GPS Karten fürs Garmin von Namibia und Botswana

11 Antworten · 19,6k Aufrufe · gestartet 18. Okt. 2014 von AugsburgV50
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Themenstarter17 Beiträge · seit 201418. Okt. 2014 · #1
Hallo zusammen,

ich statte gerade mein Garmin Navi mit den Karten für unsere anstehende Namibia, Sambia, Botswana Reise aus.

Hab im Internet Karten von "Tracks4Afrika" und "Afrikaexpedition.de" gefunden.

Welche könnt ihr mir empfehlen? Wo sind denn die Unterschiede? Preislich sind die Afrikaexpedition.de Karten ja deutlich günstiger.


Danke für die Tipps
Mathias
Gast18. Okt. 2014 · #2
Hallo,

die Karten von Afrikaexpedition.de sind Openstreetmapkarten. Nur dass die bei Afrikaexpedition.de meistens Monate oder Jahre hinter dem aktuellen Stand der OSM-Karten hinterher hängen. Deutlich aktuellere Versionen kann Du kostenfrei hier herunterladen:
http://garmin.openstreetmap.nl/

Generell: Wenn Du vor allem auf Hauptpisten unterwegs bist und Navigation für die Städte suchst, dann sind die kostenlosen OSM-Karten ausreichend oder sogar besser. Falls man noch ein Backup zum Garmin will, so gibt es eine Reihe an Apps für Smartphones, die mit den kostenfreien OSM-Karten arbeiten und Navigation im südlichen Afrika ermöglichen.

Die T4A-Karten punkten durch viele enthaltene Offroadpisten und viele POIs.

Stell Dir doch unter oben genannter Adresse eine OSM-Karte für Dein Zielgebiet zusammen, installiere diese auf dem PC und gucke dann mit Basecamp, ob alles drin ist, was Du voraussichtlich brauchst. Zum Vergleich kannst du dann hier schauen, wie einzelne Gebiete in T4A abgedeckt sind:
http://tracks4africa.co.za/maps/africa/

Beste Grüße

Guido
3'882 Beiträge · seit 201119. Okt. 2014 · #3
Eigentlich ist schon alles gesagt - nur nicht von mir.
Nach drei 4WD-Touren durch Namibia, Botswana und ein wenig Südafrika stelle ich fest:

In Johannesburg/SA war die OSM-Karte deutlich genauer als die T4A-Karte/Gauteng und wir sind dort nach ihr gefahren.
In Botswana und Namibia spielen die T4A-Karten ihre Stärke in den NPs aus. Hier findet man Angaben bis zu den einzelnen Stellplätzen der Campsites.
Ich habe ein besonders krasses Beispiel von den Tsodilo Hills im Norden von Botwanas herausgesucht. Die Qualität der Darstellung ist aber von NP zu NP unterschiedlich.

Im Navi hatte ich sowohl die OSM- als auch die Botswanakarte gespeichert. Wie man T4A-Karten für das Navi und Mapsource/Basecamp zusammenführt, ist bereits an anderer Stelle erklärt worden (s. Signatur).

Viel Erfolg beim Planen
wünscht freshys "bessere" Hälfte


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Zitierenzuletzt bearbeitet 19. Okt. 2014Original ↗
1'715 Beiträge · seit 200619. Okt. 2014 · #4
Die Stärke von Tracks 4Africa liegt deutlich ausserhalb der Ballungszentren. Dafür bietet es abseits der asphaltierten Strassen mehr als die meisten anderen. ein grosses Plus sind auch die vielen Wegpunkte. Unterkünfte und Campingplätze findet man damit meistens. Das kann man übrigen auch bei der T4A Homepage machen. hier bekommt man auch noch einige Informationen zum Gesuchten.

Gruss
Emanuel
Zitierenzuletzt bearbeitet 14. Dez. 2014Original ↗
Themenstarter17 Beiträge · seit 201421. Okt. 2014 · #5
Hi Leute.

Vielen Dank für die super Tips. Hab jetzt einfach mal beide Karten auf´s Navi geladen.

Sicher ist sicher... 😉
1 Beiträge · seit 201426. Okt. 2014 · #6
Verkaufe micro SD Karte 2014 Namibia, von Tokkie-Tracks, mit Nachbarregionen Botswana, Südafrika für alle Garmin Geräte mit SD Kartenslot.
Hat uns gute Dienste auf unserer Rundreise im Sept.14 geleistet.
24,00 € inkl. Versand in der Originalverpackung.

L.G.
Ebba
1'715 Beiträge · seit 200629. Nov. 2014 · #7
AugsburgV50 schrieb:Hi Leute.

Vielen Dank für die super Tips. Hab jetzt einfach mal beide Karten auf´s Navi geladen.

Sicher ist sicher... 😉
Mehrere Karten gelichzeitig kann aber beim Nüvi zu Verwirrung führen. Ich hatte dann pötzlich nur noch die sehr rudinmenärte World Map auf dem Bildschirm. Es ist besser nur ein aktiviert zu haben. In den Einstellungen kann man mit einem Häckchen festlegen welche es den sein soll.

Gruss
Emanuel
2'664 Beiträge · seit 201230. Nov. 2014 · #8
Mache Dir speziell in Südafrika eines zum Grundsatz:
Gebe als Ort den Stadtteil ein, denn z.B. unter "Johannesburg" oder Kapstadt kann es vorkommen, daß Du nichts oder zuviel oder das falsche Ziel findest.
Wenn Du ein Ziel ansteuerst, lasse Dir den alten Namen der Straße geben, je nachdem wie aktuell Dein Kartenmaterial ist.
In vielen Regionen sind tausende Straßen nach irgendwelchen ehemaligen Terroristen des ANC oder sonstwem, ehemaligen afrikanischen oder linken Diktatoren, umbenannt worden. Dann kannst Du manchmal lange suchen. Manchmal frage einen Einheimischen.
Im übrigen ist für die Städte das Garmap Southern Africa das beste und aktuellste Material, aber das kostet eben Geld und ist nichts für arme Europäer, wobei vielen selbst das extrem preisgünstige Kartenmaterial von T4A schon zu teuer ist bei einer Reise die mehrere tausend Euro kostet. Im Rheinland sagt man: Was nichts kostet kann auch nichts sein. So ist es eben.
Im Übrigen gibt es einen formellen Austausch und Zusammenarbeit zwischen T4A und Garmap hinsichtlich Austausch der POI´s, denn noch vor zwei Jahren habe ich in Zambia für die Suche nach Campingplätzen/ Unterkünften noch den Garmap Chip in den Navi einschieben müssen, wogegen die Streckenführung Offroad von T4A um ein vielfaches besser war.
Zitierenzuletzt bearbeitet 30. Nov. 2014Original ↗
Gast30. Nov. 2014 · #9
Hallo,
Swakop1952 schrieb:Im übrigen ist für die Städte das Garmap Southern Africa das beste und aktuellste Material, aber das kostet eben Geld und ist nichts für arme Europäer, wobei vielen selbst das extrem preisgünstige Kartenmaterial von T4A schon zu teuer ist bei einer Reise die mehrere tausend Euro kostet. Im Rheinland sagt man: Was nichts kostet kann auch nichts sein. So ist es eben.
Das ist in vieler Hinsicht ja zutreffend. Bei allem, was mit Software und Daten zusammen hängt, meines Erachtens nicht. Wikipedia hat Brockhaus, Britannica und andere Enzyklopädien/Lexika komplett geschrottet. OSM hat das gleiche Modell. Und es ist für mich keine Frage ob sondern nur wann Openstreetmap weltweit die mit Abstand beste Karte ist. Schon heute ist sie das in vielen Regionen mit unerreichter Detailtiefe und Aktualität. Auch im südlichen Afrika wird sie das bald sein.

Natürlich hat das Modell auch Nachteile. Pappnasen können absichtlich und unbewusst große Fehler reinbringen. Aber dazu gibt es umfangreiche Vergleichsstudien und das Problem ist weitaus geringer, als von Kritikern gern behauptet. Die Vorteile (Umfang, Detailtiefe und Aktualität) überwiegen so oder so. Und Fehler gibt es auch nicht nur bei Wikipedia und OSM. Britannica und Brockhaus haben auch Fehler. Es gibt weltweit nur noch 2 große Anbieter von digitalen Karten. Die meisten kommerziellen Digitalkarten basieren auf deren Daten. Die Straße in der ich wohne war ca. 5 Jahre lang in allen kommerziellen Kartenprodukten falsch eingezeichnet. Niemand konnte mit dem Navi hierher geroutet werden. OSM hatte das richtig (Nicht von mir eingepflegt).

Letztlich basieren T4A wie OSM auf User-Contribution. Leute liefern da freiwillig ihre Tracks und POIs ab. Nur ist es von den Strukturen her ungleich attraktiver und transparenter, Kartendaten bei OSM abzuliefern und deshalb wird T4A meines Erachtens in Zukunft Probleme bekommen.

Beste Grüße

Guido
12 Beiträge · seit 201628. März 2016 · #10
Moin,

in Südafrika (Miami und Californien) hat uns die kostenpflichtige APP "CoPilot" extrem gut begleitet. Bei dem Kartenmaterial für ZA ist auch Namibia und Botswana dabei, Kostenpunkt ~30€.

In ZA kannte diese App jede noch so kleine Unterkunft oder jeden POI (Aussichtspunkt, Sehenswürdigkeit, Tankstelle, Restaurant). Wenn es keine Adresse gibt kann man auch eine GPS Position eingeben.
Die App ist sehr tollerant bei der Namenseingabe und hat uns somit imner gut zum Ziel geführt.

Nachteil - die Bedienung muss man ein wenig lernen, insbesondere erweiterte Funktionen wie z.B. die Routenplanung ist etwas "tricky" aber machbar.

Habe gestern mal die Karten für Namibia geprüft - die Abdeckung kommt sicherlich nicht mit OSM (seit Jahren mein Favorit für Garmin) oder Tracks4Africa mit. Für den normalen Touri, der nicht durch die Wildniss pflügen möchte könnte es aber reichen.

Ach ja, selbstverständlich sind die Karten nach dem Download offline verfügbar. Den Download sollte man in heimischen (schnellen) Netz machen.

Wie eingangs schon erwähnt bietet CoPilot weltweit Karten an die dann dazugekauft werden können. Wir hatten die App ursprünglich für Nordamerika für 6,99€ gekauft - auch dort sehr zu empfehlen. Spart halt die Mitnahme eines weiteren Navi's.

Gruß,
Tobi
243 Beiträge · seit 201130. März 2016 · #11
Ich empfehle auch OSM, habe da schon sehr, sehr viele Punkte und Wege in Namibia und Botswana eingefügt. Dort gibt es nun auch Unterkünfte/Details, die es so bei T4A (noch) nicht gibt 😉

Auch finde ich, dass dort sehr viele "Offroad-Strecken" enthalten sind und das Datenvolumen wächst stetig. Fehler sind mir kaum aufgefallen und wenn, dann habe ich sie kurzerhand korrigiert.

Ich habe auf Garmin und Handy (Osmand+) das gleiche Kartenmaterial und bin damit immer gut gefahren... Zum Planen nutze ich allerdings überwiegend die T4A Papierkarten.

Grüße! tom
Zitierenzuletzt bearbeitet 30. März 2016Original ↗
1'715 Beiträge · seit 200618. März 2022 · #12
In den letzten 8 Jahren hat sich bei T4A was die Ortschaften anbelangt einiges getan. Das ist den T4A-Kartenbenutzer zu verdanken welche Ihre Tracks und Korrekturen der Firma einsenden.

So ist die Karte entsandten, viele Freiwillige haben ihren Beitrag geleistet. Damals bekam man jeden neue Version kostenlos. Mit der Zeit war der Aufwand so gross dass, man Leute einstellen musste und es wurden die Firma Tracks4Afrika in Südafrika gegründet.
Wer seine Daten einschickt bekommt jeweils eine Betaversion des jeweiligen Kartenteil, vorab zugeschickt um die Korrekturen zu prüfen.

Gruss
Emanuel
Zitierenzuletzt bearbeitet 19. März 2022Original ↗
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