6500 Km Reise von Windhoek aus rund ums Okavango Delta durch den Caprivi.Etosha, WIndhoek (ungeplant) Etosha,Epupa,Kaokoveld, Damaraland,Swakop und zurück.
Bei unserer zehnten Reise uns südliche Afrika wollen wir einige bekannte Orte mit Neuerkundungen verbinden. Durch eine Jubiläumszahlung meiner Frau können wir uns einige Schmankerl wie Mowani und Okahirongo Elephant leisten.
Beim Mietwagen haben wir uns das erste Mal für Kalahari Car Hire entschieden. Durch ein kostenloses Upgrade auf einen Toyota Fortuner Benziner 4 Liter V6 mit echten Geländereifen erhalten wir ein luxuriöses Drehmomentmonster mit Ledersitzen und Kühlschrank. Das Auto ist ein Traum und hat permanenten Allrad. Wir werden keinen Reifenschaden haben und laut Herrn Heester hat das Auto trotz seiner 350.000 KM Fahrleistung noch niemals eine Panne gehabt.
Hubert Heester erzählt uns, dass es mit seinen Autos in diesem Jahr bereits 12 Unfälle gegeben hat. Wir wollen vorsichtig fahren und halten uns auch während des ganzen Urlaubes an ein selbst auferlegtes Schotter-Tempolimit von 80,
Teil 201. Nov. 2013
12.09.2013 Frankfurt / Windhoek und direkt nach Kalahari Bush Breaks 295 KM
Endlich ist es soweit ! Nach über eineinhalb Jahren Warten ist der Tag der Abreise gekommen. Kerstin hat wíeder bis zur Erschöpfung gearbeitet und es wurde Zeit in Urlaub zu fahren. Um 16:00 Uhr holt uns das bestellte Taxi bei tratschendem Starkregen ab.
Der Check-In geht schnell, wir bekommen unsere vor reservierten Sitze in der Reihe 20 und setzten uns wie gewohnt im Terminal 2 zum Mac Donalds. Dort erreicht uns eine E-Mail der Khowarib Lodge. Wir hätten nicht gezahlt und sie müssten sofort wissen, ob wir denn überhaupt kämen und die Anzahlung machen. Gott sei Dank haben wir das Netbook dabei. Der Blutdruck steigt doch ganz erheblich, doch dann ist nach zwei, drei Mails alles geregelt.
Die Zeit vergeht wie im Flug, wir boarden pünktlich und sind erleichtert, als der alte A340 der Air Namibia pünktlich um 20:10 Uhr in den regnerischen Frankfurter Nachthimmel startet. Das Flugzeug kennen wir ja aus den letzten 5 Jahren, inzwischen ist der alte A340 ganz schön runtergeritten.
Nach zwei, drei Gläsern Rotwein finden wir beide ca 6 ½ Stunden Schlaf. Gegen halb fünf werden wir von einer Durchsage geweckt und nach einem einfachen Frühstück landen wir sanft in Windhoek.
Die vordere Reihe beschert uns eine vordere Position in der Immigration Schlange, wo uns eine gewohnt unfreundliche Zöllnerin den Einreisestempel in die Pässe batscht.
Koffer holen, Geld tauschen (leider gibt es doch keine botswanischen Pula) und schon begeben wir uns in die Obhut eines sehr netten farbigen Abholers, der uns nach Windhoek zum Autovermieter Kalahari Car Hire bringt. Dort angekommen schütteln wir Herrn Heesters und einer Angestellten die Hand. Wir bekommen den 4 Liter Fortuner mit 2 Ersatzreifen, 2 Wagenhebern, einem Kompressor, einer Schaufel, einem Kühlschrank und einer Lebensmittelbox. Das Auto hat zwar schob 350.000 KM runter, ist innen aber komplett im beigen Leder und macht einen sehr wuchtigen Eindruck. Zufrieden geht es in die nahegelegene kleine Mall. Kerstin hat leider starke Kopfschmerzen. Wir bekommen unsere komplette Grundausstattung an Wasser, Bier,Wein, Keksen, Obst und vor allem Peaceful Sleep.
In einem kleinen, zweckmäßigen Kaffee stärken wir uns und dann geht es auf die 295 KM in Richtung Gobabis. Zwischendurch wechseln wir. Dort springe ich schnell in die lokale, modern eingerichtete Bank und warte hinter zwei Herero Frauen in ihren markanten Trachten.“We have no Puuuulaaa heeere „ sagt die sachlich wirkende Kassiererin. Also wird noch schnell getankt und dann geht es auf die letzte Teiletappe. Wir sind gut in der Zeit, gegen halb zwei biegen wir auf die Farmzufahrt ein.
Die Lodge macht einen sympathischen Eindruck. Der Besitzer empfängt uns zwar etwas sachlich, aber ein nettes Zimmer mit Wasserlochblick und ein schöner Pool- und Aufenthaltsbereich überzeugen uns.
Genauso wie der leckere Kaffee, die Kekse und die vielen Vögel auf den Bäumen und dem grünen Rasen.
Am Wasserloch stehen etliche Wasserböcke und nach einer Dusche genießen wir die Ruhe. Dann werden 1 ½ Stunden Siesta gemacht.
Anschließend laufen wir noch ein Stückchen über das Farmgelände. Endlich wieder in Namibia !
Dann treffen wir vor dem Abendessen auf zwei sehr nette Schweizer. Viel Afrikalatein wird ausgetauscht und nach einem super leckeren Elandsteaks sitzen wir mit zwei ebenfalls netten Schwaben noch ums Feuer.
Gegen halb zehn trennt sich die Runde und wir fallen totmüde ins Bett.
Fazit Kalahari Bush Breaks
Lage : Ca. 10 KM entfernt vom Grenzübergang Mamuno in flachem Buschland
Zimmer : In rustikal, afrikanischem Stil. Kleine Terrasse mit Wasserlochblick, bequemes Bett
Außenanlagen : Schöner Pool, wie so viele in Afrika nicht ganz sauber. Nette Sitz- und Liegeplätze.
Essen : Abends sehr leckere Elandsteaks mit allerlei Gemüsebeilagen Morgens bodenständiges, typisches Frühstück
Gesamtbewertung : Für eine Zwischenübernachtung auf dem Weg nach Botswana perfekte Unterkunft. Viele Vögel sind unterwegs. Kleine Wanderungen werden angeboten. Nicht out of africa aber ein ruhiger, unaufgeregter Platz zum Ausspannen.
Teil 302. Nov. 2013
14.09.2013 Von Kalahari Bush Breaks über Ghanzi nach Dombo Farm 605 KM + Farmzufahrt
Um 7:00 Uhr stehen wir auf. Die Nacht hätte noch etwas länger sein dürfen. Beim Frühstück treffen wir wieder die Truppe von Gestern Abend und sitzen mit den Schweizern zusammen, die Heute Heim fliegen. Das Frühstück ist OK und die mitgebrachten Jacken sind gar nicht nötig. Wir verabschieden uns von den zwei Paaren. Beim aus checken kommen wir doch noch mit dem jetzt netteren Besitzer ins Gespräch.Er hatte gestern Magenprobleme. Sogar 220 Pula kann er uns wechseln, dann geht es los auf die lange Etappe nach Dombo. 605 KM + die einstündige Zufahrt stehen vor uns. Diese uns eigentlich zu lange Etappe nehmen wir ganz bewusst auf uns. Der Tag, der mit einer Zwischenübernachtung verloren gegangen wäre, den haben wir jetzt in Dombo.
Die Grenze ist schnell ericht. Die Grenzer sind gewohnt bocklos, dafür kommen wir sowohl in Namibia, als auch in Botswana sofort dran. Ruckzuck sind wir wieder auf der langweiligen Geradeaus-Strecke in Botswana.
Als ich diese Worte auf dem Netbook schreibe, sind wir gerade aus Ghanzi rausgefahren. Die bisherige Strecke ist sehr eintönig aber gut zu befahren. Links und Rechts eintöniges, ebenes und ausgedorrtes Buschland. Die Straße ist in gutem Zustand und Verkehr gibt es kaum.
In Ghanzi konnte Kerstin endlich Pula am ATM holen und der Tank ist auch wieder voll. Zwei sehr ärmlich aussehende junge Männer versuchen uns während des Tankens anzubetteln. Die gute Strecke führt uns bis ca. 80 KM vor Maun, dann wird es etwas schmaler und unebener, aber immer noch sehr gut zu befahren.
Zum Delta hin wird die Landschaft dann immer grüner.
Kurz vor Maun wird nochmal getankt, dann geht es ein Stück durch die Stadt auf die letzten 80 KM zum Abzweig nach Dombo.
Vorher geht’s noch durch die Vet-Kontrolle.
Die Zufahrt führt über teilweise tief sandige Pad immer an Zäunen entlang durchs Buschland.
Trotz mehrerer Fahrerwechsel sind wir heilfroh, dass wir endlich angekommen sind.
Heike und Uli uns empfangen uns herzlich mit kühlen Getränken. Irgendwie ist es ab der ersten Minute so, als ob man zu Freunden kommt und nach 10 Minuten wissen wir, warum alle so begeistert von Dombo sind. Wir sitzen unter einem Vordach mit Blick aufs Wasserloch, zu einer kleinen Vogeltränke kommen etliche Piepmätze.
Am ausgetrockneten Baum am Wasserloch nagen zwei Milane an einem Stück Fleisch herum.
Ähnlich wie in einer Private Game Lodge darf man im Dunkeln nicht alleine zum Chalet, weil es hier Hyänen, Leos und sehr selten auch Löwen gibt. Uli und Heike schlagen uns vor, dass wir sie zu der anstehenden Caracal-Fütterung begleiten. Die beiden sind Zuchttiere aus Südafrika. Aus einem Freigehege werden sie Abends in einen hermetisch gesicherten Bereich auf der Verandah gebracht, da sie ansonsten von den hier lebenden Leoparden bedroht wären.
Die beiden rasen in einem höllen Tempo durch den Gang zum Nachtlager, denn dort stehen bereits die Näpfe mit Hühnerteilen bereit.
Auf dem Boden sitzend beobachten wir die schönen Tiere beim Fressen und erfahren allerlei über sie.
Nach einer Dusche und kurzer Pause treffen wir uns mit Heike und Uli zum Abendessen. Es gibt Gemsbocksteak (auf den Punkt gegrillt) mit allerlei leckeren Beilagen. Dazu löscht eine Hefeweizen meinen Durst. Nach dem Essen erfahren wir einiges über die Highlander (zwei todesmutige Hasen) und all die anderen nächtlichen Besucher am Wasserloch.
Dann sagt Heike so nebenbei :“ „ D' Koala isch doo!“ (ich beherrsche höchstens Anfängerschwäbisch „ . Koalas in Afrika ? Woow! Koala ist eine Leopardendame mit einem dunklen Fleck auf dem Kopf. Dank eines großen Scheinwerfers gelingen sogar passable Bilder der Leopardin. Glücklich und todmüde fallen wir kurz nach 9 ins Bett.
Was der morgige Tag wohl für Erlebnisse bringen wird ? Es wird mit Uli zum Boteti in den Makgadigadi gehen. Das Bett ist sehr bequem, nur beim rumdrehen spüre irgendetwas störendes.....
Aber ich bin sooo müüüde...... irgendetwas hartes...... und in dem Bett hat vor zwei Wochen auch die Frau Lehrerin geschlafen ?........... ich bin sooo müüüde...... Schnaaarch....
Teil 403. Nov. 2013
15.09.2013 Dombo Farm / Ausflug nach Makgadigadi Pans NP
Um 06:30 Uhr klingelt der Wecker. Die bequemen Betten machen uns das Aufstehen etwas schwer, aber irgendwie geht es doch. Heike und Uli haben den Frühstückstisch bereits gedeckt.
Es gibt ein reichhaltiges Frühstück mit Obst, Müsli, selbstgebackenem Brot und einigen Wurst und Käsesorten. Bereits jetzt ist es fast wie bei Freunden, wir fühlen uns total wohl und ohne dass wir darüber geredet haben wissen wir : Hierher muss man nicht drei Nächte, sondern für längere Zeit herkommen. An der Vogeltränke ist einiges los.
An unserem Autospiegel entdecke ich einen kleinen roten Vogel, der irgendwie nicht mit seinem Spiegelbild fertig wird. Er hüpft von der Seitenscheibe zum Außenspiegel hin und her und registriert mich fast gar nicht. Am nächsten Tag wird er wieder fast den ganzen Tag dort verbringen. Er tut mir irgendwie Leid 🙁
Dann geht es über die lange Farmzufahrt mit Uli in Richtung Teerstraße und noch einmal ca. 40 KM zum Gate des Nationalparkes.
An den Nationalparkeingängen stellt Kerstin sich immer gerne mit irgendwelchen Tierersatzteilen in Pose 😉
Auf den ersten ca. 20 KM geht es tief sandig durch offene, abgegraste Flächen. Hier hat es nur wenig Tiere.
Dann wird es langsam etwas grüner und buschiger und schließlich erreichen wir das Ufer des Boteti. Der Anblick ist überwältigend. Der erst seit 2007 wieder Wasser führende Fluss windet sich satt grün bewachsen durch den ansonsten trockenen Nationalpark.
Wir steigen aus und beobachten eine Kudufamilie, die mitten im Fluss steht.
Dann fahren wir langsam am Ufer entlang.
Ein Geiermeeting
Dann kommen die etwas größeren Tiere. Fast überall ist etwas los.
Wir sind hier das einzige Auto, was bei dieser Schönheit eigentlich nicht zu fassen ist. Die Wege haben es allerdings schon in sich. Alles ist sehr tief sandig, aber mit Geduld gut zu meistern.
Bei um die 35 Grad im Schatten (der Schatten ist aber nur theoretisch) ist es schon etwas anstrengend, aber die Kombination aus Einsamkeit, schöner Szenerie und ausgiebiger Tierbeobachtung ist so wunderbar, dass das hier sicher eines unserer zahlreichen Afrikahighlights ist.
Uli macht das alles relaxed, genießt mit und ist ein angenehmer Gesprächspartner.
Um die Mittagszeit bauen wir unter einem Baum am Ufer des Boteti unseren Mittagstisch auf. Es gibt Brot mit Beilagen, Tomaten und Gurke und als Nachtisch noch Kaffee und Kuchen. Um uns herum balgen sich Rotbauchwürger und ein Toko um einen satten Wurm. Der größere Toko gewinnt. ca. 200 Meter weiter kommen hunderte Zebras und Gnus zum Wasser.
Wir geniessen jede Minute und sind dankbar !
Dann geht es weiter am Fluss entlang. Immer wieder bleiben wir stehen und geniessen den Monumentalfilm der Natur.
Schließlich erreichen wir einen Aussichtspunkt über dem Boteti und steigen wieder aus. Unten am Fluss kommt gerade eine Elefantenherde aus dem Busch, trinkt und überquert dann den Fluss.
Die kleinen spielen miteinander herum und tunken sich gegenseitig. Aus unserer Perspektive heraus eine Augenweide !
Kurz vor dem Parkausgang kommt uns dann das einzige andere Auto des Tages entgegen, in dem irgendwelche Wissenschaftler sitzen. An schön im Licht stehenden Zebras vorbei geht es in Richtung einer kleinen, abenteuerlichen Fähre, die uns ans andere Ufer bringt.
Gut eineinhalb Stunden benötigen wir für die Rückfahrt und erreichen von der Hitze etwas angestrengt und hochzufrieden wieder Dombo. Kurz vor der Lodge rennt eine Hyäne bestimmt 1 KM vor uns her und biegt erst kurz vor Ankunft in einen abzweigenden Weg ab.
Heike begrüßt uns mit einem kalten Getränk und nach einer kurzen Dusche verbringen wir den restlichen Abend bei netten Gesprächen, einigen Bierchen, guten Gamesteaks, Gemsquash und allerlei anderen leckeren Beilagen. Ein Leo lässt sich Heute Abend nicht blicken. Ein schöner Tag geht zu Ende und wir sinken schnell in den Schlaf.
Teil 504. Nov. 2013
Teil 4 16.09.2013 Dombo Farm Ausflug Nxai Pan
Heute klingelt um 06:30 der Wecker. Eine halbe Stunde Schlaf länger hätte es schon sein dürfen. Nach einem gemütlichen Frühstück geht es los in Richtung des anderen, nördlichen Teils des Nationalparkes. Die Fahrt dorthin benötigt ca. 1 ½ Stunden. Weitere 1 ½ Stunden benötigen wir bis zum Wasserloch des Parkes, da hier heftiger Tiefsand ist. Ich beobachte genau, was Uli mit dem Auto so anstellt. Ulis Nissan Patrol Diesel zieht uns ganz locker durch alles, was im Weg ist. Auf dieser Strecke sind derzeit so gut wie keine Tiere, weil das Wasser viel zu weit entfernt ist. Nur dieses Kudu steht regungslos im Busch.
Nach einem weiteren Gate wird die Landschaft offener.
Einzelne Baumgruppen bieten kaum Schatten und die Sonne brennt unerbärmlich. Dann erreichen wir das Wasserloch, an dem zuerst noch zwei Landys stehen, dann sind wir alleine. Drei Schakale, zig Geier, Impalas eine Riesentrappe und dann noch Kudus stehen um das kostbare Nass herum.
Später landet noch ein Tawny Eagle.
Dann entdeckt Uli mit dem Fernglas zwei Löwen unter einem Baum. Sie liegen so weit entfernt, daß sie zuerst kaum zu erkennen sind. Dann kommen wir doch direkt ran.
Nach einer kleinen Runde erreichen wir den schönen, schattigen Campground.
Kurz vorher treffen wir noch auf vier stattliche, durch die salzige Erde weiß gefärbte Elefanten, die wie die vier Musketiere in eine Reihe stehen. Ein imposanter Anblick. Nach einigen Minuten laufen sie an uns vorbei in Richtung Wasserloch.
Dann gibt es lecker Nudelsalat, Brote und Vollkornmuffins. Ein kesser Toko kackt uns genau auf die eine Tupperdose.
Uli sagt ihm, beim nächsten Male würde er ihn aus dem Baum holen. Im Klettern sei er nicht schlecht. Der Toko ist vermutlich immer noch bei guter Gesundheit 😉
Satt geht es zurück zum Wasserloch. Leider haben wir die Elefanten am Wasserloch verpasst. Sie stehen einige hundert Meter weiter und rasten. Nicht weit weg treffen wir diese Perlhühner.
Wegen der anstrengenden Sandstrecke und der Hitze beschließen wir, nicht mehr zu Baines Baobab zu fahren. Ds wären noch einmal 1 ½ Stunden zusätzliche Tiefsandstrecke. Während Uli geduldig seine Spuren durch den Sand zieht, schlafen wir eine kleine Runde. Ungerecht, aber erholsam 😉
Zurück aud Dombo werden ein Hefeweizen und ein Radler im Nu weggezischt. Nach einer kurzen Dusche und Siesta gibt es schon das letzte Abendessen auf Dombo. Nach lecker Gemsbockgeschnetzeltem besucht uns wieder Koala, der gleiche Leo wie am ersten Abend am Wsserloch. Heute gelingen passable Bilder.
Heike und Uli berichten von ihren viele Leopardenbegegnungen zu Fuß. Einmal standen sie auf dem Rückweg zum Farmhaus 6 Meter vor einem ihnen bekannten Leo. Er wäre ganz ruhig gewesen. Die beiden wären dann langsam rückwärts gegangen und der Leo immer im gleichen Abstand hinterher. Er habe keinerlei Anzeichen von Aggression gezeigt.
Heute hat sich auch mein Magen etwas beruhigt. Etwas wehmütig, aber todmüde geht es gegen 21:30 Uhr ins gemütliche Bett.
Teil 605. Nov. 2013
Teil 5 17.09.2013 Abschied von Dombo und Fahrt nach Elephant Sands mit Stop in Planet Baobab
Da unsere heutige Strecke nicht ganz so weit ist, schlagen Heike und Uli vor, dass wir gemütlich frühstücken und noch einmal zu den Caracals gehen. Also klingelt der Wecker erst um halb acht.
Ach könnten wir doch noch länger hierbleiben ! Seufz ! Gemütlich verbringen wir das Frühstück, die Sachen sind schon gepackt.
An der Vogeltränke zeigt sich der kleine Webervogel, der sich so in sein eigenes Spiegelbild verliebt hatte. Mitten in der Tränke schmachtet er einen wesentlich größeren Bulbul an. Als der seine Liebe nicht erwidert, wird er weggebissen. Auf dem Foto sind andere Vögel.
Dann besuchen wir die Caracals. Da die beiden wohl meist faul herumliegen, animieren Uli und Heike sie zu einem Spaziergang im Gehege.
Das ist schon ein skurriles Bild, wie die Katzen nur widerwillig hinterhertrotten und sich zwischendurch laut fauchend miteinander balgen.
Als der eine Caracal den Gurt meines Fotos als potentielles Jagdopfer erkennt, wird mir doch etwas mulmig.
Dann heißt es leider Abschied nehmen. Die drei Nächte gingen viel zu schnell herum und als wir Dombo verlassen haben wir beide unausgesprochen den Gedanken im Kopf „hierher wollen wir unbedingt zurück“.
Die Fahrt nach Elephant Sands ca. 40 KM hinter Nata geht wieder komplett über eine gut ausgebaute Landstraße ohne landschaftliche Abwechslung. Auf unserer Route in Botswana ist nicht wie in Namibia der Weg das Ziel, sondern nur das Ziel das Ziel, nur unterbrochen vom Stop im Planet Baobab.
In einer kultigen Bar mit etlichen Overlanderinsassen essen wir Schokokuchen und trinken Guavensaft. Die Anlage in Mitten der schönen Baobabs sieht urig aus, wäre uns aber zu rummelig.
Nach der Pause geht es weiter in Richtung des unspektakulär wirkenden Natas....
Ach ja:
Wir hätten es uns denken können. Die freche, vorlaute Bele hatte sich wohl mit Uli und Heike verbündet. In unserer ersten Nacht (wir waren sehr, sehr müde von der langen Anreise) hatten wir trotzdem einen tiefen, ungestörten Schlaf..... schliefen wir auf irgendetwas hartem. Und Bele.... die Prinzessin auf der Erbse war ganz anders drauf, als wir.... 😉 beim AUfstehen fand ich dies unter meinem zerwühlten, plattgelegenen Nachtlager :
Wir haben uns sehr gefreut, Danke Frau Champagner 😘
Fazit Dombo Farm
Lage : Ca. 120 KM östlich von Maun in flachem Buschland. 1 Stunde Zufahrt mit 4x4
Zimmer : Nur zwei Chalets, von denen oft nur eines vermietet wird. : Gemütlich afrikanisch eingerichtet mit sehr bequemen Betten mitten im Busch
Außenanlagen: Mitten im Busch. Kleines Haupthaus mit Terrasse und Vogeltränke. Direkter Blick zum Wasserloch. Oft Leoparden und andere Tiere. Zwei zahme Caracals. Oase der Ruhe. Boma.
Essen : Sehr vielseitig und lecker. Wir wurden vor Anreise nach unserene Wünschen gefragt. So gab es gegrilltes Gamefleisch und Oryxgeschnetzeltes. Mjammjam...
Gesamtbewertung :Heike und Uli bieten hier etwas ganz besonderes. Nämlich eine ganz persönliche Betreuung mitten im Busch wie bei Freunden. Die Touren nach Nxai und besonders nach Makgadigadi waren Höhepunkte der Reise. Etliche Farmaktivitäten werden angeboten, für die wir leider keine Zeit hatten. Einmaliges Erlebnis. Wir möchten wiederkommen 😎
Teil 708. Nov. 2013
17.09.2013 Elephant Sands
Wir erreichen die sandige Zufahrt nach Elephant Sands, das nur als Zwischenstop eingeplant wurde.
Die sich uns bietende Szenerie ist irgendwie unwirklich.
Die Hüttchen sind im Halbkreis lose um ein etwas tieferliegendes Wasserloch gruppiert.
Die trockene Vegetation ist von Elefanten verwüstet. Ca 20 Eles stehen ganz ruhig um das Nass herum. Ihnen gegenüber sitzen ca. 4 Meter entfernt einige Touris auf der Terrasse gegenüber.
Wir stellen unser Auto ab und laufen in ca. 25 Metern Distanz zu den Eles zur Rezeption. Die nette Farbige zeigt uns unseren Bungalow, den wir nach einigen Minuten Überlegung tauschen werden. Es scheint zwei ganz alte und mehrere neuere zu geben, die sich schon erheblich unterscheiden. Wir bekommen dann Nr. 4, der etwas zurückversetzt liegt und innen ganz OK ist.
Aber hier setzt man sich auf die Terrasse und sonst nirgendwo anders hin ! Es ist genug Platz frei. Näher kann man Elefanten nicht kommen !
Wir sitzen kopfschüttelnd mit einem Kaltgetränk da und beobachten ein stetiges Kommen und Gehen der Dickhäuter.
Als ich geráde mein Tele gegen das Weitwinkel tauschen möchte, gibt mir ein netter Neuseeläänder aus Napier einen Tipp: „ Wait a moment and use your lens for the wilddogs lying under that small tree!“... Boaaa ! Tatsächlich! Da hätte ich hier ja nicht mit gerechnet. Die Wildhunde laufen nur kurz hin und her, legen sich wieder unter einen Busch und sind dann irgendwann weg.
Das Elefantenschauspiel geht weiter. Besonders interessant wird es, wenn sich fremde Elefantenherden treffen. Zwischendurch entsteht ein Gedrängel wie bei einem Rockkonzert, es wird auch einmal hektisch, aber niemals gewaltsam. Ab und zu trötet ein größerer Elefant einige andere weg. Aber die Interaktion aus so nächster Nähe zu beobachten ist einfach gigantisch.
Zwischendurch stürzt einer der Eles sogar in der Hektik. Und das keine 10 Meter von uns entfernt.
Gegen halb acht gibt es Abendbuffet. Allerlei Beilagen und an einer Grillstation bekommt man sein Rindersteak. Der Koch meint es gut mit mir und haut mir grindens ein Rekordsteak auf den Teller. Das Essen ist ganz gut und macht satt. Was ganz interessant ist, ist die Reaktion der Elefanten auf Peaceful Sleep. Ich hatte mich ausreichend damit eingespüht. Als ich am Rande der Plattform stehe, nimmt ein halbwüchsiger Ele die Witterung auf. Er riecht und hält sich dann den nach hinten gebogenen Rüssel an die Stirn, kommt näher u.s.w. Schließlich muss ich einige Schritte nach hinten gehen
Irgendwann werden wir müde und werden die 50 Meter zu unserer Hütte gefahren, wo wir nach einer kurzen Dusche (Elefantenstaub muss weg) in die Hängemattenbetten fallen und sofort einschlafen.
Obwohl der Bungi diesmal nicht so komfortabel und sauber ist, haben wir wider Erwarten sehr gut geschlafen. Da wir es diesmal nicht so weit haben, klingelt der Wecker erst um 7:30 Uhr. Die Sieben-Sachen sind schnell gepackt und wir fahren mit dem fertigen Auto zum Frühstück, denn es ist schon wieder reger Eli-Verkehr am Wasserloch. Wir bestellen ein Lecker-Omelett, das ein Full-English-Breakfast umfasst und beobachten beim Essen das Treiben am Wasserloch. . Gegen 9:00 Uhr checken wir aus und brechen auf. Leider lässt sich auch bei mehreren Versuchen in der Ausfahrt die Kofferraumklappe immer noch nicht schließen.In der Ausfahrt sehem wir eine Familie um ihr 2x4 Auto herum im Sand liegen um ihr Auto aus dem Sand auszubuddeln.. Die Zufahrt ist wirklich nicht für normale PKWs gemacht. Ein Lodgelandy kommt aber gerade zum Helfen an. Fazit Elephant Sands
Lage : ca. 50 KM ausserhalb von Nata in flachem Buschland, direkt an einem künstlichen "Wasserloch". In der Trockenzeit ein unfassbar intensives Elefantenerlebnis, irgendwie Surreal. Einzelne Chalets im Busch verteilt mit unterschiedlich gutem Blick auf das Wasserloch.
Zimmer : Sehr einfach und etwas lieblos. Es gibt alte Chalets, die sehr klein sind und noch einfacher. Könnte Mal wieder aufgehübscht werden. Salzwasserdusche. Für empfindliche Besucher grenzwertig. Außenanlagen : Kein Pool, nur einer für Elefanten 😉 Lodgelände Mitten im unabgezäunten Busch. Wegen der Vielzahl der Tiere kann man nur sehr uneingeschränkt herumlaufen. Terrasse am Haupthaus ist der Große Trumpf der Lodge und bietet in der Trockenzeit ein unvergleichlich intensives, weil nahes Elefantenerlebnis. Eigentlich muss man das einmal gesehen haben. Sandige Lodgezufahrt, 4x4 kann nicht schaden.
Essen : Ok. Relativ einfaches Frühstück. Abendbuffet nichts besonderes aber insgesamt in Ordnung. Bodenständig einfache Küche.
Gesamtbewertung : Wären die Bungalows in besserem Zustand, käme kein Botswanareisender an dieser Lodge vorbei. Der Gesamtzustand ist grenzwertig und steht im grassen Missverhältnis zu den Elefantenbeobachtungen. Man muss es Mal gesehen haben. Die Bar kann man auch als Tagesgast besuchen. Einmal gesehen langt uns.
Teil 809. Nov. 2013
18.09.2013 Fahrt Elephant Sands nach Kubu Lodge 1. Tag
Die Fahrt nach Kasane ist ereignislos vor Patamatenga erwartet uns eine langgezogene Baustelle (bestimmt 30 km) aber mit rd. 60 km/h kommen wir trotzdem flott voran.
Bei Pandamatenga sehen wir links der Straße im Feld 5 ausgewachsene Ground-Hornbill sitzen. Eine unerwartete und sehr erfreuliche Begegnung.
In Pandamatenga tanken wir unseren Grundsätzen getreu bei einer bocklosen Tankwartin das Auto voll und weiter geht’s. Bereits um 13:00 Uhr erreichen wir Kazungula und suchen erstmal die Lodge, da uns Tracks4Afrika lieber nach Zimbabwe lotsen will. Dank Iwanowskis Reiseführer und guter Beschilderung finden wir schließlich die Kubu Lodge.
Wir werden sehr nett empfangen und erhalten Bungalow Nr. 2, der gleich vorne in der Mitte einer Dreierreihe mit Blick auf Fluss und Grünfläche vor dem Restaurant liegt. Die Einrichtung ist sehr stylisch und ein gemütliches Himmelbett mit riesigem Moskitonetz lädt zum Ruhen ein.
Aber dafür ist keine Zeit, da wir um 15:00 Uhr die Bootscrusise mit Puku-Tours über die Lodge gebucht haben und unsere Mägen knurren, reicht es gerade noch für einen Salat auf der netten Restaurantterrasse.
Hier wimmelt es nur so von Vögeln, die gerne das Essen mit uns teilen würden. Carsten ist im BirdsofAfrika-Paradies.
Außerdem besucht uns eine niedliche Mangusten-Familie.
Es gibt ein leckeres Salat-Buffet, das mit 10€ für zwei günstig ist. Nach dem Essen bummeln wir kurz über die einen tropischen Garten ähnelnde Anlage und ruhen kurz auf zwei Liegen am Pool.
Um kurz vor Drei treffen wir an der Rezeption auf unsere Mit-Bootsfahrer. Leider ist eine 6er Gruppe schwäbischer Frührentner dabei, die mit lauen Witzen gleich Assoziationen zu Hummeldumm bei uns wecken. Diese sollten wir in den nächsten Tagen noch öfters treffen... Wir werden in einem saunaheißen Shuttle vom Hotel zum Bootsanleger gebracht und stellen fest, dass mit Ausnahme einer Österreicherin und deren englisch-sprachigem Freund nur Deutsche mit von der Partie sind. Das Boot ist gut gefüllt, die erste Reihe gleich von besagter Gruppe in Beschlag genommen, aber wir haben zumindest jeder einen Außenplatz im Boot. Es ist barbarisch heiß.
Die Fahrt wird unter dem Motto Elefanten stehen. Noch vor dem Einchecken im Park sehen wir auf namibianischer Seite die erste Herde In den nächsten drei Stunden sehen wir Krokodile, Impalas, Wasserbüffel, Wasserböcke, alle Arten von Vögeln, Hippos, Watermolitöre und riesige Elefantenherden.
Ein African Darter fängt direkt neben uns einen kleinen Fisch. Jetzt wissen wir auch, warum er Darter heißt, denn er hat ihn mit dem spitzen Schnabel einfach aufgespießt !
Und etlichen Wasservögel
Zum Sundowner halten wir mit besonders schönem Blick von Elefantenherde vor untergehender Sonne und knipsen uns die Finger wund.
Dazu noch ein leckeres Savannah und schon ist das Dummgeschwätz unsere Freunde aus dem Swabenland besser zu ertragen. Der Guide ist sehr kompetent und erklärt viel zu Land, Park und Tieren.
Dabei kreuzt er immer im Zick-Zack über den Fluss.
Als Höhepunkt sehen wir dann noch eine Herde Elis bei der Flussüberquerung – quasi illegaler Grenzübertritt von Botswana nach Namibia.
Insgesamt hat uns die Bootsfahrt super gefallen, einziger Wehrmutstropfen ist die hohe Anzahl von Booten in allen Formen und Größen. Dies macht es bei spektakulären Sichtungen schwierig ein Photo ohne Boot zu schießen.
Nach Rückkehr in der Lodge gehen wir nach einer kurzen Dusche zum Abendessen auf der Restaurantterrasse. Leider passt Kerstin bei der Tischvergabe nicht auf und wir sitzen direkt neben unseren schwäbischen Freunden und dürfen uns deren Gelaber noch den Rest des Abends anhören: in Malaysia hatte es doch auch diese roten Kirschen, wie hießen die doch gleich – Mangos?... usw... Doch den Appetit haben wir uns davon nicht verderben lassen. Es gibt ein leckeres 3-Gang-Menü mit Suppe/Gemüsepastete, einem indischen Hühnergericht und gefüllten Calamares für Carsten sowie Malva-Pudding gekrönt von einem Fläschchen Pinotage. Zufrieden fallen wir um 9:30 Uhr ins gemütliche Himmelbett. Wieder geht ein ereignisreicher Tag zu Ende.
Heute beschließen wir 5e gerade sein zu lassen und erstmal auszuschlafen. Naja Carsten ist trotzdem wieder um 6:00 Uhr wach. Da die Schwaben einen frühen Gamedrive in den Chobe gebucht haben, können wir ein ruhiges Frühstück mit allen Schikanen und schönem Blick in den Garten genießen. Dabei können wir die Buschböckchen, Warzenschweine und Mangusten beobachen.
Wir genießen die Ruhe und das leckere Essen. Im Anschluss checken wir an der Rezeption unsere Mails und schreiben ein paar Grüße nach Deutschland. Wir fragen an, was ein Boot exklusiv für uns allein kostet (Pula 1.000 rd. 100 Euro) sind für uns ok, um eine ruhige und entspannte zweite Tour zu genießen. Noch ein wenig Shopping im eigenen Souvenirgeschäft, dann brechen wir auf, um unsere Heckklappe in einer Autowerkstadt überprüfen zu lassen.
Die freundliche Rezeptionistin hat uns mit einer Adresse Max Panell Hunter versorgt. Die ist gleich um die Ecke. Leider kann uns der nette Mechaniker dort auch nicht weiterhelfen und verweist uns an einen Elektronik-Spezialisten. Wir beschließen zunächst Hubert Hesters anzurufen und nachzufragen. Dieser empfiehlt uns kurz und knapp einfach die Heckklappe mit voller Wucht zuzuknallen. Gesagt – getan : und die Klappe ist zu. Gibt es doch gar nicht, aber die einfachen Lösungen sind uns die Liebsten.
Wir fahren noch kurz durch Kasane, um uns einen Überblick zu verschaffen. Unterwegs sehen wir etliche Carmine Bee Eater.
Auf einer Brachfläche mitten in Kasane laufen Elefanten herum.
Pünktlich kommen wir zum Salat-Büffet zurück, daß wir uns wieder schmecken lassen.
Nach einem abschließenden Käffchen relaxen wir am Pool und beobachten Vögel und Mangusten.
Dann ist es auch schon so weit und wir werden wieder zum Bootsanleger gebracht. Wir fahren diesmal im offenen 'Safari-Fahrzeug zusammen mit 4 Südafrikanern, die hier einen 9-tägigen Kurzurlaub verbringen, von dem allerdings die meiste Zeit für die Anfahrt draufgegangen ist. Die Jungs sind nicht so gesprächig wie die Frauen. Am Anleger dann das große Staunen als wir alleine in ein separates Boot steigen. Unser Guide ist ein junger Einheimischer aus der Gegend Tuliblock und wir verstehen uns nach kurzer Anwärmphase richtig gut.
Unser Fokus liegt diesmal auf Vögel beobachten und Hippos.
Dieses Krokodil imponiert uns besonders.
Da er auch ein Vogelfreund ist, gibt er sich richtig Mühe und die ruhige Bootsfahrt – diesmal ungestört von Dummgebabbel – ist ein echtes Highlight.
Unterwegs treffen wir auch wieder die Boote der großen Lodges.
Einen Sundowner gibt es natürlich auch.
Zufrieden gehen wir nach einer erfrischenden Dusche heute gleich um 19:00 Uhr Essen und sind mit bei den Ersten. Diesmal gibt es wieder Suppe/Gänseleberpastete, Filet Steak mit Gemsquash und Kartoffelpü, Windbeutel und Applecrumble. Dazu einen leckeren Sauvignon Blanc. Ein guter Abschluss.
Mit dick gefressenen Bäuchlein fallen wir ins gemütliche Himmelbett. Gute Nacht.
Teil 1010. Nov. 2013
20.09.2013 Von Kubu über Chobe selfdrive nach Senyati
Als der Wecker um halb sieben klingelt, beschließen wir spontan uns Zeit zu lassen. Bei Gateöffnung sollen sich Massen an Gamedriveautos der verschiedenen Lodges drängeln.
So stehen wir erst kurz vor sieben auf, packen unsere Sachen und gehen dann in Ruhe Frühstücken. Da wir die ersten sind und es auch noch nichts so heiß ist, geniessen wir die Zeit auf der herrlichen Terrasse des Kubu-Restaurantes. Im Baum sitzt ein Coucal und unser gelb-grüner Freund setzt sich direkt neben uns.
Dann werden an der Rezeption noch kurz die Mails gecheckt, dann geht es los in Richtung Chobe. Mal sehen, wie sich unser Fortuner und vor allem ich sich so im Tiefsand macht. Beim Frühstück hatten wir nach der gestrigen Bootsfahrt noch diskutiert, ob uns die Tierbeobachtung Heute evtl. doch etwas zuviel werden könnte.....
Dann erreichen wir das Sedudu-Gate, wo wir bei zwei sehr netten Rangern einchecken.
Eine Karte gibt es nicht, wir zahlen einfach und verabschieden uns. Also fotografiert Kerstin die Karte im Office.
Auch jetzt so gegen 09:00 Uhr fahren noch eine Menge Gamedriveautos in den Park hinein. Immer am Fluß entlang geht es in den Park.
Der Anblick ist wunderschön und so ganz für uns zwei macht das mehr Spaß, als vom Boot aus.
Zuerst sichten wir blue Waxbills und ein Hörnchen.
Dann Elephanten beim Staubbad am Fluß.
Und dann immer wieder Elefanten, die langsam am Flussufer entlang wandern und ganz mühsam mit den Rüsseln das wenige, Gras zusammmenklauben, den Staub abschütteln und es dann verspeisen.
Zwischendruch wird in Tümpeln Matschgebadet, besonders die kleinen machen das ausgiebig. Wir denken immer Mal : „ An Elefanten haben wir uns jetzt sattgesehen“..... aber dann werden wir eines besseren belehrt.
Unterwegs laufen uns noch Sables über den Weg. Zwischenzeitlich ist es sehr tiefsandig, aber der Fortuner hat null Probleme. Zwei Landrovers kommen uns diagonal gleitend entgegen. Unserer zieht gerade seine Spur. Von dem Auto bin ich restlos begeistert, habe allerdings wenig Vergleichsmöglichkeiten mangels Erfahrung.
Als wir auf eine Pad etwas oberhalb wechseln, entdeckt Kerstin einen Martial Eagle oben im Baum. Er fängt gerade an, eine Manguste zu verzehren. Es ist ein schaurig faszinierendes Schauspiel. Beim Bilder aussortieren muss ich mehrfach eine Pause machen, Mangusten mögen wir so und auf den Bildern ist wirklich jedes Detail zu erkennen.
Dann fahren wir weiter in Richtung Serondela. Inzwischen geht es auf Mittag zu und es ist sehr heiß. Viele, viele Elefanten haben sich unter Bäumen Schatten gesucht. Vor dem sehr tiefsandigen Teil um die Chobe Game Lodge laufen viele Giraffen herum.
Nach einer kurzen Rast in Serondela kehren wir um in Richtung Gate.
Sehr zufrieden verlassen wir den Park, um Verpflegung für unsere nächste Unterkunft Senyati zu fassen, Geld zu holen und zu Tanken. Es ist Freitag und entsprechend viel los. An den GA's stehen die Einheimischen Schlange. So entscheiden wir, an einer Wechselstube EUR gegen Pula zu tauschen. Da komme ich sofort dran und sooo schlecht ist der Kurs nun auch wieder nicht. Während Kerstin in den Sparmarkt geht, stelle ich mich an der Shell-Tanke an. Natürlich erfolglos, denn nach 15 Minuten warten kommt die nette Tankwartin „ Sooooorrryyyy.... we have to shift down our system. Noooo fuel noooow ! „ Ok, kein Problem. Nach etwas Warten kommt Kerstin aus dem Spar. Im Einkaufswagen liegen allerlei Leckereien. Sprit gibt’s dann doch in Kazungula bei Engen.
Zufrieden erreichen wir die sandige Abfahrt zu Senyati. Fazit Kubu Lodge
Lage : Einige KM von der Abfahrtsstelle der verschiedenen Bootstouren entfernt am Ufer des Chobe River. Weitläufige, parkähnliche Lodgeanlage in Mitten hoher Bäume. Einzelne Chalets mit unterschiedlich guter Lage.
Außenanlagen : Schöner Pool, wie so viele in Afrika nicht ganz sauber, schattige Plätze, Mangusten und Bushböcke laufen herum. Restaurant mit tollem Blick über die Anlage zum Fluss. Viel grün und weitläufig.
Essen : Menue mit Wahlmöglichkeiten. Sehr köstlich und abwechslungsreich. Gutes Frühstücksbuffet.
Gesamtbewertung : Sehr ansprechende Lodge, auch zum Ausspannen. So groß,daß man auch auf Kleingruppen trifft. Die kurze Fahrt zum Bootsanleger war für uns kein Problem. Wir würden wiederkommen.
Fazit Chobe
Tolle Tierbeobachtungsmöglichkeiten vom Boot aus. Zur Hauptsaison fahren sehr viel Boote und Gamedriveautos im Park. Unmassen an Elefanten, Hippos, Krokodilen und Vögeln. Tolle Fotomöglichkeiten. Ein ganz anderes Erlebnis.
Teil 1110. Nov. 2013
20.09.2013 bis 22.09.2013 Senyati
Gegen 15:00 Uhr kommen wir in Senyati an.
Einige Elefanten stehen am Wasserloch.
An der Rezeption herrscht dann etwas Verwirrung. Angeblich hätte man unsere Buchung nicht. Aber macht nix, es wäre ja noch etwas frei. Die Nr. 6 könnten wir haben. In einem sehr, sehr unübersichtlich aussehenden Buch findet man unsere Namen nicht. Wir zeigen unsere Buchungsbestätigung. Ach, das wäre schon OK. Als wir die Nr. 6 finden, ist sie schon belegt. Etwas sauer geht es zurück zur Rezeption. Ach, wir wären gar keien Camper, sondern wollten in die Lodge! Ach da ist ja auch Eure Buchung. Ihr habt die Nr. 2 !
Alle sind erleichtert und wir beziehen unser Chalet direkt am Wasserloch. Ohne jegliches Hindernis steht man hier ca. 20 Meter von den Elefanten entfernt auf der Terrasse. Drei Angestellte zerren mit einem Seil gerade eine tote Hyäne vom Wasserloch weg. Sie sei am Morgen eines natürlichen Todes gestorben.
Der Grill ist hier direkt neben der Hütte. Nebenan kommen die Eles direkt am Grill vorbei zum Wasserloch.
Die Hütte ist zweckmässig eingerichtet und etwas komfortabler, als gedacht. Ein Klimastandgerät hat es sogar. Auf der Terrasse beobachten wir das Schauspiel der Natur. Wieder Elefanten pur. Ein Kommen und Gehen.
Gegen Abend holt uns Kerstin einen lecker Gin Tonic aus der bar. Sogar Giraffen kommen zum Trinken.
Um uns herum hüpfen Glanzstare und andere gefiederte Freunde.
Ich bereite schon einmal die Knobibutter vor. Die Abendsonne tauch die Szenerie in ein angenehmes, weiches Licht und wir halten uns einmal wieder vor Augen, wie schön es doch ist, so etwas erleben zu dürfen.
Dann zünden wir das Feuer an. Das Holz hatte bereitgelegen. Kerstin bereitet die Gemsquash vor, Heute Abend gibt es nur Boerewors mit Gemsquash und Knobibutter. Es ist ein Festmahl. Nebenbei muss das Sixpack Windhoek daran glauben.
Im Dunkeln geht das Elefantenschauspiel weiter.
Und dann hören wir Tiergeräusche, die wir zuerst nicht zuordnen können mit dem Fernglas entdeckt Kerstin die Urasache. Wasserbüffel. Und dann beginnt ein Schauspiel, daß nur Menschen nachempfinden können, die so etwas schon erlebt haben. Über geschätzt eine halbe Stunde reißt der Zustrom an Wasserbüffeln nicht mehr ab. Das ganze Wasserloch ist voll mit Büffeln. Die Geräuschkulisse kann man nicht beschreiben und die Gerüche auch nicht.
Doch dann übermannt uns leider wieder die Müdigkeit und wir fallen in den Schlaf. Ohne Klimagerät wäre das schwierig gewesen.
Als ich um 5 Uhr auf die Toilette gehe, bleibt mir das Herz fast stehen. Als das Licht angeht, zischt irgendein Rieseninsekt weg. Beige farben und irgendein Gemisch aus Scorpion, Spinne oder Riesenkäfer ! Und es ist schnell. Sauschnell ! Kerstin kommt hinzu, bei so etwas bleibt sie meistens coller. Aber als das Vieh in unser Schlafzimmer rennt, ist auch bei ihr der Spaß vorbei. Gott sei Dank rennt das Tier zurück ins Bad. Alle vorhandenen Gläser sind zu klein. Also kommt mir die rettende Idee. Mit einem Küchensieb werde ich die Bestie fangen ! Mit einer hektischen Schnickbewegung schaffe ich es. Das Untier ist gefangen. Und ich hellwach.
Nachtrag : Dank Topobär habe ich inzwischen herausgefunden, daß es sich um eine Walzenspinne so in etwa wie dieses nette Tier hier handelte:
Nach dem Schrecken mit dem vielbeinigen Monster kann ich nicht mehr einschlafen. Also wird Wasser gekocht und mit einem Kaffee sich auf die Terrasse gesetzt. Kerstin konnte wohl doch noch einmal einschlafen. Es ist noch kühl und außer einigen Vögeln ist nicht viel los. Als die rote Kugel der Sonne sich langsam über den Horizont erhebt, hüpft ein Insekten jagender Glanzstar direkt an mir vorbei. Ganz in Ruhe lösche ich wieder einmal mit dem Netbook Bilder von der Speicherkarte. Das ist eine echt praktische Sache, denn so wird mir zu Hause etwas Last von den Schultern genommen.
Irgendwann kommt dann auch Kerstin. Nach einer ersten Tasse Kaffe schnippelt sie die Bananen und es gibt Müsli. Heute wird Urlaub gemacht, denn in den nächsten Tagen wird das schwer möglich sein. Nach der Caprividurchquerung steht Etosha in drei Tagesetappen auf dem Programm. Nach dem Frühstück lege ich mich noch einmal hin und schlafe so gute 2 ½ Stunden.
Gegen drei Uhr kommen die ersten Elefanten zum Wasserloch.
So gegen 17:30 Uhr gehen wir gerade rüber zur etwas erhöht gebauten Bar, als der Elefantenbetrieb so richtig losgeht. Vom Campingplatz und aus den Chalets strömen die Gäste herbei.
Alle betrachten still das Geschehen. Etliche junge Eles werden von der eigenen Herde und sogar von fremden Elefanten vorsichtig behandelt. Zwischen den großen gibt es immer Mal wieder laut trötende Platzkämpfe.
Zurück im Bungalow zünde ich das Feuer an. Da es windig ist, hat Kerstin kein gutes Gefühl, aber die Lodgebesitzerin meinte, es seie kein Problem. Leider gelingt mir das Grillgut Heute nicht so gut, wie gestern. Die Steaks hatten zu viel Hitze, weil der Absatnd zwischen Glut und Rost zu klein war. Die Boerewors schmeckt aber wieder gut und die Minizucchini und die Gemsquash mit Knobibutter sind sehr lecker. Da es Heute keinen Büffelbesuch mehr gibt, fallen wir zeitig ins Bett.
Um 07:00 Uhr klingelt der Wecker. Ich bin wieder etwas vorher wach. In der Küche gibt es eine Mini-Ameisenplage, da wir das Geschirr gestern Abend ungespült abgestellt hatten. Nach dem Spülen ist wieder alles OK. Die Sachen werden gepackt, zum Frühstück gibt es wieder Banane mit Müsli.
Als wir gerade das Auto gepackt und den Schlüssel abgegeben haben, kommt eine kleine Herde Sable Antilopen ans Wasserloch. Die Tiere kommen sehr vorsichtig näher und ziehen schnell weiter.
Zufrieden verlassen wir diesen aufregenden Ort. Botswana Ade. Jetzt gehts nach Namibia !
Fazit Senyati
Lage : wenige KM ausserhalb von Kazungula unweit der Grenze zu Zimbabwe. Etwas unübersichtliche Anlage rund um ein Wasserloch.
Zimmer : Chalets Nr.1 und 2. mit phantastischem Blick auf das ca. 20 Meter weit entfernte Wasserloch.In der Trockenzeit einmalige Tierbeobachtungsmöglichkeiten. Einfach und sauber. Küche gut ausgestattet. Im Chalet Nr. 2 schöner Grill direkt an der Terrasse. Im Chalet Nr. 1 ist der Grill einige Meter entfernt. Hier laufen die Elefanten direkt am Grill vorbei. 😎
Außenanlagen : Kein Pool. Lodgeanlage etwas lieblos und sandig. Das Wasserloch ist hier der Mittelpunkt. Elefanten kommen beängstigend nah. Kein Pool. Nette Bar.
Essen : Selbstversorgung
Gesamtbewertung : Wer auch ohne Out of Africa Zimmereinrichtung zufrieden ist und als Selbstversorger kommt, der wird mit der Chance auf intensive Elefantenbegegnungen belohnt (Trockenzeit). Wir würden gerne wiederkommen.
Teil 1211. Nov. 2013
Ich habe zu den bisherigen Teilen noch die jeweiligen Lodge-Fazits eingefügt. Das hatte ich irgendwie vergessen.
Teil 1312. Nov. 2013
22.09.2013 Senyati über Ngoma Bridge nach Ndhovu
Auf der sandige Verbindungsstrasse übersehe ich fast zwei Giraffen direkt neben dem Weg. Dann geht es durch den Chobe in Richtung der Grenze Ngoma Bridge, die wir vor fünf Jahren schon einmal in die andere Richtung durchquerten. Am Nationalparkeingang ist niemand am Stopschild. Nach kurzem Warten fahre ich durch. Am Ausgang ist die Schranke auf unserer Seite zu. Der bocklose, selbstherrliche Beamte würdigt mich keines Blickes. Es dauert eine Zeit lang bis ihn frage, was ich denn jetzt tun solle. Nachdem er immer noch kein eindeutiges Zeichen gibt, gehe ich zu ihm hin. Jetzt wird erfreundlicher : „ Hooow aaaree yoouu ?“. Ok, ich frage ihn : „Do i have to sign a book or so ?“. Antwort „ Yeees „ begleitet von einem leicht überheblichen, seines kleinen Sieges bewussten Lächeln. Ok, da hätten wir auch selber darauf kommen können ! Grinsend verabschiedet er sich und wünscht uns gute Fahrt.
Auf der botswanischen Seite geht die Ausreise schnell und unkompliziert. Nach der Brücke über den Okavango erreichen wir die verlassen erscheinende namibianische Seite.
Nach ca. drei Minuten erscheint eine sehr humorlose dickliche Zöllnerin. Harrscht zitiert sie uns zum mittleren Schalter und verkrümelt sich wo anders hin. Wieder eine Minute später blökt uns aus der gegenüberliegenden Tür ein weiterer Zöllner an: „You have to fill out the indemnity form!“. „We already did !“ singen wir in freundlichstem Touristenenglisch herüber. Da hat er nicht damit gerechnet. Das hat ihn so aus dem Konzept gebracht, daß er uns sofort abfertigt. Die fast ewig geltende Zöllnerregel „Du darfst nicht freundlich sein“ wird hier zu 100% befolgt.
Dann geht es zu einem Schlagbaum, an dem ein zahnlückiger Beamter wenigstens sachlich reagiert. Ich soll in sein Hüttchen kommen. Nachdem ich das übliche Buch mit Fahrgestellnummer, Motornr. etc. ausgefüllt habe, wird er auf einmal freundlich. Ob ich nicht ein paar Pula hätte, er würde sie gerne tauschen. Ich sage lieber Mal „Nein“. Etwas enttäuscht, aber immer noch freundlich verabschiedet er uns.
In Namibia wirkt sofort alles viel ärmlicher. Am heutigen Sonntag Morgen ist entlang der Straße zuerst noch nicht so viel los.
Immer wieder passieren wir einfache Grals, in denen die Menschen ihrem Leben nachgehen und Ziegen und Kühe lebendige Hindernisse auf der Straße bilden.
Entlang der Straße stehen einzelne Brennholz und Schnitzerei-Verkaufsstände. Die Veterinärkontrollen (vier?) sind alle recht nett und lax. Bei den zwei Polizeikontrollen werden wir durchgewunken. Insgesamt ist die Strecke bis auf die letzten 150 KM durch das Leben entlang der Strecke etwas abwechslungsreicher, als die öde Kilometerfresserei in Botswana.
Inzwischen haben wir uns aus eigener Erfahrung und vielen Ratschlägen der Gastgeber angewöhnt, wirklich jede Tankstelle zu nutzen, sobald wir mindestens 15 Liter Platz haben. So tanken wir auch gleich bei der Ankunft in Divundu und biegen in die Zufahrtspad in Richtung Mahangu NP ein. Die letzten 20 KM sind schnell erledigt, dann geht es auf dem gleichen kleinen Sandweg zu Ndhovu, der uns auch vor 5 Jahren in die benachbarte Mahangu Lodge führte. An der Rezeption werden wir von Johann mit einem willkommenen Guavensaft begrüßt. Als er uns nicht das versprochene Hausboot oder eines der schönen Safarizelte, sondern einen lieblos eingerichteten Bungalow ohne Freisitz zuweisst, sind wir zuerst sehr enttäuscht. Kerstin ist den Tränen nahe und Heute irgendwie fertig. Wir wussten, dass Heute eine große Gruppe hier ist und wir evtl. das Hausboot bekommen sollen.
Ich gehe zurück zu Johann, erkläre ihm die Situation und er bietet uns problemlos das Safarizelt Nr. 1 ganz am anderen Ende an.
Und das gefällt uns super gut ! Wir fragen noch sicherheitshalber nach, ob er auch keine Probleme bekäme. Das wird verneint.
Nach einem Kaffee auf dem Deck, kurzem Relaxen stellt sich uns auch Monica, Johanns Frau vor. Sie ist Südafrikanerin und spricht gut Deutsch mit einem netten Akzent. Sie hat Kira ein zu dreiviertel ausgewachsene, wunderschöne und gut erzogene Dogge und einen kleinen, total süssen Boxer dabei.
Dann geht es mit Johann auf ein praktisch gebauten Katamaran mit Drehstühlen, die fürs Fotografieren perfekt sind. Die Atmosphäre wird immer entspannter und Johann gefällt es, daß wir uns für Vögel interessieren. Er steuert das Boot ganz relaxed am gegenüberliegenden Ufer entlang.
Wir sehen etliche Vögel, ein mittelgroßes Krok, Warzenschweine und natürlich etliche Hippos. Die African Skimmer sind leider Heute nicht so fotowillig.
Am Ufer waschen sich die Einheimischen.
Schöne Szenen mit farbenfroher Kleidung und fröhlichen Menschen.
Irgendwie komme ich mir aber wie ein Voyeur vor wenn ich mit voller Brennweite die unbekleideten Menschen fotografiere.
Aber auch ganz normale Alltagsszenen...
Vor der Grenze des Mahangu NP's kehrt Johann um und fährt wieder an der Mahangu Lodge und Ndhovu vorbei in die andere Richtung. Dabei lernen wir das missmutige Hippo mit dem einen querstehenden Hauer kennen.
Von Johann etwas provoziert, zeigt es uns sein Aggressionspotentiatl und schwimmt laut brüllend auf uns los. Dabei entstehen ganz sehenswerte Bilder.
Das Hippo wirkt irgendwie etwas wahnsinnig 😕
Inzwischen unterhalten wir uns sehr gut mit Johann. Er wirkt zuerst etwas wortkarg, kommt jetzt aber größer raus. Er und Monica helfen Horst in der Hauptsaison, den Rest des Jahres leben sie im Damaraland. Vor dem Sundowner halten wir noch an den Nisthöhlen einer White Fronted Bee Eater Kolonie. Leider ist das Licht sehr schlecht.
Dann gibt es einen Gin Tonic als Sundowner und etwas Gebäck. Die Bootstour gefällt uns super. Johann macht das ganz unhektisch und nimmt sich auch für die kleinen Dinge viel Zeit.
Dann ist sie aber auch schon vorbei. Monica empföngt uns mit den Hunden. Inzwischen ist auch die angekündigte Australisch-Kanadische Reisegruppe da. Das Abendessen nehmen wir mit dem Lodgebesitzer Horst, Monica und Johann ein. Die Gruppe sitzt an einem großen Tisch und ist angenehm ruhig. Der farbige Guide hat eine sehr angenehme Stimme und hält sie bei Laune. Das Essen wird von der Köchin vorgestellt. Es gibt ein Gemüsesouffle, Kudulasagne, allerlei Gemüse, Salat und eine Art Käsekuchen als Nachtisch. Das Essen ist ausgesprochen lecker und nach einigen Minuten entwickeln sich auch angenehme Gespräche, in denen wir wieder viel über Farmen, Politik, Nachbarländer und den Lodgealltag erfahren.
Dann geht es von Horst begleitet ins Bett. Es kommt uns kein Hippo in die Quere.
Teil 1412. Nov. 2013
23.09 und 24.09.2013 Ndhovu/Mahangu und Fahrt nach Taranga
In der Nacht mussten wir gegen 4 Uhr ungewöhnlicherweise beide auf Toilette. Nachdem ich eingeschlafen bin, hat Kerstin leider schwerwiegende Probleme. Sie verspürt einen Stich in der Herzgegend, wird unruhig, bekommt Herzrhythmusstörungen und echte Angst. Mir sagt sie das erst kurz nach dem Aufstehen. Sie hat die ganze Zeit nicht geschlafen. Wir überlegen, was wir tun können. Zuerst ein paar Kekse essen und viel trinken. Sie kann nicht liegen oder sitzen und droht ohnmächtig zu werden. Nach einer Durchfallattacke geht es ihr dann etwas besser. Beim Frühstück fragen wir Horst, wo der nächste Arzt ist. Das macht nicht so viel Mut. 20 KM entfernt sei eine Krankenschwester. In Adara ca. 40 KM entfernt ein einfacher Arzt und im 250 KM entfernten Rundu (unserer nächsten Etappe) eine Klinik. Er selbst würde ausschließlich in Windhoek in die Klinik gehen. Nach einem appetitlosen Frühstück legt sich Kerstin Schlafen. Nach ca. drei Stunden geht es ihr besser, aber immer noch nicht ganz gut.
Ich habe inzwischen Bilder aussortiert und Tagebuch geschrieben. Dabei mache ich mir schwerwiegende Sorgen und es wird uns sehr bewusst, was es bedeutet, hier ernsthaft krank zu werden. Auf der Terrasse am Fluss beobachten wir Vögel und trinken eine Tasse Kaffee.
Dann geht es zum 2 KM entfernten Mahangu.
Tiere gäbe es nur an der Riverfront, meint die tief dekolltierte Rangerin an der Rezeption. Sie ist ganz gut drauf und macht Späße mit dem Südafrikaner vor mir. Der Parkbesuch ist kurz zusammengefasst. Es ist seht trocken und die Bäume sind sehr von den Elefanten in Mitleidenschaft gezogen worden. Wir sehen Kudus, Zebras, Sables, Tsetsebees, Elefanten und etliche langschwänzige Glanzstare.
Alles nicht so spektakulär aber ganz unterhaltsam. Gleichzeitig ist es eine gute Abwechslung für unsere Ängste vor einer schwerwiegenden Erkrankung.
Vor dem Abende ruhen wir noch etwas und legen uns dann mit dem kleinen Boxer zusammen aufs Deck. Später kommt noch Monika und dann kurz nach Sonnenuntergang noch ein australisches Päärchen , mit denen wir uns über Afrika und Australien unterhalten.
Zum Abendessen gesellt sich heute ein wortkarges deutschsprechendes Vater-Sohn-Paar aus Sao Paulo und den USA hinzu. Wir unterhalten uns etwas verkrampft. Kerstin hat Angst vor der kommenden Nacht und ich ein ungutes Gefühl. Gegen 22:30 Uhr werden wir von Johann zurückgebracht. Auf dem Netbook schauen wir Bilder, bis Kerstin endlich müde wird und ruhig einschläft. Ich mache mir echte Sorgen.
Um 06:30 Uhr weckt Mich Johann. „The Hippo is out of water!“. Allerdings sind auch fast alle Aussies out of the bed und im Gegensatz zu mir schon fertig angezogen. Das arme Hippo steht direkt am Ufer, die Aussies ca. 3 Meter (!!!) entfernt und knipsen wie die Wilden. Die ein ustralierin ruft mir begeistert zu. „ Come to us, the Hippo is out!“ Ich grüße freundlich zurück und lege mich wieder hin. Kerstin hat durchgeschlafen und schläft noch bis 07:30 Uhr weiter. Ihr geht es Gott sei Dank gut, nur der Kreislauf ist etwas labil. Wir haben uns die letzten Tage fast nicht bewegt, fett gegessen, viel Alkohol getrunken.
Beim Frühstück sind die Aussies schon abgereist. Horst und Monica gesellen sich zu uns. Kerstin ist vorsichtig mit dem Essen, ich mache wegen meines immer noch unruhigen Magens ebenfalls mit. Wir geniessen noch etwas die Stille am Fluss und machen uns gegen 09:45 Uhr auf nach Rundu.
Die ereignislose Strecke führt durch lockere Bewaldung und ist ereignislos. Kerstin schläft noch fast 2 Stunden und wird erst 20 KM vor Rundu wach. Nach einem Tankstopp geht es die letzten 20 KM durch dicht besiedeltes Gebiet in Richtung Westen nach Taranga.
Teil 1515. Nov. 2013
24. u 25.09.13 Taranga Safari Lodge ca 30 Km westl. von Rundu und weiter nach Namutoni
Schon die sandige Zufahrt macht einen urig, ordentlichen Eindruck. Die Dorfbewohner nebenan winken uns freundlich zu. An der Rezeption werden wir von zwei herzlichen farbigen begrüßt. Das Haupthaus ist urig afrikanisch eingerichtet.
Sie zeigen uns unseren Bungalow 1. Er ist schön, aber die Hitze macht uns und besonders Kerstin schon fertig. Sie ist überhaupt nicht belastungsfähig.
Wir fragen nach einem Salat oder einem Sandwich und werden zuerst einmal zur urigen Bar auf einem Ponton am Fluß gebeten.
Leider hat dieser Tiefwasser, die geplante Bootstour muss ausfallen. Direkt gegenüber am Ufer waschen zwei Einheimische Damen Wäsche. In der Lampe über uns brütet eine kleine Schwalbe und es ist brütend heiß.
Nach einer eiskalten Coke Zero geht es zum Lunch. Der Koch hat auf die Schnelle ein Schweinefleischcurry gemacht, das zwar nicht so leicht aber sehr köstlich ist. Danach noch ein Eis, das wir schwer ablehnen können.
Zufrieden legen wir uns an den Pool und genießen die Ruhe.
Irgendwann kommen dann zwei junge Weiße, ein Trupp Elektroleute und wir erfahren, daß wir in einen anderen Bungalow umgezogen wurden. Zuerst geht es aber in den Pool. Kerstin liest und ich schreibe diese Zeilen hier. Sehr relaxed schauen wir dann kurz nach 5 nach unserem neuen Bungalow. Und der ist ein ganz anderes Kaliber !
Safarimässig mit Zebrafell, rustikalen Möbeln, Himmelbett, Mosquitonetz und einer freistehenden Badewanne mit Löwenfüßen.
Von der Terrasse winken wir den im Fluss fischenden Kindern zu, die lachend zurück winken. Das Zelt ist unter einem großen Baum, mit großem Deck und einem wunderschönen Blick auf den Fluss.
Den genießen wir erst einmal. Mit einem Savannah lassen wir die schwarzafrikanische Szenerie auf uns wirken. Drei Jugendliche fischen in Mokoros. Un von der Insel laufen immer wieder kleine Gruppen Einheimischer durch die Furt.
Dann geht es schon wieder zum Abendessen. Auf der Terrasse ist ganz romantisch ein Tisch eingedeckt. Oben im Baum brennt eine Lichterkette.
Als Vorspeise gibt es Aubergine mit Käse und Tomate mit einem Ring Ketchup. Dann ein sehr leckeres Filet mit Kartoffelbrei und Butternut und ein Stück Malvapudding als Nachtisch. Dazu eine Flasche Tokara Sauvignon Blanc.
Müde geht es zurück zum Zelt, wo wor schnell in den Schlaf sinken. Nachts werden wir beide wach. Kerstin hat Angstzustände, weil sie immer noch glaubt, etwas am Herz zu haben. Es ist richtig dramatisch. Wir schauen zusammen Bilder am Netbook, um etwas Ablenkung zu schaffen.
Irgendwann kommt dann auch wieder der Schlaf.....
Sorgenvoll schaue ich nach dem Aufwachen in Richtung Kerstin. Sie hat Gott sei Dank auch geschlafen. Also geht es zu Fuß zum Frühstück. Meine Frau quält sich irgendwie den kleinen Anstieg hoch und isst nur das nötigste. Wieder ist alles sehr liebevoll hergerichtet und Massen von Sunbirds freuen sich über die Bewässerung des Rasens.
Dann verlassen wir Taranga, um uns auf den langen Weg nach Namutoni zu machen.
Es geht wieder durch das schwarzafrikanische Leben.
Kerstin knipst wie eine blöde.
In Grootfontein blühen die Jacarandas. In der Apotheke kauft Kerstin einige Medikamente ein.
Nach der letzten Veterinärkontrolle ist dann mit einem Mal Schluss damit und es kommt endloses buschiges Farmland
Fazit Taranga Safari Lodge
Lage : Ca. 30 KM westlich von Rundu etas oberhalb eine Seitenarmes des Okavango.
Zimmer : zwei unterschiedliche Kategorien. Die gehobene Kategorie ist wunderschön eingerichtet. Großzügiges, schattiges Deck mit Flußblick. alles Tip Top
Außenanlagen : Schöner kleiner Pool, Floating Bar auf dem Fluss, sehr gepfelgt und grün.
Essen : Sehr schmackhaft und in romantischem Rahmen angerichtet. Wir waren sie ersten Gäste seit drei Tagen und haben uns mit irgendeiner der Mahlzeiten den Magen verdorben (das kommt noch.... ) Gesamtbewertung : Für eine Zwischenübernachtung auf dem Weg von oder nach Etosha eine perfekte Unterkunft. Interessante Lage. Bootstouren werden leider nur bei entsprechendem Wasserstand durchgeführt. Anlage relativ neu und wohl noch nicht so gut gebucht. Guter Platz zum Ausspannen. Wenn das mit dem Essen nicht gewesen wäre...... 😐
Teil 1616. Nov. 2013
25. und 26.09.09.2013 Namutoni / Windhoek Pension Moni / Fahrt nach Dolomite
Wir erreichen am frühen Nachmittag Gate des Etosha Nationalparkes.
Auf dem asphaltierten Weg nach Namutoni begegnen uns die ersten Elefanten und Giraffen, die wir etwas achtlos liegenlassen.
An der Rezeption bekommen wir das Chalet Nr. 1 und beziehen es gleich.Über einen Holzsteg gelangt man dorthin. Das Chalet ist ganz nett eingerichtet.
Nach kurzer Ruhezeit wollen wir einen Kleinigkeit essen. Der Weg zum Restaurant (ca. 300 Meter) fällt meiner Frau wieder sehr schwer. Es ist superheiß. Im Innenhof des Forts bestellen wir Wasser und zwei griechische Salate. Leider sackt Kerstin der Kreislaug total ab, sie droht dauernd ohnmächtig zu werden. Das Essen lässt sie zu zwei dritteln stehen. Ich sehe ihr an, daß es diesmal wirklich Ernst ist. Nach ca. 1 ½ Stunden meint sie : „Ich glaube, unser Urlaub ist jetzt vorbei !“. Ich bin der gleichen Meinung und rufe die Notfallnummer unserer Krankenversicherung an. Ich erkläre die Situation, sie wollen uns zurückrufen und uns eine Krankenhausempfehlung geben. Nach ca. 20 Minuten kommt dann der Anruf. Es sei eine harte Nuss in Namibia. Die einzige Empfehlung wäre in Windhoek die Medi Clinic, die sei ihrer Erfahrung nach als exzellent eingestuft und habe bis zum CT alle wichtigen Gerätschaften. Wir sollten vorher schon einmal eine E-Mail-Adresse angeben, damit er mir nötige Formulare zumailen könne.
Irgendwie schafft es Kerstin dann zurück zum Chalet und legt sich hin. An der Rezeption hilft mir eine nette Angestellte, das Dokument per Mail zu erhalten und auszudrucken. Drei Formulare !
Auf dem Weg zurück zum Chalet komme ich mit dem Auto direkt an einem großen Elefantenbullen vorbei, der mich jetzt nicht größer interessiert. Nervlich total fertig fülle ich die Dokumente aus und lege mich hin. Mir ist nicht ganz gut, Kerstin auch nicht. Unsere Mägen ! Jetzt geht fast die ganze Nacht durch abwechselndes Toilette-gehen und Übergeben angesagt. Ich entleere mich aus beiden Richtungen komplett, Kerstin nur oben herum. Wir haben beide das Dinner in Taranga in Verdacht !
Was für eine elende Nacht ! Wir schlafen beide schlecht !
Nach einigen Stunden Schlaf wachen wir beide völlig gerädert auf. Wir benötigen etwas Zeit, um in die Gänge zu kommen. Beim Zähneputzen muss ich noch einmal kotzen. Ansonsten ist mein Verdauungstrakt komplett leer. Die Immodium haben den Durchfall wenigstens gestoppt. Kerstins Kreislauf ist wenigstens so, dass wir nach einer Tasse Tee den Weg zur Rezeption antreten können. Die jetzt Dienst habenden Dame hat keine Lust, uns mit dem Scan der Dokumente zu helfen. Sie interessiert sich auch nicht für unsere Notlage. OK, Afrika ! Aber so etwas macht mich echt wütend !
Wir treten die Reise an und lassen auf dem Weg zum Gate achtlos Giraffen und Elefanten stehen. Die Dame am Gate interessiert sich wenigstens für Kerstins Situation. Sie wünscht Ihr alles Gute ! Die 535 KM nach Windhoek ziehen sich ganz schön. Kerstin fährt sogar ein gutes Stück. Im Sitzen geht es ihr nicht so schlecht. Von unterwegs ruft sie in der Pension Moni an, die uns für zwei Nächte ein günstiges Zimmer geben. Uff ! So erreichen wir völligst gerädert gegen 13:15 Uhr und bei stahlgrauem Himmel die Pension Moni. Sie liegt 4 KM von der Medi Clinic entfernt, was für uns ganz praktisch ist. Schließlich wissen wir nicht, wie das alles weitergeht ! Erfolglos versucht die auch etwas unmotiviert wirkende farbige Rezeptionistin unsere Versicherungsdokumente zu faxen, was leider nicht funktioniert. Ok, dann in der Clinic. Das Zimmer ist sachlich eingerichtet, für den günstigen Preis und unsere Zwecke aber 100 % OK. Wir fallen wie die Toten auf Bett und überlegen, erst morgen in das Krankenhaus zu fahren.
Aber nein ! Wir raffen uns gleich auf ! Durch dichten Windhoeker Innenstadtverkehr (Schulschluss) geht es mit dem Navi zur modern wirkenden Medi Clinic.
In der 24 Stunden Ambulanz werden wir freundlich und kompetent empfangen. Nach ca 10 Minuten und einigem Formularkrieg dürfen wir in eine mit Vorhängen abgetrennte Behandlungskabine. Hier stehen etliche sehr modern wirkende Geräte, was schon einmal ein gutes Gefühl gibt. Mit Versicherungen würden sie grundsätzlich nicht zusammenarbeiten, hier geht alles Cash oder per Kreditkarte. Dann erscheint eine sehr nett, besorgt und kompetent wirkende Krankenschwester, die Kerstin detailliert nach ihren Beschwerden fragt. Sie erzählt die ganzen Geschehnisse, worauf Temperatur und Blutdruck gemessen werden und ein EKG erstellt wird. Ein Checkbogen wird abgefragt und schließlich Blut abgenommen. Dann kommt ein ebenfalls sehr kompetent wirkender Arzt. Er befragt Kerstin nochmals und tastet sie ab. Das EKG sei OK, sie habe keine akuten Herzprobleme. Er sei sich sicher, dass sie sich den Magen verdorben habe und sie durch den Nährstoffmangel solch einen schwachen Kreislauf habe. Er wolle noch definitiv eine Blinddarmentzündung ausschliessen, deswegen wolle er noch ein großes Blutbild haben. Gleichzeitig würde auch noch ein Malariatest mitgemacht. Das Ergebnis bekämen wir morgen früh, sollten uns aber keine zu großen Sorgen machen. Uns fällt ein Stein vom Herzen. Jetzt bekäme Kerstin noch einen Liter Infusion mit einem Nährstoff-Schmerzmittel-Mix. Wenn die Blutwerte OK wären, könnten wir unsere Reise fortsetzen. Dann wird der Zugang gelegt und ich gehe mit dem netten Rezeptionisten nach nebenan, wo die Blutprobe untersucht wird.
Aber erst, wenn Cash auf dem Tisch liegt. 1060 Na $. Das Geld ist uns komplett egal. Dann warte ich mit Kerstin, daß die Infusion durch ist. Wir verabschieden uns herzlich, gehen nebenan in den Spar zum Einkaufen. Inzwischen regnet es heftig und es donnert. Die Leute hier freuen sich darüber. Mit Getränken, Bananen und Käsewürfeln bereichert geht’s erleichtert aber immer noch todmüde zurück zur Pension.
Dort funktioniert leider das Internet nicht. Eigentlich wollten wir den Nordteil der Reise auslassen und uns für 3 Nächte eine Zwischenstation buchen. Kerstin schlägt vor, bei positiven Blutwertenmorgen nach Dolomite zu fahren. Wieder über 500 KM ! Neee ! Kerstin: Doch ! Ich Ok ! So gegen 18:15 Uhr fällt sie in einen todesähnlichen Schlaf. Ich folge gegen 20:00 Uhr. Ein aufregender, sehr anstrengender Tag geht zu Ende. Und wieder eine neue Lebenserfahrung gesammelt. Wenn Du hier kein Cash oder Kreditkartenlimit hast, oder weit weg von der Medi Clinic bist, solltest Du besser nicht ernsthaft krank werden.
Teil 1716. Nov. 2013
27.09.2013 Windhoek nach Dolomite
Kurz vor 07:00 Uhr klingelt der Wecker. Die Mägen fühlen sich besser an, aber immer noch nicht gut. Es hat bis spät in die Nacht geregnet. Beim vorsichtgen Frühstück nehme wir Kautabletten zur Magenregenerierung ein und dann ein Elektrolytpulver, dass Kerstin kaum herunterbekommt. Gegen halb neun geht’s wieder zur Medi Clinic. Die Blutwerte sind 100% OK :-))))))))
Also getankt und zurück zum Auschecken und Einpacken. Wir müssen sogar nur eine Nacht zahlen, was wir als sehr fair empfinden. Auf die erneute Fahrerei habe ich eigentlich gar keinen Bock, aber mit den guten Nachrichten im Kopf und einer gut durchschlafenen Nacht geht es doch besser. Wir wollen alle 100 KM tauschen, was sich erneut als gute Taktung herausstellen wird.
In Outjo tanken wir an einer etwas heruntergekommenen Tankstelle noch einmal voll. Bei ca 420 Nam$ springt der Zähler auf Null zurück und dann ist bei 35 Nam $ Schluss.
Ich frage den zahnlückigen Tankwart „what happened ? It cant'be just 35 Nam $ ?“.
Zahnlücke antwortet stolz und selbstbewusst „the tank is fuuuuuul !!! You have tooo paay 35 Doooolaaar!! !
Ich: „that can't be true ! It must be more „
Zahnlücke : „ The tank is fuuuuuul misteeer !“
Kerstin gibt ihm einen Hunderter und wir schauen uns schulterzuckend an. Hier in Namibia soll man ja immer sooo aufpassen, dass man an der Tanke nicht beschissen wird 😉
Wir fragen ihn nochmal, ob er keine Probleme bekäme ? Er reagiert nicht ! Dann gibt ihm Kerstin aus Versehen 50 Trinkgeld ! Er schaut den Schein an, als ob ihm Satan persönlich erschienen wäre: „Noonooo, thaats toooo muuuuch“. Über die 10 freut er sich sehr und lacht sich über den Irrtum tot ! „50 ? Noonooo...“. Kopfschüttelnd verlassen wir die Tanke mit ca 50 Liter Sprit für 35 Nam$“. Überall um uns herum laufen stolze Herero Frauen in ihren parachtvollen Trachten.
Dann kommt noch die Tanke in Kamanjab. Die ist jetzt völligst heruntergekommen. Allerlei Volk hängt hier herum, die eine Tanksäule ist total verbeult. Niemand kümmert sich um uns. Ein verwahrloster Weisser fragt uns, was wir wollen. Tanken ! Er holt die Tankwartin und sagt :“ They are busy 😉 It needs 15 to 20 minutes 😉 Dann erzählt er mir mit alkoholgetränktem Atem, was er für ein hartes Leben hatte. In London sei er gewesen und er möge keine Engländer. Inzwischen regelt Kerstin auf der anderen Seite das Tanken. Nebenan hält ein Pickup der hinten eine nackte Himba transportiert. Irgendwann wünsche ich dem mich voll labernden Typen alles Gute und ab geht es zu den letzten 70 KM in Richtung Galton Gate.
Das Land hier ist jetzt total abgeweidet und öde. Hoffentlich lassen sie uns wieder in den Park rein und hoffentlich existiert unsere Buchung noch.
Diese Zweifel erweisen sich am Gate als unbegründet. In einem Container erklären wir unsere Geschichte. Die Rangerin grinst uns sagt uns „welcome to Etoscha!“
Teil 1816. Nov. 2013
27.09.2013 Etosha vom Galton Gate nach Dolomite
Vom Galton Gate aus geht es noch 43 KM zum Dolomite Camp. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie glücklich wir darüber sind, wieder hier sein zu dürfen. Die ersten 10 KM sind übelstes Wellblech, bis wir auf den Grader treffen, der die restliche Strecke gerade wunderbar geschoben hat.
Wir sehen die ersten Giraffen und Zebras.
An einem Wasserloch, das gerade renoviert wird, kämpfen Zebras im Staub.
Die brutalen Viecher werden ihrem Ruf treu und uns gelingen einige schöne Aufnahmen von den erbarmungslosen Machtkämpfen.
Die Tiere versuchen sich gegenseitig ernsthaft wehzutun. Es wird gebissen und getreten, was das Zeug hält.
Dann erreichen wir Dolomite.
Es liegt wie erwartet wunderbar über einen Bergrücken verteilt.
Das Auto wird unten abgestellt, dann holt uns ein bulliger Angestellter mit einem Golfcar ab. An der Rezeption gibt es einen NWR untypisch herzlichen Empfang mit lecker Guavesaft und Einweisung.
Dann werden wir zum Chalet Nr. 20 gefahren. Wir sind sprachlos. Natürlich kannten wir es aus Reiseberichten. Aber der Ausblick in die ewige Weite der Steppe, der Plunge Pool, die Flönsecke und das nicht einsehbare Deck.... ein Traum !
Kerstin schaut mich an:“Na, doch gut, daß wir hier sind, oder ?“. Jaajaa, Du hast ja Recht ! Wir machen es uns gemütlich und beschließen, Heute Tiere Tiere sein zu lassen . Der Plunge Pool brint bei der Hitze willkommene Abkühlung.
Unter uns ziehen mehrere Giraffen zum Wasserloch und die Dassies beobachten uns misstrauisch.
Hier unten bekomment man das lärmende und ratternde Golfcar auch nicht so mit.
Zum Sonnenuntergang laufen wir zum Aussichtspunkt aufs Wasserloch und wieder zurück zum Hauptpool. Es ist so ein ins Nichts überlaufender Traumpool, der genau Sonnenuntergangsblick hat.
Mit einem Savannah genießen wir den glutroten Ball der Sonne, der am Horizont verschwindet.
Das Abendessen ist bis auf die etwas übereifrigen Kellner wunderbar.
Es gibt ein auf den Punkt gebratenes Elandsteak.
Zufrieden geht es ins Bett. Nur kurz schaffen wir es noch, einige Bilder am Pool zu schauen. Die Koje ist leider etwas hängemattig.
Teil 1917. Nov. 2013
28.09.2013 Dolomite nach Epupa
Um 06:00 Uhr klingelt der Wecker. Eigentlich möchten wir den Sonnenaufgang anschauen, aber der ist erst eine ganze Weile später. Also schlummern wir noch etwas weiter. Die Sonne kommt erst viertel vor sieben über ein tiefliegendes Wolkenband geklettert. Wir beschließen in Ruhe und mit gepackten Sachen den einen Loop mit einigen Wasserlöchern mitzunehmen. Vorher gibt es noch etwas Kleingetier zu fotografieren.
Kurz nach sieben geht es zum Frühstück, was ganz lecker ist. Danach kommen wir mit zwei netten Touris in mittlerem Alter ins Gespräch. Dann lassen wir uns mit den gepackten Sachen mit dem Golfcar abholen und zum Auto bringen. Dolomite war superschön !
Nach einigen Metern gibt es die ersten Fotos eines Bee Eaters.
Dann geht es zum Hauswasserloch, an dem aber nur die üblichen Verdächtigen zu finden sind.
Also geht’s auf den Loop in Richtung Galton Gate, so ungefähr 50 KM liegen vor uns. Vor uns steht nach einigen KM ein weißer Camper. Nach kurzer Zeit entdecken wir ein Spitzmaulnashorn, das allerdings hektisch im Gebüsch verschwindet. Dann fahren wir auf ganz guter Pad weiter bis zum Wasserloch …. Wieder steht der weiße Camper vor uns. Was sucht der denn ? Langsam fahren wir näher und erkennen an einem Wasserbehälter.... LÖWEN !
Sie liegen nicht sehr fotogen wie eingesperrt hinter einem Zaun und gammeln rum. Das gibt’s doch nicht ! Das hätten wir hier auf unserem Not-Gamedrive ja gar nicht erwartet ! Leider müssen wir etwas auf die Uhr schauen, denn der Weg nach Epupa wird sich ziehen. Ca zwei KM weiter entdecke ich rechts wieder ein Spitzmaulnashorn, das nervös durch den Busch rennt. Dann überquert es die Straße und trabt wieder tief in den Busch.
Sehr zufrieden und ohne weitere nennenswerte Sichtungen geht es durch hügelig, trockene Landschaft zum Galton Gate. Der Grader ist jetzt auch auf dem letzten Stück durchgekommen.
Am Parkausgang übernimmt Kerstin und fährt die öde Strecke bis kurz vor Opuwo. Und Opuwo bietet sich uns so dar, wie wir es schon gelesen hatten. Ein Multikultistädtchen, in dem das Leben tobt. An der Tanstelle und auch überall sonst laufen nackte Himbas neben Touris, normal gekleideten Schwarzen, wenigen Farmern, Bettlern und Wohlhabenden herum.
Da an der ersten Tanke nichts passiert, fahren wir um die Ecke zur heruntergekommenen Shell.
Nach einigen Warten kommt tatsächlich eine pink angezogene Lady und fragt, was wir wollten. Sprit !?! Aaaah unleaded ! Ok ! Etwas erleichtert beobachten wir an der Zapfsäule, wie sich unser Tank füllt. Zwischendurch kommt eine Schmuckverkäuferin und ein älterer, sehr armer Mann, der bettelt. Bei der Frau kauft Kerstin2 Armbänder, der Betller bekommt etwas Keingeld und muss dafür für ein Foto herhalten.
Dann geht es bei großer Hitze weiter auf die 179 KM Pad nach Epupa. Die Straße ist frisch gegraded und gegen die Erwartungen gut zu fahren. Immer mal wieder stehen am Straßenrand Himbas oder Kinder, die uns zum Anhalten auffordern.
Die Strecke ist nicht so abwechslungsreich, es geht durch Busch- und Farmland. Dann wird die Landschaft bergiger und gefälliger.
Je mehr wir uns Epupa nähern, umso schöner wird es. Baobabs, Kurven, Felsformationen im Spätnachmittagslicht.
Leider bin ich inzwischen so platt, dass ich es im Gegensatz zu Kerstin gar nicht mehr so genießen kann. Nach etlichen Fotostopps erreichen wir Epupa. Nach dem letzten Hügel kommt uns beiden ein „Aaaaah“ aus den Mündern.
Nach all dieser staubtrockenen Landschaft ein Tal mit Palmenmeer ! Durch das Hüttendorf und einige Himbas geht es über einen steinig, holprigen Weg zum Epupa Camp.
Durch ein Gatter gelangen wir in ein kleines tropisches Paradies.
Der Empfang durch zwei farbige Bedienstete ist herzlich informativ. Unser Safarizelt Nr. 5 liegt zwar mittendrin, hat aber einen tollen Blick auf den Kunene River. Wow !
Mit dem Leitungswasser sollen wir aufpassen. Da es uns beiden immer noch in den Mägen zieht, werden wir uns garantiert daran halten. Nach einer Dusche und einem Drink heißt es Relaxen bis zum Abendessen.
Zum Abendbrot gibt es lecker Butternutsuppe, Hähnchenkeule mit Reis und Butternut und als Nachtisch ein Stück Kuchen, das Kerstin auslässt. Gegen 09:00 geht es zufrieden ins Bett.
Teil 2017. Nov. 2013
29.09.2013 Epupa Camp
Gegen 07:30 klingelt der Wecker, ich bin wie fast immer etwas früher wach. 5 nach 8 wird zum Frühstück getrommelt. Das Frühstück ist Ok, aber nichts besonderes. Besonders ist es allerdings, hier an der angolanischen Grenze am Fluss zu sitzen.
Der hat uns auch gestern Nach in den Schlaf „gegurgelt“. Am Vormittag machen wir noch eine kleine Wanderung zum Crocodile Creek. Nach einigen Nutztieren und Vögeln treffen wir etwas ausserhalb einen aufgeschlossenen älteren Mann.
Leider können wir uns nur mit Händen und Füssen mit ihm verständigen, aber die Gesten sind sehr nett. Allle drei verabschieden sich lächelnd voneinader und gehen ihres Weges.
Dann geht es über einen kleinen Bergrücken nach unten in den Schatten der Palmen.
Der Kunene fliesst hier in etliche Seitenarme geteilt und versorgt einen kleinen Streifen Landschaft mit Wasser. Immer wieder laufen Kühe und Esel herum. Das Wasser läuft gurgelnd und grün schimmernd seinen Weg.
Unsere Suche nach einem schönen, schattigen Vogelbeobachtungsplatz bleibt erfolglos. Auf einer Palme sitzend und Wasser trinkend regenerieren wir uns etwas und treten dann langsam den Rückweg an.
Auf dem Campground lassen wir noch eine Horde Paviane passieren. Dann entdeckt Kerstin vier kleine, gefleckte Schweinchen.
Zusätzlich laufen noch viele kleinere Äffchen herum und pflücken oben in den Palmen Makalani Nüsse.
Den Rest des Tages verbingen wir am Pool und genießen die Ruhe. Dank WLAN können auch Mal wieder Nachrichten gelesen werden.
Dann kommen zwei ältere Päärchen an, ein deutsches und ein französisches. Sie begleiten uns zur Sundownertour an die Fälle. Die Strecke ist nicht weit. Durch das Dorf durch geht es zu einem Himbaverkaufsstand, an dem wir aus Ansstand etwas Schmuck kaufen.
Die ältere Himbafrau ist auch sehr nett.
Dann geht es noch einige Schritt zu Fuss zu den Fällen. Obwohl Heute nicht mehr so viel Wasser im Fluss ist (Wochenende/Staudammabfluss wird dann gedrosselt) sind die Fälle mit den Baobabs im Vordergrund doch ein schönes Erlebnis.
Zwischendrin turnen zwei Himbakinder mit einer sehr jungen Himbafrau herum (die Fotos habe ich nicht eingestellt. Entgegen den ersten Befürchtungen haben sie einfach Spaß und haben nix mit Trinkgeld am Hut. Der Mitreisende Deutsche Mann erklärt uns pausenlos, wie alles funktioniert, seine Frau sagt gar nichts. Die Franzosen sind ganz nett, können aber leider kein Englisch. Der Guide ist eher sachlich. Nach einigen Minuten geht es weiter auf den Aussichtshügel etwas oberhalb der Fälle.
Zu diesem Ausflug benötigt man definitiv keinen Guide. Ich lasse mir den georderten Gin Tonic schmecken. Die Sonne taucht die grüne, hügelige Landschaft nun in ein warmes Licht.
Nach etlichen Fotos geht es zurück zum Camp. Kerstin muss sich leider erst einmal hinlegen und kommt erst etwas später zum Dinner. Dort komme ich mit deutschen Paar ins Gespräch.
Sie kommen aus Camp Aussicht und es hat Ihnen dort gefallen. Als Hauptgang gibt es Heute sehr leckerern Kudubraten und Blumenkohl. Kerstin isst nur den Blumenkohl und quält sich über den Abend. Nach weiteren Gesprächen geht es zurück ins Zelt, wo wir schnell in den Schlaf fallen.
Nach einer gut durchschlafenen Nacht geht es auch Kerstin wieder besser. Nach dem Frühstück am Fluss schwätzen wir noch kurz mit den Schwaben, dann packen wir die Sachen, checken aus und machen uns auf den Weg. Ein schöner Platz, aber wegen der langen Anfahrt ist es eher unwahrscheinlich, dass wir hier noch einmal herkommen. Vorbei an Himbas geht es die landschaftlich schöne Strecke wieder zurück.
Nach genau 42 KM fragt Kerstin:“ Hast Du eigentlich mein Ladegerät wieder eigepackt?“. Nein, habe ich nicht. So eine SCH..... !!! Also drehe ich wieder um und fahre knapp an der von uns selbst gesetzten 80 KM Geschwindigkeits-Grenze das ganz geholpere wieder zurück. Gegen 11:15 Uhr starten wir erneut im Epupa Camp.
Kurz nach der 42 KM Marke kommt uns dann ein Landcruiser entgegen. Das kann nur der Topobär aus dem Forum sein, mit dem wir uns auf der Pad treffen wollten. Er und seine zwei Begleitdamen steigen aus. Wir bekommen ein kaltes Savannah und tauschen Afrikalatein aus. Beobachtet wird das Ganze aus ca. 10 Metern Entfernung von zwei Himbamädels, die uns neugierig mustern. Nach ca. 20 Minuten verabschieden wir uns und fahren weiter. Eine nette Begegnung.
Dann erreichen wir endlich wieder Opuwo. An der Shell gibt es Heute keinen Sprit, dafür aber an der Puma. Dort werde ich einige Male angebettelt und wimmele einen Makalani-Nuss Verkäufer ab.
Sobald ich nach meinem Namen gefragt werde, weiß ich Bescheid und antworte mit direktem Blick in die Verkäuferaugen grinsend :“ Soooory ! I don't need a Makalani !“ Und das funktioniert. Diesmal lassen wir auch die zwei Kanister mit je 8 Litern volltanken, man weiß ja nie. Glücklicherweise sind die so dicht, daß es im Inneren des Autos nicht mal ein bisschen nach Sprit riecht. Kerstin geht noch in den Supermarkt und kommt recht fasziniert wieder heraus. Da drinnen tobt das Leben !
Ich werde im Auto von einem total verratzten Parkplatzwächter so penetrant angebettelt, daß ich ihm ein paar Münzen gebe. Er will noch mehr und ich sage sehr entschlossen „NO!“. Er gibt auf und geht.
Die letzten knapp 90 Kilomater nach Camp Aussicht liegen vor uns. Die Pad ist frisch geschoben und nur unser laut quietschendes Auto beunruhigt uns etwas. Sicher ist es aber nur Staub.
Glücklich erreichen wir die 5 KM lange Zufahrt zum Camp.