Bobo Campers

20 Antworten · 7'151 Aufrufe · gestartet 06. Sept. 2012 von reku
Antworten
Themenstarter2 Beiträge · seit 201106. Sept. 2012 · #1
Im Gegensatz zu einigen anderen Forumsteilnehmern haben wir schlechte Erfahrungen mit
dieser Autovermietung gemacht.

Am 16.4. 2012 übernahmen wir bei BoboCampers (BBC) in Windhoek einen 4x4 DiscovererX-
Camper bei kmStand 185000, den wir über Outback-Explorer Ltd in Bielefeld gemietet hatten.

Nach einer dreitägigen Fahrt (~ 600 km)von Windhoek über Mariental und Keetmannskop zum Hobas- Camp am Fish-River auf normalen, ofiziellen Asphalt/ Gravel-Strassen gab die Kupplung des Campers
kurz nach der Abfahrt vom Camp ihren Geist auf. Wir riefen sofort BBC in Windhoek an und erhielten die Antwort, daß es schwierig sein könnte, heute am Samstag, eine neue Kupplung zu besorgen.
Zehn Minuten später gab es einen Rückruf mit der Mitteilung, daß zufällig !!! eine neue Kupplung in der eigenen Werkstatt auf Lager sei und das Fahrzeug am nächsten Tag repariert werde. Das geschah dann auch

Bei der Rückgabe des Wagens allerdings kam die böse Überraschung. Uns wurden trotz Vollkaskoversicherung 800 € für Kupplung und deren Austausch in Rechnung gestellt , mit der Begründung , Kupplungsschäden seien immer durch Fahrfehler des Mieters bedingt , für die dieser gemäß Mietbedingungen haften müßte. Als Beweis wurde uns ein Schreiben einer Nissan-Werkstatt vorgelegt, in dem behauptet wurde, der Kupplungsschaden sei vermutlich durch übermäßige Beanspruchung- evtl durch Fahren aus einem Sandloch verursacht worden.

Wer die. .Strecke Windhoek-Fishriver kennt, weiss ,daß auf der gesamten Strecke weder Sandlöcher noch fahrtechnisch schwierige Stellen zu finden sind, an denen man eine Kupplung übermäßig beanspruchen müsste.
Weder dieses Argument ,noch die Tatsache, daß der gleiche Fahrer anschließend ca 8000 km – davon 300 km offroad im Sand- quer durch ganz Namibia ohne .Kupplungsschaden fuhr, ließ BBC gelten.
Auch die Tatsache, daß der Fahrer in verschiedenen ,eigenen Allradfahrzeugen etwa 10000 km offroad in der Sahara- gefahren ist, ohne eine Kupplung zu ruinieren, wurde von BBC nicht berücksichtigt.

Unsere Einwand, der Schaden sei durch normalen Verschleiß bei der hohen Fahrleistung von 185000 km bedingt, wurde mit dem Hinweis beantwortet,die Kupplung sei erst vor kurzer Zeit erneuert worden,

Dies konnte BBC durch einen objektiven Beweis –Werkstattbuch o.ä.- jedoch nicht belegen.

Unter Zeugen hatten wir Fotos von den Teilen der ausgebauten Kupplung gemacht und diese zu Hause
einem vereidigten TÜV-Gutachter vorgelegt.

Ergebnis: Der fragliche Kupplungsschaden ist eindeutig durch normalen Verschleiß bei hoher
Laufleistung des Fahrzeuges bedingt . Übermäßige Beanspruchung durch den Fahrer ist auszuschließen.

Dieses Gutachten haben wir in Zweitausfertigung BBC in Windhoek geschickt .

Reaktion von BBC = Null !!!

In Deutschland würden wir BBC auf Schadensersatz verklagen. Eine Klage In Namibia ist wegen den damit verbundenen Nachteilen (u.a. die Brühe ist teurer als die Brocken) wenig sinnvoll. Das weiss auch BBC.

Unser Eindruck aus all dem ist daher , daß BBC die Zwangslage von Kunden schamlos ausnützt um sich eigene Wartunsversämnisse von den Kunden bezahlen zu lassen.

Wir hatten in den letzten Jahren in Namibia bei 5 verschiedenen Autovermietern 4x4-Fahrzeuge gemietet.
Ein solch unseriöses Verhalten ist jedoch bei keinem einzigen vorgekommen.
319 Beiträge · seit 201206. Sept. 2012 · #2
Hallo,

das Verhalten von Bobo Campers scheint schon etwas fragwürdig (vorausgesetzt die geschilderten Angaben stimmen so - es gibt immer zwei Seiten).

Aber wir Europäer sollten endlich mal von dem Vollkaskodenken wegkommen - einfach mal die Mitbedingungen lesen und schon stolpert man über viele Sachen die nicht versichert sind - die Zeit sollte man sich nehmen. Und die Kupplung ist bei den meisten (eventuell sogar alle) Mietwagenfirmen nicht versichert und es steht bei allen drin, daß dann der Nutzer den Schaden ersetzen muß.

Allerdings gibt Kea zum Beispiel eine Karrenzzeit von 3 Tagen. Wenn in den ersten 3 Tagen die Kupplung den Geist aufgibt, dann ist das die Sache von Kea. Da hat man wenigstens die ersten 3 Tage Zeit zu prüfen, ob die Kupplung eventuell schon verschlissen ist. Oftmals kündigt sich eine verschlissene Kupplung an. Bei Bobo Campers scheint es aber so eine Karrenzzeit nicht zu geben (jedenfalss nichts dergleichen in den Bedingungen gefunden). Das Dumme ist eben auch, daß man nicht weiß, wie der Vorgänger mit dem Auto umgegangen ist - hat ständig die Kupplung schleifen lassen und ist dann gerade noch so zurück gekommen und Du bekommst dann das Auto.

Was natürlich nicht toll ist, daß die Firma nicht den Nachweis führen kann, daß die Kupplung dann und dann ersetzt wurde. Falls die wirklich 180 000km drin war, dann wäre der Ausfall nicht verwunderlich und Dein Ärger mehr als verständlich. Kannst Du ein Bild von der Kupplung mal einstellen?

Egal, Deinen Ärger kann ich verstehen. Besonders, daß keine Reaktion auf das Gutachten kommt ist mehr als befremdlich. Allerdings würde ich auch keinen gerichtlichen Weg einschlagen, das kostet nur Nerven und am Ende Geld, weil der Ausgang sehr fraglich ist. Verbuch es einfach als dumm gelaufen - kann Dir aber auch mit anderen Mietwagenfirmen passieren.

toumtoum
Gast06. Sept. 2012 · #3
Hallo,

in 99% der Fälle dürfte die Argumentation von BoboCampers richtig sein. Die Mieter ruinieren die Kupplung. Im Sand oder Matsch kann man das sehr schnell schaffen. Das hilft Dir natürlich nicht, wenn Du zu den restlichen 1% gehörst und nun ungerecht behandelt wurdest.

Hatte das Auto eine Blackbox und existiert ein GPS-Log, mit dem sich belegen lässt, dass Du nicht offroad gefahren bist? Eine Kupplung auf Asphalt plötzlich kaputt zu bekommen, ist ja deutlich schwieriger. Und was sagt Outback-Explorer dazu? Ziehen die sich auf die Position zurück, dass sie nur Vermittler waren?

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 06. Sept. 2012
1'920 Beiträge · seit 200806. Sept. 2012 · #4
Bei der Rückgabe des Wagens allerdings kam die böse Überraschung. Uns wurden trotz Vollkaskoversicherung 800 € für Kupplung und deren Austausch in Rechnung gestellt
Hallo,
Egal, Deinen Ärger kann ich verstehen. Besonders, daß keine Reaktion auf das Gutachten kommt ist mehr als befremdlich. Allerdings würde ich auch keinen gerichtlichen Weg einschlagen, das kostet nur Nerven und am Ende Geld, weil der Ausgang sehr fraglich ist. Verbuch es einfach als dumm gelaufen - kann Dir aber auch mit anderen Mietwagenfirmen passieren.

toumtoum
Hallo Toumtoum

ich find`s ne riesen Schweinerei, wenn der Kunde für die Verschleissteile der Mietfahrzeuge aufkommen soll, sowas geht in meinen Augen nicht.Das ist abzocke hoch 10.

Für was bezahlt man eigentlich den hohen Mietpreis ?
Unter ander doch auch, weil man erwartet, dass die Autos vom Vermieter auch dementsprechend gewartet werden, und die Verschleissteile rechtzeitig getauscht werden.

Ich würde die 800 € NICHT bezahlen, schon aus dem einfachen Grund, da ich den Schaden NICHT verursacht habe.

Eine Kupplung ist nun mal ein Verschleissteil, und die kann immer mal verrecken.


LG Bloke


P.S und Bobo Camper hat hier auch schon MEHRFACH gravierende Negativ Beurteilunge bekommen
zuletzt bearbeitet 06. Sept. 2012
Gast06. Sept. 2012 · #5
Hallo,
Bloke schrieb:ich find`s ne riesen Schweinerei, wenn der Kunde für die Verschleissteile der Mietfahrzeuge aufkommen soll, sowas geht in meinen Augen nicht.Das ist abzocke hoch 10.
Du musst ja nicht für jeglichen Verschleiß aufkommen. Bremsbeläge oder ein abgenutztes Reifenprofil stellt normalerweise keiner in Rechnung. Die Kupplung ist im südlichen Afrika aber bei fast allen Anbietern von 4x4-Fahrzeugen aus der Versicherung ausgenommen. Das kannst Du bei KEA, Britz, Africa4x4Rentals usw. überall im Mietvertrag lesen. Und das hat eben gute Gründe.

Einmal im Sand oder Schlamm festgefahren. Dann wird versucht mit Untersetzung heraus zu kommen. Damit die Rädern nicht gleich durchdrehen und man sich tiefer eingräbt und auch damit man den Motor nicht abwürgt, versuchen viele dann "intuitiv" mit schleifender Kupplung heraus zu kommen. Dann stinkt es ganz schnell und die Kupplung ist im Eimer. Und wenn die Kupplung dann hin ist, behauptet natürlich jeder Mieter, dass das normaler Verschleiß wäre.

Der größte namibische 4x4-Vermieter ASCO hebt das nicht ohne Grund mehr als alles andere in seinen Fahrhinweisen hervor:
"DO NOT ride your clutch when driving off-road and especially NOT when you are stuck. If you do, YOU WILL INEVITABLY BURN OUT THE CLUTCH!!!"
http://www.ascocarhire.com/safetydriving_E.htm (knallgelbe Hinweisbox)

Das ändert natürlich nichts daran, dass es ärgerlich und ungerecht ist, wenn man für Kupplungsschäden in Haftung genommen wird, die wirklich aus normalem Verschleiß resultieren. Aber es macht das Warum ein bisschen nachvollziehbar.

Beste Grüße

Guido
319 Beiträge · seit 201206. Sept. 2012 · #6
Bloke schrieb:

Hallo Toumtoum

ich find`s ne riesen Schweinerei, wenn der Kunde für die Verschleissteile der Mietfahrzeuge aufkommen soll, sowas geht in meinen Augen nicht.Das ist abzocke hoch 10.

Für was bezahlt man eigentlich den hohen Mietpreis ?
Unter ander doch auch, weil man erwartet, dass die Autos vom Vermieter auch dementsprechend gewartet werden, und die Verschleissteile rechtzeitig getauscht werden.

Ich würde die 800 € NICHT bezahlen, schon aus dem einfachen Grund, da ich den Schaden NICHT verursacht habe.

Eine Kupplung ist nun mal ein Verschleissteil, und die kann immer mal verrecken.


LG Bloke


P.S und Bobo Camper hat hier auch schon MEHRFACH gravierende Negativ Beurteilunge bekommen
Hallo Bloke,

ich hätte ja auch nichts dagegen, wenn bei einem Mietwagen alles versichert wäre. Die Mietwagenfirmen haben aber ihre Erfahrungen gemacht und haben deshalb ihre Mietbedingungen entsprechend geändert. Ganz früher war, soviel ich weiß, auch Einiges mehr versichert. Als sich dann immer mehr Touristen mit dem Mietwagen überschlagen haben, wurden dann eben dieses sogenannte Kleingedruckte eingeführt/ausgeweitet. Es soll Jahre gegeben haben, wo Mietwagenfirmen eine ganze Menge an Autos wegen Überschlag abschreiben konnte.

Mit der Kupplung wird man wohl ähnliche Erfahrung gemacht haben und hat deshalb die Kupplung herausgenommen. Als ich dieses Jahr bei Kea das Auto übernommen habe, wurde ich von einem wirklich netten Mitarbeiter eingewiesen. Der hat noch einmal explizit auf alle möglichen Unwägbarkeiten hingewiesen. Dabei war er überrascht, daß ich die ganzen Klauseln kannte und auch teilweise Vorsichtsmaßnahmen getroffen hatte (scheint wohl nicht der Regelfall zu sein). Er erzählte mir auch einen kürzlichen Fall, wo ein Mann von seinem Hof gefahren ist und schon bei einer kleinen Bodenwelle die Kupplung extrem hat schleifen lassen. Er dachte sich nur, na der wird wahrscheinlich die Kupplung ruinieren - was dann auch der Fall war (allerdings nach 10 Tagen oder so). Kupplung ist ein Verschleißteil - ja, aber man kann auch die Kupplung durch seine Fahrweise ruinieren.

Aber egal, das ist nun mal das Kleingedruckte. Man muß ja kein Auto mieten.

Du würdest die 800 Euro nicht zahlen. Die Wahl hat reku nicht. Die 800 Euro sind schon bezahlt (da hast Du auch keine Chance, da Du ja eine Kaution hinterlegst und von diesem Geld wird die Summe abgezogen). Bloß den gerichtlichen Weg zu bestreiten würde ich mir nicht antun.

Natürlich ist das Verhalten der Mietwagenfirma nicht in Ordnung - das stelle ich auch nicht in Frage (besonders das auf das Gutachten keine Reaktion kommt etc.).

Wenn man wirklich eine Vollkaskoversicherung anbieten würde wären wohl die Mietwagenpreise doppelt so hoch. Und ehrlich, gehen nicht viele mit gemieteten Sachen sorgloser um, als wenn es das eigene Eigentum wäre?

toumtoum
zuletzt bearbeitet 06. Sept. 2012
1'920 Beiträge · seit 200806. Sept. 2012 · #7
toumtoum schrieb:

Hallo Bloke,


Mit der Kupplung wird man wohl ähnliche Erfahrung gemacht haben und hat deshalb die Kupplung herausgenommen. Als ich dieses Jahr bei Kea das Auto übernommen habe, wurde ich von einem wirklich netten Mitarbeiter eingewiesen. Der hat noch einmal explizit auf alle möglichen Unwägbarkeiten hingewiesen. Dabei war er überrascht, daß ich die ganzen Klauseln kannte und auch teilweise Vorsichtsmaßnahmen getroffen hatte (scheint wohl nicht der Regelfall zu sein). Er erzählte mir auch einen kürzlichen Fall, wo ein Mann von seinem Hof gefahren ist und schon bei einer kleinen Bodenwelle die Kupplung extrem hat schleifen lassen. Er dachte sich nur, na der wird wahrscheinlich die Kupplung ruinieren - was dann auch der Fall war (allerdings nach 10 Tagen oder so). Kupplung ist ein Verschleißteil - ja, aber man kann auch die Kupplung durch seine Fahrweise ruinieren.
O.K zugegeben,wenn man das aus der Sicht betrachtet, dann muss ich dir recht geben.
Wer die Kuppulung auf diese Art schrottet, sollte auch dafür grade stehen.

Eine Kupplung wird halt im Gelände auch richtig beansprucht,und da kann aus Unerfahrenheit die Kupplung leicht flöten gehen, hab ich selber schon in Savute miterleben müssen, wie ein 78 ig jähriger einen auf Cowboy gemacht hat, und gemeint hat, nur weil er einen 4x4 unterm Hintern hat, kommt er spielend durch die Tiefsanpassagen.....Der hat ´seine Kupplung auch komplet abgefucked
toumtoum schrieb:Aber egal, das ist nun mal das Kleingedruckte. Man muß ja kein Auto mieten.

Natürlich ist das Verhalten der Mietwagenfirma nicht in Ordnung - das stelle ich auch nicht in Frage (besonders das auf das Gutachten keine Reaktion kommt etc.).toumtoum

Wenns fair abgeht, dann sollte Bobo Camper zumindestens Stellungsnahme zu dem Gutachten nehmen

Nicht jeder der nen 4x4 unterm Hintern hat, kann leider auch damit umgehen 😵
319 Beiträge · seit 201206. Sept. 2012 · #8
Was noch ein Problem ist, daß wir Europäer immer von den Gepflogenheiten hier in Europa ausgehen. Das ist woanders (und nicht nur in Afrika) oftmals nicht der Fall. Deshalb sollte man eben wirklich bei einem Vertzrag - und das ist der Mietwagenvertrag - wirklich allesgenau durchlesen und auch immer den sogenannten "worst case" durchspielen.

Ich war wegen meiner Familie dieses Jahr mit einem Mietwagen unterwegs (sonst meist mit dem Rad). Was mir eigentlich auch Kopfzerbrechen bereitet hat, ist folgender Sachverhalt:

Unfall: Der Mieter trägt dabei eine Selbstbeteiligung von max. xxxxx R/N$ pro Schaden (der Selbstbehalt fällt immer an, unabhängig davon welche Art von Unfall oder Schaden es war, ob selbstverschuldet oder nicht).

Ich glaube, darüber sind sich viele nicht bewusst und mit unserem Rechtsverständnis nicht vereinbar. Einen nichtverschuldeten Unfall hat man ja nicht mal unter Kontrolle - deshalb habe ich auch eine Selbstbehaltausfallversicherung abgeschlossen, weil ich sonst bei Kea z.B. mit 4500 Euro haftbar wäre.

Das hat jetzt zwar nicht mit diesem Fall zu tun, soll aber nochmals deutlich zeigen, daß man sich wirklich mit solchen Dingen intensiver auseinandersetzen sollte. Ist vielleicht wichtige als die Frage, ob ich jetzt in der oder jener Lodge übernachte.

Trotzdem, das Verhalten von Bobo ist schon sehr kritikwürdig.

toumtoum
1'920 Beiträge · seit 200806. Sept. 2012 · #9
toumtoum schrieb:Was noch ein Problem ist, daß wir Europäer immer von den Gepflogenheiten hier in Europa ausgehen. Das ist woanders (und nicht nur in Afrika) oftmals nicht der Fall. Deshalb sollte man eben wirklich bei einem Vertzrag - und das ist der Mietwagenvertrag - wirklich allesgenau durchlesen und auch immer den sogenannten "worst case" durchspielen.


toumtoum
Wenn ich IMMER den **WORST CASE** durchspielen würde, dann bleibe ich lieber zu Hause,😖 oder buche All INCLUSIVE in irgend eiem Robinson Club...Low Risk eben..

Bei dem einer darfste dies nicht, bei dem einen darfste das nicht, Wasserdurchfahrten bis max.Radnabe..Kaokoveld verbot u.s.w ........Nixx für mich

Optimist statt Pesimist 😉

LG Bloke
5'479 Beiträge · seit 200907. Sept. 2012 · #10
Ich denke, dass Risiko für eine Kupplung aufkommen zu müssen, die man selbst nicht geschrottet hat, besteht im Grundsatz bei allen Vermietern. Ich glaube nämlich nicht, dass die zwischen den Vermietungen immer die Kupplung überprüfen, da diese dafür ausgebaut werden müsste. Aus diesem Grund bin ich jetzt am überlegen, zukünftig immer einen Automatik-Wagen zu leihen. Oder gibt es Eurer Meinung nach Gründe, die gegen Automatik sprechen?
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
3'080 Beiträge · seit 200907. Sept. 2012 · #11
@ topobär, mir ist leider kein Vermieter bekannt der Automatik-Autos verleiht, die Überlegungen hatte ich auch schon angestellt, bin aber zu keinem Ergebnis gekommen.

lg sasowewi
1'130 Beiträge · seit 200607. Sept. 2012 · #12
Bei diesen Temperaturen und eventuellen Belastungen muss bei einer Automatik mit extremer Erwärmung des Öls gerechnet werden,was zu einem Ausfall führen kann. Das ist einer der Gründe, warum wir auf einer etremen Rally immer mit Zusatzkühler fahren. Zum anderen ist das "rausschaukeln" nach einer Eingrabung mit einer Automatik nur bedingt möglich. Auch das Tiefsand/ Wasserfahren ist mit einer Automatik anders ( Gangwechsel während der Fahrt). Andererseits bietet eine Automatik natürlich auch Vorteile
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
1'115 Beiträge · seit 201007. Sept. 2012 · #13
Automatik 4x4 (Umgehung des Kupplungsproblems)

ASCO vermietet 3.0 Hilux Automat, mit Diff Sperre auf Hinterachse. Habe diesen Wagen in NAM und BOT 2012 gefahren. Mit dem Tempomat zusammen ist das dann ein sensationelles Fahren .........

Um dem Kupplungsproblem auszuweichen, sollte man nur noch Vermieter nehmen, die max. 2 jährige Autos anbietet.

Gruss Rajang
2'664 Beiträge · seit 201207. Sept. 2012 · #14
@ Topobär

Bis vor ca. 4 Jahren war ich bei 4x4 für Schaltfahrzeuge, bis ich dann bei einer Auktion in England einen Landcruiser Prado Automatik ersteigerte, wo nicht bekannt war, daß es sich um einen Automatik handelte.

Ergebnis: Nach der anfänglichen Enttäuschung, daß es ein Automatik war, ist nach mehreren heftigen Trips die totale Begeisterung eingetreten!

Der hat uns inzwischen über schwerstes Gelände getragen, in ganz Namibia inklusive Kaokoland und Van Zyl´s Paß, in Zambia schwerste neue Tracks im South Zambezi das Escarpment hoch (der Track ist im neuesten Kartenmaterial von T4A aufgenommen), in Botswana im Tiefsand und Sümpfen.

Kein einziges Mal hingen wir im Sand fest, auch nicht mit nichtabgeblasenen Reifen (auch nicht im KTP), lediglich in Botswana einmal im Sumpf in durch größere Fahrzeuge kaputtgefahrenen Spuren, den wir unter Verwendung eines Spatens und unseres gesamten Feuerholzvorrates zum Auslegen der Spur ohne Fremde Hilfe nach zwei Stunden Schwitzens verlassen konnten. Gerade im Sumpf haben sich die Vorteile herausgestellt, weil man alle Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen niedrigst dosiert wie mit einem Playstick durchführen kann ohne daß sich die Räder noch tiefer in den Schlamm hineinfressen. Diese genaue Dosierung bekommst Du mit keinem Schaltfahrzeug hin. Und die hat uns dort gerettet.

Ich kenne einige Leute in Namibia die auch in der täglichen Praxis für deren Einsätze bevorzugt nur Automatik nehmen.

Du bekommst solche und solche Theorien. Wer keinen Automatik hat oder Automatik noch nie im Schwergelände gefahren hat, ist natürlich dagegen. Die Praxis spricht jedoch eine andere Sprache.

Einer der ganz wesentlichen Vorteile im Sand oder am Geröllhang: Du schaltest in "Low", und fährst konstant dosiert. Damit vermeidest Du Schaltfehler wie bei manueller Schaltung, die das Getriebe hier nun selbst kompensiert.
Die meisten Leute, die im Sand hängen bleiben tun dieses aufgrund von Lenkungsfehlern und falschem Schaltens in Verbindung mit falschem Dosierens von Gas.
Ein sichtbares Zeichen dieses gesamten Falschverhaltens sind die z.B. im Moremi bis über das Dach mit Modder zugespritzten Fahrzeuge, deren Fahrer von den Einheimischen Guides oftmals belächelt werden.
zuletzt bearbeitet 07. Sept. 2012
1'523 Beiträge · seit 201107. Sept. 2012 · #15
Guten Tag Swakop,

.....habe ähnliche Erfahrungen mit der Toyota Automatik gemacht und kann
Deine Folgerungen nur bestätigen....

mit freundlichen Grüssen,

BMW
Gast07. Sept. 2012 · #16
Hallo,
SASOWEWI schrieb:@ topobär, mir ist leider kein Vermieter bekannt der Automatik-Autos verleiht, die Überlegungen hatte ich auch schon angestellt, bin aber zu keinem Ergebnis gekommen.
ASCO, Savanna, Caprivi Car Hire, Value Car Hire und andere haben auch 4x4-Fahrzeuge mit Camping-Ausrüstung und Automatik. Brauchst Du kein Camping-Zeug, dann solltest Du auch bei Hertz und Avis 4x4 mit Automatik finden.
Rajang schrieb:Um dem Kupplungsproblem auszuweichen, sollte man nur noch Vermieter nehmen, die max. 2 jährige Autos anbietet.
Und was soll das bringen? Die Autos haben nach 2 Jahren teilweise schon 150.000 km runter. Wenn jemand falsch mit der Kupplung umgegangen ist, kann sie auch nach 1.000 km schon hin sein.

Beste Grüße

Guido
143 Beiträge · seit 200907. Sept. 2012 · #17
out of topic! "automatic gear box"

Hi,

ich möchte dazu anmerken, dass bei einem Fahrzeug mit Automatikgetriebe darauf zu achten ist, dass die Abschleppmöglichkeiten bei diesen nur eingeschränkt möglich sind und man auch daran bei einer möglichen Bergung denken sollte und demzufolge darauf vorbereitet sein muss.

Zudem ist ein Automatikgetriebe wartungsintensiver als ein Schaltgetriebe, auch wenn dies dem Service des Eigentümers unterliegt, weiß man natürlich nicht, wie "fit" das Getriebe tatsächlich ist. Auch ein Automatikgetriebe kann schnell einmal "aufrauchen" und das lässt sich dann nicht überall reparieren.

Die bereits genannten guten Erfahrungen könne wir gleichfalls bestätigen, nicht nur mit Toyota oder Nissan; nicht umsonst fahren viele 4x4 in den USA mit Automatikgetriebe; viele Umbauten berücksichtigen dann auch den Einbau eines Automatikgetriebes.

Dennoch bevorzugen wir weiterhin für ein eigen genutztes Fahrzeug eindeutig ein Schaltgetriebe in Kombination mit einem großvolumigen Motor (gerade bei schweren Fahrzeugen), aber das ist ja bekanntlich auch Gewohnheits-und/oder Geschmacksache, denkt Steenbok
1'130 Beiträge · seit 200607. Sept. 2012 · #18
Die Erfahrungen der Automatik Fahrer sind sicher richtig. Hierbei wird aber vergessen, dass sie ihre eigenen Fahrzeuge fahren und Erfahrungen sammeln. Eine Automatik kann ich in diesem Segment ohne Kenntnisse genauso schrotten wie ein Schaltgetriebe und die Rep. einer Automatik ist deutlich teurer. Zusätzlich darf nicht vergessen werden, dass die modernen Helferchen ( ESP, Traktionskontrolle usw.) in manchen Situationen kontraproduktiv sind. Eine Automatik kann auf losem Sand einfach weiterdrehen, weil die Bremswirkung des Untergrund fehlt, Eine Traktionskontrolle mit Bremseingriff kann das durchdrehende Rad bis auf 0 runterregeln, wo ich ein drehendes Rad brauche. Ich durfte mal einen XX einen schlüpfrigen Berg hochtesten, wo das Auto dann einfach trotz Gas stehen blieb, weil die Elektronik alles runterregelte.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
1'115 Beiträge · seit 201008. Sept. 2012 · #19
Hallo Guido,
Es ging in diesem thread um die normale Abnutzung der Kupplung, die dann bei der Reparatur dem Pechvogel angehängt wird, der gerade Mieter ist. Je jünger das Fahrzeug umso kleiner ist die Chance für diesen Vorfall.

Gruss Rajang
Gast15. Sept. 2012 · #20
Wir haben ebenfalls schlechte Erfahrungen mit Bobo gemacht. Wir hatten einen Discoverer X mit weit über 200.000 km. Sie haben uns wissentlich mit einem defekten Stoßdämpfer losfahren lassen, wir haben es nicht sofort gemerkt (sind ja keine Kfz-Mechaniker) und sie haben darauf spekuliert, dass der Mieter das Problem für sie behebt, in dem der Mieter eine Werkstatt anfahren muss. Da es nicht zur Reparatur kam, weil kein Stoßdämpfer zur Verfügung stand, sind wir 3 Wochen mit kaputtem rumgefahren. Hat glücklicherweise gut gegangen. Bei der Rückgabe haben wir natürlich mit den Mitarbeitern von Bobo darüber gesprochen. Die Antwort war, dass kaputte Stoßdämpfer in Namibia normal seien, kein Sicherheitsrisiko darstellen und überhaupt das heftige Wippen des Fahrzeuges vorne (Stoßdämpfer vorne war kaputt) käme daher dass der Wagen hinten so schwer sei. Außerdem sei es ein altes Auto, welches ja nicht mehr gebaut werde.
zuletzt bearbeitet 19. Feb. 2016