Reisebericht

Picco in Ruanda und Uganda 2013

von picco · begonnen 22. Okt. 2013 · 52 Teile

Teil 2103. Nov. 2013










Gegen halb sechs sehen wir erstmals den Nyragongo als Siluette, abends um sieben sind wir dann im 'Malahide Paradise', wo wir von der Schönheit der Anlage schon im Dunkeln beeindruckt sind!!!
Einfach nur WAU!!!
Nach einem wirklich guten Hamburger mit Zutaten und einem grossen Bier gehts ins Bett, gute Nacht!

(Auto-Fahrstrecke 243km)

Teil 2204. Nov. 2013
Tag 7 : A Day in Paradise

Nach einer ruhigen Nacht zwitschern mich die Vögel wach, die ersten Sonnenstrahlen recken sich, ich mach dasselbe und fühle mich sauwohl!
Und das trotz früher Stunde!
Nicht normal!!!
Ob ich wohl Malaria oder die Schlafkrankheit habe??? 😉



Oben und unten: So steht man doch gerne auf!!!



















Es könnte aber auch sein dass wir endlich wo sind wo ich mich rundherum wohl fühle, wie sonst nur beim Camping in der Wildniss!
Teil 2305. Nov. 2013


Oben: Sieht doch gar nicht so heiss aus...dabei kann man da drin Eier kochen!!!





Oben: Vor dem blauen Dach erkennt man noch knapp das Paradise Malahide Hotel...im Vordergrund die typischen zu dritt zusammengebundenen Fischerboote



Danach geht's wieder zurück zur Lodge, wo wir es uns gemütlich machen und Vögel, Echsen usw fotografieren.
Es war ein schöner Spaziergang, aber keine Tour in die Stadt, für die wir ja schon bezahlt hatten, dieser Guide war weder vom Tour-Operator noch von der Lodge bezahlt, er hatte nur unser Trinkgeld...









Oben: Offensichtlich war der Vogel nicht so scharf wie die Blüte dahinter...



Nach dem späten Mittagessen geht's dann auf die halbtägige Bootstour, auf der wir eine Kaffeeinsel besuchen würden und einen fantastischen Blick auf den Nyragongo hätten...zumindest sollte es so sein!
Teil 2405. Nov. 2013


Der Bootsführer rudert raus zum Boot...



Stellt sein Paddel ins Boot und löst es von der Verankerung, was das Boot sofort zur Flucht nutzt...inkl. Paddel, excl. Bootsführer!!! :-D



...und den Bootsführer somit nötigt, mit den Händen als Paddel dem Boot nachzupaddeln...herrlich, ich lach mich krumm!!! :-D

Effektiv wars eine fünfminütige Überfahrt zu einer Lodgeeigenen Insel, der Besichtigung der vieleicht 3000m2 grossen Insel...
Und als wir so dastanden hab ich gefragt wo man denn den Nyragongo sehen würde...
Die Antwort war dass man den von hier nicht sehen kann, wir aber gleich die heissen Quellen und das Fischerdorf, das wir am Morgen durchquert hatten, besichtigen würden...
Auf unsere Einwände, dass das nicht die versprochene Bootstour war wurde nicht eingegangen, so haben wir die Tour abgebrochen, denn die Bootsfahrt war klar um den Nyragongo und den Lake Kivu vom Boot aus zu sehen eingeplant worden.
Etwas angesäuert haben wir Paul überredet uns zu einem Aussichtspunkt zu fahren, von wo wir den Vulkan sehen können, was er nach einem Gespräch mit dem Manager der Lodge betreffend der Bootstour auch gemacht hat.



Im Bild Links Goma (DR Congo) und Gisenyi (Ruanda), beide mit eigenem Flughafen...die Grenze verläuft mitten durch die zusammengebauten Städte, etwa auf Höhe der kleinen Halbinsel...hinten rechts der Vulkan 'Nyiragongo', der den weltweit grössten Lavasee beherbergt...
Irgendwann übernachten wir dort oben mit Blick auf den Lavasee, irgendwann...sobald die DR Congo mal zur Ruhe kommt...falls das mal passiert...




Im Hintergrund und leider im Dunst der 'Nyiragongo', den wir so gerne schon in dieser Tour bestiegen hätten...aber es herscht Krieg, und die Kampflinie (sofern man von so was sprechen kann) verläuft ziemlich genau dort... 🙁

Zurück in der Lodge begann das Trauerspiel mit dem Preis der Bootstour... Am Morgen noch hiess es dass die Tour 14'000 RFr kosten würde, nun erzählte der Manager etwas von 20'000 RFr, auf die er uns weil wir nicht zufrieden waren 5'000 RFr Rabatt geben würde...
Tolles Kerlchen!
Schlussendlich war's Paul's Geld, unsere Bootstour bekamen wir sowieso nicht so wie besprochen, also versuchte ich mich nicht aufzuregen ob dieses Deppen von einem Manager...Versuch fehlgeschlagen!!!

Wir würden zwar unser Geld zurückbekommen, aber das hat uns die Tour, auf die wir uns so gefreut haben, nicht ersetzt...
Um halb sechs hat dann ein Gewitter zugeschlagen, so dass wir nicht draussen sitzen konnten und lieber duschen und im Bungalow rumhängen gingen als hier beim Manager. Dabei hab ich nochmals alles durchgelesen was Douglas uns verrechnet hat und gesehen dass uns dreien 150 Dollar plus 10% Gewinn = 165 Dollar für die Bootstour verrechnet wurden!!!
20'000 RFr sind aber nur etwa 30 Dollar!!!
Nun weiss ich echt nicht wer uns da verarscht, Douglas, Paul oder der Hotelmanager...wobei wenn der es war Paul auch nichts von den 165 Dollar wissen dürfte...das gilt's herauszufinden! (Schlussendlich wars der Hotelmanager...wie sich später herausstellte)
Und nun kotzt mich die Situation richtig an!!!
Vor dem Abendessen spreche ich Bianca und Lucien darauf an, sie beide sind dann auch etwas angesäuert...
Nach dem Abendessen noch ein Bier und ab ins Bett, um fünf geht's weiter!
Gute Nacht!

(Fuss-, Boot- und Auto-Fahrstrecke 23,4km)

Teil 2506. Nov. 2013
Tag 8 : Besuch bei Diane Fossey

Toll, nicht mal zwei Stunden Schlaf und ich liege wach und ärgere mich über die Verarschung mit dem Stadttripp und der Bootstour, die genau so wichtig war wie das Chimp-Trecking, zumindest für Bianca und mich!!!
Keine Chance wieder einzuschlafen, und heute wandern wir ja noch!
Paul sagte wir müssen wieder um fünf losfahren...ich hoffe mal für ihn dass sich das auch wirklich als notwendig erweist...
Wir packen also unser Frühstück und den Lunch ins Auto, versuchen dabei möglichst nichts zu vergessen (dass ich meine Wanderschuhe erst nach der Schlüsselabgabe geholt hab wird mir erstaunlicherweise als 'Wanderschuhe vergessen einzupacken' ausgelegt...
...diese Luxemburger immer, tststs...) und das auch noch im Dunkeln und nicht zu langsam...wie im Arbeitslager!





Wir fahren los und erreichen über ganz brauchbare Strassen mit viel Asphalt und wenig Schlaglöchern die Diane Fossey-Basisstation, wo wir erst mal etwas The trinken und uns über die Menschenmassen und deren Kleidung wundern...
Turnbeschuhte Amis, Modepüppchen mit Modepüppchenfreund sowie Rentner, die schon beinahe am Stock gehen, es aber trotzdem wagen zu den Gorilla's, einem der Vulkane oder wie wir zu Diane Fossey's Grab und den kläglichen Überresten der Forschungsstation auf 3111müM zu wandern.
Zu uns Dreien gesellt sich noch ein für die Ärzte ohne Grenzen in der DR Kongo arbeitender Japaner namens Otschi (wohl anders geschrieben) und unsere Guidin Daisy.

















Zuerst gehts mal eine dreiviertel Stunde über schlimmste Strassen mit dem Auto zum Startpunkt und von da geht's zu Fuss durch den Regenwald den Berg hoch. Damit das besser geht wurde ein Weg bestehend aus grossen und vollen Torfsäcken gelegt, auf dem man nicht gleich wegrutscht. Es ist feucht und steil, wir gehen geschätzt knapp zwei Stunden bis wir beim Besucherunterstand ankommen. Etwas weiter folgen die spärlichen Überreste des Arbeiterhauses, des Restaurants, des Sportplatzes, des Gästehauses, Diane Fossey's Haus mit
der Büffeltränke, mit der sie kurz bevor sie ermordet wurde noch Büffel habituieren wollte und zum Schluss die Gräber von ihr zusammen mit den von ihr habituierten Gorilla's.
Teil 2607. Nov. 2013




Oben: Der blaue Eimer ist um das Wasser aufzufangen, das aus der Warmwasserleitung ausfliesst bis endlich warmes Wasser kommt...damit wird der Garten bewässert!
Nicht schlecht!!!






Oben: Ausblick aus dem Zimmer in den Innenhof...mit Hofhund, der aber zum Glück schnell begreift wenn man nicht's von ihm will...und ich bin ja kein Hundefan... 😉





Oben: Blümchen-Gruppen-Sex??? Und erst noch öffentlich im Garten???



Oben: Direkt hinter dem Roller der Durchblick durch mein Zimmer zur Strasse...



Oben: Unser 'Znacht', zumindest der Hauptgang dessen...und es war wesentlich leckerer als er aussah!!! Echt gute Küche!!!

Wir checken kurz ein, gehen unter die Dusche und hocken uns mit der Pizza, die wir eigentlich für's Mittagessen hatten, in den Garten.
Da es aber dank der Zeitverschiebung schon halb fünf ist halt ich mich zurück, in der Hoffnung was Gutes zum Abendessen zu bekommen!
Und nach zwei meiner geliebten 'Stoney Tangawizi' wird meine Hoffnung tatsächlich erfüllt: Das Abendessen ist ein mehrgängiges Menue und sehr, sehr lecker!!!
Da wir alle ja schon um vier aufgestanden sind und die 1000 Höhenmeter zu Diane rauf noch in unseren Knochen steckten hüpften wir direkt nach dem Essen Fix und Foxy ins Bett, gute Nacht!
(Fuss- und Auto-Fahrstrecke 163km, davon 16,1km Trecking zu Diane Fossey's Grab mit total ca. 1500m Höhendifferenz {je ca.750m Auf und Ab})

Teil 2708. Nov. 2013
Tag 9 : Der Berg ruft: 'Aufi, aufi muss er geh'n!' 😉

Wir wurden uns am Vorabend nicht einig ob wir heute eine halbe Stunde länger schlafen oder doch ebendiese früher aufstehen müssen... 😉
Auswirkungen des gestrigen Zeitensprungs von Ruanda nach Uganda...
Unsere Abfahrt zum Mount Muhabura war auf 06:15 angesetzt, also trafen wir uns um 05:30 zum Frühstück.
So richtig fitt war niemand, und wir waren uns aufgrund diverser Gespräche vom Vortag nicht mal sicher, welchen Berg wir denn besteigen werden, zumal die über 2300 Höhenmeter, die wir gestern für die geplante Tour errechneten zumindest bei einem 4100er nicht in einem Tag zu machen sind, zumindest nicht wenn's auch am selben Tag wieder runter gehen soll!



Oben: Etwas unscharf, aber in Wirklichkeit wars ja auch noch dunkel, die Dämmerung hat eben erst eingesetzt...

Beim Parkplatz des Nationalparks entfacht sich eine rege Diskusion, da die Zeitangabe von 8-9 Stunden für eine 2300m-Besteigung mit Ziel in über 4000m.ü.M. und anschliessendem Abstieg am selben Tag völlig unrealistisch ist und wir nicht da raufkraxeln wenn wir gemäss unserer Schätzung erst im Dunkeln runtersteigen können!
Paul überredet ums wenigstens bis zum Hauptquartier zu gehen, das etwas oberhalb des Parkplatzes liegt.
Dort erzählt uns der Chef dass es nur etwas über 1700 Höhenmeter wären und nicht über 2300, wie wir errechnet haben.
Das klingt auch bei einem 4100er knapp machbar!
Und tatsächlich, mein GPS zeigt mir schon 2357müM am Start an!
Also los!
Hüpfen wir mal rauf! :-D
Zu uns Dreien gesellte sich noch eine Taiwanesin und ihr Guide, mit denen zusammen wir den Berg unter die Füsse nahmen.
Am Anfang gingen wir mit (zu) flottem Tempo, aber schon bald haben wir den Guide genügend eingebremst.
Es war steil, teilweise so steil dass Holzleitern gelegt werden mussten um hochzukommen, und es war schwül!



Ohne auf die agressiven Waldelefanten oder die auch nicht netteren Büffel, jedoch auf einen Black Fronted Dukier zu stossen erreichten wir etwas über 3300müM, wo ich massiv Probleme mit meinem Gleichgewicht bekam...ein manchmal auftauchendes Überbleibsel meines im 2011 angebrochenen Genick's...lästig!!!
Merke: Genickbruch lohnt sich nicht!!!
Ich war zwar auch sonst am Leiden, aber ich hab effektiv wegen des Gleichgewichtes aufgegeben und den Rückzug angetreten!
Ohne verlässliches Gleichgewicht an einem steilen Berg rumkraxeln geht gar nicht!
Einer der beiden 'Notfall'-Träger und Paul haben mich nach unten begleitet...und sind wie ich in den Hagel (am Aequator!!!) gekommen!
Nun war also der Boden und die Holzleitern nass = extrem rutschig und immernoch sehr steil, toll!!!
Und ohne Gleichgewicht gleich noch toller!
Auf dem Weg runter haben wir's deshalb gemütlich genommen und auch vermehrt nach Tieren Ausschau gehalten.
Aber neben einem Turako, einem schon wieder vergessenen Vogel und dem Black Fronted Dukier von vorhin sahen wir nur Büffel- und Elefantenkacke...
...somit wusste ich wenigstens dass der Guide mit Gewehr in diesem Park gerechtfertigt und nicht nur Show ist!
Unten angekommen gabs noch einen Eintrag ins Gästebuch und schon brachte mich Paul zurück ins Travellers Inn, wo es sofort unter die Dusche ging.
Währenddem ich erst mein Genick mit einigen vom Chiropraktiker angegebenen Übungen therapierte, etwas las und ein 'Stoney Tangawizi' trank stapften Bianca und Lucien weiter den Berg durch Regen und Hagel hoch, bei gut 3800müM war dann aber auch bei ihnen Schluss, da sie für die restlichen 300 Höhenmeter gemäss der immer sehr optimistischen Zeitangaben des Guides da noch eine Stunde gebraucht hätten und dadurch den Schluss des nicht ganz einfachen Abstiegs im Dunkeln und ohne Stirnlampe hätten machen müssen...ein 'no go'...
Also hat das 'winning Team' (Paul bezeichnete uns und wohl auch alle anderen Klienten immer so) voll versagt: drei sind gestartet, keiner oben angekommen, trotz oder vieleicht genau wegen unserer Hochgebirgserfahrung mit mindestens 5350müM...
Darauf ein Bier (@Anja: das hab ich wie gewünscht auf Dich getrunken!)!





Es gab wieder ein sensationelles Abendessen und da jeder von uns ca.3700 bzw. ca.4700 Höhenmeter in den letzten zwei Tagen gemacht hat ging's auch wieder sehr früh ins Bett...
Gute Nacht!
...oder doch nicht???
Kurz vor Mitternacht erwache ich weil jemand an meiner Türe rummacht!!!
Offensichtlich gibt's nicht nur in Ruanda Leute die in mein Zimmer einbrechen wollen währenddem ich drinn liege...toll!
Ich steh also auf und versuch erstmals aus dem Fenster zu schauen ob ich was sehe und tatsächlich seh ich jemanden vor meiner Türe knien...
Und nein, es ist leider keine hübsche Blondine die zu mir rein will sondern ein Mann, aber immerhin allein!
Ich also zur Türe, drehe schnell den Schlüssel und reisse sie auf, den Fuss zum Zutreten bereit...
...
...da schaut mich ein völlig Besoffener etwa 60 jähriger Engländer vom Nebenzimmer mit grossen Augen und offenem Mund an, seinen Schlüssel noch immer so in der Hand wie er ihn ins Schloss stecken wollte! :-D
Ich musste mir mein Grinsen verkneifen und hab nur gesagt 'next door please' und hab die Türe wieder geschlossen...
Er brachte nur ein 'ou, sorry' hervor und torkelte dann zu seinem Zimmer, nicht ohne über einen der da stehenden Stühle zu fallen...ein Riesenlärm!
Und nun nochmal: Gute Nacht!
(Fuss- und Auto-Fahrstrecke 30,7km, davon für mich 9,5km Trecking mit 2180m Höhendifferenz {rauf und runter je 1090m})

Teil 2809. Nov. 2013
Tag 10 : Fahrt zum Bwindi Impenetrable National Park

06:41 Uhr!
Hilfe, verschlafen!!!!?
Aber...moment mal...nein, heute gehts nicht schon im Dunkeln los, sondern erst um elf! :-D
Also mal alles gemütlich zusammenpacken, die Augen zusammensetzen, eine dringliche Sitzung leiten und... Bemerken dass kurz darauf
kein Wasser mehr aus dem Hahn kommt...
Also doch wieder ohne zu duschen zum Frühstück...



Da gabs wieder zuerst einen Teller voll Früchte, die in Afrika einfach hammermässig schmecken!!!
Und als zweiten Gang hab ich mir nicht das schon gestern genossene 'Spanish Omelette' sondern einen Bananen-Pancake gewünscht!
Und wohl weil ich so nett bin wurde mir der Wunsch gewährt! 😉
Sensationell!!!
Wir nahmen's gemütlich, hatten wir doch noch massig Zeit bis Paul uns abholen kam.
Aber mit duschen oder WC-Spühlen wurde es nichts mehr...bis wir losfuhren gabs kein Wasser mehr...die armen Zimmermädchen!!!



Oben: Wer müde ist findet immer ein Bett...

Die Fahrt führte während etwa zweieinhalb Stunden über übelste Pisten, teilweise nass und schlammig, Durchschnittsgeschwindigkeit gut 10 km/h...





Oben und unten: Das Grün ist immer wieder überwältigend grün!!!





Oben: OK, manchmal ist das Grün auch einfach nur grün...

Vorbei an etlichen Hügeln mit wunderschönen Seen, durch viele Dörfer und tiefen Schluchten entlang...
Wie schon auf der ganzen Reise begleiteten uns 'Mzungu-Mzungu' rufende und winkende Kinder.
Als es zu regnen begann waren wir schon beinahe am Ziel!
Im 'Wagtail Eco Camp' angekommen dachten wir vom Parkplatz her wir wären in einer viertklassigen Absteige gelandet, beim Betreten der Rezeption merkten wir aber bald dass das Camp den Pelz nach innen trägt...ok, keinen Nerz, aber Kaninchen!
Was mir ja eh lieber ist.
Einfach, hübsch und funktionell!



Oben: Die Einfahrt in das Wagtail Eco Camp (Zur Bewertung und mehr Infos klick mich!)



Oben: Die Rezeption...

Die Begrüssung durch den Chef war herzlich und anektotenreich, den Mann muss man erlebt haben, sonst hat man ihn nicht erlebt! 😉



Oben und unten: Klein, fein, mein!
...
...ok...nur für zwei Nächte 'mein'...


Teil 2909. Nov. 2013




Oben: Der Wegweiser zu meinem Bungalow...
...Ich hatte die Habinyanja-Gruppe als Pate für meine Hütte...




Oben: Der Bungalow von Bianca und Lucien heist genau wie die Gorillagruppe, die wir besuchen werden: Shongi!



Oben und unten: Es hat da auch die grossen Safari-Zelte...ich liebe die Dinger, aber lieber in der Natur als hier im Dorf...





Oben und unten: Das Restaurant des Camps, oben von aussen und unten...von innen!





Oben: Unsere Zwischenmalzeit, leckere Sandwichbrötchen mit Früchten und Salat, wau!!!

Den Rest des Tages verbrachten wir uns ausruhend im Camp, auf die angebotenen Ausflüge verzichteten wir, zumal wir alle unsere Muskeln wieder zum Funktionieren bringen mussten... ...denn am nächsten Tag ist das Gorilla-Trecking angesagt!
Um halb acht das Abendessen, wir sassen im seitlich offenen Restsurant und es war schweinisch kalt und es regnete in Strömen...ok, schweinisch kalt wenn man bedenkt dass man am Aequator ist...halt 15-18 Grad...
Erstmals isst auch Paul mit uns am Tisch, er und Bianca schlottern um die Wette und der Chef des Restaurants stellt den beiden eine Schale glühender Kohlen unter den Tisch!



Oben: Handy-Foto der glühenden Kohlen unterm Tisch...am Aequator!!!

Nach einer heissen Gemüsesuppe, einem Steak mit Pommes-Frittes sowie Gemüse und für unsere zwei Schlotterer noch je zwei Pancakes zum Dessert gehts schon bald in den Schlafsack, denn es ist mir zu kalt für die Decke!
Gute Nacht!
(Auto-Fahrstrecke 26km)

Teil 3010. Nov. 2013
Tag 11 : Gorilla's in the Ice???

Nach einer unruhigen Nacht, in der ich irgendwann Hunde bellen und dann etwas fauchen gehört habe, rattert der Wecker los...
Fit ist definitiv anders!
Auch der Generator macht noch keinen Mucks, ist wohl noch müde von den dreieinhalb Stunden gestern Abend...
Aber rechtzeitig zum Frühstück soll er wieder vor sich hin surren. Weit genug entfernt dass man von surren sprechen kann ist er ja.
Um 06:30 gibts Frühstück mit vielen Früchten und Spanish Omelette, um 07:00 fahren wir los. Nach etwa 30 Minuten Fahrt erreichen wir den Rangerposten, wo wir uns inklusive Passnummer einschreiben lassen und dann gebrieft werden. Nebst uns sind vor allem Ami's da, alle mit Turnschuhen, einige mit Leggins und Rüschensöckchen...
Echt, wissen Die nicht was sie vor haben???
Na ja, nach dem T-Shirt-Kauf gehts zur Gruppenaufteilung, wir Drei, eine Amerikanerin in Turnschuhen und ihre Schwester, eine Schwedin (ja, ich weiss, aber so haben sie es uns gesagt) in Wanderschuhen sind der Gorillagruppe namens 'Nshongi' zugeteilt, der Gruppe, die im Moment am weitesten entfernt ist.
Also gehen wir los über Trampelpfade in den Urwald hinein, immer wieder durch kleine Schlammpfützen, Rinnsale und über Wurzeln und Steine, mal auf, mal ab.





Dabei sahen wir auch die einen oder anderen Affen rumturnen, aber hauptsächlich sahen wir den Boden, denn mann musste schon recht trittsicher sein um sich nicht flach hinzulegen...
Nach etwas über einer Stunde gings dann erst richtig ins Grüne, da war das Durchkommen ohne Buschmesser schon schwierig, aber da wir ja die Frau mit den Turnschuhen dabei hatten konnten/mussten wir uns ja Zeit lassen.
Und dann kam sie: die Durchquerung des Nshongi-River!!!
Und nein, da war keine Brücke, kein Baumstamm, nicht mal eine Fähre!!!
Wir mussten über die Steine, die bis knapp unter die Wasseroberfläche reichten, balancieren, was mit Hilfe des Guides und der Porter (Bianca und ich leisteten uns einen, nicht weil wir unsere 3-4 Kilo nicht tragen könnten, sondern weil die Leute den Job brauchen!) allen gelang...allen ausser mir, denn ich verpasste als einziger einen Stein, den man nicht sehen konnte und schwupps war ich bis übers Knie im Wasser!
Toll!







Weiter gings steil, matschig und schlipfrig durchs Gebüsch rauf, bis unser Guide uns aufforderte alles ausser einer Kamera und einer Flasche Wasser stehen zu lassen...was nichts anderes bedeutete als dass wir sehr nah an den Gorilla's dran waren!!!
Und tatsächlich, nach vieleicht noch 50m durchs Gestrüpp sah ich einen kleinen Gorillamann, fast noch ein Baby, dastehen und sich breitbeinig auf die Brust zu trommeln!!! :-D
Leider konnte das niemand fotografieren, es war zu schnell fertig!
Aber eine Hammerbegrüssung!!! :-D
Bei Bianca flossen sofort Glückstränen! 🙂
Und schon sahen wir einen zweiten jungen Gorilla, aber klar kein Baby mehr, der im Gebüsch rumturnte und posierte bis der Ast an dem er turnte brach! 🙂



Beim Versuch im steilen Gelände nicht abzurutschen entdeckte ich vor meinen Füssen noch den hier:



Aber die Raupe wurde schnell wieder ignoriert, denn da turnten zwei Gorilla's rum!!!







Und dann der Blick auf die Gruppe: der Silberrücken und zwei Damen beieinander, eine dritte Dame im Gebüsch!
Also total 6 Mitglieder in dieser Gruppe, sehr übersichtlich und weit entfernt von dem was wir schon gehört/gelesen haben betreffend der Gruppengrösse im Süden des Bwindi (3 Gruppen mit 18, 24 und 30 Mitgliedern, aktuell im Oktober 2013 sinds durch Aufspaltung 5 Gruppen), aber auch wunderbar!!!
Das muss man mal erlebt haben, trotz des hohen Preises lohnt es sich definitiv!!!
Teil 3110. Nov. 2013










Der Kleine hat zwischenzeitlich zu Papa und Mama zurück gefunden und turnt da rum inkl. diversen Stürzen vom Ast, der vom abgebrochenen Ast bleibt für uns unsichtbar im Gebüsch, die Anderen inkl. Silberrücken sitzen etwas rum...wobei wir den Silberrücken die erste Zeit kaum sehen.

Und nun folgt ein Gorilla-Foto-Marathon...ich hätte auch 100 Fotos reinstellen können, die Auswahl war mehr zufällig:









Oben: Endlich sieht man mehr vom Silberrücken...dem das Baby auf den Kopf steigt! :-D



Oben: Und hier erstmals mit Gesicht: Tatataaaaa!!!! Ich präsentiere: Der Silberrücken!!! :-D
Teil 3210. Nov. 2013






Oben: Die stolze Mama mit Baby!!!













Teil 3311. Nov. 2013


Oben: 'Lasst mich mal in Ruhe!!!' odrr so...



Oben: DER (Silber-)Blick!!!
(Eine meiner favoritisierten Aufnamen!!!




Oben: ...nun noch das Profil....danke!



Oben: Auch die sich versteckende Dame hab ich noch erwischt! :-D



Oben: ...und schon das letzte Gorilla-Bild...

Und nun noch was zum Geniessen:

Bei YouTube ansehen ↗

Fals kein Video erscheint bitte hier klicken!

Bianca und ich posieren mit unseren Kipepeo-Clothing-T-Shirt's (klick mich) vor den Gorillas, wir filmen einige Szenen und wir fotografieren wie vom Teufel geritten! Bei Bianca sind's über 200, bei mir über 300 Fotos, wobei viele dasselbe zeigen...
Nach einer Stunde und zehn Minuten müssen wir die Gruppe wieder verlassen und uns auf den Rückweg machen, was wesentlich besser geht als der Hinweg!
Aber am Fluss sind die Rollen nun vertauscht: die Amerikanerin stampft voll rein, Bianca kämpft gegen die zu aufdringliche Hilfe
und ich komm ohne Füsse tauchen rüber, versenke da aber einen ganzen Schuh im Schlamm...
Pffffff-Plopp machts beim Rausziehen.. 😉
Da es schon nach 12 ist setzen wir uns hin uns essen unseren Lunch und sehen dabei auf der anderen Talseite eine Antilope...



Oben: Ein Ruwenzori Schwarzstirn-Ducker / Cephalophus nigrifrons rubidus / Ruwenzori red duiker



Oben: Unzug in den neuen Ameisenbau...

Zurück brauchen wir trotz Mittagessen mit genau zwei Stunden nur 10 Minuten länger als hin, total waren wir genau fünf Stunden am trecken, und damit so wie's ausschaut die Truppe, die am weitesten gehen musste, denn wir waren die Letzten!
Nach der Urkundsverteilung gabs noch eine gemeinsane Foto unserer Truppe...



...und dann noch ein besonderes Schmackerl: ein
Dreihorn-Chameleon mit Weibchen!!!
Wie blöd rannten wir alle um den Baum in den die beiden sassen, selbst die Ranger und unser Guide fotografierten wie verrückt!





So was sieht man nicht alle Tage!
Zurück in der Lodge hat man uns den Wunsch, duschen zu gehen schnell ausgeredet, da es kein warmes Wasser habe...was dann später plötzlich zu 'kein Wasser' gekürzt wurde!
Also die zweite Lodge in Uganda und die zweite in Uganda ohne Wasser!
Was haben wir nur verbrochen???
Zum Trost schickt uns der Chef der Lodge einen Typen vorbei der uns etwas unterhalten soll, ein ruandischer Flüchtling mit Instrument...
Ob die Darbietung nun hörenswert ist oder nicht sei mal dahingestellt, wir haben den schrägen Typen genossen!
Nach zwei 'Liedern' hat er sich verbeugt und dann von uns allen Dreien einen Dollar erhalten, was dann zu einer Zugabe führte...
Er war noch nicht weg da stand schon der Nächste da der die Anwesenheit von Mzungu's benutzen wollte...wir haben ihn zwar reden lassen, gingen aber nicht auf seine Unterstützungsvorschläge ein. Man kann nicht alles unterstützen...
Und schon kam wieder einer, ich wollte ihn schon abwimmeln, da hab ich bemerkt dass es der Koch ist der uns die Vorschläge für's Abendessen brachte.
Die haben wir uns dann natürlich gerne angehört! 🙂
Und später auch gegessen!
Gute Nacht!

(Fuss- und Auto-Fahrstrecke 33,7km, davon 13,6km Gorilla-Trecking)

Teil 3412. Nov. 2013
Tag 12 : Fahrt zum Lake Mburo National Park

Es ist dunkel, der Hund kläfft...Danke für's wecken, Scheissvieh!
Auch deshalb sind mir Katzen lieber als Hunde!
Nach mehrmaligem umdrehen schläft's nicht mehr...also duschen, Toilette & Kompanie bedienen und Kofferpacken, so der Plan...
...der mangels Wasser kläglich scheitert!
Also Katzenwäsche aus der PET-Flasche, toll!
Zum Glück hat's noch Wasser in einem Eimer, da kann ich wenigstens das Klo gespühlt hinterlassen.
Um sieben gibts Frühstück, um halb acht fahren wir gemäss Plan los, Paul rechnet mit sieben Stunden Fahrt, wobei's dank grosser Baustelle leicht auch mehr werden können!
Bin mal gespannt ob wir für die Strecke einen Vorteil aus der Lage im südlichen Teil des Bwindi ziehen...
Um 08:10 fahren wir effektiv los, zuerst über schlechte Erdstrassen um viele, teils recht hohe und steile Hügel rum, richtige Bergstrassen mit wunderschönen Aussichten!







Kurz vor dem Lake Bunyonyi erreichen wir eine perfekte Teerstrasse und können das Tempo von 10-30 km/h auf 100km/h erhöhen (komisches Gefühl wenn man plötzlich nicht mehr durchgeschüttelt wird...), zumindest bis zur Baustelle.

Die folgenden Fotos wurde übrigens alle bei 80-100km/h geschossen, teilweise durch die Frontscheibe...





Dort haben wir einige Stopp's, um den Gegenverkehr durch zu lassen, anschliessend folgt wieder Teerstrasse, jedoch mit so einigen Schlaglöchern.
In Mbarara essen wir im Agip-Hotel so um 14:00 Uhr zu Mittag vom Büffet...na ja, einen Michelin-Stern hat's da sicher nicht, Ernährung statt Genuss.





Oben: Wo man hingeht sieht man Zürcher, selbst in Uganda sind sie als Bananenlaster unterwegs!!! (Siehe T-Shirt...)





Oben: Möbeltransporter auf Ugandisch... 😉

Die Weiterfahrt über die wieder perfekte Teerstrasse dauert nicht lange, der Abzweig zum Lake Mburo National Park folgt schon bald.
Dank der holperigen Erdstrasse gibt's endlich wieder 'african Massage'! 😉

Teil 3513. Nov. 2013


Oben rechts: 'Blablablablablablablablablabla...blablabla...'
Oben links: 'Keine Ahnung wovon Du sprichst...'




Oben: 'Schaut mal, ich hab da was Rotes...'



Oben: '...und so seht Ihr was Blaues...hihihi...'



Oben: 'Pfff, rot und blau, dass ich nicht wiehere...ich kann zwar nur schwarz und weiss, das aber gleichzeitig und gestreift!'



Oben: 'Ha, wir können zwar nicht gestreift, aber dafür schwarz, weiss und braun, und das noch zottelig!'



Oben rechts: 'Aber meine Farbübergänge sind viel schöner!'
Oben links: 'Zum davonlaufen, diese Prahlerei, dabei ist doch grau mit wildem VoKuHiLa viel schweinischer!'




Oben: 'Echt, bei Euren Komentaren muss ich mir echt am Kopf kratzen...'



Oben: '...und zwar beidseitig!!!'



Oben: 'Tststs, das Gesprächsniveau ist ja wieder mal tief...als sässe man an einem Stammtisch!!!'
Unten: 'Da können wir ja gleich saufen gehen...'


Teil 3614. Nov. 2013


Oben: Nein, ganz so schief sind die Zelte und deren Plattformen nicht, aber sie sind schief...



Oben: ...so schief dass selbst der Webervogel die Augen schockiert aufriss als er das sah...



Oben: ...und sogleich sein Haus überprüfte...

Um etwa 16 Uhr erreichen wir nach einigen Tiersichtungen das Rwonyo Camp.
Endlich Zelte!!! Endlich die Natur hören wenn man im Bett liegt!
Aber recht schnell verfliegt die Freude, denn zum Einen ist eines der Betten im Zelt von Bianca und Lucien so schief dass man nicht drin schlafen kann, weshalb ich dann dieses Zelt nehme, zum Anderen hat's keine Toiletten und Duschen im oder am Zelt!
Das macht uns zwar normalerweise nichts aus, vorausgesetzt wir wissen es und nehmen unser Equippement mit, aber ich hab Douglas extra gefragt ob wir überall normale Sitz-WC's haben und ich hab zur Antwort erhalten dass wir in jedem Zimmer eigene Toiletten haben werden...toll!!!
Denn nun stehen wir auf einem Platz, an dem wir Nacht's die Zelte wegen der Büffel und Nilpferde nicht verlassen dürfen und haben unser genau für solche Situationen vorgesehenes Equippement wegen dieser Aussage nicht dabei!
Danke Douglas, kannst sicher sein meine Meinung gegeigt zu bekommen!
(Nachtrag: Wie sich im klärenden Gespräch rausstellte hat die UWA die Zelte als inkl. WC/Dusche im Zelt deklariert, Douglas wurde also getäuscht...in der Situation als ich den Bericht schrieb, also vor Ort, wusste ich das aber noch nicht...)
Die Toilettenbesichtigung steigert meine Laune auch nicht sonderlich, da es schlicht dreckig und ein Spühlkasten defekt ist.
Das ist aber nur auf den ersten Blick ein Nachteil, denn es fliesst sowieso kein Wasser...schon die dritte Unterkunft in Serie wo kein Wasser fliesst!!!
Immerhin ist da ein Ranger redlich bemüht das mit dem Klo und dem Wasser in Ordnung zu bringen, aber sehr dreckig bleibts trotzdem und ins Zelt wandert das Klo deswegen auch nicht!
Und vor allem wussten die Ranger dass wir kommen...die hättens vorher mal überprüfen können!!!
Ich bin stocksauer!!!
Zuerst hat sich die Verlegung in ein besseres Guesthouse beim Chimp-Trecking als Griff ins Klo herausgestellt, als nächstes fallen die halbtägige Bootstour mit der Kaffeeinsel, dem gemäss Douglas 'fantastischen' Blick zum Nyragongo sowie die Stadtbesichtigung flach, und nun das mit dem Zelt ohne Dusche und Klo!
Ich komm mir echt verarscht vor!!!
Paul ist's nach dem Gespräch das ich wegen der bisherigen Mängel mit ihm geführt habe nicht recht dass schon wieder was nicht passt...
Vor dem Abendessen macht Paul noch den am Vortag gewünschten Nacht-Game-Drive klar, kurz darauf die nächste Hiobsbotschaft: die Reitsafari fällt aus weil die Pferde alle schon von den Gästen der entsprechenden Lodge gebucht sind und wir als Leute von aussen trotz Buchung hintenanstehen müssen!
Tolle Lodge!!!
Bezahlt haben wir ja, das ist ja das Wichtigste, das Bezahlte zu erhalten ist ja nicht notwendig... 'kotz'
Wir sind zwar alle Drei keine Reiter, aber ich hätt schon gern mal so was erlebt!
Na ja...im Vergleich zu den anderen Problemen Peanuts...trotzdem schade!!!
Neben den Restaurant dröhnen die Boxen, die Ranger wollen den kürzlichen Nationalfeiertag und die Schichtablösung feiern, dafür macht man den Campground des Nationalparks zur Disco, logisch!
Da aber einige Camper da sind wird dann doch die Disco an einen anderen Ort verlegt, wo man offensichtlich niemanden stört, was mir auch recht ist, zumal wir uns so beim Abendessen wenigstens unterhalten können.
Nach dem Abendessen gehts los in die Dunkelheit, zusammen mit einem Ranger namens Moses und seinem Scheinwerfer.



Oben: Foto im Automatikmodus ohne Blitz aus dem fahrenden Auto auf welliger Pad...nicht schlecht, die Kamera!!! :-D
Ich hab dann noch mit ISO bis 25'600 probiert, für Beweisfotos in der afrikanischen Nacht mit bewölktem Himmel reichts knapp!!!


Er sieht zwar viele Tiere, zeigt sie aber kaum mal... Wer nicht dauernd den Blick mit dem sehr schnell hin und her streifenden Lichtkegel mitlenkt sieht kaum was...die wenigen Tiere bei denen der Lichtkegel mal länger als eine oder zwei Sekunden stehen bleibt sind Hasen, Weissschwanz-Mangusten und Buschbaby's, wobei man die kaum sieht weil sie sich sofort verstecken.
Nach zweieinhalb Stunden brechen wir die Übung ab und kehren zu den Zelten zurück, wo der Ranger doch allen Ernstes für die Benutzung seines Suchscheinwerfers zehn Dollar will...wie will er denn sonst einen Night-Game-Drive machen und Tiere zeigen?
Indem er bei jedem Tier ein Lagerfeuer entfacht oder was?
Ideen haben die Kerle, tststs...
Nach einem kurzen Gespräch mit Paul bezahlt er alles mit dem Geld das wir für die Reitsafari bezahlt haben.
Schon beim Heranfahren ist mir laute Musik aufgefallen...die werden doch nicht etwa???
...
...odrr????
...
Doch!!!
Und noch eins: !
Die Idioten haben die Disco so nah bei unserem Camp platziert dass ich bis nach vier Uhr morgens wegen des Lärms keine Sekunde schlafen kann!!!
Danke vielmals!!!
Da kann zwar Douglas nichts dafür, aber wenn der Teufel mal in was drinn steckt dann steckt er drinn!!!
Nochmals 'kotz'!!!

(Auto-Fahrstrecke 320km)

Teil 3715. Nov. 2013
Tag 13 : Fuss- und Bootssafari

Noch immer wach steh ich auf und zieh mich an, setz meine Linsen ohne Spiegel ein, weil der auch zur zu Hause rumlungernden Campingausrüstung gehört und putz mir die Zähne. Lucien hat brauchbare, Bianca wie ich auch miserable Laune, sie hat auch nicht geschlafen, er schon, wenn auch wenig.
Paul erscheint wie fast immer etwas zu früh.
Um 06:30 geht's los, den Moses abholen für die Walking-Safari. Ich 'bestelle' mir einen Schuhschnabel (Shoebill) weswegen wir zu den Sümpfen fahren. Dort aus dem Auto raus und rein in die Wildniss! :-D
Wir sehen Zebra's, Impala's, Büffel, Topi's, Nilpferde an Land und im Wasser, Warzenschweine, diverseste Vögel, Safari-Ameisen (in Bianca's Bein verbissen), Büffelfladen (an meiner Schuhsole), aber nicht Bill, the Shoe!
Wobei ich mir absolut sicher bin dass wir im Februar 2011 im Lake Manyara National Park in Tansania einen gesehen haben, obwohl die Gegend nicht zum Verbreitungsgebiet des Schuhschnabels gehört und ich keine Fotos davon habe, die hab ich nämlich gelöscht weil sie schlicht unscharf waren und ich nicht wusste, wie selten das Vieh ist...
Der Feigling versteckt sich erfolgreich!



Oben: Hässlich und doch so selbstsicher um als Fotomodel herzuhalten! Toll!



Oben: Hammer, der Kopf!!!



Oben: Morgentoilette mit deutlich sichtbarer Anstrengung...hätte sie kein Fell würde man wohl einen hochroten Kopf sehen!!!



Oben: Die Federn sind noch nicht alle gerichtet...



Oben: Kaum ist ein Vogel mal im Sucher fliegt er weg...nicht nett!!!



Oben: Beim Betrachten solcher Flugkünste wie ein Bild weiter oben wurde der wohl grün vor Neid...



Oben: Selbst die Gänse sitzen noch im Bett...



Bekommen aber schon bald Besuch von ihren Verwandten, die sind schon im Anflug...



Oben: ...und verpassen den Horst ihrer Gastgeber...es ist halt noch früh am Morgen...



Oben: ...so früh dass selbst das Wasser noch flach und unbeweglich daliegt...und trotzdem latschen wir schon durch die Wildniss, ohne vorherigen Schlaf... :-/
Teil 3815. Nov. 2013


Oben: Und wenn sie nicht wegfliegen setzen sie sich exakt wenn sie im Fokus sind an den Rand des Bildes...



Oben: Kann das das sagenumwobene Einhorn sein???



Oben und unten und eins drunter auch noch: Und wem sollte man zu Fuss nicht begegnen?
...ja, auch den Löwen, Büffeln, Leoparden, Hyänen usw...aber die mein ich nicht...
...genau!!! Dem Nilpferd!!! Und erst recht nicht an Land!!!
Und was tun wir?
Wir begegnen zu Fuss einem Nilpferd an Land...hoppla!!!








Oben: Tststs...frühmorgens schon zum Teil blau...tststs...



Oben: Ausblick über den Sumpf...leider hat's zu wenig Wassser für 'Bill the Shue'...



Oben: Das Schwein bräuchte vieleicht mal einen Tierarzt, der es wieder richtig zusammensetzt...



Oben: Das hier könnte dem Tierarzt als Vorbild dienen, da sitzt alles am richtigen Ort!!!



Oben: Natürlich kann man auch in Afrika's Nationalparks Opfer eines Exhibitionisten werden... :-O

Nach etwa zwei Stunden erreichen wir eine Gruppe von fünf Warzenschweine, die sich offenbar mit Paul angefreundet hat, zumindest sind sie sehr nah an ihm und seinem Auto dran und lassen sich auch von uns nicht stören.
Aber uns drängt's zum Frühstück, wo wir 'Chapati Rolex' bestellen, eine Art Pancake mit Ei drauf und dann zusammengerollt, sehr lecker...im Gegensatz zum bestellten 'African Coffee', der sich als heisses Wasser und einem Glas Nescafe entpuppt...
Na ja...immerhin versüssen uns ein Baum voller Webervögel und einige Kingfisher das Frühstück.
Teil 3915. Nov. 2013


Oben: Morgengymnastik à la Webervogel...



Danach leg ich mich erstmals ins Bett und schlafe mal zwei Stunden, bis es zu warm wird im Zelt.
Um drei Uhr gehts zum verspäteten Lunch, denn um vier beginnt die eineinhalbstündige Bootstour.
Moses, der uns schon gestern Abend und heute Morgen begleitet hat, ist unser Bootsführer und Guide.
Wir sehen das Übliche, Kingfischer in Schwarz-Weiss und in Blau-Grün-Rot, Hippo's, Hammerköpfe und Fischadler, Buschböcke und ein kleines Krokodil, das gleich nach der Entdeckung von zweiten Boot vertrieben wird...
Danke dafür, lieber Führer des anderen Bootes...GRMPFL!!! ;-/



Oben: Ja, vom Boot aus sieht man auch schöne Antilopen, nicht nur Vögel, Nilpferde und Krokodile...



Oben: Wie beim Eisberg sieht man auch beim Hippo nur den kleinsten Teil...und gefährlich für Schiffe sind auch beide!



Oben: Afrikanische Turteltäubchen / Columbidae vocifer



Oben: Ein 'Malachite Kingfisher' / 'Alcedo cristata' / 'Hauben-Zwergfischer'... Wunderschön!!!
...und immer wenn man die Kamera zückt fliegt er weg, aber den hab ich erwischt!
HA!!! Nicht mit mir!!! :-D




Oben: Und noch eine Gemeinsamkeit zwischen Nilpferden und Eisbergen: Beide kalben!!!



Oben: Wenn man so wass sieht und es dabei zu regnen beginnt sitzt man mit grosser Wahrscheinlichkeit unter einem Kollegen des beobachteten Affen...und fühlt sich dabei richtig angepisst!



Oben: Die günstigere Flotte...



Oben: Der Bush Bock't...
Teil 4016. Nov. 2013


Oben: Der Adler fliegt...



Oben: ...und sitzt...



Oben: Um Missverständnissen vorzubeugen: Das ist ein Hammerkopf, kein behämmerter Kopf...



Oben: Und das ist eine Afrikanische Binsenralle / African Finfoot / Podica senegalensis, und so unglaublich es klingt: Das ist ein Wasservogel!



Oben: Da ist der Fisher noch King: Än Guätä!!!



Oben: Wieder ein Exemplar aus der Gattung der 'Feiglingsvögel'...ein 'Ross-Turako' / 'Musophaga rossae'...wenn auch nur als Beweisfoto, weil unscharf, da er sich immer mehr in den Busch rein verzog...



Oben: Endlich mal ein Krokidol!!!



Oben: Und wieder posiert ein Graufischer / Ceryle rudis / Pied Kingfisher



Oben: Und pünktlich zur Rückfahrt droht uns ein Gewitter...

Auf dem Rückweg dann Afrika live: unserem Boot geht mitten im See der Treibstoff aus!!!
Toll!!! 😉



Oben: Ein Bild, das man mitten auf dem See nicht sehen will: Der Bootsführer fehlt!!! :-O

Zur Diskussion mit allen 218 Beiträgen