Wenn ihr den Bericht ohne Kommentare lesen wollt, auf die Sone drücken
Liebe Fomis, ich habe im Urlaub wieder Tagebuch geschrieben und ich stürze mich wieder ins RB-Schreibvergnügen. Mein Deutsch und meine fotografischen Fähigkeiten sind im letzten Jahr nicht unbedingt besser geworden, ich bin wieder voller Selbstzweifel, but nevertheless, es geht los!
Wenn ihr also Guggu-Style (nicht Gangham), mehr oder weniger geglückte Fotos vom Federvieh, alle mögliche Sorten Vierbeiner- inklusive Mietz, Mietz- und jede Menge Sonnenuntergänge ertragen könnt, dann bitte zusteigen!
Frau HIRN on the floodplains
Unsere diesjährige Urlaubsreise soll uns hauptsächlich an den Flüssen Okawango, Kwando, Chobe, Sambesi, Boteti, Thamalakane und Khwai führen. Wir wollen einen möglichst „grünen“ Urlaub verbringen mit ein paar Ausnahmen wie Frans Indongo und die Dombo Farm. Am 8. August geht es los mit SAA über JNB nach WDH.
Genau an diesem Tag wird der Caprivi Strip umbenannt und soll jetzt Sambesi heißen. Er war nach dem Nachfolger Bismarcks, Leo von Caprivi, benannt, und spielte im Tausch Sansibar gegen Helgoland anno 1890 eine Rolle. Die Abschaffung von Bezeichnungen, die an rassistische deutsche Kolonialisten erinnerten, sei überfällig gewesen, gab die Leiterin der Wahlkommission gegenüber der Tageszeitung «The Namibian» zu verstehen. Neben Caprivi wurden weitere Bezeichnungen abgeschafft; so heißt Lüderitz, nach einem Bremer Grosskaufmann benannt, jetzt “!Nami=Nüs”. Kein Druckfehler! Das hindert den Herrschaften nicht, jedes Jahr in Berlin vorstellig zu werden und um 3stellige Millionenbeträge zu „bitten“
Ich bleibe aber bei der Bezeichnung Caprivi.
Hier ist unsere Reiseroute: 8.8.2013 Flug mit SAA FRA via JNB nach WDH 9.8.2013: Frans Indongo 10.8.2013: Frans Indongo 11.8.2013: Roys Camp 12.8.2013: Nunda River Lodge 13.8.2013: Nunda River Lodge 14.8.2013: Mashi River 15.8.2013: Mashi River 16.8.2013: Chobe Safari Lodge 17.8.2013: Chobe Safari Lodge 18.8.2013: Chobe Safari Lodge 19.8.2013: Elephant Sands 20.8.2013: Dombo Farm 21.8.2013: Dombo Farm 22.8.2013: Dombo Farm 23.8.2013: Thamalakane Lodge 24.8.2013: Sango 25.8.2013: Sango 26.8.2013: Thamalakane Lodge 27.8.2013: Thakadu Camp 28.8.2013: Kalahari Bush Breaks 29.8.2013: Heinitzburg 30. 8.2013 Heimflug Die Buchungen wurden wieder von Distant Horizons Travel in Windhuk gemacht. Das Auto, diesmal ein Toyota Innova, haben wir wieder bei Savanna gebucht.
Ich bin selten so entspannt in den Urlaub gegangen. Ich hatte die ganze Woche schon Urlaub und konnte ganz gemütlich packen und zu Hause klar Schiff machen.
Wir kontrollieren noch das erlaubte Gewicht – 23 kg pp- und verteilen das hübsch auf 3 Koffer. Wir haben dann 44 kg zusammen. Alles super, dachten wir. Vor ein paar Jahren haben wir uns die großen Samsonite entledigt und sind auf kleinere umgestiegen, die besser zu handhaben sind für ältere Semester mit etwas Rückenprobleme! 🤩
Es ist viel los auf der Autobahn, und wir quälen uns in eine Blechlawine nach Frankfurt. Wir brauchen über 1 Stunde mehr als sonst, das ist aber egal da wir viel Reserve haben. Wir stellen das Auto im vorgebuchten Parkhaus ab - super - und den Check-in-Schalter finden wir auch gleich. Nochmal super! Und keine lange Schlange. Super-tuper.
Dann ist aber auch gleich Schluss mit super. Was? Wir haben 3 Gepäckstücke? Ja?? Es sind aber nur 2 á 23 kg erlaubt! 😵 Alles diskutieren und lamentieren hilft nicht. Sie zeigt uns dann, dass auf dem elektronischen Ticket 1pc steht und das bedeutet nicht etwa Personal Computer sondern PICE!! OK, wer lesen kann ist im Vorteil. 😗
Wir sehen auch keine Möglichkeit umzupacken, und wir beschließen uns von so ´nem Mist die Urlaubslaune nicht zu vermiesen. Wir bezahlen die 100 (HUNDERT) Teuronen die SAA verlangt und gehen hinterher –gerade zu Leid- noch ein Sekt trinken und stoßen an auf ein hoffentlich schönen Urlaub. 🙂 Die Sitze in der SAA-Maschine sind geräumiger als bei Air-NAM und wir denken hier lässt es sich gut aushalten bis JNB. Nach dem Take Off kommt die Saftschubse (wir sind immer noch ein bisschen böse, gell!) 😈 und bietet Getränke an. Ich beobachte wie die meisten Saft, Wasser, Cola etc. nehmen; es steht ja auch hübsch sichtbar oben auf dem Container. Als wir daran sind, frage ich ob sie auch ein Sparkling Wine haben. Yes, Mam. kruschtel, kruschtel ganz unten im Container und befördert 2 wunderbare, trockene, blubbernder Südafrikaner zu tage. Dann ist die 4er Reihe neben uns daran. Sie fragen was wir da so trinken. Es wird wahrheitsgemäß geantwortet und: Nehmen wir auch! Die 4er Reihe dahinter dann auch. Ich weiß nicht wie es dann weiter gegangen ist, aber Rache ist ein Gericht das schmeckt am besten kalt!
Das Essen war für Flugzeugfutter relativ gut, wir haben es aufgepeppt mit einem Cabernet Sauvignon. Hinterher gucken wir ein bisschen Kino und schaffen es auch noch ein Bier zu vernichten. Man soll ja im Flugzeug viiiel trinken wegen der trockenen Luft – ich glaube aber Wasser ist gemeint!
So dösen und düsen wir durch die Nacht………………………
Teil 214. Sept. 2013
Jetzt gibt es nochmal ein Tag mit viel Text und wenig Fotos, das ändert sich dann ab den nächsten Tag 🙂
9.8.2013 WDH-Franz Indongo Lodge
Wir landen pünktlich und ziemlich entspannt in Johannesburg. Die schönen, noch original verpackten roten SAA-Decken nehmen wir mit, haben wir auch irgendwie bezahlt, und werden sie unterwegs verschenken. Der Flugzeugwechsel klappt auch prima und wir landen pünktlich in Windhuk und alle DREI Koffer sind da! Der gute Mann von Savanna wartet schon mit einen Plakat, da steht Frau HIRN darauf. Das sind wir also jetzt, Herr und Frau Hirn unterwegs zu den floodplains!
Wir ziehen schnell ein bisschen Geld und werden zu Savanna gefahren wo wir das Auto übernehmen. Das geht fix, unseren Innova hat 35 TD km auf dem Tacho und wir haben keine Beanstandungen. Martina von DTH wartet auch dort auch auf uns und übergibt die Reisedokumente.
Wir wollen diesmal nicht in die Merua Mall zum Einkaufen. Wir brauchen nicht viel und wenn es gut läuft kaufen wir in Otjiwarongo im Spar ein, sonst morgen. Wir wollen heute noch bis Frans Indongo Lodge fahren und haben es ein wenig eilig. Wir finden gleich aus WDH heraus. Nach dem Debakel letztes Jahr, ist Frau Hirn diesmal gut vorbereitet. Wir „brettern“ nach Norden an endlosen Buschsavannen vorbei, der Himmel ist wie erwartet wolkenlos und stahlblau. 🙂
Wir machen dann in Otjiwarongo am Spar halt. Zuerst alle Makalaninüsseverkäufer und sonstige aufdringliche Typen verscheuchen, ein Autoaufpasser anheuern und ab zum Shoppen. Viel Wasser, Bier, Tonic Water für den GT, Zitrone für denselben, Mückenschutz, ein paar Cracker, Käse und Salami. Und jetzt der Gin zur allabendlichen innerlichen Desinfektion. Ich frage jemand; Wo finde ich den Gin? Dschinn, whats that?? 🙄 Ich sage: ALCOHOL 😗 Er führt uns in die mager bestückte Ecke und unsere Befürchtungen werden wahr. No Gin! 😈 Jetzt fehlt uns die Hauptingredienz zu unseren GT. Aber, kommt Zeit, kommt Rat. Wir nehmen dann 2 Flaschen SA-Rotwein mit und ab zur Kasse. 😉
Als wir hinauskommen steht die Sonne ziemlich tief und wir geben Gas und kommen gerade zur Sonnenuntergang auf der Franz Indongo Lodge an, wo wir herzlich begrüßt werden.
Es sieht alles sehr schön aus, unser Bungi ist schön eingerichtet und wir sind froh hier zu sein. Es liegt anstrengende 30 h hinter uns und wir wollen jetzt erst mal die Schultern senken!
Wir schmeißen unseren ganzen Plunder ins Bungi, Ordnung wird morgen gemacht. Wir duschen, ziehen was Warmes an, es wird doch kühl wenn die Sonne untergeht. Wir haben noch Zeit für ein GT am prasselnden Feuer bevor es Essen gibt. Es ist wunderschön gedeckt und neben uns wärmt auch ein Heizpilz auf das angenehmste. Es gibt Avocado Mousse mit gebratenen Tomaten und Salat. Springbockspieß mit Blauschimmelkäsesoße, Gemüse und Namibische Polenta. Danach Passionsfrucht Creme Brulée. Der Knaller war aber der Allesverloren Shiraz den wir zum Essen bestellt haben. So was von gut…………. Nach einem Glas verdrehen wir aber die Augen, schauen uns an und müssen feststellen: Rien ne va plus! Wir heben den Wein für Morgen auf und stolpern Richtung Bungi.
Um 20:30 schlafen Hirns schon………………….
Teil 315. Sept. 2013
10.8.2013 Franz Indongo Lodge
Wir haben sehr gut geschlafen bis 7 Uhr. Es war gut, dass wir die Winterschlafanzüge dabei hatten. Nachts wird es doch empfindlich kalt. Um 8 sind wir beim Frühstück, das reichhaltig und gut ist. Danach wird ein wenig die Habseligkeiten sortiert und ein bisschen System gemacht für die Weiterfahrt morgen. In der Zwischenzeit ist es richtig warm geworden und wir schauen uns die Lodge an.
Drei stramme Kerle
Wir steigen auch auf dem Wasserturm wo wir einen schönen Blick über die Ebene und das Wasserloch haben.
Eine der seltenen Tsessebe Antilopen
Jetzt sitzen wir hier am Sonnendeck, trinken was und schauen wie die verschiedenen Antilopen zum Wasserloch, das ca. 150 m entfernt ist, kommen und trinken. Ich sehe Kudu, Oryx, Sable, Gnus, Blessbock + weißer Blessbock, schwarze Springböcke, Warzenschweine und auch Wasserböcke.
Mein erster gelungener Piepmatz
Es ist warm, alles sehr friedlich und wir haben das Gefühl angekommen zu sein! Ich schreibe Tagebuch und H. Hirn blättert in den Reiseführern herum.
Der wunderschöne Garten
Um 14:30 wollen wir eine kleine Wanderung machen auf einen Berg (eher Hügel) in der Nähe machen. Vorher essen wir ein paar Cracker mit Salami und Käse und ja, wir machen auch ein Fleur de Cap auf welcher ich am Flughafen in JNB gekauft habe. Vielleicht nicht gerade nachahmenswert, aber wir leben noch!
Wir bekommen den Weg erklärt und einen Plan bekommen wir auch mit. Es ist eine steinige und schweißtreibende Angelegenheit bis wir oben auf dem Hügel sind. Fr. Hirns neu erworbener Wetterstation meldet 27°C, Luftfeuchtigkeit nicht messbar. Die Aussicht ist nicht gerade Atemberaubend, diesig ist es auch. Wir schauen auf trockene, staubige Buschsavanne hinunter, in der Ferne sehen wir noch die Lodge.
Es tut aber gut sich ein wenig zu bewegen. Zurück auf FI klettern wir noch mal auf dem Wasserturm und schauen was am Wasserloch los ist.
Eine der seltenen Roan (Pferde) Antilopen Das Wasserloch war leider für mich etwas zu weit weg um gute Fotos zu machen Hier nochmals 2 Roans beim Kräftemessen
2 Maskenbülbüls
Das erste Mal in diesen Urlaub erleben wir den Sonnenuntergang so richtig bewusst.
Wir machen uns ausgehfein und um 19 Uhr ist wieder Dinnertime.
Für meinen Geschmack war es heute besser als gestern. Es gab Kürbissuppe Sirlionsteak gefüllt mit Feta & Peperoni, kleine rote Beete und Spitzkohlgemüse. Dazu Wedges. Nachtisch: Kleine Biskuits gefüllt mit Naturyoghurt und Beerenmix an Maracujasoße. Hat gut geschmeckt und war schön anzuschauen. Dazu unseren Allesverloren von gestern Abend.
Wir sind back to normal, das heißt, H. Hirn liest, ich schreibe Tagebuch bevor ich und Schantall die Omma winken tun………………
Teil 417. Sept. 2013
11.8.2013 Franz Indongo Lodge – Roy´s Restcamp
Ich bin schon um 5 wach, wen wundert´s wenn man so früh in Bett geht. Wir bleiben aber bis 7 liegen, schließlich ist Urlaub. Es ist noch relativ frisch, aber nicht so sehr wie gestern. Ich richte unsere Sachen bevor wir frühstücken gehen. Es gibt zum Frühstück hier eine Käseplatte mit leckeren Namibischer Käse, der ist aber leider so was von kalt, da kann sich nicht ein einziges Aromchen entfalten. Sehr schade finde ich das. Essen wir halt wieder Spiegeleier…………
Es war sehr nett die ersten 2 Tage hier zu verbringen. Wir haben hier nichts Spektakuläres erlebt, da wir der Waterberg und das CCF vor 3 Jahren schon besucht haben. Es ist einfach eine schöne Location um zur Ruhe zu kommen und um zu realisieren dass man sich im Urlaub befindet. Preis/Leistung ist sehr gut.
2 kleine Kritikpunkte habe ich trotzdem: Die Bungalows stehen für meinen Geschmack zu nah beieinander, abends im Bett hört man die Nachbarn reden. Die Qualität vom Fleisch könnte ein bisschen besser sein, das war nicht 100prozentig.
Wir checken aus und um 9:15 sind wir wieder on the road Richtung Roy´s Restcamp.
Warum man uns das ausreden wollte weiß ich auch nicht. Es kann gar nicht so schlimm sein, dass wir das eine Nacht nicht aushalten.
Auf die to do Liste haben wir heute in Grootfontein Tanken, Geld ziehen und Dschinn kaufen. Auf dem Weg dorthin fällt uns ein, dass Sonntag ist; können wir letzteres knicken, da Bottlestore zu hat. Gucken wir weiter das Tonicwater und die Zitrone glupschäugig an. 😵 Getankt haben wir schnell, das Geld ziehen war etwas mühsamer, hat dann aber auch geklappt.
Weiter geht es Richtung Norden. Es ist kaum was los auf der Straße und bald sind wir in Roy´s Restcamp angekommen. Roy's Rest Camp wurde 1995 eröffnet und ist Teil der Farm Elandslaagte, eine der ältesten Farmen in der Region Grootfontein (es gibt sie seit 1930). Die Farm hat insgesamt 2800 ha. Viehzucht und Lodge sind heute die Standbeine der Farm. Es ist ganz uhrig hier – kein Luxus- aber mir gefällt es. Das Hauptgebäude ist groß und eigentlich ziemlich offen gebaut. Zumindest spendet ein großes, überhängendes Dach Schatten. Die Sitzecken darunter sind gemütlich und die Bar lädt zu einem Begrüßungsdrink ein. Wir trinken ein eiskaltes Windhuk und knabbern eine Tüte Biltong dazu.
Hier wurde offentsichtlich nichts weggeworfen, alles was nicht im Gebrauch ist, wurde zur Decoobjekt umfunktioniert. Manche wurde vielleicht sagen sie neigen hier ein bisschen zum Messitum, aber es pass alles irgendwie… Sogar ein altes verrostetes Auto steht herum, das kennen wir aber von verschieden Locations in NAM.
Wir richten uns jetzt erst einmal häuslich ein in unserem Bungalow Nr. 4, der - wie alle anderen sechs Bungalows auch, einen eigenen rustikalen Charme hat.
Später machen wir eine kleine „Wanderung“, den Dik-Dik Trail, damit wir uns hinterher zu einem Bier + Savanna verdient machen. Es heißt man kann hier viele Vögel sehen, aber außer 2 kleine Piepmatzen sehen wir nichts. Einen bekomme ich sogar abgelichtet. Egal, ein bisschen Bewegung tut gut.
Ein weiblicher Blue Waxbill - Danke Matthias
So, und jetzt soll mal einer wes Negatives über Roy´s Camp sagen!! Während wir an der Bar sitzen und unsere Getränke süffeln, habe ich die Idee des Tages – Frau HIRN eben – und frage die Bedienung ob sie uns eine Flasche Gordons Gin verkaufen könnte. Klaro, sprach´s, 150 N$ wechseln den Besitzer und schon ist unsere Kühlbox auf das perfekteste bestückt! 😛 😗
Wenn jetzt das Essen auch noch gut ist, schmeiß ich mich hin!! Das Menü liest sich schon mal gut
Ich gehe dann ein paar Fotos von Sonnenuntergang machen, so lange H. Hirn in der Dusche ist.
A few hours later: Ach du lieber Zeit, ich bin sooo was von vollgefuttert. Und wie gut das war. Ich breche jetzt echt eine Lanze für Roy´s Camp. Das war jetzt kein Schickimickiessen, sondern gute Hausmannskost. Man könnte gerade meinen ein deutscher Koch aus ´ner Gutbürgerlichen Kneipe werkelt im Hintergrund. Als Nachtisch gab es selbstgemachten Schokopudding, der hatte keinen Kontakt zu Dr. Öttker. H. Hirn ist kein Nachtischfan und die aus Schoko mag er überhaupt nicht. Nachdem er ein Löffel bei mir probiert hat, geht er doch und holt sich selber ein Schlag. Das sagt viel, nämlich: Yammi, yammi.
Als I-Tüpfelchen kommt eine Herde Elans ans Wasserloch zum Trinken, ca. 10-15 m weg. Wir sitzen mit unserem Rest Bier draußen am Feuer und schauen zu. Jetzt sind wir zurück ins Bungi gezockelt, überall am Weg brennen Fackeln. Wir haben den Sternenhimmel mit Milchstraße bewundert und jetzt liegen wir in den kuscheligen Betten.
La vita e bella.
Es wird gelesen und Tagebuch geschrieben
Teil 518. Sept. 2013
12.8.2013 Roy´s Restcamp – Nunda River Lodge
Heute stehen wir ein bisschen früher auf als sonst. Wir verstauen alles bevor wir frühstücken gehen. Das ist hervorragend und so Kleinigkeiten, dass die Milch zum Kaffee heiß ist und die Teller für Eier und Speck auf dem alten Küchenherd auch angewärmt sind, sind Sachen die mich überzeugen.
Roy´s Camp war für uns der perfekte Pit-Stop auf dem Weg in den Caprivi. Wurden wir jeder Zeit wieder so machen. Um 8:30 sind wir wieder unterwegs und nehmen Kurs Nord-Nordost Richtung Rundu. Wir wollen rechtzeitig in Nunda ankommen um heute Nachmittag die Bootsfahrt mitmachen zu können.
Sobald man in Richtung Rundu fährt, merkt man wie sehr sich die nördliche Region Namibias von Rest des Landes unterscheidet. Die großen eingezäunten Farmen weichen dem weiten afrikanischen Busch sowie strohgedeckten Rundhütten aus Lehm, die in kleinen Siedlungen unweit der Straßen gelegen sind. Hier gibt es keine Zäune mehr und immer wieder überqueren Ziegen, Schafe und Rinder die Straße. Leider gibt es auch jede Menge wilde Müllkippen. Ich schwanke ein bisschen zwischen Be- und Verwunderung; ´Coz this is Africa.
Nach 2 h erreichen wir Rundu das Tor zum Caprivi, lassen wir aber links liegen, da Jörg gerade nicht Pizza bäckt und Dank die schlaue Fr. HIRN, haben wir ja jetzt auch Dchinn. Die Landschaft wird merklich grüner und die Bäume zahlreicher. Grund dafür sind die im Vergleich zum Rest des Landes höheren Niederschlagsmengen. Der Caprivi ist die einzige Region Namibias, die fast ausschließlich in den Tropen liegt, und fast nur aus flachem Sumpfland besteht. Mehrere ganzjährig wasserführende Flüsse wie der Okavango, der Kwando und Nebenarme des Sambesi durchziehen den Caprivizipfel und machen ihn so vor allem während der Hauptregenzeit in den Monaten Dezember bis März zu einer ausgesprochen feuchten und daher auch sehr wildreichen Region.
Wir folgen jetzt die B8, in östlicher Richtung, durch Namibias grüne Lunge. In Divundu wird wieder getankt und kurz nach 2 sind wir in der Nunda River Lodge.
Da haben wir die Uhr schon 1 h vorgestellt. Es ist wunderschön hier und unser Zeltchalet Nr. 7 gefällt uns auch sehr gut. Wir schleppen unser Zeugs hinein und nach dem alles sein Platz gefunden hat, sitzen wir auf unser Sonnendeck, trinken ein WDH und essen eine Kleinigkeit. Wir genießen den Blick auf dem Okavango der träge vorbeifließt. Die Vögel singen in den Bäumen und wir hören Hippogrunzen aus dem Fluss. Nur sehen tun wir sie noch nicht.
Wir sind jetzt einfach glücklich und zufrieden hier zu sein. Nach einem Weilchen gehen wir vor ins Hauptgebäude, plaudern ein bisschen mit dem Eigentümer, schauen alles an und trinken ein Malawi Shandy auf dem Aussichtsdeck. Es ist heiß, Frau HIRNS Wetterstation meldet 33°C.
Wir gehen dann die Fotis holen, ein bisschen Sonnencreme verteilen, Hut aufsetzen und schon sind wir für das Bootscruise bereit.
Unser Guide - leider Name vergessen
Hier noch die Lodge von Wasser aus gesehen
Es ist schon ein eigenartiges Gefühl auf dem sagenumwogenen Okawango zu schippern. 2 Krokodile liegen faul auf eine Sandbank und wir sehen die ersten Hippos in der Ferne.
Reed (long tailed) Cormorant
Hier noch mit einem African darter (Snakebird)
Bald hören wir das Rauschen der „Popa-Fälle“. Obwohl sie oft als „Popelfälle“ verunglimpft werden, denken wir, dass sich ein Besuch dieser landschaftlichen Besonderheit lohnt. Bei den „Popa Falls“ handelt es sich weniger um Wasserfälle als um Stromschnellen. Der Okavango Fluss durchbricht hier ein 4 Meter hohes Felsenriff in seinem Flussbett, das an dieser Stelle mehr als einen Kilometer breit ist. Umgeben sind die „Popa Falls“ von paradiesisch schöner Natur.
Wir machen Landgang auf einer Sandbank wo wir auch bessere Möglichkeit zum Fotografieren haben.
Dann folgen wir den Fluss wieder nach Süden.
Unser Zeltchalet von Fluss aus gesehen
2 Kingfischer, leider noch unscharf- ich übe noch!
Vor uns mäandert der Okavango durch eine tropische Buschlandschaft, ehe ihn jenseits der namibischen Grenze in Botsuana die Kalahari-Wüste verschlingen wird. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
Wir erleben einen wunderschönen Sonnenuntergang auf dem Wasser.
In der roten Spiegelung der untergehenden Sonne dümpeln die Köpfe der Hippos hinauf, hinunter, hinauf, hinunter…….
Als wir zurück sind haben wir gerade noch Zeit für eine Dusche und ein GT bevor es Dinner gibt.
Salate von Buffet Kartoffelsuppe mit Blauschimmelkäse Sirlionsteak von Kudu (ober Hammer lecker) mit Pilzrahmsoße, Gemüse und Kartoffelrösti. Frischkäse/Erdbeerkuchen (mir etwas zu süß) Dazu trinken wir einen Cabernet Sauvignon. Der hat es in sich, 15 Umdrehungen stehen auf der Pulle. Alles yammi, yammi Wir nehmen den Rest mit nach draußen, lauschen den Hippos und schauen zu wie der zunehmende Mond sich im Okavango spiegelt.
H. Hirn hat gelesen und schläft schon Ich schreibe noch Tagebuch bevor ich mich wieder Schantall widme. Sie ist mit ihren froschgrünen Koffer auf dem Weg ins Vorhof der Hölle: Lloret de Mar Ich bin nur glücklich mit meiner orangenen Reisetasche hier am Okavango zu sein……………
Teil 619. Sept. 2013
Liebe RB-Leser, bevor ich mich ins lange WE verabschiede, gibt es noch ein Teil. Mit viel zu viele Fotos, ich weiß, aber ich bekomme es anders nicht gebacken. Es geht dann erst nächste Woche weiter mit Mavunje.
13.8.2013 Nunda River Lodge
Heute haben wir, auch durch die Zeitumstellung bedingt, bis 7:30 geschlafen. Ich war allerdings in der Nacht 2 h wach und habe zugehört wie die Hippos um das Zelt grasen. Es ist ein bisschen frisch und wir machen nur Katzenwäsche bevor wir frühstücken gehen. Das soll es zwischen 7 und 9 geben, es ist aber schon schwer abgeräubert als wir nach 8 eintrudeln. Da der Chef noch nicht in Erscheinung getreten ist, mangelt es ein bisschen an Einsatzwillen. Es sind keine Tassen für den Kaffee da, Brot fehlt auch. Nach einer Weile haben wir aber was wir wollen. Eine Schar Nilgänse sonnen sich in der Morgensonne, der Okavango fließt vorbei Richtung Delta. Magic.
Wir haben für 10 Uhr ein Gamedrive in den nur wenige Kilometer entfernten Mahango Nationalpark gebucht. Wir haben also genug Zeit ein bisschen herumzulaufen bevor wir starten.
Thimo heißt unser Guide und wir sind nur zu dritt unterwegs – perfekt!
Der Park, der sich direkt an der Grenze zu Botswana befindet, liegt mit seiner Fläche von nur etwa 250 km² an den Ufern des Okavango-Flusses. In diesem relativ kleinen Park präsentiert sich auf kompaktem Raum die komplette Tierwelt des Caprivi. Den Park kann man auf zwei Routen erkunden. Eine Piste führt zu den Ufern des Okavango Rivers. Im Park leben viele Wildtiere wie verschiedene (seltene) Antilopenarten, Gnus, Büffel und natürlich Raubkatzen wie Leoparden oder Löwen. Die haben wir aber nicht erwartet und auch nicht gesehen. Ich habe hier die Fotos nach den verschiedenen Spezies geordnet:
Rappenantilope (Sable)
Pferdeantilope (Roan)
Kudu
Strauß
Gnus
Impala
Zebra
Giraffen
Leierantilope (Tsessebe)
Sitatunga ? 😵 Bushbock? 🙄 Hübsche Antilope mit Flecken und Streifen! 😄
Pavian
Red Lechwe
Büffel
An den großen Baobabs machen wir Pause, schauen über die Floodplains wo Hippos grasen und überall dazwischen Vögel picken.
Silberreiher
Last but not least die Elefanten
Unserer Meinung nach ist der Mahango Park aber auch landschaftlich wirklich wunderschön und deshalb auf jeden Fall auch einen Besuch wert.
Nach 4 h sind wir glücklich und zufrieden zurück. Wir gehen auf dem Aussichtsdeck und bestellen ein kaltes Bierchen. Auf einer Sandbank gegenüber liegt ein Haufen Hippos und strecken uns und die Sonne ihren dicken Hintern entgegen.
Wir gehen ins Zelt, essen ein bisschen von unsere Vorräte und trinken ein kleiner Rest Fleur de Cap dazu.
Es hat jetzt 32°C (Fr. HIRN wieder) und wir nehmen unser Bücher mit und gehen am Pool Urlaub machen. Es ist wunderbar still, ich lese ein bisschen, dann fallen die Augen zu.
Dieses herrliche Dasein wird auf einmal durch lärmende Kinder zunichte gemacht. Das liegt in der Natur der Dinge, dass Kinder laut sind wenn ein Pool in der nähe ist. (Hier spricht die verständnisvolle Oma). So nehme Ich meine Sachen und nehme Reißaus. Ich gehe duschen und dann sitzen wir draußen mit unseren Sundowner, ich lass den Wind und die untergehende Sonne meine Haare trocknen.
Bevor wir zum Essen gehen packen wir noch das Auto fertig. Wir wollen morgen früh aufbrechen, da wir spätestens 10:30 in Mavunje sein sollen.
Das Essen ist wieder gut, gestern fand ich es aber besser. Es gab: Salate von Buffet Deutsche Bohnensuppe?? Lammkeule mit Pfeffersoße, saisonales Gemüse und Wedges Schokomousee mit Sahnetuff Dazu ein WDH-Draft
Dann wird der Wecker auf 6 Uhr gestellt und ab geht es in die Heia. Morgen wartet Mavunje und Mashi River Floodplain………….
Teil 723. Sept. 2013
14.8.2013 Nunda River Lodge – Mashi River Floodplain
Es ist nicht mal so kalt als wir aufstehen, mit 14° kann man gut leben. Da wir früh auf sind, können wir zur Abwechslung den Sonnenaufgang genießen.
Wir fahren ans Hauptgebäude, begleichen die Rechnung und schauen ob wir was zum Frühstücken abstauben können. Es ist 6:50, Kaffee ist schon da und wir können uns auch schon ein Wurstbrot mit Popo kalte Sachen machen. Der Eierbräter ist noch nicht on duty, aber wir werden in diesem Urlaub noch genug davon essen.
7:15 sind wir schon auf den Caprivi Highway unterwegs.
400 Kilometer lang und an der schmalsten Stelle nur 32 Kilometer breit, bildet der Caprivi-Zipfel eine lange Nase die vom äußersten Nordosten des Riesenlandes Namibia absteht. Obendrein eine stets feuchte Nase, denn der Zipfel wird von den Flüssen Okavango, Chobe, Kwando und Sambesi durchzogen beziehungsweise gestreift, bildet somit ein feuchttropisches Sprenkel in einem Land, das fast ausschließlich aus Wüsten besteht.
Alles läuft gut und bei der Engen-Tankstelle biegen wir rechts ab, was gar nicht so einfach war. Die Straße ist under construction und wir müssen über das Tankstellengelände fahren um überhaupt auf die Behelfsstraße zu kommen. Auf der fahren wir 12 km bis das Schild Mavunje Camp kommt.
Bevor wir das Auto gemietet haben, habe ich Dan gemailt und gefragt ob wir das Camp überhaupt mit ein 2x4 erreichen können. Should be no problem war die Antwort. 😣 Jetzt müssen wir schon 2 Anläufe nehmen um überhaupt über den Bauschuttwall zu kommen um rechts abbiegen zu können. H. Hirn is not amused. 😠 Nach einer Weile erreichen wir die erste Tiefsandstelle, kommen aber rüber auf festen Sand. H. Hirn mault und die Stimmung im Auto wird etwas frostig. 🤩 Es geht weiter und wir schaffen auch die 2. Tiefsandstelle – es wird spürbar kälter im Auto. (Was habe ich auch für ´nen Scheiß gebucht?) 😈 In der 3. Bleiben wir dann stecken – nichts geht mehr. Jetzt hängen auch schon die Eiszapfen von der Decke hinunter, trotz 32° Außentemperatur. 😠 😈 😈
Es kann gefühlt nicht mehr weit sein und ich steige aus und laufe. Schon nach 150 m höre ich jemand reden und nach 300 m bin ich im Camp angekommen. Dan fährt mit mir zurück und zieht das Auto mitsamt mein etwas rotköpfiger Fahrer ins Camp. 😉 Dem Fahrer wird übrigens Lob ausgesprochen, dass er überhaupt so weit kam. Dan meint, erst mal ein kaltes Bier trinken- dann wird alles gut! 🙂 😄
Es werden noch ein paar Sachen aufs Boot geladen und schon tuckern wir unser Floodplain-Abenteuer entgegen.
Wir sind zu 5: Dan der Skipper,
Clement sein Hiwi
und Fabian, ein deutscher Abiturient der hier eine Woche für omme verbringt gegen ein paar Hilfsleistungen.
Und natürlich unsere Wenigkeit
Wir tuckern durch die Kanäle, die Sonne scheint, das Bier ist kalt, links und rechts wächst Schilf und Papyrus und es wird mir bis zum Schluss ein Rätsel sein wie man sich hier zurechtfindet. Und vor allem, die Zivilisation ist ganz, ganz weit weg.
Wir sehen wunderschöne Impalas und die ersten Red Lechwe
Ich versuche meine ersten Fotos von Vögeln zu machen, das gelingt mehr oder weniger gut, aber aller Anfang ist schwer! African wattled lapwing
Open billed stork
Purple heron
Wir fahren ganz langsam weiter, das Motorengeräusch ist kaum hörbar und wird überlagert vom Giggeln, Trillern, Pfeifen Hunderter Vögel. Weil Zivilisationsgeräusche fehlen, wird jeder Kingfischer zum stimmgewaltigen Solisten.
Pied Kingfisher
Cattle egret- Kuhreier
Reed cormorant
Hadeda Ibis
Wir machen dann Landgang auf einer der Inseln, dort wachsen uralte Bäume, und man könnte meinen vor uns war niemand da! Da Frau Hirn viele Löcher in denselben hat, weiß sie nicht mehr die Namen.
So tuckern wir herum, immer tiefer in den Floodplains hinein.
Bee-eater
Pied kingfisher
Büffel mit Madenhacker
Wir fahren fast bis in den Horseshoe hinein, das ist aber verboten – aus welchem Grund auch immer – und sehen dort eine große Gruppe Elefanten stehen.
Unter einen überhängenden Baum finden wir einen Schattenplatz und machen dort Lunchbreak. Käse, Wurst, Tomaten und natürlich ein kaltes Bierchen. So in der Natur schmeckt es doppelt gut.
Und weiter geht es in dieses Labyrint aus Wasser, Ried und Papyrus.
Schreiseeadler
Waffenkibitz
little egret
Jacana- Lilytrotter
Inzwischen steht die Sonne ziemlich tief und es ist eine wunderschöne Stimmung.
Eine große Gruppe Baboons tollen herum, ich finde die kleinen ja ganz süß, die Erwachsenen haben für mich ihren Platz bei den „ugly five“ zurecht verdient.
Wir wollen unser Nachtlager auf einer Insel aufschlagen, und jetzt wird es auch langsam Zeit damit anzufangen. Zuerst wird ein Feuer angezündet, das zur Glut herunterbrennen kann, so lange wir die Zelte aufbauen. Und ja, ich sehe, dass zwischen den Zelten jede Menge Eli- und Hippodung liegt!! Es ist ganz klar in wessen Wohnzimmer wir campen wollen. Wird schon gut gehen……
Clement kocht ein Poikepot mit Hühnchen, Kartoffeln, Kürbis und Bohnen. Schmeckt recht gut obwohl das scharfe Gewürz welches hinein sollte in Mavunje vergessen wurde. Wir essen noch geröstetes Brot dazu und spülen alles mit reichlich Rotwein aus der Pennerbombe hinunter.
Wir machen dann noch Wasser warm um wenigstens unsere Füße zu waschen, die sind auf dem Inselspatziergang richtig schwarz geworden und mit so dreckigen Stelzen kann man echt nicht ins Bett gehen. Die Zähne werden noch geputzt, das ist die ganze Abendtoilette. Ich ziehe meine Skiunterwäsche an und krabble ins Zelt. Kaum 15 min gelegen höre ich schon die Elefanten prrrr, prrrr in der Nähe machen und die Hippos grunzen auch schon ziemlich nahe. 😗 Obwohl ich hundemüde bin, kann ich nicht so richtig schlafen – ist ein bisschen ungewohnt das alles, aber man hat ja Abenteuer haben wollen……………. 😣 Ich bekomme dann auch ständig von H. Hirn den Ellbogen in die Rippen. Er meint ich schnarche, das ist aber Dan im Nachbarzelt. 😵
Irgendwann höre ich dann in der Ferne Löwengebrüll- gaaaanz weit weg. 🤨 Ich döse wieder ein, wieder Löwengebrüll, näher diesmal, aber immer noch beruhigend weit weg. 😗 Die Viecher warten aber immer bis man fast eingeschlafen ist, bevor sie ihr Tremolo wieder einsetzen. Jetzt reicht es aber auch, näher muss nicht sein. Ist aber den Löwen völlig egal was ich da so denke. Das nächste Gebrüll ist so nah und so laut, die Zeltwände zittern und wir dann auch. 🤩 Ich möchte gar nicht wissen ob sie auf der Insel sind oder jenseits des schmalen Kanals der uns von Mainland trennt.
Wir halten uns an den Händen und warten auf dem Morgen….
Teil 825. Sept. 2013
Da wir heute Abend ausgehen, bin ich früh daran – da könnt ihr sehen was ihr mir Wert seit. Ich schreibe nicht so viel Text, ich finde die Fotos sagen mehr aus als Tausend Worte, die Menge ist schon fast Belästigung........ 🤩 Viel Spaß.
15.8.2013 Mashi River Floodplain
Sunrise
Als ich Clement beim Feuermachen höre stehe ich auch auf. Er sagt es waren ein großes Männchen und eine Löwin, die jenseits des Kanals unter einem Baum sich auf das heftigste angebrüllt haben. Aber so was von. 🤩 Wir trinken Kaffee und essen Rusk bevor wir auf Morgenpirsch fahren.
Zuerst gehen wir die Löwenspuren anschauen
Es ist ein schönes Gefühl so durch diese Wasserlandschaft zu gleiten, außer uns ist niemand da.
Die Vögel zirren und zwitschern, ab und zu guckt mal ein Hippokopf hoch.
Die Antilopen suchen noch vor dem kühlen Morgenwind Schutz im Ried Red Lechwe Waterbucks
Sable Tsessebe
Die Kingfischer stehen im Schwebeflug bevor sie sich blitzschnell auf ihre Beute stürzen. Das schaffe ich nicht festzuhalten, aber auf einen Ast sitzend ist auch nicht schlecht.
Coppery-tailed Coucal-ein Angola-Mönchskuckuck.
Village Weaver – Dorfweber
Auf einmal krackt es im Schilf und Elefanten wollen ein Watercrossing machen
Ein African Darter oder Snakebird hebt von seinem Ast ab, dafür lässt sich ein Kingfischer nieder.
Es ist jetzt ein bisschenwärmer und Red Lechwe und Impalas kommen aus der Deckung
Nur die Ibise machen ein Höllenlärm und stören sie morgendliche Stille.
Um 10 sind wir wieder im Camp und machen Frühstück. Danach wird das Camp abgebrochen und alles auf das Boot verstaut.
Wir tuckern zuerst nach Süden Richtung Mudumu und sehen gleich wieder Elefanten. Es ist schon beeindruckend die grauen Kolosse so nah zu haben.
Die Fahrt geht weiter und dieses anstrengende Leben; sitzen, gucken, knipsen und reden macht ganz schön durstig.
Ein Waran versteckt sich im Schilf und gleich daneben sitzt ein Reed Cormorant
Wir werden heute Nacht auf Nambwa campen. Als wir dort ankommen wird das ganze Gerödel an Land gebracht, Clement und Fabian wird das Camp auf site 7 aufbauen.
Wir fahren noch mit Dan ein paar Stunden weiter durch den Floodplains. Wir vespern nebenher noch Pumpernickel mit Leberwurst und Tomaten und das Bierchen aus der Kühlbox darf natürlich nicht fehlen.
Der Vollständigkeit halber ein Malachite Kingfischer, leider sehr unscharf, aber er hat mir keine 2 Chance gegeben.
Sodele, und jetzt kommt ein White-fronted-Bee-eater Potpouri
Wir sehen eine große Herde Elefanten- Kleine, Kühe, Bullen- alles da. Im Spätnachmittagslicht ist das sehr beeindruckend.
Ein Bateleur Eagle sitzt im Uferbereich, hebt ab und nimmt auf einem Ast Platz. Schon wieder ein Federvieh welches ich noch nie gesehen habe.
Wunderschöne Red Lechwe – Mädels, diesen Augenaufschlag muss man erst hinbekommen.
Wir drehen bei und fahren wieder ins Camp. Unterwegs sammeln wir noch mehr Brennholz, sonst bleibt morgen der Kaffee kalt! Wir erleben dann einen wunderschönen Sonnenuntergang bevor wir in Nambwa sind.
Dort ist das Camp fertig aufgebaut und wir können duschen gehen. Ein herrliches Gefühl wieder sauber zu sein.
Heute ist Brai angesagt. Huhn, Spareribs, Würste, dazu Makkaroni mit Pilzsoße. Eine wilde Kombination, aber der Hunger treibt es hinein. Dazu reichlich Pennerglück – der war übrigens gut. Hinterher schnell Zähneputzen und ab ins Zelt, ich bin todmüde nach einem langen Tag auf dem Wasser. H. Hirn und Dan bleiben noch am Feuer sitzen und führen ein tiefschürfendes Gespräch über Raumfahrt und Lasertechnologie. Geht´s noch!! 🙄
Der Wiederschein des Feuers und das Gemurmel der Stimmen sind beruhigend und ich schlafe ein. Ich höre sogar in der Nacht Löwengebrüll, aber wirklich weit weg. Egal, sollen sie sich zuerst an jemand anderes vergreifen. 😗 😣
Ich schlafe weiter………………………..
Teil 927. Sept. 2013
Ja, ja, ihr Drängler, es geht gleich weiter 🙂 😁 😄 Heute mit moderater Bilderflut, da wieder Fahrt von A nach B ansteht. Viel Spaß 🙂
16.8.2013 Mashi River Floodplain – Chobe Safari Lodge
Um 6 macht Clement wieder Feuer und ich stehe auch auf und fotografiere den wunderschönen Sonnenaufgang
Wie üblich gibt es Kaffee und Rusk bevor wir unseren Morningtrip starten
Willa Hirn
Wir gleiten ganz langsam durch diese wunderschöne Wasserlandschaft.
Wieder Red Lechwe im Morgenlicht
Immer tiefer in den floodplains hinein
Ein Giant Kingfischer posiert
Coppery-tailed Coucal (Kupferschwanzkuckuck)
White breasted Cormorant
Und den Badischen Vogel (Gelbfüßler) extra noch mal für Matthias 😗
Die Hippoköpfe dümpeln wieder hinauf und hinunter..........
Nach ein paar Stunden sind wir wieder zurück, machen Frühstück und bauen dann das Camp ab.
Wir schippern dann wieder downstream. Ich stresse nicht mehr so viel mit meiner Kamera herum, lehne mich zurück, genieße die letzte Fahrt und lasse mich von der Sonne verwöhnen und den Wind meine Haare zerzausen……….
Um 11 sind wir zurück in Mavunje. Wir holen unsere Sachen von Bord und laden das Auto wieder. Dan und Fabian ziehen uns dann über die heiklen Stellen und begleiten uns bis zur Straße.
Mashi River Safari war für uns ein neues Abenteuer und ich muss eine A und eine B Note vergeben. Ich fange mit ein bisschen konstruktive Kritik an: Da ich Hausfrau alter Schule bin und Wert auf Sauberkeit und Ordnung lege, hat mich das nicht vorhanden System, vor allem in der „Küchenabteilung“ gestört. Was man gesucht hat, wurde als letztes gefunden. Aufgerissenen Mehl, Zucker, Salz und Müslitüten schreien förmlich „Tupper“ – das wurde Wunder wirken. 😵 Und ich hätte wirklich gerne ein faltbares Canvaswaschbecken oder Schüssel für die Morgen- und Abendliche Katzenwäsche, das auch wirklich nur zu diesem Zweck benutzt wird. 😣 🤢
Das buche ich aber alles unter „Männerwirtschaft“ ab. 🙄 😉
Das wir die erste Nacht Schiß gehabt haben, liegt an unsere nicht vorhanden Erfahrung in der Wildnis. 😗
Das Gefühl gehabt zu haben „uns gehört dieser Welt“, ganz weit weg von Touristenrummel und Zivilisasionsgeräusche ist aber einmalig. Dan macht mit sein Elan und Liebenswürdigkeit, sein vermitteln von Kenntnisse über diese, für uns unbekannte Welt, das alles wett. Seine Begeisterung reißt uns mit und es ist deutlich, dass er liebt was er macht. 😘
Wir umarmen uns herzlich zur Abschied. Ich wurde es wieder machen, bei mein Weichei bin ich mir nicht so sicher………
Wir rollen wieder Richtung Osten – alles läuft nach Plan und bald passieren wir Katima. Ich fülle im Auto die Immigrationspapiere für die Ausreise aus. 60km nach Katima, überqueren wir bei Ngoma Bridge die Grenze nach Botswana. Wie erwartet mussten wir für die Grenzüberquerung vom einen ins andere Land ungefähr eine Stunde Zeit einplanen, es müssen die Pass- sowie Mietwagenformalitäten sowohl auf namibischer sowie botswanischer Seite erledigt werden, ob wir irgendwelche verbotene Lebensmittel (z.B. Fleisch oder bestimmtes Obst/Gemüse) dabei haben, hat keinem interessiert. Bei der rund 60km langen Strecke von Ngoma Bridge bis Kasane handelt es sich um eine sehr gute Teerstraße, die direkt durch den Chobe-National-Park führt.
Müde und verschwitzt kommen wir in der Chobe Safari Lodge an. Nach unser Abenteuer den letzten Tagen, wollen wir nur duschen und ein bisschen ausruhen bevor es Abendessen gibt. Wir bekommen zuerst die Ohren vollgetextet mit was wir können, dürfen, dürfen nicht usw.
Dann werden wir zu „unserem“ Zimmer gebracht. Wieder retour über den Parkplatz, hinter einem Lattenzaun und ich trau meine Augen nicht. Das Hotel ist 1959 gebaut und so alt ist auch das Zimmer. Mindestens! 😠 Innen dunkel und schon gar nicht annehmbar, nach hinten die Straße, vorne der Lattenzaun. Ich habe aber Rondavel gebucht, die sollten wie der Name sagt rund sein, dieses ist verdammt eckig. 😈 Ich marschiere wieder in die Rezeption und erkläre den Sachverhalt. Dann werde ich ins Büro gebeten und nochmals nach meinen Name gefragt. Ah, Mrs. HIRN, das tut und aber leid, aber eine Frau ist krank geworden und konnte nicht ausziehen. Jetzt kann sie aber doch, sie müssen jetzt nur noch putzen. Sprach´s. 🙄 Von der ganzen Misere hat man nichts gesagt als wir eincheckten und dieses üble Kabuff zugeteilt bekamen! Man kann es ja versuchen. 😠 Es ist inzwischen 16:30 und wir gehen erst mal alles anschauen und Bierchen trinken.
Nach 1 h werden wir wieder vorstellig. Es wird telefoniert, man braucht noch ´ne ½ Stunde. Um 6 sind wir wieder da und jetzt bin ich auch schon ordentlich angesäuert. Dann geht alles hopplahopp. Wir werden upgegraded und bekommen ein Safari Room. Geht doch! 😛 Auch noch eine Flasche Sekt und ein Obstteller. 😄 😄
Alles in der Ecke gestellt und schon bin ich unter der Dusche. Das Zimmer ist sehr schön eingerichtet und offen bis in den First. Wir haben dann 20 min. Zeit die Füße hochzulegen bevor wir zum Essen gehen.
Es gibt Buffet- und was für eins! Es ist schwierig sich ein Überblick zu verschaffen und eine Entscheidung zu treffen was jetzt gegessen wird. Nach der etwas dürftigen Küche die letzten Tage, futtern wir viel zu viel und trinken ein SA-Schiraz dazu.
Wir gehen gleich ins Bett, morgen fahren wir nach Vic Falls. Die Tour haben wir gebucht als wir auf das Zimmer gewartet haben.
H. Hirn liest, ich versuche noch Tagebuch auf Vordermann zu bringen, aber nach ein paar Minuten fallen mir die Augen zu. Für Schantall heute auch keine Energie mehr………………………
Teil 1029. Sept. 2013
17.8.2013 Vic Falls
Wir haben überlegt ob wir überhaupt ein Daytrip nach Vic Falls machen sollen. Ich habe gemeint es wäre schade es nicht zu tun, wenn wir schon da sind. Und nochmals ein Heliflug über die Fälle wurde ich auch gerne machen.
7:45 stehen wir bereit vor der CSL und warten zusammen mit 2 Londoner und ein Haufen Buren aus Mpumalanga die hier mit ihren Frauen Urlaub machen. Sie sind schwer beladen mit Kühltaschen voll Bier, Schnaps und hast du nicht gesehen. 🤩 Restalkohol von Vortag ist offensichtlich auch noch reichlich vorhanden. 😣 Wir werden für die Rückfahrt ein SA-Bier versprochen – morgens um 8 ist uns doch ein bisschen früh. 🙄
Das Prozedere an der Botsuanischen Grenze geht ja noch manierlich vonstatten. Spaßig wird es erst an dem Grenzposten zur Zimbabwe. Die Schlange ist nicht soooo lang als wir uns anstellen, wächst aber rapide hinter uns an. Jetzt stehen hier Figuren aus aller Herren Länder sich die Füße in den Bauch. Es werden Immigrationspapiere verteilt, die wir währen dem Warten ausfüllen – man ist hier schließlich effizient. 😗 Nach einer Stunde haben wir es geschafft hineinzukommen ins Kabuff. Wer jetzt denkt er hat es geschafft, ist gaaaanz falsch gewickelt. 😠 Bis die paar die noch vor uns stehen auch wirklich fertig sind, dauert es eine gefühlte Ewigkeit. Und es ist heiß. 🙁 Als wir dann endlich daran sind, wird der ausgefüllte Wisch angeschaut – alles perfekt. 🙂 Dann wird der Pass angeschaut und der Obolus von 30 US$ bezahlt. Geschafft haben wir es immer noch nicht. Jetzt wird der Pass nach hinten getragen und 20 min. auf Herz und Nieren geprüft. Wir trauen uns gar keine Ungeduld zu zeigen – just keep smiling. 🤨
Als es dann endlich weiter geht ist bei uns die Laune im Keller. 😈 Wir sind doch hier nur ein Haufen Leuchte die nach VF wollen um Geld auszugeben. So lange wir hier herumstehen, kaufen wir nix, essen und trinken nix und Eintritt für irgendwas zahlen wir auch nicht!! Den Heliflug habe ich jetzt schon geknickt, freiwillig reihe ich mich heute in keine Schlange mehr ein, und die Zeit wird auch knapp sein. Der Flug von vor drei Jahren muss auch für heute herhalten.
Nach 3,5 Stunden sind wir dann endlich da.
Die Victoria Fälle sind aber nach wie vor einer der grandiosesten Naturschauspiele Afrikas. Der längste Wasserfall der Welt liegt an der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe und ist doppelt so hoch und eineinhalbmal so breit wie die Niagarafälle.
Der englische Entdecker David Livingstone hörte auf einer seiner Reisen im Gebiet des heutigen Sambia von einem donnernden Rauch, von Mosi-oa-Tunya. So nannten die Einheimischen die Fälle und schreiben ihnen allerhand Magie zu.
Livingstone ließ am 16. Nov. 1855 sich per Kanu zu den Fällen bringen und war von ihrer Größe und Gewalt sehr überrascht. Flugs nannte er die Fälle um, gab ihnen den Namen seiner Königin und obwohl der Einfluss des Britischen Empire in Simbabwe inzwischen kritischer Geschichtsschreibung und politischer Verachtung gewichen ist, sind die Fälle immer noch nach Königin Victoria benannt. Sie hat übrigens die Victoria-Fälle nie gesehen……..
Das Herz von Afrika, hier pulst es, hier pumpt es. Das Wasser strömt in den Koronarvenen zum Herzen von Afrika. Es kommt weit her aus dem Westen, aus Angola, dem Kongo, Botswana und Namibia. Aus dem Flussgeflecht des Caprivi-Streifens, aus dem Kwando, dem Chobe, dem Luanginga und dem Kabompo. Kranzförmig strömen die Flüsse auf die Victoria-Fälle zu, um sich 60 Kilometer davor im Sambesi zu vereinen.
Der Sambesi ist der viertlängste Fluss Afrikas nach Nil, Kongo und Niger. 2660 Kilometer Wasser, das sich gemächlich durch die Savanne schiebt. Je näher der Sambesi jedoch der Kante der Victoria-Fälle kommt, umso mehr geht er in die Breite, nimmt Fahrt auf, wird mächtiger, umso mehr schwillt er an. Dann platzt er in die Tiefe. Unerwartet, als explodiere er in einer Wolke aus Gischt. Mit Zischen, Fauchen und Dröhnen stürzt er in die Tiefe.
Jede Sekunde donnert der Inhalt von fünf Olympia-Schwimmbecken in diesen 108 Meter tiefen Schlund mit seinen 1,7 Kilometer breiten Basaltlippen. Gut 110 Millionen Liter jede Sekunde. Die Leistung der Fälle entspricht der von zwölf Atomkraftwerken. Vorstellbare Wassermassen? Irgendwann nicht mehr.
Zur veranschaulichung ein paar Fotos von 2010
Den Rachen, der all diese Schwimmbäder verschluckt, rahmt ein dichter, tiefgrüner Regenwald. Darüber spannt sich ein weit ausholender Regenbogen, von der tropischen Sonne in wuchtigen Farben gemalt.
Die Brücke zwischen Vic Falls und Livingstone
Nach 2,5 Stunden tun aber die Füße weh, die Nase ist rot und der Durst ist groß. Wir nehmen das Short Cut zum Victoria Falls Hotel. Hier wollen wir auf die Terrasse sitzen, eine Kleinigkeit essen, ein Bier trinken und diesen wunderbaren Bau samt Aussicht genießen. Und sonst gaar nichts bis die Rückfahrt um 3 startet.
Unverändert, gerade so wie in den kolonialen Tagen, ist der Blick von der Hotelterrasse auf "die Brücke": Die Victoria-Falls-Brücke verbindet Simbabwe mit Sambia , verbindet Vic Falls, wie die Stadt genannt wird, mit dem gegenüberliegenden Livingstone. Nicht, dass sie überaus schön wäre – doch allein das Wissen, dass sich darunter der Sambesi durch eine schmale Schlucht zwängt hat schon was…………..
Das Empire residiert hier nicht mehr, von britischer Distinguiertheit keine Spur. Es ist alles nicht mehr so wie in den alten Tagen, als man in diesem Hotel die Oberschicht der weißen südafrikanischen Gesellschaft empfing. Jetzt hat hier neben Geschäftsleute und reiche Südafrikaner auch die Jack Wolfskin Touristen Einzug gehalten.
Im Flur hängen Bilder von den englischen Royals vergangener Tage, unter anderem auch ein Bild von Queen Victoria. Wenn man nicht wüsste, dass das verkniffene Gesicht ihr Standardausdruck ist, man könnte meinen, sie schaue missbilligend auf den Weg den die Entwicklung genommen hat.
Mary von Teck und Georg V, die Großeltern der Themse-Lizzy
Um 3 startet die Rückreise, diesmal ohne nennenswerte Vorkommnisse. An der Grenze stoßen die Vortrecker wieder zu uns. Viel von dem Bier hat den Platz gewechselt; von der Kühltasche in den Schlund hinein. Es ist aber noch genug da und so bekommen wir unsere versprochenen 2 Bier. Schmeckt uns nicht, aber prost und keep smiling! 😉 😄 Um 5 sind wir wieder hier in der CSL und wir wollen schnell den Gamedrive für morgen früh buchen. Die nächste Katastrophe ist schon da. Fully booked, sorry Mam. 😠 😠 Das Boots Cruise für den Nachmittag können wir noch buchen.
Jetzt ist aber Herr HIRN stinke sauer. MIT MIR! 😠 😮 Ich bin schuld, dass wir nach Vic Falls sind, er wäre ja lieber da geblieben. Und wieso haben wir nicht schon am Vortag gebucht und meck, meck, meck…………….. 😕 🙄 😵 😈 Na, gestern war Theater wegen dem Zimmer und wo das gelöst war hat auch schon das Office zu gehabt! 😮
Aber ich bin ja jetzt Frau Hirn und schon hänge ich am Telefon und telefoniere mit Chobe Marina Lodge. Sie sind mehr als pleased uns morgen früh um 5:30 Uhr zu begrüßen. 😉 😄
Wir feiern noch ½ Stunde stille Messe, aber ein Bier und 1 GT kann wahre Wunder wirken. 😉 😗 Wir gehen dann duschen und hinterher wieder viel zu viel vom Büffet essen.
Hinterher wird wie gewohnt gelesen und geschrieben……………..
Teil 1114. Okt. 2013
18.8.2013. Chobe Safari Lodge
Um 5 Uhr klingelt der Wecker. Schnell waschen und Zähneputzen, gut anziehen und schon sockeln wir durch die Dunkelheit zur Chobe Marina Lodge. Wir werden sehr freundlich begrüßt und es wird Kaffee, Tee, warme Muffins, Kekse und Rusk angeboten. Wir bezahlen gleich und um 6 ist boarding completed. Am Anfang weht ein kühler Wind und es ist schon ein bisschen chilly, aber wir mümmeln uns in warme Decken ein.
Mit einer Fläche von rund 11.000 Quadratkilometern und weltweit bekannt für seine großen Elefantenherden, gehört der Chobe Nationalpark, zu einem der schönsten und wildreichsten Naturreservate Botswanas. Gegründet wurde dieser Nationalpark im Jahr 1967 und ist Teil des geplanten, grenzüberschreitenden Schutzgebiets Kavango-Zambezi Transfrontier Concervation Area. Zusammen mit Simbabwe, Sambia, Namibia und Angola möchte Botswana, dass das wichtigste Elefantengebiet Afrikas durch Gründung dieser Area, erhalten bleibt. Neben mir sitzen 2 Japanerinnen mit Mundschutz und weiße Handschuhe. Sie giggeln wie verrückt und freuen sich über jedes Perlhuhn und jeder Zebramanguste.
Ich versuche das Gegacker auf dem Safariwagen zu ignorieren und mir vorzustellen, dass wir alleine hier sind.. Wir sehen ein paar Elefanten in der Morgendämmerung
Schon wird Irgendwas über Funk gesprochen und der Guide gibt Gas. Schon klar, dass da was Besonderes ist. Als wir ankommen, sagen sie es war ein Leopard. Ich sehe gerade noch wie er ins Gestrüpp verschwindet. Das ist ein so scheues Tier und es ist nicht jeder vergönnt einer zu sehen. Ein langes Gesicht mache ich trotzdem, ein bisschen mehr als der Schwanz hätte ich schon gerne gesehen 😗 😣
Wir schauen dann ersatzweise grasende Hippos im Sonnenaufgang zu.
Der Guide will nach einer Weile weiterfahren, aber ich sage da ist noch was. Er fährt rückwärts und DA! Er kommt nochmal aus dem Gebüsch und stellt sich super schön in Pose. 😛 😄 Der Blick in die Bernsteinfarbenen Katzenaugen ist was Einmaliges und mein Herz pokt wie wild. ich bin ganz ergriffen von dieser Anmut und Schönheit. Es ist ganz still, nur das Klicken der Kameras ist zu hören.........
Er hat dann von uns genug und mit Grazie und Leichtigkeit verschwindet er wieder in die Büsche.
Eine Eule sitzt im Baum
Die Impalas werden allgemein als Bush-Burger bezeichnet wegen der Zeichnung auf ihren Hintern und gelten als Löwenfutter.
Der Blick in den Schokoladen-Augen dieser wunderschönen Antilopen ist aber zum Verlieben.
Ein paar Baboons sitzen neben der Strasse
Kurz danach machen wir Kaffee- und Pipi-Pause in Serondela.
Wir sehen wunderschöne Giraffen
und auch ein Honigdachs läuft herum, aber weit weg.
Ein Geier sonnt sein Gefieder in der Morgensonne
Und wieder Katzenfutter
Eine wunderschöne Gabelracke sitzt auf einem Ast und hebt dann ab in den inzwischen blauen Himmel.
Eine Riesentrappe stolziert herum
Die Sonne scheint jetzt über der sanft fließende Chobe River und die Puku Flats genannten Schwemmebenen mit ihrer schier unendlichen Artenvielfalt. Der Fluss ist die wichtigste Ader für Flora und Fauna im gesamten Schutzgebiet. Im Chobe Nationalpark gibt es verschiedene Landschaftsbereiche, was den immensen Artenreichtum in diesem Naturschutzgebiet erklärt Ich ignoriere jetzt die anderen Safarifahrzeuge und stelle mir vor, dass wir alleine hier sind.
Auf dem Weg Richtung Gate sehen wir dann viele Elefanten
3 Stunden sind im nu vergangen und wir werden vor der CSL abgesetzt.
Wir gehen dann schnell aufs Zimmer unser Fotozeugs wegbringen und dann zum späten Frühstück. Jetzt haben wir auch richtig Hunger und können das genießen.
Hinterher nehmen wir unsere Bücher und gehen an den Pool. Ich schreibe noch Tagebuch und versuche da a jour zu kommen. Wir sind so glücklich wegen den Leoparden, dass wir für morgen früh auch ein Gamedrive buchen.
Danach haben wir immer noch reichlich Zeit um nach Elephant Sands zu fahren. H. Hirn wird nach dem „stuck in the sand“ in Mavunje, jetzt schon hellhörig wenn er das Wort Sand hört. 🤩 😣 Frau Hirn ruft dort an und fragt wie denn die private road so ist. Kann man das mit ein 2x4 schaffen? 🙄 Könnte schwierig werden, aber wir sollen anrufen wenn wir Padamatenga passieren- später ist kein Handyempfang-, dann wissen sie wenn sie nach uns Ausschau halten sollen. 😵 🤨 Wir faulenzen noch ein paar Stunden herum, es sind Tagsüber kaum Leute in der Lodge. Schon ist es Zeit für den nächsten Event. Da haben wir uns besonders darauf gefreut – das Boots Cruise auf dem Chobe River……………..
Teil 1215. Okt. 2013
So liebe RB-Leser, wie versprochen gehen wir jetzt ein bisschen Boot fahren. Ich fürchte ich werde euch wieder mit einer Bilderflut belästigen – ich bitte um Verzeihung. 😉 🙄
Boat Cruise
Wir sind früh da, wir wollen nämlich ein Platz vorne im Boot, das leider groß ist, haben; den bekommen wir dann auch. Als ich die Leute so sehe wird meine Stimmung etwas gedämpft. Na, vielleicht denken sie dasselbe wenn sie uns sehen. Muss man fairer weise sagen. 😵 Ich tue also mein Bestes Mediterranem Geschnatter und schreiende Kinder zu ignorieren, die schon vom Boatcruise genug haben bevor es losgeht! 😈 Auf dem Chobe geht es zu wie in der roush hour, kleine Boote, große Boote, noch größere Boote machen sich auf dem Weg.
Wenn man es schafft sich einigermaßen auf das was man sieht zu konzentrieren und alle Störfaktoren zu ignorieren, ist es allerdings grandios. 🙂 Ich finde die Fotos sprechen eigentlich für sich…………………
Im gesamten Gebiet entlang des Chobe-Flusses leben große Herden Elefanten. Angeblich bilden sie die größte Elefantenpopulation im südlichen Afrika. Am späten Nachmittag kehren die grauen Riesen regelmäßig zum Fluss zurück, um zu trinken. Und natürlich zum Baden. Ein tägliches Spektakel, als würden sie es extra für die Parkbesucher veranstalten.
Aber nicht nur Elefanten leben hier. Fischadler schreien,
Kaffernbüffel mampfen das saftige Gras,
Kudus stehen im Nachmittagslicht,
Junge Baboons spielen – schön finde ich ja nicht mal die Kleinen mit ihren roten Popo- und Pimmelchen. Den Platz bei den ugly-five haben sie verdient
Hier noch mal 2 von den ugly-five
Giraffen ziehen durch den Park, ich liebe ihren stolzen Gang und die edlen Köpfe.
Hippos und Krokodile lassen sich beobachten.
Im Park wechselt die Landschaft von weiten Savannengebieten zu Wald- und Buschlandschaften und der Chobe schlängelt sich dazwischen.
Der Park bietet 30.000 Elefanten Platz - nicht aber die derzeitige Menge an Dickhäutern. Viele sprechen von einer Elefanten-Plage. Doch dann folgen Momente, da lassen mich alle Bedenken kalt: Denn ich genieße den Anblick dieser Dickhäuter. Sie ziehen am Rande des Chobe-Flusses dahin.
Büffel, die sich in Gruppen Weideplätze ertrotzt haben, grasen.
Auf einer der Puku Flats steht eine Gruppe meiner Lieblingsantilopen: Ellipsenwasserböcke.
Mit ihren plüschigen Fell und den freundlichen Gesichtern sind sie mir besonders ans Herz gewachsen.
Baumleichen ragen aus dem Fluss, Kraniche und Störche sitzen darauf. Dabei ist die Ruhe, die der Chobe ausstrahlt, nicht mehr als eine momentane Laune. Denn schon ein paar Kilometer flussabwärts wird er sich - vereinigt mit seinem "großen Bruder" Sambesi - von seiner wilden Seite zeigen und die Victoriafälle bilden.
Viele Hippos liegen in einer Kule und genießen offensichtlich die Enge und einander, sie grunzen zufrieden. Überall dazwischen sind Vögel die herumpicken. Neugierige, aber auch misstrauische Augen betrachten uns, es wird mit den Ohren gewackelt und ab und zu hebt einer den Kopf und reißt sein gewaltiges Maul zu einem lauten Gähnen auf. Das nur ein paar Meter von uns – beeindruckend.
Da Fr. Hirn jetzt auch Besitzerin eines Vogelbestimmungsbuches ist, wird auch weiterhin fleißig versucht ein paar von den gefiederten Gesellen zu fotografieren.
Wieder Elefanten die mit ihren sanften Gang, der vollkommen lautlos ist, sich Träge Richtung Wasser bewegen.
Das strahlende Licht weicht der nachmittäglichen Weichheit, die den frühen afrikanischen Sonnenuntergang ankündigt. Den Chobe Floodplains mit all den Kreaturen die es hier gibt ist einmalig und es kommt richtig Arche Noa Feeling auf.
Aber es ist auch sehr, sehr busy, hier wird big money gemacht. Die Boote sind aber darauf bedacht, dass jeder mal darankommt. Schlimm ist für mich die Geräuschkulisse auf dem Boot. Die Einheimischen sagen August ist „Spaghettimonat“ 🤩 🤩 Ich denke mit Wehmut ein bisschen an die Stille in Mashi River *seufs*
Auf den Weg downstream, an Sedudu Island vorbei Richtung CRL erleben wir noch ein wunderschönen Sonnenuntergang.
Zurück haben wir gerade noch Zeit für eine Dusche und ein GT bevor wir wieder Büffet essen „müssen“
Ganz kurz denke ich an alle die Leute die heute Abend in Afrika nicht satt werden…….
Nach dem Essen gehen wir gleich in unser Safari-room, wir richten noch unsere Sachen und dann wird gelesen und Tagebuch geschrieben.
Morgen früh heißt es wieder 5 Uhr aufstehen………………….
Teil 1316. Okt. 2013
19.8.2013 Chobe Safari Lodge – Elephant Sands
Um 5 klingelt wieder der Wecker, schnell fertig machen und schon sind wir in der Reseption. Hier gibt es weder Kaffee noch Muffins, dafür ist es auch günstiger!! 😄
Kurz nach 6 Uhr fährt unser Guide wieder durch das Sedudu Gate.
Es weht ein kalter Wind, und viele Tiere verstecken sich in den Busch wo es wärmer ist. Ein paar Impalas sid aber schon unterwegs.
Es wird langsam Tag über Chobe.
Unten am Wasser sind Hippos und Wasserböcke am Grasen, 2 Wasserböcke tragen ein Duell aus
Ein Rotschnabeltocko lässt sein Gefieder von den ersten Sonnenstrahlen wärmen
Auf den Floodplains sind ein paar Red Lechwe und jede Menge Impalas zu sehen.
Ein juveniler Sattelstorch schreitet durchs Wasser und sucht nach seinem Frühstück
Und wieder ein paar Hippos
Ein Schreiseeadler sitzt mit wachen Augen im Baum
Ein Krokodil zeigt mal die Zähne
Und ein paar Perlhühner sind auch schon unterwegs
Dann wird schon wieder über Funk gesprochen und der Guide gibt Gas. Ich hatte eigentlich den Wunsch LÖWE geäußert, aber nein, da ist er, Botswanas Next-Top-Leopard-Modell! 😄 😄 Entspannt räkelt er sich in der Astgabel und ich komme mich vor als habe ich der Jackpot geknackt. An 2 Tagen hintereinander ein Leopard – das ist für mich unbeschreibliches Glück und ich bin ganz aus dem Häuschen.
Zuerst liegt er zusammengerollt und schläft. Ey, Leute ich bin noch gaanz müde
dann hat er aber die Freundlichkeit sich aufzurichten und dann wird nach alle Regeln der Kunst gepoost. Das nenne ich mal ein shooting! Frau Klum wurde vor Begeisterung quietschen!
Jetzt vielleicht mit Schwanz und ein bisschen Zähne
Ihr seid ein bisschen blöd, ich strecke euch die Zunge heraus
Jetzt mal in Profil
Wir lassen die gepunktete Schönheit in Ruhe, andere wollen auch gucken, und machen Kaffeepause.
Wieder ein paar rotärschige Baboons ,
Auf dem Weg zur Gate schauen wir ein letztes Mal über die Chobe Floodplain
Es lieget wieder jede Menge Hippos auf kleinstem Raum, irgendwie gefällt ihnen das.
Wieder Giraffen, *like*
Und last but not least verabschiedet sich der Chobe Park mit Elefanten
Was wir gar nicht gesehen haben sind Zebras. Sie sind um diese Uhrzeit noch nicht unterwegs. Und Löwen natürlich, die fehlen auch noch; da setze ich jetzt meine Hoffnungen in Sango. Wir haben versucht jemand zu finden der mit uns ein Gamedrive von 6-12 Uhr machen (machen sie erst ab 4 Pers.), aber es war niemand bereit. Wir sind aber mehr als zufrieden – wer wäre das nicht nach 2 Leopardensichtungen und all die anderen Kreaturen die wir hier gesehen haben? Wir haben Leute getroffen die 8 Jahre Afrikaurlaub gebraucht haben um einen Leopard zu sehen. Wir verabschieden uns Gedanklich von Chobe und sind froh, dass es noch solche Orte gibt wo man diese Vielfalt und Menge an Tiere erleben kann. Und es ist ganz klar, dass man das nicht so alleine für sich erleben kann. Wunderbar ist es trotzdem gewesen. 😛 🤪 🙂
Zurück in der CSL frühstücken wir schnell, packen das Auto und machen uns bereit für die Weiterfahrt. Alles in allem hat es uns hier gut gefallen, das Zimmer war sehr schön, das Essen sehr lecker und reichlich. Es ist ein bisschen groß und busy, aber wo ist es das in Kasane nicht? Vor 3 Jahren haben wir in Cresta Mowana gewohnt. Dort war das Zimmer nicht schöner, das Essen nicht besser und rummelig war es auch. Nur viiel teurer. 🤩 Wir haben aber nicht in Ordnung gefunden, dass sie uns in ein Loch namens „Frontroom“ abschieben wollten ohne ein Wort zur Erklärung. 😠 Nach meiner Intervention hat sich aber alles zum Guten gewendet! 😄
Wir tanken erst mal voll und schon sind wir wieder unterwegs. Nachdem wir Padamatenga passiert haben rufe ich in ES an und melde unsere Ankunft für 14-14:15 Uhr an. Wenn wir dann nicht da sind, müssen sie nach uns Ausschau halten. Es kommt dann eine große Baustelle die etwas aufhält, die Behelfsstraße daneben ist aber geteert und gut zu fahren.
Punkt 14:15 biegen wir ab auf die private Straße nach ES und kommen vielleicht 200 m weit. Da stehen ein Hilux mitten in der „Straße“ und ein Typ daneben. O-Ton Fr. Hirn:“ Schau mal Schatz, wie nett. Sie warten schon auf uns! Halt mal an“. 🙂 Na ja, anhalten ist ein Fehler, hätten wir aber eh müssen, und der Typ wartet auch nicht auf uns. 🙁 Ein Stück weiter vorne hat sich nämlich zwei Kleinbusse mit dem guten Stern aus Schwabenland samt Anhänger festgefahren und innerhalb kürzester Zeit stand hinter uns noch ein Hilux, ein Safari Truck und noch ein Kleinwagen - Trafficjam von feinsten. 😣 😠
Wir stehen alle in der Sonne herum und es wird allgemein geschimpft, dass auf der HP nicht darauf hingewiesen wird, dass ES nur mit 4x4 erreichbar ist. So lange der Kleinbus abgeschleppt wird, beschließen wir mit dem anderen kleinen, dass wir soweit gar nicht abgeschleppt werden wollen. Sie sollen uns hier nur sicher auf die Seite stellen, so dass wir keinem behindert und dann uns und unser Gepäck auf den Safariwagen mitnehmen und morgen Früh das gleiche retour.
Als wir endlich in ES angekommen sind, genervt und durstig, ist erst mal ein kaltes Bier am Wasserloch und Elefanten gucken angesagt. Das ist schon unheimlich wie nah sie sind. 😁 Was die Elis wohl denken über den Muzungu-Gaffern die hier sitzen und an ihrem Bier nuckeln?
Unheimlich wird es und dann auch gleich danach als wir in den Bungi gehen. Von außen sieht es nicht mal so schlimm aus, innen gefällt es uns gar nicht. 😠 🤢
Es gibt keine Fenster, ein dunkles Mückennetz ist vor den Öffnungen getackert, mit braunem Vorhangfetzen davor. Oben in eine Ecke gibt es eine Funzel die wenig Licht gibt. Das Bad ist am schlimmsten, verrostete Wasserhäne und sonst gammelig. 🙁 😵 Es hat geheißen ab 17 Uhr gibt es warmes Wasser. Fehlanzeige, um 17:30 auch nicht und um 18 Uhr genau so wenig. Das letzte Mal im kalten Salzwasser geduscht, habe ich vor 25 Jahren auf den Malediven. ………. 🤨 Ich brauch eigentlich nicht erwähnen, dass H. Hirn nicht besonders amused ist. 😠 Wir gehen dann in der Bar ein GT trinken und noch ein bissen Elefanten gucken bevor es Abendessen gibt. Das soll es laut Plan um 19:30 geben. Um 20:10 wird dann endlich das Buffet eröffnet, alle haben Hunger und stürzen sich darauf. Es gab 2 verschiedene Eintöpfe, eins mit Huhn und Curry, eins mit Rindfleisch. Es war ganz ok – mehr aber auch nicht. Wir essen schnell und gehen zurück ins Bungi. Eine Flasche Mineralwasser um die Zähne zu putzen geopfert, und ab in die Koje.
Schnell schlafen damit es Morgen wird und wir hier abhauen können.
Dombo wir kommen………….. 😄 😄
Teil 1417. Okt. 2013
20.8.2013 Elephant Sands – Dombo Farm
Wir stehen 6:30 auf, jetzt funktioniert die Funzel auch nicht - gut, dass wir Stirnlampen haben- und das Wasser ist immer noch kalt. 😠 Wir stellen unser Gepäck hinaus, unser Shuttle haben wir auf 8 Uhr bestellt. Als wir zum Frühstück gehen wollen, krabbelt neben dem Nachbarbungi ein Pärchen aus ihrem Auto. Sie sind in der Nacht dorthin umgezogen, da ihnen irgendwelche „ Viecher“ über das Gesicht gelaufen sind. 🙄 Das Elend geht weiter, Frühstück soll es ab 7 Uhr geben. Da fängt das muffige Personal erst mal an zu fegen und aufzuräumen und wir dürfen noch nicht Platz nehmen. Es heißt ja, so wie man in den Wald hineinruft, so kommt es wieder hinaus, daher bemühe ich mich trotz allem – die Angestellten können nichts für die Zustände hier- freundlich zu sein, es gibt aber kein „Guten Morgen“ und auch kein Lächeln 😵 7:30 ist es dann so weit und 15 min. später haben wir dann tatsächlich was auf dem Teller. Wir haben kleines Frühstück aber mit 2 statt 1 Ei bestellt. So flexibel ist man dann aber nicht, wir hätten wahrscheinlich Continental Breakfast ohne Würstchen, Bohnen und Speck bestellen sollen. Dann hätten wir die 2 Eier gehabt. 😮 Wir essen schnell und schauen, dass wir um 8 Uhr ready for take off sind.
Als Finale furioso haben wir dann jede Menge Wein und Wasser auf der Rechnung welches wir gar nicht gehabt haben. 😠
Der Shuttlefahrer war pünktlich und er erzählt, dass er jeden Tag hier Leute aus dem Sand zieht. Schönes Zusatzgeschäft kann man sagen, man lässt sich ja nicht lumpen. Daher haben sie auch wahrscheinlich kein Interesse die Straße auszubessern. 🙁
Für uns war ES als Pitstop auf dem Weg zur Dombo gedacht, und da es nicht all zu teuer ist, auch um die Reisekasse ein wenig zu schonen. Wir haben hier eigentlich nicht viel erwartet, aber schon ein wenig mehr als hier geboten wurde. Wenn alle Geheimtipps beim Forumbekannten Reiseveranstalter diese Qualität aufweist, kann ich ganz gut darauf verzichten. Die veröffentlichten Fotos haben auch keine Ähnlichkeit mit unserer Absteige gehabt, und alle Bäder sollen angeblich schön sein. 🤢 Ha, sag ich da nur. Das Wasserloch ist das einzig Positive was ich ES abgewinnen kann, Elefanten gucken kann man aber auch anderswo….. Außer Kakerlaken im Bad 😠 , haben wir keine der anderen Tiere gesehen die es hier angeblich geben soll.
Riesige Herden Elefanten und Büffel kreuzen hier auf und nutzen das Wasserloch und auch schon mal den Pool von Elephant Sands um ihren Durst zu stillen. Dazu gesellen sich Giraffen, Zebras, Kudus sowie Schakale und manchmal auch Löwen und (!) Wilde Hunde.
Über Geschmäcker kann man streiten und es gibt bestimmt auch Leute die es hier gefällt. 🙄 Dies ist unserer subjektiven Meinung, es muss jeder für sich ausmachen ob dies ins Schema passt. Wir werden hier bestimmt nicht wiederkommen, und ich könnte mich ein Monogram in den Allerwertesten beißen, dass wir nicht nach Nata gefahren sind. 🤩
Die Weiterfahrt läuft gemütlich durch wie gewohnt langweilige und staubige Landschaft. In Gweta tanken wir nochmal und wir sind dann pünktlich am Meeting Point wo Uli von der Dombo Farm kurz darauf erscheint. Wir begrüßen uns herzlich und er ist uns auf Anhieb sympathisch. Wir fahren zuerst nach Motopi wo wir unser Auto bei Freunden abstellen, und schon sind wir unterwegs zur Dombo Farm! Wir sind gespannt wie Flitzebogen, vor allem H. Hirn, da er sich das mit nur 2 Bungis nicht vorstellen kann und wie das überhaupt funktionieren soll. Wir fahren gemächlich 1 h auf die Farmpad, das Gespräch geht während dessen locker über dies und das. Und dann sind wir da – für meine Empfinden und nach ES im Paradies! 😄 😛
Bei Heike finden wir auch gleich den Ton, nämlich den Schwäbischen. 😉 Heike und Uli kommen aus der gleichen Gegend wie wir und so läuft das Gespräch in schönster Schwäbischer Dialekt. Ich soll noch später im Urlaub gefragt werden, ob ich als Zugereiste auch Hochdeutsch kann. Aber wie bekannt können wir alles, nur das nicht. 😗
Der 2 Bungi ist nicht besetzt und so können wir behaupten, wir sind so weit weg von Massentourismus wie möglich.
Wir vespern ein bisschen, Heike hat ein sagenhaftes Brot und leckeren Schokoladekuchen gebacken. Das schmeckt, nach viel Toastbrot die letzte Zeit, himmlisch. 😛
Danach nehmen wir unseren Bungi in Augenschein. Wow, großzügig, durchdacht, geschmackvoll – jedes Detail stimmt! Durch 25 Jahre Schöner Wohnen Abo kann ich das beurteilen. 😉 😗 So gefällt mir das.
Wir sitzen dann auf unsere Terrasse in Stühle die ausnahmsweise nicht am Hintern nagen, und genießen einfach hier zu sein. Uli kommt dann und frägt ob wir mit wollen die Karakals füttern. Klar wollen wir das! Sophia und Timmy sind von Uli und Heike groß gezogen.
Um 16:30 machen wir mit Uli eine Farmrundfahrt über das große Gelände und wir erfahren viel über die Entstehungsgeschichte von der Dombo Farm. Es ist eine trockene Landschaft und die Farben sind blasser als am Chobe und in den Caprivi. Das Spätnachmittagslicht verleiht aber alles einen goldenen Glanz
Die Bäume sind voller Webervögelnester. Ulli erzählt, dass er auf Grund der Dürre über längerer Zeit den Vögeln am Tag 1000 l Wasser gegeben hat. Es waren wohl so viele Vögel, dass die Bäume die Last nicht tragen konnte und Äste abgebrochen sind.
Als wir zurückkommen fotografiere ich den Sonnenuntergang
Uli macht Feuer in der Boma. Wir schauen African-TV und genießen dort unseren Sundowner – ein GT what else! 😄
Wir gehen dann eine ausgiebige Dusche nehmen und uns für das Abendessen fertig machen. Ach, wie schön ist es hier in dem großzügigen Bad
Auf einmal machen Schakale ein mords Lärm neben unseren Bungi. Inzwischen ist es dunkel und schon ein bisschen scary. Uli kommt uns dann holen, nach Dunkelheit dürfen wir nicht alleine ins Haupthaus laufen, und er wird uns auch später zurückbringen. Er erzählt dann, dass ein Leopard die Hyänen verjagt hat, daher vorher den Radau. Ich spitze die Ohren – Leopard? - das war mir nicht bewusst als wir Dombo gebucht haben, dass hier Leopard-Country ist! 🤪 Wir haben nämlich bisher nicht die Lageberichte von Dombo bekommen. 🤨
Was dann kommt ist schon einmalig. Wir sitzen draußen am schön gedeckten Tisch und essen unser Dinner, das übrigens sehr lecker war, dazu einen leckeren Nederburg. Der Kerzenschein spiegelt sich in den Gläsern, das Gespräch geht locker, rechts über uns leuchtet der Vollmond und als ob das noch nicht genug ist, sitzt links ein Leopard im beleuchten Baum. Ich muss mich kneifen, damit ich weiß, es ist kein Traum. Da ich das nicht erwartet habe, bin ich wie meistens beim Dinner, ohne Foto unterwegs. Das war Leopard Nr. 3 🙁 😣
Jetzt hat uns Uli zurück in den Bungi gebracht. Wir liegen in den wunderbaren Betten, H. Hirn liest, ich schreibe Tagebuch bevor ich und Schantall euch alle ma gute Nacht winken tun.
Teil 1520. Okt. 2013
@ Lil. Wir zwei Romantikerinnen, was? 😉
@ Panter. Danke. Die Sonne scheint auch am 19.8 🙂
21.8.2013 Dombo Farm - Makadikgadi-Pan-Nationalpark Teil 1
Morgens auf Dombo
Wir haben geschlafen wie daheim in den eigenen Betten. Frühstück gibt es um 7:15, wie erwartet lecker und gesellig. H. Hirn kann von dem leckeren Brot nicht genug bekommen.
Wir wollen heute ein Ganztagesausflug mit Uli in dem Makadikgadi-Pan-Nationalpark und vor allem an den Boteti „The returning river“ machen. Der Boteti verbindet die üppig grüne Wasserwildnis des Okawango mit dem Ödland der Makgadikgadi-Salzpfannen. Über Jahrhunderte hat das Wasser des Okawango den Boteti gespeist - und die Wüste zu Leben erweckt. Der Boteti River war fast zwei Jahrzehnte lang trocken und führte 2009 zum ersten Male wieder Wasser, dadurch kamen viele Tiere in diese Gegend und die Wildwanderungen veränderten sich. Begrenzt wird der Park, der über eine Gesamtfläche von etwa 4.870 Quadratkilometern verfügt, im Westen durch den Boteti River. Ebenso wie die Kudiakam Pan, Kgama Pan und Teile des Nxai-Pan-Nationalparks gehört dieses Naturschutzgebiet zu dem 16.000 Quadratkilometer großen System der Makgadikgadi-Salzpfannen. Die Bezeichnung Makgadikgadi bedeutet übrigens so viel wie „ausgedehntes lebloses Land“. Der Name rührt wohl hauptsächlich von dem in diesem Gebiet herrschenden Wassermangel her – aus diesem Grund gibt es hier auch bislang keinerlei Besiedlung.
Wieder 1 Stunde Farmpad, dann 30 min. auf der Hauptstrasse Richtung Gweta und wir sind da.
Uli bezahlt den Eintritt und wir fahren dann auf teils tiefsandige Piste, aber da ist Uli ein Meister. Gleich nach dem Eingang, begrüßt uns ein Steenbock
Es dauert nicht lange und die ersten grauen Kolosse kreuzen unseren Weg.
Gleich darauf kommen ein paar Giraffen in majestätischer Gang daher
Gefolgt von Sträuße
Als sich dann die Landschaft öffnet und wir den ersten Blick auf den Boteti erhaschen, ist das was einmalig schönes, was man hier in den nördlichen Ausläufern der Kalahari nicht unbedingt erwartet.
Die Sonne glitzert im Wasser und auf den Auen grasen Gnus. Wir haben einen schönen Ausblick nach dem anderen.
Botswanas Nationalvogel, die Gabelracke sitzt auf einem Ast. Vobei der englische Name Lilac-Breasted-Roller schöner ist...........
Wir fahren die Uferböschung hinunter und dann den Floodplains entlang. Wir sehen viele Gnus, auf manche Fotos sieht man, dass sie ihren Platz bei den uglys verdient haben.
Die Landschaft ist breathtaking.
Ein Lilytrotter trottet am Ufer entlag.
Ein Waffenkiebitz auch.
Wir fahren dann wieder am Ufer entlang und sehen den Deutschlandvogel /Sattelstorch der im rosa gefärbten Wasserpflanzen herumstolziert und nach Beute sucht
Ein Kormoran trocknet sein Gefieder
Dann kreuzen ganz viele Kudus unseren Weg (oder wir ihren). Große Männchen mit ihren wunderschön geschwungenen Hörner
Hübsche Weibchen, ah, sie haben alle so freundlicheGesichter und die Ohren erst… Da wurde ich so gerne mal hinlangen.
Eine Gruppe Strauße läuft herum
Kudus stehen im Wasser und fressen
Stolze männliche Kudus
Und die Kudu-Kindestube ist auch da.
Um 1 sucht Uli ein Plätzchen oberhalb vom Fluss, wo wir einen schönen Ausblick haben. Hier machen wir Mittagspause. ………..
Teil 1621. Okt. 2013
21.8.2013 Dombo Farm - Makadikgadi-Pan-Nationalpark Teil 2
…………..Hier wird nicht einfach nur eine Stulle gegessen, Uli hat Stühle, Tisch - mit Tischdecke versteht sich -, Schönes Geschirr und dann wird aus der Magic Box alles was das Herz begehrt aufgefahren. Wurst, Käse, Tomaten, das sauleckere Brot (to die for), kaltes Bier und Wasser und als Abschluss Schokokuchen mit Kaffee. Yammi, yammi, yammi. 😛
Und während wir da sitzen und genießen kommen hunderte von Zebras und Gnus zum Trinken. Das ist paradiesisch schön und man kann bei diesem Anblick das Essen vergessen! Ich bin ein bisschen hibbelig und habe Angst sie ziehen wieder ab bevor wir mit unser Essen fertig sind, aber Uli ist ganz ruhig und weiß es besser. Es gehen welche, dafür kommen aber noch mehr.
Wir räumen zusammen und fahren wieder hinunter das Schauspiel aus nächster Nähe zu beobachten. Eine Kakophonie aus Geräuschen in unseren Ohren: Die Zebras „bellen“ die Gnus „gnöhen“, das Geplansche vom Wasser als die Tiere hineinrennen- hier ist ein pulsierendes Leben
(das war jetzt hardcore 🤩 ) Über dem allem schweben die Geier auf den Aufwinden und lauern auf Beute
Die märchenhaft schöne Gabelracke
und wieder ein Waffenkiebitz lassen sich ablichten
Ein paar Frankoline picken herum
Ein eleganter Schlangenhalsvögel und ein Kormoran
Einer meiner Favoriten; Giraffe
Eine große Gruppe junge Strauße
Und wieder ein wunderschöner Blick über die Floodplains und „The Returning River“
Impalas spiegeln sich im Wasser
Ein Schlangenadler schwingt sich in die Höhe
Wieder ein Sattelstorch
Und ein kleiner Steenbock
Der Boteti kurz vor Kumaga mit Blick auf Leroo la Tau
Hier sehen wir wieder Elefanten
Schöne Impalas haben sich einen Schattenplatz gesucht.
Bei Kumaga wollen wir mit der Fähre übersetzen. Für mich, die nur die Kielfähre und die Autofähren im Wikingerland kennen, eine ganz neue Erfahrung.
(Don´t pay) The ferryman
Impressionen um die Fährstelle
Kurz vor Sonnenuntergang sind wir wieder auf der Dombo Farm. Heike begrüßt uns und sagt ein Leopard sitzt im Baum. Das Licht ist gerade gut genug um ein paar Fotos zu schießen. Das klack, klack der Kamera stört ihn aber und er verschwindet in die Büsche. Sie sagen er kommt wieder wenn es dunkel ist.
Jetzt mache ich ein Guttenberg und Zitiere aus Beles RB. 😗
Auf dem Gelände der Dombo Farm gibt es viele Leoparden, die meisten sind Uli und Heike persönlich und namentlich bekannt. Neben dem Wasserloch gibt es einen toten Baum, auf dem Uli ebenso totes Fleisch anbindet, welches die Katzen anlockt. Laut Uli ist das nie so viel, dass die Tiere davon satt werden und vom selbständigen Jagen abgehalten werden. Aber es bietet gute Beobachtungs- und Fotomotive. Keine Ahnung, ob dieses Verfahren den Leoparden schadet, weil es sie zu sehr an den Menschen gewöhnt oder sie verwöhnt oder ob das völlig unbedeutend für ihr Leben ist. Spannender sind natürlich ungeplante und nicht inszenierte Sichtungen, aber so kann man in Ruhe neben dem Essen her das Tier beobachten und genießen – so etwas gibt es sicher sehr selten! Es ist auch tatsächlich so, dass nicht immer dasselbe Tier auftaucht und sich satt isst, sondern Lady, Charly, Susi usw. sich quasi die Klinke in die Hand geben. Mengenmäßig dürfte das angebotene Fleisch daher höchstens ein Amuse-Gueule sein.... Für Uli und Heike sind die Leoparden ein wichtiges Puzzleteil in ihrem Konzept – und es hat wohl sehr lange (Jahre) gedauert, bis die Katzen ihre Scheu verloren haben und sich regelmäßig an das Wasserloch trauen.
Wir gehen schnell ins Bungi duschen und um 19:30 kommt uns Uli zum Dinner abholen. Schon wieder sitzt ein weiblicher Leopard im Baum. Ich versuche wieder ein paar Fotos zu machen, mein Stativ liegt aber im Auto – dort liegt es gut -, ein verunglücktes stelle ich trotzdem hinein.
Heute Abend gehen wir hinein zum Essen.
Es gibt: Salat mit Fetakäse, Oryxeintopf mit Gemüse und Reis und als Abschluss Schokomousee – alles sehr lecker. Als wir unsere gesellige Runde beenden und Uli uns zurück ins Bungi bringen möchte, sitzt Charlie, der große männliche Leopard im Baum. Diesmal ohne Foto, man kann das tatsächlich auch genießen ohne die Knipsmaschiene. Das ist sozusagen Schrödingers Katze……….. 😉 🤪
Heike und Uli können die wunderschönen Katzentiere auseinanderhalten und sagen das ist wie Gesichter bei den Menschen! Bele übt sich ja inzwischen auch in der Kunst sie zu bestimmen. Mir ist das zu kompliziert und es ist mir auch egal ob das jetzt verschiedene sind oder immer der gleiche. Leo bleibt Leo - basta!
Jetzt stellt sich nur die Frage: Kann man an Leoparden-Überreizung leiden? 😛 😉 😗
Was war das heute für ein schöner Tag. Der Ausflug in den Makadikgadi-Pan-Nationalpark war schöner als ich mir das vorgestellt habe und eins der Highlights in diesem Urlaub.
H. Hirn liest, ich schreibe wieder Tagebuch
Anschließend liege ich wach- Nessun Dorma, Nessun Dorma- und lasse den heutigen Tag Revue passieren Ich glaube ich schlafe heute mit einem Lächeln ein………………
Teil 1723. Okt. 2013
22.8.2013 Dombo Farm
Heute haben wir einen gemütlichen Tag vor uns. Früstück ist erst um 8. Ich bin aber schon kurz nach 6 wach und schaue dem Sonnenaufgang von Bett aus zu. Dann lesen wir noch eine Weile bevor es Zeit ist zum Aufstehen.
Wir frühstücken lange, gut und gemütlich und unterhalten uns auf das angenehmste mit Heike und Uli. Außer dem leckeren Brot gibt es hier wirklich guter Kaffee, leckeren Saft, Wurst, Käse, Eier, Ceralien, Yoghurt und heute eine mega leckere Kumquatmarmelade von Heikes Freundin. Mmmmmm…………. 🙂
Nach dem Frühstück gehen wir den 2 Karakals in ihrem Gehege besuchen. Die hübschen Katzen sind jetzt 20 Monate alt und wurden von Heike und Uli aufgezogen. Sie haben ein großes Gehege das demnächst erweitert wird. Der Plan war wohl die Tiere auszuwildern, aber da haben sie die Rechnung ohne die Hyänen und Leoparden gemacht, die hier jede Nacht ihr Unwesen treiben.
Um 10 Uhr machen wir den Buschmantrail. Das ist nichts spektakuläres, muss es auch nicht sein. Es ist aber schön ein wenig im Busch herum zu laufen; der San vorne weg, dann Hirns und als letzter Uli mit dem Gewehr!!
Der Buschman erklärt uns verschiedene Bäume, Büsche und Gräser und zu was sie benützt werden.
Er zeigt uns wie sie für Vögel und kleine Antilopen Fallen stellen.
Der Gesang der Vögel und der Duft nach Busch und Wildnis hüllen uns ein. Wir sehen Hyänen- und Elefantenpfade die durch den Busch gehen. Auch der Rastplatz der Hyänen. Uli sagt, hier liegen sie den ganzen Tag faul herum und überlegen was sie in der Nacht kaputt machen können oder sonstigen Unfug.
Er zeigt uns auch eine kleine Buschmanhütte und ein kleiner Kraal. Der Versuch auf traditioneller Art Feuer zu machen, wollte aber nicht so recht klappen.
Nach 1,5 Stunden sind wir durstig zurück. Die Männer freuen sich auf ein alkoholfreies Erdinger, ich begnüge mich mit Wasser. Wir haben heute das Mittagessen abbestellt da wir schon um 5 Uhr Dinner essen werden. Wir werden danach in den Busch fahren an ein anderes Wasserloch, wo ab und zu auch Leoparden kommen. Wir sind gespannt. …………
Wir haben uns ein paar gemütliche Stunden gemacht, gelesen, geduscht, auf die Terrasse gesessen und die Haare getrocknet, den Vögeln gelauscht; das alles ist auch eine Beschäftigung die mir sehr gefällt. Ich muss nicht IMMER herumstressen.
Um 4 gehen wir einen Kaffee trinken.
Uli macht schon Feuer in der Boma, er wird nachher Schaschlik grillen. Während wir mit unseren Kaffeetassen da sitzen, kommt ein wunderschöner Steenbock angetrippelt, schaut uns mit neugierigen Augen an und lässt sich hübsch fotografieren. Ich finde die Steenböcke haben die hübschesten Ohren im Busch!
Dann kommen auf einmal 2 Leoparden angeschlichen. 🙂 Der eine ist ruck zuck in ein Baum mit Laub geklettert – keine Chance auf ein Foto. Der andere macht es sich am Wasserloch gemütlich und schlabbert genüsslich das Wasser. Nach eine Weile hat er aber genug und verschwindet wieder in den Busch.
Wow, was haben wir in diesem Urlaub für ein Glück mit den Leoparden. Ich fass es nicht!! 🙂 🙂 Der Gedanke kommt mir; warum sollen wir jetzt noch in den Busch fahren, wo es hier so gemütlich ist und die Leos quasi um die Terrasse tänzeln??
Aber eins nach dem Anderen,
´Couse this is Thriller Night!
Die Leos waren mit dem Salat quasi die Vorspeise zum Dinner. Die gegrillten Spieße – Huhn und Impala- waren sehr lecker. Dazu gab es überbackene Blumenkohl, Broccoli und Kartoffeln. Als Nachtisch frischer Ananas mit Quark. Dazu trinken wir ein Windhuk Lager. Wir plaudern noch eine Weile mit Heike und Uli, dann geht die Sonne unter und es ist Zeit für den Aufbruch ins Abendtheater. Und hier haben wir die Logenplätze gebucht. 😉
Wir klettern auf den offenen Safariwagen, Foto und Fleecejacken haben wir dabei und ich versuche keine großen Erwartungen zu haben.
Die Sonne steht schon tief als wir durch den Busch fahren. Auf einmal kommen 3 Hyänen – es ist die Dracula-Gang- aus dem Dickicht, sie sind nervös und unruhig, hungrig vielleicht?, und wollen eigentlich nicht für ein Foto stillstehen.
Dann kommen wir am Hide an, Uli fährt ganz nah an die Tür, da die Hyänen in der Nähe sind.
Hush, hush, die paar Schritte bis zur Tür, kniiiiiiiirk, wir machen sie auf und sind drinnen im Hide. Uli passt so lange mit dem Gewehr auf. 🤩
Wir machen es uns bequem und testen die Kameras so lange Uli auf dem Baum klettert und ein Fleischmockel festbindet.
Er will dann das Auto ein Stück wegfahren damit es hier nicht störend herumsteht. Wir sitzen jetzt alleine da in den inzwischen dunklen Busch. 😕 Dann hören wir wieder Motorengeräusch, Uli kommt zurückgefahren. Da die Hyänen so aufdringlich waren und bei 3 kann man sich auch schlecht verteidigen. Einer ist immer hinter dir. 🤩 🤩
THRILLER
Na gut, jetzt sitzen wir da……………. Es wird ganz dunkel und der bleiche Vollmond geht auf. Durch das Laub beleuchtet er die gespenstische Stille. It's close to midnight and something evil's lurking in the dark Under the moonlight, you see a sight that almost stops your heart
Wir sitzen, warten, atmen still vor uns hin und versuchen kein Geräusch zu machen. Auf ein mal ein Hyänengeheul direkt neben dem Hide, das geht durch Mark und Bein
You try to scream but terror takes the sound before you make it You start to freeze as horror looks you right between the eyes You're paralyzed
Dann hört Uli wie die Hyänen sich an das Auto machen, er nimmt das Gewehr und geht nachschauen. Kniiiiirk, die Tür fällt hinter ihm zu.
You hear the door slam and realize there's nowhere left to run You feel the cold hand and wonder if you'll ever see the sun You close your eyes and hope that this is just imagination But all the while you hear the creature creeping up behind You're out of time
Uli kommt zurück, puh, und erzählt, die Biester haben schon das Grasnetzt zerfetzt und wollten sich schon an den Reifen machen. Das fehlt noch, mit von den Hyänen zerkauten Reifen hier im Busch festsitzen. 😵 🤨
'Cause this is thriller, thriller night And no one's gonna save you from the hyenas about to strike You know it's thriller, thriller night You're fighting for your life inside a killer, thriller tonight
1,5 Stunden starren wir vergebens in die Dunkelheit, aber kein Leopard zeigt sich. Uli meint das wird nichts mehr. 😠 Wenn die Hyänen sich hier herumtreiben kommt der Leo nicht. Wir beschließen zurückzufahren.
Kniiiirk, die Tür schnell aufgemacht. Uli passt wieder mit dem Shotgun auf und zack, zack sind wir wieder auf dem Landy. Schon sind die Hyänen da und tänzeln um uns herum. 🤩
'Cause this is thriller, thriller night There ain't no second chance against the things with greenish eyes Thriller, thriller night You're fighting for your life inside a killer, thriller tonight
Uli schaut nochmals zum Baum und sagt jetzt ist ER auf dem Baum. Hab gar nicht gedacht ich könnte so leichtfüßig vom Landy klettern. Kniiirk, Tür auf......... kniiirk Tür zu............ und wir sind wieder drinnen im Hide. Der schlaue Kerl hat gewartet bis wir die Hyänen abgelenkt haben und schon war er auf dem Baum. Wir bringen unsere Fotos im Anschlag und schon kann die Fotosession starten.
Die Hyänen tänzeln um den Baumstamm, die Nase nach oben und den „Braten“ witternd, die Augen leuchten grün.
They're out to get you, there's hyenas closing in on every side They will possess you unless you change that number on your dial Now is the time for us to cuddle close together, yeah All through the night Uli´ll save us from the terror on the screen I'll make you see
Nach 20 min. klettert der Leo vom Baum, sichert erst mal hinter dem Baumstamm, bevor er sich in die Nacht verabschiedet. Die Hyänen haben nichts abstauben können, sie schauen mit leuchtenden Augen Richtung Hide bevor sie auch in der Dunkelheit verschwinden. Wir klettern wieder schnell auf dem Wagen – oh, ja, wir sind heute Abend ziemlich leichtfüßig.
Cause this was thriller, thriller night So let me hold you tight and share with you this Killer, diller, chiller, thriller here tonight ………………
Uli meint so was hat er auch noch nicht erlebt und bittet um eine CD mit den Fotos von dieser Sonderaufführung. Und klar, die bekommt er. 😛
Zurück auf Dombo müssen wir Heike alles erzählen und unser Erlebnis mit ein oder 2 GT begießen. Dann liegen wir das letzte Mal in den guten Dombo-Betten. H. Hirn liest noch ein bisschen, ich muss noch das Erlebte im Tagebuch festhalten
Ich schlafe heute wieder mit ein großes Lächheln ein……………. 😄 🤪
Ich danke Bele und Michael Jackson die ich mich für meine Schilderungen von der Dombo Farm, als Co-Autoren ausgeliehen haben.
Teil 1825. Okt. 2013
23.8.2013 Dombo Farm – Thamalakane River Lodge
Heute ist ein Tag ohne besondere Vorkommnisse – es kann ja auch nicht jeden Tag so zugehen wie in den letzten Tagen. 😄 🤩 Wir schlafen aus und schauen den Sonnenaufgang zu bevor wir wieder am 8 beim letzten Frühstück – Henkersmalzeit- in dieser wunderbaren Location sind. 🙁
Ein Steenbock
Ein Gelbschnabeltocko
Ein Glanzstar
Und die Maskenbülbüls an der Vogeltränke sind die letzten Tierischen Begegnungen auf der Dombo Farm.
Ich gehe dann unsere Sachen packen, H. Hirn bleibt und plaudert noch ein bisschen mit Uli. Heike wird uns nachher wieder nach Motopi fahren wo unser Auto untergestellt ist.
Wir verabschieden uns herzlich von Uli bevor wir losfahren, und in Motopi müssen wir dann auch Heike Lebewohl sagen.
Wir durften hier wunderbare Tage verbringen und wir hatten das Gefühl bei Freunden auf Besuch gewesen zu sein. 🙂
Ich habe versucht meine Erwartungen zu Dombo Farm nicht zu hoch zu schrauben, um ja nicht enttäuscht zu werden. Es wurde aber ALLES in alle Kategorien weit übertroffen. Sei es die Unterkunft, die Tiersichtungen, die Gastfreundschaft oder what ever; ich kann für alles nur die volle Punktzahl geben. 😄
Hier hat es uns gefallen – hierher wurden wir gerne zurückkommen! 😛
Nach gut einer Stunde erreichen wir Maun. Heike hat uns vorgewarnt, es gibt hier jetzt 2 neue Ampelanlagen – dafür haben sie absolut alle Straßenschilder abmontiert. 🙁 ´Cause this is Africa………. 😗
Wir finden trotzdem die Thamalakane River Lodge.
Hier vollen wir uns einen faulen Nachmittag machen, mit Lesen und Nichtstun verbringen und auch um ein bisschen runterzukommen nach den Erlebnissen die letzten Tage. Es geht ja hoffentlich morgen auf Sango weiter! 🤩
Am Spätnachmittag sundownern wir vor unserem Bungi mit eine Flasche Shiraz aus Fr. Hirns Vorratkiste. 😉
Die Sonne senkt sich blutrot hinter dem Horizont, die Frösche quaken, alles ist gut………..
Zum Abendessen bestellen wir Salat mit Riesengarnelen, Pfeffersteak mit Pommes und Gemüse, dazu ein Bierchen. Den Wein hatten wir ja schon. 😗
Jetzt lesen und schreiben wir.
Nachdem ich Schantall auf die Dombo Farm gelassen habe (die Glückliche) lese ich jetzt Ein ganzes halbes Jahr.
Teil 1927. Okt. 2013
Meine lieben Leser, ich fürchte heute ist wieder viele graue Riesen und ein bisschen Mietz Mietz angesagt. 😗 🙄
24.8.2013 Thamalakane River Lodge – Sango Safari Camp
Wir stehen um 7 Uhr auf, packen unsere Sachen und gehen frühstücken. Um 8:30 Uhr kommt unseren Fahrer von Bushways Safaris uns abholen. Er wird uns nach Sango fahren.
Als die Teerstraße endet und wir auf die Dirtroad kommen, kann man sagen es ist viel dirt und wenig road! 🤩 😣 Eine üble Hopplerei bis wir den Buffalo-Fence passiert haben, dann wird es ein bisschen besser. Vor dem Erreichen South Gate sehen wir noch eine Giraffe
und ein Impala
Nach 1,5 h sind wir am South Gate.
Auf dem Weg von South nach North Gate sehen wir schon ein par nette Sachen zum einstimmen auf unser Aufenthalt in Sango.
Den Transfer als Gamedrive zu gestalten, wo H. Hirn sich konsequent weigert in ein „fuel to noice konverter“ zu steigen, ist auch nicht schlecht. 😉 Nach 3,5 Stunden erreichen wir Sango, das außerhalb von North Gate im Khwai Konzessionsgebiet liegt.
Das Sango Safari Camp bietet 12 Gästen Unterkunft in 6 komfortablen und sehr geräumigen, auf erhöhten Decks stehenden Zelten im Stil der unvergesslichen Zeltsafaris vergangener Zeiten. Jedes Zelt verfügt selbstverständlich über einen eigenen Badbereich mit Dusche und WC. Die Dusche funktioniert als "bucket shower" unter freiem Himmel, natürlich gegen fremde Blicke geschützt, wie früher auf einer Safari. So versucht das Sango Safari Camp das Rustikale mit Luxus zu verbinden und die Atmosphäre der luxuriösen mobilen Safaris zu Beginn des vorigen Jahrhunderts aus der großen Safarizeit wieder zu beleben.
Die Angestellten singen und begrüßen uns auf traditioneller Weise.
Wir haben gerade noch Zeit unsere Sachen ins „Zelt“ zu bringen und uns ein wenig frisch zu machen, schon gibt es Lunch.
Es gefällt uns alles sehr gut, und irgendwie sieht die Umgebung sehr vertraut aus. Von unserem Deck sehen wir viele Elefanten in der Ferne.
Und auch ein Hammerkopf pickt im Gras herum
Ein Wasserbock steht auf die andere Seite vom Channel und hält Ausschau
Zwei Elefanten kommen zum Trinken
JJ erzählt dann, dass das Camp genau auf dieselbe Stelle steht wo Khwai Tented Camp stand. Da waren wir vor 3 Jahren. Sie sind wohl ein bisschen up- oder downstream gezogen, ich weiß es nicht genau.
Wir haben dann Zeit für eine Siesta, bevor es um 3 Kaffee+ Kuchen gibt, „High Tea“ nennen sie es hier, und der erste Gamedrive ins Moremi startet.
Das Moremi Wildlife Reserve gilt mit seinen 4872 Quadratkilometern als eines der schönsten und abwechslungsreichsten Naturschutzgebiete auf dem ganzen Kontinent. Es schützt ca. ein Drittel des Okavangodeltas und erstreckt sich zungenförmig von Nordosten über die sogenannte Mopane Tongue und Chief's Island bis tief ins westliche Delta hinein. Nur der relativ trockene Ostteil ist durch ein dauerhaft befahrbares Pistennetz (ca. 300 km) erschlossen und dem Besucher zugänglich.
Wir fahren erst wieder über die „Brücke am Khwai“ und nach dem Eintritt in dem Park in östlicher Richtung.
Es ist Nachmittag, die Sonne spendet wärmende Strahlen und bringt das Wasser der Lagune zum Funkeln. Dort watet ein Dickhäuter und Red Lechwe grasen
Dann ist gleich eine große Herde Elefanten da. Sie bespritzen sich mit Schlamm und Staub und sehen dadurch nicht besonders fotogen aus finde ich. Eher schon als waren sie im harten Kampf verwickelt. Den grauen Riesen gefällt es aber so!
Ein Bulle mit Red Lechwe
Roanantilope
Dann sehen wir eine Löwin die weit entfernt im Gras liegt. Da muss man schon Guide sein um das zu entdecken. 😉 Er heißt übrigens Joel und wird uns während unseren Aufenthalt betreuen. Er meint die Löwin wird später aufstehen, jetzt ist es noch zu früh.
Über die Lagune können wir das Sango Camp sehen
Hier noch ein paar fotogenere Elefanten
Hippos die sich im Spätnachmittagslicht zumindest die Köpfe sonnen.
Auf einmal kommen dicke Leiber aus dem Gebüsch gewatschelt. Sie stäuben durch eine Schaar Perlhüner bevor sie sich ins Wasser stürzen.
Dann kommt Funkmeldung, dass Elefanten die Löwin aufgescheucht haben. Wir drehen um und fahren zurück und da ist sie. Yes! Jetzt habe ich so ziemlich alles was ich mir für diesen Urlaub gewünscht habe. 🙂 Der Unterschied zu Chobe ist hier, dass wenn Funkmeldung über was Besonderes eingeht, dann vielleicht 1 bis 2 andere Fahrzeuge da sind. Die machen dann hübsch Platz nach eine Weile, so dass die Tiere nicht so beeinträchtigt sind.
Ganz majestätisch schreitet sie durch das goldene Gras und nimmt keine Notiz von uns.
Joel sagt sie sucht jetzt ihre Gefährtinnen. Wir fahren langsam hinterher und auf die andere Seite von einem Dickicht liegen sie, schwer auszumachen, im Gras. Ich meine es waren 4 Stück, es ist aber schwer aus dieses Knäuel herauszufinden. Eine lag noch wie abgestochen daneben und hat überhaupt nicht daran gedacht unseretwegen ihren Schlaf zu unterbrechen
Die Löwin legt sich zu den anderen und sie kuscheln alle miteinander. Ein schönes Erlebnis!
Dann verabschiedet sich für diesen Tag die Fauna mit einer Eli-Mama mit süßem Nachwuchs.
Wir suchen dann einen Platz zum Sundownern mit Blick auf Sango. Für mich ein magisches Gefühl wie die untergehende Sonne den Himmel blutrot färbt um dann unter dem Horizont zu verschwinden.
Zurück im Camp haben wir gerade noch Zeit für eine Dusche bevor es Dinner gibt. Es gibt Kürbissuppe, Huhn mit Reis und Gemüse und Ananaspudding mit Vanillesoße. Dazu Rotwein. Wir sitzen gemeinsam am großen Tisch und es bilden sich nette Gespräche. Wir waren heute Nachmittag mit Karsten und Conny aus Köln zu 4 unterwegs und es herrscht eine zwanglose lockere Atmosphäre. Als Conny erfährt, dass ich aus Wikingerland komme, bewundert sie meine Deutschkenntnisse, 🤩 kann sich dann aber nicht verkneifen zu fragen: Kannst du auch Hochdeutsch? 😣
Joel bringt uns mit der Taschenlampe zurück ins Zelt, auch hier dürfen wir nicht alleine herumlaufen nach Einbruch der Dunkelheit. Große Elis stehen in der blauschwarzen Dunkelheit direkt neben unser Zelt als wir kommen. Wir haben Nr. 1, das letzte in der Reihe, danach kommt nur Wildniss. 😵
Wir gehen früh schlafen, morgen früh ist um 6 Uhr wecken.
Wir lesen und schreiben in gewohnter Konstellation………………
Draussen sind die Hippos und die Elefanten akustisch noch sehr präsent……
Teil 2030. Okt. 2013
25.8.2013 Sango Safari Camp Teil 1
Der Weckdienst kommt pünktlich und um 7:30 gibt es Frühstück. Da ist die Auswahl nicht gerade prall, dafür ist es ja teuer! 🤩 Kein Käse, kein Wurst und keine Eier. Joghurt, Cerealien, Marmelade und Honig, Toast und Porridge, das war es dann schon. Ich habe seit dem Tok Tokkie Trail kein Haferbrei mehr gegessen, jetzt nehme ich wieder eine Schüssel voll und pimpe das ein bisschen mit Honig und Butter auf. Schmeckt doch! 😛 Dazu eine Tasse Kaffee und schon sitzen wir wieder hoch auf dem gelben Wagen. Nicht das jemand denkt wir führen hier ein Schlaraffenleben!! 😉
Joel fragt was wir sehen wollen und ich sage Mietz, mietz und Wildhunde, die habe ich schon lange auf meine Wunschliste. Heute fahren wir nicht in den Moremi, sondern bleiben im Khwai Konzessionsgebiet.
Mit ganzjährig vorhandenem Wasser, saisonal überfluteten Ebenen, offenem Grasland, mit Bäumen und Büschen bewachsenen Ufern, den Galeriewäldern - "riverine forests" wie auch offenen Wäldern in trockeneren Landschaftsbereichen ist die Region Lebensraum einer großen Artenvielfalt von Säugetieren und Vögeln, wie man sie nur selten im nördlichen Botswana antrifft. Dank des offenen Übergangs zwischen dem Moremi Game Reserve und dem Khwai Konzessionsgebiet kann sich das Wild frei in der ganzen Region bewegen.
Es weht ein etwas kühler Wind und die Tiere ziehen sich in den Busch zurück wo es wärmer ist. Es ist nicht so, dass wir nichts gesehen haben, aber wir sind ja inzwischen ein Haufen verwöhnte Leute.
Ein männlicher Kudu steht in der Morgensonne
mal wieder ein Elefant
Und schöne Khwailandschaften waren es Wert fotografiert zu werden.
Und nach 1,5 Stunden Herumfahrens sind sie Da: Die Wildhunde Ihr müsst jetzt wieder gaaanz stark sein und viele Fotos aushalten. 🙄 😗
Ich bin total begeistert und glücklich. Das wollte ich schon so lange sehen! 😛
5 Erwachsene und 5 Jungens liegen mitten auf der Straße. Die Mutter der Jungen ist von Leos oder Hyänen getötet worden und die anderen Wildhunde kümmern sich um sie. Das heißt, sie versuchen es. Die kleinen tollen wie verrückt herum, nix wie Blödsinn im Kopf, und die großen versuchen ihnen ein paar erzieherische Maßnahmen zukommen zu lassen.
Wie so oft im Leben hat das nicht besonderen Erfolg, die großen geben auf, lassen die Kleinen machen und legen sich in den Sand und beobachten was das Jungvolk so treibt.
Wir schauen lange zu, und ich bin sehr froh über dieses Erlebnis. Schön wieder ist ein Wunsch in Erfüllung gegangen!
Die wunderschöne Khwai-Landschaft, von blauen Wasseradern durchzogen, die sich irgendwann in der Wüste verlieren, Papyrus und Gräser schillern von grün bis golden in der Sonne, darüber der schier endlose Afrikanische Himmel ist .
Stolze Giraffe
Grasende Impalas
Ein Kudu steht unter einem Baum
weiter weg grasen Wasserböcke
Ein Frankolin mit Bipperle
Wir machen dann in dieser bizarren Landschaft Kaffeepause
Joel
Joel und Cheffe
Auf dem Rückweg 3 Giraffen mit ein Babygiraffe
Ein paar Kinder aus dem Khwai Village machen Faxen als wir durchfahren.
Im Camp angekommen haben wir 1 Stunde Zeit zum entspannen bevor es Lunch gibt. Nach dem Essen plaudern wir noch ein bisschen mit den anderen Gästen, dann zieht sich jeder zurück um eine Siesta zu machen. Wir lesen, dösen und schauen ständig hinaus ob sich was „Tierisches“ tut, aber heute ist es echt ein bisschen mau und nach ein paar mal den Kopf strecken um hinauszuschauen, konzentriere ich mich auf das Relaxen und das Lesen. Auch schön. Um 3 gehen wir dann zum „High Tea“ und essen eine Kleinigkeit und trinken was Kaltes dazu. Mein Thermometer zeigt inzwischen 33 ° und mir ist nicht nach warmen Getränken……….