Malariaprophylaxw im August im Caprivi

22 Antworten · 6'996 Aufrufe · gestartet 01. Juli 2013 von kirstin
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Themenstarter2 Beiträge · seit 201301. Juli 2013 · #1
Hallo,
ich bin neu hier, habe die Diskussionen über Malariaprophylaxe aber schon eine Weile verfolgt. Mich würde interessieren, ob im August schon mal jemand im Caprivi ohne Prophylaxe unterwegs war und ob sich jemand um diese Zeit dort schon mal eine Malaria eingefangen hat.
(Bitte nicht gleich auf mich einprügeln..)
1'155 Beiträge · seit 200601. Juli 2013 · #2
kirstin schrieb:Hallo,

Mich würde interessieren, ob im August schon mal jemand im Caprivi ohne Prophylaxe unterwegs war und ob sich jemand um diese Zeit dort schon mal eine Malaria eingefangen hat.

… Hallo Kirstin… ich kann Dir leider nur meine Erfahrung nennen… ich bin seit 20 Jahren jeweils mehrere Wochen pro Jahr in Malariagebieten unterwegs ohne Prophylaxe… Malaria hatte ich noch nie… aber auch immer wenige bis keine Stiche… so und jetzt schau mal wie es hier dann gleich abgeht ... 🙂


lg tom
122 Beiträge · seit 200601. Juli 2013 · #3
Liebe Kirstin,

herzlich willkommen im Forum.

Malaria hab ich mir nicht eingefangen, aber Ängste.

Wir waren vor einigen Jahren im August / September ohne Prophylaxe im Caprivi. Wir haben tapfer die ganze no-bite und ps Sache abgezogen mit Einsprühen und Aussprühen und coils und so weiter. Das war alles ok. Dann bin ich nachts aber mal in die beleuchteten ablutions gegangen und hatte danach ungefähr 50 Stiche am Kopf (da Kopf natürlich nicht anti-mossi behandelt).

Die Monate danach, bis ich wußte, daß ich mir nichts eingefangen hatte, waren nicht so angenehm. Ich mußte oft dran denken und hab mich leicht hysterisch selbst beobachtet (ist es Fieber oder ist mir nur heiß? Vielleicht doch ein kleiner Anfall von Schüttelfrost?)

Das hat mir als Experiment mal wieder ziemlich gereicht. Beim nächsten Urlaub hab ich Malarone genommen und das ging viel besser als ich dachte. Ist (bei mir) von der Verträglichkeit her mit Lariam und Fansidar nicht vergleichbar.

Du wirst für Dich schon die richtige Entscheidung treffen...

Herzliche Grüße
Kathy
146 Beiträge · seit 200901. Juli 2013 · #4
Hi,

ich gebe dir gerne eine Antwort, die wird dir aber in deiner Entscheidung nicht weiterhelfen.

Ich bin schon in vielen Ländern in Afrika unterwegs gewesen (u.a. auch im Caprivi im Winter und Soommer ) ohne Malaria Prophylaxe unterwegs und habe noch keine Malaria bekommen.

Es gibt in Afrika viele Krankheiten für die es keine oder nur eine teilweise Imfpung gibt. Dann gibt es noch die Malaria für die es eine Prophylaxe gibt, also eine hoffentlich wirksame "Versicherung" gegen die Krankheit.

Entscheidend ist ob du der Typ bist der eine "Versicherung" benötigt, oder du das Risiko in Kauf nimmst einer sehr unwahrscheinlichen Ansteckung (soferne du die Expositionsprophylaxe beachtest) und dann die Krankheit zu behandeln. Da hilft dir auch kein Rat eines Arztes, denn der muss die Linie und Vorgaben der medizinischen Leitlinien beachten. Und die heißt für Caprivi = Prphylaxe.

Ich kenne einen Tropenmediziner der selbst auch keine Prophylaxe nimmt, der wird aber nie das einen Patienten sagen, weil der das eigentlich nicht darf, da es gegen die medizinischen Regeln ist.

Wie auch immer, die Entscheidung triffst du, da hilft dir keiner., das ist einfach eine Risiko Abgwägung die man selbst treffen musst. Es gibt sicher viele Menschen, die würden niemals das Risiko in Kauf nehmen zu "wilden" Tieren nach Afrika zu fahren. Dafür gibt es auch keinen allgemein gültigen Rat.

Faktum ist Malaria ist eine schwere Erkrankung, die sehr schnell richtig behandelt werden muss. Wenn ich in Afrika länger in abgelegenene Gebieten unterwegs bin habe ich einen Malaria Schnelltest bei mir und die richtigen Medikamente.

Ich bin klar ein Gegener ein Medikament zur Behandlung der Malaria in einer niedrigen Dosierung als Prphylaxe zu schlucken,damit die Krankheit vielleicht nicht ausbricht. Das ist wie Antibiotika als Prophylaxe gegen verschiedene Krankheiten zu schlucken. Das ist auch sinnlos und Schwachsinn.

Ciao
www.globenomaden.at
2'048 Beiträge · seit 200701. Juli 2013 · #5
hallo Kirstin,
du startest dein Forumsauftritt gleich mit einem Reizthema Nr. 1 hier. Trotzdem erstmal ein herzlich willkommen.
Deine Art zu fragen ist genauso sinnvoll, wie wenn du wissen willst, ob jemand im August schon mal von München nach Hamburg gefahren ist ohne sich anzuschnallen.
Klar geht das. Und genauso klar kann das schiefgehen - tut es aber nicht automatisch oder immer.
Wo Wasser ist und Anophelex-Mücken und Malaria-erkrankte Menschen - da ist immer eine Übertragung möglich. Etwas kannst du durch Chemiesprühen und Kleidung/Netz dagen tun, aber nicht absolute Sicherheit schaffen.

Willst du also das Risiko eingehen? Wenn ja- weshalb:
- Medikamentenphobie? => ok wähle dein Risiko selbst
- persönliche schlechte Verträglichkeit? => sprich mit einem erfahrenen Arzt über Alternativen
- den Kosten? => was ist das für ein Argument angesichts der Gesamtkosten der Reise? Wieviel kostet dich nachher die Behandlung an Zuzahlungen und reduzierter Lebensqualität - wenn nicht noch anderen Dingen?? >kopfschütteln<

ABER MACH DEINE ENTSCHEIDUNG BITTE NICHT VON DER DUMMHEIT UND UNVERNUNFT ANDERER REISENDER ABHÄNGIG!

Das Risiko ist da, auch im August und September. Ob und wieviel du davon auf dich nehmen willst kann dir kein anderer abnehmen. Und ob du dich anschnallst vor dem losfahren, das hängt ja auch nicht davon ab, ob es die anderen tun oder nicht tun - hoffe ich wenigstens.

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
566 Beiträge · seit 201301. Juli 2013 · #6
Also dem Grunde nach wurde die entscheidende Antwort bereits klar gegeben: es handelt sich um eine schlichte Risikoabwägung. Das Malariaproblem besteht, je nach Region von gering bis akut. Also muss die Entscheidung dahin gehen, wie sehr ich persönlich gewillt bin, dieses bestehende Risiko uneingeschränkt einzugehen oder aber es zumindest bestmöglich zu minimieren. (Oder wie so schön geschrieben: wie weit, wie lang und wie schnell will ich ohne Gurt fahren).

Aber eigentlich, Kirsten, hast Du die Frage für Dich selbst bereits beantwortet: schon durch das Stellen Frage zeigst Du, dass Du Dir Gedanken und gegebenenfalls auch Sorgen darüber machst, inwieweit ein Schutz durch Prophylaxe für Dich relevant ist. Daher würde ich Dir dringend empfehlen, entsprechende Vorbeugung zu treffen. Denn am Ende ist nichts blöder, als vor Ort sich jeden Abend Gedenken zu machen, ob nun Mückencreme und lange Kleidung ausreichend sind oder ob jedes summende etwas ein potentieller Überträger ist.
8'054 Beiträge · seit 200801. Juli 2013 · #7
Hallo Kirstin,

Da schliesse ich mich tiffermine an! 😎

Ich gehöre leider auch zu den dummen und unvernünftigen Reisenden die nie eine Malariaphrophylaxe nehmen. 🤩

Wieso? Ganz einfach weil es schon verschiedene Arten von Plasmodiums gibt. Da nehme ich lieber eine kurative Behandlung. Nach dem Bluttest weiss ich genau mit welcher Art ich es zu tun habe.

Warum wirken Heute viele Malariaprophylaxen nicht mehr? Warum gibt es jetzt soviele Resistenzen? Bei Antibiotikas findet man jetzt auch dieselben Probleme.... 😗

Bitte Jaw, schiesse mich nicht ab!!!! 😣

So Kirstin, Du musst aber selber entscheiden was Du willst! 😎 Wir geben dir hier keinen Rat nur unser Vorgehen...... 🙄

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
Themenstarter2 Beiträge · seit 201301. Juli 2013 · #8
Hi,
ihr seid ja alle schnell. Vielen Dank für die vielen Beiträge.
Ja, ja, ich weiß, ich will auch gar keinen Rat, sondern bin wirklich an Erfahrungsberichten interessiert.
13 Beiträge · seit 201311. Juli 2013 · #9
Hallo tiffernine,
du schreibst, du hast - in der entsprechenden Region - immer einen Malaria Schnelltest und die richtigen Medikamente für danach bei dir, falls du gestochen wirst. Welche wären das konkret? Mit welchem Schnelltest und welchen Medikamenten hast du da gute Erfahrungen? Besten Dank und viele Grüße.
1'450 Beiträge · seit 200611. Juli 2013 · #10
Hallo Kirsten,

ich kann mich nur dem Beitrag von Jaw anschliessen. Und da ich auch nicht ohne Gurt autofahren würde, kommt für ich nur eine Malaria-Prophylaxe infrage.
Seitdem es Malarone gibt, ist das auch kein Problem mehr,denn diese Tabletten sind sehr gut verträglich. Übrigens: viel besser verträgliich als eine Behandlung, wenn es einen erwischt hat.

Und alle Anworten hier: ich war dort und hatte keine Prophylaxe und bin nicht krank geworden, die sagen doch schon überhaupt nichts aus. Du kannst auch über die Autobahn rennen und hinterher sagen, dass Dir ja nichts passiert ist, also ist es nicht gefährlich.
Klar geht es meistens gut, wenn aber nicht, was dann??

Gruss Beate
3 Beiträge · seit 201308. Aug. 2013 · #11
Guten Tag,
ich wollte wissen, ob ich in Namibia im Moment rezeptfrei eine Malariaprophylaxe bekommen kann.
Ich war in den 90-ern schon in Nambia und vorher in Südafrika und bekam damals problemlos in der Apotheke ein Medikament ohne Rezept ausgehändigt. Ich würde das lieber vor Ort machen, weil die Apotheker vor Ort sich ja besser auskenen als die Apotheker in Deutschland.
Ich fahre am 24.8. los, erst Rundreise und dann noch zu Verwandten in den Norden ( Grootfontein), von dort aus wollen wir in den Caprivi-Zipfel und da halte ich Prophylaxe für angebracht.
Danke im Voraus für die Antwort(en)
Renate
33,1k Beiträge · seit 200608. Aug. 2013 · #12
Hallo RenateS

willkommen im Forum!

Malariaprophylaxe in Namibia unterliegt ebenfalls der Rezeptpflicht. Habe noch nicht gehört, dass hier was anderes als Malarone empfohlen wird. Günstiger sind die Tabletten hier auch nicht.

Was Du ohne Rezept bekommst ist "Peaceful Sleep" o.ä. 🙂
Caprivi-Zipfel und da halte ich Prophylaxe für angebracht.
Momentan wirst Du kaum jemanden hier in Namibia finden der Deinen Eindruck unterstützen würde. Es ist auch da oben trockener als sonst. Bin aber kein Arzt oder Apotheker, aber ich persönlich würde momentan im Caprivi nichts nehmen!

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
3 Beiträge · seit 201308. Aug. 2013 · #13
Hallo Christian,
danke schön.
Ich war schon dreimal in Namibia, zweimal habe ich was genommen, und das letzte Mal (September 2008) nicht.
Ich hatte zwar ein Rezept von meinem Hausarzt und wollte das in Windhoek einlösen, als unser Guide meinte, dass das absolut überflüssig sei.
An die Trockenheit, von der ich auch von meinen Verwandten gehört hatte, hatte ich jetzt in diesem Zusammenhang nicht gedacht, nochmal vielen Dank!
Renate
1'450 Beiträge · seit 200614. Aug. 2013 · #15
Hallo,

auch wenn es momentan im Caprivi Strip sehr trocken ist, ich würde trotzdem was mitnehmen. Es ist doch kein Problem:
gibts Mücken, fängt man mit dem Schlucken an, gibts keine, lässt man es erstmal sein,. bis man doch Mücken entdeckt. Nachdem man Malarone sowieso erst einen Tag vorher nehmen muss (nicht wie bei den anderen Malaria-Mitteln schon eine Woche vorher), kann man doch ganz kurzfristig entscheiden.,

Ich bin ein totaler Verfechter der Malaria-Prophylaxe, vor allem seit es Malarone gibt. Das ist so gut verträglich, dass ich es wirklich nicht drauf ankommen lassen möchte.

Gruss Beate
749 Beiträge · seit 200614. Aug. 2013 · #16
@Annick
@tiffermine

auch ich gehöre zu den "dummen" die seit über 20 Jahren nach Afrika fahren ohne Prophylaxe.

und noch eins, was viele vergessen: auch mit Prophylaxe bekommt man Malaria nur der Verlauf
ist schwächer ...

lg wüstenfee
1'490 Beiträge · seit 200614. Aug. 2013 · #17
tiffernine schrieb:

Ich bin schon in vielen Ländern in Afrika unterwegs gewesen (u.a. auch im Caprivi im Winter und Soommer ) ohne Malaria Prophylaxe unterwegs und habe noch keine Malaria bekommen.

Es gibt in Afrika viele Krankheiten für die es keine oder nur eine teilweise Imfpung gibt. Dann gibt es noch die Malaria für die es eine Prophylaxe gibt, also eine hoffentlich wirksame "Versicherung" gegen die Krankheit.
Wenn ich ein Medikament nehme, kann ich doch trotzdem Malaria bekommen, oder habe ich das falsch verstanden?
wüstenfee schrieb:@Annick
@tiffermine

auch ich gehöre zu den "dummen" die seit über 20 Jahren nach Afrika fahren ohne Prophylaxe.

und noch eins, was viele vergessen: auch mit Prophylaxe bekommt man Malaria nur der Verlauf
ist schwächer ...

lg wüstenfee
So hat es mir auch mein Arzt erklärt. Prophylaxe schützt nicht vor Malaria. Es mindert nur die Symptome.
Daraus schließe ich, dass man sich bei einer Ansteckung ein bisschen schlecht fühlt, fiebrig, grippig oder wie auch immer. Und man übergeht das viel schneller. Besonders wenn man dann wieder zuhause im Alltag ist.

Wie alle schon hier geschrieben haben, ist es letztendlich deine eigene Entscheidung.

Liebe Grüße
helen
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zuletzt bearbeitet 14. Aug. 2013
461 Beiträge · seit 200814. Aug. 2013 · #18
War letzte Woche im Krüger und habe ein SA Paar getroffen. Die gingen bisher auch immer ohne Prophylaxe - und dann hat es letztes Jahr überraschend geregnet - Und sie kriegten Malaria. Es war anchliessend heftig im Spital, gefolgt von langer spezieller Diät.

2009 hat mich der Regen in Botswana erwischt, dieses Jahr hatte ich zweimal Regen im Krüger, August 2013 und es hatte auch Mücken, zum Glück nur wenig.

Gruss Tom

PS Malarone wird auch zur Behandlung eingesetzt.
zuletzt bearbeitet 14. Aug. 2013
1'450 Beiträge · seit 200614. Aug. 2013 · #19
Genau diesen Fall meinte ich. Man kann doch bei Malarone sehr gut vor Ort entscheiden, ob man es braucht oder nicht.

Und es stimmt, Malarone wird auch zur Behandlung eingesetzt. Allerdings dann in sehr viel höherer Dosierung, sodass dann auf jeden Fall massive Nebenwirkungen zu erwarten sind. Da nehm ich doch lieber vorher was und habe keine Nebenwirkungen.

Und die Aussage: ich war schon xxx mal in Afrika und habe nie Malaria bekommen, sagt ja nun mal gar nichts aus. Ich bin auch schon tausende Kilometer Auto gefahren und hatte noch keinen Unfall. Ob mir morgen etwas passiert, weiss ich aber trotzdem nicht.

Gruss Beate
146 Beiträge · seit 200914. Aug. 2013 · #20
Ich möchte hier noch einmal mit einem Märchen aufräumen:

Die Einnahme einer für die Behandlung der Malaria zu geringen Dosis des selben Medikaments ist kein wirksamer Schutz gegen den Ausbruch einer Malaria. Die Wirksamkeit der sogenannten Prophylaxe hängt ganz wesentlich von der Immunabwehr des einzelnen Menschen ab.

Es gibt keine einzige Studie über die tatsächlich Wirksamkeit der Prophylaxe an nicht semi immunen Menschen. Das bedeutet, dass alle Studien über die Prophylaxe in Afrika an dort lebenden Menschen gemacht wurde. Und diese Menschen haben alle bereits in der Regel eine oder mehrere Malaria überstanden, sonst würden sie nicht mehr leben.

Hier der Text zur Malarone Studie dazu:

Prophylaxe
Drei randomisierte Placebo-kontrollierte Studien wurden bei 677 semi-immunen Personen in Afrika durchgeführt. In einer Studie in Gabun wurden bei 25 von 134 Kindern, die Placebo erhielten, Malariaparasiten nachgewiesen, hingegen bei keinem der 113 Kinder mit Atovaquon/Proguanil-Prophylaxe.(2) In einer 10 Wochen dauernden Studie aus Kenia blieben alle der 108 Erwachsenen unter einer Atovaquon/Proguanil-Prophylaxe malariafrei, während dies in der Placebo-Gruppe nur auf 28 von 54 Personen zutraf.(3) In Sambia erkrankten 2 von 102 Personen unter einer Atovaquon/Proguanil-Prophylaxe, unter Placebo hingegen 41 von 111.(4)

Aufgrund dieser Studien wurde Malarone zur Prophylaxe freigegeben. Wie gesagt, alle diese Personen bzw. Kinder haben in der Regel bereits eine oder Mehrere Malaria Infektionen überlebt.

Und weiter:


Atovaquon/Proguanil eignet sich zur Behandlung einer unkomplizierten Falciparum-Malaria. Die Wirksamkeit gegen Infektionen mit anderen Malariaerregern (P. vivax, P. ovale, P. malariae) ist noch ungenügend dokumentiert,(9) ebenso der Stellenwert bei der Therapie multiresistenter Falciparum-Malaria.(7,8) Problematisch ist besonders die schlechte Bioverfügbarkeit, welche durch eine fettreiche Mahlzeit verbessert werden muss. Atovaquon/Proguanil zur Prophylaxe einer Malaria ist bisher nur bei semi-immunen Personen in Afrika untersucht worden. Die bisherigen Erfahrungen - auch aus unkontrollierten Studien - zeigen, dass das Mittel durchaus wirksam sein kann.


Aufgrund dieser Studien wurde Malarone zur Prophylaxe freigegeben. Wie gesagt, alle diese Personen bzw. Kinder haben in der Regel bereits eine oder Mehrere Malaria Infektionen überlebt.

Kein Arzt weiß mehr zur Prophylaxe als diese Studie. Der oa. Text ist die medizinische Realität.

Der einzige Grund weshalb Touristen so selten an Malaria erkranken ist nicht die Prophylaxe sondern die kurze Aufenhaltszeit und der im Verhältnis zu den Einheimischen gute Schutz gegen Stiche in der Nacht. Es gibt genug Afrika Langzeit Reisende ohne Malaria Erkrankung ohne Prophylaxe einfach weil sich diese gut gegen Stiche schützen. Und das ist die wirksamste beste Prophylaxe.

Gruss

Alfred
www.globenomaden.at
zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2013