Weniger ist manchmal mehr - wieviel Zeit?

23 Antworten · 6'366 Aufrufe · gestartet 15. Feb. 2013 von Outback
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Themenstarter43 Beiträge · seit 201315. Feb. 2013 · #1
Hallo miteinander
Meist plant man für eine Reise viel zuwenig Zeit ein und ist dann gezwungen, weiterzufahren auch wenn man am liebsten bleiben möchte. Aus diesem Grund reise ich eigentlich normalerweise lieber spontan durch ein Land, das heisst, ohne die kommenden Tage vorgebucht zu haben. Da ich gezwungen bin, in der Sculferienzeit im Sommer zu reisen, ist das vermutlich für Namibia keine gute Idee. Ich bin also gezwungen, diesmal genauer voruplanen und zu reservieren.
Kann ich hier Tipps und Hilfe erwarten, die Reisedauer festzulegen? Wieviele Tage soll ich einplanen, damit ich nicht nur am Autofahren bin, sondern viel Zeit zum Sehen und Erleben habe?
Am meisten interessiert mich die Wüste bei Sesriem und Etosha. Hier lohnt es sich vermitlich, mehrere Tage zu bleiben.
Grob denke ich an folgende Tour:
Windhoek
Gästefarm Zebra Lodge
Spreetshoogle Pass
Sesriem, Naukluft Park
Swakopmund
Sandwich Harbour, Cape Cross
Spitzkoppe, Brandberg, Petrified Forest, Twyfelfonten
Kaokoveld
Epupa und oder Ruacana Falls
Etosha
Waterberg
Windhoek

Herzliche Geüsse
Rolf
33,1k Beiträge · seit 200615. Feb. 2013 · #2
Hallo Rolf,

grob gesagt: Nicht mehr als 350 Fahrkilometer am Tag, überall mindestens 2 Nächten, in Etosha und Swakopmund mindestens 3 Nächte. In Windhoek reicht eine Nacht den meisten aus (leider!).

Du nennst 10 Stationen, d.h. Du solltest mit 3 vollen Wochen planen. Nach oben hin sind natürlich keine Grenzen gesetzt.

Sonnige Grüße aus Windhoek
Christian
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199 Beiträge · seit 201115. Feb. 2013 · #3
hallo, ich würde auch auf jeden fall 3 wochen planen....und öfter mal 2-3 nächte wo bleiben...ist entspannter und du kannst es richtig genießen 😉
8'054 Beiträge · seit 200815. Feb. 2013 · #4
Hallo Rolf,

Um dem Virus wirklich zu verfallen brauchste schon 3 volle Wochen!!!:P

Den Rest kannst Du dir dann das nächste Mal anschauen....B)

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
137 Beiträge · seit 200715. Feb. 2013 · #5
Hallo Rolf, hallo Christian,

also ich finde 1 Nacht in Windhoek am Anfang und am Ende ideal, mehr brauchts glaube ich nicht, besonders wenn man vorhat wiederzukommen. Ich komme jetzt insgesamt schon auf 26 Nächte in Windhoek, fühle mich schon richtig wie zuhause...;)


@ Rolf so als absolutes Minimum bei deinem Plan:

Sesriem 2 Nächte
Sawkopmund 3 Nächte
Etosha 3 Nächte
Epupa 2 Nächte
für die restlichen Ziel versuchen Orte zu finden wo man immer 2 Nächte bleiben kann und von dort aus operieren, wenn es gar nicht geht vielleicht einmal nur 1 Nacht zur Überbrückung

lg

Ronny
Themenstarter43 Beiträge · seit 201315. Feb. 2013 · #6
Ups -das geht ja blitzschnell mit Antworten - merci!
Dann rechne ich mal mit 3 bis 4 Wochen. Zwei Fragen noch. Warum solange in Swakopmund? Was ist dort interessant? Wie sieht das anfangs August bei den Ruacanafällen aus. Hat es da überhaupt Wasser oder wird das alles für das Kraftwerk abgezweigt?
Herzlicher Gruss. Rolf
137 Beiträge · seit 200715. Feb. 2013 · #7
Hallo Rolf:

Swakopmund: du hast mit Sandwich Harbour und Cape Cross ja selbst schon 2 Dinge genannt für die sich Swakopmund als Basis anbietet. Sandwich Harbour lässt sich perfekt mit einer Bootstour in Walvis Bay verbindet, das benötigt dann insgesamt einen ganzen Tang mit Nacht vorher und nachher in Swakop. Ob du dann noch nach Cape Cross fahren möchtest ist ein anderes Thema, denn auf der Bootstour siehst du Robben genug und aus historischen Gründen, das originale Kreuz gibt es nicht mehr...;)
Ein weiterer Tag bietet sich in Swakopmund für weitere Touren an z.B. die verschiedenen Wüstentouren wie Little Five usw. damit hättest du 3 Nächte und vor der ersten Nacht wunderbar Zeit aus Sesriem zu kommen und erst gegen Abend in Swakopmund einzutreffen und nach der dritten Nacht gemütlich nach dem Frühstück Richtung Spitzkoppe aufzubrechen.

Ruacana Falls: also ich persönlich hatte noch nie Wasser dort

Wenn du Erfahrung mit 4x4 und Einsamkeit hast wäre vielleicht zu überlegen nach Twyfelfontein über Sesfontein, Purros, Kaoko Otavi über das Galton Gate und das Dolomite Camp nach Etoshe zu fahren und (je nach Zeit) Epupa/Ruacana zu streichen.

lg

Ronny
199 Beiträge · seit 201115. Feb. 2013 · #8
ich war august 2011 dort, da war ein kleiner wasserfall und der kunene plätscherte munter vor sich hin, kommt halt immer drauf an wieviel der regen hergibt, wenn er denn überhaupt was gibt, gg...
aber die fahrt durchs kaoko und dann oberhalb der etoscha durch "echt" namibia ist toll, fand ich zumindest, is ja geschmacksache hat der aff jesacht...;)
Themenstarter43 Beiträge · seit 201315. Feb. 2013 · #9
Hi
Der vorschlag von ronny tönt interessant. Brauche ich da einen Landcruiser oder reicht ein Hilux?
Was verstehst Du unter "echtes" Namibia, doschae?
Gruss. Rolf
482 Beiträge · seit 201215. Feb. 2013 · #10
Hallo Rolf
es reicht ein Hilux ( aber nimm' einen 3.0er, der auch die Salami vom Brot ziehen kann)

Viele Grüße
Wolfgang
zuletzt bearbeitet 15. Feb. 2013
137 Beiträge · seit 200715. Feb. 2013 · #11
Hallo Rolf,

Hilux reicht, je nach Vermieter gibt es auch mehr oder weniger umgebaute (Fahrwerk, Reifen etc.), Landcruiser sind teurer und der Mehrwert beschränkt sich rein für echte "Spezialisten".

Das "echte" Namibia: rund um den Zentralbereich gibt es den Veterinärzaun, wenn man den von innen nach aussen (mit Kontrolle) passiert ist es übertrieben gesagt eine Fahrt von Deutschland nach Afrika innerhalb von 100m (fällt besonders auf der Fahrt von Grootfontein Richtung Rundu auf, in der Gegend von Palmwag etc. ist der Übergang mehr fliessend)

lg

Ronny
98 Beiträge · seit 201216. Feb. 2013 · #12
yyy777yyy schrieb:
Das "echte" Namibia: rund um den Zentralbereich gibt es den Veterinärzaun, wenn man den von innen nach aussen (mit Kontrolle) passiert ist es übertrieben gesagt eine Fahrt von Deutschland nach Afrika innerhalb von 100m (fällt besonders auf der Fahrt von Grootfontein Richtung Rundu auf, in der Gegend von Palmwag etc. ist der Übergang mehr fliessend)
Darf ich mal blöd fragen? Was hat es mit diesem Veterinärzaun auf sich? Ich war leider nicht in dem Gebiet. Was ändert sich denn, wenn man den Zaun passiert?
Welche Funktion hat dieser Zaun?
2'346 Beiträge · seit 200616. Feb. 2013 · #13
Hallo "Bounce1983",

der Veterinärzaun durchzieht ganz Namibia bereits seit der "deutschen Zeit" von Ost nach West. Das Gebiet südlich des Veterinärzaunes gilt als tierseuchenfrei, das Gebiet nördlich davon nicht. Fleisch, das im Südteil erzeugt wird, darf daher auch exportiert werden, da hier strenge Vorschriften bestehen. Aus diesem Grund dürfen auch kein Fleisch oder Fleischerzeugnisse von Nord nach Süd gelangen, daher die Kontrollzäune.

Der Bereich südlich des Zaunes ist traditionell vereinfacht gesagt überwiegend (weißes) privates, kontrolliert bewirtschaftetes Farmland. Das Gebiet nördlich davon ist (schwarzes) kommunales Farmland. Hier gibt es i. d. R. keine Zäune mehr, hier lebt der Großteil der schwarzen Bevölkerung, hier findet das Leben von Mensch und Tier in weiten Bereichen auf der Straße statt. Und das sieht man, sobald man den Veterinärzaum von Süden nach Norden passiert - zumindest in den dichter bevölkerten Regionen östlich Etosha. Man kommt sich wirklich vor, wie in einer anderen Welt.

Viel Spaß
Armin
199 Beiträge · seit 201116. Feb. 2013 · #14
besser hätt ichs net erklärn können 🙂
33,1k Beiträge · seit 200616. Feb. 2013 · #15
Hi Bounce1983,

hat Armin sehr richtig erklärt mit Ausnahme des
der Veterinärzaun durchzieht ganz Namibia bereits seit der "deutschen Zeit" von Ost nach West.
Der erste Zaun in Namibia wurde 1960 erbaut... also zig Jahre nach der deutschen Kolonialzeit. Zur Kolonialzeit gab es auch Rinderpest-Kontrollpunkte, diese aber landesweit. Veterinärzäune gibt es übrigens auch in Botswana: http://www.nnf.org.na/RARESPECIES/InfoSys/IMAGES/Fg10-VetFences.gif

Sonnige Grüße aus Windhoek
Christian
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98 Beiträge · seit 201216. Feb. 2013 · #16
Vielen Dank für die Erklärungen! Das ist echt interessant.
Ehrlich gesagt, eines hat mich in Namibia sehr gestört: Die Zäune überall... links und rechts neben der Straße, immer nur Zäune... Ihr habt recht, richtiges Afrika-Feeling kommt da nicht auf. Wir haben auch - außer in den Nationalparks und auf Ranchgelände - nirgendwo Wildtiere gesehen. Wirklich schade. Ein Grund mehr, nächstes Mal auch den hohen Norden mitzunehmen 🙂
33,1k Beiträge · seit 200616. Feb. 2013 · #17
Hallo Bounce,

da habt ihr dann was falsch gemacht. In keinem anderen Land in Afrika gibt es so viele Wildtiere außerhalb von Schutzgebieten wie in Namibia. Das ist ja gerade das Besondere. Allen voran Geparde, Nashörner, Elefanten. Etwa 80-90 % aller Wildtiere sind außerhalb von Schutzgebieten zu finden. Das hat vor allem mit der "Privatisierung" der Tiere in den 1960er zu tun. Seitdem gibt es vieeeel mehr Wild. Anders zB in Südafrika.

Klar, dadurch das das Land hier zum Großteil privat ist, gibt es viele Zäune. Dir stören Vielkeicht Dein "Afrika-Feeling", die Tierwelt stören sie aber kaum.

Sonnige Grüße aus Windhoek
Christian
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137 Beiträge · seit 200716. Feb. 2013 · #18
Zuhause beim herzeigen der Fotos ist es schon ärgerlich wenn zwischem dem Fotografen und den Tieren ein Zaun zu sehen ist, kann man schwer sagen "das war auf Safari in der freien Wildbahn"😜 😗

Aber noch etwas dazu, z.B. Geparden haben gelernt diese Zäune zu nutzen, insbesondere jene mit feineren Drahtmaschen, indem sie Beutetiere in diese Zäune hineinjagen, dadurch dass sie diese Zäune aus wesentlich grösserer Entfernung wahrnehmen können als ihre Beutetiere.
Deshalb sollte man auch wenn man Tiere vor sich im Bereich der Strasse sieht sehr vorsichtig weiterfahren, da sie auf der Flucht oft durch Panik in die teilweise Stacheldrahtzäune hineinspringen und dadurch durchaus Verletzungen entstehen können.

lg

Ronny
2'346 Beiträge · seit 200616. Feb. 2013 · #19
travelNAMIBIA schrieb:Klar, dadurch das das Land hier zum Großteil privat ist, gibt es viele Zäune. Dir stören Vielkeicht Dein "Afrika-Feeling", die Tierwelt stören sie aber kaum.
Christian
@Christian

Da muss ich dir aber mal widersprechen. Zigtausende Wildtiere sind bisher an den Zäunen umgekommen und die großen Tierwanderungen werden auch durch die Zäune unterbrochen, so dass die Tiere ihre ursprüngliche Lebensweise nicht mehr aufrecht erhalten können.

Gruß
Armin
Themenstarter43 Beiträge · seit 201316. Feb. 2013 · #20
Spannend, was da unerwartet zu Tage kommt! Dachte, der am dichtesten besiedelte Teil Namibias, der Norden, sei nicht interessant und nun dieses Thema.

Es soll im Süden auch Farmen geben, welche Leoparden schützen, habe ich gehört. Da ist wohl einiges im Umbruch?
Gruss. Rolf