Reisebericht

Streets paved with grey Giants! Südafrika 2013/14

von Steffi82 · begonnen 05. Feb. 2014 · 37 Teile

Teil 105. Feb. 2014
Guten Abend alle miteinander!

Ich muss zugeben, ich habe dieses Mal gleich zu Beginn des Reiseberichts ein kleines Problem: Ich finde nämlich keinen Schuldigen! 😵 … und dabei habe ich bisher doch immer jemandem die Schuld für unsere Reisen in die Schuhe schieben können 😗 😗 😗 ! Dieses Mal nicht…

Deshalb – ein Novum 😛 : Die nachfolgend zu beschreibende Reise ist ganz alleine MEINE Schuld und wurde verursacht durch eine bislang unaufhaltsam wütende Infektion mit dem Virus Africanus.

In diesem Sinne war dieses Mal der arme Göttergatte schuldlos (…nicht ganz so vööööölllliiiig wie ich immer, aber zumindest ein bisschen… 😎 ) und ihm blieb gar nichts anderes übrig als mich nach Südafrika zu begleiten. Angesichts der – nicht zu leugnenden - Umstände, dass ich

a) in früheren Urlauben schon den ein oder anderen Elefanten übersehen habe 😊 ,
b) ständig damit drohe irgendwelche mir niedlich erscheinenden Tiere einzusammeln und unserem Haushalt daheim hinzu zu fügen 😗 😗 😗 und
c) nachweislich völlig unorientiert bin 😊 ,

vertrat er nämlich vehement die Ansicht, dass man mich unter GAR keinen Umständen alleine im Busch umher irren lassen könne. 😄

(Für die anstehende Kenia-Reise, soviel sei vorweg genommen, sind wir dann aber wieder beim normalen Zustand der Dinge: Da bin ich mal wieder vöööööööölllig unschuldig! 😛 )

Dieses Mal also Südafrika! Dieses Mal wieder ein grünes Afrika in der Regenzeit! Was haben wir uns im Vorfeld auf diesen Urlaub gefreut und ihm entgegen gefiebert – sollte er doch mit 22 Tagen im Land unser bisher längster Urlaub werden – Dank sei der genialen Feiertagsverteilung 2013 über Weihnachten und Neujahr!

Und soviel sei vorweg genommen: Es war ein traumhafter Urlaub in einem wunderschönen Land mit ganz vielen tollen Eindrücken und Tiersichtungen! 😁

Allerdings: Wir hatten dieses Mal tatsächlich keine großen Pannen: keinen Reifenplatzer, keinen Buschbrand etc.! Statt dessen sind wir es – für unsere Verhältnisse - sehr gemütliche angegangen und waren meist zwei, teils drei Nächte an einem Ort.

Der ursprüngliche Arbeitstitel dieses Reiseberichts hieß dann auch so schön „Abhängen in Südafrika“, haben wir es doch gewissermaßen den Großkatzen des Landes gleich getan und es auch mal von der ruhigen Seite angehen lassen…



Nach der Sichtung meiner Fotos und einigem in Erinnerungen schwelgen, waren es tatsächlich aber die großen grauen Giganten des afrikanischen Busches, die für uns beide die Reise so unvergesslich gemacht haben und die auch euch, wie ich hoffe, in den nun folgenden Wochen des Reiseberichtschreibens gut unterhalten werden. 🙂

Bevor wir aber loslegen, unsere Route zur besseren Nachverfolgung:

20.12.2013 Abflug ab München mit South African direkt nach Johannesburg
21.12.2013 Ankunft in Johannesburg – Mietwagenübernahme – Fahrt zur Iketla Lodge (Nähe Ohrigstad)
22.12.2013 Iketla Lodge: Tagestour Panorama-Route
23.12.2013 Iketla Lodge – Krüger Nationalpark (Satara)
24.12.2013 Krüger Nationalpark – Sabi Sands Game Reserve (Sabi Sabi Little Bush Camp)
25.12.2013 Sabi Sabi Little Bush Camp
26.12.2013 Sabi Sabi Little Bush Camp
27.12.2013 Sabi Sabi Little Bush Camp – Krüger Nationalpark (Lower Sabie)
28.12.2013 Krüger Nationalpark (Pestana Krüger Lodge, Malelane Gate)
29.12.2013 Krüger Nationalpark – via Swaziland – Mkuze Falls Lodge
30.12.2013 Mkuze Falls Lodge
31.12.2013 Mkuze Falls Lodge – Thonga Beach Lodge
01.01.2014 Thonga Beach Lodge
02.01.2014 Thonga Beach Lodge
03.01.2014 Thonga Beach Lodge – Hluhluwe-Imfolozi Game Reserve (Hilltop Camp)
04.01.2014 Hluhluwe-Imfolozi Game Reserve (Hilltop Camp)
05.01.2014 Hluhluwe-Imfolozi Game Reserve – Giant’s Castle Camp
06.01.2014 Giant’s Castle
07.01.2014 Giant’s Castle – Royal Natal Park (Thendele Camp)
08.01.2014 Royal Natal Park (Thendele Camp)
09.01.2014 Royal Natal Park – Maliba Mountain Lodge, Lesotho
10.01.2014 Maliba Mountain Lodge, Lesotho
11.01.2014 Maliba Mountain Lodge, Lesotho – Johannesburg – Abflug nach München
12.01.2014 Ankunft zuhause

Natürlich hatten wir an unsere Reise mal wieder nur ganz wenige Wünsche / Ansprüche 😗 :
- ein Breitmaul-Nashorn (White Rhino), überhaupt einmal (hatten wir bislang tatsächlich keines!)
- mal wieder ein oder mehrere Hippos!
- mindestens einen fotogenen weiblichen Löwen (in Namibia wollten die Damen ja alle nicht fotografiert werden 😕 )
- einen fotogenen männlichen Leoparden (*hust* - nein, wir sind gar nicht anspruchsvoll 😗 )
- einen Klippspringer, überhaupt einmal (der müsste bei der 5. Afrikareise doch wirklich jetzt endlich mal drin sein 😠 … dachten wir …)

Ob sich unsere Wünsche erfüllten? – lasst euch überraschen! 🙂

Worauf ihr euch so alles freuen könnt:
- wir werden lernen, dass die Anmietung eines Autos der größten Fahrzeugkategorie nicht zwingend heißt, dass mein Göttergatte auch darin Platz findet! 🙄
- wir werden außerdem lernen, dass es Lebewesen gibt, die Regen total toll finden (soviel sei vorweg genommen: Wir gehören nicht dazu! 😵 )
- wir finden – zumindest gefühlt – die schönsten Schlagloch-Straßen, die der Staat Südafrika so zu bieten hat! 😣
- Niedlichkeitsalarm hoch zehn! – ganz, ganz viele niedliche Babytiere 🤩 – wobei uns die Weihnachts-Impalchen (nicht zu verwechseln mit unseren hiesigen Oster-Lämmchen 😎 ) besonders ans Herz gewachsen sind! 😁
- Lektionen fürs Leben: Wir lernen wofür so ein Foto-Blasebalg alles gut sein kann und (so bedeutsame Dinge wie etwa), dass man zwar nicht den Käfer von der Butter schütteln kann, sehr wohl aber die Butter (samt Käfer) aus dem Tiegel 😉
- der Göttergatte verteilt mal wieder Namen an einige unserer tollen Tiersichtungen (bei den Elefanten war es aber uferlos, das konnte ich mir nicht alles merken…): Freut euch also auf Grumpy, Shorty und Sleepy, DAS Mammut, Hörnchen, Annabelle, die drei von der Tankstelle und viele andere 😄
- Viele tolle Unterkünfte an tollen Orten sowie eine sehr seltsame Unterkunft, in der wir scheinbar derart „gut“ ankamen, dass man gar kein Trinkgeld von uns wollte, sondern uns nur noch loshaben mochte 😵 !
- Und auch wenn wir dieses Mal keine Reifenpanne hatten – unser mieses Auto-Karma hat trotzdem mal wieder zugeschlagen und für ein „Klang“haftes Erlebnis gesorgt 😗 😗 😗
- und natürlich wie immer 😁 : wunderschöne Landschaften, tolle Unterkünfte, viele Tiere und abermals viel zu viele Fotos davon! 🙂

Ansonsten: Wer Fragen hat, immer raus damit! Kommentare sind ausdrücklich gewünscht und immer willkommen! Danke-Button-Drücker auch sehr gerne gesehen! 🙂

Und wer lieber auf der sonnigen Seite des kommentarlosen Reiseberichtlesens verweilen möchte, dem lege ich einen „Klick“ auf die Sonne rechts oben in der blauen Überschriftenzeile nahe, dann gibt’s Reiseberichtsgenuß ohne Kommentare! 🙂

Und nun lade ich euch ein: Reist mit uns in ein sattgrünes Südafrika zur Regenzeit, lasst euch die Gischt der Wasserfälle an der Panoramaroute ins Gesicht spritzen, pirscht mit uns zusammen Elefanten über Elefanten im Krüger Nationalpark, verliebt euch in die Leoparde in Sabi Sabi, springt zusammen mit mir den kleinen Krabben am Indischen Ozean hinterher, kommt mit zu einer nächtlichen Tour zur Eiablage der Loggerhead-Schildkröten, verzweifelt ein klein wenig mit uns auf der Pirschfahrt im Hluhluwe und kommt zusammen mit uns zur Einsicht, dass die großen Dinge des afrikanischen Busches manchmal eben doch einfach so auf der Straße liegen…



Bitte Platz nehmen in unserem namenlosen Hilux, anschnallen und festhalten: Es wird bald losgehen!!!

Liebe Grüße
Steffi
Teil 206. Feb. 2014
Kapitel 1
Samstag 21.12. 2013

Ankunft in Johannesburg und Weiterfahrt zur Iketla Lodge (Nähe Ohrigstad)


oder auch: „Crap! You really don’t fit in!“

Ich bin ja immer etwas skeptisch, wenn alles wie am Schnürchen läuft! Nennt mich paranoid – aber irgendwo ist doch immer ein Haken, zumindest ein kleiner, klitzeklein … versteckt … der sich hinterrücks anschleicht um dann heimtückisch im unerwarteten Moment anzugreifen… 😵

So verließen wir an diesem schönen 20. Dezember mittags mit kaum Verspätung unser Büro, der Winter selbst in Bayern in weiter Ferne, die Straßen (und alles andere auch) damit frei von jeglichem Schnee, kamen entspannt - für unsere Verhältnisse geradezu frühzeitig - am Flughafen München an, bekamen die ersehnten Sitzplätze am Notausstieg und starteten abends pünktlich gen Johannesburg!

Kann ja kaum besser laufen, oder? 😗

Und unser Urlaubsbeginn schnurrte weiter gemütlich vor sich hin: Christian konnte dank Beinfreiheit die halbe Nacht schlafen, ich sowieso, das Flugzeit landete sogar eine halbe Stunde zu früh, Gepäck war auch gleich da, wider Erwarten fanden wir den Flughafen Johannesburg recht übersichtlich und landeten zielgenau am Europcar-Schalter, wo wir gleich bedient wurden und standen um kurz nach halb zehn bereits am uns zugewiesenen Nissan NP300 Hardtop. Was will man mehr? Euch fällt nichts ein? 😗 😗

Uns schon! 🤩

Denn als wir in das Auto einstiegen, stellten wir fest, dass eines ganz nett gewesen wäre: Platz für den Fahrer! 🙄 🙄 🙄

Tja und da war er: Unser Haken! – mein 1,97 Meter großer Göttergatte passte nicht in den Wagen! 🤩 😵 😣

Merke: Nur weil man das große Auto bucht, heißt das nicht, dass fahrerseits soviel Platz ist, dass Menschen über 1,85m selbst mit komplett zurückgefahrenem Sitz darin ansatzweise bequem Platz nehmen können. 😗 😣 😗

Mein lieber Mann hätte in dieser „Fahrposition“ zwar kreativ das Auto mit den Knien lenken und die Hupe mit seinem Bauch betätigen können 😗 … komfortabel sah das Ganze aber selbst vom Beifahrersitz aus gesehen ganz und gar nicht aus! Eher ziemlich eingefaltet und gequetscht und seitens des kunstvoll verschachtelten Göttergatten mit dem entsprechenden Gesichtsausdruck versehen! 😵

Mein Vorschlag: „Da müssen wir dir dann wohl die Beine kürzen!“ wurde auch nur mit Knurren quittiert und mir ging so langsam auf: Wenn ich die nächsten drei Wochen nicht selbst fahren wollen würde (was an sich schon gegangen wäre, aber dann sähe die Bebilderung des Berichts ein bisschen anders aus!), bräuchten wir jetzt eine Lösung für unseren Haken!

Christian faltete sich vorsichtig wieder aus dem Wagen und beschloss dem Europcar-Schalter einen zweiten Besuch abzustatten. Ich blieb derweil im Auto beim Gepäck!

Keine fünfzehn Minuten dauerte es und mein Mann kam mit einem sehr (!!!) ungläubig drein blickenden Mietwagenverleiher-Angestellten zurück. Also Live-Vorführung der Einfaltung ins Auto! 😎

Was dazu führte, dass der nette Kerl fast vor Lachen abbroch und dem entsetzt-amüsierten Satz: „Crap! You really don’t fit in!“ 🤩

Aber was nun tun?

Unser freundlicher Angestellter vom Dienst konnte sich immer noch nicht ganz das Grinsen verkneifen und war ganz begeistert davon, wie eingefaltet mein lieber Mann in dem Nissan saß! Dann allerdings schaltete er in den professionellen Modus und versuchte unseren „kleinen“ Haken zu lösen. Problem war nur: Im Parkhaus standen locker acht von den Nissan NP300 herum, aber sonst kein anderer 4x4 😣 ! 20 Minuten und zwei längere Telefonate des wirklich engagierten Mitarbeiters später die gute Nachricht: Man habe gerade einen Toyota Hilux Doublecab zurück bekommen, dieser würde nur noch geputzt und getankt und stünde in einer Stunde für uns zur Verfügung! 😁

Und tatsächlich: Nachdem wir ein kleinen vorzeitigen Lunch bei Spur zu uns genommen hatten, stand unser Hilux blitzeblank geputzt für uns bereit, Christian fand darin tatsächlich ohne Probleme bequem Platz und so kurvten wir um genau fünf vor zwölf raus aus dem Flughafen-Parkhaus und hinein in den südafrikanischen Linksverkehr. 🙂

Das Herausfahren aus Johannesburg hatten wir uns wesentlich schlimmer vorgestellt, als es tatsächlich war und auch das Fahren an sich ging recht zügig von sich. Und hätten wir mal auf unsere Anfahrtsbeschreibung und den Tipps unserer Freunde zuhause gehört und wären bei Belfast von der Autobahn abgebogen, anstatt auf unser Navi zu hören 😗 , dann wären wir sicherlich richtig fix in unserer ersten Unterkunft angekommen. Was wir aber nicht taten. 😗 😊 😣

Und so lotste uns unser freundliches Navi über die R36 – und ich sage euch: So eine Straße habe ich noch nicht gesehen 🙄 – was heißt Straße? Der Zustand ließ sich eher als „Schlaglöcher mit ein wenig Teer dazwischen inmitten von sehr ansprechender Landschaft“ beschreiben 😣 . Und wenn man nicht gerade damit beschäftigt war eines oder mehrere der Schlaglöcher zu umfahren (Merke: Schlagloch an Schlagloch an Schlagloch führt nicht nur zu einem durchschlagendem Fahrerlebnis, sondern irgendwann auch zu mittelgroßen Kratern auf der „Straße“ 😵 ), so wich man kreativ dem entgegenkommenden Schwerlastverkehr aus. Das Landschaftserlebnis blieb daher leider so ein bisschen auf der Strecke!

Irgendwann war es aber geschafft und wir kamen um kurz nach halb fünf Uhr nachmittags gut durchgeschüttelt und leicht gerädert endlich in der Iketla Lodge bei Ohrigstad an. Dort wurden wir unglaublich herzlich empfangen, bekamen erst einmal einen kühlen Saft in die Hand gedrückt und wurden dann in unser Zimmer geführt.

Die Zimmer in der Iketla Lodge fanden wir wirklich sehr hübsch und geräumig 🙂 .



Das Ganze in rund...



... und der Ausblick direkt vor unserem Chalet ins Tal...



Hier noch das Chalet von außen im besten Gegenlicht 😉



Nachdem wir uns etwas frisch gemacht hatten, genossen wir ein wenig den Ausblick ins Tal, bevor wir uns entschlossen noch den kürzesten von mehreren Wanderwegen an der Lodge auszutesten. Der einstündige Spaziergang am Plateau war dann auch genau das Richtige um sich nach der langen Sitzerei ein bisschen die Beine zu vertreten – mehr hätten wir dann aber an diesem Tag nicht laufen wollen.



Hier noch das Hauptgebäude der Lodge samt Pool...



Das nachfolgende Abendessen mit Avocado mit Biltong, Käse und Mayo als Vorspeiße, Rindersteak mit Kartoffelecken, Bohnen und Kraotten als Hauptgang und Dattelpudding zum Nachtisch als war sehr, sehr lecker 😁 – allerdings konnten wir es nicht gar so richtig wertschätzen, weil wir spätestens beim Dattelpudding fast auf den Stühlen einschliefen (was wirklich nicht am Pudding lag! 😉 ). Und so fielen wir recht bald an diesem Abend in unser Bett und schliefen wie zwei Steine sofort ein!

Was der nächste Tag bereit hält?
- Wir erkunden die Panoramaroute
- Suchen ein paar Wasserfälle
- und finden undurchdringlichen Nebel

Liebe Grüße
Steffi
Teil 308. Feb. 2014
Kapitel 2
Samstag 22.12. 2013 –
Tagestour Panoramaroute


oder auch: „Was bitte ist ein Plan?“

Unseren ersten richtigen Urlaubstag gingen wir dieses Mal in aller Ruhe und – zugegebenermaßen – recht planlos an! Und das hieß: Wir schliefen erst einmal aus! Gut so richtig lange geschlafen, haben wir dann tatsächlich nicht, aber das lag daran, dass wir beide gegen halb acht putzmunter waren. Aber angesichts der Tatsache, dass die Sonne ja bereits um fünf Uhr aufging, ist halb acht für uns tatsächlich mega-lange Schlafen. 😉

Hier noch einmal unser Chalet von außen…



Nachdem wir uns am leckeren Frühstücksbuffet gestärkt hatten, machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein gegen halb neun auf den Weg zur Panoramaroute. Das Eigentümerpaar der Lodge hatte uns zuvor noch eine kleine Karte in die Hand gedrückt und uns ein paar Tipps mit auf dem Weg gegeben.

Und dann ging es los – ohne wirklichen Plan, aber gut gelaunt! 😄 Dummerweise stellten wir recht schnell fest, dass die Wolken je näher wir der Panoramaroute kamen umso zahlreicher wurden 🙄 . Zum Schluss konnte man wohl eher von einer Wolkenbank sprechen 😵 … Aber da wir keinen Plan hatten, waren wir ja flexibel 😗 – und daher beschlossen wir, erst einmal den Wasserfällen rund um Sabie einen Besuch abzustatten.

Drei Wasserfälle liegen bei Sabie an einer eigentlich ganz guten Schotterpiste, zwei davon besuchten wir. Zuerst die Lone Creek Falls, die sich aus ziemlicher Höhe in ein kleines Becken stürzen. Um den Wasserfall herum ist ein kleiner Weg angelegt, so dass man den Wasserfall auch von einer etwas erhöhten Position bestaunen kann (der Gärtner hat bei der Anlegung des Ganzen nur vergessen, den Baum vor dem Wasserfall zu stutzen 😗 😗 )



Der Weg direkt unten am Wasserfall entlang war dann etwas feucht, da die donnernden Wassermassen eine ziemliche Gischt erzeugten!



Wirklich ein sehr, sehr schöner Wasserfall, für einen kurzweiligen Besuch absolut zu empfehlen! 🙂

Danach fuhren wir noch zu den Horseshoe Falls. Anders als bei den Lone Creek Falls, kann man hier nicht bis fast vor den Wasserfall fahren, sondern muss ein kurzes Stück (sehr schön übrigens) durch den Wald spazieren. Auch die Horseshoe Falls fanden wir sehr beeindruckend und schön. Wem die Kälte des Baches nichts ausmacht kann dort übrigens auch sehr schön baden!



Nach den beiden Wasserfällen machten wir uns wieder auf den Weg in Richtung Blyde River Canyon. Auf dem Weg dorthin stoppten wir noch an den MacMac Falls, diese fanden wir – gerade im Vergleich zu den zwei bereits gesehenen Wasserfällen – zwar sehr beeindruckend, aber mit nur einem eher unglücklich angebrachten Aussichtspunkt, nicht so sehenswert. Dafür aber recht überlaufen 😕 …



Die Hoffnung, dass sich die Wolkenbank etwas aufgelöst hatte in der Zwischenzeit war aber leider vergebens 😐 . Bereits an den Abzweigungen Richtung „God’s Window“ wabberte uns dichter Nebel entgegen … Egal – wir hatten zwar keinen Plan, dafür aber Zeit – da machte ein bisschen Zick-Zack Fahren an der Panoramaroute nun wirklich nichts aus 😗 ! Und schließlich war ja Urlaub! Daher beschlossen wir erst einmal weiter zu den Burke’s Luck Potholes zu fahren und später noch einmal zurück zu fahren – lag zwar nicht mehr wirklich auf dem Weg, aber was sollte es. Gesagt getan!

Entweder waren mehr Leute auf diese Idee gekommen oder sie hatten alle ihren Reiseführer gelesen, die ja allesamt dazu raten, die Potholes wegen der besten Ausleuchtung gegen Mittag zu besuchen – jedenfalls: An der Einfahrt zu den Dingern durften wir uns erst einmal in den ersten und einzigen Stau dieses Urlaubs einreihen 🤩 .



Von den Potholes an sich waren wir dann zugegebenermaßen etwas enttäuscht: Irgendwie hatten wir uns das größer vorgestellt – keine Ahnung wieso!



Ich persönlich fand die Landschaft drum herum fast schöner und spektakulärer als die Löcher in den Felsen 😗 …



Aber ohne Zweifel ein wirklich hübscher Fleck Erde an den man zu etwas ruhigeren Zeiten (ich würde eher nicht mehr mittags dort aufschlagen) bestimmt ein bisschen länger verweilen kann!



Einen kleinen hübschen Wasserfall gibt's dort übrigens auch...



Und hier noch ein paar Löcher im Felsen 😉



... und noch mehr ...



Und zum Schluss noch einmal Landschaft neben den Löchern im Felsen 😎



Nach unserer Besichtigung wollten wir wieder den Blick zurück zur Nebelbank wagen. Zuvor noch ein kurzer Abstecher zur „Buschküche“! -Die allerdings platzte aus allen Nähten, weswegen wir ein eher karges Bananen-Hilux-Picknick einlegten! 😉 Dafür auch hier wieder eine tolle Szenerie...



Unsere Hoffnung auf nun wolkenfreie Aussicht am God’s Window wurde je näher wir der Abzweigung dorthin kamen, leider immer geringer! 🤨 Es war zwar ein bisschen besser als vorher - die Wolkenbank schien immer noch über dem Gebiet zu hängen. Aber wir hatten ja Zeit und was ist noch einmal ein Plan? – also einfach mal hingefahren! 😁

Und so landeten wir flugs mitten in der Nebelsuppe! … wenn man bedenkt, dass wir wenige Kilometer zuvor noch strahlenden Sonnenschein hatten, war der Wetterumschwung schon recht krass! 🙄



Aus Spaß an der Freude hielten wir beim „Wonder View“-Aussichtspunkt (für den musste man auch keinen Eintritt zahlen) und blickten … nun ja … ins grenzenlose grau-weiß … 😛



Man kann ja wirklich nicht behaupten, dass die „Aussicht“ nicht irgendetwas hatte … 😗 😄

God’s Window haben wir uns dann aber doch gespart, Aussicht mit Nebel sieht ja dann doch irgendwie immer ziemlich gleich aus…und dafür auch noch Eintritt bezahlen?

Dafür hatten wir am Pinnacle tatsächlich etwas weniger Nebel, weswegen wir uns die Felsennadel in Ruhe anschauen konnten.

Der Neben wird weniger...



Pinnacle



Insofern hatte sich die Rückfahrt auf alle Fälle gelohnt. 🙂

Auch an den Lisbon Falls war nun schönes Wetter – hier würde mich auch echt noch die Wanderung zum Fuße des wirklich wunderschönen Wasserfalls interessieren (man braucht ja Ziele für weitere Reisen, gell? 😗 ).



Ganz generell fanden wir die Landschaft an der ganzen Panoramaroute mit den sanft geschwungenen Hügeln in diesem unglaublich sattem, strahlendem Grün wahnsinnig schön! 😁



Nach den Lisbon Falls beschlossen wir, dass nun der Wasserfälle Genüge getan sei und machten uns auf den Weg zu den letzten Aussichtspunkten in den Blyde River Canyon.

Die Aussichtpunkte „Lowveld View“ und „Three Rondavels“ waren für uns tatsächlich das Highlight des Tages, denn die Aussicht dort ist einfach nur der Hammer! 🤩



Ist das nicht einfach grandios?



Und hier erst!!! 😁



Die Rondavels...



Auch hier könnte ich mir vorstellen, mal ein bisschen ausgeprägter Spazieren zu gehen! 🙂

Nach dieser eindrucksvollen Tour tuckelten wir gemächlich zurück zur Iketla Lodge!

Zum Abendessen an diesem Tag gab es eine leckere Kartoffel-Lauch-Suppe, danach Kudu-Pie auf Kraut mit Gemüse und zum Nachtisch einen Karotten-Butternut-Kuchen! Alles wieder sehr schmackhaft und reichhaltig! 🙂

Fazit Iketla Lodge:

Eine sehr schöne, kleine und familiär-herzlich geführte Unterkunft, in der wir uns sehr wohl gefühlt haben. Als Ausgangspunkt für die Panoramaroute liegt sie eigentlich genial für all die, die etwas außerhalb und „in der Natur“ nächtigen wollen. Die Wanderwege an der Lodge schienen alle sehr gut gepflegt, wer also gerne wandert kann mit den längeren Wanderwegen auch den ein oder anderen Tag herum bringen!
Achja: Und das Essen war wirklich sehr, sehr lecker! 😉

Was ihr am nächsten Tag miterleben könnt?
- Wir fahren in den Krüger! 🤩
- Pirschen unsere ersten Elos!
- Mietzekatzen-Alarm die Erste 🤩
Teil 410. Feb. 2014
Kapitel 3
Sonntag, 23.12.2013
Iketla Lodge – Krüger Nationalpark (Satara Restcamp)


oder auch: „Welcome to the Jungle!“

Teil 1


Der Krüger Nationalpark, unendliches Buschland! Wir schreiben das Jahr 2013. Dies sind die Abenteuer des namenlosen Hilux, der mit seiner 2 Mann starken Besatzung, zwei Kameras und 4 Objektiven mehrere Tage unterwegs ist, um fremdes Buschland zu erforschen, tierisches Leben und jede Menge Schotterpisten. Gefühlte tausend Lichtjahre vom heimischen Bayern entfernt dringt die Besatzung des namenlosen Hilux in Gebiete vor, die sie bis dato nie zuvor gesehen hat!

😎

Ja, der Krüger! Der durfte natürlich bei unserer Reise nicht fehlen! Allerdings – wir waren skeptisch! 😐 Zoocharakter, Blechlawinen vor jeder Tiersichtung, rüpelnde Mit-Touristen, die sich bei Tiersichtungen nicht zu benehmen wissen, schlechtes Essen in den Camps 😵 und überhaupt voll, voller - Krüger eben! – das und so einiges anderes schwirrte uns im Kopf herum, als wir unseren Aufenthalt im Krüger zu planen begannen. Und dann auch noch über Weihnachten – zur Hauptreisezeit der Südafrikaner 😕 ! Und in der Regenzeit – wo doch alles so zugebuscht ist, dass man kaum ein Tier sieht! Oh weih – uns schwante Übles! 😵

Aber ausfallen lassen wollten wir den Krüger dann auch wieder nicht, denn auf der anderen Seite wurde uns ja auch von den grandiosen Landschaften, den unzähligen Elefanten, den abertausenden Impala und den vielen Nashörnern berichtet. 🤩 Überhaupt: Nashörner! – wir wollten doch endlich einmal ein Breitmaulnashorn sehen! Und mit dem Wunsch führt ja irgendwie kein Weg am Krüger vorbei…

Mit diesen ganzen diffusen Informationen vor Augen planten wir unseren Aufenthalt dort lieber auf Nummer sicher! Was hieß: 1 Nacht im Krüger, 3 Nächte im Sabi Sand Wildreservat am Krüger, 1 Nacht im Krüger und 1 Nacht direkt außerhalb!

Was soll ich rückblickend sagen? – Wir hätten uns nicht so viele Gedanken machen sollen! 😁

Und ich bin verliebt – in einen Park, in seine Elefanten, seine Landschaften und allem was dort so kreucht und fleucht! 😄 Und ich will da wieder hin!!!! 😗 😗 😗

Und das kam so…. 😉

An unseren zweiten kompletten Urlaubstag saßen wir hoch motiviert bereits um sieben Uhr morgens (ja, wir verbessern uns, was die Aufstehzeit angeht! 😉 ) im Licht der strahlenden Sonne und des Mondes (ja, der war auch da! 😎 ) …



… am Frühstückstisch! Nach einem abermals leckeren Frühstück verabschiedeten wir uns von der Iketla Lodge und machten uns auf in Richtung Krüger.

Nach einem kurzen Stopp an einem super sortierten Super Spar entlang des Weges standen wir am späten Vormittag vor dem Orpen Gate. Und waren die einzigen! 🙄 Kein Witz – an der Schranke war außer uns niemand und selbst am eigentlichen Gate, wo ein, zwei Autos parkten, stand außer uns bei der netten Parkrangerin niemand an! Damit hatten wir nicht so ganz gerechnet! Wo waren denn die Menschenmassen??? 🤨

Gut, sollte uns recht sein 🙂 – wir waren sicher: Die kommen schon noch! Also in den Park gezuckelt und nach 300 Metern gleich eine Vollbremsung hingelegt – wir wurden nämlich empfangen…



Okay – eher war es so, dass wir den Herrschaften, glaube ich, in diesem Moment gerade kolossal im Weg herum standen: Die wollten nämlich über die Straße 😗 …



… und man sieht diesen Büffeln schon echt immer ihre miesepetrige Laune an!
😄



Das fing doch gut an! Ein paar Meter weiter stand rechterhand eine Giraffe …



Und ein paar Impalas weiter hatten wir Elefantenpopo von hinten mit Warzenschwein-Garnitur! Von wegen in der Regenzeit sieht man hier nichts! 😁



Die Insassen des namenslosen Hilux waren nach 15 Minuten im Park bereits heillos begeistert! 🤩 Ein paar andere Fahrzeuge waren uns mittlerweile tatsächlich begegnet, aber keine störenden Mega-Autoaufläufe! Und – zugegebenermaßen – es war schon wirklich alles recht zugebuscht und das Gras war teilweise weniger Wiese als undurchdringliche Wand 🙄 , aber: Die Tiere im Krüger empfanden wir als überaus serviceorientiert, die standen nämlich oftmals direkt neben oder auf der Straße – das macht es dann selbst in der Regenzeit schwer sie zu übersehen. 😁

Und überhaupt: Überall Impala-Nachwuchs unter den Büschen! 🤩



Man sagt mir ja eine Paarhufer-Fixierung nach 😗 – aber kommt, ihr müsst zugeben: Baby-Impala sind einfach nur Zucker!

Auf dem Timbavati Road (S 39) sahen wir dann neben vielem grünen Gras noch ein paar Gnus, Kudus…



… Baby-Impala…



Und unsere erste kleine Elefantenherde …

Das mit den Elefanten lief bei uns im Krüger übrigens immer so: Ihr erinnert euch? Regenzeit? Büsche? 😗 Davon viele? 🙄 Interessanterweise verschwinden darin auch tonnenschwere Kolosse unglaublich schnell. Von Weitem etwas zu sehen, ins Dickicht zu spähen – alles meist recht nutzlos! 😵 Außer man hat ein Faible für grünes Gras und Blattwerk 😗 ! Das heißt man tuckelt gemütlich über die Pisten im Krüger, guckt in das grüne Dickicht wie es an einem vorbeizieht und plötzlich zieht der Elefant zusammen mit dem grünen Dickicht an einem vorbei 🤩 ! Das resultierte dann meistens einem erquickenden Aufschrei meinerseits, bevor wir langsam und vorsichtig zurück rollten, bis wir wieder auf Höhe Elefant waren. Und die Elefanten dachten sich wohl mehr als einmal: „Die schon wieder! Sind die nicht gerade schon vorbei gefahren?“ 😗



Nach ein paar weiteren Kudus…



… schläfrigen Büffeln …



… und einer Blauracke …



erreichten wir um halb zwei Satara und checkten ein. Die Chalets in Satara sind wirklich recht alt und abgewohnt, waren aber blitzeblank geputzt. Und das Bett war nicht schlechter als das in der Iketla Lodge, was uns doch positiv überraschte 🙂 . Für eine Nacht, war es hier definitiv zum Aushalten.

Soviel zu unserem Start in den Krüger und ab dem nächsten Teil geht's dann richtig los mit den Tieren und den Fotos 😉 !

Liebe Grüße
Steffi
Teil 511. Feb. 2014
Kapitel 3
Sonntag, 23.12.2013
Iketla Lodge – Krüger Nationalpark (Satara Restcamp)


oder auch: „Welcome to the Jungle!“

Teil 2


Wir machten kurz Rast und amüsierten uns über die Rotschnabel-Tokos, die auf dem Rasen umher sprangen und sich hier Mittagessen fingen…



… bevor wir gegen drei Uhr uns noch einmal in den Hilux schwangen um auf Pirsch zu gehen. Große Hoffnungen auf viele Tiere machten wir uns ehrlich gesagt nicht, es war nämlich unglaublich heiß über Mittag geworden. Dass wir bei der Hitze so viele Tiere am späten Vormittag gesehen hatten, verwunderte uns im Nachhinein richtig.

Und unsere Befürchtung schien sich zu bewahrheiten 😕 . Auf der gesamten S90 lief uns gerade EIN einsames Impala über den Weg. Doch kaum waren wir auf die S41 abgebogen, änderte sich das Bild schlagartig 🙂 …

Neben Wasserböcken…



… die freundlich herüber blickten…



Lief uns dieser Geselle fast direkt vor das Auto 🤩 .



Die Elefanten im Krüger sind schon herrlich schmerzbefreit, was die Touristen angeht. Und irgendwie wollten die immer, wenn wir kamen, über die Straße 😗 …



Hier noch ein bischen Landschaft mit Hippo-Punkten im Wasser 😉



Ein paar Giraffen und Wasserböcke später ...



....ertappten wir dann ein Hippo-Liebespaar inflagranti 🤩 …

Herr und Frau Hippo waren vor der Störung sichtlich nicht angetan 😗 …



Und während er gerne weiter „gekuschelt“ hätte, waren wir ihr zu viel Publikum 😄 – was ihn ein paar Mal ziemlich ungeschickt ins Wasser pflatschen lies 😗 .



Ist aber auch gemein, wenn die Liebste unter einem davon läuft 😣 😄 …



Aufgrund der schamhaften Hippodame durften wir das Schauspiel auch nur von hinten betrachten – zum halb kaputt Lachen hat es aber trotzdem gereicht 😉 …

Nach unserem lustigen Hippo-tainment waren wir eigentlich der Ansicht, dass es ja kaum mehr besser werden könnte. In der nächsten Bachsenke saßen zwar „nur“ ein paar Vögelchen – diese aber sehr freundlich zu uns rüber grinsend …

Yellow-billed Stork



Grey Heron




Für unseren ersten Tag hatten wir trotz knalliger Sonne und hohen Temperaturen doch schon einiges an Tieren gesehen, fanden wir! 🙂

Okay, noch kein Rhino und keine Miezekatzen, aber das würde bestimmt noch kommen!

….Manchmal auch schneller als man denkt! 😗

Als wir auf der H 6 schon wieder in Richtung Satara zuckelten, sahen wir vor uns plötzlich zwei Autos am Straßenrand die mit ihrem Fernglas in die Ebene guckten (also nicht die Autos, sondern deren Insassen 😉 ). Wir also flugs daneben gestellt, Fernglas ausgepackt und gespäht … hhhmmmm...! Außer hohem Gras war nichts zu erkennen! 🙄

Also mal den freundlichen Südafrikaner vom Nachbarwagen gefragt! Dieser erzählte uns, dass sie gemeint hätten, im Gras eine Katze entdeckt zu haben! Und genau in diesem Moment erhob sich aus dem Gras ein Gepard, lief ein paar Meter in unsere Richtung und ließ sich dann wieder ins hohe Gras pflatschen! 🤩 Herzlichen Dank auch, einmal wenn man mit den Nachbarn quatscht und die Kamera gerade nicht schussbereit hat! 😵 😣 😠

Aber wenigstens konnte man nun Ohren und Kopf der Großkatze erkennen! Ein Blick auf die Uhr – wir hatten noch Zeit genug bis Torschluss und das Kätzchen würde bestimmt noch einmal aufstehen! Also Motor aus und gewartet! 🙂



An der Katzenfront zuckte ab uns zu mal ein Schwanz und ein Ohr – sonst herrschte aber eher gepflegte Langweile! 😐



Einmal wurde auch das Hinterteil keck gen Himmel gereckt – dann abermals gepflegte Langeweile! 😕



Zwischenzeitlich waren auch drei Game Drive Fahrzeuge der Singita Lodge eingetroffen, die sich mit den mittlerweile fünf anderen Fahrzeugen vor Ort etwas verkeilten (wir waren alle etwas doof geparkt, da konnten die armen Guides wirklich nichts fürs Verkeilen 😉 ) – weswegen wir mal kurz ein paar Meter weiter noch vorne fuhren, um den Autoknoten zu lösen – und in der Hoffnung von weiter vorne etwas mehr von unserem Geparden als Ohren und Schwanzspitze zu erkennen. 🙂

Und dann passierte etwas ganz Seltsames 🙄 . Als wir wieder geparkt waren, zuckte die Schwanzspitze nicht mehr im Gras, sondern hinter einem Busch hin und her 🤨 ! Wollte der Gepard uns veräppeln? 🙄 Hatte der sich wirklich genau in dem Moment bewegt, als wir uns umstellten? 😵 Des Rätsels Lösung kam, als plötzlich zwei Schwanzspitzen simultan in die Luft zuckten – das waren tatsächlich zwei Geparde! 🤩 Und Nr. 2 hinter seinem Busch, bewegte sich sogar … und nun tut es mir leid, aber jetzt musst ihr ein paar Miezekatzenfotos aushalten… 😗 😗 😗

Kaum stand der eine auf, kam auch etwas Bewegung in den anderen, wenn auch zuerst nur gähnender Natur …



Ist das nicht ein Prachtbursche? 🙂



So schön (verschlafen 😎 )..



... Herumliegen im Gras macht echt müde 😄 !



Allerdings schien man etwas publikumsscheu zu sein, denn Nr. 2 ging wieder auf Tauchstation im Gras …



Nr. 1 guckte derweil angestrengt in die Ferne …



… da tauchte im Bild plötzlich noch eine Gepardennase auf! 🤩



Wir hatten nicht einen, nicht zwei, - nein – wir hatten tatsächlich drei Geparde gefunden! 🤩 Wie toll!



Die drei saßen eine ganze Zeit lang wie versteinert vor uns und blickten auf die Grasebene … Zeit genug, damit wir ihnen den Namen „Die drei von der Tankstelle!“ verpassten 😄 .



Dann beschlossen die herrlichen Kreaturen leider von dannen zu traben…



Aber was für eine Sichtung! Und unsere ersten selbstgepirschten Geparde überhaupt 🙂 (bisher hatten wir Geparde immer nur mit Guide!)!

Beschwingt fuhren wir die restlichen Kilometer nach Satara zurück. Auf dem Weg sahen wir nicht mehr wirklich viele Tiere, aber das war uns jetzt auch sowas von egal. 😄

Direkt vor dem Camp gab's dann aber noch eine große Zebraquerung …



Was für ein schöner erster Tag im Krüger – auch wenn uns die Rhinos bisher im Stich gelassen hatten!



Zum Abendessen gab’s in einem der beiden Restaurants Burger und Steak – beides geschmacklich und portionsmäßig ordentlich und vor allem für den Preis völlig angemessen! 🙂 Das befürchtete schlechte Essen können wir daher wirklich nicht bestätigen! Gut gesättigt fielen wir dann auch recht schnell in unser Bett, gespannt was der nächste Tag so bringen würde!

Fazit Satara Restcamp:
Alte und einfache, funktionelle aber sehr saubere Unterkunft mit gar nicht mal so schlechten Betten (die waren echt absolut in Ordnung, da hatten wir wirklich Schlimmeres erwartet). Die Betten waren etwas kurz für einen fast 2 Meter Mann, aber so breit, dass mit ein bisschen Querlegen bequemes Schlafen problemlos möglich war. Zum Verweilen fanden wir die Unterkunft jetzt nicht so einladend, zum Schlafen und Grillen aber für den Preis völlig okay. Hier würden wir jederzeit wieder vorbei schauen! 🙂

Was der nächste Tag bereit hält?
- Wir suchen weiter nach unseren Nashörnern!
- Elo-tainment noch und nöcher 🤩
- Wir tun unser Möglichstes, dass auch bei gefühlten 35 Grad Außentemperatur weihnachtliche Stimmung aufkommt 😗 😎 😗
- und wir fahren raus aus den Krüger und rein ins Sabi Sands Game Reserve

Liebe Grüße
Steffi
Teil 612. Feb. 2014
Kapitel 4
Montag, 24.12. 2013
Krüger Nationalpark (Satara Restcamp) – Sabi Sands Game Reserve (Sabi Sabi Little Bush Camp)


oder auch: „I Want a Hippopotamus for Christmas!“

Teil I

Im Jahre 1953 viele tausende Kilometer weit weg im fernen Kanada hatte die damals 10-jährige Gayla Peevey die Weitsicht ein Lied perfekt für unsere Reise im Jahre 2013 zu singen. Was? 🙄 Ihr glaubt mir nicht? 🤨 Okay nun mag mancher einwerfen, dass das wohl weniger mit Weitsicht, als vielmehr mit Zufall zu tun hat 😗 – dem kann ich mich tatsächlich auch gar nicht verwehren. 😎

Jedoch: Gayla Peevey sang - warum auch immer 😉 - bereits 1953 den Soundtrack für unsere Reise!

Denn – und da müsst ihr mir nun wirklich zustimmen! – auch Weihnachten in Südafrika geht gar nicht ohne passende Weihnachtslieder. Und nein, ihr braucht jetzt nicht die Stirn zu runzeln 😛 , ob des Wörtchens „passend“ – das passende Weihnachtslied gibt es sehr wohl, eben aus dem Jahr 1953 und von besagter Sängerin und es hat den passenden Titel „I want a Hippopotamus for Christmas!“ 🤩

Passt wie die Faust aufs Auge oder? Oder besser gesagt: wie das Hippo in den Krüger! 😉

Und so verließen wir an diesem Morgen des 24. Dezembers kurz vor Sonnenaufgang das Camp legten unsere Weihnachts-CD ein und pirschten!

Der wolkenverhangene Himmel zauberte im Sonnenaufgang ein wunderschönes Landschaftspanorama…



An einem Damm in der Nähe von Satara standen Unmengen an Impala und grasten…



Und im Damm: Ja genau … Hippos! 😄 Wenn man die Tiere im Krüger wirklich nur herbei singen müsste, damit sie erscheinen, wäre das eine ganz fantastische Sache 😗 … ich kann allerdings berichten, dass dieser Versuch der Tierbeschwörung nur dieses eine Mal geklappt hat: Auf unser Gejaule von „The lion sleeps tonight!“ hat sich dummerweise nie ein Löwe gemeldet… 😗 😣

Aber zurück zu den Hippos am Damm … da hatte der Junior das recht witzige Problem, dass er sich nicht ins Wasser springen traute…



Irgendwann traute er sich doch … sehr … vorsichtig … ins Wasser zu rutschen und pflatschte dort recht unelegant und immer noch erstaunlich laut hinein … 🤩



Was die ganze Wiese voll Impala voller Panik davon springen ließ …



Nachdem der Damm nun Impala-entleert war, fuhren wir langsam an der Teerhauptstraße H 1-3 in Richtung Süden. Tierisch und auch verkehrstechnisch war hier an diesem Morgen nicht so wirklich viel los: Hier und da kreuzte ein Pavian und ein paar Wasserböcke blickten dann und wann zu uns herüber…



Bitte recht freundlich alle miteinander! 🙂



Und in den Bäumen gähnten die Affen herzhaft! 😄



Überhaupt Affen: Die haben uns in diesem Urlaub echt viel Spaß gemacht! Diese hier hatten sich so schnell an uns gewöhnt, dass sie auf einem Baumstamm vor uns ein Müttertreff veranstalteten…



Sind die nicht goldig? 🙂



Nach den Affen sahen wir dann aber erst einmal für längere Zeit kein Tier … kein einziges … gar nicht … 🙄 Da Christian zudem meinte, dass ihn das Fahren auf der Teerstraße etwas langweile, entschieden wir uns, unser Glück auf einer Schotterpiste zu suchen. Doch außer viel Impala war auch dort nicht die Welt los…

Wir fuhren und fuhren, stellten fest, dass „Let it Snow“ nur bedingt zu Weihnachten im Krüger passt 😗 , und fuhren und fuhren weiter, der Busch wurde immer dichter, wir fuhren und fuhren immer noch weiter … bis wir mal wieder an einem Elefanten vorbei fuhren 🤩 . Kommando zurück! Alles zurück auf Elefant! 🤩

Und da stand er mitten im Busch und guckte uns an! Schöööön!



Wir beschlossen das Kerlchen ein bisschen zu beobachten, stellten jedoch recht schnell fest, dass er nicht alleine unterwegs war. Noch schöner! 🙂 Und als wir da so standen und versuchten die Elefanten im dichten Buschwerk auszumachen, teilte sich keine fünfzehn Meter vor uns das Buschwerk und diese Dame hier stand auf der Straße…



… ein paar Sekunden später die nächste …



Und dann purzelte Elefant nach Elefant aus dem Dickicht: Groß, mittel, klein 🤩 …



Diese Elefantendame beäugte uns kurz etwas misstrauisch, kam aber dann zur Einsicht, dass direkt vor unserem Auto ein hervorragender Platz für ein bisschen Körperpflege war 😄 …nach Flanke…



Gesicht …



und Ohren (den Elefanten im Krüger scheint sehr an der Pflege ihrer Ohr-Rückseite gelegen, zumindest konnten wir sie recht oft dabei beobachten 😁 ) …



… waren wir wohl endgültig als harmlos eingestuft worden und es folgte, das bis dato bezauberndste Elefantenverhalten uns gegenüber, was wir je erlebt haben: Die Elefantendame schob ihr kleines Kalb nach vorne vor und fast hatte man das Gefühl, sie wollte es uns präsentieren und damit angeben 🤩 …



Vielleicht war das Ganze aber auch ein kleines „Elefanten 1x1 im Umgang mit Touris“, denn der Kleine wurde von der Mama immer wieder an gestupst, doch in unsere Richtung zu schnuppern…



Immer wieder erschrak er dabei vor seinem eigenem Rüssel, drückte sich schützend an Mama…



… die beruhigend brummelte und ihn geradezu aufmunternd wieder ein bisschen in Richtung Auto schob 🤩 …



Zu diesem Zeitpunkt waren uns die Kinnladen schon auf den Bogen gefallen vor lauter Ehrfurcht und Freude 🤩 , gemischt mit leichten Anflügen von Panik, wenn das Kleine gar recht nah in unsere Richtung rüsselte 😵 .



Während der Rest der Herde in aller Seelenruhe hinter den beiden an uns vorbei zog um auf der anderen Seite zu grasen, standen die beiden eine gefühlte Ewigkeit vor uns, bis die Mama schließlich behutsam den Kleinen in Richtung Büsche lenkte…



Nicht ohne sich vorher zu verabschieden 😁 …



Und auch der Kleine hatte einen Gruß für uns übrig! 😄



Was für eine Elefanten-Sichtung! 🤩 Und wir hatten die Tiere ganz für uns alleine gehabt, die ganze Zeit über! Konnte es überhaupt noch besser werden?

Konnte es! Eine fast noch beeindruckendere Elefantensichtung sollte an diesem Tag nämlich noch vor uns liegen! 😗 Und noch ein paar andere tierische Gesellen …

Mehr dazu dann in den nächsten Teilen 😉 …

Liebe Grüße
Steffi
Teil 715. Feb. 2014
Kapitel 4
Montag, 24.12. 2013
Krüger Nationalpark (Satara Restcamp) – Sabi Sands Game Reserve (Sabi Sabi Little Bush Camp)


oder auch: „I Want a Hippopotamus for Christmas!“

Teil 2

Nachdem wir uns von unseren Elefanten verabschiedet hatten und eine kurze Frühstückspause an einem Picknickplatz eingelegt hatten, lief uns als nächstes dieser Geselle über den Weg, der wohl auch gerade gefrühstückt und dabei den Mund etwas zu voll genommen hatte 😄 …



Bevor wir wieder zu den grauen Giganten übergehen 😗 , muss ich an dieser Stelle einmal eine Lanze für die heimlichen Helden des Krügers brechen: Die Impalas! 😁

Selbst wenn man mal eine Stunde nichts an Tieren sieht, Impalas sieht man im Krüger immer irgendwo. Die sind so zahlreich, dass wir uns irgendwann dabei ertappten, sie schon völlig zu übersehen. Der Impala am – unter – hinter dem Strauch wird irgendwann so zur Selbstverständlichkeit und ist so ins generellen Landschaftsbild integriert, dass er gar nicht mehr wirklich auffällt. 😊

Was irgendwie schon eine Schande ist – denn gerade zur Regenzeit wimmelt der Busch vor lauter niedlichen Baby-Impalas! 🤩



Baby-Impalas sind gewissermaßen das Gegenstück zu unseren hiesigen Osterlämmchen 😄 … so süß und niedlich, wie sie immer im dichten Gras gekuschelt liegen…



Aber auch die ausgewachsenen Tiere haben den ein oder anderen Blick verdient – die sind nämlich auch einfach nur wunderhübsch anzusehen…



Trotzdem muss ich die Impalas mal kurz zur Seite schieben, denn nach einer kleinen Kuppe stand rechterhand dann dieser Gigant etwas entfernt in einer Suhle 🤩 …



… als von hinten noch ein Kumpel auftauchte ging das Gematsche erst richtig los 😄 …



Ich finde es ja immer wieder herrlich, Elefanten beim Schlammbaden zu zusehen. Die haben da meist eine unbändige Freude daran 😁 …



Dann schlugen die zwei tatsächlich den Weg richtig Straße und damit zu uns ein 🙄 . War ja irgendwie klar – wir kommen – Elefant meint über die Straße gehen zu müssen! 😉

Wir hatten noch kurz Zeit zu bestaunen wie kunstvoll der eine der beiden Bullen seinen Rüssel auf den Stoßzähnen ausruhte…



… dann legten wir mal vorsichtshalber den Rückwärtsgang ein. Denn anders als unsere Herde vorher, waren die beiden sichtlich der Meinung, dass sie die Herren der Straße waren. Deshalb war uns mit ein klein wenig Abstand zu den beiden Riesen doch etwas wohler… 😎

Nachdem die beiden Kolosse die Straße gekreuzt hatten und wieder im Busch entschwunden waren, standen wir noch eine ganze Weile etwas weiter mal mehr, mal weniger direkt in einer riesigen Impala-Herde und beobachteten das fröhliche Antilopentreiben.

Was guckst du?



Impala-Kindergarten



Tierhighway á la Krüger: Eine Spur für die Impalas, eine für den Warzenschweinnachwuchs 😄



Danach fuhren wir zurück zur Hauptstraße, stellten aber fest, dass dort außer einem Mehr an Autoverkehr nichts sonst unterwegs war. Deshalb und weil wir noch ganz gut in der Zeit waren schoben wir noch einen kurzen Stopp am Orpen Damm ein. Der Abstecher dorthin erwies sich als sehr lobenswert: Zum einen weil man sich hier ein bisschen die Beine vertreten konnte, zum anderen weil auf der anderen Seite des Flusses gerade eine Herde Elefanten zum Vorschein kam, die wir nun gepflegt im Schatten stehend und sitzend in aller Ruhe beobachten konnten. 🙂



Ein paar Nachzügler kamen sogar noch durch den Fluss geschwommen!



Auf der anderen Seite wurde es langsam aber sicher richtig voll!



Nach einer Weile lösten wir uns von den Elefanten und kehrten zu unserem Hilux zurück. Auf dem Weg hinaus zum Paul Krüger Gate sahen wir dann nicht mehr die Welt an Tieren – dazu war es mittlerweile vielleicht auch einfach zu heiß…

Ein paar Kudus liefen uns noch über den Weg, sowohl miteinander rangelnd …



… als auch einfach majestätisch in die Landschaft blickend.



Und wegen diesem Kerl hier, hab ich den armen Christian eine Vollbremsung hinlegen lassen 😗 – da dachte ich nämlich, ich hätte einen Leo im Baum entdeckt 😗 😗 😗 … nunja 🙄 … der „Leo“ stellte sich leider als riesengroßer Pavian heraus 😣 😣 😣 😗 …



Übrigens durfte ich mir von diesem Moment den restlichen Urlaub über anhören, dass die Steffi so gute Augen hätte, dass sie sogar Affen in den Bäumen sieht! 😗 😎 😣

Gegen halb zwölf verließen wir den Krüger durch das Paul Krüger Gate um wenige Kilometer später rechterhand in Richtung Sabi Sands Game Reserve abzubiegen. Dort gab es am Gate erst einmal zu ein bisschen Verwirrung, als wir aufschlugen … zumindest guckten uns die Jungs am Gate etwas schräg von der Seite an … bis uns jemand die Liste mit den „arrivals“ unter die Nase hielt und Christian fragend anblickt, ob er die Christina wäre? 🤩 😄 Ein paar herzhafte Lacher später, hatten wir die Reservatgebühr bezahlt und waren auf dem Weg zum Sabi Sabi Little Bush Camp.

Ja und da waren wir! Angekommen in unserem ganz persönlichen Land der Luxusschweinchen! 😄 Als wir uns verstaubt und verschwitzt aus unserem Hilux schälten, wurden wir schon von Hugo und Alta, dem Managerehepaar der Lodge, in empfangen. Hugo erklärte uns dann im der sehr geräumigen Hauptgebäude der Lodge, was uns die nächsten paar Tage so erwarten würde. Und irgendwie bekamen wir vom Zuhören alleine schon gewaltigen Hunger 😄 ! Was insofern auch gut war, denn nachdem uns unsere Zimmer gezeigt wurden, sollte es ja auch schon Lunch geben! 😁

Das Little Bush Camp liegt an einem kleinen Flussbett, welches während unseres Aufenthaltes nur am hinteren Ende Wasser führte. Über das Flußbett hinweg führt von dem Hauptgebäude ein schmaler Steg, dahinter gibt es einen kleinen aber feinen Pool-Bereich. Wobei man diesen nicht wirklich benötigt - fanden zumindest wir 😗 ! Denn jedes Zimmer hat einen eigene Jacuzzi - und ich sage euch: An diesen Grad von Luxus könnte zumindest ich mich sofort gewöhnen 😗 😊 😗 ... Ich weine ihm heute noch hinterher, unserem Jacuzzi! 🙁 😉

Die Zimmer sind sehr klassisch gehalten, mit den mit Abstand besten Matratzen des ganzen Urlaubs (auch aus denen will man eigentlich gar nicht mehr raus 😉 ). ...



Hier das Badezimmer mit Innendusche (eine Außendusche gab's auch noch, die habe ich aber leider nicht fotografiert)...



Und unser Willkommensbrief...



Für uns war es ja der erste Aufenthalt in einer derart "noblen" Unterkunft und ich muss zugeben, dass wir beide schon etwas skeptisch waren, ob uns das Ganze gefallen würde, aber auch, ob es was Tiersichtungen angeht, halten würde, was es verspricht (bzw. was man sich selbst so verspricht)! Unsere Ankunft jedenfalls hätte schon einmal nicht besser laufen können, Hugo und Alta haben eine ganz besondere herzliche Art, durch die man sich sofort wie zuhause fühlt und die ganze Lodge ist einfach sehr gepflegt und "auf den Punkt gebracht". Soweit gefiel uns das also schon einmal sehr gut...

Ob es so bleiben würde? Das erfahrt ihr im nächsten Teil ... und dann war da ja noch etwas mit einer Elefantensichtung 😗 ... und unser Nashorn haben wir ja auch immer noch nicht gesehen 😗 ... und überhaupt: War heute nicht Heiligabend? 😉

Liebe Grüße
Steffi
Teil 817. Feb. 2014
Kapitel 4
Montag, 24.12. 2013
Krüger Nationalpark (Satara Restcamp) – Sabi Sands Game Reserve (Sabi Sabi Little Bush Camp)


oder auch: „I Want a Hippopotamus for Christmas!“


Teil III


Nachdem wir also zuerst staunend vor unserem Jacuzzi standen, uns kurz frisch machten, wieder staunend vor unserem Jacuzzi standen, uns fragten, wie verlottert bzw. unrasiert man denn in so einer Unterkunft zum Lunch gehen könne, nur um im Anschluss staunend und unter viel „Ohhhh“ und „Ahhhh“ die ersten Gliedmaßen in den Jacuzzi zu halten 😗 , schafften wir es irgendwie dann doch gegen halb zwei im Hauptgebäude der Lodge aufzuschlagen: Wir hatten nämlich Hunger! 😄

Das Lunch-Menü überforderte uns dann kurzzeitig etwas 🙄 : Das hatte nämlich 4 Seiten war über und über gefüllt mit sehr lecker klingenden Leckereien und bot die grundsätzliche Möglichkeit das Ganze zu einem 4-Gang-Menü auszuwälzen! Man nehme dazu den wohl schnuffigsten, und nettesten Koch, der mir je untergekommen ist, der nun vor uns stand und uns erwartungsvoll anblickte und dessen Freude umso größer wurde, je mehr wir bestellten und es war klar: Scheibenhonig, dieser Aufenthalt wird richtig, richtig schlecht für die Figur! 🤩 😗 🤩 😗

Und – wie wir schon befürchtet hatten – dann war’s auch noch super lecker 🤩 . Vorweg gab’s einen leckeren Caesar Salad, danach für Christian ein Straußen-Kebab und für mich Tagliatelle mit Schinken und Rucola. Vollgefuttert und zufrieden rollten wir dann zurück in unser Zimmer, wo der Jacuzzi dem ersten ausgiebigen Test unterzogen wurde. Hach, das war schön! 😄

Um kurz vor halb vier lösten wir uns leicht aufgeweicht vom Jacuzzi und gingen wieder ins Hauptgebäude um dort unserer ersten Pirschfahrt zu harren. Und – irgendwie war es ja klar – es gab schon wieder Essen! 😗 Oh weih, oh weih! (und ja, es war auch schon wieder lecker! 😉 ) Dort trafen wir aber auch Grant, unseren Guide für die nächsten drei Tage, und ein nettes malaysisches Ehepaar Steve und Susan, welche an diesem Nachmittag und am nächsten Vormittag den Wagen mit uns teilen sollten. Da die restlichen vier Zimmer der Lodge an eine 7-köpfige Hochzeitsgesellschaft vergeben waren, die gemeinsam einen Wagen hatte, waren wir nur zu viert in unserem Fahrzeug unterwegs! Bevor es los ging, stellte uns Grant noch Moses, unseren Tracker vor, und ab ging es!

Kaum waren wir aus dem Camp heraus gefahren, stand auch schon ein Elefant vor uns! Der war aber männlich, übellaunig und hatte sich vor lauter Hormonüberschuss lecker eingepinkelt 😵 , sodass er nicht sehr erfreulich roch 😣 , weswegen Grant nur kurz in gebührendem Abstand hielt und uns versprach, dass er uns freundlichere Elefanten suchen würde und wir diesen Gesellen lieber in Ruhe lassen sollten. Wir waren da alle seiner Meinung! 😉

Zuerst liefen uns nur ein paar Zebras über den Weg, die scheinbar über die Streifen des Nachbarzebras lästerten… 😄



… eine kleine Herde Gnus…



und als wir über eine kleine Kuppe fuhren, erblickten ein-, zweihundert Meter vor uns ein Nashorn! 🤩

Und jetzt muss ich mich wirklich entschuldigen, dass ich von diesem Nashorn kein wirklich schönes Bild zu bieten habe 😊 , aber ich war da etwas überfordert. Dazu muss man Folgendes wissen: Ich hatte im Vorfeld noch mit einer Freundin, die selbst schon mehrfach in Sabi Sands unterwegs war, diskutiert, was ich denn an Objektiven auf die Pirschfahrten mitnehmen solle. Klare Ansage der Freundin: „Steffi, lass die Konverter im Zimmer – du kommst den Tieren da so nah, das brauchst du da nicht!“ Da dachte sich die Steffi: „Okay lass ich mal die Konverter im Zimmer, sie wird schon recht haben! Aber nah? 🙄 … naja nah waren wir dem Tieren bisher ja auch!“ 😗

Ja … ähm … *hust* … man lerne: Es gibt nah und es gibt NAH! Und was NAH heißt, sollten wir in den nächsten Tagen mehrfach eindrücklich vor Augen geführt bekommen. Das erste Mal mit dem Nashornbullen, an den Grant langsam so auf ca. 15 Meter heran fuhr und dann stehen blieb. Herrn Rhino, nennen wir ihn der Einfachheit halber mal Bruno, war unsere Anwesenheit sichtlich schnurz, was dazu führte, dass es genau ein Foto gibt, auf dem Bruno ganz zu sehen ist. Das da:



Danach graste der Koloss näher und näher, das Mahlen des Nashornkiefers wurde lauter, der Koloss kam noch näher 🙄 und näher 🙄 🙄 und davon abgesehen, dass ich nunmehr weiß, dass so ein Nashorn verdammt laut schmatzen kann 😗 , war uns das Tier in diesem Moment so nahe, dass wir es hätten streicheln können 🤩 .



Dann lief Bruno gefühlte 20 Zentimeter vor dem Wagen vorbei und graste und schmatzte direkt neben dem Auto auf der anderen Seite weiter! 🙄 Deswegen gibt’s auch kaum Fotos von Bruno, ich war nämlich so überwältigt von dieser Nähe zum Tier, dass ich nicht mehr wirklich ans Fotografieren gedacht habe, sondern mir eher überlegt habe, wem ich jetzt vor Freude um den Hals fallen soll: Christian, Grant oder doch Bruno! 😗 😗 😗 (ich hab’s dann aber doch bleiben lassen, das mit dem um den Hals fallen 😉 ).



Nachdem Bruno von dannen schmatzte, fuhren wir weiter. Grant erzählt uns ein bisschen etwas über Sabi Sabi und als wir einen kleinen Hügel hinauf fuhren, sahen wir plötzlich eine kleine Herde Elefanten auf uns zu kommen. Und da waren sie: Unsere versprochenen, freundlichen Elefanten! 🤩



Ich weiß nicht, wie Grant es gemacht hat, aber irgendwie schaffte er es, uns genau so zu positionieren, dass die grauen Giganten um unser Auto „herum flossen“. WOW!!! 🤩



Wir waren begeistert! 🤩



Vor lauter Begeisterung und hohem Gras ging am Anfang dieser kleine Geselle völlig unter!



Erst als die ganze Herde an uns vorbei auf die Straße wechselte (ist ja klar: Wir kommen und die Elos laufen auf die Straße! 😉 ), entdeckten wir den kleinen Zwerg!



Nachdem sich die Elefanten allesamt vor uns gesetzt hatten, meinte Grant, dass er bei der nächsten Gelegenheit, die sich bietet, versuchen würde wieder an der Herde vorbei zu fahren, da er vermutete, dass die Elefanten zu einem kleinen Wasserloch nicht weit entfernt gehen würden. Und wenn wir Lust hätten, würden wir da hin fahren und abwarten, was passieren würde. Und ob wir Lust hatten! 🤩



Als die Elo-Popo-Karawane das nächste Mal vor uns in Richtung Gebüsch abbog...



... ließen wir die grauen Riesen hinter uns und fuhren zur Wasserstelle einen kleinen Hang hinunter. Kaum waren wir dort gut positioniert, brachen die Elefanten oben am Hang schon aus dem Gebüsch heraus und liefen beschwingten Ganges zum Wasser! 🤩



Ich liebe es ja, Elefanten beim trinken zu zusehen!



Aber noch mehr liebe ich es, kleine Elefanten zu beobachten. Grundsätzlich gilt ja: Je kleiner, desto höher der Entertainmentfaktor! 😄 Und dieser kleine Fratz hier, bot nun ein Entertainment, welches wir so schnell nicht wieder vergessen werden.



Wenn die ganzen Erwachsenen trinken, ist klar, dass das kleine Gemüse auch trinken will. Blöd nur, wenn der Rüssel noch nicht so funktioniert, wie das Baby-Elo gerne hätte! Aber kein Problem: Wenn das Wasser nicht über den Rüssel in den Mund kommt, dann kommt der Mund halt zum Wasser. 😗



Und der kleine Elefant macht „Pflatsch“… 🤩



Iiiihhh, das ist ja nass! 😄



Auf ein Neues!



Irgendwie schien diese Taktik aber nicht ganz aufzugehen 🙄 😄 .



Eine Neue musste her: Also komplett ins Wasser gestellt, Mäulchen ins Wasser und den Wasserpflug gemacht 😄 …



Wenn man lange genug mit dem Hinterteil nach vorne schiebt, läuft schon irgendwann Wasser ins Mäulchen… 😄



Und nebenbei kann man auch ganz perfekt baden! 😁



Derweil lachten wir uns über den kleinen Kerl halb kaputt im Wagen! Ab und zu lief der Mini-Gigant aus dem Wasser und suchte Schutz bei Mama…



… nur um dann motiviert sich wieder ins die Fluten zu stürzen… 😄



… und mit der Naser voran wieder ins Wasser zu pflatschen… 🤩



Das mit dem Trinken schien aber auch bei x-ten Versuch nicht so zu klappen, wie sich der Elefantennachwuchs das so vorstellte. 😗



Nun gut, genug ist genug – irgendwann muss ja Schluss sein, dann halt wieder ins Trockene. Um aus dem Wasser heraus zu kommen, hätte der Kleine eigentlich nur umdrehen und dort hinaus gehen müssen, wo er rein gekommen war: nämlich am seichten Ufer. 😗

Aber nein, aus unerfindlichen Gründen, wollte der Zwerg die kleine Böschung hoch klettern! 🙄



Und dann hing er da plötzlich, kam nicht mehr weiter nach oben und zurück traute er sich auch nicht wirklich! 🙄

Sofort kam eine Elefantenkuh und versuchte den Kleinen mit ihrem Rüssel am Popo nach oben zu schieben. Das Baby strampelte und strampelte, kam trotzdem keinen Zentimeter weiter nach oben!



Und dann quiekte der Kleine herzzerbrechend! 🤩 Und mit diesem Quieken herrschte Panik unter den Elefanten! 😮 Die umstehenden Elefantenkühe, ließen das Wasser aus ihren Rüsseln rinnen und eilten dem Kleinen zur Hilfe.



Plötzlich standen vier große Elefantenkühe um den Kleinen herum und versuchten den Zwerg mit ihren Rüsseln nach oben zu drücken! Und der Kleine strampelte und strampelte und kam immer noch nicht voran! 😮



Die Panik der erwachsenen Tiere war direkt greifbar, man merkte, dass da das „Ein und Alles“ der Herde gerade in diesem Moment an der Böschung hing 😐 . Und wie gerne hätten wir den Tieren zugerufen, dass der Kleine doch nur zurück ins seichte Wasser müsse, um am fünf Meter weiter am seichten Ufer problemlos aus dem Wasserloch zu kommen.



Aber mit jeder weiteren Sekunde wuchs die Panik der Elefanten! 🙁 Dann quiekte der Kleine noch einmal! – Und mit einem lauten Tröten war die Leitkuh zur Stelle, schob die anderen Elefanten zur Seite, packte den Winzling mit ihrem Rüssel am Schwanz ...



...und schob ihren Fuß unter seinen Bauch! 🤩 Ein letztes Quieken und der Kleine stand oben auf der Böschung, völlig betröppelt und durcheinander!



Sofort bildeten die Herde einen Kreis um den Kleinen und brummelte beruhigend! Wir Zuschauer hatten das Gefühl, dass das gemeinsame Brummeln nicht nur den Zwerg beruhigen sollte, sondern auch die Erwachsenen! Die armen Tiere waren völlig mit den Nerven fertig und die Aktion „Trinken und Baden“ wurde abgebrochen. Fast schien es so, als würden die grauen Kolosse vor dem Wasserloch flüchten, aus dem hier kleinstes Mitglied fast nicht mehr heraus gefunden hätte!

Was für eine Sichtung! 🤩 Wir saßen noch einige Minuten völlig fassungslos schweigend im Auto – das Gesehene mussten auch wir Menschen erst verdauen! Und dann machte sich überwältigende Begeisterung breit! WOW!!!

Wir beschlossen, dass es nun Zeit für Alkohol – entschuldigt 😗 – einen gepflegten Sundowner war! An ein paar Impala vorbei...



... fuhr uns Grant zu einer schönen Lichtung, wo wir bei ein, zwei Savannah Dry den Sonnenuntergang genossen und uns ein bisschen unterhielten!



Abendrot



Nachdem die Sonne untergegangen war, versuchten Grant und Moses uns noch einen Leoparden zu finden. Ein anderes Auto hatte wohl einen weiblichen Leo entdeckt, die Dame war aber nicht in Tourilaune und entschwand von uns ungesehen flugs wieder in die Dunkelheit! Grant merkte man direkt an, dass er sich ärgerte, dass wir bei dieser Fahrt keine Katze gesehen hatten - aber mit dieser Wahnsinns-Elosichtung waren seine vier Gäste wir wirklich mehr als zufrieden! Und für die schlafende Katzen hatten wir ja noch 5 Pirschfahrten über 😄 😎 !

Als wir zur Lodge zurück kamen, warteten dort schon wieder Hugo und Alta mit einem Willkommens-Amarula auf uns! Während unserer Pirschfahrt hatten die Mitarbeiter das ganze Hauptgebäude festlich geschmückt 🤩 !

Hier bekamen wir wenige Zeit später unser lecker Weihnachtsdinner serviert 🙂



Oh weih, keine zehn Stunden da und wir wollten diese Lodge schon nicht mehr verlassen 😗 ! Achja und was die Figur anging: Das Abendessen hat auch nicht wirklich geholfen 😉 : Nach Avocado mit Garnelen und Salat, einer Gazpacho, einem lecker Rinderfilet mit glasierten Karotten und Kartoffelgratin und einer Amarula-Creme-Brulee kugelten wir nur noch leicht angetrunken (der Wein war natürlich auch lecker 😗 ) in unser Bett!

Worauf ihr euch für den nächsten Tag vorbereiten könnt?
- Miezekatzen-Alarm die Zweite
- Wir machen einen Busch-Walk um den „kleinen Dingen“ des Busches auf die Schliche zu kommen! 🤪
- Haben ein Busch-Picknick!
- Rhino-tainment die Erste
- und je nach Definition (das dürft dann ihr entscheiden 😎 ) Miezekatzen-Alarm die Dritte 😗
Teil 919. Feb. 2014
Kapitel 5
Dienstag, 25.12. 2013 –
Sabi Sands Game Reserve (Sabi Sabi Little Bush Camp)


oder auch: Ein Leo zum Fest!

Teil I

Dienstag! 25. Dezember 2013! Weihnachten! Kurz vor halb sechs Uhr am Morgen! Und so wunderbar kuschelig in diesem großen, gemütlichen Bett! Doch durch unsere Zimmertür schallte es unüberhörbar und hoch motiviert: „Gooooood Mooooorning! This is your Waaaaake uuuuup – Caaaaall!“ 😣 😣 😣

Für mich das Zeichen genauso hoch motiviert aus dem Bett zu springen. Für Christian das Zeichen sich maulend die Bettdecke über den Kopf zu ziehen und etwas davon zu nörgeln, dass er sich ja so auf die Arbeit zuhause freue, weil er dann endlich wieder bis sieben Uhr morgens ausschlafen könne! 😄 😛 😄

Wenig später trafen wir dann mehr (ich) oder weniger (mein Göttergatte) wach im Hauptgebäude ein, wo es neben Kaffee, Tee und Saft – es war nicht anders zu erwarten 😉 – auch eine Wagenladung verschiedenster Kekse und Obst gab. Vor-Frühstück sozusagen! 😁

Während sich Christian über Kekse und Kaffee her machte, stellte ich zu meinem großen Entsetzen fest, dass ich am vorhergehenden Abend wohl doch etwas angetrunkener als gedacht gewesen war und nicht mehr ganz umrissen hatte, dass es nur im Hauptgebäude Internetempfang gab, nicht aber in den Chalets 😗 😗 😗 . Was dazu führte, dass meine nächtens noch im Zimmer verfassten Nachrichten an die beste Freundin mit rühmlichen Inhalten wie etwa „Huch, ich glaube, ich bin etwas angetüddelt und blau!“ 😗 😊 😗 erst frühmorgens um kurz vor sechs, als ich das Hauptgebäude wieder betrat, nach Deutschland verschickt wurden! Dies führte zuhause wohl zu etwas Verwirrung ob des Zusammenhanges frühe Uhrzeit und Steffi-Zustand! 😗 😵 😗

Um kurz vor sechs saßen wir dann wieder zusammen mit Steve und Susan auf unserem Game-Drive-Wägelchen und harrten der Dinge, die uns der Weihnachtsmann im Busch versteckt hatte! Oder auch nicht 🙄 … denn die Tiere schienen an diesem Weihnachtsmorgen alle auszuschlafen. Nichts zu sehen, außer ein paar verschlafen drein guckenden Impalas. Wobei Grant auch sehr zügig fuhr, so als hätte er ein Ziel …

Als wir an eine kleine Kuppe fuhren, sahen wir oben auch schon ein anderes Pirschfahrzeug stehen und dann das da… 🤩



Der Weihnachtsmann hatte uns einen Leo auf die Straße gestellt! Ja, das nennen wir mal serviceorientiert! 😄

Wobei Leo auf Straße irgendwie auch nicht sooooo das Wahre ist! 😗 Nichts gegen den Leo, der war fantastisch zum Abwinken und außerdem ein stattlicher Kater – also genau das, was ich mir ja gewünscht hatte insgeheim 😁 .... jedoch: Wenn man davon absieht den Leo mit dem Auto von der Straße zu schubsen, bleibt einem erst einmal nichts anderes übrig, als den gepunkteten Miezekater ausdauernd von hinten zu betrachten! Was zugegebenermaßen nach fünf Minuten - Punkte hin oder her - etwas eintönig wird 😗 , vor allem wenn besagter Kater keinerlei Anstalten macht auch nur einmal in unsere Richtung zu blicken! 😕

Als sich der Busch seitlich lichtete nutzte Grant die Gelegenheit und düste seitlich am Großkater vorbei und fuhr weiter nach vorne, damit das Kätzchen – so der Plan – direkt auf uns zulaufen konnte.

Ja und was macht der Kater, kaum dass wir positioniert stehen? Steckt seine Nase ins Gras und inhaliert Graspollen oder was auch immer! 🤩 😵 🤩



Dann besann sich unser gepunktetes Weihnachtspräsent aber doch noch auf seine guten Manieren und nun bitte ich die nachfolgende Fotoflut zu entschuldigen und darf vorstellen: Maxabeni! 🤩



Maxabeni ist in Sabi Sabi unter den Leos derzeit das, was man so schön als "dominantes Männchen" bezeichnet umgangssprachlich also der Chef in Ring! So ein Chef im Ring muss natürlich ab und an, seine Arena abgehen – und genau das machte Maxabeni an diesem Morgen: sein Revier kontrollieren und mit neuen Duftmarken „bestücken“… 😁



Und dabei war es dem guten völlig schnuppe, dass da drei Autos mit Menschen um ihn herum wuselten – Menschen so scheint der intelligente Leopard von Welt zu wissen, stellen keine unmittelbare Konkurrenz im Hinblick auf die Paarung mit willigen Leoparden-Frauen dar!



Und so schritt Maxabeni die Straße entlang, hielt dann und wann inne, lief dabei teilweise keinen halben Meter an den parkende Fahrzeugen vorbei und lies sich bei seinem Revierrundgang nicht stören.



Grant brachte uns dabei immer wieder in die perfekte Beobachtungslage mit dem Wagen, sodass, obwohl der Leopard die ganze Zeit in Bewegung war, erstaunlich viele schöne Fotos entstanden sind… 😁



Ist er nicht einfach wunderhübsch, der Maxabeni?



Während er da so selbstbewusst in seiner ganzen Pracht den Weg entlang schritt, überlegten Christian und ich uns schon, wie wir den Miezekater am Besten ins Fahrzeug verfrachtet und nach Hause verschifft bekämen. Der hätte sich ja so gut auf unserer Couch gemacht! 😗 😗 😗



An seiner Einstellung zum Markieren, das war auf Anhieb klar, müssten wir zuhause aber verstärkt arbeiten! Und die Frage, wie wir unserem Tierarzt demnächst beibringen würden, dass wir mal eben kurz mit unserem „Maxi“ zur Kastration vorbeikommen würden und er doch bitte alles andere Getier aus dem Wartezimmer entfernen solle, weil Maxi, wenn nüchtern, immer nicht so gut mit Hunden etc. könne – die konnten wir uns auf Anhieb nicht beantworten. 😄 😎 😗



Aber als der Gute dann noch anfing, seine Nase in Büffeldung zu reiben 😵 (um seinen eigenen Geruch vor seinen Freß“opfern“ zu tarnen, wie uns Grant erklärte), überlegten wir es uns doch noch einmal anders! 😗



Also ließen wir die schöne Kreatur, da wo sie auch hingehört, und bestaunten sie nur gebührend (auch wenn ich nach wie vor der Meinung bin, dass unsere Couch und dieser Kater dermaßen gut zusammen passen würden… 😗 😗 😗 )…



Auch wenn er wirklich, wirklich niedlich ist der Maxabeni (hier wurde die Nase ausnahmsweise mal nicht in Büffeldung gerieben, sondern einfach nur am ordinären Gras 🙂 )…







Nachdem wir den Leoparden gebührend bestaunt hatten, machten wir Platz für den nächsten Wagen (in Sabi Sabi dürfen nur jeweils drei Autos bei einer Tiersichtung stehen) und guckten, was es sonst noch so zu sehen gab an diesem schönen Morgen...



Mehr dazu dann im nächsten Teil! 🙂 Und zum Abschied noch einmal mein neuer Lieblingskater 😉



Liebe Grüße
Steffi
Teil 1024. Feb. 2014
Kapitel 5
Dienstag, 25.12. 2013
Sabi Sands Game Reserve (Sabi Sabi Little Bush Camp)


oder auch: Ein Leo zum Fest!

Teil II

Nachdem wir den wunderhübschen Maxabeni verlassen hatten, liefen uns noch ein paar der üblichen Verdächtigen des afrikanischen Busches über den Weg …

Ein schöner Hals von hinten kann durchaus auch entzücken 😄 …



Ich finde Giraffen ja wirklich und immer wieder aufs Neue wunderhübsche Tiere. Nicht sonderlich helle, aber wunderhübsch 😉 ! Im Profil von der Seite…



Interessant ist, dass auch die Giraffen immer das Blatt haben wollen, das gaaaaanz weit oben ist! 😁



Und von vorne ist das doch auch ein wirklich fescher Bursche…



Und wer sich immer gefragt hat, wer der Herrscher über das ganze Buschland ist: Der hier hatte sich zumindest schon einmal sehr hoheitsvoll positioniert und thronte über die Savanne … 😄



Nach einem kurzen Kaffee und heiß Schokolade-Stopp (…heiße Schokolade mit Amarula um genau zu sein! 😗 … und ja, natürlich gab es schon wieder kleine leckere Schweinerein zum Essen! 😗 😗 ) trafen wir noch eine Gruppe Wasserbock-Damen beim Kaffeekränzchen an…



Bitte recht freundlich! 🙂



Und eine kleine Herde Gnus…





Vögelchen gab’s auch: Hier ein Hammerkopf (ich hoffe, ich hab den richtig 😊 )



Um kurz nach neun Uhr waren wir in der Lodge zurück, machten uns kurz frisch und stürzten uns dann auf das lecker Frühstücksbuffet und die lecker Frühstückskarte (auch hier konnten wir wieder auf zwei Seiten aus super schmackhaften Yamyamis auswählen 😁 ). Im Übrigen waren die Sabi Sabi Omeletts die mit Abstand besten Omeletts, die ich jemals gefuttert habe 😗 .

Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von Steve und Susan, die gegen Mittag zurück nach Johannesburg und dann weiter nach Kenia fliegen sollten. Wir hingegen hatten vor unsere Frühstückskalorien wieder ab zu trainieren … nein, nicht im Jacuzzi 😛 … wir wollten einen Bush Walk machen!

Zusammen mit unserer kleinen 7-köpfigen britischen Hochzeitsgesellschaft machten wir uns gegen elf zusammen mit Grant und Ron, dem Ranger der Briten, auf zu Fuß den Busch zu erkunden. Ein bisschen Bewegung tut zwischen dem ganzen Essen allemal gut und wie die beiden Ranger so schön meinten, seien die kleinen Dinge des Busches ja auch einmal eine genauere Betrachtung wert.

Die kleinen Dinge .. ja genau 😣 ! Weil es ja eben nur um erwähnte Strategie zur Vermeidung des Verlassens der Lodge in kugelförmiger Gestalt ging und um die KLEINEN DINGE des Busches nahm ich auch nur den Foto mit dem KLEINEN Objektiv mit… hhhmmm…war die falsche Idee... 😗

Wir marschierten also los … aus dem Lodge-Areal heraus, über die kleine Schotterpiste … und sahen … Gnus … wir sahen die Gnus an, die Gnus sahen uns an und die Steffi dachte sich „Naja, klein sind die jetzt nicht wirklich!“ 😄 Aber wirklich sehr interessant zu beobachten, wie die nicht ganz so kleinen Gnus auf einen Menschen zu Fuß reagierten



… die Fluchtdistanz bei einem Menschen zu Fuß war viel, viel weiter als zu einem Menschen im Auto und die Tiere trotz der großen Distanz, die zwischen uns lag, viel nervöser und unruhiger. Eine schöne und interessante Erfahrung…



Nachdem wir die Gnus verlassen hatten, wanderten wir weiter durch den Busch, bekamen immer wieder Interessantes zu Gräsern, Bäumen und dem Ökosystem im Ganzen erzählt, bis die beiden Guides plötzlich wie angewurzelt stoppten. Ja und da waren sie … und ich muss zugeben, ganz am Anfang waren sie tatsächlich auch nur ganz klein am Horizont zu erkennen 😗 : Eine Herde Elefanten, die direkt auf uns zulief! 🤩



Okay, zugegebenermaßen: Eigentlich lief die Elefantenherde auf den Wassertümpel direkt hinter uns zu! Aber … huh 🤩 … das sind Gefühle, wenn man die Elefanten – wenn auch noch ganz klein – so zu Fuß auf einen zu walzen sieht! 🙄 Die Elefanten fanden es übrigens auch nicht wirklich toll, dass wir da waren und reagierten erstaunlich scheu und nervös auf die menschliche Fußpräsenz. Grant und Ron lotsten uns in einem großen Bogen um das Wasserloch herum auf eine kleine Anhöhe wo wir windabwärts hinter einem Baum die – mittlerweile nicht mehr so kleinen – Elefanten beobachten konnten. Diese näherten sich, nachdem sich eine Vorhut aus zwei Kühen versichert hatten, dass die zu-Fuß-Menschen weit genug weg waren, den Wasserloch und begannen zu trinken. WOW!



Leider sind die Fotos nicht wirklich gut, weil wir in einem gehörigen Abstand zu den Tieren standen und ich ja – es sollte ja nur im die kleinen Dinge gehen 😛 – nur das kleine Objektiv dabei hatte! Aber es war ohne Frage eine der intensivsten Elefantenerlebnisse bisher, diese Herde zu Fuß zu beobachten. Wir verweilten bestimmt eine halbe Stunde unter dem Baum, bis die Herde wieder davon zog! Wie schön! 🙂



Danach sahen wir zugegebenermaßen wirklich nur noch „kleine Sachen“, die uns über den Weg liefen 😄 . Und schöne Landschaft…



Aber so ein Bush Walk ist – Elefanten hin oder her – schon eine tolle und informative Geschichte und auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Und: Wenigstens hatten wir uns so einmal etwas weiter als vom Jacuzzi zum Essensbereich und vom Essensbereich in das Game Drive Fahrzeug bewegt! 😎

Nachdem wir gegen ein Uhr in der Lodge zurück waren, durften wir uns abermals kurz frisch machen, begrüßten dann den neuen Gast in der Lodge, Julien, eienn allein reisenden, sehr netten Amerikaner, der sich den Rest unseres Aufenthalts den Wagen mit uns teilen sollte, und wurden dann allesamt flugs gegen zwei Uhr wieder in die Fahrzeuge verladen. Das Mittagessen sollte es zur Feier des Tages an diesem Tag nämlich als Busch-Picknick geben!

Tja und dann stand da tatsächlich mitten im Busch an einem Flussbett eine gedeckte Tafel und ein riesen Buffet davor! Ach du grüne Neune 🤩 – und wir hatten doch eigentlich geplant, an diesem Mittag etwas weniger zu essen 😗 ! KEINE CHANCE! 😣

Aber seht selbst …





Es gab Salate und Vorspeisen…



Nachspeisen und Obst …



Und voll fiese Sachen für zwischendrin 😁 …



Und es war schon wieder alles lecker! 🙂 Mit Julien hatten wir auch einen sehr netten und unterhaltsamen Tischnachbarn gefunden, so dass wir Hugo gleich baten für die restliche Zeit alle Tische für uns drei gemeinsam zu decken!

Nach dem lecker Buschpicknick und einem kleinen Zwischenstopp in der Lodge ging es dann auch gleich weiter mit der Nachmittagspirschfahrt!

Von der werde ich euch reichlich bebildert dann im nächsten Teil berichten! Dabei werden wir uns weg von den Elefanten zu den anderen grauen Giganten des afrikanischen Busches bewegen und – wie war das noch mal? 😉 – man sieht sich im Leben immer zwei Mal, gell? 😗 Vermisst irgend jemand hier vielleicht schon unseren hübschen Maxabeni? 😗 😗

Liebe Grüße
Steffi
Teil 1125. Feb. 2014
Kapitel 5
Dienstag, 25.12. 2013
Sabi Sands Game Reserve (Sabi Sabi Little Bush Camp)


oder auch: Ein Leo zum Fest!

Teil III


Nachdem wir mit Julien nun noch zu dritt im Wagen waren, hatten wir plötzlich jeder eine Bank ganz für uns alleine. Zum Fotografieren war das hervorragend, zum Beine Ausstrecken für Christian sowieso. 😁

Leider hatte der Himmel zwischenzeitlich ziemlich zugezogen, sodass wir etwas zitterten, ob denn das Wetter aushalten möge. Aber das tat es! 🙂

Wir fuhren also los! Grant meinte, dass es langsam aber sicher mal Zeit werden würde, dass wir Löwen sähen. Die Löwen allerdings hatten die Ranger in Sabi Sabi die vergangenen Tage schon mächtig an der Nase herum geführt, weil sie ständig zwischen den Konzessionsgrenzen hin und her gesprungen waren. Wir drei fanden das mit den Löwen jetzt nicht soooo sonderlich wichtig – noch ein paar Nashörner, Elos oder noch einen Maxabeni hätten wir ehrlich gesagt zu diesem Zeitpunkt viel reizvoller gefunden. 😁

Und wie bestellt, sahen wir hinter nach wenigen Minuten bereits auf einer kleinen Grasebene ein über und über beschlammtes Nashorn stehen. Und es war nicht allein… 🤩



So und nun nachfolgend Fotoflut mit akutem Niedlichkeitsalarm… 😗



Guckt euch mal diesen Winzling an… 🤩



Ganz schön große … äh … breite Klappe der Kleine… 😄



Die beiden hatten wohl vor kurzem ein intensives Schlammbad genommen und waren richtige Schlammpackungen… irgendwie lies der ganze Schlamm die Mama nur noch wuchtiger und „urzeitlicher“ erscheinen…



Die Mama und den Winzling hat es auch gar nicht gestört, dass wir mit dem Auto herum standen – sie grasten, wie schon das Nashorn am Tag zuvor, einfach um den Wagen herum! WOW! 🤩



Hier mal zum Vergleich der Größenunterschied: Die Mami….



… das Baby…



Und von hinten konnte man die Verwandtschaft definitiv erkennen! 😄 😎 😗



Grant zog mit dem Wagen noch einmal behutsam nach und stellte sich abermals in die Nähe der Nashörner. Während wir beim ersten Mal von beiden völlig ignoriert worden waren, hatten wir nun scheinbar die Neugier des Babys geweckt … und das kam näher



… und näher …



…und dann stand es direkt vor dem Auto und wenn ich meine Hand ausgestreckt hätte, ich hätte mir eine Schlammpackung von seiner Haut nehmen können! Ich hätte echt nie gedacht, dass mir ein Babynashorn einmal derart nah kommt! (das graue im Foto ist übrigens das Auto 😎 )



Die Mama graste ebenfalls in atemberaubender Nähe an uns vorbei…



Dabei fiel uns zum ersten Mal richtig auf, worauf Grant schon mehrmals hingewiesen hat: Dass die Schlammbäder neben der Pflege der Haut auch der Entfernung von Parasiten – insbesondere Zecken – dient! Man hört das ja immer und – zumindest wir – haben dann immer gedacht „Naja, Zecken – bringen unsere Tiere zuhause ja auch mal mit heim!“ Aber das mit dem sich die Nashorn-Mama da abkämpfen musste, war schon etwas anderes… 🙄 😕



Das Foto hatte ich eigentlich aussortiert, weil der Fokus nicht 100%ig sitzt und es ist jetzt auch eine sehr, sehr große Vergrößerung – aber guckt mal wie über und über das arme Tier mit Zecken an den Augen und in den umliegenden Gesichtsfalten übersät ist! 😕 🙂 😵

Nachdem die beiden ein zweites Mal an uns vorbei gegrast waren, ließen wir sie in aller Ruhe von dannen ziehen!

Löwen waren auf der Weiterfahrt zwar keine in Sicht, dafür aber die obligatorischen Wasserböcke...



... eine Giraffe...



... und auch eine Warzenschweinfamilie lugte kurz zu uns herüber, verschwand dann aber schnell wieder im dichten Busch...



Dann, als wir gerade an einem kleinen Tümpel vorbei fuhren, entdeckte Moses auf der Anhöhe einen Nashornbullen. Der wollte doch sicherlich zum Baden, meinte Grant und parkte uns in perfekter Sichtposition. Und dann kam Mr. Rhino auch schon den kleinen Hang herunter stolziert... 🤩



Hab ich erwähnt, dass ich Nashörner total mag? Die sind so nashornig gemütlich unterwegs ... 😁



Daher: Es tut mir leid - Fotoflut!



Mr. Rhino - nennen wir ihn an dieser Stelle der Einfachheit halber Karl-Theodor - wollte scheinbar tatsächlich ein gepflegtes Schlammbad nehmen und testete zuallererst die Wassertemperatur... 😄



Dann stand der Gute etwas unschlüssig im Wasser herum...



... so ein Bad will ja gut überlegt sein... 😎



Bevor er sich gemächlich niederließ...



Tatsächlich, so erzählte Grant, ist es für ausgewachsene Rhinos wohl recht schwer ihren massigen Körper komplett zu baden, da sie es durchaus passieren kann, dass, wenn sie sich falsch hinlegen, schwerwiegende Probleme beim Aufstehen bekommen und damit angreifbar werden...

Vor diesem Hintergrund konnte man dann auch die Vorsicht und Bedächtigkeit des guten Karl-Theodors verstehen, der nun vor uns im Tümpel lag und das Wasser aus seinen Nüstern blubbern ließ... 😁



Was für eine schöne Sichtung! 😁



Hier übrigens mein Lieblingsfoto aus der Reihe ... ist das "Kerlchen" nicht einfach bezaubernd? 🙂



Auf der kleinen Anhöhe vor dem Tümpel waren zwischenzeitlich auch ein paar alte männliche Büffel eingetroffen und da Karl-Theodor, wie es schien, beschlossen hatte im Wasser ein kleines Nickerchen einzulegen, statteten wir den Herrschaften einen kurzen Besuch ab.

Bitte recht freundlich funktioniert bei Büffeln irgendwie nie! 😄



Die beiden rangelten ständig miteinander...



... was auch nur bedingt freundlich aussah... 😵



...und grasten zwischendrin immer wieder in trauter Zweisamkeit Kopf an Kopf miteinander! Man muss sie wohl nicht verstehen, die Büffel! 🙄



Da die Sonne schon fast untergegangen war...



.... lösten wir uns von den Büffeln und guckten noch einmal zu Karl-Theodor. Am Tümpel hatten sich zwischenzeitlich auch drei Büffel eingefunden, die vom dösenden Nashorn im Wasser etwas irritiert schienen.



Aber Karl-Theodor war ganz cool und lies sich von den dreien nicht aus der Ruhe bringen... er döste einfach weiter! 😄



Wir verabschiedeten uns von den Tieren und widmeten uns unserem Sundowner! Das war wieder eine schöne Pirschfahrt gewesen, fanden wir - Grant allerdings war merklich nicht zufrieden. Dass wir nach drei Fahrten immer noch keine Löwen gesehen hatten, nagte eindeutig an ihm 🤨 . Wir versicherten ihm zwar mehrfach, dass uns der Maxabeni am Morgen und das kleine Babynashorn eben viel wertvoller waren als irgendwelche schlafenden Löwen ... aber so recht schien, dass nicht bei ihm anzukommen 😐 . Statt dessen versprach er uns, nach dem Sundowner zumindest noch nach einem weiteren Leo Ausschau zu halten!

Und so setzten wir uns nach einem gepflegten Savannah Dry wieder aufs Fahrzeug und los ging es wieder. Wobei wir nicht weit kamen. Denn keine fünf Minuten waren vergangen, da zeigte Moses plötzlich mitten in den Busch und Grant legte eine Vollbremsung ein. Okay... 🙄 ... wir sahen in der einsetzenden Dämmerung nur Busch. Viel Busch ... aber definitiv nur Busch 😕 ! Aber irgendetwas musste auf der anderen Seite einer kleinen Senke sein, denn die beiden diskutierten recht wild, wie wir mit dem Auto genau da rüber kommen sollten.

Hhhmmm ... wir ließen sie mal machen ... blieb uns ja nichts anderes übrig 😉 . Die nächsten zehn Minuten waren dann auch recht unterhaltsam-interessant, als sich Grant in gewisser Hinsicht als Landschaftsgärtner im Busch versuchte und so einige kleine Büsche auf dem Weg genau "dorthin" (dorthin war für uns nur ein Flecken mitten im Busch, umgeben von Busch und irgendwann auch im Busch total aufgehend 🙄 ) mit dem Auto nieder zu mähen.

Irgendwann schienen wir aber genau "dort" zu sein und Grant stoppte mit einem zufriedenen Grinsen den Wagen und deutete direkt neben uns. Und ich sage euch: Wir drei Touris haben ihn wirklich nicht gesehen, bevor uns Grant mit der Nase drauf gestoßen hat - aber vor uns, keine fünf Meter von uns entfernt, da lag er! 🤩

Ich darf abermals vorstellen Maxabeni! 🤩 🤩 🤩



Jetzt hatten wir den hübschen Kerl gleich noch einmal gefunden! Was für ein Zufall! Was für ein Glück! 🤩 Und dieses Mal hatten wir ihn ganz für uns alleine! Ich muss ja zugeben: Es ist schon ein ganz besonderes Erlebnis, wenn man so ein Tier in aller Ruhe einfach nur beobachten kann! Wunderschön! 😁

Maxabeni tat das, was er am Morgen auch schon getan hatte - er ignorierte uns total! 😎



Dann nach einer Weile, es war mittlerweile dunkel, gähnte er herzhaft und fing an, sich für den Abend fein zu machen! - danach so Grant, würde er bald aufstehen und wieder sein Revier ablaufen. Leos scheinen da wohl einen recht strikten Zeitplan zu haben! 😉



Aber tatsächlich, so war es!



Nachdem der Herr sich geputzt hatte, warf er uns tatsächlich auch mal einen Blick zu...



Was? Die schon wieder? Hatte ich die nicht erst heute morgen? 😄



Und dann stand er auf, lief am Wagen vorbei und marschierte durch den Busch ... wunder-, wunderschön ... 🙂

Phantom der Nacht...



Leider verloren wir ihn dann recht schnell - nachts einem Leo dauerhaft durch den Busch zu folgen, ist absolut kein leichtes Unterfangen! Aber es war ein tolles Erlebnis! 😁

Überglücklich fuhren wir daraufhin zur Lodge zurück! Ein ereignisreicher Tag neigte sich dem Ende! Zuvor aber gab es noch lecker Essen - heute sogar mit Grant, was den Abend überaus unterhaltsam machte. Zum Schlemmen gab es vorweg frittiertes Risotto, danach eine unglaublich leckere Käse-Lauch-Suppe, als Hauptgang Lamm und zum Nachtisch ein Roibusch Panna Cotta. Und danach waren wir wieder kugelrund gefuttert und fielen satt und müde in unser Bett.

Was der nächste Tag bringt?
- wir finden endlich unsere Löwen 🙂
- Zu nah fürs 1. Date: Eine Elefantendame scheint Christian recht sympathisch zu finden 🤩
- Ach und habe ich erwähnt, dass uns Maxabeni scheinbar wirklich sympathisch fand? 😗 😗 😗

Das und mehr gibt es dann ab Mitte März! Dieser Reisebericht geht an dieser Stelle in eine kurze Urlaubspause und ich bedanke mich an dieser Stelle fürs fleißige Mitlesen, Danke drücken und Kommentieren und wünsche euch allen eine wunderschöne Zeit. Ich hoffe ihr seid nach meiner Rückkehr auch weiterhin mit dabei! 🙂 Bis dann alles Gute

Liebe Grüße
Steffi
Teil 1219. März 2014
Kapitel 6
Mittwoch, 26.12. 2013 –
Sabi Sands Game Reserve (Sabi Sabi Little Bush Camp)


oder auch: „Hey! – There’s a leopard behind you!“

Teil I

Weihnachten fern von zuhause war für uns ja gewissermaßen das Experiment des Jahres 2013! Wir waren da vorher ja schon ein bisschen skeptisch … - aber vielleicht hat uns gerade deswegen die Tiersichtungsfee über die Weihnachtsfeiertage besonders verwöhnt! 🙂

Wobei: Während wir im Geiste nur noch zufriedenst vor uns hin schnurrten, war einer der Meinung, dass uns die Tiersichtungsfee noch ganz und gar nicht verwöhnt hatte! – Grant nämlich! 🙄 Denn: 3 Game Drives und keine Löwen – das ging in Sabi Sabi scheinbar gar nicht! 🙄

Wenn ich daher etwas klitzekleines, ansatzweises Negatives an Sabi Sabi anzumerken hätte, dann, dass das „Zeigen-Müssen“ der Big 5 schon sehr weitoben auf der Agenda stand. Man merkte Grant nach der dritten löwenlosen Pirschfahrt auch wirklich an, dass es irgendwie an der Ehre nagte, dass die Löwen sich in den vergangenen Tagen nicht so wirklich hatten zeigen wollten und ständig an der Grenze zur Konzession umher geschlichen waren. 😐

Für uns war das Fehlen der Raubtiere zu diesem Zeitpunkt noch kein Verlust gewesen – wahrscheinlich unterscheiden wir uns da vom Großteil des reisenden Publikums – wir waren von unseren Elos, Rhinos und dem Maxabeni noch so überwältigt – was hätte da noch Besseres kommen können? 😁

Jedoch: Grant und Moses und mit ihnen noch zahlreiche andere Guides und Tracker waren am Morgen des 26. Dezembers auf Löwen-Mission! Und wir mit ihnen! 😉

Zuerst aber liefen uns ein paar Giraffen,...



Kudus im hohem Gras,...



...und ein Kingfisher über den Weg.



Recht schnell hatte man frische Spuren des hiesigen Löwenpaschas gefunden – dem Kruger Male. Im Wagen und zu Fuß folgten Guides und Tracker den Spuren – aber Herr Löwe hatte wohl keinen Bock auf Touris 😐 . Irgendwann kam der Funkspruch, dass ihn ein Wagen hätte, gefolgt keine zwei Minuten später, dass der Gute gerade eben die Konzessionsgrenze überquert habe! Hhhhmmm… 😣

Wir fanden das Löwen-Such-Treiben recht interessant und lustig 😁 – uns tat nur langsam Grant ziemlich leid, der uns doch unbedingt endlich Löwen zeigen wollte. 😐

Gut eine halbe Stunde später wieder ein Funkspruch und Grant drückte aufs Gas. Und tatsächlich – man hatte sie gefunden – drei Löwen, die das taten, was Löwen nun mal so tun, nämlich schlafen! 🙂

...und gähnen... 😎



Interessanterweise handelte es sich dabei um drei Löwen, die ihr Revier eigentlich in der Nachbarkonzession haben – genau dort, wo der Kruger Male hin verschwunden war. Gegen den Tausch „1 Löwe gegen 3 Löwen“ hatten dann auch die Guides und Tracker nichts einzuwenden!



Das müde Löwen-Trio bestand aus drei recht jungen Tieren, zwei davon männlich und einer Löwendame!



Ich hab ja die Theorie, dass man bei schlafenden Katzen nur eine gewisse Zeit stehen bleiben muss, um ein „Nicht-Schlaf-Foto“ zu ergattern, weil Katzen meist mit braver Regelmäßigkeit alle 30 Minuten ihre Schlafposition wechseln (soviel sei vorweg genommen: Der Kenia-Aufenthalt hat diese Theorie fast schwer ins Wanken gebracht! 😄 😗 😄 ). Man muss also nur genau den Zeitpunkt des Wechsels abpassen...



... wo Löwe dann vielleicht auch noch freundlich gähnt und herüber blickt ...



– bevor er (oder sie) sich wieder ins Gras pflatschen lässt ...



...und schon kann man zuhause wenigstens ein, zwei Fotos von total aktiven Löwen präsentieren 😎 😗



(die 29 Minuten und 55 Sekunden des friedlichen Löwenschlafs kann man dabei ja geflissentlich unter den Tisch fallen lassen! 😗 😗 😗 )!



Und ja – ich bin der Meinung, dass Gähnen für einen Löwen schon herausragend viel Aktivität darstellt 😎 (gerade in diesem Urlaub!)



Außer Gähnen und gequält Gucken, ob der nervigen, vom verdienten Löwenschlaf abhaltenden Touris, war mit den drei Großkatzen aber wirklich nicht viel an diesem Morgen anzufangen – schön war das Betrachten der Tiere trotzdem. 🙂



Okay, der eine Löwenmann bot dann doch noch etwas Entertainment, als er zuerst ein bisschen am Gras nagte ...



...und sich dann mit recht erwartungsvollem Blick an eins der Game Drive Fahrzeuge setzte und die Insassen erwartungsvoll anblickte! 😄 Vielleicht hatte er die Hoffnung, dass da irgendwo ein Impala-Schenkel für ihn versteckt sei?



Nachdem die Touribeschwörung jedoch nicht zum erhofften Ziel führte, verzog er sich etwas mürrisch zu den anderen beiden Löwen unter einen Busch! 😁



Man gähnte noch etwas...



...und noch etwas... 😄



Eigentlich ein ganz hübscher Kerl, oder? 😉



Und dann legte man sich abermals zum Schlafen nieder...



Und wir verabschiedeten uns! 🙂

Von Grant dürften nach dieser Sichtung ein halbes Gebirge an Last von den Schultern gefallen sein – jedenfalls war die Stimmung bei uns im Wagen von nun an noch ausgelassener und fröhlicher! 😁 Wir hatten jetzt ja alles gesehen – nun konnte kommen, was wolle, auch für unser Guide-Tracker-Gespann! 😁

Und zuerst kamen mal wieder: Elefanten! Hatten wir ja schon lange nicht mehr! 😎

Aber dazu - und zu einem alten Bekannten 😗 - dann mehr im nächsten Teil! 🙂

Liebe Grüße
Steffi
Teil 1326. März 2014
Kapitel 6
Mittwoch, 26.12. 2013 –
Sabi Sands Game Reserve (Sabi Sabi Little Bush Camp)


oder auch: „Hey! – There’s a leopard behind you!“

Teil II

Nach unserer Löwensichtung also zu den Elefanten ... und diese standen tourifreundlich sogar direkt neben der Straße an einem Baum! 🙂



Also wirklich lustigerweise alle an einem Baum 😁 - scheinbar muss die Rinde des Baumes besonders schmackhaft sein, den egal ob jung oder alt, alle wollten etwas davon ab ... und wir durften dem lustigen Treiben zu gucken...



Und manchmal guckten die Elefanten auch uns zu 😄



Stellenweise hatten wir das Gefühl, die Elefantenmeute versuche gleich den ganzen Baum um zu schubsen 🙄 - was sie dann aber doch nicht tat ...



... statt dessen machte sich die Truppe langsam auf den Weg auf die andere Seite der Straße - was hieß: An unserem Fahrzeug vorbei!

Nun müsst ihr wissen: Nachdem wir ja nach wie vor nur zu dritt, also Christian, ich und Julien, auf dem Fahrzeug unterwegs waren, hatte mein liebster Göttergatte am Morgen freudigst verkündet, dass er für die restlichen Pirschfahrten in Sabi Sabi maximal weiten Abstand zu mir suchen würde 😎 - weil er gerne die letzte Bank des Geländewagen für sich haben wolle - da säße er nämlich so schön hoch 😄 ! Ich blieb also in der ersten Reihe sitzen, Julien in der Mitte und Christian belegte - hoch hinaus - die letzte Reihe! Perfekt viel Platz für jeden von uns... 🙂

Und als dann dieses kleine Elefantenbaby beschwingt auf uns zu marschiert kam, legte ich mich auf meine Sitzbank und fotografierte den Racker... bis ...



... ja bis Grant plötzlich in einem sehr seltsamen Tonfall "DON'T MOVE!" meinte 🙄 ! Im ersten Moment bezog ich das Ganze auf mich und guckte Grant recht entgeistert an, dann merkte ich aber, dass Grant konzentriert über mich hinweg blickte und zwar nach hinten zu Christian ans Ende des Wagens ... dort wo gerade eine Elefantenkuh direkt, aber wirklich direkt auf meinen Mann zu marschierte 🤩 ...

Und sie kam näher ... und näher und ... näher ... 🙄 .... bis sie vielleicht 30 bis 40 Zentimeter vor Christians Nase und dem Wagen einen beinahe galanten Schlenker nach links machte und in minimalem Abstand an Auto und Insassen vorbei lief. Von dieser Szene gibt's dann auch leider keine Fotos - ich war nämlich zu sehr damit beschäftigt, meine Kinnlade wieder hoch zu klappen 😉

Aber was macht mein Herzallerliebster? Sitzt hinten auf seiner "Rücksitzbank", grinst über beide Ohren und meint "Too close for the first date!" 😄 (den Rest der Reise durfte ich mir dann anhören, dass er den besonderen Draht zu den Dickhäutern habe, weil er ja von einer Elefantendame für sympathisch befunden worden wäre 😄)

Hier noch zwei Nachzügler die nicht ganz so nah am Auto vorbei liefen ...



Nachdem wir Abschied von der Herde genommen hatten, lief uns auf dem Weg zurück zur Lodge noch dieser übellaunige, stinkende Geselle über den Weg. Ich muss ja gestehen, dass ich vorher noch nie einen Elefanten in Musth erlebt hatte - aber ... huh ... der stank ja wirklich Meilen gegen den Wind 😵 ...



... und hatte sich lecker von oben bis unten eingepinkelt (was ja erotisierend auf Elefantendamen wirken soll 🙄 ... was mir angesichts dieses stechenden ... öh... Duftes wirklich schwer vorstellbar schien... aber okay ... Geschmack ist ja bekanntlich verschieden 😄 ). Wir machten uns dann auch recht schnell wieder auf die Socken, denn diesen übellaunigen Gesellen wollte keiner ihm Auto auch nur ansatzweise reizen.



Nach einem sehr leckeren Frühstück genossen wir noch eine Weile unseren Jacuzzi, bevor wir irgendwann zum Mittagessen ins Hauptgebäude schlenderten. Da die britische Reisegruppe an diesem Tag Hochzeit feierte und Julien beschlossen hatte, den Lunch ausfallen zu lassen, waren wir beiden die einzigen, die etwas zum Essen wollten. Und was stand da für uns? - ein riesiges Buffet, ähnlich groß wie das Buschpicknick vom Tag zuvor, mit einem über beide Ohren grinsenden Küchenchef dahinter 🙄 ! Oh weih.... 😵 ...uns schwante schon wieder übles für unsere Figur.

Glücklicherweise bogen dann noch die Eltern des Bräutigams um die Ecke und wollten vor der Trauung auch noch einen Happen Essen, sodass wir nicht ganz alleine den Leckereien und erwartungsvollen Blicken des Küchenchefs ausgesetzt waren. Nichtsdestotrotz war das Essen ganz sicherlich nicht gut für unsere Figur 😗 😗 😗 - wir mussten ja dem lieben Koch eine Freude bereiten und uns durch wirklich alles kosten, was er da so aufgefahren hatte 😎 !

Dementsprechend rollten wir nachmittags dann auch zum Fahrzeug für die nächste Pirschfahrt 😄 ! Leider hatte der Himmel zwischenzeitlich zugezogen und es tröpfelte ganz leicht - doch das hielt uns nicht ab! Nach dem Löwenerfolg vom Vormittag wollten uns Grant und Moses noch weitere Löwen suchen. Grant meinte zwei männliche Löwen habe man an einer Ecke des Reservats brüllen gehört, dort wolle er einmal nachsehen, ob er sie nicht fände. Und so fuhren wir los...

Das erste was wir nach ein paar Minuten ... es waren vielleicht zehn ... zu Gesicht bekam, war eine kleine Herde Gnus mit drei Jungtieren...



Gleich danach sahen wir ein anderes Pirschfahrzeug auf uns zukommen, allerdings keines von Sabi Sabi. Grant erklärte, dass wir gerade direkt an der Reservatsgrenze entlang fahren würden, weil er sich mal erkundigen wollte, ob die beiden gesuchten Löwen vielleicht in der anderen Konzession seien. Gesagt - getan! Das andere Auto näherte sich uns und Guides und Tracker setzten zu einen kleinen Plausch an. Aus den Gesprächsfetzen wurde uns schnell klar, dass in der anderen Konzession keiner der beiden Löwen gesehen worden war .... doch dann plötzlich setzte sich der Tracker des anderen Fahrzeugs auf, deutete hinter uns und meinte "Hey! - There's a leopard behind you!" 🙄 🙄 🙄

Wir drehten uns um und tatsächlich, da lief ein Leo genau in Richtung Gnuherde.... 🤩



Wir machten natürlich sofort kehrt und fuhren etwas in Richtung Leo. Ein Blick durchs Fernglas und es war klar: Das war tatsächlich unser Maxabeni, der da die Gnus im Regen betrachtete 🤩



Was? Die schon wieder - die hatte ich doch erst gestern zwei Mal! 😄



Uns völlig ignorierend beobachtete der Leopard die kleine Gnuherde und bewegte sich dann seitlich in Richtung einiger Büsche... leider von uns weg ...



... und dann verschwand er im Gestrüpp. Nachdem wir aber hofften, dass Maxabeni vielleicht hungrig war (er hatte ja schon ein bisschen arg sehnsüchtig in Richtung Gnus geblickt 😎 ), positionierte uns Grant in etwas Abstand zu den ahnungslosen Gnus und wir warteten...



... und warteten... guckten ein bisschen Gnu ... überlegten uns, welches Gnu das hübscheste Gnuschnitzel abgeben würde ...



... suchten das Gebüsch nach irgendwelchen Spuren von Maxabeni ab ... vergeblich ... beobachteten wieder Gnus ... und warteten....



Irgendwann wurden die Gnus dann etwas nervös ... ob es an dem heran nahenden zweiten Wagen lag? Grant meinte nein, immerhin reagierten die Gnus auf uns ja auch nicht. Und auch der zweite Wagen hielt gebührend Abstand zu den Tieren... trotzdem... die Gnus waren plötzlich vorsichtig und scheuchten ihre Jungen von den Büschen fort...



Ziemlich zeitgleich entdeckten in diesem Moment Moses und Christian mit dem Fernglas Maxabeni in den Büschen! Und findet ihr den Leo? 🙂



Hier noch einmal als Ausschnittsvergrößerung



Na sehr ihr ihn?

Leider schien es so, als hätte es sich der Leopard mit seinem Gnuhappen anders überlegt, denn er wandte sich von den davon trottenden Gnus ab und bewegte sich nun in Richtung des zweiten Wagens. Bis plötzlich das Funkgerät knackte und der Guide des anderen Autos uns mitteilte, dass sich Maxabeni soeben direkt neben dem Auto hingelegt hätte 🤩 !

So eine Schweinerei! Wir entdecken den Leo (okay, eigentlich war es der Tracker auf dem Auto der Nachbarkonzession gewesen, die nach wie vor in weiter Ferne an der Reservatgrenze standen und neidisch zu uns herüber guckten - aber wir wollen ja hier jetzt mal nicht pingelig sein 😎 ) ... also ... wir entdecken den Leo und was macht der Leo? Legt sich einfach vors andere Auto! 🤩 Geht ja gar nicht!

Fand übrigens auch der Maxabeni 😁 ... der stand nämlich freundlicherweise wieder auf und lief nun ohne Deckung einmal quer durch die Wiese auf uns zu 🤩 🤩 🤩 ...



Tja und was unser serviceorientierter Großkater dann machte, das erfahrt ihr im nächsten Teil! ... mit ganz vielen Fotos 🙂

Liebe Grüße
Steffi
Teil 1428. März 2014
Kapitel 6
Mittwoch, 26.12. 2013 –
Sabi Sands Game Reserve (Sabi Sabi Little Bush Camp)

oder auch: „Hey! – There’s a leopard behind you!


Teil III


Wo waren wir stehen geblieben? - Ah ja bei Maxabeni 🙂 ! Ihr erinnert euch:



Gepunktet, stattlich, mit einer Ausstrahlung, die alle Frauenherzen nur so dahin schmelzen lässt? (so ganz nebenbei: In Kenia hätte ich tatsächlich die perfekte Leodame für ihn gefunden 😗 - das würde so süße Leobabys geben 😄 ) Und in diesem Moment auf uns zu laufend? 🤩

Eine kleine Warnung sei nun voraus geschickt: Wer allergisch auf sexy, gepunktete Großkater reagiert bitte nicht weiterlesen 😎 - es folgen nämlich ausschließlich Maxabeni-Fotos 😗 ... ich konnte mich nämlich nicht entscheiden, welche nun die Allerschönsten sind ... da müsst ihr nun also durch 😎 !

Also Maxabeni ... zuerst auf uns zu schreitend ... entschied sich dann allerdings, dass die davon eilenden Gnus doch ein klein wenig spannender waren, als die komischen Touris im Auto. Weswegen er sich lieber in Richtung eines einzeln stehenden Baums hielt - ein bisschen Deckung ist halt doch besser als gar keine 😁 ...



Grant wollte schnell den Wagen umstellen, weil er meinte von der anderen Seite einen besseren Blick auf unseren Lieblingsleo zu haben (wie viel besser sollte uns erst ein paar Minuten später klar werden 😉 ) - beim Umparken entstand dieses Foto, was ich persönlich unglaublich schön finde ... Maxabeni beim Ausschau halten 🙂



Und hier der Maxabeni von unserer neuen Parkposition aus gesehen 🙂



Der Leopard ließ sich in keinster Weise von den beiden Autos aus der Ruhe bringen, noch immer fixierte er die Gnus in der Ferne, so als würde er sich überlegen, ob sich die Anstrengung einer Jagd vielleicht doch noch lohnen würde.



Die Frage war scheinbar nicht so einfach zu beantworten, denn Maxabeni ließ sich Zeit - sehr zu unserer Freude! Nach einigen Minuten wendete er plötzlich und verschwand hinter dem Baumstamm - wir verabschiedeten uns innerlich schon - da rief Grant plötzlich: "He's jumping on the tree!" 🤩

Was guckst du?😁



Wie gesagt, ich kann mich nicht entscheiden, welches Foto mir am Besten gefällt, er guckt überall so Maxabeni-esk 😄 !



Dann war auch schon der ganze Kater auf dem Baum - immer noch die Gnus am Horizont fixierend!



Ist er nicht einfach zum Dahinschmelzen? 😊



Serviceorientiert wie Maxabeni nun mal so war, bleib er auch ganz lange in dieser Position stehen, sodass alle Fotos von nur jeder erdenklichen Position und Winkel machen konnte 😄



Dann entschied er sich, dass die Position zum Gnu-Gucken noch nicht ideal war - viel besser böte sich dazu die eine Astgabel an. Aber gemächlich die Astgabel entlang laufen, kann ja jeder - Maxabeni schlich sich stattdessen auf die Astgabel (vielleicht war das so eine Art Trockenübung 😄 ) ...



Für uns Touris jedenfalls ein wunderbares Unterhaltungsprogramm 🙂



Nachdem die Anschleich-Trockenübung abgeschlossen war und ein schönes Plätzchen gefunden war, musste sich unser gepunkteter Großkater erst einmal Ausruhen 🙂



Wie schön! 😁



Aber auch hier bot uns Maxabeni weiterhin großes Kino ... Ausruhen geht nämlich in verschiedensten Formen...ganz locker...



... hoheitsvoll blickend 😄 ...



... oder einfach nur gechillt abhängend 😎



Was für ein Schauspiel!



Und wir, wir saßen mit einer Mischung aus totaler Begeisterung, Ehrfurcht und Faszination im Wagen und waren überglücklich diesem wunderschönem Tier so nah sein zu dürfen! 🙂

Später zu Hause habe ich dann beim Betrachten der Fotos festgestellt, dass wir vom ersten Auftauchen Maxabenis im Nieselregen (der kurz später übrigens aufhörte - auch das Wetter war uns an diesem Nachmittag wohl gesonnen) bis zum Zeitpunkt, als wir uns von ihm verabschiedeten, vergingen fast 75 Minuten 🙂 . Hätte mir vor diesem Urlaub jemand erzählt, dass ich mal über eine Stunde lang aus bester Position heraus einen wunderschönen Leoparden beobachten darf - ich hätte es nicht geglaubt!

Nach einer Weile schien Maxabeni seine Liegeposition unbequem...



... und er ging einen Ast weiter oben auf Suche nach der perfekten Liegemulde 🙂



Nachdem zwischenzeitlich das britische Hochzeitspaar angefragt hatte, ob es möglich wäre Fotos von ihnen mit Leo im Baum zu machen, beschlossen wir "das Feld zu räumen" - wir hatten ein so tolles Erlebnis mit Maxabeni gehabt, nun sollten ihn auch die anderen bestaunen können. Grant verabredete noch kurz mit einem anderen Guide, dass dieser uns Bescheid geben solle, falls der Leopard doch noch auf Jagd gehen sollte und dann hieß es Abschied nehmen...



Bevor wir weiter fuhren, wollte Grant jedoch schnell noch eine Runde mit dem Wagen um den Baum drehen ... damit die Maxabeni-Entwöhnung aber nicht gar so hart fällt, bekommt ihr die dabei entstandenen letzten vier Leo-Fotos im nächsten Teil 😉 !

Liebe Grüße
Steffi
Teil 1501. Apr. 2014
Kapitel 6
Mittwoch, 26.12. 2013 –
Sabi Sands Game Reserve (Sabi Sabi Little Bush Camp)

oder auch: „Hey! – There’s a leopard behind you!“


Teil IV

Und so nahmen wir mit einer Umfahrung um unseren Leo-Baum Abschied von Maxabeni...

Von der anderen Seite des Baums betrachtet, sah der Kerlfast ein kleines bisschenmopsig aus 😄 - was aber natürlich ausschließlich und nur an der figur-unvorteilhaften Liegeposition lag 😉



Dann lieber schnell noch einmal auf die andere Seite ...



Ich finde, die Großkatzen Afrikas haben ein unglaubliches Talent, an einem vorbei zu gucken, habt ihr nicht auch schon diese Erfahrung gemacht? So ein Mensch in und auf dem Auto ist denen meist derart schnuppe, dass man keines Blickes gewürdigt wird - eher wird noch dezidiert in die genau gegensätzliche Richtung geblickt 😣 - was auf der anderen Seite ja auch gut ist: Ich zumindest würde mich nicht mehr so gut fühlen im geschlossenen wie offenen Wagen, wenn ich wüsste, dass sich der oder die Großkatze vor mir gerade ausmalt, wie ich schmecke 😎 !

Jedenfalls - direkter Augenkontakt mit den großen Raubtieren Afrikas ist für mich etwas ganz Intensives, weil es eben auch so selten ist. Umso mehr hat es uns gefreut und war sozusagen das Sahnehäubchen dieses wunderschönen Nachmittags, als sich Maxabeni zum Schluss von dieser - auch schon sehr hübschen Pose 😉 ...



... etwas "um rückte" 😎 und uns zum Abschied genau anblickte! 🤩



Okay, gut - höchstwahrscheinlich hat er in bester Katzenmanier durch uns hindurch geblickt 😎 - aber mir gefällt die Variante "Maxabeni verabschiedet uns mit einem tiefen Blick aus seinen wunderbaren Katzenaugen" viel besser! 😄

Und das, liebes Lesepublikum, war es dann leider mit unserem Maxabeni und mit den Leofotos auf dieser Reise - ich hoffe aber, ihr bleibt weiter mit dabei 🙂 !

Wir suchten uns nun einen schönesn Platz für unseren Sundowner, begegneten auf dem Weg dorthin noch diesem hübschen Kerl...



... und landeten wenig später mit Savannah Dry, leckeren Knabbereien (wir hatten ja schon so lange nicht mehr gegessen 😗 ) und sehr ausgelassener Stimmung an einer kleinen Lichtung!



Von der Sonne war an diesem Nachmittag/ Abend nicht mehr viel zu sehen - der Himmel war deswegen aber nicht minder beeindruckend! 🙂



Außerdem bekamen wir recht schnell Besuch...



Der kleine Gelbschnabel-Toko war ein ziemlich frecher Zeitgenosse, hüpfte um uns herum - immer in der Hoffnung, dass etwas für ihn abfallen könnte...



... bis - ja, bis er plötzlich den Wurm entdeckte! Und dann - wir hielten es nicht für möglich - dürften wir an diesem schönen Nachmittag tatsächlich unseren ersten "Kill" keinen halben Meter von unseren Füßen entfernt beiwohnen: Gelbschnabeltoko vertilgte Wurm 😄 !

Das war jetzt zugegebenermaßen etwas anders, als wir uns so einen "Kill" vorgestellt hatten 😄 - aber wie es Grant so schön meinte: "A kill is a kill!" 😎 Und so setzte dieser kleine Toko an diesem Tag irgendwie noch das i-Tüpfelchen auf unsere Sahnehaube! 🙂



Während wir so standen und uns mächtig über unseren gelungenen Nachmittag freuten, kam übrigens der Funkspruch herein, dass sich Maxabeni soeben vom Baum über die Konzessionsgrenze hinweg begeben hätte. Schade!

Aber Grant und Moses waren zuversichtlich, dass wir auch noch etwas anderes finden würden. Und so war es dann auch...

In der einsetzenden Dämmerung liefe uns tatsächlich noch diese kleine Herde Elefanten über den Weg 😁 ...



Die Fotos sind jetzt qualitativ nicht die Besten, weil es schon recht dunkel war (war gewissermaßen ein Objektivtest 😉 😉 ), aber ich fand diese Szene der friedlich an uns vorbei grasenden Elefanten so wunderschön, das musste einfach festgehalten werden...



Und so hatten uns Grant und Moses tatsächlich noch das i-Tüpfelchen auf dem i-Tüpfelchen gefunden 😁 ...



Der Kleine hier wollte unbedingt bei seiner Mama Trinken - was im Laufen scheinbar gar nicht so einfach war...



Und mit diesen schönen Impressionen beendeten wir unseren vorletzten Game Drive in Sabi Sabi ...



... und fuhren zurück zur Lodge.

Zum Abendessen gab es an diesem Tag vorweg ein lecker Avocado-Türmchen, gefolgt von einer Tomaten-Basilikum-Suppe, und einem Kudu zum Reinlegen gut - und ein Dessert hätte es auch noch gegeben, das haben wir beim besten Willen aber nicht mehr geschafft (und das will was heißen 😄 )!

Was der nächste Tag bringt?
- Regen, Regen und noch mal Regen 😵
- aber auch Tiere, die den Regen lieben
- und damit noch einen letzten einzigartigen Game Drive in Sabi Sabi
- bevor wir uns wieder selbst am Pirschen im Krüger versuchen 😁
Teil 1604. Nov. 2014
Kapitel 7
Donnerstag, 27.12. 2013 –
Sabi Sands Game Reserve (Sabi Sabi Little Bush Camp) – Krüger Nationalpark (Lower Sabie Restcamp)


oder auch: „Raindrops falling on my head“

Teil I

Unser letzter Morgen in Sabi Sabi begann mit einem unerwünschten, jedoch sehr beruhigenden Prasseln 🙄 . Nach den ersten verschlafenen Sekunden war uns beiden auch klar, dass egal wie beruhigend und idyllisch zum Anhören das Prasseln nur eines bedeuten konnte: Willkommen in der Regenzeit! 😣 😣 😣

Okay … aufgrund der gewählten Reisezeit war uns von Anfang an klar gewesen, dass Regen zu einem Weggefährten dieser Reise werden könnte. Aber wir hatten doch bislang so tolles Glück mit dem Wetter gehabt – menno, wieso musste es jetzt gerade zu unserer letzten Pirschfahrt zu schütten anfangen??? 😵

Bis wir mit unserer Katzenwäsche fertig waren, war der Wettergott wenigstens so freundlich und ließ es nur noch nieseln – nass war es trotzdem. In der Lobby begrüßte uns Julien mit einem recht skeptischen Gesichtsausdruck – ob wir bei dem Wetter wirklich raus wollten? Nun ja – ehrlich gesagt – wir waren uns da auch nicht so sicher! 😕 Und ob ich meine Fotoausrüstung in diesem Regen mitschleppen wollen würde – da war ich mir erst recht nicht sicher 😕 … schien ja auch nicht wirklich hell werden zu wollen an diesem Morgen … hhhmmm…

Allerdings hatten wir die Rechnung ohne Grant gemacht – der stand plötzlich hochmotiviert vor uns und machte uns klar, dass wir auf keinen Fall diese Pirschfahrt verpassen dürften. Gut, die Katzen lägen alle irgendwo geschützt solange es regnen würde, wurde uns erklärt – aber es gäbe sehr wohl Lebewesen, die den Regen lieben würden! (- so viel sei gesagt: wir drei gehörten weder vor der Pirschfahrt noch nach der Pirschfahrt dazu! - 😛 )

Ja nun denn – also in Fleecejacke und Regenjacke eingemummelt aufs Fahrzeug, rein in den Regenponcho, die Fotoausrüstung in vier derselben eingepackt (nein, das war nicht übertrieben, das war optimaler Schutz! 😎 ) und los ging es!

Ich muss zugeben: Mein Vorsatz bei Abfahrt war ja, bloß und auf keinen Umständen bei diesem Nieselregen fotografieren – wird ja alles nass! Und außerdem war ich mir irgendwie sicher, dass wir eh nichts sehen würden … so kann man sich täuschen…

Grant hatte definitiv ein Ziel, das wurde uns schnell klar. Doch mussten wir auf dem Weg wohin auch immer recht schnell eine kleine Verschnaufpause einlegen – keine zwanzig Meter neben der Straße standen nämlich zwei klatschnasse, über und über beschlammte, vergnügte Jung-Nashornbullen 🤩 . Lebewesen Nummer 1 gefunden, welches Regen toll findet!

Dahin war der Vorsatz bei Regen nicht zu fotografieren – denn dieses Motiv war einfach zu toll! Da standen die beiden Rhinos also direkt vor unserem Wagen und überlegten, ob sie nun vorne oder hinten herum gehen sollten.



Man entschied sich übrigens irgendwann für vorne und trabte vergnügt von dannen….



Also zurück zum eigentlichen mysteriösen Ziel unseres Guides. Wieder tief in unsere Ponchos eingemummt ging die Fahrt weiter. Und ich sag euch, bequem ist was anderes als im offenen Fahrzeug im Regen durch den afrikanischen Busch gefahren zu werden. 😵

Doch dann bogen wir um die Ecke in einen Galeriewald, sahen ein anderes Fahrzeug und dann Elefanten. Und Elefanten. Und Elefanten. Und noch mehr Elefanten. Der ganze Busch war plötzlich voll mit den grauen Giganten. Nur noch E L E F A N T E N! Und wir mussten Grant Recht geben: Diese Tiere liebten das Regenwetter – das konnte man förmlich spüren. 😄



Ich weiß nicht wie lange wir da standen und den Tieren zu gesehen haben…



Jedes Mal wenn wir etwas weiter führen, um die nächste Kurve herum, stand da der nächste Dickhäuter 🤩 …



... und die hatten einen Spaß alle miteinander ... die Kleinen liefen vergnügt umher...



... grüßten freundlich zu uns herüber 😉 ...



… die Mamis hatten teilweise zur Feier des Tages sehr hübsches Regen-Matsch-Make-up aufgelegt… 😄



...das Baby war glaube ich der einzige Elefant in der Truppe, der den Regen nicht ganz so toll fand und immer wieder versuchte bei Mami unter den Bauch zu kriechen 😄 (vielleicht hatte er aber auch einfach nur Hunger 😉 ) ...



… und während die Menschen unter ihren Ponchos staunend dem Treiben zuschauten, hatten die Elefanten, groß wie klein, fröhlichen Regen-Schlamm-Spaß ohne Ende!



Ans Verlassen des Galeriewaldes war eigentlich gar nicht mehr zu denken … wir kamen schlichtweg nicht weit, weil immer irgendein Elefant auf oder direkt neben der Straße stand …



… oder saß …



... auf mega elegante Art und Weise 😎 ...



… dabei mit seinen Kumpels spielte …



... sonstige Verrenkungen auf der Straße vollführte 🤩



... von der Straße geschoben werden musste ... 😄





… oder Vormittagsschläfchen hielt 😄 …



Kurzum: Es war großes Kino im Regen! Wir waren begeistert!



Irgendwann wurde der Regen jedoch so stark, dass wir uns dann doch von den Giganten los rissen … freundlicherweise stellte man uns zum Verlassen des Galeriewaldes das afrikanischer-Busch-Pendant zum safety car 😄 …



… die beiden „begleiteten“ uns ein ganzes Stück (ein schöner … äh … Hintern kann ja auch entzücken 😛 ) und dann hieß es zurück zur Lodge.

Ein paar Büffel sahen wir auf dem Rückweg noch – aber die gehörten definitiv nicht zu den Regen liebenden Lebewesen … die fanden das Wetter ähnlich ungemütlich wie wir, schien es zumindest 😎 .



Dann waren wir auch schon zurück im Little Bush Camp. Nach einer heißen Dusche schlemmten wir das letzte Mal beim Frühstück und verabschiedeten uns dann schweren Herzens vom ganzen Team und von Julien! 🙁
Und dann hieß es wirklich Abschied nehmen von diesem tollen Camp…

Zum Abschied grüßte uns noch eine Wasserbockdame und dann waren wir draußen aus dem Sabi Sand Reserve…



Um gleich darauf wieder in den Krüger zu fahren… denn nun wollten wir selbst pirschen 😄 …und Christian hatte sich in einem Anfall von – nennen wir es mal – Safarigrößenwahn 😎 das Ziel gesetzt, dass wir die Big 5 nun auch noch selbst pirschen würden, Regen hin oder her (wir hatten ja noch volle anderthalb Tage – gibt ja nichts Leichteres! 😉 ).

Ob es uns gelang – das erfahrt ihr in den nächsten Teilen! 🙂

Fazit: Sabi Sabi – Little Bush Camp
Kurz und knapp: Ein Paradies für kleine Luxusschweinchen! 😗 Ja, es ist ohne Frage teuer, aber die wissen da was sie tun uns sie „liefern“ auch. Der Service ist auf dem Punkt und alles läuft mit einer professionellen Leichtigkeit ab, dass man echt nur den Hut ziehen kann. Denn Koch hätten wir am liebsten eingepackt und mit nach Hause genommen 😁 und die Game Drives – nun ja, ich denke, ich brauche darüber keine großen Worte verlieren. Guide und Tracker haben es irgendwie geschafft uns mit ihrer Begeisterung anzustecken, selbst im Regen, und so wurde jeder der sechs Game Drives zu einem eigenen speziellen Highlight! 🙂 Ja es ist teuer, aber wir hatten in jeder Sekunde das Gefühl, dass man sich dessen sehr bewusst war und man uns deswegen das Erlebnis unseres Lebens verschaffen wollte. Und rückblickend glaube ich, dass sie das geschafft haben: Wir reden auch jetzt – 10 Monate später – noch sehr häufig über die drei perfekten Tage im Little Bush Camp! 🙂 Und wir sind – ich gestehe – so ein bisschen mit dem Luxusschweinchen-Virus infiziert worden! 😣 😗 😣
Teil 1706. Nov. 2014
Kapitel 7
Donnerstag, 27.12. 2013 –
Sabi Sands Game Reserve (Sabi Sabi Little Bush Camp) – Krüger Nationalpark (Lower Sabie Restcamp)


oder auch: „Raindrops falling on my head“

Teil II

Die Einfahrt via Paul Kruger Gate um die Mittagszeit hatten wir uns eigentlich schlimmer vorgestellt. Es war zwar etwas mehr los, als ein paar Tage vorher vormittags am Orpen Gate, aber der befürchtete riesige Urlaubszeittrubel war auch hier nicht zu erkennen.

Gut ein bisschen mussten wir warten, aber die vielleicht zehn Minuten Wartezeit wurden durch eine Warzenschweinfamilie versüßt, die direkt neben unserem Wagen Mittagessen suchte. 🙂



Da wo’s Geschwisterchen futtert, ist es doch immer am Leckersten! 😎



Und dann ging es wieder in den Krüger. Oder auch: Mission Big 5 in anderthalb Tagen! Ich war ja skeptisch 😐 😗 …

Der Verkehr im Krüger war übrigens höllisch 🤩 : Gleich am Anfang mussten wir schon wieder ständig bremsen … erst wegen die zwei Kräne über die Straße wackeln 😎 …



….dann musste diese Grazie vor uns noch die Straße überqueren! 😎



Und am Straßenrand ein Wegelagerer nach dem nächsten … mal griesgrämig (dem passte der Nieselregen auch nicht! 😄 ) …



… mal vergnügt … (okay, wir hatten ja morgens bereits gelernt, dass diese Gesellen das Regenwetter recht ansprechend fanden… 🙂 ) …



Gut, so hatten wir innerhalb einer Stunde auch gleich zwei der Big 5 gesehen … allerdings auch die „leichtesten“ aus dem Haufen (zumindest was die Sichtungswahrscheinlichkeit angeht! 😉 ).

Für alle die sich fragen, wie denn der Autoverkehr hier im Süden so war: Wir hatten echt mit viel schlimmeren gerechnet! Definitiv haben wir im Krüger mehr Tiere als Autos gesehen – und auch wenn es sich an bestimmten Knotenpunkten manchmal etwas „geknautscht“ hat, sobald man auf die Nebenstraßen abgebogen ist, waren wir meist recht schnell wieder alleine! 🙂

Und so tuckerten wir bei mal mehr, mal weniger Nieselregen durch den Krüger … sahen noch ein Steinböckchen …



… und immer wieder Impalas und Elefanten…

Unsere Elefantensichtung des Tages war aber sicherlich diese hier. Als wir alleine fröhlich eine recht schmale Schotterpiste von hohen Buschen eingesäumt hangaufwärts entlang tuckerten, merkten wir, dass am oberen Ende eines kleinen Hanges, sich zwei Autos gaaaaaaanz langsam um die Kurve tasteten. Aus zwei Autos wurden drei, aus drei wurden vier und alle schoben sich im Schneckentempo auf uns zu, während sie auf unsere linke Seite guckten. Nun denn, da wollten wir doch auch mal gucken – uns stellten fest, dass etwas im Hintergrund wohl eine ganze Herde Elefanten im Busch stand 🤩 …



Recht schnell war klar: Die Elefanten bewegten sich tatsächlich auf die Schotterpiste zu und damit in unsere Richtung! 🙂

Nun hatten wir was Elefanten anging mit einer Verhaltensweise eigentlich immer positive Erfahrungen gemacht. Stehen bleiben und die Tiere entscheiden lassen, ob und in welcher Entfernung sie an uns vorbei gehen wollen! Also blieben wir auch hier stehen… hatten das Spiel aber ohne den restlichen entgegenkommenden Verkehr auf der Straße gemacht – die fingen nämlich plötzlich an wie wild zu rangieren 🙄 und legten Umkehrmanöver auf der schmalen Piste hin, dass uns ganz anders wurde. 😵

Die Elefanten, fanden es ganz spannend, kamen aber erst mal nicht näher (hat uns nicht weiter gewundert, bei dem Rangierzirkus! 😐 )

Was guckst du? 😁



Uns war das echt zu doof, wir blieben einfach mal stehen, auf einen Autoknoten hatten wir weiß Gott keine Lust. Ein Fahrzeug, welches uns entgegen kam, tat es uns gleich und blieb etwa 15 Meter von uns entfernt auch einfach mal stehen.

Unbeabsichtigt hatten wir damit den einzigen rangierfreien Korridor auf der Piste geschaffen – und das war nicht unentdeckt geblieben. Plötzlich teilte sich keine zehn Meter neben uns das Gebüsch und die Herde Elefanten brach hervor. 🤩 😵 🤩



Ich muss mich an dieser Stelle entschuldigen, dass ich keine wirklich brauchbaren Fotos davon habe, aber für mein Objektiv waren die Dickhäuter schlichtweg zu NAH 🙄 ! Für uns persönlich waren sie auch zu nah, aber nachdem hinter uns die Rangiererei von vorne los ging, konnten wir weder ein noch aus: Vorne Elos, hinten Hilux-Knoten – da war kein Entweichen! 😵

Und so saßen wir mit heruntergelassener Kinnlade da und drückten uns selbst die Daumen, dass die Elefanten uns – die wir ihnen ja den Weg sozusagen bereitet hatten – wohl gesonnen waren. 😣

Was das Fotografieren anging konzentrierte ich mich derweil auf die kleinen Mitglieder der etwa 20 Tiere starken Herde – die gingen nämlich noch ganz aufs Bild selbst auf die geringe Distanz 😉 …



Das hier ist tatsächlich eines meiner Lieblingsbilder des Urlaubs, weil ich den Kleinen sooooo niedlich fand, wie er mit Mami erst direkt auf unser Auto zu getrottet kam *schock* 😵 und dann direkt vor uns über die Straße lief.



Zum Schluss trabten noch zwei Halbstarke an, die tatsächlich noch für eine Schreckenssekunde sorgten, als sie auf das gegenüber wartende Auto einen Scheinangriff starteten 🤩 😵 🤩 … uff … glücklicherweise wollten die beiden aber nur herum blödeln … wir wurden noch einmal keck angeguckt ….



… und dann waren die Kolosse auch schon wieder vom grünen Buschland geschluckt worden.

Auf unserem Weg zum Lower Sabie Restcamp sahen wir dann noch einige Impalas samt Nachwuchs …



… immer wieder Elefanten neben der Straße ….



… auf der Straße …



… wieder Impalas im Regen 😁 …



Der hier fand das Wetter auch total doof und hoffte durch diesen ultratraurigen Blick irgendwelche Touris zur Aufnahme ins trockene Auto erweichen zu können 😄 …



Dann fanden wir noch eine Tierart, die den Regen total toll fand … die Leopardenschildkröte…



Aus irgendwelchen Gründen scheint es diese Schildkröten bei Regen auf die Teerstraße zu treiben 🙄 …



…blöde Idee bei doch nicht ganz wenig Verkehr 😵 … angesagt war daher lustiges Schildkröten-Slalom-Fahren … und auch wenn wir glücklicherweise keine erwischt haben, so sahen wir doch viele überfahrene Schildkröten … 😕

Während wir hoch konzentriert also die Straße nach Schildkrötenhindernissen absuchten, sah ich aus den Augenwinkeln plötzlich etwas direkt vor ein uns entgegenkommendes Auto aus dem Busch heraus laufen… Zwei Mal geblinzelt, ob ich recht sah 🙄 und dann einen markerschütternden Schrei ausgestoßen: Da stand tatsächlich eine Leo vor uns auf der Straße! 🤩 🤩 🤩 Die Leute im entgegenkommenden Wagen konnten es auch gar nicht fassen, Christian fragte ungläubig noch „Echt jetzt?“ 🙄 und das Tier bog wieder ins Gebüsch ab … hhmpf 🤨 … war wohl mit der Reaktion der Zuschauer nicht zufrieden 😉 … leider gibt’s von dieser Sichtung kein Foto, denn bis ich die Kamera im Anschlag hatte, war der Leopopo bereits im Flussbett des Sabie Rivers entschwunden! Aber hey – Leo!!!! 😄

Wenige hundert Meter später stand dann an einer Stelle, wo wir ein paar Büffeln beim Bad im Regen zu schauten…



… tatsächlich auch noch dieser Bursche direkt neben der Straße 😁 …



Na das war doch trotz Regen ziemlich ergiebig gewesen! 🙂 Wir beschlossen im Camp einzuchecken und ein bisschen Pause zu machen, in der Hoffnung, dass der Regen vielleicht doch noch einmal aufhören möge, bevor wir noch einmal losfuhren.

Was wir dabei erlebt haben, erfahrt ihr im nächsten Teil 🙂 !
Teil 1811. Nov. 2014
Kapitel 7
Donnerstag, 27.12. 2013 –
Sabi Sands Game Reserve (Sabi Sabi Little Bush Camp) – Krüger Nationalpark (Lower Sabie Restcamp)


oder auch: „Raindrops falling on my head“

Teil III

Nachdem wir im Camp eingecheckt hatten und unser Bungalow bezogen hatten (ein bisschen abgewohnt, aber sauber und mit schönem Ausblick auf ein paar Büffel am anderen Flussufer), machten wir erst einmal ein bisschen Pause.

Scheinbar nahm sich das Wetter ein Vorbild an uns 😉 und auch der Regen pausierte, weswegen wir am späten Nachmittag uns noch einmal ins Auto schwangen und los düsten.

Witzigerweise muss ich zugeben, dass wir bei Regen tatsächlich mehr Tiere an diesem Tag gesehen haben, als ohne 😎 - aber ein paar tierische Gesellen liefen uns dann doch noch über den Weg 🙂

Zuallererst der hier, der uns gar nicht anblicken mochte 😄



Nach ein bisschen gutem Zureden, ging's dann auch mit Kopf 😄 ...



Ich muss ja gestehen, dass ich in Sachen Vogelbestimmung echt eine absolute Niete bin 😊 und ich schon unendlich stolz auf mich bin, dass ich seit der letzten Afrikareise Kingfisher und Bienenfresser auseinander halten kann 😎 ... daher: Weiß jemand, was das für ein Kerl ist?

Den hier fanden wir auch noch direkt an der Straße ...



... auch der hat mir nicht seinen Namen verraten 😗 ... aber immerhin nett für die Kamera posiert 😉 ...



... und dann mit seinem Kumpel balancieren in den Baumwipfeln gespielt 😁 ...



Der Grund weswegen so viele Raubvögel entlang der Hauptstraße versammelt waren, war auch schnell gefunden ... die Tiere hatten dank der vielen überfahrenen Schildkröten sozusagen ein Festmahl serviert bekommen 😵 ...



Ansonsten war unsere Pirschfahrt vor allem giraffenlastig 😁 ... hier Giraffe...



... dort Giraffe...



... und immer wieder Giraffe 😎 ...



Zum Sonnenuntergang wollten wir dann an den Sunset-Damm - das fiel allerdings aus, weil es a) derart bewölkt war, dass nix mit Sonnenuntergang war 😉 und b) wir dorthin gar nicht kamen, weil mal wieder Elefanten mitten auf der Straße herum standen 😄 ...



Ich habe keine Ahnung wie viele Elefanten da über die Straße trabten, aber es waren viele. Die Kolonne der grauen Kolosse wollte nicht abreißen und so standen wir bestimmt 20 Minuten und guckten den Dickhäutern beim Stauverursachen zu 😎





Als alle Elefanten die Straße verlassen hatten, fuhren wir doch noch die wenigen Meter bis zum Damm, wo uns ein Hippo begrüßte ...



... und am anderen Flussufer unsere Elefantentruppe von gerade eben 😄 !



Tja, da war dann auch der ausbleibende Sonnenuntergang verziehen 😁 !

Zum Abendessen gab es bei toller Kulisse und mit Aussicht auf in der Dämmerung durch den Fluss watenden Hippos Pizza für mich (die ich erstaunlich gut fand 🙂 ) und ein Steak für Christian (das war eher so lala 😐 ). Danach fielen wir recht schnell in unser Bett und schlummerten. Denn am nächsten Tag sollte es wieder früh los gehen, mussten wir doch noch ein Rhino und einen Löwen für die Komplementierung unserer selbstgepirschten Big 5 finden 😉 !

Fazit: Lower Sabie Restcamp
Funktionelles, sauberes Restcamp in toller Lage! Mit ein bisschen neuer Farbe würden die Hütten glaube ich richtig was her machen - aber auch so ist es völlig okay und wir würden jederzeit wieder dort übernachten. Wir hatten uns die Krüger Unterkünfte weitaus schlimmer vorgestellt - insbesondere was das Essen angeht und waren am Ende doch angenehm überrascht! 🙂

Und das erwartet euch am nächsten Tag:
- unsere erste und einzige richtige Autoverknotung im Krüger
- Sonne, Sommer, Sonnenschein und HITZE, HITZE, HITZE 🙄
- wir treffen DAS Mammut 😗
- und ich lerne, dass nicht jedes Rhino als selbstgepirschtes Rhino zählt 😉

Liebe Grüße
Steffi
Teil 1918. Nov. 2014
Kapitel 8
Samstag, 28.12. 2013 –
Krüger Nationalpark (Pestana Krüger Lodge)


oder auch: „Pirsch das Nashorn!“

Teil I

Der 28. Dezember 2013 begann mit einem recht olfaktorischen Erlebnis 😵 . Denn es stank außerhalb unseres Häuschens ziemlich bestialisch nach Hippo-Hinterlassenschaften 🤨 . Und so wurde das motivierte Aufstehen vor Sonnenaufgang zu einer noch motivierteren Flucht ins Auto während die Verursacher des „Geruchserlebnisses“ nur gelangweilt von der Uferbank zu uns herüber blinzelten 😎 .

Merke: Schöne Ausblicke auf einen Fluss können bei entsprechender Windrichtung in Afrika auch schnell zu unschönen Geruchserfahrungen führen! 😄

Aber- man muss es ja positiv sehen – dank der Stinkattacke waren wir wenigstens früh auf den Socken und saßen marschbereit im Hilux. Immerhin: Es wollten heute noch Löwen und Nashörner gepirscht werden.

Zuerst fuhren wir allerdings zum Sunset-Damm … vielleicht würde der ja auch zum Sonnenaufgang etwas hergeben.

Und tatsächlich: Als erste und einzige Zuschauer bekamen wir kurz nach Sonnenaufgang das Programm „Akrobatik des Schreiseeadlers“ geboten! 🤩 … und sollte es nun panische Aufschreie an den Bildschirmen geben, dass die Steffi tatsächlich mal den Namen eines Vogels weiß 😛 … hehe … von dem weiß ich sogar den englischen, man glaubt es kaum: African Fish Eagle 😉 .

Was letztendlich aber nur daran liegt, dass ich diesen tollen Vogel gerne mal beim Fischen Erwischen möchte – aber dies blieb uns dieses Mal versagt. Stattdessen fand es ein kleiner schwalbenähnlicher Vogel (ja da hört es auch schon wieder auf mit der Vogelbestimmung 😗 ) total doof, dass unser Schreiseeadler da saß, wo er gerade saß – was letzten Endes nur bedeuten konnte: ATTACKE! 🤩



Der Adler tat sich tatsächlich reichlich schwer mit dem Ausweichen, während der „Kleine“ so gar nicht locker lassen wollte.



Am Ende reichte es dem „Großen“ aber und er flog natürlich genau in dem Moment von dannen, wo ich nicht auf den Auslöser der Kamera drückte! 😣



Am Uferrand schritten noch diese zwei durchs Wasser … sofern jemand die Namen weiß, immer her damit! 🙂 (die Experten sagen: es handelt sich dabei um zwei Black-winged Stilt - Stelzenläufer, dickes Danke für die Bestimmung 😘 )



Ach ja und Hippos waren natürlich auch im Wasser… scheinbar noch sehr verschlafen und mir meinen langersehnten Hippogähner nicht gönnend lagen sie da bewegungslos im Wasser…



Bis… ja bis plötzlich direkt vor uns die Wasseroberfläche explodierte und zwei Hippos mit aufgerissenen Mäulern aufeinander los gingen… 🤩



Das Ganze ging so erstaunlich schnell, dass wir kaum unseren Augen trauten. Denn nach dem vielleicht 5 Sekunden langen Ausbruch, war wieder absolute Ruhe und Stille. 🙄

Als wir noch etwas baff zurück auf die Straße fuhren, um in Richtung Crocodile Bridge zu fahren, kamen wir nicht sonderlich weit, denn diese Dame hier war definitiv der Meinung, dass die Straße ihr gehörte… also Rückwärtsgang eingelegt… 😄



Irgendwie hatten wir ja das Gefühl Frau Elefant machte es tierisch Spaß uns da die Straße nach hinten zu treiben 🤨 …ihre halbwüchsige Begleitung hingegen ging brav auf dem „Seitenstreifen“ …



Aber Elefanten sind einfach immer schön anzusehen, selbst wenn sie einen vor sich her treiben 😄 …



Irgendwann bogen die zwei zu ihren grasenden Kumpels ins Gebüsch ab und wir fuhren weiter in Richtung Crocodile Bridge. Recht lange sahen wir nichts, bis dann plötzlich: Autos über Autos! 🙄 Nun gut, immerhin wussten wir jetzt wie die berüchtigten Krüger-Auto-Verknotungen aussehen 😗 … und da wir überzeugt waren, dass der Knoten seinen Grund haben musste, stürzten wir uns motiviert hinein ins Getümmel. ... Okay, ich geb’s zu 😗 : Es war eher langsamer Vorantasten, aber irgendwann standen wir dann am Straßenrand, guckten mit gefühlt weiteren 100 Touris gespannt in den grünen afrikanischen Busch und sahen: NICHTS! 🙄 🙄 🙄

Die Rettung nahte in Form eines sehr netten Guides des benachbarten Fahrzeugs einer Lodge der uns mitteilte, dass dort gaaaaaanz hinten wohl zwei Löwen lägen. Aha! 🤨 Da Löwen ja noch auf unserer „zu pirschen“-Liste standen, wollten wir ja schon wenigstens einen Ohrwaschel der Tiere erblicken und tatsächlich: Nach gar nicht so langer Wartezeit erhob sich eine der Löwinnen kurz, bevor sie fünf Meter lief und dann wieder im grünen Gras zu verschwinden. Aber: Wir hatten unseren Löwen gesehen! 🙂



Damit verabschiedeten wir uns dann auch wieder aus dem Autoknoten und fuhren die Schotterpiste, die entlang des Crocodile Rivers führte, entlang… trafen einen Geierbaum 😁 …



Recht freundlich bitte 😎 ! (übrigens ein White-backed Vulture - Weissrückengeier, danke fürs bestimmen 😘 )



Eine Blauracke öhm Gabelracke 😗 (hey, schon wieder einen Vogel dessen Name ich weiß ... oder dachte zu wissen 😗 , denn ein Vögelchen zwitscherte mir, dass es sich dabei tatsächlich um eine Gabelracke handelt *peinlich**peinlich* 😊 , aber dickes Danke 😘 )…



Und einen weißen Vogel, dessen Namen ich nicht weiß 😗 (das Expertenteam sagt: Cattle Egret - Kuhreiher)…



Dann durften wir auch noch einem Gnu-Straßen-Crossing bewohnen 😁 …



Mit von der Partie waren auch ein paar noch ganz kleine Gnus 🙂



Und beobachteten recht lange eine Horde Vervet Monkeys, die in einem Baum direkt an der Straße turnten…



Vor allem der Nachwuchs hatte es uns angetan, der war ja soooo knuffig! - wir allerdings schienen den Kleinen nicht immer ganz geheuer 😉 !



Und der hier meditierte still vor sich hin! 😄



Und im nächsten Teil gibt es dann Schlammschlacht! 😎

Liebe Grüße
Steffi
Teil 2021. Nov. 2014
Kapitel 8
Samstag, 28.12. 2013 –
Krüger Nationalpark (Pestana Krüger Lodge)


oder auch: „Pirsch das Nashorn!“

Teil II

Nachdem wir uns an der lustigen Affenhorde satt gesehen hatten, tuckerten wir langsam weiter. An einer kleinen Brücke sahen wir dieses nette paparazzifreundliche Ehepaar 🙂 … ähm oder auch nicht (da lag ich wohl wieder daneben. Es scheint, dass es entweder Mama oder Papa mit Nachwuchs oder (die Theorie gefällt mir sehr, lässt sie mich doch nicht gar so daneben liegen 😛 : Herr Bee Eater in Midlife Crisis mit seiner sehr, sehr jungen Modelfreundin 😄 )



Achtung ich versuche mich mal wieder in Vogelbestimmung 😗 und behaupte jetzt mal, das sind White fronted bee eater (auf Deutsch wohl: Weißstirnspint) ….

Mr. Bee Eater… (oder ein Bee Eater Elternteil 😉 )



... und die sehr, sehr junge Mrs. Bee Eater in pefekter Modelpose 😄 (oder einfach nur Bee Eater Jüngling 😉 )…



Ich muss zugeben, dass die Vögelchen fast zu einer Ehekrise im Auto geführt hätten 😕 – denn meinereiner entdeckte die Vögelchen, als wir gerade über eine recht schmale Brücke fuhren. Christian ertrug am Anfang erstaunlich stoisch meine Manövrieranweisungen, wie viele Zentimeter zurück, vor, nach links, nein rechts der Hilux denn nun bitte für die perfekte Fotoposition versetzt werden müsste 😗 … irgendwann wurde mir aber recht unwirsch mitgeteilt, dass zurück nur noch das Flussbett läge 🙄 … und auf meine Frage „Sicher?“ (Ja, frau wird doch noch einmal nachfragen dürfen?“ 😛 ), bekam ich nur ein knurrendes „Willst du hier ausgesetzt werden?“ zu hören! 😗 😄

Wollte ich natürlich nicht 😗 – und daher verabschiedete ich mich von den Piepmätzen und wir fuhren abermals weiter. Jedoch nicht lange … als wir über die nächste Kuppe fuhren, sahen wir unten in der Senke nämlich bereits: ELEFANTEN! 🤩

Eine ganze Familie setzte gerade dazu an die Straße zu überqueren…



Wir rollten langsam näher und blieben dann in einigem Abstand stehen…



Mit zwei Dingen hatten wir allerdings nicht gerechnet:
1. Die Elefanten hatten ein Ziel: Nämlich eine Schlammpfütze ziemlich genau auf Höhe unseres Autos auf der anderen Seite der Straße
2. Es waren verdammt viele Elefanten … und dass man auch mal Abstand zum Menschen halten könnte, hatten diese grauen Giganten scheinbar noch nie gehört.



Und so spielte sich nachfolgend direkt vor unseren Augen eine riesige Elefanten-Schlammschlacht ab 🤩 und wir saßen mal wieder nur mit herunter hängenden Kinnladen da (die nachfolgenden Fotos erfreuen sich nicht alle besonders toller Qualität, da teils mangels Alternative durch die Autoscheiben fotografiert oder ins Gegenlicht … aber ich finde gerade viele dieser Bilder stehen für dieses tolle Erlebnis, weswegen ihr da schlichtweg nun durch müsst 😗 ) …



„Ach guck! - Da steht ein Auto mit Menschlein drin!“ 🤩



„Egal – hier gilt grau und groß vor Hilux!“ 🙄





Und ja, der Rand auf den letzten zwei Fotos ist unser Auto – der Elo ist wirklich so nah an uns vorbei gezogen! Der Rest der Truppe hielt aber gut Abstand – zumindest bis zu eben dieser Schlammkuhle…

Erst ein bisschen Stretching… 😁



… dann ein bisschen „Lüften“ prominenter Körperteile 😣 😣 😣 …



Und dann Körperpflege 😁 ! Zuerst seitlich…



Dann hinter den Ohren (sehr ordentlich der Herr Elefant 😄 )…



Und zum Schluss noch die Unterbodenwäsche! 😄

Und eher unelegantes Verlassen der Kuhle! 😄



Auf der anderen Seite der Straße riss derweil der Strom der Elefanten nicht ab 🙄 …



Diesen beiden miteinander spielenden Halbwüchsigen sahen wir grade mit Begeisterung beim Herumblödeln zu, als sich aus dem Hintergrund plötzlich ein massiger Berg schob 🙄 🙄 🙄 .



Ich muss zugeben, mein erster Gedanke war: MAMMUT! 🤩 🤩 🤩 Das war ungelogen der größte Elefant, der uns je unter gekommen ist 🙄 🤨 🙄 …



Und Herr Mammut nahm zielgerichtet Kurs auf unser Auto 😵 😵 😵 .



Nun das war der Moment, wo wir den Rückwärtsgang einlegten und vorsichtig, so als wären wir eigentlich gar nicht da zurück fuhren (warum hat der Hilux eigentlich keine Funktion, sich und seine Insassen kurzfristig in Luft aufzulösen? 😗 ) – glücklicherweise waren außer uns nur drei andere Autos dazu gestoßen, deren Fahrer alle geistesgegenwärtig mitdachten und uns nach hinten Platz gaben. 🙂

Und das Mammut? Dem war ja klar: Grau und Groß vor Hilux 😎 – und so schritt der Gigant in einer Seelenruhe am Ende nur wenige Meter vor unserem Auto über die Straße …



Das Ziel: Mammut-Schlammspaß 😄



Zum Mammut gesellte sich dann eine Reihe Elefantendamen – und eine davon brachte einen wirklich noch klitzekleinen Elefanten mit … der war ja sooooooo niedlich 🤩 (und völlig vom Schlammspektakel der Großen überfordert 😄 ) ….

Könnt ihr ihn erkennen? (und nein, es ist nicht der kleine Elefant, der sich die Augen zuhält! 😉 )



Da ist der Kleine! 🙂



Ist er nicht einfach Zucker? 😘 😘 😘



„Ihhhh – das ist ja matschig und nass!“ 😵



Irgendwann trollte sich die Truppe wieder – nur unser Mammut blieb zurück!



Und auch wir verabschiedeten uns! Dass wir nun längere Zeit über kein Tier mehr sahen – es war uns so etwas von schnuppe 😄 ! Denn dieses, nein eigentlich alle Elefantenerlebnisse im Krüger waren wirklich erste Sahne und zaubern uns auch heute noch ein Lächeln übers Gesicht, wenn wir daran zurück denken! 🙂

Aber: Wir hatten ja trotzdem noch ein Ziel an diesem Tag – Nashorn pirschen! Ob es uns tatsächlich gelungen ist, erfahrt ihr im nächsten Teil! 🙂

Liebe Grüße
Steffi

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