Liebe Formis, endlich …. endlich hatte das Warten ein Ende und wir starteten wieder Richtung Afrika. Es war unsere 3. Reise ins südliche Afrika. Nach einem Urlaub in Namibia 2009 und einem in Südafrika 2012 hatten wir dieses Mal die Kombination aus beiden gewählt. Schon 2009 waren wir von der Weite der Landschaft Namibias fasziniert. So sollten es nun 14 Tage Namibia wegen der Weite, der Einsamkeit und der unbeschreiblich schönen Natur und 7 Tage KTP auf der südafrikanischen Seite wegen der Tiere werden.
Zwei Dinge waren bei dieser Reise jedoch neu. Erstens die Reisezeit im Monat März. Wir haben diese bewusst gewählt, wohlwissend dass wir zum Ende der Regenzeit unterwegs waren. Doch wir wollten Afrika einmal grün erleben.
Und zweitens war es unsere erste Camping- sprich Dachzelt-Reise ins südliche Afrika. Nicht dass wir nicht campingerprobt gewesen wären, wir hatten schon 2 selbstausgebaute Campingfahrzeuge in den 80igern, doch sind wir damit in Europa geblieben.
Ursprünglich hatten wir auch wieder vor eine Lodge-Reise zu machen. So waren auch schon die Unterkünfte im KTP gebucht, als ich in dem Reisebericht der „Eulenmuckels“ das Bild von Mirabib sah. Ganz einsam stand ihr Auto unter einem fantastischen Sternenhimmel.
Schnell waren mein Mann und ich uns einig. „Das ist Afrika, so wollen wir das auch erleben“ Auch wenn unsere Erstlings Campingroute noch recht entschärft war - keine Elefanten und im KTP Wilderness Camps - hatte diese Dachzelt-Reise für mich einen Hauch von „Abenteuer“.
Und um es schon mal vorweg zu nehmen … es war traumhaft.
Gegenüber unserer sonstigen Gewohnheit waren die Vorbereitungen für diese Reise überdurchschnittlich. Sensibilisiert durch einige Ereignisse von euch, habe ich zum ersten Mal Notrufnummern sowie die Telefonnummern von Bank und Krankenversicherung dabei. Kopien aller wichtige Dokumente (Pässen und Führerschein) hatte ich in der Dropbox abgelegt. Zum Glück haben wir Nichts davon gebraucht.
Desweitern befanden sich Kabelbinder, Spannungswandler, Taschenlampen, Kopflampen, Seile, diverses Kleinwerkzeug, eine Einkaufsliste und ganz wichtig das Forumslogo in unserem Gepäck.
So gut vorbereitet konnte unsere Reise dann am 27.02.14 beginnen. Wenn ihr Lust habt könnt ihr uns gerne begleiten.
Hier unsere Reiseroute:
Teil 225. Apr. 2014
28.02.2014 Ankunft in Windhoek
Leider hat sich die Wetterprognose bestätigt und Windhoek empfängt uns mit Regen. Egal. .. tief atme ich die feuchte, afrikanische Luft ein. Was für ein Gefühl, endlich wieder in meinem geliebten Afrika zu sein.
Die Immigration geht schnell, nur das Gepäck lässt etwas auf sich warten. Mit den letzten Gepäckstücken kommt dann auch unsere 2. Tasche. Wie immer wechsele ich noch im Flughafen etwas Bargeld und bitte darum Südafrikanische Rand zu erhalten, die ich ja für den KTP benötige. Dann geht es zu Budget. Nachdem die Formalitäten erledigt sind, fahren wir gemeinsam mit einem Mitarbeiter zur Autoübernahme, die etwas abseits liegt. Auf uns wartet ein Hillux Double Cap mit nur 40.000 km. Die Reifen sind neuwertig und auch die 2 Ersatzreifen sind in gutem Zustand. Die Autoübernahme dauert etwas über 1 Std. Alles wird gezeigt, gezählt und dokumentiert. Zu meiner Freude gehört zur Campingausstattung auch ein Potje oder genauer ein Dutch oven, da er ja keine „Füße“ hat. Somit haben wir uns den Weg zu Checker gespart. Gegen 10.30 Uhr geht es dann endlich los. Dank des Regens bemerkt niemand, dass wir die Scheiben wischen statt zu blinken. Unser 1. Ziel ist die Maerua Mall. Doch dies ist schwieriger als gedacht. Natürlich habe ich zu Hause ein TomTom mit Afrika-Karte. Doch wir kennen uns ja in Windhoek aus 😗 und außerdem ist Windhoek ja auch nicht so groß. Also haben wir das TomTom getrost zu Hause gelassen 😣 und irren nun 45 Minuten kreuz und quer durch Windhoek. Doch zu guter Letzt finden auch wir die Mall und erledigen gemäß unserer vorbereiteten Einkaufsliste unseren Haupteinkauf. Dann noch schnell in den Bottle Shop .... und Wein, Bier und Whisky wechseln in nicht unbedeutender Anzahl den Besitzer. Jetzt müssen wir nur noch zu Bwana Tucke Tucke, um die bestellten Permits abzuholen….doch erneut erkunden wir unfreiwillig Windhoek. Letztendlich finden wir auch das Büro von Bwana Tucke Tucke. Mittlerweile ist es fast 14.00 Uhr und wir machen uns auf den Weg nach Ameib. Ab Usakos haben wir das erstemal Gravelroad unter den Rädern und so langsam stellt sich das Afrikafeeling ein. Oh, wie ich das liebe. Doch anscheinend hat es im Norden mehr geregnet. Die Riviere laufen, wie die Namibianer sagen, und schon bald stehen wir vor unserer ersten Wasserdurchfahrt. Ein Kleinfahrzeug steht mitten drin und hat sich festgefahren, ein SUV ohne Allrad versucht vergeblich ihn aus dem Wasser zu ziehen. Etwas unschlüssig bleiben wir stehen. Immerhin unsere 1. Wasserdurchfahrt. Beim ersten Versuch bleiben auch wir in der Mitte hängen, also Allrad rein - nichts - gut dann eben die Untersetzung - und siehe da es funktioniert.
Wir ziehen den Kleinwagen raus und fahren weiter ……. zur nächsten Wasserdurchfahrt.
Mittlerweile sind wir ja schon routiniert. 😁
Gegen 17.00 Uhr kommen wir in Ameib an. Ich laufe zuerst zur falschen Tür und stehe im Zimmer von Frau Kögl. Okay, dann eine Tür weiter.
Der Empfang auf Ameib ist freundlich. Wir zahlen für 2 Nächte und suchen uns einen Platz. Außer uns sind nur noch 2 Fahrzeuge da. Es regnet noch immer leicht und wir bauen zum ersten Mal unser Dachzelt (im Nieselregen) auf. Danach trinken wir noch einen Raindowner, zum Grillen haben wir bei diesem Wetter keine Lust mehr. Dann schlüpfen wir in unsere Schlafsäcke. Ich habe mir noch zu Hause einen Innenschlafsack aus Seide zugelegt, damit ich nicht in einem ausgeliehenen Schlafsack schlafen muss.
Gefahrene Km: 324
Teil 327. Apr. 2014
01.03.2014 Ameib und Bulls Party
Relativ spät wachen wir gegen 7.00 Uhr auf. Wir haben gut in unserem Dachzelt geschlafen. Nun heißt es sich zu beeilen wenn wir Bulls Party noch im sanften Morgenlicht erreichen wollen. Also fällt das Frühstück aus, nur eine kleine Katzenwäsche und dann schnell das Dachzelt einklappen, was auch schon gleich beim ersten Mal relativ schnell geht. Bereits um 7.20 Uhr machen wir uns auf den Weg Richtung Bulls Party. Das Land dampft aus und der Nebel steigt auf.
Wir parken das Auto am Wegesrand und nehmen einen markierten Fußweg. Natürlich nehmen wir alle wichtigen Dokumente im Rucksack mit, sowie Stativ und Fotoapparat. Doch denken wir nicht daran Getränke und Sonnenmilch mitzunehmen. Ein großer !!! Fehler, wie sich noch herausstellen wird.
Obwohl es nicht mehr regnet, ist das Gras noch nass und binnen kurzer Zeit sind Schuhe und Hose (nur Jürgens, da ich schon eine kurze Hose trage) sind es ebenfalls. Unmerklich reißt die Wolkendecke immer mehr auf, bis wir zu guter Letzt strahlend blauen Himmel haben. Ja, so ist Afrika doch gleich viel schöner. Die Landschaft um Bulls Party ist einfach wunderschön. Unzählige Fotomotive, dazu die Weite und Einsamkeit. Tut mir leid, da müsst ihr jetzt durch.
Nach ca. 4 Std. machen wir uns wieder auf den Rückweg. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Da wir ja irgendwo am Wegesrand parken, ist es gar nicht so einfach den Weg wieder zu finden. Irgendwie verlieren sich die Markierungen und wir gehen quer-Feld-ein in die hoffentlich richtige Richtung. Dann raschelt es im Gebüsch – mein Herzschlag erhöht sich etwas – aber hier gibt es doch gar keine Löwen – also wird mein Herzschlag wieder normal - und plötzlich steht ein Zebra vor uns. Das arme Tier ist genauso verdutzt wie wir und bevor ich die Kamera in Anschlag nehmen kann, trabt es auch schon wieder davon. Zurück auf Ameib wird zuerst der Durst gelöscht und etwas gegessen. Danach erfrischen wir uns unter der Dusche und stellen fest --- Sonnenbrand!!! Arme, Beine (nur meine, denn Jürgen hatte ja noch seine lange Hose an) und Gesichter sind rot.
Mittlerweile ist es fast 13.00 Uhr. Ameib ist schön, aber die Campsite hat doch mehr Campingplatz-Charakter. Und wenn wir schon mit Dachzelt unterwegs sind, so wollen wir auch an die einsamen Plätzchen. So beschließen wir, die 2. Nacht nicht hier zu verbringen, die Philipps Cave für den nächsten Urlaub aufzusparen und zur Spitzkoppe zu fahren, die nur 1 ½ Std. entfernt ist. Wir erkundigen uns nach den Straßenverhältnissen, da wir vorhaben haben über die D1927 und D1930 zu fahren und bekommen vom Sohn des Hauses die Auskunft, dass wir durchkommen müssten.
Teil 427. Apr. 2014
01.03.2014 von Ameib zur Spitzkoppe
Zu Beginn durchqueren wir noch einige Wasserdurchfahrten und da es ja hier keine Krokodile gibt 😄 , gehe ich voraus und teste die Wassertiefe.
Landschaftlich ist die Strecke sehr schön. Schon bald kommt die Spitzkoppe in Sicht.
Gegen 15.00 Uhr erreichen wir den Eingang. Es gibt noch genügend freie Stellplätze. Wir kaufen Feuerholz und erstehen in dem kleinen Shop eine Tischdecke. Sie ist zwar etwas zu klein für unseren Tisch, aber besser als keine Tischdecke. Bevor wir auf Stellplatzsuche gehen, vereinbaren wir noch eine Führung zu Small Bushmen's Paradies am nächsten Morgen. Wir fahren umher und finden recht schnell einen Platz der uns gut gefällt. Es ist Nr. 9b. Doch gerade als wir beginnen unser Dachzelt aufzuschlagen nähert sich ein Fahrzeug und belegt tatsächlich Nr. 9a. Der Platz liegt in Sichtweite von uns und ich kann die Welt nicht mehr verstehen. Ich bin stocksauer. Jürgen meint wir fahren weiter, da er sich meine schlechte Laune nicht den ganzen Abend antun will. 🤨 Also Dachzelt wieder hochgeklappt und weitergefahren. Schließlich entscheiden wir uns für 11b.
Schön abseits in den Felsen gelegen. Wir bauen auf und befestigen unser Forumslogo am Fahrzeug. Vielleicht treffen wir ja den ein oder anderen Formi unterwegs - aber um es vorwegzunehmen - wir trafen keinen.
Die Campsite hat zwar kein fließendes Wasser, aber ein Plumsklo und eine Mülltonne. Sowohl Klo als auch die Mülltonne sind in einem super sauberen und ordentlichen Zustand.
Das Wetter ist schön und von Regen keine Spur. Wir setzen uns in unsere Klappstühle und genießen die Farben Afrikas. Der Himmel strahlend blau, das Grün sehr intensiv und dazu das Rot der Felsen. Wer es nicht mit eigenen Augen gesehen hat, glaubt es nicht. Hier ist es einfach nur traumhaft schön. Ich bin froh, dass wir diesen Abstecher hierher gemacht haben.
Langsam geht die Sonne unter und hüllt die Berge in ein glühendes rot-orange.
Wir grillen Boerswurst und Folienkartoffeln und dazu gibt es einen gemischten Salat aus Tomaten, Gurke und Blattsalat.
Innenansicht unseres Campers
Danach sitzen wir in absoluter Stille unter dem Sternenhimmel Namibias. Ich komme in Afrika an.
Gefahren km: 106
Teil 529. Apr. 2014
02.03.2014 Von der Spitzkoppe nach Wüstenquell Good morning Africa. Unser innerer Wecker lässt uns wieder gegen 7.00 Uhr aufstehen. Bis auf Vogelgezwitscher ist alles still. Tief atme ich die afrikanische Morgenluft in dieser Einsamkeit ein und mit jedem Atemzug werde ich ruhiger und entspannter. Ach, wie ich das liebe. 😄 😄 Langsam kommt die aufgehende Sonne an unserem Stellplatz an und hüllt die Berge in ein warmes Licht. Wir haben Zeit und frühstücken erst mal gemütlich mit Rührei und Speck.
Ein paar Krümel bleiben bestimmt für diesen neugierigen Gast übrig.
Dann packen wir zusammen und fahren zum Eingang. Hier treffen wir uns mit Eddy, unserem Guide. Einige Regionen rund um die Spitzkoppe sind nur noch in geführten Touren zu besichtigen. Dies ist zum einen bestimmt der Tatsache zu schulden, dass dies eine legitime Einnahmequelle für die Community ist, traurigerweise aber auch der Tatsache, dass einige hirnverbrannte Touiristen (entschuldigt diesen Ausdruck) der Meinung waren, sich neben den Bushman-Painting verewigen zu müssen. Unser erstes Ziel ist Small Bushman Paradise.
Hier sind noch recht gut erhaltene Bushman Zeichnungen zu sehen. Eddy erklärt viel und ist sichtlich stolz.
Danach passieren wir ein Tor. Zur Rechten sehen wir die Pontok Mountains. Davor eine kleine Herde Zebras.
Zur Linken die Spitzkoppe
Weiter geht es dann zur Golden Snake. Eine fossile Abbildung einer Schlange, die sich in einer Felsschlucht befindet. Nicht wirklich spektakulär, aus meiner Sicht. Dann geht es weiter zur Bridge.
Bei unserer Wanderung durch die Felsen entdecken wir eine männliche Felsagame
Wir klettern noch etwas in den Felsen herum. Die Aussicht ist einfach herrlich.
Unter einem Felsen hat es sich eine Schildechse bequem gemacht
Langsam machen wir uns auf den Rückweg zum Eingang. Insgesamt waren wir 2,5 Std mit Eddy unterwegs. Die Tour kostet pro Person und Stunde 50 NamDollar. Wir legen noch etwas obendrauf, füllen unseren Wasservorrat auf und erstehen in dem kleinen Shop noch ein Souvenir.
Gefahrene km rund um die Spitzkoppe:23
Fazit zur Spitzkoppe: Einfach spitze (wie der Namen schon sagt) 😄 😄 😄 Hierher kommen wir bestimmt wieder zurück
Dann geht es wieder auf Pad Richtung Wüstenquell. In Usakos kaufen wir nochmals Feuerholz. Von dort nehmen wir die D 1914 Richtung Wüstenquell.
Die Pad ist auf Grund der letzten Regenfälle an vielen Stellen stark ausgewaschen. Die 90 km bis Wüstenquell ziehen sich und sind teilweise recht unspektakulär.
Hier und da sind ein paar Tiere am Wegesrand zu sehen.
Wir erreichen Wüstenquell am frühen Nachmittag. Dort werden wir sehr freundlich von Verena Rust empfangen. Wir vereinbaren noch einen Scenic Drive für den nächsten Abend und fahren zu unserer Campsite – Papierbaum. In Wüstenquell schaue ich mal auf das Thermometer (leider hat unser Auto keine Temperaturanzeige) Es sind 32 °C.
Wir wandern noch etwas rund um die Campsite und genießen einfach die Ruhe und die Aussicht.
Dahinter verbirgt sich Outdoor-Dusche und WC.
Danach bereiten wir das Abendessen vor. Es gibt Beef mit Gemüse und Knoblauch in Rotwein mariniert. Dazu Hirse.
Bei einem Glas Wein / Whisky genießen wir wieder den afrikanischen Sternenhimmel.
Für Nachtaufnahmen muss ich noch etwas üben.
Gefahrene km: 148
Teil 603. Mai 2014
03.03.2014 Wüstenquell
Heute klettern wir früh aus unserem Dachzelt und genießen die Landschaft und die fantastische „Stille“, die um uns herrscht. Nur der Wind singt leise sein Lied und die Vögel zwitschern dazu munter die zweite Stimme. Am Liebsten möchten wir diesen Augenblick für immer festhalten und gar nicht unterbrechen. Bilder von der Campsite
Doch nach einiger Zeit raffen wir uns auf und springen unter die Dusche. Es ist schön in einer solchen Abgeschiedenheit auf den Komfort von warmen Wasser und Dusche nicht verzichten zu müssen. Nach dem Frühstück machen wir uns auf, die Umgebung zu erwandern. Diesmal haben wir auch Getränke und Sonnenmilch dabei. 😄 Die Wanderwege sind farblich markiert, wir nehmen den blauen. Doch verlieren wir die Kennzeichnung sehr bald und wandern aufs gerade Wohl weiter. Die Landschaft ist wunderschön.
Hinter jedem Hügel gibt es wieder Landschaft soweit das Auge reicht. In den natürlichen Rockpools steht oft noch Wasser.
Rockpool mit Blick auf unsere Campsite
Und dazwischen immer wieder „Grün“
Überall in den Felsen flitzen Agamen und Geckos herum. Weibliche Felsagame
Meine Lieblinge, Geckos
Perfekt der Natur angepasst.
Gegen Mittag sind wir wieder zurück auf unserer Campsite. Während ich die Bilder sichere und diesem Bewohner nachsteige, gibt sich Jürgen den Urinstinkten eines Jägers hin und schnitzt einen Gehstock.
Gegen 17.00 Uhr werden wir zum Scenic Drive abgeholt. In der weiten Landschaft können wir das Fahrzeug schon von weitem kommen sehen.
Unser Fahrer heißt Johnny. Es sind außer uns noch 4 junge Deutsche dabei. Sie reden unaufhörlich und es fällt schwer die schöne Landschaft zu genießen. Ab und an werfe ich ihnen böse Blicke zu und so langsam wird es erträglicher. Zuerst fahren wir zu interessanten Gesteinsformationen.
Johnny führt uns in eine Höhle, in der auch noch recht gut erhaltene Buschmanns Zeichnungen vorhanden sind. Da es hier dunkel ist, leuchtet er sie mit einer Taschenlampe an.
Danach geht es zu einer der vielen Quellen, die sich auf der Farm befinden und zum Schluss zum Sundowner zum Eagles Rock.
Die Rundfahrt dauert ca. 2 Std. Es wird bereits dunkel als wir unsere Campsite erreichen und wir bereiten das Abendessen im Schein unserer Kopflampen zu. Heute gibt es Pasta mit Schinken und Paprika, dazu einen Tomaten-Gurken-Salat. Dieser Schrecke gefiel unsere Feuerstelle besonders gut, beinahe wäre sie hineingeklettert.
Den Abend genießen wir wie immer unter einem fantastischen Sternenhimmel.
Selbst gefahren Km: 0
Teil 711. Mai 2014
Vielen Dank für eure Kommentare und an die Danke-Button Drücker.
Da bei uns heute Mistwetter herrscht, habe ich Zeit einen weiteren Teil unserer Reise einszustellen
04.03.2014 Von Wüstenquell nach Mirabib
Unser heutiges Endziel ist Mirabib. Dieser Felsen irgendwo im nirgendwo, der mit für unsere Dachzelt Tour verantwortlich war. Ich freue mich schon sehr darauf und hoffe natürlich, dass wir auch alleine dort stehen werden. Denn das macht den Reiz ja schließlich aus!
Trotz dieser Vorfreude packen wir unsere Sachen etwas wehmütig zusammen, denn auch hier auf Wüstenquell ist es herrlich. Gegen 9 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Rezeption. Nach einem kurzen Plausch mit Olli begleichen wir unsere Rechnung und verabschieden uns.
Wir nehmen die Farmpad in Richtung Welwitschia Drive im Namib Naukluft NP. Für diesen Abschnitt benötigen wir nun das Permit, das uns Bwana Tucke Tucke ja schon im Vorfeld besorgt hat.
Rechts und links der Pad sind immer wieder Welwitschia zu sehen. An einer größeren machen wir einen Fotostopp.
Leider habe ich erst spät am Tag gemerkt, dass ich die ISO von den Abendbildern nicht zurückgestellt habe. Daher sind die Bilder etwas grieselig.
Weiter geht es über die D1991. Hier herrscht starker LKW – Verkehr. Wenn uns ein LKW entgegenkommt und an uns vorbei fährt, fahren wir für Sekunden absolut ohne Sicht, so stark ist die Staubfahne, die er hinter sich herzieht. An einer Baustelle mache ich Bilder. Ein Mitarbeiter winkt und deutet uns anzuhalten. Schrecksekunde für mich ! Vielleicht durfte ich die Bausstelle nicht fotografieren und er verlangt jetzt meine Kamera?! 🤩 Doch nein - wie so oft werden wir nach Wasser gefragt. Da wir uns in Wüstenquell nochmals mit Trinkwasser versorgt hatten, ist dies kein Problem und wir geben gerne 2 l ab. Wir fragen, was hier gebaut wird und bekommen zur Antwort – eine Wasserpipeline.
Wir biegen ab auf die C28 Richtung Blutkoppe. Draußen ist es heiß und die Luft flimmert. Doch was ist das, schon wieder eine Wasserdurchfahrt vor uns? – nein das kann nicht sein, es hat doch überhaupt nicht geregnet! Des Rätsels Lösung - es sind Luftspiegelungen – eine Fata Morgana in Namibia – toll, so etwas habe ich noch nie gesehen.
Auch hier ist die Landschaft karg und weit. Genau so, wie wir es lieben.
Doch in unserem Auto kühlt die Temperatur merklich ab. 🤨 Dummerweise habe ich etwas getan, was Frau niemals tun soll, wenn Mann fährt. Ich habe die Fahrkünste meines Mannes kritisiert. 🤩 Das heißt in Wirklichkeit ja nur die Geschwindigkeit. Aber mein Mann ist in solchen Situationen ja soooo empfindlich. 😮 Okay, vielleicht habe ich es ja auch etwas zu oft gesagt. 😗 Ende dieser Auseinandersetzung ist ein Fahrerwechsel. Zum ersten Mal in diesem Urlaub darf ich dieses Auto fahren. Als wir an dem Rastplatz anhalten um uns wieder etwas „zu wärmen“ nähert sich ein Rangerfahrzeug. Da wir uns die Beine in verschiedene Richtungen vertreten, gehe ich zum Auto zurück. Vielleicht wollen sie ja das Permit sehen und ich habe ja den Autoschlüssel. Doch sie schauen nur zu uns herüber, verlangen aber nicht das Permit.
Nun geht es weiter Richtung Blutkoppe, Tinkas und Rock Arch. Der Hinweis 4x4 only macht mir keinerlei Kopfzerbrechen, da dies ja schon öfters ausgeschildert war und bis jetzt immer ganz easy zu fahren war.
Die Blutkuppe im gleisenden Mittagslicht ist nun nicht wirklich so spektakulär.
Ich nehme den 4x4 Trail Richtung Rock Arch, vorbei an Klein Tinkas. Bisher waren schon viele Strecken als 4x4 ausgeschildert und nicht sonderlich anspruchsvoll. Doch dies sollte sich ändern. Hier ähnelt die Straße doch schon mehr einem 4x4 Trail. Spitze Steine und für mein Empfinden „Tiefsand“ in den ausgetrockneten Flussbetten. Und prompt sitze ich gleich bei der ersten Durchfahrt fest. 🙄 Was mich bei der unterkühlten Stimmung, die noch immer herrscht, richtig ärgert. 🤩 Also gleich mal 4x4 und Untersetzung rein. Und siehe da, ich komme raus ohne zu buddeln. Die Untersetzung nehme ich dann gleich wieder raus, aber den 4x4 lasse ich drin.
An alle 4x4 Erfahrenen: Bitte jetzt nicht lachen, aber ich fühlte mich wie Superfrau persönlich und war stolz wie „Oskar“. 😄 😄 😄
Am Rock Arch genießen wir die beeindruckende, grüne Landschaft.
Nach kurzer Rast fahren wir über Groot Tinkas Richtung Mirabib. Hier sehen diese 2 Vögel, von denen ich keine Ahnung habe, wie sie heißen
Wir nehmen die Strecke über Gemsbockwater und Ganab. Immer wieder sehen wir Herden von Zebras und Springböcken. Allerdings habe diese eine hohe Fluchtdistanz.
Anfangs ist es noch sehr grün.
Doch je weiter wir südlich fahren, desto trockener wird es. Das Grün geht zuerst in Graugrün und dann in Gelb über.
Die Stecke zieht sich länger als ich gedacht habe. Doch endlich kommt die Abzweigung nach Mirabib. Wir haben Glück und haben den Felsen für uns alleine. So umrunden wir diesen erstmal und suchen uns einen schönen Stellplatz. Das heißt, so ganz alleine sind wir auch nicht, denn kaum packe ich die Utensilien aus um Brot zu backen, stellen sich auch schon ein paar Mitbewohner vor.
Nun folgt das übliche Abendritual. Jürgen kümmert sich um das Feuer und bereitet das Abendessen vor, während ich zum ersten Mal Brot in diesem Urlaub backe.
Und hier das Ergebnis (am nächsten Morgen)
Danach genießen wir die absolute Stille unter Millionen von Sternen. Es ist einfach nur fantastisch. Genauso haben wir uns das vorgestellt. Ich spüre eine unendliche Zufriedenheit und Ruhe.
Und mit diesen schönen Gefühlen geht wieder ein Tag zu Ende. Und morgen früh geht die Sonne wieder auf.
Gefahrene Km 264
Teil 813. Mai 2014
05.03.2014 Von Mirabib zum Spreetshoogte Pass Teil 1
Und wie heute Morgen die Sonne wieder aufgeht. Wenn der Tag mit einem solchen Ausblick beginnt, kann er nur gut werden.
Der Himmel ist wolkenlos und erstrahlt in einem Blau, für das ich keine Worte finde, da es diese Himmelsfarbe in unserer Hemisphäre nicht gibt. Noch vor dem Frühstück mache ich mich auf, um einige Eindrücke festzuhalten.
Danach frühstücken wir gemütlich in der Morgensonne und genießen die Ruhe und das selbstgebackene Brot. Dieses schmeckt übrigens sehr gut.
Dann verlassen wir diesen idyllischen Platz. Wir, das heißt ich fahre, an Bakenskop vorbei Richtung C14. Unterwegs das vertraute Bild Zebras und Strauße.
Wir machen noch einen Abstecher zum Kuiseb Viewpoint. Beim Hochfahren denke ich noch „Hoffentlich komme ich da auch wieder runter“ 😐 –aber ich bin ja inzwischen allrad-erprobt. 😗 Und so geht alles (ohne Allrad) auch ohne Probleme. 😄 Von hier oben haben wir einen herrlichen Blick über den Kuiseb Canyon.
Bei diesem Anblick kommt mir das Buch von Henno Martin „Wenn es Krieg gibt gehen wir in die Wüste“ in den Sinn. Was muss das für ein Leben gewesen sein … anstrengend, abenteuerlich, frei ….. Immerhin habe ich es aufmerksam gelesen und weiß nun theoretisch, wie ich ein Tier erlegen kann und wie ich fachfraulich alle Teile verwerten kann, um zu überleben … wie gesagt theoretisch. Praktisch bin ich froh, es nicht tun zu müssen. 🙄
Dann verlassen wir endgültig den Namib Naukluft Park.
Teil 914. Mai 2014
05.03.2014 Von Mirabib zum Spreetshoogte Pass Teil 2
Wir umrunden den Gamsberg, der zeitweise in dicke schwarze Wolken gehüllt ist. In der Ferne sehen wir, wie der Regen runterkommt. Doch bis auf ein paar Tropfen bleiben wir diesmal davon verschont.
Unser heutiges Ziel ist Namibgrens am Spreetshoogte Pass. Die Campsite hatte ich schon von Deutschland aus reserviert. Doch welch ein Unterschied zu den anderen Campsites. Kein freundliches „Willkommen“. 🤩 Wir stehen vor verschlossener Tür an der Rezeption. Wir klingeln … nach einer Weile öffnet die Dame des Hauses die Tür und heißt uns nicht etwa herzlich willkommen. Nein.
Die Konversation lief etwa so ab. Sie: „Can I help you? Ich sage, dass ich eine Campsite reserviert habe. Sie: „Oh yes… Nr. 1“ Dreht sich um und will gehen. Ich frage schnell, wie wir zur Campsite kommen. Kurze Erklärung in einem Satz ihrerseits. Dreht sich um und will gehen. Ich frage, ob es möglich ist heute Abend hier zu essen Sie: NO !!! I just started with the preparation. You have to book it before!! 🤩 🤩 Ich.: Kein Problem, war ja nur eine Frage. Sie dreht sich um und will gehen. Langsam werde ich säuerlich! Sollten wir hier etwa stören. 😵 Ein letzter Versuch: Ich frage nach einer Weg- oder Wanderkarte. Nun kommt der Herr des Hauses ins Spiel. Und oh Wunder, er gibt uns eine Karte und erklärt und die Wege. Jetzt erscheint die Dame des Hauses nochmals freiwillig und sagt, sie hätte nachgeschaut und das Essen würde reichen! ! Punkt. Die Frage, ob wir daran teilnehmen möchten, hat sich für sie nicht gestellt.
Wir fahren also zu unserer Campsite Nr.1. Dies war ein Tipp aus dem Forum und es ist wirklich die einzigste mit einem schönen Ausblick. Dann machen dann noch eine kleine Wanderung. Zwei der, ich weiß gar nicht wie vielen, Rhodesian Ridgeback begleiten uns. Wunderschöne Hunde.
Beim Farmhaus ist ein angestauter Teich. Hier gibt es viele Esel und Ziegen.
Und wie immer verlieren wir mal wieder die Markierung und wandern auf eigene Faust durchs Gelände. Verloren gehen können wir ja nicht, da wir die beiden Hunde bei uns haben. Zurück auf der Campsite ist der Donkee schon angeheizt und wir können mal wieder mit warmen Wasser duschen. Welch eine Wohltat.
Hinter den schwarzen Holzabtrennungen verbergen sich Dusche und WC.
Gegen 19.30 Uhr fahren wir wieder zum Farmhaus, da das Essen ja reicht. 😄
Außer uns sind noch 4 Südafrikaner anwesend, die allerdings im Farmhaus wohnen. Langsam taut die Dame auf und wird gesprächig. So erfahren wir, dass Namibgrens einem Deutschen gehört, der in Windhoek wohnt. Sie und ihr Mann sind die Manager. Aha. Zum Essen gibt es Thunfischsalat als Vorspeise, dann ein sehr schmackhaftes Bobotie mit Reis und Salat und als Dessert einen namibianischen Pudding.
Ich frage noch nach Fleisch und wir können auch noch Lammfleisch von der Farm kaufen. Na also .... geht doch.
Wir sind die einzigen Camper und haben die Campsite Nr. 1 mit einer schönen Sicht auf den Spreetshoogte Pass.
Ohne Frage ist es hier schön, doch der Funke springt bei uns nicht so ganz über. Lange hatte ich im Vorfeld zwischen Camp Gecko und Namibgrens hin und her überlegt. Letztendlich viel die Entscheidung auf Namibgrens, da es oben auf dem Pass liegt. Wären alle Campsites belegt, wäre es für unser Gefühl zu voll, da die einzelnen Campsites doch recht dicht nebeneinander liegen.
Gefahren km: 224
Teil 1018. Mai 2014
06.03.2014 Vom Spreetshoogte Pass nach Hauchabfontein
Überraschung am Morgen. Meine Milch ist gefroren. 🤩 Unser Kühlschrank funktioniert ja fast so gut wie eine Kühltruhe. Also Milch in die Sonne stellen und … warten.
Nachdem diese Hürde genommen ist, fahren wir den Spreetshoogte Pass hinunter. Die Landschaft und die Aussicht sind phänomenal. Der Weg über die Pässe hat sich auf jeden Fall gelohnt, auch wenn uns die Unterkunft nicht 100%ig zugesagt hat. Der Spreetshoogte Pass ist mittlerweile an den steilsten Stellen gepflastert, wodurch er sich ohne Adrenalinstoß fahren lässt. An einem Aussichtpunkt halten wir an.
Huch, was ist denn das? 🤩 Aus welcher Welt kommen die denn? 🤩 Zuerst sehe ich nur eines dieser seltsamen Ungetüme, die wie Wesen einer anderen Welt anmuten. Doch es tummeln sich Hunderte von ihnen in den gelben Blumen und im Gras. Sofort ist die Fotojagd eröffnet.
Doch die kleinen Kerle wollen nicht so wirklich still halten. Irgendwann dauert es Jürgen zu lange und er verbannt sie kurzer Hand als Fotomodell auf einen Steinsitz. Die Bezahlung erfolgt in Form von Naturalien.
Die Ausrüstung dieser Wesen mit Stachelpanzer und den Glubschaugen ist schon irre. Damit alle Tierschützer beruhigt sind. Es ist ihnen nichts passiert und nach dem Fotoshooting durften sie wieder ins Gras. Mittlerweile weiß ich, dass es sich bei meinen kleinen Monstern aus einer vergangen Zeit um Dickpense handelt und gar nicht so beliebt sind. Aber schön sind sie trotzdem.
Nachdem wir uns an dem Ausblick sattgesehen und genügend kleine Monster fotografiert haben setzen wir unseren Weg fort. Am Ende des Passes geht es rechts ab Richtung Camp Gecko. Wir sind gut in der Zeit und beschließen uns das Camp einmal anzusehen. Hier gibt es wieder die gewohnte namibische Gastfreundlichkeit. Kaum vorgefahren, kommt auch schon der Sohn heraus, um uns zu begrüßen. Und obwohl wir hier nicht übernachten wollen, ist der Empfang sehr herzlich und freundlich. Jürgen schaut sich die Messer an und ich stelle zu meiner großen Freude fest, dass es auch schönen Schmuck gibt. Natürlich ist etwas dabei was mir gefällt – und den Besitzer wechselt. 😄 Wir unterhalten uns lange mit Heidi und ihrem Sohn und erfahren viel Interessantes über ihr Leben in Namibia, ihre weitere Lebensplanung und auch über den Tod von Moose, aus ihrer Sicht. Nach fast 2 Stunden verabschieden wir uns von den Beiden. Selbstverständlich können wir auch noch zur Campsite fahren und uns diese ansehen. Die Campsite ist sehr schön mit einem wundervollen Blick in die Weite Namibias. Wenn wir mal wieder in diese Gegend kommen, werden wir unser Zelt hier aufschlagen, falls Heidi dann noch da ist.
Weiter geht es Richtung Solitär.
Ich liebe diese einsamen Straßen.
In Solitär machen wir Rast und essen 1 Stück des legendären Apfelkuchens. In der Bäckerei liegt das Kondolenzbuch noch aus, daneben frische Blumen und Kerzen. Auch auf dem Grab von Moose liegen viele Blumen. Bilder mache ich davon keine, da meinem Empfinden von Pietät widerspricht. Anschließen wollen wir In dem kleinen Shop unsere Sundowner-Vorräte auffüllen. Doch heute gibt es keinen Alkohol. 🤩 🤩 Wenn ich es richtig verstanden habe, hat die Regierung zu einem „Tag des Gebets gegen die Gewalt zwischen Mann und Frau“ aufgerufen und es darf kein Alkohol verkauft werden. In der offiziellen Liste namibischer Feiertage ist dieser jedenfalls nicht enthalten. Zum Glück haben wir noch etwas Vorrat. 😁 Also tanken wir noch voll und setzen unseren Weg fort. Es ist schon verwunderlich, wie schnell sich die Autos, die in Solitär tanken, in der Weite Namibias wieder verlieren. Wir fahren durch eine schöne Landschaft und ich fühle mich jenseits von Raum und Zeit. In mir ist einfach die vollkommene Ruhe und Zufriedenheit. Was haben wir ein Glück, das erleben zu dürfen. Mir kommt der Gedanke, dass meine Krankenkasse zur Vermeidung eines Herzinfarktes mir jedes Jahr 3 Wochen Namibia als Kur bezahlen müsste 🤪 . Muss ich sie mal drauf ansprechen, wenn ich wieder zu Hause bin.
Gegen 13.00 Uhr kommen wir in Hauchabfontein an.
Wir werden von Ruben empfangen, da Irmi Förster in Windhoek ist. Er zeigt uns unsere Campsite. Wir haben die Campsite Moringa. Alles ist ordentlich und sauber. Wir gehen noch zu den nah gelegenen Rockpools. Ruben hat mir versichert, dass ich darin schwimmen könne. Das Wasser ist angenehm warm, doch traue ich mich nur mit den Füßen hinein.
Zurück auf der Campsite beginnen wir mit den Vorbereitungen für das Abendessen. Heute gibt es Lammkottelets mit Gemüse aus dem Potjie. Auch sind wir die einzigen Gäste.
Wir bekommen Besuch
Sonnenuntergang in Hauchabfontein
Und wieder geht ein schöner Tag zu Ende.
Teil 1120. Mai 2014
07.03.2014 Von Hauchabfontein nach Koiimasis
Als ich heute Morgen aufwache, muss ich unwillkürlich lächeln. Denn ich erinnere mich an die oft an uns gestellte Frage: „Warum fahrt ihr schon wieder nach Namibia? Da wart ihr doch schon? „Ja, und genau deswegen wollen wir wieder hin!“, ist unsere einfache Antwort darauf.
Was gibt es Schöneres als unter afrikanischer Sonne morgens aufzuwachen. Die Landschaft Namibias hat uns verzaubert, hier können wir wieder Kraft schöpfen und spüren eine Freiheit, die uns in Deutschland abhanden gekommen ist.
Und so beginnt auch dieser Morgen wieder mit dem Gezwitscher, Pfeifen und Gurren der Vögel, sobald sich die ersten Sonnenstrahlen zeigen. Nach dem Frühstück wandern wir zur Farm. Von Ruben erfahren wir, dass Irmi noch immer in Windhoek sei. Somit fällt die Fahrt zum „geheimen Köcherbaumwald“ aus. Irgendwie haben wir ein zweigespaltenes Gefühl. Auf der einen Seite werden auf den Campsites neue Abwaschgelegenheiten gebaut, auf der anderen Seite macht die Farm auf uns einen verwahrlosten Eindruck. Z.B. steht das Schild zum Quivertree Forest kopfüber an die Hauswand gelehnt. Passt irgendwie nicht zusammen.
Ursprünglich wollten wir hier 2 Nächte bleiben. Doch jetzt überlegen wir früher loszufahren und in den Tirasbergen eine 3. Nacht dran zuhängen. Unsere Wahl fällt auf Koiimasis. Ich freue mich sehr auf Koiimasis, denn hier waren wir vor 4 ½ Jahren schon mal. Damals allerdings in den Chalets. An der Tankstelle in Beta füllen wir unsere Vorräte und ganz wichtig die Sundowner-Vorräte 😄 wieder auf.
Dann biegen wir auf die Traumstraße D707 ab.
Für uns ist es wirklich eine Traumstraße. Hier hat es schon beim letzten Mal so gut gefallen und wir sind uns einig, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Nun hoffen wir, dass auch eine Campsite für uns frei ist. Ich bin ein wenig auf Anke gespannt, da über sie ja doch unterschiedliche Erfahrungen hier im Forum wiedergegeben wurden. Doch der Empfang ist überaus freundlich und zu unserem Glück sind gerade wieder alle Campsites frei. Wir sind doch richtige Glückspilze ! 😄 Überall können wir ganz alleine stehen.
Nur leider ist Roland auf Deutschland-Urlaub. Wir erzählen Anke davon, dass wir an der Entstehungsgeschichte des „Roten Elefanten“ in der Rezeption von FestinnFels beteiligt waren. (Zur Vorgeschichte: Als wir 2009 in FestinnFels waren, lernten wir ein Ehepaar aus Südafrika kennen. Der Mann war sehr in Bushmann-Zeichnungen interessiert und hatte in den Felsen oberhalb Koiimasis einen sehr gut erhaltenen „roten Elefanten“ entdeckt. Gemeinsam kletterten wir zu dieser Höhle, wo er den Elefanten abpauste und dann in der Rezeption abzeichnete.)
Die Campsite liegt wunderschön in die Felsen eingebettet.
Ich frische mal wieder unseren Brotvorrat auf. Und die Ablutions sind von einem Standard, dass viele in Deutschland vor Neid erblassen würden. Eindeutig die Handschrift von Roland.
Wir klettern etwas durch die Berge und freuen uns in dieser Umgebung 3 Tage Zeit zu haben.
Irgendwie habe ich versäumt, hier Bilder zu machen.
Gefahrene km: 246
Teil 1224. Mai 2014
08.03.2014 Auf dem Weg nach Gunsbewys
Es war nur ein kurzer (da unplanmäßig eingeschoben) Aufenthalt auf Koiimasis, der aber viele alte Erinnerungen hervorgerufen hat. Ob Chalet oder Camping, Koiimasis ist für beides wunderschön.
Gemütlich lungern wir noch etwas rum und fahren dann zur Rezeption zum Ausschecken. Auch heute zeigt sich Anke von ihrer bestgelaunten Seite. Wir kaufen noch Brennholz und bekommen auch marinierte Oryxsteaks. In dem kleinen Shop kaufen wir natürlich noch ein Souvenir bevor wir uns auf die kurze Strecke nach Gunsbewys machen. In einem Gehege sehe ich zum ersten Mal Löffelhunde. Sie seien erst ein paar Tage hier und werden für die Wiederauswilderung erst etwas aufgepäppelt. So gut sie mir auch gefallen - ein Bild habe ich davon nicht, da ich sie nicht in freier Wildbahn gesehen habe. Ich hab halt auch so meinen Stolz. 🤪
Weiter geht es auf der Traumstraße nach Gunsbewys. Es sind ja nur 72 km. Theoretisch in etwas mehr als 1 Std. leicht zu schaffen. Praktisch benötigen wir mehr als die doppelte Zeit, da es überall sooo schön ist und wir viele Fotostopps einlegen.
Bereits gegen 12.00 Uhr erreichen wir die Wüstenfarm
Hier werden wir sehr herzlich von der alten Frau Gräbner empfangen. Gemütlich sitzen wir auf der Veranda des Haupthauses und erzählen. Frau Gräbner, die wohl schon so um die 80 Jahre ist, lebt seit dem Tod ihres Mannes, alleine auf der Farm, die als solche nicht mehr betrieben wird. Unterstützt wird sie von einem einheimischen Pärchen.
Wir fühlen uns hier sofort wohl und sind von dem Wissen der „alten Dame“ rund um die Wüste begeistert. Wir spüren richtig ihre Liebe zur Wüste. Selbstverständlich könnten wir die Veranda immer nutzen und im Kühlschrank stehen kalte Getränke. Entweder das Geld dafür gleich in die dafür vorgesehen Box werfen oder auf einer Strichliste notieren und am Ende des Aufenthaltes zahlen. Super – Was für ein Vertrauen in die Gäste.
Wir fahren zu unserer Campsite und wählen den Stellplatz unter einem großen Baum, da es mittlerweile richtig heiß geworden ist.
Zu unserm Stellplatz gehört eine Kompost-Toilette.
So etwas habe ich vorher noch nie gesehen. Und ganz wichtig, sie ist total geruchsneutral. Selbstverständlich schaue ich, wie immer wenn ich eine Dusche oder Toilette betrete, erst in alle Ecken, um sicher zu sein, dass sich keine ungebetenen Besucher dort befinden. Und eine rustikale Outdoor-Dusche mit kaltem, bzw. lauwarmen Wasser gehört auch zu unserem Platz.
Für alle, die es nicht so rustikal mögen, befinden sich neben dem Haupthaus „richtige“ Duschen und Toiletten.
Auch wir lieben die Wüste. Ihre unendliche Weite, die Farben und das Gefühl frei von jeglicher Zeit zu sein. Also machen wir uns auch gleich zu einer ersten Wanderung auf. Sorry, jetzt wird es etwas bildlastig.
Die Wüste lebt.
Keine Frage, uns gefällt es hier.
Die Farm im Abendlicht.
Frau Gräbner ist wirklich eine bemerkenswerte Frau. So schläft sie etwa nicht im Haus in einem Bett, sondern im Freien. Dazu hat sie sich, auf Drängen von ihrem Sohn und Freuden, ein Holzpodest gebaut, auf dem sie schläft. Früher hat sie einfach auf dem Garagendach geschlafen.
Ich sehe schon, wie es in dem Gehirn meines Mannes rattert. 😮 Und mein Mann wäre ja nicht mein Mann, würde er nicht immer erreichen was er will. So sagt er süffisant. „Da ist aber viel Platz“. Frau Gräbner lacht und versteht sofort was er will. „Natürlich können Sie darauf schlafen, wenn Sie möchten.“ Ja, was für eine Frage, natürlich wollen wir. „Aber wir wollen Sie natürlich nicht vertreiben.“ „Machen sie sich keine Sorge, ich schlafe auf dem Gargendach. Das habe ich jahrelang so gemacht. Und seien sie mal ehrlich, welcher normale Mensch fällt aus einem Bett, also warum soll ich vom Gargendach fallen?“ 😉
Wir sind überzeugt und bringen in Windeseile unsere Schlafsäcke auf das Podest.
Für den nächsten Morgen haben wir noch eine Dünenwanderung zum Sonnenaufgang mit Frau Gräbner vereinbart.
Wie die Nacht unter dem Sternenhimmel war, erfahrt ihr in der Fortsetzung.
Teil 1327. Mai 2014
09.03.2014 Gunsbewys
Die erste Nacht unter freiem Himmel war GRAUSAM. 🤩 🤩 🤩
Dabei fing sie soooo schön an ….
Über uns Millionen von Sternen, die Milchstraße, Halbmond … einfach traumhaft. 😁
Dazu war es warm und windstill. Worüber ich mich zuerst noch freue. Doch dann kam der Angriff der Moskitos 🤩 und das Peacefull Sleep lag im zusammengeklappten Dachzelt auf dem Stellplatz. 🙁 Wenn das keine Planung ist! 😗
Doch irgendwie habe ich die Nacht mit Schattenboxen überstanden. Und als ich gerade noch mal einschlummern will, kommt der Weckruf zur Dünenwanderung. Der Weckruf bestand aus dem angeworfenen Motor des alten Hilux, der unter dem Holzpodest steht. Also stehen wir schnell auf, verstauen die Schlafsäcke in dem kleinen Schuppen auf dem Podest, sitzen 5 Minuten später noch etwas verschlafen neben Frau Gräbner und fahren Richtung Dünen. Hund Slowly darf natürlich auch mit.
Sorry, jetzt müsst ihr ganz viele Dünenbilder über euch ergehen lassen.
Zum Sonnenaufgang suchen wir uns ein schönes Plätzchen auf den Dünen und genießen unseren Morgentee, den natürlich Frau Gräbner gekocht und mitgebracht hat. (Zum Zeitpunkt des Teekochens schlummerten wir ja noch selig vor uns hin)
Der Sonnenaufgang verwandelt die Dünen in ein leuchtendes Orange.
Spuren im Sand
Das Straßennetz der Wüste
Frau Gräbner kann uns an Hand der Spuren genau erklären, wer hier gelaufen ist.
Vor ein paar Tagen hat sich hier eine Wolke entleert, wie es Frau Gräbner ausdrückt. Das Resultat ist eine „grüne Insel“ im sonst ausgetrocknet wirkenden Land.
Die Kondition dieser Frau ist erstaunlich. Immer geht sie mit forschem Schritt voraus und wir müssen sehen, dass wir nachkommen. Dabei erklärt sie jedes Gras und jeden Käfer mit Namen.
Zwischendurch hechtet sie in den Sand und fängt einen kleinen Wüstenbewohner
Und selbst die kleinsten Tiere sind Transportmittel für noch kleinere.
Auf unserem Rückweg aus den Dünen entdecken wir auch noch eine Orchidee. (Den Namen habe ich vergessen)
Nach 4 Std. kehren wir zur Farm zurück. Mittlerweile ist es wieder heiß geworden und wir beschließen uns etwas in dem Schwimmteich, den wir selbstverständlich auch nutzen dürfen, zu erfrischen. Die Gastfreundschaft dieser Frau ist sagenhaft.
Den Rest des Tages verbringen wir mit Faulenzen. Zu essen gibt es heute gegrillte Hähnchenschlegel in Tomaten-Zwiebel-Pfanne.
Und dazu natürlich einen guten Rotwein.
Als es dunkel wird, gehen wir zu unserm Open-Air-Schlafplatz, diesmal habe ich allerdings das Peacefull Sleep dabei. Und um es schon mal vorwegzunehmen. Die Moskitos wussten, dass wir diese Nacht gut gewappnet sind und ließen sich nicht blicken.
Blick auf dem Farm bei Sonnenaufgang. Das rechte Gebäude ist die Privatwohnung.
Und morgen werden wir die Farm Richtung Köcherbaumwald verlassen. Uns hat es hier ausgesprochen gut gefallen.
Teil 1431. Mai 2014
10.03.2014 Auf dem Weg nach Mesosaurus Fossil Camp
Diese Nacht unter dem Sternenhimmel war gut. Irgendwann mitten in der Nacht wache ich auf …. über mir Millionen von Sternen … hach wie ist das Leben so schön. 😄 Ich mummele mich in meinen Schlafsack, zähle Sterne und schlafe wieder ein. Kurz vor dem Sonnenaufgang wachen wir auf und genießen von unserer Schlafplattform aus das morgendliche Lichtspektakel.
Dann heißt es Abschied nehmen. Wir packen zusammen, frühstücken und verabschieden uns von Frau Gräbner. Sie ist so eine herzliche, unkomplizierte, taffe ältere Frau. Wir hoffen, wir können sie mal wieder besuchen.
Heute haben wir eine lange Strecke vor uns, weshalb wir uns schon früh auf den Weg machen. Wir fahren das letzte Stück der D707. Die Landschaft ändert sich. Es wird grüner und das Gras glänzt silbern im Morgenlicht.
Über die B4 fahren wir bis Keetmanshop. Es ist ungewohnt und langweilig für uns wieder auf Asphalt zu fahren. In Keetmanshop tanken wir, frischen unsere Vorräte auf und fahren weiter bis zum Mesosaurus Fossil Camp. Hier werden wir von Giel herzlich empfangen. Wir verabreden uns für 17.00 Uhr zur geführten Fossil Tour. Danach fahren wir zum Bushcamp, wo wir natürlich wieder für uns alleine sind. Wir fahren noch den 4x4 Trail durch den Köcherbaumwald und laufen etwas zwischen den „Bäumen“ umher .Doch leider herrscht nicht das perfekte Fotografen-Wetter, dicke Wolken ziehen auf.
Noch etwas müde von der Fahrt fahren wir zurück zu unserer Campsite. Doch wer die Wahl hat, hat die Qual - wo sollen wir uns hinstellen? Wir entscheiden uns für einen Stellplatz neben einem Baum mit einem riesigen Nest der Koloniewebervögel.
Was sind das für geschwätzige Vögel. Unter lautstarkem Gezwitscher ist ein reges Kommen und Gehen zu beobachten.
Ganz wohl ist es mir unter dem Nest nicht. Ich schaue ständig nach oben, dass sich auch keine Schlange darin verirrt hat. 🤩
Die kleinen Kerle sind einfach zu schnell für mich.
Es ist Zeit uns mit Giel zu treffen. Er fährt mit seinem Auto voran und wir mit unserem hinterher. Auf einem kleinen Bergplateau halten wir an. In seinem netten Dialekt erklärt er uns viel über die Entstehungsgeschichte der Fossilien, deren Alter auf 270 Millionen Jahre geschätzt wird. Natürlich kennt er dieses Gelände wie seine Westentasche und wir sehen ihm die Begeisterung und Freude an, wenn er uns eines seiner Funde präsentiert.
Diese Funde, so erzählt er uns, sind der Beweis dafür, dass Afrika zum riesigen Kontinent Gondwana gehörte. Denn die gleichen Fossilien fand man auch in Südamerika. Mesosaurus waren kleine, ca. 40cm große Reptilien, die damals in Flüssen lebten. Hier gibt es auch ein deutsches Soldatengrab. Die Soldaten wurden an dem Platz beerdigt, an dem sie gefallen sind.
Danach führt er uns zu einer Auftürmung von Doloritsteinen. Diese kubisch geformten Steine, die aussehen, als wären sie von Menschenhand geschaffen sind sehr eisenhaltig. Giel klopft mit einem Stein gegen die Felsen und es entstehen unterschiedliche Töne. Er spielt uns „Frère Jaque“ und „Nkosi Sikele i Afrika“ Danach lässt er uns alleine und wir können so lange wir wollen in dem Köcherbaumwald bleiben.
Den ganzen Tag über zogen schon dicke Wolken auf. Wir beschließen zurück zur Campsite zu fahren, da es zu tröpfeln anfängt. Die Regenzeit hat uns also wieder. 🤩 🤩 Doch auch Regen hat eine schöne Seite –einen sehr farbintensiver Regenbogen - ach was sage ich - einen? - ich meine natürlich einen doppelten Regenbogen!!
Auf unserer Campsite ist der Regen noch nicht angekommen, doch es ist sehr bewölkt und leider nicht das perfekte Wetter um Köcherbäume im Sonnenuntergang zu fotografieren.
Doch auch die Wolken haben etwas gutes. Her Himmel Wolken färbt sich über Gelb, zu Orange bis er letztendlich in Purpur erstrahlt.
Während wir das Essen zubereiten, sehen wir in der Ferne Blitze. Die Wolken breiten sich schnell aus und der Wind nimmt zu. Wir können unsere Lammkoteletts und den Rest Nudeln von gestern (schließlich ist heute Montag … und da werden immer die Reste vom Sonntag verwertet) noch im Trockenen zubereiten und essen. Wir genießen noch ein Fläschen Bier, dann fängt es an zu regnen. In Windeseile packen wir zusammen und verziehen uns ins Dachzelt.
Giel wird sich freuen. Hier in dieser Region gab es nämlich nur wenig Regen und er musste schon einen Teil seiner Tiere verkaufen.
Gegfahrene km: 361
Und im nächsten Teil nähern wir uns den lebenden Tieren, dann geht es nämlich in den KTP. 😄
Teil 1502. Juni 2014
So, ein kleines Stückchen geht heute Abend noch, bevor wir endgültig in den KTP fahren.
11.03.2014 Auf dem Weg in den KTP
Unsere kleinen gefiederten Freunde sind schon vor Sonnenaufgang munter und wecken uns mit lautem Gezwitscher. Es regnet nicht mehr und aus dem Dachzelt können wir einen wunderschönen Sonnenaufgang beobachten.
Wiedermal genießen wir es, einen Stellplatz ganz für uns alleine zu haben und die „Ruhe“ der Natur zu erleben. Hier bin ich so weit weg von Stress und Hektik, von Kleidungsfragen, Frisur und Schminke. Ich spüre, wie die tiefe Zufriedenheit und Ruhe immer stärker in mir anwächst.
Namibia …. Ein Land für die Sinne und die Seele !!!
Gegen 9.00 Uhr brechen wir in Richtung Mata Mata auf. Das letzte Feuerholz haben wir gestern Abend verbrannt und sicherheitshalber das Fleisch gut versteckt.
KTP wir kommen!!!
Nach so vielen wunderschönen Landschaften freuen wir uns jetzt auch auf die großen Tiere Namibias. Die Strecke bis Koes ist nicht sehr abwechslungsreich, weites Land und doch auch faszinierend für den, der „viel Nichts“ liebt. In den Mulden steht immer wieder knöcheltief das Wasser. Hier ist der Regen und das Gewitter, das wir gestern Abend gesehen haben, wohl hauptsächlich runtergegangen.
Etwa 20 km hinter Koes verläuft die Straße quer zu den Kalahari Dünen. Es ist ein fantastisches Farbspiel. Das satte Grün im Tal, dann der leuchtend rot Sand der Kalahari und den Abschluss bildet ein strahlend blauer Himmel. Wer es nicht mit eigenen Augen sieht, kann sich die Intensität der Farben nicht vorstellen.
Wie bei einer Berg- und Talbahen geht es immer auf und ab.
Gerade als wir wieder über eine Kuppe fahren, sehen wir, wie ein Waran gemächlich die Pad kreuzt. Langsam rollen wir heran. Er flüchtet durch das Gras. Wir verfolgen ihn mit gebührendem Abstand zu Fuß.
Er flüchtet vor uns durch das hohe Gras und klettert auf einen Baum. Wunderbar !!! Jetzt können wir ihn in aller Ruhe beobachten.
Von Kopf bis Schwanz misst er bestimmt 1,50 m. Eine schöne Einstimmung auf den KTP.
Für die ca. 220 km benötigen wir 3.45 Std. Ginge bestimmt auch schneller, wenn man nicht an jedem Busch anhält, um die Landschaft zu bewundern.
Gegen 13.00 Uhr erreichen wir Mata Mata und somit das Eingangstor zum KTP.
Teil 1603. Juni 2014
Auf Wunsch einer einsamen Dränglerin habe ich eine Nachtschicht eingelegt und noch den ersten halben Tag im KTP eingestellt 😗
11.03.2014 Der erste Tag im KTP
Für den Einlass in den Kgalagadi Transfrontier Park benötigen wir nur knapp 30 Minuten. Nach Feuerholz fragt uns hier niemand und erst recht nicht nach Fleisch. Vielleicht liegt es daran, dass wir offiziell nicht nach Südafrika einreisen, da wir den Park ja wieder über Mata Mata verlassen. Nach meinem Rechtsempfinden bewegen wir uns die nächsten 8 Tage (7 Nächte) im Niemandsland. Uns soll es recht sein.
Unser erstes Ziel ist der der kleine Shop bei Mata Mata, wo wir als erstes eine Karte des Parkes kaufen. Fleischvorräte haben wir ja noch genügend und Holzkohle zum Grillen ebenfalls.
Schon nach ein paar Km, in Höhe von Craig Lockhart liegt eine schlafende Löwin in doch größerer Entfernung bewegungslos unter einem Baum. Das fängt ja schon mal gut an. Doch ich mach noch nicht einmal Anstalten eine Foto zu schießen, denn schließlich liegen hier die Löwen ja quasi hinter jeder Ecke. 🤩 So zumindest habe ich mir das nach unzähligen Berichten über den KTP so vorgestellt.
Bis Kiliekrankie, unserem ersten Ziel für 2 Nächte sind es rund 80 km und wir haben genügend Zeit, um auf Game Drive zu gehen. Doch wir fahren km um km, nur lässt sich kein Löwe, geschweige denn eine andere Großkatze sehen. Am Wegesrand die üblichen Verdächtigen. Oryx, Springbock, Gnu und auch ein Sekretär. Nun keine üppige Ausbeute – aber wir haben ja noch 7 Tage.
Ach ja, ein Strauß und ein Sekretär laufen uns auch noch über den Weg
Aber das war es dann auch schon . Irgendwie habe ich mir das anders vorgestellt. Doch der Park gefällt uns außerordentlich gut. Und schließlich haben wir ja auch noch ein Highlight heute Abend. 😄 Hier in Kieliekrankie haben wir uns unbekannterweise mit Susi65 und ihrem Mann Michael (hier aus dem Forum) verabredet. Gegen 17.00 Uhr treffen wir in Kieliekrankie ein.
Wir werden von Ranger William freundlich begrüßt und er weist uns unsere Bleibe für die nächsten 2 Nächte zu. Wir haben Bungalow 1? , also den, der direkt neben der Rangerunterkunft liegt. Noch auf dem „Parkplatz“ treffen wir Susi und Micha. Die Chemie stimmt sofort. Die beiden sind sehr nett und wir klönen (wie die Norddeutschen sagen) erstmal sehr lange auf dem Parkplatz, denn die beiden sind auch gerade erst angekommen und wir verabreden uns dann gleich zum gemeinsamen Grillen in unserer Unterkunft. 😄 Für die beiden ist es die letzte Station im Park, für uns die erste. Und so wird natürlich auch einiges an Afrika- und Safari-Latein ausgetauscht. Wir sitzen lange zusammen, erzählen und lachen. Es ist ein schöner Abend.
Und wenn sich schon nicht die großen Tiere Afrikas heute ein Stell-Dich-Ein gegeben haben, so haben wir zumindest einige kleine Mitbewohner. Zum einen eine kleine Baummaus, die es sich in unserem Mülleimer bequem gemacht hat, worauf dieser sogleich vor die Tür gestellt wird, und zum anderen eine kleine Schildechse
Und ein schönes kleines "Monster-Insekt" an unserer Tür.
Das waren unsere Sichtungen für heute. Hoffen wir, dass es morgen besser wird.
Teil 1704. Juni 2014
So Susi, damit du in Ruhe nach Barcelona fahren kannst, habe ich auch noch den zweiten Teil von Kiliekrankie eingestellt. 😄 Viel Spaß euch beiden.
12.03.2014 Rund um Kiliekrankie
Vorbei mit Ausschlafen!! um 6.00 Uhr klingelt der Handy-Wecker und pünktlich um 6.30 sind wir am Auto, um zu unserem ersten Ganz-Tages-Drive aufzubrechen. Am Auto treffen wir wen? … ganz klar …. Susi und Micha. Im KTP braucht man sich morgens nicht zu verabreden, jeder ist zur Gate-Öffnung am Auto. Susi erzählt mir, sie hätte einen „Anschiss“ von William bekommen 🤩 – wir waren wohl zu laut. Also gehe ich brav meinen Laufzettel abholen, bekomme natürlich auch den gleichen kleinen Anschiss 😮 ... gelobe Besserung … entschuldige mich … und schon sitzen wir im Auto.
Während Susi und Micha Richtung Twee Rivieren wollen (soweit ich das noch richtig im Gedächtnis habe) beschließen wir über die Dünen Richtung Kij Kij zu fahren. Der Weg durch die Dünen erweist sich als lang, landschaftlich sehr schön aber relativ tierlos.
Wir entdecken einen Southern Pale Chanting Goshawk im Geäst eines Baumes.
Dann noch einen Schakal
Dann noch einen Adler, ich denke es ist ein Kampfadler. Das Bild ist nicht besonders gut, da er sich in sicherer Entfernung niedergelassen hat. Aber wir sind ja schon froh, überhaupt ein Tier zu sehen.
Ein einsames Hartbeest hat sich auch noch verirrt.
So langsam werde ich ungeduldig und leicht unkonzentriert, was mein Spähen nach Raubkatzen betrifft. Km um km nähern wir uns Twee Rivieren. Raubkatzen? Fehlanzeige. 🙁 Ein entgegenkommendes Fahrzeug hält an und erzählt uns von einer Löwensichtung nicht weit von unserem Standort. Doch wir sind zur falschen Zeit am falschen Ort und sehen … richtig … Nichts!! 😐 Wir nähern uns Rooiputs. Die normale Pad Richtung Twee Rivieren ist „closed“ und so müssen oder dürfen wir die Pad fahren, die nur „Rooiputs Residents only“ vorenthalten ist. Doch irgendwo auf dieser Strecke zwischen Rooiputs und Leeuwdrill sieht Jürgen, dass sich auf der linken Seite (Hallo, das ist meine Seite 😵 ) etwas im Gras bewegt. Erst denken wir an einen Löwen, da wir das Tier durch das hohe Gras nicht richtig sehen können. Doch dann kommt er etwas aus seiner Deckung. Ein Leopard. Wir sind aus dem Häuschen. Ein Leopard in freier Wildbahn haben wir noch nie entdeckt und dazu haben wir ihn ganz für uns alleine.
Er bewegt sich parallel zur Straße und wir folgen ihm langsam. Hinter einem Busch verlieren wir ihn aus den Augen.
Wir suchen das komplette Gelände mit den Ferngläsern ab. Doch von dem Leo nichts mehr zu sehen. Im letzten Moment sehe ich, dass er uns ausgetrickst hat. Er hat einen weiten Bogen um unser Auto geschlagen, überquert die Fahrbahn und verschwindet auf der anderen Seite im Gras.
Ne Freundchen, so einfach wirst du uns nicht los. 😎 Wir bleiben dran. 😄 Er klettert auf einen Baum und bevor ich ihn mit der Kamera fixieren kann, ist er auch schon wieder unten und läuft zielgerichtet auf eine graslose Ebene zu. Gut so. Jetzt sehen wir, warum er so schnell wieder vom Baum geklettert ist, in etwa 50-100 m Entfernung steht ein Oryx mutterseelenallein. Unser armer Leo scheint hungrig zu sein und setzt zum Angriff an.
Schade für ihn und Glück für das Oryx. Der Sprint endet ohne Kill. Und was macht „unser Leo“ jetzt? Wir können unser Glück kaum fassen. Er kommt auf uns zu.
Dann setzt er sich vor uns an den Straßenrand. Auge in Auge mit dem Leoparden. Wir sind aufgeregt wie kleine Kinder.
Nach einer Weile zieht er dann ganz langsam und gemütlich von dannen.
Wir bleiben noch eine Weile stehen, dann setzen wir unseren Weg fort. Unterwegs liegen noch 2 Löwinnen schlafend unter einem Baum und auch die Erdmännchen sind zu weit weg, um ein schönes Foto zu bekommen. Macht alles nichts mehr … für heute sind wir mehr als zufrieden. Zufällig treffen wir Susi und Micha in Twee Rivieren und erzählen ihnen von unserer Sichtung und wohin er sich verzogen hat. Ob sie ihn auch noch gefunden haben, werden die beiden euch in ihrem Bericht selbst erzählen. Auf der Rückweg ist es wieder wie üblich sehr ruhig, Eine Yellow Mongoose schaut uns neugierig an.
Ansonsten sehen wir die üblichen Verdächtigen.
Mal wieder ein verirrtes Gnu
Wir kehren zu unserem Bungalow zurück und relaxen ein wenig auf der Terrasse. Laut William kommt auch immer ein Leo ans Wasserloch. Er zeigt uns sogar stolz die Bilder. leider nicht in unserer Zeit. Doch wir hatten ja unseren Leo.
Am Abend fahren wir zwar nochmal eine Runde Richtung Kamqua, aber leider ohne größeren Sichtungserfolg.
Am Abend treffen wir uns wieder mit Susi und Micha zum Grillen. Diesmal sicherheitshalber in deren Hütte. 😗 😉
Die Fortsetzung gibt es jetzt aber erst nach Pfingsten. Denn an Pfingsten ist Forumstreffen angesagt. 😄
Sorry, der heutige Teil war etwas bildlastig. Wenn's zuviel wird sagt Bescheid.
Teil 1810. Juni 2014
13.03.2014 Von Kieliekrankie nach Nossob
Um Punkt 6.30 Uhr stehen wir zur Abfahrt bereit. Diesmal gibt es keinen „Anschiss“ 😄 Anscheinend hat sich unsere Taktik gelohnt. William macht noch ein Erinnerungsfoto von uns vier und dann heißt es Abschied nehmen. Unser nächstes Ziel ist Nossob. Wir freuen uns gen Norden zu fahren, denn dort soll die Löwendichte höher sein. Wir fahren und fahren und so langsam erhärtet sich in mir der Verdacht, dass es in diesem Park weder Löwen noch Hyänen gibt. Von Cheetahs möchte ich erst gar nicht reden. Soll heißen, bis Nossob haben wir NICHTS gesehen.
Stimmt natürlich nicht ganz, denn es kommt immer auf die Sicht des Betrachters an. Immerhin haben wir einen Schakal gesehen.
Auch Familie Strauß gab sich des Öfteren ein Stell-Dich-Ein …
und präsentiert stolz die komplette Familie.
Nicht zu vergessen die Springböcke
und Kuhantilopen, die sich vor schöner Landschaft präsentieren.
Ein einsamer Oryx läuft durch die Szenerie
Ansonsten bewundern wir die Kalahari.
Auf Grund des Regens der letzten Tage in dieser Region, steht das Gras sehr hoch und überall stehen noch kleinere Wasserpfützen.
Wir fahren nach Nossob und suchen uns eine Campsite. Schon bald bekommen wir Besuch von einem Erdhörnchen, das sich sein Abendessen unter unserem Auto schmecken lässt.
Am Abend brechen wir nochmals zu einem Gamedrive mit ähnlichem Ergebnis auf. Schöne Vögel
Eine kleine Oryx Familie mit Gnu
und schöne Landschaft.
Auch wenn die Ausbeute katzentechnisch gesehen gleich null war, gefällt es uns hier sehr gut. Wir fahren zurück zu unserer Campsite und bereiten das Abendessen vor, das heute aus Kudu-Boerwurst und Nudeln in Tomaten-Pilz-Soße besteht. Danach genehmigen wir uns den üblichen Sundowner und irgendwann geht auch dieser Abend zu Ende und wir freuen uns schon auf den nächsten Tag.
Teil 1912. Juni 2014
14.03.2014 Auf dem Weg nach Gharagab Teil 1
Um 5.30 Uhr klingelt der Wecker. Der Abbau des Dachzeltes funktioniert immer schneller, wir sind mittlerweile ein eingespieltes Team und jeder Handgriff sitzt. So stehen wir als 5. Auto um 6.20 Uhr in der Reihe. Parköffnung ist um 6.30 Uhr. 3 Autos fahren auch wie wir gen Norden. Am Wasserloch Kwang bleiben wir eine Zeit stehen. Doch – oh Wunder – es tut sich nichts ! 🙁 2 der vor uns gestarteten Fahrzeuge stehen auch dort und es sieht so aus, als würden sie zusammen gehören. Uns reichts und wir starten den Motor. Sekunden später machen dies auch die beiden anderen Fahrzeuge. Auf Grund der Standposition fährt eines der Fahrzeuge vor uns raus auf Pad Richtung Norden. Gut, dass Jürgen gefahren ist und nicht so nett ist wie ich. 😗 Denn beim Auto fahren hat er seine eigenen Gesetze. Ich hätte das andere Fahrzeug vorgelassen.
Kurz vor Langklaas hält ein entgegenkommendes Fahrzeug und berichtet von LÖWEN neben der Pad. Hui ---- mein Herz macht einen Freudesprung. Sollte es doch Löwen in diesem Park geben?!
Natürlich haben wir hier keine exklusive „nur für uns Sichtung". Wir stehen als 4. Auto und können nach einigem manövrieren die Löwen gut beobachten. Es ist nicht die Poleposition aber dennoch super. 2 Males und 3 Löwinnen. Eine der Damen trägt ganz ladylike ein Halsband.
Das Rudel liegt im Gras und döst vor sich hin. Ab und zu hebt mal einer den Kopf oder steht zum Positionswechsel auf. Achtung jetzt kommt eine Bilderflut. 🤩
Madam macht sich dann mal schön und putzt sich ausgiebig.
Und er präsentiert sich uns als König der Löwen.
Danach ist Stellungswechsel angesagt, langsam trottet das ganze Rudel Richtung Pad und legt sich dort in den Schatten eines Baumes.
Die vorderen Autos fahren weiter und nun sind wir in der Poleposition.
Das Rudel liegt noch keinen Meter von unserem Auto entfernt. Ich sitze, wie bei solchen Szenen immer, auf der Rückbank um nach allen Seiten agieren zu können. Natürlich sind die Fester komplett geöffnet. Ich beobachte die Löwen genau – der Schwanz liegt ruhig auf der Erde. Wenn sie damit wedeln, bedeuted dies dass sie nervös werden (hab ich mal irgendwo gelesen. Ob es stimmt weiß ich nicht so ganz genau, doch es beruhigt ungemein 🙄 )
Und hier mein Lieblingsbild. Ich sitze also bei geöffnetem Fester ganz vorne und visiere „meinen“ Löwen an. In diesem Augenblick treffen sich unsere Blicke und mir läuft schon ein kleiner Schauer über den Rücken. 🤩 Schnell drücke ich noch ab und weiche 10 cm zurück.
Wie war noch gleich das Spiel.“Wer zuerst wegschaut hat verloren?“
Und hier noch ein paar Detailaufnahmen.
Danach reißen auch wir uns von dieser Sichtung los und fahren weiter Richtung Gharagab.
Doch dieser Teil folgt aus Zeitgründen erst nächste Woche.
Teil 2019. Juni 2014
14.03.2014 Auf dem Weg nach Gharagab Teil 2
Zur Erinnerung und zum Einstieg in den 2. Teil dieses Tages noch ein letztes Bild unserer Löwensichtung. Diesmal das gesamte Rudel auf Pad.
Mir fällt ein Auto auf, das sich sehr aggressiv seinen Platz nahe des Rudels sucht. 😈 Doch darauf werde ich später noch einmal zurückkommen.
Wir setzen also unseren Weg Richtung Gharagab fort. Die Landschaft im nördlichen Teil des Parkes ändert sich. Sie wird zum Einen grüner aber auch feuchter. Teilweise steht das Wasser vom letzten starken Regen noch auf der Straße. Immer wieder fahren wir durch große „Wasserpfützen“, in denen sich auch gleich wieder Leben in Form von Schmetterlingen versammelt.
Ein paar Oryx stehen vor wunderschöner Landschaft.
Dann treffen wir auf eine große Gnu-Herde, die planlos durch die Gegend läuft. Irgendwie mag ich diese Tiere. Erst läuft die gesamte Herde von rechts nach links.
Danach bleiben sie ratlos stehen,
schauen uns fragend an
und laufen dann wieder zurück.
Und zum Schluss trödelt dann auch noch der Gnu Kindergarten über die Pad
Wir biegen auf die Pad nach Gharagab ein. Auch hier steht das Gras recht hoch.
In Gharagab werden wir von Ranger Eric freundlich empfangen. Er weist uns unsere Unit Nr. 1 zu. Gharagab liegt sehr schön einsam in einer fantastischen Umgebung. Doch Tiersichtung – Fehlanzeige. 😐 Auf unsere Frage diesbezüglich bekommen wir von Eric die Antwort, dass es in den letzten Tagen sehr ruhig sei. 😮 Na – wen wunderts? Uns schon lange nicht mehr. 😄
Ausblick von der Unit
und ein Blick in die gute Stube.
Wieder ziehen dicke Wolken auf, die uns einen herrlichen Sonnenuntergang bescheren.
Danach backe ich wieder Brot, was mittlerweile schon Routine ist und fast wie von alleine geht.
Wir sitzen noch lange auf unserer Terrasse und lauschen den Barking Geckos in dieser schönen warmen afrikanischen Nacht. Es ist einfach nur schön hier. In der Ferne sehen wir ein Gewitter, doch noch bleiben wir davon verschont.