Wichtige Info zu Barabhebungen am Geldautomaten

31 Antworten · 9'636 Aufrufe · gestartet 18. Jan. 2013 von Schokohaserl
Antworten
Themenstarter77 Beiträge · seit 200918. Jan. 2013 · #1
Hallo liebe Fomis,

um hier mal etwas Licht ins Dunkel zu bringen, für Euch folgende Info:

Seit ca. August 2012 gibt es bei Maestro (was die meisten noch als EC-Karte kennen) ein neues Sicherheitssystem. Das System dient zu unser aller Sicherheit und soll durch die Limitierung von Abhebebeträgen Betrug vorbeugen oder reduzieren.

Grundsätzlich ist die Einsatzfähigkeit Eurer Karten vor jedem Reiseantritt mit Eurem Kreditinstitut zu klären!

Es gibt keine allgemein gültigen Verfügungsmöglichkeiten!

Die Einsatzfähigkeit ist immer abhängig

- von den Beschränkungen Eures Kreditinstitutes
- von Beschränkungen durch den Betreiber des Geldautomaten, an dem Ihr
verfügen wollt
- von der Technologie, mit der der Geldautomat arbeitet an dem Ihr
verfügen möchtet (Chip oder Magnetstreifen)

und jetzt eben auch

- von Maestro:

Das neue Sicherheitssystem von Maestro ist nur aktiv, wenn die Abhebung noch über die alte Magnetstreifentechnologie abgewickelt wird und die neue Chip-Technologie im betroffenen Land noch nicht einsatzfähig ist.
Abhebungen über den Karten-Chip (wie meistens in Europa) sind von den Maestro-Einschränkungen nicht betroffen.

Die Einschränkungen definieren sich unterschiedlich über

- das Alter des Kartenchips (auch hier alte oder neue Technologie)
- vom bisherigen Einsatzort der Karte (Inland, Europa, International +
welcher Kontinent)

Das Sicherheitssystem teilt Kunden in Segmente ein, die dann das tägliche oder wöchentliche Abhebelimit bestimmen oder ggf. Abhebungen komplett verhindern.

Die Kreditinstitute können meistens keine Auskunft darüber geben, welches Maestro-Limit für die einzelne Karte gültig ist, weil sie die Einsegmentierung bei Maestro nicht sehen können. Aber sie können nach einem Kundengespräch eine Segmentierung in das vom Kunden benötigte Verfügungslimit veranlassen. Daher ist es so wichtig, vor der Reise mit seinem Bankberater zu sprechen. Grundsätzlich ist eine Limiterhöhung auch telefonisch über die +49 116 116 oder die +49 30 4050 4050 möglich, aber aus dem Ausland ist das umständlich und teuer weil man eventuell lange in der Warteschleife hängt.

Deshalb bitte vor Reiseantritt beim kontoführenden Institut das Limit dauerhaft oder noch besser vorübergehend (nur für die Dauer der Reise) einrichten oder erhöhen lassen.

Hier ist das Ganze in Kurzform noch einmal beschrieben: http://www.maestrocard.com/de/uebermaestro/wissenswertes/auslandsbargeldverfuegung.html

Wer sich also wundert, dass er nur 200 € pro Woche 🤩 abheben kann, oder gar nichts 😈 ……daran ist nicht unbedingt die Bank in Namibia schuld 🤨

Flüsterton an: “Manchmal hilft es schon, die Kundenmitteilungen der Bank zu lesen und nicht ungelesen weg zu werfen oder weg zu drücken.😗 ” Flüsterton aus.

Sorry, das mußte jetzt sein.....wobei ich vermute, das auch viele Bankberater diese Neuerung noch nicht so ganz mitbekommen haben, weil sie einfach die Mehrzahl der Kunden nicht betrifft.

Dafür eine Vielzahl von Fomis 😎

Ich hoffe, ich habe das jetzt einigermaßen verständlich erklärt 🙄 und es hilft dem einen oder anderen flüssig zu sein.;)

Liebe Grüße

Schokohaserl
0
2'346 Beiträge · seit 200618. Jan. 2013 · #2
Hallo Fomis,

"Schokohaserl" hat Recht. Vor allem nahezu alle Sparkassen und Volksbanken haben dieses von MasterCard initiierte Sicherheitssystem für ihre maestro-Karten entweder seit August 2012 oder gerade in diesen Tagen eingeführt - überwiegend klammheimlich, ohne ihre Kunden darüber zu informieren.

Über dieses System werden sämtliche maestro-Karten automatisiert einem Profil zugeordnet, nämlich national, europaweit oder weltweit. Entscheidend für die Einordnung in eines der Profile ist die Nutzung der Karte in den letzten zwei Jahren. Wer seine Karte beispielsweise innerhalb der letzten zwei Jahre schon einmal außerhalb Europas eingesetzt hat, dürfte auch in Namibia relativ wenig Probleme bei der Nutzung haben. Wer allerdings in diesem Zeitraum Deutschland nicht verlassen hat, muss mit drastischen Einschränkungen im außereuropäischen Ausland rechnen, sofern die dortigen Geldautomaten noch auf den Magnetstreifen der Karte zurückgreifen - was man natürlich nicht weiß. Das Profil der Karte wird übrigens quartalsweise aktualisiert.

Konkret sieht das so aus:

Wenn die Karte das Profil "national" hat, besteht außerhalb Europas ein Verfügungslimit von (umgerechnet) 200 Euro pro Tag und auch 200 Euro pro Woche.

Wenn die Karte das Profil "europaweit" hat, besteht außerhalb Europas ein Verfügungslimit von (umgerechnet) 300 Euro pro Tag und 450 Euro pro Woche.

Wenn die Karte das Profil "weltweit" hat, besteht außerhalb Europas ein Verfügungslimit von (umgerechnet) 600 Euro pro Tag und 1.500 Euro pro Woche.

Diese Einschränkungen haben übrigens nichts mit eventuellen Verfügungsbeschränkungen der Geldautomaten der einzelnen Betreiber in Namibia - oder sonstwo - zu tun.

Wie "Schokohaserl" schon schreibt, kennen die Bank-/Sparkassen-Mitarbeiter die Einordnung in die Profile für die einzelnen Karten nicht, da dies einzig und allein von MasterCard verwaltet wird, soweit die eigene Bank/Sparkasse der Anwendung díeses Sicherheitssystems zugestimmt hat. Dringend empfohlene Erkundigungen, Profiländerungen und Limiterhöhungen können auf dem von "Schokohaserl" erwähnten Weg veranlasst werden. Hier geht es nicht mehr um relativ wenige Karten einzelner Banken, sondern um die "große Masse".

Trotzdem viel Spaß in Namibia
Armin
zuletzt bearbeitet 18. Jan. 2013
Themenstarter77 Beiträge · seit 200918. Jan. 2013 · #3
Hallo Armin,

Danke, dass Du mich in meinem Aufklärungsfeldzug unterstützt. Es sind einfach zuviele "....die böse Bank in Namibia-Texte" hier zu lesen....

Ich habe die Beträge bewußt nicht erwähnt, weil ich nicht weiß, wie Großbanken das handhaben (außer, dass die Postbank-Karten außerhalb Europas gar nicht mehr funktionieren) und auch, weil ich es möglichst allgemein halten wollte. Aber sei's drum - Du hast ja Recht.

Außer, dass es bei uns z. B. um das Benutzerprofil der letzten drei Jahre geht und nicht das der letzten zwei Jahre. Und die Rechnung geht auch schon nicht auf, wenn ich aus irgendeinem Grund dazwischen mal ne ganz neue Karte mit neuer PIN bekommen habe.

Deshalb: vorher FRAGEN - nicht vermuten oder auf gut Glück versuchen.....

Liebe Grüße

Schokohaserl
0
zuletzt bearbeitet 18. Jan. 2013
10 Beiträge · seit 201218. Jan. 2013 · #4
Hallo zusammen,

Erst mal ein riesiges Dankeschön an Schokohaserl und Armin. Unser Reisebericht wäre vermutlich der nächste geworden in dem heftig über die Banken gemault worden wäre.

Da es bei uns am Montag nach Namibia geht hab ich grad bei der 0116116 angerufen und einen sehr engagierten und allwissenden Mitarbeiter ans Rohr bekommen. Das Limit kann telefonisch problemlos auf 600€/Tag und 1500€/Woche erhöht werden. (Tipp in der Warteschleife einfach immer mit 0 weiter dann geht's schnell und die Limiterhöhungen haben wohl Priorität)

Wir haben uns aber entschieden das Limit zu lassen und uns dann eher mit der Kreditkarte zu versorgen. Ich hoffe mal dass es da keine Probleme gibt.

Viele Grüsse Globetrotter Family
zuletzt bearbeitet 18. Jan. 2013
33,1k Beiträge · seit 200619. Jan. 2013 · #5
Hallo Schokohaserl,

danke für die ausführliche Darstellung, die sicher für viele Reisende wichtig ist.
Das Thema wurde hier ja schon sehr häufig behandelt (seit mehr als einem Jahr), deshalb erlaube ich mir nochmal Threads die hiermit in Zusammenhang stehen zu posten:

- http://namibia-forum.ch/forum/17-news/246726-geldabheben-mit-eckarte-meastro.html
- http://namibia-forum.ch/forum/11-diverses/250617-geldwechsel.html
- http://namibia-forum.ch/forum/11-diverses/253460-atm-limit.html?

Sonnige Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'927 Beiträge · seit 200819. Jan. 2013 · #6
Auch mein Dank an @schokohaserl und Armin,

ungewöhnlich ist eben, dass die kontoführende Bank keine Auskünfte über das Kartenprofil geben kann, war bei meiner Sparkasse auch so.

Wir haben die Mestrokarte mit Chip im Dez 2011 bekommen, im Feb 2012 konnten wir überall in Namibia Geld abheben - außer natürlich beim viel zitierten ATM der Windhoek Bank am Flughafen.

Probleme mit Maestrokarten gab es nur bei den Banken in D, die lange zögerten dem neuen Sicherheitssystem beizutreten, m.W. die Dt. Bank und einige kleinere in den neuen Ländern, da konnte natürlich kein Nutzer-Profil eingerichtet werden und die Karten waren im Ausland gesperrt. Das hat sich wohl im August 2012 dann erledigt.

Eine Anmerkung noch, nach meinen Informationen wird das Nutzerprofil auch bei Kartenwechsel übertragen, wer also schon mal im Ausland seine EC bzw Maestro benutzt hat, muss sich keine Sorgen machen

Gruß
Peter
193 Beiträge · seit 200919. Jan. 2013 · #7
Hallo

und Danke für die umfangreiche Information.
Offensichtlich wird mit diesem Schritt von Maestro dem Kreditkartenbetrug ein weiterer Stein in den Weg gerollt 😎 , auch die Sammlung von Inforamtionen über uns Bürger im Untergrund weiter verdichtet 🤨 !! Das könnte ein Thema für die Gauck Behörde sagen wir mal in 50 Jahren werden. Aber gut.
Bei Visa gibt es da offensichtlich seit langem ein analoges System. Mir wurde die Kreditkarte (Visa) völlig unbrauchbar gemacht weil, so die spätere Begründung nach Rückkehr aus Namibia, von VISA, dass der vorgenommene ( ausschliesslich von mir veranlasste !) Einsatz der VISA Karte zum Bargeldabheben an den ATM in Namibia, BOtswana,Namibia, Sambia ( Reiseverlauf), im Zeitraum von einer Woche nach meiner Ankunft dort verdächtig war. So nahm man an, dass könnte sich um den Einsatz nach Diebstahl handeln und so wurde gesperrt. Glück hatten wir - meine Frau konnte ihre Karte (auch VISA - das gleiche Konto !!)) die restlichen 12 Wochen die wir unterwegs waren einsetzen. Fatal wenn uns diese aus Sicherheitsgründen auch noch gestrichen worden wäre ! Zu Haus angekommen fand ich die diversen Anfragen von VISA zum Verbleib meiner Karte vor.
Nun sind wir sonst im Laufe des Jahres auch viel unterwegs, allerdings eher in Europa. VISA hat das alles nur aus Sicherheitsgründen zum eigenen und meinem Schutz - so die Erklärung - veranlasst.

ABER EBEN AUCH VISA KRTENINHABER VOR REISEANTRITT DAS LIMIT UND DEN EINSATZORT ABSPRECHEN

So meine Empfehlung

Gruß an Alle

Potje
Gast19. Jan. 2013 · #8
Hallo,

und noch ergänzend der Hinweis, dass das Geld abheben im Ausland mit Maestro nicht unbedingt der günstigste Weg sein muss. Bei einer meiner Banken ist es mehr als 3 mal so teuer wie die Nutzung einer Visakarte der gleichen Bank. Deshalb vorher genau die Konditionen prüfen.

Als ich zuletzt Emirates-Flüge gebucht hatte, gab es übrigens 5 Minuten später gleich einen Anruf "Wir haben den Verdacht, dass Ihre Visa-Karte mißbraucht wurde. Haben Sie gerade Flüge ...." Das war etwas erstaunlich, weil ich die Karte regelmäßig für Flugbuchungen nutze. Aber in jedem Fall sind die echt fix mit ihren Überwachungssystemen.

Jetzt im Oman war offensichtlich eine meiner Visakarten gesperrt, obwohl ich genau diese Karte in früheren Jahren schon mehrfach im Oman benutzt habe und zusätzlich die Bank vor der Reise über Reisezeitraum und die erwartete Höhe der Kartennutzung informiert habe. Sowas ist dann ganz ätzend. Zum Glück ist es nicht meine einzige Karte.

Beste Grüße

Guido
193 Beiträge · seit 200919. Jan. 2013 · #9
Hallo Guido,

na da war ich ja nicht der Einzigste !!!!
Im übrigen - so schnell war die ehemalige Stasi - bei uns nicht !
727 Beiträge · seit 200819. Jan. 2013 · #10
Danke an Schokohaserl für die "Aufklärungsarbeit".

Ich find es ja gut, dass die Banken mittlerweile was gegen den Betrug unternhemen.
Was ich nicht verstehe: Die bomben mich voll mit Werbung per Brief und per Mail, aber eine solche Information kriegt man von denen aktiv nicht. 🙁

Gruß

Dino
5'538 Beiträge · seit 200819. Jan. 2013 · #11
Hallo Zusammen,

ich finde es sehr, sehr gut, dass Schokohalserl und Armin sich nach den vielen Diskussionen der Vergangenheit zu diesem Thema die Mühe gemacht haben, alles so zu erklären, dass wir es auch verstehen. Dreimal danke an die Beiden.

Und das maestro nicht die einzige Karte ist, die ein sicherlich sehr gutes Auswertungssystem bzgl. des Verhaltens der Nutzer hat, ist wohl klar. Deshalb empfiehlt es sich in jedem Fall, vor Auslandsreisen mit seiner Kartengesellschaft - egal, ob VISA, Mastercard, Maestro etc - Verbindung aufzunehmen, um das Thema abzuklären.

Liebe Grüße
Gerd
2'346 Beiträge · seit 200619. Jan. 2013 · #12
Liebe Fomis,

Hintergrund der ganzen Sicherheitsbemühungen der Karten-Emittenten ist die Tatsache, dass Kartendaten, die hier zu Lande irgendwie ausgespäht werden (z. B. mittlerweile bevorzugt an manipulierten Kassenterminals) mittels geclonter Karten im ost- und außereuropäischen Ausland an dortigen Geldautomaten missbräuchlich eingesetzt werden, die noch auf der Basis der Magnetstreifen-Autorisierung arbeiten. Chipkarten-basierte Automaten sind davon nicht betroffen, da die Chips (noch) nicht manipuliert werden können. Von daher sollte man durchaus Verständnis dafür haben, dass die Emittenten Anstrengungen unternehmen, das Missbrauchsrisiko einzudämmen. Die Kartennutzer werden zwar in Missbrauchsfällen i. d. R. schadlos gehalten, die ganzen Scherereien und Unannehmlichkeiten bleiben aber trotzdem.

Nun gibt es meines Wissens mindestens drei unterschiedliche Verfahren, die Sicherheit der Karten gegen Missbrauchsversuche im ost- und außereuropäischen Ausland zu erhöhen:

1.
Der Karten-Emittent wechselt vom maestro-System auf ein anderes, z. B. V-Pay. Solche Systeme schließen soweit ich weiß Verfügungen im außereuropäischen Ausland kategorisch aus.

2.
Der Karten-Emittent wendet das sogenannte Geoblocking-Verfahren an. In diesem Fall kann der Kartennutzer in Eigenregie online fallabschließend die Länder oder Ländergruppen für Verfügungen freigeben, die im wichtig sind. Die individuelle Auswahl kann jederzeit vom Nutzer verändert werden. Diese Methode halte ich persönlich für die beste, obwohl man natürlich dabei nicht davor geschützt ist, dass man selbst vergisst, seine Karte dem aktuellen Bedarf anzupassen. Aber dann ist man wenigstens selber Schuld 😉

3.
Der Karten-Emittent nutzt das von "Schokohaserl" und mir beschriebene automatisierte Sicherheitssystem von MasterCard für die maestro-Karten (früher ec-Karten, heute eigentlich richtigerweise GiroCards) mit der Zuordnung eines der drei genannten Profile. Nur zur Erklärung: MasterCard ist der Betreiber des maestro-Verbunds, hat also in diesem Fall nicht unbedingt etwas mit den MasterCard-Kreditkarten zu tun.

Das Fatale ist, dass der Kartennutzer oft nicht weiß, ob sein Karten-Emittent überhaupt eines der Sicherheitssysteme anwendet und wenn ja, welches. Ich kann daher nur empfehlen, sich vor Antritt der Reise bei seinem Karten-Emittenten zu erkundigen, wie es sich mit dem angewendeten Sicherheitssystem verhält und sein Profil ggf. anzupassen bzw. anpassen zu lassen. Am unproblematischsten dürfte das beim Geoblocking-Verfahren sein, denn darüber müsste man ja zumindest informiert worden sein, da hier ja auf das "Selbstbedienungsverfahren" gesetzt wird.

Trotzdem immer noch viel Spaß
Armin
Themenstarter77 Beiträge · seit 200919. Jan. 2013 · #13
Hallo liebe Fomis,

ich hab`s gewußt – ich habe die Büchse der Pandorra aufgemacht😊 ......heul. Aber da muß ich jetzt durch und deshalb muß ich etwas ausholen......Ihr könnt den Thread ja verlassen 🙄

@Globetrotterfamily: ich wünsche Euch Gute Reise!😄

@travelNamibia: ich weiß.....ich habe die Treads gelesen und die Klappe gehalten, weil sie ein halbes Jahr alt waren, aber nachdem die Institute erst nach und nach dem Sicherheitssystem beitreten und die Verträge auch noch voneinander abweichen wird die Sache langsam aktuell. Was auch in den Reiseberichten nachzulesen ist.......aber Danke Dir für die Verlinkung der Treads, dann haben Neulinge alles auf einen Blick zusammen......und Danke für die sonnigen Grüße – es fängt an zu wirken 😎

@Peter 08: dass Dir Deine Bank keine Auskunft geben konnte war klar, weil wir das Profil nicht abfragen können, genauso wenig, wie wir die Sicherungsmuster der Kreditkartenunternehmen kennen. Ist ja auch Sinn der Sache, dient ja der Prävention. 🙂

Jetzt muß ich aber ein bisschen ausholen (bitte nicht hauen)🤢 : Wie ich schon anfangs erwähnt habe, haben sich die Neuerungen sicher noch nicht bis zu jedem Berater durchgesprochen 🤨 . Wir werden täglich mit einer Informationsflut versorgt, die nur selektiv aufgenommen wird, sei es, weil es nicht unser Fachbereich ist oder weil es einfach gerade noch nicht aktuell ist. Ich habe die Ankündigung im Juli im Anhang eines 10 Seiten-Papieres, wo es eigentlich um Lastschriften ging auf gefühlt Seite 15 gelesen 😈 .......Unsere Kunden haben zeitgleich eine Kontoauszugsinfo bekommen, die in etwa so losging: ........fast 15 Millionen Akzeptanzstellen:S .....damit landete die Aufforderung, sich an den Berater zu wenden, häufig schon im Müll...... Beschäftigen tut einen das Thema erst wieder, wenn man damit konfrontiert wird und nachsieht, was denn da in der Info, der Folgeinfo und der Umsetzungsinfo drin stand. Ich kann nur empfehlen, nicht einfach bei der Bank anzurufen und mal nachzufragen......da hat man Glück 🙂 oder Pech 🙁 mit der Auskunft. Richtig wäre es, seinen Berater zu bitten, sich bezüglich dem gewünschten Reiseland mal schlau zu machen und dann ein paar Tage später 😁 zu einem Termin vorbei zu kommen. Das gibt dem Berater die Zeit, aktuelle Fach-Informationen zu sichten, Kollegen zu befragen, oder auch Kundenerfahrungen einzuholen. Wir leben davon, unsere Kunden zu kennen. Wir fragen sie nach Ihren Erfahrungen. Wir können nicht über jedes Land, jede Bank Auskünfte geben, sondern sind auf Feedbacks angewiesen um ein aktuelles Bild über ein Reiseland zu bekommen. Hier auch ganz aktuell, Kundeninfos, in wieweit ein Einsatz der Kreditkarte nur noch mit PIN möglich ist. Da läuft die Umstellung seit 2010 und in Japan oder Vietnam geht ohne PIN schon nichts mehr. siehe auch http://www.mastercard.com/de/privatkunden/products/products_chippin.html Einzelerfahrungen über Gebühren, Freiabhebungen etc. sind von Institut zu Institut unterschiedlich und deshalb nicht allgemein gültig.

Es hilft einfach nichts. Man muß sich ständig mit dem Thema auseinandersetzten, weil es sich ständig ändert.

Was nicht funktionierende Kreditkarten betrifft........ die Schäden durch Skimming sind immens. Anbei Links, was das überhaupt ist, wie man sich dafür schützt und wie das in der Praxis aussieht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Skimming_(Betrug) (hm, der Link geht nicht, dann bitte manuell....:( )
http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-an-geldautomaten/skimming.html
http://www.google.de/search?q=skimming&hl=de&tbo=u&biw=1280&bih=623&tbm=isch&source=univ&sa=X&ei=GHL6UPj9OcqqtAahioGYBA&sqi=2&ved=0CE4QsAQ

Die Kreditkartengesellschaften bemühen sich durch entsprechende Sicherungsmaßnahmen, die Schäden einzudämmen. Dazu gehören “ungewöhnliche” Zahlungsmuster. Geht die Karte mal nicht 🤩 , auch an verschiedenem Automaten nicht, kann es sein, dass die Karte mit einem Sicherheitsparameter belegt ist. Ich habe hier einen Link gefunden, der den technischen Hintergrund erklärt: https://www.sparkasse-nuernberg.de/privatkunden/konten_karten/mastercard/sicherheit/index.php?n=%2Fprivatkunden%2Fkonten_karten%2Fmastercard%2Fsicherheit%2F
Wer die Kreditkartengesellschaft, oder sein Kreditinstitut benachrichtigt, dass der Sicherheitsparameter ausgeschaltet werden soll, kann wieder verfügen. Wie lange, ist wieder von Institut zu Institut verschieden, bei uns sind es drei Tage, dann ist die Karte wieder gesperrt, bis sie aus dem verdächtigen Zahlungsmuster wieder rausfällt.

Es gibt aber auch Komplettsperren durch die Kreditkartengesellschaft, nach häufigen, großen oder was auch immer für Verfügungen. Dann erhält das kontoführende Institut ein Fax, das die Richtigkeit der Umsätze innerhalb von 24 Stunden geklärt werden muß, sonst bleibt die Karte gesperrt. In dem Fall versucht das kontoführende Institut natürlich, den Kunden zu erreichen, was oft schwierig ist. Deshalb lieber anders herum: der Kunde sollte sich beim Institut melden und eine Rückruf-Nummer oder E-Mail hinterlassen, weil die Klärung, Wiederfreischaltung der Karte etwas dauert.

Potjes Hinweis mit Absprache bei der Kreditkartengesellschaft ist gut, insbesondere dann, wenn man mehrere Länder in kurzer Zeit bereist. Danke Dir!

@ Guido: Gebühren legt jede Bank selber fest......da gibt es 1 Million richtige Aussagen drüber, die morgen nicht mehr stimmen.......leider.

@Dino: Flüsterton an: Ja, wie Werbung nervt uns manchmal selber, aber es ist einfach schwierig geworden, Kontakt zum Kunden zu bekommen. Eine gute Beratung ist nur möglich, wenn ich den Kunden kenne, mich bei mehreren Terminen mit ihm unterhalte, seine Wünsche, Pläne, Umfeld etc. kenne. Leider "fürchten" sich viele Kunden davor, weil sie Angst haben, dass Ihnen irgendwas verkauft wird. Viele wollen auch keine Kontoführung bezahlen, weil sie außer ein paar Buchungen nichts brauchen. Das ist ok, aber dann darf ich mich auch nicht über mangelnde Beratung beschweren. 1-2 mal im Jahr zum Gespräch kommen, nach Neuerungen fragen usw. davon profitieren alle. Aber das ist ein anderes Thema......ich will damit nur sagen, das man jemanden nicht nach Bedürfnissen fragen kann, wenn man nichts über ihn weiß. Und dann wird man eben mit allem zugeschüttet 😠 Ist aber nicht böse gemeint, nur die Erklärung für die Werbeflut. Im übrigen kannst Du Deiner Bank ein Webeverbot erteilen.....frag einfach mal danach. Aber vergiß dann nicht, Dich regelmäßig zu informieren. Flüsterton aus.

@Armin: Danke für Deine Untestützung hier Aufkärung zu leisten! Das Geoblocking kommt. Aber wir beide kennen das ja: da laufen Tests, dann Pilotbanken, dann gibt Erfahrungsaustausch und die Umsetzung geht wie immer nicht überall gleichzeitig, sondern wird Zug um Zug innerhalb von 2-4 Jahren durchgeführt.

Nochmals: es ist bei jedem anders. Institut oder Emittent fragen, wenn möglich mit Voranfrage....siehe oben.

Puh, es ist Wochenende und ich arbeite........macht jemand dafür meine Steuererklärung???😗 😗 😗

Liebe Grüße

Schokohaserl
0
zuletzt bearbeitet 19. Jan. 2013
1'927 Beiträge · seit 200819. Jan. 2013 · #14
@ schokohaserl,

meine Infos sind nicht vom Schalterangestellten...;)

Wichtig ist zu wissen, möchte ich etwas über die Maestrokarte wissen, ich muß mich an Maestro wenden, ist ja bei VISA ähnlich.

Mir scheint, die CC Unternehmen schieben ihre Informationspflicht leider den kontoführenden Banken + Sparkassen zu und - wenn ich Deinen Beitrag richtig interpretieren - diese sind damit offensichtlich überfordert.
2'346 Beiträge · seit 200619. Jan. 2013 · #15
@ peter 08

Das mit der Informations"pflicht" ist so eine Sache. 97% der Karteninhaber setzen ihre Karte niemals im außereuropäischen Ausland ein. Da der Karten-Emittent aber nicht weiß, welche 3% der Karteninhaber theoretisch von den stärksten Einschränkungen betroffen sein könnten, muss er im Prinzip alle Karteninhaber informieren. Erstens kostet das eine Menge Geld und zweitens macht man dann mit einem "sperrigen", nur schwer kommunizierbaren Thema auch die 97% verrückt, die von der ganzen Geschichte wahrscheinlich ohnehin nie betroffen sein würden. Das überlegen sich viele Institute.

Gruß
Armin
4'451 Beiträge · seit 200819. Jan. 2013 · #16
Schokohaserl schrieb:Hallo liebe Fomis,

um hier mal etwas Licht ins Dunkel zu bringen, für Euch folgende Info:

Seit ca. August 2012 gibt es bei Maestro (was die meisten noch als EC-Karte kennen) ein neues Sicherheitssystem. Das System dient zu unser aller Sicherheit und soll durch die Limitierung von Abhebebeträgen Betrug vorbeugen oder reduzieren.

Grundsätzlich ist die Einsatzfähigkeit Eurer Karten vor jedem Reiseantritt mit Eurem Kreditinstitut zu klären!

Es gibt keine allgemein gültigen Verfügungsmöglichkeiten!

Die Einsatzfähigkeit ist immer abhängig

- von den Beschränkungen Eures Kreditinstitutes
- von Beschränkungen durch den Betreiber des Geldautomaten, an dem Ihr
verfügen wollt
- von der Technologie, mit der der Geldautomat arbeitet an dem Ihr
verfügen möchtet (Chip oder Magnetstreifen)

und jetzt eben auch

- von Maestro:

Das neue Sicherheitssystem von Maestro ist nur aktiv, wenn die Abhebung noch über die alte Magnetstreifentechnologie abgewickelt wird und die neue Chip-Technologie im betroffenen Land noch nicht einsatzfähig ist.
Abhebungen über den Karten-Chip (wie meistens in Europa) sind von den Maestro-Einschränkungen nicht betroffen.

Die Einschränkungen definieren sich unterschiedlich über

- das Alter des Kartenchips (auch hier alte oder neue Technologie)
- vom bisherigen Einsatzort der Karte (Inland, Europa, International +
welcher Kontinent)

Das Sicherheitssystem teilt Kunden in Segmente ein, die dann das tägliche oder wöchentliche Abhebelimit bestimmen oder ggf. Abhebungen komplett verhindern.

Die Kreditinstitute können meistens keine Auskunft darüber geben, welches Maestro-Limit für die einzelne Karte gültig ist, weil sie die Einsegmentierung bei Maestro nicht sehen können. Aber sie können nach einem Kundengespräch eine Segmentierung in das vom Kunden benötigte Verfügungslimit veranlassen. Daher ist es so wichtig, vor der Reise mit seinem Bankberater zu sprechen. Grundsätzlich ist eine Limiterhöhung auch telefonisch über die +49 116 116 oder die +49 30 4050 4050 möglich, aber aus dem Ausland ist das umständlich und teuer weil man eventuell lange in der Warteschleife hängt.

Deshalb bitte vor Reiseantritt beim kontoführenden Institut das Limit dauerhaft oder noch besser vorübergehend (nur für die Dauer der Reise) einrichten oder erhöhen lassen.

Hier ist das Ganze in Kurzform noch einmal beschrieben: http://www.maestrocard.com/de/uebermaestro/wissenswertes/auslandsbargeldverfuegung.html

Wer sich also wundert, dass er nur 200 € pro Woche 🤩 abheben kann, oder gar nichts 😈 ……daran ist nicht unbedingt die Bank in Namibia schuld 🤨

Flüsterton an: “Manchmal hilft es schon, die Kundenmitteilungen der Bank zu lesen und nicht ungelesen weg zu werfen oder weg zu drücken.😗 ” Flüsterton aus.

Sorry, das mußte jetzt sein.....wobei ich vermute, das auch viele Bankberater diese Neuerung noch nicht so ganz mitbekommen haben, weil sie einfach die Mehrzahl der Kunden nicht betrifft.

Dafür eine Vielzahl von Fomis 😎

Ich hoffe, ich habe das jetzt einigermaßen verständlich erklärt 🙄 und es hilft dem einen oder anderen flüssig zu sein.;)

Liebe Grüße

Schokohaserl
Liebes Schokohaserl,
Nachdem es wie Du im ersten Post schreibst diese
Anderungen im August 2012 gab, habe ich nun auch sämtlichen Banken mal angeschrieben. Vielen Dank , das es hier im Forum soviel Insider gibt, die sich so bemühen uns immer wieder auf dem neuesten Stand zu informieren.
Da nutzen einem ja kaum alte Posts , die vor diesem Datum uber Geldabheben in Namibia gepostet wurden.
Liebe Grüße
Cecile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Themenstarter77 Beiträge · seit 200919. Jan. 2013 · #17
Hallo Peter 08:

ich gebe Dir vollkommen Recht, außer mit Deiner Vermutung, wir wären überfordert.

Wer fragt, bekommt auch Auskunft. Und die auch sofort, wenn es um 0815 geht. Wer aber kommt und fragt, wieviele Stellen eine mexikanische Kontonummer hat.....der muß halt nen Moment warten. Und mein Verständnis geht eben dahin, Kunden nicht warten zu lassen. Ich will hier auch keine Banken-Diskussion lostreten, sondern bemühe mich um Information für die Fomis.

Warum meinst Du wir wären überfordert? Weil ich dem Finanzierungsberater zugestehe, in Finanzierungsfragen fit zu sein und dafür in Sachen Bargeldversorgung mal nachzuschlagen? Sorry, dann habe ich mich falsch ausgedrückt, das wollte ich so nicht. Und was die Informationspflicht angeht, arbeite ich in einem Haus, was dieses Thema sehr ernst nimmt.....aber lassen wir das.

Schönen Nachmittag wünsche ich Dir!

Schokohaserl
0
1'927 Beiträge · seit 200819. Jan. 2013 · #18
sorry, sorry, schokohaserl,

so war das bestimmt nicht gemeint. Ersetze bitte "überfordert" durch "zeitlich dafür nicht in der Lage"

(wenn ich jetzt meinen Beitrag ändere, kommt Deine Antwort etwas komisch 😉 )

Gruß
Peter
Themenstarter77 Beiträge · seit 200919. Jan. 2013 · #19
Hey Peter 08!

Ist doch kein Problem.....habe Dich schon verstanden...;)

Ich wollte einfach nur bewußt allgemein gültige und verstängliche Infos geben.

Wenn Dir noch Ergänzungen einfallen, die den Fomis hier helfen können, dann her damit!

@Cecile: genau richtig, die werden Dir dann schon sagen, was Deine Karte kann oder nicht - es gibt ja auch Institutsbeschränkungen....

@Armin: gute Facts, die Du da hast. Ich glaube, wir schicken alles raus, was geht 🙁 nur ob das sinnvoll ist? Gefühlt ist das einfach nur noch für Juristen geschrieben.....

Liebe Grüße

Schokohaserl
0
1'927 Beiträge · seit 200819. Jan. 2013 · #20
Schokohaserl schrieb:
Wenn Dir noch Ergänzungen einfallen, die den Fomis hier helfen können, dann her damit!
Gerne:

Zur VISA-Card wurde ich vor einiger Zeit informiert, das man sich künftig durch ein Passwort, verbunden mit einem Begrüßungstext, zusätzlich absichern kann, falls man das möchte.

So weit, so gut, doch leider nur die halbe Wahrheit. Verlangt sein Gegenüber bei der Buchung das Passwort, läuft mit der VISA-Card ohne Passwort nichts mehr!! Das Passwort wird z.B. häufig in Italien abgefragt.

(Ich meine nicht die zusätzliche PIN zum Geldabheben oder die rückseitige 3-stellige Nummer)

Gruß
Peter