Alex_MucThemenstarter857 Beiträge · seit 201430. Apr. 2014 · #1
Hallo zusammen,
ich hoffe von Euch auf ein paar Argumente und Einschätzungen bezüglich eines potentiellen Autokaufs in Namibia:
Die letzten Jahre war ich mit dem Fahrzeug meines Vaters in Namibia unterwegs, Mercedes G, Baujahr Anfang der 80er, unverwüstlich, hochbeinig, im Prinzip in Namibia (fast) überall ohne Allrad ausreichend, falls nicht dann hat er immer noch Allrad und LowGear. Ich bin mit den Gs aufgewachsen und liebe sie, obwohl sie "nur" 85 oder 90 PS haben. Klimaanlage, elektrische Fensterheber, Radio, alles neumodischer Kram 😉
Da das Auto aber nicht jünger wird, und ich mir dieses Jahr mit dem vielen Wasser doch Sorgen machte (es ist doof mit einem fremden Auto zu fahren und etwas kaputt zu fahren), überlege ich mir, ein eigenes 4x4 zu kaufen. Ob Dachzelt oder Aufbau (ausbauen), weiß ich so noch nicht, das wäre Bauchsache... Ich hatte eigentlich einen 4,2l Patrol an der Hand, aber das wird jetzt evtl. nichts. Ich bin noch stark von der Zeit geprägt, als Pajero, Landcruiser und Patrol (neben dem G und Unimog) DIE Autos für die Sahara waren, die neuen Typen (und Engländer) sagen mir nicht soviel... Fahren werde ich wohl weiterhin Namibia, Botswana ist 2014 oder 2015 geplant, vll. auch mal rüber nach Tansania (das ist aber ferne Zukunft).
- von den Nissan NP300 kenne ich nicht soviel, besonders beeindruckend wirken sie auf mich nicht..
- Landcruiser (7er Versionen) wären was, aber der Preis ist fürstlich. Hilux sind sicher nicht schlecht, aber von der Geländegängigkeit etwas weniger gut - oder? Ich kenne beide von namibischen Freunden, der Landcruiser ist beeindruckend und geht Wände hoch.. der Hilux war allerdings nur mit Pritsche, und somit nicht mit einem Camper vergleichbar...
- was ist mit der britischen (jetzt: indischen) Krankheit - den LandRovern? Scherzweise liest man oft, den Mechaniker und Draht mitnehmen im LandRover, andererseits sind sie vom Typus den alten Gs am ähnlichsten: Arbeitstiere, kein SchnickSchnack elektronischer Art, der kaputt gehen kann. Wie sind die wirklich?
Welche Autos würdet Ihr empfehlen, bei dem genannten Profil? Natürilch eher Autos, die etwas älter sind, und Kilometer drauf haben, aber doch noch zuverlässig. Viele Grüße Alex
PEpeterB249 Beiträge · seit 200630. Apr. 2014 · #2
Hallo Alex
Ich verkaufe meinen Nissan Patrol 4.8l auf Dezember 2014.
Km 92 000.00 ,Jahrgang 2009, Farbe weiss, Handgeschaltet,BFG Reifen,Oldman Emu,Rear Bumper mit 2 Reifen und Anhängerkupplung,
Bullbar, 2.Batterie für Kühlschrank, Schubladensystem,
Bei interresse bitte PM
Gruss
Peter
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200930. Apr. 2014 · #3
Moin Alex,
wie kommst du bei Land Rover auf indisch? Bei den aktuellen Modellen ist der gleiche Motor wie im Ford Transit verbaut. Ich bin mir jetzt nicht sicher ob Ford indisch ist, glaube aber nicht.
das überrascht mich aber, dass Dir die aktuellen Eigentumsverhältnisse Deines geliebten LR nicht bekannt sind. Seit 2008 gehört LR (wie auch Jaguar) der indischen Tata-Gruppe. Das hat bisher allerdings beiden Marken - insbesondere Jaguar - nicht geschadet. Die Reparaturanfälligkeit ist deutlich besser geworden.
Gruß, Bernd
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Chrigu7'272 Beiträge · seit 200630. Apr. 2014 · #5
Hallo Alex
Nachdem wir mal einen VW-Bus hatten und dadurch fast jede Werkstatt im südlichen Afrika kennen gelernt haben, wollten wir ein bewährtes Fahrzeug mit wenig Schnickschnack. Die Wahl ist dann auf einen Landcruiser HZJ78 gefallen. Für unsere Bedürfnisse ein Super Fahrzeug. Robust und verlässlich. Ein Punkt bei dem Fahrzeug ist aber, dass es im Innenraum relativ Schmal ist. Hilux oder andere Landcruiser Serien sind ca. 10 cm breiter.
Ein Argument für diese Fahrzeug Serie ist, dass diese auch von vielen Farmern in Namibia aber auch von den meisten NGOs gefahren werden. Speziell wenn Du nach Sambia oder Tansania fährst, wimmelt es von diesen Fahrzeugen.
Herzliche Grüsse Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung
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SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200930. Apr. 2014 · #6
@ Bernd,
ich war jetzt eher auf den Motor fixiert als auf die Eigentumsverhältnisse, um ehrlich zu sein bin ich mir nicht sicher ob Tata da jetzt was neues entwickelt hat oder der Motor immer noch von Ford stammt...
Das ist gut möglich, dass der Motor noch immer von Ford stammt. Nach meiner Kenntnis haben die seinerzeit eine längere Zusammenarbeit vereinbart.
Gruß, Bernd
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Alex_MucThemenstarter857 Beiträge · seit 201430. Apr. 2014 · #8
Hallo zusammen,
erstmal Danke für die Antworten. War ja klar, dass der Landcruiser viel Lob bekommt 😉 Wenn das Geld da wäre, würde ich mir den auch holen mit Hubdach.. da ich Zeit habe, kann ich mich aber in Ruhe umsehen.
Die Eigentumsverhältnisse bei LR sind für mich von Interesse, weil neue Eigentümer komischerweise oft Geld verdienen wollen mit dem Auto.. sprich, wo wird gespart, werden eigenproduzierte Teile integriert etc... wenn die Fehlerhäufigkeit nicht hoch ging, wäre das ja schön.
Wo liegen gut erhaltene HZJ78 denn preislich, wenn man etwas warten kann?
Im Prinzip sind die Prioritäten Preis, Robustheit (keine Elektronik), möglichst normaler Motor (Saugdiesel z.B.)., hohe Geländegängigkeit, und idealerweise innen ausbaubar (alternativ Dachzelt..).
Irgendwie ganz witzig - was in Europa und bei Expeditionstreffen der Knaller ist - und im Stadtverkehr von München oder Hamburg viel Aufsehen erregt - also Defender im Zebramuster mit Hubdach und Zusatzausstattung und Innenausbau usw. stößt dort, wo die Fahrzeug wirklich täglich eingesetzt werden, eher auf Ablehnung. Beim Thema Land Rover - ohne jetzt eine wilde Diskussion zu diesem (endlos diskutierten) Thema starten zu wollen - rümpfen die meisten Farmer und Einheimischen einfach nur die Nase. Und der ganze Expeditionsschnickschnack stößt nur auf Kopfschütteln.
Toyota baut Fahrzeuge die fahren, Ersatzteile sind immer und überall verfügbar und ich kann - auch wenn ich selber kein Buschmechaniker bin - entspannt auch grobe Streckenabschnitte fahren. Jede Buschwerkstatt kennt die Dinger und Teile können schnell und einfach ausgetauscht oder bestellt werden.
Wofür einen Innenausbau? Nach der Fahrt spielt sich das Leben doch draußen im Camp ab, ein paar staubdichte Kisten für Kleidung und Küche reichen völlig aus, mit dem Geld für teure Ausbauten (ein Hubdach kostet immerhin 10.000 Euro, ein Dachzelt nur 2.000 Euro) kann man tolle Reisen machen!
Und es muss nicht immer der 78er Cruiser sein - die HJ 60 und 61 Baureihe sind tolle Fahrzeuge, ich hab in Australien Leute getroffen die über 1 Million Kilometer am Fahrzeug hatten.
Bei aller Liebe zum Flair der Defender - und auch ich hab in den 80er Jahren Daktari im TV geschaut - meine Entscheidung war - und ich bereue sie nicht - der Landcruiser.
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200630. Apr. 2014 · #10
Hallo Alex
Für Preise musst Du immer wieder mal schauen. Da kommt es auf viele Faktoren wie Modell, Alter, Laufleistung etc. an. Ich verwende dazu: http://www.namcars.com.na/ Oft lässt sich an dem angegebenen Pries auch noch etwas machen. Aber es gibt schon mal eine Übersicht.
Wir haben übrigens auch keinen grossen Ausbau. Ein Schubladenauszug, einige Ammo-Boxen und ein fest installierter Kühlschrank tut es. Wir schlafen im Bodenzelt, weil uns das mehr Komfort und Platz bietet.
Herzliche Grüsse Chrigu
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Alex_MucThemenstarter857 Beiträge · seit 201430. Apr. 2014 · #11
lonjo africa schrieb:Irgendwie ganz witzig - was in Europa und bei Expeditionstreffen der Knaller ist - und im Stadtverkehr von München oder Hamburg viel Aufsehen erregt - also Defender im Zebramuster mit Hubdach und Zusatzausstattung und Innenausbau usw. stößt dort, wo die Fahrzeug wirklich täglich eingesetzt werden, eher auf Ablehnung. Beim Thema Land Rover - ohne jetzt eine wilde Diskussion zu diesem (endlos diskutierten) Thema starten zu wollen - rümpfen die meisten Farmer und Einheimischen einfach nur die Nase. Und der ganze Expeditionsschnickschnack stößt nur auf Kopfschütteln.
Die meisten Einheimischen fahren auch mit total runtergekommenen PKWs ohne Federn und Dämpfer, auf Reifen ohne Profil, die Pads die für topp-ausgerüstete Europäer schon Abenteuer sind 😄
Toyota ist ja bei mir in der Wahl, nur der Preis ist das Problem - wobei vll. ein 60er oder 70er auch mal günstig zu haben wäre. Ein hohes Dach wäre eben Luxus, dieses Jahr habe ich eine "echte" Regenzeit" erlebt... Dachzelt steht noch eines rum in Namibia, das wäre also vorhanden... Gruß Alex
@chrigu: Danke für den Link, den kenne ich. Ich hatte gehofft, dass ihr Hausnummern nennen könnt, in welchem Bereich die Fahrzeuge in akzeptablem Zustand den Besitzer wechseln... Schönes Fahrzeug! Bodenzelt ist weder für mich noch Partnerin akzeptabel, sie ist Spinnen-, ich Schlangenphobiker 😉 Die Wanderungen könnt ihr euch ja jetzt vorstellen 😉
Alex_MucThemenstarter857 Beiträge · seit 201430. Apr. 2014 · #12
Wie sieht es eigentlich bei den Patrols BJ 2007-2009 mit Ersatzteilen aus in Windhoek? Der Großteil da oder über Südafrika oder Japan zu besorgen? Viele Grüße Alex
Wie sieht es eigentlich bei den Patrols BJ 2007-2009 mit Ersatzteilen aus in Windhoek? Der Großteil da oder über Südafrika oder Japan zu besorgen?
de ganzen Ersatzteile kommen eh über Südafrika nach Namibia. Ich habe für keines meiner Fahrzeuge jemals länger als drei Tage auf ein Ersatzteil gewartet.
Danke für den Link, den kenne ich. Ich hatte gehofft, dass ihr Hausnummern nennen könnt, in welchem Bereich die Fahrzeuge in akzeptablem Zustand den Besitzer wechseln...
Gaaanz grobe Hausnummer: Die 90er Baujahre gehen so ab N$ 150.000, die 2000er Modelle ab N$ 300.000. Aber wie gesagt, es kommt natürlich immer auf den Einzelfall des Fahrzeuges, das genaue Modell etc. an.
Die Frage ist natürlich, was ihr mit dem Fahrzeug alles anstellen wollt. Hier in Namibia fährt kaum einer ein solch hochgerüstetes Auto, wie es Touristen vielfach hier stehen haben. Diese fahren ja aber zumeist auch in Gegenden wo ein solches Fahrzeug vielleicht nötig wäre (Sambia, Malawi etc.). Für Namibia reicht auch ein "ganz normaler" 4x4 ohne Schnickschnack. Ich persönlich habe im Freundeskreis fast nur noch Leute, die "abrüsten", d.h. selbst ein 4x4 ist kein Muss (ich persönlich habe bei meinem Fahrzeug in den letzten drei Jahren genau 2x 4x4 genutzt). Sinnvolle Anschaffung im südlichen Afrika, wie auch meine Vorschreiber schon sagten, ist ein Toyota. Diesen bekommst Du an jeder Straßenecke repariert bzw. Ersatzteile. Je nach Einsatzgebiet ist ein "stinknormaler" Hilux DC meist das richtige Modell.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200630. Apr. 2014 · #14
lonjo africa schrieb:Beim Thema Land Rover - ohne jetzt eine wilde Diskussion zu diesem (endlos diskutierten) Thema starten zu wollen
... was Du hiermit getan und sofort wieder abgewürgt hast - mit entsprechend negativer Würdigung des einen Fahrzeugs. Herzlichen Glückwunsch!
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Alex_MucThemenstarter857 Beiträge · seit 201430. Apr. 2014 · #15
BikeAfrica schrieb:
lonjo africa schrieb:Beim Thema Land Rover - ohne jetzt eine wilde Diskussion zu diesem (endlos diskutierten) Thema starten zu wollen
... was Du hiermit getan und sofort wieder abgewürgt hast - mit entsprechend negativer Würdigung des einen Fahrzeugs. Herzlichen Glückwunsch!
Gruß Wolfgang
Was sind denn die typischen Probleme eines Landies? Behebbar mit Bordmitteln? Falls hier ein Thread existiert, gerne den Link, aber gefunden hab ich jetzt keinen spezifischen Thread (evtl. die falschen Begriffe)...
Was sind denn die typischen Probleme eines Landies? Behebbar mit Bordmitteln? Falls hier ein Thread existiert, gerne den Link, aber gefunden hab ich jetzt keinen spezifischen Thread (evtl. die falschen Begriffe)...
ich denke es wird auf die bekannten Probleme des Landy angespielt: "Mehr Öl- als Benzinverbrauch", "ein Landy fährt am besten bergab, denn da kann er rollen"...
Dazu findest Du einzelne Kommentare in verschiedenen Threads und ansonsten über Google.
Vele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Joerg3'175 Beiträge · seit 200630. Apr. 2014 · #17
Das Schlimmste sind der computer und die zentralverriegelung
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt
Alex_MucThemenstarter857 Beiträge · seit 201430. Apr. 2014 · #18
Joerg schrieb:Das Schlimmste sind der computer und die zentralverriegelung
😉 Ich ziehe in Namibia ein Auto vor, das diese Dinge nicht besitzt. Maximum wären el. Fensterheber, Radio und Klima. Gruß Alex
Joerg3'175 Beiträge · seit 200630. Apr. 2014 · #19
Dann viel Erfolg bei der Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt
Alex_MucThemenstarter857 Beiträge · seit 201430. Apr. 2014 · #20
Hallo Jörg,
das sind keine Ausschlusskriterien, aber zuviel Elektronik sehe ich als Gefahr an - und teuer wirds auch, weil selbst helfen ist nicht... die meisten mechanischen Dinge funktionieren in der Reparatur noch halbwegs, wenn aber Chips dabei sind.. Ich konnte Deinen Post auch nicht ganz einordnen in der Ernsthaftigkeit, sollten das die größten Probleme sein, wäre der Landy ideal... man hört aber doch anderes... Gruß Alex