Reisebericht

"What a Day!" Kenia 2013 - Die große Gnu-Wanderung

von AfricaDirect · begonnen 31. Jan. 2014 · 30 Teile

Teil 131. Jan. 2014
Nun geht es los!

Ich habe mich immer gefragt, warum viele Reisende so begeistert von Ostafrika sind, hört man doch von Staus und unzähligen Autos um Tiersichtungen herum? Aber es geht ja darum, die eigenen Horizonte zu erweitern und sich selbst ein Bild zu machen. Also ging es 2010 nach Tansania (siehe Reisebericht unten), allerdings außerhalb der Hauptsaison. Es war ein Traum und machte Lust auf mehr. Und so stand nach der Tansania-Reise für alle Teilnehmer fest, dass wir die Migration einmal „mittendrin“ erleben wollen, in der Masai Mara, Kenia
Diese Reise war eigentlich für das Jahr 2012 geplant, aber Christel und Heiner wollten es um ein Jahr verschieben und so fuhren Markus und ich 2012 nach Uganda (eine traumhafte Reise, siehe Reisebericht unten). Zum Jahreswechsel kam dann doch wieder der Wunsch auf, Kenia zu besuchen und so begann ich die Planung und Organisation der nächsten gemeinsamen Reise, für dieselbe Gruppe wie in Tansania: Christel, Heiner, Andreas, Markus und mir selbst.
Die Entscheidung, wohin in Kenia war relativ schwer. Klar war, dass wir für 5 Nächte in die Masai Mara wollten, um die Chancen auf die berühmten „River Crossings“ zu erhöhen. Die anderen sagten immer nur: „Du machst das schon. Ist ja Dein Beruf.“
Mit Rücksicht auf das Alter von Christel und Heiner (immerhin schon 73 und 77 Jahre alt) galt es die Reise entsprechend zu planen. Das heißt, den Flug entsprechend zu wählen, dass wir nicht erst nachts in Nairobi ankommen. Und eine Zwischenübernachtung in Nairobi, bevor wir mit dem Auto weiterfahren Richtung Samburu, war auch Pflicht, um es nicht zu stressig werden zu lassen.
Die Mara wollten wir als Fly-In-Safari machen während der Rest der Reise als Selfdrive geplant war, da Markus und Andreas gerne wieder selbst fahren wollten. Und so stand fest, dass wir nach der Mara von Nairobi Richtung Samburu weiter über die Aberdare Region Richtung Laikipia Plateau und zum Abschluss in den Nakuru fahren wollten. So weit so gut. Ich habe überall „fast“ die Wunschunterkünfte bekommen und alle waren sehr zufrieden.
Bis Markus Anfang Juli erfuhr, dass er den Urlaub um 2 Tage verkürzen musste aus beruflichen Gründen. Nun begannen die Überlegungen von vorne, wie kann ich die Reise umstellen, dass Markus möglichst wenig verpasst? Die ganze Reise zu verschieben stand aufgrund der Reisezeit nicht zur Wahl, also galt es, das Bestmögliche daraus zu machen, auch wenn es bedeutete etwas „konfus“ durch Kenia zu reisen. Und so konnte ich die Unterkünfte nach der Mara entsprechend umbuchen und wir hatten trotz allem tolle Reisestationen, auch wenn Markus die letzte Station, die Aberdare Region verpassen würde. Und so entstand der folgende Reiseverlauf:

27. August
Fahrt nach Frankfurt, Mercure Frankfurt Airport in Kelsterbach
28. August
Früher Flug mit Swiss von Frankfurt über Zürich nach Nairobi, Fairview Hotel, Nairobi
29. August
Flug Wilson Airport – Masai Mara, Kichwa Tembo Tented Camp
30. August
Masai Mara, Kichwa Tembo Tented Camp
31. August
Masai Mara, Kichwa Tembo Tented Camp
01. September
Masai Mara, Kichwa Tembo Tented Camp
02. September
Masai Mara, Kichwa Tembo Tented Camp
03. September
Flug Masai Mara – Wilson Airport, Abholung des Mietwagens bei Sunworld Safaris, African Heritage House, Nairobi
04. September
Fahrt zum Samburu Nationalpark, Larsens Camp
05. September
Samburu Nationalpark, Larsens Camp
06. September
Samburu Nationalpark, Larsens Camp
07. September
Fahrt zum Lake Nakuru, Lakira Camp
08. September
Lake Nakuru, Lakira Camp
09. September
Fahrt von Nakuru zum Laikipia Plateau, Sosian Ranch
10. September
Laikipia Plateau, Sosian Ranch
11. September
Fahrt von Sosian zur Rhino Watch Lodge
12. September
Rhino Watch Lodge
13. September
Fahrt nach Nairobi und Rückflug via Zürich nach Frankfurt

Ich möchte mit diesem Bericht jedem Mut machen, dass man auch in „höherem“ Alter, wenn ich es so nennen darf, noch Fernreisen unternehmen und sich Wünsche erfüllen kann. Vorweg genommen, die Reise war traumhaft und erfüllte viele Wünsche und mehr für alle Teilnehmer. Und ich hoffe, dass ich Euch Kenia mit meinen Eindrücken und meinen Bildern ein wenig näher bringen kann.

Viel Spaß auf der Reise durch dieses wundervolle Land.



Und wie bei den anderen Reiseberichten auch, wer den Bericht gerne „pur“ ohne Kommentare lesen möchte, nutze den doppelten „Klick“ auf die Sonne rechts oben. 😎
Teil 202. Feb. 2014
27. August

Dieser Tag war noch der Arbeit gewidmet, gepackt wurde schon am Abend zuvor und die üblichen Listen „To do“ und „To take“, wollten abgearbeitet werden. Um es vorweg zu nehmen, es hat leider nur zu 95% geholfen, denn etwas entscheidendes habe ich natürlich vergessen. Aber dazu später.
Um 19h30 konnten wir endlich Richtung Frankfurt starten, da Markus doch länger als erwartet im Büro war. Also ab auf die Autobahn und unser Urlaub konnte beginnen. Um 22h00 erreichten wir das „Mercure Frankfurt Airport“ in Kelsterbach, ein typisches, recht neues Airport-Hotel. Nichts besonders, aber für unseren Zweck perfekt. Und über das Internet hatte ich auch einen guten Deal gemacht.



Christel, Heiner und Andreas waren schon da, nach kurzer Begrüßung gingen die Junioren noch auf einen Drink in die Bar, während die Senioren schon mal ein wenig vorschlafen wollten.


Hier mein erstes Getränk des Urlaubs (Mensch, bin ich genügsam 😛 )

28. August

Zu unchristlicher Zeit klingelt der Wecker um 3h30 und wir müssen uns auf den Weg machen. Heute morgen habe ich mit Schrecken festgestellt, dass ich trotz Liste mein Ladegerät für meine neue, kleine Kompakte vergessen habe. Sehr ärgerlich, hatte ich doch extra meine alte Ixus in Rente geschickt und nun musste ich arg haushalten mit der Akkukapazität meiner zwei vorhandenen Akkus. Daher gibt es leider in diesem Urlaub auch einige Bilder, die mit dem Smartphone gemacht wurden (entschuldigt also vorab schon mal die Qualität). Ob ich es wohl mal schaffe, nichts zu vergessen?



Wir machen uns um 4h00 auf den Weg Richtung Airportparker, sind pünktlich dort und nach dem unsere Autos gut abgestellt sind, werden wir zum Flughafen gebracht. Das Einchecken geht ohne Probleme von statten. Unsere Taschen sind super leicht, knapp über 10 kg, sitzt uns doch das Gewichtslimit für den Flug in die Mara im Nacken. Zum Glück schaut keiner auf unser Handgepäck, denn das erfüllt zwar größenmäßig perfekt die Vorgaben, gewichtsmäßig aber eher gar nicht. Ich liege wahrscheinlich bei ca. 12 kg und Markus auch noch einmal bei ca. 9 kg.
Dieses Mal sind die Rollen im Urlaub etwas anders verteilt. Andreas wird sich um die bewegten Bilder (Video) kümmern. Markus ist immer interessierter am Fotografieren, nachdem er es in Uganda mehrfach ausprobiert hat. Allerdings nur unter der Vorgabe, dass er mit der Bearbeitung der Fotos nichts zu tun hat. Sehr witzig, ist das doch das arbeitsintensive. Aber was macht man nicht alles, damit „Mann“ happy ist. Naja, und dann sind im Handgepäck halt auch noch Navi, Ladegeräte, die GoPro und, und, und. Aber ich denke, so einige hier im Forum kennen das Problem.
Nach dem Einchecken geht es erst einmal zum Frühstück und zum Glück hat ein Cafe schon auf, so dass wir eine Kleinigkeit frühstück können. Der anschließende Sicherheitscheck läuft ohne Probleme ab, keine Sprengstoffkontrolle.


Der Flieger hebt pünktlich ab und wir sind um 7h15 in Zürich. Dort warten wir am nächsten Gate und auch der Flieger nach Nairobi hebt pünktlich ab.



Der Flug verläuft ohne Problem und sehr ruhig. Ich muss sagen, es war mein erstes mal mit Swiss und ich würde jederzeit wieder mit Swiss fliegen. Beinfreiheit war absolut ok und es gab in-seat-Entertainment. Essen auch in Ordnung und der Service auch sehr freundlich.






Der erste Blick auf Kenia

Pünktlich um 18h05 kommen wir in Nairobi an und sind sehr gespannt, wie es nach dem kürzlichen Brand am Flughafen hier aussieht. Wir werden mit Bussen zu den Zelten gebracht, wo die Passkontrolle bzw. Visumsvergabe stattfindet.



Nachdem wir dort durch sind, ist auch unser Gepäck schon da, wir gehen raus. Eine ATM haben wir leider nicht finden können (niemand wusste, wo nach dem Brand eine sein könnte) und so tauscht Markus schnell an einem der Wechselstuben in der „Zeltstadt“ vor dem Flughafen ein Paar Euro in kenianische Schilling. Wir suchen uns ein Yellow Cab und halten auf dem Weg ins Fairview Hotel noch an einer ATM an einer Tankstelle und ziehen Bargeld.
Um kurz vor 20h00 kommen wir am Hotel an und checken ein. Das Hotel liegt im „Botschaftsviertel“ von Nairobi und dort gilt anscheinend extra Security. Bevor wir ins Hotel gehen können, wird das ganze Gepäck noch einmal durch ein Röntgengerät geschickt. Ob das Personal dort wirklich etwas erkennen würde, man weiß es nicht.
Nach dem Einchecken gehen wir zu unseren Zimmern, die im Nachbargebäude liegen.


Das Fairview Hotel (am nächsten Morgen aufgenommen)


Unser Zimmer


Das Bad

Wir machen uns frisch und gehen zum Essen.


Das erste afrikanische Bier für die Männer



Das Essen ist ganz lecker, auch wenn es wenig afrikanisch war. Wir freuen uns, dass wir gut in Kenia angekommen sind. Alle sind sehr müde und um 22h00 fallen wir alle müde ins Bett.
Teil 303. Feb. 2014
29. August

Teil 1

Um 6h30 klingelt der Wecker und wir machen uns fertig, um zu frühstücken. Das Frühstücksbuffet im Fairview ist wirklich klasse und es gibt alles, was das Herz begehrt.


Full House für Markus

Wir hatten abends schon ein Taxi für die Fahrt zum Wilson Airport organisiert, was auch überhaupt kein Problem war. Eliot, unser Taxifahrer bringt uns zum Airport, allerdings erst zum falschen Gebäude, da Safarilink einige Tage zuvor in ihr neues Gebäude umgezogen sind. Das ist dann aber auch schnell gefunden.


Nagelneues Gebäude am Wilson Airport

Nun kommt die Stunde der Wahrheit, denn unser komplettes Gepäck wird auf die Waage gepackt. 75 kg dürfen es sein, 89 kg sind es (wie nicht anders zu erwarten), der nette Herr am Schalter sagt noch, dass er erst einmal abwarten will, ob der Flieger wirklich voll wird, sonst würde er noch ein Auge zu drücken. Wir warten erst einmal in der neuen Wartehalle und schauen, wie unser Gepäck in die Maschine verladen wird. Dann werden wir aus dem Gebäude herausgeführt, aber nicht auf das Rollfeld, sondern erst einmal außen herum in das Nachbargebäude. Dort geht das Handgepäck durch die Sicherheitskontrolle. Inzwischen ist es wirklich voll und wir haben noch nichts von dem netten Herrn am Check-in gehört. So recht glauben wir aber nicht an unser Glück und siehe da, schon kommt er angerannt und sagt, der Flieger wäre voll und wir müssten nun leider doch die 5600 KES bezahlen. Naja, ich wusste ja, dass es passieren könnte.
Wir steigen in den Flieger, starten um 10h20 Richtung Masai Mara. Die Stewardess hatte uns gesagt, dass wir in Musiara, dem ersten Stopp die Maschine wechseln müssten, um dann weiter nach Kichwa Tembo zu fliegen.


Unser Ziel


Der erste Blick auf den Mara River, kurz vor der Landung in Musiara

Nach 30 Minuten landen wir in Musiara, alle steigen aus und nach einem kurzen Gespräch mit dem Piloten kommt die Stewardess wieder zu uns und teilt uns mit, dass wir nun doch mit demselben Flieger weiter nach Kichwa Tembo fliegen. Wir müssen allerdings noch auf weitere Passagiere warten.


Unser Flieger auf dem Musiara Airstrip


Wir sind in der Mara 🤪

Um 12h00 geht der Flug weiter, nachdem die restlichen Passagiere mit einem anderen Flieger in Musiara gelandet sind.


Blick auf die Masai Mara


Der Mara River

Der Flug nach Kichwa Tembo dauert nur 5 Minuten, d.h. starten, recht niedrig weiter, so dass man sogar Tiere sehen kann, und dann wieder Landung auf dem nächsten Airstrip. Wir lieben alle diese kleinen Flieger und das Landen, aber es ist bestimmt nicht für jeden ein Vergnügen.


Kichwa Tembo Airstrip


Gut gelandet

Wilson, unser Guide für die nächsten 4 Tage, wartet schon auf uns mit Kaffee, Tee und ein paar Cookies. Da wir zu fünft sind, haben wir das Glück, dass wir die nächsten Tage mit ihm alleine unterwegs sind. Er scheint sehr nett zu sein, wie gut er wirklich ist, stellen wir bereits am nächsten Morgen fest und natürlich während der nächsten Tage in Kichwa Tembo.
Nachdem unser Gepäck in den Wagen geladen und die Kaffeetafel aufgehoben wurde, machen wir uns auf den kurzen Weg ins Camp. Auf dem Weg sehen wir schon unsere ersten Tiere, Zebras, Büffel, Elefanten, natürlich Impala, eine große Herde Eland-Antilopen, einen Schopfadler, Warzenschweine und Giraffen. Und meine Kamera ist natürlich gut verstaut im Rucksack 🤨 . Aber ich hätte auch nicht erwartet, schon auf diesem kurzen Weg so viele Tiere zu sehen, mitten in der größten Mittagshitze.


„Karibu“ in Kichwa Tembo

Nach der Begrüßung mit einem kühlen Getränk und der obligatorischen Unterschrift auf der Indemnity Form werden wir zu unseren Zimmern gebracht. Christel, Heiner und Andreas haben zwei „Classic Tents“, denn diese sind recht nah an den zentralen Gebäuden, so dass der Weg für die beiden Senioren nicht so weit ist. Die Zelte haben einen wunderschönen Blick über die offene Fläche vor der Lodge und bieten eigene Haustiere in Form von Zebra-Mangusten und Warzenschweine (die Classic Tents werden allerdings zur Zeit bis ca. Juni 2014 renoviert und komplett neu gemacht). Einziger Nachteil an den ersten Zelten ist die Nähe zum Generator, den man hier schon hört.
Markus und ich müssen um einiges weiter laufen, denn wir haben ein „Luxury Tent“. Das Zelt Nr. 35 liegt ziemlich am Ende des Camps und so müssen wir immer einen langen Spaziergang machen, um zu unserem Zimmer zu gelangen. Sehr gut, denn ansonsten sitzt man ja zumeist auf Safari 😎 und viel zu viel isst.


Unsere Unterkunft für die nächsten 5 Nächte

Auch unser Zelt ist sehr schön, die Aussicht aber nicht ganz so offen wie bei den Classic Tents.


Die Aussicht von der Terrasse


Unser Zelt von innen


Für die Toiletten-Liebhaber 😛


Der Waschplatz, links das WC und rechts die Dusche

Nachdem wir uns ein wenig frisch gemacht haben, geht es auch schon zum Lunch, der wie fast immer bei &Beyond als Buffet gereicht wird. Einfach nur lecker und sehr vielfältig.
Der Koch kommt noch auf mich zu und fragt nach unseren Wünschen, da ich bei der Buchung die speziellen „Dietary Requirements“ vermerkt habe. Das klappt auch super, so dass während des Aufenthalts in Kichwa Tembo alle sehr glücklich über ihr Essen sind.
Nach dem Lunch geht es zurück auf die Zimmer um sich noch ein bisschen auszuruhen. Denn um 16h00 geht es mit Wilson zum ersten Game Drive in die Masai Mara. 🤪

Der folgt dann im zweiten Teil, und dann gibt es auch die ersten Tiere, versprochen.
Teil 403. Feb. 2014
Wir treffen uns zum Kaffee und, wer mag, etwas Kuchen. Anschließend geht es zum Auto und wir fahren los. Kichwa Tembo liegt in einer privaten Konzession und man fährt durch das Oloololo Gate in den Teil der Masai Mara, der auch Mara Conservancy oder „Mara Triangle“ genannt wird.

Und nun kommen endlich die ersten Tiere (und ich hoffe, es sind nicht zu viele Bilder 😊 )


Diese Wimpern sind einfach zu schön


Juveniler Augurbussard – Juvenile Augur Buzzard (bin mir aber nicht sicher, vielleicht kann jemand helfen)


Goldbugpapagei – Brown (Meyer’s) Parrot


Brauner Schlangenadler – Brown Snake Eagle (diese braunen Greifvögel bringen mich immer zur Verzweiflung 🤨 , da bin ich mir bei diesem Exemplar auch nicht sicher)

Wir sehen etliche Vögel, einen Sekretär, Giraffen, ein paar Strauße in weiter Entfernung und finden zwei Löwenmänner, die ihrer Lieblingsbeschäftigung nachkommen: Schlafen.


Ist da etwas?


Noch einmal Gähnen bevor man wieder schlafen kann

Weiter die Strasse entlang stehen ein 3 Autos und schauen ins Gebüsch. Hier liegt eine Löwin sehr entspannt mit ihren drei ca. zwei Monate alten Jungen an einem Zebrakill.


Erst einmal einen Überblick verschaffen


Dann geht es ans Spielen mit dem Geschwisterchen


Die Löwin behält die Übersicht


Echt knuffig, die Kleinen


Anschleichen ...


... und vielleicht noch etwas abhaben von der Beute? Obwohl, eher noch die Milchbar bei der Mama 😉

Hier bleiben wir ein bisschen, machen dann aber Platz für die nächsten Autos. Hier im „Triangle“ gilt bei den meisten Sightings die Regelung, dass maximal sieben Autos an einem Sighting stehen dürfen (das klappt tatsächlich fast immer, obwohl die Minibus-Fahrer diese Regelung manchmal nicht zu kennen scheinen 😎 ).


Hieran muss man sich in Kenia gewöhnen, wobei wir auch sehr viele Sightings ganz für uns alleine hatten

Ein Stückchen weiter finden wir eine weitere, wie ich finde, sehr hübsche Löwendame mit vier Babys, die ca. 1 – 1 ½ Monate alt sind. Total knuffig.


Ein hübsche kleine Familie


Total süß


So eine hübsche Mama

Und hier zeigt sich, dass man auch im August und September süße Löwenbabys in der Mara bewundern kann 😉 😛 .
Wir machen uns auf den Weg zum Camp zurück, nochmals an den Löwenmännern vorbei, die immer noch schlafen.


Gleitaar - Black-shouldered Kite


Ein balzendes Straußenpärchen beschließt dieses ersten Game Drive

Um 19h00 sind wir wieder zurück in der Lodge. Wir sind total überrascht, wie viel wir schon innerhalb der ersten Stunden hier in der Mara gesehen haben, dabei sind wir wahrlich nicht weit gefahren. Für morgen empfiehlt Wilson uns, dass wir früh frühstücken und um 6h30 aufbrechen, einen Lunch mitnehmen und den ganzen Tag draussen bleiben. Wir sind natürlich von der Idee begeistert.
Wir genießen unseren ersten Drink in der Bar, schauen den Masai Tänzern aus den umliegenden Dörfern beim Tanzen zu und anschließend shoppen wir ein bisschen bei den Tänzern, die ihre Sachen auf schönen Tüchern ausstellen und zum Verkauf anbieten.





Anschließend geht es zum leckeren Dinner (Yellow Lentil Soup with Ginger + Cocos; Beef Curry, Tilapia, Pumpkin Curry; Chocolate Pate with Passion Fruit Sauce). Ich ahne Böses, dass es mit der Diät im Urlaub nichts wird.
Um 21h30 geht es ins Zimmer, ich überspiele noch schnell die Bilder und schreibe Tagebuch, während Markus schon sanft entschlummert ist.

Schon nach dem ersten Tag können wir sagen: WHAT A DAY!
Teil 506. Feb. 2014
Hallo,

nun geht es weiter und jetzt gibt es Tiere über Tiere, die Auswahl der Bilder ist echt schwierig. Wenn es also zu viele sein sollten, bitte einfach sagen, dann gibt es weniger Bilder. 😎

30. August

Teil 1

Um 5h30 werden wir geweckt, mit Kaffee, Hot Chocolate und ein paar leckeren Keksen. Eine halbe Stunde später treffen wir uns alle zum Frühstück und um 6h30 starten wir mit Wilson zu unserem ersten ganzen Tag in der Masai Mara.


Die Sonne geht auf

Wir fahren zum Oloololo Gate, wo Wilson für uns den Parkeintritt anmeldet, damit wir in den Nationalpark fahren können. Wir genießen derweil das erste Wildlife in der wunderschönen Morgenstimmung.


Wir werden genau beobachtet


... und der „Nachbar“ frisst einfach weiter


Die beiden hatten sich irgendetwas zu sagen, der Büffel war aber wenig beeindruckt ...


... und so zog der Elefant etwas irritiert weiter


Auf der anderen Seite schweben/fahren die Heißluftballons über der Mara

Dann bekommt Wilson eine Nachricht von einer Kollegin, dass ein Leopard gesichtet wurde, allerdings in der Konzession. Also wieder durch das Gate und zurück in die Konzession. Wir finden Wilson's Kollegin, aber einen Leoparden sehen wir leider nicht. Wilson fährt ein Stückchen weiter und da sehen wir hinter uns den Leo über einen schmalen Weg von einem Gebüsch ins nächste wechseln. Mmmmmh, Pech gehabt. Wilson fährt weg vom Gebüsch und stellt sich auf eine Seite der Grasfläche, leider mit sehr hohem Gras. Wir warten einfach einmal und beobachten das Gras.


Leo-Suchbild

Wir sehen den Scrub-Hare noch weghüpfen, zum Glück für ihn, zum Pech für den Leo und dann zeigt sich das erste Mal Wilson’s Gespür für die Tiere.


Hier ist das Prachttier, unser erster Leopard in Kenia

Wilson ändert noch einmal ein wenig die Position und dann kommt das schöne Tier direkt vor uns aus dem Gras auf uns zu, quert vor uns den Weg und verschwindet rechts wieder im Gebüsch.


Danke, Wilson! Eines meiner schönsten Leopardenfotos 😘

Nach diesem tollen Moment fahren wir zurück Richtung Oloololo Gate, sehen unterwegs noch ein einsames Impala-Baby. Das wird wohl ohne Mama nicht lange überleben, aber so ist es in der Natur.
Wir schauen kurz zu den Löwenmännern von gestern, es ist aber nur noch einer da.


Ganz schön mächtig, der Kerl und heute auch mal wach

Er steht auf und ruft immer wieder nach seinem Kumpel. Löwengebrüll geht einem ja schon durch Mark und Bein, ganz schwierig zu beschreiben, aber die meisten hier werden es ja kennen.


Auf der Suche


Er kommt direkt auf uns, wieder einmal hat Wilson uns gut positioniert


Er geht auf eine Gruppe Wasserböcke zu, die ihn sehr aufmerksam beoabchten

Nachdem er ein Stückchen gegangen ist und ausdauernd gerufen hat, ist die Energie schon wieder erschöpft und er legt sich wieder hin, um der Lieblingsbeschäftigung der Löwen nachzugehen.
Wir verlassen den schönen Kerl und fahren weiter. Am Wegesrand finden wir zuerst die Löwin von gestern, allerdings heute ohne die Jungen. Die hat sie wohl irgendwo versteckt zurückgelassen.


Die schöne Dame von gestern

Und wieder geht es weiter. Nicht weit entfernt sehen wir einen Sekretär. Er steht im hohen Grass und trampelt wie wild auf den Boden.


Sekretär – Secretary Bird

Der Sekretär fängt Schlangen und tötet sie, indem er sie tot trampelt. Und genau das dürfen wir beobachten.


Hier die Beute (schätze, es ist eine Puffotter)


War wohl noch nicht tot


Also noch ein wenig weiter trampeln


Und dann kann die Mahlzeit beginnen


Und, schwups, ist die Schlange weg

Es war super interessant, dieses Verhalten mal beobachten zu dürfen, kannten wir es doch bisher nur aus Büchern oder Fernsehfilmen.

Heute ist unser Ziel der Mara Fluss, denn Wilson hofft auf eines der berühmten River Crossings der großen Gnu- und Zebraherden. Hier ist es nun sehr praktisch, dass die &Beyond-Guides untereinander Funkkontakt halten, denn einer war schon zum Mara gefahren und meldete, dass die Herden sich noch sammeln und noch nicht direkt am Fluss sind.


Auch die gefiederten Gesellen kommen nicht zu kurz

Wir sehen noch zwei weitere Löwenmänner und fahren erst einmal auf eine große Fläche mit einzelnen Hügeln. Wilson sagt, dass wir parallel zur Landesgrenze unterwegs sind und auf der „anderen“ Seite schon die Serengeti in Tansania liegt. Hier finden wir drei Gepardenbrüder, die auf der weiten Fläche unterwegs sind, immer wieder anhalten und sich am Ende in den Schatten unter einen Baum legen.


Leider schon sehr hartes Licht, aber trotzdem schön


Noch kurz das Revier markiert


Sie sind so unheimlich schön


Bei den anderen beiden angekommen


Blick auf die drei und die endlose Weite der Masai Mara / Serengeti

Fortsetzung folgt ...
Teil 614. Feb. 2014
Teil 3

Nach dem leckeren Lunch fahren wir wieder an den Fluss und schauen an zwei verschiedenen Stellen, was die Gnus machen. An einer Stelle, am „Look Out Crossing“, können sich die Tiere nicht entschließen und stehen abwartet am Ufer.


Vielleicht kann man es erkennen, wie die Herden sich am Fluss (das grüne „Band“) sammeln


Coquifrankolin – Coqui Francolin


Die Hippos genießen die Ruhe vor dem Sturm

Am Fig Tree Crossing schaut es so aus, als ob der Druck von hinten so stark wird, dass die Tiere bald den Fluss queren. Wir beobachten mit 9 weiteren Autos auf unserer Seite oben von der Anhöhe das Geschehen, niemand fährt herunter zum Fluss, um die Tiere nicht zu stören. Der Ranger ist auch wieder da und fährt von Crossing Point zu Crossing Point.



Wir können aber zum Teil nicht fassen, was auf der anderen Seite geschieht. Dort sind bestimmt 30 - 40 Autos zu sehen, die zum Teil mitten in die Herden hineinfahren und die Tiere auseinander treiben.
Die Gnus und Zebras kommen wieder auf die Halbinsel am Fig Tree Crossing und die Fahrzeuge warten leider nicht, was passiert, sondern fahren zum Teil mitten in die Herden hinein bis vorne an das Steilufer. Und so flüchten die Tiere wieder zurück. Kein Ranger ist zu sehen und niemand hält sich an irgendwelche Regeln. Es ist wirklich traurig, denn wenn alle erst einmal geduldig warten würden, hätten auch die Gäste in den Autos etwas von den Crossings. So verscheuchen sie die Tiere nur und niemand sieht die Tiere.
Bei den Guides auf unserer Seite wird wild diskutiert, aber das hilft natürlich nichts. Die andere Flussseite gehört zu einem anderen Distrikt und dort finden wohl kaum Kontrollen statt.

Der Drang der Tiere ist aber riesengroß, sie wollen unbedingt auf die andere Seite und so kehren sie zum Fig Tree Crossing zurück. Und dann passiert es wieder, ein Tier fängt an und alle folgen.


Einer beginnt und schon geht es los ...


... die Tiere stürzen sich in die Fluten


Sie springen auch vom flachen Ufer ab ins Wasser




Und manchmal versucht es auch ein „Einzelgänger“ ...


... hier ein Sequenz ...










... die vielleicht die Dynamik dieses Naturschauspiel ein wenig zeigt

Sie starten wieder an einer flacheren Stelle und dann gehen sie auf der ganzen Uferseite hinunter, sei sie auch noch so steil. Die Böschung ist wirklich sehr hoch und sie springen aus dieser Höhe nach unten, da auch von hinten immer mehr Tiere nachdrängen.


Egal wie hoch ...


... sie springen (oben rechts sieht man das tote Gnu)


Oben drängen die Gnus nach ...


... und stürzen sich in die Tiefe

Es ist ein unglaubliches Schauspiel und auch traurig, da ein Tier das ganze wohl mit Genickbruch „bezahlt“ und ein weiteres später wohl das Becken oder die Hüfte gebrochen hat und nicht mehr durch den Fluss kommt.


Hier kann man Fig Tree Crossing gut erkennen


Die Gnus kommen an unserer Seite aus dem Wasser


Auf der anderen Seite gibt es eine „Streifen-Versammlung“ ...


... und dann wird in Reih und Glied durch den Fluss geschwommen


Diese Gesellen sind anscheinend schon alle satt und genießen die Sonne


Und hier das Gnu mit dem gebrochenen Becken/Hüfte. Es sah zuerst aus, als ob das Krokodil die Gelegenheit nutzen wollten, aber da es alleine war, hat es sich wieder zurück gezogen und das Gnu nicht gepackt

Dieses Crossing dauert ca. 20 Minuten und es ist wieder sehr aufregend. Wir fotografieren natürlich, was das Zeug hält, denn wir können immer noch nicht glauben, dass wir an unserem ersten Tag gleich zwei der berühmten River Crossings sehen dürfen.
Auf dem Weg zurück zur Lodge fahren wir noch am „Look Out Crossing“ vorbei, aber die Tiere können sich immer noch nicht entschließen. Dann bekommt Wilson noch die Nachricht, dass eine Rhino-Dame mit Kalb gesehen wurde und wir fahren noch dorthin.


Die Mama leider nur noch von hinten


Allerdings wollen die beiden von uns nichts wissen, sondern verschwinden im dichten Gebüsch.


Streifen in der Abendsonne


Ein letzter tierischer Gruss an diesem tollen Tag

Wir fahren zurück zur Lodge und fahren pünktlich um 18.30 Uhr durchs Oloololo Gate.


Dieser Geselle lebt direkt neben unserem Zelt

Zurück in der Lodge machen wir uns frisch und gehen total glücklich zum Dinner.


Lecker 🙂

Wir haben an unserem ersten ganzen Tag in der Mara die Big 5 und soooo viel mehr gesehen und dann auch noch zwei mittelgroße Crossings. Was will man mehr, eigentlich könnten wir morgen nach Hause fahren, was wir natürlich NICHT tun werden. 😛

WHAT A DAY!!!!!! 🤪 🤪 🤪
Teil 719. Feb. 2014
31. August

Teil 1

Früh kommt der „Wake up Call", wir sind wieder pünktlich um 6.00 Uhr beim Frühstück und um 6.30 Uhr auf dem Auto. Wir haben nachts Hyänen gehört, die sehr ausgiebig miteinander kommuniziert haben. Kurz hinter dem Camp sehen wir auch, warum sie so aktiv waren. Wir treffen ein Hyänenrudel mit ca. 10 Tieren, die vor kurzem ein Zebra gerissen haben.


Von dem ist aber nur noch das Gerippe übrig


Nach dem "Frühstück" ziehen sie weiter

Wir fahren durch das Oloololo Gate in den Nationalpark und finden zuerst eine recht große Büffelherde.


Büffel


Die Kleinen sind ja schon echt süß


Edelreiher – Intermediate Egret


Gabelracke – Lilac-breasted Roller

Wir fahren weiter auf der Suche nach den Löwinnen mit ihren Jungen, aber von denen ist heute Morgen nichts zu sehen. Also fahren wir erst einmal zum Richtung Mara-Fluss.


Auf dem Weg zum Mara


Streifenschakal – Side-striped Jackal

Auf dem Weg dorthin sehen wir noch zwei stattliche Löwenmänner, die kurz etwas trinken und sich anschließend ein schattiges Plätzchen für den Tag suchen, um der liebsten Löwenbeschäftigung nachzugehen.


Auf dem Weg ...


... noch einmal kurz schauen, ...


... dann den Durst stillen


Und im Schatten verschwinden


Während der Kollege noch überlegt, ...


... schaut und sich dann auch auf den Weg in den Schatten macht

Unterwegs sehen wir dann noch eine Gruppe Zebramangusten, aber sie sind leider zu weit entfernt für ein Foto. Am Mara versammeln sich die Gnus und man kann sie über die Hügel Richtung Fluss ziehen sehen. Aus allen Richtungen kommen die Herden zum Fluss herunter. Es ist faszinierend zu beobachten.


Blick auf die andere Seite des Mara


Noch können sich die Tiere nicht entschließen.



Dann gehen ein paar Zebras das Ufer herunter, stehen etwas unentschlossen im Wasser und entscheiden sich dann doch rüber zu schwimmen.



Ein paar Gnus folgen, aber dann reist der Strom recht schnell ab. Es ist ein recht kleines Crossing, da sich die meisten Tiere oben am Ufer nicht entschließen können.


Die ersten Zebras zögern ...


... und die restlichen Zebras flüchten das Ufer rauf.


Statt durch den Fluss ...


... geht es in rasantem Tempo das Ufer wieder rauf





Wir beschließen erst einmal vom Fluss wegzufahren und uns auf die Suche nach den Geparden zu begeben im Grenzgebiet zwischen Kenia und Tansania.

Fortsetzung folgt
Teil 820. Feb. 2014
Teil 2

Leider verstecken sich die Geparden heute vor uns und wir können sie nicht finden. Aber auch „nur“ das Fahren durch diese schöne Landschaft ist ein Vergnügen, weite Savannen mit den obligatorischen Schirmakazien und dazwischen immer wieder die kleinen Hügel, die aus der Fläche herausstechen (ich verspreche, beim nächsten Mal kümmere ich mich auch ein bisschen um Landschaftsfotos, ist nicht so mein Ding, daher war auf meiner Kamera fast immer ein Teleobjektiv montiert 😗 ).


Ein Thompson-Gazelle mit Nachwuchs (hier kann man sehr genau sehen, wie sich das Hitzeflimmern bei langen Brennweiten auswirkt)

Wir fahren durch die Hügel wieder Richtung Mara. Markus möchte gerne ein Topi auf einem Termitenhügel fotografieren und so halten wir an. Wilson nutzt die Zeit und schaut sich mit dem Fernglas um. Und er sieht auf dem gegenüberliegenden Hügel zwei Löwinnen. Auf die große Entfernung hin können wir beobachten, dass sie in der Mittagshitze versuchen, sich an eine Herde Zebra heranzupirschen (leider zu weit weg für ein Foto). Wilson überlegt kurz und schaut sich um, um den besten Weg zu finden. Hier im Mara Triangle ist das „Off Road Fahren“ in bestimmten Regionen für Katzensichtungen erlaubt. Und so holpern wir über Stock und Stein, queren einen kleinen Wasserlauf und nähern uns der Löwengruppe. Aus einiger Entfernung können wir sie beobachten. Inzwischen sehen wir auch den Rest des Rudels, das zusätzlich zu den zwei Löwinnen noch aus einigen Jungtieren besteht.


Einer der Youngster

Diese machen dann auch das Vorhaben der Erwachsenen zunichte, in dem sie munter, ohne Deckung, auf die Zebras zutollen, die daraufhin die Flucht ergreifen. Und so verzieht sich die komplette Familie erfolglos in das benachbarte Gebüsch in den Schatten.


Kampfadler – Martial Eagle


Mit Beute ...


... so gerade noch erwischt beim Abflug

Wir machen uns nach dieser schönen Sichtung auf den Weg wieder Richtung Fluss und stoppen zwischendrin, um einen schnellen Lunch einzunehmen. Zwischendrin bekam Wilson Nachricht von einem Kollegen, dass sich die Gnus am Mara versammeln. Wir packen schnell alle gemeinsam den Lunch zusammen und machen uns auf den Weg zum Fluss. Dort oben auf der Anhöhe mit Blick auf den „Look Out Crossing Point“ warten wir gemeinsam mit einem anderen Fahrzeug. Auf der anderen Seite wird es am Ufer immer voller und die Gnus drücken immer weiter Richtung Ufer.


Hier kann man mal das steile Ufer am Mara sehen

Leider fährt wieder ein Fahrzeug zu nah heran und die Tiere flüchten panisch. Dann fährt ein Auto auf unserer Seite an uns vorbei runter zum Ufer, was die Gnus erneut am Crossing hinderte (der Autofahrer schien sich nicht zu fragen, warum oben zwei Autos auf der Anhöhe warteten und niemand unten am Fluss stand 😠 ). Die Gnus wanderten alle weiter nach rechts ab. Der Ranger auf unserer Seite fuhr dann zum Auto hinunter und scheuchte den Autofahrer zu uns hoch. Die Gnus waren allerdings inzwischen fast alle weg.
Wir fahren rüber zum nächsten Crossing Point, allerdings waren dort schon einige Gnus über den Fluss gekommen und das Crossing war vorbei. Also entscheiden wir uns, wieder zum „Look Out Crossing Point“ zurückzufahren. Wir warten wieder oben auf der Anhöhe. Das ist etwas, was man während dieser Jahreszeit öfter macht: Warten. 🙂 Denn die Crossings entwickeln sich immer erst und man muss viel Geduld mitbringen.
Wir hoffen, dass sich die Tiere vielleicht doch noch entschließen können. Und unser Warten wird zumindest mit einem Mini-Crossing belohnt. Wir sehen von der Anhöhe das erste Zebra auf unserer Seite das Ufer herauf kommen und fahren zum Fluss hinunter. Zwei Zebramamas haben sich sich mit einem kleineren Fohlen und einem halbwüchsigen Jungtier auf den Weg über den Fluss gemacht, in Begleitung eines Hengstes. Eine Zebramama, die beiden Jungtiere und der Hengst schaffen es auch über den Fluss. Wo ist denn das andere Zebra geblieben?
Und dann sehen wir es, also nicht die Aktion (leider und irgendwie auch zum Glück 😕 ), sondern das traurige Ergebnis.


Krokodil mit Beute


Danke an Christel und Heiner für dieses Bild (von meiner Position im Auto konnte ich das Krokodil leider nicht sehen)

Der Hengst und das halbwüchsige Jungtier laufen wiehernd und rufend am Ufer entlang, leider vergeblich, denn die Stute wird nicht mehr kommen.


Der Hengst ruft ...


... und ruft


Und auch das Fohlen mag das Ufer nicht verlassen

Kurze Zeit später passiert es, noch während wir unten am Ufer stehen. Auf der gegenüber liegenden Seite wird der Druck größer und größer und immer mehr Gnus und Zebras drängen ans Ufer.

Fortsetzung folgt
Teil 924. Feb. 2014
Da ich mich so gar nicht entscheiden kann, kommen nun ein paar mehr Bilder 😊 . Ich hoffe, Ihr schaut sie Euch trotzdem an. So viele Bilder von den Crossings in Kenia gibt es ja noch nicht im Forum. Ansonsten einfach Bescheid geben und ich reduziere die Anzahl. 😗

Teil 3

Und dann dürfen wir ein relativ großes (ca. 1500 - 2000 Tiere) Crossing miterleben und die Geräuschkulisse ist absolut beeindruckend. Die Tiere springen vom steilen Ufer hinunter ins Wasser und der Fluss kocht und sprudelt vor lauter Tiere, die versuchen, das erste tiefe Wasser zu überwinden, bevor sie auf einer Sandbank ankommen.


Let the action begin




Die Gnus springen ...


... auch aus größerer Höhe ab


Manchmal ist auch nur noch der Schwanz zu sehen und der Rest des Tieres abgetaucht ...


... bis das Tier ganz „verschwindet“


Der Strom reißt nicht ab




Aus jeder Ecke kommen die Gnus und springen ins Wasser
















Durch wahnsinnige Eleganz zeichnen sich Gnus eher nicht aus

Es ist wirklich ein unglaubliches Erlebnis, die Tiere in dieser Menge durch den Fluss ziehen zu sehen. Wir sind alle völlig gefangen von diesem Naturschauspiel.


Und so ziehen die Herden weiter

Inzwischen war es kurz nach 17.00 Uhr und wir beschließen, uns auf den Heimweg zu machen. Wilson fährt auf dem Hauptweg Richtung Oloololo Gate und wir sind immer noch beeindruckt, was wir erleben durften.


Hornrabe – Ground Hornbill


Schwarzkopfreiher – Black-headed Heron

Irgendwann fährt Wilson von der Hauptstrasse nach rechts ab, denn er möchte Christel noch einmal Nashörner zeigen, nachdem diese gestern so unkooperativ waren. Also in Richtung von einem buschigen Gelände gefahren und tatsächlich finden wir eine Rhino-Kuh mit Jungem.





Das war ein weiteres Highlight und Christel ist ganz happy, hat sie doch nun „ihr“ Black Rhino gesehen. Wir sind nun wirklich mehr als begeistert von diesem Tag. Nun wird es aber Zeit, Richtung Gate zu fahren, denn es ist inzwischen 18.20 Uhr. Um halb sieben macht das Gate „offiziell“ zu.



Ich fotografiere noch schnell die tollen Wolkenformationen. Wilson nutzt die Zeit und schaut noch einmal durchs Fernglas. Und es ist unglaublich, aber wahr, er findet tatsächlich eine weitere Rhino-Dame mit schon etwas größerem Kalb. Ich sage zu Wilson, dass wir doch so langsam zum Gate müssten, denn es ist schon 18.30 Uhr, damit er keinen Ärger bekommt (das wollen wir definitiv nicht!). Er schaut mich an und sagt: „Please, can we go to see the Rhinos?“ Ich frage noch einmal, ob er Ärger bekommt. Er grinst mich an und wir düsen Richtung Rhinos. Und so wurden wir sogar am Ende unseres Tages noch mit einem tollen Sighting belohnt.






Und dann hatten sie genug von uns (im Weglaufen erinnerten sie irgendwie an „Radio Botswana“, flüchtende Warzenschweine)

Danach ging es dann wirklich schnell Richtung Gate, dass zum Glück nicht mehr weit weg war. Das war gut, weil a) wir schon viel zu spät waren (18.45 Uhr) und b) eine riesige Gewitterfront im Anmarsch war.


Das war die „helle“ Seite

Wir kommen im Camp an und schaffen es gerade noch in die Bar mit unserem Geraffel und dann fängt es an zu schütten. Aufgrund des Regens beschließen wir, nicht zu den Zelten zurück zu gehen, sondern einfach für das Dinner vorne zu bleiben.


Dinner Menu

Nach dem leckeren Essen geht es im Regen zurück in die Zimmer. Ich überspiele noch schnell die Bilder und schreibe das Reisetagebuch und dann gute Nacht.

Und was fehlt noch: „WHAT A DAY!“ 🤪 🤪 🤪
Teil 1026. März 2014
Hallo,

nun geht es endlich weiter. Ein kleine Warnung vorab, dieser Tag ist "gnulos" und "katzenreich" und es kommen viele Bilder. Ich hoffe, Ihr könnt es ertragen. 😉


01. September

Nachdem es fast die ganze Nacht geregnet hat, ist es zumindest zum Frühstück um 6.00 Uhr wieder trocken. Pünktlich um 6.30 Uhr sitzen wir auf dem Auto und brausen mit Wilson los Richtung Oloololo Gate.
Kurz hinter dem Gate treffen wir auf die Löwenmama mit ihren vier Jungen vom ersten Nachmittag.


Mama mit Nachwuchs


Was kann ich denn nun anstellen?


Vielleicht mein Geschwisterchen jagen?


Früh übt sich


Fast geschafft


Und erbeutet, auch wenn die Beute nicht willig ist



Die Familie liegt direkt neben der Strasse, d.h. Mama liegt und die Kleinen spielen ausgelassen mit einem Stock oder Knochen, nerven die Mama und bieten uns eine tolle Morgenunterhaltung.


Jetzt hab ich es


Wenn die Geschwisterchen nicht wollen ...


... muss ich halt Mama nerven


... den Nackenbiss üben ...


... klappt noch nicht so


Irgendwann ist Mama von der Rasselbande arg genervt


Ich bin ganz unschuldig


Gemeinsam sind wir stark

Niemand lässt sich durch unsere Anwesenheit stören, es ist viel mehr so, als wenn wir gar nicht anwesend wären.
Wir bleiben über eine halbe Stunde bei der Familie und genießen das Familienleben ausgiebig.


Dies ist fast der einzige Blick, den man uns zuwirft, aber auch erst als das Auto angemacht wird

Fortsetzung folgt
Teil 1102. Apr. 2014
01. September

Teil 2

Nur schwer können wir uns von der kleinen Familie trennen. Aber es hilft ja nichts, irgendwo warten ja bestimmt noch weitere spannende Dinge auf uns. Es sollte heute eindeutig „Katzentag“ werden, aber das wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.


Milchuhu – Verreaux’s Eagle-Owl

Zuerst finden wir zwei junge Löwen, die sich zusammen die Zeit vertreiben.


Ein netter Kerl





Der eine schläft, betreibt Körperpflege oder schaut in der Gegend herum, während der zweite verschiedene Löcher in der näheren Umgebung untersucht. Ob er Hasen oder Mäuse sucht, hat er uns leider nicht mitgeteilt. 😄


Hallo, ist da jemand?


Mist, niemand da.

Nachdem wir die beiden einige Zeit, alleine, beobachtet haben fahren wir weiter. Wilson ist auf der Suche nach Geparden und hält immer wieder an und sucht mit dem Fernglas die Umgebung ab. Geparden findet er mal nicht, aber die nächsten Löwen. Wir rumpeln einen Berg hinauf und finden drei Löwinnen, die vor kurzem zwei Topis erlegt hatten. Zwei nagen an den Topi-Resten herum, während die dritte vollgefressen, mit dickem Bauch, auf einem kleinen Hügel liegt.


Lecker ...


... bin zwar eigentlich schon satt, aber ...


... ein bisschen geht immer


Man beachte den „leicht“ gewölbten Bauch


Und so eine Fleischportion muss ja erst einmal verdaut werden, sehr anstrengend

Auch diese drei können wir ausgiebig, alleine, beobachten bevor es weiter geht in einer Senke zwischen zwei felsigen Hügeln entlang
Und auf einmal sagt Andreas: „I think there is a leopard!“ Wilson haut die Bremse rein und tatsächlich, oben am Hang läuft ein Leopard. Wilson fährt ein kleines Stück weiter und stellt sich neben ein kleines Wasserloch, vielleicht möchte sich die schöne Katze etwas zu trinken gönnen.


Kommt er noch näher?

Wir verhalten uns ganz still und das große Leopardenmännchen kommt den Hang herunter, läuft direkt neben unserem Auto her.


Ein wirklicher Prachtkerl

Er ist wirklich groß, scheint gerade gut gefressen zu haben, wenn man sich den Bauch anschaut. Und irgendwie sieht er sonderbar aus. Eigentlich haben junge Leoparden eine rosafarbene Nase, je älter sie werden, desto schwärzer ist die Nase gefärbt. Dieses Exemplar hat eine rosa Nasa, aber der Kopf ist riesig, und die Lefzen hängen wie bei einem alten Tier. Und auch der Nacken spricht eher für ein älteres Tier.











Wir genießen diesen Moment mit diesem eindrucksvollen Leopard, wieder alleine. Er läuft hinter uns den Berg hinauf und springt anschließend auf einen Baum. Leider ist er recht weit oben auf dem Hügel und wir können nicht näher heran, da es sehr felsig und steinig ist.


Und hier das Abschiedsfoto

Aber was für ein Moment, dieses wunderschöne Tier so nah und allein beobachten zu können.

Und schon jetzt (um kurz vor 10.00 Uhr) können wir nur wieder sagen: What a Day! 🤪

Wir fahren weiter und finden einen Pelikan auf einem Baum, eine sonderbare Sichtung, denn es ist weit und breit kein anderer Pelikan in Sicht und entsprechendes Wasser auch nicht. Wer weiß, was den Kerl hierher verschlagen hat.


Mmmmmh, wo bin ich denn hier gelandet?


Ich mach mich mal auf die Suche ...


... vielleicht finde ich ja ein paar Kumpels

Wilson bekommt die Nachricht, dass eine Gepardin mit einem fast erwachsenen Jungtier gefunden wurde und wir machen uns auf den Weg und finden sie auf einer weiten Ebene in einer leichten Senke auf einem Termitenhügel. Wir warten erst auf dem Weg, denn hier wird die Fahrzeugbeschränkung eingehalten. Als sich ein Fahrzeug entfernt, nähern wir uns diesen beiden wunderschönen Tieren.



Und was wir mit diesen beiden so alles erleben, gibt es dann im nächsten und übernächsten Teil. 😎
Teil 1209. Apr. 2014
Und weiter geht es zu einem Höhepunkt unserer Reise (viele Bilder 😕 )

01. September

Teil 3


Die beiden halten Ausschau nach Beute und scheinen hungrig zu sein.




Jeder schaut in eine andere Richtung






Beide ziehen los

Sie gehen in Richtung einer Gruppe mit fünf Thomson Gazellen.





Aber leider für die Geparden, zum Glück für die Gazellen, werden sie entdeckt und die Thomson Gazellen flüchten. Die beiden legen sich wieder hin, stehen auf und wandern ein paar Meter und legen sich wieder hin. Inzwischen ist es fast 13.00 Uhr und relativ warm.
Wir warten mit drei weiteren Fahrzeugen, alle anderen sind inzwischen gefahren. Aber wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sich die beiden auf die Jagd machen.
Irgendwann steht die Gepardin wieder auf, den Hügel hinauf, wieder Richtung Thomson Gazellen. Plötzlich startet sie durch, tritt aber mit der Hinterpfote in ein Loch und stolpert. Die Gazellen können erneut flüchten. Wir denken schon, dass sie nun aufgeben wird.


Etwas entdeckt?

Sie ändert ihre Richtung und geht wieder Richtung Senke. Dort sehen wir ein Warzenschwein mit zwei kleinen Ferkeln stehen. Aber sie sind noch recht weit weg und ich gebe zu, ich war mir sicher, dass das Warzenschwein die Geparden schon längst gesehen hat.
Die Geparden haben das Warzenschwein nun entdeckt und nähern sich, allerdings nicht wirklich in geduckter Haltung. Aber wann immer das Warzenschwein vom Fressen aufsieht, erstarren die Beiden in ihrer Bewegung. Und dann geht alles ganz schnell.


Mama startet vorweg ...


... ist aber nicht wirklich auf ein Tier fokussiert ...


... als die Warzenschwein-Familie auseinander rennt, stockt sie ...


... und damit war Mama-Warzenschwein erst einmal weg


Nun „erinnert“ sie sich daran, dass da ja noch zwei Ferkel waren und startet erneut durch


Das Ferkel (oben rechts als kleiner Punkt im Bild zu erkennen), rennt um sein Leben ...


... und Warzenschwein-Mama ...


... rennt todesmutig frontal auf die Gepardin zu


Ein gefährliches Unterfangen, ...


... lenkt es zwar vom Nachwuchs ab ...


... bringt aber das eigene Leben durchaus in Gefahr


Aber statt um ihr Leben zu fürchten, ...


... steuert sie weiter frontal auf die Gepardin zu ...


... und greift die Geparden an




Und rennt dann davon


Die Gepardin scheint etwas verwirrt ...




... und lässt das Warzenschwein ziehen


Während das Ferkel (wieder oben rechts) durch den Mut der Mama flüchten kann




Und die Warzenschwein-Mama ergreift ihre Chance und flüchtet im gestreckten Galopp.

Meine Güte, war das aufregend. Ich muss sagen, ich fand diese Szene sehr viel spannender wie einen „Kill“. Denn hier war so viel Dynamik zu sehen, wie der Jäger „zum Gejagten“ wurde, die Mutterinstinkte der Warzenschwein-Mama und den Erfolg, den sie durch ihren Mut hatte.
Wir sehen dann auch die kleine Familie, wieder vereint, oben auf der Hügelkuppe weiterziehen. Die drei haben wirklich Glück gehabt.


Für die beiden war es natürlich blöd, denn sie waren immer noch hungrig. Mussten aber erst einmal wieder zu Atem kommen.

Und so gehen sie weiter den Hügel hinauf.

Fortsetzung folgt ...
Teil 1308. Juli 2014
01. September

Teil 4

Wir fahren auf den Weg zurück, immer noch sehr beeindruckt von der Szene, die wir gerade sehen durften. Nun fahren wir neben den Geparden her, die parallel zum Weg unterwegs sind.





Dann geht alles ganz schnell. Das Gepardenjunge jagt hinter einem Tier her, dass aber flüchten kann. Wir dachten zuerst an eine kleine Antilope. Fotos gibt es leider nicht von dieser Szene, denn ich war einfach zu langsam (oder die Tiere zu schnell 😛 , da hört sich besser an 🤪 ). Aber von dem „kleinen Tier“ gibt es Fotos:


Es war ein Serval


Ein schöner Kerl, und das bei Tageslicht

Die Geparden würden ihn nicht fressen, aber als Konkurrenz hätten sie ihn eventuell getötet. Daher schleicht er sich von dannen und versteckt sich schnell an den Boden geduckt im hohen Gras. Zum Glück für ihn verlieren die Geparden schnell das Interesse und laufen über die Strasse weiter in das hügelige Grasland.





Hier können wir ihnen nicht folgen und daher beschließen wir, erst einmal unseren Lunch einzunehmen. Später am Abend hören wir dann, dass die beiden aber zum Glück noch erfolgreich waren, denn ein Wagen hat sie noch mit einem Kill in der Ferne gesehen. Das ist gut, denn sie sahen wirklich hungrig aus.
Der Lunch ist wie immer sehr lecker. Ist schon erstaunlich, was die Küchen-Crew um den Chef George so alles in den Korb packt.
Wir fahren nach einer schönen Mittagspause noch einmal zum Fluss, wo sich zwar Herden gesammelt haben, aber sich nicht entschließen können, den Fluss zu queren. Aber in der Mara gibt es ja immer etwas zu sehen.


Ein Sperbergeier – Rüppell’s Griffon Vulture hüpft durch die Gegend


Sperbergeier – Rüppell’s Griffon Vulture


Ein junger Kampfadler – Juvenile Martial Eagle


Hier kann man sehen, wie viel Kraft der Mara-Fluss hat, wenn er viel Wasser führt


Bele mag es mir verzeihen, aber ich liebe sie einfach


Hippo – Junior


Und noch ein Krokodil

Wir machen uns nach diesem aufregenden Tag etwas früher auf den Weg zurück zur Lodge. Vor dem Essen ist noch Duschen, Tagebuch schreiben und Fotos sichern angesagt. Dann treffen wir uns für einen Drink an der Bar. Der tolle Tag muss ja gebührend gefeiert werden. 😉
Zum Dinner gibt es lecker Curried Zucchini – Cauliflower Soup, Beef-Stir-Frey, Mangokuchen mit caramelisierter Banane (wer meinen Uganda-Bericht kennt, weiß wer meine Banane gegessen hat 😎 😄 ).

Und wieder können wir an diesem Tag nur sagen: WHAT A DAY!!!!!
Teil 1405. Okt. 2014
Hallo,

nun hat es sogar über zwei Monate gedauert 😊 😊 😊 Aber vielleicht kann ich trotzdem ein paar noch für unsere Reise begeistern.

Viel Spass beim Lesen.


02. September

Teil 1

Heute starten wir mal anders 😛 : WHAT A DAY!!!!!!
Bis um 9.00 Uhr haben wir die Big5 gesehen, obwohl wir eigentlich einfach nur auf dem Weg zum Fluss sind und ein wenig durch die Mara „streifen“.
Nach einem wunderschönen Sonnenaufgang fuhren wir weiter Richtung Gate. Kurz hinter dem Gate, wo wie immer die Büffelherde "herumlungerte", konnten wir den ersten „Kill“ dieses Urlaubs entdecken, leider recht weit entfernt.


Schwarzhalsreiher – Black-headed Heron


... mit Kill, scheint lecker gewesen zu sein

Nach diesem schönen Anfang nahm unser aufregender Tag Fahrt auf. Es begann damit, dass ich Wilson bat, von der Hauptstrasse abzubiegen, da ich schon immer ein bestimmtes Bild im Kopf hatte, Hauptdarsteller Elefanten und eine Schirmakazie. Manchmal ist es ja schwierig, wenn man etwas ganz bestimmtes sucht, aber wenn es dann klappt, ist es um so schöner.


Elefanten mit Schirmakazie


Und dann auch noch mit Niedlichkeitsfaktor 😘


Ein schöne Akazie, oder?

Während ich happy im Auto sitze und mich immer noch über die Bilder freue, schaut Wilson sich, wie immer wenn wir stoppen, um. Und plötzlich sagt er: „There is something in the grass. I think it is a leopard.“ Wir können es ehrlich gesagt nicht so richtig glauben. Wir folgen ihm um eine Senke herum, er war Richtung Hügel unterwegs. Dieser Leopard war sehr scheu, daher bleiben wir immer mit großem Abstand zu ihm, denn wir wollen ihn nicht verscheuchen (daher entschuldigt bitte die recht schlechte Bildqualität 😕 ).


Er streift durch das hohe Gras ...


... zieht er langsam den Berg hinauf ...


... und wirft uns noch einen letzten Blick zu

Wilson freut sich wie ein Schneekönig, denn nach dem tollen Leoparden gestern, war dies wieder ein toller Moment. Und ehrlich gesagt wissen wir bis heute nicht, wie er diesen Leopard entdecken konnte. Und so schlecht sind unsere Augen auch nicht (tragen ja schließlich fast alle eine Brille LOL 🤪 ).
Inzwischen sind uns drei Fahrzeuge gefolgt, die den Leoparden aber nicht mehr sehen können. Unten über die Ebene lieft derweil ein Spitzmaulnashorn durchs Gras. Wir können es kaum glauben, das alles innerhalb von kürzester Zeit und mehr oder weniger an einem Ort.
Während alle anderen Fahrzeuge links fuhren Richtung Nashorn, entscheidet sich Wilson für die recht Seite. Und brachte uns dadurch in „Prime Position“.


Spitzmaulnashorn – Black Rhino

Der Nashornbulle läuft relativ nah an uns vorbei und stoppte netterweise auch für ein paar Fotos.


Leider stören die Grashalme etwas, aber er war schon ein echt stattlicher Kerl



Wir verlassen den Bullen und fahren weiter in die Hügel Richtung der Tanzanischen Grenze, auf der Suche nach den Gepardenbrüdern. Unterwegs sehen wir an einem kleinen Hügel zwei „gelbe“ Punkte. Dort liegen zwei junge Löwen und scannen von ihrer erhöhten Position aus die Umgebung, denn dort waren viele Zebras und Gnus unterwegs.



Nach kurzer Zeit verziehen sie sich aber ins Gebüsch, wo noch ein dritter Löwe liegt. Es wird inzwischen wärmer und da ist ein Plätzchen im Schatten nicht verkehrt.



Und da waren sie, wenn auch komplett ungewollt, die berühmten „Big5“ bis 9.00 Uhr. Dabei suchten wir doch eigentlich etwas anderes. 😉 . Aber wir freuen uns über alles, und daher war es natürlich toll all diese schönen Tiere im besten Morgenlicht.

Wir fahren weiter Richtung Grenze, aber von den Gepardenbrüdern keine Spur. Dann bekommt Wilson eine Nachricht über Funk von einem Kollegen.


Fortsetzung folgt ...
Teil 1510. Okt. 2014
02. September

2. Teil

Wir fahren weiter, denn von einem Kollegen hat Wilson von einer Gepardin gehört. Als wir dort ankamen, waren recht viele Autos dort und wir warten erst einmal, bis Fahrzeuge fahren.
Wir sehen oben auf dem Hügel eine große Büffelherde, die grasend über den Hügel ziehen. Und davor eine Gepardin mit einem ca. 2 Wochen alten Jungen im Maul, welches sie den Hügel hinunter trägt.

(nun kommen ein paar mehr Bilder, da ich mich nicht entscheiden kann. War so ein besonderer Moment.)


Die Gepardin mit dem Jungen



Die Büffelherde ist dem Versteck der Gepardin zu nahe gekommen. Wie wir später erfahren, haben die Büffel höchstwahrscheinlich auch ein Junges zu Tode getrampelt.


Auf dem Weg zurück, um das nächste Junge zu holen

Um die übrigen zu schützen, trägt die Gepardenmama ihre Jungen einzeln den Hang hinunter zu einem neuen Versteck.











Wir können beobachten, wie sie 4 Junge den Hang hinunter trägt und unter einem Fels im Gras versteckt. Sie beachtet die Fahrzeuge überhaupt nicht, sondern schaut immer wieder zu den Büffeln hinüber.




Nach dem letzten Jungen läuft sie noch einmal nach oben und schaut anscheinend, ob sie noch eins vergessen hat.


Dann kehrt sie zu ihren Jungen zurück, ins neue Versteck

Auch jetzt ist ihre Konzentration nur auf die Büffel gerichtet. Den Autos hat sie während der ganzen Umzugsaktivität keinerlei Beachtung geschenkt. Zum Glück war das Gelände auch sehr felsig, so dass keiner auf den Gedanken kommen konnte, weiter an die Gepardin heran zu fahren.
Wir fahren weiter, noch immer bewegt von diesem Moment mit der Gepardin. Es ist Zeit für eine kleine Kaffeepause, die wir im Schatten eines Leberwurstbaums genießen.
Anschließend geht es weiter in Richtung Fluss. Schon auf unserer Seite sieht man Gnus und Zebras überall, die Hügel sind gefüllt mit schwarzen Punkten.


Sie haben eindeutig Vorfahrt



Auf der anderen Seite kommen riesige Herden die Hügel hinunter und sammeln sich am Fluss. Wir fahren zuerst zum Figtree Crossing, da kommen uns die Autos entgegen. Wir haben leider das Crossing verpasst, aber nicht schlimm, hatten wir doch schon vier Crossings gesehen in den letzten Tagen. Wir halten uns weiter links, aber von dort strömen die Herden Richtung Figtree. Also fahren wir auch wieder dorthin zurück.


Auf dem Weg zum Figtree Crossing


Die Krokodile scheinen vollgefressen, denn sie machen keinerlei Anstalten, in den Fluss zu gehen. Der Tisch war wahrscheinlich schon zuvor reich gedeckt und sie waren satt.

Dort laufen immer mehr Tiere Richtung Ufer auf der anderen Seite, leider immer wieder durch die dazwischen rasenden Autos gestört.


Oben sieht man eines der Autos mitten auf der Insel und unten das an den Tagen zuvor verendete Gnu


Auf dem Weg runter zum Fluss suchen sich die Tiere jegliche Wege, und gehen doch nicht zum Fluss hinunter


Wer geht zuerst?

Eine kleinere Gruppe kommt runter zum Fluss, zögert, entscheidet sich aber dann doch durch den Fluss zu gehen.
















Aber das Crossing bricht ab, da ein Auto auf der anderen Seite mitten in die Gnus hinein fährt, bis vorne an den Uferabbruch.

Ich frage mich dann immer, was in den Leuten vorgeht, denn erstens sehen sie an dieser Stelle von der Uferseite eh durch die Büsche nichts und zweitens ist für jeden schnell erkennbar, dass die Tiere extrem nervös sind, wenn sie am Fluss sind.
Auf unserer Seite sind die Ranger auch wieder unterwegs und passen auf, dass niemand den Gnus den Weg versperrt. Auf der anderen Seite ist weit und breit niemand zu sehen, der das Treiben kontrolliert.
Wir fahren auf die Anhöhe oberhalb des Mara, um einen leckeren Lunch zu genießen.



Fortsetzung folgt ...
Teil 1616. Okt. 2014
02. September

Teil 3 (wird sehr bildlastig 😗 )

Nach dem leckeren Lunch geht es wieder zurück zum Fluss. Schon von weitem sind auf der anderen Seite die Gnus zu sehen, die die Hügel hinunterziehen und sich am Fluss versammeln.


Man steht und wartet

Der Strom an Tieren scheint kein Ende zu nehmen. Aber die Tiere können sich nicht entscheiden und ziehen weiter nach rechts am Fluss entlang. Wir warten noch ein bisschen, aber dann schlägt Wilson vor, wieder zum Fig Tree Crossing zu fahren, denn in diese Richtung ziehen die Gnus. Alle anderen fahren uns nach. Wilson stellt uns wieder perfekt hin, so dass wir eine gute Sicht auf den Fluss haben, und zwar auf beide Uferseiten.
Nun heißt es warten, was passiert. Man muss wissen, dass man auch durchaus mal mehrere Stunden am Ufer steht und es passiert nichts. Aber bei uns hat sich das Warten fast immer gelohnt.
Die Halbinsel wird voller, die Tiere sammeln sich zwischen den Büschen und es ziehen immer weitere Gnus und Zebras nach.



Fünf Mal geht Tiere runter zum Fluss, aber sie konnten sich nicht entschließen und rannten wieder in Panik das steile Ufer hoch.
Auf der Halbinsel herrscht zwischenzeitlich das Chaos, da die Autos die Tiere immer wieder auseinandertreiben, da sie mitten in die Herden hineinfahren oder auch aussteigen oder auf die Dächer steigen. Die Gnus reagieren sehr empfindlich auf jede Bewegung.


Die Luft ist voller Staub, weil die Tiere wieder flüchten


Und wieder stehen sie und keiner traut sich (ich würde auch nicht in den Fluss steigen, aber es hilft ja nichts. Das Gras ist grüner auf der anderen Seite des Flusses


In der Zwischenzeit vertreiben uns diese beiden die Zeit

Ich habe mich schon immer gefragt, wie wohl der S.. bei meinen Lieblingstieren funktioniert 😊 🤨 . Das habe ich mir immer sehr schwierig vorgestellt. Und die beiden beweisen uns, dass es möglich, aber nicht unbedingt einfach ist.


Er klettert mühevoll auf die Dame, muss aber ordentlich balancieren ...


... damit er nicht wie hier, von der Dame runter rutscht


Also ein neuer Versuch, der Herr gibt so leicht nicht auf ...


... und gibt sein Möglichstes 😉

Ob die Aktion erfolgreich war, konnten wir leider nicht abwarten. Dafür hätten wir ca. 230 Tage länger bleiben und die Dame auch im Auge behalten müssen. 😛

Endlich, beim sechsten Versuch, kann sich ein Gnu entscheiden und geht in den Fluss.


Einer geht voraus

Und dann geht es los und der Strom ist nicht mehr zu stoppen. Ich lasse jetzt einfach mal die Bilder sprechen.












Auf der anderen Seite werden die armen Hippos von den Tiermassen gestört


Inzwischen sind es zwei Ströme und es nimmt kein Ende




Die Tiere ziehen am Ufer entlang, getrieben vom Drang, den anderen zu folgen, springen sie überall hinunter, egal wie steil es ist






Auf „unserer“ Uferseite quillt es über von glänzenden Gnuleibern


Inzwischen geht es auch die steilsten Uferstücke hinunter




Und mit einem Mal ziehen die Tiere in unsere Richtung über den Fluss






Und plötzlich kommen sie zwischen den Autos das Ufer hoch. Alle Autos setzen schnell zurück, damit die Tiere Platz haben, am Ufer hochzukommen und nicht wieder umkehren.

Die Geräuschkulisse ist atemberaubend und Wilson schätzt die Zahl der Tiere am Ende auf ca. 8000. Was für ein Erlebnis.
Nachdem das letzte Tiere das rettende Ufer erreicht hat, fahren wir absolut beeindruckt weiter, wieder am Fluss entlang. Und tatsächlich sehen wir noch ein weiteres Crossing, klein aber fein.


Das nächste Crossing, größtenteils Zebras


Nicht die beste Stelle, um aus dem Fluss herauszuklettern, aber alle schaffen es

Wir können es kaum glauben, das ist das dritte Crossing an diesem Tag und wir haben in unserer Zeit in Kichwa Tembo sieben Crossings gesehen. Das war viel mehr, als ich je erwartet hätte.


Wir warten noch bis 17.30 Uhr oberhalb vom Fluss, denn auf der gegenüberliegenden Seiten reißt der Strom der Herden, die über die Hügel ziehen, nicht ab.


Obwohl sehr viele Tiere am Fluss stehen, kann sich kein Tier entscheiden, den Fluss zu durchqueren.


Regenwolken ziehen auf

Auf der Heimfahrt nimmt der Strom der Tiere entlang des Fluss kein Ende. Die Migration scheint richtig Fahrt aufzunehmen. Das ist absolut beeindruckend. Leider ist unsere Zeit in der Mara aber morgen früh vorbei.
Nachdem wir noch kurz an einem &Beyond Fahrzeug mit Reifenpanne gehalten und Wilson geholfen hat, geht es Richtung Lodge.
Kurz frisch gemacht, treffen wir uns mit Wilson in der Bar zu einem gemeinsamen Drink. Und sprechen über unsere Erlebnisse in den letzten Tagen. Wir sind alle total happy. Wilson ist einer der besten Guides, die ich je hatte (und ich habe schon sehr viele Guides erleben dürfen, zum Glück bis auf einem nie einen schlechten 😎 ). Er hat ein sehr gutes Auge für Tiere, ahnt voraus, was passieren wird und hat auch genügend Geduld, einmal zu warten (dafür müssen natürlich die Gäste auch Geduld haben 😁 ). Das Warten hat sich immer gelohnt und er hat oft die Situationen vorhergesehen. Einmal hat er falsch gelegen, bei dem gigantischen Leopard in den Hügeln. Er hatte erwartet, dass er recht schnell verschwindet und nicht damit gerechnet, dass er direkt an unserem Fahrzeug vorbei läuft, ohne uns groß zu beachten.
Wilson war auch mit den Tagen zufrieden, wusste er doch noch besser als wir, dass wir sehr spezielle Momente erleben durften. Wir waren froh über alles, was wir gesehen haben, kleine und „große“ Sichtungen, Vögel und Säugetiere (zu Heiner’s Verdruss gab es keine Schlange zu sehen, für den Rest der Truppe eher positiv). Wilson fragt uns noch, welchen Moment wir am tollsten fanden. Natürlich war das gigantische Crossing heute absolut beeindruckend, aber es gab noch so viele andere, tolle Momente in der Mara. Jeder einzelne Tag hatte besondere Momente und wir einigen uns alle darauf, dass wir nicht den besten Tag raussuchen können.
Wir hatten Wilson von Anfang an gesagt, dass er jederzeit an unserem Tisch willkommen ist, aber wir auch verstehen, wenn er mit seinen Kollegen essen möchte. Schließlich waren er jeden Tag über 10 Stunden mit uns zusammen. Und so finden wir es klasse, dass er uns am letzten Abend beim Drink in der Bar und bei unserem letzten Frühstück morgen Gesellschaft leistet.
Zum Abendessen gibt es Fenchelsuppe mit Rosmarin und anschliessend Lamm oder Hühnchen. Wie immer sehr lecker. Komischerweise bekamen wir an unserem Tisch keinen Nachtisch, nur alle anderen Tische. Mit einem Mal kam ein singender, tanzender Zug aus der Küche, der Küchenchef Georg mit einem Kuchen vorweg. Alle am Tisch schauen mich an, aber ich bin komplett unschuldig 😗 . Wer meinen Tansania-Reisebericht gelesen hat, wird wissen, dass wir dort in jeder Unterkunft Christels runden Geburtstag gefeiert haben (war eigentlich nur in einer Lodge geplant 😎 ), mit Kuchen und das war ihr jedes Mal unangenehm. Von uns hat niemand Geburtstag, daher muss der Kuchen für jemand anderes sein. Aber der Kuchen „wandert“ zielstrebig auf unseren Tisch zu. Georg, der Küchenchef, stellt den Kuchen auf den Tisch und klärt das Rätsel auf. Auf dem Kuchen steht „Kwaheri Karibu“ – Goodbye and Welcome again. Da wir fünf Nächte in Kichwa Tembo waren, war das ein nettes Abschiedsgeschenk (und der Wunsch ist zumindest für mich auch in Erfüllung gegangen 🙂 ).
Anschließend geht es ein letztes Mal ins Zimmer, für die letzte Nacht in diesem tollen Camp.
Teil 1719. Okt. 2014
03. September

Heute geht es gemütlich um 6.30 Uhr los, ohne Frühstück, denn dann gibt es dann später mit Wilson nach dem Game Drive.


Unser letzter Sonnenaufgang in der Mara

Es wird ein ruhiger und entspannter Abschied aus der Mara. Wir fahren über die weite Ebene vor dem Kichwa Tembo Camp und schauen mal, was wir so finden.


Wasserbockdame


Ein flauschiges Etwas


Zebramangustenfamilie

Und dann fahren wir noch zu einem Hyänenbau. Dort sehen wir drei erwachsene „Babysitter“ und ein paar Junge unterschiedlichen Alters, einige noch sehr dunkel und andere schon gefleckt.


Die Babysitter sind auch noch müde





Die Kleinen tollen herum und es macht viel Spaß ihnen zuzuschauen. Und wir stehen eine ganze Weile am Bau. Danach geht es langsam zurück zur Lodge, kurz ins Zimmer und dann zum Frühstück. Die Stimmung ist etwas gedrückt, aber es hilft ja leider nichts.
Nach dem Frühstück noch ein kurzer Einkauf im Giftshop (muss einfach sein 😗 ), ein Abschiedsgruppenfoto und dann bringt uns Wilson zum Airstrip.



Wir verabschieden uns schweren Herzens, versprechen in Kontakt zu bleiben (was auch klappt, und inzwischen hatte ich ja noch das Vergnügen ein paar Tage mit Wilson unterwegs sein zu dürfen).




Die Maschine hebt ab und wir fliegen noch einmal über den Mara-Fluss



Fünf Minuten später landen wir auf dem Musiara Airstrip. Dort warten wir ca. 30 Minuten auf weitere Passagiere bevor es weiter geht Richtung Wilson Airport in Nairobi.
Am Wilson Airport werden wir schon von Patrick von Sunworld Safaris erwartet und er bringt uns zum Sunworld Office. Nach dem nötigen Papierkram und einer gründlichen Fahrzeugübergabe machen wir uns auf den Weg zum African Heritage House.




Verkehr in Nairobi (Markus findet es spannend 😎 , für mich wär das eher nichts)


Das African Heritage House ist ein ganz kleines Hotel, das direkt am Nairobi Nationalpark liegt.

Dort angekommen bekommen wir einen Kaffee und wollen eigentlich gerne in unsere Zimmer, besonders Christel und Heiner sind etwas müde. Da hatten wir aber die Rechnung ohne Alan, den Besitzer, gemacht. Und so ging es erst einmal die nächsten zwei Stunden durchs Haus und jeder einzelne Kunstgegenstand wurde gezeigt und erklärt. Und in diesem Haus gibt es sehr viele davon 😕 Auch ein Hinweis, dass Heiner sich gerne hinlegen möchte, wurde galant übergangen und weiter ging es von Zimmer zu Zimmer.


Blick vom Balkon Richtung Nationalpark


Eines der Zimmer (wir hatten bei den Betten etwas Sorge, ob sie die Nacht durchhalten würden)





Wer ein Faible für afrikanische Kunst hat, ist hier richtig aufgehoben. Wir waren einfach zu müde dafür.
Alan ist bereits über siebzig und das Haus war in den Neunzigern schon in diversen Architektur und Life Style Magazinen. Es ist aber definitiv in die Jahre gekommen und auch Alan lebt ein bisschen in der Vergangenheit.
Nachdem wir die Hausbesichtigung überstanden haben, können wir uns kurz frisch machen, bevor es zum Abendessen geht. Wir sind die einzigen Gäste und Alan leistet uns Gesellschaft. Das Essen ist sehr lecker und wir fallen anschließend alle müde ins Bett. Und zum Glück haben wir alle, in den Betten, die Nacht gut überstanden.

(danke Heiner für die Fotos des African Heritage Houses)
Teil 1802. Dez. 2014
Hallo,

nachdem Guggu's Reanimation nur bedingt gewirkt hat 😊 , muss ich mich jetzt ja mal ranhalten. Und so gibt es heute den nächsten Teil.

04. September

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg Richtung Norden, denn unser heutiges Ziel ist der Samburu Nationalpark. Der Verkehr geht noch, wir holen noch Geld an einer ATM und weiter geht es Richtung Norden. Dank der „Erna“ und T4A finden wir ohne Probleme die A2 und fahren raus aus Nairobi.



Alles läuft gut, nur die „automatische“ Begrenzung auf 80 km/h (die laut Navi schon bei 70 km/h) nervt schon nach kurzer Zeit, besonders beim Überholen.
In Nanyuki halten wir beim Nakumat, um ein paar Sachen einzukaufen. Hier gibt es wirklich alles, was man sich denken kann.
Ein paar Impressionen von unterwegs:









Dann geht es weiter Richtung Samburu. Kurz zuvor müssen wir durch eine Straßensperre, wo uns eine Frau Kunstgegenstände anbietet. Als wir nichts kaufen wollen, wird sie sehr unwirsch (man trifft sich ja immer zweimal im Leben und das kann ich nun auch von dieser Frau behaupten, denn ich habe sie der Tour mit Steffi tatsächlich an der gleichen Stelle wieder getroffen, war sehr witzig). Sie schreit uns an, wir müssten uns bei den Polizisten eintragen, die am Straßenrand sitzen. Etwas verunsichert fragen wir diese, sie lachen aber nur und sagen, wir können weiter fahren.
Um 15.30 Uhr erreichen wir das Gate zum Samburu und wollen die Nationalpark Gebühr bezahlen. Das ist allerdings nicht möglich und der Ranger bittet uns, beim Verlassen des Parks zu bezahlen, da sie nicht genug „Tickets“ für uns haben. Na gut, für uns kein Problem, that’s Africa.
Auf dem Weg zum Larsen’s Camp sehen wir schon die ersten Tiere.


Weißbürzel-Singhabicht - Eastern Chanting-Goshawk


Und hier will uns jemand auch noch begrüßen

Nach einer halben Stunde erreichen wir Larsens Camp, wo wir schon von zwei Forumsmitgliedern begrüßt werden. Ist schon erstaunlich, wo man sich so überall trifft. Auch das komplette Personal steht bereit zur Begrüßung bereit, hatten sie uns doch schon zum Lunch erwartet.
Wir werden nach einem Begrüßungsdrink und dem üblichen Briefing zu unseren Zimmern gebracht. Wir richten uns nur schnell ein und dann geht es zum ersten Game Drive im Samburu, nur Heiner bleibt im Camp und ruht sich ein wenig aus.
Die Landschaft ist ganz anders als in der Mara und es staubt extrem. Diese Antilope wollte ich unbedingt sehen, ist auch kein Problem, denn sie sind zahlreich vertreten.


Gerenuk (und vorne ein Kirk’s Dikdik)


Es ist wirklich erstaunlich, wie aufrecht sie stehen können


Ein paar Zwergmangusten (Dwarf Mongoose) geben uns auch noch die Ehre

Und dann posiert noch dieser hübsche Kerl für uns


Graukopfliest – Grey-headed Kingfisher


Man könnte meinen, er weiß wie schön er ist

Dann sehen wir ein paar Autos stehen und schauen, was es dort zu sehen gibt. Und tatsächlich, zwischen den Büschen läuft eine wunderschöne Leopardin (konnte mich nicht entscheiden, daher gibt es nicht nur ein Bild 😗 ).







Markus stellt uns optimal hin und die Schönheit kommt auf uns zu




Sie ist wohl auf der Suche nach Beute, genug Diddiks gibt es ja hier


Ist sie nicht schön? 😘

Nach diesem tollen Erlebnis geht es wieder zurück ins Camp. Wir machen uns frisch und um 20.00 Uhr geht es zum Dinner, dass total lecker ist.



Anschließend geht es ins Bett. Es ist sehr stürmisch die ganze Nacht, so dass das Zelt ordentlich durchgerüttelt wird.
Teil 1926. Dez. 2014
Und weiter geht es, mit weniger Text, dafür mehr Bildern


05. September

Teil 1

Um 5.45 Uhr gibt es den Wake-Up Call mit einer leckeren heißen Schokolade. Dann geht es los, zu unserem ersten ganzen Tag in Samburu. Zuerst fahren wir einmal um einen der Hügel herum, sehen viel Vögel und Antilopen.


Gelbkehlfrankolin – Yellow-necked Spurfowl im wunderschönen Morgenlicht


Buschhase – Scrub Hare


Weißbürzel Singhabicht – Eastern Chanting-Goshawk

Überall auf den Büschen sitzen die Gelbkehlfrankoline


Ich bin der Schönste ...


Nein, ICH bin der Schönste






Grantantilope – Grant’s Gazelle


Geierperlhuhn – Vulturine Guineafowl


Blaunacken Mausvogel – Blue-naped Mousebird



Anschließend geht es Richtung Fluss, wo wir viel Spaß an einer Herde Elefanten haben, die den Fluss durchqueren.













Highlight des Morgens ist ein Graufischer (Grey-headed Kingfisher), der 2 m neben unserer Dachluke für’s Foto posiert.


Graukopfliest – Grey-headed Kingfisher


Antäuschen ... und zum Ärger von Nicole nicht abfliegen

Anschließend geht es zurück zum Camp zum Frühstück und zum Siesta machen. Christel und ich gehen zum Pool und beobachten die Vögel und Agamen.

Teil 2029. Dez. 2014
05. September

Teil 2

Um 14.00 Uhr gibt es einen leckeren Lunch und anschließend geht es wieder los in den Park. Der Game Drive ist sehr ruhig, außer ein paar Vögeln für mich, und wir genießen einfach nur die schöne Landschaft des Parks.


Kaptäubchen – Namaqua Dove


Somali Strauß – Somali Ostrich (wollte uns nicht anschauen 😎 fressen war logischerweise wichtiger)


Beisa Oryxantilope – Beisa Oryx


Agame

Später kehren wir wieder in die Region zurück, in der wir gestern die Leopardin gesehen haben. Schon von weitem sehen wir ein paar Autos stehen.




Vielleicht findet sich ein Dikdik als Dinner

Wir stellen uns an den Weg und tatsächlich kommt die Leopardin auf uns zugelaufen, geht in eine andere Richtung und quert schließlich direkt vor unserem Auto den Weg.







Leider zu nah für all unsere Kameras und Andreas vergisst leider, die Videokamera in die Hand zu nehmen. Und dann verschwindet sie zwischen den Büschen und wir können sie nicht mehr sehen. Sehr glücklich fahren wir langsam wieder zum Camp zurück und sehen noch einen wunderschönen Sonnenuntergang.





Im Camp angekommen, machen uns frisch und treffen uns für Drinks in der Bar.





Das anschließende Dinner ist wieder sehr lecker und um 22.00 Uhr geht es Richtung Bett. Es ist immer noch sehr windig, denn der Wind hat nun seit zwei Tagen nicht nachgelassen. Wenn der Himmel nicht blau bzw. in der Nacht sternenklar gewesen wäre, hätte man es auch als stürmisch bezeichnen können.

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