Blackman59Themenstarter12 Beiträge · seit 201304. Jan. 2014 · #1
Liebe Forumsmitglieder,
zuerst muss ich sagen, dass dies ein ganz außergewöhnliches Forum zu sein scheint, denn hier gibt´s wirklich fast nur tolle Berichte, Infos und Tipps! Zudem herrscht ein für Internetforen ungewöhnlich respektvoller Umgangston. Die letzten Nächte habe ich fast ausschließlich mit dem Lesen der spannenden Berichte verbracht. Wirklich toll!!!
Wir, meine Frau Edith und ich, werden Anfang April erstmals nach Namibia reisen und haben 15 Tage Aufenthalt zur Verfügung. Flug über Johannesburg ist bereits gebucht, der Rest noch offen. Wir halten schon einiges aus und sind durchaus erfahrene Individualreisende, aber halt noch keine Afrikakenner
Wir haben einmal eine erste Route zusammengestellt (siehe Karte) und ich würde mich freuen, wenn von euch der eine oder andere Vorschlag käme, was wir weglassen bzw. dazu nehmen und wie viel Zeit wir wo einplanen sollten. Natürlich wollen wir bei unserem Erstbesuch die Highlights mitnehmen, aber uns auch ein wenig abseits dieser bewegen. Als Fahrzeug haben wir einen Toyota Hilux geplant, Übernachtungen könnten wir uns sowohl in Lodges oder auch auf Campsites vorstellen (kann man im Hilux eigentlich notfalls übernachten?). Anfangs hatten wir die VicFalls noch als Wunschziel dabei, aber diesen Plan haben wir angesichts der gewaltigen zusätzlichen Strecken bereits wieder verworfen (oder muss man die unbedingt mitnehmen und auf etwas anders verzichten?). Ich freue mich über jeden gut gemeinten Ratschlag und Übernachtungsempfehlungen aller Art. Liebe Grüße aus Österreich, Heinz&Edith
Travelboy705 Beiträge · seit 201004. Jan. 2014 · #2
Hallo Heinz und Edith, erst einmal recht herzlich Willkommen im Forum.
Ihr habt euch ja schon intensiv mit eurer Reise auseinander gesetzt und ne tolle Karte gezeichnet.
Also für die erste Reise und für 15 Tage währe mir die Strecke zu lang, ihr seid da ja nur am Fahren und für Pausen und Tiersichtungen bleibt da kaum Zeit.
Für die erste Namibia Reise würde ich mich auch nur auf Namibia konzentrieren.
Und für Namibia sieht eure Tour echt gut aus. Auf jeden Fall mindestens 3 Ü in der Etosha , 2 Ü in Swakopbmund und 2 Ü im Sossusvlei. Dann noch jeweils die Zwischenstopps, die Fahrtage und die An- und Abreisetage
Den Abstecher nach Cape Cross könnt ihr euch sparen, dass ist nur Fahrerei und im April sehr ungemütlich. Ach ja, schlafen im Hilux, auf der Ladefläche habe ich das schon gesehen, bedenkt aber, das es im April Nachts schon mal an die 0°C gehen kann.
Ansonsten finde ich den April als Reisemonat sehr schön und man bekommt spontan eigentlich (fast) immer ein Plätzchen.
Volker
Seit 1996 bereisen wir die Welt mit dem Motorhome, zuerst USA - Canada - Australien - Neuseland und jetzt Afrika.
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200804. Jan. 2014 · #3
Hallo und herzlich willkomen im Forum, Edith und Heinz,
wie lange habt Ihr Zeit? 15 Tage? Dann vergesst mal Eure Tour und nehmt eine Karte - am besten die Tracks4Africa-Karte - siehe Werbung rechts - schaut Euch mal die gewaltigen Strecken an, die Ihr Euch da vorgenommen habt. Dann verkürzt das Ganze mal auf ein sinnvolles Maß.
Zu Eurem Vorhaben kann ich keinerlei Empfehlungen geben, denn ich wüsste nicht, was ich alles raus nehmen sollte und welchen kleinen Rest ich Euch dann noch ans Herz legen soll.
Liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste Gerd
PS: Ich sehe gerade, dass Volker nicht ganz so drastisch wie ich auch schon auf die viel zu vielen km hinweist. Ich kann nur unterstreichen, dass Ihr Euch auf einen kleinen Teil von Namibia konzentrieren solltet.
Clamat1'425 Beiträge · seit 201304. Jan. 2014 · #4
Hi Edith und Heinz,
eure angedachte Tour geht so gar nicht, ist viel zu viel. Ihr müsst bedenken, dass 100km in Europa was anderes sind als 100km in Namibia. Hier kann es passieren, dass ihr vor lauter schauen und fotografieren 😄 , oder schlechten Straßenbedingungen 🤢 überhaupt nicht vom Fleck weg kommt (oder wollt). Überlegt euch mal zuerst, was euch wichtig ist, Tierbeobachtungen oder Landschaft. Dann fangt noch mal mit der Planung neu an und plant auch mal 2 oder 3 Übernachtungen an einem Ort ein (z.Bsp. im Etosha) Außerdem seht diese 1. Reise mal als Orientierung an, ihr werdet eh wieder kommen 🤩
da kann ich mich den Vorschreibern nur anschliessen. Eure Wunsch-Route wär eher was für 4-5 Wochen.
Eigentlich sollte man den ersten und den letzten Tag der Reise für Ankommen, Aklimatisieren und für den "Puffer" am Ende der Reise einplanen. Das muss man bei 15 Tagen evtl ein bisschen schlabbern... Erste Nacht Windhuk würd ich dennoch zu raten. So ein langer Flug steckt halt doch in den Knochen. Dann 2 Ü Sossusvlei 3 Ü Swakopmund , die Stadt find ich für Ersttäter schon toll und man kann so viel machen (Bootstour, Living Desert jeweils als Tagesprogramm und die Stadt selbst). anschl. evtl über Damaraland (White Lady, Twyfelfontein) 2 Ü 3 Ü Etosha und evtl über Waterberg zurück
Bei der kurzen Zeit würde ich mich für Lodge oder Camping entscheiden. Auch wenn ihr nur 1 oder 2 mal campen wollt, müsstet ihr das ganze Gerödel mitführen/mitmieten. Wollt ihr euch dann auch selbst versorgen? Frühstücken, kochen, grillen? Oder nur mal im Auto/im Zelt schlafen und in der Lodge (sofern vorhanden) versorgen lassen? Beim Campen ist man natürlich mittendrin in der Natur und nimmt sicherlich alles ( Geräusche, Stimmung...) viel intensiver wahr. Ich finde es gibt nichts schöneres als morgens mit dem Vogelgezwitscher wach zu werden und abends am Feuerchen sitzen und die Sonne geht unter... Wenn ihr sonst keine Camperfahrung habt, ist Lodgen vielleicht angenehmer. Und wie Travelboy schon sagt, es könnte frisch werden. Egal, wie ihr es macht - es wird toll 🙂 Viel Spass noch beim Planen und bei Fragen fragen
Gruß Mabe
Blackman59Themenstarter12 Beiträge · seit 201304. Jan. 2014 · #6
Vorab vielen Dank für die nette Aufnahme und die raschen Rückmeldungen!
Uiuiuiuihhh, da haben wir ja ganz schön eine über die Rübe bekommen 😗 und ehrlich gesagt, hab ich´s fast befürchtet, dass das zuviel wird. Aber ich bin wirklich froh, dass diese Warnungen von euch gekommen sind, denn durch die Euphorie die beim Durchlesen der tollen Reiseberichte entsteht, wächst der Wunsch, das alles auch erleben zu wollen.
Wenn ich das richtig verstanden habe, ist in Richtung NW mit Etosha Schluss und vielleicht sollten wir auch auf Sossusvlei verzichten und die Tage in den Nordosten investieren?
Könnt ihr mir in Etosha eine nette Lodge empfehlen? Nicht Luxus, aber schön und gemütlich.
Nochmals vielen Dank an alle!!!! 😘 😘 😘 Heinz&Edith
Clamat1'425 Beiträge · seit 201304. Jan. 2014 · #7
Hi Heinz und Edith,
in Etosha auf jeden Fall mindestens 2 Nächte in Okaukuejo, ist ein permanent beleuchtetes Wasserloch. Ist gigantisch, Nachts mit einem Glas Wein da zu sitzen, was im Dunkel stampfen zu hören und plötzlich sind Nashörner da. Am nächsten Tag kann man ganz entspannt ein bisschen im Park rumfahren und Tiere ohne Ende schauen und dann noch mal das Wasserloch genießen.
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200804. Jan. 2014 · #8
Hallo Edith und Heinz,
nein, Sossusvlei würde ich nicht weglassen. Wenn Ihr von Windhoek kommt, dann könnt Ihr am ersten Tag bis Rehoboth (Lake Oanob Lodge, aber nicht die Zimmer, sondern eins der Chalets) fahren. Am nächsten bis Sesriem/Sossusvlei. Dort bleibt Ihr zwei Nächte. Dann fahrt Ihr nach Swakopmund und bleibt dort zwei oder drei Nächte. Von dort könnt Ihr entweder am Meer entlang über Khorixas (2 Nächte) und Outjo zur Etoscha fahren. Dort dann 2 Nächte Okaukuejo, 1 Nacht Halali und 2 Nächte am Osttor (Mokuti oder Onguma) und dann über Okonjima (2 Nächte) nach Windhoek zurück.
Das sind dann 15 Tage. Wenn Ihr weniger Zeit habt, kürzt Swakop um eine Nacht oder Okonjima.
01.08.2012 Mietwagen Annahme; Typ: Toyota Hilux 4x4 Double cab o.ä. 1 Nacht; Tamboti Gästehaus; Windhoek, einfach, sauber, preiswert und sehr nette Gastgeber 02.08.2012 2 Nächte; Desert Homestead; Sossusvlei-Sesriem, etwas weg vom Sossusvlei (ca. 30km), aber herrlich einsam gelegen. 04.08.2012 2 Nächte; Central Guest House; Swakopmund -> hier gibts viel zu tun und fürs nächste mal haben wir schon 3 Nachte geplant. 06.08.2012 2 Nächte; Immenhof Hunting and Guest farm; Omaruru 08.08.2012 2 Nächte; Okaukuejo Camp; Etosha Park-Central 10.08.2012 2 Nächte; Mushara Lodge; Etosha Park-East 12.08.2012 2 Nächte; Waterberg Plateau Lodge; Waterberg 14.08.2012 1 Nacht; River Crossing; Windhoek - Farm, letzte Nacht vor dem Rückflug wollten wir in Flughafennähe verbringen 15.08.2012 Mietwagen Abgabe
Statt Immenhof kann man sicher noch jede Menge anderer schöne Sachen zwischen Swakopmund und Etosha machen. Etosha kann man meiner Meinung nach gar nicht genug Zeit verbringen. Hier sind die Ausführungen der Vorschreiber richtig. Statt Waterberg Okonjima ist sicher auch interessant. Wobei die Aussicht von der Waterberg Plateau Lodge sehr schön ist.
Wenn ihr über JNB kommt und mit der Maschine um 14:20 Uhr ankommt (wie wir), auf jeden Fall in Windhoek übernachten. alles andere ist Wahnsinn.
Champagner8'682 Beiträge · seit 201005. Jan. 2014 · #10
Edith und Heinz wollen im April reisen: Ich finde es immer gefährlich, Etosha über den grünen Klee zu loben - man darf dabei die Reisezeit nicht unberücksichtigt lassen! Wenn das jemand weiß, dann ich (und noch der Gerd1942 😄 🤪 😊) !!
Wir hatten in 2011 eine starke Regenzeit und Ende April/Anfang Mai TOTE HOSE all überall......
Da war dann tatsächlich eher Sossusvlei ein Highlight, dort hat es nämlich geblüht und das Vlei stand voller Wasser!
Blackman59Themenstarter12 Beiträge · seit 201305. Jan. 2014 · #11
Hallo Andreas,
vielen Dank für die ausführliche Antwort! Werde eure Route einmal genauer ins Auge fassen, klingt sehr interessant. Hilux ist unser Favorit, gibt es bei den Vermietern diesbezügliche Spezialisten?
Liebe Grüße Heinz
Blackman59Themenstarter12 Beiträge · seit 201305. Jan. 2014 · #12
Hallo Bele,
was das Wetter betrifft sind wir normalerweise Glückskinder (außer Island 2008) und ich hoffe unsere Strähne reißt nicht ab 🙂. Notfalls nehmen wir halt die Taucherbrille mit und schauen was im Wasserloch unter der Oberfläche los ist 🙂
Lieben Grüß, Heinz
Blackman59Themenstarter12 Beiträge · seit 201305. Jan. 2014 · #13
Hallo Gerd,
vielen Dank für die Tipps, ich werde mich jetzt einmal über die Karte hermachen und ein bisschen rechnen. Bei den Reiseberichten hatte ich schon den Eindruck, dass die meiste hauptsächlich im Auto verbracht wird. Täuscht das?
Liebe Grüße, Heinz
Blackman59Themenstarter12 Beiträge · seit 201305. Jan. 2014 · #14
Liebe Claudia,
wow, tolle Bilder!!!!
... am Abend mit einem Glas Wein auf´s Wasserloch schauen, wie kann ich mir denn das vorstellen? Meinst du von der Terrasse der Lodge, oder wie geht das 😕 ? Du siehst, wirklich Greenhorn und so ...
Liebe Grüße, Heinz
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200805. Jan. 2014 · #15
Hallo Edith und Heinz,
bei der Route wie ich sie oder die meisten anderen Fomis vorgeschlagen haben, bist Du pro Fahrtag zwischen 4 - 6 Stunden im Auto. In der Etoscha natürlich den ganzen Tag, weil man da den Wagen nicht verlassen darf. An den Aufenthaltstagen könnt Ihr Euch ja die Zeit einteilen, wie es Euch gefällt.
Was den Wagen angeht, gibt es keinen Hilux-Spezialisten. Den haben eigentlich alle im Angebot. Ich würde den aber in der 2 x 4 - Version nehmen. Da ist er wesentlich günstiger und m. E. braucht Ihr keinen 4 x 4.
da die Entfernungen in Namibia ziemlich riesig sind, sitzt man zwangsläufig viel im Auto. Wenn Du entspannt unterwegs sein willst, plane einfach immer mindestens 2, besser 3 Übernachtungen an einem Ort (Lodge, Gästefarm, Camp). Dann kannst Du auch die oft schönen Lodges oder Camps viel besser genießen, an den Aktivitäten teilnehmen, und jeweils erst mal "ankommen".
Zu Okaukuejo: Das ist ein staatliches Camp, mit verschiedenen Bungalows, einem Campingplatz, normalen Hotelbetten (letzteres eher abzuraten). Einen Pool und ein Restaurant gibt es auch, neben Tankstelle und Shop. Wie ein kleines Feriendorf, zu hohe Ansprüche solltest Du aber an Restaurant und Shop nicht haben, die Qualität schwankt. Das beste ist das Wasserloch, du kannst auf Bänken oder einem kleinen Hide tagsüber, oder nachts einfach da sitzen, mit einem Bier, Wein oder Wasser in der Hand - und das kommen und gehen genießen.
Mit den Sichtungen ist es aber Glücksache - wie Bele schon schrieb. Wir hatten im April schon tolle Sichtungen dort, im Dezember wiederum nicht. Das ist abhängig davon, wieviel Wasser die Tiere sonst noch finden. Aber mit genügend Zeit in Etosha findest Du auch die Tiere, und es müssen ja nicht immer nur die großen sein.
Um Dir zu Deiner Route einen Rat geben zu können, müssten wir etwas mehr über Eure Vorlieben (Tiere, Landschaft, Historie, Wandern/sonst. Sport, Einsamkeit, Menschen ..... ) wissen. 15 Tage sind halt kurz für Namibia, weniger (zu machen) wäre da mehr.
Hallo Heinz, also wir hatten den ausgesprochenen "Experten" Avis. Ausser einem Auto gabs da gar nichts. Allerdings war es nagelneu und das war schon schön. Unsere Route wurde von unserem Reisebüro ausgearbeitet und der Fokus lag auf Zeit haben die Gegend zu erkunden und nicht nur im Auto zu sitzen. Wir waren am Cape Cross und dann an der Spitzkoppe. Ein traumhaftes Wetter und den Kontrast zwischen Robbenkolonie und Wüste muss man ganz langsam sacken lassen.
Allerdings hat Bele schon recht, dass man sich vorher mit den Jahreszeitlichen Besonderheiten auseinandersetzen muss, um nicht mit falschen Erwartungen enttäuscht zu werden.
Hallo Heinz, bez. Mietwagen siehe mal bei www. africantracks.com. Sind sehr zufriedfen, haben für Februar wieder bei denen gebucht. Der Hillux hat auf Wunsch ja auch ein Dachzelt.
Die Route wurde ja von einigen verändert, nach dem Motto: "weniger ist mehr" kann ich mich voll anschließen. Bungalow in Okaukuejo auf jeden Fall schnell buchen.
Viel Spaß bei der weiteren Planung Gruss ducky
Blackman59Themenstarter12 Beiträge · seit 201306. Jan. 2014 · #19
Hallo Andreas, Hallo Ducky!
Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten. Wir haben jetzt schon deutlich reduziert, einzig die Epupa Falls könnte ich mir als zeitlich gewagten Abstecher noch vorstellen. Durch die tollen Berichte dieses großartigen Forums wird aber auch die Lust auf nähere Ziele genährt und vermutlich wird doch auch ein wenig gewandert, anstatt einer reinen Autotour. Habt ihr vielleicht noch einen Unterkunftetipp für den Bereich Spitzkoppe.
Liebe Grüße Heinz
Blackman59Themenstarter12 Beiträge · seit 201306. Jan. 2014 · #20
Liebe Gitta, Herzlichen Dank für deine Rückmeldung. Bei Okaukuejo haben wir jetzt einmal vorab eine nette Lodge außerhalb reserviert? Da fällt dann zwar die nächtliche Beobachtung weg (?), aber die Beschreibungen des staatlichen Camps waren mehrheitlich schon ein wenig abschreckend 😏 Wir sind in erster Linie an Tieren, Natur und geologischen Besonderheiten interessiert. Städte, Bauwerke und deren Geschichte interessieren uns nicht mehr so sehr, die Natur tut der Seele eindeutig besser. Wir freuen und über jede Anregung, haben auch schon unseren Plan völlig verworfen und aufgrund der netten Anregungen im Forum komplett verändert.