Wer war mit kleinen Kindern in Afrika unterwegs?

9 Antworten · 3'744 Aufrufe · gestartet 16. Jan. 2013 von AnneMone
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Themenstarter7 Beiträge · seit 201216. Jan. 2013 · #1
Hallo,

wer war schon mal mit kleinen Kindern (3 - 12 Jahre) im südlichen Afrika unterwegs? Gibt es von Euch Hinweise oder Bedenken hinsichtlich Sicherheit, Gesundheit, etc? Geplant ist eine Selbstfahrertour (OffRoad, Camping, 5000km, 6 Wochen).
1'159 Beiträge · seit 200717. Jan. 2013 · #2
Hallo,

Bedenken habe ich keine, jedoch einige Hinweise:

Für sehr viele Selbstfahrer ist oft der Weg schon das Ziel. Lange Fahrten durch phantastische Landschaften sind nicht ermüdend sondern faszinierend. Bei einem Dreijährigen wage ich es zu bezweifeln, dass er diese Faszination teilt. Ihr solltet also lange Fahrten eher vermeiden und lieber etwas länger an den Etappenzielen verweilen.
Hier solltet ihr dann aber auch beachten, dass überall und unter jedem Stein z.B. ein Skorpion sitzen kann. Hier lernen die Kleinen wie sie einen Stein richtig aufheben und wissen von der möglichen Gefahr. Ein dreijähriges europäisches Kind kann dies nicht wissen und dies bedeutet für die Eltern eine ständige Wachsamkeit.
Ich persönlich würde noch zwei Jahre warten weil ich glaube, dass es dann für alle Beteiligten entspannter ist. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung! Prinzipiell steht dem nichts im Wege.

Sonnige Grüsse!
Oshivambo Enda nawa Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
zuletzt bearbeitet 17. Jan. 2013
87 Beiträge · seit 201217. Jan. 2013 · #3
Hallo Annemone,

wir sind mit unserem Sohn (inzwischen 14) auch schon immer gereist, Asien und Africa.
Wir haben natürlich Ziele, Programm etc. nach ihm ausgerichtet, auf Sicherheit geachtet und sind in der Nähe der Zivilisation geblieben, zumindest, bis er etwas älter war.

Für lange Fahrten waren Hörspiele wichtig und ca. alle 2 Std. Pause.

Wir hatten so überhaupt keine Probleme, im Gegenteil, Kinder öffnen Türen und bringen zusätzliche Kontakte.

VG Susi
33,1k Beiträge · seit 200617. Jan. 2013 · #4
Hallo AnneMone,

noch als ergänzender Hinweis sei mit erlaubt, dass ihr Euch vielleicht Gedanken bezüglich Reisezielen machen solltet... es gibt ja Eltern, die ihre Kinder (und auch sich selber) nicht gerne impfen lassen und dann sollte man Gelbfiebergebiete eben außen vor lassen (http://www.who.int/ith/chapters/ith2012en_countrylist.pdf).

Sonnige Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
835 Beiträge · seit 200617. Jan. 2013 · #5
Hallo,

wir waren letzten Sommer mit unserer damals 3 1/2 jähirgen in Südafrika unterwegs. War ein wirklich gelungener Urlaub, der uns allen sehr gut gefallen hat.
Folgende Dinge waren für uns relevant: Fahrstrecken möglichst kurz halten (max. 4h), mindestens zwei Nächte an einem Ort, Malariagebiete meiden bzw. nur zu Zeiten fahren, zu denen das Risiko klein ist. Auch ein bisschen Infrastruktur vor Ort (Shop mit Eis) hat sich bei uns als gut erwiesen.
Zusammengefasst würde ich es so formulieren: Wenn Du eine Tour planst, die sich mehr an den Bedürfnissen Deines Kindes als an Deinen orientiert, hast Du wahrscheinlich einen tollen Urlaub.
Wenn Du magst, schau mal in unseren Reisebericht. Da bin ich auf die Besonderheiten einer Reise mit Kleinkind eingegangen.

Viele Grüße
Susanne
Wo sind all die Elefanten hin, SA 2012, Die Affen rasen durch das Camp, SA 2014, Something old, something new, something borrowed, SA/NAM 2016
Gast17. Jan. 2013 · #6
Hallo,

es waren schon viele FoMis mit kleinen Kindern in Afrika unterwegs und alle fanden es großartig. Unser Zwerg ist jetzt 4 und war auch 4 mal in Afrika. Mit ein bisschen Vorbereitung ist das kein Problem.

Ansonsten gibt es Kinder, die nach einer Stunde im Auto schon heftigst quengeln und mit anderen Kindern kann man problemlos auch mal 8 Stunden Auto fahren. Deshalb tue ich mich mit pauschalen Tipps immer schwer. Du kennst Deine Kinder am besten und wirst schon eine adäquate Tour zusammen bekommen.

Malariarisiken haben wir bislang durch Wahl von entsprechender Route und Jahreszeit minimiert. Falls man doch mal einfach Zeit totschlagen muss, ist aufgrund der Vielseitigkeit ein kleiner Tablet-PC sicher das Nonplusultra. Wiegt kaum was, nimmt kaum Platz weg und ist einfach enorm vielseitig. Lernspiele, Videos, Hörspiele, Bücher, ... alles in einem.

Beste Grüße

Guido
4 Beiträge · seit 201219. Jan. 2013 · #7
🙂 Liebe AnneMone,
wir waren erst letztes Jahr mit unseren Kindern (6 und 8) 3 Wochen im August in Namibia. Gar kein Problem! 2 Jahre zuvor waren sie 4 und 6 Jahre alt. Da war lediglich die Route kürzer und die Aufenthalte an verschiedenen Orten länger. Für uns ist Namibia ideal, weil wir für den von uns bereisten Teil keine Malaria-Prophylaxe benötigen. Nicht zu vergessen, dass immer noch sehr viel Deutsch gesprochen wird, was für kleine Kinder einfacher ist. Sie müssen nicht immer auf die Übersetzung warten. Allerdings waren wir nicht beim Camping (wie zuvor, als wir noch keine Kinder hatten). Im August hatte es teilweise -4 C und in Swakopmund regnete es. Bei drei Wochen ist das Risiko dann relativ hoch, dass die Kinder krank werden und dann dürfte der Urlaub etwas ungemütlich werden. Wir bevorzugen kleinere persönliche Gästefarmen. Die Kinder sind ein absoluter Fan von Hannes auf der Buschberg Guestfarm, auch Sinclair ist super. Sie haben dort massenweise Steine gesammelt und alles mit nach Deutschland genommen. Omandumba ist auch sehr zu empfehlen, und vieles mehr.....
Viel Spaß bei der Planung und ich beneide Dich!
Ekipa
232 Beiträge · seit 200603. Feb. 2013 · #8
Hallo AnneMone

Wir waren mit unseren Kids viele Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Unterdessen sind sie im Teenie-Alter und finden es einfach "normal" so im Auto zu reisen. Sie packen sich gleich selbst Material ein für Unterwegs, wie genügend Papier und Farben, Bücher, Kartenspiele, CD's. Wichtig finde ich noch ein kleines Kissen, da kann man dann die Kids so gemütlich im Auto ablegen und sie schlafen dann zwischendurch ein. Genügend Getränke finde ich auch noch wichtig, gerade auch mit einer eigenen Trinkflasche.

Reisen mit Kindern ist super, denn sie sehen die Welt oftmals so anders und viel intensiver als wir.

Herzlich grüsst
Manaslu
709 Beiträge · seit 201103. Feb. 2013 · #9
Hi,

wir sind mit unserem jetzt 16jährigen Sohn seit seinem 4 Lebensjahr auch in Afrika unterwegs. Als er 4 war mit unserem 4x4 und Dachzelt in der Sahara. Ich hatte da den Beifahrersitz ausgebaut und den entstandenen Freiraum mit Kühlbox, Kanistern und Ausrüstung ausgebaut sowie darauf eine Ebene geschaffen. Frau und Kind saßen somit hinten nebeneinander, hatten eine große Spielfläche und freie Sicht. Wichtig sind max. 2..4h/d Fahrt und viele Pausen sowie öfter 2..3d am gleichen Ort zu bleiben. Kindergesellschaftsspiele und Hörspiele usw sind wichtg (ich habe das Lied "In dem grüngelben U-Boot sitzen wir.." aus der Sesamstraße noch heute in den Ohren). Als unser Sohn älter wurde, war er dann (so ab ca. 8a) während der Fahrt für die Navigation verantwortlich, also für Karte, Kompaß, Navi (ab da haben wir ihn dann auch immer gefragt "wann sind wir da?") und meine Frau für die Reiseliteratur. Letztes Jahr in NAM hatte er sich vorher eine kostenlose Software auf sein Smartphone gezogen und uns damit perfekt durchs Land navigiert.

Gruß

Rocky
-------------------------- ...der schon öfter 4x4 in Afrika war... http://www.4x4club-leipzig.de/ http://www.baja-deutschland.de/
zuletzt bearbeitet 04. Feb. 2013
1'324 Beiträge · seit 201305. Feb. 2013 · #10
ich kann die positiven Erfahrungen mit Kindern nur bestätigen.
Kinder wollen doch vor allem eins: Möglichst viel bei den eltern sein. Wann haben sie das so intensiv wie im Urlaub?

Allerdings gilt es schon Kinder auf mögliche Gefahren aufmerksam zu machen. Allerdings sind Kinder eben Kinder. Oft nutzt auch viel reden nicht viel (unserer stieg mit 4 über eine Klapperschlange und war auch noch stolz daruaf). Erhöhte aufmerksamkeit ist also schon gefragt.


Euer Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania