Reisebericht

Betreutes Wohnen im Bodenzelt - Botswana 2014

von Champagner · begonnen 06. Sept. 2014 · 26 Teile

Teil 106. Sept. 2014
....oder auch:

hac00368.jpg



Auf den Titel komme ich später zu sprechen – zuerst kurz wie es zu dieser Reise kam:

Bereits 2011 in der Sossusvlei Lodge (Namibia) merkte ich, wie sehr mir das Flattern der Zeltplanen gefällt und wie dabei Erinnerungen an schöne Campingurlaube hochkommen.

2012 habe ich bei meiner Lodge-Tour durch Botswana vor allem die Tented Camps lieben gelernt und sofort gespürt: hier in diesem Land möchte ich irgendwann einmal mit dem Zelt reisen! So nahe wie möglich an der Natur sein....

Meine Lodge-Reise für August 2013 war schon lange gebucht (Camping war kein Thema wegen meiner Mitreisenden, war aber völlig okay, weil ich eh noch mal in zwei Lodges/Camps von 2012 wollte), als im Februar 2013 eine Freundin bei mir zu Besuch war und sich meine Botswana-Fotos anschaute. Ich erzählte ihr nebenher, dass ich fest vorhätte, 2014 eine geführte Campingtour mit zu machen. Frau Miebach (Iwanowski) hatte diese schon öfters „getestet“ und mir immer wieder davon vorgeschwärmt – seitdem ging mir diese Idee nicht mehr aus dem Kopf 😮 . Außerdem bot sich eine solche Tour für mich als Single an, der Aufpreis ist minimal und das Fahren, das ich mir dort nicht zutrauen würde, entfällt.

Ein Tag später kam eine Mail von der besagten Freundin A.: „Schick mir doch bitte mal das Infomaterial“ und zwei Tage später „W. ist auch interessiert“. (W. ist der Mann von A.)

Kurz und gut – wir haben uns recht schnell für die Fish-Eagle-Safari von Bush Ways Safaris entschieden, wobei wir mit Hilfe von Frau Miebach das Ende etwas abgeändert haben.

So sieht die Strecke aus – die Karte habe ich mir von Bush Ways ausgeliehen (selbstverständlich mit deren freundlicher Genehmigung) – die Änderung am Schluss habe ich versucht einzuzeichnen.


h2570fb6.jpg



Die einzelnen Etappen waren wie folgt:

21. August: Abflug abends nach Johannesburg mit SAA
22. August: Weiterflug nach Maun (SAA) – ÜN in der Island Safari Lodge
23. August: Beginn der Campingreise – Fahrt zu Nguma Island Lodge, mit Motorboot u. Mokoro auf eine Insel im OkavangoDelta
24. August: ÜN auf Insel im Okavango Delta
25. August: Rückflug als Scenic Flight, ÜN in Maun, Audi Camp
26. August: Fahrt in den Moremi, HATAP Campsite bei Xakanaxa
27. August: HATAP Campsite bei Xakanaxa
28. August: HATAP Campsite bei North Gate
29. August: HATAP Campsite Savuti
30. August: HATAB Campsite Chobe (oberhalb von Serondela)
31. August: HATAB Campsite Chobe (oberhalb von Serondela)
01. Sept.: ÜN Chobe Safari Lodge, Kasane – Sunset-Boatcruise
02. Sept.: Fahrt nach Victoria Falls – ÜN Ilala Lodge
03. Sept.: Nachmittags Heimflug von Vic Falls über Johannesburg nach Frankfurt (SAA)

Die Tour fährt planmäßig am 1.9. direkt (bzw. mit einem Zwischenstop an der Station von Bush Ways in Kasane, wo getankt und der Trailer abgestellt wird) von der Campsite im Chobe nach Livingstone. Ich fand das aber zu hektisch und wollte sowohl noch eine Bootsfahrt auf dem Chobe haben als auch lieber auf der Zimbabwe-Seite der Fälle übernachten. Meine Mitreisenden waren einverstanden und so wurde dies von Iwanowski bzw. Safari Destination so organisiert und verrechnet.

Das alles geschah vor 1,5 Jahren – also genug Zeit um darauf zu sparen und sich zu freuen 🙂 !

Und dann ging es wie immer ganz plötzlich los – komisch, die letzten Wochen vor dem Urlaub vergehen jedes Jahr wie im Flug 🙄 !

Natürlich war ich sehr gespannt auf meine Mitreisenden (wobei ich zwei davon ja schon kannte). Von Frau Miebach hatte ich einige Wochen vor der Abreise erfahren, dass außer uns dreien nur noch eine zusätzliche Person die Reise gebucht hätte. Letztes Jahr hatte ich Caroline, eine Mitarbeiterin von Bush Ways, im Sango Camp kennengelernt und seitdem haben wir ab und zu Mailkontakt. Sie hat mir dann ein paar Tage vor der Abreise mitgeteilt, dass noch ein junges Paar aus Deutschland mitfahren würde, das seit zwei Wochen in Maun ist und bei Bush Ways (er) bzw. Safari Destinations (sie) arbeitet. Deren Reise war als „educational“ gedacht, d.h. sie sollten dabei die Produkte der Firmen kennen lernen. Caroline meinte aber noch, dass es auch immer wieder Last-Minute-Bucher gäbe, es müsse also nicht bei 6 Personen bleiben. Okay, lassen wir uns also überraschen...... weniger als die möglichen 12 Personen wäre natürlich schon toll....!

Noch kurz zum Packen: Erlaubt waren nur 12 kg in einer Tasche sowie Tagesrucksack und Fototasche. Den Platz, den ich nach Erreichen der 12 kg noch in meiner Tasche hatte, füllte ich mit Stiften, Papier und abgelegter Kleidung meiner Jungs aus. Bush Ways unterstützt Bana Ba Letsatsi, ein Straßenkinderprojekt in Maun. Außerdem sind sie wohl gerade dabei, eine Foundation aufzubauen, welche die Regionen unterstützen soll, die während der Safaris bereist werden, bzw. wo die Firma ihre Lodges hat („Please note that we are busy finalising the creation of our Bush Ways Foundation. We will be supporting an increased number of local initiatives and NGOs and also conducting our own projects mostly to support the communities where we have been involved now for a few years already.”).
Meine kleinen Mitbringsel sollten - von Caroline organisiert - dort abgeliefert werden, wo es am sinnvollsten ist.

Außerdem war noch ein Geschenkpäckchen an Bord, das ich im Auftrag einer lieben, mir persönlich bekannten Fomine an eine Bekannten von ihr in Maun überreichen sollte.

Mein eigenes Gepäck bestand aus dem üblichen Bestand an afrikatauglichen Bekleidungsstücken & Co., einem ganz dünnen Seidenschlafsack als Inlet, Mütze, Handschuhe (@ Clax: nein, es gab leider kein Schokoladenwettessen...ich hätte sofort mitmachen können mit meinem Outfit), einem alten Spannbetttuch – und – last but not least: aus meiner Thermounterwäsche 😎 😗 !

Dazu eine kleine Anmerkung: es gibt hier im Forum einen Herrn, dem ich in einem Anfall von geistiger Umnachtung (oder nennen wir es besser Naivität 😊 ) so ganz nebenbei erzählt hatte, dass dieses Accessoire auf meiner Packliste steht, woraufhin ich vor meiner Abreise backstage von ihm einiges an Spott und Geläster zu lesen bekam.... 🤩 😎 😈 😠 🤪

Ihm sei nun gesagt (vielleicht liest er ja mit... ): diese besagte Thermounterwäsche war mein wichtigstes Kleidungsstück überhaupt in Botswana und ich habe sie lieben und schätzen gelernt wie sonst kaum etwas aus meiner Reisetasche 😘 !

Genug der Vorrede – lassen wir die Reise beginnen (wenn auch erst mit der wie immer öden Anreise)!
Teil 206. Sept. 2014
Anreise (Donnerstag, 21. und Freitag, 22. August 2014)


h1dfd0b2.JPG



Am 21. August, dem Tag der Abreise, hat mein jüngerer Sohn Geburtstag, so dass wir alle noch gemütlich zusammen zu Mittag essen , danach geht es dann recht früh mit der Bahn nach Frankfurt, um für eventuelle Zugausfälle oder Verspätungen ausreichend Puffer zu haben. Zum Glück ticken meine Mitreisenden gleich, so dass die frühe Fahrt zum Flughafen kein Thema war und wir lieber in Frankfurt die Wartezeit gemeinsam absitzen statt alleine daheim mit dem zwanzigsten Mal Taschenumpacken 😉 .

Der Flug bis Johannesburg ist unspektakulär, ich frage beim Einchecken freundlich lächelnd, ob es vielleicht möglich wäre, dass der Platz neben meinem Gangplatz in der Mittelreihe frei bliebe – und siehe da, so ist es 🙂 ! Somit gehen die 10 Stunden recht angenehm vorüber. Niemand stört mich und Platz habe ich auch genug....

In Johannesburg überbrücken wir die lange Wartezeit (mehr als 4 Stunden) in der Bidvest Lounge ( http://www.bidvestlounge.co.za/ ) – danke noch mal an die entsprechenden Fomis für diesen guten Tipp, allen voran Chrigu! Ich hatte die Plätze vorab online gebucht und netten E-Mail-Kontakt gehabt, da das Formular auf der HP eigentlich nicht korrekt ausfüllbar ist.

Casimodo würde jetzt wahrscheinlich sagen, dass ich mopsig daliege 😎


h37ae773.jpg



Es tut sehr gut, die Beine hochzulegen, auch die Snacks sind ganz okay (natürlich kein Luxusangebot, aber von jedem und für jeden ein bisschen was), Kaffee gibt es und sonstige Getränke – und als es uns langweilig wird, gehen wir noch duschen in den sehr schönen geräumigen Sanitärkabinen (Waschbecken, Toilette und Dusche, Kleiderständer, Handtücher) .
Das Ganze kostet pro Person knapp über 18 €.


hd25952d.jpg



Für den Weiterflug habe ich natürlich einen Fensterplatz gebucht – dumm nur, dass Reihe 5 kein Fenster hat 😮 (ich musste an Picco denken, dem gings auch mal so)! Also schnell umgesetzt – leider sind die Fenster alle sehr trübe und diesig ist es zudem. Trotzdem hier ein (etwas überarbeitetes) Foto von den Makgadikgadi-Pans, auf der Google-maps-Karte ist es der untere linke Teil.

h18cf416.JPG



hfbee7bc.jpg


Der Boteti hat richtig viel Wasser und einen großen See gebildet – also hat das Diagramm vom Wasserstand im, bzw. am Ende des Deltas, das ich immer mal wieder aufgerufen hatte vor der Abreise, nicht gelogen: es ist wirklich viel Wasser unterwegs in dieser Gegend Botswanas!


h21e3c4d.JPG


Anflug auf Maun:

hee7e3a7.jpg




Am Flughafen steht als Überraschung Caroline da – ich freue mich sehr, sie wieder zu sehen 🙂 ! Sie stellt uns unseren Guide Spencer vor. Dieser bringt uns zu unserem Wohnzimmer für die nächsten 9 Tage, eine Landrover-Defender-Spezialanfertigung (Foto von Bush Ways).


ha4324e7.jpg



Dort sitzt schon Daphne (gesprochen: Däffniii) aus Südafrika – ein echter Volltreffer für unsere Besatzung, wie sich bald zeigen wird 😘 ! Unsere erste Amtshandlung besteht im Einkauf von Getränken für die Reise, denn diese (außer Tee und Kaffee) sind nicht inklusive.

hfbcaf2a.jpg


Dann bringt uns Spencer zur Island Safari Lodge, wo wir vier untergebracht sind.

Hier ein paar Impressionen der Lodge und Umgebung:


h9b17120.jpg


hc2654e5.jpg


h1a08db2.jpg


hd0ba6a3.jpg


h2db9a0d.jpg



Sieht recht nett aus, ist aber nicht der Brüller.....Die Umgebung ist schön, aber die Zimmer sind sosolala, sie stinken fürchterlich nach Anti-Mücken-Chemie 🤢 , was total sinnfrei ist, denn unter der Tür ist ein breiter Ritz, so dass jederzeit Nachschub reinkrabbeln könnte, wenn er wollte 🤩 . Mit Hilfe einer Wolldecke aus dem Regal dichte ich alles ab. Dann versuche ich zu duschen. Vorsichtshalber gibt es ein Schild mit der Bemerkung, dass es 5 Minuten bis zum Eintreffen des warmen Wassers dauern könnte. Okay, ich versuche es erst mal mit 5 europäischen Minuten, und als das nichts nützt, mit 5 afrikanischen 😗 ..... Irgendwann fällt mir ein, dass zweimal Duschen am Tag eh nicht gut für die Haut ist und beschließe, dass Zähneputzen reicht. Der Wasserhahn am Waschbecken fürs Warmwasser ist lustig – wenn man ihn aufdreht, bzw. es versucht, dreht er sich komplett in dem Loch, in dem er steckt 🤪 . Na ja, warmes Wasser wird sowieso völlig überbewertet – und als Optimistin sehe ich das Ganze als Einstimmung fürs Campen. Da gibt’s doch auch keine Wasserhähne...so what!

Ich gehe ein bisschen spazieren und freue mich, gleich ein paar Tiere zu treffen.


hf507097.jpg


h4dc5dc8.jpg


h6596dc0.jpg


h196c2d6.jpg



h4c50b4c.jpg


(Schön geht anders...... 🤩 )

Das Päckchen gebe ich an der Rezeption ab, inzwischen kam ein Anruf, dass die Empfängerin krank ist und ihr Mann das Geschenk morgen abholt. Ich hoffe, dass alles geklappt hat, ich hab noch nicht nachgefragt.

h98463c8.jpg


Auf den Booten auf dem Thamalakane flattert die Flagge von Botswana – da wir unterwegs auch über die Bedeutung derselben gesprochen haben, hier der Vollständigkeit halber die Beschreibung (Quelle: Wikipedia):

Die Farbe Blau symbolisiert sowohl den Himmel als auch Wasser und Regen und stammt aus dem Wappen Botswanas, in dem "Es möge Regen geben" geschrieben ist. Die Streifen in Weiß und Schwarz, die sich auch an den Zebras, welche die Schildhalter des Wappens sind, finden, stehen für die Harmonie zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen.


Als ich zurück zu meiner Hütte komme, habe ich netten Besuch am Fenster sitzen! Er ist nicht alleine und die knuffigen Kerlchen führen unter anderem eine zirkusreife Flug-Show vor! Allerdings gibt es einige unsanfte Abgänge (nicht fotografiert, aber auf dem letzten Foto ist es kurz davor!) und ich muss leise vor mich hinlachen 😁 !

h89f20ad.jpg



hc3c05fa.jpg



he619299.jpg



hb8bc710.jpg



Wir vier treffen uns später zum Essen – dieses ist vor allem bei den Beiden, die etwas Landestypisches essen, sehr gut. Von meiner Pizza kann man schließlich auch nicht erwarten, dass sie nach dem langen Weg von Italien hier her noch frisch und knusprig ist – selber schuld, wenn man so was bestellt, denke ich. Alles dauert seeeeehr lange, aber wir sind ja im Urlaub und dazu noch in Afrika – passt!! Auf diese Weise haben wir wenigstens genug Zeit um uns zu unterhalten. Daphne ist eine sehr angenehme, weltoffene, kritische und intelligente Frau Ende 50 – außerdem kennt sie sich sehr gut mit der Vogelwelt Afrikas aus. Sie lebt in East London und erzählt, wie sie als Kind und Jugendliche ihr Land erlebt hat und dass das „eben alles einfach so war wie es war“. Erst später hat sie Dinge kritisch hinterfragt, war sehr betroffen und lernte Xhosa, die Sprache des dort ansässigen Volkes. Es ist ein netter und interessanter Abend und beim Einschlafen (ich schlafe zum Glück dann tief und fest) bin ich gespannt auf den nächsten Tag, an dem unsere Campingreise so richtig beginnt.
Teil 307. Sept. 2014
Fahrt ins Okavango-Delta / Teil 1/ Fahrt nach Etsha (Samstag, 23.8.2014)


Ich habe wie ein Stein geschlafen, auch wenn die Bellfrogs ihr Bestes gegeben haben (schön, endlich wieder dieses okavangodeltatypische Geräusch beim Einschlafen zu hören!). Schnell in die Klamotten und dann turne ich draußen ein bisschen rum, um die Morgenstimmung zu erleben.

Es wird Tag am Thamalakane


hbdbde4b.jpg


he9fff91.jpg



Anschließend freue mich aufs Frühstück. Das ist jedoch wieder so eine Sache in der Island Safari Lodge. Ab 6.30 Uhr kann man frühstücken....na ja, sagen wir mal so: man kann es zumindest versuchen 😕 😗 .

Nach und nach tragen recht unlustige Mitarbeiter ein rudimentäres „Büffet “ (mir mag der Ausdruck kaum über die Tastatur gehen 😵 ) zusammen. Auch Kaffeebecher und Besteck tauchen irgendwann auf, sind aber in deutlicher Unterzahl, so dass irgendwann eine Bedienung kommt, und fragt, ob sie meinen Löffel „leihen“ kann 😉 . Er wird kurz abgespült und dann einem anderen Gast gereicht....zurückbekommen habe ich ihn bis heute nicht 😄 .

Meine drei Reisekumpane machen den Fehler, irgendwelche Eierspeisen zu bestellen. Immer mal wieder kommt ein Teller mit etwas Eiähnlichem drauf aus der Küche, aber wem der nun gehört, ist nicht klar. Schlussendlich grapschen sich meine Drei alles, was kommt (wir sitzen strategisch günstig gleich am Küchenausgang) – Hauptsache überhaupt etwas zwischen die Kiemen!

Dann wird es spannend – Treffpunkt um 7.30 Uhr auf dem Parkplatz. Dort lernen wir Jo. und Je. kennen, die im Auftrag ihrer neuen Arbeitgeber die Reise mitmachen werden. Die Beiden haben bisher in Deutschland bei Reiseunternehmen gearbeitet und wohnen nun seit 2 Wochen in Maun. Außerdem erfahren wir, dass für die zwei Nächte im Delta noch ein Gast mitkommen wird. Dies ist Ch., Kunstlehrerin (auf Weltreise im Sabbatjahr), die drei „Neuen“ sind so Ende 20/Anfang 30 und drücken damit den Altersdurchschnitt erheblich. 😎

Spencer hat den Trailer dabei sowie unseren Camp-Assistant namens D.T. Ein 21 jähriger freundlicher junger Mann, der – wie wir später erfahren – aus Etsha (Nr.?) stammt, also genau aus der Gegend, in die wir nun fahren werden. In diesem Zusammenhang habe ich mir auch erklären lassen, woher diese Nummerierungen von Etsha stammen – ganz einfach: Etsha heißt Channel (wenn ich richtig aufgepasst habe, aber so meine ich mich zu erinnern – oder es war die Furt durch denselbigen – hmmmm, vielleicht sollte ich nun doch mal anfangen, unterwegs Notizen zu machen.....) Es gibt jede Menge derselbigen, die aus dem Delta kommen, und diese inklusive der jeweiligen Ansiedlungen werden von 1 – 13 durchnummeriert (Spencer hat es mit den Brücken im Moremi verglichen). Aha – wieder was dazugelernt!

Parallel mit uns starten zwei andere Gruppen des gleichen Unternehmens, allerdings eine andere Tour (sie fahren direkt in den Moremi und lassen das Delta aus)

hb7ed481.jpg



Unser Gepäck wird in den Anhänger geladen und los geht’s!

Wir fahren offen, am Anfang ist es noch recht frisch, aber das ändert sich im Laufe der Fahrt. Die Strecke führt uns erst südwestlich weg von Maun und dann ab Sehithwa nördlich am westlichen Deltarand entlang. Daphne hat ein Foto ihrer Großeltern (? Oder noch älter? Hab's vergessen....) dabei, die am Lake Ngami gesiedelt haben und ist von daher sehr interessiert, diese Gegend zu sehen.

Ein paar Eindrücke von unterwegs:

h55c0a51.jpg


hb2a420a.jpg


h9e21c94.jpg


h9629b3d.jpg


h65ac852.jpg



Ziemlich genau um 10 Uhr wird eine Pause gemacht – Fruitbreak!

h4fbc8ce.jpg



Wir nutzen die Chance und fotografieren die blühenden Bäume. Ich bin insgesamt sehr glücklich darüber, wie viel grüner und klarer die Landschaft wirkt im Vergleich zu letztem Jahr. Damals war alles von einer dicken Staubschicht überzogen und wirkte irgendwie leblos. Auch der Himmel ist knatschblau und nicht so ständig leicht diesig wie 2013 - wie schön!

Spencer kennt sich mit Pflanzen sehr gut aus und kann uns jeden lateinischen Namen wie aus der Pistole geschossen nennen (ich erspare sie euch aber hier)!!

Camel Thorn Tree

h273eeb4.jpg


h0b83c43.jpg


Black Thorn Tree

h31da690.jpg


hbf7b6f9.jpg


Die Fahrt auf der Teerstraße dauert ca. 4 Stunden – dann endlich biegen wir ab und ich rieche den afrikanischen Busch!!!

hfe3056d.jpg



Der Reifendruck wird reduziert und kurze Zeit später halten wir bei einem sehr großen Kral an.

h7aa08f3.jpg


h25b742c.jpg



Es gibt unseren ersten Lunch aus unserer Bordküche. D.T. und Spencer waschen, putzen und schnippeln und fertig ist ein leckerer Salat mit diversen Zutaten, die man wählen kann (Käse, Schinken usw.).

h8e7febd.jpg



Ja – genau das ist es, was ich wollte: mitten in Afrika, begleitet von den Gerüchen und den Geräuschen des Buschs, auf einem Campingstühlchen sitzend, den Teller auf den Knien balancierend – nicht mehr und nicht weniger! Jetzt bin ich angekommen! 🙂


hfdcff41.jpg
Teil 407. Sept. 2014
Fahrt ins Okavango-Delta / Teil 2 / Mit den Booten auf die Insel (Samstag, 23.8.2014)

Und nun beginnt der Teil der Reise, auf den ich soooo gespannt war und auf den ich mich schon ewig gefreut hatte! Erstens werden wir unsere Zelte kennen lernen und zweitens tief ins Delta fahren. Im Vorfeld hatte ich Fotos von dieser Gegend gesehen und ein bisschen Hoffnung gehabt, endlich mal Papyrus zu sehen (außer dem gepressten in Ägypten....). Ich sollte nicht enttäuscht werden!

Wer viele Tiere erwartet, wird allerdings enttäuscht sein – der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Flora und Landschaft!


h7680698.jpg


h34b8f1e.jpg



Nach dem Lunch brechen wir auf und müssen wir nur noch ein paar Minuten vorbei an der Donkey-Bridge fahren, wie Spencer das lachend nennt. Dann sind wir an der Nguma Island Lodge. Irrtümlicherweise hatte ich gedacht, dass wir vom Guma Lagoon Camp aus starten – aber dem war nicht so (war aber unwesentlich).

Zuerst demonstriert uns Spencer die Gelände- bzw. Wassertauglichkeit unseres „Wohnzimmers“ – er täuscht an, als ob er rechts außenrum auf einem Sandweg fahren möchte und prescht plötzlich mit einem breiten Grinsen im Gesicht mitten durchs überschwemmte Gras!

h2d3db45.jpg



Er stoppt an der Bootsanlegestelle und mir quellen die Augen über: Papyrus und sonstiger schöner Bewuchs wohin ich blicke!


h11b5d1a.jpg


hac0d225.jpg


h2f76706.jpg


hbe8da17.jpg


Wow, ist das toll! Zum Staunen bleibt aber wenig Zeit – denn nun erleben wir zum ersten Mal das logistische Wunder unserer Campingreise. Ursprünglich hieß es, man müsse für diesen Reiseabschnitt eine kleine Tasche mit dem Nötigstens packen und die große Tasche im Hänger lassen. Spencer meint aber, dass wir eh so kleine Taschen hätten, dass man alles mitnehmen könne, wenn man wolle. Der Hänger wird komplett ausgeräumt, Zelte, Tische, Stühle, Schlafsäcke, Taschen, Coolerbox...... und alles auf eine Plane gelegt. Nun werden die Motorboote beladen – ach du meine Güte, ein Umzug ist ein Dreck dagegen....


hb25b22b.jpg


hea11a37.jpg




Und dann geht es los – das ganze Geraffel in einem Motorboot und wir im anderen. Eine Stunde lange fahren wir durch eine verzauberte Welt und ich bin hin und weg. So viel schöne und vor allem unberührte Natur!

h227a182.jpg


hf364297.jpg


h5839c30.jpg


hf0f623a.jpg


hf773899.jpg


hcf582d5.jpg


h6683cd9.jpg


h280d383.jpg



Ja, und dann legen wir an einer Insel an


h167fc92.jpg



und es folgt die Logistik-Demonstration Nr.2 – alles wird in ein paar Mekoro verladen!!!

h281fdc5.jpg


h9924ace.jpg


hc9a22dc.jpg



Ich brauche ein paar Minuten bis ich meinen Lachflash im Griff habe, als der Headpoler Alco (ohne „hol“) meinte, wir würden vielleicht viele „Bäääds“ sehen (das versteht nur, wer die Berichte von fotomatte und Bloke gelesen hat). 😄 🤪
Und dann stechen wir in See...... bzw. in den Okavango.


hfabc82e.jpg


Es folgt eine – für mich, den bekennenden Mokoro-Fan - wunderschöne Fahrt durch z.T. ziemlich enge Passagen – wie sich die Poler orientieren ist mir allerdings ein Rätsel (ich bin da aber auch eine Null). Was mir besonders gefällt - wir fahren nicht einfach so durch die Gegend, sondern wir haben ein Ziel und die Mekoro dienen als Fortbewegungs- und Transportmittel.

h2d35404.jpg


hc1a4378.jpg


hcd66ba6.jpg


he4be6c4.JPG




Wir haben ziemlich Tiefgang durch unser ganzes Gepäck und sind somit auf Augenhöhe mit manchen Bäääds (African Jacana – Blaustirnblatthühnchen).


h164e9ba.jpg


h9b67ecb.jpg



Andere (Little Bee-Eater) sitzen dekorativ auf Schilf und Papyrus – ich kann mich kaum satt sehen.


hd6c65de.jpg


hf857cc9.jpg


haf4cd1c.jpg


h3ea1d93.jpg



Nun sind wir da – auf unserer Insel!!

hb1413b6.jpg


h7fa0192.jpg



Es ist 16.15 Uhr und schnell wird das Camp aufgebaut. Wir lernen das Equipment kennen – Zelte, Matten, Schlafsack – alles tipptopp sauber, nichts muffelt und so richten wir uns gemütlich ein. Die Zelte selber sind vom Prinzip her leicht aufzubauen, nur meines ist ganz neu und die Haken entsprechen widerborstig. Spencer hilft mir aber – no problem! Und hier steht es – mein Schlafzimmer für die nächsten 9 Nächte (wobei ich für die letzten beiden auf Grund eines Reißverschlussproblems ein anderes Zelt bekommen habe).


h58c8627.jpg


Blick aus dem Inneren:


hb24d28a.jpg


Die Details für Casimodo und wen es sonst noch interessiert: die Zelte haben eine Grundfläche von 2,10m x 2,10m und sind in der Mitte 1,75m hoch (einen Sanitäranbau gibt es bei unserer Sparvariante nicht – Gemeinschaftsklo und Dusche werden separat aufgebaut). Also perfekt für mich mit meinen 1,60 m! Die Matten (ca. 5cm hoch) sind sehr bequem – ich habe mir zwei bestellt, somit habe ich ein Luxusbett, das ich dann noch mit meinem Spannbettlaken beziehe. Der geliehene Schlafsack von Bush Ways sieht sehr neu aus und ist geräumig und warm. Innenrein kommt mein Seideninlet – aber es ist auch bereits ein Innenschlafsack vorhanden, der mir aber irgendwie ein bisschen schdrabelig (wie sagt man das in Hochdeutsch?) aussieht – ich habe ihn nie benutzt. Achja, ein kleines Kopfkissen gehört auch noch zur geliehenen Ausrüstung - einen entsprechenden Überzug hatte ich dabei.

Während wir uns mit den Zelten abmühen, werden Stühle hingestellt, das Campfire entfacht, Dusche und Toilette installiert – alles geht Hand in Hand.

h6e61dd7.jpg


hc79872b.jpg



Um 17.45 Uhr machen wir uns zu einem kleinen Sunset-Bushwalk auf und lernen so unser Eiland im Okavangodelta kennen.

he33cfdd.jpg


hec9dfcf.jpg


hafbaff5.jpg


h8058b40.jpg


Daniel, der Poler von Ch. und mir, posiert gerne vor der Kamera – er legt auch offensichtlich sehr viel Wert auf sein Äußeres 😉 .

h4d91ad3.jpg


h72e3f67.jpg


hbdf8f91.jpg



So sieht es nach Sonnenuntergang auf der entgegengesetzten Seite aus:

h5718d0d.jpg



Wir machen uns schnell auf den Rückweg und kommen noch vor Einbruch der Dunkelheit im Camp an.

h0119356.jpg


Dort schaue ich D.T. beim Kochen zu bzw. mache ihm Licht mit meiner neuen tollen Stirnlampe – es gibt Chilli con Carne mit Reis, für Ch. extra eine vegetarische Variante (mit Holzpellets, wie wir lästern... 😛 .). D.T. hält eine kurze Ansprache, erklärt das Essen und hält dann eine Flasche Sekt und ein Geschenk in der Hand, dies sei für Gabriel. Wir schauen uns alle an – wer ist Gabriel? 😕 Heißt einer der Poler so? Irgendwann fällt der Groschen, als er mich lange und intensiv anschaut – ich (Gabriele mit offiziellem Namen) bin gemeint! Eine Anerkennung von Bush Ways für die Mehrfachtäterin. Vielen Dank! (Die Flasche ist vernichtet, aber die Fotoalben existieren noch)

h0d889df.JPG




Wir lassen uns den Sekt zu dem superleckeren Abendessen schmecken - es gibt dann auch noch Nachtisch und danach sitzen wir ums Campfire herum. Leider scheint das Mobilfunknetz hier sehr gut zu funktionieren 🤩 , ständig geben die Handys der Poler Geräusche von sich und vor allem die beiden Mädels in unserer Gruppe sind intensiv damit beschäftig, SMS zu verschicken, zu chatten, Selfies zu erstellen und versenden (das find ich eh so was von blöd... aber vermutlich bin ich einfach zu alt und zu hässlich dafür 😠 ) und auch zu telefonieren. Einen idyllischen Abend mitten in der botswanischen Wildnis hatte ich mir ein bisschen anders vorgestellt 😈 . Bald verschwinden wir aber sowieso alle zum ersten Mal in unsere Zelte. Wahhh, ist das gemütlich – ich will hier nicht mehr weg! Irgendwo grunzt ein Hippo und irgendwann grunzt jemand in einem der Nachbarzelte – und irgendwie bin ich dann ganz schnell eingeschlafen......
Teil 508. Sept. 2014
Ein ruhiger Tag im Okavango-Delta (Sonntag, 24.8.3014)

So, die erste Nacht im Zelt liegt hinter mir! Schööööön war’s –trotz leichtem Linksdrall 😐 , weil ich natürlich nicht so wirklich auf einen ebenen Platz geachtet hatte beim Aufbau (Anfängerfehler - dabei habe ich immer noch einen Griechenlandurlaub im Kopf, bei dem ich mich jeden Morgen zur Hälfte außerhalb des zwangsweise in Hanglage aufgestellten Zeltes wiedergefunden hatte – einfach runtergerutscht in der Nacht!). Die Temperaturen waren moderat und ich hatte es kuschelig warm mit meinem Th..-Unterhemd unter dem Schlafanzug (nichts hasse ich mehr als wenn ich mich bis zum Hals zudecken muss....)

Nachts ist es strikt untersagt, das Zelt zu verlassen. Nachdem ich in meinem Übermut den äußersten Platz gewählt habe, neben dem es nur noch Schilf, Wasser und sonst nichts, bzw. ganz viel, aber Unsichtbares gibt, kommt mir das Verbot sehr entgegen. Zumal nachts einer meiner Spezialfreunde mampfend am Rand des Camps entlang schlurft 😠 ....

Wenigstens habe ich das Campfire im Blick – und sobald dieses brennt oder man die Guides hört, darf man raus (und hechtet dann natürlich sofort auf die Toilette). Danach schnell eine kleine Fotorunde – ich bin wie schon in Maun fasziniert von der liegenden Mondsichel.

h7ac50a3.jpg


D.T. röstet Brot auf dem Grill und wir bedienen uns im fahlen Morgenlicht am Mokoro-Büffet. Es gibt verschiedene Aufstriche, Kaffee (Pulver mit heißem Wasser), Tee, Cornflakes, Milch.

hb1118f2.jpg



h3c34c58.jpg


Die Poler sitzen etwas abseits – es sind übrigens zum Teil Cousins von D.T., alles ganz junge, nette Burschen (außer natürlich dem Headpoler Alco, der ist älter, aber irgendwie zeitlos – ich könnte sein Alter niemals schätzen). Der Plan für heute ist ein ganz unaufgeregter: morgens eine Mokorofahrt mit Ziel „andere Insel“. Dort ausgedehnter Bushwalk , dann „daheim“ Lunch und Mittagspause und nachmittags noch mal eine Sunset-Fahrt. Klingt sehr gut, denn uns ist alle danach, mal ein bisschen zu relaxen. Bisher hatten wir doch ein recht straffes Programm mit so viel Neuem – das will erst mal verarbeitet werden.

Zehn vor Sieben geht die Sonne auf


hc0eb482.jpg




Bei wunderschönem Morgenlicht geht es kurz nach 7 Uhr los


hf0b4238.jpg


Übrigens: Der junge Herr ganz links musste kurz nach der Abfahrt nochmal kurz an Land zum Umkleiden - er war doch tatsächlich in den Okavango gefallen bei einem etwas übermütigen Manöver 😄 ! Für seine Kollegen natürlich DAS Highlight und DER running gag des Tages!!!

ha3bdcfe.jpg


Wieder genieße ich die Stille und das sanfte Dahingleiten, Ch. ist eifrig damit beschäftigt, Selfies zu schießen und Filme zu drehen, die sie sich dann sofort mit Ton anschaut (zum Glück gabs ja nicht so viele störende Geräusche aufzunehmen).

Durch das wechselnde Licht gibt es immer wieder neue Eindrücke


h3611c8a.jpg


hd72e986.jpg



hd7de3a4.jpg


h7b2c77d.jpg




Nach einer halben Stunde sind wir an unserem Ziel


h2981ed0.jpg


und schlagen uns unter Führung von Alco und Spencer in die Büsche.

h5cef3b9.jpg


Ich bin von der Ursprünglichkeit dieser Insel begeistert, vor allem die weiten offenen Flächen, übersät mit Elefantendung beeindrucken mich.

hde61ab5.jpg



Wir bekommen einiges erklärt - woran man erkennen kann, ob ein Elefantenbulle oder eine Kuh seine Ausscheidungen hinterlassen hat (kommt auf die Distanz zwischen Pinkelsee und Elefantenknödel an – kurz=Kuh, lang=Bulle – eigentlich logisch), wer wohin gelaufen ist usw.....

h89cb724.jpg



Sehen tun wir aber den ganzen Tag über keinen einzigen der Protagonisten – so viel sei schon mal verraten!!! Darüber sind wir höchst erstaunt. Ja – erstaunt, nicht enttäuscht, denn wir hatten sowieso nicht damit gerechnet. Aber es ist einfach unglaublich, wie gut sich die ganzen Verursacher der „droppings“ und „tracks“ verstecken!!! Sie müssen doch irgendwo sein – aber wo??? 😕 😐 🙄

Dafür gibt es aber Bäääds und Landschaft!

Hadeda Ibis
h54ad49b.jpg


Crested Barbet
h003f228.jpg


Little Bee-Eater getarnt
h0b59a45.jpg


Landschaft

h7459fad.jpg


h39d08a9.jpg


h8833170.jpg


h5806bb0.jpg




Am Treffpunkt erwarten uns schon die Jungpoler (Daniel cool wie immer 😉 !)

ha630b96.jpg



und es gibt den obligatorischen Fruitbreak.

h0d5ca30.jpg


Von den Schalen und Obstabfällen wird übrigens nichts liegengelassen – auch wenn wir Europäer sagen würden, das verrottet doch eh als Kompost – nein, das kommt nicht von hier und bleibt deshalb auch nicht hier! Danach schippern wir heim – dabei entdecke ich noch dieses herrliche Nest-Konstrukt!

h8efa0da.jpg



Daheim auf unserer Insel (man kommt nicht umhin, sich ein bisschen wie Robinson und Freitag zu fühlen.....) werden wir von D.T. mit leckeren Spiegeleiern, Würstchen usw. – alles überm Campfire zubereitet, empfangen. Mhhhh, das schmeckt so was von gut!!! (Achtung: das Tablet auf dem zweiten Foto wurde nicht zum Servieren verwendet..... 😎 😛 😗 )

h189b33c.jpg


h8668f62.jpg



Die Mittagspause nutzen wir zum Duschen, In-den-Himmel-und-aus-dem-Zelt-Schauen, Jo nimmt am VHS-Kurs „Mokoro for beginners“ teil (erfolgreich – alle warten, dass er reinfällt, aber er tut uns den Gefallen nicht!).

Unser Sanitärbereich 🙂 (links Dusche, rechts Toilette):

hadde96b.jpg


h8eb5b58.jpg


h49d22fd.jpg


hf1dab84.jpg


h6747e16.jpg



Nach Kaffee und Keksen geht es nach 16 Uhr wieder los – geplant war eigentlich nur eine Fahrt ohne Walk, aber Alco und Spencer scheint es keine Ruhe zu lassen, dass wir keine Tiere gesehen haben. Also legen wir noch mal an einer anderen Insel an. Dumm nur, dass einige Sandalen anhaben, denn hier geht es durch dunkelgrauen, fiesen Matsch. Fotos hab ich keine gemacht.... Auch hier sehen wir viele Spuren, aber keine Tiere!

Stopp – das stimmt natürlich nicht ganz – Vogel geht immer:

White faced Duck (zum 1.Mal bewusst wahrgenommen – ich finde sie sehr hübsch!)

h257d0fe.jpg


Wieder ein African Jacana auf Kollisionskurs
hed01698.jpg


African Fish-Eagle (Pflicht – denn so heißt ja unsere Tour)

h73f79d0.jpg


Wieder fahren wir mal auf weiten, offenen Wasserwegen, mal auf engen, vorbei an knorrigen Bäumen, Palmen, Papyrus......

h1a697d3.jpg


ha99be9f.jpg


he47efd3.jpg


h430276e.jpg


h64859fe.jpg


h8b41871.jpg


Alco bastelt unterwegs noch die obligatorische Kette aus den Waterlilys,


h27a5e1c.jpg


den Hut dagegen kannte ich noch nicht.

h17b6154.jpg


hd77f032.jpg


Alco ist eine ganz besondere Art Mensch – sehr liebenswürdig und irgendwie haben wir den Eindruck, dass er trotz immer wieder bimmelnden Handys am Gürtel nicht so ganz in dieser Welt des Tourismus angekommen ist. Spencer unterstützt ihn immer wieder in seiner Rolle als Headpoler und dem, der hier im Delta für die Reisegruppe das Sagen hat, er schiebt ihn in den Vordergrund und lässt ihn vieles erklären – nur so richtig wohl scheint sich Alco dabei nicht zu fühlen. Das lässt sich an Körperhaltung, verlegenem Lächeln und Stimme ablesen – vermutlich wäre er zehnmal lieber alleine mit seinem Mokoro hier unterwegs....


hfc885aa.jpg


h843874a.jpg


h4fe41fb.jpg


hef04c89.jpg





hea44625.jpg


h761481b.jpg



Um 18 Uhr sind wir wieder daheim und werden von D.T. lecker bekocht (auch wenn ich nicht mehr weiß, was es war – gut geschmeckt hat es immer!).
h89dadf8.jpg


h50be95b.jpg




Am Campfire lege ich mich dann zum ersten Mal mit Jo. an. Dazu muss man sagen, dass Jo. und Je. ja beide aus der Reisebranche kommen – wobei Je. ihr recht großes Wissen vor allem über Süd- und Ostafrika sehr sympathisch und kompetent rüberbringt, Jo. dagegen eher der Typ „Verkäufer“ (böse Zungen sagen auch „Schwätzer“) ist und uns damit doch ein bisschen on the cookie goes (zumindest wir drei Süddeutschen empfinden das einhellig so). Ich denke oft: Mensch, ist doch nicht schlimm, wenn du das nicht weißt, aber dann halt lieber die Klappe. Wobei ich es auf der einen Seite ja toll finde, wie freundlich, nett, engagiert und begeistert er bei der Sache ist – bereits nach 2 Wochen ist er im „Wir-Modus“ (er spricht also ständig im Namen von Bush Ways) , auf der anderen Seite aber doch öfters an den Spruch „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ denken muss (ohne dabei zu vergessen, dass dieser auch manchmal für mich gilt......).

Also, es geht darum, dass Ch. überlegt, ob sie doch noch weiter mit uns fährt nach dem Delta und sie ihre Wunschziele auflistet. Da sie vor allem in die Nxai-Pan und in den Makgadikgadi will, passt unsere Route aber nicht (und im Chobe war sie eh schon). So kommen wir auf die Bush Ways Routen im Allgemeinen zu sprechen und Jo. will mir doch tatsächlich verkaufen, dass diese auch in den Makgadikgadi NP führen. Da hat er sich aber die falsche Gesprächspartnerin ausgesucht!! Erstens habe ich die Touren ziemlich genau im Kopf und zweitens hatte ich mich eh schon irgendwo mal drüber gewundert/geärgert, dass man damit wirbt, dass man durch den Makgadikgadi NP kommt, obwohl man nur die Transitstrecke fährt (im Zusammenhang des Besuchs der Nxai-Pan, wo tatsächlich auch übernachtet wird). Ich glaube, dieser Satz ist inzwischen gelöscht, zumindest hab ich ihn nicht mehr gefunden in den diversen Portalen. Egal, ich schweife ab: Jo. behauptet steif und fest: „Wir (damit ist natürlich nicht unsere Gruppe gemeint) übernachten auch im M.“. Ich bleibe dickköpfig bei meiner Meinung NEIN.... Ich höre, wie er leise zu Je. sagt: Ich hab die Tourpläne doch alle dabei, die hol ich jetzt mal!“. Nach einiger Zeit kommt er aus seinem Zelt zurück, setzt sich auf sein Campingstühlchen und das Thema M. hat sich stillschweigend erledigt.

Ich war von Anfang an nicht 100%ig begeistert darüber, dass wir Mitarbeiter an Bord haben werden, denn solche Sonderrollen sind für eine Reisegruppe oft ein Problem (verstehen tu ich es natürlich, dass sie in unsere Tour gesteckt wurden, weil einfach noch viel Platz frei war). Leider gab es deshalb zwischendurch auch tatsächlich immer mal wieder ein paar kleine Missstimmungen (die wir aber mit einem doofen Touristen an Bord auch und vielleicht sogar viel mehr gehabt hätten, also Schwamm drüber) und am Ende dann noch einen etwas größeren Ärger (ich werde berichten!).

h5d1dcfb.jpg


Trotzdem haben wir noch einen netten Abend (ich spendiere meine in Maun erworbene Flasche Rosé) und sind alle der Meinung, dass der heutige Tag perfekt war, um zu entspannen und gefühlsmäßig tief in das Naturwunder und 1000.Unesco-Welterbe Okavango-Delta einzutauchen.

Ich schlafe wieder selig auf meinem schiefen Matratzenlager ein und nutze in der Nacht zum ersten Mal (unfallfrei) mein privates Mini-Pissoir Uriwell (Casimodo, das ist der Sanitärtrakt für Arme 🤪 😛 ) . Sehr empfehlenswert für alle, die auch mit dem Campinggedanken liebäugeln und sich dabei über das nächtliche Ausgangsverbot Sorgen machen!
Teil 609. Sept. 2014
Flug über das Okavango-Delta - oder - Ein verlusstreicher Tag (Montag, 25.8.2014)

Und wieder bricht so ein schöner botswanischer Tag an – endlich mal durchgängig wolkenloser Himmel - das habe ich nach dem vielen Grau in (Süd)Deutschland (laut KarstenB war es im Norden besser...) vermisst.


ha7cffe2.jpg



Heute geht es wieder zurück nach Maun. Schon vor 7 Uhr ist das Camp nahezu vollständig abgebrochen. Mein Zelt hat Spencer mal eben schnell zusammengefaltet – huch, ich wusste gar nicht, dass ich hier so bedient werde 🤨 . Aber er macht das bei allen, denn angeblich passen sie sonst nicht in die Schutzhüllen (wenn wir Dödel sie „schwanger“ zusammenfalten, wie er immer meint 😉 ).

Überall legt er mit Hand an – ich muss das jetzt mal deutlich sagen: ein sehr ernsthafter Guide im positiven Sinne mit einem umwerfenden Wissen, fleißig bis zum Gehtnichtmehr und immer auskunftsfreudig.

h2347b27.jpg




Hier schaut er allerdings nur semifröhlich drein, denn seit gestern ist er sehr erkältet, die Nase läuft dauernd, er hustet ein bisschen und wir machen uns schon Sorgen, ob wir wohl einen neuen Guide brauchen. Schnell organisieren wir Hilfe – die Okavango-Apotheke eröffnet innerhalb weniger Minuten und Spencer steht ein breites Spektrum an deutschen und südafrikanischen Medikamenten bereit. Dankbar bedient er sich – auch über meine „Ipalat ohne Zucker“ freut er sich sehr (und ich werde sie später vermissen 🙁 ). Er beruhigt uns aber und meint, er würde sich heute Nachmittag in Maun ein bisschen „Chemie“ besorgen, das würde der Erkältung dann den Garaus machen. Okay, schaunmermal.....

h2a0e006.jpg


Noch gibt es heißes Wasser aus unseren beiden Kannen – aber um 7.15 Uhr ist Abfahrt! Wieder das selbe Spiel – unsere ganze Ausrüstung verschwindet auf geheimnisvolle Weise in den Mekoro. Keine Ahnung wie – aber es funktioniert! Ohne viel Wirbel – effektiv wird zusammengearbeitet und es wird zwar viel palavert und diskutiert - aber es fallen keine lauten, unfreundlichen Worte. Beeindruckend!

hcb733e2.jpg



Zurück geht es wieder durch Schilf und Papyrus

h8bf49bc.jpg


danach wieder über die Insel und alles ab ins Motorboot

h6587122.jpg


und vor 9 Uhr sind wir wieder bei unserem „Wohnzimmer“.

Dieses fährt dann aber um 9.15 Uhr ohne uns ab!! 🤩 Nur DT und Spencer, ein Poler, der in Etsha abgesetzt wird und Ch., von der wir Abschied genommen haben, sitzen im Landy.


hc259a96.jpg


Wir 6 restlichen Glücklichen dürfen nämlich mit dem Flugzeug zurück nach Maun reisen 🙂 - wir drei Schwaben hatten uns schon vor der Abreise dazu entschieden, den Scenic Flight dazu zu buchen, Daphne haben wir recht schnell überzeugt, es auch zu tun und die beiden Mitarbeiter von BW und SD bekommen das Okay von ihren Arbeitgebern, da ein großer Buschflieger eingesetzt wird.

Und jetzt kommt ein gaaaaanz öder Abschnitt der Reise: wir müssen 6 Stunden bis zu unserem Abflug warten 🙄 , Alco bleibt als Betreuung bei uns. Der Grund: erstens muss unser Guide ja erst wieder in Maun sein, um uns abholen zu können und zweitens ist Nachmittag einfach die schönere Zeit zu fliegen als in der prallen Mittagssonne.

Nun hängen wir also in der Bar der Nguma Island Lodge und auf dem Gelände rum.... So wirklich prickelnd ist es dort nicht 😵 .

Daphne brütet mit Alco über den Vogelbildern auf der Shellkarte – bitte achtet jetzt ganz genau darauf, was neben Alco liegt.....


h4bb5f37.jpg



Später unternimmt Alco mit Daphne, Jo. und Je. einen kleinen Spaziergang, Schwerpunkt Vogelbeobachtung. Ich ziehe alleine los (will ein bisschen meine Ruhe haben 😉 ) und knipse die üblichen und auch unüblichen Verdächtigen.

hf3f15cb.jpg


hb02c369.jpg


h1a5d2ec.jpg


ha8d9557.jpg



Vor allem ein Mitglied der Thorn-Familie (alles Akazien) interessiert mich – hier der Knop-Thorn, der mich mit seiner Stachelrinde ein bisschen an einen Dinosaurier erinnert. Seine Blüten sind auch recht auffällig.

h503c57b.jpg


hdcfb912.jpg


Anschließend machen wir uns über den Lunch (verschiedene leckere Salate, Käse und Brot) her, den D.T. uns hier gelassen hat (wieder eine super Organisation!). Danach wird es so richtig zäh. Wir sind müde, aber es gibt keine Möglichkeit, sich gemütlich abzulegen.


hdc9b78d.jpg


An diesem Punkt sind wir froh, Jo dabei zu haben (auch wenn es uns nichts, aber vielleicht unseren Nachfolgern einiges nutzen wird), denn er wird seinem Arbeitgeber berichten, dass es hier Optimierungsbedarf gibt. Es würde schon reichen, wenn ein paar einfache Liegestühle vorhanden wären. Dann könnte man die Zeit sinnvoll mit einem Nickerchen überbrücken.

So rühren wir uns immer wieder Instantkaffee an, benutzen folglich die recht nette Toilette häufig und versuchen irgendwie zu dösen – ich schaffe es mit dem Kopf auf dem Tisch liegend....bequem geht anders 😕 .

Dann endlich, 15.15 Uhr machen wir uns auf Richtung Airstrip.

hcb0a541.jpg



Jo hatte schon den ganzen Tag über Bedenken, ob er den Flug gut überstehen wird, er hat wohl Probleme bei unruhigen Fortbewegungsarten (egal ob Auto, Schiff, Flugzeug) und die entsprechenden Medikamente nicht dabei. Zum Glück wartet ja ein recht großer Buschflieger auf uns (von Mackair) – mit 2 Piloten.

hf22ddc5.jpg



Sie sind sehr nett wie üblich und erklären uns recht ausführlich auf einer Karte die Strecke. Ich bin jetzt schon ganz aufgeregt und glücklich, denn einen richtigen Scenic-Flight habe ich noch nicht mitgemacht, bisher waren es alles Transferflüge. Und dann noch eine solch tolle Strecke – in einem großen S, nicht etwa einfach geradeaus wird das Delta überflogen.

Schon vorab – so einen tollen Deltaflug habe ich noch nie erlebt!! Die Sicht war klasse – auch wenn man natürlich ab und zu durch die tiefstehende Sonne starkes Gegenlicht hatte, der Pilot hat sein Bestes gegeben, Jo hat durchgehalten (dafür aber leider Je nicht – mir macht ja das Fliegen nichts aus, aber wenn ich dann jemanden würgen und spucken höre und mir der entsprechende Geruch in die Nase steigt....ihhh.... 🤢 🤢 🤢 war aber zum Glück erst gegen Ende.)

Hier kommentarlos ein paar Fotos, wer genau hinschaut, sieht auch Tiere, sehr oft Elefanten, mal Büffel (leider keine schönen Fotos) und ganz klein unten rechts Hippos, die Antilopen und Giraffen erspare ich euch wegen Unschärfe. Ich bin ja was „Spotten“ betrifft ein blindes Huhn (dazu später noch mehr) und war voll und ganz auf Daphne angewiesen, die mich ständig auf dem Laufenden hielt (elephants on the right, giraffes straight ahead...), nur dauert es einfach zu lange, bis ich die Botschaft verstanden, das Objekt der Begierde gefunden und dann noch die Kamera stillgehalten habe. Und das, obwohl der Pilot uns ja auch informiert und das Flugzeug immer wenn möglich entsprechend positioniert. Aber auch so ein Buschfliegerle ist ganz schön schnell.....schneller als ich reagieren kann auf jeden Fall!! Egal, die Landschaft hält still und ich bin mal wieder total begeistert von derselben – immer wieder gibt es andere Anblicke!

Wahhhh, ich kann mich mal wieder nicht entscheiden..... 😵 (Der Flug war halt auch so lang .... 😗 😎 )


h2482eeb.jpg


h21d81d9.jpg


h0dd2d03.jpg


ha099335.jpg


h83200c5.jpg



h27d97ae.jpg



h02b56fe.jpg



h3d4b8e9.jpg


he81d54f.jpg


hf7fa1cb.jpg


h0ba0ece.jpg


hf7bed4d.jpg


h150009b.jpg


hd44a7eb.jpg


h91522a5.jpg


h55e04d8.jpg


h54bec97.jpg


h33138ba.jpg


hc1396fa.jpg


h7e2fca2.jpg



h027ee51.jpg


h1002c12.jpg


h8ba448f.jpg


h3090b5c.jpg


h6bd82ec.jpg


he4efd79.jpg


h371902b.jpg


h6f074e2.jpg


h55cf16e.jpg


hfdc55f9.jpg


hd8f19ed.jpg


Ja, und irgendwann kommt dann leider Maun in Sicht, wir landen, suchen unser Zeug zusammen (ein Teil ist in den Frachträumen der Maschine deponiert) – und da kommt der schreckliche Moment, wo A und W merken, dass sie ihre Jacken in der Nguma Island Lodge vergessen haben!!! 🤩 😈 Ihr erinnert Euch – neben Alco??? Diese Bank stand etwas erhöht, und dort waren die Beiden nur ganz am Anfang und dann nicht mehr........Tja, shit happens, Verlust Nr.1 und Nr.2 ...

Wir werden von Spencer abgeholt – der schaut auch nicht gerade glücklich aus der Wäsche.... Zwar hat er inzwischen ein gutes Medikament und fühlt sich besser, aber auf der Fahrt gab es auch einen - zeitweisen – Verlust (Nr.3) : Ch. hatte beim Lunch irgendwo im Nirgendwo ihre Sonnenbrille liegen lassen. Statt nun zu sagen „Dumm gelaufen – kauf ich mir ne Neue“ bat sie Spencer, die 45 km (auf afrikanischen Straßen!!!) wieder zurück zu fahren, die Brille zu suchen (er musste sich auch erst dran erinnern, wo die Lunchpause war) und dann wieder in Richtung Maun zu starten 😠 . Wir anderen waren alle der Meinung, dass sie sich da nicht richtig verhalten hat, aber der gutmütige Spencer hat diesen Mehrweg auf sich genommen. Dadurch ist nun alles zeitlich etwas im Verzug, wir müssen erst noch den Flug bezahlen und gehen dann schnell einkaufen (es gilt ja Wasservorrat für die restlichen 6 Tage zu fassen, außerdem noch ein bisschen Schoki, Wein, Amarula).


h506586d.jpg



Während dessen war der Trailer mit DT im Lager von BW, wurde neu bestückt (auch hier funktioniert die Logistik von BW perfekt!!!) und dann zum Audi Camp gefahren. Als wir dort ankommen, ist Spencer nicht glücklich über die Lage, nahe bei den WC’s und den Duschen – aber wird genießen es durchaus, kurze Wege zu haben und freuen uns über eine Tiefenreinigung 😎 . Unsere Zelte sind auch schon aufgebaut – nur unsere Matratzen und Schlafsäcke müssen wir noch suchen. Die sind nummeriert und jeder muss sich das merken – ich hab mir einen Spickzettel geschrieben, Je. hat’s abfotografiert und nun ist ihr Akku leer 😮 . Zum Glück gibt es ja aber eine Ladestation im Landy, die jederzeit benutzt werden kann. In diesem Zusammenhang komme ich darauf zu sprechen, dass mir dieses dauernde Tablet- und Smartphonegedaddel auf der Insel nicht gefallen hat. Jo. stimmt mir zu, er meinte, gut dass ich es sage, seine Freundin würde da nicht auf ihn hören, Je. ist etwas betroffen und meinte, das hätte ich doch früher sagen sollen. Wollte ich aber nicht, weil’s einfach nicht gepasst hatte – ich warte da lieber immer auf einen Zeitpunkt, wo das Thema eh aktuell ist. Da Ch. nicht mehr an Bord und Je. jetzt wesentlich rücksichtsvoller ist, ist ab sofort alles gut 🙂 !!!

Stop – nein, nicht alles ist gut – Jo vermisst sein Handy 😮 !!! Verlust Nr.4! Es muss ihm im Flugzeug aus der Hosentasche gerutscht sein! Nun wird hin und her telefoniert und die verschiedenen Vermissten an BW gemeldet. Damit ich nicht so ganz ohne Verluste dastehe, melde ich den anderen ein kleines Stück Backenzahnfüllung (Verlust Nr.5), das mir am Vortag auf der Insel abhanden gekommen ist 🤪 . Später (ich glaube am nächsten oder übernächsten Tag) gibt es irgendwann die gute Nachricht, dass alles gefunden wurde (außer meiner Füllung – haha 😄 – zum Glück macht der Zahn übrigens keinerlei Probleme).

Allerdings muss sich Jo. gedulden, bis er wieder zurück von der Reise ist und A. und W. können ihre Jacken erst in Kasane wieder in Empfang nehmen 🙁 . Also muss ein Notfallplan erstellt werden: A. hatte zum Glück nur die Fleecejacke liegen lassen und hat noch eine zweite, W. aber hat seine „3 in 1“-Jacke nicht mehr, d.h. er steht ziemlich nackt da.... Ich habe zwei Fleecejacken, eine dicke Daunenweste (last minute noch unter Zuspruch von Frau Miebach in die Tasche gestopft, zum Glück lassen sich Daunen gut komprimieren) und eine gute Windjacke dabei. Diese ist recht groß (weil ja drei andere Jacken drunter passen müssen), W. ist unwesentlich größer als ich – passt - und somit leihe ich ihm diese Jacke bis Kasane (immerhin bekomme ich sie im Gegensatz zu dem geliehenen Löffel wieder zurück 😛 ). Schließlich gibt es ja auch noch Decken im Auto – das wird schon irgendwie gehen.

Das Highlight des Abends ist dann das Dinner: DT hat uns Pfefferrindersteaks gegrillt, dazu Kartoffeln und Gemüse vom Backblech – ich habe selten etwas Besseres gegessen! Dazu die nette Art von unserem Koch 😘 , völlig unaufgeregt werkelt er still vor sich hin, erzählt auf Nachfrage stolz, welche Gewürze er verwendet und anschließend spült und räumt er mit Hilfe von Spencer (und ein bisschen von uns - abtrocknen dürfen wir) alles perfekt wieder auf.

Wir beobachten und belauschen noch eine Reisegruppe in unserer Nähe, deren Hauptthema Hüftoperationen und ihre Folgen sind – diskutiert in einer solchen Lautstärke, dass auch wir etwas davon haben....aber so haben wir wenigstens was zu lästern 😎 😗 ! Die Nacht ist suboptimal – die künstlichen Hüftgelenke geben zwar Ruhe 😉 , aber ein paar Hunde haben es sich zur Aufgabe gemacht, uns wach zu halten.... 😈 😠
Teil 710. Sept. 2014
Moremi - Tag 1 (HATAB-Campsite bei Xakanaxa) - Dienstag, 26.8.2014

So, nun geht es also endlich in den Moremi. Nach unruhigem Schlaf räumen wir um 7 Uhr rum alles zusammen (und Spencer bestätigt mir dabei lachend, dass nicht nur ich heute Nacht über Hundemord nachgedacht habe 😈 )

hbd5e73b.jpg


Nach den zwei Nächten in der völligen Wildnis auf der Insel wirken die vielen Zivilisationsgeräusche störend auf mich – ich bin froh, dass es nun in den Busch geht.

Es ist ganz schön frisch und zugig im Landy – wir fahren ja immer offen! Ich bin froh über die Decke, denn ohne Windjacke ist man doch recht ungeschützt vor der Kälte. Bis Shorobe fährt man auf Teer, dort halten wir um 8 Uhr an, um den Luftdruck zu reduzieren.

h346b35f.jpg


h95194d2.jpg


h036f82e.jpg



Kaum sind wir auf Gravel unterwegs sehen wir auch schon die ersten Tiere 🙂 ! Ein Baum voller Geier – wir bleiben stehen und beobachten sie eine Weile.

h2772931.jpg


hd418cbc.jpg


Ich mag Geier – sie haben eine wichtige Rolle im Ökosystem und manchmal finde ich sie sogar ziemlich komisch, vor allem wenn sie zu Fuß unterwegs sind (was hier aber nicht der Fall ist). Laut Spencer sind sie in Botswana geschützt.

h9d9fdcf.jpg


h5d2a909.jpg


Unsere erste Giraffe

hb93d6fe.jpg


und dann auch noch ein Baby – ohhhh.... Ich liebe Giraffen und die Kleinen natürlich besonders 😘 .

h72c53ac.jpg


Obwohl wir noch nicht im Park sind, sehen wir schon richtig schöne typische Landschaft+ Tiere, na wenn das kein guter Auftakt ist! Alle sind zufrieden.

h4739576.jpg



Den Fruitbreak gibt es direkt am Gate – hier sieht man auch mal DT’s Küche!

h33a5a7c.jpg


habe400a.jpg


h1e83ecf.jpg



Kurz nach dem Gate dann eine Familie von Southern Ground-Hornbills (Hornrabe), ich erwische aber nur einen sosolala, freue mich aber, da mir diese noch in meinem „Album“ fehlen.

h9e4dc4d.jpg


Ich werde sie aber während der Reise noch öfters sehen und fotografieren können. Es folgen ein Frankolin im Schatten und ein Southern White-crowned Shrike (Weißscheitelwürger).

h2ed95cb.jpg


hb6054eb.jpg



Und dann hält Spencer an, öffnet die Tür und zeigt uns Leopardenspuren.

h8922488.jpg


Na ja, diese Spielchen kenn ich schon – viele Spuren, keine Leoparden... 😐 . Aber es ist sehr interessant, wie er anhand der Spuren analysiert, dass es ein großes Männchen ist, welches hier irgendwann am Morgen unterwegs war, also vor noch nicht allzu langer Zeit und natürlich auch, in welche Richtung es gelaufen es. Zufällig fahren wir sowieso auch in diese Richtung und 6 Minuten später zeigt Daphne nach rechts: "There is a cat!"

h361dce3.jpg


Tatsächlich – eine Katze, genauer gesagt ein großer Leopardenkater!!! Offensichtlich der Verursacher der Spuren! Wow – Spencer hat genau richtig analysiert und Daphne scheint – natürlich durch Spencers Erklärungen sensibilisiert – Adleraugen zu haben. Zu diesem Zeitpunkt war er nämlich noch recht weit entfernt.

Wir fahren parallel zu ihm langsam auf der Straße entlang und siehe da – wir verlieren ihn nicht aus den Augen, im Gegenteil. Er ist sehr zielstrebig unterwegs

h9de76fd.jpg



und Spencer, der die Gegend kennt, weiß auch, was er vorhat: Trinken!!!

Zwischendurch bemerkt er uns und schaut sich kurz um,

h4d89233.jpg




dann hat er das Wasser erreicht und lässt es sich schmecken!

h34eea64.jpg


Spencer fährt um das Wasserloch herum, um uns bessere Lichtbedingungen zu verschaffen. Wir sind ganz alleine mit „Daphne’s“ Leopard und entsprechend begeistert – erst später kommen andere Autos dazu.

h93ccd49.jpg



Huh, das ist ein ganz schön strammes Kerlchen – sein Bauch ist offensichtlich frisch gefüllt – und ein Halsband trägt er auch, d.h. er dient Forschungszwecken. Er scheint schon ein paar Jahre auf dem Buckel zu haben und hat sicher schon viele interessante Daten geliefert.

h98cb384.jpg


So wirklich hübsch ist er ja nicht.... 😎

h69bd561.jpg


Er lässt sich viel Zeit beim Trinken und Rumschauen,

h1738b46.jpg


hf1ba092.jpg



h3ade69b.jpg


marschiert dann aber genau auf uns zu,

ha698725.jpg



hce4a0b4.jpg


h91f3485.jpg



hc3e8483.jpg


das Wasser läuft ihm offensichtlich bei unserem Anblick im Maul zusammen – aber in diese Wampe passt nichts mehr rein! (Und vermutlich hat er eben mal schnell den Altersdurchschnitt in den beiden ersten Touristensitzreihen ausgerechnet und beschlossen, dass er auf so was Zähes verzichten kann 😄 )


h665d262.jpg



Also verzieht er sich langsam aber sicher ins Gebüsch! (So ganz gehen wir ihm aber doch nicht aus dem Kopf 😉 )

hf756ab9.jpg



ha21aa1b.jpg


h050ad81.jpg


hb1391e4.jpg



Wir flachsen rum, ob wir wieder umdrehen sollen, kaum 20 Minuten im Park und schon einen Leoparden gesichtet – wie soll das denn noch getoppt werden? Schnell entscheiden wir uns aber für die Variante „Wie sind zufrieden und können uns jetzt entspannt zurücklehnen“. Dies wird dann auch das passenden Motto für den Rest des Tages sein – nichts Spektakuläres mehr, aber viel schöne Abwechslung (zum Glück werden wir aber noch das eine oder andere Kätzchen während der Tour sichten 😗 ). Die Afrikaneulinge an Bord bekommen dann auch gleich noch ein breites Spektrum der hiesigen Tierwelt in recht kurzer Zeit gezeigt.

(Z.B. einen Tarnkudu)


hb44ec67.jpg


h28fa29d.jpg


h158bc27.jpg


hc857029.jpg



h466e21f.jpg


he6d94d8.jpg


hb9f80b5.jpg


hb8c6fc9.jpg


hb969cf0.jpg


h122f4f4.jpg


h8793547.jpg



Punkt 12 Uhr (da sag noch einer, der Afrikaner wäre unpünktlich 😎 ) machen wir in der Nähe dieser Baumskulptur Lunchpause.


h93a6f8d.jpg


Einfach nur schön – so mitten in Afrika zu sitzen!


hc84317f.jpg


he19a4b1.jpg


Nach kurzer Zeit wird unsere Ruhe allerdings gestört, ein Auto nähert sich und Spencer vermutet gleich richtig: ach die haben sich sicher verfahren, außerdem hatten sie, wie sie dann erzählen bereits schon einen Platten.



Er erklärt ihnen mehrfach wo sie lang müssen, ob die Botschaft tatsächlich angekommen ist wissen wir aber nicht. In diesem Zusammenhang lässt Spencer durchblicken, dass Selfdrivers nicht zu seinem erweiterten Freundeskreis zählen 🤨 . Frei von jeglichen Vorurteilen und Pauschalierungen 😗 erklärt er uns, dass sie überall Müll liegen lassen, sich ständig verfahren oder feststecken, schlafende Löwen mit Steinen bewerfen, damit diese sich fürs Foto endlich mal bewegen und sich bei Sichtungen mit ihren Fahrzeugen falsch positionieren.

Ooookay – da muss ich dann doch ein bisschen Partei ergreifen und von den vielen netten Selbstfahrern im Forum erzählen, die ich persönlich kenne und dass ich weiß bzw. es mir nicht anders vorstellen kann, als dass diese sehr verantwortungsvoll, mit viel Wissen und gutem Material ausgestattet und umweltbewusst reisen. Im Laufe der Reise können wir ihn aber schon ab und zu verstehen (natürlich sind Selbstfahrer auch deshalb bei ihm nicht so beliebt, weil sie ihm die Arbeit wegnehmen) – da gibt es schon viele, die ratlos in der Gegend rumstehen und auch ein falsches Parken bei einer Sichtung haben wir erlebt (erzähl ich dann....). Na ja, ich denke er sieht und erlebt da schon viel – auf der anderen Seite gibt es aber natürlich sicher sodde und sodde, wie der Schwabe zu sagen pflegt 😉 . Wir haben uns dann intern darauf geeinigt, dass bestimmt die deutschen Selbstfahrer die große positive Ausnahme sind ! Gemütlich essen wir fertig, und dann geht es weiter.


h445d8e9.jpg


hc7c7a3b.jpg


h04ca34e.jpg


Nach noch mal ein bisschen Tiere und Landschaft wird es so richtig tiefsandig. Da Jo. und Je. hinter mir sitzen, höre ich, wie er bei dem entsprechenden Geräusch seiner Freundin erklärt, dass Spencer jetzt den 4-wheel-Drive zugeschaltet hat 😕 . AHA!!! Na, da hätten wir an manchen Stellen bis hierher schon alt ausgesehen – mit Vierradantrieb fahren wir seit Anbeginn der Reise doch schon..... 😛 Was jetzt kommt ist meines Wissens irgend so was wie Untersetzung und/oder Differentialsperre (hier darf gerne ein Landyspezialist helfend kommentieren– ich bin da völlig blond – nur dass wir schon ständig 4x4 fahren, weiß ich sicher).... Nachdem Jo. dies aber nicht als Vortrag des BW-Mitarbeiters (Ihr erinnert Euch an den „Wir“-Modus???) für die Gäste kundgetan hat (wie so manch anderes... 😗 ), sondern nur ganz privat, geht’s mich eigentlich auch nichts an, denke ich mir meinen Teil und halte meine Klappe (jaaaa, ich kann das!!! 😊 ).

Sowieso gibt es Spannenderes als Jo’s Weisheiten: wir stecken nämlich kurz darauf mit unserem schweren überlangen Landy plus Trailer im tiefen Sand fest 🤩 . Also muss noch mehr Luft aus den Reifen raus – danach geht’s problemlos weiter.

h2614cb8.jpg



Jetzt kommen die Brücken – Nr.1 lässt sich aktuell in der Mitte ein bisschen hängen.


h8940baf.jpg


Spencer begutachtet das Ganze erst mal zu Fuß.

h2fe8ae1.jpg


Ich hätte ja die Defensiv-Variante („Komm, lass uns umdrehen, daheim ist es auch schön!“ 😗 ) gewählt, aber er sieht kein Problem und rattert los. Ich warte auf den großen Knall und nasse Füße – beides bleibt aber aus! Hinter First Bridge stehen hübsche Zebras in ebensolcher Landschaft.

h6a58698.jpg

h19a7bb4.jpg

h1ba951d.jpg



Spencer erklärt uns, nachdem wir uns mehrfach darüber wundern, dass sie so versetzt dastehen, um im Verbund beide Richtungen zu beobachten. Klingt logisch – hätte man auch selber drauf kommen können 🙄 . Second Bridge ist harmlos – ich kann entspannt die Blümchen im Wasser fotografieren, ohne darauf warten zu müssen, gleich daneben zu liegen....


h65f443b.jpg


h35fd8d9.jpg



Fortsetzung folgt.....
Teil 810. Sept. 2014
Fortsetzung von.....

Moremi - Tag 1 (HATAB-Campsite bei Xakanaxa) - Dienstag, 26.8.2014


Dann steht schon von Weitem sichtbar ein Auto blöd im Weg rum (klar, oder? Selfdrivers! 😈 😗 ). Erst denken wir kurz an eine spektakuläre Sichtung, die sie gemacht haben – die Sichtung ist aber das verlassene Fahrzeug selber!


hb61db92.jpg


h32a523b.jpg


Der Reifen wäre ja echt noch gut in Schuss – nur hilft das wenig, wenn die Achse gebrochen ist (oder was immer da futsch ist)!
Ja, auch das ist Moremi!

Zwischendurch wieder Moremi-Tiere


h86cc4cc.jpg



Kurz danach treffen wir die Verirrten von vorher wieder – beim erneuten Reifenwechsel. Jetzt haben sie keinen Ersatz mehr, was sie leicht verzweifelt aus der Wäsche blicken lässt. Spencer gibt ihnen Tipps, wo und wie sie einen Reifen wieder richten lassen können. Vor der Third Bridge wird am gleichnamigen Gate Wasser gefasst.

h04f98b0.jpg


Unser Landy hat einen großen Brauchwassertank mit einem Auslasshahn, an dem man praktischerweise Hände waschen und Kanister füllen kann.

ha86d0b5.jpg


Dann kommt die nächste Brücke – haha, danke für den Tipp – auf diese Idee muss man erst mal kommen. 😄


h411dd60.jpg


Obwohl – Third Bridge kann sich gerade nicht entscheiden, ob sie eine Brücke oder doch lieber eine Furt sein will.... Spencer zaudert nicht lange und wir fahren mit Schmackes durch und drüber.


haea8db2.jpg



Ja, und wer erwartet uns auf der anderen Seite??? Ach nee, einer meiner Spezialfreunde 🤢 – ein großes Exemplar mit verschissenem Hinterteil, vielen Kratzern und aparter Pflanzendeko auf dem Rücken – und einen Vogel hat er auch (wen wunderts).

h271c7de.jpg


h08ac296.jpg


h28a8016.jpg

Ach wie süüüühhhüß 😗 😈 . Er mampft fröhlich vor sich hin und schaut uns zwischendurch mit geblähten Nüstern an.
h65208b6.jpg


h9fd099b.jpg



Kurz danach begegnet uns eine Gruppe von Helmeted Guineafowls. Ich konnte ja schon bei der Island Safari Lodge welche fotografieren, aber die hier sind farbenfroher und ich freue mich diebisch, dass ich eines erwische, bevor es hysterisch davonrennt!

hdb11c00.jpg



h077981b.jpg


Zu guter Letzt dann Fourth Bridge, nagelneu, wie es aussieht! Dahinter irgendwo soll unsere Campsite liegen, grob in der Nähe von Xakanaxa. Während der Reise werden wir zum Vergnügen von Spencer und DT viel Zeit damit verbringen Xakanaxa (und auch Nxai Pan) korrekt auszusprechen.....


h771813f.jpg


heeaf2c3.jpg


Doch zuerst gibt’s noch eine Gelegenheit, um sich mit Jo. ein bisschen in die Wolle zu kriegen. Im Wasser neben der Brücke sitzt er hier:

h858320f.jpg



Spencer nennt uns natürlich den korrekten Namen – Saddle-billed Stork – worauf Jo meint: der heißt auch German Stork. Während mir nur ein spontanes HÄÄÄ? rausrutscht, meint Spencer, das hätte er noch nie gehört 😕 . Ich stimme ihm zu. Doch, doch, meint auch Je., in Tansania werden sie so genannt. Okay meinen dann A und ich unisono, die deutsche Flagge sieht aber anders aus, also wäre die Bezeichnung eh falsch, wenn dann müsste es Belgian Stork heißen (wobei wir damit aber genau so falsch gelegen hätten, wie ich später feststellen musste 😊 😊 😊 ). Spencer bleibt dabei, dass er den Ausdruck nicht kennt, ich versuche es damit zu erklären, dass Botswana (wo wir uns momentan befinden...) im Gegensatz zu Tansania keinerlei geschichtlichen Bezug zu Deutschland hat und der Begriff wenn dann wirklich nur von teutonischen Touristen stammen kann. Die Stimmung kühlt etwas ab – tja, immer doof, wenn mehrere Besserwisser aufeinander treffen 🙄 (ich schließe mich wohlgemerkt mit ein).

Wie gut, dass wir kurz darauf an unserer schönen HATAB-Campsite eintreffen.
hec77885.jpg



h35c5bdb.jpg


HATAB bedeutet dies


h21ec183.jpg




Und die Campsites dürfen meines Wissens nur von Safari-Unternehmen gebucht werden (Spencer meint etwas anderes, aber da sind Jo und ich uns mal ausnahmsweise einig, wir meinen gelesen zu haben, dass die Sites nicht privat vermietet werden).

Hier gibt es außer einem Schild am Baum und viel Natur nichts! Dafür aber Einsamkeit und die Gewissheit, dass sich niemand anderes hierher verirrt. Stop – stimmt nicht ganz, während wir aufbauen taucht plötzlich ein Game-Drive-Fahrzeug auf. Wir fragen Spencer irritiert, ob das hier eine Durchgangsstraße sei. Er lacht und meint, nein, wartet ab, die fahren nur kurz an uns vorbei, merken dann, dass Schluss ist und drehen um. So ist es – und Spencer ist auch nicht sonderlich verwundert über dieses verirrte Fahrzeug, denn..... es sitzt ein weißer Guide am Steuer!!! Gaaanz schlecht – weiße Guides kommen kurz nach Selfdrivers 🤩 . Er muss aber selber drüber lachen..... 😎

Also machen wir uns weiter an die Arbeit.

h552c889.jpg


h1ef6d2d.jpg


heb75b92.jpg


h58db43b.jpg


Und so sieht es in meinem Zelt kurz nach dem Aufbau innen aus. Noch ordentlich – wenige Sekunden später werde ich dann wieder mein ganzes Zeug kunterbunt auf meinen 4 m² verteilt haben 😊 .


h64a2056.jpg



Viertel nach Fünf machen wir uns noch zu einem kurzen Game Drive auf, während DT dem Camp den letzten Schliff verleiht und sich ans Kochen macht.

h172d156.jpg


Wie schon an den anderen Tagen lautet Spencers Motto „Let’s go for cheetahs“ – und kommentiert jede größere Fläche mit einem „good place for cheetahs“ 🙂 . Gesehen haben wir die ganze Reise über keinen und hatten somit einen netten running gag.....

Ein paar Minuten später geht’s schon nicht mehr weiter – ein Einzelgänger verstellt uns den Weg. Spencer fährt von der Pad runter – das ist die richtige Verhaltensweise, um dem Dickhäuter zu zeigen, dass man sein Revier respektiert und ihm die Entscheidung, wo er weitergehen will, offen lässt. Er kommt ganz langsam auf uns zu, Schritt für Schritt, und man kann dabei richtig gut seine Fußsohlen sehen (ich bilde mir sogar ein, dass ich sehe wie er denkt!!!!)

h0917ee3.jpg


h94cacd8.jpg


hdadddf1.jpg



Dann beschließt er, dass er sich diese Kiste mal von der anderen Seite ansehen möchte, macht kurz mal dicke Backen und verschwindet dann.

hf386934.jpg


h1a61187.jpg


Noch ein paar alte Bekannte – und dann geht die Sonne unter.

h0db0a48.jpg


hf99c471.jpg


h4ca2946.jpg


h78b2216.jpg



Jo. entdeckt trotz des schlechten Lichtes noch einen Side-striped jackal (Streifenschakal), den man selten sieht, weil er nachtaktiv ist. Sein Markenzeichen ist die weiße Schwanzspitze.

h86e259e.jpg


h9b0aecc.jpg


Eigentlich wollen wir jetzt zurück ins Camp – aber da steht plötzliche eine Herde sehr neugieriger Elefanten im Weg.

h04c3b52.jpg


hffaf33d.jpg


ha84a2d2.jpg


Sie begutachten uns genau und trotten dann los in Richtung Fourth Bridge. Wir lassen ihnen den Vortritt – zum Glück nehmen sie aber den Weg durchs Wasser und nicht drüber....


ha00d7b7.jpg


hb760138.jpg


h45be8b7.jpg


Es ist wunderschön, zu den abendlichen Buschgeräuschen noch das Plätschern der Elefanten zu hören – ein schöner Abschluss des Game Drives!

Zurück im Camp erwartet uns DT mit einem leckeren Abendessen 😘 .

h7d22c80.jpg


h053b4d9.jpg


hb652c0a.jpg


Am Campfire erzählt uns Spencer, dass vor einiger Zeit ein Kind auf der Camp Site am North Gate von Hyänen nachts aus dem offenem Zelt gezogen und dann getötet wurde. Spencer bittet uns, genau darauf zu achten, dass die Zelte komplett verschlossen sind und nichts draußen rumliegt. Alles klar – machen wir natürlich. 😵
Teil 911. Sept. 2014
Katzen im Moremi (Teil 1) – HATAB Campsite bei Xakanaxa – Mittwoch 27.08.2014

Heute haben wir einen schönen Tag vor uns – einen Game Drive morgens, einen nachmittags, und dazwischen eine ausgedehnte Pause auf unserer einsamen Campsite ohne Zeltauf- und abbau! Klingt nach einem guten Plan!

Beim Aufstehen in aller Frühe zeigt uns Spencer die Hyänenspuren, die überall im Camp zu finden sind. Den Trailer haben sie umkreist und auch an der Feuerstelle waren sie 🤩 . Ich habe zwar nachts ab und zu Geräusche gehört, aber richtig zuordnen konnte ich sie nicht und gegruselt habe ich mich auch nicht 🙄 . Überhaupt bin ich erstaunt, wie tief und fest ich schlafe – es ist so was von gemütlich in meinem Iglu und ich bin weiterhin sehr froh, mich für diese Form des Reisens entschieden zu haben 🙂 .

Heute sind wir schon bei Sonnenaufgang unterwegs, um 6.42 Uhr haben wir Fourth Bridge bereits überquert. Ich bitte Spencer um einen Fotostop (auch wenn es Leute an Bord gibt, die meine Vorliebe für afrikanische Sonnenauf- und untergänge nicht 100%ig nachvollziehen können).

h098af05.jpg



h1417002.jpg




Dann verhindert ein Gnu unsere Weiterfahrt.

h5d94a25.jpg


Es dauert eine ganze Weile, bis es sich zu seinen Antilopenkumpels ins Gras trollt.

ha8fa012.jpg


Ich genieße das Morgenlicht.....

h9cbcd42.jpg



Heute kommen wir von der anderen Richtung zur Third Bridge, und auch hier gibt es einen guten Ratschlag 🤪 .


h8ad015a.jpg


Na, denke ich – viel Handlungsspielraum hat man momentan ja nicht 😕 . Augen zu und durch und drüber! An der Seite liegt schon Baumaterial und angeblich soll (siehe Thread von schoelink) die Brücke ab 11. September (also heute in Echtzeit) bis auf Weiteres wegen Reparaturarbeiten gesperrt sein.


h39d7933.jpg


Nichts Spektakuläres – aber ich liebe diese Farben!

h2b0bfa3.jpg


Und dann wieder eine klitzekleine Giraffe 😘 – Spencer sagt, sie sei erst ein paar Tage alt, man sieht noch die Nabelschnur.

hfd7592b.jpg


h1b531f1.jpg


h584b486.jpg


Plötzlich sehen wir ein Game-Drive-Fahrzeug abseits des Weges stehen und wir sind uns nicht sicher, ob es Birder sind oder ob es etwas anderes zu sehen gibt. Allerdings meinen Je. und Spencer, dass man eigentlich nur wegen einer besonderen Sichtung den Weg verlassen und ein bisschen Offroad fahren darf. Ob das so stimmt, weiß ich nicht (??? wer weiß es???) – würde aber bedeuten, dass wohl eine Katze unterwegs ist. Sehen können wir lange nichts, denn wir bleiben wo wir sind, und das ist seeeehr weit entfernt.

Endlich können die Ferngläser etwas erspähen und auch ich werde mit meinem Zoom fündig. Es ist eine African Wildcat auf Vogeljagd und ich muss grinsen, denn sie klappert genau so mit den Zähnen beim Anblick ihres potentiellen Opfers wie meine Feldwaldwiesentiger daheim. Sie ist auch in etwa so erfolglos wie diese 😗 – plötzlich fliegen einige Piepmätze auf. Kurz danach schieße ich das einzigst verwertbare Foto einer etwas erstaunt blickenden Katze – leider sitzt diese nicht nur wahnsinnig weit weg, sondern auch noch im Schatten und hinter Gräsern. So etwas liebt meine Kamera gar nicht 🤨 . Ich hatte mir ja geschworen, keine Beweisfotos zu posten, aber dieses hier kann ich mir doch nicht verkneifen 😊 – meine erste und bis jetzt einzigste (danke Bernd 😎 ) African Wildcat – und sogar noch mit einem suizidgefährdeten Kronenkibitz daneben, den sie gar nicht wahrzunehmen scheint......


hd1a4fab.jpg



Wir zuckeln weiter – und alle Tiere (Yellow-billed Stork, Swainson-Frankolin, Dwarf Mongoose) schauen uns noch ein bisschen verfroren an.

hbabc7f2.jpg


h9c96317.jpg


he03b112.jpg


Es ist auch echt saukalt und ich friere heldenhaft vor mich hin 🤢 . Warum habe ich eigentlich meine Thermounterhose nicht an 😵 ????? (Übrigens ist sie gar nicht soooo hässlich – sie könnte mit etwas gutem Willen als schwarze Leggings durchgehen 😎 😛 .) Zum Glück können wir aber eh nicht schnell fahren, und Spencer hält zudem immer wieder an, weil er Löwenspuren sieht. Er weiht uns in seine Erkenntnisse ein: „Es sind ein paar, mindestens ein Löwenmann ist dabei, sucht auf der rechten Seite“ Okay, machen wir. Kurzer Zeit später: „Sie haben die Straße überquert, sucht auf der linken Seite“ Yesss Sir, no problem – wird erledigt. „Die Spuren führen nach rechts“. Alles klar – wir suchen weiter, auch wenn uns die Augen fast aus dem Kopf fallen 🙄 . Das Ganze zieht sich mit mehreren Seitenwechseln eine gute Weile hin, leider habe ich nicht auf die Uhr geschaut.

Plötzlich – um 8.26 Uhr - lacht Spencer: „Gerade aus – direkt neben der Straße“ 😄 . Ha, da hätten wir uns das Gnick ned so verdrehen müssen..... vier Löwen liegen mehr oder weniger sichtbar in der Landschaft herum 🤩 . Es sind zwei Löwenmänner (wobei wir den einen wirklich nur schemenhaft im Gras erkennen können, er bewegt sich von Anfang bis Ende nicht), die anderen sind aber zweifelsfrei zu identifizieren.

Eine Löwenfrau und ein Löwenmann (er ziemlich schnell wieder in der typischen Haltung versinkend)

h4eb6bb9.jpg


h5101e00.jpg


h606b4b3.jpg



sowie er hier, ein männlicher Löwenteenager.


h27bfd0a.jpg



So, und jetzt muss ich etwas gestehen – ich habe mich auf dieser Reise verliebt 😘 😊 !

Und zwar in dieses Kerlchen – bei deeeem Blick MUSS man doch dahinschmelzen, oder? Deshalb müsst Ihr euch jetzt auch einige Löwenfotos mehr als normal anschauen, sorry......


he0fa07c.jpg



Er ist ein echter Entertainer – offensichtlich ist ihm langweilig und er übt sich in Grimassenschneiden:


hbc52d2c.jpg


h0eab19a.jpg


hac89a8e.jpg



Mama sichert das Gelände


h75d0421.jpg


hebb6866.jpg


had0b7a5.jpg


– und er schaut sich uns (und die anderen Fahrzeuge, denn bei einer Sichtung direkt an der Straße kommen schnell mal ein paar Autos zusammen) mal genauer an.


hece67d8.jpg


hb2d5dca.jpg


h5e418d4.jpg


h748d061.jpg



Leider kann man mit uns nichts anfangen, Papa schläft auch tief und fest, also geht er mal ein bisschen Mama ärgern. Mama lässt sich aber nicht ärgern, sondern verschwindet.

hbc6a02a.jpg



h622a0d0.jpg


MAAAAAMAAAA!!! 🤩 Warum lässt du mich allein? 🙁

h58f373f.jpg


Oh, Papa steht auf!

h6e311d9.jpg


Er dreht eine kleine Runde .....

h67de81d.jpg


h62ea926.jpg


h6bc9794.jpg


hd47af69.jpg


h51cdae4.jpg


h6829b5b.jpg


h676be95.jpg


....und legt sich - pflatsch - wieder ab.

h406651d.jpg


Ach menno – keiner will mit ihm spielen. Okay dann schläft er eben auch.


hf754c74.jpg


hb4419ea.jpg


hbf762f3.jpg



Mist, er bekommt die Augen einfach nicht zu 😕

h37e0542.jpg


Zum Glück sind da ein paar Fliegen, die ihn ärgern 🤨 (wie daheim - ich lache leise in mich rein - er ist einfach zuuu goldig 🙂 )

h2b5ecda.jpg


h07a35e6.jpg


h2c1933c.jpg


h92bf823.jpg


h921a25e.jpg


hcf40f0d.jpg


heb1b105.jpg


hdcd3517.jpg


h2f49c73.jpg


ha44cd28.jpg


h092d2cc.jpg


hbc04539.jpg


Irgendwann wird es ihm zu blöd und er pirscht sich an Mama ran.

h2997b66.jpg


h3eb6be3.jpg


Papa liegt weiterhin im Gras


h92d8739.jpg


also drückt auch der Bubb verzweifelt das Gesicht zwischen die Pfoten, um endlich schlafen zu können.



h29ea6de.jpg


Seine Mama zeigt uns im Schlaf schön ihre Fußsohlen, damit wir die entsprechenden Abdrücke im Sand noch besser verstehen können – Spencer weist uns extra darauf hin!


h3efa9f7.jpg




Exakt eine halbe Stunde später verlassen wir um 8.56 Uhr die wirklich gelungene Vorstellung – Spencer verspricht uns aber, später noch mal vorbei zu schauen (sicher will er nicht, dass ich schon am frühen Morgen an gebrochenem Herzen sterbe.... 🙁 )

Fortsetzung folgt...irgendwann..... 😉
Teil 1012. Sept. 2014
Katzen im Moremi (Teil 2) – HATAB Campsite bei Xakanaxa – Mittwoch 27.08.2014

Nach dieser tollen Löwensichtung müssen wir erst mal eine Pinkelpause mitten auf der Strecke machen!


h2557c9a.jpg


Da ich hier gerade ein Foto von ihm habe, auch gleich mal ein paar Infos zu Spencer


hdfa4472.jpg


Er arbeitet erst seit ca. 6 Monaten bei BW, davor war er Hunting Guide (und musste den Job wegen des Jagdverbotes aufgeben), noch davor bei einer Wildlife-Organisation, wo er für die Behandlung von Problemtierfällen zuständig war. Wiederum davor hatte er auch schon als Hunting Guide gearbeitet. Er ist/war wohl auch für die Ausbildung von Guides zuständig und kennt daher einiger der Jungs, die wir unterwegs treffen, recht gut. Es scheint auch so, als ob viele ihn die Spurensuche bzw. Analyse der selben betreffend um Rat fragen. Er kommt aus Kasane (bzw. einem Dorf in der Nähe, wenn ich mich recht erinnere) und erzählt auch ein bisschen aus seiner Kindheit. Vorallem, wie viel Angst er hatte, wenn er alleine beim Kühehüten war 🤩 .

Durch seine große Erfahrung hat man den Eindruck, dass er ALLES weiß und man ihn auch alles fragen kann. Vorallem völlig platt bin ich über die ganzen lateinischen Namen, die er auswendig herrunterrasseln kann – und natürlich über seine Trackingfähigkeiten! Seine große Erfahrung trägt natürlich auch dazu bei, dass man sich zu 100% sicher fühlt bei ihm! Wenn er sagen würde, stell dein Zelt mitten in dieses Löwenrudel, dann würde ich das ohne Zögern tun! (Okay, 😕 zugegeben: ich würde vielleicht kurz mal drüber nachdenken, ob ich mich zuvor schlecht ihm gegenüber benommen habe 😎 ).

Irgendwann erzählt er uns aber, dass auch die größte Erfahrung nicht immer helfen kann – sein Großvater ist wohl erst vor kurzem von einem Problemelefanten getötet worden. Es trifft ihn sehr, dass das Problem bekannt war, aber nicht schnell genug reagiert wurde (dies war ja eine zeitlang sogar sein Job). In Sachen Poaching erzählt er uns, dass zunehmend die sehr erfahrenen Buschmänner als Helfer eingesetzt werden, da die Poacher immer ausgebuffter werden und durch alle möglichen Tricks versuchen, ihre Spuren zu verwischen oder zu fälschen. Dadurch wird ein schnelles Zugreifen oft unmöglich – und nur die San sind in der Lage, die Fälschungen zu entlarven und richtig zu deuten.

Und weiter geht’s – Giraffen gehen immer, finde ich, vor allem wenn sie schon wieder so ein Butzele dabei haben 😘


hf1757ab.jpg


hb556f6c.jpg


he5fdf03.jpg



Fruit Break ist dann an einem großen Baobab – wir lachen, denn da hätten wir doch die Pinkelpause auch hier machen können. Nein, der Kunde ist König, wenn er muss, dann wird angehalten, sofern man nicht gerade zwischen zwanzig Elefanten steht!

h678c4bf.jpg



Und hier fliegt er, der Tschörmän..... ähhh Saddle-billed Stork 😛 .


h1ae8f75.jpg


h38eb320.jpg



Die Landschaft ist beeindrucken – Wasser, Schilf, Palmen, Tiere, blauer Himmer (und warm ist es inzwischen auch) – was will frau mehr?

h76b1d71.jpg


h888a6bf.jpg


Lustig ist der einzelne Kormoran neben 19 White-faced Dugs

h985bc37.jpg


Unser erster Büffel (spotted by Je) – es werden, was wir nicht wissen, noch unzählige folgen.

h2a124a8.jpg


Unser erster Reedbuck

hd66ea73.jpg


Unsere x-te Giraffe – aber hier fasziniert mich eher das Gehölz.

hf2e1ce0.jpg



Dieser völlig naturbelassene Bewuchs – eigentlich ist es ja ein Urwald, was meinen die Fachleute? 😕 – das ist für mich ein ganz wichtiger Bestandteil von Botswana und ich kann mich nicht satt sehen daran. Alleine über die ganzen Baumskulpturen könnte man einen eigenen Bericht verfassen....

Um 11.15 Uhr fahren wir zurück zu „Löwens“.

hd7a2caf.jpg


Der Scheffe läuft mal wieder Patrouille, und mein kleiner Süßer hat es geschafft: endlich darf er mit Mama kuscheln 🙂 ! Tja, so schnell sind wir (bin ich?) uninteressant geworden 😊 🙁 - ein guter Moment, um Abschied zu nehmen.... 😗

h1f1c1ed.jpg


hc0c8d64.jpg


Ein botswanatypisches Bild: tote Bäume, unbelaubte Bäume, grüne Bäume, und darunter und daneben viele Tiere - I love it!

he7b378f.jpg


Da - schon wieder so ein Kerl 😎 – erst in der Totalen und dann aus der Nähe.

h8e9d381.jpg


h018aca8.jpg


Zum Abschluss noch ein bisschen Zebra

hd3f012c.jpg


und dann geht’s zurück ins Camp – es ist kurz vor 12 Uhr. Es gibt Lunch und dabei wird auch noch kurz über das Programm für den nächsten Tag gesprochen. Je. und Jo. sollen während der Reise auch die beiden Lodges, die Bush Ways (BW) gehören, kennen lernen. Die erste Lodge wird das Sango Camp sein.

Und nun folgt mal wieder ein längerer Monolog von Jo.. 🤢 , er erklärt uns „Unwissenden“ 😈 , was das Sango Camp ist, nämlich ein von der Sango Familie betriebenes Camp ....blablabla.... Ja ne, iss klar – und morgen kommt der Weihnachtsmann 🤩 . Nicht mit mir!! Das steht zwar alles noch so auf der Homepage, die ist aber aus unerfindlichen Gründen seit letztem Jahr nicht aktualisiert worden. Okay, das kann der Arme vielleicht nicht wissen, aber ich hasse es, wenn jemand einfach ungeprüft irgendwelche Fakten aus irgendwelchen Katalogen nachplappert. Das sind diese Reiseverkäufer, die ich nicht brauche.... die eigentlich NIEMAND braucht!!!

Und bei Sango bin ich ganz besonders empfindlich (gut, das kann er auch nicht wissen). Also kläre ich ihn mal drüber auf, was sich alles so verändert hat inzwischen. Es gibt noch einen Sango, und das ist Face und er ist angestellter Manager.

Über die Anteilsgeschichte lasse ich mich auf keine Diskussionen mit ihm ein – meine Informationen sind einseitig, und solange ich nicht beide Seiten kenne, halte ich mich raus. Außerdem ist es egal, ob noch einer ein paar Anteile hat oder nicht – es ist auf jeden Fall kein Familienbetrieb, und erst recht keiner der Sango-Familie!

Auch wenn noch eine oder zwei Schwestern im Service arbeiten - die ganzen Männer (Vater und 2 Söhne) außer Face sind weg. Zudem wechseln die Guides recht häufig – das war früher auch nicht so. Von wegen Local Guides, die dort aufgewachsen sind....alles Schnee von gestern.

Dann schwärme ich den anderen noch ein bisschen davon vor, wie nett das damals war, als man nach dem Game Drive noch von unterwegs heißes Wasser per Funk für die Dusche geordert hat. Ja, aber Bucketshower gibt es immer noch, plärrt Jo dazwischen 😠 ! Schmarrn, wie kommt er auf DIE Idee?? Nicht mal damals waren es richtige Bucketshower, so wie wir sie hier im Camp haben, sondern das kalte Wasser kam aus der Leitung, das warme wurde in den Eimer gekippt und ebenfalls per Leitung zum Duschkopf geführt und dort konnte man mischen. Die Eimer hängen noch für Notfälle (falls die Solaranlage ausfällt) – aber das war’s dann auch. Schön sind die Außenduschen aber natürlich immer noch!!

Ich erwähne auch noch die Solarleuchten, deren kaltes Licht mir abends gar nicht gefällt und Strom im Zelt mögen ja viele wichtig finden, aber ich fand es klasse mit der riesigen Tragelampe, die man bekommen hat.....und Stirnlampen gibt’s ja schließlich auch noch. Dann ein Pool – muss das sein? Okay, ich kenne Botswana nur im August/September, da braucht man keine Abkühlung.

Vorallem habe ich an dem Camp geliebt, dass es so basic war..... 🙁

Ja aber....meint Jo.

Nix ja aber - ich versuche ihm zu erklären, dass ich natürlich völlig verstehe, dass man dem Mainstream folgt, ins Camp investiert - man wäre ja blöd, wenn man es nicht täte, wenn der Kunde die höheren Preise dafür zahlt und die Buchungszahlen okay sind. Und schließlich und endlich weiß auch ich, dass Tourismus ein knallhartes Business und kein Ponyhof ist! Von daher geht auch kein Vorwurf an BW (Jo fühlt sich ja auch immer gleich angegriffen, als ob er der Inhaber der Firma wäre 😵 ) – ich finde es auf der einen Seite einfach schade, dass dieses Unikat nicht mehr besteht, wobei ich weiß, dass es den Gästen dort immer noch gefällt. Auf der anderen Seite bin ich aber glücklich, dass ich es damals noch so erleben durfte.

Was ich aber gar nicht leiden kann, und wo ich echt recht ungemütlich werden kann 😈 , ist der Versuch, Dinge, die man gar nicht kennt, mir zu „verkaufen“, und wenn dann noch mit völlig falschen Fakten argumentiert wird, hört bei mir der Spaß auf!!! Ich muss da immer sofort an Formulierungen in Reisekatalogen denken..... Sei’s wie’s will – wir werden die Beiden morgen im Sango Camp abliefern müssen. Taxi Camping Safari! Übrigens werden wir morgen noch ein Begegnung in Sachen Sango haben, die mich darin bestärkt, dass meine diesbezügliche Wahrnehmung doch nicht völlig daneben ist..... 😉

Nach dem Lunch haben wir ausreichend Zeit zum Duschen und auch endlich mal zum Wäschewaschen.


h96e8f77.jpg


Hier will ich jetzt doch mal auf meinen Titel eingehen – das „betreute Wohnen“ sollte natürlich nicht auf das Durchschnittsalter der Teilnehmer anspielen 😎 , sondern darauf, dass man wirklich umfassend von Guide und Camp-Assistant umsorgt wird! Sie sind jederzeit ansprechbar, erhitzen einem so viel Wasser wie man möchte, beantworten jede Frage, kehren zwischendurch immer wieder das Fahrzeug aus, räumen auf, kochen, spülen....und.. und... und.....Das Ganze geht bei den Beiden fast ohne Worte Hand in Hand, als ob sie schon jahrelang zusammen arbeiten, was ja aber gar nicht der Fall ist.

Als an diesem Nachmittag das Wasser knapp wird, ändert Spencer kurzentschlossen den Plan, kürzt seine Mittagspause und fährt mal eben zur Campsite Xakanaxa, um frisches Wasser zu holen. Jo fährt mit – da muss man ihn echt loben, er sieht sich nicht als reiner Urlauber, sondern packt auch immer wieder mit an. Durch das Wasserfassen kommen wir aber auch erst um 16 Uhr los, geplant war eine halbe Stunde früher. Ist mir gerade recht, ich fühle mich ein bisschen schlapp und ruhe mich noch im Zelt aus (das mittags allerdings doch einen Tick zu warm ist, da ich auch prinzipiell die Reißverschlüsse zulasse – ich hab keine Lust auf lästige Fliegen um mich rum).

Unsere erste witzige Sichtung an diesem Nachmittag ist ein Goliath Heron auf der Jagd. Leider sehr schwer zu fotografieren auf die Entfernung und wieder mit Gras davor und dazwischen 🙁 . Man kann aber noch einigermaßen erkennen, wie ihm durch den Jagderfolg der „Kamm schwillt“ – ihm stehen die Haare respektive Federn zu Berge!


h0d6f403.jpg


h0a0757b.jpg


h48b2d1a.jpg


h5df6ec9.jpg


h5276baf.jpg



Kurz darauf kommt uns ein Fahrzeug aus einer Sackgasse entgegen und signalisiert, dass dort Löwen liegen. Beide strotzen nun nicht gerade vor Energie 🙄 .

Es ist ein Paar – er hebt einmal graziös das Hinterbein und wedelt immerhin ab und zu mit dem Schwanz, sie hat ziemlich schnell genug von ihm und verkriecht sich unter einen Baumstamm.

hcfa3499.jpg


h2a1134a.jpg


h0f4ab00.jpg


hd14fb7c.jpg


h65901e0.jpg


Finde die Löwin

h3629662.jpg


h567ab13.jpg


h93857d6.jpg


h1eaade8.jpg



So, nun können wir unserer Katzensammlung von heute noch 2 Löwen hinzufügen – nicht schlecht 🙂 ! Gut, die zwei können natürlich nicht auch nur im Entferntesten gegen unsere vier bzw. 3 Superlöwen (einer war ja etwas phlegmatisch) anstinken und so fahren wir kurz nach Halbfünf weiter.


hd2ddff5.jpg



Bei den kleinen Wasservögeln hab ich dieses Jahr geschlampt – kein einziges Foto ist so richtig durch und durch scharf geworden. (Ich wollte nur schnell mal was anderes zwischen den vielen Katzen posten 😄 )

Allerdings bin ich heute auch nicht so richtig in Knips-Stimmung, mir tun die Glieder weh und es strengt an, die Kamera ruhig zu halten. Also kuck ich eben mehr....

Wir holpern dann auch fast eine halbe Stunde ereignislos durch die Gegend – Spencer kann es sich natürlich wieder nicht verkneifen: Good place for Cheetah, have a look at the termite mounts. Haha.... 😄

Plötzlich ruft Je.: Stop, there’s something on the right hand side. Spencer bremst und stößt zurück – und siehe da, Je. hatte recht, super Spot (keine Ahnung, wie sie das gesehen hat, ich bin begeistert!!) – kein Cheetah, aber......

h38805ee.jpg



Ja, tatsächlich – ein Serval! Wow – darauf hatte ich nun wirklich nicht gehofft! Spencer ist auch begeistert – und wir genießen Je.’s Kätzchen ganz für uns alleine!

h870dea2.jpg


Wie Ihr also seht, muss Fahren mit Guide nicht langweilig sein. Es ist ganz und gar nicht so, dass er alles entdeckt und es uns dann auf dem Silbertablett serviert. Nein, er fährt, liefert wichtige Informationen (die in Sachen Cheetah völlig wertlos sind... 😛 ) und wir scannen die Gegend. Das macht echt Spaß! Wobei ich das blinde Huhn im Landy bin – ich brauch sogar immer noch ne extra Weile, bis ich das von anderen entdeckte Tier dann auch tatsächlich selber sehe (da, kuck mal weiter rechts, Bele, neben dem Busch, siehst du nicht??) Nein ich sehe nicht.... 🤨 zumindest nicht gleich, aber irgendwann dann schon.

So richtig gut bin ich aber darin, Löwen zu entdecken, die in Wirklichkeit Baumstämme oder Paviane sind 😊 . Immerhin habe ich es auf dieser Reise bis auf eine Ausnahme geschafft, meine Klappe zu halten 🙂 . Nur ein einziges Mal ist mir ein „Lion“ über die Lippen geschlüpft, als ich einen trinkenden Pavian gesehen habe..... 😗 Und einmal hab ich, ich ganz alleine, sogar einen Vogel, der auf meiner Wunschliste stand, und der eigentlich gar nicht mehr dort hätte sein sollen, wo er war, entdeckt 🙂 – aber das ist eine andere Geschichte....

Zurück zu unserem Serval! Das hübsche Kätzchen ist recht aufmerksam,

h5b8a1cc.jpg



auch wenn ihm manchmal die Augen zuzufallen drohen.

h45bdccb.jpg



Immer wieder dreht und wendet es den Kopf, so dass wir einigermaßen gute Fotos machen können. Manchmal hält es sein Gesicht auch sehr niedlich genüsslich in die Sonne!
Übrigens juckt es mich angesichts der Zecke im Ohr in den Fingern, aber ich habe leider meine Zeckenzange nicht dabei.... 😎


h5b1e5e6.jpg


hefa1aa9.jpg


h591c51f.jpg


h6a53264.jpg



Eine halbe Stunde lang sitzen wir in unserem Wohnzimmer - kein anderes Fahrzeug weit und breit - und beobachten den Serval, bis er irgendwann im Gebüsch verschwindet.

h50a6d04.jpg


h3b3d1d6.jpg


h7f8cb66.jpg


h2b7d197.jpg


hc3df61d.jpg



Mir reichts dann auch – die Arme tun weh vom ständigen Knipsen und mein Rücken will auch irgendwie nicht mehr. Komisch – da hab ich sonst doch nie Probleme.... 😐 Dann fahren wir um 17.45 Uhr noch mal los in Richtung der beiden leblosen Löwen – Spencer will unbedingt sehen, ob sie inzwischen aufgewacht sind. Ich würde genauso gerne zurück ins Camp fahren, holpere aber natürlich mit durch Botswanas Schlaglöcher. Unterwegs sitzt der Brown Snake-Eagle genau auf dem selben Baum wie gestern, nur andersrum und in besserem Licht! Danke!


hd70c23d.jpg


Auch ein Southern Ground-Hornbill läuft mir endlich mal so vor die Linse, dass man ihn auch erkennen kann, und dazu noch im weichen Abendlicht – na bitte, geht doch!

h6bc0884.jpg


Dann haben wir noch eine Sichtung der kleineren, aber besonderen Art – ein Bienenvolk!

h726e26d.jpg


hb69bfe7.jpg


Bei den Löwen hat sich nicht viel getan – sie ist zwar wenigstens auf den Beinen, zeigt uns aber nur ihr Hinterteil.


h153c0d5.jpg


Er schaut kurz mal gelangweilt zwischen den Gräsern hervor.


hdcaa187.jpg


Das Licht ist ja aber eh inzwischen nichts mehr – und so machen wir noch schnell ein Beweisfoto, freuen uns über die Elefanten im Sonnenuntergang auf der anderen Seite,


ha53183a.jpg



die aber auch kaum mehr zu erkennen sind, und fahren dann zurück. Wahhh, ich wusste gar nicht, dass wir so weit von „zuhause“ entfernt sind, die Fahrt wird für mich zu einer mittleren Tortour, die Glieder und der Kopf schmerzen 🙁 .

Beim Dinner und am Campfire geht es aber schon besser – wir freuen uns über unsere heutige Katzensammlung (6 Löwen, 1 African Wildcat, 1 Serval 🙂 ) und Spencer erzählt uns als Gutenachtgeschichte von einem Selfdriver-Paar (was sonst 😎 😗 ), das sich auf dem Weg vom Moremi zum Chobe die Eintrittsgebühr sparen wollte und off-road Richtung Norden unterwegs war. Irgendwann blieben sie im Schlamm stecken, ohne ausreichend Wasser, ohne Satellitentelefon – und erst mal völlig unbemerkt. Tage oder Wochen später meldete der Autovermieter sie als vermisst, weil das Fahrzeug nicht zurückgegeben wurde. Man fand beide tot in ihrem Auto – und es dauerte 6 Monate, bis die Gegend soweit abgetrocknet war, dass man das Fahrzeug bergen konnte 🤩 .

h9fbf968.jpg


Nachts träume ich von leeren Wasserkanistern, von großem Durst und trockenem Rachen, feuchtwarmer Schlamm versucht mich in die Tiefe zu ziehen – ich wache mit Fieber und Halsschmerzen auf. Na prima – das fehlt mir gerade noch.... 😈 Schnell werfe ich ein Ibuprofen ein und schlafe dann doch irgendwie bis zum Morgengrauen.
Teil 1113. Sept. 2014
Heute (Tag 7) ist nicht mein Tag 🙁 – HATAB Campsite beim North Gate – Donnerstag 28.08.2014

In der Nacht sind verschieden Geräusche im Camp zu hören und als ich mich zusammen mit meinen diversen Wehwehchen aus dem Zelt quäle klären sich einige davon gleich auf: die Hyänen sind nachts auf den Trailer gesprungen und haben die Müllsäcke aus dem hinteren Gitterkorb gezerrt – ganze Arbeit haben sie geleistet und DT und Spencer sammeln alles wieder ein.

Anscheinend hat Spencer abends noch den Pearl-spotted Owlet, die wir immer wieder gehört hatten, gesehen – grrrrr, wäre ich nur nicht so schnell ins Bett - der Tag fängt ja schon mal klasse an..... Wir hatten Federn von ihr schon im Delta auf der Insel gefunden und ich hatte der Sichtungsfee eigentlich eine ganz klar Ansage gemacht - aber offensichtlich muss ich an meinem Setswana noch arbeiten 😵 ! Die typischen Rufe der Eule habe ich auch gestern abend im Zelt immer wieder sehnsüchtig vernommen.... 🙁 Das Knacken nachts kam von den weidenden Elefanten – ansonsten war alles friedlich geblieben.

Leider fühle ich mich alles andere als gut und wäre ich daheim, würde ich mich sofort wieder ins Bett legen. Wie unfair – das ganze Schuljahr mit nur einem Fehltag hinter mich gebracht und dann werde ich blöde Kuh im Urlaub krank. Ob jetzt Spencer mir seine Erkältung weitergereicht hat, oder das Fahren im offenen Wagen ohne Windjacke doch nicht so gesundheitsfördernd ist – oder ob ich einfach mal dran bin krank zu werden – keiner weiß es und es ist auch völlig wurscht – das Wissen würde mir eh nicht weiterhelfen 😛 . Ich muss zu anderen Mitteln greifen und entschließe mich, Premiumsponsor der Pharmaindustrie zu werden Fleißig werfe ich bei Bedarf Ibuprofen 400 ein. Danach geht’s dann einige Stunden recht prächtig 😎 . Für die frühmorgendliche Fahrt im offenen Landy werfe ich alles an Klamotten über, was ich habe - zuallererst natürlich meine t...olle Unterwäsche 😉 !

Den Plan mit Insbettlegen kann ich eh knicken – mein Schlafzimmer inklusive Bett wird bei Sonnenaufgang in den Trailer verladen 🤩 .


h91c8b18.jpg


ha699cef.jpg


h7ec3a4b.jpg


Ich mache noch einen kleinen Buschwalk (wobei Spencer immer sehr darauf achtet, dass wir uns nicht zu weit entfernen) und genieße es, mit einem Imapalabock auf Augenhöhe zu sein. Es ist immer wieder schön, dieses ganz andere Gefühl, wenn man einem Tier zu Fuß begegnet!


h3f3be6b.jpg



Spencer macht derweil wie jeden Morgen vor einer längeren Fahrt kleine Inspektion (und ich kann schon jetzt sagen, dass wir die ganze Reise über weder einen Platten noch einen technischen Defekt hatten – die Fahrzeuge von BW scheinen in einem sehr guten Zustand und bestens gewartet zu sein).


h7780aaf.jpg


Der Trailer wird angekuppelt und Punkt 7.30 Uhr machen wir uns auf den Weg. Unser nächstes Ziel ist eine HATAP-Campsite am North Gate.

h775a7c0.jpg


Wenige Minuten später sehen wir ihn!

h0853e3e.jpg


h5e87297.jpg




Zuerst denken wir aus der Ferne, dass es wieder ein Brown Snake Eagle ist, aber dann erklärt uns Spencer, dass es ein juveniler Bateleur sei (er hat dunkle Augen und ein nacktes Gesicht). Tja, auf meiner Wunschliste stand der Bateleur schon lange, Spencer wusste dies auch und hat mir gefühlt 100 Stück gezeigt, die über uns in den letzten Tagen kreisten. Nur zum Fotografieren hinsetzen wollte sich keiner 😠 . Soll ich mich jetzt freuen, dass ich überhaupt einen sehe oder traurig sein, dass es kein Erwachsener mit der tollen Färbung ist??? Irgendwie passt das zu diesem Tag 7.... 😐 Wobei - süß ist er ja schon 😘

Wir machen uns in der Nähe von Xakanxa eine Weile auf die Suche nach Wildhunden, die dort angeblich am Morgen gejagt haben, aber wir finden sie nicht - siehe Foto 😄 (typisch Tag 7).

h3994413.jpg


Am Airstrip begegnet uns dieser Kerl, der sich zuerst mit seinen 6 langen Gliedmaßen vom Acker macht, um uns danach unmissverständlich klar zu machen, dass er uns doof findet! Eine ganze Weile hampelt er um uns rum:

hc5f595d.jpg


hde9a438.jpg


h169c0ac.jpg


h8065565.jpg


hbc9a06c.jpg


h1607d25.jpg


Wegen des hohen Wasserstands auf der direkten Piste nehmen wir die Paralellschneise durch den Mopanewald, die recht zügig zu befahren ist. Dazu muss man vom Xakanaxa Airstrip erst Richtung South Gate fahren (was mich erst mal sehr verwirrt, als ich den Wegweiser lese 😕 ), und dann nach ein paar Kilometern links abbiegen.

Und jetzt bitte die Leute mit voller Sehstärke nach vorne!!!! 😎 Wer sieht die Leopardin?

h4d7341f.jpg


Jetzt????

h872661c.jpg


Jetzt????????

h6afed1e.jpg


Zu spät – sie geht schon wieder. 😄 😛

h09c047f.jpg


Tja, solche Sichtungen gibt’s eben auch – und auch dies passt recht gut zu diesem Tag 🙄 !

Um 9.40 Uhr machen wir Fruit Break am Dombo Hippo Pool.

he7ca59d.jpg


Wir laufen zum Hide und schauen uns um

h12eadeb.jpg


Dabei entdecken wir ein Fahrzeug vom Sango Safari Camp. Kurz darauf begrüßt Je. zwei Frauen – offensichtlich Kundinnen von ihr. Ich komme mit ihnen ins Gespräch und erfahre, dass sie vor zwei Jahren schon mal in Sango waren und es ihnen soooo gut gefallen hat, dass sie jetzt wieder da sind.

ABER: die Stimmung sei irgendwie eine ganz andere – gestern abend hätten sie sogar Missstimmungen gespürt. Früher seien die Sango-Jungs mit am Tisch gesessen, Papa Josef hätte sich um die Getränke gekümmert und es hätte interessante Gespäche gegeben. Ja, das kommt mir irgendwie bekannt vor.... 😐

Und es gäbe keine bekannten Gesichter mehr (Face ist auf einer Hochzeit, wie ich später erfahren habe und wird von Maria, einer weißen Mitarbeiterin von BW vertreten). .... Ich bestätige, dass ich ähnliche Eindrücke nach 2012 im Jahr 2013 hatte und füge hinzu, dass ich es so schade fände, dass es inzwischen fließend warmes Wasser auch in der Dusche und damit dieses ganz spezielle Duscherlebnis nicht mehr gäbe. Sie sind wohl erst gestern Nachmittag angekommen und haben dies daher noch nicht mitbekommen: Waaaaas ??? 🤩 sagen sie entsetzt: keine Frage nach dem Duschwunsch und Funkspruch mehr auf der Heimfahrt vom Game Drive?? Kein „Sango – Sango – please prepair shower for tent 1,3,4....“ Nein, sage ich – gibt’s nicht mehr! Schaaaaade, meinen sie..... Ach, irgendwie tut das gut, dass da jemand genau so denkt wie ich 😊 !

Entwarnung: Ich werde am nächsten Tag, wenn wir Jo. und Je. wieder abholen, noch ein paar kurze Worte zu Sango verlieren – aber ich verspreche hoch und heilig, dass das Thema danach endgültig erledigt ist! 😎

Wir verabschieden uns von den beiden Damen und ihrem Guide (den ich nicht kenne) – Je. und Jo. werden die beiden ja im Camp wiedersehen. Ich mache noch ein paar Aufnahmen von oben

hf570dba.jpg


besonders die Spoonbills haben es mir dieses Mal angetan (deren Farben würden den Mädels aus der 2a sicher auch gefallen 😉 ):

hf7fe6cf.jpg


hb323834.jpg


he3c30d4.jpg


Einer tut mir sogar den Gefallen und löffelt ein kleines Fischchen! Die Hippos im Hippo Pool ignoriere ich geflissentlich..... 😛


h5c390cc.jpg


Noch schnell ein Hadeda Ibis bei der Gefiederpflege...

h00e811f.jpg



...und weiter geht's - vorbei an dieser Warthog-Familie

h62ad9ab.jpg


h273b11e.jpg


Wir sehen noch viele Elefanten – alle in herrlichem Gegenlicht 😠 – passt 😎 ....

h9f06d25.jpg



he8232b1.jpg


hc030a4d.jpg


h1f75dbc.jpg


Die hier haben es eilig.....

h9419940.jpg


h5e0470d.jpg


Kurz vor elf sind wir dann am North Gate - bzw. an der Brücke über den Khwai - ein vertrauter Anblick


h259524f.jpg


und plötzlich finde ich mich im Sango Camp wieder 🤩 . Ein Platz, an den ich eigentlich so schnell nicht zurückkehren wollte.

h1b0fbed.jpg



Wir nutzen die Zeit, in der Spencer Wasser fasst und schauen uns ein bisschen um. Aha, es gibt nun über dem Platz vor dem Hauptzelt eine Sonnenüberdachung. Ach, und diese bequemen Stühle hätten wir bei unserer langen Wartezeit in der Nguma Island Lodge auch brauchen können.

h331952a.jpg


Daphne – die übrigens heute Geburtstag hat - geht auf das schöne Gäste-WC. Wir anderen stehen wartend davor und fragen irgendwann, ob alles okay und sie denn überhaupt noch drin sei – Jaja, gibt sie lachend zur Antwort – aber es gäbe ein Problem: da drin sei ein Spiegel .... 😄 😄 😄 Ach Daphne, wie schön dich mit deinem Humor an Bord zu haben!

Wir verabschieden uns - den Spruch "So habt Ihr wenigestens mal ein Luxus-Camp gesehen" hätte sich Je. sparen können und W. antwortet auch nur ganz trocken: Wollten wir das? 😈

Hier ein paar Impressionen aus Khwai Village


hff5934a.jpg


h4e8f0de.jpg


h5601405.jpg


hd5913c1.jpg


h6d471b2.jpg


Wir stoppen kurz am relativ neu eröffneten Shoppingcenter, aber zu DT’s Enttäuschung gibt es keine Softdrinks!

h8e222e7.jpg


Schließlich fahren wir um 11.30 Uhr zurück Richtung North Gate und anschließend zu unserer HATAB-Campsite Nr.3 , die sehr weit hinter der Public Campsite liegt. Dann folgt das übliche Programm - da wir nur zu sechst sind, geht alles natürlich ein bisschen schneller: Campaufbau, Lunch, Duschen, Pause....


PAUSE ! 😄
Teil 1214. Sept. 2014
Heute ist nicht mein Tag - 🙁 - Fortsetzung – HATAB Campsite beim North Gate – Do. 28.08.2014

Der Rest ist schnell erzählt....

Spencer bittet uns pünktlich um 15.30 Uhr zur Abfahrt in Sachen Game Drive fertig zu sein. Es geht Richtung North Gate – aha, wir werden also in die Khwai Concession fahren. Von der Idee her ja gar nicht so schlecht, aaaaber..... 🙄

h4fe93e5.jpg


....um 15.45 Uhr sehen wir das Sango-Fahrzeug mit Jo. und Je. (sowie den beiden Damen von gestern und zwei neuen Gästen) an Bord am Wegesrand stehen – und ich denke, gut, wir fahren zusammen in die Concession nach dem bewährten Muster: man trennt sich ein bisschen und bleibt aber über Funk in Kontakt, damit man schnell bei einer eventuelle Sichtung des anderen sein kann.

Weit gefehlt 🙁 : unsere Beiden winken uns nonchalant wie das Königspaar zu und dann fahren sie direkt in Richtung Khwai (wo nur Game Drives, aber nicht der Transitverkehr momentan fahren kann wegen der Überflutungen). Wir aber biegen links ab auf die Dertour Richtung Mababe Gate. Dabei kämpfen wir um jede Sichtung – mal ein Elefant

hd05a61c.jpg


und dann zwei Waterbucks , die hatten wir bisher noch nicht vor der Linse - aber die Beiden tun alles dafür, dass es auch so bleibt... 😗

h12e5cc9.jpg


Ganz am Anfang kommt als kleines Highlight noch eine Wasserdurchfahrt

h7ddbe27.jpg


hbf34097.jpg


und ein kleiner Stopp an der Mokoro-Station, wo sich rechterhand ein paar Hippos tummeln.

h1723318.jpg


h7396841.jpg


Und dann kommt der Teil, den ich überhaupt nicht verstehe 😐 : wir brettern eine kappe Stunde auf dem zweispurigen sandigen Highway Richtung Savuti dahin (heee, da wollen wir doch erst morgen hin 🤩 ) , zwischendurch verfährt sich Spencer noch, denn er möchte gern rechts ans Wasser runter, um in die interessanteren Bereiche durchs Wasser zu gelangen. Ich wundere mich schon, weil auf dem kleinen Weg außer uns anscheinend schon lange niemand mehr gefahren ist – Reifenspuren sind auf jeden Fall keine zu sehen – und prompt stehen wir vor tiefem Wasser, das definitiv nicht zu durchfahren ist....

Also heißt es umdrehen und über Funk rauszufinden, wo es denn tatsächlich rechts abgeht. Räusper ....das hätte man(n) auch schon früher machen können, aber wir Frauen wissen ja: Männer fragen prinzipiell nicht nach dem Weg! 🤪

Okay, irgendwann ist Land...ähhh, Wasser in Sicht, das sich queren lässt.

h55871af.jpg



Vorher gibt es noch ein bisschen Geier

hc64d9ce.jpg


und viel Zebra in schönem Licht. Wenigstens kann man so ein bisschen mit dem Zoom rumspielen.


hf6b5671.jpg


h35a405f.jpg


h3ab3386.jpg


Eine Gabelracke ist von ihrem üblichen Programm „Ich sitze auf einem dürren Ast und fliege weg, sobald die Kamera im Anschlag ist 😗 “ abgewichen und nimmt ein Bad. Leider mal wieder nicht im optimalen Licht – aber wir haben ja Tag 7, das darf man nicht vergessen und eigentlich gefällt es mir trotzdem, weil so gabelrackenuntypisch!

h0ce9315.jpg


h4b4cca6.jpg


Ca. eine Viertelstunde nach der Wasserdurchfahrt (gesehen haben wir seitdem nichts außer Landschaft, was auch ganz okay ist....),


h6c53b59.jpg


fragt mich Spencer, ob ich mich noch erinnern könne, wo bei meinem letzten Besuch der Hyänen-Bau gewesen wäre. Hmmmm, komischerweise kommt mir die Gegend tatsächlich bekannt vor (und das mir!!!) 😕 , aber ich traue mich leider nicht zu sagen :“Somewhere here on the left hand side“. Schließlich will ich - mit meinem nicht vorhandenen Orientierungssinn - nicht schuld sein, wenn wir in der Folge eine Stunde irgendwo auf der Left Hand Side herumirren.

Ach Menno, hätte ich mich nur getraut 😈 – dann hätte ich heute wenigstens ein Erfolgserlebnis gehabt indem ich meine Vertrautheit mit der Khwai Concession unter Beweis gestellt hätte (aber schließlich ist ja Tag 7, das darf man wie gesagt nie vergessen). Keine Minute später nämlich zeigt Spencer nach links (!!!!) und da sehen wir die Hyänenbabys von Lil (damals im Mai fotografiert noch klitzeklein und mit einheitlich dunklem Fell - Ihr dürft euch nicht verwirren lassen, sie postet parallel mit mir – ist aber eigentlich ein Vierteljahr voraus) – jetzt 3 Monate älter und schon recht tüpfelig! Sie haben nur eins im Sinn – Autoreifen ablecken!

h88d362b.jpg


h9dc0931.jpg


h2c7dd8d.jpg


h4236444.jpg


he8a0f5d.jpg



h75478a7.jpg


hddb6a11.jpg


h625e8ee.jpg


h9e9693b.jpg


Daher auch der teilweise leicht debile Gesichtsausdruck!!


h49d5d57.jpg


heb0d211.jpg


Und stillstehen können sie auch nicht – es ist verdammt schwierig, sie zu erwischen und die Schärfe der Fotos leidet darunter! Ich freue mich aber dennoch sehr, denn letztes Jahr haben wir sie (bzw. den Wurf davor) nur in der Dunkelheit angetroffen. Die kleinen Kerlchen sind wirklich total niedlich – und so – denke ich - nimmt der Tag wenigstens noch ein sehr versöhnliches Ende 🙂 😘 .


Aber leider will Spencer uns unbedingt noch einen Nachschlag anbieten – er hat von 4 Löwen im Moremi gehört. Erst sehen wir noch einen richtig hässlichen Warzenschweineber und Khwai Village beim Kicken.

h7c0178d.jpg


h02e5d14.jpg


Während die Sonne untergeht, rasen wir dann auf holpriger Piste tief in den Park hinein, mein Ibu wirkt leider nicht mehr und ich möchte eigentlich nur zurück ins Camp.... 🙁

hac03cd2.jpg



Nicht mal den tollen Sonnenuntergang kann man fotografieren (bzw. nur aus dem rasenden Fahrzeug heraus, was nicht wirklich klappt) – an die Bitte anzuhalten möchte ich nicht mal denken – Spencer hat nur die Löwen, die er Daphne zum Geburtstag schenken möchte, im Sinn. Leider ist es schon sehr dunkel als wir dort ankommen, man sieht zwar die Jugendlichen hinter viel Gras schemenhaft herumbubeln, aber ansonsten tut sich nicht viel.


h28f59a7.jpg


h8e8d4fd.jpg


hc6d99ce.jpg



Irgendwann wird es Frau Löwe zu dumm und sie begibt sich ein bisschen auf die Seite.

h8d08d5d.jpg


h436dba1.jpg



Unsere Hoffnung, dass sie sich an die Kudus, sie einige hundert Meter weiter oben stehen, heranpirscht, erfüllt sich leider nicht.


h31dbbf4.jpg


Ja, und über diese Fotos musste ich heute beim Heraussuchen dann schlussendlich doch noch herzhaft lachen – sie sieht aus wie ich in unserem Game-Drive-Fahrzeug (zumindest fühlte ich mich so) 😄 😄 😄 .

h3b1ecbf.jpg


Augen zu, dann seh ich das Elend nicht mehr........

ha690a6c.jpg


Uns ist schon klar, dass Spencer hoffte, abends aktive Löwen anzutreffen und uns so an diesem sonst wenig spektakulären Tag noch etwas Besonderes zu bieten – und sicher sind wir auch schon ziemlich verwöhnt von unseren genialen Lions bei Xakanaxa. Auf jeden Fall aber wären wir auch ohne diese Extrafahrt zufrieden gewesen....

Und nun müssen wir den ganzen Weg wieder zurück 🙁 – zum Glück gibt es bei der Heimkehr ein leckeres Abendessen, wir genießen unsere kleine Runde und Daphne spendiert anlässlich ihres Geburtstags eine Flasche Weißwein . Ich zögere kurz – aber ach egal, Medis und Alkohol... pffff....im Busch herrschen andere Gesetze 😄 ! Wir ziehen noch schnell Löwenbilanz: nun sind wir schon zweistellig – 10 Stück können wir zählen! Mensch, letztes Jahr habe ich so gut wie keine Löwen gesehen (nur gaaaanz weit entfernt) – und dieses Jahr das Gegenteil!

Was wir alle nicht verstehen: warum mussten wir uns mit dem Auto von Sango "treffen" bei der Anfahrt zum Game Drive?? Sie hatten definitiv auf uns gewartet und sind dann aber nach dem huldvollen Winken sofort abgefahren. Wir waren durch die beiden völlig unterschiedlichen Richtungen so weit entfernt, dass wir es niemals zu einer Sichtung der anderen geschafft hätten. Daphne vermutet, dass wir ihnen mit unserer Anwesenheit (nicht persönlich gemeint, sondern eben als zusätzliches Fahrzeug) den Game Drive nicht vermiesen sollten.... Na prima - die Camper schickt man dann eben mal solange auf die Transitroad... 😗 . Aber wir sollten zu diesem Thema am nächsten Tag eine gewisse Genugtuung erfahren - wie schön!!! 😎

Beim Essen singt eine Hyäne noch extra ein Geburtstagslied für Daphne – schon ein bissle schaurig 😮 ! Beinahe gleichzeitig knackt es um uns herum. Spencer sagt, da müssen Elefanten ganz in der Nähe sein. Er bittet mich mit dem Spot meiner Stirnlampe die Gegend abzuleuchten – und ist erst mal platt, wie stark die Funzel (Zweibrüder LED Lenser H7R) leuchtet – an dieser Stelle ein herzlicher Dank für die Empfehlungen im Forum!!! Und tatsächlich – wir sehen ein paar graue Kolosse hinter den Bäumen, die zu unserer Campsite gehören, vorbeiziehen. Huhhhhh, das ist ja mal eine klasse Stimmung Mit diesen Erlebnissen im Kopf kriechen wir uns in unsere Zelte. Nachts höre ich immer wieder Geräusche von Hyänen und Elefanten.....
Teil 1315. Sept. 2014
Von North Gate nach Savuti – ein katzenloser Tag - Freitag, 29.8.14

So, heute brauche ich noch einmal euer Mitleid 🙁 ....aber dann is gut 😉

Irgendwann nachts höre ich Regen auf mein Zeltdach tropfen 🤩 ! So schlimm ist aber nicht – es ist nur sehr windig und dadurch fallen jede Menge kleine Akazienblätter herunter... Prima – dann hört man schon mein Husten nicht so laut.... Tja, das Halsweh hat sich verabschiedet, aber nur um einem lästigen trockenen Husten Platz zu machen. Okay, ich warne meinen Körper: sollte sich die Lage bis morgen nicht durchgreifend gebessert haben, dann werde ich zu anderen Mitteln greifen! Bevor sich eine Bronchitis auf den Weg zu mir macht, werde ich mein Breitbandantibiotikum auspacken, das mir mein Hausarzt für meine Reisen in den Busch immer aufschwätzt 😠 .

Warten wir mal ab....

Von unserem Camp ist um 6.10 Uhr schon kaum mehr etwas zu sehen – dies sind die kläglichen Überreste:


he1c699f.jpg


hc24b229.jpg


Spencer drückt mir wieder den Bewertungsbogen in die Hand – man muss bei jeder Hatab-Site dokumentieren, wie man sie vorgefunden und wie man sie wieder verlassen hat und in mir hat er eine Dumme gefunden, die einen Kugelschreiber in Griffnähe hat.
Nach getaner Arbeit packe ich mich warm ein und spaziere ein bisschen in der herrlichen Morgensonne herum.

h2f959af.jpg


h9f7e2e0.jpg


hebef784.jpg



Dies ist das „Löwenohr“ von Lil in trockendem Zustand! Wir haben schon gestern die ganze Fahrt über welche gesehen – nur kam ich nie zum Fotografieren. Und hier gibt’s leider keine so tollen Exemplare.

hd9a0be2.jpg



Auf die heutige Fahrt bin ich gespannt – es geht nach Savuti! Das kenne ich noch nicht – und letztes Jahr waren wir vom Sango Camp aus fast bis an die Grenze des Chobe NP’s gefahren, entlang des Khwai Rivers....das war sooo schön gewesen.

Dumm gelaufen 😵 – wie gesagt ist die Strecke gar nicht befahrbar und so kommt ein ätzender Fahrtag auf uns zu. Zum Glück wissen wir das noch nicht, als wir um 7.30 Uhr am North Gate stehen. Neben uns ein Kindertransport – wir werden solche noch öfters sehen und Spencer erklärt uns, dass noch Schulferien sind und den Kindern im Rahmen von Ferienlagern auf Ausflügen die NP’s Botswanas gezeigt werden!

hbdcf660.jpg


Nach dem Brauchwasserfassen fahren wir ins Sango Camp, um unsere beiden Spezialisten abzuholen. Jo. berichtet auf der Weiterfahrt, dass ich Recht hätte, es gäbe keine Bucket Shower mehr (achnee.... 😗 ). Und jetzt kommts – aufgepasst 🤩 : Aber wenn man Lust hätte könne man natürlich zum Ausprobieren mal einen bestellen!!! Häääääää???? 🙄 Ich versteh die Welt nicht mehr – was soll denn das nun? Wer hat ihm diesen Bären aufgebunden? Denn worin liegt denn der Unterschied, ob man von Hand oder von Leitung das heiße Wasser einfüllt, dass dann doch nur über den Eimer in eine Leitung zum Mischen geführt wird??? Hiiilfe!!! 🤩 Das Besondere früher war doch nicht, sich unter einen Eimer zu stellen – das war damals schon nicht möglich (siehe Foto – so ist das Funktionsprinzip, Wasser fließt durch den natürlich Druck aus dem Eimer schräg nach unten in die Duschkabine und kann dort mittels Armatur gemischt werden....wie schon mal erklärt),


hcf58694.jpg



sondern die Tatsache, dass heißes Wasser etwas Besonderes war und vor allem diese Funksprüche „Sango – Sango.....“ (Und das hab ich schon – ohne irgendwas von der Entwicklung zu wissen, damals in meinem 2012er Bericht geschrieben).

Ooh Mann - "Herr schmeiß Hirn ra" – ich bin sprachlos (und das will was heißen 😎 !). Das Beste was ich machen kann ist meine Klappe halten – mit Jo. über Sango zu reden kann nicht gut enden..... 😛

An dieser Stelle kommt nun endlich mein abschließendes Statement, nachdem ich jetzt so oft darauf angeschrieben wurde, öffentlich und per PM: Nein, ich trauere Sango nicht mehr nach – und auf dieser Reise war das Problem nicht eigentlich Sango, sondern Jo., der so viel Mist zu diesem Thema verzapft hat! Ich denke, Sango ist nicht schlechter geworden, sondern einfach anders. Das was mir damals so gefallen hat – das hat andere vielleicht sogar gestört. Und diese anderen sind jetzt froh über Strom, warmes Wasser, ein tolles Sonnendach, Liegestühle, einen Pool...

Und ich bin mir sicher dass jemand, der nie zu der guten alten Zeit (haha, ich wird schon wieder sentimental.... 🤪 ) dort war, gar nicht verstehen kann, was ich meine und denkt vermutlich, dass ich einen an der Waffel habe (aber gerne...). Klar war das damals mein erstes Tented Camp in Botswana und schon von daher etwas Besonderes – aber ich weiß inzwischen, dass es etwas Einmaliges war (und es gibt tatsächlich doch ein paar Leute, die beide "Zustände" kennen und mich verstehen, das beruhigt...).

Genau diese wunderschönen Erinnerungen an diese Einmaligkeit und auch das Glücksgefühl, dass ich Sango als echtes Camp der Sangofamilie erleben durfte, mit Guides, die ihr „Baby“ und die Region lieben und sich dort auskennen wie in ihrer Westentasche, bewahre ich tief in meinem Herzen auf. Das kann mir niemand mehr nehmen! 😘

Guggu schrieb:
Ich hoffe du kannst dein „Sangotrauma“ irgendwie überwinden. Es macht mich ganz traurig wie du deine Empfindungen beschreibst. Wir haben es nur in der jetzigen Form, allerdings ohne Pool (den brauch i ach ned), kennen gelernt und wurden jederzeit wieder hingehen.
Das ist – wie oben schon geschrieben - der zentrale Punkt: wer es anders nicht kennen gelernt hat wird auch nichts vermissen und sich – neben den Annehmlichkeiten des Camps selber - an der wirklich traumhaften Gegend und den unglaublichen Tiersichtungen dort erfreuen.

Und so soll es ja auch sein – ich will das Camp ganz bestimmt nicht schlecht reden, dazu besteht keinerlei Anlass!!!

So, ich habe fertig - und ich habe auch kein Trauma - versprochen 🙂 !!!


Nun sind wir also auf der Strecke nach Savuti und dürfen die öde Piste noch einmal fahren. Wie schön, dass wir erfahren, dass Jo. und Je. auf ihrem „Premium“-Game-Drive gestern noch weniger Glück hatten als wir. Erstens gabs ebenfalls kaum Tiere (aber die wenigstens an einer etwas hübscheren Landschaft) und dann hatten sie einen frisch eingetroffenen Hobbyfotografen mit im Wagen, der jeden, aber auch jeden Vogel mit seiner Riesenkanone knipsen wollte. Was wohl gar nicht so leicht war, weil er das Ding kaum halten konnte. Zu guter Letzt waren sie auch bei den Hyänen, aber da war es schon dunkel – und eine Frau im Auto war wohl ziemlich hysterisch, weil sie immer dachte, dass der Guide die reifenleckenden Kinder überfahren würde. Was wiederum den Guide (und den Rest der Truppe) ziemlich genervt hat 😕 Oooookay, das Leben ist eben manchmal doch fair 😎 !

Bei der Wasserdurchfahrt kurz nach Khwai haben wir noch ein lustiges Erlebnis – zwei Selbstfahrer (!!! wer sonst.... 😉 ) waten höchst unentschlossen im Wasser rum und blockieren die Durchfahrt.

hf4352ae.jpg


Spencer wird sehr schnell sehr ungehalten und meint, sie sollen mal ihre Fahrzeuge aus dem Wasser holen, er hätte keine Zeit, hier ewig rumzustehen. Ungeduldig weist er sie beim Rückwärtsfahren ein – ich warte ehrlich gesagt nur darauf, dass er den Fahrer aus dem Auto zerrt und sich selbst ans Steuer setzt.

Schnell sind wir am anderen Ufer und werfen noch einen Blick zurück - hier herrscht leichte Unentschlossenheit 😉

ha460fa4.jpg


Zu der Strecke nach Savuti gibt es generell nicht viel zu sagen außer dass es stinklangweilig und zäh ist und der Wind leider nicht einschlafen will. Von daher ist es höchst ungemütlich im Fahrzeug, ich sitze dick vermummt mit gesenktem Kopf da und hoffe, dass das Ganze irgendwann vorbei ist. Sand wird über die Straße getrieben und alles wirkt feindlich und leblos. Davon gibts aber keine Fotos, weil ich meine Kamera nicht schrotten wollte.

Ganz am Anfang gibt es wenigstens noch ein paar (lebendige) Elefanten ganz nahe an unserem Wohnzimmer

h2d4dd2c.jpg


he9ee9f1.jpg


hc4b672b.jpg


h79dbc16.jpg



und einen Steenbock zu sehen.

h5938d14.jpg



Um 8.30 Uhr sind wir dann zwar noch nicht wie auf Grund des Schildes erhofft am Gate, aber ja "nur" noch 18 km entfernt 🤩


h325df10.jpg


Wir freuen uns, wenigstens ein paar Giraffen im Wind zu sehen (ich finde, die kucken auch ein bisschen kariert aus der Wäsche....)


h7e62c10.jpg


und um 9 Uhr sind wir tatsächlich am Gate

hf62635a.jpg



Im Anschluss fahren wir 1,5 Stunden mehr oder weniger immer gerade aus. Am Anfang ist die Weite noch faszinierend, aber dann irgendwann ziemlich eintönig, zumal ich mich ja alles andere als fit fühle. An diesem idyllischen Plätzchen machen wir Fruit Break und ich denke: ja, genau – wenn ich noch ein paar Tage weiter huste, dann liege ich auch so da..... 🤩 😈 😄

h47e8438.jpg



Spencer ärgert sich übrigens sehr, dass inzwischen einige Knochen fehlen – dreimal dürft Ihr raten, wer diese seiner Meinung nach mitgenommen hat......(fängt mit "S" an) 😎 😛


Fortsetzung folgt.....
Teil 1415. Sept. 2014
Fortsetzung von.....

Von North Gate nach Savuti – ein katzenloser Tag - Freitag, 29.8.14

Eine knappe Stunde später kommt links endlich die Sandridge in Sicht und wir sind alle froh über die optische Abwechslung. Leider gibt’s kein Foto, da es im Auto zu sehr gewackelt hat.

Von weitem kann man auch schon die Gubatsa Hills erkennen, nach dem ganzen flachen Busch ist die Landschaft bei Savuti wirklich ein absolutes Highlight. Hier ein paar Steine aus dem Fahrzeug geknipst.....

h4a37543.jpg


Langsam kommt Leben in mich – die geologische Geschichte dieser Gegend fasziniert und interessiert mich! Kaum vorstellbar, dass der Makgadikgadi-See mal bis hierher gereicht hat! Rund eine Stunde nach der kurzen Pause tauchen auch wieder Tiere auf – nach dieser langen Fahrt nimmt man dann auch gerne Schabrackenschakale....

hc40a93b.jpg


Ja, und da kommt der Savuti-Channel und damit diese wunderschön blühenden Bäume in Sicht – es sind Kalahari Apple-Leaf Trees!

h4e6c141.jpg


h135b15f.jpg


h7f16d0a.jpg



Wir fahren noch ein gutes Stück bis zu unserer Campsite, die wieder völlig abgeschieden liegt. Spencer hatte uns unterwegs gesagt, dass sie schön, aber sehr sandig sei und ich denke noch: oh-oh Wind und Sand – eine fatale Kombination. Aber es ist gar nicht so schlimm – an diesem Platz fühle ich mich sofort wohl und wir bauen bei moderaten Temperaturen das Camp auf.

ha3f3ace.jpg



Dusche gibt’s allerdings heute keine, weil wir nur eine Nacht hier sein werden und die Zeit dafür zu schade ist. Passt mir prima ins Konzept – bei dem Wind und eher lauen, statt warmen Temperaturen wäre das vermutlich nichts für meinen Husten. Also mache ich eine ausgedehnte Mittagspause und schlafe in meinem Kuschelzelt tief und fest ein. Als ich aufwache heißt es kurz darauf: fertig machen zur Abfahrt! 🤩 Huch, da wurde das Programm wohl kurzfristig geändert – eigentlich wäre noch eine halbe Stunde Zeit. Aber egal – Savuti ruft! Und irgendwie.....ja irgendwie fühle ich mich plötzlich schon wieder halbwegs fit! 🙂 Kennt Ihr das? Das richtig Fiese an einer Erkältung ist die Zeit, in der sie kommt, man ist schlapp, hat bisschen Fieber, Halsweh, Kopfweh, schmerzenden Husten. Dann irgendwann kippt das Ganze und man ist nur noch „verrotzelt“. Das ist zwar lästig - aber auch nicht mehr! Hmmm, vielleicht habe ich also tatsächlich Glück und bin bald wieder die Alte. 😎

Wir brechen also um 15 Uhr auf – und dann kommt wieder so ein „Jo“....! An der Brücke (wo übrigens ziemlich viele Game-Drive-Autos zu sehen sind) fragt irgend jemand von uns so halb rethorisch, eigentlich ist es mehr eine Aussage: „Und jetzt fahren wir also in die Savuti Marsh?“ Da antwortet Jo. in bester Kaffeefahrt-Reiseleiter-Manier leicht entschuldigend: „Nein, das können wir heute leider nicht machen – das sind 100km bis dahin!“ Ich bin nahe dran, vor Verzweiflung aus dem Landy zu springen 🤩 (nicht wegen der Enttäuschung, nicht in die Marsh zu kommen, sondern über den Schwachsinn, der mal wieder verzapft wird - keine Ahnung übrigens, wie er auf die 100 km gekommen ist). Zum Glück bin ich ja aber noch viel zu schwach dazu 😉 – in der Rekonvaleszenz sollte man mit seinen Kräften haushalten. Ich sage einfach nichts – und eigentlich ist das für mich fast genau so anstrengend wie aus dem Landy zu springen..... 🤪 😗

Unterwegs sehen wir Frau Steenbock


h5588bf9.jpg



eine Riesentrappe (die hatten wir noch nicht in diesem Urlaub, zumindest nicht fotogen), dazu wieder die tollen Steinformationen (ich spare mir hier den geologischen Vortrag – das kann ja jeder nachlesen).


h55feb86.jpg


h68a1e07.jpg



Bei dieser Gabelracke (sagte ich es nicht – die sitzen immer auf irgendwelchen dürren Ästen rum –nur fliegt diese nicht gleich weg!) sieht man sehr schön, dass der Wind immer noch kräftig bläst.

h9a69194.jpg


Hier schauen wir uns schnell den Channel an der Stelle der „Presidents Campsite“ an ( da hat wohl mal der Präsident gezeltet - so hab ich’s verstanden...).

h39b9659.jpg


Herr und Frau Double-Banded Sand-Grouse

he50c291.jpg


h0def1bc.jpg


Endlich sehen wir die Savuti Marsh in all ihrer Vielfalt vor uns liegen (ups, wie hat das jetzt geklappt? 😗 😎 😛 ). Der Channel und große Ebenen, soweit das Auge reicht.

hf05597d.jpg


h7455bf4.jpg



Spencer macht den anderen mal wieder vor, wie man hier durchfährt – aber auch wir haben danach Wasser im Fußraum.


h79faabd.jpg


h148841f.jpg



Die Tierausbeute an diesem Nachmittag ist eher minimal – es sei denn, man zählt hier jeden Büffel einzeln. Diese riesige Herde ist schon beeindruckend (und es sind nur Ausschnitte - die ziehen in einer endlosen Linie über die Ebene hinweg).

h909d60b.jpg


hfb74c1e.jpg


h8ba0ee4.jpg


Wenigstens sitzen die Tawny Eagles mal still

h8e235cb.jpg


hc54bdf1.jpg


Und diese Strauße finde ich insofern ganz interessant, als ihre Hälse und Beine sich kaum von den Ästen unterscheiden

hc0b3da2.jpg


Viel Landschaft mit bissle Gnu


h6446bbf.jpg


und ganz ohne Tiere gibt es auch

h8bc2d45.jpg


h2c25efa.jpg


Der hier lässt auch schon den Kopf hängen.....

ha33cf4b.jpg



Wo die enormen Elefantenherden sein sollen, weiß ich nicht – ich glaube weder diese

h6cf7137.jpg


noch diese


he0bd805.jpg


sind damit gemeint.

Das sind auch nur zwei – aber dafür ganz nah und ganz niedlich beim Trinken
h2982028.jpg


h59ea367.jpg

.

h113ca9e.jpg


hee8c7e4.jpg


hcadf73f.jpg


hbbf4c64.jpg


Das Highlight des heutigen Tage ist definitiv der Sonnenuntergang – erst noch von unterwegs


hb4252c5.jpg



und dann fährt Spencer uns dafür an einen besonderen Platz, genau neben dem großen Baobab (für den sich momentan aber niemand interessiert)

hf15cce3.jpg



und weil’s ja sonst nicht so viel zu fotografieren gab, müsste Ihr Euch jetzt die ganze Serie anschauen - innerhalb von 3 Minuten war alles vorbei....Ihr könnt das kürzer haben 😉 !! Nein, jetzt mal ernsthaft - das war schon sehr beeindruckend!!


h0fa1d68.jpg


h289d888.jpg


hf89c1be.jpg


hfafb36f.jpg


h7d9c2a8.jpg


Gute Nacht!!!
Teil 1518. Sept. 2014
Der perfekte Tag - von Savuti nach Chobe Riverfront – Samstag 30.8.14

Teil 1: Vom Aufstehen bis 8 Uhr


Beim Aufwachen werden mir schlagartig zwei Dinge klar: erstens ist es ar..g kalt 🤩 und zweitens geht es mir viiiel besser 🙂 ! Ich scheine die richtigen Worte gefunden zu haben - das Antibiotikum bleibt also unangetastet! Um 6.15 Uhr haben wir schon einiges zusammen gepackt – nebenher gibt es ein schnelles Frühstück.


hc58dd98.jpg


Kurz vor halb sieben dann der Beweis: es fühlt sich heute nicht nur kalt an – es IST kalt!


h4517194.jpg



Erfreulicherweise macht mir die Kälte nichts aus – ein gutes Zeichen! Trotzdem werfe ich an Kleidungsstücken ( 😗 😎 😄 ) über, was die Reisetasche hergibt.

Während auch die letzten noch ihre Siebensachen packen beobachte ich die Gelbschnabeltokos, die sehr neugierig um uns herumhopsen.


h40b959e.jpg


Spencer straft sie ja meistens mit Missachtung, aber ich finde die Kerle einfach witzig. Außerdem habe ich eine ganz besondere Bindung zu ihnen – eine Phase der Kindheit meiner Söhne war von dem Film „König der Löwen“ geprägt und ich weiß nicht, wie oft wir das Video zuhause angeschaut haben. Die Stimme von Zazu, dem Nashornvogel und Aufpasser von Simba und Nala, habe ich noch heute im Ohr 😉


h3d30d2f.jpg


h7fc2db1.jpg



Als ich kurz vor Sieben wieder an unseren Landy zurückkomme, hat Spencer auf einer Seite die Plexiglasscheiben eingesetzt – der Wunsch kam wohl von einigen, ich hatte das gar nicht mitbekommen.


he913c07.jpg


Hmmmm, glücklich sieht Spencer nicht aus 😐 und wir besprechen das Ganze im Plenum. Angeblich würden die Scheiben eh nicht viel nützen gegen die Kälte....sie wären vor allem gegen Regen. Außerdem hätten wir ein massives Problem bei einer plötzlich auftauchenden Sichtung – denn Aussteigen und Abmontieren wäre dann keine Option. Und Fotografieren durch verkratztes Plastik schon gleich gar nicht.
Nach kurzem Überlegen wird mehrheitlich beschlossen: die Dinger kommen wieder raus.....
Morgendliche ABM-Maßnahme im Busch.... 😎

Irgendwann so gegen 7.20 Uhr sind wir dann wohl unterwegs - let’s go for the never seen Cheetah 🤪 .

Wir fahren über die Brücke und dann an Pump Pan vorbei Richtung Ghoha Gate – wir haben heute übrigens mal wieder einen Auftrag, und zwar Jo. und Je. für eine Nacht am Chobe Elephant Camp abzusetzen. Spencer erklärt uns ein bisschen was über die Wasserlöcher, die angelegt wurden, als der Savuti mal wieder trockengefallen war.

Plötzlich steigt er in die Eisen 🤩 – macht die Türe auf und hängt den Kopf raus. Nein – nicht, was Ihr denkt 🤢 – sondern er hat mal wieder (auf für mich – angesichts seiner gefahrenen Geschwindigkeit - völlig unerklärliche Weise) Spuren im Sand entdeckt.

Es sind recht frische Löwenspuren (Cheetah ade!) – und zwar nicht nur von einer Katze (sagt Spencer!). Entschlossen setzt er zum Wendemanöver an – kein so einfaches Vorhaben mit Überlänge und Trailer – aber es gelingt recht flott. Wir fahren also wieder eine gute Weile zurück Richtung Camp, Spencer öffnet immer mal wieder die Türe, schaut, überlegt, kommentiert - bis er irgendwann meint, die Löwen wären hier vom Weg abgewichen Richtung Osten. Hmmm, nur leider sehen wir (Unwissenden) keinen Weg und damit keine Chance sie zu verfolgen. Doch doch, meint Spencer, südlicher gebe es eine Möglichkeit.

Und jetzt muss ich einen Einschub machen: auf meinen bisherigen Reisen hieß es immer mal wieder bei Katzensichtungen: Kann sein, dass der Löwe/der Leopard jetzt zum Wasserloch geht. Nur war es leider nie so (außer endlich bei unserem Leopard auf dieser Reise kurz nachdem wir in den Moremi NP gefahren waren). Und immer habe ich gehofft und mir so sehr gewünscht, einmal einen Löwen beim Trinken zu beobachten und zu fotografieren..... Nie hätte ich aber zu träumen gewagt, dass es gleich so viele sein würden!!!!

Wir jagen also los - gar nicht sehr weit Richtung Osten (inzwischen habe ich es mir auf der Karte angeschaut – wir sind Richtung Harvey’s Pan gefahren), und sehen schnell zwei/drei andere Fahrzeuge stehen. Unser Guide fährt auf direktem Weg zum inzwischen sichtbaren Wasserloch und da sehen wir sie – 7 Löwen beim Trinken!!!

ha51fd3b.jpg



Falsch – es sind sogar 8 Stück!!!


h44a612f.jpg



Da das Licht sehr ungünstig ist, parkt uns Spencer um. Dort stehen wir dann ca. 20 Minuten und beobachten diese herrlichen Tiere. Es sind 3 Löwinnen und 5 Löwen verschiedenen Alters. In der Gruppe ist ständig Bewegung – nach und nach verlassen sie das Wasserloch und ich muss an das Kinderlied von den 10 kleinen Äpfelchen denken (welches vermutlich das umgedichtete alte, politisch völlig unkorrekte Lied von den 10 kleinen N.....lein ist, die Melodie ist die selbe).

Sobald eine der Katzen sich in Bewegung setzt kann man sehen, dass das Rudel vermutlich am Morgen fette Beute gemacht hat – die Bäuche sind kugelrund.

ha5ca98a.jpg


hf5f0aab.jpg

Es folgen nun viele Fotos (in chronologischer Reihenfolge)..... diese Stimmung mit den vielen Löwen, ständig in Bewegung und kaum zu überschauen, ist einfach unbeschreiblich – glücklich und ehrfurchtsvoll sitze ich da und bestaune meinen wahr gewordenen Traum!

h3b3e419.jpg


h850f177.jpg


hc0557f0.jpg


h56cb267.jpg



h7c69447.JPG



h3050c2e.JPG


h24a8d43.jpg



he529ac3.jpg


Sorry, ich merke beim Hochladen dass es wirklich viele Fotos sind - aber bei 8 Löwen kommt eben auch ein bisschen was zusammen - und ich kann mich nur von den ganz schlechten trennen 😐


h4db222b.jpg


h0f92203.jpg


h0eaf02f.jpg


h31580a7.jpg


h2975879.jpg


h8ede3a6.jpg



h853ec0e.jpg



Es ist witzig zu beobachten wie sich die Zahl der Trinker nach und nach reduziert!


h6148bc7.jpg


h10c55d9.jpg


h1ccff1e.jpg


h8542693.jpg


h133f123.jpg


h08637e4.jpg




Da keine(r ) von den Acht sich nach dem Trinken wirklich zur Ruhe begibt vermutet Spencer, dass sie in naher Zukunft wieder zu Jagd aufbrechen werden.

hb7626a0.jpg


ha53694f.jpg


h9cc662d.jpg


hbd7db71.jpg


hf348569.jpg


h73a45b7.jpg


h1e60d6e.jpg


ha828478.jpg


he1bbd24.jpg


hfe32eaa.jpg


hc9ecab5.jpg




h4dfabe9.jpg


Aber nur keine Hektik – erst muss sich wieder einer erleichtern.

hd6bffc8.jpg


Dann machen sich aber nach und nach alle in Richtung Gebüsch davon.

h15a09ae.jpg


Auch wir machen uns nun erneut auf den Weg zum Ghoha Gate – es ist genau 8 Uhr. Und ich kann mein Glück kaum fassen...... (erst recht wenn ich an die Geschichte mit den Plexiglasscheiben denke...man stelle sich nur vor, die wären noch drin 😮 )
Teil 1621. Sept. 2014
Der perfekte Tag - von Savuti nach Chobe Riverfront – Samstag 30.8.14

Teil 2: 8 Uhr bis 17 Uhr
Alexa schrieb:
Ich wollte, der Bericht ginge ewig so weiter
Ich wollte auch, das wäre so....! Als ich das nämlich las, Alexa, habe ich mich erinnert, dass wir morgens beim Zusammenpacken sagten: Jetzt nur noch einmal Zelt aufbauen 🙁 Denn es liegen ja nur noch die beiden Nächte im Chobe an der Riverfront vor uns. Ich find’s schade, es gibt aber auch Stimmen die meinen, das würde nun auch reichen mit Camping....
Nenette schrieb:
dir ist ja klar, dass dein nächster Besuch in Savuti mit einer Löwenjagd auf Elefanten abgerundet werden muss, denn mit viel mehr kannst du deine 8 Löwen nicht mehr toppen.
Ja, das Toppen!!! Eigentlich habe ich gar nicht das Verlangen danach. Jede Sichtung ist doch irgendwie ein Highlight! Und ich weiß nicht einmal, ob ich diese 8 Löwen ganz on top einer fiktiven Rangliste (nach der mir wie gesagt eh nicht ist) stellen würde. Am nächsten Tag werde ich zum Beispiel eine kleine Elefanten-Beobachtung machen, die eigentlich völlig belanglos ist, mir aber total gut gefällt.

Weil viele von Glück bei dieser Sichtung sprechen – klar hatten wir Glück, dass wir zum richtigen Zeitpunkt vom Camp abgefahren sind und die richtige Entscheidung in Sachen Plexiglasscheiben getroffen hatten. Aber ich muss und möchte an dieser Stelle auch noch mal auf die Tracking-Skills von Spencer eingehen – das war schon irre, wie er in diesem Fall erneut zuerst die Spuren entdeckt und dann so perfekt gedeutet hat 😮 !
Daxiang schrieb: bin gespannt was für dich noch zu einem perfekten Tag gehört.
Tja, was gehört zu einem perfekten Tag 😐 ? Nun, es war zwar – was den Bericht betrifft - aus dramaturgischen Gründen eher ungünstig, dass ein solchen Highlight gleich am frühen Morgen passiert. Für mich aber ist es perfekt – denn nun kann ich in dem Bewusstsein, schon etwas Tolles erlebt zu haben, die Weiterfahrt in Ruhe genießen und habe nicht mehr dieses Bedürfnis, etwas Sensationelles entdecken zu müssen – alles was noch kommt ist schön, aber nicht mehr zwanghaft herbeigesehnt 😉 . Dieser mittlere Teil des Tagesberichts wird zum Beispiel ohne irgendwelche Sensationen auskommen müssen – aber wir hatten eine sehr schöne Zeit 🙂 !! Ich meine sogar, dass auch unsere Guide eine solche Zufriedenheit empfindet – frei nach dem Motto „der Rest ist Zugabe“ - er muss heute nicht mehr verzweifelt durch die Gegend heizen, um uns irgend etwas Vorzeigbares präsentieren zu können!

So tuckern wir nach unserer wahnsinnigen Löwensichtung in guter Stimmung (und auch das gehört zu einem perfekten Tag) also Richtung Gate – vorbei an diesen bizarren Gestalten!

h2a31761.jpg


h050ab70.jpg


Es ist recht ruhig im Fahrzeug, denn jeder hat sich in seine Decke vermummt – brrr, es ist immer noch sehr kalt. Nur Jo jammert ein bisschen, er friert und hat Rückenschmerzen. Aber er darf ja heute Nacht wieder in einem richtigen Bett schlafen 😎 .

Vorher gibt es aber noch Arbeit – nach dem Gate biegen wir erst links ab Richtung Linyanti, später denn rechts Richtung Kachikau und fahren auf einer breiten Schneise durch den Wald.


h8b42b54.jpg


Irgendwann hält Spencer an und sucht den perfekten Baum (des perfekten Tages... 😉 ) – wir haben nämlich kein Feuerholz mehr.

h5963dcd.jpg



Ich frage ihn, ob das okay ist, wenn ich von dieser Aktion berichte – sprich: ob das erlaubt ist. Ja, sagt er, wir sind in einem Forest Reserve, da darf man das, aber nicht im NP.

Der Baum seiner Wahl hält ziemlich dagegen – Mopaneholz ist der Hammer 🤨 !! Sehr schwer und entsprechend hart – ich habe das Gefühl, dass die Axt keinen Millimeter ins Holz eindringt. Und wenn doch mal – dann steckt sie meistens fest! Von beiden Seiten her wird der Stamm bearbeitet. Das hier ist wirklich ein Knochenjob und eines ist klar: Spencer und auch DT, der ihn immer mal wieder ablöst, frieren nicht mehr 🤩 !

hac207af.jpg


h0c5ef47.jpg



Wir anderen essen solange unsere tägliche Obst-Ration und schauen uns um – der Sand ist fast weiß, der Himmel tiefblau und das Leben ist schön! 🙂 😘


h17415de.jpg



Beim Abtransport des Holzes helfen alle zusammen - und irgendwann ist unser Transportkorb hinten am Trailer dann bis oben hin mit den braunroten Scheiten gefüllt!

hb332ff0.jpg



Und weiter geht’s..... Nach langweiligen 1,5 Stunden sehen wir links endlich den Chobe-River liegen.


hfbeae84.jpg


Vorher haben wir in Kachikau kurz angehalten, um wieder Luft in die Reifen zu pumpen, denn jetzt werden wir eine Weile auf Teer unterwegs sein. Einige flitzen schnell in den Shop nebenan, um sich Softdrinks zu besorgen - es fühlt sich komisch an, wieder in der Zivilisation gelandet zu sein.....Ich nutze die Pause, um kurz daheim anzurufen - hier gibt es nämlich guten Empfang. Als ich die Gewissheit habe, dass Sohn 2 + Freundin heil in Portugal angekommen ist und Haus und Katzen die Pflege von Sohn 1 bisher überlebt haben, kann ich noch entspannter weiterreisen.

Diesen Blick auf den Chobe kenne ich noch nicht, denn die letzten beiden Male bin ich ja immer nur von Kasane aus in den Park gefahren – und das auch nicht sonderlich weit.

ha619625.jpg


Und bei diesem Anblick wird mir klar, was ich schon immer in meinem Unterbewusstsein gespürt habe 🙄 : es gibt da irgend eine Verbindung von mir nach Botswana 😗 . Wie schön, dass ein afrikanischer Ort (und das hier ansässige Unternehmen) meinen Spitznamen in sich trägt.....

h56204da.jpg


Um 11.40 Uhr liefern wir Jo. und Je. im Chobe Elephant Camp ab.

h5291620.jpg



Es wurde von Bushways neu erbaut und letztes Jahr nach langem Hin und Her wegen der Lizenz eröffnet – ich hatte dieses Warten damals bei meinem Sango - Aufenthalt mitbekommen. Da das Camp zwar heute von der Zufahrt abgesehen einigermaßen auf unserer Strecke liegt, aber morgen ganz und gar nicht, beteuern die Beiden beim Verabschieden, dass wir sie selbstverständlich nicht abholen müssen, sondern sie natürlich zu uns gebracht werden 😕 . Na ja, das hoffen wir doch auch sehr...... (wer stirbt gleich noch mal zuletzt????? 😈 )

Nun also nichts wie wieder rein in den Chobe NP. Links geht es über die Ngoma-Bridge direkt nach Namibia, wir fahren durchs Ngoma Gate.

h0265284.jpg



Wieder sehen wir Schulkinder (bzw. hier Jugendliche) auf Klassenfahrt – und es (was?) blüht auch hier.

h37484dd.jpg



Die Strecke ist ganz schön holprig, aber auch ganz schön interessant.


h294890e.jpg


h05d0f9e.jpg


h4010200.jpg


Recht schnell sehen wir ganz nahe am Wasser in ein paar größere Büsche und kleinere Bäume versteckt Zelte, die wie unsere aussehen. Es ist tatsächlich ein Bushways Camp auf HATAP 10 – und wir sind ein bisschen neidisch, weil es so schön liegt mit Blick übers Wasser. Später stellen wir aber fest, dass die Lage ganz am westlichen Punkt der Riverfront vielleicht doch nicht optimal ist, weil man zum Teil doch sehr weit fahren muss. Interessant sind die Unmengen von Zebras hier – leider dank der Tatsache, dass in Afrika die Sonne mittags im Norden steht, wie so vieles am Chobe im Gegenlicht. Dazu noch der leichte Rauch in der Luft, der von den vielen kleinen Feuern auf namibischer Seite stammt – keine perfekten Bedingungen zum Fotografieren. 🙁

hbd517aa.jpg


hf9f36fa.jpg


h4dd470f.jpg


h28a2027.jpg




Egal – wir erfreuen uns an dem prallen Leben – dieses Arche-Noah-Feeling in diesem Teil des Landes ist unschlagbar. Es wurden einfach beinahe alle Tiere, die es in Botswana gibt, am Fluss ausgekippt und erfreuen sich nun hier ihres Lebens.


h0b057db.jpg


hf87934a.jpg


h6c3f3bc.jpg


Ein paar Kühe sind auch darunter – sie stammen aus Namibia. Übrigens werden wir kein einziges Zebra mehr während unseres Aufenthaltes im Chobe sehen – sie scheinen sich (während dieser Jahreszeit oder immer – das weiß ich nicht) eher im westlichen Teil aufzuhalten – und jetzt verstehe ich auch, warum 2012 unser Guide so erstaunt war, als wir sie bei einem Game Drive von Sedudu Gate aus startend dort irgendwo vor Serondela am Wasser stehend gesehen haben.

12.25 Uhr – höchste Zeit zum Lunch. Wir halten an einem Stretch Point und genießen unseren Salat (warum nur muss ich beim Schreiben plötzlich an Salatschleudern denken 🤢 🤩 ???) mit Blick auf den Chobe, bzw. auf die alles, was es sonst noch zu sehen gibt:

h98585cd.jpg


h7b9b12e.jpg


Ein Guineafowl-Butterfly (so heißt er laut Spencer- bei Claxens im Bericht hatte ich auch so einen gesehen) schaut sich meine Kamera genau an.

h32a3dbe.jpg


Es blüht in den Büschen – den Namen derselben habe ich aber auch vergessen. Vielleicht weiß einer von Euch Bescheid?

hb25a195.jpg



Über diesen Ausflugstransport muss ich schmunzeln, weil ich mir dabei überlege, was man wohl in Deutschland dazu sagen würde.

h89dfe15.jpg



Erst letzte Woche hatten wir es in der Schule davon, wie man die willigen Eltern findet und welche Formulare wann auszufüllen sind, wenn man mit Schülern und Privat-PKWs zu einem mit Öffis nur schlecht erreichbaren Ziel fahren möchte und wie welches Fahrzeug und die Insassen dann versichert sind 😊 . Dies hier würde alle unsere Probleme (zumindest kurzfristig) lösen 😗 ! Kinder und Fahrer winken uns fröhlich zu und auch wir machen uns gutgelaunt in unserer kleinen Truppe auf die Weiterfahrt – jetzt sind wir langsam doch sehr gespannt auf unsere letzte Campsite!

Zuerst amüsieren wir uns aber über diesen Tarn-Kudu – der Rest der Familie sieht etwas ernster aus.


hcdaf855.jpg


h187f45b.jpg


h813a509.jpg


In der Luft sind riesige Schwärme von Pelikanen zu erkennen – ich bin ein bisschen traurig, weil sie sich nur sehr weit entfernt ab und zu im Gras niederlassen.


h0418d80.jpg


hb76e984.jpg


h0956051.jpg



Der Namensgeber unserer Tour ist auch vertreten


hf5982f0.jpg


und natürlich Elefanten! Wir werden heute und morgen noch viele sehen – aber ich freue mich jedes Mal über die grauen Kerle, die uns hier im Chobe eigentlich immer freundlich-neugierig begegnen.

hd3c4ab2.jpg


h4c9afd0.jpg


An der Serondela-Picnic-Site fassen wir Wasser, ich entdecke noch niedliche kleine Velvet Monkeys

h75de019.jpg



und endlich fahren wir kurz vor 15 Uhr durch schönen rotbraunen Sand ein Stück weit den Hang hinauf.

hf68dbe7.jpg



Der Rest der Strecke geht durch Tiefsand in einigen kleinen Kurven westlich bergaufwärts – unser Landy mit Trailer schlingert kräftig. Auf HATAB Nr.1 angekommen heißt es erst mal den richtigen Platz für unser Camp auszusuchen. Die Site ist sehr groß und Spencer schlägt uns die rechte Hälfte vor. Wir entdecken aber, dass hier offensichtlich kurz vorher eine Fully-Sevice-Tour genächtigt hat – diese haben hinter ihren Zelten jeweils eine eigene Sanitäreinheit. Man kann die Abdrücke der Bodenplanen und die zugeschaufelten Toiletten noch gut erkennen und wir haben keine Lust, unser Zelt bewusst auf einer noch recht frischen Jauchegrube aufzuschlagen 🤢 .

Also parkt Spencer den Landy inklusive Trailer, der zum Glück noch nicht abgehängt ist, um auf die andere Seite und hier gefällt es uns – knorrige Baumstämme liegen auf dem Boden am Rande des Platzes und auch sonst passt alles. Ich stelle mal wieder die übliche Frage an Spencer, ob der von mir gewählte Platz für mein Zelt in Ordnung ist 😊 und er antwortet wie üblich mit "NO"! 🤩 ! Mist, wann werde ich es endlich kapieren, dass die Sonne sich hier nicht an die Regeln der nördlichen Hemisphäre hält, sondern falsch herum wandert und mein Zelt somit bald in der prallen Sonne stehen wird 😵 ? Vermutlich sollte ich einfach mal ein paar Monate im südlichen Afrika verbringen, bis ich das verinnerlicht habe 😗 !

Schnell bauen Guide und DT die Sanitäranlagen auf (hier wirft gerade Spencer das Seil des Duscheimers über einen Ast), das Campfire brennt auch schon und jeder duscht sich den Staub von zwei Tagen ab.

h7ae5abf.jpg


hfcf4f6f.jpg



Es ist 17 Uhr, die Sonne steht schon tief und ich bin zuerst ein kleines bisschen traurig, dass wir hier so vermeintlich ab vom Schuss sind und nicht wie auf HATAB 1 Blick auf Zebras und Wasservögel haben. Aber dann bemerke ich, dass wir Gäste haben.
Falsch – es ist ja anders herum: wir sind die Gäste und die Anwohner schauen mal, wer da zu Besuch gekommen ist. Wer gute Augen hat, erkennt zwischen Toilette (rechts) und Dusche (links) ein graubraunes Etwas hinten im Gebüsch (und wer Adleraugen hat, hat ihn auch schon oben hinterm Campfire erkannt 😛 ).

h0768794.jpg



Erst denke ich, es ist nur einer, aber dann wird schnell klar, dass eine ganze Herde in aller Ruhe unsere Campsite umrundet und ab und zu ein paar Blicke auf uns wirft. Ich folge ihnen zu Fuß in gebührendem Abstand – das ist schon ein tolles Gefühl. 🙂

hdf20c5f.jpg



h996ecbd.jpg


h280c228.jpg



h1a6dd36.jpg


hd92d5a5.jpg


h6c6a3fb.jpg


hac89feb.jpg


h454c434.jpg


h12b79d0.jpg



Irgendwann verschwinden sie hinter meinem Zelt und auch wir beschließen nun noch zu einem kurzen Game-Drive aufzubrechen, bevor es zu dunkel wird.

Fortsetzung folgt.....
Teil 1721. Sept. 2014
Der perfekte Tag - von Savuti nach Chobe Riverfront – Samstag 30.8.14

Teil 3: der Nachmittag und Abend im Chobe Riverfront NP


Nun machen wir uns also auf den Weg zu unserem gemütlichen Sunset-Game-Drive – werden aber nach zwei Minuten schon wieder gestoppt: eine große „breeding herd“ also Muttertiere mit Kleinen und Jungbullen, die noch bei Mama bleiben dürfen, aber sicher kurz vor dem Rausschmiss stehen, kommt im Abendlicht anmarschiert. Ich hoffe, ich nerve euch nicht mit den vielen Elefantenfotos (am 31.8. wird’s nicht besser....) – aber auf der anderen Seite gilt natürlich: wer einen Chobe-Reisebericht liest, muss mit Elefanten rechnen.... 😎

Da sie unseren Weg queren wollen, warten wir einfach ab und schauen (und fotografieren). Ein Halbstarker begutachtet uns erst mal genau und macht dann ein bisschen (Staub)Wirbel!

h8fbd588.jpg

h6c93106.jpg

Unter den vielen großen Tieren ist auch ein Elefantenwinzling – tapfer marschiert er mit, auch wenn die Spurrillen sich für das Kerlchen sicher wie Berge anfühlen.


h27f7f58.jpg


hce64d25.jpg


h82ade29.jpg


h0d5a98e.jpg



Wir fahren langsam weiter - und zwei Minuten später das gleiche Bild – Elefanten diesmal von rechts (es können auch die selben gewesen sein....).
Einer schaut uns prüfend an, schüttelt sich und trollt sich dann.


ha6ac8ab.jpg


h232281b.jpg


h1a9a50c.jpg


In der vorbeiziehenden Herde wedeln die Jungbullen drohend mit den Ohren, der Rest ignoriert uns.

ha463cce.jpg


Ganz hinten stapft ein kleiner Elefant (vielleicht der von vorhin....ich habe den Überblick verloren) – der Stock, den er sich unter den Rüssel geklemmt hat, ist ziemlich groß im Vergleich zu dem kleinen Kerlchen 🙂 !

hb4fa774.jpg


Süß, oder???

h0aa9b8e.jpg


Mit viel Staubentwicklung überquert die Truppe unseren Weg – und der Kleine zeigt, dass er auch schon mit Sand pusten kann!!

h2375535.jpg


Schlussendlich haben alle die Pad geräumt und wir können weiter fahren den Berg hinunter Richtung Fluss.

hcb04715.jpg


h9b40954.jpg


Er mal wieder....

h1d009e3.jpg


Unten angekommen empfängt uns eine wunderbare Abendstimmung.....und ich merke, wie sich meine Meinung über den Chobe NP (Riverfront) immer mehr ändert. Bei meinen beiden Besuchen 2012 und 2013 war ich ja in der Kubu Lodge untergebracht und machte die entsprechenden Game-Drives zu den jeweiligen festen Zeiten mit. Vor allem 2013 hat mich der Trubel im Park sehr gestört – und spätestens nach dem Erlebnis, als damals ein Guide (ja Spencer – lies genau mit: ein professioneller Lodge-Guide, kein Selfdriver 😛 ) – off-road auf eine Gruppe schlafender Löwinnen zufuhr 🤩 , damit diese sich mal bewegen oder zumindest ihre Schlafposition fotogener einnehmen hatte ich irgendwie mit dem Park abgeschlossen 😠 .

Aber bereits die Tatsache dass wir im Park, und dann noch im Zelt schlafen, verändert mein Verhältnis zu ihm schon grundlegend. Zudem habe ich das Gefühl, dass Spencer bewusst gegen die „Ströme“, die wir aber gar nicht sehen, fährt – alles verläuft viel privater und ruhiger als ich es kenne! Und der heutige Abenddrive in unserer kleinen Besetzung macht richtig Laune!

h5af33d5.jpg


Die Elefanten scheinen genau so gut aufgelegt zu sein und wälzen sich – leider wieder in schwachem Licht – frischgebadet begeistert im Staub.
Ich würd’s ja in der umgekehrten Reihenfolge machen 😎 – aber Spencer erklärt uns natürlich ausführlich, warum und weshalb sie das tun (trotzdem sieht es auch nach Spaß aus....).

h3a943b2.jpg


hedfd5de.jpg


h78b4410.jpg


Der hier erinnert ein bisschen an mich, wenn ich mich mal wieder daheim unüberlegter Weise und wider besseren Wissens auf den harten Fußboden gelegt habe 🙄 😊 😈 .

h792fd2a.jpg


HOPPALA 😄
h8d2c3c8.jpg


Die Büffel stehen in schönerem Licht


h54912b2.jpg


aber Spencer fährt einfach ein Stückchen weiter und so können wir die nun auch gut beleuchteten Elefanten noch ein bisschen genießen.

h3c0b447.jpg


h2645664.jpg


h3d31c94.jpg


h17cdf6c.jpg


Aber dann ist Schluss mit lustig – Daphne fährt mal eben unseren Adrenalinspiegel hoch!
Wir sind gerade 4 Minuten am Wasser entlang weitergetuckert, es ist 17.40 Uhr, als sie halblaut „Stop – something on the left hand side“ ruft! Menschenskinder – die Frau hat Adleraugen !!!

h9632ed2.jpg


Eine wunderschöne Leopardin sitzt auf einem Termitenhügel in der Böschung!

he8f9f4b.jpg


h240ce39.jpg


h1ed4120.jpg


Auch wenn sie hier kurz mal einen etwas dämlichen Blick auflegt

h8de7871.jpg


– ansonsten ist sie hellwach und aufmerksam.

h8c5dcbb.jpg


hfa6bf55.jpg


Nach ca. 5 Minuten beginnt sie rückwärts in geduckter Haltung von ihrem Hügel herunterzuschleichen – gar nicht so einfach. Ihr Blick ist dabei immer voller Konzentration auf einen Punkt außerhalb unseres Blickfeldes gerichtet, (Spencer vermutet ein Impala). Alles geschieht in Zeitlupentempo, damit sie ja nicht von ihrer potentiellen Beute bemerkt wird 🙄 !

h7809ad6.jpg


h28d8c58.jpg


h32ae452.jpg


So hingekauert (und das sieht ziemlich unbequem aus....) bleibt sie 6 Minuten hocken. Als ich mir eben die Fotodaten angeschaut habe bin ich sehr überrascht – das kam mir alles viel kürzer vor!!!
Endlich erhebt sie sich und schleicht dann ganz langsam ( für ein sehr kurzes Stück - eigentlich nur mehr oder weniger an unserem Fahrzeug vorbei – benötigt sie zwei Minuten) zu einem Busch.

ha717ecd.jpg

h1a26e72.jpg


h72d3fe0.jpg


h1c3928b.jpg


Dabei können wir sie ausgiebig bewundern - sie hat einen ganz anderer Körperbau als der große Kater anfangs im Moremi....

h59c5f4e.jpg


h02f6d4c.jpg



h507db49.jpg


h6ec77c5.jpg


h6efc094.jpg


h4acf251.jpg


Hinter dem Busch verschwindet sie – und der erwartetet Angriff bleibt aus (was für mich mehr als okay ist...).


hfcf2a10.jpg


Wir schauen uns ein bisschen den Sonnenuntergang an – ganz weit hinten kann man noch schemenhaft durch den Staub rennende Elefanten erkennen.

heccd54f.jpg


Nach zwei Minuten taucht die Leopardin oberhalb des Busches wieder auf, bewegt sich in die Richtung ihres Ausgangspunktes und verschwindet in der hereinbrechenden Dämmerung....

hbd2bd4a.jpg


h669ec3a.jpg


Huii, das war mal ein tolles Betthupferl!! So ein schönes Tier – und am Anfang hatten wir sie ganz für uns alleine, erst später kam ein zweites Fahrzeug hinzu!

Immer noch aufgeregt freuen wir uns über den Sonnenuntergang und denken, das war’s, lasst uns zurück fahren Richtung Camp.


h95da949.jpg


h1674d17.jpg


Da haben wir aber die Rechnung ohne Daphne gemacht! Heute ist ihr Tag – kaum 4 Minuten später zeigt sie mit einem trockenen „Lion“ auf einen Hügelkamm und tatsächlich: dort liegt eine Löwin gähnend im letzten Tageslicht, scharfe Fotos bekommt man so nicht hin. Aber trotzdem....Löwe bleibt Löwe.

h31eb0a5.jpg


h5f902c2.jpg


Auf der Rückfahrt ziehen wir Löwenbilanz: erst 4 im Moremi (3 aktive und ein schlafender), dann 2 (ziemlich träge), dann noch mal 4 aktive, aber im schlechten Licht, 8 trinkende Löwen und diese hier – macht 19 Löwen! Und es sollten noch welche dazu kommen..... Auch mit unseren Leopardensichtungen sind wir natürlich mehr als zufrieden! 😎

DT erwartet uns wie immer mit einem tollen Abendessen und später am Abend lassen wir uns von ihm genau erklären und demonstrieren, wie er unser Frühstücksbrot backt.


h3db4b96.jpg


hb921dcc.jpg


h7a7f381.jpg


Der Teig wird in einer Plastikbox angesetzt und muss dann im gusseisernen Topf ca. 15 Minuten neben der Feuerstelle gehen.

h5af2ce8.jpg


DT macht das alles in seiner unaufgeregten, freundlichen Art – und ein bisschen stolz ist er dazu angesichts unserer Bewunderung! Anschließend packt unser Camp-Assistant –– (die Hand nur mit einem dünnen Grillhandschuh bekleidet) ins Feuer und befördert die glühenden Kohlen zwecks Oberhitze auf den Topfdeckel.

h8d82c82.jpg


h12e43f4.jpg


h7ff8e06.jpg


Der Mond schaut – bereits halb schlafend – dabei zu...


h0f2ccd9.jpg


DT sucht eine Weile nach der perfekten Stelle in der Glut, schiebt den Topf hin und her, bis er zufrieden ist. Dort backt das Brot dann ca. 30 Minuten.

TATA – das Frühstück für morgen ist gesichert – sieht wie immer perfekt gebräunt und knusprig-lecker aus!!

h410ed46.jpg




Mit dem Gedanken an frisch gebackenes Brot, das wir morgen früh überm Campfire toasten werden, und vor allem mit vielen traumhaften Bildern und unendlich vielen Eindrücken des heutigen, so schönen Tages im Kopf krieche ich in mein Zelt – es ist wesentlich wärmer als gestern und ich fühle mich pudelwohl 🙂 😘 .

Gute Nacht!
Teil 1825. Sept. 2014
Ein Tag mit Höhen und Tiefen - Chobe Riverfront – Sonntag, 31.8.14

Teil 1: Ruhige Stunden am frühen Vormittag


Unser letzter Tag der Campingreise bricht an. Schon vor 7 Uhr sind wir unterwegs - außer uns vier Gästen fährt auch DT mit auf den Game-Drive.


h35ed771.jpg


Während der ganzen Reise war mir schon aufgefallen, dass Guide und Camp-Assistant sich ständig beim Fahren unterhalten. Auf Nachfrage bestätigt mir Spencer, dass er DT dabei viel über Tiere, Landschaft, Streckenführung usw. erklärt - er möchte ihm so viel wie möglich beibringen. Denn wenn ich es richtig verstanden habe lernt DT momentan auf seine Guide-Lizenz. Spencer hat uns ausführlich erklärt, welche verschiedene Lizenzen und welche Prüfungen es zu den verschiedenen Ausbildungsstufen gibt – er arbeitet oder arbeitete ja als Guide-Ausbilder und in einer fast schon väterlichen Art nimmt er DT, der wohl noch ganz am Anfang seiner Ausbildung steht, unter seine Fittiche. Die Beiden haben auch etwa gleichzeitig bei BW angefangen und DT wurde von Spencer extra für die Tour als Koch angefragt (was wir alle gut verstehen können 🙂 ).

Zurück zum Game-Drive (das Guide-Thema kommt abends noch mal zur Sprache 😎 ): heute lassen wir es ruhig angehen, wir haben viel Zeit und es ist erfreulicherweise auch längst nicht mehr so kalt wie die letzten Tage. Der erste Teil des Vormittages beschäftigt sich ganz passend mit eher ruhigen und ausgedehnten Beobachtungen – und ich möchte diese Gelegenheit zu der einen oder anderen „Hommage“ nutzen . Allerdings lassen wir diese Büffel erst mal schnell hinter uns, das Licht ist noch zu schwach und wir werden kurze Zeit später sowieso noch genügend ihrer Art treffen und uns genauer ansehen!

h636b3d6.jpg


h7629821.jpg


Wir fahren am Wasser entlang Richtung Westen, wo der Chobe eine große Schleife macht und so eine Landzunge bildet. Im schönsten Morgenlicht beobachten wir dort auf der einen Seite eine riesige Impala-Herde, die sich ihres Lebens freut. Meistens fährt man mehr oder weniger achtlos an ihnen vorbei...."Schon wiiieder Impaaaaalas.....*gähn*". Oder sie müssen als letzter Rettungsanker dienen, weil man den ganzen Tag über keine andere Sichtung hatte 😗 . Heute aber beginnen wir mit ihnen und sie springen einem sogar richtig ins Auge – und zwar beinahe im wahrsten Sinne des Wortes: voller Übermut rennen und hüpfen immer wieder kleinere Gruppen und auch Einzeltiere umher – man weiß gar nicht, wohin man zuerst schauen soll. Ich bin hin und weg von dieser Lebensfreude - so habe ich das noch nie erlebt!

Inzwischen ist mir klar, dass rennende Impalas nicht gerade geeignet sind, um zum ersten Mal voller Absicht Tiere zu filmen und dann auch noch zu versuchen, dieses schlechte Material zu schneiden und zu bearbeiten 😊 . Ich habe lange überlegt, ob ich das Filmchen überhaupt hochlade, aber der Anblick dieser sonst eher ruhigen Antilopen in Aktion möchte ich dann doch nicht unter den Tisch fallen lassen. An dieser Stelle übrigens meine Hochachtung an alle, die hier so perfekt filmen und schneiden - da liegt noch ein weiter Weg vor mir....aber ich freu mich drauf und glaube, ein neues Hobby gefunden zu haben (mal schaun, wie weit meine Geduld reicht 😕 )! Wer leicht seekrank wird, sollte es – auch wenn gar kein Wasser mitspielt - besser gar nicht erst starten, denn es ist ein Gewackel und Hin und Her von Anfang bis Ende..... 🤢

Bei YouTube ansehen ↗




Hier noch drei Fotos für diejenigen, die sich das Video erspart haben 😗 ....

h3a2dc36.jpg


hc43ddb1.jpg


h28dfb01.jpg



Die Baboon-Familie schaut sich das Treiben mehr oder weniger interessiert an.

h13dbb4e.jpg


h47240ae.jpg


ha37870c.jpg


Direkt daneben treffen wir auf eine riesengroße Büffelherde – zuerst im Gegenlicht, aber bald parkt uns Spencer so, dass wir den Tieren ausgiebig beim Wiederkäuen zuschauen können.

hf973277.jpg



he4c384d.jpg


Ehrlich gesagt kann ich mir ein Grinsen angesichts dieser Köpfe nicht verkneifen.... 😄

hdd92cef.jpg


h1d0a247.jpg


h6759359.jpg


h8b14d1c.jpg


haa5eb73.jpg


h4745c83.jpg


Sie hier sollte mal dringend über eine Wechsel ihres Frisörs nachdenken..... 🙄


h80631ed.jpg


Auf der anderen Seite gibt es Hühnersuppe

he00a8f3.jpg


h3cb60b4.jpg


Während wir hier stehen und schauen, erklärt uns Spencer natürlich wieder einiges über die Büffel, Vögel und Landschaft. Von den Büffeln ist mir - außer der Tatsache, dass nur bei den Bullen die Hörner durch ein Knochenschild verbunden sind - noch hängen geblieben, dass sie mit vielen Haaren auf die Welt kommen und diese dann im Alter zunehmend verlieren. Okay, das kann ich mir merken – das kenn ich irgendwo her.... 😗 😎


h7fb94fd.jpg



Kleine Büffelchen

h3fbee86.jpg



haef1278.jpg


h63744f3.jpg



Große Büffelchen

h59b5a06.jpg


mit Deko

h0cd3244.jpg


hfe5e875.jpg


hbf6251c.jpg


Große Herden

hb387fca.jpg


h09f1703.jpg


h5671ad9.jpg


Ich gebe zu: bisher hab ich bei den Büffeln nie genau hingeschaut, sondern manchmal eher gelangweilt weggeblickt! Nachdem ich sie aber so ausgiebig und in Ruhe beobachten konnte, habe ich durchaus einige interessante Details entdeckt und begonnen mich für sie zu interessieren....

Dieses Jahr sind mir die schönen Bäume, die es in Botswana gibt, besonders aufgefallen. Ich habe längst nicht alle fotografiert oder hier erwähnt geschweige denn mir die Namen gemerkt – aber dieser hier, das weiß ich noch, ist ein African Mahogany Tree. (Und ja, das ist kein Buchstabendreher.....es heißt nicht Mahagony)

h9f0e763.jpg



Wer sich für unsere gefiederten Freunde nicht interessiert liest jetzt besser nicht weiter, sondern wartete bis zum nächsten Kapitel, da gibt es wieder etwas größere Tiere zu sehen!

Beim Sichten der Fotos ist mir übrigens aufgefallen, dass wir an diesem Morgen eine Unmenge von verschiedenen Tieren gesehen haben – eigentlich könnte man ihn den perfekten Vormittag nennen (und dass es dann noch ganz anders kommen wird an diesem Tag wissen wir zum Glück noch nicht und ist ein anderes Kapitel.... 🤩 😈 ).

Aber jetzt geht’s erst mal mit den Bibberle weiter:

Der Reed Cormorant sitzt an einem großen See...so sieht es aus bei diesem Wellengang, aber es ist nur ein kleines Stückchen Chobe 😉 .

he1ebe1a.jpg


Ein Glossy Ibis steht endlich mal still – meistens stochern diese ja schwer beschäftigt im Wasser herum.

hc539f25.jpg


Wir fahren langsam wieder zurück und ganz in der Nähe sitzt ein African Fisheagle. Und da er ja bekanntermaßen der Namensgeber unserer Campingreise ist möchte ich ihm eine kleine Fotostrecke widmen.

hb1375ec.jpg


h67fff04.jpg


h77ed63b.jpg


h47fee02.jpg


h40ebe9f.jpg


hcebcaae.jpg


h4b4966c.jpg



h24908e5.jpg




Inzwischen sind wir wieder auf dem geraden Weg entlang des Wassers Richtung Osten.

Kuckuck – wo bist du?? 😐

h88f55f5.jpg


Ahh, daaaaa!!!! (White-browed Coucal)

h9f980d9.jpg


Ja – und nun kommt meine Sichtung 🙂 – das einzigste Mal, dass ich etwas entdeckt habe! Schon gestern dachte ich, ich hätte Carmine Bee-Eater fliegen sehen und hatte dies Spencer im Nachhinein erzählt (Stop-Rufen hatte ich mir nicht getraut.... 😊 ). Er meinte, er hätte im Delta auch einen gesehen und sich dort darüber gewundert, dass sie noch da wären, eigentlich sei dies keine Zeit für die Karminspinte in Botswana. Ob ich sicher sei....???? (Eigentlich schon - aber wenn er schon so komisch fragt??? 😵 )

Aus dem Augenwinkel sehe ich heute nun einige Vögel herumschwirrren und mir fällt der typische lange Schwanz in Verbindung mit der Farbe auf. Ich zögere kurz ( immer noch Spencers "are you sure??" im Ohr), nehme dann meinen ganzen Mut zusammen und rufe ein beherztes „Stop“ 🤩 . Unser Guide reagiert sofort, ich sage was ich meine gesehen zu haben (bitte, bitte lass es kein Irrtum sein.... 🤨 ) und er fährt ein paar Meter zurück.

Und siehe da - hier sitzt er: mein Carmine Bee-Eater!! 😘 Es sind natürlich mehrere – aber wie das so ist mit denen: es sitzt immer nur höchstens einer still!

h578d205.jpg


h4b31943.jpg



had9b09f.jpg


Ach, wie schön – eine Sichtung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte – und dann auch noch meine eigene!! 🙂 (Und einzigste..... 😗 😄 )

h0af0912.jpg


h4c80962.jpg


Der Vormittagsdrive ist aber noch lange nicht zu Ende – es ist nämlich noch nicht einmal 9 Uhr!!!


Fortsetzung folgt!
Teil 1927. Sept. 2014
Ein Tag mit Höhen und Tiefen - Chobe Riverfront – Sonntag, 31.8.14

Kurzer Teil 2: Ein bisschen Elefanten....



Es ist 9 Uhr - wir fahren weiter und keine 5 Minuten später sehen wir links diese Herrschaften – in einer Vierer- Formation marschieren sie direkt auf uns zu 🤩 .

hc1fed2c.jpg


Ach, sie sind ganz friedlich und wollen - wie wir bald sehen werden - nur das Eine: FRESSEN!

h37fde05.jpg


h2dd000e.jpg


Mein Blick geht nach rechts: Giraffen an Impalas.... im Chobe ist immer etwas los, nur „ein bisschen Elefanten“ geht nicht! 😎

hc808320.jpg


h3caab11.jpg


Ich schaue wieder nach links 😮 – huch – nun sind es ein bisschen mehr geworden! Eine große Herde mir Jungtieren ist zum Frühstück eingetroffen. Wir befinden uns nun inmitten der grauen Riesen und Zwerge – da wird geknuspert und gebuddelt und leise vor sich hingeschnaubt – was für eine friedliche Stimmung!

h076e553.jpg


h1b42681.jpg


h2ba634f.jpg


h5a08cdb.jpg


Einer der Mittelgroßen (ganz links außen) hat schauspielerisches Talent – er unterhält uns eine Viertelstunde lang fast ganz alleine - zuerst mit seinem Stöckchen im Maul

ha340fe2.jpg



he037988.jpg



Danach entdeckt er uns 🙂 . Ich versuch’s heute noch mal mit zwei kleinen Videos (auch von mir der Hinweis, dass man angeblich eine bessere Qualität sieht, wenn man an dem Zahnrad HD einstellt - ich habs auch so bearbeitet - auf meinem Laptop muss ich allerdings schon froh sein, wenns überhaupt läuft 😉 ) Einige harte Schnitte bitte ich zu entschuldigen und auch an den Bezeichnungen arbeite ich noch, Titel gibts vielleicht irgenwann auch mal eingeblendet – aber ich bin noch ganz am Anfang mit meinem Programm.....

In diesem Filmchen kann man (gegen Ende) so richtig sehen, wie es in seinem Köpfchen arbeitet 🙂 – er schwankt zwischen Furcht und Neugier!
http://youtu.be/ApV9NF4qSPs
Nun zu dieser kleinen Beobachtung, die ich irgendwann mal erwähnt und die mich so beeindruckt hat: bisher hatte ich bei der Kombination „Elefanten und Fressen“ immer umgestürzte Bäume, große Grasbüschel aus dem Chobe gefischt, dicke Äste und ein großes Mampfen vor meinem inneren Auge.

Nun stelle ich fest, dass die Dickhäuter es offensichtlich auch auf ganz kleine bestimmte Gräser abgesehen haben – und dafür eine höchst filigrane Technik entwickelt haben: mit dem Rüssel wird der Grashalm zweimal umwickelt und dann mit einem gezielten Schubs des Vorderfußes herausgerissen! Dieses kleine Stückchen Grünzeug wird dann genüsslich gekaut (sieht man aber erst gegen Ende)! Eigentlich ist mir das erst bei unserer Boatcruise auf dem Chobe so richtig aufgefallen, da hab ich’s aber nicht gefilmt – und dann entdeckte ich zu meiner Freude solche Szenen im Nachhinein auf meinen Videos! Für einige vielleicht zum Gähnen 😐 – ich finde es erstaunlich, wie zielstrebig sie vorgehen!

Am Anfang steht noch mal das Stückchen, das schon im oberen Film vorkam, aber in Zeitlupe – und dann der kleine Clown (ja, es ist derselbe, der auch den Wagen so genau inspiziert hatte) beim Buddeln im Sandkasten, zuerst auch nochmal mit seinem Trick. Ob er die ganze Zeit über wirklich nur auf der Suche nach Essbarem war oder ihn seine Neugier bei uns in der Nähe gehalten hat – ich tippe eher auf Letzteres! Übrigens waren wir auch hier die ganze Zeit alleine - die Außenspiegel, die man sieht, gehören zu unserem Landy....

Wem Elefanten nicht gefallen oder sie langweilig findet, der mag vielleicht die Musik – es ist ein Song der African Vocals mit freundlicher Genehmigung von Joel Nambuli! Heute früh habe ich mit ihm gesprochen (scheint auch ein Frühaufsteher zu sein 😉 - oder er war noch gar nicht im Bett 😄 ) und ich soll in diesem Zusammenhang alle Fomis, die er auf der Deutschlandtournee kennen gelernt hat, ganz herzlich von ihm grüßen!

http://youtu.be/sBeSNnitm5w
Und hier noch drei Fotos von ihm und einem noch kleineren, der auch recht neugierig scheint


h40de4d5.jpg




hb6df185.jpg


h8bbc27e.jpg



und außerdem von diesen – für mein Empfinden – so niedlichen Elefantenfüßchen – die Zehen sind doch einfach klasse, oder??? 😘

h1af6a52.jpg


hfe4d8e6.jpg


h5551da2.jpg


h0416c2a.jpg


Fortsetzung folgt.....
Teil 2028. Sept. 2014
Ein Tag mit Höhen und Tiefen - Chobe Riverfront – Sonntag, 31.8.14

Teil 3 (bis zur Mittagspause)



Als die Elefanten-Herde beginnt auf die andere Seite zu ziehen reißen auch wir uns los und cruisen ein bisschen durch den Park. Wie schon gestern festgestellt bemerken wir kaum etwas von dem Trubel durch die Lodge-Fahrzeuge – Spencer schafft es offensichtlich immer, andere Wege zu nehmen. Trotzdem (oder gerade deshalb) sehen wir aber wieder viele interessante Dinge: hier eine große Gruppe von Zebramangusten, die aber offensichtlich noch nicht auf Betriebstemperatur sind – immer wieder legen sie sich langgestreckt in die Sonne.

h54a97ed.jpg


h3e87960.jpg


h3e804ce.jpg


h1c0bf6d.jpg


h97a3aca.jpg


Um 10 Uhr machen wir Pinkelpause an der Serondela Picnic Site (dem früheren Campground) – wer findet den Fehler?? 😕 😗


h44fe734.jpg



Ach – fast hätte ich es vergessen – hier habe ich beim Heranfahren meinen megapeinlichen Auftritt : noch voller Euphorie (durch meine Karminspintsichtung) rufe ich aufgeregt „A lion on the riverbank“. Spencer lacht: no, it’s a baboon!“ 😊 🤨 Fotografiert hab ich den Löwenaffen nicht, aber jeder kennt Paviane ja - und mal ganz ehrlich – von hinten gibt’s schon Ähnlichkeiten, oder 🙄 ….so ein bisschen.... 😵 .auf jeden Fall wenn man gerade von einem trinkenden Löwen träumt... 😗 .ähhm...jaaaa....ab sofort halte ich was Sichtungen betrifft meine Klappe (aber nur da – ansonsten kann ich für nichts garantieren und wäre wohl auch überfordert mit dem Versuch, mich in Schweigen zu hüllen 🤪 )!!!

Wir sind hier ganz alleine, die vielen anderen Fahrzeuge, die ganzen großen Kisten voll mit Touris und Spencers Freunde, die Selfdrivers, kurven vermutlich unten am Wasser herum.

hf6c66fc.jpg


Ach, da fällt mir - da von beidem gerade die Rede war - doch noch eine Story in Sachen Selfdriver und „Bele kann ihre Klappe nicht halten“ ein – und es geht ausnahmsweise nicht um Spencer! Sondern um Jo...! 😄 Hat auch nichts mit Chobe zu tun, kam mir nur gerade in den Sinn: als wir von Maun aus Richtung Moremi fuhren gab unser Co-Reiseleiter uns Unwissenden 😗 eine kurze Einführung in den Park – unter anderem erklärte er uns, dass dieser fast nur von Tourguides befahren würde, da das Selbstfahren hier sehr unüblich sei. Es wäre nämlich viel zu schwierig... und zu gefährlich ...blablabla 😈 . Ach nee - da kuck her!! Und dies alles von einem, der noch nie in seinem Leben im Moremi war! Das Fragezeichen in meinen Augen wurde immer größer. Und irgendwann konnte ich mich nicht mehr zurückhalten und fragte ihn, wie er denn darauf käme? Ja, das sei doch so und das würde auch in seinem Reiseführer stehen.... 🤩 Okay, ich war zwar noch nie vom South Gate reingefahren und kannte auch einen Großteil des Parks nicht – aber mein Wissensstand war doch ein anderer, zum Teil aus Erfahrungen von den letzten Jahren, wo ich jede Menge Selfdriver vom North Gate her gesehen hatte – und dann natürlich vom Forum. Wenn ich alleine die ganzen Fomis, die durch den Moremi fahren, zusammenzähle...huch 🤨 ! Aber Jo blieb bei seiner Meinung....bis ...ja bis uns quasi im Minutentakt Selfdriver begegnet sind. Ich konnte mir dann ehrlich gesagt irgendwann ein halblaut vor mich hingemurmeltes süffisantes „Oh, schon wieder so ein seltener Selfdriver“ 🤪 nicht mehr verkneifen! 😛

So, jetzt aber schnell zurück in den Chobe: wir befinden uns immer noch bei Serondela, tanken Brauchwasser und ein Glanzstar sitzt als nettes Stillleben ganz ruhig neben einem Baboonhäufchen (oder ist es nicht doch ein Löwenhäufchen 😊 ?).

ha49e327.jpg


Kurz nachdem wir zur Weiterfahrt gestartet sind hält Spencer schon wieder an und weist uns auf ein Geräusch hin: es ist das Rufen einer Leopardin! Er vermutet, dass sie ihr Junges sucht – und der Guide eines anderen Fahrzeugs bestätigt, dass er und seine Gäste das Muttertier gesehen haben (schön für sie.... 😗 😈 ). Wir fahren eine Weile zusammen mit ihm und einem Selfdriver auf und ab und finden sie schlussendlich auch, aber alles was wir sehen sind ein paar leopardenfarbene Flecken in einem Busch! Selbst wenn ich es wollte könnte ich euch keine Fotos davon zeigen – ich habe es nämlich geschafft, meine Kamera unten zu lassen und kein einziges Bild von „Busch mit unsichtbarem Leoparden“ zu knipsen (und ja - ich bin stolz auf mich 😎 !!!)

Allerdings sind wir dann doch erstaunt darüber, dass man auf der Serondela Picnic Site, wo Aussteigen ja erlaubt ist, den Raubkatzen unmerklich und unwissend so nahe kommen kann.

Dann geht es weiter – und so kenne ich die Impalas:

heed43e9.jpg


h785dabe.jpg


Plötzlich hält Spencer wieder an – da stehen zwei Giraffen. Okeeee, Giraffen sind schön, aber was ist an diesen hier so besonders? Er erklärt es uns: sie schauen mit starrem Blick (was mir jetzt gar nicht so aufgefallen wäre) auf einen Punkt schräg hinter uns im Busch. Spencer ist sich sicher – da muss etwas sein!! Ich könnte mich heute noch in den Hintern beißen, dass ich die Salzsäulen-Giraffen nicht fotografiert habe – aber wir waren so damit beschäftigt, hinter uns nach irgend etwas zu suchen. Und siehe da - Sekunden später tritt sie auf:

hbbed25f.jpg


Sie schaut sich nach allen Seiten um

h0f1d8de.jpg



hcb49ba4.jpg


Im Film gibt es eine Stelle, wo sie anhält und nach hinten schaut – da sagt Spencer sofort: "Da muss noch eine zweite sein" (ich hab’s aber gelöscht wegen der vielen Nebengeräusche)! Tatsächlich - schon tritt Nr.2 aus dem Busch – sie ist sehr gut an ihrer Narbe an der Schulter und dem im oberen Teil eingerissenen Ohr zu erkennen. Diese Beiden strahlen so viel Kraft und Konzentration aus – ich bin glücklich, diese herrlichen Tiere nicht nur schlafend (wie so oft), sondern auch in Bewegung erleben zu dürfen.

hbdce7fb.jpg


h0f9b4aa.jpg


h2a9c0b4.jpg


h8783294.jpg


h8f3a6e2.jpg


h7f840da.jpg



Da ich die erste Löwin kaum fotografiert sondern fast nur gefilmt habe, müsst Ihr da jetzt durch – leider bleibt es in unserem Landy nicht aus, dass der eine oder die andere sich etwas heftiger bewegt, um die eigene Fotoposition zu ändern und so den Landy zum Schaukeln bringt, wodurch sich mein ganz persönliches Gewackel noch potenziert:

Bei YouTube ansehen ↗



Sie marschieren zielstrebige auf ihrem Weg Richtung Osten – 8 Minuten lang beobachten wir die Beiden und folgen ihnen parallel auf der Straße, die erste läuft sogar trabend vor unserem Fahrzeug her, aber dann verschwinden sie zusammen im Gebüsch. Laut Spencer sind sie auf der Suche nach etwas Essbarem. Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, dass wir sie am Abend wiedersehen werden – aber im Rückblick verstärkt dies nun natürlich die Faszination, die diese beiden Löwinnen auf mich ausüben. Abends sind sie vermutlich gesättigt – genau nachvollziehen lässt es sich aber nicht (und nein, wir werde keine Jagd und keinen Riss erleben 😎 , nicht einmal Blut werden wir sehen - das hatte ich ja heute schon mit der Katzenfutterdose 🤢 ).

Eins verrate ich euch aber schon einmal: sie werden später nicht mehr nur zu zweit sein.... 😘

Weiter geht’s an einem stattlichen Giraffenbullen vorbei – ich frage mich immer wieder, ob diese ganzen Beulen, die man oft auf den Giraffenköpfen sieht, normal und gesund sind 😐 ?

h90642ad.jpg


h6ba5f78.jpg



Und ein Lilac Breasted Roller muss natürlich auch sein – zumal dieser tatsächlich mal seine lilafarbene Brust so richtig zur Schau stellt.

Einmal in der Kurzfassung

h45958ce.jpg


Und einmal in der Langfassung

h0c1f8b8.jpg


Fruitbreak gibt es heute etwas später – dafür an einem sehr schönen sandigen Plätzchen am Wasser. DT beobachtet Frankoline, ich finde andere sonderbarer Gestalten.... 😉

h8d221ad.jpg


hee22b3d.jpg


he83f585.jpg


Auf der Rückfahrt entdecken wir noch diesen Tawny Eagle und ich erschrecke zuerst bei seinem Anblick: die Beine sind in einem grotesken Winkel abgespreizt – du meine Güte, was ist denn dem passiert 🤩 ?

hf130011.jpg


Schnell wird aber klar, dass es sich um einen Frankolin handelt, dem da „etwas passiert ist“ 🤢 . Na dann – guten Appetit.

h6a601fd.jpg


hebf6ff2.jpg


h50880df.jpg


Zufrieden mit den vielen schönen geruhsamen und so unterschiedlichen Sichtungen tuckern wir zurück zu unserer Campsite und ich freue mich auf eine ausgiebige Mittagspause und vor allem auf den Nachmittag mit unserem letzten ausführlichen Game-Drive in dieser traumhaften Gegend.

Leider wird aber alles ganz anders kommen...... 😈

Fortsetzung folgt in ein paar Tagen!
Zur Diskussion mit allen 483 Beiträgen