, dass jemand ein Stückchen auf rutscht… Keiner scheint uns zu verstehen, als wir auf Englisch um ein klitzekleines Stückchen der Bank bitten. Gesten wollen möglicherweise nicht verstanden werden… Wir quetschen uns irgendwie freundlich lächelnd an den Rand und ärgern uns ganz kurz über solchen Egoismus… 😈

Da nur der Reiseleiter ein wenig Englisch spricht, wird die meiste Zeit der Fahrt von ihm alles lauthals übersetzt. Walter merkt aber schnell, dass wir zwei deutsch sprechen und erzählt uns viele Geschichten und Informationen zur Bucht, Austernzucht, zu den Tieren usw. Für die Reisegruppe erzählt er kurze Fakten auf Englisch und wendet sich dann wieder uns zu. Er hat schnell bemerkt, dass es wohl sonst für uns zwei inmitten dieser Reisegruppe recht anstrengend gewesen wäre… Also kann man die Fahrt trotz des Geräuschpegels und des Übersetzungschaos gut genießen. Delfine sehen wir allerdings nur einmal ganz kurz. Dafür beobachten wir die anderen Tiere im Wasser und in der Luft.


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Outtake 😄 :

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Walter erzählt uns, als wir Schakale auf der Halbinsel entdecken, dass vor zwei Wochen dort ein Leopard gesehen wurde. Er muss sich verlaufen haben…


Im Laufe des Ausflugs gibt es natürlich auch Austern.

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Marco probiert, ist aber nicht begeistert und ich verzichte… Der französische Reiseleiter kommt zu uns und sagt, dass wir uns beeilen müssten, wenn wir noch etwas abbekommen wollten… Seine Reisegruppe sei ziemlich verfressen. Ab diesem Moment ist er uns doch noch sympathisch! Zum Ende der Fahrt wird einer der Sitzplatz-Reservierer von einer Möwe angesch*****… Tja, was soll ich dazu sagen… 😗

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Als wir wieder in Walvisbay ankommen, fällt uns schon selbst auf, dass wir beim Parken einen Fehler gemacht haben: Wir haben nicht nach dem Preis gefragt… Na super! Ich habe hier an diesem überfüllten, tourimäßigen, hektischen Parkplatz überhaupt keine Lust, mit dem Parkplatzwächter zu diskutieren… Wir gehen zum Auto und bekommen natürlich die Quittung für unseren Fehler. Fensterreinigung und sicheres Parken für umgerechnet 12 €… Das sind ja schon fast Preise wie zuhause. Nur weg hier! 😵


Wir fahren zurück zum B&B und packen unsere Koffer. Dann müssen wir irgendwie noch unseren Gastgeber finden und ihm Bescheid geben. Die nächste Nacht werden wir trotzdem bezahlen, da eine Stornierung so kurzfristig nicht möglich ist. Aber das ist nicht schlimm, da das Orange House doch wirklich sehr günstig ist. Beim Tanken in Swakopmund sehen wir noch Douglas aus Chris Nels Team, der gestern auch bei der Tour dabei war: Lustig! Eine Woche in Namibia und schon trifft man „bekannte“ Gesichter!


Und dann geht’s los Richtung Uis! Die Landschaft wird schöner und schöner je näher wir dem Ziel kommen! WOW! Wir haben alles richtig gemacht!
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Als wir gegen 16:30 das Lodgegelände erreichen, strahlt die Landschaft schon langsam in einem tollen Nachmittagslicht. Die Anlage ist sehr hübsch, die Landschaft drum herum ein Traum! Das Zimmer… zweckmäßig, aber okay!

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An der Rezeption buchen wir noch den Game-Drive für morgen früh. Die Dame an der Rezeption (möglicherweise die Chefin…) ist sich aber noch nicht sicher, ob ein Drive stattfindet… Bisher wären wir allein und für zwei wäre es evtl zu viel Aufwand… Ein weiteres Pärchen habe zwar Interesse geäußert, aber noch nicht gebucht. Also heißt es noch Zittern und Hoffen.
Wir schauen uns um, gehen ein kleines Stückchen den Hügel hinauf und genießen den Ausblick.

Das Häuschen und der Blick vom Haus:

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Anschließend machen wir uns zum Abendessen fertig: Es gibt Samusa als Vorspeise, zum Hauptgang Buffet mit Nudelsalat, div. Fleischsorten und selbstgemachtes köstliches Brot. Ich bekomme als „Veggie-Extra“ zwei Gemüsepfannkuchen. Zum Dessert gibt es kleine Küchlein. Im Anschluss singen und tanzen ein paar Angestellte. Auch wenn diese „Touri-Einlagen“ doch manchmal sehr aufgesetzt wirken, verbreitet die Gruppe eine tolle Stimmung und erzählt mit ihren Tänzen richtige kleine Geschichten.

Währenddessen sehe ich eine riesige und wirklich eklige Spinne, die an der Fensterscheibe hochklettert! An der Scheibe! Iiiiiiieeeh! Sie rast quasi darüber, weiter an der Wand und fällt irgendwann runter… Ab diesem Moment ist es bei mir leider vorbei mit der Gemütlichkeit. Ich stelle meine Füße hoch auf die Zwischenstreben des Stuhls und möchte ins Bett. Bäääääh! 😐

Und dahin verkrümeln wir uns auch nach dem Tanz. Marco versucht noch einmal, den tollen Sternenhimmel einzufangen. Ich traue mich aber nicht mehr raus… Diese Spinne…. 😐

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Teil 1328. Okt. 2014
10. Oktober: Auf der Suche nach den Wüstenelefanten


Früh morgens wachen wir auf und glauben, dass eine Elefantenherde gleich in unsere Hütte stürmt – draußen ist ein riesen Lärm. Ein Angestellter hackt Holz hinter unserem Häuschen. Wir machen uns fertig und gehen zum Frühstück. Dort erfahren wir, dass unser Game-Drive stattfinden wird!!! 🤩

Mit uns an Bord sind 2 deutsche Männer, vermutlich Vater und Sohn, und ein Alleinreisender, den wir auch schon in Swakopmund getroffen haben. Dann geht es durch tolle Landschaft in Richtung des ausgetrockneten Flussbettes. An einer Biegung steigt unser Guide aus und läuft ein Stückchen vor, um zu sehen, ob die Elefanten sich eventuell hinter der Biegung befinden – Wenn ja, müssten wir von der anderen Seite hinfahren oder auf den Hügel klettern. Während des Wartens unterhalten wir uns mit den anderen Gästen und tauschen uns über unsere bisherigen Erlebnisse aus. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommt unser Guide wieder – leider mit schlechten Nachrichten. Wir fahren weiter und verfolgen lange die Fußspuren der Elefanten. Unser Guide ist sich sicher, dass sie heute Nacht noch hier waren…

Ein entgegenkommendes Auto hält an und der Guide, der darin sitzt, rät unserem Guide, nicht weiterzufahren. Die Elefanten seien dort nicht… Doch unser Guide entscheidet sich anders und hält an seinem Kurs fest. Seine Entscheidung erweist sich als goldrichtig! 🤪 🤩
Wir finden die Elefanten, steigen aus und klettern ein Stückchen auf einen Hügel. Wir kraxeln ein wenig den Hügel entlang und nähern uns der Herde immer mehr! Das ist so spannend und aufregend!! Die Elefanten bemerken uns und beobachten alles ganz genau! Einfach unbeschreiblich!!! Wir sitzen sehr sehr lange auf den Steinen und genießen… Ohne Worte!

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Soooooo nah... Das kann ich einfach nicht beschreiben... 🙂 Wir sind happy! Auf dem Rückweg zum Auto schaut die Leitkuh gaaanz aufmerksam, ob wir auch wirklich verschwinden... Ich bin ziemlich schnell im Auto 😉
Teil 1429. Okt. 2014
Weiter geht’s:
Vor lauter Wüstenelefanten hab ich doch glatt etwas vergessen: Unsere Mitfahrer erzählen uns nämlich während der Fahrt ganz begeistert, wie schön sie doch diese Ohrnyx-Antilopen finden! Immer wieder sagen beide Ohrnyx. 😄 Ich denke nämlich zuerst noch, dass die beiden sich versprechen… Aber es passiert immer wieder. Spielt dieser Ohrnyx bei Asterix und Obelix mit? Hört er schlecht?? Ohr-nix??? 😣

Der restliche Nachmittag ist schnell erzählt. Wir sind die ganze Zeit restlos begeistert über „unsere“ Elefanten und fahren weiter in die Damara Mopane Lodge.
Jedes Häuschen hat einen Gemüsegarten, der für das frische Essen hier gern genutzt wird. Eine tolle Idee.

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Dort relaxen wir am Pool und bekommen Besuch 😄

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lesen und schwimmen eine Runde. Abends gibt es sehr tolles Essen: Canneloni, ein riesiges Buffet mit diversen Fleischsorten und Penne, als Dessert Mohnküchlein mit Brandy. Von hier geht es in den Etoshaaaaaa……. Ich freu mich!!!
(Und ich beeile mich 😉 )

Liebste Grüße von Nadja und Marco
Teil 1529. Okt. 2014
11.Oktober „Ein einzigartiger Game-Drive“



Ihr könnt euch sicher denken, wie der Tag startet: Wir können es natürlich kaum erwarten und machen uns nach dem Frühstück zügig auf den Weg Richtung Etosha. In Khorixas tanken wir noch voll, da wir im Westteil des Parks nicht tanken können. Der Sprit muss für all die Game-Drives vom Dolomite Camp und für die Fahrt durch den halben Park bis zum Etosha Safari Camp reichen. Wir sind besonders gespannt auf den Westteil des Parks und freuen uns auf die tolle Unterkunft!

Das Galton Gate besteht nicht mehr aus einem Container, sondern ist niegel-nagel-neu. Das Häuschen riecht nach frischer Farbe. Nach dem Ausfüllen der Formulare geht es endlich rein!

Unser erstes Tier im Park ist ein nicht-fotogener Steinbock, der ganz schnell verschwindet. Danach folgen aber noch freundlichere Tiere! Ist das toll! Wir fahren auf dem Weg zum Dolomite noch die Wasserlöcher Rateldraf, Klippan und Dolomietpunt an und genießen die Geräusche, Gerüche und Eindrücke hier.
Sogar Ohr-nix ist dabei – mit Ohren 😉

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Im Camp checken wir bei 38 Grad ein und erklimmen den beschwerlichen Weg zum Zelt Nr.9 – ganz schön anstrengend bei der Hitze… Zum Light Lunch essen wir kurz danach einen griechischen Salat. Dann verziehen wir uns auf die gemütlichen Pool-Lounge-Möbel in den Schatten und schauen in die Weite. Auch die Vögel scheinen den Pool hier sehr zu mögen:

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Das Zelt:


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Dolomite von weitem:

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Am Nachmittag fahren wir wieder los. Da wir nicht ganz genau wissen, wo hier die „richtigen“ Stellen für die Tiersuche sind, fahren wir einige Zeit einem Game-Drive-Fahrzeug vom Dolomite mit einigem Abstand hinterher und hoffen auf Abstaubersichtungen… 😗 Doch auch der Guide fährt die von uns besuchten Wasserlöcher an und scheint den Loop bei Klippan nicht fahren zu dürfen. Wir lösen uns wieder von dem Fahrzeug und sind ganz allein. Hier ist wirklich kaum ein anderes Auto.

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Outtake:
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Bei Sonnenuntergang fahren wir wieder ins Camp und gehen zum Abendessen. Es gibt Kingklip und Kartoffeln bzw. Veggie-Dish und zum Nachtisch einen Eierstichkuchen. Wir bestellen noch ein Frühstückspaket für morgen früh, damit wir sofort bei Sonnenaufgang loskönnen, uns gemütlich an ein Wasserloch stellen und dort frühstücken können, während wir auf Simba und Co warten werden… 😉 Nach dem Essen laufen wir zum wirklich tollen Zelt und fallen müde und zufrieden in dieses waaaahnsinns Bett mit Aussicht auf den Sternenhimmel. Hier möchte man gar nicht die Augen schließen, sondern die ganze Nacht den Ausblick bestaunen! Trotzdem fallen uns irgendwann die Augen zu.


Warum dieser Game-Drive einzigartig war, wird sich beim nächsten und übernächsten und überübernächsten und … herausstellen… 😗
Das war ein seeeeeehr „gemütlicher“ Anfang…
Liebe Grüße von Nadja und Marco
Teil 1630. Okt. 2014
12.Oktober „Jetzt geht’s richtig los“


Nach einer erholsamen Nacht stehen wir um 6:30 am Restaurant und möchten unser Frühstückspaket abholen. Doch die Kellnerin teilt uns mit, dass es nicht da ist. Sie hat angeblich keinen Schlüssel für irgendeinen Raum, in dem irgendetwas Wichtiges für das Frühstückspaket ist. Wir können uns aber gern etwas vom Buffet nehmen. Wir belegen uns zwei Brote und sind froh, dass wir selbst noch eine Thermoskanne mit Kaffee im Zimmer vorbereitet haben. So haben wir wenigstens etwas Warmes zu trinken. Die Kellnerin zeigt leider keine Anstrengungen, uns irgendwie zu ermöglichen, das Frühstück für unterwegs etwas schöner zu gestalten… Bei Halbpension stell ich mir schon etwas mehr als ein Brot vor… 😗 Naja! Egal, wir wollen los!!!

Wir fahren zunächst zum Wasserloch Dolomitpunt. Schon auf dem Weg dorthin läuft uns diese hübsche Hyäne über den Weg.

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Wir vermuten, dass sie zum Wasserloch läuft und fahren voraus. Tatsächlich kommt sie uns dann entgegen. Erst dann entdecken wir die vielen Schakale, die überall auf dem Boden liegen, wie dieser hier:


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Danach fahren wir die Wasserlöcher Duinefeld und Nomab an.

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Während einer kurzen Pause bei Nomab, wo wir frühstücken (was ein kleiner Fehler war), überholt uns ein Auto… Wir machen uns kurz nach ihm auf den Weg nach Olifantsrus. Dort steht schon das Auto von eben und zeigt uns an, langsam zu fahren… Wir nähern uns und sehen IHN noch ganz kurz! Es reicht „nur“ für ein Bild und er verzieht sich ins Gras. 🤩 🤩 🤩

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Die Fahrer des anderen Wagens lassen uns den Vortritt, um ihn noch ein bisschen zu beobachten. Doch sobald der Löwe den Kopf ablegt, sieht man nichts mehr von ihm… Irgendwann räumen auch wir das Feld und fahren noch ein Wasserloch weiter. Doch hier ist nichts los und wir fahren zurück - Noch einmal bei unserem Löwen vorbei.

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Dann machen wir uns langsam auf den Rückweg. Auf der Fahrt kommt uns eine deutsche Familie entgegen, der wir von dem Löwen berichten und seine Position beschreiben. Sie bedanken sich und erzählen uns, dass einige Meter weiter ein paar Giraffen stehen. 😉
Wir fahren gemütlich zurück zum Camp. Bei Dolomitpunt beobachten wir noch lange diese Gruppe von Elefanten:
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Langsam wird es warm und wir werden uns nun an den Pool zurückziehen.
Wir sind total happy über unsere Sichtungen!!! Unser erster Löwe, so nah und so hübsch 🙂

Morgen geht es weiter mit dem Nachmittagsdrive!!

Bis dann 😎 Nadja und Marco
Teil 1731. Okt. 2014
Weiter gehts: Der Nachmittag


Nach einem eigentlich sehr entspannten Mittag 😎 am Pool (Wäre da nicht diese namibische Großfamilie gewesen, die in einer Tour rumschreit, rülpst, andere Geräusche von sich gibt, fast den gesamten Pool einnimmt, alle Polster einsammelt und sich pro Person auf 4 aufeinandergestapelte Polster bettet, überall Geschirr hinterlässt und sich benimmt, als wären die Kellner ihre persönlichen Sklaven 😈 )
fahren wir wieder raus.


Wir entscheiden uns, hier keinen geführten Drive zu unternehmen, da die Fahrer ja nur die Wasserlöcher in der Nähe anfahren. Das können wir auch selbst. Wir fahren zunächst Klippan an. Und dies ist eine sehr gute Entscheidung!!! Auf dem Weg dorthin liegt eine Gruppe von Löwinnen, kleinen und etwas größeren Jungtieren im Schatten. 🤩


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Immer wieder laufen Tiere der Gruppe zum nächsten Busch, legen sich dort hin oder verrichten ihr Geschäft. So können wir immer mal wieder viele der Tiere in fast ganzer Pracht sehen. Lange Zeit sind wir ganz allein mit dem Rudel, genießen und beobachten. Wir zählen insgesamt 8 Tiere. WOW, ich finde insgesamt 9 Löwen schon ziiiiemlich toll!!!! 😁 Von Westen sehen wir eine riesige, dunkle Wolke näher kommen. Nach einiger Zeit fahren wir doch noch einmal ein Stück weiter. Doch wir geraten dann nur unter die Wolke, Tiere sehen wir keine. Also fahren wir wieder zurück zu den Löwen. In der Nähe finden wir noch dieses süße Steinböckchen und Familie Ohr-Nix:


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So schön es auch ist, irgendwann müssen wir uns lösen und zurück ins Camp. Wir hoffen, vor dem Wolkenbruch da zu sein… Schließlich ist es ein ziemlich langer Marsch bis zum Zelt. Doch die Regenwolke zieht vorbei und wir bleiben trocken.

Zum Abendessen gibt es als Vorspeise Pfannkuchen mit Lachs… Die Veggie-Alternative ist Pfannkuchen ohne Lachs – Also mit nichts – mjam… 😕 Als Hauptgericht Rindersteak mit Spaghetti und Gemüse. Die Veggie-Alternative ist das gleiche wie gestern… Da ich darauf keinen Hunger habe, bitte ich um Spaghetti ohne Rindersteak. Ich bekomme dann Spaghetti mit Käse. 😄 Zum Dessert gibt es Karamel-Kuchen. Komischerweise sitzen wir ab jetzt in dem anderen Restaurant-Zelt… Wir vermuten, dass die Kellnerin von heute Morgen keine Lust mehr auf uns hatte, da die Sache mit dem Frühstück ja nicht so optimal gelaufen ist. 😗 Auch heute bestellen wir wieder das Frühstück zum Mitnehmen vor, da wir morgen um 6:30 sofort weiterziehen werden. Außerdem bestellen wir Hilfe für den Gepäcktransport, sodass wir auch zügig auschecken können. Alles wird notiert und ist „no problem“… 😵
Teil 1801. Nov. 2014
13.Oktober „So ein Katzenglück!“


Die ganze Nacht hören wir unheimlich lautes Löwengebrüll. Immer wieder werden wir wach und lauschen fasziniert… Einfach toll! Nur der Sternenhimmel zeigt sich nicht, da es ziemlich bewölkt ist.

Um kurz vor halb sieben stellen wir unsere Koffer raus und gehen zum Restaurant. Nach einer kurzen Suche finden wir endlich einen Angestellten, der uns das Frühstücks-Tütchen mitgibt. Wir erklären noch kurz, dass unsere Koffer vor dem Zimmer auf die Abholung warten und gehen schon einmal zur Rezeption, um auszuchecken. Wir wollen die ersten sein, die das Camp verlassen, um auf den leeren Straßen vielleicht noch eine tolle Sichtung zu haben. Vielleicht sehen wir sogar die Hyäne von gestern nochmal wieder… Oder die Löwenfamilie, die ja in der Nacht so nah gebrüllt hat… Etwas noch viel Tolleres trauten wir uns ja gar nicht für möglich zu halten…


Jedenfalls sitzen wir auf heißen Kohlen und wollen los. Daher hatten wir extra gestern die Gepäckabholung bestellt. Doch der Angestellte an der Rezeption sagt nun erst jemandem Bescheid. Der muss dann erstmal los, den beschwerlichen Weg bis zum Zelt und wieder zurück. Na toll! Wir warten ungeduldig über eine halbe Stunde. Zwischendurch gehe ich nochmal zur Rezeption und frage nach… Doch statt einer Entschuldigung heißt es nur, wir sollen halt warten. Nachdem unsere Koffer auf dem Golfcar kommen, quatscht der Fahrer erst noch gemütlich mit einem Guide, der mittlerweile auf die Gäste seines Game-Drives wartet. 😣 Wir wollen unbedingt vor ihm los! Irgendwann ist er so freundlich, sich loszureißen und uns zum Auto zu bringen. Wir können ja nicht ahnen, dass wir so genau in der richtigen Sekunde losfahren!!! 🙄


Wir sind die ersten auf der Straße und sehen von weitem ungläubig auf einen dunklen Fleck auf der Straße:


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Mein Herz rast und ich kann es kaum glauben, dass dort vor uns tatsächlich ein Leopard auf der Straße liegt!!! Wir halten natürlich an, um ihn nicht zu erschrecken und machen ein paar Beweisbilder. Dann tasten wir uns langsam Meter für Meter heran.

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Er bleibt liegen und beobachtet uns neugierig!!! Ich sage nur immer wieder „Oh mein Gott!!! Ein Leopard!!!!! Da ist ein Leopard!!!!! Ich glaub es nicht!!!!“ Es geht Schritt für Schritt näher an ihn heran.

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Und dann wird uns klar, dass „ER“ eine „SIE“ ist!!!!! Ich kann es wirklich nicht glauben – auch heute noch nicht!!! Aber links von der Leopardin liegt tatsächlich ein BABY!!!!!!!!!! Das ist sooooooo unglaublich!!!!! Ich fass es nicht!!!!

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Die beiden lassen uns in ihre Mitte, direkt zu Ihnen – wir sind ganz alleine mit den Beiden! Nur die Fensterscheibe trennt uns von den Beiden. Und sie liefern uns eine Show, die wir niemals für möglich gehalten hätten. Wir sind einfach nur aus dem Häuschen!!!!!! 😘 😄 🤩 😄


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Wir stehen sehr lange bei den Beiden uns genießen diesen einmaligen Augenblick!!! Einfach toll! Danke liebe Sichtungsfee 😉 😘
Teil 1903. Nov. 2014
… weiter geht’s:


Nach vielen Minuten Ruhe kommt von hinten ein Auto angerast… Trotz unserer Zeichen bremst er erst kurz hinter uns ab und sieht dann auch endlich, dass sich direkt neben unserem Auto ein Leopard befindet. Der kleine Leo verschwindet im Busch und Mama-Leo schenkt den beiden im hinteren Auto noch ein paar Gelegenheiten für Fotos. Wir räumen das Feld und verabschieden uns von unserem Leo!! Schon komisch, wenn man diese Situation verlässt und ganz klar weiß, dass dies das absolute Highlight war. Wir sind geplättet von den Eindrücken! Was soll jetzt noch kommen?! Geparden?!
Besser geht’s ja schon nicht mehr, oder?
😗

Auf dem Weg durch den Westteil sehen wir noch ein paar schöne und lustige Tiere.


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Oft zieht sich die Strecke durch endlose Trockenheit. Unterwegs öffnen wir unsere Frühstückspakete. Doch leider hat sich die Kellnerin wohl nicht an meinen Veggie-Wunsch erinnert… Fast das gesamte Paket ist fleischlastig. Schade! Da hätte ich mehr erwartet…

Am späten Vormittag kommen wir in Okaukuejo an, machen eine Pause, besteigen den Aussichtsturm und schauen ins Sichtungsbuch. Hier werden diese Bücher wohl nicht so pfleglich geführt. Häufig liest man Einträge über Aufenthaltsorte von Gnu und Springbock – die würde man wohl auch so finden.


Das Wasserloch in Okaukuejo:

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Auf der Weiterfahrt finden wir 5 Löwen bei Gemsbokvlate. Nun sind wir also insgesamt schon bei 14 Löwen. ...nicht sehr fotogen, sondern ziemlich müde… 😉


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Wir versuchen noch nach Aus zu fahren, doch die Straße ist voll von riesigen Pfützen, durch die wir uns irgendwann nicht weiter trauen. Wir drehen um und entscheiden, so langsam in Richtung Etosha Safari Camp zu fahren. Nach dieser langen Autofahrt und der absoluten Top-Sichtung kann man auch ruhig mal am Nachmittag Schluss machen. 😉 Das Camp liegt ein kleines Stückchen außerhalb des Parks. Wir haben bei Einfahrt in den Etosha schon für den gesamten Aufenthalt bezahlt, müssen also nur kurz unseren Schein zeigen und erhalten ihn zurück. Am Camp angekommen checken wir ein, schreiben Mails nach Zuhause, halten ein Schläfchen und machen uns zum Essen fertig. Das Essen ist gut und dazu gibt es Live-Musik. Die Kellner sind gut drauf, tanzen ab und an im Garten zur Musik und verbreiten eine tolle Stimmung.

Zurück im Zimmer entdecke ich eine Spinne an der Decke… 🙄 Marco entfernt sie und ich bringe mich unter das Moskitonetz in Sicherheit… Ich schlafe nicht soooo gut. 😉

Aber die Dusche ist toll: 😄
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Teil 2004. Nov. 2014
14. Oktober „Lass uns Löwen gucken“


Früh um 6:00 geht’s los, wir frühstücken und verlassen das Etosha Safari Camp. Die Schlange am Gate in den Etosha ist schon recht lang. Wir fahren rechts vorbei, zeigen unser Scheinchen und dürfen passieren. Juhu!!! 😄 Dann sag ich zu Marco, während wir überlegen, welche Strecke wir genau fahren, „Lass uns eben Löwen gucken.“ Hier direkt am Wasserloch sind laut Reiseführer öfter welche zu finden. 😄 Und siehe da: Wir haben einfach Glück!!!!!

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Wir fahren weiter nach Halali und schreiben dort eine Postkarte an die treue Mitfahrerin „Safari“!!! Die Postkarte gibt einen Hinweis auf unsere tollste Sichtung. Ihr wisst ja schon, dass ein Leo darauf zu sehen war. Hätten wir morgen eine Postkarte ausgesucht, wäre es vielleicht ein anderes Motiv geworden… 😗

Die Weiterfahrt nach Namutoni ist wenig spektakulär. Man braucht ja mal einen Ausgleich zu diesen ganzen aufregenden Sichtungen. So haben wir immer mal wieder kurze „Durststrecken“. Na gut – Dann erzählen wir uns halt immer wieder ungläubig, was wir schon alles gesehen haben. So viele Löwen, zwei Leoparden, die Löffelhunde zu Beginn des Urlaubs (wie lang das schon wieder her ist… eine gefühlte Ewigkeit…), Strauße mit Küken und so viele andere tolle Tiere… Unglaublich! Fast denken wir, dass das zu viel für einen Urlaub ist 😉
Aber auf der langen Fahrt und vielen Minuten oder Stunden ohne Sichtungen, gibt es trotzdem unheimlich viele tolle Momente:


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Wir checken in Namutoni bei einem sehr unfreundlichen Mitarbeiter ein und buchen noch einen Nachmittags-Drive. Wir haben heute keine Lust mehr in unserem staubigen Auto zu sitzen. Ein Game-Drive in offenem Fahrzeug ist doch bestimmt auch mal schön. Den Mittag verbringen wir auf unserer schattigen Terrasse. Das Zimmer gefällt uns erstaunlich gut. Ich hätte eher den Kruger-Standard erwartet (In Erinnerung an den Urlaub im letzten Jahr und unseren Aufenthalt in Olifants und Lower Sabie im Kruger National Park), doch wir sind positiv überrascht.

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Dann geht es los. Bei fast unerträglicher Hitze starten wir den Game-Drive. Wir sind allein mit dem Fahrer und unserer Trackerin. Eine Privat-Fahrt! JUHUUUU!!! Wir äußern den bescheidenen Wunsch nach Geparden… Die Trackerin äußert ihre Bedenken. Das wird sehr schwierig! Na gut! Wir sind zufrieden und genießen den Wind im Gesicht. Mal schauen, was so kommt… 🤪

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