Reisebericht

Selbstfahrer: Nothern Circuit und Zanzibar

von Gawan · begonnen 09. Aug. 2014 · 34 Teile

Teil 109. Aug. 2014
Jambo, jambo bwana, habari gani, nzuri sana, wageni, mwakhari-bishwa, tanzania yatu, hakuna matata.

Diese Liedzeilen hörten wir oft und jedes Kind hier scheint sie zu kennen, sie wurden oft gesungen.

Eigentlich heisst es ja kwaherini (auf wiedersehen), denn ich sitze hier auf Zanzibar in der Abflughalle. Der Flug nach Dar hat 11/2 Std Verspätung. Von Dar soll es dann weiter gehen nach Zürich
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Die Reise war ausserordentlich interessant, schön, abenteuerlich... das volle Programm.

Dies war unsere dritte Afrikareise. Bei jeder habe ich mich vorher auch hier im Forum informiert. Deshalb möchte ich etwas davon Berichten und auch oder v.a einige Bilder zeigen.

Leider habe ich keine Bilder auf dem smartphone, muss diese erst von der Kamera laden.

Bis bald

Daniel
Teil 209. Aug. 2014
Sorry, schaffe es nicht ein photo vom Smartphone richtig hochzuladem

p. s hat doch noch geklappt.
Teil 313. Aug. 2014
Tag 2: Arusha – Arusha NP

@Karsten: Wir schliefen in der Pamjoja- Lodge, sie hat uns nicht so gefallen. Für den Preis von 38 $/Person darf man natürlich auch nicht viel erwarten. Für den Preis war es ok.

Ich schlief etwas unruhig. Von Zeit zu Zeit wurde ich von bellenden Hunden geweckt und konnte jeweils nicht gleich wieder einschlafen wegen einem lauten Generator/Lüftungsgeräusch über uns auf dem Dach.

Am nächsten Morgen wurde ich bei Sonnenaufgang von den Affen geweckt, die auf dem Dach des Zimmer hin und her rannten. Es war noch ziemlich kalt als ich aus der Decke kroch. Unter der Dusche wollte ich mich wieder etwas aufwärmen, allerdings dauerte es eine ganze Weile bis es mir endlich gelang an den wackeligen Armaturen eine angenehme Temperatur einzustellen und der Duschstrahl rieselte nur spärlich. „Willkommen in Afrika !“ ging es mir durch den Kopf.

Frisch geduscht und rasiert begab ich mich nun zum Restaurant. Dort hatten die Angestellten schon das Frühstück bereitet und warteten erwartungsvoll auf uns Gäste. Von den übrigen Reisenden unserer Gruppe war noch niemand zu sehen. Ich beschloss deshalb mich auf eine Weckrunde zu begeben. Es dauerte noch eine ganze Weile bis endlich alle von uns auf den Beinen waren. Natürlich waren wir um 9.00 h noch nicht bereit als Nathan von Tanzanian-Pioneers uns zum vereinbarten Zeitpunkt abholen wollte. Er nahm es gelassen, setzte sich zu uns an den Frühstückstisch und beantwortete geduldig alle Fragen die nun von allen Seiten begannen auf ihn einzuprasseln.


Nach kurzer Fahrt erreichten wir das Quartier der Serengeti Select Safaris. Dieser Schriftzug zierte die Vordertüren unserer beiden Landi denn so hiess die Partnerfirma von Tanzanian Pioneers. Wir erfuhren auch dass Nathan, ein gebürtiger Amerikaner, schon seit ca 50 Jahren in Ostafrika lebt. ZU Serengeti Select Safari gehört auch die Tarangire Safari Lodge im Tarangire NP, welch von seinem Bruder geführt wird.

Es folgte eine ausgiebige Instruktion der Autos, des Materials sowie ein Crashkurs in Reifenwechsel, Reifenreparatur, Autoelektronik, Dieselfilteraustausch etc.

Schliesslich musste noch das ganze Gepäck verstaut werden, was in Anbetracht der an die Grenze des Übergepäcks gestossenden Reisetaschen nicht so ganz einfach war. Zum Glück bot uns Nathan an überschüssiges Gepäck in den Büroräumlichkeiten der Serengeti Select Safaris zu deponieren. Da wir im Anschluss an die Safari noch nach Zanzibar gingen blieben Strandschuhe, Taucherbrille aber auch Jeanshosen u.a. in Arusha.
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Zuerst mussten wir Einkaufen und Bargeld besorgen. Ohne Bargeld geht nix. Wir konnten weder in den Läden noch an den Tankstellen mit Karten zahlen. Der Shopright existiert auch nicht mehr. Die südafrikanische Supermarktkette hat sich aus Tanzania zurückgezogen weil sie von ihren eigenen Angestellten dauernd betrogen wurde. Offenbar haben diese im Lager Spirituosen in leere 5 l Wasserflaschen abgefüllt und anschliessend ihren Verwanden im Laden als „Trinkweasser“ verkauft. Kein Wunder haben die Läden nicht rentiert.

Wir gingen deshalb in einen Laden namens Pick‘n Pay. Ich wartet draussen und passte auf die wagen auf. Beim Aufpassen kam ich sehr schnell mit einheimischen ins Gespräch (s.u.). Der Weg dorthin hat uns Nathan beschrieben. Leider wurde der Pick‘n Pay von Muslims betrieben d.h. es gab kein Alkohol. In Arusha gleich neben dem Clocktower fanden wir einen diesbezüglich gut sortierten Supermarkt in dem wir unseren Bier/Wein Vorrat erstanden sowie eine Flasche Gin und für die Damen einen Campari. Ganz in der Nähe liegt auch ein gute Metzgerei (Meat King). Dort haben wir 2 Kg Rindsfilet aus Kenia für nicht ganz 50‘000 TSH (25$) erstanden. Auch ein ATM der Barclays Bank gibst im Zentrum. Die ATM der Barclays Bank haben den Vorteil, dass sie am Maestro-Netz (EC-Bankkarte) angeschlossen sind. Man kann dort bis ca 400‘000 TSH abheben; auch mehrmals nacheinander. Andere ATM funktionieren mit Visa oder Mastercard. Andere Kreditkarten werden nicht genommen. Bargeld ist wichtig, in den Läden und an den Tankstellen wird nur Cash akzeptiert, auf dem Land sowieso. ATM‘s habe ich einige in Arusha und einen in Karatu bemerkt.
Das Parken im Zentrum folgt wie der Verkehr seinen eigenen Regeln. Wenn man sich einem freien Parkfeld nähert springen sogleich lebende Einparkhilfen auf die Strasse und versuchen wild gestikulierend den Anschein zu vermitteln einen beim Einparken einzuweisen. Besser man verlässt sich nicht zu sehr auf ihre Anweisungen, denn es sind nicht immer alle völlig nüchtern. Natürlich wird trotzdem ein Trinkgeld eingefordert. Auf die Einweiser folgen humorlose Damen in Leuchtwesten, die mit strengem Blick einen offiziellen Parkschein ausstellen (1000TSH). Jetzt strömen unzählige Souvenirverkäufer, Strassenjungen ans Fenster und sobald man den Wagen verlässt wird man von ihnen und unzähligen anderen herbeieilenden Helfern umzingelt die Waren oder Dienstleistungen anbieten: Nein ich brauche keinen Führer, ja ich weiss wo der Supermarkt ist, die Bank ist dort drüben ich kann alleine hingehen, nein du musst kein Geld für mich wechseln, ich kann allein zu Airtel gehen und eine Simkarte kaufen, nein ich brauche keine Sonnenbrille ich habe eine siehst du hier ist sie und ich bin auch kein Fan der tanzanianischen Fussballnationalmannschaft.

Wenn man nett bleibt und die Leute in ein Gespräch verwickelt vergessen sie plötzlich, dass sie eigentlich was verkaufen möchten und es entwickeln sich manchmal interessante Unterhaltungen. Natürlich hoffen die Leute trotzdem man würde doch noch was kaufen oder den einen oder anderen Tausender springen lassen. Ich persönlich habe lieber eine interessante Begegnung und halte einem kleinen Schwatz und bezahle die Person dann mit einem oder zwei Tausender für eine kleine Pseudodienstleistung (Weg zeigen, Photo, Auto einweisen..) als das ich aus Mitleid irgend ein Kitschsouvenir abkaufe, dass mir nicht gefällt.

Es ist deshalb von Vorteil immer genügend blaue 1000 TSH Scheine in der Hosentasche zu haben.

So dauerte seine Zeit bis wir alles erledigt hatten. und so wurde es Nachmittag bis wir uns auf den Weg in den Arusha NP machten. Nun gerieten wir in den Stossverkehr.

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Autofahren in Arusha ist ein Erlebnis für sich. Man muss seine Augen überall haben und darf vor allem darf ja keine Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer nehmen - damit rechnet hier nämlich keiner- sondern stur seinen Weg gehen wie alle anderen und jede freie Lücke die sich im Verkehr auftut sofort ausnützen (auch wenn diese im Moment gerade auf der Gegenfahrbahn ist). Für uns Europäer ist der Fahrstil gewöhnungsbedürftig aber nur so ist man für die anderen Verkehrsteilnehmer berechenbar. Wen man bremst um ein anderes Auto, ein Fahrrad oder einen Fussgänger in die Spur zu lassen, denken die anderen nämlich eher der Motor des Autos hätte seinen Geist aufgegeben und beginnen gleich links und rechts (wenn sie könnten auch oben und unten) zu überholen als das man einem andern den Vortritt gewähren will .
Wenn man aus der Stadt fährt wird das Tempo höher, die Fahrt aber nicht weniger abenteuerlich: Auf der für europäische Verhältnisse zwei spurigen Nebenstrasse läuft der Verkehr mindestens sechsspurig (wenn man von den Schubkarren, Haustieren und anderen abenteuerlichen Vehikel absieht). Am besten kommt man zurecht, wenn man sich die Mittellinie wegdenkt, den diese hat hier abends um half fünf keine wirkliche Bedeutung mehr. Autos, Lastwagen, Chinabikes kommen einem mal links mal rechts entgegen so wie es die Verhältnisse in den Augen der Lenker eben gerade zulassen. Nur die Daladala sind diesbezüglich zuverlässig, sie beherrschen den linken Strassenrand.

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Nach etwa 40 min Fahrt erreichen wir das südliche Ngongongare -Gate zum Arusha NP und werden dort sehr freundlich von den Rangern empfangen. Im Büro lösen wir ein Permit für 2 Tage und 2 Nächte in der Public Campsite. Die Schlüssel für die Sanitäranlagen und die Küche müssen wir im nördlichen Momella-Gate abholen.
Die Kinder wollen unbedingt ein Lagerfeuer machen, wie sie es sich von den früheren Reisen in Namibia und Botswana gewohnt waren also fragen wir nach ob es erlaubt sei im Park ein feuer zu entfachen. Nathan meinte nämlich es sei hier eher unüblich Feuer zu machen. Es wird auch nirgends Feuerholz verkauft. Feuer machen war erlaubt, es gab aber kein Feuerholz. Die Kinder liessen nicht locker und fragten am Eingangstor wartenden Ranger ob es irgendwo Feuerholzgäbe und siehe da es wurde ein Ranger organisiert der jemanden im nahen Dorf kannte der Feuerholz verkaufen würde.
Ich bin deshalb schnell mit meinen Kindern ins Auto gehüpft, der Ranger auf dem Beifahrersitz und brauste ins nahe Dorf. Die Leute im Dorf sassen draussen und starrten uns an als wir mitten im Dorf anhielten und in Begleitung des Ranger auf sie zu liefen. Der Ranger sprach eine ängstlich blickende ältere Dame an und es folgte ein längerer Wortwechsel. Schliesslich rief er uns zu sich und wir marschierten alle zusammen an den Hütten vorbei. Der Ranger schmunzelte auffällig und ich sprach ihn darauf an. Er erklärte mir daraufhin er fände es lustig, dass die Dame ein schlechtes Gewissen hätte. Er zeigte uns nun eine nahe Hütte die voller Holz war und erklärte uns, dass dieses ganze Holz illegal im Nationalpark geschlagen wurde und die Dame einen gehörigen Schrecken gekriegt hätte als hier plötzlich einer in Ranger-uniform auftauchte und sie auf Brennholz ansprach.
Ich wollte nun aber lieber kein illegales Holz kaufen weil dies später zu Problemen führen könnte. Er versicherte mir dann aber glaubhaft, dass ich kein illegales Holz erhalten würde.
Schliesslich kamen wir zu einer abgemagerten Frau die in einer sehr elenden Hütte hauste. Überall lagen riesige Bündel Holz herum. Sie bot mir ein solches Bündel für 5000 TSH (2.5 US$) an. Wir mussten es noch zerkleinert mit einer afrikanischen Machete (ganz schön scharf diese Dinger) und packten das Holz dann aufs Dach zwischen die Dachzelte.
Als wir endlich zurück zum Gate kamen war es schon recht spät geworden. An einen Gamedrive war deshalb nicht mehr zu denken und so brausten wir schnell zum Momelagate um die Schlüssel zu holen, wir kriegten Campsite 2. Als wir die Campsite erreichten war es schon fast dunkel. Da wir wussten, dass es hier keine gefährlichen Raubtiere gibt nahmen wir es gemütlich. Wir konnten nun von unseren Erfahrungen aus früheren Afrikareisen profitieren denn wir waren immer noch ein eingespieltes Team. Während die einen die Zelte aufbauten, stellten die andern Tische und Stühle auf und begann zu kochen oder breiteten den Aperitiv vor. Die Arbeiten wurden rasch im Teamwork erledigt und schon bald brutzelten es in den Töpfen und Pfannen und das Lagerfeuer loderte
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Es gab Rindsfiletmedaillons mit Weinjus, Penne an einer Broccolikäserahm Sauce und zur Vorspeise griechischen Salat mit Fetakäse, Tomaten und Gurken. Dazu südafrikanischer Rotwein.

Zufrieden voller Eindrücke aber auch ein wenig müde krabbelten wir alle um ca 22.00h in unsere Zelte und schliefen schnell ein.
Teil 415. Aug. 2014
Tag 3 Arusha NP

Während der Nacht weckten mich aufs Zelt prasselnde Regentropfen. Damit hatte ich nicht gerechnet. Bisher hatte ich noch nie Regen erlebt in Afrika. Wir hatten doch gar keine Regensachen dabei. Während mir dies so durch den Kopf ging bemerkte ich plötzlich, dass meine Füsse langsam nass wurden. Ich Dödel hielt es nicht für nötig das Vorzelt zu spannen und nun lief das Regenwasser langsam ins Dachzelt. Da ich rasch aufgewacht bin liess sich das Problem schnell beheben und nachdem ich auch noch unsere Schuhe in Sicherheit brachte schlief ich rasch wieder ein.

Im Morgengrauen wachte ich auf und stellte zu meiner Erleichterung fast, dass es nicht mehr regnete. Ich vernahm nun merkwürdige Geräusche, welche mich an ein Gurren oder ein tieffrequentes Quaken von Fröschen erinnerte. Ich spähte deshalb vom Zelt aus ins Freie und bemerkte ein Rudel von 8 - 10 Pavianen das sich auf der Campsite breit machte und sich an den im Gras liegenden Resten unseres Abendessens gütlich tat. Von ihnen ging das Geräsch jedoch nicht aus.
Waren es Vögel ? Oder Kröten ? Ich hatte dieses seltsame Geräusch noch nie gehört. Es hallte weitehin von allen Seiten über die Campsite.

Die Paviane waren sehr scheu machten sich gleich aus dem Staub als die Stimmen der Anderen ertönten die nun auch langsam aus ihren Federn krochen.
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Die Sanitäranlagen waren ganz in Ordnung und sehr sauber. Auf dem Herrenklo hat es eine Toilettenschüssel mit Ring ein separates Pissoir, eine Dusche ohne Brause (d.h. es schaut nur noch die Leitung aus der Decke) sowie ein Lavabo; beide nur mit Kaltwasser. Im Frauenklo gibt es eine Toilettenschüssel, eine Dusche mit Brause und ein Lavabo. Es hat keine Spiegel.

Die Türen der Häuschen sind sehr gut verschlossen. Zuerst kommt eine mit je zwei schweren Vorhängeschlösser gesicherte Eisentür, dann eine verschlossen Eingangstür aus Holz und zum Schluss sind die Türen im inneren zur Toiletten- und Duschkabine ebenfalls verschlossen. Wundert euch deshalb nicht über die vielen verschiedenen Schlüssel die ihr kriegt.

Daneben steht noch ein separates Küchenhäuschen mit zwei Lavabos. Da wir den die Campsite für zwei Nächte gebucht haben, schlossen wir dort unser Campingmobiliar ein während wir auf „Safari“ gingen. Zum abwaschen wollten wir das Küchenhäuschen nicht mehr brauchen. Am Vorabend kam bereits nach etwa dem halben Abwasch nur noch eine braune Brühe aus dem Wasserhahn. Wir haben den Abwasch deshalb an die Lavabos in den Toilettenhäuschen verlegt.

Flüchtig geduscht und etwas unsauber rasiert trat ich an den Frühstücktisch. Es gab „rohes“ Toastbrot und Tortillas mit Butter, Marmelade und v.a. viel Kaffee (wir haben immer eine italienische Espressokanne dabei. Kaffee haben wir sicherheitshalber mitgenommen. Man hätte frischen Kaffee aber auch im Supermarkt bekommen).
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Als ich nun im Freien stand fand ich heraus woher die seltsamen Geräusche kamen. Rund um unsere Campsite Nr 2 hatten nämlich mehrere Gruppen Colobusaffen ihr Revier aufgeschlagen und markierten mit ihrem seltsamen Geschrei wohl die Reviergrenzen. Mit ihrem auffälligen schwar-weissen Fell konnte man sie in den grünenn Baumkronen recht gut erkennen.
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Der Himmel war noch sehr bedeckt und der Mount Meru verbarg sich in einer dichten Wolkenhülle. Wir beschlossen deshalb nicht auf den Berg zu fahren sondern stattdessen zu den Momela Lakes, dem Ngurdotu Krater und in die Serengeti Ndogu zu fahren.
Teil 515. Aug. 2014
als erstes erspähten wir eine Diademmeerkatze
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dann Zebras vor ungewöhnlich grünem Hintergrund
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Teil 615. Aug. 2014
Büffel
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Wasserböcke und Giraffen
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Teil 715. Aug. 2014
Hier steh ich vor dem Little Momela Lake
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Unterwegs trafen wir einige Safriautos mit Touristen und Driverguides. Die meisten Driverguides die wir trafen waren alle sehr nett und immer für einen Schwatz zu haben. Im Verlauf der Reise kamen wir ihnen immer näher, sodass wir bei den Gamedrives gegen Ende der Reise auch mal die Scheibe runterkurbelten wenn wir ein Safariauto kreuzen und uns nach Tiersichtungen erkundigten. Die meisten gaben breitwillig Auskunft. Allerdings war es nicht immer so einfach ihre Anweisungen zu verstehen.
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Die Strasse auf den Kraterrand wurde gerade neu gemacht und wegen des feuchten Wetters etwas aufgeweicht. An einigen Stellen sind wir deshalb leicht festgefahren. Wir konnten so die Differenzialsperre und den Low-gear unseres Land Rovers ausprobieren: funktionierte tadellos.

Blick in den Ngordoto Krater
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Da der Park recht klein war und Tiere im dichten Wald schwierig auszumachen waren kehrten wir schon am frühen Nachmittag zurück auf unsere Campsite. Das Wetter war inzwischen besser und wir konnten ein wenig chillen, die weiter Reise besprechen und in Ruhe das Abendessen zubereiten. Nach dem Eindunkeln sassen nur noch eine Weile am Feuer, liessen die Erlebnisse des Tages Revue passieren und freuten uns auf die weitere Reise.

Am nächsten Tag mussten wir nämlich früh aufstehen. In Arusha sollten die Vorräte noch einmal kräftig aufgestockt werden. Da es Probleme mit einer Sim-karte gab stand noch mal ein Besuch beim Airtelbüro auf dem Progamm. An den Fahrzeugen und dem Campingmaterial fanden wir noch kleine Mängel und wollten uns deshalb auch noch mit Nathan treffen um diese zu beheben. Anschliessend war die Fahrt zum Lake Manyara geplant.
Teil 815. Aug. 2014
Tag 4 Arusha – Lake Manyara

Zuerst fuhren wir zu Serengeti Select Safaris um aufgetretene Fragen zu klären und kleinere Reparaturen auszuführen und haben bei der Gelegenheit auch unsere Abfälle entsorgt.Es war ein Vorteil zuerst zur Probe im Arusha NP zu campen und 2 Nächte in der Nähe der Stadt zu bleiben und erst später weg zu fahren wo die Versorgungsmöglichkeiten spärlicher sind.
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Anschliessend fuhren wir in die Stadt um die restlichen Besorgungen zu erledigen um schliesslich noch ein letztes mal zurückzukehren zum Mittagessen. Die Schwester unseres Schweizer Vermieters führt auf dem Gelände ein stimmiges Restaurant mit grossem Garten. Es werden gute Gerichte angeboten u. a Pizza aus dem Holzofen. Es gibt auch einen kleinen Laden mit netten afrikanischen Accessoires, d.h. nicht die üblichen Touristenartikel. Am Schluss der Reise nach der Wagenabgabe haben wir dort ein paar hübsche Andenken erstanden.
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Am frühen Nachmittag fuhren wir zum Lake Manyara. Die Strecke war recht öde und langweilig. Die Teerstrasse allerdings in tadellosem Zustand ohne Schlaglöcher. sodass man zügig vorankommt. Etwas aufpassen muss man wegen den häufigen schlecht markierten Bumps die im Umkreis von Strassensiedlungen plötzlich auftauchen. Wir sind auch an drei bis vier Polizeikontrollen vorbeigekommen, zweimal wurden wir angehalten und man wollte den internationalen Führerausweis sehen und kontrollierte ob das Fahrzeug mit den nötigen Aufkleber ausgestattet ist. Die Beamt(innen) waren immer äusserst freundlich und machten uns (noch) keine Probleme.
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Teil 915. Aug. 2014
Am späten Nachmittag trafen wir in Mto Wa Mbu ein, ein langgezogenes Strassendorf, welches unmittelbar am Eingang zum Lake Manyara NP liegt. Wir hatten dort eine Lodge gebucht (Migunga Tented Camp). Sie lag ausserhalb des NP und wir konnten so Gebühren sparen. Die Eintritte der NP sind für Ausländer in Tanzania nicht gerade billig:

Serengeti 60$/Person/24h, Arusha, Tarangire und Lake Manyara NP: 45$/Person/24h. Für das Fahrzeug mit tanzanischem Kennzeichen werden zusätzlich 13$/24h (mit ausländischem Kennzeichen 40$/24h) fällig.

Siehe auch: http://www.tanzaniaparks.com/parkfees/applicableFees2013-06.pdf

Migunga Tented Camp war sehr schön und idyllisch gelegen. Als wir am Abend eintrafen wurden wir von Meerkatzen und Zebramangusten begrüsst, die sich auf und unter den gelben Migunga-Bäumen die dem Camp den Namen gaben, tummelten. Es sollen hier am Abend und in der Nacht gelegentlich auch Buschbabys zu sehen sein. Ein Angestellter der Lodge bot sich an sie am Abend den Kindern zu zeigen. Leider waren sie an diesem Abend nicht aufzufinden.
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Wir genossen die idyllische Umgebung, die warmen Duschen und ein vorzügliches 5 Gang Menu. Danach liessen wir den Abend am Lagerfeuer der Lodge ausklingen bevor wir in die weichen Betten krochen.
Teil 1017. Aug. 2014
Tag 5 Lake Manyara NP

Nach einem ausgiebigen Frühstück in der Lodge machten wir uns auf den Weg in den Lake Manyara NP. Vorher wollten wir noch Wasser, frische Tomaten, Süssgetränke und Süssigkeiten/Snacks besorgen. Wir hielten in Mto Wa Mbu deshalb Ausschau nach einem geeigneten Laden und wurden am Strassenrand auch bald fündig.

Da die Jungs in Arusha das ganze Brennholz verfeuerten, wollten sie unbedingt Nachschub organisieren. Wir fragten deshalb im Laden auch nach Brennholz. Sie hatten kein Holz. Jemand kannte aber eine Person, die uns Holz beschaffen würde.
Bald kam auch schon ein junger Bursche auf einem Motorrad angebraust. Wir sollten ihm mit unseren Wagen folgen. Er führte uns quer durchs Dorf zu einer Hütte, die etwas weiter hinter der Strasse lag. Kaum angekommen wurde das Holz auch schon aus einem Schuppen getragen und zerkleinert. Wir luden es sogleich aufs Dach zwischen die Dachzelte und machten es am Träger fest.
In Arusha bezahlte ich fürs Holz 5000 TSH (2.5 US$) für etwa 2/3 der Menge. Ich staunte nicht schlecht als man hier plötzlich 120‘000 TSH (60 US$) verlangte. Diesen Preis konnten wir natürlich nicht akzeptieren. Nach längeren Diskussionen und Verhandlungen einigten wir uns schliesslich auf 30‘000 TSH und eine Flasche Fanta.
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Tomaten und Süsskartoffeln kauften wir bei ein paar Frauen am Strassenrand.
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Der Eingang zum National Park liegt direkt am Ende des Dorfes. Am Gate war einiges mehr Betrieb als in Arusha. Auf dem Parkplatz parkten mehrere sandfarbene Safarifahrzeuge. Viele Touristengruppen standen um ihre Fahrzeuge herum und warten bis die Guides ihre Formalitäten erledigten.

Vor dem Büro standen die Guides nun Schlange und empfingen uns freundlich mit einem Jambo. Wir wurden von den Ranger sogar bevorzugt behandelt und an der Schlange vorbei ins Innere des Büros gerufen. Hier mussten wir unsere Daten angeben, das Procedere kannten wir schon von Arusha her, denn es läuft in allen NP gleich ab. Die Beamten wollten hier das Geld in Bar einkassieren, sie meinten die Kreditkartenleser würden nicht richtig funktionieren. Die Driverguides bezahlten ihre Rechnung allerdings mit den braunen TANAPA-Prepaid Karten. Bei diesen Karten schien der Leser zu gehen. Wir kannten die TANAPA-Karten. Wir hatten auch solche dabei. Unser Autovermieter gab sie uns für die Ngorongoro Conservation Area. Neuerdings werden dort nur noch diese Prepaid Karten als alleiniges Zahlungsmittel für die Permit akzeptiert.

Die ersten paar Kilometer führten durch dichtes Blätterwerk und es erinnerte uns stark an den Arusha NP. Etwas weiter südlich öffnete sich die Landschaft und gab den Blick frei auf die weite Ebene des Sees und mit seinem breiten ausgetrrockneten Küstenstreifen und angrenzend typisch afrikanische Akazienlandschaft..
Die Strasse führt hauptsächlich parallel zum See nach Süden. Wir konnten nirgends ans Wasser fahren. Die Flamingo waren deshalb nur in weiter ferne als dünne rote Linie zu sehen.Die meisten Flüsse waren ausgetrocknet, lediglich an einer Stelle mussten wir mit dem Auto durch seichtes Wasser fahren.

Wir nahmen die erste Abzweigung zu den Hippopools und kamen bald auf eine Wiese mit zahlreichen Tiere.
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Bei den Hippopools wurde eine hölzerne Empore errichtet er einen guten Blick auf Wasservögel die Hippos gewähren. Als wir ankamen waren die Hippos am Land, was mich erstaunte, da es schon etwa 11 Uhr war. Wir sahen im Caprivi und in Botswana gesunde Hippos jeweils nur am frühen morgen oder kurz vor Sonnenuntergang an Land.
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Das Mittagessen - heute hatten wir als besonderen Luxus eine Lunchbox der Lodge dabei – nahmen wir in der Msasa Picnicsite ein. Diese ist schön gelegen auf einer Anhöhe mit Blick auf den See und den umliegenden Akazienwald. Allerding war er sehr stark bevölkert. Die ganze Situation mit den vielen Leuten die ihre Lunchboxen verdrückten erinnerte mich mehr an die USA als an Afrika. Wir blieben deshalb nicht allzu lange und fuhren weiter nach Süden bis zur Endabash Campsite. Hier wollten wir übernachten um bevor es weiter bis zum Lake Natron ging frühmorgens noch etwas weiter in Süden des Parks zu fahren mit der Chance Wildhunde zu sehen. Im Süden war der See schon recht eingetrocknet.
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Die Campsite war mitten im Wald etwas unglücklich gebaut. Die Sanitäranlagen verdeckten Blick auf den ausgetrockneten Endabash River und rochen etwas stark nach Chemie. Wir fühlten uns auch etwas eingesperrt zwischen dichtem Wald und Sanitärgebäuden.
Mein neu erstandener Reiseführer von Stefan Loose (2014) bezeichnete die Campsites Bagayo A und B als Public-Campsites. Obwohl ich an der Richtigkeit der Angabe zweifelte, entschlossen wir uns dorthin zu fahren.
Die Campsite Bagayo A liegt sehr schön und einsam auf einer Anhöhe gelegen. Leider entpuppten sich die beiden Sites wie vonmir vermutet als Special-campsites. Kurz nachdem wir dort ankamen tauchten dann prompt auch schon andere Selbstfahrer auf, die diese schöne Campsite gebucht hatten.

Wir entschlossen uns nun zurück zum Eingang auf die Public Campsite 1 zu fahren. Auf dem Rückfahrt am Abend trafen wir unsere erstes Elefantenherde und am See fanden sich viele Tiere ein. Der Lake Maynyara war voller Flamingos. Überhaupt waren viele Vögel zu sehen.
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Diese lag wie die Endabash Campsite auch im Wald ohne jede Aussicht. Wenigsten haben wir mit der Aktion etwas Zeit gespart für die morgige Fahrt zum Lake Natron. Die Toiletten und Duschen (mässig Kalt) waren in Ordnung. Bei den Frauen hing sogar einen Spiegel am Lavabo.

Es war mittlerweile schon dunkel geworden. Nun fielen plötzlich Millionen von kleinen Mücken und anderem Getier über uns her. Die meisten Mücken stachen zwar nicht waren dafür aufgrund ihrer Anzahl deshalb nicht weniger lässtig. Sobald man nämlich Licht bei sich hatte wurde man von ihnen quasi umhüllt, nicht mal am Feuer war man vor ihnen sicher. Wenn man bei geöffneter Autotür in den Wagen leuchtete um etwas zu suchen, war der Wagen im Nu voll von Mücken und Getier.
Unter diesen Umständen war es unmöglich sich im Freien aufzuhalten. Aus diesem Grund wurde heute nicht gekocht und es gab nur kaltes Abendbrot. Wir flohen nun so schnell wie möglich in unsere mückensicheren die Zelte.
Teil 1119. Aug. 2014
Tag 6 Mto wa Mbu (Lake Manyara) – Ngaro Sero (Lake Natron)

Das Duschwasser war recht angenehm temperiert und die Brause stark obwohl es nur einen Kaltwasserhahn gab. Zum Frühstück überquerten auch noch mehrere grosse Pavianrudel unsere Campsite ohne gross von uns Notiz zu nehmen. Es war beeindruckend die vielen Affen in alle ihren erdenklichen Grössen zu beobachten wie sie so nah an uns vorbei zogen. Das hat mich mit der Campsite nach der gestrigen Mückenplage wieder etwas versöhnt.

Nachdem wir in Mto wa Mbu vollgetankt hatten bogen wir am anderen Ende des Dorfes in die Schotterstrasse zum Lake Natron ein. Die Szenerie der Landschaft veränderte sich rasch. Die Gegend wurde karger und staubiger. Auch die Menschen am Strassenrand wurden seltener. Bald tauchten auch schon die ersten Massai in ihren typischen roten Umhängen auf. Die Massai Männer beachteten uns wenig. Ganz anders verhielten sich die Frauen und Kinder: Sobald sie uns entdeckten rannten sie winkend auf uns zu und verlangten Sweets, Dollars oder anderes Dinge. Am Anfang freuten wir uns ob der Aufmerksamkeit und gaben den Kindern eine der Marshmellows, die wir im Picknpay gekauft hatten. Für ein Photo gaben wir auch mal ein Kugelschreiber. Ich habe extra für diesen Zweck eine Menge Werbekugelschreiber aus dem Büro mitgenommen, sie waren bei den Kindern sehr beliebt für die Schule. Geld gaben wir bewusst nicht.
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Je länger die Fahrt dauerte desto stärker wurden die Massai jedoch zur Plage. Manchmal glaubte ich gar, die Kinder würden uns bewusst an Stellen wo wir wegen schlechter Strasse langsam fahren mussten auflauern. Sie sahen uns ja schon von weitem kommen. Sie kamen dann sehr nahe ans Auto sodass ich Angst hatte sie zu verletzen. Bei offener Scheibe griffen sie auch mal ins Auto rein.

Als wir Selalei, das erste Dorf am Weg passierten wurde es besonders schlimm. Als wir am Ende des Dorfes ein kleines ausgetrocknetes Bachbett überquerten kam eine Horde Kinder angelaufen und begann zu betteln. Wir hatten schon alle Marshmallows verschenkt und sind zudem kurz vorher schon einige Tausend Schilling losgeworden weil ich eine Gruppe Frauen fotografierte.
Als ich weiterfahren wollte sprangen die Kinder laut gestikulierend gefährlich nahe neben und vor unserem Wagen her, sodass ich wirklich Angst hatte ein Kind anzufahren. Als die Strasse wieder besser wurde gab ich vorsichtig Gas. Die Situation wurde langsam ungemütlich. Schliesslich gelang es ein Kind nach dem andern langsam abzuhängen. Plötzlich knallte es sehr laut hinten am Auto. Da ich im Rückspiegel sah, dass die Kinder immer noch hinter uns her rannten fuhr ich weiter.
Nach einer Weile, die Kinder hatten wir nun endgültig abgehängt, sprang der Wagen über eine Bodenwelle. Daraufhin klirrte es verdächtig im hintern Teil. Da die Luft rein war stieg ich aus und betrachtete die Bescherung: Ein grosser Stein muss die Heckscheibe getroffen haben, denn diese war nicht nur in ihrer ganzen Läge zersprungen sondern es fehlte auch noch ein etwa 20 x 10 cm grosses Stück Glas an der unteren Ecke.

Zum Glück hatten wir breiten Scotch-Kleber dabei und es gelang uns damit problemlos die Scheibe zu stabilisieren und die Lücke am untern Eck zu verkleben.
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Von nun an hatte jedoch grossen Respekt vor den Massai Kinder. Sobald ein Massai am Horizont auftauchte drückte ich gehörig auf die Tube und brauste mit Vollgas an ihnen vorbei.

Auf dem Weg bis Ngare Sero gibt es drei Maut Stellen.
Die erste am Dorfeingang von Engaruka (10$/Pers) mit professionellem Bürohäuschen indem ein offizielles Ticket ausgestellt wird
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die zweite am Fusse des Ol Doinyo Lengai (10$/Pers):
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und die dritte vor Ngare Sero(15US$/Pers)
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Ausserdem wurde kürzlich noch eine Art staatliche Touristengebühr eingeführt für Gebiete ausserhalb von Nationalparks: 5US$/Person/Tag Activity fees (Tiere beobachten ,Picknick Spatzieren ...) und 15US$/Pers/Tag für die Übernachtung in einer Lodge/Campsite ausserhalb eines Nationalparks.
Dafür darf man sich dann vor dem Ol Doinnyo Lengai ungestraft in Pose stellen:
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Wir kamen bereits gegen Mittag auf unserer Campsite im Lake Natron Tendet Camp an uns suchten uns ein schönes Plätzchen im nörd-östllichen Teil unter den Bäumen aus. Die Campsite war jedoch sehr weitläufig und es hatte viel Platz.
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Dort standen eine schöne Sanitäranlagen die in afrikanischem Boma-Stil errichtet wurden mit kaltem und warmem Wasser. Ausser uns waren noch einige Campingsafarigruppen da in Bodenzelte.


Kaum angekommen stellte sich auch schon eine Gruppe Massaifrauen aus dem Dorf an die Umzäunung und wollte uns Massischmuck verkaufen. Unser Bedarf an Massai war verständlicherweise gedeckt und wir beachteten sie nicht. Sie standen dann mehrere Stunden dort bis es dunkel wurde.

Im Camp hatte es einen kleinen Naturpool mit frischem Wasser sodass wir uns am Nachmittag dort vergnügten und am später gemütlich das Abendesssen zubereiteten.

Für den nächsten Tag haben wir eine geführte Wanderung zum See und am Nachmittag zum nahegelegenen Wasserfall gebucht indem man baden konnte.
Teil 1226. Aug. 2014
TAG 7 Lake Natron

Wir krochen früh aus den Federn. Um 7 Uhr wurden wir von unserem Guide Phillip beim Restaurant der Lodge erwartet. Phillip war eigentlich Hilfskellner in der Lodge für die Tour hat er sich nun als Massai zurechtgemacht. Die Massai in der Lodge und im Dorf hatten alle sehr seltsame Vornamen. Üblicherweise heissen Massais etwa Oloishona, Sironka oder Naisianoi. Hier nannten sie sich Phillip, Anna, Sophia oder gar Julius.

Während die Sonne gerade vor uns neben dem Mount Gelaui aufging führte Phillip ein kurzes Briefing der Tour durch. Am Morgen stand der Fussmarsch zum Lake Natron und durch das Dorf Ngare Sero auf dem Programm.

Er machte uns auch auf den Nachteil als Selbstfahrer unterwegs zu sein aufmerksam: Normalerweise absolvieren die Gäste nur 7 km zu Fuss auf dem Hin- oder Rückweg und werden von ihrem Guide entweder Hin oder zurückgefahren. Wir durften beide Wege gehen insgesamt 14 km.

Die Strecke war sehr sandig und führte uns durch eine herrliche Landschaft und war wunderschön. In der Ebene grasten Esel, Kühe, Giraffen und Zebras einträchtig nebeneinander. Wir passierten auch kleine Höfe.
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Massaifrauen liessen auch nicht lange auf sich warten und bestürmten uns in gewohnter Weise. Wer keinen Schmuck zu verkaufen hatte, bot sich nicht weniger aufdringlich als Fotomodel an.
Am Ufer des Sees hatten sich auch etwa ein halbes Dutzend Frauen niedergelassen und warteten gierig auf Touristen um ihre Waren feil zu bieten.
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Das Problem bestand darin, dass die Frauen alle die gleichen Waren anboten. Sie akzeptierten kein Nein und blieben lange neben uns stehen, fassten uns an und verfolgten uns.
Wehe demjenigen der einer Frau etwas abkaufte: Zur Strafe wurde er von den übrigen Frauen umso mehr bestürmt und von oben bis unten mit Schmuck behängt. Es gab nur eine Rettung auf Entkommen: Als am Horizont eine andere Gruppe Touristen auftauchte. Jetzt bewegten sich alle Frauen plötzlich wie ein Schwarm Tsetsefliegen im Laufschritt auf ihre neuen Opfer zu.

Das Ufer des Sees war ausgetrocknet und stellenweise schlickig, wir gingen nicht am Ufer entlang sondern überquerten einige Wasserläufe um von der gegenüberliegenden Seite auf die Flamingos zuzusteuern. Aus dieser Richtung waren die Vögel nämlich nicht im Gegenlicht und wir konnten uns ihnen zudem besser annähern. Eine andere Touristengruppe nahm den Weg am Ufer und scheuchte die Flamingos auf. Wir hatten somit die Gelegenheit die Tiere im Flug zu fotografieren als sie an uns vorbeiflogen, die andere Gruppe hatte das Nachsehen.
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Auf dem Rückweg gingen wir über eine Eselweide mit Zebras und Giraffen und kamen schliesslich zum Dorf.
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Dort kauften wir Getränke im Dorfladen. Auf dem Heimweg gesellte sich eine Gruppe von Kindern auf dem Schulweg zu uns.
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Am Nachmittag besuchten wir einen kleinen Wasserfall in der Nähe, an dessen Fuss man baden konnte. Auf dem Weg dorthin mussten wir an einigen felsigen Stellen hochkraxeln und auch den Fluss mehrmals durchqueren. Einige von uns hatten Badeschlappen an den Füssen, welche sich beim Klettern wie auch beim Überqueren des Flusses als eher ungünstig erwiesen. Unser Guide musste sich mindestens zweimal heldenhaft in die Fluten werfen um die Schuhe daran zu hindern sich auf den Weg zum Lake Natron zu machen. Ideal waren Trekkingsandalen.
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Das Abendessen nahmen wir im Restaurant der Lodge ein und liessen Tag am Lagerfeuer unseres Camps ausklingen. In der Nähe hatte es Laternen welche Insekten und mit ihnen viele Fledermäuse anlockten. Es war interessant die Fledermäuse auf ihrer Jagd zu beobachten und wenn man sich unter die Laterne stellte zischten die Fledermäuse dermassen nahe an unseren Köpfen vorbei, dass man den Wind ihres Flügelschlags deutlich im Gesicht spüren konnte.
Teil 1327. Aug. 2014
Tag 8 Lake Natron – Lobo-Hills Campsite (Serengeti)

Heute hatten wir die längste Etappe der Reise vor uns. Meine T4A Karten berechneten für die 182 km über 8 Std. Wir sind deshalb früh losgefahren. Im Restaurant haben wir nochmals Wasser gekauft, da wir auf der gestrigen Wanderung viel Wasser verbrauchten. Ausserdem haben wir mit Flaschenwasser aus dem Supermarkt gekocht nachdem in Arusha eine solch braune Brühe aus dem Wasserhahn des Küchenhäuschens kam. Wir wollten das Wasser nicht filtrieren und auch sonst kein Risiko eingehen.

Die Strecke führte laut Karte dem See entlang wir konnten ihn von der Strasse aus jedoch leider nie richtig sehen. Die Strecke war abwechslungsreich und auch die Leute an der Strasse nicht mehr so aufdringlich wie auf dem unteren Streckenteil. Am Anfang ist meine Frau gefahren so konnte ich auch mal die Landschaft bewundern. Wir mussten oft anhalten da Massai mit ihren Herden die Strasse überquerten oder sich sonst allerlei Haustiere auf und neben der Strasse aufhielten.

Die Strecke war auf dem ersten Abschnitt teilweise recht holprig und interessant zu fahren.
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Kurz vor dem Escarpment zweigte die Strasse plötzlich nach rechts ab, die „alte“ Strasse über die Riftkante nach Sonjo war kaum mehr zu erkennen. Die neue Strasse bog nach rechts ab und führte in einem Bogen um die Steigung nach Sonjo. Die Strasse war sehr neu und in der Trockenzeit schön weich und schnell zu befahren. Während der Regenzeit wird es hier wohl recht rutschig sein. So kamen wir viel schneller voran als befürchtet.


Nach etwa drei Viertel der Strecke wurde es hügelig und viel grüner, richtig idyllisch. Die Strasse führte plötzlich nicht mehr durch eine karge Sandlandschaft sondern durch grünen Felder und Bäume. Auch die Menschen waren anders gekleidet als die Massai unten am See. Irgendwie taten mir die Massai nun etwas Leid weil sie aus meiner Sicht an einem so unwirtlichen Ort leben mussten.

Wir kamen schliesslich in das Dorf Wasso mit einigen Läden und einer Toilette von unseren Damen sehnlichst herbei gewünschten Toilette. Im Laden kauften wir nochmals Wasser und für die Kinder Colas und Fantas. Der Ladenbesitzer hatte grosse Freude an uns und bat uns auf dem Rückweg doch auch wieder bei ihm vorbeizukommen. Ich musste ihn enttäuschen da wir die Serengeti im Süden verlassen werden. Neben dem Gemischtwarenladen hatte es noch einen Gemüsestand wo wir Zwiebeln und sonstiges Frischgemüse erstanden.

Nachdem wir Wasso wurde es wieder flacher und die Landschaft wurde zunehmend afrikanischer mit auffallend grüner Savanne und Schirmakazien. Bald erreichten wir das Kleins-Gate, das Eingangstor zur Serengeti.

Am Gate war nicht viel los. Wir trafen eine amerikanische Reisegruppe, die wir schon in Wasso sahen und unterhielten uns mit ihnen über die üblichen Themen: Sie waren im Tarangire Nationalpark, welcher sehr schön sei und hatten dort schon alles an Tieren gesehen. Nun waren sie auf dem Weg nach Seronera und nervten sich etwas über ihren Guide, da sie lieber in der Lobo Area bleiben wollten.

Dann war da noch ein Pärchen aus Frankreich als Selbstfahrer unterwegs. Sie arbeiten im Moment während drei Jahre als Lehrer in Uganda und besuchen nun während den Ferien Tansania. Leider hatten sie eine Reifenpanne erlitten. Den Reifen hatten sie schon gewechselt und wollten nun den kaputten Reifen flicken. Wir haben ihnen deshalb unsere Hilfe d.h. in erster Linie unseren Kompressor angeboten. Der Reifen war leider nicht mehr zu gebrauchen. Vollgepumpt strömte Luft aus diversen Löchern in verschiedenen Formen und Grössen. Der Reifen war schon ziemlich übel abgewetzt. Der Guide der Amerikaner beobachtete und und bemerkte er sei froh, dass dies nicht ihm passiert sei. Seine Gäste würden dann noch ungeduldiger werden. Ich musste schmunzeln und dachte: So beklagt sich jeder über jeden.

Die Formalitäten wurden rasch, freundlich und sehr professionell abgewickelt. Ohne grosse Hoffnungen erkundigte ich mich bei den Ranger wie es wohl mit der Migration stünde. Als sie mich suffisant anlächelten und dabei bemerkten es hätte kürzlich geregnet und die Gnus seien aus der Mara zurückgekommen hüpfte mein Herz freudig auf und ab. Ihre Worte: „Yes you will see them“ habe ich heute noch in meinen Ohren.

Also machten wir uns rasch auf den Weg und kaum waren wir einige Meter vom Parkplatz gefahren sahen wir sie auch schon. Die grüne Landschaft war übersäht mit schwarzen Punkten: Gnus und Zebras soweit das Auge reichte. Was für ein Anblick ! Einige Zeit lang genossen wir das Schauspiel, dann fuhren wir weiter. Das Schauspiel wiederholte sich noch ein paar Mal hinter jedem folgenden Hügel. Etwa fünf Minuten fuhren wir so durch die Gnus bis sich ihre Reihen lichteten.
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Auf dem Weg zur Campsite sahen wir noch einige Tiere und uns wurde bewusst wie Tierreich die Serengeti wohl sein wird.
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Im schönen Licht der Abendsonne erreichten wir die Lobo Campsite, welche schon recht gut belegt war. Das französische Pärchen hatte ihr Zelt bereits aufgebaut. Neben uns übernachtete ein weiteres Pärchen aus Kalifornien. Sie waren auch als Selbstfahrer unterwegs. Den Wagen mieteten sie bei Shaw Safari in Arusha. Dann waren da noch einige Bodenzelte welche zu diversen Campingsafaris gehörten. Die Guides richteten im Küchenhaus bereits das Abendbrot für ihre Gäste.
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Wir kochten Open-air und assen wie immer neben den Autos während etwa ein bis zwei Steinwürfe entfernt einige Büffel ruhig grasten.
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Etwas weiter weg konnten wir Thomson-Gazellen, Giraffen und in der Ebene mehrere Zebraherden die in langen Reihen zwischen den Bäumen hintereinander herliefen, ausmachen.
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Die Sanitärenanlagen waren etwas arg überstrapaziert ob den vielen Campern. Auf dem Gelände wurde auch gerade gebaut, wahrscheinlich ein neues Sanitärgebäude.
Die Serengeti hatte uns bereits am ersten Tag von ihrer besten Seite gezeigt. Zufrieden und auch ein wenig müde fielen wir nach einem erneut leckeren Abendessen in den Schlaf und freuten uns auf die nächsten Tage.
Teil 1414. Sept. 2014
Hallo zusammen. Hatte ziemlich viel um die Ohren, deshalb hat es etwas gedauert nun geht es weiter:

Tag 9 Lobo Hills – Mbuzzi Mawe

Während der Nacht hat es recht stark gewindet und auch am Morgen war es noch derart windig, dass wir den Kaffee im Küchenhäuschen kochen mussten. Selbs dort brauchte es noch eine ganze Weile bis er endlich fertig war. Auf die morgendliche Dusche verzichteten ich heute, da ich eine ausgiebige warme Dusche an unserem heutigen luxuriösen Etappenziel im Mbuzzi Mawe entgegen sah.

Den Abfall durften wir nicht im Camp deponieren. Erst später werden wir im Tarangiere NP erfahren, dass man seine Abfälle auf den Campsites in der Regel gegen eine kleine Gebühr (1000 – 2000 TSH) vom dortigen Aufseher entsorgen lassen kann.

Um uns herum herrschte geschäftiges Treiben und einer nach dem anderen verliess die Campsite um auf Safari zu gehen. Bald waren auch wir soweit und verliessen das Camp in freudiger Erwartung des Tages. Im Licht der Morgensonne waren sehr viele Tiere in den Hills unterwegs, sodass wir noch einige Zeit um die Lobo Hills fuhren.
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Plötzlich bemerkten wir ein ungewöhnliches Verkehrsaufkommen auf der Strasse die etwas weiter unten an den Hills vorbeiführt. Wir folgen den Safarifahrzeugen und trafen schon bald auf unsere ersten Löwen. Sie lagen in grosser Entfernung von der Strasse neben einem Riss unter auf einem Hügel unter einem Baum.
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Die Strasse führte gemäss GPS zum Grumeti River und wir beschlossen ihr zum Fluss zu folgen und in einer Schlaufe wieder zurück zu den Lobo Hills zu fahren. Es stellte sich dann jedoch heraus, dass die Strasse nur bis zum Serengeti Migrations Camp befahrbar war. Wir mussten dort umkehren, den Fluss haben wir nicht gesehen. Auf dem Weg dorthin hatte es einige Grasebenen voller Zebras, Gnus Giraffen und Antilopen.
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In der Ferne sahen wir auch einige Elefanten.
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Auch zwei Hyänen entgingen den scharfen Augen unserer Kinder nicht. Eine dieser Hyänen bescherte uns eine längere Pause am Strassenrand, da sie aus der Ferne als Leopard taxiert wurde. Eine solche Sichtung wollten wir natürlich keinesfalls verpassen, also war warten angesagt. Nach etwa eine halben Stunde zeigte sich das Tier, welches sich vor uns hinter Büschen versteckte und lies sich als Tüpfelhyäne identifizieren. Auch wenn es am Schluss „nur“ eine Hyäne war ist es doch gerade diese Spannung und das Jagdfieber, welches jeder Safari die nötige Würze verleiht. Tiere die einfach so vor die Linse laufen gibt es ja in jedem Zoo zu bestaunen.
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Gegen Mittag waren dann deutlich weniger Tiere unterwegs. Wir entschieden uns deshalb bereits im Mbuzzi Mawe einzuchecken und am Abend von dort aus nochmals auf Safari zu gehen. Auf dem Weg dorthin sahen wir verschiedene Tiere und die Kinder entdeckten direkt an der Hauptstrasse die ersten „eigenen“ Löwen, welche unter Bäumen im hohen Gras lagen. Die Löwen, welche wir dank den Safariautos entdeckten waren aus obigen Gründen nicht „unsere“ Löwen.
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Sehr zum Amüsement der Angestellten erreichten wir das Mbuzzi Mawe dann auf einem eher ungewöhnlichen Weg. Dabei habe ich vor der Reise noch extra online die aktuellsten Karten von T4A erstanden um meine Afrikakarten von 2012 zu aktualisieren. Das GPS führte uns auf eine grasbewachsene offensichtlich länger nicht mehr benutzte aber immer noch deutlich erkennbar Fahrspur. Wir näherten uns von Nordwesten auf den Guide-Parkplatz der Lodge zu. Wir kamen so quasi durch den Hintereingang.
Die Lodge war wirklich sehr schön gelegen. Die Zelte waren umgeben von kleinen Felsen. Nicht weit von den Zelten weideten Büffel und auch Paviane waren zu besuch.

Auf und um die Felsen der Lodge leben viele Klippschliefer.
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Wir genossen ein sehr gutes Mittagessen und bezogen dann unsere Zelte und genossen die ungewohnten Annehmlichkeiten. Die Erwachsenen beschlossen den Rest des Tages auf der Terrasse der Zelte zu chillen. Die Kinder wollten am späten Nachmittag auf Safari sodass ich mit ihnen in einem Auto noch mal 2 Stunden die Umgebung erkundete. Nun fand ich auch die neue Strasse, die das Camp von Süden her erschliesst. Wir sahen diverse Herden von Grasfressern und verweilten lange inmitten einer grossen gemischten Zebra/Antilopenherde und beobachteten die Tiere bevor wir wieder ins Camp zurückkehrten und ein gutes Abendessen und unsere grossen weichen Betten genossen.
Teil 1516. Sept. 2014
Tag 10 Mbuzi Mawe- Moru Kopjes

Am Morgen genossen wir ein reichhaltiges Frühstück mit allem was dazugehört um uns danach gestärkt auf den Weg zu machen. Wir wollten die Umgebung von Seronera erkunden und am Abend erwartete uns dann die gebuchte Specialcampsite Nr 3. in den Moru Kopjes.

Mittlerweile hatten wir uns schon gut an Afrika und den Aufenthalt im Freien, d.h. nicht umzeäunten Wildnis, gewöhnt ohne allerdings dabei den Respekt zu verlieren. Mittlerweile waren alle von uns deutlich entspannter und niemand fürchtete sich mehr davor mutterseelenallein mitten in der Serengeti im Zelt zu übernachten. Im Gegenteil freuten wir uns alle auf diese Busherlebnis. Es sollte eines der vielen Highlights der Reise werden.

Die Kinder wollten unbedingt einen Leoparden finden und fragten deshalb beim auschecken die Angestellten der Lodge wo man den am besten Leoparden sehen könne. Sie rieten uns wir sollten uns in der Research Station bei Seronera oder an einem Ort namens Bombrai oder so ähnlich erkundigen. Um es gleich vorwegzunehmen wir irrten eine Weile in der Gegend des Research Zentrums umher bevor wir das Gebäude endlich fanden. Wir fragten dort ein paar Angestellte, die Gerade Autos reparierten. Sie rieten uns wir sollen bei einem Baum schauen wo viele Autos seien. Bäume fanden wir viele und auch viele Autos aber keine Leoparden.

Wir folgten der Hauptstrasse nach Süden. Die Strasse verlief zu Beginn noch etwas hügelig mit der Zeit wurde die Gegend immer flacher bis sie ganz eben wurde. So wie wir uns die Seregeti vorstellen. Immer wieder sahen wir grössere und kleinere Herden neben der Strasse. Die Serengeti war tatsächlich sehr reich an Tieren. Nördlich von Seronera kreuzt der Grumeti River die Hauptstrasse. Wir bogen dort nach links ab auf eine Piste die entlang des Flusses verlief. Kurz nach der Abzweigung entdeckten wir ein Löwenrudel am Hügel auf der anderen Seite des Flusses. Die Löwen lagen faul im Gras, sodass wir bald unseren Weg fortsetzten.
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Am Fluss herrschte viel Betrieb. Viele Tiere und viele Safarijeeps waren unterwegs. Grosse Elefanten- Büffel- und Gnuherden, Löwen, verschiedene Wasservögel, Hippos, Antilopen, Zebras, Giraffen und viel mehr.
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Nach einigen Kilometern führte die Piste wieder auf die Hauptstrasse. Von weitem bemerkten wir auf der Hauptstrasse eine grosse Ansammlung von Safariautos. Dort musste es also etwas Interessantes zu sehen geben. Wir gaben Gas und fuhren in ihre Richtung. Von allen Seiten strömten plötzlich Safariautos herbei. Es ging herbei wie auf dem Rummelplatz. Der Auslöser dieses Verkehrschaos war ein stattliches Löwenmännchen, welches unbeeindruckt vom geschäftig nervösen Treiben seelenruhig entlang der Strasse trottete.
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Als wir den Wagenpulk erreichten befanden wir uns vorerst in den hinteren Reihen. Unsere Sicht auf den Löwen wurde stark eingeschränkt durch die vielen Safarijeeps mit ihren hohen Hubdächern.

Zu allem Unglück waren wir benachteiligt weil wir das Geschehen von unseren Sitzen aus beobachten mussten und nicht wie die anderen aufstehen konnten. Dafür hatten wir den Vorteil, dass wir unser Gefährt selber steuern konnten und nicht auf duselige Guides angewiesen waren. Einige Guides verhielten sich nämlich ziemlich ungeschickt im Wettrennen um die besten Plätze.
Ich muss zugeben mir machte dieses Gerangel um die besten Plätze richtig Spass. Ich machte richtiggehend einen Sport daraus mit unserem Landy im allgemeinen Gewusel mit List, Tücke und Voraussicht immer wieder die besten Plätze zu ergattern. Da der Löwe ja in Bewegung blieb war es nötig selber auch immer in Bewegung zu bleiben und darauf zu achten von den andren nicht eingeschlossen zu werden.
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Teil 1617. Sept. 2014
Am Kleins-Gate trafen wir einen Guide der behauptete er würde mehr Tiere sehen als wir weil er sich im Gegensatz zu uns mit seinen Kollegen über Funk verständigen könne. Zumindest in der flachen zentralen Serengeti dürfte dies nicht zutreffen und wahrscheinlich auch anderswo nicht. In den Parks gibt es nicht so viele Strassen und man begegnet dauernd anderen Fahrzeugen. Wenn es an einem Ort etwas Spezielles zu sehen gibt sind die Wagenburgen und die aus allen Richtungen dorthin rasenden Konvois kaum zu übersehen:
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Die schönsten Tierbeobachtungen waren retrospektiv betrachtet sowieso jene, die wir ganz für uns alleine geniessen durften weit ab vom Rummel. Z.B als wir inmitten einer gemischten Herde die Tiere in aller Ruhe zu beobachteten oder warten bis sich ein vermutetes Tier aus der Deckung begab. Oder die niedlichen Löwenbabys die wir später noch entdecken werden.

Wir gelangten dann eher zufällig zum Hippopool. Eigentlich wollten wir den auslassen, da wir auf der letzten Reise durch den Caprivi und Botswana schon viele Hippos erlebten. Und auch in der Serengeti schon kleinere Hippopools und Marabus fanden:
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Der Ausflug hat sich aber gelohnt. So viele Hippos auf einem Fleck hatten wir bisher noch nie gesehen. Ausserdem konnten wir am Pool uns ein wenig die Füsse vertreten und Toiletten aufsuchen.
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Gegen Mittag fuhren wir weiter zur Tankstelle nach Seronera um Diesel zu tanken.
Teil 1718. Sept. 2014
Nachdem wir in Seronera vollgetankt hatten entdeckten wir nicht weit von der Tankstelle ein Schild mit der Aufschrift: Impala and Rhino Restaurant. Beim Anblick des Schilds kam Lust auf einen Mittagskaffee auf und wir folgten der Beschilderung in freudiger Erwartung. Die Strasse führte in einem grossen Bogen auf den Ort zu wo wir ein Gartenrestaurant mit Terrasse und toller Aussicht vermuteten. Als wir näher kamen wurden wir von Wäscheleinen und Wohngebäuden begrüsst. Dies musste das Seronera Village sein. Etwas später tauchten Kinder und Frauen auf. Die Strasse endete schliesslich auf einen belebten Platz voller Safarifahrzeuge und vielen Einheimishcne die allerlei Verrichtungen nachgingen. Von dem erwarteten Gartenrestaurant war weit und breit nichts zu sehen. Da unsere Frauen schon wieder auf die Toilette mussten stiegen wir aus um ein stilles Örtchen zu suchen. Da ich keine empfindliche Blase habe beschloss ich die Gegend zu Fuss etwas näher zu erkunden. Bald stiess ich auch auf das Impala and Rhino Restaurant respektive dessen Schild, welches über dem Eingang einer wenig einladenden Hütte hing. In einem anderen Gebäude fanden sich mehrere kleine Läden mit beachtlichem Angebot. Die Verkäufer freuten sich sehr über unser Erscheinen und der damit verbundenen Aussicht auf Verkaufsgewinn. Die Preise waren nicht verhandelbar variierten aber in den einzelnen Läden. Wir deckten uns mit den typischen Touristenartikel ein: Pringels, Colas , Fantas, Wasser und Schokoriegel.
Bei einigen Verkäufern haperte es sehr bei ihren Rechnungskünsten. Bereits auf der ganzen Reise fiel mir auf das Tanzanier auch für simpelste Additionsrechnungen einen Taschenrechner oder ein Handy zu Hilfe nehmen.
Ein Verkäufer schlug sie jedoch alle um längen. Er war auch mit Taschenrechner nach 5 Minuten nicht in der Lage einen Einkauf korrekt zu berechnen. Entweder vertippte er sich dauernd, er machte auf mich nicht mehr ganz so einen nüchternen Eindruck, oder er realisierte nicht, dass sein vorsintflutliches Gerät einfach nicht mehr als 4 Stellen anzeigen konnte.
Ich erbarmte mich seiner und rechnete ihm den Einkauf vor und streckte ihm das Geld entgegen. Mit ungläubigem Blick wollte er mir dann etwas zurückgeben das ich nur dank viel Phantasie und Scharfblick als ehemalige Banknote erkannte. Allein die Vorstellung dieses „Ding“ von nun an in meiner Hosentasche herumzutragen verursachte mir derartige Ekelgefühle, dass ich grosszügig auf das „Wechselgeld“ verzichtete.
Nun konnten wir unsere Safari fortsetzen und fuhren von Knuspergeräuschen begleitet an überfüllten Puplic-Campsites vorbei in Richtung östliche Kopjes. Wir sahen nur wenige Tiere um die Mittagszeit war nicht mehr so viel zu sehen wie am Morgen. Wir beschlossen deshalb uns langsam auf den Weg zu unserem Übernachtungsplatz in die Moru Kopjes zu machen. Um auf die Strasse zu den Moru Kopjes zu gelangen mussten wir den z.t ausgetrockneten Flussarmen des Grumeti nach Norden folgen bis zur Brücke in Seronera. Entlang des Grumeti trafen wir wieder auf zahlreiche Löwen.
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Teil 1818. Sept. 2014
Kurz nach der Brücke in Seronera bevor die Strasse in südwestlicher Richtung in die flache unendlich weit scheinende Steppe der Serengeti führt riefen die Kinder plötzlich „Stopp“. Ich hielt. „Zurück“. Dann jöööh, niedlich, nein wie kuschelig. Etwa 50 Meter von der Strasse entfernt lagen zwei Löwenbabys allein auf einem Baum.
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Teil 1918. Sept. 2014
Etwas weiter vorne entdeckten wir dann eine einzelne Löwin. War sie die Mutter der Babys ?
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Teil 2018. Sept. 2014
Wir setzten unsere Reise fort und fuhren durch die weite Ebene
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