Erfahrung mit Camping Car Hire (9/2013)

29 Antworten · 9'876 Aufrufe · gestartet 29. Dez. 2013 von Seluma
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Themenstarter2 Beiträge · seit 201329. Dez. 2013 · #1
Hallo Namibia-Forum!
Wir, meine Freundin (29) und ich (32), haben im September eine dreiwöchige Namibia Rundreise gemacht und möchten an dieser Stelle unsere Erfahrungen mit unserem Autovermieter "Camping Car Hire" schildern:

Für mich war es die erste Reise nach Namibia, meine Freundin kennt das Land jedoch schon seit ihrer Kindheit. Die bisherigen Urlaube verbrachte sie jedoch zusammen mit ihren Eltern im eigenen, knapp 30 Jahre alten Hilux.

Da wir beide automechanisch wenig begabt sind, haben wir es uns nicht zugetraut, mit diesem, wohl gelegentlich "zickigem" Auto zu fahren. Stattdessen stand schnell fest, dass wir gerne ein ziemlich neues und damit potentiell weniger anfälliges Auto mieten wollten.

Auf der Suche danach kam uns die Website "CARAN" der Autovermieter sehr gelegen, da dort die Mietwagen nach Gold, Silber und Bronce kategorisiert werden.

Für 4x4 Autos war dort zu lesen:
- Gold: max 18 Monate und 85.000 km
- Silber: max 36 Monate und 160.000 km
- Bronce: max 54 Monate und 250.000 km

In der Spalte der Mitglieder bewirbt sich Camping Car Hire nur mit Fahrzeugen der Kategorien Gold und Silber. Leider ist all dies (ein Schelm wer böses dabei denkt) auf der aktuellen CARAN Seite nicht mehr zu sehen, aber im Web-Archiv archive.org kann man das oben Geschriebene noch nachlesen: https://web.archive.org/web/20130423002538/http://www.caran.org/categories-e.htm

Wir haben uns also für Camping Car Hire entschieden und da wir, wie gesagt, bisher keine eigenen Erfahrungen mit Autovermietern in Namibia und deren Gepflogenheiten hatten, haben wir uns auch noch für die Zusatzversicherung ohne Selbstbeteiligung entschieden. Stolze 29.000 N$ insgesamt.

Das Auto, was uns (mit gut 117.000 km) übergeben wurde, löste keine zusätzliche Vorfreude auf den Urlaub aus: Der Lack war schon gut mitgenommen, auch die Scheinwerfer machten keinen besonders tollen Eindruck. Aber gut, dachte ich mir, es sind harte Bedingungen für Autos in Namibia.

Unterwegs stellte sich bei uns jedoch immer mehr der Eindruck ein, dass das Auto nicht mehr das neueste sein konnte. Nicht, dass wir nicht gut wieder in Windhoek angekommen wären. Bis auf eine schlecht funktionierende Handbremse war es technisch ok. Eine Panne hatten wir, bis auf einen harmlosen Platten, auch nicht. Es waren eher Details. Was uns ärgerte war die Tatsache, dass wir extra einen Vermieter gewählt hatten, der angeblich nur (fast) neue Autos vermietet und dafür sehr viel Geld ausgegeben hatten. Eine alte Mühle hätten wir bei Anderen für weniger Geld bekommen.

Um unseren Verdacht zu bestätigen, sind wir am Tag vor der Abreise beim Nissan Händler in Windhoek gewesen, um das tatsächliche Alter des Autos in Erfahrung zu bringen. Ihm war die Angelegenheit sichtbar unangenehm, aber das Ende vom Lied war: Das Auto ist von 10/2008, also so gut wie volle fünf Jahre alt! Selbst für die Bronce Kategorie hätte es damit nicht mehr gereicht. Aber solche Autos wollte Camping Car Hire ja ohnehin nicht anbieten.

Bei der Rückgabe haben wir Camping Car Hire auf den Sachverhalt und die daraus resultierende Verärgerung angesprochen. Statt Verständnis zu zeigen, wurden wir als unverschämte Lügner bezichtigt. Was uns einfiele so etwas zu behaupten!? Das Auto sei niemals so alt und wir können ja die Papiere sehen. Als ich genau diese nach kurzem hin und her auch sehen wollte, war dies nicht mehr so einfach möglich. Die seien weggeschlossen oder ähnliches. Nachdem auch der Inhaber zunächst nichts von unseren Vorwürfen wissen wollte, bestätigte er irgendwann doch das Alter des Autos. Seine einzige Reaktion: Was wir denn nun wollen? Eine Einsicht, etwas falsch gemacht zu haben, oder uns in irgendeiner Form entgegen zu kommen, konnten wir nicht erreichen.

Uns bleibt also nur unsere Enttäuschung hier zu äußern.
5'538 Beiträge · seit 200829. Dez. 2013 · #2
Hallo Seluma,

erst einmal herzlich willkommen im Forum. Offen gesagt, habe ich nicht verstanden, warum Du einen so langen Bericht eingestellt hast. Ob das Auto jetzt 2, 3 oder 10 Jahre alt ist, das kann doch nicht entscheidend sein für Urlaubsfreude. Und ob es ein paar Lackschäden mehr oder weniger aufweist, ist für meine Begriffe ebenfalls völlig unbedeutend für die Frage, ob der Urlaub gefallen hat oder nicht. Die Hauptsache wäre mir, dass es funktioniert und das hat es ja wohl.

Mein Rat - hol Dir gleich eine gute Flasche hoch, schau Dir mit Deiner Freundin die tollen Urlaubsbilder an, die Ihr bestimmt gemacht habt und vergiss das Ganze. Du vergällst Dir sonst noch nachträglich all die schönen Stunden und Erlebnisse, die Ihr in Namibia mit Sicherheit gehabt habt.

Liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste
Gerd
2'772 Beiträge · seit 200629. Dez. 2013 · #3
Hallo Seluma,

wie viele Tage ward Ihr denn in Namibia mit dem Fahrzeug unterwegs, bzw. wie hoch war der Tagespreis?

Wenn ich richtig gelesen habe, ist es für Dich zweitrangig, dass der Wagen "gehalten" hat, es geht Dir allein um den Preis - nach dem Motto: "den hätte ich günstiger haben können..." oder?

Mitfahrzeuge in Namibia sind generell teurer, als beispielsweise in SA. Und ein Fahrzeug mit 117.000 km ist für Namibia nicht übermäßig viel. Die kleine Macke mit der Handbremse... na und? Die Lackkratzer kommen von Fahrten durch den Busch, sind aber keineswegs sicherheitsbeeinträchigend. Darüber würde ich mir nun wirklich keine Gedanken machen. Wichtig ist allein der technische Zustand!

Bekannte von uns hatten einenen Toyota High-Lux 4x4 mit nur etwas über 30.000 km und hatten etliche technische Schwierigkeiten - das ist doch viel schlimmer.

Du hast Dir gedacht, ich bezahle viel und dafür muß ich auch viel bekommen... ein ganz kleines bißchen kann man verstehen dass Du Dich von CCH getäuscht fühlst, aber Du hast das Auto in Afrika gemietet, da läuft nun mal alles ein wenig anders. Da wird die "Kleinkrämerei" nicht so ganz verstanden.

Mensch Seluma, sei froh, dass Du keinen Unfall gehabt hast; dass Du keine schwerwiegenden Probleme mit dem Fahrzeug hattest und vor allem, dass Ihr einen tollen Urlaub hattet... komm runter beruhige Dich, und hake es als Erfahrung ab!

Gruß
Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
294 Beiträge · seit 200729. Dez. 2013 · #4
Gerd1942 schrieb:

Offen gesagt, habe ich nicht verstanden, warum Du einen so langen Bericht eingestellt hast. Ob das Auto jetzt 2, 3 oder 10 Jahre alt ist, das kann doch nicht entscheidend sein für Urlaubsfreude.
Hallo Gerd,
darauf möchte ich Dir gerne antworten.
Doch, das kann einen großen Unterschied machen. Ich habe auffallend ähnliche Erfahrungen dieses Jahr mit CCH gemacht. Ja, das Auto hat gehalten, jedoch war es wirklich keine Freude (um es mal gemäßigt auszudrücken) mit so einer ausgelutschten Karre auf Schotter zu fahren. Eine Unterhaltung war nicht möglich und man rechnet jeden Moment damit, dass das Armaturenbrett einem auf dem Schoß fällt.
Und ob es ein paar Lackschäden mehr oder weniger aufweist, ist für meine Begriffe ebenfalls völlig unbedeutend für die Frage, ob der Urlaub gefallen hat oder nicht.
Stimmt
Die Hauptsache wäre mir, dass es funktioniert und das hat es ja wohl.
Eben nicht ganz.
Wenn ich bewusst ein älteres Model mieten möchte, dann gibt es ja bekannte, andere Anbieter. Dann nehme ich das in Kauf und freue mich über den relativ günstigen Preis.
Andernfalls (bei einem entsprechend höheren Preis) erwarte ich eben ein Fahrzeug, dass sich im Alter und km-Leistung positiv deutlich abhebt.

VG
Achim
0
5'538 Beiträge · seit 200829. Dez. 2013 · #5
Hallo Achim,

Eine Unterhaltung war nicht möglich und man rechnet jeden Moment damit, dass das Armaturenbrett einem auf dem Schoß fällt.

Davon sagt Seluma aber nichts. Er sagt ausdrücklich, dass es technisch o.k. war. Und ein solcher Zustand wäre für mich nicht technisch o.k.

Ich kenne CCH nicht, aber ich denke, wenn er ein neues Auto bestellt, aber ein altes in Empfang nehmen soll, dann hätte er das bei Wagenübernahme monieren müssen. Im Nachhinein hat er bei keinem Vermieter eine Chance.

Ansonsten ist es meine Meinung, dass ich mir durch den den Ärger über solche relativen Kleinigkeiten nicht selbst den Urlaub im Nachhinein vermiesen lassen.

Liebe Grüße von der Atlantikküste
Gerd
123 Beiträge · seit 201329. Dez. 2013 · #6
Hallo Gerd,

Tut mir leid, aber in diesem Fall kann ich Deiner Argumentation beim Besten Willen nicht folgen, schon gar nicht dem Argument ist halt Afrika; gehe mal davon aus, dass in Afrika der Begriff der arglistigen Täuschung genau so gilt wie in Europa. Und das ist genau der Fall den Seluma hier geschildert hat. Ich kann da ihre berechtigte Verärgerung nur sehr gut nachvollziehen, auch Dein Argument, ist ja alles gut gegangen zieht hier nicht und ändert auch nichts an der Tatsache des, auf gut deutsch, ausgeführten Besch.......
Deine bisherigen Kommentare hier habe ich immer mit Interesse verfolgt und geschätzt, in diesem Fall hast Du mich zum Widerspuch gereizt 😉
Vor allem bin ich mir sicher, dass auch Dir klar ist, dass das Risiko auf einen technischen Defekt, trotz noch so toller Wartung, mit dem Alter und der km Leistung des Fahrzeugs erheblich steigt; ich bin gerne bereit für ein jüngeres Vfahrzeug ne Mark mehr zu zahlen, dann ein getürktes Fahrzeug mit ggfls. Gedrehtem Tacho untergeschoben zu bekommen, würde mich nicht begeistern.
Hatte dieses Jahr eins von Savanna, hatte mich auch vorher erkundigt, und hier hatten Alter und km Leistung so einigermassen zusammengepasst.
Gruss
Peter
123 Beiträge · seit 201329. Dez. 2013 · #7
NB: Genau solche Beiträge wie diesen von Seluma finde ich super gut, dann sind folgende potenzielle MIETER zumindest vorgewarnt
126 Beiträge · seit 201329. Dez. 2013 · #8
hallo, ich schliesse mich Gerd und Pascalinah an

Wir hatten diesen Herbst bei einem anderen Vermieter ein Fahrzeug gemietet...

... die Warnblinkeranlage ging nach wenigen Minuten auf Schotterpiste von alleine los und konnte nur abgestellt werden, indem der Motor an- und wieder angelassen wurde...
... der Vermieter gab uns eine Werkstatt an zwecks Reparatur - besagte Werkstatt wusste von nichts... und reparierte nichts...
... der Wagen liess sich nicht zuverlässig starten, einmal mussten wir über fast 500 m abgeschleppt werden, bis er wieder ansprang... und hatten dabei unsägliches Glück, dass gleich ein Auto vorbei kam...
... dasselbe mit Vermieter und Werkstatt... die Werkstatt konnte uns nach knapp 2 Stunden trotzdem helfen, wobei dabei nur das Problem des Warnblinkers behoben wurde (gleichzeitig ging die Zentralverriegelung auch nicht mehr), nicht aber die Unzuverlässigkeit des Startens des Motors...
... Klima- resp. Lüftungsanlage ist ganz ausgefallen
... diesmal liessen wirs mit der Werkstatt sein...
... ach ja, auch die Tankanzeige funktionierte nicht richtig.

Der Vermieter nahm unsere Anrufe, SMS-Infos sowie Infos und Berichte bei der Rückgabe freundlich entgegen - eine Entschuldigung oder gar Bedauern kam mit keinem Wort oder Geste zu uns rüber. Auch die Werkstattkosten (lediglich 150 ND) hat er uns nicht zurückerstattet. Und wir liessen es so bewenden. Wir waren ja froh, dass wir schlussendlich doch gut und ohne grösseren Zwischenfälle zurück waren. Und hofften, dass diese Defekte für den nächsten Mieter behoben wurde.

Auch wir haben für unseren 6Plätzer mit teilweiser Campingausrüstung nicht wenig bezahlt, die Plane für das Decken des Gepäcks auf dem Dach war ein Witz (viel zu klein und unförmig). Zum Glück hatten wir noch eine von zuhause mitgebracht.
Natürlich berichtete wir unserem Reisebüro zuhause auch davon. Ich bezweifle allerdings, dass es gross etwas ändert. Das ist eben Afrika wie es leibt und lebt...

Lass' dir deine vielen positiven Erinnerungen und Erlebnisse nicht verderben. Nimm' es als Lehrstück für ein anderes Mal - gleich bei Wagenübernahme reagieren wenn das Auto älter ist als vereinbart oder andere offensichtliche Mängel bestehen. Lack/Fensterschäden usw. wurden im Protokoll bei Übernahme festgehalten. Die anderen, grösseren Mängel kamen leider erst unterwegs zum Vorschein...

lieber Gruss und alles Gute im 2014, marilou
Lebensträume
7'296 Beiträge · seit 200629. Dez. 2013 · #9
marilou schrieb:gleich bei Wagenübernahme reagieren wenn das Auto älter ist als vereinbart oder andere offensichtliche Mängel bestehen.
... das wahre Alter des Autos stellte sich ja erst unterwegs raus. Das konnte der Threaderöffner bei der Übernahme ja noch gar nicht bemängeln, allerhöchstens die Laufleistung.

Wenn das eigentlich Alter des Fahrzeugs keine große Rolle spielt, sollte der Vermieter aber auch nicht mit neuwertigen Fahrzeugen prahlen, um die Preise hoch zu halten. Das ist nicht in Ordnung.

Sich jetzt hinterher aufzuregen bringt natürlich auch nichts, außer dass der Erholungseffekt des Urlaubs gleich wieder hin ist.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
123 Beiträge · seit 201329. Dez. 2013 · #10
Hallo Marilou,

war sicher nicht berauschend, was euch da mit dem Auto passiert ist; aber Frage, hättet ihr in Europa genau so reagiert??
Wir waren ja froh, dass wir schlussendlich doch gut und ohne grösseren Zwischenfälle zurück waren. Und hofften, dass diese Defekte für den nächsten Mieter behoben wurde.
Die Hoffnung stirbt zuletzt; glaubst Du es ernsthaft??

Es ist richtig das involvierte Reisebüro zu informieren, aber würdest Du mir nicht zustimmen, dass eine Schilderung wie Deine hier im Forum mit Hinweis auf den Vermieter weit mehr Erfolg haben könnte.
Ich bin der Meinung, dass den schwarzen Schafen das Leben schwer gemacht werden sollte, letztlich zahlen wir eine Menge Geld für uA diese Mietwagen und da darf man schon Leistung erwarten, es ist ja nicht so, dass es keine reellen Vermieter gäbe, sind auch hier des öfteren genannt worden. Allein der Hinweis, ich wiederhole mich, ist halt Afrika führt sicher nicht zu einer Verbesserung der Situation und hilft auch nicht den Afrikanern. 🙂
Meine Meinung
Gruß
Peter
5'538 Beiträge · seit 200829. Dez. 2013 · #11
Hallo Zusammen, hallo Peter,

@ Peter,

schön, dass Du Widerspruch angemeldet hast. Denn das zeigt mir, dass ich mich richtig dämlich ausgedrückt habe.

Denn ich bin nicht der Meinung, dass CCH hier richtig gehandelt hat. Ich bin auch nicht der Meinung, dass das halt Afrika ist und man das so hinnehmen muss. Aber im Nachhineinen können sie nichts mehr ändern, Geld gibt es auch nicht zurück. Das hätten sie bei dem hohen KM-Stand schon bei Wagenübernahme machen müssen. Jetzt können sie sich nur ihren schönen und teuer bezahlten Urlaub noch nachträglich verderben, indem sie sich noch weiter ärgern. Und das kann auch nicht Sinn der Sache sein.

Also bleibe ich bei meinem Rat an Seluma: Nehmt Euch eine Flasche Wein und schaut Euch Eure Urlaubsbilder an und schwelgt noch einmal in schönen Erinnerungen, bevor nächste Woche der Ernst des Lebens wieder los geht.

Liebe Grüße und einen guten Rutsch
Gerd
294 Beiträge · seit 200729. Dez. 2013 · #12
Gerd1942 schrieb:Hallo Achim,

Eine Unterhaltung war nicht möglich und man rechnet jeden Moment damit, dass das Armaturenbrett einem auf dem Schoß fällt.

Davon sagt Seluma aber nichts. Er sagt ausdrücklich, dass es technisch o.k. war. Und ein solcher Zustand wäre für mich nicht technisch o.k.
Hallo Gerd,

ich habe auch nicht davon gesprochen, dass "Seluma" das geschrieben hat. 😐

Meine Argumentation ging dahergehend, dass es eben nicht egal ist, (wie Du geschrieben hast) ob man ein Fahrzeug anmietet, dass 2, 4 oder vielleicht noch viel älter ist. Darauf bezog sich mein Beispiel.

Wenn eine Werbung damit einhergeht, dass die Fahrzeuge nicht älter als x Jahre sind, bzw. nicht mehr als y Km Laufleistung aufweisen, dann halte ich es für selbstverständlich, dass bei entsprechender Buchung, diese Kriterien auch eingehalten werden. Wie das andernfalls zu werten ist, wäre meinerseits Spekulation, die ich mir hier verkneife. 😗
Ich kenne CCH nicht, aber ich denke, wenn er ein neues Auto bestellt, aber ein altes in Empfang nehmen soll, dann hätte er das bei Wagenübernahme monieren müssen.
Ob eine Intervention bei der Übergabe, nach der Kontrolle Sinn macht, lasse ich mal offen. Man hat als Mieter die eindeutig schlechteren Karten (Stress, Betrag ist bereits bezahlt, anderes Auto event, nicht verfügbar...)

Grundsätzlich war ich immer der Meinung, dass es "besser" ist, bei den in Namibia ansässigen Frimen ein Fahrzeug zu leihen. Vor der nächsten Reise, werde ich mir auch mal die Konditionen der "Internationalen" mal genauer ansehen.
Im Nachhinein hat er bei keinem Vermieter eine Chance.
Absolut richtig!
Ansonsten ist es meine Meinung, dass ich mir durch den den Ärger über solche relativen Kleinigkeiten nicht selbst den Urlaub im Nachhinein vermiesen lassen.
Alles richtig.
Aber es ärgert einen schon, wenn man für gutes Geld, nicht das bekommt, was beworben wird...

VG
Achim
0
zuletzt bearbeitet 29. Dez. 2013
126 Beiträge · seit 201330. Dez. 2013 · #13
hallo Peter

Ja, wir hätten auch anderswo sprich in Europa so reagiert.

Was hätten wir sonst noch machen / tun können - ausser uns *** aufzuregen? Und das wollten wir wirklich nicht. Dazu war uns der Urlaub viel zu schade und zu schön.

Wie hier schon geschrieben wurde, nachträglich kann man nichts mehr erreichen. Und unsere Mängel waren bei der Übernahme nicht erkennbar. Übrigens war auch unser gemietetes Zelt undicht (das eigene hielt dicht) - wir hatten in einer Nacht über 20mm Regen (sehr untypisch für Ende September) und Sturm, alles war nass... Das undichte Zelt hat dem Vermieter am meisten zu denken gegeben.

Wir haben den Vermieter bei jedem (fahrtechnisch relevanten) Defekt angerufen oder eine SMS geschickt. Wir haben seine Anweisungen befolgt. Anschliessend haben wir wiederum per Tel oder SMS Bericht erstattet. Auch dass die Werkstatt von seinen Anrufen nichts wusste / wissen wollte. Übrigens, wer war der Schummler - die beiden Garagisten oder der Vermieter?...
Bei der Rückgabe haben wir jeden Mangel und Defekt klar festgehalten und darauf geachtet, dass alles richtig notiert wurde - in der Werkstatt und im Büro.
Anschliessend dem Reisebüro vor Ort und dem zuhause ebenfalls Bericht erstattet. Freundlich aber unverblümt. Übrigens hat sich auch hier niemand veranlasst gefühlt, sich zu entschuldigen.

Ich denke, wir haben gemacht, was wir konnten. In der Werkstatt kontrollieren ob alles repariert wird war uns nicht möglich. 😉 Da muss man auch darauf vertrauen, dass der Vermieter die Rückmeldungen ernst nimmt und Mängel behebt. Auch in Afrika.

Das Personal war dagegen immer freundlich, hilfsbereit, hat uns bei der Übernahme alles erklärt wie es sich gehört, die Abläufe erklärt, beim Beladen des Daches geholfen, bei der Rückgabe die entsprechenden Vermerke der Mängel gemacht, usw. Da war nichts zu beanstanden. Uns resp. dem Wagen wurde bei der Rückgabe auch nichts angelastet.

Ich finde auch, dass es absolut nicht berauschend war, was Seluma oder du oder wir oder auch andere diesbezüglich erlebt haben. Und dass es auch nicht wirklich korrekt ist. Aber Fehler passieren, in Afrika wie anderswo, auch in Europa. Den Vermieter gleich als Schwarzes Schaf zu betrachten finde ich übertrieben. Das Auto wurde regelmässig gewartet und war ansonsten gepflegt. Ich würde ihm eine 2. Chance geben - und selber aus den Erfahrungen gelernt haben und besser gewappnet sein als beim 1. Mal. Für alle, die es dennoch interessiert: Wir hatten bei Asco gemietet.


Allzeit gute Fahrt,
marilou
Lebensträume
zuletzt bearbeitet 30. Dez. 2013
5'538 Beiträge · seit 200830. Dez. 2013 · #14
Hallo Zusammen,

@ marilou:
Das ist schon ärgerlich, was Euch da passiert ist und ich freue mich über Eure richtige Reaktion, Euch nicht noch nachträglich den Urlaub versauen zu lassen.

@Peter:
Ob eine Intervention bei der Übergabe, nach der Kontrolle Sinn macht, lasse ich mal offen. Man hat als Mieter die eindeutig schlechteren Karten (Stress, Betrag ist bereits bezahlt, anderes Auto event, nicht verfügbar...)

Meine Erfahrungen sind nun einmal die, dass eine Intervention nur vor der Abfahrt, sprich bei Übernahme Sinn macht. Oft wird dann zwar erst noch hin und her diskutiert und argumentiert, aber sehr häufig bekommt man am Ende dann doch ein anderes Auto - und wenn es zwei Tage später an einen anderen Ort geliefert wird. Das ist übrigens wichtig für den Fall, dass mal bestimmtes Zubehör - wie zum Beispiel der zweite Ersatzreifen - trotz Bestellung nicht dabei ist.

Und wenn so gravierende KM-Unterschiede zu verzeichnen sind, dann hätte ich auf jeden Fall bei Übernahme kräftig interveniert. Natürlich weiß ich nicht, ob ich dann Erfolg gehabt hätte und Du hast mit all Deinen (in Klammer gesetzten) Argumenten recht. Aber wie sagte mein früherer Chef immer: Nix probiert, nix erreicht. Und außerdem kommt hinzu, dass wenn man/frau es nicht vor der Abfahrt reklamiert, dass man/frau den Ärger in sich rein frisst und man sich bei jedem kleinsten Fehler über sich selbst ärgert (hätte ich doch mal.....).

Oder man hat das Gemüt und den Nerv, das zur Seite zu schieben und sich den Urlaub nicht vermiesen zu lassen, so lange keine ernsthaften Probleme auftreten. Dann sollte man aber auch nachher die Sache auf sich beruhen lassen und sich den Ärger (über sich selbst) nicht doch noch ins Haus holen.

Grundsätzlich war ich immer der Meinung, dass es "besser" ist, bei den in Namibia ansässigen Frimen ein Fahrzeug zu leihen. Vor der nächsten Reise, werde ich mir auch mal die Konditionen der "Internationalen" mal genauer ansehen.

Dann empfehle ich Dir die Forumssuche und die vielen Berichte über Avis und Hertz hier zu lesen. Die sind nämlich keine Niederlassungen, sondern nur einheimische Konzessionäre und nach meinen Erfahrungen nicht einen Deut besser als die kleinen einheimischen Unternehmer.

Liebe Grüße von der noch trüben Atlantikküste
Gerd
123 Beiträge · seit 201330. Dez. 2013 · #15
Hallo,
Alles richtig, was ihr schreibt, auch ihr Marilou habt ja nichts falsch gemacht, im Gegenteil, absolut richtig verhalten. Auch die Meinung sich nicht nachträglich den Urlaub vermiesen zu lassen teile ich.

Mir geht es nur um Eines Grundsätzlich: Betrug, vortäuschung falscher Tatsachen oder wie immer ihr es nennen wollt, muss man auch als solches bezeichnen dürfen, hier und in Afrika.
Ich darf daran erinnern, dass Seluma in ihrem Ausgangs thread darauf hingewiesen hat, dass bei Rückgabe der Vermieter noch weiter versucht hat zu leugnen bis es ihm schwarz auf weiss nachgewiesen wurde.
Ich finde einen solchen Vermieter "schwarzes Schaf" zu nennen ist doch noch arg milde.
Dass in Namibia auch die weltweit tätigen Vermieter als francise nicht das gelbe vom Ei sind habe ich auch hier gelesen.
Letztlich dank der vielen hier veröffentlichen guten Tips habe ich dieses Jahr auch in Windhoek bei einem renomiertem Unternehnen gemietet und bin gut damit gefahren (Es war nicht der billigste)
Bitte berücksichtigt, dass Seluma ebenfalls einen durchaus marktüblichen Preis für ein Top Fahrzeug bezahlt haben
Gruss
Peter
Themenstarter2 Beiträge · seit 201330. Dez. 2013 · #16
Hallo zusammen!

Erstmal vielen Dank für das "Willkommen im Forum". Und keine Sorge, wir sind ja nun schon gut drei Monate wieder zurück, die Flasche Wein ist längst geöffnet und die Fotos machen immer wieder Spaß.

Mir ging es in erster Linie darum auf den Umgang mit mir als Kunden hinzuweisen. Wenn ich den Vermieter auf die Täuschung (mit Verweis auf den Händler) hinweise und trotzdem der Lüge bezichtigt werde, ist das Grund genug jede weitere Chance zu verweigern.

Viele Grüße,
Seluma
1'394 Beiträge · seit 200931. Dez. 2013 · #17
Hallo zusammen,

jetzt mal abgesehen von diesem Fall.

Ich bin schon der Meinung, dass man (ich) für eine Leistung, für die man bezahlt hat und man auch erst später feststellt, dass sie nicht so erbracht wurde, wie gebucht/gekauft, reklamieren sollte.
Egal, ob hier oder weltweit und für mich zählt da auch nicht das Argument "ist halt Afrika". Denn ich denke, wenn der Leistungserbringer einen Preis festsetzt, sagt er sich auch nicht "ist halt Afrika".

Außerdem, würde man nicht reklamieren bzw. zumindest anmerken, dass man mit etwas nicht zufrieden ist, denkt womöglich auch der Leistungserbringer, dass alles in Ordnung ist und sieht auch gar keinen Anlass, etwas zu verbessern.

Ob eine Reklamation/Anmerkung dann letztendlich in irgendeiner Weise von Erfolg ist, steht auf einem anderen Blatt.

Viele Grüße
Sabine
zuletzt bearbeitet 31. Dez. 2013
3'080 Beiträge · seit 200931. Dez. 2013 · #18
@ marilou,

du beschreibst den Fall das auf gravel die Warnblinkanlage von selbst losging. Die Ursache dafür kann ich dir sagen:

Das Fahrzeug ist mit einem Sicherheitsschalter ausgerüstet der im Falle eines Unfalls zwei Funktionen hat:

1. Unterbrechung der Kraftstoff-Zufuhr
2. Einschalten der Warnblinkanlage damit andere gewarnt werden.

Ich kenne das Problem selbst weil es auch bei unseren Fahrzeugen immer wieder mal vorkommt, wir prüfen gerade wie das Problem zu lösen ist und ob man nur die Funktion Warnblinker deaktivieren kann ohne die zugegeben ganz sinnvolle Unterbrechung der Kraftstoffzufuhr im Falle eines Unfalls nicht zu verlieren. Scheint aber nach den Einträgen in südafrikanischen Foren nicht ganz einfach zu sein, wir lesen uns da gerade ein....

lg sasowewi
126 Beiträge · seit 201301. Jan. 2014 · #19
@ sasowewi

Danke für die Infos!
Die Werkstatt bei Twyfelfountain löste nach 2 Stunden das Problem so: entfernen der Sicherung der Alarmanlage. Damit ging der Warnblinker nicht mehr los, die Zentralverriegelung und die Alarmanlage waren deaktiviert. Andere Auswirkungen konnten wir als Fahrer nicht feststellen. Die Werkstatt war auch überzeugt, dass das Problem des Startens des Motors so auch behoben wäre - leider nicht, und dieser Mangel bereitete uns ja wesentlich mehr Kopfzerbrechen als das "harmlose" Blinken.

Alles Gute im 2014 und lieber Gruss, marilou
Lebensträume
444 Beiträge · seit 201101. Jan. 2014 · #20
Hallo!

Ich hatte 2009 ein Auto von CCH. Es war ein Nissan mit ca. 40.000 km. Das Fahrzeug war O.K. Die Dachzelte und das Equipment waren sehr alt. Die Schlafsäcke erinnerten mich an die Italienurlaube mit meinen Eltern Ende der 70er.
Nach ca. 10 Tagen hatte ich einen Unfall. Auf dem Parkplatz eines Spar ist mir einer reingefahren. Kein großer Schaden - aber ich bin mit dem Unfallgegner zur Polizei und danach zu einer Nissanwerkstatt.

Dort hat man einen Vorschaden festgestellt, der mit Kabelbindern "repariert" wurde. Danach began das Theater: 6 Stunden brauchte es, bis der Chef von CCH, der Nissanhändler und der Unfallgegner sich einig waren.

Und die restliche Reise hatte ich eine Stoßstange (aus Plastik) auf dem Dachzelt, die nicht mehr halten wollte.

Am Ende der Reise wurde das Plastikteil ohne zu begutachten weggeworfen - ich mußt das Ding aber 3000 km mitschleppen.

Als ich CCH auf die Kabelbinder angesprochen habe, meinten sie nur: Es sei kein Vorschaden vorhanden - bei allen Autos werden die Kabelbinder eingebaut, damit die Plastikabdeckung besser hebt.

Gruß Jochen

P.S. Ich wünsche Allen ein gutes Neues Jahr!
zuletzt bearbeitet 01. Jan. 2014